Das 6. Jahrhundert AD

Das 6. Jahrhundert begann am 1. Januar 501 und endete am 31. Dezember 600.

Zeitalter/Epoche

Hauptartikel: Spätantike

Europäischer Kulturraum

Das sechste Jahrhundert gilt als das letzte Jahrhundert der Spätantike und zugleich als das erste des Frühmittelalters. In die Mitte des 6. Jahrhunderts fällt das Ende der Völkerwanderungs­zeit.

Das weströmische Reich ist bereits vor Jahrzehnten zerfallen: Seit 476/80 gibt es für den Westen des Imperium Romanum keinen eigenen Kaiser mehr, und in Mittel- und Südwesteuropa beginnen sich auf den Trümmern des kollabierten Imperiums poströmische Reiche unter zumeist germanischen Herrschern zu bilden: Das Ostgotenreich Theoderichs in Italien, Westgoten und Sueben auf der Iberischen Halbinsel, das Reich der Franken unter den Merowingern, Burgunden, Thüringer, Gepiden in Ungarn und Siebenbürgen, Vandalen in Nordafrika, auf Sardinien und Korsika.

Die formale und teils auch faktische Oberhoheit der oströmischen Kaiser ist aber im 6. Jahrhundert auch im Westen noch weitgehend unangefochten. Kaiser Justinian lässt seine Generäle seit 533 Nordafrika, Italien mit Sardinien und den Süden Spaniens erobern; er herrscht 565 nach der restauratio imperii nochmals über ein Reich, das sich von Gibraltar über Italien und den Balkan bis nach Ägypten, Syrien und Georgien erstreckt – ein letzter Höhepunkt der spätrömischen Geschichte und zugleich ein mögliches Datum für das „Ende der Antike“. Die Kaiser nach Justinian sprechen kein Latein mehr, und Ostrom wandelt sich zusehends in das griechische Byzanz des Mittelalters.

Seit 541 wütet die Justinianische Pest im Mittelmeerraum und fordert in mehreren Wellen über Jahrzehnte hinweg zahlreiche Opfer, bevor die Krankheit im 8. Jahrhundert aus Europa verschwindet, um erst 1347 erneut auszubrechen.

Ab 568 fallen die Langobarden in Italien ein; dies gilt traditionell als der Endpunkt der spätantiken Völkerwanderung. Die Bajuwaren werden um 550 erstmals erwähnt und besiedeln das nördliche Alpenvorland. In die durch die Völkerwanderung entvölkerten ehemaligen ostgermanischen Gebiete wandern slawische Völker (z. B. Wenden) ein. Etwa um diese Zeit sind die Slawen auch auf dem Balkan präsent, die ab den 580er Jahren zu einer dauerhaften Ansiedlung südlich der Donau übergingen, wenngleich die Landnahme der Slawen auf dem Balkan durch die Balkanfeldzüge des Maurikios (ab 592) verzögert wird. Zusammen mit den Langobarden dringen auch die ursprünglich zentralasiatischen Awaren in den Raum Ungarn/Östliches Österreich ein. Das Reich der fränkischen Merowinger erreicht um 560 seine vorerst größte Ausdehnung und gerät nach 562 aufgrund innerer Wirren in eine Schwächephase. Die arianischen Westgotenkönige treten 589 zum katholischen Christentum über.

In England bedrängen die Angelsachsen zunehmend die einheimischen romano-keltisch-christlichen Regenten. Der Abwehrkampf lässt wohl die Sage von König Artus entstehen. Die keltische Kirche Englands geht gegen Ende des Jahrhunderts in der römisch-katholischen Kirche auf. In Skandinavien erstarken Kleinkönigtümer, die den Ostseehandel betreiben. In Schweden beginnt die Vendelzeit.

Naher und mittlerer Osten

Von Syrien bis Pakistan und an die Grenzen der Gobi erstreckt sich das neupersische Reich der Sassaniden, unter Chosrau I. auf dem Höhepunkt seiner Macht. Mit einem persischen Angriff beginnt 540 nach dem Bruch des Ewigen Friedens von 532 ein neuer Krieg zwischen Ostrom und den Sassaniden – die römisch-persischen Kriege – der (mit zwei kurzen Unterbrechungen) bis 630 dauert und die Islamische Expansion ermöglicht.

Um 560 vernichten die Perser das Reich der hunnischen Hephthaliten durch ein Bündnis mit den Türken, die sich aber wenig später gegen ihre vormaligen Verbündeten wenden und 572 im Bündnis mit den Oströmern die Sassaniden angreifen. Diese können sich aber im Zweifrontenkrieg behaupten.

Um 570 erfolgt die Geburt des Propheten Mohammed, der dann, muslimischer Überlieferung zufolge, um 610 den Erzengel Gabriel empfangen und damit zum Begründer einer neuen Weltreligion werden sollte.

Ferner Osten

Das Kaiserreich China ist seit 420 in die Südliche und Nördliche Dynastien gespalten, erst die Sui-Dynastie eint 581 das Reich für knapp 40 Jahre wieder, mit wirtschaftlichem Aufschwung und kultureller Neuorganisation. Über die Seidenstraße beginnt sich der Buddhismus in China zu verbreiten, dehnt sich auch nach Korea und auch Japan aus. Hier endet die antike Kofun-Zeit und beginnt die Asuka-Zeit 582 mit der Übernahme des Buddhismus als Staatsreligion, oder 590 mit einer buddhistischen Kaiserdynastie. Damit einher geht die Verbreitung der chinesischen Schrift in Japan.

Ereignisse

Persönlichkeiten

Die Zeitrechnung „AD“

In diesem Jahrhundert wurde die Zeitrechnung „AD“ durch Dionysius Exiguus oder auch Denys der Kleine bzw. der Geringe (* um 470; † um 540) festgelegt. Daher gilt er traditionell als Begründer der christlichen Zeitrechnung, die er im Jahre 525 erstmals vorschlug. In jüngster Zeit wurde allerdings die Hypothese aufgestellt, er habe sein Konzept aus einem verlorenen Werk des Eusebius von Caesarea übernommen.

Sofern Dionysius die christliche Ära entwickelt haben sollte, ging er nach Studium des damals bekannten Wissens recht pragmatisch vor.

Zur Berechnung des Osterdatums bedient man sich bis heute unter anderem des 19-jährigen Metonischen Zyklus. Der genaue Ostertermin eines jeden Jahres innerhalb eines solchen Zyklus wurde auf so genannten Ostertafeln dargestellt. Trotz der Bezeichnung legen sie den gesamten christlichen Mondkalender fest. Die ersten Ostertafeln erstellten Theophilos und sein Nachfolger Kyrillos, Patriarchen von Alexandria, bereits seit Ende des 4. Jahrhunderts. Theophilos ließ den ersten Zyklus seiner Tafeln mit dem Jahr 96 (96 = 19 × 5 + 1) der damals üblichen Diokletianischen Ära (379/380 n. Chr.) beginnen. Der letzte Zyklus dieser Tafeln endet mit dem Jahr 228 dieser Ära (= 511/512 n. Chr.).

Wegen des umstrittenen Ostertermins des Jahres 526 wandte Dionysius sich dem Thema zu. Ihm lag noch, wie er es in seinen Schriften erwähnt, eine Tafel für den 13. Zyklus der Diokletianischen Ära (229–247 = 513–531 n. Chr.) vor. Inzwischen war aber von Anianos, einem ägyptischen Mönch des 5. Jahrhunderts, bereits der sogenannte alexandrinische Zyklus zu 532 Jahren (532 = 19 × 28) entwickelt worden, der den 19-jährigen Metonischen Mondzyklus mit dem 28-jährigen sogenannten Sonnenzyklus der Wochentage im Sonnenkalender verbindet.

Dionysius erkannte nun im Jahr 241 nach Diokletian (525 n. Chr.) folgendes: Mit dem Jahr 247 nach Diokletian (531 n. Chr.) werden 13 Metonische Zyklen innerhalb dieser Ära vergangen sein. Gestützt auf andere Quellen wusste er, dass zwischen dem Beginn der Ära Diokletians am koptischen Neujahrstag (1. Tout) des Jahres 1 nach Diokletian (29. August 284) und dem Ende der Herrschaft des Königs Herodes in etwa fünfzehn weitere Metonische Zyklen, also 285 Jahre, verflossen sein mussten. Dies ergäbe einen kompletten alexandrinischen Zyklus zu 532 Jahren.

Er beschloss deshalb, auf seine Tafeln ab dem Jahr 248 nach Diokletian (in römischem Stil mit dem 1. Januar als Jahresbeginn, also etwa vier Monate später), auch die Jahresangabe anni ab incarnatione Domini (lateinisch für „Jahre nach der Inkarnation des Herrn“) zu schreiben. Letztere ist im Vergleich zur ersteren um genau 284 (15 × 19 − 1) Jahre erhöht, was wiederum bedeutet, dass der vorangegangene, gerade ablaufende, alexandrinische 532-Jahre-Zyklus mit dem geschichtlichen Jahr 1 v. Chr. begonnen haben muss. Über ein genaues Jahr für die Geburt Jesu von Nazaret (Jahr 1 v. oder n. Chr.) äußert sich Dionysius Exiguus, entgegen vielen anderslautenden Behauptungen, aber nicht explizit. Später errechnete man, dass das Jahr 1 n. Chr. dem römischen Jahr DCC.LIV (754) ab urbe condita entspricht, seit der legendären Gründung Roms.

Diese Rechnung in christlichen Jahren war seinerzeit noch lange ausschließlich Komputisten vorbehalten. Beda Venerabilis, ein englischer Benediktiner, vervollständigte die ursprünglich nur auf 95 Jahre (532–626) ausgelegten dionysianischen Tafeln zu einem kompletten zweiten alexandrinischen Zyklus (532–1063). Damit erlangte die Zeitrechnung nach Dionysius Exiguus allmählich innerkirchliche Anerkennung. Die Zeitrechnung wurde von Beda erstmals in seinen historischen Schriften verwendet.

Die Fürsten des frühen Mittelalters zogen noch lange ihre eigenen Herrschaftsjahre zur Datierung vor, ebenso wie Bischöfe und Päpste. Ins allgemeine Bewusstsein des Volkes wurde die christliche Ära wohl spätestens mit der Kaiserkrönung Karls an Weihnachten 800 gerückt. In amtlichen Dokumenten zur Regel wurde sie in Westeuropa gegen Ende des ersten Jahrtausends, im orthodoxen Russland zum Beispiel nicht vor Peter dem Großen.

International hat die Rechnung in christlichen Jahren gemäß Dionysius Exiguus gegenwärtig weltweit offizielle Gültigkeit.

Im Europa des frühen Mittelalters kannte niemand die Ziffer oder die Zahl Null. Trotzdem erweckt die Anwesenheit des lateinischen Wortes nulla ‚kein‘ in der dritten Kolonne seiner Ostertafel den Eindruck, dass Dionysius Exiguus jene wichtige Zahl bekannt war. Daraus kann aber nicht abgeleitet werden, dass sein nulla eine echte „Null“ war. Er gebrauchte sie auch nicht in seinen Berechnungen. Darum ist bei den Zeitangaben „vor Christus“ stets zu bedenken, dass nach der astronomischen Jahreszählung, die das Jahr Null enthält und die mit dem Minus-Zeichen versehen werden, wenn die Jahre vor dem Jahr 0 gemeint sind, ein Jahr von der Jahresangabe v. Chr. abzuziehen ist. So trank etwa Sokrates im Jahre 399 v. Chr. den Schierlingsbecher, was dem astronomischen Jahr −398 entspricht.

Im Europa des Mittelalters wurde erst ab dem 13. Jahrhundert (vereinzelt) die Zahl Null arithmetisch verwendet, die allgemeine Akzeptanz kam erst seit der Renaissance.

 


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Das 5. Jahrhundert AD

Das 5. Jahrhundert begann am 1. Januar 401 und endete am 31. Dezember 500.

Zeitalter/Epoche

Hauptartikel: Spätantike

Ereignisse/Entwicklungen

Persönlichkeiten

Erfindungen und Entdeckungen

 


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Das 4. Jahrhundert AD

Das 4. Jahrhundert begann am 1. Januar 301 und endete am 31. Dezember 400.

Es gehört zur Epoche der Spätantike.

Zeitalter/Epoche

Ereignisse/Entwicklungen

Persönlichkeiten

  • Chrocus (ca.260-3??) war 306 an der Erhebung von Konstantin zum Caesar (Unterkaiser) beteiligt.
  • Konstantin (etwa 280–337), römischer Kaiser (ab 306). Machte Byzanz („Konstantinopel“) zur Hauptstadt des römischen Imperiums und legte damit den Grundstein für die Entstehung eines eigenständigen „Ostreichs“. Trug entscheidend dazu bei, dass das Christentum Staatsreligion wurde. Erließ Gesetze zum Schutze von Sklaven und führte erfolgreiche Kriege im Zeichen des Kreuzes.
  • Axid (etwa 291–347), nordafrikanischer Freiheitskämpfer. Schuf die quasi-kommunistische revolutionäre Bewegung der „Circumcellionen“ und kämpfte unter Einbeziehung christlicher Ideale für die ausgebeuteten Sklaven, Bauern und Arbeiter seines Landes. Unterlag gegen das römische Heer
  • Ermanarich (305370), König der Ostgoten (Ostrogoten, Greutungen) ab 350. Einiger der südrussischen Gotenvölker und Reichsgründer. Besiegte Slawen, Finnen und Germanen und auch römische Heere, unterlag jedoch gegen die Hunnen.
  • Schapur II. (309379), König von Persien. Bekämpfer des Christentums und Förderer der persischen Zarathustra-Religion. Kämpfte erfolgreich gegen Rom und gegen die Hunnen und konnte so sein Reich vergrößern beziehungsweise erhalten.
  • Wulfila (lat. Ulfilas; etwa 310–383), erster Bischof der Westgoten (Wisigoten, Terwingen). Er bekehrte sie zum arianischen Christentum. Er erfand eine neue Schrift für die Gotische Sprache, die bisher in germanischen Runen geschrieben worden war. Sie war eine Abwandlung der griechischen Schrift mit einigen lateinischen Buchstaben.
  • Martin von Tours (lat. Martinus), (* um 316); † 8. November 397), dritter Bischof von Tours und französischer Nationalheiliger. Er quittierte 356 aus christlicher Überzeugung seinen Kriegsdienst als römischer Offizier und wurde 372 zum Bischof von Tours geweiht. Er gilt als Bindeglied zwischen Rom und dem Frankenreich.
  • Ammianus Marcellinus (* um 330; † um 395), römischer Historiker. Er war neben Prokopios von Caesarea der bedeutendste spätantike Geschichtsschreiber.
  • Julian (331363), römischer Kaiser ab 360. Entließ Tausende überflüssiger Beamter, senkte die Steuern und ordnete das Unterrichtswesen. Versuchte erfolglos, dem Vordringen des Christentums im römischen Reich Einhalt zu gebieten.
  • Ambrosius (* 339; † 4. April 397, Kirchenlehrer und Bischof von Mailand.
  • Theodosius, der ‚Gotenfreund‘ (347395), römischer Kaiser spanischer Herkunft (379395) und letzter Herrscher eines vereinten Römischen Reiches. Nach schwerer Krankheit strenggläubiger Christ, setzte er endgültig das Dreifaltigkeitsdogma von der Göttlichkeit Jesu durch.
  • Balamir (auch Balamber, etwa 350–404), angeblich König der Hunnen. Soll über die Wolga vorgedrungen sein und das Reich der Alanen an Terek, Kuban und am unteren Don vernichtet haben. Er soll auch mit seinen Reiterheeren Ermanarichs neu gegründetes Ostgotenreich erobert und Goten zu Heeresfolge und Tribut gezwungen haben. Seine Historizität ist aber umstritten.
  • Gratian (etwa 359–383), römischer Kaiser (375–383). Unter dem Einfluss des Ambrosius verzichtet er auf das bisher vom Kaiser bekleidete Amt des „Oberpriesters“ und machte das Christentum zur beherrschenden Macht im zerfallenden Reich.
  • Stilicho (um 360–408), römischer Feldherr und Staatsmann. Nach dem Tod von Theodosius Regent Westroms. Besiegte Alarich den König der Westgoten und auch ins Reich einfallende Germanen und Ostgoten. Besiegelte mit seiner Gebietsforderung an Ostrom die endgültige Teilung des römischen Reichs.
  • Alarich I. (etwa 374–410), König der Westgoten. Führer des Aufstands von 391, besiegt Theodosius. Nach wechselndem Kriegsglück Eroberung Roms und Tod 410.

Erfindungen und Entdeckungen

 


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Das 3. Jahrhundert AD

Das 3. Jahrhundert begann am 1. Januar 201 und endete am 31. Dezember 300. Es markiert für das Römische Reich den Übergang vom Prinzipat zur Spätantike.

Zeitalter/Epoche

Ereignisse/Entwicklungen

Bauwerke

Persönlichkeiten

  • Cao Cao (155–220), Wegbereiter der Wei-Dynastie
  • Cyprian, nordafrikanischer Kirchenlehrer und Bischof von Karthago
  • Plotin, griechischer Philosoph aus Alexandria; gilt als der Hauptvertreter des Neuplatonismus
  • Paulus von Samosata, Kirchenlehrer aus Vorderasien, Bischof von Antiochia und Ratgeber der Königin Zenobia von Palmyra; wurde als Häretiker aus der christlichen Kirche exkommuniziert
  • Sima Yi (179–251), Wegbereiter der Jin-Dynastie
  • Sima Yan (236–290), Vereiniger Chinas
  • Aurelian, römischer Kaiser von 270 bis 275
  • Diophantos von Alexandria, griechischer Mathematiker
  • Longinos, griechischer Philosoph und Sprachwissenschaftler syrischer Herkunft
  • Schapur I., König von Persien (Sassanidenherrscher)
  • Zenobia, Herrscherin von Palmyra und des römischen Orients
  • Mani, persischer Religionsbegründer des Manichäismus
  • Pappos, griechischer Mathematiker in Alexandria
  • Kelsos griechischer Philosoph (Platoniker), älteste bekannte Streitschrift gegen das Christentum „Wahre Lehre“.
  • Origenes, christlicher Theologe, wurde beauftragt eine Schrift gegen Kelsos zu verfassen.
  • Porphyrios, Philosoph (Neuplatoniker) aus Vorderasien
  • Probus, römischer Kaiser von 276 bis 282
  • Diokletian, römischer Kaiser von 284 bis 305
  • Pamphilos von Caesarea, Priester und Kirchenlehrer aus Phönizien; wurde als Christ gefoltert, eingekerkert und enthauptet
  • Antonius der Große, auch Antonius Abbas oder Antonius Eremita, ägyptischer Mönch, Asket und Einsiedler
  • Arius, christlicher Presbyter aus Alexandria. Nach ihm ist die Lehre des Arianismus benannt
  • Lactantius, ein aus der Provinz Africa stammender Priester, Rhetoriker und Kirchenlehrer
  • Eusebius von Caesarea, Bischof und Kirchenlehrer als Vater der Kirchengeschichte bezeichnet
  • Jamblichos, griechischer Philosoph aus Chalkis (Syrien)
  • Bhasa, indischer Dichter, Vorreiter des klassischen indischen Dramas
  • Donatus, nordafrikanischer Religionsphilosoph und Priester
  • Konstantin I., auch bekannt als Konstantin der Große, war römischer Kaiser von 306 bis 337
  • Fasir, nordafrikanischer Prediger und Freiheitskämpfer
  • Liu Hui, chinesischer Mathematiker

Erfindungen und Entdeckungen

 


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Das 2. Jahrhundert AD

Das 2. Jahrhundert begann am 1. Januar 101 und endete am 31. Dezember 200.

Im Mittelmeerraum fällt es in die Epoche der Antike.

Zeitalter/Epoche

Ereignisse/Entwicklungen

Politik und Gesellschaftsordnung

Kriege und Revolutionen

Kultur, Kunst, Wirtschaft und Soziales

Persönlichkeiten

Einige der aufgelisteten Persönlichkeiten wurden schon gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts geboren und werden dennoch hier aufgeführt; andere wiederum wurden zwar in diesem Jahrhundert geboren, werden aber erst im nächsten Jahrhundert aufgeführt. Dies rührt daher, dass es als Kriterium für die Aufnahme nicht entscheidend war, ob das Geburtsjahr in dieses Jahrhundert fällt, sondern ob das hauptsächliche Werk und Wirken der Person in diesem Jahrhundert stattfand. Freilich ist eine klare Abgrenzung dieser Art nicht immer möglich.

Wissenschaft, Forschung, Erfindungen und Entdeckungen

Bauwerke

 


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Das 1. Jahrhundert AD

Das 1. Jahrhundert begann am 1. Januar 1 und endete am 31. Dezember 100.

Zeitalter/Epoche

Das 1. Jahrhundert zählt im Mittelmeerraum zur Epoche der Antike.

Ereignisse/Entwicklungen

Persönlichkeiten

  • Nero, römischer Kaiser. Tötete Mutter und Ehefrau. Ordnete die erste Christenverfolgung an, galt aber auch als Förderer der Künste.
  • Flavius Josephus, jüdischer Geschichtsschreiber
  • Titus, römischer Kaiser. Schlug den jüdischen Aufstand nieder, woran der nach ihm benannte Triumphbogen (Titusbogen) erinnert.
  • Plutarch, griechischer Philosoph und Schriftsteller
  • Cai Lun (Tsai Lun), chinesischer Forscher. Erfinder des Papiers.
  • Domitian, römischer Kaiser. Ließ einen Grenzwall (Limes) zu Germanien erbauen. Verfolgte Forscher und Philosophen und später willkürlich auch angesehene römische Bürger. Wurde ermordet.
  • Epiktet, griechischer Philosoph (Stoiker). Forderte Nächsten- und Feindesliebe, moralisches Handeln und Verzicht auf materielle Güter. Lehnte das Christentum ab.
  • Tacitus, römischer Geschichtsschreiber und Staatsmann
  • Apollodor von Damaskus, römischer Architekt. Schuf, neben vielen weiteren Bauwerken, mit dem „Trajansforum“ eines der bedeutendsten Bauwerke des Altertums.
  • Juvenal, römischer Dichter und Kämpfer gegen gesellschaftliche Ungleichstellung, Ausbeutung und Unterdrückung, sowie religiösen Fanatismus.
  • Decebalus, der letzte König von Dakien
  • Publius Quinctilius Varus, römischer Feldherr und Politiker
  • Natakamani, das nubische Reich von Meroe erlebt seine größte Blütezeit.
  • Euphorbus, griechischer Arzt

Einige der aufgelisteten Persönlichkeiten wurden schon gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts geboren und werden dennoch hier aufgeführt. Andere wiederum wurden zwar in diesem Jahrhundert geboren, werden aber erst im nächsten Jahrhundert aufgeführt. Dies rührt daher, dass es als Kriterium für die Aufnahme nicht entscheidend war, ob das Geburtsjahr in dieses Jahrhundert fällt, sondern ob das hauptsächliche Werk und Wirken der Person in diesem Jahrhundert stattfand. Freilich ist eine klare Abgrenzung dieser Art nicht immer möglich.

Erfindungen und Entdeckungen

  • Zu Beginn des 1. Jahrhunderts werden in Rom erstmals Fenster aus rohem Glas gebräuchlich.
  • In Rom werden um das Jahr 17 aus einzelnen Kupferdrähten geflochtene stabile Drahtseile hergestellt.
  • In Rom werden Operationsbestecke mit mehr als 100 Einzel-Instrumenten eingesetzt.
  • Um das Jahr 52 wird in Italien ein 5,6 km langer Entwässerungstunnel zur Ableitung des Wassers aus dem Fuciner See durch den Monte Salviano getrieben.
  • Um die Mitte des 1. Jahrhunderts kommen in Rom neben den bisher üblichen Truhen erstmals Schränke in Gebrauch.
  • Zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts: die erste Hängebrücke aus eisernen Ketten wird in China errichtet.
  • In Rom wird das Schloss für Schlüssel mit Bärten erfunden.
  • Mit dem Ausgang des 1. Jahrhunderts kommen die ersten Glasspiegel in Gebrauch: hinter einer Glasplatte wird dünn ausgewalzte Zinnfolie als reflektierende Fläche angebracht. Die Glasspiegel verdrängen bald die bisher verwendeten Spiegel aus poliertem Metall.

Sonstiges

  • Die im Mittelmeerraum begehrte Arznei- und Gewürzpflanze Silphium stirbt infolge Raubbaus aus.

 


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Am Anfang…

Erster Hirte: Ist schon AD?
Zweiter Hirte: Ungefähr viertel nach.

– Monty Python’s „Das Leben des Brian“ – geschnittene Szene

Mit Hilfe des Wunders der modernen Technik wollen wir beim „Phantastischen Projekt“ den historischen Kontext darstellen, in dem alles stattfindet, was die Menschen so erleben, doch dabei scheitern wir leider an den Grenzen von WordPress. Immerhin gestattet und WordPress, so weit in die Vergangenheit zurück zu reisen, wie wir es hier gerade tun, aber offenbar ist diese Zeitmaschine nicht von Doc Brown erfunden worden, denn: Weiter zurück geht es nicht. Das allererste Datum der Menschheitsgeschichte, das man bei WordPress einstellen kann, ist der 1. Januar 100 A.D. Dabei ist schon vor diesem Datum eine Menge geschehen.

Am Anfang entstand das Universum. Das wurde allenthalben kritisiert und als ein Schritt in die völlig falsche Richtung gesehen. Dann entstand das Sonnensystem mit seinen Planeten, und schließlich die Erde. Irgendwann entstand durch Evolution der moderne Mensch.

Zwischen 200.000 und 100.000 Jahren vor der Zeitrechnung

Die ersten Menschen, die in einem Tal im Osten Afrikas auftraten, beginnen, das Tal zu verlassen und den afrikanischen Kontinent zu besiedeln.

Zwischen 70.000 und 60.000 Jahren vor der Zeitrechnung

Die Menschen verlassen den afrikanischen Kontinent und breiten sich über die ganze Erde aus. Besonderheiten des Klimas helfen ihnen dabei, sogar bis auf den australischen (ca. 60.000 Jahre vor der Zeitrechnung) und den amerikanischen Kontinent (ca. 15.000 bis 11.000 Jahre vor der Zeitrechnung) vorzudringen.

Ungefähr 40.000 Jahre vor der Zeitrechnung

Die Menschen beginnen, Dinge, die für sie Bedeutung haben, anhand von Höhlenmalereien aufzuzeichnen. Höhlenwände sind damit die ersten Speichermedien der Geschichte.

Doch immer noch wanderten die Menschen umher. Durch ein Ereignis ungefähr 10.000 Jahre vor der Zeitrechnung änderte sich jedoch alles. Es ist der Zeitpunkt, an dem eine neue Ära der Menschheit anbrach:

Ja, wahrlich ein Grund für eine neue Zeitrechnung. Leider lässt sich auf diesem Blog nur die genormte Zeitrechnung darstellen, deswegen müssen wir hier auf diese Weise weitermachen. Aber wir wissen, dass wir eigentlich 10.000 Jahre dazu addieren müssen.

Die Entwicklungen im Bereich des Schreibens und der Informationsverarbeitung seit dem Beginn der Menschheitära waren:

Ungefähr 3.500 Jahre vor der Zeitrechnung

Die Menschen entwickeln Tontafeln als Aufzeichnungsmedium und eine Keilschrift, um Dinge einheitlich schreib- und lesbar zu machen.

Ungefähr 3.000 Jahre vor der Zeitrechnung

Im Alten Ägypten wird ein Verfahren entwickelt, aus dem Stängel der Papyruspflanze flache, beschreib- und aufrollbare Blätter herzustellen.

Ungefähr 800 Jahre vor der Zeitrechnung

Der Kodex, eine Zusammenfassung mehrerer Holztafeln und später Blätter, eine erste Form des Buches, wird entwickelt und verdrängt langsam den Papyrus. Letzterer hielt sich allerdings noch bis nach der Zeitenwende.

Zwischen ungefähr 7 vor der Zeitrechnung und dem Jahr 30

Das Leben und Sterben des Jeschua von Nazareth inspiriert nicht nur eine Weltreligion, sondern auch eine Zeitrechnung, die sich nicht ständig durch die Regierungszeit eines neuen Regenten ändert, sondern eine einheitliche Berechnung ermöglicht. Eine genaue Berechnung des Geburtsjahrs des Religionsstifters war den ersten Christen jedoch unbekannt, das Jahr „0“ wurde erst später festgelegt. Allerdings sieht es so aus, als sei Jeschua zwischen 7 und 4 vor dem errechneten Jahr 0 geboren. Die neue Zeitrechnung wird „AD“ genannt (= „Anno Domini“ = „Jahr des Herrn“).

Aber es existieren auch andere Berechnungen. Das Jahr 100 AD entspricht im äthiopischen Kalender dem Jahr 92 / 93, nach der buddhistischen Zeitrechnung 643/644 (südlicher Buddhismus) beziehungsweise 642/643 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) und im jüdischen Kalender 3860/61.