STAR COMMAND Communiqué Nr. 1

Internet-Version des Newsletter des „Phantastischen Projekts“

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

die Wort „da sind wir wieder“ haben noch nie auf etwas so sehr gepasst wie auf diesen Newsletter. „Da sind wir wieder“ im Sinne eines neuen Newsletters, nachdem der letzte bereits einige Zeit her war. „Da sind wir wieder“ auch im Sinne, dass wir uns auf die „Internet-Wurzeln“ unseres Projekts besonnen haben und wieder dort angekommen sind, wo wir einmal angefangen haben. Zu diesem Thema rauchten die Köpfe in den vergangenen Wochen – immerhin, wie an anderer Stelle schon berichtet, hat das Projekt ja dieses Jahr ein Jubeljahr -, es wurden Ideen aufgebracht und wieder verworfen, und dann kamen da noch äußere Einflüsse, die Aufmerksamkeit forderten. Daher die Themen des heutigen Newsletters:

 

  1. Das neue alte „Communiqué“ – und Abo-Informationen

  2. Das Phantastische Blog

  3. PROJEKT X

  4. Noch mehr Projekte

  5. Rezensionen – Stimmen zu Hörspielen, Büchern und TV

  6. Gedanken und Parabeln

 

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Das neue alte „Communiqué“ – und Abo-Informationen

Mit dem „Star Command Communiqué“ haben wir einmal angefangen, jetzt sind wir wieder dort. Die Überlegung war, unter welches Dach wir die Teile des „Phantastischen Projekts“ bringen sollten. Eine leicht merkbare, kurze Internet-Adresse wäre schön… bis uns auffiel, dass wir diese schon hatten: star-command.de. Dann wurde mit Blogs experimentiert, um eine Plattform für mehr oder weniger regelmäßig erscheinende Beiträge zu haben, und nach einigem hin und her wurde die Hauptseite selbst die Blog-Plattform.

Dazwischen kam ein Urteil zum Datenschutz. Das Speichern „überflüssiger Daten“ sei zu vermeiden. Für den Bezug eines eMail-Newsletters ist aber nur eine eMail-Adresse notwendig. Da dieser Newsletter auch nicht personalisiert ist, haben wir die Adressdatenbank umgestellt. Zuvor war es möglich, Vorname und Name als Option beim Abonnieren des „Communiqués“ mit anzugeben. Das haben wir nun herausgenommen. Lediglich die eMail-Adresse muss noch angegeben werden, denn ohne die ist der Versand eines eMail-Newsletters ziemlich sinnlos.

 

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Das Phantastische Blog

Was das Blog betrifft, da gab es auch einige Ideen, die ausprobiert wurden, am Ende sind wir aber doch bei einem gelandet (entgegen der ursprünglichen Idee, insgesamt drei zu unterhalten, für drei Themengebiete). Manchem Leser wird aufgefallen sein, dass im Rahmen dieser Aktion das ASTROCOHORS-Blog verschwunden ist. Nun, so richtig verschwunden ist es nicht, die Beiträge sind nur in das „eine“ Blog übergegangen. Sie sind noch da und können nachgelesen werden.

Falls Sie die neuesten Beiträge unseres Blogs abonnieren wollen, können Sie das auch tun, entweder, in dem Sie den RSS-Feed abonnieren, Sie können sich aber auch die Beiträge per eMail nach ihrem Erscheinen per eMail zusenden lassen.

 

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PROJEKT X

Schon vor einiger Zeit haben wir im Blog das „Projekt X“ angefangen, oder besser gesagt die „Projekte X“. Durch die Umarbeitung des „Phantastischen Projekts“ sind aus den ursprünglichen fünf nun drei übrig geblieben, über die wir weiterhin regelmäßig berichten. X-1 ist das Projekt, das vermutlich (hoffentlich!) als nächstes fertig werden wird. Es ist ein neues Geschichtskonzept. Was es genau ist, wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben, bis dahin heißt es „X-1“. Dessen Manuskript ist schon auf über 400 Seiten angewachsen. Auch an X-2 wird hart gearbeitet, darüber mehr im nächsten Abschnitt. Und unter „X-3“ ist eine wahrlich internationale Kooperation entstanden, über die wir auch weiter berichten werden, wann immer es etwas zu berichten gibt.

 

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Noch mehr Projekte

In der Zwischenzeit gab es aber auch noch andere Projekte, die neu begonnen wurden. Im „Communiqué“ lesen Sie bereits, auf die Webseite haben wir bereits aufmerksam gemacht, bleibt eigentlich nur noch unser neues Konzept der Web-Romane, das sich in etwas ähnlichem wie der „Beta-Phase“ befindet und deswegen auch immer noch mit „X-2“ umschrieben wird. Und das ist auch gut so, denn „Beta-Phase“ klingt so wunderbar professionell. Wie sich einige Leser sicherlich noch erinnern, hat Thorsten Reimnitz vor einiger Zeit die NetRomane eines anderen Projekts betreut. Zwei Jahre hat es gedauert, bevor er sich wieder an etwas ähnliches getraut hat, die Veröffentlichung von Geschichten direkt im Internet, allerdings nicht als PDF, sondern im Web nachlesbar. Die Geschichte wird dabei Stück für Stück fortgeschrieben, die ersten Teile sind bereits erschienen. Sie finden den Roman, der etwa einmal im Monat fortgesetzt wird, unter http://astrocohors.blogspot.com, hier können Sie mit dem Vorwort anfangen und hier ist das erste Kapitel, so weit es bisher erschienen ist. Fortgesetzt wird die Handlung immer „so ungefähr um die Monatsmitte“ (Zitat Reimnitz). In zukünftigen Rundschreiben werden wir außerdem weiterhin darauf aufmerksam machen.

 

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Rezensionen – Stimmen zu Hörspielen, Büchern und TV

Kommen wir nun zu den lesenswerten Beiträgen der vergangenen Monate aus unserem Blog. Unter anderem erschienen bei uns verschiedene Rezensionen. Wir wollen Ihnen diese nicht vorenthalten. Die Rezensionen waren:

STAR WARS: Labyrinth des Bösen – Das Hörspiel

STAR WARS: Die Filme als Hörspiele

Robert I. Sutton: Der Arschloch-Faktor

Michael Farr: Auf den Spuren von Tim und Struppi

„Entern oder Kentern“ – „Takeshi’s Castle“ meets „Pirates of the Caribbean“

Monty Pyton’s Flying Circus – auf DVD

Jubiläum: Perry Rhodan wird 2400

Monty Arnold’s Flying Circus

Monty Python’s Spamalot – Das Musical

BABYLON 5 – Vergessene Legenden – auf DVD

Verschiedens zu den neuen Staffeln der „CSI“-Serien:

CSI – Staffel 7 hat begonnnen

CSI: NY

CSI: Miami

CSI: „Wachet auf“ (Episoden-Rezension)

Die Woche von CSI

 

Doktor… wer? Pro Sieben und die Probleme mit einem Zeitwanderer

„Deutscher wird Papst – Teufel tritt zurück“ oder: Bastian Sick ist gar nicht so

AMORE XL – Der neueste Wurf der EAV

 

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Gedanken und Parabeln

Sie waren seltener, aber kleine Geschichten und Gedanken gab es in den letzten Monaten, oftmals von aktuellen Dingen beeinflusst. Wir empfehlen zum Lesen:

Meine Begegnungen am Sumpf

Fortsetzung: Die Wandlung des Sumpfs

STAR WARS, HERR DER RINGE und Michael Moore

Der allmächtige Canon

Monty Python’s „Die Blogger der Kokosnuss“

„Jede Lüge braucht einen Mutigen, der sie zählt“ – satirische Rezenion des „Bildblog“-Werbespots

STAR WARS Episode IV ½: VIRALES MARKETING

Warum glaubt eigentlich jeder, dass er zum Komiker berufen sei?

STAR TREK – Woher, wohin?

WARGAMES – Kriegsspiele

Die Bahn… kommt? Oder: Es fährt ein Zug nach Nirgendwo

Online-Auktion: Möchte jemand Belgien haben?

Nachlese: Freiheit statt Angst – die Demo

Birma, Burma, Myanmar

Krankenkassen und Überwachung: 2057 kommt schneller als gedacht…

Nachlese zum G8-Gipfel: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und ein Nachtrag.

 

Zuletzt möchten wir noch auf ein paar weitere Artikel aufmerksam machen: „Mondpreise bei Medikamenten…“ enthält Hinweise auf ein paar sehr aktuelle Themen, dazu empfehlen wir „2057 – unser Leben in der Zukunft: Wollen wir das wirklich?“ und „Terrorgefahr contra MRSA„, in dem die Realitäten zweier Gefährdungen gegeneinander abgewogen werden. Der Artikel „EUROPA: Über seine Wurzeln und wiederholte Geschichte“ betrachtet die Versuche, den vereinten Europa einen Gründungsmythos zu verschaffen und ganz akutell ist „Monty Python’s Spann-a-lot„, in dem die Situation des angeblichen Terroristen Andrej H. auf die Spitze genommen wird.

 

Damit kommen wir zum Ende des heutigen „Communiqués“. Es gab viel aufzuholen und es wird in Zukunft noch einiges zu berichten geben. Vielen Dank den Lesern, die bei uns geblieben sind.

 

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Bis bald!

 

STAR COMMAND COMMUNIQUÉ
Redaktion

Ein weiterer Schritt

Schon wieder etwas Selbstreferenzielles, aber davon haben wir hier ja eigentlich nie abgeschworen: die Internetpräsenz des „Phantastischen Projekts“ hat heute ihre Fertigstellung erlebt. Die Seiten sind erstellt, mit der Geschichte des Projekts, Personen, dem Magazin, Shops, Forum und Informationen über die ASTROCOHORS-Seite. Gleichzeitig bedeutet das, dass wir explizite Themeninhalte ab sofort unseren Partnerseiten (EP-Blog, CPARCS) überlassen. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, hin und wieder darauf zurück zu kommen oder auch auf bestimmte, einzelne Beiträge zu verweisen.

Mondpreise bei Medikamenten, Untätige bei Gewerkschaften, Missbrauch bei Studiengebühren, übereifrige Staatsanwälte, Autobahnen und Nobelpreise

Im Rahmen der Blogger-Aktion für Burma sind einige Stimmen laut geworden, man solle doch die Probleme in Deutschland nicht aus den Augen verlieren. Manches mal wurden diese Forderungen auch in einem etwas härteren Ton gebracht. Es war gerade so, als würde man das eigene Land beim Blick auf Myanmar aus den Augen verlieren. Damit das nicht passiert – falls die Gefahr je bestand -, gibt es unter anderem verschiedene Magazine im Fernsehen. Beim ZDF ist das „Frontal 21„, das diese Woche einen guten Querschnitt durch die Republik brachte. Und um auch zu zeigen, dass wir die eigene Umgebung trotz der Probleme der Welt nicht vergessen, hier die Themen der aktuellen Sendung von gestern:

Über Dinge, die im Gesundheitswesen nicht so laufen, wie sie sollten, hatten wir schon zu verschiedenen Gelegenheiten kritische Bemerkungen gemacht (zum Beispiel „Krankenkassen und Überwachung: 2057 kommt schneller als gedacht…“ oder „2057 – unser Leben in der Zukunft„). Dieser Bericht zeigt, dass Sparmaßnahmen nicht nur auf Kosten des Personals erfolgen sollten, sondern dass man auch bei Pharma-Firmen ansetzen kann. Ausgerechnet bei Medikamenten gegen Krebs schnellen Preise plötzlich und übermäßig in die Höhe.

Das Geschäft mit dem Krebs – ZDF-Mediathek

Auch über die Bahn und die ins Gerede gekommenen Privatisierungspläne haben wir geschrieben („Die Bahn… kommt? oder Es fährt ein Zug nach Nirgendwo…„). Zurzeit macht die Bahn eher wegen der Lokführerstreiks von sich reden. Die Kollegen der Lokführer mögen fassungslos sein, denn ihr Tarifvertrag sah ganz anders aus als das, was die Bahn jetzt anbietet. Das Problem: Sie sind in einer anderen Gewerkschaft und die geht nicht so auf Konfrontation wie die Lokführer.

Transnet: Gewerkschaft am Gängelband – ZDF-Mediathek

Um die Bildung an deutschen Hochschulen zu verbessern, waren Politiker der Ansicht, Studiengebühren erheben zu müssen. Für die Bildung, wohlgemerkt. Doch viele Hochschulen brauchen die Gebühren für andere Dinge, zum Beispiel Heizkosten.

Missbrauchte Studiengebühren – ZDF-Mediathek

Es ist ein durchaus gängiges Szenario in den unzähligen Gerichtsshows, die im Moment noch auf den Privatsendern laufen: der Staatsanwalt hat sich auf einen Angeklagten eingeschossen und hält diesen für schuldig, bis ein findiger Rechtsanwalt – hin und wieder auch in Form von Ingo Lenßen – die Unschuld seines Mandanten beweist. Eine Räuberpistole? In Sachsen-Anhalt gab es einen ähnlichen Fall. Ein Staatsanwalt erhielt eine anonyme Anzeige. Doch statt den dort erhobenen Vorwürfen genauer nachzugehen, wollte der lieber ermitteln, wer diese Anzeige erstattet hatte und gegen den vorgehen. Es wurde auch jemand ausgemacht. Aber war das auch der „Täter“?

Sachsen-Anhalt: Seltsame Ermittlungen – ZDF-Mediathek

Es gibt kaum jemand, der nicht den Eklat bei J. B. Kerner mitbekommen hat: Eva Herman wurde im Verlauf der Sendung ausgeschlossen (eine genaue Betrachtung liefert Stefan Niggemeier hier). In der Sendung fiel auch mal wieder das Klischee von den Autobahnen, die die Nazis gebaut hätten und die wir heute ja auch noch benutzen. Nachdem selbst schon die Bild-Zeitung (wie das „Bildblog“ hier überrascht berichtet) über solche Irrtümer in Kurzform aufklärt, widmet sich das Magazin in längerer Form nochmal dem „Es war ja nicht alles schlimm“-Mythos der freien Fahrt für deutsche Bürger.

Mythos Autobahn – ZDF-Mediathek

Damit die Worte „Wir bleiben an dem Thema dran“ keine leere Phrase sind, bietet „Frontal 21“ die Rubrik „Nachgehakt“, in der über die Folgen vergangener Reportagen berichtet wird. In dieser Woche ging es um die Strompreiserhöhung, die Verwertung von DNS-Spuren an Tatorten und den Brückenwahn in Sachsen.
Die satirische Nachlese „Toll!“ widmet sich dem Nobelpreis – und ein klein wenig Eva Herman und der JBK-Show. Aber nur am Rande…

Toll! Nobelpreis – ZDF-Mediathek

Myanmar – was seither geschah…

Die Aktion „Free Burma“ ist nun 12 Tage her. Da der Blick nach Myanmar aber nicht vergessen werden sollte, hier ein kleiner Überblick, was seither passiert ist.

Am 8. Oktober machten Berichte die Runde, dass die Verhaftungen von Kritikern weitergehen. Genaue Zahlen seien allerdings nicht bekannt, da viele Reporter inzwischen abgehört werden und sich nicht mehr trauen, Informationen per Telefon ins Ausland weiterzugeben (Bericht: „Weitere Verhaftungen in Myanmar„). Den verhafteten Mönchen wurde von der Regierung die Amnestie verweigert; gleichzeitig drohen im Exil lebende Mönche mit einem Boykott-Aufruf für die Olympischen Spiele in Peking, sollte China sich weiterhin gegen eine UN-Erklärung sperren (Bericht: „Myanmar: Militärjunta verweigert Mönchen Amnestie„). An der Haltung Chinas änderte das jedoch zunächst nichts, die Regierung in Peking drängte darauf, zwischen der Regierung Myanmars und der Opposition zu vermitteln (Bericht: „Westen dringt auf Verurteilung von Gewalt in Myanmar„). Am 10. Oktober wird bekannt, dass offenbar ein verhafteter Aktivist während seines Verhörs durch die Militärs gestorben sei (Bericht: „Myanmar: Aktivist angeblich während Verhör gestorben„).

Am 12. Oktober vermeldete die Agentur REUTERS, dass sich China erstmals nicht mehr sperrte, eine UN-Resolution mitzutragen, die Kritik an der Gewaltaktion gegen Demonstranten in Myanmar übte. Zwar ging vielen Menschenrechtlern die Erklärung nicht weit genug, aber grundsätzlich wurde sie begrüßt (Bericht: „Auch China kritisiert Myanmar„). Am 15. Oktober wurde bekanntgegeben, dass die EU über Sanktionen gegen Myanmar entscheiden möchte (Bericht: „Myanmar aktuell: Sanktionen aus Brüssel„). Und gerade heute erging die Nachricht, dass Japan Sanktionen beschlossen hat und Hilfsgelder einfriert, aber weiterhin humanitäre Hilfe leisten möchte (Bericht: „Japan friert Hilfsgelder für Myanmar ein„).

Zum Schluss dieser ganzen Meldungen noch ein Hinweis auf eine sehr gut geschriebene Zusammenfassung über die Geschichte und den Hintergrund des Landes Myanmar und zu dem, was letztlich zu den Ereignissen dort geführt hat: das ZDF zum Thema „Myanmar – Warum die Mönche rebellieren„.

„AMORE XL“ – der neueste Wurf der Ersten Allgemeinen Verunsicherung

In diesem Blog wurden schon des öfteren Texte von Lieder der Ersten Allgemeinen Verunsicherung zitiert (zum Beispiel hier und hier), was damit zu tun hat, dass diese Texte trotz der Tatsache, dass sie schon ein paar Jahre alt sind, etwas beschreiben, das einem verdammt bekant vorkommt. Am heutigen 12. Oktober hat die Band nun tatsächlich ihr neues Album herausgebracht, das den Titel „AMORE XL“ trägt. Und das ist für uns eine Gelegenheit, uns diese „Verunsicherung“ mal anzuschauen, von damals bis heute.

Die Geschichte beginnt eigentlich 1974 mit Eik Breit und Günter Heineman, die die Band „Antipasti“ gründen. Bis 1977 gibt die Band in verschiedenen Konstellationen Konzerte. Um nicht einfach Lied an Lied zu spielen, erzählt Eik Breit in den Pausen dazwischen komische Geschichten. Als man 1977 einen neuen Gitarristen sucht, kommt Thomas Spitzer hinzu, der verlangt, dass eine klare Idee hinter dem Konzept stecken müsse. Ihm schwebt eine „Rock-Comix-Gruppe“ vor, etwas, das er auch schon mit Nino Holm, der 1974 zu der Band kam, besprochen hat. Daraufhin wird „Antipasti“ aufgelöst und das Konzept für die neue Band erarbeitet. Schließlich fehlt nur noch ein passender Name. Doch da kommt den aufstrebenden Musikern der Zufall zur Hilfe: Sie fahren an einem Gebäude der österreichischen „Ersten Allgemeinen Versicherung“ vorbei. Thomas Spitzer hat eine Idee. Wenn man sich „Erste Allgemeine Verunsicherung“ nennt, regen sich die Leute von der Versicherung auf – und wie sollte es Jahre später zu diesem Thema in Webbers Musical „Das Phantom der Oper“ heißen? „Die Publicity ist doch wunderbar – und umsonst sogar!“

Im Winter 1977 schreibt Thomas Spitzer die erste Bühnenshow für die Band. Ein Freund von ihm, Klaus Eberhartinger, rät ihm, das Buch nochmal zu überarbeiten, da er findet, er könne das besser. Doch der will das zuerst nicht zur Kenntnis nehmen, schließlich jedoch erarbeitet er innerhalb von fünf Tagen ein neues Programm, das 1978 erstmals zur Aufführung kommt, allerdings erst, nachdem der Austrorock-Star Wilfried Scheutz zu der Gruppe stößt und die anderen Bandmitglieder für ihre Auftritte schult. Tatsächlich gibt es auch den von Spitzer angedachten Wirbel seitens der Versicherung wegen des Bandnamens.

Trotzdem kommt das ganze nicht so richtig in Schwung. Die „Verunsicherung“ tritt hauptsächlich in Landeshauptstädten Österreichs auf, im Rest der Alpenrepublik ist man nahezu unbekannt. Anfang der 1980er Jahre kommt man langsam nach Deutschland. Das Programm damals heißt „Café passe“. Der Selbstmord des Sängers Walter Hammerl überschattet das Jahr 1981, worauf Klaus Eberhartinger hinzu kommt, allerdings nur „bis jemand besseres gefunden worden ist“. „Café passe“ erscheint noch im selben Jahr als Schallplatte [Anmerkung: Das war der Vorgänger der CD.]

1983 ist das nächste Konzept, „Spitalo Fatalo“, fertig. Der erste Plattenvertrag mit der EMI kommt zustande und die Single „Alpenrap“ kommt in Österreich und Deutschland in die Charts, so dass sie schließlich in der Hitparade (mit Dieter Thomas Heck) auftreten. Eine zweite Single, „Afrika“, ist in Österreich erfolgreich, wird in Deutschland aber boykottiert – wegen des kritischen Inhalts. Schon 1984 folgt „Á la carte“, das nächste Album. 1985 folgt „Geld oder Leben“, womit der kometenhafte Aufstieg der Gruppe beginnt. Die Lieder „Märchenprinz“, „Fata Morgana“ und „Ba-Ba-Banküberfall“ werden Hits (letzteres unter dem Titel „Ba-Ba-Bankrobbery“ sogar in England). 1986 darf die Band nicht beim „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ (heute „Eurovision Song Contest“)für Österreich antreten, da sie zuvor schon mal in der DDR aufgetreten ist. 1987 kommt „Liebe, Tod und Teufel“ heraus, hier werden „Küss die Hand, schöne Frau“ und „An der Copacabana“ Hits. Das Lied „Burli“ wird von dem Radiosender „Bayern 3“ boykottiert, wo man den Text absolut missverstanden hat. Die Anklage gegen Atomkraftwerke und deren unabsehbare Folgen für Mensch, Natur und Umwelt wird von einigen steifen Musikredakteuren fehlinterpretiert als Beleidigung der Gefühle Behinderter. Die Folgen sind massiv, in Deutschland traut sich kaum ein Sender, das Lied zu spielen, außerdem wird die „EAV“, wie sie sich inzwischen kurz nennt, aus verschiedenen Fernsehsendungen wieder ausgeladen. Dem Erfolg tut das keinen großen Abbruch, das Jubiläumsalbum „Kann denn Schwachsinn Sünde sein?“, das 1988 auf dem Markt kommt, ist wiederum ein Hit.

Waren bei den vorigen Alben Pinguine so etwas wie das „Maskottchen“ – selbst die Tour der Band, die sinnigerweise von der „Ersten Allgemeinen Versicherung“ gesponsert wurde, hieß „Pinguin-Tour“ -, so wird es nun der Nasenbär, genauer gesagt, Neppomuk, der Nasenbär, mit dem Album von 1990: „Neppomuks Rache“. Von diesem Album erscheinen die Singles „Ding Dong“, „Samurai“, „s’Muaterl“ (das Klaus Eberhartinger später zu einem seiner Lieblingslieder erklärt) und „Einer geht um die Welt“. 1991 erhält die Band den „World Music Award“ und singt das Album „Watumba!“ ein.

1994 erscheint „Nie wieder Kunst“, dem in Deutschland leider nur ein bescheidener Erfolg zuteil wird. Man ist sich einig, dass man zwischen Tour und Alben nun längere Pausen einlegen möchte. 1996 kriselt es bei der EAV und trotz eines „Best of“-Albums ist nicht klar, ob die Gruppe nach dem Weggang von zwei Mitgliedern überhaupt weitermachen wird. Doch 1997 erscheint „Im Himmel ist die Hölle los“. Der kirchenkritische Ton stößt vor allem in Bayern (mal wieder…) sauer auf und es gibt Menschen, die versuchen, einige Konzerte im Freistaat zu verhindern. Das Nachfolge-Album kommt 1998 (in Österreich) beziehungsweise 1999 (in Deutschland) heraus, es trägt den Titel „Himbeerland“ und dreht sich um die Schlagerbranche. Völlig unerwartet jedoch wird das Lied „Drei weiße Tauben“ zu einem Ballermann-Hit, was (ausgerechnet) dem Münchner Sender „Radio Gong“ zu verdanken ist.

„Austropop in Tot-Weiß-Tot (2000 Jahre sind genug)“ folgt 2000, muss aufgrund von rechtlichen Schwierigkeiten aber unter dem Namen „Klaus Eberhartinger und die Gruftgranaten“ veröffentlicht werden. Dann kommt eine Pause, die verschiedenen Erkrankungen unter anderem von Klaus Eberhartinger und Produzent Kurt Keinrath geschuldet ist und bis 2003 dauert. Das Album „Frauenluder“ wird ein Erfolg in Österreich, floppt aber in Deutschland mangels Promotion seitens der Plattenfirma. Daraufhin führt die Band neue Verhandlungen und unterschreibt letztlich einen Vertrag mit Sony BMG. Um die EAV wieder ins Gespräch zu bringen, wird der 2005 Sampler „100 Jahre EAV – Ihr habt es so gewollt!“ produziert. Zwischen 2005 und 2007 folgen die Tour „100 Jahre EAV“, diverse Auftritte im TV und Preise. Für zwei Wochen nach dem letzten Konzert der Tour (29. September 2007 in Bad Füssing) wird das neue Album angekündigt.

Und da ist es nun: „AMORE XL“. Das Thema ist – wie sollte es anders sein – die Liebe. Seit der Gründung vor 30 Jahren hat sich die Band stark verändert, entwickelt. Von Anfang an waren kritische Lieder das Metier der Gruppe, was in den ersten Alben noch sehr stark herauskam. In den 1980er Jahren haben sie es geschafft, ihre Kritik für ein größeres Publikum zu präsentieren, wobei einige Alben eine Mischung darstellten aus „leichteren“ Lieder („An der Copacabana“, „Küss die Hand, schöne Frau“) und harter Kritik („s’Muaterl“, „Burli“). Ob es der EAV gelingt, nach dem Einbruch in den 1990er Jahren wieder an die Erfolge früherer Jahre anzuknüpfen, wird sich zeigen. Aber eines ist sicher: Einige Lieder („Würschtlstand“, „Sofa“, „Spitalo Finalo“, „Samurai“) haben an ihrer Aktualität nichts eingebüßt.

Mehr über die EAV, ihre Platten, die Leute, die Geschichte und dem offiziellen Fanclub gibt es im Internet unter www.eav.at.

Vorratsdatenspeicherung: Maßnahmen für Blogs und Foren

Laut einem Urteil des Amtsgericht Berlin-Mitte darf die IP-Adresse eines Webseitenbesuchers nicht länger gespeichert werden als er sich auf der Seite aufhält. Soll heißen: Laut diesem Urteil muss die IP-Adresse wieder gelöscht werden, sobald ein Besucher eine Webseite wieder verlässt. Was das genau bedeutet, wird auf Advisign sehr schön und fachkompetent erläutert. Dort werden auch ein paar praktische Tipps gegeben, so zum Beispiel, dass man IPs nicht unnötig speichern sollte. Das ergibt bei manchen Programmen, die heute vielfach im Internet im Einsatz sind, ein kleines Problem. Nehmen wir nur WordPress, mit dem auch dieses Blog betrieben wird: die IP-Erfassung vom Kommentatoren ist dort standardmäßig implementiert. Oder phbBB, die Foren-Software, bei der die IP jedes Beitragsschreibers erfasst wird.

Zum Glück kann man da Abhilfe schaffen: Auf daten-speicherung.de gibt es einen Beitrag darüber, wie man diese Funktionen bei MediaWiki (noch so ein Kandidat, bei dem die IPs von Beitragsschreibern erfasst wird) und WordPress deaktivieren kann. Im Fall von WordPress ist das sogar recht einfach, wie wir selbst feststellen durften, einfach das im Beitrag beschriebene Plugin herunterladen, in den Plugin-Ordner von WordPress auf dem Server übertragen, dann im Admin-Menü das Plugin aktivieren – fertig! Schon werden keine IPs mehr abgespeichert.

Für phpBB wird auf einen Beitrag im Wiki von vorratsdatenspeicherung.de hingewiesen. Bei dieser Software ist es nicht ganz so einfach, hier muss eine php-Datei durch eine modifizierte ersetzt werden. Aber auch das ist im Prinzip kein Hexenwerk. Zur Sicherheit ein Backup anlegen, die modifizierte Datei („common.php“) auf den Server hochladen, so dass sie die vorhandene ersetzt und dann überprüfen, ob das Forum noch korrekt arbeitet – et voilà, das war’s. Der entsprechende Beitrag findet sich hier, leider ist der Hinweis auf die Datei, die man sich für die Version phpBB 2.0.22 herunterladen soll, etwas verwirrend, da der Dateiname selbst ohne Link ist. Einen Absatz später wird auf ein zip-Verzeichnis verwiesen, das die Datei für die Version 3.0Beta5 enthält, dieses Verzeichnis enthält auch die Version 2.0.22!

Wir haben uns gleich daran gemacht, die Software von Blog und Forum zu modifizieren, so dass nun keine Speicherung mehr stattfindet. Leider bedeutet das auch das vorläufige „Aus“ für Google Analytics, mit dem wir eigentlich die Zugriffe auf unsere Web-Romane auswerten wollten, denn wie es auf der oben bereits erwähnten Seite von Advisign heißt, ist es laut dem Gericht nicht ausreichend, wenn IPs auf einem gesicherten Server gespeichert werden. Bleibt eigentlich nur übrig, den Ratschlägen am Ende des Beitrags zu folgen, überflüssige IP-Speicherungen abzustellen und ansonsten erst einmal abzuwarten, was sich weiter ergibt.

Die Zukunft des ASTROCOHORS-Blog

In diesem Jubiläumsjahr des „Phantastischen Projekts“ gehen große Umwälzungen vor sich. Eine Sache betrifft das ASTROCOHORS Blog. Eine Idee dahinter war, für die „Abteilungen“ des Projekts spezifische Mitteilungen herausbringen zu können. Doch langsam wird klar, dass diese strikte „Auffaserung“ des Projekts zu Lasten des gemeinsamen Nenners geht. Die ASTROCOHORS-Seite wird nicht beeinträchtigt, aber wir haben begonnen, uns Gedanken um die Zukunft des Blogs zu machen. Wahrscheinlich wird es in der Form wie bisher nicht weiterbestehen. Aber wir halten die Leser auf dem Laufenden, wie es weitergehen wird.

STAR COMMAND Forum

Hier ein kurzer, selbstreferenzieller Beitrag: Bei der kompletten Umgestaltung des Web-Auftritts des „Phantastischen Projekts“ haben wir heute die Forum-Seite freigegeben. Sie ist noch nicht komplett und wird in den folgenden Tagen und Wochen noch vervollständigt werden. Wir sind für Vorschläge und Gedanken grundsätzlich offen.

Wenn das Forum in einer einigermaßen fertigen Form steht, wird es in der linken Spalte auch einen eigenen Link bekommen.

Burma, Birma, Myanmar (4) – der Tag danach

„Geht die Welt auch unter, das ist uns egal.
Uns is‘ alles wurscht, mir geht’s gut und wie geht’s Ihnen?
(…)
Wir können uns nicht um alles kümmern.
Der Regenwald, der lässt uns ziemlich kalt.“
(aus dem Lied Würschtlstand von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, in dem es um die „Man-kann-ja-eh-nichts-machen“-Haltung geht)

Nun ist die Blogger-Aktion „Free Burma“ gestern also gelaufen – und was haben wir für seltsame Dinge gesehen. Kritik – okay, gehört mit dazu. Und zu den Vorzügen, in einer Demokratie zu leben, gehört es, anderer Meinung zu sein als andere. Niemand war gezwungen, daran teilzunehmen oder positiv darüber zu schreiben. Doch einige Dinge überschritten dann doch die Grenze, einige Blogger, die im Vorfeld hatten durchblicken lassen, dass sie an der Aktion teilnehmen werden, hatten eine eMail mit einer unverhohlenen Drohung erhalten (wir haben hier auf einen entsprechenden Artikel verwiesen; es wurde gedroht, das betreffende Blog werde aus allen Listen und Suchmaschinen – kurz: aus dem Internet – verschwinden). Gleichzeitig wurde die Diskussion mancherorts in eine Richtung gezogen, die man höflich als „ausgesprochen unfreundlich“ bezeichnen kann, Worte wie „Heuchler“ und „Lügner“ fielen, und es wurde das ständige Totschlagargument aus der Schublade gezogen, wer an der Aktion teilnehme, sei ja nur auf Links und Traffic aus. In diesem Zusammenhang fiel auch (mal wieder) das Wort „Linkhu**“.

Immer wieder wurde auf andere Krisengebiete oder die Situation in Deutschland hingewiesen, etwa im Bezug auf die Vorratsdatenspeicherung und ähnlichem. Ehm… hat jemand mitgekriegt, dass seit einiger Zeit die Aktion „Stasi 2.0“ läuft? Dass da eine große Demonstration war? Sich um eine Sache zu kümmern heißt doch nicht zwangsläufig, die anderen Sachen aus den Augen zu verlieren.

Aber wo wir schon von der Situation in Deutschland sprechen, geradezu grotesk wurde es, als verschiedene Kommentare in Blogs auftauchten, die versuchten, Bezüge zu Deutschland herzustellen, wobei sich dabei ein Kommentarschreiber hervortat, der in mehreren Blogs wortwörtlich den gleichen Text einstellte und forderte, bevor man sich um Myanmar kümmerte, solle man doch in Deutschland den so genannten „Volksverhetzungsparagrafen“ abschaffen, weil dieser die Meinungsfreiheit einschränke (gleiche Textbausteine tauchten auch in Kommentar zu anderen Themen, zum Beispiel Berichten über die Verhaftung von Bloggern in Ägypten, auf). Der Gipfel jedoch war die Verunglimpfung des Buddhismus als (Zitat) „Schicki-Micki-Religion der Intellektuellen“. Dazu folgendes: Was die „Intellektuellen“ betrifft [merkwürdig, dass das Wort hier wie ein Schimpfwort gebraucht wird, was ist so schlimm daran, eine gute Bildung zu haben?], der Katholizismus war auch mal nicht gerade eine Religion für das „gemeine Volk“. Oder warum wohl sind die Liturgien des katholischen Gottesdienstes ursprünglich in Latein verfasst? Der Buddhismus kann auf eine Tradition von ca. 2500 Jahren zurückblicken und hat heute weltweit zwischen 350 und 500 Millionen Anhänger. Er steht also auf einer breiten Basis, die Bezeichnung „Schicki-Micki“ versucht aber anzudeuten, dass es sich um einige wenige Gläubige handelt, die noch dazu nur einem kurzweiligen Modetrend folgen. Und übrigens, Kommentar-Spam-Filter mögen es gar nicht, wenn man auf mehreren Blogs immer wieder die gleichen Kommentare einstellt und sorgen dafür, dass der Kommentar irgendwann von vorneherein ausgefiltert wird und ins Daten-Nirwana (Nirwana = ein Begriff aus dem Buddhismus) eingeht.

Ein paar Worte zum Schluss: Ja, es gibt noch sehr viele Baustellen auf dieser Welt. Und ja, auch da dürfen wir nicht wegsehen. Davon hat auch niemand geredet. Es war jetzt eben eine Aktion betreffend Myanmar, die eine so große Resonanz hervorgerufen hat. Und das innerhalb von ein paar Tagen. Das ist nicht als Schlusspunkt gedacht gewesen, sondern mehr als Auftakt. Vielleicht kann man es als Zeichen dafür sehen, welche Möglichkeiten das Internet hat, wenn man sie nur ausschöpft. Möglicherweise ein Schritt zum „Erwachsen werden“ des Internets.
Wer mit seinem Blog an der Aktion teilgenommen hat, kann ja nun mal einen netten Test machen. Es gibt eine Seite, „Great Firewall of China“, wo man ausprobieren kann, ob die eigene Webseite von China aus abgerufen werden kann. Ob die Beiträge über Burma wohl noch ein paar Seiten auf den „Index“ gebracht haben? Die Seite ist hier.

„Burma, Birma, Myanmar (4) – der Tag danach“ weiterlesen