„Die Freihandelslüge: Warum TTIP nur den Konzernen nützt – und uns allen schadet“ von Thilo Bode ab sofort im Handel

(c) DVA
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Die Verbraucherorganisation foodwatch hat den TTIP-Befürwortern eine Fehl- und Desinformationskampagne vorgeworfen. Von der Bundeskanzlerin bis zur Europäischen Kommission, von den Wirtschaftsweisen bis zum BDI, von der US-Botschaft bis zur Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft werde falsch oder irreführend über das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und USA informiert. Das kritisiert foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode in seinem neuen Buch „Die Freihandelslüge: Warum TTIP nur den Konzernen nützt – und uns allen schadet“ (DVA), das er in Berlin der Öffentlichkeit vorstellte und ab sofort im Handel erhältlich ist.

Eine so breit angelegte Desinformationskampagne wie bei TTIP habe ich noch nie erlebt. Das Muster ist stets dasselbe: Die Chancen des Abkommens werden aufgebauscht, die Risiken geleugnet oder verschwiegen“, kritisierte Thilo Bode.

In seinem Buch erklärt der foodwatch-Gründer verständlich, um was es bei TTIP wirklich geht, warum das Abkommen demokratische Prozesse aushöhlt und wie sehr es die Verbraucher ganz konkret betrifft. Er klärt über die sensiblen Punkte auf, über die die Befürworter nicht offen sprechen: Kommt TTIP, würde es als völkerrechtlicher Vertrag über einzelnen Gesetzen stehen. Wenn EU und USA mit TTIP gesetzliche Standards gegenseitig anerkennen, könnten diese nicht mehr einseitig geändert werden. So hätte die wechselseitige Anerkennung etwa von Tierhaltungsbedingungen oder von Vorgaben für die Lebensmittelkennzeichnung zur Folge, dass die EU nicht mehr einfach ohne Zustimmung des Handelspartners USA bessere Standards in der Tierhaltung und mehr Transparenz über Produkteigenschaften beschließen könnte. Das Buch „Die Freihandelslüge“ zeigt, wie TTIP damit vor allem zu einem Programm zu werden droht, mit dem sich Konzerne in Zukunft unliebsamer Regulierungsvorhaben entledigen können.

Ich bin ein großer Verfechter des fairen Freihandels – genau deshalb bin ich gegen TTIP“, stellte Bode klar. „Bei diesem Abkommen geht es nicht um Freihandel, sondern um Freibeuterei. Das Recht der Konzerne auf ungestörtes Beutemachen würde ins Völkerrecht geschrieben, und die Gesetzgeber würden sich in Teilen selbst abschaffen: Regulierungsvorhaben könnten nur noch dann durchgesetzt werden, wenn der Handelspartner USA zustimmt. TTIP muss gestoppt werden.“

Bei Verhandlungen über einen so weitreichenden, völkerrechtlichen Vertrag sei es wichtig, eine offene und aufrichtige, öffentliche Debatte zu führen. Genau diese finde aber nicht statt, kritisierte Bode. In einem ausführlichen Hintergrunddokument hat foodwatch anhand von dutzenden Zitaten belegt, wie falsch und irreführend über TTIP informiert wird. Nur einige der Beispiele:

  • Der Einfluss von TTIP auf die Gesetzgebung wird geleugnet: „Der Spielraum für künftige Regulierungsvorhaben muss natürlich erhalten bleiben“, sagt zum Beispiel Bundeskanzlerin Angela Merkel – dabei stellt ihr eigenes Kanzleramt wahrheitsgemäß klar, „dass der Regelungsspielraum der EU und der EU-Mitgliedstaaten durch konkrete Vereinbarungen über eine enge transatlantische Regulierungszusammenarbeit, etwa im Rahmen einer gegenseitigen Anerkennung von Standards, in Teilen eingeschränkt werden kann“.
  • Hypothetische wirtschaftliche Potenziale werden zu Fakten erhöht: Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat in diesem Februar eine Broschüre mit „12 Fakten“ zu TTIP herausgegeben – mindestens 5 davon müssen jedoch korrigiert werden. Als „Fakten“ präsentiert die Arbeitgeber-Lobby zum Beispiel „Hunderttausende neue Arbeitsplätze“ und „119 Milliarden Euro Gewinne durch TTIP“ – tatsächlich handelt es sich dabei nicht um Fakten, sondern um Schätzungen auf Basis völlig spekulativer Annahmen über die Ausgestaltung von TTIP. Dass dieselben Studien bei anderen Annahmen zu viel niedrigeren Prognosen kommen, verschweigt die INSM.
  • Wirtschaftliche Prognosen werden größer dargestellt: „Die Schätzungen über zusätzliche Arbeitsplätze in der EU reichen von 400.000 bis 1,3 Millionen“, schreibt die CDU. Die Schätzungen selbst in den Studien, aus denen die von der CDU zitierten Zahlen stammen, beginnen tatsächlich bei nur rund 12.000 Jobs.
  • Aus langfristig eintretenden Niveaueffekten wird jährliches Wachstum gemacht: Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) verspricht „rund 100 Mrd. Euro Wirtschaftswachstum pro Jahr“ in der EU – tatsächlich gehen Studien lediglich davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt der EU langfristig (im Jahr 2027) um diesen Betrag höher liegen könnte als ohne BIP – ein jährliches Zusatzwachstum wird gerade nicht vorhergesagt und erst recht nicht in dieser Größenordnung.
  • Einschränkungen werden unter den Tisch fallen gelassen: Selbst die „Wirtschaftsweisen“ im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung behaupten in ihrem Jahresgutachten 2014/2015, ein umfassendes TTIP „führt“ zu „weltweiten Beschäftigungszuwächsen: In Deutschland lägen sie bei 110.000 Personen.“ Die Ökonomen erwähnen nicht, dass diese Zahl in der Original-Studie als Obergrenze („bis zu“) und nur errechnet wurde für ein „sehr optimistisches Szenario, welches erhebliche Unsicherheiten involviert“.
  • Verlierer werden nicht erwähnt oder zu Gewinnern gemacht: Ein Vertreter der Europäischen Kommission bezeichnet TTIP als „große Goldgrube“ für Entwicklungsländer. Tatsächlich legt die Studienlage nahe, dass gerade Entwicklungsländer mit wirtschaftlichen Verlusten zu rechnen hätten.

Thilo Bode: Die Freihandelslüge. Warum TTIP nur den Konzernen nützt – und uns allen schadet. DVA 2015, 272 Seiten, 14,99 Euro. Seit dem 9. März im Buchhandel. Das Honorar von Thilo Bode fließt ausschließlich direkt in die Arbeit von foodwatch.

Das Buch gibt es im Buchhandel oder es kann hier bestellt werden:

 

Quelle: foodwatch e. V.

Kingsman – der Agenten-Action-Spaß nach Comic-Vorlage startet im Kino!

Am 12. März startet der Film, der auf dem Secret Service-Comic von Mark Millar und Dave Gibbons basiert! Cover (c) Panini Comics
Am 12. März startet der Film, der auf dem Secret Service-Comic von Mark Millar und Dave Gibbons basiert! Cover (c) Panini Comics

Mit Kingsman: The Secret Service ist Regisseur Matthew Vaughn ein enorm unterhaltsamer Agentenfilm gelungen. Man fühlt sich beim Anschauen an die guten alten Bond-Zeiten erinnert: Unglaublich englische Gentlemen-Agenten (der englischste von allen, Harry Hart, wird von einem grandios spielenden Colin Firth verkörpert), die mit Handkante, Contenance, trockenem Humor und richtig vielen Gadgets für brillante Action und Fun sorgen. Natürlich dürfen auch schräge Schurken nicht fehlen, und Samuel L. Jackson als böses Nerd-Genie mit Sprachfehler ist eine Sensation. Das alles macht den Film zu einem höchst kurzweiligen Kinovergnügen. Die Idee dazu stammt aus dem Comic Secret Service von Mark Millar und Dave Gibbons, der in Deutschland bei Panini erschienen ist.

Der Griff zum Comic lohnt sich nicht nur in Verbindung mit dem Film. Millar und Gibbons haben – inspiriert von den klassischen Bond-Filmen – ein Agenten-Comic-Abenteuer geschaffen, das mit tollen Zeichnungen besticht und eine wirklich abgefahrene Handlung hat. Der Plot des Comics ist auch noch um einiges abgedrehter als der des Films, der sich in einigen Teilen deutlich von der Vorlage unterscheidet, sich in anderen Teilen wiederum sehr nah am Comic bewegt.

Nerds allerorten wird auch freuen, dass Star Wars-Legende Mark Hamill, der im Comic einen wesentlichen Part einnimmt (zumindest, bis er – als er selbst – einen unschönen Tod erleidet), von den Machern auch für den Film engagiert wurde. Dort spielt er zwar eine etwas andere Rolle, die Reminiszenz an den Comic ist aber unverkennbar. Solche „Secret Service-Momente“ finden sich in Kingsman reichlich, weshalb Kenner von Comic und Film hier eindeutig den doppelten Spaß haben.

Die Macher des Comics, Autor Mark Millar und Zeichner Dave Gibbons, heckten den Plot zu Secret Service im Übrigen gemeinsam mit Regisseur Matthew Vaughn lange vor der Kinofassung aus, und waren nun auch direkt an der filmischen Umsetzung beteiligt.

Der Film startet in den deutschen Kinos am 12. März, parallel zur Manga-Comic-Convention/Leipziger Buchmesse (12.-15. März). Natürlich hat Panini den dazugehörigen Band dort auch am Stand (Halle 1/Stand H205).

SECRET SERVICE
SC l 172 Seiten l € 19,95 l ISBN: 978-3-86201-738-6 l Bereits erschienen!
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Quelle: Panini Comics

 

Zombies, Katzen, Nerds und 1000 Lacher – die Cartoon-Bände des José Fonollosa

Zur Leipziger Buchmesse erscheinen gleich zwei neue Cartoon-Bände des Spaniers, und er persönlich!

(c) Panini Comics
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Mit seinen beiden Cartoon-Bänden The Walking Depp 1 und 2 – herrlichen Persiflagen auf die Zombie-TV-Erfolgsserie The Walking Dead – wurde der Spanier José Fonollosa zu einem der erfolgreichsten Funny-Autoren/Zeichner im Programm des Panini Verlags. Pünktlich zur Leipziger Buchmesse (12.-15. März), bei der der Künstler als Gast anwesend sein und auch signieren wird, erscheinen nun gleich zwei neue Cartoon-Bände: Outtakes, ein Gag-Fest für Nerds, und Tonin, den vor allem alle Katzen-Fans lieben werden.

In Outtakes steigt José Fonollosa tief in den Nerd-Kosmos von Sci-Fi, Fantasy und Horror ein und findet mit spitzer Feder die Punkte, an denen sich die Genre-Filme bestens persiflieren lassen. Superman, Indiana Jones, Star Wars, King Kong … alle bekommen ihr Fett weg und die Leser einen prallen Spaßband, der garantiert jeden Film-Fan zum Lachen bringt.

Tonin beschreibt dagegen mit autobiografischen Ansätzen das Zusammenleben des Katzenfreunds Fonollosa mit seinen drei Stubentigern – beziehungsweise beschreibt er, wie ein Neuankömmling das bis dahin harmonische Zusammenleben der Familie mit zwei Katzen in ein unerwartetes Chaos stürzt:
Der kleine Kater Tonin ist jung, neugierig und durch eine schwere Verletzung etwas beeinträchtigt. Das hindert ihn aber nicht daran, die Welt und das neue Heim zu untersuchen und komplett auf den Kopf zu stellen … Katzen-Cartoons zum Lachen, und bildgewordener Beweis, dass Katzen das Dasein vielleicht nicht leichter, aber in jedem Fall lebenswerter machen.

Auf der Manga-Comic-Convention/Leipziger Buchmesse (12.-15. März) signiert José Fonollosa täglich seine Cartoon-Bände als Gast von Panini (der Panini-Stand ist in Halle 1 / Stand H205).

TONIN, Band 1: KATERFREUDEN
HC l 64 Seiten l € 9,99 l ISBN: 978-3-8332-3012-7 l Erscheint am 10. März 2015!
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OUTTAKES
HC l 64 Seiten l € 9,99 l ISBN: 978-3-8332-3014-1 l Erscheint am 10. März 2015!
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THE WALKING DEPP, Band 1
HC l 64 Seiten l € 12,99 l ISBN: 978-3-8332-2868-1 l Bereits erschienen!
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THE WALKING DEPP, Band 2
HC l 64 Seiten l € 12,99 l ISBN: 978-3-8332-2900-8 l Bereits erschienen!
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Quelle: Panini Comics

 

Marvin Cliffords „Schisslaweng“ erscheint bei Panini!

(c) Panini Verlag
(c) Panini Verlag

„Schissla… was?“ – diese Frage stellt nicht nur die hübsche Denise auf dem Cover des am 10. März erscheinenden Cartoon-Bandes mit dem Titel Schisslaweng, sondern auch manch anderer, sofern er nicht zur großen und treuen Fangemeinde des Comic-Zeichners Marvin Clifford gehört. Diese Fans verfolgen nämlich schon seit Jahren online die Web-Episoden, in denen der Berliner Comic-Künstler mit viel Witz und Selbstironie seinen ganz und gar nicht normalen Alltag als Zeichner und Nerd zum Besten gibt. Schisslaweng ist dabei so beliebt, dass die Leserschaft Marvin Clifford im letzten Jahr sogar zum Max- und Moritz-Publikumspreis verhalf. Panini freut sich nun den ersten Schisslaweng-Cartoon-Band zu präsentieren und zum Start gibt es auch Signierstunden mit dem Künstler auf der Leipziger Buchmesse (12.-15. März).

Aber was heißt „Schisslaweng“ nun eigentlich? Das Internet kennt das Wort als (sehr passend) berlinerisch für etwas, das man mit mitreißender Begeisterung macht – und das trifft auf Marvin Clifford und sein Comic-Schaffen in vollem Maße zu: Erlebt man den quirligen Zeichner live, ist er DER Nerd in Person, der eine ansteckente Begeisterung für Filme, Games, Comics und alles drumherum verbreitet. Auch in seinen Schisslaweng-Strips dreht sich alles um diese Themen, und darum, dass man es als Voll-Nerd schon schwer hat: Deadline-Stress, Motivationslöcher, Beziehungsfrust (obwohl ihm Denise zumeist unterstützend zur Seite steht, kann sie den Gedankengängen eines Meister-Cartoonisten nicht immer folgen), Klopapiermangel und Bruce Willis sind nur einige der täglichen Problemchen, denen sich der gezeichnete Marvin stellen muss. Dass sich der reale Marvin Clifford dabei vom eigenen Leben inspirieren lässt, ist klar, und so steckt in Schisslaweng viel Autobiografisches, das der Künstler aber satirisch überspitzt, dehnt, ummodelt, aufnerdet und mit wundervoll witzigen und dynamischen Zeichnungen zu einem Lesevergnügen der besonders unterhaltsamen Art macht … Oder, wie es die deutsche Cartoon-Ikone Ralph Ruthe (Shit Happens!) beschreibt: „[…] kleine Alltagsgeschichten mit gut beobachteten und sehr lustig geschriebenen Dialogen. Visuell ist das ganze dagegen so aufwändig und wunderschön überdreht inszeniert, wie bei kaum einen anderen deutschen Web-Comic. Ich bin Fan!“. Eben voll schisslaweng!

Auf der Manga-Comic-Convention/Leipziger Buchmesse (12.-15. März) signiert Marvin Clifford täglich den druckfrischen Schisslaweng-Band als Gast von Panini (der Panini-Stand ist in Halle 1 / Stand H205), zudem wird es am Messe-Samstag ein Bühnengespräch (Schwarzes Sofa) mit ihm geben, zum Thema „Vom Online-Comic zum Cartoon-Buch“ und am Sonntag Live-Zeichnen auf der großen Bühne.
Mehr Infos zu unseren Künstlern, Signierstunden und Bühnen-Events auf der Leipziger Buchmesse gibt es hier: http://www.paninicomics.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=25571
SCHISSLAWENG, Band 1: „SCHISSLA… WAS?“
HC l 64 Seiten l € 9,99 l ISBN: 978-3-8332-3011-0 l Erscheint 10. März 2015!

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Quelle: Panini Comics

Familienzuwachs im Hause Dalton – Der neue Lucky Luke Band 93 ab 5. März im Handel!

In diesem neuen Abenteuer trifft der Lonesome Cowboy Lucky Luke auf eine unerwartete Familiensituation bei seinen ewigen Gegenspielern: die Daltons sind plötzlich Onkel geworden! Lucky Luke kann es kaum fassen… Keine leichte Aufgabe für unseren Helden: er muss sich nicht nur um seine alten Erzfeinde, sondern auch um deren nicht gerade einfach zu handhabenden Neffen kümmern. Und welcher der vier Brüder sorgte hier für diese hochbrisante Situation, die Ihnen den frechen Familienzuwachs beschert hat?
Diese Frage wird natürlich restlos beantwortet in diesem humorsprühenden Abenteuer unseres ruhmreichen Westernhelden Lucky Luke und seiner kuriosen Begegnung mit dem Spross seiner Widersacher.
Ein brandneues Abenteuer (Egmont Ehapa Media – Softcover, 6,50 Euro und Egmont Comic Collection – Hardcover, 12,- Euro) aus der Feder von Morris-Nachfolger Achdé ab dem 5. März im Handel und zum Bestellen hier!

 

 Quelle: Egmont Ehapa Verlag

„Netter Planet, den nehmen wir!“ – Erde macht mobil…

Das privat finanzierte Raumfahrtprojekt „Mars One“ scheint sich zwar auf den ersten Blick nicht als Thema für einen Artikel in einem Blog über Esoterik und Pseudowissenschaft zu eignen. Aber bei genauer Betrachtung ist „Mars One“ genau so ein „Schmarrn“ wie Astrologie, Homöopathie und all der andere Unsinn, den ich bisher hier beschrieben habe.

– Florian Freistetter äußert sich kritisch über das geplante private Marsbesiedlungsprojekt „Mars One“ in „Der Mars ist unser!

Kachelmann, Troika, SWR-Tatort, CIA Folterreport und ein offener Brief an die Impfgegner

Die Sonne scheint und ich habe ein paar Themen, die ich heute früh gelesen habe und weitertragenswert finde. Vielleicht hätte ich zum einen oder anderen auch selber was geschrieben, aber ich finde im Moment nicht die Zeit dazu. Hier sind die Themen:

Kachelmann vs. Bild

Lukas Heinser besucht für das BildBlog den Prozess von Jörg Kachelmann gegen die Springer-Publikationen BILD und Bild.de, deren Berichterstattung auf dem Prüfstand steht.

 

Nimm mich! Mehrere Städte buhlen um den neuen SWR-Tatort

Ich wohne ja auch in einer Stadt in Baden-Württemberg, aber ich bezweifle, dass der neue Tatort aus Pfullendorf (oder der Kreisstadt Sigmaringen) kommen wird. Andere Städte machen sich da mehr Hoffnungen und geben zum Teil damit an, dass sie eine bekannte Kriminellenszene hätten. Mit anderen Worten: Es wird mit dem, was sonst gern verschwiegen wird, Werbung gemacht. Verkehrte Welt.

 

Alles Stasi außer Mami

Die Sprecherin des Vereins „Ständige Publikumsvertretung“, der die Ukraine-Berichterstattung des ZDF mehrmals kritisiert hat, sieht sich plötzlich im Fokus einer Anfrage bei der Stasi-Behörde. Gestellt hat die Anfrage ein so genanntes „Investigativteam“, dessen Leiter mit einer der kritisierten ZDF-Journalistinnen verheiratet ist.

 

„Macht ohne Kontrolle – Die Troika“ auf arte

Eigentlich gehören Videos ja auf die Vlog-Seite vom Phantastischen Projekt, aber das Thema ist wichtig genug, um den arte-Bericht hier auch nochmal zu erwähnen: Die Troika, die sich in staatliche Politik einmischt, ist jenseits aller Kontrolle.

 

CIA-Folterreport: Das hohe Lied der Sicherheit oder die Insolvenz der „westlichen Werte“

Ein paar Gedanken zum neuen CIA-Folterreport. Erschreckend, dass es so ein Dokument überhaupt geben muss.

 

Liebe Impfgegner, es wäre nett, wenn Sie mein Kind am Leben ließen!

Ein Artikel einer Pharmazeutin zum Thema „Impfverweigerer“ (ich weigere mich, diese Menschen als „Impfskeptiker“ zu bezeichnen, da sie das Impfen einfach nur stumpf ablehnen und „Skeptiker“ sind immerhin Argumenten zugänglich), der mit ein paar Vorurteilen aufräumt, mit denen sich das Impfen immer mehr konfrontiert sieht. Ich bin geimpft – auch aus beruflichen Gründen – und werde dieses Jahr meine fälligen Auffrischungen vornehmen lassen.

PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MEN TELL NO TALES – Drehbeginn in Australien

Johnny Depp nimmt seine legendäre Oscar®-nominierte  Paraderolle des Jack Sparrow wieder auf

In Australien haben die Dreharbeiten zu Disney und Jerry Bruckheimer Films epischem Comedy-Abenteuer PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MEN TELL NO TALES (OT) begonnen. Unter der Regie von Espe Sandberg und Joachim Rønning (KON-TIKI, „Marco Polo“) entsteht der fünfte Teil des von der Disneyland-Attraktion inspirierten Blockbuster-Franchises, das bisher weltweit sagenhafte 3,7 Milliarden Dollar eingespielt hat. PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MEN TELL NO TALES wird komplett in den Village Roadshow Studios und an Originalschauplätzen in Queensland, Australien gedreht.

Johnny Depp nimmt seine Oscar®-nominierte Paraderolle des Jack Sparrow wieder auf, eine der beliebtesten Figuren der Filmgeschichte. Ihm zur Seite stehen neue Darsteller wie Oscar®-Gewinner Javier Bardem (NO COUNTRY FOR OLD MEN, SKYFALL), die aufstrebenden Jungdarsteller Kaya Scodelario (MAZE RUNNER), Brenton Thwaites (MALEFICENT, HÜTER DER ERINNERUNG) und Golshifteh Farahani (EXODUS). Als bekannte Gesichter sind wieder dabei: Oscar®-Gewinner Geoffrey Rush als Barbossa, Kevin R. McNally als Joshamee Gibbs und Stephen Graham als Scrum.

Ein vom Pech verfolgter Captain Jack Sparrow findet sich in einem völlig neuen Abenteuer wieder: Tödliche Geister-Piraten, angeführt von seinem alten Erzfeind, dem furchteinflößenden Captain Salazar (Bardem), entkommen aus dem „Teufels-Dreieck“ und sollen jeden Piraten auf See töten – einschließlich Jack Sparrow. Seine einzige Überlebenschance besteht darin den legendären „Dreizack des Poseidon“ zu finden, ein mächtiges Artefakt, das seinem Besitzer völlige Kontrolle über die Meere verleiht.

PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MEN TELL NO TALES wird produziert von Erfolgs-Mogul Jerry Bruckheimer nach einem Drehbuch von Jeff Nathanson (CATCH ME IF YOU CAN, INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS). Die Ausführenden Produzenten sind Chad Oman, Joe Caracciolo Jr. und Brigham Taylor.

Hinter der Kamera findet sich die erste Riege preisgekrönter Künstler, viele davon neu in der PIRATES OF THE CARIBBEAN-Familie: Kameramann Paul Cameron (NUR NOCH 60 SEKUNDEN, DEJA VU, COLLATERAL), Szenenbildner Nigel Phelps (PEARL HARBOR, TRANSFORMERS, WORLD WAR Z), Kostümbildnerin Penny Rose (alle PIRATES OF THE CARIBBEAN-Filme), Visual Effects Supervisor Gary Brozenich (LONE RANGER, EDGE OF TOMORROW), der Oscar®-prämierte Special Effects Berater John Frazier (der bereits an neun Jerry-Bruckheimer-Produktionen mitwirkte) und Special Effects Supervisor Dan Oliver (MAD MAX: FURY ROAD, X-MEN ORIGINS: WOLVERINE), der leitende Stunt-Koordinator R.A. Rondell (THE HUNGER GAMES: MOCKINGJAY Teil 1) sowie die Stunt-Koordinatoren Thomas Robinson Harper (GUARDIANS OF THE GALAXY, CAPTAIN AMERICA) und Kyle Gardiner (KINGSMAN), der Oscar®-prämierte Make-up Artist Peter Swords King (DER HERR DER RINGE-Troligie, HOBBIT-Trilogie, INTO THE WOODS) sowie die Cutter Joel Cox (UNFORGIVEN, MILLION DOLLAR BABY, AMERICAN SNIPER) und Gary D. Roach (AMERICAN SNIPER).

Quelle: The Walt Disney Company Germany 

„Ich bin ein Hai, holt mich hier raus!“

Im amerikanischen Sprachgebrauch gibt es die Redewendung „to jump the shark“ oder auch „shark jumping“. Man verwendet sie im engeren Sinne, wenn man aussagen möchte, dass eine schon seit längerem laufende Fernsehserie ihren Höhepunkt längst überschritten hat und eigentlich am Ende ist, nicht unbedingt von den Zuschauerzahlen, sondern mehr, weil den Autoren keine neuen Ideen mehr kommen, langjährige Hauptdarsteller aussteigen oder man durch völlig überdrehte Ideen versucht, wieder Spannung in die Handlung zu bringen. Der Begriff enstand durch eine Episode der fünften Staffel der Serie „Happy Days“. Diese war lange erfolgreich gewesen, krankte aber so langsam an den zuvor beschriebenen Symptomen. Das wurde besonders deutlich, als eine der Hauptfiguren, Fonzie, eine Szene hatte, in der er mit Wasserskiern über einen Hai sprang – „he jumped the shark“. Diese Szene wirkte so lachhaft und überdreht, dass viele Zuschauer und Kritiker das Ende der Serie gekommen sahen.

Obwohl ich – ja, steinigt mich dafür – zugeben muss, „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ (besser bekannt als „Dschungelcamp“) nicht anzuschauen, sehe ich trotzdem Anzeichen, dass diese Serie  möglicherweise auch schon den „Sprung über den Hai“ gemacht hat, zumindest aber schon mal Anlauf dafür nimmt. Grund für meine Annahme sind zwei Artikel von Stefan Niggemeier. Für den einen breche ich hier sogar mit dem Prinzip, wegen des Leistungsschutzrechts nicht mehr auf Presseverlage zu verlinken: In der FAZ schreibt Niggemeier über die Metaebene vom Dschungelcamp. Bisher war das das, was gerade ihn wohl so besonders daran gereizt hat, der Umstand, dass die Sendung alles irgendwie aufs Korn nahm, die Kandidaten, die eigenen Moderatoren, den eigenen Sender (RTL), ja sogar das eigene Konzept. Doch in dieser aktuellen Kritik stellt er fest, dass das mit der Metaebene über Psychospielchen mit den Teilnehmern und Szenenauswahl immer höher geschraubt wird, so dass nach oben nicht mehr viel Luft bleibt (FAZ: „Dschungelcamp-Tagebuch: Nackt auf der Metaebene„). Selbst ihm wird das also scheinbar zu viel.

Ganz aktuell hat Niggemeier dann noch einen Artikel veröffentlicht, wo er selbst die Metaebene betritt, ja, betreten muss: „Dschungelcamp-Journalismus: Wie buchstabiert man ‚Vorab-Meldung‘?“ Er, der sonst eher selbst über das Dschungelcamp berichtet, berichtet über die Berichterstattung zum Dschungelcamp. Das Problem für die meisten Zeitungen ist nämlich, dass die neueste Folge aus dem australischen Busch so spät kommt, dass in Deutschland der Redaktionsschluss schon vorbei ist. Die Sendung selbst anschauen, eine Rezension schreiben und in den Druck geben, dafür reicht die Zeit nicht. Also gibt RTL täglich eine Vorabmeldung heraus, die eine Sperre enthält: Der Inhalt darf nicht publiziert werden, bevor nicht die aktuelle Folge gelaufen ist. Aus dieser Vorabmeldung basteln sich die Zeitungen ihre IBES-Artikel zusammen, die dann am nächsten Morgen erscheinen können, obwohl keiner der Redakteure die Sendung wirklich selbst gesehen haben kann. Das rächte sich nun, denn die Meldung, die RTL herausgab, enthielt ein paar Fehler, beschrieb sie doch die Dschungelprüfung, der sich Maren Gilzer in der Sendung vom 24.01. unterziehen musste (das „Un-Glücksrad“) in gewissen Details falsch. Niggemeier fiel das auf und er stellte fest, dass die „Bild am Sonntag“, die sich auf die „Vorabmeldung“ stützte, die gleichen Fehler drin hat (und übrigens auch die offizielle RTL-Mitteilungsseite zur Sendung, zumindest noch zu dem Zeitpunkt, da dieser Artikel entstand, wohingegen Niggemeier in einem Nachsatz seines Artikels bemerkt, dass die falschen Details im ePaper der „Bild am Sonntag“ korrigiert wurden).

In den Kommentaren des Artikels wird zurecht gerätselt, wie das passieren konnte. Bei den falschen Details handelt es sich keinesfalls um einfache Vertipper. War hier jemand nur extrem unaufmerksam oder wollte man die Journalisten ärgern, die sich ja voll und ganz auf die „Vorabmeldung“ verlassen müssen? Man weiß es nicht, aber es wirkt – nach so vielen Jahren „Dschungelcamp“ – irgendwie aus der Reihe gefallen. Warum jetzt und warum ausgerechnet bei so was auffälligem? Ein Lapsus oder Korrosionserscheinungen?

Zusammengenommen ergeben beide Artikel ein etwas unrundes Bild vom „Dschungelcamp“. Wie ich am Anfang schrieb, vielleicht ist der „Sprung über den Hai“ noch nicht geschehen, aber zumindest wird schon kräftig Anlauf genommen. Das heißt aber erstmal auch noch gar nichts. Erst wenn die Quote nicht mehr stimmt, wird man direkte Konsequenzen ziehen.

Und was lernen wir daraus? Ähm… nichts. Wenn Sie es bis hierhin durchgehalten haben, haben dann Sie einen Artikel gelesen, der über einen Artikel berichtet, der über einen Artikel berichtet, in dem ein Fernsehsender über eine eigene Sendung berichtet. Stellen Sie sich mal vor, das würde ich hier häufiger machen.

Was mache ich hier eigentlich? Äh… ist hier irgendwo ein Hai im Zimmer?