„America the Ugly“ – ein Softdrinkwerbespot spaltet „God’s own country“

War was? Ach ja, Superbowl. Hab ich erstmal nur am Rande mitgekriegt, da ich es nicht so mit den Ballsportarten habe. Interessanterweise wird selbst in Amerika Football hier und da kritisch gesehen wegen den exorbitanten körperlichen Schäden, die die Spieler im Lauf einer Karriere davontragen. Mein Bild vom Football ist mehr geprägt durch amerikanische Serien, in denen es immer so aussieht, als wollten Highschool-Mädchen nur eins, nämlich Cheerleader werden, während die Jungs alle Quarterback werden wollen, damit sie bei einem Cheerleader-Mädchen landen können. In der Kontroverse, die sich an der letzten Superbowl-Fernsehübertragung entzündet hat, geht es aber nicht um Football. Nicht im geringsten.

Es geht um einen Werbespot. Die Werbespost zum Superbowl sind besonders gemacht und das müssen sie auch sein: Die Fernsehsender verlangen Mondpreise für eine halbe Minute Sendezeit (wir reden hier nicht von zehn- oder hunderttausenden Dollars, wir reden von Millionen!). Entsprechend einprägsam und aufwändig werden die Werbespots gestaltet. So auch der Spot von Coca-Cola. Damit das geneigte Lesepublikum weiß, wovon ich schreibe, machen wir gerade mal eine kleine Werbepause.

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Direkter Link zum Video: http://youtu.be/443Vy3I0gJs

Wer den Spot jetzt zum ersten Mal gesehen hat, wird ahnen, was das Blut von – hauptsächlich konservativen – Amerikanern zum Kochen bringt: Das Lied „America the Beautiful“ – was manche Amerikaner als „zweite Nationalhymne“ betrachten – wird nicht nur in Englisch, sondern auch in anderen Sprachen, unter anderem Spanisch und Arabisch, gesungen. Nun ist der ganze Spot natürlich so extrem patriotisch gestaltet wie Coca-Cola süß ist, mit dem entsprechenden Pathos, aber die Bildzusammenstellung und der Gesang passen den Konservativen nicht. Es wird also in fremden Sprachen gesungen und es werden unterschiedliche Menschen gezeigt darunter – Gott bewahre! – ein anscheinend schwules Pärchen.

Die Reaktionen darauf stiegen in Twitter auf, wie Bläschen in einer gerade geöffneten Cola-Flasche, Reaktionen, die einen permanentes Kopfschütteln verursachen konnten. „Un-amerikanisch“ sei der Werbesport, „Mexikaner, Terroristen, Juden und Nigger“ (man beachte die Zusammenstellung und Wortwahl) seien „keine Amerikaner“, in so einem Werbespot solle man „Amerikanisch“ (jep!) sprechen und nicht wenige kündigten an, nie wieder Coca-Cola zu trinken (täte mich interessieren, was die beim nächsten Besuch im McDonald’s machen). Wer seinen Kopf jetzt noch nicht genug geschüttelt hat, dem empfehle ich diesen Beitrag: „Speak English! Racist revolt as Coca-Cola airs multilingual ‚America the Beautiful‘ SuperBowl Ad„.

Etliche regten sich auch über das gezeigte schwule Pärchen auf. Das hat eine besondere Note, diejenige, die den Text von „America the Beautiful“ geschrieben hat, Katherine Lee Bates, hat jahrelang mit einer anderen Frau zusammengelebt. Man muss hier zwar vorsichtig sein, denn das ganze ereignete sich im 19. Jahrhundert, das heißt, offen eine lesbische Partnerschaft zu leben war nicht nur schwierig, sondern schlichtweg unmöglich. Dennoch gibt es Anzeichen, dass die Verbindung zwischen Katherine Lee Bates und der anderen Frau, Katharine Coman, mehr war als eine platonische Beziehung.

Besser ausdrücken kann es natürlich Colbert vom „Colbert Report“:

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The Colbert Report
Get More: Colbert Report Full Episodes,Video Archive

Direkter Link zum Video: http://www.colbertnation.com/the-colbert-report-videos/432753/february-03-2014/coca-cola-s-diverse–america-the-beautiful–ad

Okay, noch nicht genug der Idiotie gehabt? Dann hab ich noch was: Zum zweiten Mal in Folge lehnte das Fernsehen das Ausstrahlen eines SodaStream-Werbespots während des Superbowl ab. Der Grund: Die – wesentlich zahlungskräftigeren – Sponsoren Coca-Cola und Pepsi werden darin angegangen. Letztes Jahr sollte gezeigt werden, wieviel Plastik sich einsparen ließe, wenn die Menschen ihre Getränke selbst sprudeln, was natürlich ein direkter Angriff auf die Wegwerf-Plastikflaschen der beiden Getränkekonzerne war. Und dieses Jahr… nun, seht selbst:

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Direkter Link zum Video: http://youtu.be/zxq4ziu-wrI

Ja, der Grund für die Ablehnung sind vier Worte: „Sorry, Coke and Pepsi.“ Was mich sehr wundert, da ich schon Werbespots gesehen habe, in denen sich Coke und Pepsi gegenseitig auf schlimmere Art und Weise fertig gemacht haben.

Aber ich muss das alles, was ich in diesem Beitrag beschrieben habe, nicht verstehen. Ich bin ja auch nur ein Mensch.

Bitte gehen Sie jetzt weiter! Es gibt hier nichts mehr zu sehen!

Technische Rezension: „Hotel Transsilvanien 3D/2D“ von Sony Pictures

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OT:                      Hotel Transsylvania
Laufzeit:               92 Minuten
FSK-Freigabe:     ab 6 Jahren
Studio                  Sony Pictures Animation
Herstellungsjahr: USA 2012
Disc:                    2 Blu-Rays
Tonformate:       Deutsch  DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Türkisch Dolby Digital 5.1
Extras:                 Pappschuber, Wendecover ohne FSK-Logo
Originalsprecher: Adam Sandler, Selena Gomez, Kevin James, Steve Buscemi
Regie:                   Gendy Tartakovsky

 

Zuerst zum eigentlichen Film:

Das Hotel Transsilvanien ist ein Nobelresort für Vampire, Werwölfe, Mumien sowie für viele weitere Monster und ihre Familien, wo sie sich in Ruhe und Abgeschiedenheit von den Menschen unbehelligt erholen können. Dieses Jahr gibt es etwas Besonderes zu feiern, nämlich den 118. Geburtstag von Graf Draculas Tochter Mavis. Durch einen Zufall verirrt sich ausgerechnet ein menschlicher Teenager-Tourist in das Hotel, die beiden finden gefallen aneinander und das Chaos kann beginnen…

 

Info:

Den Film gibt es als Standart-DVD, als 2D-Blu-Ray, sowohl im Keep-Case sowie auch als Steelbook und natürlich als 3D/2D-Version im Keep-Case mit Pappschuber.

 

Bild 3D – BD (Disc 1):

Obwohl durch die 3D-Brille das Bild etwas dunkler wird, ist es wie von Animationsfilmen gewohnt absolut brillant. Kräftige, strahlende Farben, keinerlei Filmkorn erstklassiger Kontrast und keine Komprimierungsartefakte. Auch der 3D-Effekt ist, wie bei dieser Filmart üblich, wieder einmal hervorragend

 

Bild 2D – BD (Disc 2):

Auch die 2D-Version macht hier keinerlei Ausnahme, der einzige Unterschied ist hier mal wieder das etwas hellere 2D-Bild, aber ansonsten ist die Bildqualität praktisch identisch.

 

Ton:

Der Ton holt einiges raus, auch wenn es sich hier nicht um einen Actionfilm sondern um eine Komödie handelt. Man bekommt einen sehr schönen räumlichen Mix mit guten Soundebenen geboten. Die Dialoge sind ebenfalls klar verständlich und den jeweiligen Charakteren zuzuordnen.

 

Bonus:

Sowohl auf der 3D als auch auf der 2D-Disc befinden sich komplett identischen Features, man muss die Disc also nicht wechseln um sich das Bonusmaterial anzusehen. Wie folgt sind das:

  • Audiokommentare vom Regiseur Gendy Tartakovsky, der Produzentin  Michelle Murdocca und dem Visual Effects Supervisor Daniel Kramer;
  • Der Kurzfilm „Goodnight Mr. Foot” (4.07 Min);
  • Entfallene Szenen (6.21 Min);
  • Die Besetzung und die Gäste: Die Stimmen von „Hotel Transsilvanien“ (6.29 Min);
  • Das Making Of von „Hotel Transsilvanien“ (3.44 Min);
  • Entstehungsszenen (8.04 Min);
  • „Monster Remix“ Music Video von Becky G. Featuring will.i.am (3.27 Min)
  • Hinter den Kulissen des “Monster Remix” (2.21 Min);
  • Diverse Trailer (9.39 Min)

 

Fazit:

Die verschiedenen Beiträge des Bonusmaterials sind durchwegs interessant, nur leider etwas zu kurz geraten. Der HD-Ton ist sowohl im Original als auch in der deutschen Version hervorragend ausgefallen und das Bild enthält sich sowieso jedweder Kritik.

Der Film selbst ist höchst amüsant, da hier die „Monster“ ausnahmsweise einmal nicht die Bösen sind, sondern nur ihre Ruhe vor den Menschen haben wollen, da diese sie früher wegen ihres Aussehens gejagt haben und auch töten wollten. In gewisser Hinsicht ist die Geschichte auch eine art Kulturclash zwischen Mensch und Monster. Lustig und sehr humorvoll, einmal mehr ein Film für die ganze Familie.

„Hotel Transsilvanien“ kann man hier bestellen:

 

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Technische Rezension: „STAR TREK Into Darkness 3D/2D“ von J. J. Abrams

(c) Paramount Pictures
(c) Paramount Pictures

OT:                      STAR TREK Into Darkness
Laufzeit:               132 Minuten
FSK-Freigabe:     ab 12 Jahren
Studio                  Paramount Pictures
Herstellungsjahr: USA 2013
Disc:                    3 (2x BD, 1x DVD)
Tonformate:        Deutsch  Dolby True HD 7.1, Englisch Dolby True HD 7.1, sowie auf beiden Blu-Ray-Discs eine „Englisch Audio Description“ für Sehbehinderte
Extras:                 Wendecover ohne FSK-Logo, Code für eine Digital Copy
Hauptdarsteller:   Chris Pine, Zachary Quinto, Zoe Saldana, Karl Urban, Simon Pegg, Peter Weller, Bruce Greenwood
Regie:                  J.J. Abrams

 

Film:

James T. Kirk ist mittlerweile schon seit ein paar Jahren Captain der U.S.S. ENTERPRISE, aber noch immer der gleiche Draufgänger wie damals an der Akademie. Als er mal wieder bei einem Einsatz über die Stränge schlägt und die Oberste Direktive ignoriert, wird er daraufhin degradiert. Nach einem verheerenden Anschlag auf das Archiv von STARFLEET und kurz darauf auch auf deren Kommandoebene erhält er sein Kommando zurück, um den Saboteur zu stoppen. Dabei trifft er auf seinen größten Gegner und deckt eine Verschwörung innerhalb von STARFLEET auf, die die UNITED FDERATION OF PLANETS in einen gewaltigen selbstzerstörerischen Krieg treiben würde…..

 

Info:

Die beiden BDs haben keinerlei Vorschautrailer, dafür laden sie aber recht flott, auf der DVD ist zu Begin noch der Trailer zu „World War Z“ zu sehen, das war es dann auch schon.

Für einen derart teuren Kinofilm liegt ziemlich wenig Bonusmaterial vor, besonders wenn man an die 2-Disc-Special Edition des letzten Star-Trek-Filmes denkt. Hier gab es eine randvoll gefüllte Bonus-BD!
Ein Pappschuber wie ihn hin auch und wieder 20th Century Fox, Warner Brothers sowie Disney/Pixar für ihre 3D-Blu-Ray-Editionen benutzten, wäre hier schön gewesen, macht die ganze Sache einfach noch etwas ansehnlicher.
Des Weiteren sind für Steelbook-Fans auch hier (bisher) 2 Versionen mit verschiedenen Covermotiven erschienen, eine bei Müller und eine bei Media Markt (diese sogar mit abnehmbarem Lentrikular-Cover), allerdings jeweils nur für die 2D-Blu-Ray.

 

Genau wie „Titanic“ und „Jurassic Park“ wurde auch „STAR TREK Into Darkness“ nachträglich von StereoD in 3D konvertiert, siehe auch: http://www.stereodllc.com/projects/

 

Bild 3D – BD (Disc 1):

Der 3D-Effekt kommt auf der BD bzw. im Heimkino wesentlich stärker zum Tragen als im Kino. Obwohl die 3D-Version durch die Brille zwangsläufig dunkler ausfällt, ist das Bild doch sehr hell, außerdem sind Details jederzeit gut zu erkennen, das gilt natürlich auch in den etwas dunkleren Szenen. Das Bild an sich ist unglaublich scharf, farbig und detailreich. Schwarz versumpft nicht außerdem ist der Kontrast ebenfalls sehr gut, die Kompression ist ebenfalls sehr gut und unauffällig.

Im Großen und Ganzen wirkt das Bild um ein vielfaches besser als im Kino, man kann hier wirklich absolut nichts daran aussetzen.

 

Bild 2D – BD (Disc 2):

Im Prinzip gilt hier das gleiche wie für die 3D-Fassung, nur das das Bild entsprechend heller und noch kräftiger ist, die Farben strahlen geradezu.

 

Bild 2D – DVD (Disc 3):

Das Bild ist ähnlich wie schon bei der letzten Star-Trek-DVD von 2009. Es ist wirklich sehr gut gelungen für eine DVD, auch wenn es natürlich nicht an die HD-Version heranreicht.

 

Ton:

Der Ton liegt in Dolby Digital True HD 7.1 sowohl in Englisch als auch in Deutsch vor, sowie eine Audioversion für Sehbehinderte. Sowohl die 3D- als auch die 2D-Version haben hier identische Tonspuren.

Die beiliegende DVD hingegen ist nur in Dolby Digital 5.1 abgemischt, und zwar in den Sprachen Deutsch, Englisch und Türkisch. Der Ton ist zwar akzeptabel, aber nicht gerade weltbewegend.

 

Bonusmaterial:

Die 3D-Disc besitzt keinerlei Bonusmaterial, hier wird die gesamte Speicherkapazität für die 3D-Fassung und die beiden HD-Tonspuren verwendet bzw. benötigt.

Das Bonusmaterial der 2D-Blu-Ray besitzt eine Laufzeit von insgesamt 40.15 Min, aufgeteilt in die folgenden Featurettes, komplett oder auch einzeln abspielbar:

  • Erschaffung des Roten Planeten (8.28 Min);
  • Angriff auf die Sternenflotte (5.25 Min);
  • Der klingonische Heimatplanet (7.30 Min);
  • Der Feind meines Feindes (7.03 Min);
  • Schiff zu Schiff (6.03 Min);
  • Der Kampf (5.44 Min)

 

Auf der DVD befinden sich hingegen nur die beiden Features:

  • Der Feind meines Feindes (6.49 Min);
  • Schiff zu Schiff (5.51 Min)

 

Fazit:

Der neuste STAR-TREK-Streifen spaltet die Trek-Gemeinde wohl genauso wie schon der Vorgänger von 2009. Einerseits gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten, auf der anderen Seite wird die Neuinterpretation dieses Bekannten wahrscheinlich nicht jedermanns Sache sein. Man sollte aber Abrams Star-Trek-Variante ihre Chance geben, ich persönlich sehe die neuen Abenteuer eher als eine Parallel-Universums-Version. Die alten Serien und Filme sind dadurch für mich auch weiterhin gültig und ich kann dadurch bedenkenlos auch die Neuen genießen.

Sowohl Bild- als auch Tontechnisch gibt es hier aber absolut nichts zu beanstanden. Ein erstklassiges Bild, sowohl in 3D als auch in 2D auf sehr hohem Niveau, sowie ein ebenso hervorragender deutscher und englischer HD-Ton. Wieder einmal Demomaterial für das eigene Heimkino. Geeignet sowohl für Trekkies und natürlich auch für alle SF-Fans!

„STAR TREK Into Darkness“ gibt es in folgenden Varianten zu bestellen:

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Technische Rezension: „EPIC – Verborgenes Königreich 3D/2D“

(c) Blue Sky / 20th Century Fox
(c) Blue Sky / 20th Century Fox

OT:                       EPIC
Laufzeit:              103 Minuten
FSK-Freigabe:      ab 6 Jahren
Studio                  Blue Sky / 20th Century Fox
Herstellungsjahr: USA 2013
Discs:                    3 (2x BD, 1x DVD)
Tonformate:         Deutsch  DTS 5.1, Englisch DTS-HD-MA 5.1, sowie weitere Sprachen
Extras:                  Pappschuber mit ablösbarem FSK-Sticker
Sprecher:             Colin Farell, Amanda Seyfried, Josh Hutcherson, Beyonce’ Knowles, Christoph Walz
Regie:                   Chris Wedge

 

Film:

Die 17jährige M.K. (Mary Katherine) besucht nach dem Tod ihrer Mutter ihren Vater, einen kauzigen Forscher, der nach der Trennung seiner Frau tief in einem Wald lebt. Das erste Zusammentreffen nach langer Zeit ist für M.K. allerdings ernüchternd, da ihr Vater wohl endgültig verrückt geworden ist und einige sehr krude Theorien zum Besten gibt. Als sie wieder abreisen will wird sie bei einem merkwürdigen Gewitter vom Blitz getroffen und schrumpft auf wenige Zentimeter Größe. Dort trifft sie dann auf die Leafmen, die Hüter des Waldes, auf sprechende Schnecken (Mub und Grub), sowie auf allerlei weitere fantastische Wesen und muss dabei feststellen, dass sie in einen uralten Konflikt zwischen Gut und Böse, Erschaffung und Zerstörung, das Zünglein an der Waage ist…

 

Info:

Der Film ist von den Machern der „Ice Age-Reihe“, „Rio 1+2“ usw. Chris Wedge, der Regisseur von „Robots“ (ebenfalls Blue Sky), führte auch hier wieder einmal Regie und ähnlich wie auch in „Robots“ geht es auch hier um den Kampf zwischen Gut und Böse.

Der Film ist vielleicht nicht ganz so episch wie es der Titel verspricht, hat aber durchaus seine epischen Momente, ist zwar zuweilen auch recht düster aber wirklich sehr gelungen.

 

Bild 3D – BD (Disc 1):

„EPIC“ ist ein Film, der mal wieder direkt aus dem Computer kommt, was schlichtweg bedeutet dass das Bild (mal wieder) absolut brillant ist. Es gibt hier keinerlei Beanstandungen, die Farben sind, wie bei einem solchen Film üblich, poppig bunt, der Kontrast ist hervorragend, die Komprimierung absolut unauffällig und daher nicht zu sehen und die Schärfe lässt keine Wünsche offen. Es gibt weder Filmkorn, Schäden noch Schmutz, einfach perfekt, CGI eben.

Der 3D-Effekt ist ebenfalls erstklassig und absolut nicht zu beanstanden. Hinzu kommt eine wirklich unglaubliche Detailfülle (Wald), in der man sich verlieren kann.

CGI-Animationsfilme sind nun einmal geradezu perfekt für die Dritte Dimension und daher ist auch „EPIC“ hier vorbehaltlos zu empfehlen.

 

Bild 2D – BD (Disc 2):

Hier gilt das gleiche wie für die 3D-version, nur das hier alles noch einen Tick bunter ist und die Farben hier noch etwas mehr erstrahlen, aber ansonsten ist auch hier das Bild perfekt. Wie man es von einem hochwertigen Animationsfilm nun mal erwartet. Außerdem befindet sich auch das komplette Bonusmaterial auf der 2D-Blu-Ray.

 

Bild 2D – DVD (Disc 3):

Keine Bewertung möglich, da nicht gesichtet.

 

Ton:

Der deutsche Ton (DTS 5.1) ist ebenfalls hervorragend gelungen. Die Sprache ist jederzeit gut zu verstehen und auch die Soundeffekte und die Musik machen einiges her, wenngleich der Originalton in DTS-HD-MA 5.1 natürlich auch hier mal wieder, wie üblich, deutlich besser ist.

 

Bonus:

Das Bonusmaterial befindet sich ausschließlich auf der 2D-Blu-Ray und enthält:

  • Die echten Bewohner des Waldes (5.21 Min);
  • Der Kreislauf des Lebens im Wald (3.18 Min);
  • Die Tarnung der Tiere (3.44 Min);
  • Ein Leben in Winzigkeit (3.42 Min);
  • Hinter den Kulissen von EPIC (24.39 Min);
  • Original Kinotrailer, sowie den Code für ein herunterladbares Mobile Game.

 

Fazit:

Ein wirklich hervorragend gemachter Animationsfilm mit einer rasanten aber auch düsteren  Story und sowohl lustigen (die beiden Schnecken Mub und Grub) als auch ernsten Charakteren (die Leafmen und Boggans). Optisch gesehen ist es auch dieses Mal wieder ein wahres Fest, und wie schon fast üblich bei hochwertigen CGI-Filmen, definitiv Demomaterial. Akustisch wäre allerdings in der deutschen Fassung auch hier mal wieder etwas mehr drin gewesen. Das Bonusmaterial ist nett und durchaus informativ, haut einen aber in der Gänze nicht gerade vom Hocker.

Ich persönlich finde auch in diesem Fall dass die FSK-6-Freigabe aufgrund des zum Teil doch manchmal eher düsteren Tonfalls vielleicht etwas zu niedrig angesetzt wurde, aber das ist wie oft auch hier Ansichtssache. Hier wäre eine FSK 10 Freigabe wohl eher sinnvoll gewesen, dummerweise gibt es diese Stufe nicht. In vielerlei Hinsicht wäre eine differenziertere FSK-Abstufung im 2-Jahres-Rhythmus  (ab 0, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18) wesentlich besser, weil ausgewogener als die zurzeit gebräuchliche (ab 0, 6, 12, 16, 18).

Für jeden der auf gut gemachte Animationsfilme steht und natürlich ein Film für die ganze Familie.

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Noch einmal Justin Carmical

Noch ein letzter Beitrag zu Justin Carmical – das „Farewell-Video“ von Doug Walker:

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„Sogar meine Mama findet Dich toll“ – Der Kampf eines Singles an mehreren Fronten

– Es ist symbolisch für unser Ringen gegen die Unterdrückung!
– Symbolisch für sein Ringen gegen die Realität.

Zwei Revoluzzer der „Volksfront von Judäa“ in „Das Leben des Brian“. Sie könnten auch von der „Bertelsmann-Stiftung“ reden…

Die wirren Gedanken, die diesen Artikel formen, schwirren mir schon länger im Kopf herum, weil ich es nämlich so langsam satt habe. Der berühmte „Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“, war eine Studie der von der Muffe gepufften Bertelsmann-Stiftung über eine angeblich „zukunftsfähige“ Rente. Die „geniale“ Idee dieser Menschen, die sonst offenbar keine Probleme haben, ist die, dass die Höhe der Rente von der Kinderzahl abhängt. Wer drei und mehr Kinder hat, kriegt die reguläre Rente, darunter gibt’s Abschläge. Wer keine Kinder hat, soll bitte schön leise verhungern.

Der widerliche Gedankengang hinter diesen offenkundig kleingeistigen Plänen ist der, dass es nur eine Sorte von „Kinderlosen“ gibt: Asoziale Volksschädlinge, die sich gegen Kinder entscheiden, weil sie zu faul oder zu geizig oder beides sind, um Kinder groß zu ziehen. Das brachte meine Hutschnur zum Reißen und gab den Inititalfunken, um diesen Artikel endlich zu schreiben.

Im Gegensatz zur schwarz-weißen „böse Kinderlose“-und-„gute Kinderreiche“-Welt der Bertelsmann-Stiftung gibt es nämlich einen bunten Strauß an Variationen auf beiden Seiten. Es gibt sicherlich gute Gründe, bewusst eine Familie mit Kindern zu gründen. Darum geht es in diesem Artikel nicht, deswegen lassen wir die außen vor. Es gibt sicher auch gute Gründe, sich als Paar bewusst dagegen zu entscheiden, Kinder zu bekommen in der heutigen Gesellschaft. Auch darum geht es in diesem Artikel nicht, die lassen wir deshalb auch außen vor. Es gibt Paare, die gern Kinder bekommen würden, doch es funktioniert nicht. Es gibt Paare, die gern Kinder adoptieren würden, doch sie dürfen aus verschiedensten Gründen nicht. Um alle diese Varianten geht es auch nicht, also lassen wir sie auch außen vor. Für sich genommen würde jeder dieser Komplexe einen eigenen Artikel oder gar eine Artikelreihe ergeben. Doch das will ich – im Gegensatz zu gewissen Stiftungen – denen überlassen, die da mehr Ahnung haben.

Mir geht es um eine ganz bestimmte Gruppe der „Kinderlosen“: der ungewollte Single.

Ich habe schon unglaublichen Schwachsinn von Politikern und irgendwelchen Lobbyisten gehört. Dass ich ein Luxusleben führe und mich nicht zu beklagen habe. Dass ich (höchstpersönlich) die Rentenversicherung kaputtmache. Dass ich mir meinen Ruhestand auf Kosten von anderen vergolden lasse (ja klar, und meine Lieblingsbeschäftigung ist auch, am Freitag den Oberstufenschülern am Gymnasium aufzulauern und sie zu beschimpfen: „Haha, Du Schwachmat wirst irgendwann mal meine Rente zahlen müssen, obwohl ich keine Kinder habe!“). Und jetzt die Bertelsmann-Stiftung, die unverhohlen diskriminierend daherkommt.

Und jedes Mal, wenn ich sowas höre, ärgere ich mich. Denn ich bin nicht freiwillig in der Situation, es hat sich so ergeben. Jedes Mal möchte ich dem Dummschwätzer, der solche Parolen von sich gibt, ins Gesicht brüllen:

– Komm, leck Dich doch selbst am A****…

Monty Python: „Die Ritter der Kokosnuss“

Die sich vermutlich sehr toll vorkommenden Befürworter einer solche „Gebärprämie“ sind dem Wahnwitz verfallen, dass jeder, der ernsthaft einen Partner haben möchte, auch einen kriegt. Das gleicht dem Wahnwitz, dass jeder, der Arbeit will, auch welche bekommt. In beiden Fällen wird völlig ausgeblendet, dass es auch äußere Umstände gibt, die das ganze beeinflussen. Dass es nun mal Menschen gibt, die nicht zueinander passen. Und dass die Partnersuche aus verschiedenen Gründen immer schwieriger wird.

In meinem speziellen Fall, das muss ich leider so einsehen, spielt das Alter eine große Rolle. Ich bin Anfang 40 und gehöre einer kleinen Gruppe unserer Bevölkerung an: die „echten Singles über 40“, das heißt, ich war noch nie verheiratet und habe auch keine Kinder. Ich hatte ein paar Beziehungen, aber die sind bisher immer in die Brüche gegangen. Um die folgenden Punkte darzulegen, werde ich das ganze jetzt komplett aus meiner Warte schreiben, das heißt, da ich heterosexuell bin, werde ich nur noch von Frauen statt neutral von „PartnerInnen“ schreiben.

Was hat es nun mit dieser „echten-Single“-Sache auf sich? Natürlich kann einen eine Trennung von einem Partner, mit dem man nicht verheiratet war, auch auf eine besondere Weise prägen, aber eine Scheidung ist nochmal ein ganz anderes Kaliber. Nicht nur, dass man sich von dem Mensch trennt, mit dem man eigentlich Rest seines Lebens verbringen wollte, es kommt auch noch zu juristischen Auseinandersetzungen. Möglicherweise müssen gemeinsam angeschaffte Sachen irgendwie getrennt werden, Anwälte wollen bezahlt sein und so weiter. Geschiedene sind deswegen gern etwas vorsichtiger, sich nochmal festzulegen auf einen Partner. Und mehrfache Hochzeiten und Scheidungen erlebt man in der Regel auch nur bei den Menschen, die sich das überhaupt leisten können.

Das heißt, schon von den nüchternen Zahlen her betrachtet ist die Menge an Menschen, die nicht aufgrund von Scheidungserfahrungen irgendwelche Vorbehalte gegen eine neue Beziehung haben, geringer als vor zehn oder zwanzig Jahren. Die Zahl verringert sich sogar noch weiter, denn in dem Alter, in dem ich bin, gibt es noch dazu etliche Frauen, die zwar nie verheiratet waren, sich aber sagen: „Jetzt habe ich X Beziehungen gehabt, es funktioniert einfach nicht, ich lasse es bleiben.“

Also, was tun? Um die Anzahl zu erhöhen, aus dem eng gesteckten Altersrahmen ausbrechen? Nein, keine so tolle Idee. Das hat zwar schon immer gegolten, aber in der modernen Zeit gilt es mehr den je: Wenn der Altersunterschied zu groß ist, verursacht das Probleme. Schon neun oder zehn Jahre können eine komplett andere Generation sein. Man ist völlig anders aufgewachsen und oft fällt es gerade dem jüngeren Partner schwer, für den älteren Verständnis aufzubringen. Da spielt nämlich noch etwas mit: der ältere Partner (vor allem wenn der Altersunterschied recht groß ist) bringt mehr Lebenserfahrung mit, was der jüngere oft nicht nachvollziehen kann. Die Entscheidungen des älteren sind oft geprägt von vielfältig gemachten Erfahrungen, während der jüngere „einfach mal ausprobieren“ möchte. Nun ist „einfach mal ausprobieren“ per se nichts schlechtes, aber auch hier schlägt die fortgeschrittene Erfahrung zu: Manche Sachen möchte man nicht „einfach mal ausprobieren“, vielleicht weil man sich erinnert, was für ein Kampf das Ausprobieren das letzte Mal war und man froh ist, dass es vorbei ist. Jüngere Partner neigen dazu, so genannte „Herausforderungen“ übertrieben positiv zu sehen und dass sie was bringen können, selbst wenn es schiefgeht. Der erfahrene Partner sieht, dass das einzig Positive der Umstand ist, dass er jetzt weiß, dass er sowas nie wieder machen möchte. Er hat seine Erfahrung schon.

Doch gemach – wie kann man überhaupt Frauen kennenlernen? So genannte „Flirtexperten“ raten einem dazu, immer und überall Ausschau zu halten und Frauen anzusprechen, selbst im Supermarkt oder bei einer sonstigen zufälligen Begegnung. Tolle Idee. Viele Menschen stehen beim Einkaufen unter einem gewissen Stress, die finden es bestimmt toll, von irgendeinem Typem angequatscht zu werden, wenn sie gerade darauf konzentriert sind, ihren Einkaufswagen mit Dingen anzufüllen, die auf ihrer Einkaufsliste stehen und am Schluss nichts vergessen ist.

Also Internet? Die Mitgliedschaft in Singleportalen, die angeblich gut sind, ist teuer. Richtig, richtig teuer. Und was kriegt man für sein Geld? Keine Ahnung. Zwar gibt es immer wieder Berichte von unabhängigen Testern, aber ganz ehrlich: In meinem ganzen Bekanntenkreis gibt es nicht eine einzige Person (egal welchen Geschlechts), die ihren Partner über eine kostenpflichtige Singlebörse kennengelernt hat.

Aber Rettung naht, es gibt ja auch noch die (nahezu) kostenlosen Singlebörsen. Und was bringen die? Na ja, zum Beispiel sowas:

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Und das ist die erste Nachricht überhaupt, die ich von „Samanta“ bekommen habe. Also, aus meinem Profil und einer kurzen Nachricht von mir weiß „Samanta“ schon, dass sie ihren Traummann in mir gefunden hat und sogar ihre Mama findet mich toll? Was ich da ausgeschwärzt habe, ist übrigens die Webseite eines kostenpflichtigen Singleportals. Und das ist die Masche, auf die man hier häufig trifft, der Versuch, die Singles zu einem Zahlportal zu ziehen. Tatsächlich war das Profil von „Samanta“ schon gelöscht, als ich die Nachricht überhaupt erstmal gelesen habe (ich sitze nicht pausenlos vor dem Computer, weil ich denke, dass ja Nachts um 4:12 Uhr die Nachricht von meiner Traumfrau kommen könnte). Und ich frage mich: Gibt es tatsächlich Männer, die auf einen so plumpen Trick reinfallen?

Nun mag der eine oder die andere sagen, hey, mit solchen Leuten muss man da rechnen, aber man darf nicht aufgeben! Okay, versuch ich es nochmal: Hallo, Andrea!

bd-andrea01

 

Na, aber das tu ich doch gern, wenn man schon so freundlich angeschrieben wird. Ich schreibe ihr also noch eine Nachricht mit ein paar Dingen über mich und frage sie etwas zu den Hobbies in ihrem Profil. Ihre Antwort:

bd-andrea02

 

 

Der geneigte Leser möge nun bei folgendem Ratespiel mitmachen: Was ist es wohl, das ich da zwischen den Smileys quasi zensiert habe?

  1. Ein Kompliment über meine sexuelle Leistungsfähigkeit.
  2. Ihre Mama findet mich toll.
  3. Ort und Zeit, wann und wo wir uns treffen sollen.
  4. Die URL eines kostenpflichtigen Singleportals und ihren angeblichen Benutzernamen dort

Wenn der geneigte Leser 1, 2 oder 3 als Antwort favorisiert, hat er wohl immer noch nicht verstanden, worum es in diesem Artikel geht. 4 ist natürlich richtig. Ich habe keine genaue Statistik geführt, aber ich schätze, dass 98 % aller Antworten, die ich bekommen habe, so oder so ähnlich aussehen.

Bei einem anderen Singleportal, wo nur die erste Nachricht kostenlos verschickt werden konnte (und schon die Antwortmöglichkeit musste mit Geld freigeschaltet werden), bekam ich immer wieder Nachrichten von Frauen, bei denen ich feststellte, dass unterschiedliche Frauen total identische Nachrichten schrieben, sogar mit den gleichen Rechtschreibfehlern. Da draußen betreibt also jemand einen gewissen Aufwand, um Singles das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Das alles frustriert. Auf „herkömmlichen“ Weg funktioniert es nicht, im Internet funktioniert es nicht, und alles das kommt mir in den Sinn, wann immer ein Politiker seine Visage in eine Kamera hält und über die Singles als ganzes herzieht oder so grandiose Vorschläge macht wie die Bertelsmann-Stiftung. Es herrscht der Irrglaube, dass man einfach mehr Druck machen muss auf die Singles. Für manche sind wir aber auch einfach der Buhmann und dienen dazu, dass Familienmenschen sich überlegen fühlen können. Dass „die Singles“ keine heterogene Gruppe sind – geschenkt. Darüber denkt man nicht von 12 Uhr bis zum Mittagsläuten. Komischerweise verteufeln etliche Politiker das Internet, weil man seine Meinung da äußern kann, indem man sich hinter einem Pseudonym versteckt. Dabei verstecken sich doch gerade Politiker gern hinter solchen „Studien“, he, da ist ein Missstand, seht her, ich trete dafür ein, dass man diesen Missstand beseitigt. Ja, das tu ich wohl! Ich bin der Robin Hood der Familienpolitik und verteidige die Familien gegen den Single-Sheriff von Nottingham. Der war mir schon immer suspekt.

Kalt ist’s im Skriptorium, der Daumen schmerzt mich. Ich gehe und hinterlasse dieses Schreiben, ich weiß nicht, für wen, ich weiß auch nicht mehr, worüber.

Umberto Eco: „Der Name der Rose“

Und was soll jetzt dieser Artikel? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Wie ich oben schrieb, geisterte die Idee schon lang in meinem Kopf herum, weil ich bei vielen Gelegenheiten diese Einseitigkeiten gesehen habe, jedes Mal, wenn „die Familie an sich“ über den grünen Klee gelobt wird, jedes Mal wenn Politiker oder so genannte „Politikwissenschaftler“ über Singles herziehen und so gar nicht verstehen wollen, wie komplex das Thema ist. Aber auf der anderen Seite: So ist es doch immer. Ich trage also wieder mal nichts Neues zum Thema bei. Aber wenigstens sind die Gedanken jetzt draußen. Vielleicht kann ich irgendwann nochmal auf das Thema zurückkommen, weil mir die Dinge etwas klarer geworden sind. Vielleicht auch nicht, vielleicht muss das Thema so chaotisch präsentiert werden, eben weil es so chaotisch ist, weil es eben nicht die eine Antwort gibt.

Da fällt mir etwas ein, dass mir im Zusammenhang mit dem Thema „unfreiwilliger Single“ passiert ist. Es handelt sich um eine Erfahrung, die mich etwas ratlos zurückließ, die aber auch in diesen chaotischen Komplex von Dingen gehört. Vor einigen Jahren war ich auf der Geburtstagsfeier eines Freundes. Dieser Freund nutzte die Feier, um seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen (auf eine nachgerade unverschämt romantische und phantasievolle Weise mit einem im Überraschungs-Ei versteckten Ring; manche Männer legen die Latte für alle anderen verdammt hoch). Ich – zu dem Zeitpunkt mal wieder Single – saß mit ein paar Damen am Tisch, die hin und weg waren von dem Antrag. Eine der Damen meinte, mich aufmuntern zu müssen und meinte: „Komm, wir backen Dir symbolisch eine Frau, dann findest Du auch eine! Welche ‚Zutaten‘ soll denn Deine Partnerin haben? Wie soll sie sein, was für Eigenschaften soll sie haben?“ Ich grübelte kurz und meinte dann: „Na ja, ich mag es, wenn die Frau komplett ist – also mit Hirn!“ Weit aufgerissene Augen starren mich entsetzt an, und dann sagt sie (eine Frau!) zu mir: „Also, damit schränkst Du Deine Auswahlmöglichkeiten aber ganz schön ein…“

Äh… wie bitte?

Technische Rezension: „Kampfstern Galactica – Kinoversion“ von Glen A. Larson

(c) Universal Pictures
(c) Universal Pictures

OT:                      Battlestar Galactica
Laufzeit:              125 Minuten
FSK-Freigabe:     ab 12 Jahre
Studio                  Universal Pictures
Herstellungsjahr: USA 1978
Disc:                    1 Blu-Ray
Tonformate:        Deutsch  DTS 2.0, Englisch DTS HD-MA 2.1, sowie diverse weitere Sprachen
Extras:                 Wendecover ohne FSK-Logo,
Hauptdarsteller: Lorne Greene, Richard Hatch, Dirk Benedict, Terry Carter
Regie:                  Richard A. Colla

 

 

Film:

Nach einem tausendjährigen Krieg zwischen den echsenartigen Zylonen und ihren Robotern auf der einen Seite und den Menschen der zwölf Kolonien auf der anderen, soll es nun endlich Frieden geben. Ein Frieden, der von einem Verräter im Rat der Zwölf Kolonien in die Wege geleitet wurde, aber nichts anderes ist als die Verschleierung des Generalangriffs der Zylonen. Sowohl die Kolonien als auch die Kolonialflotte werden fast vollständig vernichtet. Nur das letzte verbliebene Schlachtschiff, die GALACTICA, sowie einige hundert Raumschiffe mit Überlebenden an Bord können der Vernichtung entgehen. Commander Adama, der letzte Überlebende des Zwölferrates, führt daraufhin diese zusammen gewürfelte Flotte an, auf der suche nach der dreizehnten Kolonie….

„Auf der Flucht vor der Zylonentyrannei fliegt das letzte Raumschlachtschiff, die GALACTICA, einer Strafexpedition gleich, einsam durch das Universum, auf der Suche nach einem glänzenden Planeten namens Erde!“

 

 

Info:

Die Serie „Kampfstern Galactica“ erschien im Zuge des STAR-WARS-Hypes. Eigentlich eine für damalige Verhältnis ungeheuer aufwändige und extrem teure TV-Serie. Um die horrenden Kosten dafür wieder zu amortisieren, wurde der dreiteilige Pilotfilm zusammen geschnitten und gekürzt. Das daraus resultierende Ergebnis war der Kinofilm „Kampfstern Galactica“. Es kamen noch zwei weitere „Kinofilme“ heraus, die ebenfalls Zusammenschnitte von TV-Folgen waren. Der Zweite war „Mission Galactica – Angriff der Zylonen“, bestehend aus den Episoden „The Living Legend Part 1 and 2“ sowie Teile der Episode „Fire In Space“ (dt. Titel: „Die lebende Legende 1 & 2“ und „Galactica unter Feuer“). Der dritte wiederum wurde aus mehreren Episoden der nicht so erfolgreichen Season 2 zusammengestellt.

 

Durch das HD-Mastering kommt man zum allerersten Mal in den Genuss, die nicht gerade wenigen Logiklöcher und Fehler bei den Trickaufnahmen zu bewundern. Zum Beispiel kann man bei einigen Szenen, die die Viper-Raumjäger von hinten zeigen, sehen, dass der Energieausstoß der Triebwerke seitlich und/oder nach unten verschoben ist. Auch ist es recht witzig wenn man die Joysticks der Piloten sieht, die jedes Mal andere Beschriftungen zeigen. Einer der witzigsten Fehler ist hier der Schriftzug „Made in USA“ auf einem der Computerdisplays auf der Brücke der Galactica.

Der Ton des Films wurde damals im so genannten „Sensourround-Verfahren“ gemastert. „Battlestar Galactica – Kampfstern Galactica“ war einer von nur vier Filmen (unter anderem auch „Earthquake – Erdbeben“) die in diesem Tonformat gedreht wurden. Dieses Format bestand vor allen Dingen aus extrem starken sowie vielen großen Basslautsprechern. Aus diversen Gründen ­- vielen Zuschauern wurde schlecht und etliche mussten sich auf Grund der extrem starken und lauten Tieftönen übergeben – hat sich dieses Tonformat aber nie richtig durchgesetzt.

Auch wenn es sich dabei um eine Sackgasse gehandelt hat, so gingen doch alle späteren Tonformate, von Dolby Digital bis zu den HD-Formaten in gewisser Hinsicht daraus hervor.

 

Bild:

Die Realaufnahmen mit den Schauspielern kommen hervorragend, scharf, detailliert und auch sehr sauber rüber. Man kann sogar den Zylonenherscher recht gut erkennen, und ja, es ist ein Echsenwesen. Es befindet sich sogar eine kleine (Flug?)Echse auf seiner Schulter. Für eine so alte Serie wurde aus dem was hier wohl überhaupt machbar war, wirklich das Maximum herausgeholt.

Die Raumschiffaufnahmen sind dagegen kaum besser als auf DVD. Bei vielen der diversen Raumschiffsequenzen gibt es auch sehr häufig wirklich starkes Bildkorn, dann wiederum wirken solche Raumschiffszenen doch recht weichgespült.

Wenn man davon aber absieht kann man durchaus sagen dass der Film seit seiner damaligen Kinopremiere wohl noch nie so gut ausgesehen hat.

 

Ton:

Sowohl die deutsche als auch die englische Spur sind recht frontlastig. Die Deutsche hat auch  einen etwas blechernen Ton, was allerdings nicht allzu verwunderlich ist und dem Alter entspricht.

Der deutsche Ton liegt in DTS 2.0 vor. Die englische Spur in der etwas besseren DTS HD-MA 2.1-Variannte. Diese ist etwas wuchtiger und kraftvoller, und durch die zusätzliche Tieftonspur natürlich auch wesentlich basslastiger. Allerdings ist auch hier natürlich kein Vergleich mit den Sourroundabmischungen von Filmen jüngeren Datums gegeben. Im Großen und Ganzen geht der Ton jedoch in Ordnung.

 

Bonusmaterial:

Leider liegt keinerlei Material vor, nicht einmal der alte Kinotrailer.

 

Fazit:

Lässt man mal den Ton und das nicht vorhandenen Bonusmaterial außen vor und betrachtet  nur das Bild, kann man sagen dass es durchaus ein gewaltiger Fortschritt gegenüber der DVD ist. Natürlich ist perfekt etwas anderes, aber erheblich besser als alles, was vom Kampfstern Galactica bisher im TV und auch auf DVD zu sehen war.

Wenn man davon ausgeht, dass das Originalfilmmaterial der Serie weitgehend mit der Kinovariante identisch ist, dürfte sich der Kauf der Komplettserie durchaus lohnen, da es dort auch Bonusmaterial gibt.

Für alle Nostalgiker, Kampfstern Galactica-, und SF-Fans.

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Anmerkung des Editors:
Regelmäßige Leser werden feststellen, dass sie diese Rezension schon mal irgendwie gelesen haben. Das ist richtig, es handelt sich dabei um die technische Rezension, die in diesem Blog den Anfang bildete und letztlich zur Reihe der technischen Rezensionen führte. Der Autor hat nun nicht nur neue Beiträge verfasst, sondern seine alten auch überarbeitet, damit sie vom Erscheinungsbild in die Reihe hineinpassen. Ich habe mich dann dafür entschieden, die alten Beiträge – deren Veröffentlichung teilweise schon fünf Monate her ist – nicht einfach zu überarbeiten, sondern diese Fassungen quasi als Bonusmaterial nochmal zu veröffentlichen. Es folgen als überarbeitete Beiträge noch „STAR TREK Into Darkness“ und „JURASSIC PARK 3D“ im Lauf der nächsten Woche.

Technische Rezension: „In Time – Deine Zeit läuft ab“

(c) 20th Century Fox
(c) 20th Century Fox

OT:                      In Time
Laufzeit:              109 Minuten
FSK-Freigabe:     ab 12 Jahren
Studio                 20th Century Fox
Herstellungsjahr: USA 2011
Disc:                    2 (1x BD, sowie Digital Copy auf DVD)
Tonformate:        Deutsch  DTS 5.1 / Englisch DTS-HD-MA 5.1, sowie weitere Sprachen
Extras:                 Wendecover ohne FSK-Logo, Code für Digital Copy
Hauptdarsteller:   Justin Timberlake, Amanda Seyfried, Olivia Wilde, Cillian Murphy, Alex Pettyfer
Regie:                   Andrew Niccol

 

Film:

In einer nicht allzu fernen Zukunft wurde Geld durch Zeit ersetzt. Die Menschen wurden genetisch modifiziert so dass sie mit 25 Jahren aufhören zu altern. Danach habe sie nur noch ein Jahr zu leben, es sei denn sie kaufen sich Zeit, z.B. durch Arbeit. Die Unterschicht lebt so von Tag zu Tag, während die Reichen sich viele Jahrtausende zusammengerafft haben.

Will Salas ist einer jener Unterprivilegierten die von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde leben, als er eines Tages von einem Unbekannten 100 Jahren geschenkt bekommt. Als kurz darauf der Fremde stirbt, wird Will des Mordes beschuldigt. Er kann fliehen, indem er die Tochter eines der reichsten (Zeit)Menschen der Welt als Geisel benutzt. Gejagt von den Timekeepern (eine Art Zeitpolizei) versucht er, seine Unschuld zu beweisen und löst so mehr oder weniger gewollt eine Revolution aus…

 

Info:

Bei „In Time“ handelt es sich um einen sozialkritischen Film im SF-Gewand, der eine zukünftige Kluft zwischen Reich und Arm durch die Einführung der Zeitwährung zwar überspitzt, aber davon mal abgesehen nichtsdestotrotz durchaus realistisch darstellt. Natürlich gibt es auch eine actionreich Handlung, allerdings auch viele ruhige Momente, die das gesehene bzw. erlebte in dieser Welt reflektieren.

 

Bild:

Das Bild ist sehr scharf und detailliert, wurde aber durch verschiedene Farbfilter teilweise sehr verfremdet, um die Kluft zwischen Arm und Reich noch mehr hervorzuheben. Der Kontrast ist wirklich sehr gut, ebenso wie die Komprimierung, keinerlei Artefakte zu erkennen.

 

Ton:

Der deutsche Ton liegt leider nur als eine DTS-Spur vor, aber diese ist wirklich nicht schlecht und verrichtet eine wirklich sehr gute Arbeit. Guter Einsatz des Subwoofers, sowie eine sehr gute räumliche Darstellung.

Der O-Ton hat mit einer HD-Spur allerdings mal wieder die Nase deutlich vorne.

 

Bonusmaterial:

  • Eine Gesellschaft unter Zeitdruck (16.35 Min);
  • Entfallene und erweiterte Szenen (12.52 Min);
  • Digital Copy auf einer Extra-DVD

 

Fazit:

Ein sozialkritischer SF-Film mit Actionelementen der durchaus zum Nachdenken anregt. Für Action-Fans nur bedingt geeignet, aber hochinteressant in seiner Zeitwährungsspekulation.

Das Bild als auch der Ton spielen definitiv in der oberen Liga. Allerdings wäre beim Ton etwas mehr drin gewesen und das Bild ist durch den Filtereinsatz auch etwas gewöhnungsbedürftig. Das Bonusmaterial ist zwar interessant aber leider definitiv  zu wenig.

Für Fans von „Gattaca“, „District 9“ oder auch „Elysium“.

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Technische Rezension: „Battleship“

(c) Universal Pictures
(c) Universal Pictures

OT:                      Battleship
Laufzeit:              131 Minuten
FSK-Freigabe:     ab 16 Jahren
Studio                  Universal
Herstellungsjahr: USA 2012
Disc:                    2 (1x BD, sowie Digital Copy auf DVD)
Tonformate:        Deutsch  DTS-HD-MA 5.1 / Englisch DTS-HD-MA 5.1
Extras:                 Wendecover ohne FSK-Logo, Disc mit Digital Copy
Hauptdarsteller: Taylor Kitsch, Liam Neeson, Alexander Skarsgärd, Rihanna
Regie:                   Peter Berg

 
 

Film:

Es gibt eine kurze Einführungssequenz des Hauptprotagonisten, die aber nicht wirklich wichtig ist, dann springt die Handlung ein paar Jahre nach vorne und der eigentliche Film beginnt.

Während eines internationalen NATO-Flottenmanövers in der Nähe von Hawaii stürzen einige Meteoriten ab, die sich alsbald als das Vorauskommando einer außerirdischen Macht entpuppen. Diese schließen Hawaii sowie versehentlich drei Kreuzer unter einer gewaltigen Energiekuppel ein – und die NATO-Flotte aus. Diese drei Schiffe, zwei amerikanische und ein japanisches Schiff sind jetzt notgedrungen die letzte Hoffnung der Menschheit. Allerdings werden schon bei der ersten Auseinandersetzung mit den Aliens zwei der Kriegsschiffe vernichtet, jetzt hängt praktisch alles von den Überlebenden des letzten Kreuzers ab…

 

Info:

Der Film selbst beruht auf dem gleichnamigen HASBRO-Brettspiel, das bei uns unter dem Namen „Flottenmanöver“ bzw. „Schiffe versenken“ bekannt ist, passend dazu gibt es im Film auch eine entsprechende Szene!

„Battleship“ ist ähnlich wie die anderen HABRO-Verfilmungen („Transformers“ und „G.I.-Joe“) in erster Linie auf Action ausgelegt, weswegen die Story, wie bei solchen Filmen üblich, eher rudimentär ist. Dass der Film auch so manche Frage innerhalb der Logik aufwirft, ist auch nicht weiter verwunderlich, wieso z.B. besitzen die Japaner einen amerikanischen Kreuzer der „Arleigh-Burke-Klasse“ (diese Schiffsklasse wird ausschließlich für die US-NAVY gebaut)? Warum hüpfen die Alien-Schiffe wie Wasserflöhe über das Wasser und fliegen nicht? Wieso kann ein einfacher Satellit, der von einem ihrer Schiffe gerammt wird, dieses zum Absturz bringen?  Und vieles andere mehr. Wenn man das Ganze allerdings nicht allzu ernst nimmt hat man einen vergnüglichen Actionfilm.

Die SFX sind ebenfalls vom feinsten, kein Wunder hat doch George Lucas‘ ILM hier die Finger im Spiel.

 

Achtung, wichtig:

Bitte nicht verwechseln mit dem Mockbuster „American Warship“ vom Filmstudio „The Asylum“, der praktisch fast die gleiche Story hat. Asylum dreht Filme mit ähnlichem Inhalt und Titel wie die eigentlichen Blockbuster, nur sehr, sehr viel billiger. Die Qualität (filmisch, schauspielerisch, technisch, etc.) dieser Filme sind ein Kapitel für sich über das ich mich hier nicht auslassen möchte. Wer allerdings schon mal einen Asylum-Film aus versehen gekauft oder geliehen hat, weiß was ich meine. Zum Beispiel „Thor“, nicht zu verwechseln mit „Marvel‘s Thor“, oder auch „Sharknado“, der wohl zu den besseren Asylum-Produkten gezählt werden darf, was schon einiges an Aussagekraft hat!

Wie hieß es einmal:  Es gibt gute schlechte Filme, es gibt schlechte gute Filme und es gibt „The Asylum“!

 

Bild:

Das Bild von „Battleship“ ist absolut brillant und ohne jeglichen Makel. Natürlich gibt es auch hier den typischen Einsatz von Farbfiltern um gezielt gewünschten Stimmungen zu erzeugen, doch das ist vom Regisseur Peter Berg so gewollt und stellt keinerlei Beeinträchtigung dar.

Die Schärfe der Bilder ist exzellent, wenn nicht sogar gnadenlos gut. Die Farben kommen gut rüber, ja man kann sagen dass sie regelrecht strahlen. Der Kontrast ist ebenfalls hervorragend und die Kompression ist absolut unauffällig. Schlichtweg ausgedrückt: Note 1++

 

Ton:

Es gibt hier nur zwei Tonspuren, Deutsch und Englisch, und glücklicherweise sind beide als DTS-HD-Master Audio 5.1-Spuren auf der BD vorhanden. Hier wird auch Tontechnisch alles gegeben, was möglich ist, der brachiale Subwoofer-Ton lässt die Wände und vor allen Dingen die Fenster geradezu erzittern, die einzelnen Geräusche sind dabei jederzeit hervorragend zu orten, aber auch die Dialoge sind sehr gut zu verstehen und gehen nicht in dem Soundgewitter unter, auch hier gilt: Note1++

 

Bonusmaterial:

Das Bonusmaterial umfasst:

  • Alternatives Ende als Prävisualisierung (7.33 Min);
  • USS MISSOURI VIP-Tour (20.11 Min);
  • Vorbereitung auf das Gefecht (11.09 Min);
  • Alle Mann an Deck: Die Besetzung (11.40 Min);
  • Im Gefecht (6.58 Min); Kommandant Pete (5.46 Min);
  • Die visuellen Effekte (ILM) von „Battleship“ (11.30Min);
  • Trailer, sowie die mittlerweile fast übliche „Digital Copy“ des Films.

 

Fazit:

„Battleship“ ist ebenso wie die „Transformers-Reihe“  und „Pacific Rim“ ein SF-Action Film  der vor allen Dingen sowohl auf Schau- als auch auf Hörwerte setzt. Wer sich an der dünnen, kaum vorhandenen Story nicht stört und die vielen Logiklöcher ignoriert, kann wirklich sehr viel Spaß mit diesem Film haben. Eine typische „Hirn aus, Popcorn auf und Film an“ Geschichte. Simpel, aber Actionreich  in Szene gesetzt. Bild und Ton sind bei diesem Film definitiv Demomaterial! Für alle Fans von Filmen wie „Transformers“, „Pacific Rim“, „G.I.-Joe“, „2012“, „Armageddon“ usw.!

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Ja, der Lanz, der kann’s… nicht!

Muss ich diesen Artikel schreiben? Eigentlich nicht. Eigentlich hat Stefan Niggemeier unter dem mit einer schönen Anspielung versehenen Titel „So mögen sie Gulaschsuppe essen: Eine Kritik der Kritik an der Lanz-Petition“ schon so viel gesagt. Fast alles, was ich zu dem Thema auch sagen möchte. Und eigentlich könnte ich hier auf Stefans Artikel verweisen und nach einem Absatz meinen Beitrag beenden, in die Welt hinausgehen, einen Baum pflanzen… oder sonst irgendwas tun, anstatt mich mit Markus Lanz zu befassen. Aber nein, das geht nicht.

Warum nicht? Das beschreibt „So mögen sie Gulaschsuppe essen“ sehr schön: Man wird offenbar weder wahr- noch ernstgenommen in der verrückten Welt des unglaublichen Qualitätsjournalismus, wenn man einfach nur sagt: „Dieser Meinung bin ich auch!“ Stefan zeigt in seinem Artikel sehr schön auf, wie etliche Vertreter der „klassischen Presse“ die Meinungsäußerung vieler Menschen diskreditieren, einfach weil sie aus nicht mehr als „Dieser Meinung bin ich auch!“ besteht. Für diejenigen, die es vielleicht noch nicht mitbekommen haben sollten: Markus Lanz hat in einer seiner Sendungen eine Gesprächssimulation zwischen ihm, dem „Stern“-Redakteur Hans-Ullrich Jörges und der Abgeordneten der „LINKEN“, Sahra Wagenknecht. „Gesprächssimulation“ deswegen, weil ein „Gespräch“ im klassischen Sinne ja daraus besteht, dass Person A eine Frage stellt und Person B diese Frage beantwortet (grob gesagt, jedenfalls). Wer sich aber Stefan Niggemeiers Niederschrift vom Lanz-Görges-Wagenknecht-Gespräch durchliest oder aber die entsprechenden Clips auf YouTube anschaut, der stellt fest, dass Lanz seine Gesprächspartnerin ständig unterbrach und komplizierte politische Sachverhalte auf so dummdreiste Fragen wie „Europa – ja oder nein?“ oder „Euro – rein oder raus?“ reduzierte.

Dem Gespräch folgte eine Welle der Empörung, denn offenbar ist das, was man da gesehen hat, nicht das, was sich viele Menschen unter einer politischen Diskussion vorstellen. Es ging soweit, dass eine Petition gestartet wurde, dass man Lanz die Sendung entziehen sollte. Die Unterzeichner dieser Petition sehen es nicht ein, warum Lanz‘ Gehalt von ihrem GEZ-Beitrag finanziert werden sollte, wenn dieser so schlechte Arbeit abliefert. Mit anderen Worten: Sie machten das, was jeder Arbeitgeber auch macht, wenn er in seinem Betrieb jemanden hat, der seinen Job nicht ordentlich erledigt.

In seinem neuen Artikel „So mögen sie Gulaschsuppe essen“ dokumentiert Stefan Niggemeier nun die Reaktion der „klassischen Medien“ auf diese Petition, und da sind wir wieder am Anfang meines Beitrags: Es wird nicht darauf eingegangen, ob diese vielen Menschen (zum Zeitpunkt, da ich dies hier schreibe, sind es knapp 220.000 Unterzeichner) möglicherweise einen Grund haben, die Petition zu unterzeichnen. Es wird nur darauf eingegangen, wie „einfach“ es doch sei, „anonym“ und „mit einem Klick“ seine persönliche Hysterie auszuleben. Mit anderen Worten: Weil also nicht jeder dieser 220.000 Menschen einen persönlichen Brief oder einen Artikel wie diesen hier schreibt, kann man die nicht ernst nehmen. Es fällt in den verschiedenen Publikationen immer wieder die Bezeichnung „Mob“, „Schwarm“ oder „Rudel“.

Geht’s noch?

Ich habe die Petition nicht unterzeichnet, aber da gebe ich ganz frei zu, dass das aus reiner Hoffnungslosigkeit geschah, die sich ja nun leider in Form von ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler bestätigt hat. Ich glaubte von Anfang an nicht, dass diese Petition irgendwas bringen wird. Himmler tut – erwartungsgemäß – so, als sei die Sendung, die der konkrete Anlass für die Petition gewesen ist, ein „einmaliger Ausrutscher“ von Lanz. Nein, ist sie nicht. Das geht schon länger so. Und weil bisher niemand was getan hat, bin ich davon ausgegangen, dass auch jetzt niemand was tut. Und wie man sieht, behielt ich Recht.

Dass jetzt viele Medien die Petition verteufeln, hat mich jetzt dazu bewogen, doch noch ein paar Zeilen zu schreiben. Denn ich möchte diesen Medien zurufen: VERDAMMT, ANALYSIERT DIE SITUATION, anstatt Euren billigen Ressentiments zu frönen! Nicht jeder hat die Nerven, die Zeit und die Möglichkeit, einen Artikel wie diesen hier zu schreiben, vor allem, da all das, was ich hier geschrieben habe, sich ja auch nur mit dem Worten „Stefan Niggemeier hat Recht!“ zusammenfassen ließe. Im Grunde genommen ist es nichts anderes als das, was die Unterzeichner der Petition auch gemacht haben. Mit diesem Artikel bringe ich nichts Neues mehr in die Diskussion. Alle Argumente wurden bereits dargelegt. Der Videobeweis auf YouTube existiert. Ich kann nichts anderes mehr schreiben als das, was schon vielfach geschrieben wurde. Ist meine Meinung jetzt aber mehr Wert, weil ich bin zum Anfang dieses Satzes hier bereits 687 Wörter verwendet habe, um sie auszudrücken, anstatt eine Petition mit einem Klick zu unterzeichnen?

Und eines ist mir besonders sauer aufgestoßen: Die ständige Unterscheidung nach „Zuschauer“ und „Internet“. Die „Zuschauer“ würden Lanz lieben, das „Internet“ aber nicht. So ein Quatsch! Jeder „Internetler“ ist auch „Zuschauer“, auch wenn das umgekehrt nicht immer der Fall sein mag.

Und jetzt sitze ich hier und frage mich, wie man das ganze auf den Punkt bringen kann. Es geht nicht. Wir haben es hier mit einem astreinen Scheingefecht zu tun. Die Aufmerksamkeit wird auf das „böse Internet“ gelenkt und keiner fragt sich, ob es vielleicht doch etwas an Lanz zu kritisieren gibt. Im Gegenteil, der Tenor ist ja, dass Lanz selbstverständlich einen guten Job macht und halt einmal einen schlechten Tag gehabt hat.

Äh… ne, finde ich jetzt nicht so. Deswegen habe ich als Überschrift für diesen Artikel auch den – leicht abgewandelten – Peter-Alexander-Klassiker gewählt:

„Ja, der Lanz der kann’s… nicht!“