
Das Jahr ging viel zu schnell vorbei, mit so vielem, das unerledigt blieb. Daher auch sehr wenig Beiträge hier. Aber nun mal sehen, was die Zukunft bringt.
Wir wünschen allen Lesern frohe Weihnachten und ein gutes Herüberkommen nach 2020!
Das Phantastische Projekt – PHAN.PRO
Leben. Universum. Alles.

Das Jahr ging viel zu schnell vorbei, mit so vielem, das unerledigt blieb. Daher auch sehr wenig Beiträge hier. Aber nun mal sehen, was die Zukunft bringt.
Wir wünschen allen Lesern frohe Weihnachten und ein gutes Herüberkommen nach 2020!

Wer sich gewundert hat, warum hier nicht so viel gepostet wurde in letzter Zeit: Umzug! Neue Erfahrungen und so. Details liefer‘ ich nach.
Aber warum dann die Mehrzahl (Umzüge) im Titel? Ganz einfach: Nach dem physikalischen Umzug (heißt man das so) ist nun der erste digitale Umzug erledigt: Das STAR COMMAND Communiqué ist auf die neue Adresse
blog.phan.pro
umgezogen. Die alte Adresse ist aber auch immer noch zu erreichen.
Als weitere Neuigkeit: In Ergänzung der Videos von den verschiedenen Kanälen wurde hier experimentell die erste Kurzgeschichte veröffentlicht, die hinter den Kulissen des „Phantastischen Projekts“ spielt. Ein Experiment, mal sehen, wie es sich entwickelt.

Vorbemerkung: In „Das Erwachen der Macht“ passiert einiges, das man nicht unbedingt wissen möchte, bevor man den Film gesehen hat, wenn man sich die Spannung nicht verderben lassen möchte. Deswegen werde ich die allgemeine Rezension so unkonkret lassen, wie es geht. Bei einigen Punkten füge ich Zahlen an, die auf Fußnoten verweisen. Für diese Fußnoten gilt: SPOILER! Hier werde ich konkret benennen, um was es geht und auch Handlungsverläufe verraten. Also soll keiner sagen, ich hätte ihn nicht gewarnt. In diesem Sinne, hier ist die eigentliche Rezension:
Es war einmal vor langer Zeit in einer Galaxis weit, weit von hier entfernt: Rund 30 Jahre nach der Zerstörung des zweiten Todessterns ist die Galaxis nicht ruhiger geworden. Luke Skywalker ist verschwunden und wird verzweifelt von seiner Schwester gesucht. Der Grund seines Verschwindens: Er hat versucht, den Jedi-Orden neu aufzubauen, doch einer seiner Schüler wurde zur dunklen Seite der Macht verführt. Daraufhin hat er das Unterrichten aufgegeben und sich auf die Suche nach dem ersten Jedi-Tempel gemacht.
In der Galaxis gibt es zwei Großmächte, die sich gegenüber stehen: Die neue Republik und die „Erste Ordnung“, die aus den Trümmern des Imperiums entstanden ist. Anführer ist der mysteriöse Snoke, sein Handlanger ist Kylo Ren, Lukes ehemaliger Schüler. Dazwischen steht der „Widerstand“, eine Kämpfergruppe, die von General Leia Organa angeführt wird und die versucht, die Erste Ordnung in die Schranken zu verweisen. Doch das wird immer schwieriger, zumal die „Erste Ordnung“ ihre neue Basis, die „Starkiller Base“, in Betrieb genommen hat. Dazu wurde ein ganzer Planet zu einer riesigen Hyperraumkanone umgebaut.
Hinzu kommt, dass Kylo Ren genauso wie Leia Luke Skywalker finden möchte. Er ist besessen von Darth Vader und will dessen „Werk“ vollenden: den letzten der Jedi zu töten. Einer der besten Piloten des Widerstands, Poe Dameron, hat nun endlich einen Hinweis auf Skywalkers Aufenthaltsort gefunden, ein Chip, den er in einem Dorf auf der Wüstenwelt Jakku ausgehändigt bekommt. Doch die Erste Ordnung ist ihm schon auf den Fersen, das Dorf wird von Sturmtruppen erobert, Damerons X-Wing schwer beschädigt und er so am Starten gehindert. Bevor er festgenommen wird, kann Poe den Chip seinem Astro-Droiden BB-8 übergeben und schickt ihn weg. Die Bevölkerung des Dorfes wird von den Sturmtruppen hingeschlachtet. Lediglich ein Truppler eröffnet nicht das Feuer: FN-2187, der zuvor einen Kameraden sterben sah und nun Zweifel an seiner Aufgabe bekommt. Obwohl ihn die Sturmtruppler-Kapitänin Phasma zurechtweist und zur Konditionierung schickt, will er bei der Drecksarbeit für die Erste Ordnung nicht mehr mitmachen. Kurzerhand holt er Poe Dameron unter einem Vorwand aus dem Inhaftierungsblock von Kylos Sternzerstörer und überredet ihn dazu, einen TIE-Jäger zu stehlen, um zu entkommen. Der TIE wird jedoch angeschossen und stürzt auf Jakku ab. FN-2187, der kurz zuvor von Dameron den Namen „Fin“ bekommen hat, ist mitten in der Wüste auf sich allein gestellt. Er läuft los und findet eine Siedlung. Dort trifft er auf die Schrottsammlerin Rey, die ihrerseits in der Zwischenzeit BB-8 aufgegriffen hat. Doch die Erste Ordnung ist nicht weit…
Ich bin ein Star-Wars-Fan schon seit der Zeit, als die Filme noch den Titel „Krieg der Sterne“ trugen. Ich habe damals mit den Comics das erste „Expanded Universe“ verfolgt und später mit den Romanen von Timothy Zahn und den neuen Comics auch das zweite „Expanded Universe“ verfolgt, das nun ebenfalls für ungültig erklärt wurde. Der Schritt war zwar radikal, aber durchaus richtig, den in diesem Universum gab es ein paar Handlungsstränge, die nicht sehr gut gelungen waren (zum Beispiel kam plötzlich der Imperator wieder zurück, wobei es sich herausstellt, dass er vor seinem Tod einen Klonkörper geschaffen hatte und seine Seele einfach in diesen transferierte). Außerdem hatten die Drehbuchautoren Lawrence Kasdan, Michael Arndt und J.J. Abrams so völlig freie Hand beim Entwerfen der Geschichte für die neue Trilogie, ohne sich mit allzu viel bereits geschriebenem beschäftigen zu müssen.
Und um es kurz zu machen: Ich bin begeistert von dem Film. Zwar kann man sehr viel wiedererkennen in der Handlung, aber es gibt auch viel Neues und es werden neue Wege beschritten. So wird zum Beispiel der Hintergrund von Kylo Ren genauer beleuchtet [1], anstatt ein Geheimnis daraus zu machen. Außerdem verhält sich tatsächlich mal keine Figur „idiotisch“.

Oha, ein Bruch. Ja, was ist das denn? Ich weiß ja nicht, warum Sie auf diesen Artikel gekommen sind, denn ich habe ihn definitiv erst im Mai 2019 beendet, das heißt, wortwörtlich Jahre nachdem ich ihn begonnen habe. Komische Sache, was? Die ganze Zeit war dieser Artikel unvollendet geblieben, obwohl ich ihn veröffentlichen wollte, und zwar unmittelbar nachdem ich den Film gesehen hatte. Ich habe es nicht getan. Das lag allerdings nicht daran, dass ich meine Meinung über den Film geändert hätte.
NEIN!
Ich finde die Sequel-Trilogie immer noch gut und zu dem Zeitpunkt, da ich dies schreibe, freue ich mich auf Episode IX. So!
Nein, diese Kritik habe ich nicht mehr fortgesetzt zu schreiben, weil ich mich selbst nicht unter Druck setzen wollte. Ich habe „Das Erwachen der Macht“ direkt am Erstveröffentlichungstag gesehen und mich direkt noch rangesetzt, diesen Artikel zu schreiben. Dann hörte ich auf, weil ich die Filmpremiere mit einem Besuch im Europa-Park verband. Und es gab noch anderes zu sehen und zu erleben. Damit blieb die Kritik erstmal unvollendet, selbst als die Fortsetzung „Die letzten Jedi“ ins Kino kam.
Ohne es anfänglich im Sinn gehab zu haben, habe ich damit aber etwas getan, von dem ich finde dass sich so mancher Kritiker eine Scheibe abschneiden kann: Abstand gewinnen! Wirken lassen! Wieder Zuschauer sein! Ich sehe viele Kritiker – manchmal möchte ich auch „so genannte“ Kritiker schreiben -, die den Film verrissen haben und offenbar sicherstellen wollten, dass andere ihn auch schlecht finden, ohne ihn gesehen zu haben. Das gleiche gilt mittlerweile für „Die letzten Jedi“. Und ja, tatsächlich gibt es Menschen, die jetzt (knapp sieben Monate vor der Premiere!) schon wissen, dass auch Episode XI („Der Aufstieg Skywalkers“) schlecht sein wird. In einem Essay kam dann eine interessante Frage auf:
„Kann man einen Film auf eine falsche Weise sehen?“
Diese Frage würde ich mittlerweile mit „ja“ beantworten. Und damit sind wir beim Problem der „professionellen Kritiker“ – beziehungsweise auch denjenigen, die sich für sowas halten. Ich war ja ein begeisterter Fan von Doug Walker, den „Nostalgia Critic“ von Channel Awesome. Doch je länger ich mir die Reihe anschaue, desto weniger gefällt mir, was da getan wird. Seine Kritiken arten mittlerweile in Parodien aus und potenzieren so das Problem, das am Anfang der Serie nicht so ganz offensichtlich war: Der Zwang, sich auf Teufel-komm-raus über einen Film lustig machen zu müssen. Hinzu kommt der Zeitdruck, wie der Name verrät, hat der „Nostalgia Critic“ mal angefangen, indem er alte Filme verarbeitet hat, die der Erinnerung vielleicht nicht so ganz standhalten und heute eher merkwürdig wirken. Der zeitliche Abstand war groß genug und es gab keinen Zwang, sich einen ganz bestimmten Film vorzuknöpfen, wenn es noch nicht genug Ideen dazu gab.
Doch nun ist das anders: Der „Nostalgia Critic“ nimmt sich Filme vor, kaum dass sie ins Kino gekommen sind und unterliegt damit dem Druck, den ich erwähnte. Er muss nun irgendwas finden, über das er sich lustig machen kann. In die gleiche Kerbe schlägt übrigens die Reihe „Everything Wrong about“ (vom Kanal Cinema Sins), die angeblich Filme auf Filmfehler untersucht und diese präsentiert. Dabei nehmen sie es nicht so ganz genau und behaupten schon mal Dinge, die so im Film gar nicht vorkamen (wer sich darüber informieren will, der YouTuber Shaun hat verschiedene Machwerke von Cinema Sins auseinander genommen („Mad Max„, „The Empire Strikes Back“ und viele andere). Dass es tatsächlich viele Zuschauer dieser Videos gibt, die diesen – in meinen Augen schlechten – Parodieversuch für bare Münze und als Kritik nehmen und deswegen Filme schlecht finden, ohne sie gesehen zu haben, wird dabei mit der Ausrede „Ist doch alles nur Spaß!“ abgetan. Nein, denn wenn ich mir diese Videos anschaue, stelle ich fest, dass sie eigentlich immer weniger lustig und eigentlich nur noch boshaft sind.
Und was ich ebenso erschreckend finde, sind die radikalen Reaktionen und die Selbstüberschätzung von manchen. Die neuen Star-Wars-Filme hatten ihr Publikum und Leute finden sie gut. Dann kommt jemand daher, dem der Film nicht gefallen hat. Das ist noch legitim. Was dann folgt, allerdings nicht mehr: „Mir hat das nicht gefallen, also ist der Film schlecht!“ – „Disney schuldet den Fans eine Entschuldigung!“ – „Die Fans wollen [dies und das, siehe Fußnote 2] nicht!“
Wie arrogant und überheblich ist das denn? Eine Person, der etwas nicht gefallen hat, bildet sich ein, für „die Fans“ sprechen zu können? „Die Fans“ von Star Wars gibt es doch überhaupt nicht! Fans sind eine ungemein heterogene Gruppe, da sind alle möglichen Typen dabei. Und eben auch Leute, denen die neuen Star-Wars-Filme gefallen. Sogar Leute, denen die Prequels gefallen haben. Aber denen spricht man das Recht auf eine Meinung ab, die seien halt keine „wahren“ Fans.
Ach so?
„Wahre“ Fans… vielleicht auch „reine“ Fans? Klingt für mich wie ein Kult. Das Wort „Fan“ kommt ja ursprünglich von „fanatic“, also „Fanatiker“. Und bei manchen scheint das wirklich zu stimmen. Leider sind diejenigen, die in „wahre“ und „falsche“ Fans unterscheiden, sehr laut und sehr hartnäckig. Alles, was sie in Bezug auf Star Wars hören, wird sofort in deren Sinn interpretiert. Als Disney ankündigte, die eigentlich aufgegebene letzte Staffel von „Star Wars – The Clone Wars“ doch noch zu produzieren, wurden sofort Stimmen laut, die spekulierten, dass das Disneys Entschuldigung bei „den Fans“ sei für „Die letzten Jedi“.
Als der Trailer für „Der Aufstieg Skywalkers“ rauskam, war sofort das Geschrei groß, das könne ja nichts werden. „Dead on Arrival“ schrieb jemand, obwohl wir nicht die Spur einer Ahnung haben, was die genaue Handlung von Episode IX sein wird. Ich bedauere diese Menschen, denn sie werden nie diese Aufregung spüren wie ich sie spürte, als der Trailer ins Dunkel abblendete, es totenstill wurde… und auf einmal das Lachen des Imperators zu hören war. Ja, ich freue mich auf den Film.
Das Wort „Fanatiker“ leitet sich etymologisch von dem lateinischen „fanaticus“ ab, was wörtlich übersetzt „wahnsinnig, aber göttlich inspiriert“ bedeutet. Schade, dass es so viele „Fans“ gibt, die den Teil mit „göttlich inspiriert“ irgendwie total vermissen lassen und sich lieber dem puren Wahnsinn hingeben.
Niemand muss eine Geschichte oder einen Film mögen. Aber dann ist man halt jemand, dem etwas nicht gefällt. Man ist nicht der Sprecher für „die Fans“ oder berechtigt, eine Entschuldigung zu fordern.
Mir zum Beispiel hat der Asterix-Band „Gallien in Gefahr“ nicht gefallen. Ich fand weder die Idee zur, noch die Absicht hinter der Geschichte gut. Aber deswegen erwarte ich nicht, dass sich Uderzo persönlich bei mir dafür entschuldigt.
Können wir uns bitte wieder wie zivilisierte Menschen benehmen?
Die Fußnoten
[1] Kylo Ren ist der Sohn von Han Solo und Leia Organa. Das gibt dem Umstand, dass ausgerechnet Luke mit seiner Ausbildung versagt hat, eine besonders tragische Note und erklärt sehr gut seine Bessessenheit von Darth Vader, der ja sein Großvater ist. Muss ich das hier hinschreiben? Ja, diese Fußnote stammt noch aus den ursprünglichen Teil. Ich lass das mal da.
[2] Hier kann man verschiedene Dinge aufzählen, starke Frauenrollen, Reys Herkunft als „Nobody“, Luke, der sich von der Macht abgetrennt hat…


Na, gut in den November gekommen? Halloween gut verbracht? Schön, dann könnt Ihr ja mal schauen, ob Ihr von diesen Gegenständen hier was brauchen könnt! Denn ich muss rausräumen, und es gibt Dinge, die ich nicht einfach entsorgen möchte (noch dazu, da sie zum Teil originalverpackt sind). Also gibt es alle diese Sachen auf der Internet-Auktionsplattform meines Vertrauens. Klickt es doch einfach mal an:
Bei den Krautreportern gibt es einen sehr guten Text über die Komplexität der Welt und was Journalismus tun kann, um Vereinfachungen entgegen zu wirken. Es handelt sich um die deutsche Übersetzung eines Textes von Amanda Ripley und Texte wie dieser sind der Grund, weswegen ich gerne einen monatlichen Beitrag zahle, um die Krautreporter zu unterstützen. Dieser spezielle Text ist allerdings auch für Nicht-Abonnenten zu lesen:
„Die Welt ist kompliziert – und das ist auch gut so“ bei den Krautreportern

Neulich war ich mal wieder auf einer Online-Dating-Plattform unterwegs. Unter den weiblichen Profilen, die ich mir ansah, ist mir eines aufgefallen, denn darin stand wie folgt:
Was ich mag:
* Strandspaziergänge
* Sonnenuntergänge
* Mit Freunden unterwegs sein
* Große, gut gebaute MännerWas ich hasse:
* Unehrlichkeit
* Unpünktlichkeit
* Oberflächlichkeit
Aha…
Disclaimer: Der Autor dieser Zeilen ist 1,72 m groß.

Eine Frage an die geneigte Leserin, den geneigten Leser: Wer wusste, dass der erste Pilotfilm, mit dem Jim Hensons „Muppet Show“ beworben werden sollte, den Titel „Sex & Violence“ trug? Ja, richtig, so hieß er. Um es genau zu nehmen, er hieß „The Muppet Show – Sex & Violence“. Ja, „Sex und Gewalt“. Und was kam heraus? Die Sendung beginnt mit einem steinernen Schriftzug „Sex and Violence“, dazu verkündet ein Sprecher: „Ladies und Gentlemen, wir präsentieren das Ende von Sex und Gewalt im Fernsehen!“ Auftritt Crazy Harry, der den Schriftzug in die Luft sprengt.
Das ganze wurde also für einen Gag so aufbereitet, vermutlich weil Jim Henson genau wusste, dass er damit maximale Aufmerksamkeit erregen konnte. Es hat also eine sehr lange Tradition, dass man mit Titeln falsche Erwartungen schürt, die dann ganz anders aufgelöst werden. In dem Fall eben für einen Gag.
Das Problem ist, dass manche Menschen nur die Überschrift lesen und sich – wenn es um etwas geht, das sie emotional berührt – echauffieren. Wenn dann einer anderer genauer hinsieht, stellt man fest, dass davon nichts übrig bleibt. Das gibt es bei Artikelüberschriften oder bei Titeln von Videos auf YouTube. Und da sind wir beim Thema. Algorithmen sind nämlich auch so ein bisschen wie Leute, die nur die Überschrift lesen. Die Algorithmen von YouTube machen da keine Ausnahme. Wenn ein Video also einen scheinbar eindeutigen Titel trägt, kann das Ärger geben, auch wenn im Video selbst sich das ganze als Werbemasche oder Gag herausstellt. Das Problem ist nur: So ein Irrtum kann bei YouTube schwerwiegende Konsequenzen haben und bis zum Löschen des eigenen Kanals führen. Und das ist Freediver Girl Doris passiert.

Wie der Nickname sagt, handelt es sich bei Doris um eine Apnoetaucherin, die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Videos von ihren Apnoetauchgängen gepostet hat. Sie war im Meer unterwegs oder im Pool oder im Y-40, dem tiefsten Tauchpool Europas, der in Norditalien steht. Die Videos waren unterschiedlich, oft zeigten sie Doris beim Apnoetauchen, wie sie eine bestimmte Tiefe erreichte oder eine bestimmte Zeit. Da sie Wissenschaftlerin ist, nutzte sie ihre Fanbasis auch, um aufzurufen, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Es gab ein paar Videos mit Challenges zu diesem Thema. Und dann gab es Gag-Videos. Doris versuchte beispielsweise, einen Schirm unter Wasser aufzuspannen, was ihr nur leidlich gelang. Eines ihrer Videos beinhaltete eine besondere Herausforderung: Ein Striptease. OH! STRIPTEASE! ERREGUNG! AUFRUHR! Na ja, oder auch nicht. Was geschah in dem Video? Doris hatte über ihren Badeanzug noch Kleidung angezogen, tauchte in die Tiefe und versuchte, sich innerhalb eines Atemzugs dieser Kleidung zu entledigen. Das ist alles. Es gibt kein Video, das wirklich mehr nackte Haut zeigt als sie in ihrem Badeanzug oder Bikini (letzterer ist auf dem Bild über diesem Absatz zu sehen).
Seit irgendwann Anfang Dezember ist Doris‘ Kanal verschwunden. Wer ihn über die Stichwortsuche sucht, findet ihn nicht mehr, wer den Link noch hat, landet auf einer Seite, die so aussieht wie der Screenshot ganz oben. Der Kanal wurde gelöscht wegen „wiederholter oder schwerwiegender Verstöße gegen die YouTube-Richtlinie zu Nacktheit oder pornographischen Inhalten“. Was ist da passiert? Es gibt mehrere Möglichkeiten:

Wie gesagt, es gab nicht mehr nackte Haut zu sehen als in anderen Videos, in denen Menschen Badekleidung tragen, auch. Irgendwas oder irgendwer hat also das System getriggert, das daraufhin eine Entscheidung getroffen hat. Und das ist höchst problematisch. Auf Twitter hat Doris geschrieben, dass sie selbst nicht weiß, was passiert ist. Und das passt zur nicht vorhandenen Kommunikation von YouTube. Anstatt erstmal die Leute anzuhören und sie Stellung beziehen lassen, werden sofort Tatsachen geschaffen. Eine Beschwerdestelle gibt es nicht. Und wenn einem das Konto gelöscht wurde, hat man ja überhaupt keine Möglichkeit mehr, direkt mit YouTube in Kontakt zu treten. Außer man richtet ein neues Konto ein und versucht irgendwie mit dem Support Kontakt aufzunehmen, was auch nicht funktioniert (falls Ihr das nicht glaubt: Versucht mal, auf der Webseite von YouTube eine eMail-Adresse zu finden, an die man schreiben kann – irgendeine eMail-Adresse).
Was auch noch wesentlich ist: Es gibt keine Möglichkeit für die Fans eines Kanals, mit YouTube Kontakt aufzunehmen und denen zu schreiben, dass hier ein Irrtum vorliegt. Die einzige Möglichkeit ist das, was ich hier tue. Es wird nichts bringen, fürchte ich, ich möchte es aber dennoch tun. Warum? Ganz einfach: Weil das die Situation ist, die schon mal beschrieben wurde. Vor einiger Zeit wurde aus irgendwelchen Gründen ein Konto eines bekannten YouTubers mit vielen Abonnenten gekündigt. Der YouTuber hatte die entsprechende Reichweite und die Abonnenten sind auf die Barrikaden gegangen, was letztlich dazu führte, dass YouTube den Kanal wieder herstellte. Damals hieß es dann, ja, der kann das machen, aber was ist, wenn das jemanden passiert, der nicht so viel Reichweite hat? Wir wussten damals schon die Antwort: Gar nichts wird passieren. Und so ist es: Der Kanal von Freediver Girl Doris ist immer noch im Limbus verschwunden. Seit über einem Monat.
Das war der Grund für diesen Artikel. Vielleicht tauchen – Pointe nicht beabsichtigt – noch ein paar mehr auf, die die Probleme ansprechen mit dem Meldesystem. Dass echte Menschen sich die Videos anschauen sollen, bevor ein Konto gelöscht wird. Dass man mit dem Kontoinhaber erstmal Kontakt aufnimmt und ihm Gelegenheit gibt, Stellung zu beziehen. Dass Konten nicht gelöscht, sondern erstmal „auf Eis“ gelegt werden, bis dieser Prozess abgeschlossen ist. Ja, das macht alles etwas komplizierter. Aber viel freundlicher für die Produzenten, die schließlich die Inhalte herstellen, wegen derer man auf YouTube kommt.
Alternativen zu Videoplattformen jetzt mal allgemein gesprochen sind schwierig. Denn YouTube ist nun mal die Nummer 1, und wenn man Videos auf der eigenen Seite hostet, kommt man einfach nicht auf die Reichweite, zumindest nicht als „Einzelproduzent“. Ich weiß das, ich habe es mit dem Taucherblog „FlatFluteDivers“ mal versucht, aber wieder verworfen. Man muss mindestens zu mehreren sein und die Seite entsprechend bewerben können. Die Seite müsste ständig neues liefern. Man müsste einen Verbund aufmachen. Und wer steckt schon Zeit und Mühe in ein unbekanntes Projekt, wenn es auf der „großen“ Seite so viel einfacher ist? Ja, YouTube bietet einen gewissen Komfort, den man nicht so einfach einholen kann.
Und was wäre die Lösung? YouTube müsste was tun. Ob sie was tun können oder wollen, weiß ich nicht. Immerhin gab es beim Thema „Urheberrechtlich geschützte Musik“ ja schon Verbesserungen zugunsten der Videoproduzenten. Vielleicht tut sich irgendwann hier auch was. Oder wir warten bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.
Bis dahin bleiben Kanäle wie der von Doris und einigen anderen wohl verschwunden, während man sich fragt, wie genau da gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen wurde. Und falls jetzt jemand sagt: „Ja, ein Bikini zeigt ja schon viel nackte Haut.“ Das mag sein, aber es gibt genug Videos auf YouTube, in denen ebenfalls Frauen in Bikinis zu sehen sind, und die wurden nicht gelöscht. Da sich Doris – wie bereits erwähnt – auch politisch engagiert, ist es durchaus nicht unwahrscheinlich, dass ihr Kanal einfach nur gemeldet wurde, um ihr eins auszuwischen. Sie mag zwar nur eine Stimme unter vielen sein, die sich für Maßnahmen gegen den Klimawandel engagieren, aber jede verstummte Stimme spricht nicht mehr gegen die „Lüge!“-Brüller an, die versuchen, den Diskurs zu kapern. Außerdem gibt es Menschen, die sich einfach toll fühlen, wenn sie das Projekt eines anderen, das ihnen nicht passt, kaputt machen können.
CONCLUSIO: YouTube bietet viel Komfort, aber wie auch schon der Götz von Berlichingen wusste: „Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten!“ Gerade der Umstand, dass es nahezu unmöglich ist, mit irgendjemanden bei YouTube in Kontakt zu treten, macht es sehr schwierig. Genau aus diesem Grund sollten vor einer Löschung eines Kontos mehrere Stufen zwischengeschaltet sein, die einem Kontoinhaber die Möglichkeit geben, zu Vorwürfen Stellung zu beziehen. Juristisch gesehen macht YouTube natürlich alles richtig, die Nutzer befinden sich auf der Plattform dieses Anbieters und der hat das Recht, Leute auszuschließen, aus welchen Gründen auch immer. Genauso wie ich das Recht habe, Leute hier auszuschließen und es bei einigen Trollen auch schon tun musste. Aber hier habe ich mich persönlich davon überzeugt, dass der Troll ein echter Troll ist und das auch öffentlich kommuniziert. Von YouTubes Seite kommt nichts außer Standardphrasen.
¹ Es gibt bei jedem Video die Möglichkeit „Melden“. Wenn ein User diese anklickt, wird ihm eine Liste präsentiert, warum er das Video melden möchte, es sind so Stichworte wie „Rechteverletzung“, „Kindesmissbrauch“ oder „Spam“ dabei. Ganz oben auf der Liste: „Pornographische Inhalte“. Klickt man diesen Punkt an, kann man noch differenzieren: „Eindeutige sexuelle Handlungen“, „Nacktheit“, „Anzügliches Material aber ohne Nacktheit“, „Video mit Minderjährigen“, „Titel oder Beschreibung ist unangemessen“ und „Pornographische Inhalte anderer Art“. Gerade der Punkt „Anzügliches Material aber ohne Nacktheit“ ist sehr unspezifisch und kann für vieles benutzt werden.
Episode VIII beginnt quasi genau dort, wo Episode VII geendet hat: Kurz nach der Schlacht um die Starkiller-Basis. Die Erste Ordnung ist wild entschlossen, den Stützpunkt der Rebellen zu zerstören und damit das letzte Überbleibsel des Widerstands. Während sich Finn immer noch im Koma befindet, packen die Leute des Widerstands notdürftig alles zusammen und verlassen den Planeten. Es ist an Poe Dameron, einen Angriff auf das Flaggschiff der Ersten Ordnung zu fliegen, um den Transportschiffen Zeit zum Entkommen zu geben. Der Angriff läuft allerdings nicht so wie geplant, da die Erste Ordnung die Bomber des Widerstands abwehren und eine Attacke auf das Führungsschiff des Widerstandes fliegen kann, bei der General Leia Organa schwer verletzt und der Rest des Führungsstabes – einschließlich Admiral Ackbar – getötet wird. Ein Fluchtversuch der Widerstandsflotte bleibt ohne Wirkung, denn die Erste Ordnung ist in der Lage, die Schiffe im Hyperraum anzupeilen und hängt ihnen schon wieder an den Fersen. Der Widerstand versucht, mit Unterlichtgeschwindigkeit so viel Abstand zu halten, dass die Waffen der Sternzerstörer keine Wirkung haben, aber die Zeit läuft ab: Den Schiffen geht der Treibstoff aus! Finn, der aus dem Koma wieder erwacht ist, Poe und die Technikerin Rose entwickeln einen Plan, der Ersten Ordnung zu entkommen, indem Finn und Rose sich an Bord des Schiffes der Ersten Ordnung schleichen und den Hyperraumscanner genau so lange abschalten, dass die Widerstandsflotte entkommen kann. Doch dazu brauchen sie die Hilfe eines Spezialisten für Schlösser und Geheimcodes, und einen solchen finden sie nur in Canto Bight, der Kasinostadt…
Rey hat indessen den Jedimeister Luke Skywalker aufgespürt. Der ist mäßig begeistert davon, noch eine Schülerin auszubilden, da er sich wegen seines Versagens an Kylo Ren / Ben Solo grämt. Doch so leicht gibt Rey nicht auf. Während sie darauf wartet, dass Luke seine Meinung ändert, stellt sie fest, dass sie über die Macht mit Kylo in Kontakt treten kann. Sie versucht, ihn zu bekehren…
„Die Rebellion ist nicht vorbei. Der Krieg hat gerade erst angefangen!“
– Luke Skywalker
Erstmal ganz ohne Spoiler: „Die letzten Jedi“ ist ein sehr gelungener Film! Es sind Elemente vorhanden, die wir alle – und vor allem auch die Fans – kennen, aber es wird nicht einfach etwas wiederholt. Im Gegenteil, der Film erlaubt sich einige Brüche mit dem, was man von STAR WARS vielleicht erwartet hätte, und er macht das richtig gut. Vor allen Dingen die Auflösung ein paar drängender Fragen ist überraschender als mancher gedacht hat. Natürlich ist der Film nicht perfekt, aber die Momente, die – zumindest nach meinem Empfinden – nicht so gut sind, fallen kaum ins Gewicht, da die richtig guten Momente sie völlig überstrahlen. STAR WARS geht weiter und traut sich, eine neue Richtung einzuschlagen. Das ist gut und macht Lust auf mehr, auch auf die neue Trilogie von Episode X bis XII, die bereits angekündigt wurde. Erstmal bleibt aber abzuwarten, wie Episode IX den aktuellen Handlungsbogen abschließt.
Okay, falls jemand Schwierigkeiten hatte, die Überschrift über diesem Absatz zu lesen: AB HIER SPOILER! Es werden wesentliche Teile des Handlungsverlaufs verraten und auch einige der Überraschungen. Also sagt nicht, Ihr seid nicht gewarnt gewesen.
Eine der großen Überraschungen in diesem Film ist zweifellos der Tod des großen Anführers Snoke (und ich hoffe, dass er nicht als halber Cyborg in der nächsten Episode wieder auftaucht). Das spielt nahtlos in die andere große Überraschung mit rein, wer Reys Eltern sind: Einfache Schrotthändler von Jakku, die ihre Tochter an Unkar Plukk verkauft haben. Ein Kritiker schrieb dazu, dass George Lucas der Film deswegen nicht gefallen werde, weil er doch dieses große Sternendrama über die „adlige Familie Skywalker“ produziert habe und eine „gewöhnliche Sterbliche“ wie Rey da nicht reinpasst. Das ist schon deswegen Unsinn, weil Anakin Skywalker selbst ja Sklave und Sohn einer Sklavin war. Im Gegenteil, es passt sehr gut zum Ton, den die Prequels ja schon angeschlagen hatten. Die Jedi waren sehr elitaristisch geworden, dabei ist eine Begabung in der Macht nicht etwas, das Ultraprivilegierten vorbehalten ist. Im Gegenteil, auch „gewöhnliche Sterbliche“ haben sie und es kommt letztlich darauf an, was man daraus macht. Mit dem Mord an Snoke hat Kylo Ren sich endgültig für eine Seite entschieden – und Rey wird ihm nicht folgen.
Selbst Yoda, der sich als Machtgeist materialisiert, hat eine Lektion gelernt: Das Versagen gehört mit dazu. Luke läuft vor allen Lebewesen der Galaxis davon, da er sich für sein Versagen schämt, das einen neuen Darth Vader erschaffen hat, doch Yoda, dessen Versagen immerhin den Imperator in seinem Amt installiert hat, belehrt ihn eines besseren: Man muss aus dem Versagen lernen. Die alten Jedi hatten vor der Rückkehr der Sith und den Klonkriegen keine wirkliche Herausforderung, was sie zur Überzeugung gebracht hat, fehlerfrei zu sein. Aber das ist niemand.
Noch eine Überraschung, die das Universum von STAR WARS noch offener macht, ist der Umstand, dass Poe, Finn und Rose einen raffinierten Plan ausarbeiten, der Anfangs mit ein paar Widrigkeiten zu kämpfen hat, aber aufzugehen scheint – bevor er grandios scheitert. Und damit meine ich nicht im Stil wie der Angriff der Rebellen auf den zweiten Todesstern scheitert, denn hier halfen die Ewoks dabei, das schlimme Ende doch noch abzuwenden, nein, der Plan scheitert völlig. Der Versuch, in das Flaggschiff der Ersten Ordnung einzudringen, wird entdeckt. Anstatt dem Widerstand eine Fluchtmöglichkeit zu bieten, passiert das Gegenteil, General Hux wird auf einen Fluchtplan der Widerstandskämpfer aufmerksam gemacht und schickt sich an, den Widerstand ganz auszulöschen.
Ja, es ist sehr viel los in den 150 Minuten, die der Film lang ist, und es wird nie langweilig. Nun möchte ich aber noch zu ein paar negativen Punkten kommen, die wie gesagt das Gesamtbild aber nicht allzu sehr trüben. Da ist zunächst einmal Captain Phasma. Die Figur wurde durch ihren eigenen Roman und die Comicreihe „Captain Phasma“ (Rezensionen zu Teil 1, Teil 2, Teil 3) mit einem ausführlichen Hintergrund versehen, in diesem Film spielt sie aber kaum eine Rolle, bevor sie in ein Flammenmeer stürzt und vermutlich stirbt. Das passt nicht ganz zusammen. Sie tritt auch erst kurz vor ihrem Tod in Erscheinung und bleibt den Rest des Filmes über unsichtbar. Poe Damerons Handlungsbogen – er darf nicht immer so ein Hitzkopf sein und Dinge zu sehr aus dem Bauch heraus entscheiden – ist leider eine Wiederholung, denn etwas ähnliches hat er schon in Roman und Comic erlebt. Man sollte allerdings erwarten, dass Dameron seine Lektion endlich lernt, nachdem er sie wiederholt machen durfte. Er zettelt eine Meuterei an, was verständlich ist, allerdings nicht, wie die Situation zustande kommt, und da sind wir bei einem anderen Kritikpunkt, der den Namen „General Holden“ trägt. Laura Dern spielt diese sehr überzeugend, der Konflikt zwischen ihr und Dameron hätte jedoch sehr einfach vermieden werden können, wenn Holden ihm einfach erklärt hätte, was genau der Plan der Führungsspitze ist. Sie hätte sich auch ausmalen können, dass die Art und Weise, wie sie ihn höchst arrogant abkanzelt, geradezu seinen Widerstandsgeist herausfordert.
Das Thema dieser Episode ist eindeutig „die Vergangenheit hinter sich lassen“. Natürlich hat das damit zu tun, dass die Zeit immer weiter fortschreitet und die Menschen, die heute noch da sind, morgen nicht mehr da sein werden. Schmerzlich haben das das Filmteam und die Fanwelt erleben müssen, als Carrie Fisher nach Abschluss der Dreharbeiten überraschend an einem schweren Herzinfarkt verstarb. In STAR WARS ist vieles möglich, Snoke könnte zurückkehren oder auch Phasma, ja selbst Luke, der am Ende des Films eins mit der Macht wird, könnte sich als Machgeist zurückmelden, doch General / Prinzessin Leia wird nicht wiederkommen. Die Geschichte aber geht weiter. Auch hier ist es wieder eine Frage, wie man damit umgeht. Kylo Ren verwendet den Sith-Ansatz, „lass die Vergangenheit sterben, töte sie, wenn Du musst!“ Oder aber man geht weiter, nimmt die Erinnerungen an vergangene Tage mit, lässt sich von ihnen aber nicht gefangen halten. An diesem Punkt befindet sich das STAR-WARS-Franchise jetzt. „Die letzten Jedi“ ist ein gelungener Beitrag zum Universum und ein mutiger Schritt nach vorne.
Und auch wenn die Spekulationen natürlich weiterlaufen werden, dürfen gerade die Fans Yodas Worte nicht vergessen: Man muss im Moment sein, im Hier und Jetzt, die Zukunft im Auge behalten, aber nicht auf Kosten des Augenblicks.
Was bisher geschah:
Kurz vor der Vernichtung der Starkiller-Basis schafft es Captain Phasma, der Müllpresse zu entkommen, in die sie von Han Solo und Finn geworfen wurde. Als sie auf dem Computer zugreift, um Datenspuren zu löschen, die beweisen würden, dass sie es war, die den Schild der Basis deaktiviert hat, stellt sie fest, dass das schon jemand anders getan hat: Lieutenant Sol Rivas. Sie rekrutiert eine TIE-Pilotin mit ihrer Maschine und ihrer BB-Einheit und verfolgt Rivas, um ihn zum Schweigen zu bringen. Rivas landet auf einem kaum bekannten Planeten und wird von den R’ora, einer der dort lebenden Spezies, gefangen genommen. Phasma und die Pilotin nehmen Kontakt mit einer anderen Spezies, den Lupr’or, auf, um mehr über Rivas‘ Schicksal zu erfahren…
„Jemand wie ich überlebt. Egal um welchen Preis. Heute besteht der Preis im Zusammenführen loser Enden.“
– Captain Phasma
Phasma will ganz sicher sein, dass Rivas nicht überlebt, das Wort der Lupr’or, dass jeder Gefangene der R’ora sterben wird, reicht ihr nicht. Phasma hält eine Rede und überzeugt die Lupr’or davon, ihr im Kampf gegen die R’ora beizustehen. Nachdem sie ein abgestürztes Raumschiff entdeckt haben, verfügen sie sogar beschränkt über Waffengewalt, die ihnen Zutritt zur Festung der R’ora verschafft. Dort kommt es zum Kampf der Lupr’or gegen die R’ora, doch Phasma hat nur Sol Rivas im Kopf…
Ja, da ist dieser Comic doch gerade noch knapp rechtzeitig eingetroffen. „Knapp“ rechtzeitig deswegen, weil ich ihn nicht mehr lesen konnte, bevor ich „Die letzten Jedi“ sehen durfte. Aber rechtzeitig, da ich nun diese Rezension doch noch vor der von Episode VIII schreiben kann. Und a propros „Rezension“: Mehr als „Das Erwache der Macht“ zeigt uns dieser Comic erneut einen Einblick in den Hintergrund von Captain Phasma, teilweise sogar mit Rückblicken auf ihr früheres Leben. Damit bekommt die doch recht einseitig dargestellte Figur etwas Tiefe, allerdings nicht in der Art, dass man nun irgendeine Form von „Mitleid“ mit ihr hat. Lediglich ihre Motivation wird erklärt, sie bleibt die gleiche kalte Sturmtrupplerin, die wir schon kennen. Und sie ist sehr kompromisslos. Als beispielsweise die TIE-Pilotin sich bewundernd über die Rede äußert, mit der Phasma die Lupr’or zum Kampf gegen die R’ora aufstachelt, erwidert Phasma, dass das alles nur Mittel zum Zweck sei. Zwar wird sich durch diese Schlacht die Gesellschaft der Lupr’or grundsätzlich ändern (denn derartiges haben sie noch nie zuvor gemacht), aber das ist ihr völlig egal. Ihr geht es nur darum, Rivas zur Strecke zu bringen.
Noch eine Anmerkung: Die Comic-Reihe verlässt nun endgültig irgendeine Art von Chronologie. Während die ersten Comics zwischen Episode IV und V spielten, gab es immer wieder mal einzelne Ausbrüche, etwa mit der Geschichte, wie C3PO an den roten Arm gekommen ist, den er in „Das Erwachen der Macht“ hat. Mit dem Mix aus STAR WARS Annual und den Captain-Phasma-Comics der letzten Ausgaben wurde die Reihenfolge wieder verlassen, für die nächste Ausgabe ist eine Geschichte angekündigt, die sogar noch vor Episode I spielt: „Darth Maul“.
Und wie spielt nun der Captain-Phasma-Comic in Episode VIII rein? Kurz warten, die Rezension zu „Die letzten Jedi“ folgt…