„BULLYPARADE – Der Film“ – Jojobaöööööööööl…

Bild: Thorsten Reimnitz
Bild: Thorsten Reimnitz
Bild: Thorsten Reimnitz

Hallo! Ich heiße Bully, aber das macht nnnnöchts!
– „Bully und die Tapete“

Ah, ein Leser! Sie sind wohl hergekommen, um eine Kritik über den neuen Film von Michael „Bully“ Herbig zu lesen: „BULLYPARADE – Der Film“. Und jetzt da Sie diesen Artikel aufgerufen haben, fragen Sie sich, was das Bild oben an diesem Artikel mit dem Film zu tun hat. Fast nichts, das gebe ich zu. Aber es ist das beste Bild, das ich hatte, um diese Rezension zu bebildern. Auf den Presseserver von Warner Bros habe ich keinen Zugriff, deswegen kann ich nicht mit dem Kinoplakat dienen, aber dafür habe ich ein Bild von mir selbst, wie ich vor dem Brunnen mit dem Warner-Bros-Logo posiere. Der Brunnen stand in der Warner Bros Movieworld Bottrop-Kirchhellen. Und weil Warner Bros der Verleih ist, der den Film in die Kinos bringt, dachte ich mir, das ganze passt.

Ist nicht das einzige, das nicht so lief wie gedacht, was den Film betrifft. Auf dem Weg zum Kino wurde ich aufgehalten, weil ich bei einem Unfall helfen musste (der junge Motorradfahrer scheint aber Glück gehabt zu haben). Dadurch kam ich zu spät zum Essen mit meiner Verabredung, was die Einnahme des Mahls etwas hektischer machte als gedacht. Als wir zahlen wollten, stellte meine Begleitung fest, dass sie ihren Geldbeutel in der Einkaufstasche hatte liegen lassen. Und die Einkaufstasche lag zu Hause. Nachdem ich nun also das Essen für beide bezahlt hatte, war ich meiner gesamten Bargeldbestände beraubt, was mir Sorgenfalten auf die Stirn trieb bezüglich des im Kino obligaten Konsums von aufgeplatzten Maiskörnern mit Zucker nebst Getränken. Mir fiel aber ein, dass man in dieser Kinokette auch mit der Mitgliedskarte zahlen kann. Auf meiner Mitgliedskarte hatte ich genug Geld. Die Tickets waren schon bezahlt und befanden sich in elektronischer Form auf meinem Handy. Allerdings ist die App des Kinobetreibers nicht sehr intiutiv zu bedienen, so dass ich Schwierigkeiten hatte, den QR-Code aufzurufen. Und mal ehrlich: Wer kommt auf die Idee, dass der QR-Code erscheint, wenn man auf einen Link mit der Bezeichnung „Buchung bearbeiten“ klickt? Was haben sich die ITler dabei gedacht? Dann mockierte der Herr am Einlass sich über die Helligkeit des Displays meines Handys. Er musste den QR-Code nämlich einlesen und dafür war das Display nicht hell genug. Nachdem das geregelt war, waren wir endlich drin. Der Film sollte in ein paar Minuten losgehen und an den Popcornständen waren Schlangen von hier bis dort. Also wurde es nichts aus dem Kino-Menü.

Es war sozusagen das pure, existenzialistische Filmerlebnis.

„Das Haus habe ich verkauft an einen Tschechen mit russischen Kontaktlinsen.“
„Mit Gewinn?“
„Nein, mit Kontaktlinsen.“
„Nein, ich meine, haben Sie dabei ein Geschäft gemacht?“
„Nein, ich musste nicht.“
– „Die Kastagnetten“

Warum verschwende ich so viel Platz mit einer Geschichte rund um den Kinobesuch? Weil ich fürchte, dass ich über den eigentlichen Film gar nicht so viel schreiben kann. „BULLYPARADE – Der Film“ ist genau das, was man erwartet: Eine besondere Ausgabe der „Bullyparade“, nur ein paar Jahre später und mit mehr Budget. Letzteres nutzen die Autoren weidlich aus, was man in jedem Sketch sieht, besonders aber beim „(T)Raumschiff“. Wie damals handelt es sich um eine Ansammlung von Sketchen, nur anstatt der Livebühne ist Andreas Fröhlich (bekannt als Bob Andrews von den „Drei ???“) als Erzähler das verbindende Element… wenn man es denn so nennen kann. Eine wirkliche Verbindung haben die Sketche nicht, sie beziehen sich nicht aufeinander, sie stehen separat. Die Gags zünden meistens, manche auch nicht, ganz so wie in der TV-Version. Als ganzes betrachtet bin ich aber gut unterhalten worden.

Zwei Dinge sind mir aufgefallen: Bully wird selbstreferenziell, nicht nur mit Wiederholungsauftritten von Gaststars wie Til Schweiger (ebenfalls dabei gewesen in „(T)Raumschiff Suprise Periode 1“) und Sky Du Mont („Der Schuh des Manitu“), sondern auch mit Gags, die sich auf frühere Gags beziehen. Und außerdem ist man in diesem Film bei der Karl-May-Parodie wieder von den veränderten Namen Abahachi und Ranger zurück zu Winnetou und Old Shatterhand gegangen. Eine kurze Überprüfung meinerseits ergab, dass die Rechte an Karl Mays Geschichten wohl 1963 schon verfallen sind (behauptet zumindest die Wikipedia), so dass hier wohl keine juristischen Probleme zu erwarten sind. Natürlich wurde die Rückbenennung gemacht, weil die Originalnamen schon in der TV-„Bullyparade“ verwendet wurden, es wirkt nach „Der Schuh des Manitu“ nur ein wenig Fehl am Platz. Irgendwie habe ich mich an die veränderten Namen gewöhnt.

So, Schlussabsatz. Reingehen oder nicht reingehen? Gute Frage, mir hat der Film gefallen, aber ich habe auch schon einen ziemlichen Verriss gelesen. Ich denke aber, dass die Trailer (Trailer 1, Trailer 2) eine Hilfe sein dürften. Sie geben einen recht guten Eindruck des Films wieder. Gut, eigentlich sollten Trailer das immer tun, aber manche machen aus Marketinggründen falsche Versprechungen. Das ist hier nicht der Fall. Und wer die TV-Bullyparade kennt, weiß, was er bekommt. Genau das ist es. Nicht mehr. Aber halt auch nicht weniger.

 

STAR WARS Comics Nr. 25: Darth Vader – Zeit der Entscheidung

(c) Panini Comics / Marvel
(c) Panini Comics / Marvel
(c) Panini Comics / Marvel

Was bisher geschah:
Darth Vader hat es geschafft, seinen Meister, den Imperator zu beeindrucken und gleichzeitig den Umstand verschweigen können, dass er immer noch auf der Suche nach Luke Skywalker ist. Als „Belohnung“ wird Vader losgeschickt, seinen Widersacher Cylo zur Strecke zu bringen, der sich als Verräter entpuppt hat. Während er der Spur Cylos folgt, hat er seine Killer-Droiden damit beauftragt, die flüchtige Doktor Aphra zu finden und zu ihm zu bringen…

Bitte wachen Sie auf, Herrin Aphra! BeeTee wird schon nervös. Wir haben Sie offenbar gerettet. Und ohne jemanden zu töten. Ehrlich gesagt, irgendwie enttäuschend.
– Triple-Zero

Während Triple-Zero und BeeTee Doktor Aphra auf die EXEKUTOR bringen, hat Vader Cylos Schiff ausgemacht. Als er eindringt, stellt sich ihm Tulon Voidgazer, eine Wissenschaftlerin, entgegen und lässt ihren cyberkontrollierten Rancor auf Vader los. Vader gerät in Bedrängnis, doch letztlich kann er das Hindernis überwinden. Aber als er sich Cylo nähert, gibt es Probleme auf der EXEKUTOR: Voidgazer hat ein paar Fallen auf dem Schiff installiert, und selbst der Imperator scheint nun in der Falle zu sitzen…

Mit Cylo und Voidgazer tritt Vader tatsächlich gleichwertigen Gegnern entgegen. Gerade in der Begegnung mit dem Rancor muss er umdenken, da er diesen mit roher Gewalt oder auch mit der Macht nicht einfach so besiegen kann. Er muss seinen Kopf einsetzen, genau wie später, als er Voidgazer selbst gegenüber steht. Aber alles das ist nur Geplänkel gegenüber dem Plan, den Cylo verfolgt, nämlich die EXEKUTOR zu entern.  Das alles ist sehr schön herausgearbeitet und entwickelt sich Stück für Stück. Die Geschichte verspricht zudem, auf ein spannendes Finale hinauszulaufen. Aber das sehen wir dann nächsten Monat.

 

Der Dudelfunk – eine unendliche Geschichte

Volksempfänger VE301W Aus der deutschsprachigen Wikipedia: de:Benutzer:Hihiman, lizensiert nach Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported
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Volksempfänger VE301W
Aus der deutschsprachigen Wikipedia: de:Benutzer:Hihiman, lizensiert nach Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Die Vorstellung von echten Hörern aus menschlichem Fleisch und Blut scheint längst überwunden. Es regiert die abstrakte Idee eines ausdefinierten, imaginären Durchschnittshörers mit Durchschnittsmusikgeschmack und Durchschnittsinteressen und Durchschnittsleben.
– Zebrabutter

Als ich vor längerer Zeit die verkürzende und falsch verzerrende Berichterstattung beim „SWR3 Topthema“ in meinem Privatblog kritisierte, meldete sich tatsächlich jemand vom „Dudelfunk“ in den Kommentaren zu Wort (Disclaimer: Zumindest behauptete diese Person, beim Rundfunk zu arbeiten, aber im Internet kann man ja alles behaupten. Die Argumentation gegen meinen Beitrag passte jedoch zum „Dudelfunk“). Da ich meinen Artikel selbst wie einen Beitrag zum „Topthema“ aufgemacht hatte, um deutlich zu machen, wie ich mir so eine Berichtserstattung vorstelle, wurde angemerkt, dass mein Beitrag von vornherein viel zu lang sei für diese Rubrik. Sie dürfe maximal drei Minuten lang sein. Als ich erwiderte, dass man den Hörer ruhig mehr „zumuten“ kann als drei Minuten lange Beiträge, meinte mein Gesprächspartner lakonisch, dass Leute wie ich, die sich über zu kurze Beiträge beschweren, sich auch darüber beschweren, dass bei RTL keine Opern laufen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich von RTL nun wahrlich keine Opernsendung erwarte, kam hier ein merkwürdiges Bild vom Hörer zutage, als sei dieser per se intelektualismusfeindlich eingestellt. Gipfel der Ironie: Ausgerechnet auf SWR3 gibt es eine Comedy-Rubrik mit den „Ballermann-Nachrichten„, in der echte aktuelle Nachrichten für die vermeintliche „Generation PISA“ aufbereitet werden in Form eines Liedes, wie man es wohl tatsächlich in den Sauf-und-Gröhl-Bezirken der ohnehin schon arg geschundenen Balneareninsel Mallorca zu hören bekommen könnte. Offenbar scheint das Bild, das man beim „Dudelfunk“ vom Hörer hat, dem Bild der „Generation PISA“ in diesem Comedy-Format angeglichen zu sein.

Nun stellt sich aber natürlich die Frage: Was tun? Zebrabutter widmet sich dieser Frage in einem neuen Beitrag und sagt „Dudelfunk nicht bekämpfen, sondern anpassen„. Der Artikel enthält sehr gute Vorschläge und mein Lieblingssatz ist natürlich folgender:

Hörer müssten auszuhalten lernen, dass ein Wortbeitrag auch drei Minuten überschreiten darf.

Genau, denn die meisten Themen sind einfach zu komplex, um sie in eine begrenzte Anzahl von Minuten zu quetschen. Da wird dann gekürzt und gekürzt – so lange, bis es falsch ist. Zebrabutter schreibt aber nicht nur darüber, s0ndern über die Problematik generell, den nichtssagenden Werbephrasen („Die besten Hits“) und den Versuchen, einen Durchschnittshörer zu analysieren, den es so einfach nicht gibt.

Ich wurde übrigens bis vor kurzem auch noch von der Marktforschung zum „Hörerlebnis“ auf einem bestimmten Radiosender befragt. Mittlerweile nicht mehr. Vielleicht bin ich zu alt für die Referenzgruppe. Der „Durchschnittshörer“ dieses Senders ist „bis 49 Jahre alt“, da passe ich eigentlich noch rein. Aber man weiß ja nicht…

Ich kann den Artikel bei Zebrabutter nur empfehlen. Und bis der Dudelfunk angepasst wurde, hören wir kurz mal zur „Welle Wahnsinn“ rein…

 

Und nochmal Klimawandel: Vom Mensch gemacht – eine Übersicht

Ich gehe natürlich nicht davon aus, dass die Politiker jetzt auf einmal anfangen sich für Wissenschaft zu interessieren. Das haben sie bisher nicht getan (oder wenn, dann meistens auf eine sehr tendenziöse Art und Weise) und es ist fraglich ob sie es in Zukunft tun. Aber Politiker müssen immer noch von der Bevölkerung gewählt werden! Und zumindest da könnte es sich lohnen in dieser Hinsicht vermehrt auf gute Wissenschaftsvermittlung zu setzen.

Florian Freistetter schreibt in dem Blog „Astodicticum Simplex“ einen kleinen Rückblick auf seine Artikelreihe über die am weitesten verbreiteten Klimawandel-Mythen und warum es eben Mythen sind. Ich möchte helfen, seine wissenschaftlichen Analysen weiter im Internet zu verbreiten, in der Hoffnung, dass der Trend zur zunehmenden Ablehnung von ernsthafter Wissenschaft hin zu Pseudowissenschaft und Verschwörungstheorien irgendwann mal umgekehrt wird. Ich weiß nur nicht, ob ich das noch erleben werde.

Hauptsache Schlagzeile: Bauernfängerei von so genannten „Klimaskeptikern“

Mit dem Brustton der Überzeugung reden so genannte „Klimawandelskeptiker“ in Diskussionen, sei es auf Facebook, in einer Kommentarspalte oder sonstwo im Internet, von der Hoffnung, die sie hegen, wenn der menschengemachte Klimawandel endlich als Lüge erkannt sein wird und all die unnötigen Ausgaben und Forschungen für eine bessere Zukunft dafür verwendet werden können, sich um richtige Probleme zu kümmern. Ab und zu macht auch mal ein Pressemedium mit. Diesmal die „Welt“. Stefan Rahmsdorf von der „Klimalounge“ schreibt dazu:

Hat die Welt denn nicht berichtet, dass 2014 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war? Nur um von 2015 noch übertroffen zu werden? Und dann wieder von 2016? Drei Rekordjahre in Folge – auch das hat es noch nie gegeben seit Beginn der globalen Temperaturmessreihen. Hat das alles in der Welt-Redaktion keiner mitbekommen?

Er nimmt die „Skeptiker-Argumente“ in dem Artikel „Der globale CO2-Anstieg: Die Fakten und die Bauernfängertricks“ auseinander. Und mir fällt dazu mal wieder die Karikatur ein, in der ein Besucher einer Veranstaltung, in der es um die Bekämpfung des Klimawandels geht, erbost meint: „Was ist, wenn es alles ein Schwindel ist und wir diese bessere Welt wegen nichts und wieder nichts erschaffen?“ Denn das ist auch ein Punkt: Selbst wenn die Wissenschaft sich uneinig wäre (was sie nicht ist), wäre es immer noch besser, etwas zu tun und dann festzustellen, dass es eigentlich nicht nötig war, als nichts zu tun, um irgendwann zu merken, man hätte was tun müssen, aber dann ist es zu spät. Denn wenn wir diese bessere Welt mit Abgasverminderung und umweltfreundlicher Energie schaffen, obwohl wir nicht müssen, haben wir trotzdem neue Technologien geschaffen, die auch ohne einen Klimawandel nützlich sind. Das andere ist nur ein plumpes „weiter so!“.

 

Hate Speech als Zwei-Klassen-System

Wer Hass selbst heute im großen Maßstab erlebt – und das werden täglich mehr normale Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, die den Mund aufmachen – steht meist komplett alleine da. Das ist die Realität Deutschlands im Jahr 2017.

Gerald Hensel schreibt für Übermedien in dem Beitrag „Dunja Hayali und der kuratierte Hass“ über Hayalis Antwort an einen Troll, die groß in den Medien die Runde machte. Hayali wurde für ihre Antwort gefeiert, Hensel gibt jedoch zu bedenken, dass die meisten, die von Internet-Trollen mit Hate Speech belästigt (und mehr als belästigt) werden, ziemlich allein dastehen. Hayali steht schon in der breiten Öffentlichkeit und ihre Kollegen haben dafür gesorgt, dass noch mehr Öffentlichkeit erzeugt wird. Das meiste an Hate Speech bekommen aber Privatpersonen ab, die nicht die große Öffentlichkeit erreichen und mit (Mord-)Drohungen ziemlich allein dastehen.

Ein lesenswerter Beitrag, der das Weltbild wieder ein wenig zurecht rückt.

 

STAR WARS Comics Nr. 24: Darth Vader – Zeit der Entscheidung

(c) Panini Comics / Marvel

Was bisher geschah:
Darth Vader ist damit beschäftigt, das Vertrauen des Imperators zurückzugewinnen, während er gleichzeitig nach dem Rebellenpiloten Luke Skywalker sucht, der den Todesstern zerstört hat. Vader kann einige Siege davontragen, was seinen Meister zufriedenstellt. Zuletzt wurde noch sein Widersacher Cylo als Verräter entlarvt und befindet sich auf der Flucht. Doch es gibt auch Niederlagen: Skywalker ist Vader wieder einmal entwischt und die Blockade bei TUREEN VII wurde von den Rebellen durchbrochen. Außerdem hat der imperiale Inspektor Thanoth die Verbindung zwischen Vader und Doktor Aphra entdeckt und bittet zum Gespräch…

Mit ihrer Technologie erschufen wird Euch in dieser langen Nacht neu. So retteten wir das Imperium. Und ich hatte den Schüler, den ich brauchte. Die Wissenschaftler faszinierten mich. Was konnten sie alles leisten, frei von der scheinheiligen Moral der Alten Republik? Wir würden sehen. Denn ist es nicht meine Aufgabe, die Möglichkeiten auszuloten?
– Der Imperator

(c) Panini Comics / Marvel
(c) Panini Comics / Marvel

Vader begibt sich zur Raumwerft, wo gerade der Supersternzerstörer EXEKUTOR als neues Flaggschiff von Admiral Tagge fertig gestellt wird. Hier trifft er den Imperator, der ihm wieder ein Stück seines Planes erzählt und ihm am Schluss einen Auftrag erteilt: Cylo ist zur Gefahr für das Imperium geworden. Er muss vernichtet werden. Vader macht sich auch sogleich auf den Weg, allerdings nicht ohne einen Abstecher nach ANTHAN 13 zu machen. Hier trifft er Inspektor Thanoth, der ihm genüsslich darlegt, wie er dem Sith-Lord auf die Schlichte gekommen ist. Und er gibt zu, dass er weiß, wo sich Doktor Aphra versteckt hält. Aber er will Vader nicht erpressen, im Gegenteil, er will ihm helfen. Thanoth hält den Imperator für schwach, weil es einer kleinen Bande von Rebellen gelungen ist, den Todesstern zu vernichten. Er weiß, dass Vader auf der Suche nach Skywalker ist, um diesen als seinen Schüler auszubilden, damit die beiden zusammen den Imperator überwinden können. Das gefällt ihm. Er gibt Vader Aphras Aufenthaltsort preis. Der dunkle Lord gibt daraufhin seinen Droide Triple-Zero und BeTee den Auftrag, Aphra mit Hilfe seiner Privat-Droiden-Armee und dem Kopfgeldjäger Black Krrsantan zu fangen oder zu töten. Er selbst will sich um Cylo kümmern…

Okay, es geht wieder ein kleines Stück in Richtung Episode V. Die EXEKUTOR ist der Supersternzerstörer, den Vader in diesem Film kommandiert. Im Comic sieht man das riesige Schiff fast fertiggestellt. Nun bleibt abzuwarten, was noch geschieht zwischen jetzt und dem Anfang der Episode. Die Geschichte hat bis jetzt mal einen fulminanten Auftakt, aber bei „Der letzte Flug der Harbinger“ kam der Durchhänger auch erst im dritten Akt. Ich bin dennoch vorsichtig optimistisch, denn bis jetzt gefällt mir die Handlung ganz gut.


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    STAR WARS Comics Nr. 23: Der letzte Flug der Harbinger

    (c) Panini Comics / Marvel

    Was bisher geschah:
    Darth Vader ist damit beschäftigt, das Vertrauen des Imperators zurückzugewinnen, während er gleichzeitig nach dem Rebellenpiloten Luke Skywalker sucht, der den Todesstern zerstört hat. Selbiger ist indessen mit den Rebellen beschäftigt, mit der Hilfe von Han, Leia und Sana den imperialen Sternzerstörer HARBINGER zu stehlen, um damit die Blockade des Planeten TUREEN VII zu durchbrechen. Die Rebellen ahnen nicht, dass ihnen eine Eliteeinheit von Sturmtrupplern auf den Fersen ist, angeführt von dem skrupellosen Sergeant Kreel…

    > Du bist der Spielemeister aus Grakkus‘ Arena.
    > Du darfst mich Sergeant Krell nennen… von der Narben-Truppe. Und wie soll ich Dich nennen, Kleiner?
    > Rebell.
    – Luke Skywalker und Sergeant Krell

    (c) Panini Comics / Marvel
    (c) Panini Comics / Marvel

    Sergeant Krell und seiner Truppe gelingt es, durch die Außenhülle in die HARBINGER einzudringen. Da die Rebellen gerade mal eine Notbesatzung für das riesige Raumschiff auf die Beine stellen konnten, stoßen die Imperialen auf wenig Gegenwehr. Krell stellt Luke und verwickelt ihn in ein Laserschwertduell, während Han, Leia und Sana sich nach Kräften verteidigen. Als sie feststellen, dass sie kaum Chancen haben, setzen sie die HARBINGER auf Kurs, um wenigstens die Mission zu beenden. Doch da offenbart Krell Luke, dass es noch um etwas ganz anderes geht: Um ihn. Darth Vader nähert sich in seinem Jäger dem Sternzerstörer, um Luke gefangen zu nehmen…

    Nach dem Durchhänger mit dem Geplänkel von Han und Leia im letzten Comic nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf. Hm… kommt mir so vor, als hätte ich das schon einmal geschrieben. Ich stelle auch fest, dass einige dieser Geschichten den Regeln einer Seifenoper folgen. Ein Handlungsstrang wird erledigt, aber gleich wieder ein neuer aufgemacht. Denn obwohl die Geschichte um die HARBINGER in diesem Band endet, gibt es auch gleich noch einen Cliffhanger für eine neue Folge. Ohne zu viel verraten zu wollen: Ich habe hier allerdings den Eindruck, dass mit der Geschichte, die hier beginnt, ein Logikfehler der Filme ausgeglichen oder erklärt werden soll. Insofern bin ich gespannt, wie es hier weitergeht.

    Ansonsten bleibt noch zu sagen: C3PO muss ganz schön viel einstecken in diesen Comics.


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      STAR WARS Comics – 20 Jahre Panini Comics Jubiläums-Special

      (c) Panini Comics / Marvel
      (c) Panini Comics / Marvel
      (c) Panini Comics / Marvel

      Ja sowas… da denkt man an nichts böses, und dann landet ein Gratis-Comic im Briefkasten. Offenbar im Rahmen meines Abonnements der STAR-WARS-Comicreihe wurde mir die Jubiläums-Ausgabe anlässlich „20 Jahre Panini Comics“ zugeschickt. Warum schreibe ich „offenbar“? Weil ich im Heft selber nicht wirklich einen Hinweis gefunden habe, wieso es dieses Heft gibt und warum ich es gratis bekommen habe. Den einzigen Hinweis sieht man oben auf dem Cover, also gehe ich mal davon aus, es stimmt. Leider gibt es für diese Geschichte keinen Titel, zumindest auf dieser deutschen Ausgabe nicht.

      Handlung
      Die Handlung bringt uns zurück in eine Zeit vor dem Shu-Torun-Krieg. Das Imperium braucht Erz von dem Minenplaneten, leider hat sich dessen Herrscher als etwas unzuverlässig erwiesen. Darth Vader ist daher zu diesem Planeten im Mittleren Rand gereist, um absoluten Gehorsam einzufordern. Der König von Shu-Torun hat andere Pläne, er setzt seine Tochter Trios auf Vader an, um diesen in eine Falle zu locken und sich dem Klammergriff des Imperiums endgültig zu entziehen. Der König ist sogar bereit, seine Tochter für das Ziel sterben zu lassen…

      Es soll daran erinnern, dass das Imperium sowohl ein mächtiger Freund sein kann, als auch ein gefährlicher Gegner.
      – Darth Vader über das Geschenk, das er dem König von Shu-Torun überbringen will

      Der Band erzählt eine kleine Vorgeschichte zum Shu-Torun-Krieg, der ein paar Dinge erklärt, die dem aufmerksamen Leser der entsprechenden Geschichte aufgefallen sein dürfte. So lässt Vader zum Beispiel in der Geschichte eine Bemerkung fallen oder man sieht, dass eine Hauptfigur eine mechanische Hand hat. Alles das wird hier erklärt.

      Die zeitliche Einordnung der Handlung wird etwas schwer, soweit ich das überblicke, passt sie am besten zwischen das Ende von Heft 6 („Darth Vader„) und dem Anfang von Heft 7 („Showdown auf dem Schmugglermond„), da Vader bereits seine beiden Droiden Triple-Zero und BT besitzt, aber zwischen dem Jubiläumscomic und dem Anfang von „Der Shu-Torun-Krieg“ ein gewisser Abstand sein muss. Bei den anderen Episoden ist die Handlung so dynamisch, dass eine Stipvisite von Lord Vader auf Shu-Torun da einfach nicht reinpasst.

      Der Comic bildet eine nette kleine Episode, die noch etwas mehr in die Handlung hineinschauen lässt und zeigt, dass die neuen Comics nicht so episodenhaft sind, wie die Geschichten, die Marvel in den 1970er / 1980er Jahren als Material zwischen den Filmen veröffentlichte. Die Handlung ist in sich verwoben und auch wenn die Leser wissen, dass es auf den Anfang von „Das Imperium schlägt zurück“ zusteuert, so ist man doch gespannt, wie der Weg noch sein wird. Der vorliegende Band ist dazu eine schöne Ergänzung.

       

      STAR WARS Comics Nr. 22: Der letzte Flug der Harbinger

      (c) Panini Comics / Marvel

      Was bisher geschah:
      Darth Vader ist damit beschäftigt, das Vertrauen des Imperators zurückzugewinnen, während er gleichzeitig nach dem Rebellenpiloten Luke Skywalker sucht, der den Todesstern zerstört hat. Selbiger ist indessen mit den Rebellen beschäftigt, ein Gefecht um das andere zu schlagen, um wenigstens kleine Siege gegen das Imperium zu erringen. Die Rebellen ahnen nicht, dass ihnen bei der neuesten Aktion eine Eliteeinheit von Sturmtrupplern auf den Fersen ist, angeführt von dem skrupellosen Sergeant Kreel…

      Es gibt einfachere Wege zu sterben, Prinzessin. Ich wüsste da ein paar richtig schnelle.
      – Han Solo

      (c) Panini Comics / Marvel
      (c) Panini Comics / Marvel

      Mit dem Auftakt des neuen Kapitels der Geschichte um die HARBINGER steigen wir gleich in ein Gefecht ein: Die Rebellen greifen einen imperialen Sternzerstörer an. Allerdings geht es nicht darum, diesen zu vernichten, sondern ihn zu erobern. Mit von der Partie sind neben Luke Skywalker und Han Solo natürlich auch Leia – und Sana Solo! Trotz einiger Schwierigkeiten gelingt der Plan und die Rebellen können den Sternzerstörer HARBINGER erobern. Leider wurde er bei den Gefechten so schwer beschädigt, dass er sich nur noch im Schneckentempo fortbewegt. Das Schiff wird aber dringend benötigt, um die imperiale Blockade des Planeten TUREEN VII zu durchbrechen…

      Der Handlungsstrang lässt die Leser über die eigentlichen Ereignisse recht lange im Unklaren. Im letzten Heft haben wir Serageant Kreel und seine Leute kennengelernt, ohne direkt etwas über die HARBINGER zu erfahren, in dieser Geschichte wird uns zunächste der Diebstahl der HARBINGER gezeigt, aber erst in der Heftmitte – also am Ende von Teil 2 – wird angedeutet, was die Rebellen mit dem Sternzerstörer vorhaben. Dann wird die Geschichte etwas ausgewalzt, um als Vorgeplänkel zu den Ereignissen zwischen Han und Leia in Episode V zu dienen. Beide wollen nämlich das Kommando über die HARBINGER übernehmen und machen sich gegenseitig das Leben schwer. Höhepunkt ist ein etwas alberner Wettlauf der beiden zur Brücke. Wer zuerst ankommt, soll das Kommando übernehmen. Und alle Tricks sind erlaubt. Das beginnt damit, dass Leia Han vors Schienbein tritt und er im Gegenzug mit einem imperialen Speeder durch die Gänge des Raumschiffs rast. Davon abgesehen streiten sich die beiden über fast alles. Die HARBINGER ist schwer beschädigt und bewegt sich daher nur langsam vorwärts. Han möchte ein Sternsystem anfliegen, um Reparaturen zu erledigen, Leia aber möchte unbedingt nach TUREEN VII weiterfliegen, egal wie langsam.

      Die Geschichte empfinde ich als ein wenig mittelmäßig, es wird nicht viel erreicht, eigentlich wird nur Zeit totgeschlagen, bis es zum Cliffhanger am Ende kommt. Bleibt abzuwarten, was die Story noch verspricht.


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