„Sinn heißt du, doch nenn‘ ich dich Unsinn!“

Fricka(zu Wotan)
Sieh, welch trugvollem Schelm du getraut!

Froh
Loge heisst du,
doch nenn‘ ich dich Lüge!

– Richard Wagner: „Das Rheingold“

Gerade heute habe ich einen Text darüber gelesen, dass man nicht alles kommentieren soll. Doch der Anlass für meinen Aufschrieb ist für mich ein Beleg dafür, dass Kommentare oft auch bitte nötig sind. Worum geht es? Professor Hans-Werner Sinn von Ifo-Institut hat seine Meinung kundgetan. Und er ist der Meinung, dass kinderlosen Menschen die Rente gekürzt gehört, und zwar auf die Hälfte des normalen Betrags.

Entschuldigung, aber… GEHT’S NOCH?

Bei den Nachdenkseiten wurde eine Seite der Kurzsichtigkeit von Sinns Unsinn schon ausgeführt: Es gibt Menschen, die sich gerne Kinder wünschen,  bei denen es aber nicht funktioniert. Allein das ist schon eine psychische Belastung. Dann sich zusätzlich noch dem Druck ausgesetzt sehen, im Alter von einer Winzrente leben zu müssen und somit bis ans Ende seiner Tage daran erinnert zu werden, dass ein Lebenswunsch leider nicht erfüllt werden konnte, ist unmenschlich.

Ich möchte sogar noch weitergehen: Zum Kinderkriegen gehören nun mal immer zwei. Was ist mit jenen Menschen, die nicht mal einen Partner finden? Oder was ist, wenn man selbst gern Kinder hätte, der Partner aber nicht? Die Situationen allein sind auch wieder schlimm genug, aber im Alter auch noch dafür bestraft zu werden, dass man keinen oder den „falschen“ Partner gefunden hat, ist grausam.

Und kleine Frage: Wenn wir auf diesem Weg Menschen ohne Kinder abstrafen, muss dann der Staat im Umkehrschluss nicht alles möglich machen, damit diese Menschen doch noch Kinder bekommen (können)? Sprich: Bei Paaren, die aus biologischen Gründen keine Kinder bekommen können, nicht nur die ersten drei Versuche der künstlichen Befruchtung durch die Krankenkasse zahlen zu lassen, sondern so viele Versuche, bis es endlich klappt? Oder für Singles die Mitgliedschaften in Partnerbörsen steuerlich absetzbar machen? Oder Ausnahmeregeln einführen, dass in dem Fall, dass nur einer der Menschen in einer Beziehung Kinder will, jener keine Kürzung der Rente bekommt, der „Kinderunwillige“ aber schon? Oder kann der Staat dann verlangen, dass man sich von dem kinderunwilligen Partner trennt?

Während ich so meine Gedanken für diesen Artikel sortierte, stellte sich bei mir ein merkwürdiges Gefühl von Déjà-Vue ein… das hab ich doch schon mal… ja, tatsächlich: Den gleichen unsinnigen Vorschlag mit den Rentenkürzungen hat vor rund einem Jahr die Bertelsmann-Stiftung auch schon gemacht. Und schon damals steigerte sich mein Blutdruck und ich habe den Bertelsmännern die Realität entgegen gehalten in „‚Sogar meine Mama findet Dich toll!‘ – Der Kampf eines Singles an mehreren Fronten„.

Und nichts, aber auch gar nichts, hat sich geändert. Es ist lediglich eine andere Marionette auf der Bühne erschienen, die fröhlich singt: „Tri-tra-trulala, die Rentenkürzung ist wieder da!“

Natürlich sind auch die Gegenargumente die gleichen geblieben. Die Idee ist unausgegoren und statt sich Gedanken darüber zu machen, wie wir einen weiteren Riss in die Gesellschaft schlagen, indem wir sie in „Kinderkrieger“ und „Kinderverweigerer“ einteilen, sollten wir eine solidarische Lösung finden.

Ich geh jetzt erstmal Wagner hören… A propros „Wagner“: Heute Abend 22.50 Uhr kommt im ZDF „Die Anstalt“. Einschalten lohnt sich!

Nu(h)r nicht einschalten…

Der Name „Nuhr“ lädt ja geradezu zu Wortspielen ein. Also, warum sollte ich das nicht auch tun, Dieter Nuhr macht’s ja selbst. Angeblich macht er auch Kabarett, bezeichnet sich selbst aber als „Komiker“. Er ist also quasi der „Fozzie-Bär des Ersten“.

Nä. Die Muppets waren lustig, sind lustig, bleiben lustig. Selbst Fozzie. Und Dieter ist einfach Nu(h)r…

SatireSenf hat sich Nu(h)r eine Sendung angetan und schreibt Nu(h)r ein paar Absätze über Nuhr. Und der ist alles – Nu(h)r nicht lustig. Nachlesen kann man das hier.

Wenn man das gelesen hat, heißt es wieder: Nu(h)r nicht aufregen…

Deutsche Website www.StarWars.de an den Start gebracht – Zweiter Teaser zu EPISODE VII veröffentlicht

(c) DISNEY
(c) DISNEY

Während sich ab heute zehntausende Fans aus aller Welt bei der Star Wars Celebration (16. bis 19. April) im kalifornischen Anaheim treffen, um das weltgrößte Star Wars Fest zu feiern, gibt es für die deutschsprachigen Fans ebenso etwas Besonderes zu entdecken: Die deutsche Star Wars Website ist seit dieser Woche online! Auf www.StarWars.de erhalten Interessierte umfassende Hintergrundinformationen rund um die Filme, Serien und Games aus dem Star Wars Universum, die wichtigsten Nachrichten zu aktuellen Events und erfahren aus erster Hand Neuigkeiten aus einer weit, weit entfernten Galaxis.

StarWars.de liefert damit auch alles Wissenswerte zum sehnsüchtig erwarteten neuen Abenteuer STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT.

STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT wurde von J.J. Abrams nach einem Drehbuch von Lawrence Kasdan und J.J. Abrams inszeniert. Für die Produktion zeichnen Kathleen Kennedy, J.J. Abrams und Bryan Burk verantwortlich. Der erfolgreiche und mehrfache Oscar®-Gewinner John Williams steuert erneut die Filmmusik bei. STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT startet am 17. Dezember 2015 im Verleih von Walt Disney Studios Motion Pictures Germany deutschlandweit in den Kinos.

„Chewie, wir sind zu Hause!“

Anlässlich der Star Wars Celebration wurde heute auch der zweite Teaser zum Film veröffnetlicht. Er zeigt schon etwas mehr, bleibt aber trotzdem recht geheimnisvoll. Deutsche Fans wird es freuen zu hören, dass in der deutschen Fassung die aus den bisherigen Filmen bekannten Synchronsprecher Hans-Georg Panczak (Mark Hamil / Luke Skywalker) und Wolfgang Pampel (Harrison Ford / Han Solo) zu hören sind, was natürlich darauf hindeutet, dass auch sie in DAS ERWACHEN DER MACHT wieder mitwirken werden.

Die deutsche Fassung des Teasers ist im Moment noch nur auf Facebook zu sehen, wird aber sicher bald auch auf anderen Plattformen laufen. Die englische Originalfassung kann man hier anschauen.

Update: Die deutsche Fassung des Teaser Trailers kann man hier anschauen!

CSI: NY – Staffel 6

(c) CBS
(c) CBS

Und auch die Sason 6 der dritten „CSI“-Serie ist damit komplett rezensiert bei „Erlebnis Nordamerika„. Wenn Ihr die neuesten Rezensionen nicht verpassen wollt, dann geht doch rüber und abonniert die Beiträge.

In dieser Staffel von „CSI: NY“ entwickeln sich sowohl Danny und Lindsay als auch Mac. Leider wird auch die neue Beziehung von Taylor diese Staffel nicht überleben. Das DVD-Set enthält neben sämtlichen Episoden dieser Staffel auch das folgende Bonus-Material:

  • CSI: Miami Crossover Episode – „Eine Reise in die Angst“
  • C.S.I. Crossover Episode – „Eine Reise ans Ende der Moral“
  • Better than Botox
  • East Coast Heroes
  • A Killer House
  • Audiokommentar zur Episode „Gruselkabinett“ mit Noberto Barba und Vaughan Edwards
  • Audiokommentar zur Episode „Ruhe sanft“ mit Pam Veasey und Allison Liddi-Brown
  • A closer Examination: Dr. Sid Hammerback
  • Creation of a Crime Scene
  • Seeing Stars
  • Leaving Las Vegas: Langston heads East

Und das sind alle Episoden der 6. Staffel:

 Medien

Die komplette Staffel 6 von „CSI: NY“ gibt es unter anderem hier:

C.S.I. – Staffel 6

(c) CBS
(c) CBS

Drüben bei „Erlebnis Nordamerika“ ist eine weitere Staffel der Erfolgsserie „C.S.I.“ abgeschlossen worden. Alle Folgen der Season 6 sind nun rezensiert und komplett. Aber was soll man sagen – weitergeht’s unermüdlich mit der Nummer 7, die ab nächste Woche erscheint. Und ganz so wie die Serie, so geht auch die Reihe der Rezensionen weiter und weiter und weiter…

 

Staffel 6 bringt das Team wieder zusammen und endet mit einer Überraschung. Das DVD-Set beinhaltet wie gewohnt nicht nur die sämtliche Folgen einer Staffel, sondern auch diverse Extras, in denen hinter die Kulissen geschaut wird. Außerdem gibt es verschiedene Schüsselepisoden mit Kommentar.

Dies sind alle Folgen von Staffel 6:

Medien

„CSI – Den Tätern auf der Spur“ Staffel 6 bestellen bei:

BILD Dir keine Meinung! Nimm lieber unsere! Griechenland, Varoufakis, Biedermeier und die Brandstifter

Wer die BILD-Zeitung liest, um sich zu informieren, der säuft auch Schnaps, wenn er Durst hat.

– Claus von Wagner, Kabarettist

Würg. Kotz. Spei. Was anderes fällt mir nicht mehr ein, wenn ich das hier lese: „Der Griechen-Teufel mit dem Einzack„. Vor ein paar Tagen schrieb ich noch, man solle nie glauben, dass das Niveau nicht noch tiefer sinken kann. Niveau hat keinen Boden und sollte es doch einen haben, sind die Typen von der BILD-Zeitung diejenigen, die immer mit der Schaufel im Anschlag stehen, um noch eine Etage tiefer zu graben und im Dreck zu wühlen. Oder um noch ein Zitat zu bringen:

Widerlich. Einfach widerlich.

– James Bond in „Goldfinger“

 

„CSI: Miami“ Staffel 6

(c) CBS DVD
(c) CBS DVD

Bei „Erlebnis Nordamerika“, der Abteilung unserer „ErlebnisPostille“, wurde just die Reihe der Rezensionen über die sechste Staffel der Serie „CSI: Miami“ abgeschlossen. Grund genug für uns, hier ebenfalls einen Überblick zu geben. Wer die aktuellen Rezensionen nicht verpassen möchte, kann die Beiträge von „Erlebnis Nordamerika“ auch direkt per RSS-Reader oder eMail abonnieren. Bei „CSI“ und „CSI: NY“ ist die sechste Staffel jeweils länger, daher folgen deren Beiträge noch.

In der sechsten Staffel von „CSI: Miami“ sind eine Menge Dinge passiert. Das DVD-Set berücksichtigt das, denn im Bonusmaterial gibt es unter anderem eine Dokumentation, die die Entwicklungen der Episoden und der Charaktere beleuchtet. Das schwerwiegendste Ereignis dürfte der Weggang von Gerichtsmedizinerin Doktor Alexx Woods (Khandi Alexander) sein, die noch in der letzten Folge der Staffel durch eine Nachfolgerin ersetzt wird. Außerdem gibt es verschiedene Dokumentationen, die die echten Mitarbeiter der Polizei und vom Kriminallabor in Miami zeigen. Wir erfahren dabei, wie nahe die Serie an der Realität ist und wo sie die Realität etwas verbiegt.

Das sind die Episoden der Staffel 6:

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„CSI: Miami“ Staffel 6 bestellen bei:

 

Varoufakis, Jauch und die große Enttäuschung

Ja, der Tiefpunkt ist erreicht, was die „Berichterstattung“ über die Finanzkrise und Griechenland betrifft. Da hat „Le Bohémien“ mit seiner Kritik über die gestrige Sendung von Günther Jauch schon recht. Man braucht klarstellende Worte über Varoufakis‘ Aussagen, wie sie etwa Stefan Niggemeier hier findet.

Und ich? Ich kann es nicht fassen. Die Karriere von Günther Jauch begleite ich, seit er bei „Rätselflug“ dabei war oder zusammen mit Thomas Gottschalk moderierte. Nicht unbedingt weil ich ein Fan von ihm bin, sondern weil sich unsere Wege immer wieder kreuzten. Medial gesehen, nicht im realen Leben.

Ich hatte eine hohe Meinung von ihm. Meine Enttäuschung über das, was aus ihm geworden ist, fasst Ewan McGregor als Obi-Wan in dieser Szene sehr gut zusammen (Video ab Minute 7:10 anschauen, falls der Timecode nicht funktioniert): Obi-Wans Frust

Obwohl… ich befürchte, dass der Tiefpunkt doch noch nicht erreicht ist. Immer, wenn man glaubt, dass das so seit, passiert irgendwas, dass einem beweist, dass es immer NOCH tiefer geht. Und ich bin gerade am Überlegen, ob ich hier etwas ändern sollte. Eigentlich wollte ich verschiedene Themengebiete in diesem Blog nicht trennen, weil alles irgendwie zusammen gehört. Geschichten sollten auch Zukunftsvisionen bringen und von Gesellschaften handeln. Es sollte hier um die verschiedenen Geschichten (Science Fiction, Fantasy und mehr) gehen und um das, was dahinter steht. Aber ich bin mir selbst noch nicht sicher. Und bis ich mir sicher bin, wird es bunt gemischt weitergehen.

Ist doch wie in der Politik: Egal was passiert, einfach weitermachen. Merkt schon keiner.

LETZTEN ENDES, SIR TERRY, MÜSSEN WIR DEN WEG ANTRETEN – Terry Pratchett gestorben

Der Autor und Erfinder der so genannten „Scheibenwelt“, Terry Pratchett, ist gestern 66jährig im Kreis seiner Familie verstorben. Über seinen offiziellen Twitter-Account wurde sein Tod angemessen verkündet, in drei Tweets: der erste ist komplett in Großbuchstaben geschrieben, so wie in Pratchetts Romanen DER TOD spricht, der zweite beschreibt, wie Pratchett und DER TOD hinausgehen in die endlose Nacht und der dritte besteht schlicht aus den Worten „The End“ – Ende.

Die „Scheibenwelt„-Romane spielen – wie der Name sagt – in einer Welt, die auf einer Scheibe existiert, die von vier Elefanten getragen wird, die wiederum auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte stehen. Es handelt sich um eine Art mittelalterliche Fantasy-Welt mit der Hauptstadt Ankh-Mopork. Pratchetts Romane sind allerdings Parodien und Satire, die sich nicht auf Fantasy beschränkt, sondern sich auch aktuellen Themen widmet. Durch die Umsetzung als Fantasy-Version (zum Beispiel der Filmwelt von Hollywood in „Voll im Bilde*“) wurde die Absurdität mancher Dinge besonders hervorgehoben. Zudem war Pratchett ein sehr fantasievoller Autor, der unglaublich skurile Gedankengänge vollziehen konnte, so dass man ihn als den „Douglas Adams der Fantasy“ bezeichnete.

Nach einem Schlaganfall im Jahr 2007 wurde bei Pratchett Alzheimer diagnostiziert. Er veröffentlichte daraufhin viele Texte, die Alzheimer als Thema hatten, sowohl allgemein als auch auf seinen eigenen Erfahrungen basierend. Zudem spendete er viel Geld für die Alzheimer-Forschung. Gesundheitlich ging es ihm immer schlechter, letzten Juli musste er aus Rücksicht auf seine Verfassung eine Lesung ausfallen lassen.

Der Autor hinterlässt seine Frau und eine gemeinsame Tochter.

Mehr Informationen in diesem Artikel vom Pastemagazine.

 

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