YPS mit Gimmick Nr. 1259: Die Maschine, die viereckige Eier macht

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Nachdem der Versuch einer Neuauflage von YPS als Zeitschrift für erwachsen gewordene Fans ein geradezu durchschlagender Erfolg gewesen war, ging die Redaktion mit neuem Schwung an die Sache ran, drehte hier und da an den Stellschrauben und brachte knapp ein Vierteljahr nach dem spektakulären Neustart das zweite Heft der neuen Reihe heraus: Nr. 1259. Als Gimmick gab es einen weiteren Klassiker: Die Maschine, die viereckige Eier macht, allerdings mit einem neuen, gegenüber den klassischen Heften geänderten Verfahren.

Was die Trennung von Comics und Artikeln betrifft, so wurde das in dieser Ausgabe etwas anders gehandhabt als zuvor: Gab es im letzten Heft noch zwei Abteilungen mit Comics – einer Abteilung mit neuen Comics und einer mit Nachdrucke von klassischen, bereits in YPS erschienenen -, so gibt es dieses Mal alle Comics zusammen am Ende des Heftes, egal ob neu oder alt.

Die Artikel in diesem Heft:

  • Leserbriefe
  • Presseschau
  • Fans und Fakten
  • Extrablatt
  • Gestern und heute
  • Azubi der Angst
  • Peter Illmann
  • Gimmick
  • Neue Gimmicks
  • Heiße Geräte
  • Zu den Sternen!
  • Lara Croft
  • Konsolenkrieg
  • Selber machen
  • Ausstellung
  • Roboter an die Macht
  • YPS-Quiz
  • Peter Wiechmann

Die Comics:

  • Der letzte Bulle
  • Finnen von Sinnen
  • Phantomias
  • Zauber
  • Gespenster GmbH
  • Pif und Herkules
  • Thomas der Trommler
  • Yps, Kaspar, Patsch und Willy

Das Gimmick

Wie gesagt, ein weiterer Klassiker: Ei hart kochen, Schale entfernen, in die Maschine damit und ab in den Kühlschrank. Nach einger Zeit hat man dann ein würfelförmiges Ei. Ein besonderer Gag als stapelbare Eier für den Frühstückstisch.

Die Artikel

Hier wird die Mischung aus „neu und spannend“ und „alt und nostalgisch“ beibehalten. Als „Legende“ in dieser Ausgabe wird nicht nur Peter Illmann (der Moderator der in den 1980er Jahren legendären Musiksendung „Formel 1“) interviewt, sondern auch Peter Wiechmann. Wiechmann ist bekannt für unzählige Comics, die er im Laufe seiner 45jährigen Karriere geschrieben hat. Eines seiner Werke ist „Thomas der Trommler“, von dem auch eine Episode in dieser Ausgabe abgedruckt wurde.

Die Comics

Bei den Comics fällt natürlich sofort die Episode von „Pif & Herkules“ ins Auge: Diese ist nämlich kein Nachdruck, sondern eine noch nie auf Deutsch erschienene Neuerzählung. Allerdings erkennt der YPS-Fan sofort, dass es eine Änderung gegeben hat: Der bisher unter dem Namen „Belpomme“ bekannte Professor aus den Geschichten heißt ab hier aus irgendeinem Grund „Reagenz“. Die anderen Klassik-Comics sind Nachdrucke aus alten YPS-Heften, einschließlich der „Yps, Kaspar, Patsch und Willy“-Episode zum Gimmick.

Der Gesamteindruck

Der Redaktion ist es gelungen, das zu halten, was in der vorigen Ausgabe angefangen wurde. Die Änderungen im Konzept sind minimal und passend (Zusammenfassung der Comics am Heftende). Auf der letzten Seite gibt es diesmal auch einen Hinweis darauf, wann das nächste Heft erscheint – aber das war’s auch schon. Es gibt keine Ankündigung, welches Gimmick dann erscheinen wird. Vielleicht dachte man, dass ein Vierteljahr eine zu lange Zeit ist, um die Vorfreude auf das nächste Gimmick aufrecht zu erhalten, im Gegensatz zu früher, wo man ja nur eine Woche warten musste. Die Erfolgsgeschichte ging aber unvermindert weiter.

 

ASTERIX: „Der Papyrus des Cäsar“ – Band XXXVI

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Schon seit ein paar Tagen ist das neueste Abenteuer des kleinen Galliers Asterix im handel zu haben, Band 36. Es trägt den Titel „Der Papyrus des Cäsar“ und ist der zweite Band, der von dem neuen Team Jean-Yves Ferri und Didier Conrad geschrieben wurde. Offenbar ist es bei „Asterix“ üblich, dass jedes zweite Abenteuer in der Heimat spielt, und nach der Reise zu den Pikten im vorigen Album ist nun also eine Geschichte dran, die innerhalb der Grenzen Galliens ihren Lauf nimmt. Gut, mit Einschränkung: Die Helden bleiben innerhalb der Grenzen Galliens, ihren Anfang nimmt die Geschichte aber in Rom, bei Julius Cäsar. Selbiger ist nämlich unter die Autoren gegangen. „Kommentare zum Gallischen Krieg*“ soll das Werk heißen und der Welt die Einzigartigkeit Cäsars vor Augen führen. Seinem Berater Syndicus stößt bei dem Werk nur eine Passage auf: das Kapitel „Rückschläge im Kampf gegen die unbeugsamen Gallier von Aremorica“. Haarklein und ziemlich ehrlich hat Cäsar hier seine Händel mit den Galliern um Asterix und Obelix aufgezeigt. Syndicus ist allerdings der Meinung, dass das niemand zu wissen braucht. Wenn Cäsar diese ganzen Sachen einfach verschweigt, wird er als Held dastehen. Und überhaupt – die Gallier! Wer in Rom weiß schon von denen? Cäsar stimmt zu und so wird eine Rolle aus dem Gesamtpapyrus entfernt. Allerdings gibt es einen nubischen Schreiber namens Bigdatha, der die Rolle in Sicherheit bringt und dem gallischen Aktivisten Polemix zuführt. Polemix will dieses Kapitel aus Cäsars Geschichte unbedingt an die Öffentlichkeit bringen, zuerst muss er sich aber vor den Römern retten. Dazu flüchtet er in das gallische Dorf, von dem in dem Papyrus so viel die Rede ist. Doch Syndicus lässt nicht locker und will die Herausgabe der Papyrusrolle mit Hilfe der Truppen, die um das gallische Dorf stationiert sind, erzwingen. Miraculix sieht nur eine Möglichkeit, die Wahrheit ans Licht zu bringen: Während das Dorf die römischen Legionen ablenkt, brechen er, Asterix, Obelix und Polemix in den Karnutenwald auf. Dort soll Archäopterix, der weiseste der Druiden, sich den Inhalt der Rolle einprägen, damit die Geschehnisse mündlich überliefert werden können…

Das neue Abenteuer nimmt – ganz in der Tradition von Asterix – neben den historischen auch deutliche Bezüge zur Gegenwart. Polemix etwa wurde nach dem Wikileaks-Aktivisten Julian Assange gestaltet und auch die Handlung lehnt sich an dessen Geschichte an: Unbequeme Wahrheiten, die die Regierenden gern verschweigen möchten, ein kleiner Einzelkämpfer aber ans Licht bringen möchte. Auch wird wieder Gegenwartstechnologie ins Asterix-Zeitalter übertragen, etwa mit den Brieftauben, die zum Versand von Kurznachrichten gedacht sind. Sehr originell finde ich auch die Idee, dass die Gallier ihr Horoskop lesen, das aber nicht nach Sternzeichen, sondern ganz in keltischer Tradition nach Bäumen aufgeteilt wird. Auch hier gibt es kritische Anmerkungen zum Zeitgeschehen, etwa wenn Methusalix und Obelix ihr Horoskop zu ernst nehmen und Miraculix dazu meint, dass es ein seltsames Phänomen sei, wenn die Menschen alles glauben, nur weil es aufgeschrieben wurde.

Der Geschichte selbst liegt eine raffinierte Idee zugrunde und Einzelgags, Runninggags und die Handlung selbst bilden eine gute Einheit. Die Gags wirken nie aufgesetzt oder in die Handlung hineingezwungen und die Übersetzung tut ihr übriges, den Spaß ins Deutsche herüberzubringen. Bestes Beispiel der Leistung der Übersetzung ist eine Kaskade von Wortspielen über Bäume in einer Szene, als sich ein paar Römer als Bäume tarnen, um das gallische Dorf auszuspionieren.
Natürlich ist nicht jede Szene und jeder Gag vollständig gelungen. Etwas merkwürdig fand ich beispielsweise die Einhörner im Karnutenwald**, aber nach dem Besuch in Atlantis in „Obelix auf Kreuzfahrt“ sind wohl auch pure Fantasy-Momente Teil des Asterix-Kosmos. Der Handlung geliegt es aber, die Schwächen auszugleichen, beziehungsweise, sie macht es einfach, darüber hinweg zu sehen.

Conrad, dem Zeichner, gelingt es immer noch, den Zeichenstil von Uderzo fast perfekt zu kopieren. Alle Figuren, die man bereits kennt, sehen exakt so aus wie von Uderzo gezeichnet, und neue Figuren passen sich perfekt in das Bild ein. Ein eigener Stil blitzt ab und zu, allerdings sehr selten einmal durch.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das neue Album sehr gut gefallen hat. Es ist zwar kein großer Klassiker, aber eine gute Geschichte, die zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. „Asterix“ befindet sich mit diesem Zeichner/Autoren-Team auf einem guten Weg. Habe ich was vergessen? Ach ja, die traditionelle Schlussformel, mit der man offenbar jede Asterix-Rezension beenden muss: BEIM TEUTATES!

„Asterix 36: Der Papyrus des Cäsar“ als Comic-Album, Hardcover und eBook kann unter anderem hier bestellt werden.***

Am 5. November escheint die Luxusedition des Bandes, limitiert auf nur 999 Exemplare! Auf 128 Seiten finden sich das Comicabenteuer, ein umfangreiches Making-of und die Original-Bleistiftzeichnungen des neuen Asterix-Zeichners Didier Conrad. Diese Luxusedition erscheint im Überformat, mit Spotlackierung und in Leinen gebundenen Rücken. Sie kann hier bestellt werden.***

*= Das hat einen realen Hintergrund, denn der echte Julius Cäsar schrieb das Werk „Comentarii de Bello Gallico„. Cäsars „Macke“, die in den Asterix-Alben immer dargestellt wird, nämlich dass er von sich selbst in der dritten Person („er“) spricht, stammt aus dem „Bello Gallico“. Cäsar hat dieses tatsächlich auch in der dritten Person verfasst, um den Anschein der Objektivität vorzugeben.

**= Streng genommen muss man aber auch sagen: Da der Karnutenwald selbst in dieser Form nie existiert hat (Goscinny und Uderzo haben sich vom gallischen Volk der Karnuten und ihren Gebräuchen inspirieren lassen, den Wald allerdings erfunden), können dort selbstverständlich auch Einhörner leben. Ich fand’s nur ein wenig merkwürdig.

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YPS mit Gimmick Nr. 1258: Die Urzeitkrebse

(c) Egmont Ehapa
(c) Egmont Ehapa

YPS war ursprünglich eine Kinder- und Jugendzeitschrift, die im Oktober 1975 das erst Mal erschienen ist und als erste auf dem deutschen Markt eine Beilage hatte, das so genannte Gimmick. Über 1200 Ausgaben sind erschienen, bevor das Heft von seinem ursprünglichen Verlag Gruner + Jahr an Egmont Ehapa verkauft wurde. Sinkende Auflagenzahlen sorgten dafür, dass YPS schließlich eingestellt wurde. Dann gab es einen neuen Anlauf, das neue YPS sollte sowohl neue junge Leser begeistern, als auch die „alten Hasen“ von damals bei der Stange halten. Dieser Spagat funktionierte allerdings nicht so, wie sich die Macher das vorgestellt hatten und YPS wurde ein zweites Mal eingestellt. Aber ein altes deutsches Sprichwort sagt, aller guten Dinge sind drei. Allerdings muss man hier dazufügen, dass das Sprichwort durch die Lautverschiebung der deutschen Sprache uminterpretiert wurde und von daher in seiner Originalfassung nicht so ganz in diesen Zusammenhang passt; ursprünglich hieß es nämlich „Aller guten Thinge sind drei“ und bezog sich auf die „Thing“ genannten altgermanischen Ratsversammlungen, bei denen eine Dorfgemeinschaft Regeln für das Zusammenleben aufstellte (ähnlich einem Gemeinderat) und bei denen auch Recht gesprochen wurde. War nun jemand aus der Gemeinschaft eines Vergehens beschuldigt wurde, so war er verpflichtet, sich vor dem Thing einer Verhandlung zu stellen. Da man aber – wie heute auch – zum Termin des nächsten Things vielleicht schon was vorhatte, wurde dem Beschuldigten eine gewisse Zeit eingeräumt. Spätestens beim vierten Thing nach der Anschuldigung musste er vor dem Rat erscheinen, tat er das nicht, wurde er in Abwesenheit verurteilt, ohne sich verteidigen zu können. Der Beschuldigte hatte also „drei Thinge gut“, daher „aller guten Thinge sind drei“, und durch die Lautverschiebung von „th“ zu „d“ im Deutschen wurde aus „Thing“ „Ding“.

Irgendwie bin ich jetzt gerade abgeschweift… aber da sind wir auch schon im Thema: YPS wollte nicht nur Unterhaltung bieten, sondern die Leser sollten auch etwas lernen, entweder über spezielle Serien und Lexikas, die im Heft abgedruckt wurden, oder durch die Comics selbst, in denen immer mal wieder verschiedenste Sachen eingebracht und erklärt wurden.

Nachdem YPS das zweite mal eingestellt worden war, war der Redaktion aber wohl aufgefallen, dass der Großteil der Leser des zweiten Anlaufs die YPS-Fans von damals waren, die mittlerweile erwachsen sind. Und so kam jemand auf die Idee, einen weitere Neuauflage zu starten und sich dabei gezielt an die heutigen Erwachsenen zu wenden. Das bedeutete, YPS wurde zum Magazin, in dem nun auch Artikel abgedruckt werden sollten. Ende des Jahres 2012 war es dann soweit: die Neu-Neuauflage ging mit der Nummer 1258 an den Start. Und die Resonanz war überwältigend.

Dies ist die erste Ausgabe der „neuen Ära“ von Yps.

Der gewandelte Inhalt

Die Gewichtung im „klassischen Yps“ lag mehr auf den Comics, Artikel waren in der Minderzahl. Für das neue Yps beschloss man, das anders anzugehen: Mehr Artikel und mehr Themen, die man abdecken konnte. Da das Heft aber auch ein Magazin sein sollte, brauchte man ein Thema. Es wurden gleich mehrere gefunden. An erster Stelle natürlich die Nostalgie: Was war das damals (1970er / 80er / 90er Jahre) für eine Zeit, was war damals modern, welche Autos wurden gefahren, welche Spielekonsolen gab es damals schon? Dann aber auch ein Vergleich: Wie haben sich die Dinge von damals weiterentwickelt? Der Schwerpunkt hier wurde recht techniklastig gewählt, aber es geht auch in den wissenschaftlichen Sektor hinein. Ein drittes Themengebiet wurde die „erwachsene“ Betrachtung von Dingen, die die Leser von Yps als Kinder interessiert haben: Wie ist es zum Beispiel wirklich, ein Spion zu sein?

Numm 1258 wurde der Testballon – und war innerhalb von wenigen Tagen ausverkauft, so dass eine zweite Auflage (mit gelbem Cover) nachgedruckt wurde. Kurz darauf wurde von Seiten des Verlags Egmont Ehapa verkündet, dass Yps fortan vierteljährlich erscheinen würde.

Folgende Artikel und Reportagen finden sich in diesem Heft:

  • Chronik
  • Fans & Fakten
  • Extrablatt
  • Prominente Fans
  • Gimmick
  • Neue Gimmicks
  • Inteview Comiczeichner
  • Die Akte Y
  • Gestern und Heute
  • Dinosaurier finden
  • Rüdiger Nehberg
  • Krieg der Systeme
  • Fahrzeuge
  • Michael Groß
  • Ein Dutzend Kunststücke

Und diese Comics:

  • Neue Comics (Ruthe, Pondus, Nicht Lustig, Zombilennium)
  • Mode-Comic
  • Yinni + Yan
  • Yps + Co
  • Hombre

Die Chronik beschäftigt sich natürlich mit der Geschichte von YPS, angefangen im Herbst 1975 bis zum 11. Oktober 2012, als Nr. 1258 erschien. Es werden verschiedene Fakten zu Yps und die „Nebenserien“ vorgestellt.

Unter Fans & Fakten geht die Nostalgie schon los: Fans von damals zeigen Bilder von damals und von heute. Außerdem werden Ergebnisse einer Facebook-Umfrage präsentiert.

Das Extrablatt war lange Zeit das, was eBay, Facebook und ähnliche Webseiten heute sind. In diesem Heft werden daraus „Kleinanzeigen von erwachsenen Kindern für Gleichgesinnte“.

Die Prominenten Fans outen sich „im Zeichen des Ypsilon“ und erzählen, was sie mit Yps erlebt haben.

Das Gimmick, die Urzeitkrebse, hat natürlich seine eigene Seite, wo alles über Aufzucht und Pflege der kleinen Wasserbewohner erzählt wird.

Neue Gimmicks werden auf einer Doppelseite vorgestellt, aber dabei geht es nicht um Ideen, die eventuell in einem der nächsten Hefte landen, nein, es geht um Gimmicks, die zu groß und / oder zu teuer sind, um sie als Heftbeilage zu präsentieren.

Das Interview mit dem Comiczeichner wurde in dieser Ausgabe geführt mit Heinz Körner, dem Zeichner der Abenteuer des YPS-Fernsehteams „Yinni + Yan“.

Die Akte Y erzählt vom wahren Leben als Geheimagent – soweit diese Information nicht geheim ist, natürlich.

Gestern und Heute beschäftigt sich mit der Entwicklung verschiedener Dinge, zum Beispiel Fahrrädern, Uhren oder dem Walkman.

In der Reportage Dinosaurier finden schaut der Redakteur einem Paläontologen über die Schulter auf der Suche nach Fossilien.

Rüdiger Nehberg wird in diesem Heft noch selbst befragt, in zukünftigen darf er selbst etwas über das Überleben in der Wildnis schreiben.

Krieg der Systeme geht zurück in die Anfangszeit der Computerspielsysteme. Es wird ein Blick darauf geworfen, welche Systeme es damals gab und wie diese um einen neu entstehenden Markt kämpften.

Fahrzeuge wurde eine weitere Dauerrubrik: Ein Rückblick auf die Autos (und sonstigen Fortbewegungsmittel) aus der Kindheit und Jugend der Yps-Leser.

Michael Groß ist ein bekannter Schwimmer, der in den 1980er Jahren dreimal olympisches Gold gewann. Er steht in diesem Heft Christian Kallenberg Rede und Antwort.

Ein Dutzend Kunststücke sind Zaubertricks, mit denen man mit wenig Hilfsmitteln jede Party etwas aufpeppen kann.

Die Comics waren in dieser Ausgabe noch strikt getrennt nach neu und alt. In kommenden Ausgaben sollten diese zusammen am Ende des Heftes folgen. In 1258 allerdings gab es die neuen Comics zwischen Seite 26 und 35 und die alten von Seite 81 bis 97. Bei den „Klassikern“ ist Yinni + Yan mit dabei und natürlich einer der YPS-Comic zum Gimmick „Urzeitkrebse“. Mit „Hombre“ findet tatsächlich auch ein Schwarz-Weiß-Comic seinen Weg in dieses Heft.

Außerdem gab es noch einen Fragebogen, aber keine Ankündigung für die nächste Ausgabe. Man schien sich da wirklich unsicher zu sein, was nach zwei Fehlversuchen auch irgendwie verständlich ist. Vermutlich knallten die Sektkorken in der Redaktion, als der Verlag meldete, man müsse das Heft nachdrucken.

Bei der Verpackung fällt auf, dass die Plastikhülle stabiler ist als die „weiche Hülle“ früher, was aber vermutlich dem Umstand geschuldet ist, dass das Heft in dieser Hülle auch verschickt wird. Außerdem scheint nicht bei allen Zeitungshändlern angekommen zu sein, dass YPS seit dieser Ausgabe für Erwachsene gedacht war. In vielen Läden fand sich das Heft zwischen Kinder- und Jugendzeitschriften mit Beilage.

YPS Nr. 1258 war ein Versuchsballon, aber das darf man nicht im Sinne von „reinem Experiment“ sehen. Die Struktur und der Inhalt waren schon sehr durchdacht und große Änderungen am Konzept waren eigentlich keine mehr nötig. Lediglich hier und dort wurde ein wenig geändert.

Etwas merkwürdig in diesem Heft war lediglich die „Modenschau“ mit Yps + Co, wo verschiedene Kleidungsstücke und Accessoirs präsentiert wurden, an denen sich dann Yps und seine Freunde versuchen durften. Da der Comic 8 Seiten einnahm, aber jedes Bild mindestens eine halbe Seite groß war, hatte das ein wenig den Anschein von Seitenfüller, noch dazu, da die ersten und letzten zwei Seiten lediglich jeweils ein Bild zeigten. Aber der Ausrutscher ist angesichts der Qualität des Rests verzeihbar.

Herbst 2012 sah den Neustart von YPS. Frühjahr 2013 sollte es weitergehen.

STAR WARS Comics Nr. 3: Skywalker schlägt zu!

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Was bisher geschah:
Der Versuch der Rebellen, die imperialen Anlagen von CYMOON zu sabotieren, gelingt. Doch es ist zu einer Begegnung zwischen Luke Skywalker und dem Sith-Lord Darth Vader gekommen. Lukes Selbstvertrauen ist auf dem Nullpunkt, da er Vader nichts entgegenzusetzen hatte. Vader wiederum ist brennend daran interessiert, den Rebellen, der den Todesstern zerstört hat, in seine Finger zu bekommen. Er heuert Kopfgeldjäger an. Leia macht sich indessen Sorge um die Zukunft der Rebellion. Die Rebellen brauchen dringend eine neue Basis.

„Du hattest Recht. Ich sollte Dich lebendig ausliefern. Aber das heißt nur, Du solltest noch ‚atmen'“.

– Boba Fett

Luke Skywalker ist nach Tatooine zurückgekehrt. Er hofft, in Kenobis Hütte etwas zu finden, das ihn in seinem Streben, ein Jedi zu werden, weiterhelfen wird. Aber nicht nur er sucht in der Hütte nach etwas Brauchbarem, auch die Sandleute  – und ein skrupelloser Kopfgeldjäger…

Gleichzeitig brechen Leia Organa und Han Solo in einem gestohlenen Shuttle des Imperiums auf, um einen Planeten zu finden, auf dem sie eine neue Rebellenbasis errichten können (die alte auf dem Mond von Yavin IV musste geräumt werden, da sie ja dem Imperium bekannt war). Han verhält sich nicht sonderlich geschickt bei einer überraschenden Begegnung mit zwei TIE-Jägern und führt die Prinzessin notgedrungen zu einem alten Schmugglerversteck. Doch dort kommt es zu einer folgenschweren Begegnung…

Rezension

Jetzt erkennt man so langsam ein Muster: Während der Handlungsbogen um Luke und seinen Versuch, mehr Wissen über die Wege der Jedi herauszufinden, in diesem Heft ein vorläufiges Ende findet, beginnt ein anderer Handlungsbogen und Leia und Han Solo. Und der Handlungsbogen um Luke dürfte direkt in den nächsten führen, der in Heft 4 beginnt. Auch diesem Comic gelingt es, den Hintergrund der Filme mit Leben zu füllen. Das Auftreten von Boba Fett ist sehr gut umgesetzt, so dass man mehr über die Verbindung zwischen ihm und Vader erfährt (und das ist mehr als in „Das Imperium schlägt zurück“, wo ja nicht einmal sein Name genannt wird). Es gibt allerdings auch etwas, das mir etwas negativ aufgestoßen ist, da es sich hierbei allerdings um einen wichtigen Plot-Punkt handelt, hier estmal eine…

SPOILERWARNUNG! Ab hier Weiterlesen auf eigene Verantwortung!

Gene Roddenberry hatte für „Star Trek – The Next Generation“ etliche Vorgaben gemacht, was die Geschichten um die ENTERPRISE-D enthalten durften und was nicht. Unter anderem hatte er von vornherein ausgeschlossen, dass es Geschichten um plötzlich auftauchende Familienangehörige der Hauptfiguren, von denen man vorher noch nie gehört hatte, geben sollte. Roddenberry mag ein paar merkwürdige Entscheidungen um TNG getroffen haben, aber mit dieser Vorgabe hatte er absolut Recht. Eine Geschichte zu entwerfen, in der eine der Hauptfiguren plötzlich und überraschend Besuch von einem Verwandten bekommt, von dem noch nie zuvor die Rede war oder dass der Figur noch nicht mal bewusst war, dass es diesen Verwandten gibt, ist einfallslos und platt. Eine solche Geschichte schreibt sich fast von selbst, da das Spannungselement immer das gleiche ist: Die große Frage, wo kommt der / die Fremde her? Warum wusste man bisher nichts von ihm / ihr? Und wie reagiert die Hauptfigur auf die Anwesenheit dieser fremden Person, die gleichzeitig doch zur Familie gehört? Oder falls die Hauptfigur doch von der Existenz des Familienmitglieds wusste, warum hat sie es bisher geheimgehalten? Man sieht, die Möglichkeiten, eine Geschichte draus zu entwickeln, sind begrenzt.
Wenn man schon dergleichen einführen will, ist es wichtig, irgendwann mal vorher einen Fingerzeig zu geben, dass es da jemand geben könnte. Das ist wesentlich raffinierter, aber auch schwieriger, da der Fingerzeig nicht so auffällig sein darf, dass die Leser / Zuschauer schon ahnen, was da kommt.

Warum ich über sowas schreibe? Ganz einfach: Die Person, die Leia und Solo überrascht, als die beiden auf einem fremden Planeten unterwegs sind und eine Unterschlupfmöglichkeit für die Rebellen suchen, stellt sich als Sana Solo vor – Han Solos Frau! Das ist bemerkenswert besonders im Hinblick darauf, dass Han seit dem Abflug von der Rebellenflotte die ganze Zeit versucht, mit Leia zu flirten. Das Auftauchen einer Ehefrau erscheint hier nur als Trickeffekt, denn der Weg ist vorgezeichnet. Es gibt nur drei Möglichkeiten:

  • Sie ist wirklich Han Solos Frau. Das wäre… mäh.
  • Sie ist irgendwie Han Solos Frau, oder aber auch nicht wirklich. Auch… mäh.
  • Sie ist gar nicht Han Solos Frau. Das wäre… mäh.

Ich weiß nicht, was die Autoren geritten hat, schon in dieser frühen Phase des neuen Expanded Universe auf so einen Trick zurückzugreifen. Ich hoffe, dass die Auflösung dieser Geschichte im nächsten Heft doch irgendwie überraschender ist, als es sich im Moment ankündigt.

Bemerkenswert ist übrigens auch, dass die Enthüllung von Solos Frau den Cliffhanger dieses Handlungsstrangs bildet. Das ist ja gleich ein doppeltes Klischee.

Leider ein Minuspunkt in einer ansonsten gut gelungenen Geschichte. Was Luke Skywalker und Darth Vader angeht, so bin ich schon auf den neuen Handlungsbogen „Vader“ gespannt.

 

 

YPS – 40 Jahre und kein bisschen… äh… ja… was eigentlich? Egal: JUBILÄUM!

Am heutigen 13. Oktober gibt es das große Jubiläum zu feiern: YPS wird 40 Jahre alt, am gleichen Tag 1975 – einem Montag – erschien die legendäre Ausgabe Nr. 1, während die Gruppe ABBA mit dem Hit „SOS“ sich an die Spitze der deutschen Charts setzte. Grund genug, dass wir uns hier dem Heft widmen, seiner Geschichte und etwas ausführlicher der Neuauflage, die seit 2012 recht erfolgreich auf dem Markt ist. Den Auftakt bildet diese Episode mit der Geschichte des Heftes bis zu seiner zweiten Einstellung, dann gibt es wöchentlich eine neue Rezension zu den neuen Heften seit 2012, bis wir mit der aktuellen Reihe wieder aufgeschlossen haben. Wem dieser Artikel hier, der zudem zur Hauptsache aus Fakten aus der Wikipedia besteht, zu lang ist, dem gefallen vielleicht die Videos „Die Rückkehr von YPS“ aus der Videoreihe vom „Phantastischen Projekt“, Teil 1 ist hier, Teil 2 hier und Teil 3 hier.

YPS Nr. 1 / (c) Gruner + Jahr
YPS Nr. 1 / (c) Gruner + Jahr

Was ist YPS?

Yps ist ein ComicMagazin, das von 1975 bis 2000 sowie von 2005 (Testausgabe) bis 2006 (3 Testausgaben) als Zeitschrift für Kinder erschien und seit 2012 als Comicheft für Erwachsene herausgegeben wird.[1] Im Oktober 2012 erschien zunächst eine Testausgabe, die sich nun an 30- bis 45-Jährige richtete, die mit der Zeitschrift groß geworden sind. Seit März 2013 erschiendie Zeitschrift vierteljährlich, seit Anfang 2015 im Zwei-Monats-Rhythmus.

Jedem Heft liegt ein Gimmick (oft ein Spielzeug oder ein Scherzartikel) bei; dies hob es in den ersten Jahrzehnten seines Erscheinens von anderen Comic-Magazinen für Jugendliche ab.

Das Konzept von Yps basierte auf dem französischen Heft Pif Gadget, das ursprünglich unter dem Namen Vaillant, le jeune patriote (Vaillant, der junge Patriot) eine Jugendzeitschrift der kommunistischen Partei Frankreichs gewesen war, die zuerst während des Zweiten Weltkriegs im Untergrund erschien. In den 1960er Jahren wurde die Zeitschrift wesentlich weniger politisch, blieb jedoch locker an die kommunistische Partei angebunden; der Name wurde geändert zu Vaillant, le journal le plus captivant (Vaillant, die spannendste Zeitschrift). Die spätere Titelfigur Pif le chien (Pif der Hund), die 1948 für kurze Schwarz-Weiß-Strips in der kommunistischen Tageszeitung L’Humanité erfunden worden war, erschien darin erstmals 1952 und wurde 1965 zur Hauptfigur. Ab 1967 erschien sie unter dem Titel Vaillant, le journal de Pif. Ab 1969 wurde das Gadget (Gimmick) dazugenommen und die Zeitschrift als Pif Gadget neu gestartet. Sie war daraufhin für einige Jahre außerordentlich erfolgreich und stellt bis heute im Comicbereich unübertroffene Rekorde von mehr als einer Million verkaufter Hefte einer einzigen Ausgabe auf, was einige internationale Nachahmer- und Lizenzausgaben hervorbrachte, darunter auch das deutsche Yps. Aus Pif Gadget wurden für Yps zahlreiche Gimmicks (z. B. die Urzeitkrebse) und Comics (z. B. Pif und Herkules) übernommen, jedoch von Anfang an durch eigene Comics deutscher Zeichner ergänzt. Im Gegensatz zu Pif Gadget war Yps stets eine unpolitische Zeitschrift.

Neben den Comics lag ein Schwerpunkt von Yps auf kreativer Beschäftigung, neben den oftmals zusammenzubauenden Gimmicks zum Beispiel mit Bastelbögen, die in manchen Heften das Niveau professioneller Kartonmodelle erreichten (etwa bei den über mehrere Hefte verteilten Modellen von New Scotland Yard oder der Saturn-V-Rakete), und auf Hintergrundinformationen z. B. zu naturwissenschaftlichen Themen, die manchmal an das aktuelle Gimmick angelehnt waren. Das Niveau dieser Beiträge wurde in den ersten Jahren beibehalten, später lag der Schwerpunkt mehr auf Unterhaltung. Yps wurde bereits kurz nach Erscheinen sehr populär und war eines der erfolgreichsten und auflagenstärksten Comicmagazine der 1970er und frühen 1980er Jahre.

YPS Nr. 201: Mein erstes YPS-Heft / (c) Gruner + Jahr
YPS Nr. 201: Mein erstes YPS-Heft / (c) Gruner + Jahr

Die Originalausgabe von YPS: Nr. 1 bis 1253

Vor dem Start der Reihe brachte der Hamburger Verlag Gruner + Jahr im Sommer 1975 nur in Hessen fünf Testausgaben heraus. In diesen Heften kam das namensgebende Känguru Yps noch nicht vor, ebenso fehlte die Reihe Yinni und Yan, die ab der regulären Ausgabe 1 bis kurz vor der Einstellung der Reihe fast immer vertreten war. Stattdessen wurde das Gimmick von der Figur Gulliver vorgestellt, welche offenbar beim Leser nicht ankam. Ein Großteil der Comics wurde in den ersten regulären Ausgaben wiederverwendet. Vom 13. Oktober 1975 an erschien das Magazin regelmäßig wöchentlich. Yps erschien im Phasenvertrieb, d. h. es erschienen nicht alle Ausgaben überall gleichzeitig. In Bayern lag die wöchentliche Ausgabe beispielsweise immer neun Wochen hinter denen im restlichen Bundesgebiet. Auch in Österreich und der Schweiz waren die veröffentlichten Ausgaben nicht synchron mit denen in Deutschland. Daher verwenden die Yps-Hefte auch keine Ausgabedaten, sondern wurden lediglich der Reihenfolge nach durchnummeriert, was eine zeitliche Einordnung der verschiedenen Ausgaben heute schwierig macht.

1999 kaufte der Konkurrenzverlag Egmont Ehapa (Micky Maus) von Gruner + Jahr die Rechte an Yps. Die Erscheinungsweise wurde auf zweiwöchentlich geändert, die Seitenzahl von 48 auf 32 Seiten gesenkt und alle langjährigen Comicserien außer dem Yps-Känguru aus dem Heft entfernt. Aufgrund der schlechten Verkaufszahlen wurde das Heft mit Nr. 1253 vorerst eingestellt. Die letzte reguläre Ausgabe erschien am 10. Oktober 2000 – drei Tage vor dem 25. Jubiläum.

Der zweite Versuch: YPS Nr. 1254 – 1257

Am 18. August 2005 brachte der Egmont Ehapa Verlag nach fünf Jahren Pause die Nummer 1254 mit einer Auflage von 150.000 Heften heraus. Als Zielgruppe gab der Verlag die 23- bis 32-Jährigen an; das Heft enthielt außer Lucky Luke und dem Yps-Känguru keine Comicserien aus der alten Zeit. Vom 13. März bis 8. Mai 2006 erschienen drei weitere Testausgaben. Nach Unternehmensangaben reichten die Verkaufszahlen nicht für ein monatlich erscheinendes Yps-Magazin aus. Der Verlag ließ die Möglichkeit offen, bei veränderten Rahmenbedingungen oder mit einer tragfähigen neuen Idee die Serie fortzusetzen.

  • Nr. 1254 (August 2005): Die Geldmaschine
  • Nr. 1255 (März 2006): Urzeitkrebse
  • Nr. 1256 (April 2006): Alarmanlage
  • Nr. 1257 (Mai 2006): Finger-Fussball
Der Neuanfang: YPS Nr. 1258 / (c) Egmont Ehapa Verlag
Der Neuanfang: YPS Nr. 1258 / (c) Egmont Ehapa Verlag

2012 – Die Auferstehung: YPS Nr. 1258 – …

Am 25. April 2012 kündigte Egmont Ehapa an, Yps neu aufzulegen. Das neue Yps werde sich mit Themen wie Mode, Automobil und Technik befassen. Laut Egmont Ehapa sollen die „Themen von damals inhaltlich und optisch in die jetzige Lebenswelt der Leser“ übersetzt werden. Das Magazin wurde vom Verlag als Erwachsenenmagazin bezeichnet, da es sich an 30- bis 45-Jährige, die mit dem alten Yps aufgewachsen sind, richtet und es Kindheitserinnerungen wecken möchte. Auch die Beigabe von Gimmicks sei geplant. Die redaktionelle Leitung werde Christian Kallenberg, ehemals Chefredakteur des FHM-Magazins, übernehmen. Dieser kündigte an, es werde versucht, „den Geist von Yps, dieses positive Alles-mal-auszuprobieren, in das neue Yps zu übertragen“.

Die erste Ausgabe mit einer Startauflage von 120.000 Exemplaren erschien am 11. Oktober 2012 (dem 37. Jubiläum von Yps) zum Preis von 5,90 Euro. Es handelt sich hierbei um eine Einzelausgabe. Bei Erfolg wäre dann ab 2013 ein regelmäßiger Erscheinungsrhythmus geplant. Am 13. Oktober 2012 war in den meisten Verkaufsstellen das Magazin schon vergriffen, auch der Online-Shop des Verlags Egmont-Ehapa hatte keine Exemplare mehr und die Urzeitkrebse könnten nicht schnell genug für neugedruckte Ausgaben nachgeliefert werden. Am 19. Oktober 2012 ist eine digitale Ausgabe für das iPad erschienen. Durch diesen Erfolg erschien Yps seit März 2013 regelmäßig alle drei Monate und seit März 2015 zweimonatlich.

Ein typisches YPS-Gimmick: Die Brieftasche für Geheimagenten.
Ein typisches YPS-Gimmick: Die Brieftasche für Geheimagenten.

Was sind Gimmicks?

Das Gimmick war eine Beilage zum Heft, z. B. ein Spielzeug, und sollte einen zusätzlichen Kaufanreiz bieten. Gimmicks, wie beispielsweise die Urzeitkrebse, Agenten- und Überlebensausrüstungen, Solarzeppelin, Zaubertricks und U-Boot-Bausätze sind legendär und wurden zu Kultobjekten. Das Gimmick in Heft 1 war ein kleines SchleuderKatapult aus Kunststoff. Mit einem gewissen Abstand vor Heft „Nr.1“ war jedoch zuvor ein Pilotheft erschienen, dessen Gimmick in zwei länglichen Kapseln bestand, die durch eine kleine Stahlkugel im Inneren auf schrägen Flächen hinabpurzelten (das Gimmick erschien später noch einmal in einem anderen Heft). Manche Gimmicks wurden kontrovers diskutiert, z. B. gab es mit Gimmick Nr. 263 (erschienen am 18. Oktober 1980) drei echte tote Tropen-Schmetterlinge in Kästen und bei den „mexikanischen Springbohnen“ waren der Auslöser für das Springen lebende Larven der Motte Laspeyresia saltitans. Es gab auch höherwertige Gimmicks, die allerdings meist in Spezialausgaben (Yps Extra, Yps Spezial und Yps Grün) herausgebracht wurden, wie z. B. ein MWRadio zum Selberbauen oder kleinere technische Modellbausätze wie die Marsraupe (eine Art Mars-Rover).

Das häufigste Gimmick waren die Urzeitkrebse (Artemia nyos), die insgesamt 20 mal als Beilage zum Heft erschienen, gefolgt vom Yps Abenteuerzelt, welches 15 mal Gimmick war. Generell wurden die verschiedenen Serien jährlich in leicht abgewandelter Form wiederholt, so z. B. die Abenteuer-Serie (in der Regel mit dem Abenteuer-Zelt), die Detektiv– und die Agentenreihe. Oft bezogen sich auch die Comics von Yps & Co. oder Yinni und Yan auf das Gimmick. Zu der Detektivreihe gab es auch oft Rätselkrimis, z. B. von Wolfgang Ecke zum Mitdenken und -kombinieren. Populär wurden auch die Mitgliedsausweise für Agenten- oder Detektivclubs oder einfach nur als Yps-Mitglied, wodurch auch ein Augenmerk auf ein Miteinander, bzw. gemeinsames Erleben der Gimmicks durch die gleichaltrigen Leser gelegt wurde.

Auch einige der damals neuartigen Play-BIG– und Playmobil-Figuren wurden als Gimmick verwendet, z. T. zum Selberanmalen (die Stifte gab es dann in der nächsten Ausgabe).

Typischer YPS-Comic: "Yinni + Yan" / (c) Gruner + Jahr
Typischer YPS-Comic: „Yinni + Yan“ / (c) Gruner + Jahr

Comics

Im Laufe der Zeit wurde in YPS eine große Anzahl Comics verwendet, darunter auch bereits bekannte Figuren wie diverse Asterix– oder Lucky-Luke-Serien, die gekürzt auf verschiedene Ausgaben verteilt wurden, oder in den Spätjahren Garfield. In den frühen Ausgaben bis circa 1980 gab es auch noch Fotoserien (Black Beauty nach der gleichnamigen Serie) und eine Vielzahl an realistisch gezeichneten Comics (Davy Crocket, Peter Horn, Hombre, Thomas der Trommler, Wangaroo, Captain York, Gerfried, u. a.), die später kaum noch verwendet wurden.

Die Nummern in der folgenden Auflistung der vertretenen Comics beziehen sich nur auf den Zeitraum, die Reihen waren nicht zwangsläufig in jeder dieser Ausgaben vertreten:

Eigenproduktionen

  • Yps & Co. (ab Ausgabe 1 als einseitiger Comic (Yps, Kaspar, Patsch und Willy) zum Gimmick, ab Ausgabe 88 zusätzlich mit eigenständigen Geschichten)
  • Yinni und Yan (Ausgabe 1–1235, Zeichner: Heinz Körner)
  • Schwyps und Gryps (Ausgabe 41–87, Zeichner: Michael Forster)
  • Wangaroo das Dschungelkind (ab Ausgabe 83 bis ca. 180, Zeichner: Juan Arranz, Texter: Roger Lécureux)
  • Captain York (Ausgabe 95–306, Zeichner: Carlo Raffaele Marcello[14], Texter: Roger Lécureux)
  • Bens Bande (Ausgabe 112–331, Zeichner: Marti (Künstlername von Marti Riera Ferrer), Texter: Peter Wiechmann)
  • Mister Melone (Ausgabe 122–359, Zeichner: Adolfo, (Rojas)/Comicon und Helmut Murek; Texter: Peter Wiechmann, teilweise Rojas/Comicon)
  • Thomas, der Trommler (Ausgabe 132–196, Zeichner: Josep Gual, Texter: Jean Ollivier)
  • Hombre (Ausgabe 145–252, Zeichner: Rafael Mendez, Texter: Peter Wiechmann)
  • Gespenster GmbH (Ausgabe 165–1239), Zeichner: Josip (165-380), Rojas (450-616) (Comicon); Kipkacomics (617-1239); Texter: Peter Wiechmann, Fred Kipka, (Kipkakomiks)
  • Gries, Gram & Grimm (Ausgabe 400–417)
  • Jimmy das Gummipferd (Ausgabe 422–462, basierend auf Geschichten, die 1953 bis 1957 von Roland Kohlsaat für die Beilage Sternchen des Stern gezeichnet worden sind)
  • Punk-Piraten (Ausgabe 864–1233, gezeichnet von Fred Kipkas Unternehmen (Kipkakomiks))
  • Cybertoon (Ausgabe 1248–1253; Texter und Zeichner: Michael H. Musal)

Lizenzcomics – Abgeschlossene Episoden:

Lizenzcomics – Fortsetzungsgeschichten:

Im nächsten YPS

Die letzte Seite eines jeden Heftes war – mit Ausnahme der Zeiten, als nicht sicher war, wie es mit YPS weitergehen sollte -, der Ankündigung des nächsten Heftes vorbehalten, so dass man sich eine Woche lang drauf freuen konnte. An diese Tradition möchte ich anknüpfen: Im nächsten Artikel dieser Reihe geht es um YPS Nr. 1258: Die Urzeitkrebse! Der Artikel erschein in einer Woche an dieser Stelle!

Und ach ja: Alles Gute zum Jubiläum – und auf die nächsten 40 Jahre!

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Grundlage für diesen Artikel ist der Wikipedia-Eintrag „YPS„, Autoren siehe hier. Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern eingebundener Mediendateien stehen im Text darunter. Die Bilder sind selbst fotografiert.

Die Gallier sind zurück! – Das Cover des 36. Asterix-Albums ist enthüllt: „Der Papyrus des Cäsar“

DER PAPYRUS DES CÄSAR, Band 36 der Abenteuer von Asterix dem Gallier, ist ab dem 22. OKTOBER 2015 im Handel erhältlich. Heute wurde das COVER feierlich im Rahmen einer Pressekonferenz in Paris enthüllt!

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Das Szenario des neuen Albums entstammt der Feder von Jean-Yves FERRI, die Zeichnungen von Didier CONRAD. Beide gehören inzwischen zu den Stars der Comicszene und müssen ihr Talent nicht mehr unter Beweis stellen. Ferri und Conrad haben sich 2013 kennengelernt und zusammen an ASTERIX BEI DEN PIKTEN gearbeitet. Der Druck war groß, die Erwartungen hoch: Es war das erste Asterix-Album, das von neuen Autoren erdacht und verfasst wurde – unter dem wohlwollenden Blick von Albert Uderzo, der drei Jahre zuvor beschlossen hatte, seinen Stift nach über 70 Jahren Karriere als Zeichner niederzulegen. Acht Jahre lang hatten die Fans in aller Welt mit Spannung und Ungeduld auf einen neuen Band gewartet. Das Album wurde weltweit ein Riesenerfolg (über 5,4 Mio. Exemplare in 24 Sprachen und Dialekten wurden verkauft) und das Highlight des Jahres 2013.

Getragen von der Begeisterung der Leser und dem Vertrauen, das Albert Uderzo und Anne Goscinny (Tochter von René Goscinny) ihnen schenkten, stürzten sich die beiden Autoren voller Tatendrang in die Schöpfung eines neuen Abenteuers. Ihr Leitsatz: die Tradition dieser von den beiden genialen Comic-Autoren Goscinny und Uderzo ins Leben gerufenen und weltweit erfolgreichen Serie zu respektieren.

Der Erfolg des vorigen Albums lieferte ihnen die Idee zu dem neuen Werk. Zwei Jahre lang tauschten sich Conrad und Ferri aus, skypten, schickten sich Skizzen, Entwürfe, Korrekturen und Änderungen hin und her, und präsentierten schließlich DER PAPYRUS DES CÄSAR: ein Abenteuer in bester Asterix-Tradition. Der vorige Band führte unsere gallischen Helden zu den schottischen Klans nach Kaledonien, daher spielt der neue Band wieder in Gallien. Cäsar wird also aus Rom anreisen müssen, um sich mit seinen Lieblingsfeinden unterhalten zu können!

Während alle Welt gespannt auf das Erscheinen des neuen Abenteuers wartet, wurden bereits erste Details bekannt gegeben. Uderzo verkündete in heiterem und auch stolzem Ton, er sei schwer beeindruckt von der genialen Intrige, die das Autorenduo mit den Ereignissen des Gallischen Krieges verflochten habe: Geschichte in der Geschichte sozusagen!

Und weil eine gute Geschichte immer auch einen guten Bösewicht braucht, wurde kurz darauf die Figur des Bonus Promoplus, der Berater Cäsars, enthüllt. Er soll eine wohldosierte Mischung aus verschiedenen zeitgenössischen Persönlichkeiten sein. Spannend! Aber worum geht es nun in dem Papyrus? Welche Rolle spielt Cäsar in diesem Abenteuer? Werden die Gallier das Römische Reich wieder zum Erzittern und Julius zur Weißglut bringen?

Am 29. Oktober 2015 feiert Asterix seinen 56. Geburtstag. Es verspricht, ein rauschendes Fest zu werden; die Faszination, die der Gallier auslöst, ist ungebrochen. Das Geheimnis seiner ewigen Jugend ist natürlich im großartigen Talent seiner Schöpfer begründet – und dem Talent derjenigen, die ihr Erbe angetreten haben.

Hinter dem Erscheinen dieses neuen Abenteuers verbirgt sich vor allem eine zutiefst menschliche Geschichte, die Geschichte zweier Jungs, die eine Leidenschaft für Comics im Allgemeinen und für Asterix im Besonderen teilen. Jean-Yves Ferri und Didier Conrad sind beide im selben Jahr wie der schnurrbärtige Gallier geboren. Sie sind mit seinen Reisen und den Nöten der Bewohner im Dorf der Verrückten aufgewachsen. Heute halten sie den Stift in der Hand und erfüllen diese Figuren mit Leben.

Albert Uderzo war immer überzeugt davon, dass Asterix weiterleben und den Millionen von Lesern der Serie noch viel Freude bereiten müsse. Ferri und Conrad liefern dafür einmal mehr den Beweis: Asterix wird noch viele Abenteuer erleben und sie mit der ganzen Welt teilen.

Quelle: Egmont Ehapa

STAR WARS Comics Nr. 2: Skywalker schlägt zu!

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Was bisher geschah:
Ein Stoßtrupp der Rebellen, bestehend aus Prinzessin Leia, Han, Chewbacca, Luke und den Doiden R2D2 und C3PO sind in die Anlangen der imperialen Produktionswelt CYMOON 1 eingedrungen, um deren Hauptreaktor zu sabotieren und die Anlagen so zu zerstören. Die Aktion läuft allerdings nicht so wie geplant: Zuerst stoßen die Rebellen auf gefangene Sklaven, dann wird C3PO, der den Millenium Falcon bewachen soll, von Einheimischen auseinander genommen und verschleppt, und dann taucht auch noch Darth Vader persönlich auf.

„Die dunkle Seite gewinnt immer, Obi-Wan. Das solltest Du inzwischen wissen.“

– Darth Vader

Um zu entkommen, müssen die Rebellen mehrfach ihre Kreativität spielen lassen. Nach der kurzen Begegnung mit Luke Skywalker ist Darth Vader wie besessen, ihn in seine Finger zu bekommen. Er erkennt, dass Luke von Obi-Wan unterwiesen worden sein muss, aber noch kein Jedi ist. Während sich den Rebellen eine ganze Streitmacht entgegenstellt, gelingt es Chewbacca, C3PO zu retten und den Falken startklar zu machen. Luke fliegt mit einem Speederbike zurück in die Fabrik, da es imperialen Offizieren mittlerweile gelungen war, die Kernschmelze des Reaktors aufzuhalten. Vader nimmt ihn ins Visier, im letzten Moment – und vor der Explosion des Reaktors – können sich allerdings alle an Bord des Falken in Sicherheit bringen und flüchten. Aber die Episode hat bei allen bleibenden Eindruck hinterlassen: Vader fliegt nach Tatooine, um mit Jabba the Hutt Kontakt aufzunehmen. Nach dem Verlust von CYMOON braucht das Imperium neue Materialwege. Außerdem rekrutiert Vader ein paar Kopfgeldjäger, um Luke zu finden.
Luke seinerseits ist völlig demotiviert. Die Begegnung mit Vader hat ihm gezeigt, dass er nicht mal in Ansätzen ein Jedi ist. Da er nicht weiß, wer ihn unterweisen soll, beschließt er, Kenobis Haus auf Tatooine aufzusuchen, in der Hoffnung, dort antworten zu finden. Doch dort schwärmen gerade die Kopfgeldjäger aus…

Rezension

Die Geschichte geht rasant weiter wie in Band 1 und wieder gelingt den Autoren diese Balance zwischen dem, was schon bekannt ist und der neuen Geschichte: Obwohl man weiß, wohin die Handlung führen muss, fragt man sich doch, wie es genau weiter geht. Durch das Einführen der Kopfgeldjäger bekommt die entsprechende Szene in „Das Imperium schlägt zurück“ etwas mehr Hintergrund und deren Auftauchen kommt nicht ganz so plötzlich und unerwartet. Einen kleinen Kritikpunkt meinerseits gibt es allerdings: Durch eine geschickte Überleitung drückt sich die Geschichte darum, genau zu erklären, wie die Rebellen auf CYMOON sich zum Falken retten konnten. Da hätte ich mir ein wenig mehr Kreativität erhofft. Aber das ist wie gesagt nur ein kleiner Kritikpunkt. Die Geschichte ist gut geschrieben und die Zeichnungen von der gleichen hohen Qualität. Die Filmfiguren sind sehr gut getroffen und neue Figuren fügen sich nahtlos ein. Der Boden für die Zukunft wird gut vorbereitet: In einer Besprechungsszene an Bord des Rebellenflaggschiffs ist nicht nur General Dodonna zu sehen (aus Episode IV), sondern auch Mon Mothma und Admiral Ackbar.

Es ist zwar erst Heft 2, aber ich muss sagen, bislang bereue ich das Abonnement der Comicreihe nicht. Ich bin gespannt auf das Finale der Geschichte „Skywalker Strikes“, das im Oktober erscheinen wird.

 

Technische Rezension: „DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT 2“ 3D/2D-Edition

(c) Dreamworks Animation
(c) Dreamworks Animation

Originaltitel:

HOW TO TRAIN YOUR DRAGON 2

Deutscher Titel:

Drachenzähmen leicht gemacht 2

Laufzeit:

ca. 102 Minuten

FSK-Freigabe:

ab 6 Jahren

Studio:

DreamWorks Animation / 20th Century Fox

Herstellungsjahr:

USA 2014

Discs:

2 Blu-Rays

Tonformate:

Deutsch DTS 5.1

Englisch DTS-HD-MA 7.1

verschiedene Sprachen in DTS 5.1 oder DD 5.1

Extras:

Pappschuber (nur die 3-Disc-Edition mit Teil 1+2)

Regie:

Dean Deblois

Charakter:

Originalsprecher:

Deutsche Sprecher:

Hiccup / Hicks

Jay BaruchelDaniel Axt

Astrid

America Ferrera

Emilia Schüle

Fishlegs / Fischbein

Christopher Mintz-Plasse

Hannes Maurer

Snotlout / Rotzbakke

Jonah Hill

Tim Sander

Tuffnut / Taffnuss

T. J. Miller

Nico Sablik

Ruffnut / Raffnuss

Kristen Wiig

Britta Steffenhagen

Stoick / Haudrauf

Gerard Butler

Dominic Raacke

Gobber / Grobian

Craig Ferguson

Thomas Nero Wolff

Valka

Cate Blanchett

Martina Hill

EretKit Harington

Dennis Schmidt-Foß

Drago Bludvist / BlutfaustDjimon Hounsou

Wolfgang Wagner

Handlung:

Seit den Geschehnissen aus dem ersten Teil sind mittlerweile 5 Jahre vergangen und aus den Chaoten um Hicks und Astrid sind mittlerweile junge Erwachsene geworden, und auch die Drachen gehören seit damals genauso fest zu Berk wie die Wikinger selbst.
Die Zeiten in denen sich die beiden Gruppen bis aufs Blut bekämpften sind endgültig vorbei, da jeder Bewohner von Berk einen oder mehrere Drachen zum Freund hat. Das Dorf wurde ebenfalls äußerst drachenfreundlich umgebaut und beherbergt hunderte von ihnen.
Die beliebteste Sportart auf Berk ist das Drachenrennen (vergleichbar mit dem Rennsport, nur eben in der Luft), das sich keiner entgehen lässt.
Hicks der kurz zuvor einmal mehr von seinem Vater Haudrauf dazu gedrängt wurde seine Nachfolge als Oberhaupt des Stammes anzutreten, hat keine Lust dazu darüber zu diskutieren und begibt sich mit Ohnezahn lieber auf einen Forschungsflug.
Dabei entdecken Er und seine Verlobte und zukünftige Braut, Astrid, sowie deren Drache Sturmpfeil eine riesige Rauchsäule. Als die vier am Ort des Geschehens eintreffen finden sie nur Zerstörung vor und werden von den dortigen Bewohnern, Drachenjägern, unter der Führung von Eret, dem Sohn von Eret, angegriffen.
Von Eret erfährt er auch von Drago Blutfaust, einem brutalen Eroberer, der sich alle Drachen untertan machen möchte um mit diesen abgerichteten Kampfdrachen alle bekannten Gestade der Welt zu erobern.
Hicks will Drago finden und diesen von seinem Vorhaben abbringen, dabei trift er auf einen mysteriösen Drachenreiter, welcher sich als eine Person aus seiner Vergangenheit herausstellt
welche mit vielen hundert Drachen auf der Sanktuarium-Insel lebt.
Als plötzlich Drago Blutfaust mit seiner Armee aus Menschen und Drachen die Zufluchtsinsel angreift müssen alle um ihr überleben kämpfen, denn das nächste Ziel von Drago ist Hicks‘ Heimat Berk!

Info:

Der Film scheut sich nicht erwachsenere Themen anzusprechen, wie dem ableben eines der Hauptpersonen, dieser Charakter hatte schon im ersten Teil einen wichtigen Beitrag zur Handlung geleistet. Und damit zeigt der zweite Teil von „Drachenzähmen leicht gemacht“ das er auch nicht vor äußerst sensiblen Themen wie Verlust eines geliebten Menschen zurückschreckt.
Aber auch intimere Themen wie die Beziehung von Hicks und seiner Verlobten Astrid werden hier angesprochen, nicht zu vergessen die unzerstörbare Freundschaft von Hicks und seinem Nachtschatten-Freund Ohnezahn!

Seit Teil 1 hat DreamWorks die Technik kontinuierlich weiterentwickelt. Zusammen mit Intel und HP hat DreamWorks das Verfahren Scalable Multicore Processing entwickelt das es erlaubt, mit Hilfe von skalierbaren Mehrkernprozessoren Effekte und Kolorierung in Echtzeit zu animieren. Dazu kommen noch die neuen Animationsprogramme Premo und Torch ermöglichen eine noch erheblich detailliertere Animation als es bisher der Fall war.
Der Komponist John Powell, der für den Soundtrack von Teil 1 für den Oscar nominiert wurde, ist auch beim zweiten und dem dritten Film wieder dabei.
Für 2016 oder 2017, darüber gibt es noch keine 100%-ig definitive Aussage, kommt wohl der voraussichtlich abschließende Dritte Teil, der z. Z. produziert wird, ins Kino.

Bild 3D – BD (Disc 1):

Der Film weist dauerhaft eine sehr natürliche, homogene, und auch sehr fein abgestufte Plastizität und Tiefenwirkung auf wodurch auch die weniger actionbetonten Szenen äußerst räumlich wirken.

Die vorhandenen Pop-Out-Effekte sind dabei zwar eher subtilerer Natur, steigern aber das gesehene noch erheblich.

Der Detailreichtum ist immens, ebenso wie der Strukturreichtum sowohl was die Drachen, die Charaktere als auch die Umgebung (Schiffe, Häuser, Landschaft ect.) betrifft.

Man kann ohne Übertreibung sagen dass sich bei DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT 2 alle Werte auf Referenzniveau liegen, sowohl was den Kontrast, die Bildschärfe, die sehr schön abgestufte Farbpalette, den Schwarzwert und natürlich auch die Kompression betrifft.

Das 3D-Bild bietet hier eindeutig erstklassiges Referenz-Niveau!

Bild 2D – BD (Disc 2):

Auch die 2D-Version steht der 3D-Version in nichts nach und besitzt auch hier eine hervorragende Räumlichkeit, die allerdings aus nachvollziehbaren Gründen nicht so stark ausgeprägt ist wie bei der 3D-Fassung.

Was die reine Bildqualität angeht, so steht diese der 3D-Version in nichts nach, nur das das Bild an sich ohne die Brillen natürlich etwas heller ist, ansonsten gilt hier das gleiche wie für die 3D-Fassung, eindeutige Referenz!

Ton:

Obwohl der deutsche Ton nur im Audioformat DTS 5.1 vorliegt macht dieser aber eine wirklich äußerst gute Figur.

Da der Film eine starke Betonung auf Action hat, ist der Sourroundsound sowohl was den Bass, die Räumlichkeit, als auch die Direktionalität angeht, ganz weit vorne anzusiedeln.

Der englische DTS-HD-MA 7.1-Sound ist zwar noch etwas effektiver, dafür ist die deutsche Tonabmischung aber etwas aggressiver und lauter als das Original ohne das die Dialoge der Charaktere dabei untergehen, diese sind immer sehr gut zu verstehen.

Die Musik von Komponist John Powell ist schon aus dem ersten Teil und der TV-Serie bekannt und bietet daher auch einen sehr großen Wiedererkennungseffekt.

Auch hier gilt, wie beim Bild, der erstklassige Ton, sowohl in Englisch als auch in Deutsch ist hier auf Referenzniveau!

Bonus:
2D-Disc:

  • Dragons: Das große Drachenrennen (26.37 min.)
  • Fischbeins Drachenstatistiken (interaktives Feature)
  • Dragos Kriegsmaschinen (interaktives Feature)
  • Berks Drachenwelt (4.19 Min)
  • Hicks neue Erfindungen (interaktives Feature)
  • Entfallene Szenen (12.00 Min):
    • Einleitung (0.37 Min)
    • Alternativer Filmanfang (3.01 Min)
    • Intriganter Taffnuss (1.51 Min)
    • Auseinandersetzung zwischen Eret und Hicks (2.51 Min)
    • Hicks und Valka verbringen den Tag miteinander (3.50 Min)
  • Bildergalerie
  • Original Kinotrailer (2.25 Min)
  • Trailervorschau (12.00 Min):
    • Home – Ein smektakulärer Trip (2.25 Min)
    • Die Pinguine aus Madagascar (2.25 Min)
  • Die Welt von DreamWorks Animation

Die Trailer „Die Pinguine aus Madagascar“ und „Home – Ein smektakulärer Trip“ starten auch schon nach dem einlegen der Disc.

Anmerkungen:

  • 2014: Hollywood Film Award (Bester Animationsfilm des Jahres)
  • 2014: National Board of Review Award (Bester Animationsfilm)
  • 2015: Golden Globe Award (Bester Animationsfilm)
  • 2015: Nominierung Oscar (Bester Animationsfilm)
  • 2015: Nominierung Nickelodeon Kids’ Choice Awards 2015 (Lieblingsfilm)

Fazit:

„Drachenzähmen leicht gemacht 2“ ist wie Teil 1ein wunderbarer Film, der aber diesesmal wesentlich erwachsener ist, und mit einer großartigen Optik und fast perfektem Sound aufwartet.
Wieder einmal absolut erstklassiges Demomaterial für die Heimkinoanlage!

Wie auch schon Teil 1 gehört auch Teil 2 zu meinen absoluten All-Time-Favoriten im Animationsfilmbereich!
Ich bin außerdem gespannt darauf wie groß der Zeitsprung zwischen Teil 2 und Teil 3 dieses Mal sein wird.

Ein Film für die ganze Familie und für jeden der auf gute, bzw. wirklich erstklassig gemachte Animationsfilme steht.

Medien:

„Drachenzähmen leicht gemacht 2“ gibt es in folgenden Versionen:

 

STAR WARS: Fans feiern den ‘Force Friday’

Tausende von Händlern öffnen weltweit ihre Türen, um die neuen STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT Produkte zu feiern

(c) Disney
(c) Disney

Am heutigen „Force Friday“ wurden die neuen Produkte zum mit Spannung erwarteten Filmstart von STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT weltweit im Handel vorgestellt. Nach dem 18-stündigen weltweiten Live Unboxing Event auf YouTube, bei dem die Highlights der neuen Produkt-Range offiziell enthüllt wurden, wurde die Party fortgesetzt, denn zahlreiche Händler, davon allein 3.000 in den USA, öffneten um Mitternacht für alle Fans die Türen, die als eine der ersten die neuen Star Wars Produkte entdecken konnten.

„Wir haben eng mit den Filmemachern zusammengearbeitet, um die Charaktere und Geschichten von STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT mit einer aufregenden Palette an Produkten zum Leben zu erwecken, und freuen uns, sie nun mit den Fans rund um den Globus teilen zu können,“ sagt Leslie Ferraro, Co-Chair, Disney Consumer Products and Interactive Media und President, Disney Consumer Products.

Beginnend in Sydney und endend in den Lucasfilm Headquarters in San Francisco haben Disney Consumer Products und Interactive Media ein episches globales Live-Event veranstaltet, bei dem die wichtigsten STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT Produkte enthüllt wurden. Fans, die auf der Star Wars YouTube-Seite eingeschaltet haben, konnten die folgenden Spielwaren sehen, die von den Top-Stars des Maker Studios Netzwerks vorgestellt wurden:

• Sydney: Star Wars BladeBuilders Jedi Master Lightsaber von Hasbro

• Tokyo: Star Wars: The Force Awakens Big Figs (31” and 48”) von JAKKS Pacific

• Hong Kong: Hot Wheels® Autos der Star Wars Charaktere sowie das Escape from Jakku™
Starship Playset von Mattel

• Seoul: LEGO Star Wars Poe’s X-Wing Fighter™

• Paris: Star Wars: The Force Awakens Kylo Ren Lightsaber, exklusiv im Disney Store

• Madrid: Star Wars Micro Machines First Order Star Destroyer von Hasbro

• Berlin: LEGO Star Wars Kylo Ren’s Command Shuttle™

• London: Star Wars: The Force Awakens Elite Series Diecast Figuren Sortiment, exklusiv im Disney
Store

• Rio de Janeiro: Star Wars Black Series 6” Figuren Sortiment von Hasbro

• New York: LEGO Star Wars Millennium Falcon™ sowie Star Wars BB-8 von Sphero

• Toronto: Star Wars Remote Controlled Millennium Falcon Quad and X-Wing Starfighter von Air
Hogs, Spinmaster

• Chicago: Star Wars: The Force Awakens Rollenspiel-Utensilien, exklusiv im Disney Store

• Mexico City: Star Wars First Order Stormtrooper Deluxe NERF Blaster von Hasbro

• San Francisco: Star Wars Battle Action Millennium Falcon von Hasbro

• Los Angeles: Star Wars: The Force Awakens Poe Dameron’s X-Wing von Hasbro

Neben Lichtschwertern, Bausets, Spielfiguren und Sammlerstücken konnten Fans Produkte der verschiedensten Kategorien finden, darunter Kleidung für alle Familienmitglieder, Dekoration fürs Zuhause, Lifestyle-Accessoires, Bücher und mehr. Neue Star Wars Produkte sind weltweit im Fach- und Einzelhandel wie zum Beispiel bei amazon.de, Toys“R“Us, Galeria Kaufhof und im DisneyStore.de erhältlich.

Die Highlights der Produkt-Linie beinhalten eine große Kollektion an exklusiven Produkten aus dem Disney Store, darunter Rollenspiel-Produkte, sprechende Actionfiguren und Spielfiguren-Sets, außerdem thematische Kleidung, technische Accessoires, Tassen, Magazine und vieles mehr.

Um die Vorfreude auf die wichtigsten, noch nicht bekannten Filmmomente zu wahren, wird eine zweite Range an Produkten zeitnah zum Filmstart erhältlich sein. Fans werden dann weitere Items mit den neuesten Charakteren finden können, darunter Rey, Finn, Kylo Ren, Captain Phasma, BB-8 und viele weitere.

STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT startet am 17. Dezember 2015 in den deutschen Kinos.

Quelle: The Walt Disney Company Germany

Technische Rezension: „Baymax – Riesiges Robowabohu 3D/2D“

(c) Disney
(c) Disney

Originaltitel:

BIG HERO 6

Deutscher Titel:

Baymax – Riesiges Robowabohu

Laufzeit:

102 Minuten

FSK-Freigabe:

ab 6 Jahren

Studio:

Walt Disney Studios

Herstellungsjahr:

USA 2014

Discs:

2 Blu-Rays

Tonformate:

Deutsch DTS-HD-HR 7.1

Englisch DTS-HD-MA 7.1

Italienisch und Türkisch in DTS 5.1

Extras:

Pappschuber

Regie:

Don Hall und Chris Williams

Charakter:

Originalsprecher:

Deutsche Sprecher:

Hiro Hamada

Ryan PotterAmadeus Strob

Baymax

Scott Adsit

Bastian Pastewka

Wasabi

Damon Wayans, Jr

Daniel Zillmann

Fred

T. J. Miller

Andreas Bourani

GoGo Tomago

Jamie Chung

Nora Hütz

Honey Lemon

Génesis Rodríguez

Maria Hönig

Robert Callaghan

James Cromwell

Ronald Nitschke

Alistair Krei

Alan Tudyk

Peter Flechtner

Tadashi Hamada

Daniel Henney

Daniel Fehlow

Cass HamadaMaya Rudolph

Vera Teltz

Abigail CallaghanKatie Lowes

Christina Ann Zalamea

Freds VaterStan LeePeter Groeger

Handlung:
Der dreizehnjährige Hiro Hamada lebt seit dem Tod der Eltern bei seiner Tante Cass in der futuristischen Metropole San Fransokyo und verschwendet den größten Teil seiner Zeit und auch seinen überragenden Intellekt meist für illegale Bot-Fights. Sein großer Bruder Tadashi, ist von Hiro´s Lebenswandel nicht gerade begeistert und ist es leid das dieser sein großes Potenzial so verschwendet. Deshalb nimmt er ihn eines Tages zur Technischen-Universität mit um ihm sein Labor zu zeigen. Dort lernt er Tadashis Freunde kennen, Honey Lemon, Wasabi, Gogo und den etwas durchgeknallten Fred, sowie deren unglaubliche Experimente.

Tadashi sellt ihm sein Projekt vor an dem dieser schon länger arbeitet und das er jetzt endlich abgeschlossen hat, den „Persöhnlichen Gesundheitsbegleiter Baymax“, der wie ein großes Marshmellow aussieht und sich auch so anfühlt.

Voller Begeisterung entscheidet sich Hiro ebenfalls an der Uni zu studieren, allerdings muß er dazu einen entsprechenden Wettbewerb gewinnen. Hiro entwickelt seinen schon bei den Bot-Fights verwendeten Robot zu so genannten „Microbots“ weiter die wesentlich kleiner sind, sich dafür aber in Schwärmen bewegen und sich zu allerlei nützlichen Objekten zusammensetzen können, gesteuert wird dieser Schwarm von einem Neurocranialen Transmitter den Hiro als Stirnband trägt.

Der Leiter der Tech-Uni, Professor Callaghan, ist begeistert von Hiro´s Entwicklung und bietet ihm sofort die Aufnahme an der Uni an. Aber auch Alistair Krei, der Präsident von Krei Tech, einer großen Firma die sich auf Robotertechnologie spezialisiert hat, hat ein Auge auf Hiros Erfindung geworfen. Professor Callaghan, der Krei noch von früher kennt und keine sehr guten Erfahrungen mit diesem gemacht hat, warnt Hiro, Alistair Krei zu vertrauen. Als kurz darauf ein Feuer in der Universität ausbricht, rennt Tadashi in das Gebäude zurück um Callaghan zu retten, doch das Bauwerk vergeht in einer gewaltigen Explosion bei der sowohl Tadashi als auch Callaghan getötet werden. Nach dem Verlust seines Bruders zieht sich Hiro in sich selbst zurück und wendet sich von allen anderen ab, bis Baymax erwacht………….

Info:
BAYMAX, im Original „BIG HERO 6“ basiert auf einer gleichnamigen Comicreihe von MARVEL die bei uns eher unbekannt ist. Trotz diverser Änderungen, z.B. wurde Baymax im Original von Hiro´s Vater als Kampfroboter konstruiert, sowie die optische Annäherung der verschiedenen Charaktere an japanische Animes bleibt doch der Geist der Vorlage weitestgehend, natürlich mit dem typischen Disney-Touch, erhalten.

Die Themen sind wie auch schon bei „Frozen“ durchaus erwachsener Natur, z.B. der Verlust eines geliebten Menschen sowie die Rache an dem Mörder. Dass ebendieser genau aus dem gleichen Grund, eben dem Verlust der Tochter, seine Verbrechen begeht, macht Hiro und den Kabukimaskenmann im Prinzip zu Brüdern im Geiste. Genauso wie der Maskenmann den Tod des Schuldigen will so hat auch Hiro sein ganzes Können zu Beginn darauf ausgerichtet den Maskenmann zu terminieren!

Ein weiteres interessantes Merkmal ist die Verschmelzung von San Fransico und Tokyo zur futuristischen Metropole „San Fransyoko“ welche zweisprachig, also englisch und japanisch daherkommt, wie z.B. die Beschilderung und die Werbung. Obwohl beide Städte aus unterschiedlichen Kulturen stammen ist diese „Verschmelzung“ zu einer einzigen Stadt gekonnt und jederzeit glaubwürdig umgesetzt.

Hinzu kommt auch das der Film etliche Referenzen an bekannte SF- Filme und Serien bietet, einige davon sind sehr offensichtlich, andere wiederum eher subtilerer Art.

Bild 3D – BD (Disc 1):
Das Bild von BAYMAX ist wie üblich bei Animationsfilmen aus dem Hause Disney absolut spektakulär geraten. Die Tiefenwirkung ist wirklich erstklassig, mit ein paar eher subtileren Pop-Out-Effekten.

Die Schärfe ist wie immer absolute Referenz, das gleiche gilt auch für den Kontrast, dem Schwarzwert und die Kompression. Hinzu kommen (soweit man bei einem Animationsfilm überhaupt davon sprechen kann) durchaus natürliche und kräftige Farben. Und auch bei diesem Film geht kein noch so kleines Detail des Bildes verloren.

Das 3D-Bild hat hier wie schon die Vorgänger „Rapunzel – Neu verföhnt“, „Ralph reichts!“ und „Die Eiskönigin – völlig unverfroren“ absolutes Referenz-Niveau!

Bild 2D – BD (Disc 2):
Auch die 2D-Version steht der 3D-Version in nichts nach und besitzt auch hier eine hervorragende Räumlichkeit, die allerdings aus nachvollziehbaren Gründen nicht so stark ausgeprägt ist wie bei der 3D-Fassung.

Was die reine Bildqualität angeht, so steht diese der 3D-Version in nichts nach, nur das das Bild an sich ohne die Brillen natürlich etwas heller ist, ansonsten gilt hier das gleiche wie für die 3D-Fassung, absolute Referenz!

Ton:
Wie auch beim Bild ist auch der Ton von BAYMAX reine Referenz. Die deutsche Tonspur die auch dieses Mal im leicht komprimierten DTS-HD-High Resolution-Format auf die Disc geprägt wurde, liegt hier in 7.1 vor und ist ebenfalls mehr als erstklassig gelungen. Das hintere Boxenpaar wird dabei ebenfalls sehr gut mit einbezogen.

Der extrem geringe Unterschied zur englischen DTS-HD-MA 7.1-Spur ist dabei wie immer absolut minimal und nicht zu beanstanden.

Durch die Action betonte Handlung des Filmes kommt die für einen Animationsfilm wirklich sehr aktive Surround-Atmosphäre sehr gut zur Geltung. Der Bass lässt hier ebenfalls nichts zu wünschen übrig, besonders wenn man bedenkt das man hier einen Animationsfilm vor sich hat, welche im Normalfall doch über einen wesentlichem Kind gerechteren Sound verfügen. Die Soundeffekte selbst sind sowohl jederzeit ausgewogen dabei gleichzeitig auch kräftig und besitzen sowohl eine sehr gute Direktionalität als auch Räumlichkeit.

Die Sprache ist jederzeit gut zu verstehen und die typische Superhelden-Musik macht ebenfalls einiges her und kann sich sehen lassen. Die Dialoge sind in beiden Fassungen immer sauber und klar verständlich, hervorragend abgemischt

Ebenso wie das Bild ist auch der erstklassige Ton, sowohl in englisch als auch in deutsch auf Referenzniveau!

Bonus:
3D-Disc:

  • Kurzfilm in 3D: „Liebe geht durch den Magen“ (6.13 Min)

2D-Disc:

  • Kurzfilm in 2D: „Liebe geht durch den Magen“ (6.13 Min)
  • Die Geschichte hinter der Geschichte: Hiros Reise (15.10 Min)
  • Blick hinter die Kulissen: Die Animatoren (6.39 Min)
  • Zusätzliche Szenen mit Einführung der Regisseure (13.10 Min):
  • Alternativer Anfang – Prolog (4.05 Min)
  • Alternativer Anfang – Geheimes Projekt (4.53 Min)
  • Yokais Crew (2.42 Min)
  • Jede gute Superhelden-Geschichte fängt mit einem Enterhaken an (1.12 Min)
  • BAYMAX – Teaser (1.41 Min)
  • Micky Maus-Cartoon: „Irrfahrt in Tokio“ (3.47 Min)
  • Trailer (4.06 Min)
  • Werbeclip: Disney-Paris-Attraction: RATAOUILLE – The Ride (0.32)
  • Werbeclip: INFINITY-Game: New: Anna and Elsa (0.32 Min)
  • INSIDE OUT – Alles steht Kopf (1.36 Min)
  • TinkerBell And The Neverbeast (1.26 Min)

Info:
Die Trailer INSIDE OUT – Alles steht Kopf und TinkerBell And The Neverbeast starten automatisch nach dem einlegen der 2D-Disc.

Anmerkungen:
BAYMAX / BIG HERO 6 hat 2015 den Oscar als bester Animationsfilm bekommen.

Das MakingOf: „Die Geschichte hinter der Geschichte: Hiros Reise“ sollte man sich erst nach dem Film ansehen, da hier sowohl die Identität des Maskenmannes verraten wird sowie auch sehr viel über den Inhalt des Filmes an sich.

Scott Adsit, der im Original und Bastian Pastewka der in der deutschen Version Baymax spricht, haben dermaßen unglaublich ähnliche Stimmen das man meinen könnte das in beiden Fassungen der gleiche Sprecher Baymax seine Stimme leiht.

Fazit:
Nachdem viele Jahre PIXAR und DREAMWORKS den Ton bei animierten Filmen angegeben haben ist dies wieder ein wirklich erstklassiger Animationsfilm aus dem Hause Disney, das mit „Rapunzel“, „Ralph reichts!“ sowie „Die Eiskönigin“ nach einer langen Durststrecke endlich wieder zu alter Stärke zurückgefunden hat.

Hier wird ähnlich wie in „GUARDIANS OF THE GALAXY“ aus einer Gruppe von nerdigen Individualisten eine Crew die zusammenarbeitet um ein Ziel zu erreichen, nämlich die Stadt San Fransyoko zu beschützen, den Kabukimaskenmann gefangen zu nehmen und ihn den Behörden zu übergeben. Es ist eine warmherzige aber auch spannende Geschichte in der nichts ist wie es auf den ersten Blick scheint. Selbst der Schurke des Films hat durchaus einen menschlich nachvollziehbaren Groll die sein Handeln zwar nicht entschuldigt, aber durchaus verständlich macht. Tief im Kern handelt es sich aber um die Geschichte zweier Brüder und natürlich um die Freundschaft zwischen Hiro und Baymax.

Der technische Aspekt ist wie bei den meisten CGI-Animationsfilmen im allgemeinen und wie bei Disney im besonderen, herausragend. Das Bild ist sowohl in 2D als auch in 3D reine Referenz, welches auch auf den deutschen und den englische Ton zutrifft.

Die einzigen Schwachpunkte sind einmal mehr das Bonusmaterial welches zwar Interessant ist, hervorzuheben ist hier das Making Of „Die Geschichte hinter der Geschichte: Hiros Reise„ aber ansonsten doch eher bescheiden daherkommt, außerdem die etwas seltsam anmutende Entscheidung den Charakter Wasabi mit einem Berliner Dialekt auszustatten, was auch immer das sollte, sowie der unverständliche abermalige Verzicht auf ein Wendecover, bzw. ein ablösbares FSK-Logo auf dem Pappschuber, wirklich Schade.

Auf jedenfall gilt aber eines, BAYMAX ist ein Film voller Action, Spannung, Humor, und wieder einmal erstklassiges Demomaterial für das Home-Equipment!

Ein Film für die ganze Familie und für jeden der auf gut gemachte Animationsfilme steht, für Disney-Fans sowieso unverzichtbar!

Achtung:
Nach dem Abspann kommt auch hier noch eine witzige Szene, die vielleicht schon eine Fortsetzung ankündigt?! Wer weiß……..fallallallalla……..

„Baymax – Riesiges Robowabohu“ kann hier bestellt werden: