willkommen zur mittlerweile fünften Episode der überarbeiteten Serie von ASTROCOHORS SOLAR. Und wie zuletzt kommt dieser Beitrag im Blog leider etwas verzögert. Mea culpa. Möglicherweise rede ich in einem Podcast mal darüber, was ich im Hintergrund sonst so so erarbeite. Wer rechtzeitig zu jeder neuen Folge informiert werden möchte, sollte sich wirklich überlegen, den ASTROCOHORS SOLAR Newsletter zu abonnieren. Bisher ist der immer rechtzeitig gekommen. Kostet auch gar nichts. Findet man hier!
Zurück zur Serie: In dieser Folge geht es um das Rote Meer, irgendwie. Das Rote Meer ist ein Meer, das eigentlich gar nicht rot ist. Eigentlich ist es auch nicht wirklich ein Meer, sondern nur der Seitenarm eines Meeres, nämlich des Indischen Ozeans. Warum es also Rotes Meer heißt, ist ein wenig ein Rätsel. Aber es eine Menge los dort. Noch zumindest.
Allerdings gibt es ein Rotes Meer, das wirklich rot ist, nämlich auf dem Mars. Und auch dort ist eine Menge los. Eine Gruppe findet sich dort ein und hat einiges zu besprechen.
Ja, YouTube ist doof und wird immer doofer. Doch wie sang Michael Jackson so richtig über Veränderungen: „I’m starting with the man in the mirror / I’m asking you to change his ways!1“ Sprich: Wenn man möchte, dass sich was ändert, muss man mit sich selbst anfangen. Es gibt schon Alternativen zu YouTube, wir sind nur zu bequem, sie anzunehmen. Aber vielleicht kann man einen Anfang machen? ASTROCOHORS SOLAR gibt es auch bei MakerTube, einer Plattform von PeerTube:
Hier klicken, um den Inhalt von makertube.net anzuzeigen.
Zitate in Episoden erkennen: “Effektivität bestimmt das Handeln…”
Wir sind in der Pilotepisode immer noch in der Einführung. Über die Landung der Stratogleiter berichtet der Erzähler folgendes: “Effektivität bestimmt das Handeln. Man verlässt sich blind auf den andern. Jeder weiß genau, was von ihm abhängt. Jeder ist im Stress.” Diese Zeilen stammen aus dem Lied “Major Tom” von Peter Schilling, auch wenn es dort um einen Start, und nicht um eine Landung geht.
Aktuelle Folge 441: “Rulantica, Reich der rauschenden Rutschen”
Okay, kehren wir zurück in die Gegenwart. ASTROCOHORS SOLAR ist die große, überspannende Serie aller Abenteuer im Universum des Phantastischen Projekts. Und in der Gegenwart laufen die Ereignisse natürlich weiter. Falls Euch das interessiert, letzten Montag ist die aktuelle Folge der Reihe erschienen. Wir verfolgen Mac und seine Erlebnisse für den Quadruvium Club. Er arbeitet sich immer noch im Europa-Park-Jubiläum vorwärts. Heute macht er einen Abstecher nach Rulantica, auch wenn das nicht ganz zu seinem Aufenthalt in der Westernstadt passt. Aber der Europa-Park hat auch in seinem Erlebnisbad ein paar besondere Termine angesetzt. Einer davon ist die Rulantica Sommernachtsparty, eine Sonderveranstaltung mit vielen Aktionen und einer großen Illumination, außerdem hatte Rulantica – wie auch schon der Europa-Park – bis Mitternacht geöffnet. Mac zeigt einen Überblick über die Party und entdeckt eine neue Ecke von Rulantica.
Und falls jetzt jemand fragt: Moment mal, ist da richtig – Folge 441? Ja, ist richtig. Bedenkt, dass die Folgen, die gerade neu überarbeitet erscheinen, in ihrer ursprünglichen Fassung im Jahr 2010 produziert wurden und dort auch spielen. Der Zeitraum seither muss ja irgendwie überbrückt werden, nicht wahr? Falls Euch das zu durcheinander erscheint, macht Euch keine Gedanken. Bleibt bei der überarbeiteten Fassung und Ihr verpasst nichts.
Das war es auch schon wieder für diese Woche.
Bis zum nächsten Mal,
Thorsten Reimnitz, “G.I.”
Michael Jackson: „Man in the Mirror“, komponiert und geschrieben von Glen Ballard und Siedah Garrett. ↩︎
mit etwas Verzögerung gibt es hier auf dem Projekt nun auch die neuesten Berichte zur nächsten Folge unserer überarbeiteten Serie ASTROCOHORS SOLAR. Es ist manchmal etwas schwierig, mit allem Schritt zu halten. Wer direkt und aktuell informiert werden will, dem empfehlen wir immer dringend, den Newsletter von ASTROCOHORS SOLAR zu abonnieren (gleich hier). Hinter den Kulissen planen wir gerade etwas – oder um es besser auszudrücken, wir schauen gerade, ob wir nächstes Jahr etwas neues einführen können, das Euch hoffentlich gefällt. Wenn es soweit ist, werden wir Euch Bescheid geben.
Zunächst aber zu der neuesten Episode. Sie trägt den Titel “Wracks”. Wracks können eine Faszination auf uns ausüben oder uns erschrecken. Wir denken vielleicht, welche Tragödie hier passiert ist. Oder wie aus einem Wrack, gerade im Meer, neues Leben entstehen kann. Es kann aber auch sein, dass wir uns selbst wie ein Wrack fühlen. Damit stellt sich die Frage: Wer ist in dieser Episode das Wrack – und wer der Beobachter?
Übrigens, falls Ihr YouTube doof findet – was Euch niemand zum Vorwurf macht -, so finden sich unsere Episoden auch auf einer anderen Plattform, die auf PeerTube basiert. Hier gibt es gar keine Werbung und trotzdem die Folgen in voller Länge:
Hier klicken, um den Inhalt von makertube.net anzuzeigen.
Man kann den Kanal auf MakerTube genauso abonnieren wie auf YouTube, dazu muss man allerdings dort einen Account haben (nicht unbedingt auf der Instand MakerTube, es reich ein Account irgendwo im PeerTube-Universum). Aaaaaaaber… man könnte auch den Newsletter abonnieren… ja, das hatten wir schon. Überlegt’s Euch, es gibt viele Vorteile.
Anspielungen aus der Serie erklären: “Kälte, Leere, Unendlichkeit…”
Im Pilotfilm wird kurz nach dem Vorwort die Mission der USS ALPHA-STAR beschrieben mit den Worten: “Kälte, Leere, Unendlichkeit.” Das und die folgenden Sätze sind eine Anspielung auf die Einführung des Hörspiels des Films “Das schwarze Loch”. Geschrieben und gesprochen wurde es von Volkert Kraeft, der für seine impulsiven und philosophischen Erzähltexte bekannt ist. In der ersten Hörspielversion von “Rückkehr der Jedi-Ritter” beispielsweise berichtet er über die Verfolgungsjagd mit den Speederbikes auf dem Waldmond Endor, als sei er ein Sportreporter, der mitten im Ereignis ist. Die Hörspielvariante des Films “Tron” wird eingeleitet mit einer philosophischen Betrachtung über die “Welt im Computer”. Und “Das schwarze Loch” beginnt mit einer Erzählung über die Mission des Raumschiffs PALOMINO, die leider ein Fehlschlag zu sein scheint. Denn der Weltraum ist nichts weiter als “Kälte, Leere und Unendlichkeit…”
Was “Das schwarze Loch” betrifft, da werden wir noch mehr Anspielungen erleben, spätestens dann, wenn uns dieses Raumschiff mit dem Namen ALPHA-STAR wieder begegnet – aber für heute soll es das gewesen sein.
Damit sind wir auch schon am Ende des heutigen Newsletters angekommen.
Es ist soweit: die dritte Folge unserer großen Serie feiert heute Premiere. Aber zuerst zu unserem Newsletter: Ein paar mehr Abonnenten könnten wir noch vertragen – also unbedingt weitersagen! Der Newsletter ist und bleibt kostenlos. Und er bringt immer die neueste Episode und ein paar Hintergrundinformationen, zuverlässig bei Erscheinen in den elektronischen Briefkasten. Hier kann er abonniert werden: klick!
Beginnen wir diesen Beitrag dann auch gleich mit der Episode für diese Woche, die den Titel “Auf Kollisionskurs” trägt: Wenn sich zwei Objekte aufeinander zubewegen und – wenn sich an dieser Bewegung nichts ändert – unweigerlich miteinander zusammenstoßen werden, nennt man das „Kollisionskurs“. Das kann wortwörtlich der Fall sein, indem sich zum Beispiel jemand mit einem feststehenden Objekt auf Kollisionskurs befindet. Man kann es aber auch im übertragenen Sinn sehen, etwa wenn zwei Menschen mit unterschiedlichen Ansichten dazu verurteilt zu sein scheinen, zusammenzustoßen. In dieser Episode sehen wir Taucher, Raumschiffe und Menschen in Beziehungen. Was von dem vorgenannten trifft hier auf wen zu?
Zitate erkennen: Die Menschen gehen ihren Geschäften nach und denken, sie haben die Macht über die Materie
Schauen wir uns das nächste Zitat an, das wir im Pilotfilm finden. Über die ahnungslosen Bewohner der Erde wird gesagt, sie dachten, sie hätten die Macht über die Materie und gehen ahnungslos ihren Geschäften nach, obwohl sie aus den Weiten des Weltraums beobachtet wurden. Dieser Absatz ist ein (leicht abgewandeltes) Zitat aus H. G. Wells’ Roman “Der Krieg der Welten” (OT “The War of the Worlds”). Eigentlich wird hier das Verhalten der Marsianer beschrieben, die die Erde als Eroberungsziel ausgemacht hatten. In unserer Serie sind es andere Völker, die die Erde beobachten, natürlich die Acels, aber auch andere, die eine Reality-Show mit Namen “Eye in the Sky” aus den Aufnahmen von unserem kleinen Planeten produzieren. Was es mit dieser Show auf sich hat, werden wir noch erfahren.
“Krieg der Welten” war ebenfalls eine Inspiration für mich, auch wenn ich zugeben muss, dass ich das Buch sehr lange Zeit nicht gelesen hatte, sondern nur den Film von 1953 kannte (lief im Deutschen unter dem Titel “Kampf der Welten”). Neben Jules Verne war das die Inspiration dazu, die Geschichten, die in meinem Kopf entstanden, hauptsächlich im Sonnensystem der Erde stattfinden zu lassen. Ja, wir wissen mittlerweile, dass es kein menschenähnliches Leben auf den anderen Planten gibt, aber wir befinden uns hier ja im Bereich der Science Fiction. Und da lässt sich immer etwas machen. Vor allem hatte ich diese Idee, da ich immer schon – sobald sich die Möglichkeit bietet – die Geschichten als Film oder Filmserie erzählen wollte. Und da war es wesentlich einfacher, wenn die anderen Außerirdischen Abkömmlinge der Erdbewohner sind.
Eine weitere Inspiration dafür waren die amerikanischen Serials “Flash Gordon” (hier besonders die zweite Staffel “Space Soldiers’ Trip to Mars”) und “Buck Rogers” aus den 1930er Jahren. Hier wurden die Planeten Mars (Flash Gordon) und Saturn (Buck Rogers) besucht und die Außerirdischen sahen sehr menschlich aus (wenn man von den tönernen Menschen absieht, aber auch die hatten eine humanoide Grundform).
Bis ich die erste Idee dann wirklich aufschrieb, ist sie allerdings lange in meinem Kopf herumgewandert. Die Flash-Gordon- und Buck-Rogers-Serials liefen in den frühen 1980er Jahren im deutschen Fernsehen unter der Überschrift “Opas Weltraumkino”. Komischerweise kannte mein Opa dieses Weltraumkino allerdings nicht… “Kampf der Welten” dürfte ich um die gleiche Zeit zum ersten Mal im Fernsehen gesehen haben. Später gab es noch eine Folgeserie, die seinerzeit zum ersten Mal auf Pro Sieben lief. Auch auf diese gibt es im Rahmen der Serie eine Anspielung – aber vielleicht klären wir die ein andermal auf.
Das war es dann auch schon für diese Woche. Nächste Woche geht es weiter.
Die Neuauflage der Reihe „ASTROCOHORS SOLAR“ geht weiter und ich bin immer noch am Experimentieren, wie ich alles unter einen Hut kriege. Wer jedenfalls früher auf die neueste Episode hingewiesen werden möchte, muss entweder den YouTube-Kanal abonnieren und darf nicht vergessen, die Glocke zu aktivieren (aber auch dann hat YouTube Schwierigkeiten, die Videos rechtzeitig auszuliefern) oder den Newsletter zu abonnieren, der immer rechtzeitig genug herauskommt: klicke hier! (Besser wäre es aber, beides zu tun, vorausgesetzt Ihr habt einen YouTube-Account, sonst reicht auch der Newsletter.)
Die zweite Folge der Neuauflage trägt den Titel „Tauchgang mit Hindernissen“ und sie findet sich gleicht hier:
Wer aufmerksam war, dem wird das komische Format aufgefallen sein. Ja, zu dem Zeitpunkt wurde noch im alten Fernsehformat aufgenommen. Aber keine Panik: Noch im Verlauf der ersten Staffel wird sich das umstellen, genauso wie sich am Ende des Pilotfilms das Format von Super-8-Film auf Video umstellte.
Zitate und Anspielungen erkennen: “Mit einem Sternenschiff kamen sie an…”
Im letzten Newsletter habe ich Euch aufgefordert, beim Pilotfilm mal ganz aufmerksam zu sein, was Zitate und Anspielungen betrifft. Innerhalb dieser Reihe wollen wir uns diese dann anschauen und erklären, woher sie kommen. Es geht los mit dem Vorwort, das im Pilotfilm noch gesprochen wird, dort fällt der Satz:
“Mit einem Sternenschiff kamen sie an, zu der Zeit als gerade das Leben begann auf der Erde…”
Das ist nicht nur der erste Satz des Vorworts, sondern auch der zweite Satz des Liedes “Die Fremden” aus dem Jahr 1980, komponiert von Ralph Siegel, getextet von Bernd Meinunger und gesungen von der Gruppe Dschinghis Khan. Das Lied hat einen sehr sphärischen Klang und berichtet von den geheimnisvollen “Fremden”, außerirdischen Wesen, die vor sehr langer Zeit die Erde besuchten. Sie wurden “die Götter” genannt, denn “man fand sonst kein Wort für die Fremden”. Es wird allerdings angedeutet, dass die frühen Menschen nur kurzen Kontakt mit den Außerirdischen hatten: “So wie sie kamen, verschwanden sie dann, weil sie glaubten, die Menschheit ist gut und sie wird überleben.” (Was das betrifft, wollen wir hoffen, dass die Fremden sich nicht getäuscht haben. Aber wir müssen es erst noch beweisen.) Leider ist die Botschaft der Fremden im Lauf der Zeit verloren gegangen, da die Zeichen, die sie hinterlassen haben, von Wasser und Sand bedeckt wurden. Doch fast trotzig hört man ihm Hintergrund den Ruf: “Lasst uns nach ihr suchen!”
Tatsächlich war ich damals ein Fan der Gruppe Dschinghis Khan. Das Lied “Die Fremden” findet sich auf der 1980 erschienenen LP “Rom”, neben einigen anderen. Ich mochte den Stil von Ralph Siegel, aus jedem Lied etwas anderes zu machen. Nehmen wir das Hauptlied dieser LP, “Rom”, das mit pompösen Trommeln und Fanfarenklänge an die Geschichte der “ewigen Stadt” erinnert, zwischendrin aber typisch italienische Volksmusikklänge anschlägt, oder “Käpt’n Nemo”, gesungen von Steve Bender, gewidmet dem Kapitän der Nautilus aus “20.000 Meilen unter dem Meer”, bei dem an sich wirklich auf den Grund des Ozeans versetzt fühlt. “Die Fremden”, wie gesagt, klingt sehr atmosphärisch. Und Musik ist für mich ein wichtiger Teil des Schreibens, da Musik Gefühle erzeugt. Ich habe mich damals gefragt, warum die Fremden, um die es in dem Lied geht, auf die Erde gekommen sind und was sie wollten. Natürlich kannte ich auch ein paar Werke der so genannten “Prä-Astronautik”, also Menschen, die behaupteten, dass bedeutende Bauwerke nicht von Menschen, sondern von Außerirdischen erbaut wurden. Das klang alles sehr phantastisch und überragend. Aber durch meine Familie hatte ich Zugriff auf andere Bücher, die das realistische Bild des Altertums zeichneten (unter anderem C. W. Cerams “Götter, Gräber und Gelehrte”). So setzte sich bei mir die Idee fest: Was, wenn den Fremden klar war, dass sie sich in die Entwicklung der Menschheit nicht einmischen durften? Man sieht hier sehr deutlich die Wurzeln zu den “Acels”, die in den Geschichten eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Ich habe mich gefragt, welche Pläne die Fremden wohl verfolgten – und wenn sie “die Götter” genannt wurden, ob sie dann auf die eine oder andere Weise mit dem kollektiven Bewusstsein der Menschen verbunden waren. Zu welchem Schluss ich gekommen bin, werden wir in der Geschichte noch erfahren.
In dem Lied haben die Fremden allerdings keinen Namen. Woher kommt also die Bezeichnung “Acels”? Mein erster eigener Computer war der damals hochmoderne Schneider (eigentlich: Amstrad) CPC 464, der meine alte Reiseschreibmaschine ablöste, auf der ich die ersten Geschichten wortwörtlich zu Papier gebracht habe. Er sah so aus:
Der Amstrad CPC 464. Bild: Thorsten Reimnitz
Hier entstanden die weiteren Geschichten, die ich so schrieb. Wenn man den Computer einschaltete, erschien ein Startbildschirm mit einem Eingabecursor (das Betriebssystem war damals MS-DOS, Windows gab es noch nicht). Die ersten Zeilen des Startbildschirms waren die Rückmeldung, um welches System es sich dabei handelte. Diese lauteten:
Bild: Wikipedia / Bill Betram / https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Pixel8
Auf der Suche nach einem passenden Namen für diese uralte Spezies fiel mir irgendwann diese Titelzeile auf, die ich ja immer sah, wenn ich den Computer einschaltete. Und aus den Großbuchstaben der zweiten Zeile (Amstrad Consumer Electronics … Locomotive Software) entstand der Name “ACELS”. Und ich stellte mir vor, wie Menschen versuchen würden, die Acels zu verstehen, ungefähr so, wie es in den letzten Zeilen von “Die Fremden” heißt:
“Zeichen in Bergen und Wüsten versteckt Die wir vielleicht in Millionen von Jahren versteh’n. (Hoffentlich ist es dann nicht zu spät!) Die wir vielleicht nie im Leben versteh’n, Sie niemals versteh’n, Nein, niemals versteh’n.”
Das ganze Lied kann man sich auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Dschinghis Khan hier anhören:
Und das war’s auch schon für diese Woche! Ich bin noch auf der Suche nach einer weiteren Plattform für die Videos, ganz ohne Werbung und ohne komische, verfassungsfeindliche Inhalte. Wenn sich da etwas entwickelt, gebe ich Bescheid.
Zu Feier des Tages auch hier im Blog: die Pilotepisode unserer kleinen Serie.
Der Inhalt: Auf der Erde schreiben wir das Jahr 1985. Die Menschen haben keine Ahnung von den Vorgängen außerhalb der Atmosphäre ihres Planeten – und auch nicht von Vorgängen direkt mitten unter ihnen: Eine außerirdische Raumflotte hatte Forschungszentren auf der Erde gebaut, um diese merkwürdige Kultur zu erforschen. Jetzt versuchen einige der Außerirdischen, tiefer in die Gesellschaft einzudringen, indem sie Menschen der Erde rekrutieren. Zu diesen Rekruten gehören die jugendlichen Mitglieder eines kleinen Clubs, die in ein Abenteuer geworfen werden, das größer ist, als sie sich je vorstellen konnten. Sie lernen über alte Konflikte, die zwischen den Planeten ausgetragen werden und die letztlich sogar die Erde in Gefahr bringen…
Das Phantastische Projekt feiert dieses Jahr ein Jubiläum – und wir haben die Jubliäumswoche erreicht. Der Tag selbst ist der 7. August, und genau dann machen wir einen Neustart für unsere SF-Reihe, in chronologisch richtiger Reihenfolge und mit Material, das zwar aufgenommen, aber nicht veröffentlicht wurde. Mehr darüber erfahrt Ihr im Video.
Der Friederich, der Friederich, Das war ein arger Wüterich! Er fing die Fliegen in dem Haus Und riss ihnen die Flügel aus. Er schlug die Stühl' und Vögel tot Die Katzen litten große Not. Und höre nur, wie bös er war: Er peitschte seine Gretchen gar!
Am Brunnen stand ein großer Hund, Trank Wasser dort mit seinem Mund. Da mit der Peitsch' herzu sich schlich Der bitterböse Friederich; Und schlug den Hund, der heulte sehr, Und trat und schlug ihn immer mehr.
Da biss der Hund ihn in das Bein, Recht tief bis in das Blut hinein. Der bitterböse Friederich, Der schrie und weinte bitterlich. Jedoch nach Hause lief der Hund Und trug die Peitsche in dem Mund.
Ins Bett muss Friedrich nun hinein, Litt viele Schmerz an seinem Bein; Und der Herr Doktor sitzt dabei Und gibt ihm bitt're Arzenei.
Der Hund an Friedrichs Tischchen saß, Wo er den großen Kuchen aß; Aß auch die gute Leberwurst Und trank den Wein für seinen Durst. Die Peitsche hat er mitgebracht Und nimmt sie sorglich sehr in acht.
von Dr. Heinrich Hoffmann (1809 – 1894), aus seinem Buch „Der Struwwelpeter“
Gefangen im Energiewirbel eines Tadsyls muss sich die Besatzung der EUROPE einiges einfallen lassen, um doch noch zu entkommen. Schließlich ist das Schiff, dessen Besatzung sie haben retten wollen, bereits zum Opfer dieses fremdartigen Objekts geworden. Wenn man in den Kern des Tadsyls gerät, weiß niemand, was passiert, denn niemand kehrte je zurück, um davon zu erzählen. Die Situation ist also ernst! Wird die EUROPE das erste Schiff der Flotte sein, dass nicht einmal seinen Jungfernflug übersteht?
Ja, mal wieder ist es soweit: Ein neuer Heftroman mit den Abenteuern vom Raumschiff EUROPE ist erschienen. Die Geschichte macht genau an der Stelle weiter, wo die letzte gemeinerweise mit einem Cliffhanger aufgehört hat. Wie wird die EUROPE wohl aus dem Energiewirbel gerettet? Denn dass sie gerettet wird, ist ja wohl klar, immerhin handelt es sich hierbei um die Helden der Geschichte. Was wäre eine Reihe mit dem Titel „Raumschiff EUROPE“ ohne das besagte Raumschiff? Aber mit der Selbstrettung ist es noch nicht vorbei, denn noch immer steht eine Aufgabe vor der Besatzung des tapferen Schiffs der AMBASSADOR-Klasse. Die große Konferenz ist noch nicht beendet und Captain Betulius und ihre Crew sollen für die Sicherheit des Botschafters Zippan sorgen. Da sind wir doch mal gespannt, wie sich das ausgeht.
Den neuen Heftroman gibt es wie immer überall, wo es auch Bücher gibt, man kann ihn direkt beim BoD-Shop bestellen (klick hier!) oder auch bei AMAZON bestellen (klick hier!*). Mehr Informationen gibt es auf der Webseite vom Raumschiff EUROPE (klick hier!).
Das Raumschiff EUROPE ist unterwegs durch die Galaxis, um zu forschen und diplomatische Missionen durchzuführen. Doch erst einmal muss die Besatzung dazu den Jungfernflug überstehen…
„RAUMSCHIFF EUROPE“ ist die neue Heftromanreihe des Phantastischen Projekts, die es überall im Buchhandelt gibt. Sie verbindet Science Fiction und Parodie im Auftrag ewiger Jugend und Glückseligkeit. Informationen über die Episoden gibt es im Internet unter
– Auszug aus den „Galaktischen Annalen“ zum Jahresbeginn 3049:
Der Beginn ist eine sehr delikate Sache. Sie müssen wissen, in der Galaxis schreiben wir das Jahr 3049. Die Planetenunion wird regiert von Junker Andwa D’Ajema.
Die allerwichtigste Substanz im uns bekannten Universum ist die „Essenz“. Die „Essenz“ tritt in allerlei Formen auf, als Gas, flüssig, aber die häufigste Form ist von von verschiedenfarbigen Kristallen.
Wenn man die „Essenz“ weise und mit Bedacht einsetzt, erzeugt sie Energie. Kraft. Bewegung. Doch negativ genutzt führt sie zur Unterdrückung. Zum Kampf. Zum Krieg. Menschen gegen andere Kreaturen. Menschen gegen Menschen, Völker gegen Völker, Planeten gegen Planeten.
Aus der traurigen Erfahrung zweier großer galaktischer Kriege und unzähligen Konfrontationen davor, dazwischen und danach hat der Rat des Galaktikums beschlossen, in der Galaxis Schutzzonen einzurichten für die Planeten, deren Entwicklungsstand so weit zurück liegt, dass sie noch nicht fähig sind, am Leben der übrigen zivilisierten Milchstraße teilzunehmen. Und eine Direktive des Galaktikums verbietet es anderen, sich in das Leben dieser Völker einzumischen.
Das wurde in der Vergangenheit nicht immer beachtet. Doch dafür gab es Gründe.
Eine dieser Schutzzonen heißt „Smaragd-Sektor“. In ihm liegt ein besonders primitiver Planet. Sein Name ist „Erde“. Von dieser primitiven Welt ist kürzlich ein Ruf in die weiten des Universums ergangen. Der Ruf nach einer Zusammenkunft an einem geheimen Ort. Und ich weiß auch, warum.
Die Welt ist im Wandel. Ich spüre es im Wasser. Ich spüre es in der Erde. Ich rieche es in der Luft.
Es gibt ein Erwachen. Spürst Du es? Die dunkle Seite… und die helle…
Bild: NASA (gemeinfrei)
Wisse, Erdling, dass das, was Du jetzt erfährst, sehr verworren und massiv erscheint, aber so sind die Zeiten nun mal: kompliziert und verworren. Einfache Antworten gibt es nicht mehr. Falls es sie je gegeben hat, dann ist ihre Zeit unwiderruflich vorbei. Doch habe keine Angst, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen. Ich will versuchen, Dich nicht zu überfordern und ich will auch nicht über Dinge sprechen, die lange vorbei und nicht wesentlich für gegenwärtige Ereignisse sind.
Am Anfang entstand das Universum. Das wurden von vielen kritisiert und allenthalben als Schritt in die völlig falsche Richtung angesehen. Dennoch wurden sich auch viele Gedanken gemacht. Was war hier vor tausend Jahren? Warum können Räder fahren? Sind Wolken schneller als der Wind? Und so entstand die „Big Bang Theory“…
Nicht DIESE „Big Bang Theory“! Könnten wir bitte beim Thema bleiben? Jedenfalls, aus den Wirren des Urknalls entwickelten sich die verschiedenen Milchstraßensysteme, so auch unsere. Und das hier ist ein Bild unserer Heimatgalaxis. Sei nicht allzu stolz darauf, Erdling, dass Dein Heimatsystem Sol den Mittelpunkt des Koordinatensystems bildet. Es ist eine Karte von der NASA, und die geht natürlich von der eigenen Perspektive aus. In den galaktischen Standardkarten bildet der Mittelpunkt der Galaxis den Ausgangspunkt des Koordinatensystems, aber das sei hier nur am Rande erwähnt. Ich möchte Dich nicht überfordern. Wenn Du Dir die Karte ganz genau betrachtest, merkst Du von selbst, dass Deine kleine Welt einen gelben Stern umkreist, der in einem völlig uninteressanten Teil der Milchstraße liegt.
Vor Äonen traten die „Kristallenen Meister“ auf den Plan. Mit einem Sternenschiff kamen sie an, zu der Zeit, als gerade das Leben begann in der Galaxis. Sie waren die älteste Lebensform des Universums und sie verstanden sich als eine Art „Hüter der Galaxis“, nur dass kein sprechender Baum unter ihnen war. Und kein Waschbär. Mal ganz ernsthaft, wer denkt sich sowas aus? Ein sprechender Waschbär? Waschbären sind viel zu unbeherrscht und ungeduldig, um eine Galaxis zu hüten, mal ganz davon abgesehen, dass ihr krankhafter Waschzwang dazu führt, dass sie ab und an mal ganze Planeten unter Wasser setzen. Und schwupps! Haben wir schon wieder irgendeine fromme Legende von einer Sintflut, die ein angeblich ach so gnädiger Gott über eine Welt gebracht hat, weil er seine geschaffenen Wesen zwar liebt und ihnen deswegen den Eigensinn gegeben hat, um sich unabhängig zu verhalten, sie dann aber drakonisch bestraft, wenn sie sich entsprechend ihres Eigensinns verhalten. Ich meine – hallo?? Kommt das sonst noch irgendwem komisch vor?
Verzeihung! Ich schweife schon wieder ab. Vor Äonen traten also die „Kristallenen Meister“ auf den Plan – und das mit den „Hütern der Galaxis“ habe ich schon erwähnt. Sie ließen sich auf dem Planeten ACELS im Sternsystem ACELS nieder und beobachteten fortan die Entwicklung unserer Galaxis. Und oh man, da gab es einiges zu beobachten.
Erste Hochkulturen entstanden auf verschiedenen Planeten des Scutum-Centaurus-Arm, die zunächst die interplanetare, dann schließlich die interstellare Raumfahrt entwickelten. Am Beginn der Galaktischen Zeitrechnung begannen diese Kulturen, sich immer weiter auszubreiten. Technologisch unterlegene Völker kamen dabei unter die Räder, eine Entwicklung, die die Meister von ACELS mit immer größerer Sorge betrachteten. Als dann der Gigatron-Antrieb entwickelt wurde und noch weiter entfernte Regionen der Galaxis in greifbare Nähe rückten, wurden die Machthaber immer skrupelloser. Sie eroberten fremde Sonnensysteme und führten Kriege um die neuen Territorien. Ständig musste die Karte in den vergangenen tausend Jahren neu gezeichnet werden.
Die letzte große Zäsur in der galaktischen Karte geschah im Jahr 2979, als der letzte Galaktische Krieg beendet war. Die Sieger und die Besiegten trafen sich auf dem Planeten ACELS, um Verträge auszuhandeln, die die Zukunft aller Völker betreffen sollten. Da man den Meistern von ACELS keinen Betrug zutraute, wurden sie beauftragt, alle Forderungen, Gebietsansprüche und sonstige Kleinigkeiten in eine große Überlegung einzubeziehen und das Angesicht der Galaxis neu zu zeichnen. 16 Tage berieten die Meister ohne Unterlass, bevor sie ihr Ergebnis präsentierten: eine neue Galaktische Karte und das Manifest eines alle freien Völker der Galaxis umfassenden Bündnisses, des „Galaktikums“. Sitz des „Galaktikums“ sollte der Planet NUSCROCANT werden, eine kleine Dreckkugel mit Atmosphäre, die man dem Volk, das einst dort lebte, einfach abgekauft hatte.
Die Wesen von ACELS hatten dabei sehr darauf geachtet, dass Schutzzonen eingerichtet werden. In der Vergangenheit war es mehrfach vorgekommen, dass Planeten kolonialisiert wurden, deren Bevölkerung der überlegenen Technologie der Kolonialherren nichts entgegen zu setzen hatte. Das sollte aufhören. Es war lediglich erlaubt, die Schutzzone zu durchfliegen, nicht aber, sich in die Geschicke der Welten, die dort lagen einzumischen.
Der Plan der Acelsianer wurde mit Begeisterung aufgenommen, doch die Tinte unter den Verträgen war noch nicht getrocknet, als neue Konflikte ausbrachen. Völker, die im Krieg noch Seite an Seite gekämpft hatten, gerieten in Streit über Territorien oder die Befürchtung, keinen Zugang zu gewissen Rohstoffen, namentlich der „Essenz“, zu haben. Das Galaktikum, das eigentlich ein Hort des Friedens und der Kooperation sein sollte, wurde dazu missbraucht, die Konflikte offen auszutragen. So bildeten sich neue Bündnisse und Feindschaften unter den Völkern der Galaxis.
Bild: NASA (gemeinfrei) , Bearbeitung: selbst
Die Welten in dem Gebiet, das ursprünglich „Erobgard“ bezeichnet wurde, gründeten die „Union der Planeten“ [dunkelblau] mit dem Ziel, nur noch von freundlichen Nachbarn umgeben zu sein und sich gegenseitig zu helfen, sollte ein Verbündeter angegriffen werden. Die „Vespusianische Sternenallianz“ aus der Region Vespu Naútic [weiß] trat über separate Verträge in ein Bündnis mit den meisten Welten der Planetenunion ein, was sie die „Allianz von Pacnor“ nannten und hofften, nicht nur die Region von Vespu Sanoza [hellgrün] in die Zange nehmen zu können, sondern auch gegen die Udessar [dunkelrot] zu bestehen. Auf der anderen Seite verbündeten sich diese mit den Nol-Ens, einem Volk aus Assumur [hellrot].
Mitten zwischen drin liegen die Wüstenwelten von Tuarber [gelb], die zwar karg und arm an Wasser zu sein scheinen, aber man findet dort die seltensten Rohstoffe, was ihre Herrscher sehr reich hat werden lassen.
Die Region Afar [dunkelgrün] hingegen bestand einst aus Welten, deren Völker nur einfache Techniken entwickelten. Als einzelne Herrscher von Erobgard herausfanden, dass man diese Welten einfach würde ausbeuten können, ließen sie große Flotten von Kolonialschiffen dorthin starten. Die Einwohner der Planeten hatten den überlegenen und gut ausgerüsteten Truppen nichts entgegen zu setzen. Dieser Abschnitt der Geschichte, der unmittelbar in den ersten Galaktischen Krieg mündete, ist kein Ruhmesblatt und führte zum Entschluss, für andere nicht so weit entwickelte Welten die Schutzzonen einzurichten.
Bleibt noch Horas Ventur [hellblau] zu erwähnen, wo es Dschungel- und Wüstenwelten gibt, die so lebensfeindlich scheinen, dass sie lange Zeit als Strafplaneten benutzt wurden, und die so eine eigene Kultur entwickelten. Auch hier wurden die Ureinwohner durch Kolonialisten unterworfen.
Oh, und bei all‘ diesen kleinen Unrühmlichkeiten habe ich ein Gebiet ja fast vergessen: das Zentrum der Galaxis! Der Kern wird von niemandem direkt beansprucht und ist eigentlich durch den Vertrag des Galaktikums geschützt. Außerdem ist es sehr schwierig, in den Kern vorzudringen, denn er ist von einer Barriere umgeben, dem „Galaktischen Bogen“. Unter größten Schwierigkeiten versuchen immer wieder Forschungsschiffe in den Kern einzudringen und ihn zu erforschen. Denn wilde Legenden haben sich um diese Region gebildet, von einem unermesslichen Rohstoffreichtum ist die Rede oder dass sich dort irgendwo die mythische „Quelle der Materie“ befindet, dem Ursprung allen Seins und allen Lebens. Aber das ist ein Ammenmärchen, dass Eltern ihren Kindern beim Einschlafen erzählen, wenn sie wollen, dass sie später mal Rohstoffprospektoren werden.
Alle übrigen Gebiete, die keiner offiziellen Region angehören, gelten als Schutzzonen. Es würde diese Karte arg verkomplizieren, würden die unterschiedlichen dieser Zonen auch noch eingezeichnet, Ihr müsst nur eins wissen: Sol und die Erde liegen im Smaragd-Sektor, der von der Welt SMARAGDIA aus verwaltet wird.
Die Erde bot in der Vergangenheit Anlass zu Hoffnung, bald aus dem Schatten der einfachen Zivilisationen treten zu können. In dieser Phase der Entwicklung ist eine Zivilisation besonders verwundbar. Sie ist noch nicht stark genug, um sicher auf dem Pfad der Entwicklung fortzuschreiten. Es bedarf nur einer kleiner Störung und schon fällt sie zurück in barbarische Zeiten. Daher sahen die Wesen von ACELS es mit großer Besorgnis, als im Jahr 3013 eine unheilvolle Entwicklung begann: ein namenloses Imperium, angeführt von einem ominösen Imperator, begann Einfluss zu nehmen. Jener Unbekannte vergiftete den Geist etlicher Herrscher auf Seiten der PACNOR-Allianz. Dieses Gift schien den Geist der jeweiligen Person zu leeren und rief eine große Gier wach. Und die Gier ist eine unheilvolle Macht. Sie flüstert einem ein, dass man die Leere in der Seele mit materiellen Dingen und Macht füllen könnte. Gleichzeitig sorgt sie für eine ständige Angst, dass man diese Sachen wieder verlieren könnte oder dass man nicht genug davon hat. Der Vergiftete betrachtet andere mit Argwohn und unterstellt ihnen, sie würden nur wegnehmen wollen, was ihm gehört.
Auf diese Weise vergiftete der Imperator damals die Seelen des Prostaten Rogan Reónald von der Vespusianischen Sternenallianz und der Königin Thagret Matha der Pryderischen Dominanz, einem Mitglied der Planetenunion. Sie begannen, andere Welten mit Kälte zu überziehen. Ihr Handeln hatte grausame Konsequenzen für ihre beiden Völker und die Allianzen, denen sie angehörten.
Die Königin wurde verhasst beim eigenen Volk, doch ein gnädiger Wahnsinn, die Folge ihrer entleerten Seele, vernebelte schließlich in den letzten Jahren ihres Lebens ihren Geist, so dass sie das nicht mehr mitbekam. Doch es war längst zu spät: Thagret hatte das Gift schon an ihre Kinder weitergegeben.
Nachdem also die Dunkelheit über die Galaxis kroch, wurde der Imperator selber aktiv. Das war ungewöhnlich, denn bisher hatte er die Drecksarbeit anderen überlassen. Sein Ziel war offenbar der Smaragd-Sektor, genauer gesagt, die Erde. So beschlossen die Wesen von Acels, einen Plan auszuführen, den merkwürdigsten Plan, den sie je entwickelt hatten und der von langer Hand vorbereitet worden war, welcher beinhaltete, einigen Menschen vom Planeten Erde den Weg zu den Sternen zu weisen.
Jahrzehnte später werden die Menschen von damals von der Vergangenheit eingeholt. Wir schreiben das Jahr 3049 in der Galaxis, das entspricht dem Jahr 2015 auf der Erde – und die Situation in der Milchstraße hat sich nicht gebessert. Im Gegenteil, ähnlich einem Schreiber, der keine neuen Ideen mehr hat und alte aufwärmt, wiederholen sich alte Konflikte und Gewohnheiten und ergeben ganz neue Gefahren.
Bevor wir jetzt diese kleine Einführung in die große galaktische Politik beenden, möchte ich noch auf die Religion zu sprechen kommen. Wie der syrische Dichter Abu ‚l’Ala al-Maarri schrieb:
Die Welt ist in zwei Sekten unterteilt: In die mit Verstand, aber ohne Religion und die mit Religion, aber ohne Verstand.
Nun kann man sich vorstellen, dass bei so etwas großem wie unserer Galaxis natürlich eine unübersichtliche Menge von vielen kleinen lokalen Religionen gibt, wie etwa der Kult des kegelnden Weltenschauklers von Warwara, der Akasha-Kult auf Drofwal, die Verehrung des Großen Grünen Arkelanfalls der Jatravatiden oder der Glaube an die Allmacht des Geldes auf der Erde. Daneben hat jedoch die Religion um Puggenduhl den Schöpfer in den letzten 3.000 Jahren eine große Anhängerschar versammelt. Die Gründungsgeschichte dieser Religion geht wie folgt:
Vor etwas mehr als 3.000 Jahren – Religion ist keine exakte Wissenschaft, deswegen lässt sich das nicht so genau eingrenzen – soll es einer Raumfahrerin mit Namen Shi erstmals gelungen sein, durch den Galaktischen Bogen in das Zentrum unserer Milchstraße vorzudringen. Als sie zurückkehrte, behauptete sie nicht nur, den Bogen überwunden zu haben, sondern sie hatte angeblich irgendwo im Zentralbereich auch die legendäre „Quelle der Materie“ gefunden. Die Quelle habe sie geschwängert, so dass sie nun Drillinge erwarte. Die Legende behauptet, dass sie nach 33 Monaten Schwangerschaft (28 davon hatte Shi im Galaktischen Zentrum verbracht) am 3.3. nach dem Kalender der Compsognaten von Cricktonia um 3.33 Uhr drei Jungen im Abstand von jeweils 33 Minuten auf die Welt brachte. Die Geburt wurde vom Hohepriester des Puggenduhl persönlich auf dem Planeten Yrupugg unter völliger Geheimhaltung vorgenommen. Doch sofort nach der Geburt ließ der Hohepriester verkünden, dass die Auserwählten erschienen seien, die dazu bestimmt seien, die Boten der Religion von Puggenduhl zu sein. Dazu hatte der Hohepriester einige Schriftrollen aus der Bibliothek heraussuchen lassen, die das Kommen der Auserwählten in Prophezeiungen ankündigten. Dass die Prophezeiungen des Puggenduhl allesamt von einem Auserwählten sprachen und nicht von deren drei und dass dieser Auserwählte noch dazu nicht geboren wird, sondern auf einer Gans mit eisernen Flügeln, die statt einem Gänsekopf drei Löwenköpfe hat, vom Himmel hernieder kommt, und dass jede einzelne der Prophezeiungen mit dem Satz „So wird es geschehen, oder auch nicht, keine Ahnung!“ endet, dürfe man, so sagte der Hohepriester, nicht so wörtlich nehmen. Solche Prophezeiungen seien voller Symbole und Bildsprache. Die drei Auserwählten seien ja von einer Mutter quasi gleichzeitig geboren worden, also zählen sie wie einer und die Gans mit den eisernen Flügeln sei ein Symbolbild für das Raumschiff, mit dem Shi vom Himmel gekommen sei. Skeptiker merkten an dieser Stelle an, dass man verdammt viel Fantasie brauchte, um in den Formen von Shis Raumschiff eine Gans zu erkennen, oder sehr viel Alkohol oder bewusstseinserweiternde Drogen, aber man hörte nicht auf sie. Als der Hohepriester auch noch erklärte, der Satz „So wird es geschehen, oder auch nicht, keine Ahnung!“, der am Ende jeder der Prophezeiungen steht, sei eine Demutsgeste desjenigen gewesen, der die Visionen über die Zukunft gehabt habe, da er sich vor Puggenduhl klein und winzig und sich nicht würdig fühlte, den Willen des Schöpfers direkt zu verkünden.
Bis dahin war Puggenduhl ein relativ unbedeutender regionaler Schöpfergott gewesen, der Dinge erschaffen konnte, indem er sie aussprach, und den man außerhalb von Yrupugg eigentlich kaum kannte. Doch die Auserwählten sollten das ändern. Denn nun verbrachten sie ihr Leben damit, dass sie täglich darauf warteten, dass eine göttliche Eingebung kommen würde.
Der Älteste der drei hieß Marva, und er war auch der erste, der diese Eingebung erhielt, als er gerade 29 Jahre alt geworden war. Die Priester hielten das für ein großes Zeichen, denn wenn man von 33 drei abzog, und dann nochmal eins, dann ergab das 29. Wenn das nichts zu bedeuten hatte! Was genau geschehen ist an jenem Tag, darüber gibt es geteilte Meinungen. Kritiker sagen, Marva sei im Tempel über eine Teppichkante gestolpert, habe sich den Kopf angeschlagen und daraufhin einen epileptischen Anfall erlitten. Marva jedoch behauptete, Puggenduhl habe ihm die wahre Gestalt des Universums offenbart.
Die Schöpfungsgeschichte des Puggenduhl geht so: Am Anfang gab es nichts, nur Puggenduhl allein. Da ihn das langweilte, sprach er laut: „Ich habe so viel Zeit und nichts zu tun.“ So erschuf er mit seinen Worten die Zeit. Doch der Zeit war auch langweilig, denn es gab niemand, der sie maß, und nichts, das sie vergehen lassen konnte, so dass sie zu Puggenduhl ging, um sich zu beschweren. Und Puggenduhl sagte zur Zeit: „Setz‘ Dich, mach es Dir bequem und nimm Dir einen Keks.“ Und durch diese Worte entstand das Universum in Form eines Kekses, eines Butterkekses, um ganz genau zu sein. Und die Zeit ist dabei, den Keks zu zerkrümeln. Irgendwann wird der ganze Keks zerkrümelt sein und dann wird das Universum und alles, was sich darin befindet, zu Puggenduhl zurückkehren.
Marva wurde von da an als der Auserwählte mit der Vision gefeiert, worauf sein jüngerer Bruder Losue den Ehrgeiz entwickelte, ebenfalls eine Vision zu bekommen. Er versuchte das zu erreichen, indem er 33 Tage fastete, was letztlich zum gewünschten Ergebnis führte, auch wenn Kritiker dagegen hielten, er hätte aufgrund von Wasser- und Nahrungsmangel halluziniert. Losue verkündete, Puggenduhl habe ihm offenbart, dass das Universum zwar in Form eines Kekses erschaffen sei, aber nicht in Form eines einfachen Butterkekses! Alles habe zwei Seiten, eine dunkle und eine helle, und so sei auch der große Keks als Doppelkeks geschaffen worden: Zwei Kekse mit einer Cremefüllung in der Mitte. Am Ende aller Zeiten werden die Kekse geteilt und alle Guten leben in der Mitte von der Cremefüllung.
Nachdem nun schon zwei Auserwählte sich darum stritten, wer nun die richtige Vision empfangen hatte, wandte sich der jüngste der Brüder Almiha wieder seiner Arbeit zu, Computermonitore zu reparieren. Doch der Wirbel um seine Brüder hatten ihn unaufmerksam werden lassen, so dass er vergaß, den Strom zu unterbrechen und einen Schlag bekam. Er war ungefähr fünf Minuten bewusstlos, und als er wieder erwachte, hatte auch er eine „Vision“ gehabt. Das Universum, so verkündete er nun, sei tatsächlich ein Keks, aber kein Butter- oder Doppelkeks, denn es gäbe keine Ober- oder Unterseite, sondern nur eine Außen- und eine Innenseite. Das Universum sei in sich verschlungen wie ein Glückskeks und am Ende aller Zeit wird der Keks aufgebrochen und heraus kommt die letzte Botschaft Puggenduhls an die Schöpfung, was einen Zustand ewigen Glücks verursacht.
Nun waren es also drei Auserwählte, die behaupteten, die richtige Vision empfangen zu haben. Augenblicklich begannen die Anhänger der unterschiedlichen Auserwählten, sich gegenseitig zu bekämpfen – und im Verlauf der letzten 3.000 Jahre wurde das nicht besser. Eher im Gegenteil, schlimm genug, dass sich die Butterkekser, Doppelkekser und Glückskekser gegenseitig die Köpfe einschlugen und diesen Zwist auf den unterschiedlichsten Welten der Galaxis verbreiteten, es herrschte auch innerhalb einer Gruppe Uneinigkeit.
Bei den Butterkeksern stritt man sich darum, ob der Keks, der das Universum ist, nun gesalzen oder ein Süßgebäck ist. Radikale Fundamentalisten hingegen bestanden darauf, dass der Keks, der das Universum ist, natürlich weder gesalzen noch süß ist, denn das Leben ist hart, es nicht süß und nicht würzig.
Bei den Doppelkeksern stritt man sich vortrefflich darüber, ob die Cremefüllung des Doppelkekses, der das Universum ist, nun Schokoladen- oder Vanillegeschmack hat. Andere Sekten disputierten darüber, ob denn die dunkle Seite des Doppelkekses aus Vollkornmehl bestehe und verfolgten die Verfechter einer ballastreichen Ernährung als die, „die sich vom Bösen ernähren“.
Bei den Glückskeksern war der Zankapfel die Frage, ob der Glückskeks, der das Universum ist, tatsächlich Puggenduhls Botschaft enthält, oder ob das nur eine Metapher sei für die ewige Glückseligkeit, die dem Keks entströmt, wenn er aufgebrochen wird.
Mit anderen Worten: Die Situation ist schon verfahren genug, und das alles macht es nur noch schlimmer. Unversöhnlich stehen sich Fraktionen gegenüber, die die Hand an der Kehle des anderen haben und nur auf einen Grund warten, damit sie endlich zudrücken können. Und jene, die an den Frieden und an andere Lösungen gemahnen, werden kaum gehört, und wenn sie gehört werden, so werden sie doch nicht erhört, sondern verspottet.
Hörst Du das, Erdling? Das ist das Signal. Der Ruf. Er kommt von einem kleinen, unbedeutenden, blau-grünen Planeten im westlichen Spiralarm unserer Galaxis.
Von der Erde.
Die Zusammenkunft ist nahe.
Aber diese Geschichte muss noch erzählt werden.
Zum Text als episches Vorwort des Videokanals hier —> Klick!
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Auflösung der Anspielungen:
In diesem Text werden jede Menge Anspielungen auf andere Werke gemacht. Wer versucht hat, sie alle zu erkennen, kann hier nachprüfen, ob er das wirklich geschafft hat (der Text ist in heller Farbe geschrieben, man muss ihn markieren, um ihn lesen zu können):
„Der Anfang ist eine…“: „Der Wüstenplanet“ „Negativ genutzt führt sie…“: „Krieg der Sterne – Rückkehr der Jedi-Ritter“, Hörspieladaption mit Vokert Kraeft als Erzähler „Die Welt ist im Wandel…“: „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“, Vorwort des Films „Es gibt ein Erwachen…“: „Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht“ (Trailer-Text) „Am Anfang entstand das Universum…“: „Per Anhalter durch die Galaxis“ „Was war hier vor tausend Jahren? Warum…“: „Tausend Jahre sind ein Tag“ von Udo Jürgens „Hüter der Galaxis“: „Guardians of the Galaxy“ NUSCROCANT: Coruscant, die Hauptwelt der Republik und später des Imperiums in „Star Wars“ „…der merkwürdigste Plan…“: Don Quijote verfolgt laut seinem Autor Miguel de Cervantes ebenfalls „den merkwürdigsten Plan, den ein Mensch sich ausdenken kann“. „Quelle der Materie“: Captain Future und Perry Rhodan suchen ebenfalls beide nach der Quelle der Materie „großer grüner Arkelanfall“: „Per Anhalter durch die Galaxis“ „die Compsognaten von Cricktonia“: Procompsognathus ist eine kleine Dinosaurierart, die in „Jurassic Park“ eine gewisse Rolle spielt. Geschrieben wurde „Jurassic Park“ von Michael Crichton.
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