Wonder Woman startet in den deutschen Kinos!

Panini hat die Comics zum Blockbuster "Wonder Woman" - Bild (c) DC Comics / Alle Rechte vorbehalten.
Panini hat die Comics zum Blockbuster "Wonder Woman" - Bild (c) DC Comics / Alle Rechte vorbehalten.
Panini hat die Comics zum Blockbuster „Wonder Woman“ – Bild (c) DC Comics / Alle Rechte vorbehalten.

In den USA ist der Wonder Woman-Film mit Gal Gadot in der Hauptrolle bereits gestartet und fährt in den Kino-Charts einen Rekord nach dem anderen ein. Fans und Kritiker zeigen sich von der DC Comics-Verfilmung gleichermaßen begeistert. Jetzt läuft der Blockbuster auch in Deutschland an und es ist zu erwarten, dass er hierzulande ebenfalls ein voller Erfolg wird. Auch bei Panini zeigt sich die Wonder Woman-Euphorie: Die Comic-Abenteuer der Amazone sind derzeit bei den Fans heißbegehrt.

Wonder Woman wurde im Jahr 1941 von William Moulton Marston und Harry G. Peter in das DC-Superhelden-Universum eingeführt. Autor William Moulton Marston, ein angesehener Psychologe, wollte eine Superheldin erschaffen, mit Kräften, die so gewaltig waren, dass sie denen ihrer männlichen Kollegen in nichts nachstanden. Die Figur sollte eine Inspiration für junge Frauen sein. Ihren ersten Auftritt hatte die Amazone in der achten Ausgabe der amerikanischen All-Star Comics-Reihe und bekam dann schnell ihre eigene Serie. Seitdem ist die Wonder Woman aus den Geschichten um Superman, Batman und Co nicht mehr wegzudenken und ist bis heute ein Role-Model für starke, selbstbestimmte Frauen.

Natürlich wurde das Bild von Wonder Woman immer auch vom Zeitgeist der jeweiligen Epoche geprägt. Eine großartige Zusammenstellung von Geschichten und Darstellungen über die Jahrzehnte hinweg finden Fans in der bei Panini Comics erschienenen Wonder Woman Anthologie. Diese beginnt mit der Story Die Geburt von Wonder Woman, die ursprünglich als US-Heft Wonder Woman #1 im Jahr 1942 veröffentlicht wurde, geschrieben William Moulton Marston und gezeichnet von Harry G. Peter. Der Band enthält viele weitere Wegmarken aus der faszinierenden Historie von Wonder Woman: Insgesamt 18 Storys aus den Jahren 1942 bis 2015, angereichert mit vielen interessanten Informationen und einem Vorwort von Schauspielerin Lynda Carter, die Wonder Woman in den 1970er-Jahren in der TV-Serie verkörperte.

Weitere aktuelle Wonder Woman-Highlights bei Panini sind Wonder Woman: Das erste Jahr mit einer Neuinterpretation ihrer Herkunft; Wonder Woman: Götter von Gotham, in der Schurken wie der Joker zu göttlicher Macht kommen und die Amazone an der Seite von Batman gegen sie kämpft und in Wonder Woman Special: Gotham muss die Heldin sogar alleine über Batmans Stadt in dessen Abwesenheit wachen. Außerdem ist der erste Teil der neuen Wonder Woman-Serie (Teil des Rebirth-Events) auf dem Markt, und auf www.paninicomics.de finden Fans noch viele weitere Abenteuer mit der Amazone.

In der aktuellen Ausgabe von Panini Comics TV findet sich zu Wonder Woman u. a. ein Interview mit Star-Zeichner Mike Deodato Jr., der in den 1990er Jahren für eine der erfolgreichsten Phasen der Wonder Woman-Comics verantwortlich war und die Figur Artemis erstmals zu Papier brachte, die im Film ebenfalls eine Rolle spielt. In der Wonder Woman Anthologie ist Mike Deodato Jr. mit der Artemis-Story Akte der Gewalt vertreten.

Quelle: Panini Comics

Werbung

Produkte von Amazon.de

     

    Panini auf dem Comicfestival in München – 50 Jahre MAD-Magazin in Deutschland!

    MAD wird 50 Jahre alt! Bild (c) Panini Comics
    MAD wird 50 Jahre alt! Bild (c) Panini Comics
    MAD wird 50 Jahre alt! Bild (c) Panini Comics

    In diesem Jahr feiert das MAD-Magazin in Deutschland Jubiläum. Das Magazin, das hierzulande unter Herbert Feuerstein groß wurde, Mitte der 1990er Jahre aber schwächelte und für kurze Zeit ganz vom deutschen Markt verschwand, 1998 vom Dino Verlag wiederbelebt und 2003 von Panini übernommen wurde, wird 50. Beim nächste Woche stattfindenden Comicfestival in München (25.-28. Mai – Alte Kongresshalle, Theresienhöhe 15) steht das Jubiläum im Mittelpunkt. Im Valentin-Karlstadt-Musäum läuft dazu die Ausstellung 50 Jahre deutsches MAD, es sind diverse MAD-Künstler, unter anderem der Spion & Spion-Zeichner Peter Kuper, und die deutsche MAD-Redaktion auf dem Festival und natürlich findet sich am Panini-Stand auch die aktuelle Ausgabe des MAD-Magazins. Der Geburtstag des vernünftigsten Magazins der Welt ist darüber hinaus auch Thema der aktuellen Folge von Panini Comics TV (#11), in der Steffen Volkmer und MAD-Autor Oliver Naatz sich durch die MAD-Historie plaudern.

    Das MAD-Magazin wurde in den USA 1952 von den Comic-Verlegern Harvey Kurtzman und William M. Gaines aus der Taufe gehoben und ist inzwischen amerikanisches Kulturgut. Schon immer hatte sich MAD auf die Flagge geschrieben, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Popkultur, Trends, Kino, Musik, Mode und natürlich auch Politik wurden und werden bis heute unter den schrägen Augen von Alfred E. Neumann durch den Kakao gezogen. 1967 kam MAD auch nach Deutschland und leitete die Karriere von Herbert Feuerstein ein, der MAD als Chefredakteur hier zu enormem Erfolg führte.

    Das deutsche MAD unterschied sich schon immer vom amerikanischen Original. Viele Teile, wie zum Beispiel die legendären Cartoons von Don Martin, Sergio Aragonés‘ Marginalien, die Movie-Roaster oder Spion & Spion wurden zwar aus dem US-Heft übernommen, deutschlandtypische Themen wurden aber hier erstellt und integriert. Das hat sich auch in der MAD-Ära der Neuzeit nicht geändert, die 1998 vom Dino Verlag eingeläutet und ab 2003 von Panini fortgeführt wurde. Der Anteil der deutschen Beiträge sei von Ausgabe zu Ausgabe unterschiedlich, je nach Thema, erklärt Mathias Ulinski, MAD-Redakteur bei Panini im PCTV-Interview.

    „Viele deutsche Künstler“, sagt Chefredakteur Jo Löffler, „finden in MAD eine Plattform“ und verweist auf Größen wie Ralph Ruthe, Martin Frei, Michael Vogt, Matthias Kringe, Sarah Burrini – die Reihe ließe sich um viele Namen erweitern. Die größte Veränderung bei MAD unter der Federführung von Panini/Dino war wohl die Vollfarbigkeit der Beiträge, der die Amerikaner wenig später folgten. „Wir hatten damals die Aufgabe, MAD vorsichtig an die neue Zeit anzupassen und für eine neue Leserklientel attraktiv zu machen“, sagt Jo Löffler und erklärt weiter: „Wir sehen uns auch in der Verantwortung, junge Leser an die Satire heranzuführen. Deswegen bietet MAD für jeden etwas – es ist ebenso ein Nonsens- wie ein Satire-Magazin.“ Die Kritiker gaben MAD nach der Wiederbelebung im Jahr 1998 durch Dino ein, höchstens drei Jahre auf dem deutschen Markt. „Das war vor fast 20 Jahren“, lacht Jo Löffler, „und das MAD-Magazin erscheint immer noch, plus Specials, wie ganz aktuell das Sonderheft zum Thema Trump.“

    Jo Löffler, Mathias Ulinski und MAD-Autor und -Übersetzer Oliver Naatz werden nächste Woche für die Fans am Panini-Stand auf dem Comicfestival in München da sein. Ebenfalls die MAD-Künstler Ivo Astalos, Dieter Stein, Martin Frei und Tom Bunk sowie der US-Zeichner Peter Kuper, der seit einigen Jahren die Spion & Spion-Geschichten zeichnet. Neben der MAD-Ausstellung im Valentin-Karlstadt-Musäum finden beim Festival in der Alten Kongresshalle Signierstunden und Gesprächsrunden zum Thema MAD statt. Am Panini-Stand gibt es die aktuellen Ausgaben des MAD-Magazins, das MAD-Sonderheft: Trump sowie die Bücher MADs Große Meister und MADs Meisterwerke. Diese Prachtbände enthalten die gesammelten Werke von Don Martin,Sergio Aragonés, Spion & Spion und die Themen-Kollektionen zu Superhelden und, ganz neu: TV- und Filmklassikern.

    Neben den MAD-Kreativen präsentiert Panini auf dem Comicfestival in München noch weitere Comic-Stars: Mirka Andolfo (Italien) ist Zeichnerin der DC Comics: Bombshells und ihres eigenen Bandes ControNatura. Matteo Lolli (Italien) ist Marvel-Fans unter anderem durch Deadpool bekannt. Enrico Marini (Schweiz) zeichnet das grandiose Westernabenteuer Der Stern der Wüste. Nils Oskamp (Deutschland) ist mit seiner gegen Rechtsextremismus gerichteten Graphic Novel Drei Steine vertreten. Mit ihm findet am 25. Mai (19 Uhr) im Jüdischen Museum in München auch eine Podiumsdiskussion zum Thema Rechte Gewalt statt.

    Quelle: Panini Comics

    Werbung

    Produkte von Amazon.de

      Produkte von Amazon.de

         

        STAR WARS Comics Nr. 21: Der letzte Flug der Harbinger

        (c) Panini Comics / Marvel

        Was bisher geschah
        Auf VROGAS VAS ist es zu einer Konfrontation zwischen den Rebellen und Darth Vader gekommen, der eigentlich nur des Rebellen Luke Skywalker habhaft werden wollte. Das Gefecht barg dann auch keinen Sieg für Vader. Zwar konnte er im Lauf der Kämpfe einen der Konkurrenten um den Platz an der Seite des Imperators, Karbin, töten, dafür ist den Rebellen aber nicht nur die Flucht gelungen, sie konnten auch Vaders Gehilfin Dr. Aphra gefangen nehmen. Nach einem Zwischenfall im Rebellengefängnis ist diese allerdings wieder auf freiem Fuß und irgendwo in der Galaxis unterwegs.
        Einigermaßen überrascht von Vaders Entschlossenheit im Bezug auf Karbin entsendet der Imperator ihn nach Shu-Torun, um die dortige dem Imperium treu ergebene Königin gegen rebellierende Erzbarone zu unterstützen. Der Einsatz wird zu einem Erfolg für Darth Vader, doch dann erwartet ihn eine böse Überraschung…

        Die Rebellen wollen nur Chaos. Sie glauben, das macht sie zu Revolutionären. Ich habe ein anderes Wort für sie: Terroristen.
        – Sergeant Kreel

        (c) Panini Comics / Marvel
        (c) Panini Comics / Marvel

        Die Geschichte wendet sich kurz ab von aktuellen Ereignissen und berichtet eine weitere Episode aus Obi-Wans geheimen Tagebuch, als ein Kopfgeldjäger auf Tattooine auftaucht, der im Auftag von Jabba nach Obi-Wan sucht. Bedauerlicherweise gerät die Familie des Feuchtfarmer Owen Lars in die Ereignisse…

        Zurück in der Gegenwart verfolgen wir das Batallion der „Elite-Arc-Trooper“ des Imperiums, auch Task Force 99 genannt. Sie verfolgen ein Rebellenraumschiff, das über einem Geisterplaneten abstürzt. Unter dem Kommando eines gnadenlosen Sarge verfolgen sie die Rebellen durch die leeren Städte des Planeten mit unbarmherziger Härte. Die Rebellen machen es den Sturmtruppen aber nicht leicht, so dass der Sarge gezwungen ist, seinen letzten Trumpf auszuspielen: Ein Lichtschwert…

        Die Geschichte um Obi-Wan schließt unmittelbar an die letzten Berichte aus seinem Tagebuch an und beschreibt seine Begegnung mit dem Wookiee-Kopfgeldjäger Black Krrsantan. Der Kopfgeldjäger findet auch eine Spure, die ihn leider direkt zur Feuchtfarm von Owen Lars bringt. Wie Obi-Wan eingreift, ohne dass der junge Luke Skywalker zu viel über ihn erfährt, erzählt der Comic mit viel Action. Und obwohl man ja genau weiß, wie die Geschichte ausgehen muss (Spoiler: Sowohl Obi-Wan als auch Owen Lars sind in STAR WARS Episode IV zu sehen), können die Autoren eine gewisse Spannung aufbauen. Die Bilder tun ihr übriges dazu, die neben den Landschaften von Tattooine auch kleine Details aufnehmen, wie etwa der Hut, den Luke in Episode IV immer noch trägt.

        Die Geschichte um die „Task Force 99“ und ihren Sergeant Kreel beginnt in dieser Ausgabe erst, aber sie beginnt vielversprechend. Die ganze Episode wird von Kreels Gedanken kommentiert und so erfahren wir einen tiefen Einblick in dessen Gedankenwelt. Er geht ganz in der Ideologie des Imperiums auf, Freiheit bedeutet für ihn Ordnung. Die Rebellen sind die Gegner dieser Ordnung, also sind sie auch Gegner der Freiheit, oder wie Kreel es für sich auf den Punkt bringt: Terroristen. Seit Rebellen Kreels Kumpel von der Akademie bei deren ersten Einsatz getötet wurde, befindet er sich auf eine Art Kreuzzug. Er empfindet kein Mitleid für die Rebellen und ist auch gegen sich selbst extrem hart.

        Die Perspektive ist nicht ganz neu, aber so ausgestaltet sehr interessant. Kreel berichtet unter anderem davon, dass er als Kind von den Sturmtruppen gefunden wurde. Etwas Ähnliches erzählt Finn in Episode VII, allerdings mit dem Unterschied, dass Kreel seine Eltern verloren hatte und sich schon mit Gewalttaten durchs Leben schlagen musste. Die Ankunft eines Batallion Sturmtruppen auf seiner Heimatwelt erschien ihm wie eine Rettung. Finn hingegen wurde seinen Eltern weggenommen.

        Durch diese Hintergrundgeschichte behält der Leser auch eine gewisse Distanz zu Kreel und seinem neutralen Tonfall, in dem er über sein Leben und seine Ansichten über die Rebellen berichtet. Kreel ist eine zerstörte Persönlichkeit und das Imperium hat sich das zu nutze gemacht.

        Wieder ein Heft mit zwei recht unterschiedlichen Geschichten aus noch dazu unterschiedlichen Zeiten, aber es ist rundum stimmig. Nun bleibt abzuwarten, wie die Ereignisse um Sergeant Kreel das Leben der Rebellen um Leia, Luke und Han beeinflussen – und was Vader nach dem Ende des vorigen Heftes erwartet.

        Werbung

        Albert Uderzo – Der Grandseigneur des französischen Comics feiert seinen 90. Geburtstag

        Ein Einblick in das Asterix-Album Nr. 37, das im Oktober erscheint. © Les Editions Albert René/Uderzo-Goscinny
        Albert Uderzo feiert seinen 90. Geburtstag. Bild © Les Editions Albert René/Uderzo-Goscinny
        Albert Uderzo feiert seinen 90. Geburtstag. Bild © Les Editions Albert René/Uderzo-Goscinny

        Albert (Aleandro) Uderzo muss schon bei seiner Geburt am 25. April 1927 in Fismes ahnen, dass er mit seinen Händen irgendwann Großes vollbringen wird. Die Natur spielt ihm einen Streich und stattet ihn mit sechs Fingern an jeder Hand aus. Alberts aus Italien stammende Eltern lassen ihrem Sohn die überflüssigen Finger jedoch bald entfernen. Kaum kann Albert einen Stift halten, beginnt er auch schon, wie wild, zu zeichnen. Dass diese lieb gewonnene Beschäftigung einmal zu seinem Beruf werden soll, liegt damals noch in weiter Ferne. Albert träumt nämlich davon, ein Clown zu werden. Besonders fasziniert ist er von einem Zirkusplakat, das einen Clown abbildet, der seinen Namen trägt. Uderzo erzählt heute:

        „Dieser Albert muss mich später unbewusst zu den Knollnasen meiner Gallier inspiriert haben. So sind Asterix und Obelix an meiner Stelle Clowns geworden.“

        Sein Zeichentalent wird jedoch schnell entdeckt. Er begeistert bereits in der Grundschule seine Lehrerin und den Direktor, indem er mit seinen Zeichnungen kleine Geschichten erzählt. Schon mit 14 Jahren wird er von einem großen Pariser Verlag engagiert, um für das Jugendmagazin „Junior“ zu zeichnen. Stolz betrachtet er seine erste Veröffentlichung. Er ist damals, und bleibt bis heute, ein reiner Autodidakt, der auch nach seinen ersten Versuchen als Berufszeichner, nie eine Kunstakademie besucht, sondern sich alles selbst beibringt. Auch seine angeborene Farbenblindheit hat keinen negativen Einfluss auf seine Zeichenkarriere. Damals will Albert am liebsten eines Tages für Walt Disney arbeiten. Dieser Jugendtraum verblasst jedoch langsam, als Albert mit 18 Jahren seine ersten Comic Strips veröffentlicht und feststellt, dass er lieber selbstständig arbeitet.

        „Ich wollte mir meine Unabhängigkeit bewahren. Da bin ich ganz wie Asterix!“

        Er arbeitet für französische und belgische Zeitungen sowie Illustrierte und bietet verschiedenen Agenturen seine Comics und satirischen Zeichnungen an. Zu diesem Zeitpunkt lässt er sich noch stark von amerikanischen Comics und deren Heldenmythen beeinflussen. Ein Jahr lang quält er sich als Zwischenphasenzeichner bei einer Trickfilm-Produktion, als er eine Kleinanzeige zu einem Comic-Wettbewerb in der Tageszeitung France Soir sieht. Sein erster Titelheld entsteht: Clopinard, der auch umgehend vom Verlag Du Chêne veröffentlicht wird. Angeregt von Werbeplakaten in der U-Bahn, meldet er sich bei der Comic-Zeitschrift O.K, in deren Auftrag eine ganze Reihe von Comic-Helden entsteht.

        Der Militärdienst unterbricht diese Arbeit und als er 1949 entlassen wird, gibt es O.K. nicht mehr. Der Zufall bringt ihn zu France Dimanche, wo er als zeichnender Reporter das Tagesgeschehen festhält. Solange, bis er einer belgischen Agentur auffällt, die ihn unter Vertrag nimmt. Bei seinem ersten Besuch in Brüssel trifft er Jean-Michel Charlier und erfindet mit ihm „Belloy, Ritter ohne Rüstung“ und die Abenteuer der beiden tollkühnen Piloten „Tanguy und Laverdure“. Der Begegnung mit Charlier soll jedoch ein viel wichtigeres Treffen folgen: Uderzo begegnet im Jahr 1951 zum erstem Mal René Goscinny. Die beiden werden schnell enge Freunde und entwickeln schon bald gemeinsam ihre erste Comic-Figur, den Indianer „Umpah-Pah“, die allerdings erst viel später, 1958 veröffentlicht wird. Bis dahin entstehen aber zwei andere prominente Comic-Helden, Pitt Pistol und Luc Junior.

        Im September 1953 heiratet Albert Uderzo Ada Milani, mit der er bis heute verheiratet ist. Im Juli 1956 kommt Tochter Sylvie zur Welt. Im gleichen Jahr gründet er zusammen mit René Goscinny, Jean-Michel Charlier und Jean Hébard ihr eigenes Pressebüro und eine eigene Werbeagentur: Edipresse und Edifrance. Das Team ist überaus produktiv, die Firmen sind blendend im Geschäft.
        Doch Anweisungen und Zwänge seitens der Verleger und Werbekunden wurden zunehmend lästig. So ist 1959 die Zeit gekommen, um etwas Neues zu schaffen. Aus einer Kooperation unter anderem mit dem Radiosender RTL entsteht eine neue, eigene Zeitschrift. Sie ist als Wegweiser für Jugendliche gedacht und erhält den Namen „Pilote“. Kurze Zeit später soll sie zur Wiege des Comichelden Asterix werden.

        © Les Editions Albert René/Uderzo-Goscinny
        © Les Editions Albert René/Uderzo-Goscinny

        Uderzo zeichnet ab der ersten Ausgabe zwei Serien für Pilote: Micheal Tanguy mit Jean-Michel Charlier und Asterix mit René Goscinny. Eigentlich arbeiten Uderzo und Goscinny damals an
        einem Comic, in dem Reineke Fuchs im Mittelpunkt stehen soll und wollen damit Klassisches mit Modernem verbinden. Doch dann geschieht die Katastrophe: Drei Monate vor der geplanten Erstveröffentlichung kommt ihnen Jen Trubert mit der gleichen Idee zuvor. Schnellstens muss ein neuer Einfall her. Ein französisches Thema soll es sein, als Antwort auf die Flut von amerikanischen Themen und der Humor darf nicht zu kurz kommen. Beim Rekapitulieren der französischen Geschichte bleiben Uderzo und Goscinny schließlich bei den Galliern und dem Namen des französischen Nationalhelden Vereingetorix hängen. Just entsteht die Idee, die Namen der gallischen Comichelden alle auf –ix enden zu lassen. Nun muss man sich noch einigen, wie dieser neue Held des Widerstands aussehen soll. Uderzo will einen starken Muskelmann nach dem traditionellen Heldenbild. Goscinny dagegen stellt sich eher einen Antihelden, einen unauffälligen, harmlosen Knirps vor. Nach einigen Diskussionen und diversen Neuversuchen, kommt der kleine mutige gallische Krieger „Asterix“ aus dem Kasten: mit gewaltiger Nase, angriffslustig hochgestelltem Schnurrbart, locker sitzenden Fäusten und Flügelhelm. Als Gegenpol entwickeln die beiden Comicgenies „Obelix“: Er ist der große dicke, tapsige Freund von Asterix, der als verfressen, empfindsam, Hinkelsteine werfend und leicht aufbrausend dargestellt wird, und somit alle Fehler übernehmen muss. Das gallische Dorf wird von Uderzo in die Bretagne verlegt, Goscinny verlangte nur einen Ort, nicht zu weit vom Meer entfernt, damit die Gallier einfach reisen können.

        1961 übernimmt der Verleger Dargaud die Zeitschrift Pilote, Edipress und Edifrance wird von den leitenden Angestellten übernommen und Albert Uderzo arbeitet wieder freiberuflich.
        Keinen Tag zu früh. Denn der Comic über das kleine Gallische Dorf wird ein voller Erfolg und schon 1961 erscheint Asterix zum ersten Mal als längere Geschichte in Form von Comic-Alben, das erste Abenteuer ist „Asterix der Gallier“. In den folgenden Jahren entwickelt sich Asterix nicht nur in Frankreich zu einem der beliebtesten Comics und lässt die verkaufte Auflage schon bald auf über eine Million Exemplare steigen. Uderzo zieht daraufhin mit seiner Frau Ada und Tochter Sylvie von Bobigny nach Paris und erhält mehrere Auszeichnungen für seine Comics. 1965 schickt
        Frankreich seinen ersten Satelliten in den Weltraum – er heißt Asterix. 1967 hat der erste Asterix-Zeichentrickfilm Premiere: Asterix der Gallier. 1969 erhält Uderzo – wie auch Goscinny – den Titel eines „Chevalier des Arts et des Lettres“, etwas später den „Ordre national du Mérite“, den französischen Verdienstorden. 1974 gründen Albert und René die Studios Idéfix, um auch die Asterix-Filmprojekte selbst zu realisieren. 1976 kommt der zweite Zeichentrickfilm in die Kinos: Asterix erobert Rom. Asterix ist überhaupt in aller Munde. Die frechen Sprüche aus Alben werden zu geflügelten Worten, selbst General de Gaulle neckt seine Minister mit Namen aus dem gallischen Dorf.

        Plötzlich der große Schock: Am 5. November 1977 stirbt René Goscinny völlig unerwartet während eines Belastungstests und hinterlässt nach 26jähriger Zusammenarbeit eine schmerzliche Lücke bei Uderzo. Asterix droht gemeinsam mit Goscinny zu sterben, doch sein Verlag zwingt Uderzo gerichtlich zum Abschluss des laufenden Projekts „Asterix bei den Belgiern“. Was ihm zunächst als
        unerträgliche Last erschien, wird ihm später doch zur positiven Selbstbestätigung. Seit dem stellt sich Uderzo der Herausforderung, die Abenteuer des kleinen Galliers in Alleinregie zu zeichnen, zu schreiben und zu verlegen. Er gründet gemeinsam mit der Witwe von Goscinny den Verlag Les Editions Albert René. Dem Debüt „Der große Graben“ folgen bis heute weitere Asterix Geschichten. Natürlich sind die Abstände zwischen den Abenteuern größer geworden: „Früher konnten wir uns die Arbeit eben teilen“, aber vom Aufhören ist bei Uderzo nie die Rede.

        Bis heute ist Asterix in weit über 110 Sprachen und Dialekte übersetzt worden und erfreut sich einer breiten Leserschaft. Mehr als 370 Millionen Asterix-Bände sind weltweit verkauft worden, dazu kommen zwölf Zeichentrickfilme. Mal als Zeichentrick, mal mit Schauspielern wie Gérard Depardieu als Obelix. Auch die Leser sind stets begeistert und so ist es nicht verwunderlich, dass Uderzo über die Jahre diverse Preise und Auszeichnungen erhält, unter anderem die „goldene Leinwand“, den „Prix du Génie“, und den „European Video Award“. 2004 wird er auf dem internationalen Comic-Salon in Erlangen mit dem Max und Moritz-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

        2011: Die Éditions Albert René gehen über in den Besitz von Hachette Livre. Nach 70 Jahren des Zeichnens entschließt sich Albert Uderzo, die Stifte aus der Hand zu legen. „Er braucht auch ein bisschen Erholung“, erklärt er. Aber mit der Leidenschaft fürs Zeichnen, die er zum Beruf machte, wirkt er voller Begeisterung an seinen Figuren weiter, und arbeitet eng zusammen mit den beiden neuen Autoren Jean-Yves Ferri und Conrad Didier am 35. und 36. Album!

        Aktuell arbeiten die beiden am Album 37 „Asterix in Italien“, welches am 19. Oktober 2017 im Handel erscheint. Der Grandseigneur des Comics könnte sich natürlich jeder Zeit komplett
        zur Ruhe setzen und sich mit seinen Werken in eine stille Kammer zurückziehen, aber er mischt auch mit seinen 90 Jahren bei den neuen Abenteuern von Asterix immer wieder mal mit. Von seinem Tatendrang geht nichts verloren:

        “Ich möchte weitermachen, solange es mir möglich ist und solange man meine Geschichten lesen will. Im Grunde habe ich immer davon geträumt, das zu machen, was ich jetzt mache – ich bin ein Clown, der zeichnen kann. Und ich träume noch immer.“

        Ein Einblick in das Asterix-Album Nr. 37, das im Oktober erscheint. © Les Editions Albert René/Uderzo-Goscinny
        Ein Einblick in das Asterix-Album Nr. 37, das im Oktober erscheint. © Les Editions Albert René/Uderzo-Goscinny

        „Asterix“ erscheint auf Deutsch beim Egmont Ehapa Verlag.

        Quelle: Egmont Ehapa Verlag / © 2017 Les Éditions Albert René

        Werbung

        STAR WARS Comics Nr. 20: Darth Vader – Der Shu-Torun-Krieg

        (c) Panini Comics / Marvel
        (c) Panini Comics / Marvel
        (c) Panini Comics / Marvel

        Was bisher geschah
        Auf VROGAS VAS ist es zu einer Konfrontation zwischen den Rebellen und Darth Vader gekommen, der eigentlich nur des Rebellen Luke Skywalker habhaft werden wollte. Das Gefecht barg dann auch keinen Sieg für Vader. Zwar konnte er im Lauf der Kämpfe einen der Konkurrenten um den Platz an der Seite des Imperators, Karbin, töten, dafür ist den Rebellen aber nicht nur die Flucht gelungen, sie konnten auch Vaders Gehilfin Dr. Aphra gefangen nehmen.
        Einigermaßen überrascht von Vaders Entschlossenheit entsendet der Imperator ihn nach Shu-Torun, um die dortige dem Imperium treu ergebene Königin gegen rebellierende Erzbarone zu unterstützen. Shu-Torun ist ein wichtiger Lieferant für Erze und Mineralien für das Imperium. Auf dieser Mission begleiten Vader seine Konkurrenten um die Gunst des Imperators: die Zwillinge und der ehrgeizige Doktor Cylo…

        „Oh nein, BeTee! Es gibt vieles, was ich an den Organischen mag. Also, dieser wundervolle Geruch zum Beispiel, wenn sie zu Asche verbrennen.“
        – Tripple-Zero

        Die letzte Initiative des Imperiums gegen die Erzbarone beginnt, doch etwas läuft schief. Der Erzbohrer, mit dem Vader und seine Truppen zu Baron Rubix vorstoßen sollen, kommt vom Kurs ab – Cylo hat mit den Baronen gemeinsame Sache gemacht und will Vader in eine Falle locken. Er muss seine Strategie umstellen. Doch auch die Zwillinge, die ihn bei dem Angriff begleiten, machen Probleme…

        Der Abschluss der Geschichte um den Shu-Torun-Krieg und wieder wird eine Geschichte komplett aus dem Innern des Imperiums heraus erzählt. Es ist aber sehr gut herausgearbeitet, was für ein gnadenloses System hier herrscht und dass selbst diejenigen, die eigentlich gemeinsam die Interessen des Imperiums vertreten sollten, sich gegenseitig in den Rücken fallen. Die Taktik dahinter ist auch klar: Keiner wird auf diese Weise dem Imperator selbst gefährlich.

        Nach einem kurzen Durchhänger in der letzten Ausgabe rafft sich die Geschichte doch noch mal auf zu einem spannenden Finale.

        Werbung

         

        STAR WARS Comics Nr. 19: Darth Vader – Der Shu-Torun-Krieg

        (c) Marvel / Panini Comics
        (c) Marvel / Panini Comics

        Was bisher geschah
        Auf VROGAS VAS ist es zu einer Konfrontation zwischen den Rebellen und Darth Vader gekommen, der eigentlich nur des Rebellen Luke Skywalkers habhaft werden wollte. Das Gefecht barg dann auch keinen Sieg für Vader. Zwar konnte er im Lauf der Kämpfe einen der Konkurrenten um den Platz an der Seite des Imperators, Karbin, töten, dafür ist den Rebellen aber nicht nur die Flucht gelungen, sie konnten auch Vaders Gehilfin Dr. Aphra gefangen nehmen.
        Vader ist auf dem Rückweg nach Coruscant, um beim Imperator vorstellig zu werden…

        „Beweist mir Euren Wert, Vader. Ich verlasse mich mehr auf Euch, als Ihr ahnt.“
        – Der Imperator

        Vader überbringt bei einer Audienz im Thronsaal des Imperators auf Coruscant die Leiche von Karbin. Der Imperator verliert darüber kaum ein Wort, sondern entsendet Vader nach Shu-Torun. Der Planet verfügt über Erze und Mineralien, die wichtig für das Imperium sind. Doch die Erzbarone des Planeten haben begonnen, gegen die Königin zu rebellieren. Das Imperium muss eingreifen. Tagge besteht darauf, dass Vader von Doktor Cylo – einem anderen Konkurrenten Vaders um die Gunst des Imperators – begleitet wird. Bei einer Demonstration der imperialen Macht zerstört Vader eine Schürfzitadelle, was zwar die Barone beeindruckt, aber auch die Förderkapazitäten beschneidet. Die Erzbarone indessen wollen sich das nicht gefallen lassen und starten einen Gegenangriff auf den Palast der Königin. Gleichzeitig schickt Vader mehrere Kopfgeldjäger los. Sie sollen Doktor Aphra finden…

        Wieder einmal eine Geschichte, die aus dem Innern des Imperiums erzählt wird. Geschickt spielt dabei der Imperator die verschiedenen Günstlinge gegeneinander aus, aber was sein wirklicher Plan ist, das bleibt vorerst im Dunkeln. Doktor Cylo wird von Tagge angestachelt, Vader nicht zu erfolgreich werden zu lassen. Er soll zwar den Shu-Torun-Krieg für das Imperium entscheiden, es soll aber nicht zum Erfolgt für Vader werden. Eine neue Intrige wird geschmiedet.

        Die Geschichte ist sehr gut erzählt und man ist wirklich gespannt, auf was für ein Finale sie hinausläuft – und welche Rolle der Shu-Torun-Krieg letztlich im großen Ganzen spielt.

         

        STAR WARS Comics Nr. 18: Das Gefängnis der Rebellen

        (c) Marvel / Panini Comics
        (c) Marvel / Panini Comics

        Was bisher geschah
        Auf VROGAS VAS ist es zu einer Konfrontation zwischen den Rebellen und Darth Vader gekommen, der eigentlich nur des Rebellen Luke Skywalkers habhaft werden wollte. Das Gefecht barg dann auch keinen Sieg für Vader. Zwar konnte er im Lauf der Kämpfe einen der Konkurrenten um den Platz an der Seite des Imperators, Karbin, töten, dafür ist den Rebellen aber nicht nur die Flucht gelungen, sie konnten auch Vaders Gehilfin Dr. Aphra gefangen nehmen. Da diese zuvor damit prahlte, in Vaders Pläne eingewiehen zu sein, wird sie mit Hilfe von Sana in die Haftanstalt SUNSPOT gebracht werden, dem Gefängnis der Rebellen. Doch kaum richtig dort angekommen wird das Gefängnis Ziel eines Überfalls.
        Währendessen sind Han Solo und Luke Skywalker unterwegs, um für die Rebellen Vorräte zu besorgen. Solo wird allerdings übermütig und verspielt das Geld der Rebellion beim Sabacc. Dann empfangen sie den Notruf der Prinzessin aus dem Gefängnis und machen sich auf den Weg dorthin…

        „Sie waren eine Närrin, Prinzessin.  Sie haben Ihr Leben im Schloss Ihres Vaters und in den Senatshallen verbracht, abgeschirmt von der Realität der Galaxis. Wie können Sie allen Ernstes hoffen, den Krieg zu gewinnen?“
        „Sie haben das Schloss meines Vaters und Alderaan in die Luft gejaft. Aber wir werden diesen Krieg nicht meinetwegen gewinnen. Gewinnen werden wir, weil es mehr von uns gibt, als Sie zählen können!“
        – Eneb Ray und Leia Organa

        Das Eingreifen von Han Solo und Luke Skywalker läuft nicht so wie geplant: Der geheimnisvolle Gegner erweist sich als gewiefter Taktiker. Schließlich kommt es zu einer Konfrontation, bei der er seinen Helm abnimmt. Obwohl sein Gesicht entstellt ist, erkennt Leia den Rebellen-Spion Eneb Ray wieder, der offenbar eine unangenehme Begegnung mit dem Imperium hatte, über die er aber nicht reden will. Er findet ihre Art, die Rebellion zu führen, zu „lasch“ gegenüber einem skrupellosen Imperium und ihr zeigen, wie man den Krieg wirklich gewinnen kann. Dazu gibt er Leia fünf Sekunden, bevor er eine Explosion auslösen will…

        Im zweiten Teil des Heftes wird ein Zeitsprung gemacht, und zwar in die Zeit zwischen Episode VI und VII: C3PO stürzt mit einigen anderen Droiden auf einem trostlosen Planeten ab. Mit dabei ist ein erbeuteter imperialer Droide, der wichtige Informationen für den Widerstand in seinem Speicher trägt. C3PO muss es schaffen, ihn und die anderen durch die lebensfeindliche Wildnis des Planeten zu einem anderen abgestürzten Raumschiff zu lotsen, von wo aus ein Notruf abgesetzt werden kann…

        Beide Geschichten sind etwas… hm.. merkwürdig, denn beide würde ich als „Durchgangsepisoden“ bezeichnen. Die Enttarnung des geheimnisvollen Gegners Eneb Ray löst nicht wirklich irgendwas auf, da wir – die Leser – ihn noch nicht kennen, gleichzeitig führt die Geschichte zu einem offenen Ende, bei dem gleich zwei neue Storylines aufgemacht werden. Verwirrt hat mich eine Fussnote über Eneb Ray, in der es heißt, man könne ihn in dem neuen Sonderband „Darth Vader: Der Shu-Torun-Krieg“ kennenlernen. Da Leia kurz davor erwähnt, dass Eneb auf Coruscant als vermisst galt, dachte ich, es würde beim „Shu-Torun-Krieg“ um diese Geschichte gehen. Dann allerdings stellte ich fest, dass der Shu-Torun-Krieg in der Comicheft-Reihe ab Nummer 19 erzählt wird. Mir ist nicht ganz klar, in welcher Relation der „Shu-Torun-Krieg“ zu Eneb Ray steht. Aber vielleicht erfahre ich das ja noch.

        Die Geschichte um C3PO erklärt, wieso dieser in Episode VII einen roten Arm hat. Sie ist interessant und füllt ein paar Lücken (unter anderem bringt sie zur Sprache, dass C3POs Gedächtnis am Ende von Episode III nicht so gelöscht wurde, dass er sich an gar nichts mehr erinnern kann, sondern dass er immer noch Streiflichter aus seiner anderen Vergangenheit wahrnimmt), aber sie passt nicht so wirklich in die Reihe, chronologisch gesehen. Eher hätte ich mir hier eine weitere Episode von Obi-Wans Tagebuch gewünscht.

        Beide Geschichten sind nur ein Bindeglied, „Das Gefängnis der Rebellen“ geht um Doktor Aphra und ihr Schicksal, sowie den (noch unbekannten) Rebellenspion Eneb Ray (und den merkwürdigen Sturmtruppler, den wir am Ende der Geschichte zu sehen bekommen), „C3PO: Phantomschmerzen“ um C3POs roten Arm. Bei C3PO wissen wir, wohin die Geschichte führt, beim Gefängnis der Rebellen bleibt es noch abzuwarten.

         

        STAR WARS Comics Nr. 17: Das Gefängnis der Rebellen

        (c) Marvel / Panini Comics
        (c) Marvel / Panini Comics

        Was bisher geschah
        Auf VROGAS VAS ist es zu einer Konfrontation zwischen den Rebellen und Darth Vader gekommen, der eigentlich nur des Rebellen Luke Skywalkers habhaft werden wollte. Das Gefecht barg dann auch keinen Sieg für Vader. Zwar konnte er im Lauf der Kämpfe einen der Konkurrenten um den Platz an der Seite des Imperators, Karbin, töten, dafür ist den Rebellen aber nicht nur die Flucht gelungen, sie konnten auch Vaders Gehilfin Dr. Aphra gefangen nehmen. Da diese zuvor damit prahlte, in Vaders Pläne eingewiehen zu sein, wird sie mit Hilfe von Sana in die Haftanstalt SUNSPOT gebracht werden, dem Gefängnis der Rebellen. Doch kaum richtig dort angekommen wird das Gefängnis Ziel eines Überfalls.
        Währendessen sind Han Solo und Luke Skywalker unterwegs, um für die Rebellen Vorräte zu besorgen. Solo wird allerdings übermütig und verspielt das Geld der Rebellion beim Sabacc…

        „Sie halten sich für was besseres als die Menschen in diesen Zellen. Darum werden Sie diesen Krieg auch verlieren, Prinzessin.“
        – Der Anführer der Angreifer auf das Gefängnis der Rebellen

        Zunächst wirkte der Angriff auf das Gefängnis der Rebellen wie eine groß angelegte Befreiungsaktion, doch nun wird klar, dass das Gegenteil der Fall ist. Der Anführer der Angreifer, der in diesem Heft noch namenlos bleibt, ist ein radikaler Kämpfer, der nicht einsieht, warum die Rebellenallianz die Verbrecher in diesem Gefängnis menschlich behandelt. Zunächst beginnt er mit Hilfe seiner Droiden, die in ihren Zellen eingesperrten Verbrecher hinzurichten. Als Leia ihm in die Quere kommt, lässt er einfach ein paar von den gefährlichsten Verbrechern frei in der Hoffnung, die Prinzessin würde diese aus Selbstverteidigung erschießen. Und als das nicht klappt, lässt er einfach die Schleuse des Raumes öffnen, in den Leia die Verbrecher eingesperrt hat. Schließlich ist die Rebellenanführerin auch noch gezwungen, Dr. Aphra aus ihrer Zelle zu lassen. Sie braucht jede Unterstützung, die sie kriegen kann. Sie, Aphra und Sana versuchen, den Kommandostand des Gefägnisses zurück zu erobern.

        Han Solo und Luke Skywalker sind indessen damit beschäftigt, für Geld zu arbeiten, was sie zu manch unangehmen Schmuggeljob führt…

        Auch diese Geschichte ist ein wenig zweischneidig, da die zwei Plots so unterschiedlich sind wie es überhaupt nur geht. Der Plot um Leia, Sana und Aphra im Gefängnis der Rebellen ist sehr düster. Der geheimnisvolle Anführer fordert Leia und ihre humanistische Einstellung heraus. Er bringt die Gefangenen einfach um, die meisten haben keine Chance, sich auch nur irgendwie zu wehren. Dabei macht er ständig Andeutungen darüber, in welchem Verhältnis er und die Prinzessin stehen, ohne dass wir allerdings etwas Konkretes erfahren. Es handelt sich um einen typischen Mittelteil einer Geschichte, in dem sich Leia und der geheimnisvolle Angreifer die Aktionen wie Bälle zuspielen: Er macht was, sie reagiert. Sie macht was, er reagiert. Keiner behält die Oberhand.

        Der Plot um Solo und Skywalker ist dafür extrem „leicht“ und versucht, auf der Humorschiene zu fahren. Meinem Geschmack nach gelingt das nur leidlich, denn die Szene, in der Solo den Falken mit einer Herde Nerfs füllen muss und Luke anpflaumt, dass er hinterher alles wieder saubermachen darf, wirkt sehr gezwungen. Es gibt einen Bonuspunkt dafür, dass die Szene sehr gut im Star-Wars-Universum verankert ist, denn später wird Leia Han in „Das Imperium schlägt zurück“ als „Nerfherder“ bezeichnen (deutsch „Nerfhüter“, in der deutschen Fassung des Films wird es allerdings mit „Wookieetreiber“ übersetzt). Mehr allerdings nicht.

        Bei dieser Episode handelt es sich um einen Mittelteil, der zwar Spannung aufrecht erhält, aber auch den Eindruck erweckt, dass er nirgendwo hinführt, weil man sich etwas verloren vorkommt. Immerhin wird der Plot um Luke und Han zu einem Ende gebracht, so dass diese sich im nächsten Heft um etwas mehr Action bemühen können.

         

        STAR WARS Comics Nr. 16: Das Gefängnis der Rebellen

        (c) Disney / Panini Comics
        (c) Disney / Panini Comics

        Was bisher geschah
        Auf VROGAS VAS ist es zu einer Konfrontation zwischen den Rebellen und Darth Vader gekommen, der eigentlich nur des Rebellen Luke Skywalkers habhaft werden wollte. Das Gefecht barg dann auch keinen Sieg für Vader. Zwar konnte er im Lauf der Kämpfe einen der Konkurrenten um den Platz an der Seite des Imperators, Karbin, töten, dafür ist den Rebellen aber nicht nur die Flucht gelungen, sie konnten auch Vaders Gehilfin Dr. Aphra gefangen nehmen. Da diese zuvor damit prahlte, in Vaders Pläne eingewiehen zu sein, soll sie in die Haftanstalt SUNSPOT gebracht werden, dem Gefängnis der Rebellen.
        Gleichzeitig studiert Luke Kenobis Tagebuch weiter und wir erfahren so etwas mehr über dessen Leben auf Tattooine…

        „Sie sind gefährlich, Obi-Wan Kenobi, ob Sie es wissen oder nicht. Die Probleme laufen Ihnen doch nach, oder? Und ich wette, sie brauchen nicht lange nach Ihnen Ausschau zu halten.“
        – Owen Larrs

        Im Tagebucheintrag von Obi-Wan lesen wir eine Episode, in der der Jedi versucht, Lukes Skyhopper reparieren zu lassen, wobei ihm Owen Larrs allerdings auf die Schliche kommt. Zurück im Hauptplot wird die gefangene Dr. Aphra an Bord der VOLT COBRA – Sana Starros‘ Schiff – nach SUNSPOT gebracht, um dort inhaftiert zu werden. Das Gefängnis befindet sich in der Korona einer Sonne und von dort gibt es angeblich kein Entkommen. Zur selben Zeit sind Luke Skywalker und Han Solo unterwegs, um Proviant für die Rebellion einzukaufen. Doch Solo will das Geld der Rebellen bei einem Sabaccspiel vermehren…

        Okay, die Bewertung dieses Heftes ist etwas schwierig. Obi-Wans Geschichte ist ein interessantes Streiflicht und die Fortsetzung der Ereignisse, die wir erfahren haben, nachdem Luke das Tagebuch gefunden hat. Sie leitet gleichzeitig dazu über, dass auch der Jedi auf Tattooine den Wookie Black Krrsantan schon gekannt hat, allerdings wird die Geschichte hier erstmal nicht weiter erzählt. Es bleibt also abzuwarten, wie sie sich entwickelt.

        Etwas ähnlich ist auch die Handlung um Leia, Sana und Dr. Aphra im Gefängnis SUNSPOT. Aphra versucht verzweifelt zu entkommen, wird aber wieder überwältigt und landet schließlich in einer Zelle. Und plötzlich dringt jemand von außen durch die Hülle ein. Wieder einmal ein fulminanter Auftakt, von dem ich hoffe, dass es den Autoren gelingt, ihn genauso weiterzuschreiben.

        Die Geschichte von Han und Luke allerdings… Das ist der Tiefpunkt dieser Ausgabe. Ja, Han ist ein Schmuggler und Spieler. Aber dass er das Geld der Rebellen in einem Sabaccspiel verzockt und er und Luke flüchten müssen, um dann irgendwie das Geld wiederzubeschaffen – das ist wahrlich nichts Neues. Ich lasse mich gern überraschen, dass die Autoren daraus noch etwas besseres machen, als es sich bis jetzt ankündigt, aber bis jetzt überzeugt mich dieser Plot nicht.

        Sind also zwei gelungene und ein nicht gelungener Auftakt für eine neue Geschichte.

        STAR WARS Comics Nr. 15: Vader Down

        (c) Disney / Panini Comics
        (c) Disney / Panini Comics

        Was bisher geschah:
        Luke Skywalker ist auf der Suche nach Antworten über die Jedi im Allgemeinen und Kenobi im Allgemeinen. Und Darth Vader ist auf der Suche nach Luke Skywalker, nicht nur, weil er den Todesstern zerstört hat. Vader weiß inzwischen, dass Luke sein Sohn ist. Der Sith-Lord ist aber beim Imperator in Ungnade gefallen und muss sich gegen Konkurrenten behaupten, die ihm den Platz an der Seite seines Meisters streitig machen. Noch dazu wird ihm mit Thanoth ein „Aufpasser“ an die Seite gestellt. Trotzdem gelingt es Vader, heimlich eine Armee aufzubauen und einen großen Geldbetrag an sich zu bringen. Obwohl Thanoth der Spur des Geldes folgt, um ein Bande von Piraten auszuschalten, bleiben die Aktionen des Sith-Lords scheinbar unentdeckt. Mit der Hilfe von seiner Gehilfin Dr. Aphra kann Vader den Aufenthaltsort von Skywalker ermitteln: Der Planet VROGAS VAS, wo sich auch eine geheime Nachschub-Basis der Rebellen befindet. Bei der Verteidigung gegen Vader und die ihn begleitenden Raumschiffe gelingt es Skywalker, Vaders Schiff zu rammen, so dass beide abstürzen. Daraufhin machen sich auf der einen Seite Leia Organa und Han Solo auf den Weg nach VROGAS VAS, auf der anderen Seite Dr. Aphra und ihre Droiden. Die beiden Seiten bekämpfen sich nach Kräften, als auch noch der Wookiee-Kämpfer Black Krrsantan und Vaders Erzrivale Commander Karbin eintreffen…

        „Du wirst heute nichts gewinnen, Karbin. Außer einem raschen Tod.“
        – Darth Vader

        Mit dem Eintreffen von Krrsantan und Karbin ist die Situation auf VROGAS VAS noch unübersichtlicher geworden. Karbin und Vader beginnen ein Laserschwert-Duell auf Leben und Tod, während Krrsanntan und Chewbacca gegeneinander kämpfen. Damit nicht genug: Karbin hat Sturmtruppen mitgebracht, und nun kämpfen auch noch zwei imperiale Fraktionen gegeneinander. Karbins Truppen gelingt es, Luke gefangen zu setzen, während seine Freunde damit beschäftigt sind, ihr Leben zu verteidigen.

        Das Ping-Pong-Spiel, das im letzten Heft angefangen hat, nimmt mit dem Duell zwischen Karbin und Vader wieder etwas an Fahrt auf, wenn auch das Hin und Her weitergeht. Tripple-Zero hat mittlerweile C3PO beide Arme gestohlen und an sich selbst angebaut, trotzdem kann C3PO einen Beitrag zur Rettung der Situation leisten.

        Das Finale bringt die Geschichte nochmal etwas nach oben, wenngleich sie auch nicht mehr so stark wird, wie sie angefangen hat.