Flash Gordon

Die tönerne Armee des Kaisers von China.

Trotz Corona und allem, was da mit dranhängt, gab es 2020 noch andere Dinge, die leider – zumindest teilweise – unter den Tisch fallen mussten, da die Menschen gerade andere Probleme haben. Zum Beispiel das Jubiläum des Europa-Park (45 Jahre), das des Phantastischen Projekts (35 Jahre) und auch das Jubiläum der Veröffentlichung des Films „Flash Gordon“ von Dino DeLaurentiis im Jahr 1980 (also vor 40 Jahren). Anlässlich dieses Jubiläums wurde eine überarbeitete Version des Films auf DVD und Blu-Ray in einem Set für Sammler herausgegeben. Da ich ein Fan bin, habe ich mir das Set geleistet und das, was ich darin vorfand, hat eine Idee in meinem Kopf wieder nach oben geholt, die ich schon seit Jahren (oder noch länger hatte), und die nun in dieser kümmerlichen Artikelreihe auf einem zehntklassigen Blog endlich ihre Veröffentlichung findet.

Ich habe mich nämlich immer mal wieder mit Flash Gordon beschäftigt und mir die Veröffentlichungen betrachtet. Ich habe die Originalcomics – erschienen im Verlag Pollischansky – gelesen und die Hörspielreihe von EUROPA gehört. Ich habe lange bevor das „berüchtigte“ dritte Serial von Flash Gordon überhaupt synchronisiert war, selbiges auf Videocassette erstanden und angeschaut. Und irgendwie wollte ich immer was draus machen. Ich habe sogar schon angefangen, eine Artikelreihe zu schreiben, die damals noch in gedruckter Form in einem Fan-Magazin erscheinen sollte, aber aus Gründen, die ich heute nicht mehr nachvollziehen kann, blieb das Werk unvollendet. Aber da ich ja gestern etwas über den kaputten Adventskalender vom Phantastischen Projekt schrieb, kam mir die Idee, das Thema nochmal aufzugreifen. Und hier sind wir.

Okay, Flash Gordon. Wie ich erfahren habe, ist sein eigentlicher Name Gordon Ferrao. Er ist Absolvent der Universität Yale und ein Polo-Spieler in den USA der 1930er Jahre. Da er so schnell ist, hat man ihm den Spitznamen „Blitz Gordon“ (Flash Gordon) gegeben. Anfang des Jahres 1934 scheint die Welt am Abgrund zu stehen, denn ein fremder Planet (abwechselnd auch als „Komet“ bezeichnet) rast auf die Erde zu. Eine Kollision würde das Ende der Erde bedeuten. Doch es gibt einen Wissenschaftler, den genialen und begnadeten Doktor Hans Zarkov, der Tag und Nacht an einer Lösung arbeitet. Diese ist so brutal wie einleuchtend: Man muss eine Rakete starten und diese mit dem fremden Planeten zusammenstoßen lassen. Der Aufprall würde diesen aus seiner Bahn werfen und die Erde retten. Da Zarkov aber bis zur Erschöpfung gearbeitet hat, vernebelt sich sein Geist. So schätzt er die Situation völlig falsch ein, als zwei Leute mit dem Fallschirm auf seinem Grundstück landen. Es handelt sich um zwei Passagiere eines Transkontinentalflugs, besagten Flash Gordon und eine Mitreisende mit Namen Dale Arden. Das Flugzeug wurde von Bruchstücken des sich nahenden Kometen1 getroffen, die beiden mussten sich mit dem Fallschirm retten (interessanterweise hängen beide an einem Fallschirm, wobei Dale sich an Flash festhält). Zarkov glaubt ihre Erklärung nicht, er vermutet, es handele sich um Spione. Damit sie der Welt nicht verraten können, was er vorhat, zwingt er die beiden kurzerhand mit Waffengewalt, in eine Rakete zu steigen und mit ihm ins Weltall zu fliegen. Ziel ist der unbekannte Planet. Doch kurz vor dem Aufprall bekommt es Zarkov mit der Angst zu tun, da er nicht sterben will. Es kommt zu einem Handgemenge zwischen ihm und Gordon, an dessen Ende die Rakete auf dem fremden Himmelskörper abstürzt. Dabei stellt sich heraus, dass dieser bewohnt ist. Herrscher des Planeten ist ein gewisser Ming, genannt „der Gnadenlose“ (Ming the Merciless), der sich selbst als „Herrscher des Universums“ bezeichnet. Er will Dale Arden als Frau behalten und Flash Gordon zum Sklaven machen. Doch Flash Gordon setzt sich zur Wehr und zieht dabei die Aufmerksamkeit von Mings Tochter Aura auf sich…

Die tönerne Armee des Kaisers von China.
Emperor Qinshihuang’s Mausoleum Site Museum, Xi’an, China – Photo by Manoj kumar kasirajan on Unsplash

Heilige Sch***e, ist das rassistisch!

Der Autor dieses Artikels über den Comic

Bei dem Sammlerset anlässlich des Jubiläums des Flash-Gordon-Films von 1980 befand sich ein kleines Booklet, in dem die ersten Abenteuer, gezeichnet von Alex Raymond, als original Faksimile wiedergegeben wurden. Und heilige Sch***e, ist das rassistisch! Natürlich ist mir schon beim Lesen der Pollischansky-Ausgaben nicht entgangen, dass Flash die Bewohner des fremden Planeten verdächtig oft als „gelbe Leute“ oder sogar „gelbe Hunde“ bezeichnet, aber die Farbgebung des Originals legt nochmal eine Schippe drauf.

Betrachten wir es jedoch der Reihe nach: Wie der fremde Planet heißt, wird erst in Folge drei des Comics quasi nebenbei mitgeteilt, als der Erzähltext beschreibt, Flash müsse in der Arena „den roten Affen von Mongo“ gegenübertreten. Kurz zuvor hat Flash dem Imperator / Kaiser des Planeten kennengelernt, der erstmal nur mit diesem Titel bezeichnet wird. Aber das Bild spricht Worte: Er und seine Gefolgsleute haben gelbe Haut (überzeichnete gelbe Haut), lange, klauenartige Fingernägel, überzeichnete Oberlidfalten2 und sind in stereotype chinesische Gewänder gehüllt. Der bis dahin namenlose Imperator zum Beispiel trägt eine rote Robe mit weiten Ärmeln und einem hoch aufgestellten Kragen, dazu Schnabelschuhe, außerdem trägt er einen stereotypen Spitzbart, einer seiner Generäle hat einen chinesischen Drachen als Verzierung auf seiner Rüstung. Seine Tochter trägt ein Diadem, wie man es von traditionellen Kostümen aus Indonesien kennt. In Folge 9 schließlich wird – wiederum nebenbei im Erzählertext – dem Imperator der Name „Ming“. Dabei handelt es sich um den Namen einer chinesischen Kaiserdynastie (wohlgemerkt, das ist nur die Bezeichnung der Dynastie, es gab nie einen Kaiser Ming). Und der Planetenname „Mongo“ leitet sich eindeutig von den Mongolen ab.

Damit sind wir also mitten in den rassistischen Weltansichten des so genannten „Westens“ in den 1920er und 1930er Jahren. Die ursprüngliche Idee für die Serie war eigentlich ziemlich profan: King Features Syndicate, die Comics für Zeitungen produzierten, war das Konkurrenzprodukt „Buck Rogers“ ein Dorn im Auge. Alex Raymond, ein talentierter junger Zeichner, arbeitete damals für King Features und wurde vom Präsidenten der Firma, Joe Conolly persönlich angesprochen. Conolly wollte eine neue Serie in den Zeitungen unterbringen. Comics in Zeitungen gab es damals in mehreren Formen, als kurze Streifen („strips“, daher „comic strips“) in täglicher Form und schwarz-weiß gedruckt3, doppelte Streifen in schwarz-weiß oder für die Wochenendausgabe als Sonntagsseite in Farbe.

Joe Conolly wollte also Buck Rogers Konkurrenz machen und einen Comic in Farbe für die Sonntagsseite produzieren. Es sollte ein fantastisches Abenteuer im Stil von Jules Verne sein. Interessanterweise ist das Vorbild Buck Rogers bei den Stereotypen sogar noch etwas deutlicher, während bei Flash Gordon die Bösewichte klischee-asiatisch aussehen, aber eigentlich Außerirdische sind, wird Buck Rogers im 20. Jahrhundert in Stasis versetzt, um 500 Jahre später wieder aufzuwachen und die Erde unter asiatischer Diktatur vorzufinden, gegen die er in regelmäßigen Abenteuern kämpfen darf.

Alex Raymond war eindeutig talentiert, was das Zeichnen betraf, was die Geschichte betraf, ließ auch er sich von den rassistischen Vorurteilen seiner Zeit leiten. In einer Dokumentation wurde mal gesagt, hätte Raymond Flash Gordon zehn Jahre später erfunden, hätten dessen Gegner vermutlich Pickelhauben getragen und unter der Führung eines Imperators Adolf dem Gnadenlosen gestanden. Das mag sein. Nichtsdestotrotz ist es erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit hier eine ganze Volksgruppe, die ja immerhin auch in Amerika lebte, als finstere, sinistre Bösewichte gebrandmarkt wurde. Damit komme ich nochmal zurück zur Farbgebung: die überdeutliche gelbe Haut der Fremden inmitten des bunten Comics springt den Leser natürlich an. Und auch sonst hat sich der Autor weidlich in der asiatischen Kultur bedient, Statuen, die an Buddha-Statuen erinnern oder dass die Bewohner von Mongo an einen Gott, glauben, der „Tao“ heißt.

Was die Handlung ansonsten betrifft, so ließ sich Raymond hier völlig von seiner Vorstellungskraft treiben. Allerdings macht es nicht den Eindruck, als ob er lange im Voraus plante. Manchmal sieht es sogar so aus, als habe er irgendwelche Handlungsverläufe noch in letzter Sekunde geändert. Deutlich wird das besonders am Anfang, als die Bezeichnung für den fremden Himmelskörper ständig zwischen „Planet“ und „Komet“ wechselt. Als Zarkovs Rakete auf den Himmelskörper zusteuert, sieht es im ersten Panel von Folge 2 noch so aus, als sei der „Komet“ gerade mal doppelt so groß wie die Rakete selbst, aber vier Panels später fliegt sie über eine Stadt hinweg und der Himmelskörper scheint doch eher Planetengröße zu haben. Damit stellt sich wiederum die Frage, ob Zarkov wirklich glaubte, mit seinem „Raketchen“ einen Planeten aus der Bahn werfen zu können.

Merkwürdig ist auch, wie Raymond Handlungsstränge zu „vergessen“ scheint, um sie eventuell irgendwann oder vielleicht auch nie wieder aufzugreifen. In dem Moment, da Flash Gordon und seine Gefährten auf Mongo landen, ist der Umstand, dass der Planet mit der Erde zusammenzustoßen drohte, einfach irgendwie vergessen. Es wird nie erwähnt, ob denn noch eine Kollision droht. Es wird auch nie geklärt, woher Mongo denn genau gekommen ist und wieso er sich auf Kurs in Richtung Erde befand. Genauso wie eine Zeitlang Zarkov einfach vergessen wird. Nach der Crashlandung auf Mongo sind Dale und Zarkov bewusstlos. Gordon schnappt sich Dale, um sie in die Stadt zu tragen, die er in der Ferne gesehen hat. Dabei werden sie von den Truppen des Imperators Ming aufgegriffen. Gordon erwähnt dabei aber nicht, dass in dem Wrack der Rakete noch ein weiterer Verletzter liegt und Zarkov verschwindet für viele Folgen einfach aus der Reihe, bevor er und Gordon sich zufällig wieder begegnen. Die Struktur ist dabei sehr inkohärent, Gordon hangelt sich von gefährlicher Begegnung zu gefährlicher Begegnung, bis es endlich irgendwann zum „Showdown“ zwischen ihm und Ming kommt. Und selbst danach gehen seine Abenteuer einfach noch weiter.

Auf Mongo findet Gordon sehr viele Völker, die Hybriden aus Menschen und Tieren sind, wie etwa Löwenmenschen, Haimenschen … und so weiter. Dabei handelt es sich meistens um Wesen in grundsätzlich menschlicher Form, denen Tierattribute hinzugefügt wurden (Prinz Thun von den Löwenmenschen hat zum Beispiel eine Löwenmähne und einen Schweif, sieht ansonsten aber eigentlich aus wie ein muskulöser Mensch).

Es ist wie mit vielen Werken aus dieser Zeit, man kann sie heute nur noch mit einem kritischen Auge im historischen lesen. Ich frage mich, was für ein Gefühl ein chinesischstämmiger Mensch in den USA in den 1930er Jahren wohl hatte, wenn er die Zeitung aufschlug und ein stereotyp verzerrtes Bild von ihm Bösewicht in einem Fantasycartoon sein durfte, noch dazu benannt nach einer chinesischen Hochkultur, der außerdem vom weißen, amerikanischen Held4 als „gelber Hund“ beschimpft wurde.

Die Adaptionen, die es schließlich von Flash Gordon gab, ließen den offensichtlichen Rassismus etwas in den Hintergrund treten. Die Comics fassten in Europa nie wirklich Fuß, so dass der „weltbekannte Polo-Spieler Gordon Ferrao“ dort ziemlich unbekannt blieb. Erst mit Star Wars und der danach folgenden Adaption durch Dino DeLaurentiis wurde er auch hier etwas bekannter. Und das ist die Form, in der ich ihn zuerst kennengelernt habe. Bei DeLaurentiis ist eine gewisse Ästhetik noch vorhanden, der Rassismus wurde aber getilgt. Ausnahme bildet die Namensgebung von Imperator und Planet, was aber wahrscheinlich schwer hätte geändert werden können, ohne das amerikanische Publikum zu verprellen. Immerhin ist der Comicstrip Flash Gordon dort ohne Unterbrechung bis zum Jahr 2003 erschienen. Alex Raymond hat einen Großteil des Erfolgs seiner Schöpfung nicht mehr miterlebt: Er starb im Jahr 1956 mit nur 46 Jahren bei einem Autounfall.

Das war eine kleine Einführung in den Hintergrund. Ich möchte in anderen Artikeln noch ein wenig auf die Flash-Gordon-Medien eingehen, die mich direkt beeinflusst haben.


1= Wie ich oben schrieb, wechseln sich die Bezeichnungen für den Himmelskörper ab und werden von Autor Alex Raymond teilweise Synonym verwendet. Auf den Bildern, die die Situation beschreiben, ist von einem „Planeten“ die Rede (man sieht diesen auch, er hat ungefähr ein Zehntel der Größe der Erde), als Gordons Flugzeug von einem Trümmerteil getroffen wird und als Zarkov später davon redet, wird er als „Komet“ bezeichnet, ebenso auf einem Bild, in dem sich Zarkovs Rakete dem Himmelskörper nähert.

2= Als Epikanthus medialis (altgriechisch ἐπί epí, deutsch ‚auf, darüber‘; altgriechisch κανθός kanthós, deutsch ‚Augenwinkel‘; lateinisch medialis „zur Mitte hin“), auch Epikanthus-Falte oder einfache Oberlidfalte, wird eine oftmals genetisch bedingte sichelförmige Hautfalte am inneren Randwinkel des Auges bezeichnet, die das Auge mandelförmig erscheinen lässt. Im Gegenzug zur Mongolenfalte bleibt diese Lidfalte auch bei geschlossenem Augenlid bestehen. Der Epikanthus medialis ist charakteristisch für viele Angehörige der ost- und südostasiatischen Völker von der Mongolei bis Thailand. Zum Beispiel haben die meisten Mongolen, Han-Chinesen, Hui-Chinesen, Tibeter, Koreaner, Japaner, Vietnamesen und Thais Epikanthus-Falten, aber auch Angehörige sibirischer und einige Turkvölker, wie etwa die Tungusen, Tuwiner, Selkupen, Jakuten, Altaier, Kirgisen, Kasachen, Dolganen und Uiguren. Des Weiteren kommt die einfache Oberlidfalte bei indigenen Völkern Amerikas einschließlich Grönlands, sowie bei Khoikhoi-Völkern im südlichen Afrika vor. | Quelle: Wikipedia, Eintrag zu Epikanthus medialis, Autoren siehe dort

3= Viele bekannte Comics sind auf diese Weise entstanden, zum Beispiel die „Peanuts“ oder Garfield. Das erkennt man an dem drei oder vier Panels umfassenden, klassischen „Streifen“, der das Format dieser Comics darstellt.

4= Das ganze wird nicht nur durch die Bilder transportiert, indem Flash Gordon ein blonder, hellhäutiger Jüngling ist, sondern auch durch den Text. Als beispielsweise der Löwenmensch Thun auf Gordon trifft, sagt er überrascht: „Beim großen Gott Tao! Fast noch ein Jugendlicher – und weiß!“ (Hervorhebung im Original!)

CRYSTAL.KLAR – eine Graphic Novel gegen Drogen!

Crystal.Klar - Dominik Forsters Weg aus der Drogensucht als Comic für Jugendliche. Cover (c) Panini Verlag

Schonungslos, direkt, authentisch – Dominik Forsters Weg aus der Drogensucht als Comic für Jugendliche

Crystal.Klar - Dominik Forsters Weg aus der Drogensucht als Comic für Jugendliche. Cover (c) Panini Verlag
Crystal.Klar – Dominik Forsters Weg aus der Drogensucht als Comic für Jugendliche. Cover (c) Panini Verlag

Zusammen mit dem Suchtpräventionsprojekt blu:prevent hat der Panini Verlag eine Graphic Novel zur Suchtprävention auf den Weg gebracht: CRYSTAL.KLAR ist der autobiografische Comic von Dominik Forster über seinen Weg aus Drogenmissbrauch und Kriminalität, zurück ins Leben.

Als der Dominik Forster zum ersten Mal durch die Tore seiner neuen Schule in Nürnberg tritt, beginnt sein Leben als Außenseiter. Erst mit Drogen schafft es der schüchterne Junge cool zu werden. Dann werden Nächte länger, die Partys heftiger und die Drogen härter. Längst ist er der Teenager der Trenddroge Crystal-Meth komplett verfallen und sieht ganz „klar“: Nur als Dealer kann er sich seinen Lebensstil weiter leisten. Im Drogengeschäft geht es erst schnell aufwärts, mit vielen „Freunden“ wird er wird zum „Topdog“. Dann folgt ebenso schnell der Absturz – körperlich und sozial: er landet schließlich im Gefängnis. Entzug und Therapie helfen Dominik Forster aus dem Teufelskreis auszubrechen und ein selbstbestimmtes Leben zurückzugewinnen. Die Graphic Novel begleitet ihn auf einem Teil seines Weges: Sie zeigt ungeschminkt eine zerstörte Jugend im Würgegriff von Crystal-Meth. Wie schon sein Roman, ist auch der Comic ein Teil Selbsttherapie – vor allem aber ein Werkzeug der Suchtpräventionsarbeit, in der sich Dominik Forster heute engagiert. „Oft werde ich bei meinen Vorträgen gefragt, ob es den Roman nicht kürzer und anschaulicher gibt – mit dem Comic kann ich jetzt sagen: Ja, gibt es“, erklärt er im Interview mit Panini Comics TV (Ausgabe #46).

Die stimmigen und auf die Klientel zugeschnittenen Zeichnungen der Graphic Novel steuerte Adrian Richter bei, Stefan Dinter lieferte das Storyboard. Zusammen mit dem Autor schufen sie eine spannende, erschütternde und aufrüttelnde Geschichte im Stil der Kids unserer Zeit.

Das Comic-Projekt wurde in Kooperation mit blu:prevent, der Suchtpräventionsarbeit des Blauen Kreuzes in Deutschland, realisiert. Benjamin Becker, Leiter von blu:prevent, schreibt in der eigenen Pressemeldung zu Crystal.Klar: „Dass Drogen nicht gesundheitsförderlich sind, ist den meisten Jugendlichen klar. Doch viele fordern eine neue Ansprache in der Aufklärung, um sich selbst eine freie Meinung zu bilden und Risiken selbst einschätzen zu können. Diese Erfahrungen in der Jugend- und Präventionsarbeit haben uns ermutigt, gemeinsam mit Dominik Forster, dem Panini Verlag und der DAK-Gesundheit den Comic CRYSTAL.KLAR Realität werden zu lassen.“ Für die Suchtpräventionsarbeit von blu:prevent gibt es einen Auszug des Comics als kostenlose Din A5-Version, die vor allem für die Verteilung an Schulen, Beratungsstellen und in der Jugendhilfe vorgesehen ist (Altersempfehlung 14+). Interessierte finden alle Infos dazu im blu:prevent-Shop.

Die Graphic Novel gibt es überall im Comic- und Buchhandel und natürlich direkt über die Panini-Website.

Mehr zu Dominik Forster auf seiner Website: www.dominik-forster.de

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CRYSTAL.KLAR – die Graphic Novel gibt es auch bei AMAZON.de.

STAR WARS Comics Nr. 29: Captain Phasma

(c) Marvel / Panini Comics

(c) Marvel / Panini Comics
(c) Marvel / Panini Comics

Was bisher geschah:
Kurz vor der Vernichtung der Starkiller-Basis schafft es Captain Phasma, der Müllpresse zu entkommen, in die sie von Han Solo und Finn geworfen wurde. Als sie auf dem Computer zugreift, um Datenspuren zu löschen, die beweisen würden, dass sie es war, die den Schild der Basis deaktiviert hat, stellt sie fest, dass das schon jemand anders getan hat: Lieutenant Sol Rivas. Sie rekrutiert eine TIE-Pilotin mit ihrer Maschine und ihrer BB-Einheit und verfolgt Rivas, um ihn zum Schweigen zu bringen. Rivas landet auf einem kaum bekannten Planeten und wird von den R’ora, einer der dort lebenden Spezies, gefangen genommen. Phasma und die Pilotin nehmen Kontakt mit einer anderen Spezies, den Lupr’or, auf, um mehr über Rivas‘ Schicksal zu erfahren…

„Jemand wie ich überlebt. Egal um welchen Preis. Heute besteht der Preis im Zusammenführen loser Enden.“
– Captain Phasma

Phasma will ganz sicher sein, dass Rivas nicht überlebt, das Wort der Lupr’or, dass jeder Gefangene der R’ora sterben wird, reicht ihr nicht. Phasma hält eine Rede und überzeugt die Lupr’or davon, ihr im Kampf gegen die R’ora beizustehen. Nachdem sie ein abgestürztes Raumschiff entdeckt haben, verfügen sie sogar beschränkt über Waffengewalt, die ihnen Zutritt zur Festung der R’ora verschafft. Dort kommt es zum Kampf der Lupr’or gegen die R’ora, doch Phasma hat nur Sol Rivas im Kopf…

Ja, da ist dieser Comic doch gerade noch knapp rechtzeitig eingetroffen. „Knapp“ rechtzeitig deswegen, weil ich ihn nicht mehr lesen konnte, bevor ich „Die letzten Jedi“ sehen durfte. Aber rechtzeitig, da ich nun diese Rezension doch noch vor der von Episode VIII schreiben kann. Und a propros „Rezension“: Mehr als „Das Erwache der Macht“ zeigt uns dieser Comic erneut einen Einblick in den Hintergrund von Captain Phasma, teilweise sogar mit Rückblicken auf ihr früheres Leben. Damit bekommt die doch recht einseitig dargestellte Figur etwas Tiefe, allerdings nicht in der Art, dass man nun irgendeine Form von „Mitleid“ mit ihr hat. Lediglich ihre Motivation wird erklärt, sie bleibt die gleiche kalte Sturmtrupplerin, die wir schon kennen. Und sie ist sehr kompromisslos. Als beispielsweise die TIE-Pilotin sich bewundernd über die Rede äußert, mit der Phasma die Lupr’or zum Kampf gegen die R’ora aufstachelt, erwidert Phasma, dass das alles nur Mittel zum Zweck sei. Zwar wird sich durch diese Schlacht die Gesellschaft der Lupr’or grundsätzlich ändern (denn derartiges haben sie noch nie zuvor gemacht), aber das ist ihr völlig egal. Ihr geht es nur darum, Rivas zur Strecke zu bringen.

Noch eine Anmerkung: Die Comic-Reihe verlässt nun endgültig irgendeine Art von Chronologie. Während die ersten Comics zwischen Episode IV und V spielten, gab es immer wieder mal einzelne Ausbrüche, etwa mit der Geschichte, wie C3PO an den roten Arm gekommen ist, den er in „Das Erwachen der Macht“ hat. Mit dem Mix aus STAR WARS Annual und den Captain-Phasma-Comics der letzten Ausgaben wurde die Reihenfolge wieder verlassen, für die nächste Ausgabe ist eine Geschichte angekündigt, die sogar noch vor Episode I spielt: „Darth Maul“.

Und wie spielt nun der Captain-Phasma-Comic in Episode VIII rein? Kurz warten, die Rezension zu „Die letzten Jedi“ folgt…

STAR WARS Comics Nr. 28: STAR WARS Annual #2 / Captain Phasma #2

(c) Marvel / Panini Comics

(c) Marvel / Panini Comics
(c) Marvel / Panini Comics

Was bisher geschah:
Kurz vor der Vernichtung der Starkiller-Basis schafft es Captain Phasma, der Müllpresse zu entkommen, in die sie von Han Solo und Finn geworfen wurde. Als sie auf dem Computer zugreift, um Datenspuren zu löschen, die beweisen würden, dass sie es war, die den Schild der Basis deaktiviert hat, stellt sie fest, dass das schon jemand anders getan hat: Lieutenant Sol Rivas. Sie rekrutiert eine TIE-Pilotin mit ihrer Maschine und ihrer BB8-Einheit und verfolgt Rivas, um ihn zum Schweigen zu bringen…

„Er sagt, diese R’ora hätten ‚unseren Freund‘ gefangen genommen. Und er sagt, das bedeutet, er wird bald tot sein.“
– Captain Phasma

Phasma verfolgt Sol Rivas in einem TIE-Jäger, wird allerdings von der Pilotin TN-3465 darauf aufmerksam gemacht, dass der TIE eigentlich repariert werden sollte und nicht voll einsatzklar ist. Anstatt Rivas abzuschießen bleibt Phasma nur die Möglichkeit, ihn zu verfolgen. Sie beobachtet, dass er auf dem Planeten Luprora landet. Sie und TN-3465 landen ebenfalls. In einer verlassenen Hütte finden sie Kleidungsstücke, mit denen sie ihre außerweltliche Herkunft zu verschleiern suchen. Kurz darauf machen sie eine unangenehme Begegnung mit der Tierwelt des Planeten, bevor sie auf Eingeborene stoßen…

Die zweite Geschichte aus dem „Star Wars Annual“ ist wieder eine „Stand Alone Story“ aus der Zeit der Rebellion:  Prinzessin Leia ist auf Skorii-Lei und hat wichtige Informationen erhalten. Auf dem Weg zum Treffpunkt mit Han Solo und Luke Skywalker wurde sie allerdings schwer verletzt und liegt nun in der Hütte der Ingenieurin Pash Davane, die nicht weiß, was sie mit der prominenten Rebellenanführerin machen soll. Mittlerweile ist auch das Imperium angekommen und Kopfgeldjäger durchsuchen ebenfalls die Stadt. Nachdem Pash Medikamente besorgt hat, wird sie von Leia, die sie für bewusstlos gehalten hat, überwältigt. Allerdings sind Leias Probleme damit nicht erledigt, denn die Sturmtruppler fangen an, Gebäude für Gebäude zu durchsuchen…

Zunächst zur Phasma-Geschichte: Sie bildet – neben dem Roman „Phasma¹“ – einen wichtigen Baustein zur Überbrückung zwischen „Das Erwachen der Macht“ und „Die letzten Jedi“. Es wird erklärt, wie sie der Explosion der Starkiller-Basis entkommen ist und was unmittelbar danach geschah. Leider wird das Heft mit den zwei abschließenden Teilen erst nach der Premiere von „Die letzten Jedi“ auf Deutsch erscheinen, das heißt, ich kann erst dann ein abschließendes Urteil abgeben. Bisher entwickelt sich die Geschichte jedoch recht gut und nimmt ein Handlungselement auf, das auch von Fans kritisiert wurde: Ist niemandem auf Starkiller aufgefallen, wer die Schilde deaktiviert hat? Es gibt ein paar Einblicke in Phasmas Charakter und beinahe hätte man sie sogar ohne Helm gesehen, aber der Zeichner versteht es, ihr Gesicht gut zu verstecken. Natürlich kann man so eine Enthüllung nicht in einem Comic abhandeln, wenn Phasma ohne Helm zu sehen ist, dann muss das natürlich in einem der Filme geschehen.

Dann zur „Star Wars Annual“-Geschichte: Diese würde ich als „routiniert“ beschreiben, sie ist interessant, leider wird es langsam repetitiv: Einer unserer Helden ist unterwegs, gerät in Nöte und muss sehen, wie er – beziehungsweise in dieser Geschichte sie – da wieder rauskommt. Und Leia, die mit jemand anderem klarkommen und von ihrer guten Absicht überzeugen muss, diese Geschichte hatten wir eigentlich schon in dem Sonderband „Prinzessin Leia„. Die Geschichte ist nicht schlecht, aber eben auch nicht neu, noch dazu, da wir – die Leser – wissen, wie es ausgehen muss.

Tja, sieht so aus, als wäre die nächste Rezension dann die über „Die letzten Jedi“…


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Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl, der neue Comic-Band von Daniela Schreiter

Nach ihren Schattenspringer-Graphic Novels nähert sich die Berlinerin dem Thema Autismus nun mit äußert unterhaltsamen und informativen One-Pagern. Quelle: Panini Comics

Nach ihren Schattenspringer-Graphic Novels nähert sich die Berlinerin dem Thema Autismus nun mit äußert unterhaltsamen und informativen One-Pagern. Quelle: Panini Comics
Nach ihren Schattenspringer-Graphic Novels nähert sich die Berlinerin dem Thema Autismus nun mit äußert unterhaltsamen und informativen One-Pagern. Quelle: Panini Comics

Es ist nun schon fast vier Jahre her, dass die Schattenspringer-Comics von Daniela Schreiter ihren Weg aus dem Internet in zwei Graphic Novels bei Panini gefunden haben und seitdem viele Leser begeistern. Die Art und Weise, wie die in Berlin lebende Asperger-Autistin in Wort und Bild über das Thema Autismus aufklärt und dabei gleichzeitig wundervoll zu unterhalten weiß, ist einzigartig. Ohne erhobenen Zeigefinger präsentiert sie einfach herrlich pointierte Szenen aus ihrem Alltag. Sie erlaubt einen sehr persönlichen und fesselnden Einblick in ihr Leben, dem man sich gar nicht entziehen kann. Jetzt ist mit Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl ein weiterer Comic-Band von Daniela Schreiter erschienen.

Die autobiografischen Schattenspringer-Bände, von denen der erste Danielas Kindheit als „das seltsame Kind“, der zweite ihre Pubertät bis zu dem Punkt, an dem sie (endlich) die Diagnose bekommt, beschreibt, helfen Nicht-Autisten dabei, zu sehen, wo im täglichen Miteinander die Stolpersteine sind, von denen man viele aus dem Weg räumen kann, wenn man sich mit dem Gegenüber ein wenig auseinandersetzt. Autisten wiederum erkennen sich selbst darin wieder und bekommen vermittelt, dass sie nicht alleine sind. Inzwischen werden die beiden Bestseller-Graphic Novels von auf Autismus spezialisierten Therapeuten, Einrichtungen und Verbänden als bildende Lektüre empfohlen – es herrscht noch immer großer Bedarf an Literatur zum lange Zeit tabuisierten Thema Autismus, die für alle Altersstufen geeignet und verständlich ist.

Während ihrer Recherchen zum dritten Schattenspringer-Band, der für 2018 bei Panini geplant ist, kam Daniela Schreiter die Idee zu Autistic-Hero-Girl. Die Figur der „Superheldin des Alltags“ verselbstständigte sich in ihren Zeichnungen als ihr Alter Ego, „denn manchmal“, so sagt Daniela, „komme ich mir vor, als bräuchte ich Superkräfte, um tagtägliche Situationen zu meistern, die Nicht-Autisten ganz normal erscheinen.“

Als Autistic-Hero-Girl kämpft sie nun in dem aktuell erschienenen Band, um Vorurteile aus der Welt zu räumen, die sich hartnäckig halten, wie zum Beispiel: „Alle Autisten sind wie Rain Man“. Aber auch gegen ihre eigenen Super-Gegner, wie den mächtigen Overlord Overload tritt sie an. Die Thematik des 64-seitigen, vollfarbigen Bandes im Cartoon-Format ist dieselbe wie bei den Schattenspringer-Ausgaben, aber die Herangehensweise ist eine andere: Durch die One-Pager, in denen sie die Momentaufnahmen ihres Lebens zusammenstellt, und die Superhelden-Metaebene wird das Ganze noch einmal pointierter dargestellt, ist aber nicht weniger informativ. Die Abenteuer von Autistic-Hero-Girl bietet den Lesern einen noch leichteren Zugang zum Thema Autismus und die perfekte Grundlage, um dann zu den Schattenspringer-Büchern zu greifen.

Quelle: Panini Comics

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    STAR WARS Comics Nr. 27: STAR WARS Annual #1 / Captain Phasma #1

    (c) Marvel / Panini Comics

    (c) Marvel / Panini Comics
    (c) Marvel / Panini Comics

    Ein „Was bisher geschah“ für die Nr. 27 der STAR WARS Comics ist nicht nötig, da das Heft zwei Geschichten beinhaltet, die außerhalb der bisherigen Reihe laufen.

    „Jetzt vollenden wir unsere Mission. Wir bringen den Verräter zur Strecke, der es zuließ, dass die Starkiller-Basis vernichtet wurde… Lieutenant Sol Rivas.“
    – Captain Phasma

    Die beiden Geschichten des Comics sind zudem durch die Zeit getrennt. Der erste Teil des Heftes geht um Captain Phasma und spielt demzufolge also zur Zeit der Ersten Ordnung, Jahre nach dem Sturz des Imperiums. Um ganz genau zu sein beginnt die Handlung in den letzten Minuten von EPISODE VII. Captain Phasma, die von Han Solo und Finn in einen Müllschacht geworfen worden war, ist es gelungen, sich daraus zu befreien. Während um sie herum die Starkiller-Basis auseinander fällt, verwischt sie als erstes ihre Spuren und löscht alle Hinweise darauf, dass sie es war, die den Schutzschild der Basis deaktiviert war. Dabei entdeckt sie eine Aufzeichnung, dass sich vor ihr noch ein Offizier am Computer zu schaffen gemacht hat: Lieutenant Sol Rivas. Sie sieht eine gute Gelegenheit gekommen, von sich abzulenken und macht sich sofort an die Verfolgung von Rivas…

    Die zweite Geschichte bringt uns wieder in die Zeit des Imperiums. Auf Coruscant lebt der Rebellenspion Eneb Ray unter dem Namen Tharius Demo. Es ist kurz nach der Vernichtung des ersten Todessterns. Prinzessin Leia hat eine Aufgabe für Eneb: Er soll gefangene Senatoren befreien, die durch das Imperium zum Tode verurteilt wurden. Dazu begibt er sich zum Gefängniskomplex Arrth-Eno, um einen raffinierten Plan auszuführen. Doch er muss feststellen, dass der Imperator ebenfalls sehr raffiniert sein kann…

    Bleiben wir gerade mal bei der zweiten Geschichte, weil diese in sich geschlossen ist: Sie beginnt sehr langsam, offenbart dann aber ein paar sehr raffinierte Wendungen, die einmal mehr herausstellen, dass der Imperator den Rebellen auch durch seine Skrupellosigkeit überlegen ist. Moralische Überlegungen stellt er gar nicht an, er hat ein Ziel und er ist bereit, alles – außer sich selbst – diesem Ziel zu opfern. Die Geschichte ist eine passende Ergänzung zum Mythos des Imperators.

    Die erste Geschichte um Captain Phasma besteht aus insgesamt vier Teilen und gehört zu dem Zyklus, der langsam zur EPISODE VIII führen soll. Wie man schon aus der Beschreibung sieht, soll der Comic erklären, wie Phasma aus dem Müllschacht und von der Starkiller-Basis entkommen konnte. Außerdem trifft sie im Verlauf der Handlung auf einen Droiden, der – soweit ich es verstanden habe – auch im Film eine wesentliche Rolle spielen soll. Auf diese Weise greifen die verschiedenen Medien direkt ineinander. Nun lässt sich über die Geschichte selbst noch kein finales Urteil bilden, immerhin handelt es sich hier nur um Teil 1 von 4, aber es ist ein vielversprechender Auftakt. Phasma wird ebenfalls in ihrer ganzen Skrupellosigkeit gezeigt, wie sie versucht, ihre eigene Tat (das Deaktivieren der Schilde der Starkiller-Basis) jemand anderem anzuhängen (und falls es jemand interessiert: Warum sie die Schilde in EPISODE VII einfach so deaktiviert hat, wird in dem Roman „PHASMA“ erklärt, der ihre Hintergrundgeschichte und ihren Charakter etwas mehr beleuchtet). Leider hat gerade diese Geschichte einen Wermutstropfen: Dem Autor ist der zeitliche Ablauf der Ereignisse auf der Starkiller-Basis durcheinander geraten. Die Geschichte wird von einem Countdown begleitet, der auf die volle Aufladung der Starkiller-Waffe gezählt wird. Die Handlung beginnt sechs Minuten vor der vollen Aufladung. Zum Zeitpunkt zwei Minuten vor der Aufladung berichtet Phasma, dass sie Kylo Ren und eine unbekannte Person bei einem Kampf mit Lichtschwertern beobachtet hat. Sie befindet sich dabei – natürlich – außerhalb des Hauptgebäudes am Wald. Eine Minute zuvor hat ein Wachposten sie angesprochen und von dem Gerücht erzählt, dass General Hux evakuiert worden sei. Das Problem bei ist: Die Starkiller-Waffe war bereits aufgeladen, als Kylo sich noch in der Basis befand. Es ist ja der große Moment in EPISODE VII, die Sonne verschwindet, die Dunkelheit legt sich über Kylos Gesicht und er durchbohrt Han Solo mit seinem Lichtschwert. Erst danach kommt es zum Duell zwischen ihm und Finn, beziehungsweise Rey (im Comic kann man nicht erkennen, mit welchem von beiden er sich gerade duelliert). Und General Hux wurde erst evakuiert, als der Reaktor der Starkiller-Basis bereits am Explodieren war, ebenfalls einige Zeit nach der vollständigen Aufladung der Waffe. Irgendwas ist hier also durcheinander gekommen und es wundert mich ein wenig, dass das niemandem aufgefallen ist.

    Außerdem gibt es einen zweiten „Fehler“, aber der hängt mit einer ganz persönlichen Vorliebe von mir zusammen: Ich mag Chronologien, und mit diesem Heft wird die chronologische Reihenfolge endgültig aufgebrochen (es gab ja schon einmal eine Geschichte als Einschub, in der davon erzählt wurde, wie C3PO seinen roten Arm bekommen hat). Das stört mich ein wenig, mir wäre es lieber gewesen, einfach die Geschichten zwischen den Filmen der Original-Trilogie weiter zu erzählen. Stattdessen will man nun offenbar die Geschichten in loser Reihenfolge abhandeln.

    Wenn alles so läuft wie geplant, dann wird die Geschichte um Captain Phasma allerdings leider erst zu Ende erzählt sein, wenn EPISODE VIII schon im Kino läuft: Der Film kommt am 14. Dezember heraus, das Ende der Reihe kommt in STAR WARS Comics Nummer 29, die voraussichtlich am 20. Dezember erscheint.

    Abschließend bleibt zu sagen: Die Einzelgeschichte ist sehr stark und fügt einiges zum Mythos des Imperators dazu, die Geschichte von Captain Phasma macht neugierig auf mehr. Mal sehen, wie sich die Handlung hier weiter entwickelt.

     

    Love is Love – Eine Comic-Anthologie für Respekt, Akzeptanz und Gleichberechtigung

    "Love is Love" - Bild: Panini Comics

    "Love is Love" - Bild: Panini Comics
    „Love is Love“ – Bild: Panini Comics

    Am 12. Juni 2016 wurden bei einem Anschlag auf den Nachtclub Pulse in Orlando 49 Menschen brutal ermordet. Ein Gewaltakt gegen Homosexuelle in den USA, wie man ihn sich bis dahin nicht hatte vorstellen können. In der Comic-Anthologie Love is Love reagieren die unterschiedlichsten Comic-Künstler auf diese unfassbare Tat. In ihren Geschichten drücken sie Mitgefühl, Trauer und Sorge angesichts des Angriffs auf die homosexuelle Community aus, machen aber auch Hoffnung und setzen sich für Akzeptanz, Gleichberechtigung und Frieden ein. Wie schon bei dem US-Band geschehen, wird auch Panini einen Teil des Erlöses vom Verkauf der deutschsprachigen Version des Bandes spenden.

    Die Anthologie Love is Love ist eine Zusammenstellung kurzer Comic-Episoden, in denen einige der bekanntesten Comic-Schaffenden aus der ganzen Welt ihre Gefühle nach dem Attentat auf den überwiegend von Homosexuellen besuchten Club Pulse in Orlando zum Ausdruck bringen, sich gegen Gewalt und für die Akzeptanz und die Gleichberechtigung von Homosexuellen aussprechen.

    Mit dabei sind Autoren wie Paul Dini, Marc Guggenheim, Grant Morrison, Scott Snyder, Brian Bendis; Zeichner-Größen wie Bill Morrison, Phil Noto, Francis Manapul, Jock, Ivan Reis, Tim Seeley, Mirka Andolfo und viele mehr. Auch Texte der Initiatoren Marc Andreyko und Chris Ryall wurden zu Comics verarbeitet – Wonder Woman-Regisseurin Patty Jenkins schrieb das Vorwort.

    Die Idee zu Love is Love stammt von Marc Andreyko, der in Chris Ryall und dem Verlag IDW Publishing Mitstreiter fand. Im Gespräch mit Panini Comics TV (Folge 16) zeigt sich Ryall beeindruckt davon, wie viele Künstler spontan ihre Bereitschaft zur Mitarbeit an dem Projekt bekundeten und auch die Unterstützung durch den US-Superheldenverlag DC Comics begeistert ihn: „DC hat es uns sogar gestattet, einige ihrer Charaktere für den Band zu nutzen!“

    In der Anthologie sollten die Künstler ihre Gedanken und Gefühle zu dem Geschehenen zum Ausdruck bringen. „Aber“, so Ryall, „Marc wollte ein Statement für die Liebe. Die Geschichten sollten keine Wut beinhalten, sondern Hoffnung vermitteln.“

    In den USA wurde Love is Love zu einem großen Erfolg und der Gewinn der Veröffentlichung wurde an die Hinterbliebenen der Opfer gespendet. Vom Erlös des deutschen Bandes werden ebenfalls je drei Euro pro Band gespendet, zugunsten der LGBT-Verbände in den USA und des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD).

    Quelle: Panini Comics

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      Clever & Smart: Der Kultcomic ist wieder da!

      (c) Carlsen Verlag

      (c) Carlsen Verlag
      (c) Carlsen Verlag

      Auch ich war seinerzeit ein Fan des Comics „Clever & Smart“, wie ich in einer Folge des DPP Videokanals einmal darlegen durfte. Sie sind die Gagahelden aus den 1970er-Jahren. Die zeitlosen Slapstick-Abenteuer der beiden Geheimagenten waren der Comic-Renner am Kiosk und haben sich millionenfach in den 1970er- und 1980er-Jahren verkauft. Sie sind eine der großen Comic-Marken, die allseits bekannt sind.

      Nun legt Carlsen die klassischen Abenteuer des spanischen Zeichners Ibáñez wieder auf. Zum Start am 30. Januar 2018 erscheinen drei Bände auf einmal: „Keine Angst, wir retten die Welt“, „Wir bringen Nachschub für den Knast“ und „Die Asphalt-Safari“. Die Reihenfolge entspricht nicht der Reihenfolge, wie sie seinerzeit bei Condor erschienen sind, aber wer Carlsen kennt, weiß, dass man dort bei solchen Veröffentlichungen eher auf eine chronologische Reihenfolge achtet: „Keine Angst, wir retten die Welt“ erschien 1969 unter dem Originaltitel „El Sulfato Atómico“ als Band 1, „Wir bringen Nachschub für den Knast“ ebenfalls 1969 mit dem Titel „Contra el ‚Gang‘ de Chicharrón“ als Band 2 und „Die Asphalt-Safari“ 1970 als „Safari Callejero“ mit der Nummer 3 der Reihe „Mortadelo y Filemón“ bei „Ases del Humor“. Die bisher veröffentlichten vorläufigen Titelbilder entsprechen dabei der Aufmachung der Originalreihe.

      (c) Carlsen Comics
      (c) Carlsen Comics

      (c) Carlsen Comics
      (c) Carlsen Comics

      Quelle: Carlsen Comics

      STAR WARS Comics Nr. 26: Darth Vader – Zeit der Entscheidung

      (c) Panini Comics / Marvel

      (c) Panini Comics / Marvel
      (c) Panini Comics / Marvel

      Was bisher geschah:
      Darth Vader hat es geschafft, seinen Meister, den Imperator zu beeindrucken und gleichzeitig den Umstand verschweigen können, dass er immer noch auf der Suche nach Luke Skywalker ist. Als „Belohnung“ wird Vader losgeschickt, seinen Widersacher Cylo zur Strecke zu bringen, der sich als Verräter entpuppt hat. Cylo hat jedoch einen Angriff auf das neue Flaggschiff des Imperiums, die EXEKUTOR befohlen und es geschafft, dass der Imperator in seinen eigenen Gemächern festsitzt. Außerdem hat er die Kontrolle über Vaders kybernetischen Anzug übernommen…

      Ihr habt zugelassen, dass Euer Zorn und Stolz Euch an die dunkelsten Orte führt. Das ist unser Weg, Lord Vader. Alles, was Ihr im Schatten begangen habt, erfreut mich aufs Höchste. Ihr seid alles, worauf ich jemals hoffen konnte.
      – Der Imperator

      Vader muss sich aus dem Klammergriff von Cylo befreien. Dazu kehrt er im Geist zurück nach Mustafar, wo er von Obi-Wan verwundet wurde und es gelingt ihm, so viel Wut und Hass aufzubauen, dass er mit Hilfe der Macht Kontrolle über seinen Anzug erlangt. Er kann Cylo niederstrecken, doch der hat einen besonderen Schutz: Wird einer seiner Körper getötet, überträgt sich sein Bewusstsein sofort in einen neuen Klon. Vader muss an die Quelle, Cylos Flaggschiff. Die neue Brutalität, mit der er vorgeht, findet ganz das Gefallen des Imperators. Wäre da nicht Doktor Aphra, die ihre Chance gekommen sieht und dem Imperator von Vaders Geheimarmee und seinen Intrigen erzählt…

      Tatsächlich schafft es das Finale, das Versprechen aus den letzten Ausgabe einzulösen. Wir sind dabei, wie Vader einen Schritt weiter in der Entwicklung auf der dunklen Seite geht, sehr schön dargestellt durch die Visionen von Obi-Wan und Padmé auf Mustafar. Damit wird auch erklärt, wie Vader von „dem Bösewicht an Tarkins Seite“ in Episode IV zu „dem Bösewicht, der unliebsame Untergebe auch gern mal umbringt“ in Episode V wurde. Gleichzeitig wird die Handlung um Doktor Aphra abgeschlossen, auch hier ist es ein passendes Ende. Wer mehr wissen will, der nächste Absatz ist in weiß geschrieben, damit man ihn nicht aus Versehen liest, wenn man das nicht will. Wer mehr über Doktor Aphras Schicksal erfahren will, muss diesen Absatz mit dem Cursor markieren, dann kann man ihn lesen.

      Doktor Aphra wird von Vader aus einer Luftschleuse geworfen. Doch sie hat damit gerechnet und lässt sich von Triple-Zero, BeeTee und dem Wookiee Krrsantan retten. Sie wusste, dass sie vor Vader nie würde davonlaufen können, also musste sie einen glaubwürdigen Tod sterben, damit dieser sie nicht weiter verfolgt. Damit endet Aphras Geschichte innerhalb der „Hauptzeitlinie“, aber ihre Abenteuer gehen weiter in einer eigenen Comicreihe: „STAR WARS – Doktor Aphra“.  →Hier der Link zu mehr Informationen bei Panini.

       

      Nach dem Abschluss dieser Geschichte ist für das nächste Heft eine Geschichte angekündigt, die eine Lücke zwischen Episode VII und VIII schließen soll: Die Erlebnisse von Captain Phasma, nachdem sie auf der Starkiller-Basis in einen Müllschacht geworfen wurde.

       

      YPS mit Gimmick Nr. 1282: 5, 42, 50, 498, 1282

      (c) Egmont Ehapa Verlag
      (c) Egmont Ehapa Verlag

      Es ist schon eine merkwürdige Sache. Da will man ein Jubiläum feiern, aber dann wird das Jubiläum ein Abgesang. Und das ziemlich plötzlich. Weiß der Geier, warum. So erging es dem wieder auferstandenen YPS. Denn die diesen Monat erschienene Nummer 1282 soll die letzte sein (für eine gewisse Zeit, heißt es, aber man weiß ja nicht). Aber der Reihe nach.

      Fünf

      Fünf Jahre ist es her, dass YPS als Magazin für Erwachsene gestartet ist. Und was für ein Start es war! Dass man das Jubiläum erreicht hat, ist sicherlich ein Grund, um stolz zu sein. Zuletzt wurde die Frequenz der Zeitschriften auf sechs pro Jahr erhöht, gerade richtig, wie ich fand. Aber irgendwie scheint da was nicht richtig funktioniert zu haben. Allerdings wurde das nicht kommuniziert, zumindest nicht in aller Öffentlichkeit. Denn wie man auf dem Cover sieht, wird im Heft noch auf das Jubiläum eingegangen, neben den üblichen Artikeln und Comics. Das einzige Zeichen, das auf eine Einstellung der Reihe hindeutet, ist das Fehlen der Ankündigung für das nächste Heft. Gut, die ersten Hefte hatten auch keine Ankündigungsseite, aber zumindest wurde auf der letzten Seite geschrieben, an welchem Datum das nächste Heft erscheinen würde. Das fehlt in dieser Ausgabe komplett.

      Zweiundvierzig

      Die Neuigkeit hat der geneigte Abonnent entweder vorher schon auf der Facebook-Seite von Yps erfahren, oder ganz konkret durch die Beilagen des Heftes. Wie allerdings der Kioskleser von der Einstellung erfährt, weiß ich nicht. Der Abonnent jedenfalls fand bei seiner Ausgabe einen Brief, der vorgeblich vom Känguru Yps und einer Mitarbeiterin aus dem Kundenservice geschrieben wurde (ich zweifle hiermit die Urheberschaft der Mitarbeiterin aus dem Kundenservice an, jeder Fan weiß, es gibt nur Yps und sonst nichts). Darin teilt Yps mit, dass er gerne seine Verwandten in Australien besuchen möchte, weswegen die Nummer 1282 „für eine Weile“ das letzte Heft sein wird. Nun hat aber jeder sein Abo zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt abgeschlossen, aber auch da gibt es eine Lösung: Wenn man weiter nichts macht, wird man einfach zu einem Abonnement der „Lustigen Taschenbücher“ übergeleitet. Falls einem die nicht zusagen, werden einem im Postscriptum die „LTB Spezial“ und die „LTB Ultimate Phantomias“ angeboten. Oder man kann sich auch sonst irgendwas im Aboshop aussuchen (da gäbe es so Zeitschriften wie „Micky Maus“, „Galileo Genial“, „Winnie Puuh“, „Die Eiskönigin“… Moment, von der Eiskönigin gibt es eine eigene Zeitschrift, die zwölfmal im Jahr erscheint? Obwohl es bislang nur einen Film gibt? Dinge geschehen, es ist unglaublich…).

      Das wirkt erstmal seltsam. Noch dazu, da das Vorwort im Heft mit den Worten „Bleibt weiterhin beharrlich und Yps treu.“ endet, und hier mit keiner Silbe die Einstellung erwähnt wird. Im Heft selbst habe ich bislang auch keinen Hinweis gefunden. Eher das  Gegenteil, so wird auf der Seite „Her mit den Bildern!“ noch immer gefordert, Fans mögen ihre Bilder schicken, auf dass sie im Heft veröffentlicht werden.

      Nun ist also nach 42 Jahren nach Heft 1 wieder einmal das Ende gekommen. So sieht es aus.

      Fünfzig

      Ein Jubiläum feiern tatsächlich auch die LTBs, die „Lustigen Taschenbücher“: 50 Jahre. Das gefällt mir nicht, denn es führt mir vor Augen, wie alt ich bin. Okay, das war jetzt gemein. Meine wirklichen Probleme mit den Geschichten in den LTBs beziehungsweise deren Geschichten habe ich an anderer Stelle schon beschrieben, ich weiß nicht, ob sich das nach 50 Jahren vielleicht mal geändert hat (gerade das Disneyversum rund um Mickey und Donald ist ja notorisch bekannt dafür, dass die Zeit gerne mal stehenbleibt). Tatsächlich bin ich aber schon Abonnent der „LTB Ultimate Phantomias“-Reihe, weil es mir schon immer gefallen hat, wenn Donald aus der Verliererrolle (und der Rolle als Spielball seines gemeinen und geizigen Onkels Dagobert) herauskommt. Schwierige Sache. Den LTBs noch eine Chance geben? Dummerweise wurde ich durch den Brief auch noch neugierig gemacht, denn das dort abgebildete Cover der Ausgabe 499 zeigt den Titel „Der Kolumbusfalter kehrt zurück“. Als alter Leser weiß ich natürlich, um was es da geht: „Der Kolumbusfalter“ (ursprünglich „Der Kolumbusfalter und andere Geschichten“) war der Titel von LTB Nr 1. Und nach 50 Jahren findet diese Geschichte eine Fortsetzung? Klingt schon irgendwie spannend. Noch mehr: Als kleiner Bonus hat man eine Ausgabe des LTB diesem Yps-Heft beigelegt, vermutlich, um zweifelnden (oder unwissenden) Abonnenten die Entscheidung für die LTBs schmackhaft zu machen. Eine tolle Geste. Allerdings…

      Vierhundertachtundneunzig

      (c) Egmont Ehapa
      (c) Egmont Ehapa

      …handelt es sich dabei nicht um die abgebildete Nr. 499, sondern um die Ausgabe davor, Nr. 498 mit dem Titel „Der Drachenkämpfer“. Das hängt damit zusammen, dass die 499 erst im Oktober erscheint.

      Ein weiterer interessanter Faktor ist mir im Zusammenhang mit den LTBs aufgefallen, als ich mir den Aboshop angeschaut habe, was es da noch so gibt. Dort werden die LTBs nämlich (auch) als Lesematerial für Erwachsene beworben. Also ist den Leuten dort sehr bewusst, dass zumindest ein Teil des Erfolgs den „alten“ Lesern zu verdanken ist, die immer noch im Boot sind. Bei YPS scheint das nicht so ganz funktioniert zu haben, zumindest auf lange Sicht. Der Anfang war ja phänomenal, aber irgendwo scheinen die Abonnenten und Leser verloren gegangen zu sein. Wenn wir uns erinnern: Die erste Ausgabe vor fünf Jahren war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, so dass blitzschnell eine zweite Auflage beschafft werden musste. Und seither gibt es von der Nummer die schwarze Ausgabe (Auflage 1) und die gelbe (Auflage 2). Am Anfang erschien es auch so, als sei das nicht einfach nur ein kurzfristiger Hype, sondern ein einigermaßen stabiler Trend, so dass die ursprünglich vier Ausgaben pro Jahr auf sechs gesteigert werden konnten. Umso mehr schmerzt dieses plötzliche Ende.

      Eintausendzweihundertzweiundachtzig

      Auf jeden Fall werde ich mir die letzte Ausgabe auch nochmal anschauen, so wie schon die davor und mir ein paar Gedanken machen. Vielleicht kommt ja etwas konstruktives dabei heraus. Und vielleicht sehen wir YPS irgendwann wieder. Bis dahin LTBs? Oder was anderes? Oder nichts?

      Schwierige Entscheidung…