Warum ich anfing, selber Geschichten zu schreiben – oder: SO gefällt mir das gar nicht!

Eine von den Fragen, die man einem Autor – so auch mir – immer wieder stellt, ist, was mich generell darauf gebracht hat, Geschichten zu schreiben. Die mich das fragen können sich nicht vorstellen, warum man Geschichten schreibt, vermutlich genau so wie ich mir nicht vorstellen kann, ohne das Geschichten Schreiben und Erzählen zu leben. In meinem Fall waren es ein paar besondere Erlebnisse, die ich heute – und in weiteren Einträgen – mal etwas beleuchten möchte.

Wie die Überschrift schon ankündigt, war eine Motivation unter anderem die, dass mir andere Geschichten, respektive deren Verlauf nicht gefallen haben. Und daran hat Walt Disney einen nicht unerheblichen Anteil. Nun gut, nicht unbedingt er selbst, aber das, was aus seinen Schöpfungen gemacht wurde. Disneys Figuren (Mickey Mouse, Donald Duck usw.) waren in den Filmen am Anfang ziemliche Stereotypen. Als man sie nach dem 2. Weltkrieg nach Europa exportierte in Form von Comics – die aus der Feder solcher begabter Menschen wie Carl Barks stammten -, hatte sich das schon etwas gewandelt. Aber der europäische Markt war gierig auf noch mehr Geschichten, also fing man an, vornehmlich in Italien neue Comics zu zeichnen. Die Handlungen der Geschichten basierte man auf Carl Barks Schöpfungen (der unter anderem Verantwortlich für die Panzerknacker – original „Beagle Boys“ – zeichnet). Doch irgendwie europäisierte man die Geschichten auch, und damit begann das, was mir nicht mehr gefiel. Es ging so weit, dass ich einigen Figuren einen echten Hass entgegen brachte, weil sie arrogant, überheblich und selbstverliebt waren und andere unter ihnen zu leiden hatten. Offenbar waren die europäischen Schöpfer dieser Geschichten, die vornehmlich durch die „Lustigen Taschenbücher“ verbreitet wurden, der Meinung, Kinder würden so was lustig finden. Nun, zumindest was mich betrifft, ist dieser Eindruck falsch. Und das möchte ich genauer beleuchten anhand der Figuren.

Donald Duck
„Ach, armer Donald… ich kannte ihn gut, Horatio, ein Bursche von unendlichem Humor!“

In den Filmen aus der Disney-Werkstatt zeichnet sich Donald vor allem sein stets überschäumendes Temperament aus, durch das er in alle möglichen und unmöglichen Situationen gerät, sozusagen selbstverschuldet. Doch die Rolle, die ihm im europäischen Disneyversum zugedacht wurde, machte ihn zu meinem persönlichen Liebling: der dauernde Pechvogel. Donald war stets verschuldet, was seinen Onkel Dagobert dazu veranlasste, ihn mit haarsträubenden Aufgaben zu betrauen. Es wurde ein paar Mal der – meiner Meinung nach schwache – Versuch gemacht, auch diese Situation Donalds als „selbstverschuldet“ hinzustellen, indem man ihm unterstellte, dass er sich keine Arbeit suchte, weil er stinkend faul sei. Nur: Das widersprach einigen Geschichten, in denen Donald äußerst erfolgreich zu Geld gekommen war, nur um dieses pünktlich zum Beginn der nächsten Geschichten wieder verloren zu haben – falls er es nicht sogar noch am Ende der gleichen Geschichte wieder verlor. Hin und wieder war Dagobert dafür verantwortlich, dass er das verdiente Geld wieder verlor, indem er es mit Hinweis auf Donalds Schulden einfach einzog. Das wiederum kostete Dagobert bei mir so viel Sympathiepunkte, dass er inzwischen im Minus ist.
Ein großes Problem war die Entwicklung, die nicht stattfinden durfte. Donald musste natürlich am Anfang der nächsten Geschichte wieder bettelarm sein, damit der Zeichner, der diese verfasste, von der üblichen „Basis“ aus weitermachen konnte. Die Tatsache, dass Donald damit im „Schuldenpfuhl“ gefangen war, ließ mich starkes Mitgefühl mit ihm empfinden. Wie Herbert Grönemeyer schon sang: „Stillstand ist der Tod!“

Dagobert Duck
„Sieh an, sieh an – wer hätte gedacht, dass der alte Mann noch so viel Geld in sich hat?“

Dagobert Duck hätte auch von Karl Marx erfunden werden können, denn er ist der großkapitalistische Ausbeuter par excélence. Wie schon erwähnt, der alte Mann hat bei mir so viel Sympathiepunkte verloren, dass er sich bei mir schon gewaltig einschmeicheln müsste, damit ich ihn nur „neutral“ betrachtete. Ursprünglich hatte er einen Auftritt in einem Disney-Film, in dem er tatsächlich eine Entwicklung durchmacht, die allerdings die Geschichte vorgibt: die Disney-Variante von Charles Dickens „Christmas Carol“. In diesem Film hieß er noch Ebeneezer Scrooge McDuck, später nur noch Scrooge McDuck, oder eingedeutscht eben Dagobert. Neben seiner offensichtlichen Herzlosigkeit ist sein unglaublicher Geiz und seine Liebe zum Geld seine hervorstechendste Eigenschaft – jedenfalls hat er sich mir immer so dargestellt.
Außerdem hat der Mann offensichtlich ein großes psychisches Problem, oder wie ist das mit dem Geldspeicher zu verstehen? Gut, von daher beruhigt es mich, dass es Onkel Dagobert in Wirklichkeit nicht geben kann, denn wenn man vom Vermögen des „reichsten Mannes der Welt“ spricht, wird mit „Fantastilliarden“ jongliert, einer Zahl, die es nicht gibt; manchmal aber auch mit Trillionen. Eine Trillion ist eine 1 mit 18 (!!!) Nullen. Zum Vergleich: Staatshaushalte rechnen (zumindest in US-Dollar) heutzutage allerhöchstens mit Milliarden, und eine Trillion entspricht 1 Million Milliarden. Würde sich so viel Kapital auf eine Person oder auch nur einen Konzern vereinen, würde das den finanziellen Kollaps des Landes verursachen, in dem die Person wohnt bzw. der Konzern seinen Sitz hat. Mehr noch: Das Bruttosozialprodukt der ganzen Welt (also der Wert aller auf der Welt hergestellter Waren) betrug im Jahr 2004 ungefähr 55,5 Billionen US-Dollar. Onkel Dagoberts Vermögen entspricht also dem Vielfachen dessen, was auf der Welt überhaupt an Wert produziert wird. Genau genommen würde es also nicht nur den finanziellen Kollaps des jeweiligen Landes, sondern der weltweiten Wirtschaft bedeuten. Wenn sich also demnächst mal wieder jemand über die Inflationsrate aufregt, immer dran denken: Onkel Dagobert ist schuld!
Dagoberts psychisches Dilemma muss also sehr tief sitzen, denn er hat so viel Geld, dass es auf der ganzen Welt nicht genug Waren gibt, damit er es komplett ausgeben kann. Sprich: Selbst wenn der alte Geizhals den ganzen Planeten aufkaufen würde, hätte er noch immer Geld übrig. Trotzdem ist er aber von der Paranoia befallen, kein Geld mehr haben zu können.
Als eine bezeichnende Geschichte, die mein Bild von „Onkel Dagobert“ prägte, war eine Episode, in der Donald einen Flugzeugträger als Tourist besucht, aber wegen seines Matrosenanzugs für einen Marinesoldaten gehalten wird, so dass er an Bord zurückgehalten wird und mit auf Fahrt gehen muss. Auf dieser Fahrt passieren ihm verschiedene Dinge, er arbeitet sich von der Küchenhilfe hoch und rettet schließlich einem hohen Tier das Leben. Just als er dafür mit einem Orden ausgezeichnet werden soll, landet ein Hubschrauber auf dem Deck des Flugzeugträgers: Onkel Dagobert, der die Situation mit den Worten aufklärt, dass Donald kein Angehöriger der Marine sei und deswegen auch keinen Orden bekommen könne. Das hohe Tier, dem er das Leben gerettet hat, händigt Donald daraufhin den Gehaltsscheck für die auf dem Schiff geleistete Dienstzeit aus – den Onkel Dagobert prompt einkassiert. Begründung: die Suchaktion mit dem Hubschrauber sei sehr teuer gewesen und Donald solle gefälligst dafür zahlen. Dagobert macht dabei einen Gesichtsausdruck, in dem seine ganze Arroganz zum Ausdruck kommt. Es waren solche Gelegenheiten, die meinen Gerechtigkeitssinn anrührten und in mir den Wunsch weckten, andere Geschichten zu lesen. Was Onkel Dagobert da tat, war gemein, nicht lustig.

Daisy Duck
„Schwäche, Dein Name sei Weib!“

Daisy tauchte in den animierten Cartoons „irgendwie“ als Donalds Verlobte auf, doch die Rendezvous der beiden wurden gerne von Donalds Neffen gestört. In den Comics wurde aus ihr eine unentschlossene, oberflächliche Zicke. Tut mir leid, falls das hart klingt, aber schauen wir der Realität ins Gesicht: In den Comics wurde eine Art „Wettstreit“ zwischen Donald Duck und einem Vetter mit Namen Gustav Gans etabliert. Die beiden stritten sich um die Gunst von Daisy, die sich nicht enscheiden konnte – respektive, sie hat sich mal so und mal so entschieden, je nachdem welcher der beiden Bewerber ihr das größere Geschenk machte. Das war die Oberflächlichkeit, die mich an ihr aufregte. Ihre so genannte „Herzensentscheidung“ war sehr materiell geprägt und hing von Dingen wie Ringen oder einem exotischen Urlaubsziel ab. Eine Beziehung war für sie nie etwas, mit dem man sich im Leben beschäftigte, sondern nur ein Prestigeobjekt, mit dem man vor den Freundinnen angeben konnte. Sprich, sie suchte nach einer „guten Partie“, nicht nach dem guten Herz, sondern nach dem guten Geldbeutel. Des öfteren hatte deswegen Gustav Gans gegenüber Donald die Nase vorn (siehe „Gustav Gans“), der mir auch unsympathisch war, was sie nicht gerade sympathisch in meinen Augen machte. Und ihre Oberflächlichkeit tat ihr übriges dazu. Eine Entwicklung in dem Sinne, dass sie sich entschied und einem der beiden das „Ja-Wort“ gab und dem anderen eine Abfuhr erteilte, durfte nicht stattfinden. Wie so häufig im Disneyversum.

Gustav Gans
„Der Teufel sch**sst immer auf den grössten Haufen!“

Gustav Gans bezeichnet sich selbst als „Schoßkind des Glücks“ – und so wurde er auch angelegt. Wollte er in Urlaub fahren, musste er nur an einem entsprechenden Preisausschreiben teilnehmen – schon hatte er einen Urlaub gewonnen. Er fand ständig voll gefüllte Brieftaschen oder andere wertvolle Sachen, deren Rückgabe beim Eigentümer ihm einen reichen Finderlohn einbrachte. Er gewann und gewann… und um ein Zitat aus STAR WARS zu bringen: „Seine Fähigkeiten haben ihn… nun ja… arrogant werden lassen.“ Mit Vorliebe zog Gustav Donald auf, der als Pechvogel Gustavs genaues Gegenteil war und besonders gern nutzte er sein Glück, um auf Daisy Duck Eindruck zu machen.
Sein Glück, na gut, soll er es genießen, aber Gustav erhob sich selbst, indem er andere erniedrigte. Auch das fand ich nicht lustig.

Tick, Trick und Track
„O tapfere neue Welt, die solche Menschen trägt!“

In den animierten Filmen waren die drei Neffen von Donald eine Rasselbande, die allerlei Unsinn anstellte. Unter Carl Barks Einfluss wurden aus ihnen Pfadfinder des „Fähnlein Fieselschweif“, die ein schlaues Buch hatten, das ihnen jede Frage beantwortete. Auf diese Weise wurden sie eigentlich zu den vernünftigsten Figuren der ganzen Reihe, denn sie bremsten Donald, wenn er mal wieder wütend wurde und halfen ihm, und sie waren schlauer als der Rest der ganzen Bande. Eine persönliche Genugtuung war für mich beispielsweise eine Geschichte, in der Onkel Dagobert eine Schatztruhe von einem versunkenen Schiff mit Hilfe eines starken Magneten heben wollte. Seine Idee war, dass die Metallbeschläge der Kiste von dem Magneten angezogen werden würden. Seine Neffen warnten ihn, er hörte nicht und es kam wie’s kommen musste: kaum war die Kiste aus dem Wasser und hing an dem Magneten, da brach das Holz auseinander, das durch die lange Liegezeit im Wasser morsch geworden war und an der Luft das Gewicht der Münzen nicht mehr tragen konnte. Die Münzen selbst fielen zurück ins Wasser, denn sie waren aus reinem Gold – und Gold ist nicht magnetisch, deswegen hielt sie der Magnet nicht fest. Dagobert bekam einen Dämpfer, weil er nicht auf seine Großneffen gehört hatte – das gefiel mir.

Frustriert von diesen ganzen Gestalten des Disneyversum fing ich schließlich an, eigene Geschichten zu entwerfen, die etwas anders aussahen. Aber irgendwie entzogen sich die Figuren meinen Versuchen, ihnen Tiefe und Entwicklung zu geben. Sie konnten auf eine unheimliche Weise nicht weiter entwickelt werden, was man ja auch an der Tatsache sieht, dass Tick, Trick und Track seit Jahrzehnten Kinder sind, ohne älter zu werden. Es geht sogar weiter: Im allerersten der „Lustigen Taschenbücher“ gab es eine Geschichte, in der Dagobert Donald und seine Neffen auf eine Zeitreise in die Zukunft, ins Jahr 2001 schickt. Dagobert möchte wissen, was aus Donald geworden ist, nachdem er sein Vermögen geerbt hat. In der Geschichte ist Donald im Jahr 2001 genauso geizig wie Dagobert, jener ist tot, und Tick, Trick und Track sind Erwachsene. Damit wurde für den größten Anachronismus im Disneyversum gesorgt, denn wir schreiben derzeit das Jahr 2006 und mir wäre nicht bekannt, dass Onkel Dagobert gestorben ist oder dass Tick, Trick und Track erwachsen wären. Das ist umso erstaunlicher, da Dagobert mehrfach betont, bei dem großen Goldrausch am Klondike (1896 – 1898) den Grundstock für sein Vermögen gelegt zu haben, sprich: er war zu diesem Zeitpunkt bereits ein junger Mann. Sein Geburtsjahr ist laut seiner Biographie 1867, was uns darauf bringt, dass Onkel Dagobert zurzeit 139 Jahre alt sein dürfte. Das Geburtsdatum der Duck-Trillinge wird hingegen mit 1940 angegeben, so dass diese in diesem Jahr ihren 66. Geburtstag feiern dürfen.
Andere Quellen wiederum behaupten standhaft, Onkel Dagobert sei kurz nach seinem 100. Geburtstag gestorben. Das passt nicht mit der Tatsache zusammen, dass das erste „Lustige Taschenbuch“ 1967 erschienen ist (an Dagoberts mutmaßlichen 100. Geburtstag) – oder es wirft zumindest die Frage auf, WANN die Duck-Geschichten eigentlich spielen.

Das Disneyversum des Stillstandes und der Anachronismen konnte ich nicht beeinflussen, also ließ ich es irgendwann bleiben, mir da Gedanken über neue Geschichten zu machen. Ich wollte etwas anderes tun und zog mich aus dieser „Dimension“ zurück. Ich habe lange Zeit keine „Lustigen Taschenbücher“ mehr gelesen und tue dies auch weiterhin nicht. Ich wollte Geschichten, in denen den Figuren erlaubt ist, sich zu entwickeln, selbst den Wandel vom vermeintlich „bösen“ zum „guten“ hin zu durchlaufen.

Denn das ist es doch, was den Menschen ausmacht, nicht wahr? Die Entwicklung. Niemand kann sich ihr entziehen. Niemand kann behaupten, der gleiche zu sein wie vor ein paar Jahren. Und wer es dennoch tut, belügt sich entweder selbst – oder er hat sich wirklich nicht entwickelt, was zu bedauern wäre (und sehr unwahrscheinlich).

Dies war also ein Teil der Motivation, selbst Geschichten zu schreiben. Aber es geht noch weiter… diese Geschichte ist noch nicht beendet.


Jugendliche & Kinder Zeitschriften

Dem Deutscher Language Episode V: Die Anglizismen schlagen züruck

Manchmal ist es schön zu sehen, dass man nicht allein ist in der Welt…

Hier eine kleine Auswahl von ein paar Blogs, die sich ebenso ihre Gedanken um die Anglizismen gemacht haben:

Neues von kahera: Macht das Sinn?

Kefas Welt: Anglizismen oder sowas in der Art

Spreeblick Blog: Make Sense No More

Die dümmsten Anglizismen

Und für jene, die noch mehr wollen:

Blogsearch: Anglizismen

Und alle Episoden von „Dem Deutscher Language“ in diesem Blog:

Episode I
Episode II
Episode III
Episode IV

PS: Und jetzt die Masterfrage: Warum heisst es im Titel „Die Anglizismen schlagen züruck“ und nicht „zurück“?

Dies geht auf einen berühmten Schreibfehler zurück, der offenbar nicht entdeckt wurde und auf diese Weise über Jahre den Titel von „Krieg der Sterne Episode V“ zierte: Dort stand am Anfang des Films über der Laufschrift mit der Einführung deutlich zu lesen: „Das Imperium schlägt züruck“…

Werbung – wenn ja, wofür?

Nun, manchem ist es sicher schon aufgefallen, dass auf diesen Seiten und auch in diesem Blog Werbung betrieben wird. Werbung, die in den meisten Fällen zum Thema passt. Auch im Newsletter des Phantastischen Projekts wird Werbung betrieben. Manchmal stellt sich die Frage, muss sie sein – und wenn ja, wofür soll dann geworben werden?

Bei der Beantwortung dieser Frage stecken wir in einem Definitionsdilemma. Wie definieren wir das „muss“ in der Frage? Und vermutlich würden wir in den meisten Fällen darauf kommen, dass die Werbung nicht sein „muss“. Sie ist – zumindest auf dieser Seite – nicht unbedingt lebensnotwendig. Aber sie hilft, denn bei so einem Projekt will eben sehr viel finanziert werden. Alles, was hereinkommt, ist wichtig und hilft. So haben wir uns bemüht, die Werbung nicht zu aufdringlich zu gestalten. An den Bannern selbst können wir nichts ändern, die sind uns vorgegeben.

Für was sollte die Werbung sein? Idealerweise passend zum Inhalt der Seite. Und da ich persönlich die Fäden des Projektes in der Hand halte, habe ich noch einen Vorteil: ich kann Werbung nur für Produkte gestatten, mit denen ich einverstanden bin. Es gibt keine „Quote“, die eine Werbung erfüllen muss und es gibt keine Gedankengänge im Sinne von „ja, die Besucher dieser Homepage könnten Erdbeereis sehr mögen, also lass uns für Erdbeereis Werbung machen“ (in der Tat gab es einmal eine Studie, welche Eissorte die Leser einer bestimmten Sorte Bücher am Liebsten mögen, so dass die Verlage in den entsprechenden Werken die passende Sorte bewerben konnten; so weit ich mich erinnere, wählten Science-Fiction- und Fantasy-Fans am Häufigsten die Sorte „Erdbeere“). Es gibt nur die Überlegung, ob ich es vertreten kann, dass Besucher dieser Homepage dieses oder jenes Produkt kaufen oder diese oder jene Homepage nutzen. Die meisten Produkte oder Dienstleistungen nutze ich auch selbst, wie eBay, AMAZON, Brockhaus, den ADAC, das Fotobuch oder New Worlds Rollenspiele.
Und wenn jemand nicht auf diese ganze Werbung eingehen will? Er oder sie muss nicht. Das wird gerne vergessen. Gut, es wird einem manchmal etwas schwer gemacht, da man sich den Werbebildern nicht entziehen kann. Vieleicht ist das ein Ansporn, sich mit der Umwelt aktiver auseinander zu setzen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das mag in der heutigen Zeit schwieriger geworden sein, aber es ist möglich.

In diesem Sinne, wenn Sie wollen, dann beachten Sie doch die nachfolgende Werbung für etwas, auf das ich vor kurzem aufmerksam gemacht wurde und das ich inzwischen auch selbst nutze. 🙂
Und wenn Sie nicht wollen, dann fahren Sie doch einfach fort damit, diese Seite zu lesen und beachten Sie das hier gar nicht:


Spiele tauschen! - 1 Spiel geschenkt bei Anmeldung

Wissen und Nichtwissen – peinlich, oder?

In einer eMail wurde ich darauf angesprochen, dass ich offensichtlich sehr gerne mit Fußnoten arbeite und ich wurde gefragt, wie ich denn dazu komme.

Ja, es stimmt, seit ich damit angefangen habe, arbeite ich gerne mit Fußnoten. Ich lernte sie kennen als Mittel, einen Hintergrund darzustellen, ohne den Fluss der Geschichte zu sehr zu stören. Angefangen hat es eigentlich mit einer Witzidee, als ich in einer Geschichte zum ersten Mal erklären wollte, woher der Name eines Raumschiffes kam. Mir fiel die Fußnoten-Funktion des Textverarbeitungsprogramms auf, mit dem ich arbeitete und ich probierte sie aus. Es sah gut aus, also wollte ich eine Fußnote erstellen. Sie sollte irgendwie witzig sein. Also versah ich den Namen eines Raumschiffes mit einer Fußnote und wollte eigentlich so was schreiben wie „Das war irgendso ein Pharao.“ Doch dann packte es mich. Da ich einen großen Brockhaus mein Eigen nenne, schlug ich den Namen nach… und stellte fest, dass ich mich geirrt hatte. Die Person, um die es ging, war ein großer Herrscher gewesen, aber kein Pharao. Nicht mal Ägypter. Nicht mal Afrikaner. Peinlich, peinlich.

Das brachte mich ins Grübeln und auf die Idee, dass es manchmal hilfreich sein kann, einem Leser eine kleine Erläuterung mitzuliefern, die dieser nicht lesen muss. Bei einer Fußnote ist das so, man kann sie schnell überfliegen und ignorieren, falls man die in ihr enthaltene Information schon kennt. Und witzig konnte ich trotzdem sein. Seither gibt es in meinen Geschichten drei Sorten Fußnoten:

1. Echte Fußnoten: Die enthalten echte Informationen.
2. Halb-und-halb-Fußnoten: Diese fangen mit einer echten Information an, enden aber unter Umständen in einem Witz oder einer satirischen Bemerkung.
3. Fiktive Fußnoten: Diese sind von mir erfunden und können wiederum in die Kategorie A und B eingeteilt werden. A – Sie enthalten völligen Blödsinn, der nur dazu dient, den Leser zu erheitern. B – Sie enthalten Angaben über fiktive Personen, Begebenheiten, Orte oder dergleichen, die eventuell später für die Geschichte von Wichtigkeit sind.

Beim Verfassen der Fußnoten achte ich darauf, den nüchternen, sachlichen Stil eines Lexikons beizubehalten. Fußnoten der Kategorie 3A werden dadurch nochmals ein wenig witziger, weil Informationsgehalt und Stil in einem völligen Widerspruch stehen. Leider komme ich an den Großmeister des trockenen Humors dabei nicht heran: Loriot. Aber ich gebe mein Bestes.

Wie sind meine eigenen Erfahrungen mit Fußnoten? Sehr gute, da ich sie als sehr hilfreich erlebt habe, vor allem als Kind und Jugendlicher. In den Comics, die ich gern las, halfen sie mir, wirklich alles zu verstehen. Vermutlich kommt auch daher meine Prägung.

Kommen denn dann in meinem neuen Werk auch Fußnoten vor? Nein, hier versuche ich, meinen Stil zu entwickeln. Es gibt keine Fußnoten mehr, sondern Endnoten am Ende des Textes. Fußnoten haben leider den Nachteil, dass sie den Text sehr beeinflussen, vor allem, wenn sie auf einer Seite im Text ziemlich weit unten gesetzt werden. Die Fußnoten muss dann unter Umständen, weil sie nicht ganz auf die Seite passt, aufgeteilt werden das bringt die Seitenplanung etwas durcheinander.
Und aus welcher Kategorie sind diese Endnoten? Hauptsächlich 1, 2 und 3B…


Der Downloadshop von Brockhaus

"Dieser Tag wird lange in Erinnerung bleiben…"

Sowas blödes. Es ist wirklich ein wichtiger Punkt in meiner Arbeit, und alles was mir als Überschrift in den Sinn kommt, ist ein halbes Zitat, das ausgerechnet der Chef des Todessterns aus STAR WARS Episode IV, Grand Moff Tarkin, sagt. Noch dazu, da er in dem Teil des Zitats, den ich oben nicht niedergeschrieben habe, einem kolossalen Irrtum unterliegt: „…er hat das Ende Kenobis gesehen (stimmt) und sieht gleich das Ende der Rebellion! (stimmt nicht)“

Belassen wir es also beim Halbzitat. Warum wird dieser Tag lange in Erinnerung bleiben, zumindest für mich? Weil ich einen wichtigen Abschnitt der Arbeit an meinem neuen Projekt zu Ende gebracht habe: die Handlung des Buches ist vollständig. In der Form, wie das Manuskript jetzt vorliegt, ist die Geschichte lückenlos und könnte schon veröffentlicht werden. Ich betone „könnte„, denn es stehen noch ein paar Korrekturen und Überarbeitungen an. Aber die Geschichte ist soweit vollständig. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Buch.

Mit einem Zitat habe ich diesen Blogeintrag begonnen, mit einem Zitat beende ich ihn:

„Mehr, wenn Ihr mich wiederseht. Ihr müsst unbedingt lesen, wie’s weitergeht…“

(Und woher stammt das Zitat? Na…?)

Ars Longa, Vita Brevis – Das Leben und die Kunst…

Eine eMail erreichte mich (danke an Johannes R. aus B.), in der ich danach gefragt wurde, ob ich denn das, was ich in den Science-Fiction-Geschichten so schreibe, auch für möglich halte, beziehungsweise, ob ich denke, dass es diese Dinge (Laserwaffen, Überlichtantrieb und so weiter) eines Tages geben wird. Kann die Kunst das Leben vorausahnen?

Da fiel mir eine Geschichte ein, die ich vor einiger Zeit im Fernsehen gesehen hatte: Chuck Jones, seineszeichens Cartoonist und Erfinder von Figuren wie Bugs Bunny und Daffy Duck, hatte ein sehr merkwürdiges Erlebnis während des 2. Weltkriegs. Um das amerikanische Volk auf den Kampf gegen den Feind – Deutschland und Japan – einzuschwören, wurden die Filmstudios angewiesen, Cartoons in der Richtung zu produzieren. So gab es einen Cartoon, in dem Donald Duck den Zuschauer auf „taxes to beat the axis“ (deutsch: „Steuern um die Achse – also die Verbindung zwischen Deutschland und Italien – zu zerschlagen“) vorbereitete, Bugs Bunny sang das Lied „Any bonds today?“ (deutsch ungefähr: „Kriegsanleihen gefällig?“) und Daffy Duck bekommt, als er am Boden liegt, den Besuch einer Geisterente, die Abraham Lincoln sehr ähnlich sieht und ihn auffordert „Hey, Daffy! Americans don’t give up!“ (deutsch: „Hey, Daffy! Amerikaner geben nicht auf!“), worauf Daffy meint „Yes! And I am an American… duck!“, nach Deutschland fliegt und Hitler einen Holzhammer auf den Kopf schlägt.

Neben diesen Propagandafilmen bestellte das Militär auch Cartoons, aus denen ihre Soldaten etwas lernen sollten. Man hatte die (durchaus vernünftige) Vorstellung, dass die Soldaten besser lernen, wenn ihnen die Lehrinhalte auf humorvolle Weise nahegebracht werden. Besonders beliebt waren hierbei die Cartoons, die eine Figur namens „Soldat Snafu“ (snafu = „situation normal, all fucked up“, also „Situation normal, alles im Arsch“) in der Hauptrolle hatten. Snafu ging entweder dem Feind auf den Leim oder demonstrierte, auf welche Besonderheiten man in welchen Regionen der Erde achten mussten.

Eines Tages nun entschloss sich Chuck Jones, einen Cartoon darüber zu machen, dass Soldaten, wenn sie auf Heimaturlaub sind, auf keinen Fall Dienstgeheimnisse ausplaudern dürfen, auch nicht gegenüber Freunden oder der Familie, weil überall die Spione des Feindes sitzen könnten und mithören. In der Episode ist Snafu auf Heimaturlaub und geht mit seiner Freundin ins Kino. Und wie es in damals üblich war, kommt vor dem Hauptfilm eine „Wochenschau“, eine Zusammenstellung der neuesten Nachrichten. In diesen Nachrichten wird davon berichtet, dass die Amerikaner eine neue Wunderwaffe gegen die Japaner zum Einsatz gebracht haben. Man sieht eine japanische Insel, dann schlägt etwas ein, es gibt einen Blitz, statt der Insel ist nur noch ein tiefer Krater zu sehen und man hört die Stimme eines verdutzten Japaners, der meint „What hit you, Tojo?“ Als Snafu das sieht, fängt er sofort an, laut zu erzählen, dass er genau wisse, welche Waffe das war und beschreibt die – eigentlich geheime – „ferngesteuerte Flughandgranate“ in allen Einzelheiten.

Dieser Film wurde dem Militär zur Freigabe vorgelegt. Doch statt einer Freigabe bekam Chuck Jones Besuch vom Geheimdienst. Es handelte sich um einen sehr ranghohen Offizier und zwei Helfer. Diese begannen, Jones auszufragen, denn die „ferngesteuerte Flughandgranate“ entsprach in sehr vielen Einzelheiten einer Geheimwaffe, an der das Militär gerade arbeitete. Jones meinte später, dass vermutlich nur der ranghöchste Offizier genau wusste, worum es eigentlich ging, die anderen beiden hatten nur eine Ahnung, dass Jones vermutlich etwas Verbotenes getan hatte. Der ranghöchste Offizier musste nun den Eiertanz vollführen, Jones zu befragen um herauszufinden, ob er wirklich was von der Geheimwaffe wusste, andererseits durfte er aber nicht zu viel verraten. Das gipfelte Fragen nach Jones‘ Lieblingsmarmelade oder danach, ob er schon einmal mit einem Turnschuh geschlafen habe.

Kurz und gut: Der Film wurde nicht freigegeben und Chuck Jones wurde nicht der Spionage angeklagt. Und jetzt die Preisfrage: Welche Geheimwaffe war es, die Jones „aus versehen“ richtig beschrieb? Na…?

Es war die Atombombe.

Nettes Beispiel, nicht? Ich habe es absichtlich gewählt, denn Jules Verne und seine Mondlandung sowie die „Nautilus“ mussten schon zu oft als Beispiel für die Kunst, die das Leben vorausahnt, herhalten. Jules Verne machte sich vermutlich mehr Gedanken über die Realität seiner Schöpfungen als Chuck Jones (wie etwa in der lange verschollenen Geschichte „Paris im 20. Jahrhundert„), aber das Ergebnis war das gleiche: beide beschrieben etwas, das Realität wurde bzw. sogar schon war. So ist das mit der Inspiration, man kann nie sagen, auf welchen Weg sie einen führen wird. Manches Mal legt einem der Versuch, auf irgendeine Weise realistisch zu bleiben, auch zu starke Fesseln an. Das fängt ja schon mit Raumschiffen an, die Überlichtgeschwindigkeit fliegen. Es gibt in der Science Fiction einige Versuche zu erklären, wie das funktioniert, aber alles ist bisher nur Theorie. Es gibt nicht mal ansatzweise Ideen, wie diese Theorien zu verwirklichen wären, was manche Wissenschaftler schon zu der Aussage gebracht hat, es sei unmöglich.

Was passiert und was nicht, kann letztlich nur die Geschichte entscheiden. Wenn dieser Blogeintrag die nächsten 150 Jahre überdauern sollte, kann es sein, dass ihn ein Mensch dieser Zeit liest – vielleicht aus Interesse? Hallo und danke! – und vor sich hin lächelt, weil in 142 Jahren entdeckt wird, wie man mit Überlichtgeschwindigkeit fliegen kann, vielleicht auf eine Weise, die wir heute noch gar nicht ahnen. Vielleicht zuckt dieser Mensch des Jahres 2156 aber auch mit den Achseln und denkt „Tut mir leid, aber wir haben es immer noch nicht raus.“

Ich persönlich halte in manche Fällen die Herangehensweise für falsch, denn es geht nicht immer darum, sich ein Ziel zu setzen und dieses auf Teufel komm‘ raus zu erreichen. Es ist besser, das Stück des Weges im Auge zu behalten, das genau vor einem liegt und das ferne Ziel lieber im Hinterkopf zu behalten.

Und sollte es jemals einen Überlichtantrieb geben, der nach einem Prinzip funktioniert, das ich in einem meiner Romane beschrieben habe, hoffe ich, dass man ihn den „Reimnitz-Antrieb“ nennt.

Ars longa – Vita brevis…



eBay Partnerprogramm

Tag- und Nachtgleiche des Frühlings

Mit der Tag- und Nachtgleiche um den 20. / 21. März beginnt ganz offiziell der Frühling. Er zeigt sich allerdings im Moment noch etwas zaghaft und auch die hohen Schneeberge sind Vielerorts noch nicht verschwunden.

Für unsere Vorfahren begann an diesem Tag die Vorbereitung der Felder. Da in der Natur das Leben langsam wieder beginnt, ist es eine gute Zeit, sich von Altem zu lösen und etwas Neues zu beginnen.

In diesem Sinne wünsche ich den Lesern einen angenehmen Frühling und einen erfolgreichen Neubeginn.

Wie lange kann man schreiben?

Wolfgang Hohlbein ist einer jener Autoren, die das Bücherschreiben hauptberuflich machen. In einem Interview mit ihm erinnere ich mich gelesen zu haben, dass er täglich 8 Stunden schreibt. Während der Arbeit an meinem neuen Projekt habe ich festgestellt, dass das offensichtlich nicht mein Arbeitsstil ist; während der letzten Wochen hatte ich Zeit und Gelegenheit, tageweise zu schreiben. Aber nach 5 Stunden stellte ich fest, dass ich müde wurde.

Wie lange kann man schreiben? Schreibt Hohlbein wirklich 8 Stunden ununterbrochen? Oder sind da schon Pausen eingerechnet? Gut, eigentlich schreibt man ja auch nicht ununterbrochen, zumindest ich nicht, denn ich setze ab und zu mal ab, um den Gedanken freien Lauf zu lassen. Oder um etwas zu recherchieren. Es ist recht schwer, wenn das Buch dann fertig ist, die Frage zu beantworten, wie lange man dafür gebraucht hat, nicht nur aus diesen Gründen. Denn es ist ja nicht so, dass ich nur in den fünf Stunden an dem Buch arbeite. Das Schreiben ist ja nur ein Teil des ganzen Prozesses. Die Geschichte entsteht vorher und zu allen möglichen (und unmöglichen) Gelegenheiten. Inspiration lässt sich schwer planen. Ich kann meine Inspiration unterstützen, indem ich zum Beispiel spazieren gehe. Ein Weg, der mir für das neue Buch öfter mal geholfen hat, war der Planetenweg im nahen Seepark. Ein Weg, um den Gedanken freien Lauf zu lassen. Manchmal allerdings musste ich auch den Kopf freikriegen, an etwas anderes denken und habe mich mit Freunden getroffen.

Es zeigt sich mal wieder, dass es Fragen gibt, auf die man keine direkten Antworten geben kann. Wie lange kann man schreiben? Unerheblich. Zwar hatte mich auch mal der Ehrgeiz gepackt, da persönliche Bestzeiten aufzustellen, aber ich wurde eines Besseren belehrt, denn wie lange jemand schreibt, sagt eigentlich nichts aus. Und die Frage, wieviel Zeit man denn nun für das Buch gebraucht hat, lässt sich genauso wenig beantworten. Was das neue Projekt betrifft, so bin ich genau genommen seit über 20 Jahren am Arbeiten.
Aber davon erzähle ich vielleicht bei einer anderen Gelegenheit…

Technische Störung

Thursday, March 16, 2006

The filer that we have been having trouble with in the last few days failed again. Those blogs that are stored on the bad filer are temporarily not available for publishing and viewing. We are working on replacing the filer and restoring access to the blogs affected.

…so lautet die offizielle Auskunft von blogger.com. Also, wer versucht hat, unser Blog seit gestern bis heute Nachmittag zu lesen, hat leider nur eine Fehlermeldung bekommen. Tut uns leid wegen den Unannehmlichkeiten. Aber jetzt scheint alles wieder normal zu funktiosdfalös werwrlasödlkf asdfsadf jlsdf ssss430434jelrkjwlskmjö ewlrigtjeworgtj…

…Entschuldigung, kleiner Scherz! 😉

Deutsches Deutsch und Österreichisches Deutsch… – Dem Deutscher Language, Episode IV

Für einen Autor gibt es nichts schöneres als gelesen zu werden. In diesem Sinne hoffe ich, dass all jene, die meine mehr oder minder geistreichen Kommentare in diesem Blog lesen auch mein neues Buch lesen werden. Denn nach den Reaktionen auf die Kommentare sind es nicht wenige Menschen, die hier lesen. Danke nochmals!

Und danke für den Hinweis auf eine merkwürdige Sache. Im zweiten Teil meiner kleinen Reihe „Dem Deutscher Language“ bin ich auf englische Fernsehserientitel eingegangen, die nicht oder „so halb“ übersetzt werden. Dabei sprach ich auch über „Without a Trace“ – und eine Leserin aus Vorarlberg hat mich auf etwas aufmerksam gemacht, nämlich dass ich da deutsches und österreichisches Fernsehen durcheinander geworfen habe. Das, so dachte ich mir, liegt durchaus im Bereich des Möglichen, denn da ich grenznah wohne, schaue ich gern österreichisches Fernsehen (da gibt es sämtliche Serien der „Tatortermittlung“ ohne Werbung!!). Besagte Leserin meinte, die Österreicher seien viel schlimmer, was die Anglifizierung der deutschen Sprache betreffe und das führt zu einer merkwürdigen Titeländerung.

Im deutschen Fernsehen läuft „Without a Trace“ auf VOX. Die Serie heißt dort (ganz offiziell): „Spurlos verschwunden – Without a Trace“.

Im österreichischen Fernsehen läuft „Without a Trace“ auf ORF 1. Die Serie heißt dort (ebenso offiziell): „Without a Trace – Spurlos verschwunden“.

Diesen Unterschied merkt man allerdings nur, wenn man den Vorankündigungen aufmerksam zuhört, da die Episoden auf beiden Sendern gleich sind. Und was will uns das jetzt sagen?
Vielleicht ist diese Titeldrehung auch zustande gekommen, weil irgendein österreichischer Redakteur dachte, die deutsche Synchronisation hätte den Titel so herum gemacht. Abwegig wäre das nicht. Also wäre es doch besser, wenn man sich auf etwas eindeutiges einigt, das man im ganzen deutschen Sprachraum mit Sicherheit versteht. „Spurlos verschwunden“ – fertig!
Na ja, dann halt beim nächsten Mal…