Corona-Newsletter Nr. 147

Das hätten wir auch nicht gedacht. Sicherlich, anhand der stetig steigenden Abonnentenzahlen sehen wir, dass sich unsere NetRoman-Reihe vom Raumschiff HIGHLANDER steigender Beliebtheit erfreut, aber dass man uns für gut genug hält, die Lücke, die die Einstellung der Fernsehserie STAR TREK – ENTERPRISE hinterlässt, zumindest zum Teil zu füllen, macht doch ein wenig stolz.

Worum geht es? Im Corona-Newsletter Nr. 147 (Homepage siehe hier) schreibt ein Leser bezugnehmend auf einen Bericht über das Ende von ENTERPRISE, es gäbe doch noch anderes, auf das man seine Aufmerksamkeit lenken könnte, zum Beispiel:

(im weiteren Sinne StarTrek)
Raumschiff Highlander
Wer sich nur ein Bisschen auskennt, wird natürlich gleich vermuten, dass hinter dieser kostenlosen Internet-Roman-Serie ein gewisser Robert Amper steckt.

Danke für die Blumen, aber der Vollständigkeit halber soll an dieser Stelle nochmals klargestellt werden, dass hinter dieser Serie nicht nur „ein gewisser Robert Amper“ steckt, sondern viel mehr Leute, die beständig an der Geschichte arbeiten. Nur deswegen konnte sie zu so einer Vielfalt heranwachsen. Und wir hoffen, dass sie noch weiter wachsen wird.

Neuer Tipp bei SPACE CRUISE: Entdeckungsreise Autobahn

Unter den Reisetipps von SPACE CRUISE ist ein neuer Tipp hinzu gekommen: Die Buchreihe „Entdeckungsreise Autobahn“. Jeder kennt sie, jeder sieht sie: die braun-weißen touristischen Hinweisschilder am Autobahnrand. Und (fast) jeder braust vorbei. Schade, denn hinter den Schildern verbergen sich wunderbare Ziele und spannende Geschichten. Von diesen erzählen die neuen Führer „Entdeckungsreise Autobahn“. Die Bücher sind nach Bundesländern sortiert, noch sind nicht alle Bundesländer erschienen, aber diese werden folgen.

ASTROCOHORS – Ein Auftakt

Die allererste Science-Fiction-Geschichte, die ich mir als Kind ausgedacht hatte, begann am 31. Dezember 1999. Warum dieses Datum? Weil es Weihnachten 1979 war, als das alles in meinem Kopf anfing, Gestalt anzunehmen. In den Ferien war ich immer gern kreativ.

Meine Idee war, dass die Geschichte weit in der Zukunft spielen sollte. Zumindest weit für das Verständnis eines 9jährigen. Das Jahr 2000 erschien mir weit in der Zukunft und ich dachte mir, dass die Menschheit bis dahin bestimmt das Weltall erobert haben würde und wir in Raumschiffen herumfliegen, so wie Captain Kirk in der ENTERPRISE oder Captain Future in seiner Comet.

Astronauten (Symbolbild). Bild: Thorsten Reimnitz

Also machte ich eine einfache Rechenaufgabe: Wenn ich meine Geschichten schrieb, versetzte ich sie immer um 20 Jahre in die Zukunft. Den Auftakt sollte eben Silvester 1999 bilden.

20 Jahre später war es tatsächlich so weit. Zwar hatte die Menschheit das Weltall noch immer nicht erobert, so wie ich das erhofft hatte, aber das Leben war so freundlich gewesen, mir die Gelegenheit zu geben, an einer tatsächlichen Science-Fiction-Reihe zu arbeiten, die schließlich in Büchern und einer Web-Roman-Reihe erscheinen sollte.

Silvester 1999, den Tag, an dem ich 20 Jahre zuvor meine wackere Besatzung auf ihre großartige Mission zu einem schwarzen Loch schickte (inspiriert von dem gleichnamigen Disney-Film), verbrachte ich bei Freunden in München. Es war ein passender Anlass und ein schöner Abend.

Und ein guter Auftakt für meine Reihe. Sie hieß zuerst STAR COMMAND, ein Titel, den ich nochmal überarbeitete, als ich feststellte, dass die Disney-Figur Buzz Lightyear aus „Toy Story“ eine eigene Zeichentrickserie bekommen hatte, die „Buzz Lightyear of Star Command“ hieß. Aus lateinischen Versatzstücken entstand „ASTROCOHORS“.

Summertime Parcs – Der Anfang

Ich weiß nicht mehr genau, wie und wo ich auf die Center Parcs aufmerksam wurde. Ich weiß nur noch, dass ich meine damalige Freundin nicht lange überreden musste, dort Urlaub zu machen. Es klang sehr verlockend und war es letzten Endes auch: Urlaub in einem Ferienpark, der ein großes Schwimmbad hatte und noch andere Aktivitäten anbot. Außerdem war das meiste überdacht, so dass man auch bei schlechterem Wetter die Möglichkeit hatte, etwas zu unternehmen.

Aqua Mundo im Center Parcs Het Heijderbos. Bild: Thorsten Reimnitz

Unsere Wahl fiel auf Het Heijderbos in Heijen (Niederlande), wegen des Jungle Domes, einer Einrichtung, die nicht jeder der Parks hat. Es war ein wunderbarer Urlaub, der erste seit langem.

Abends im Bungalow saßen wir zusammen und fantasierten vor uns hin – könnte man irgendwie ein Magazin rausbringen mit Reisetipps für Ferienparks? Oder eine Videoreihe? Aufnahmen hatten wir ja schon gemacht. Hier wurde der Grundstein für das gelegt, was später „Summertime Parcs“ heißen sollte.

Federation Con III

Die letzte Federation Con, die in München stattfinden sollte. Man kann sagen, die letzte, die generell irgendwo im Süden stattfinden sollte. Nach dieser zog die Con nach Bonn um, was ich persönlich schade fand, denn München war natürlich näher.

My beautiful picture

Auf dieser Con war ich schon nicht mehr allein: Die EUROPE hatte beschlossen, mal wieder eine Con zu besuchen. Zu mehreren macht es einfach mehr Spaß. Wir trafen zudem auf Eric Stillwell, der als Mitarbeiter von Paramount Pictures auf der Con war. Er war einer derjenigen, die den Fanclub „Starfleet“ seinerzeit gegründet hatten.

Nebenher habe ich ein paar Videoaufnahmen gemacht für mein Filmprojekt. Und es kam wieder zu einer Begegnung, die einiges ins Rollen brachte: Das Projekt „Raumschiff Highlander“ zeigte seine eigene Filmproduktion auf der Con.

Federation Con II

Nach der ersten, der originalen „Federation Con“ sollte es fast zwei Jahre dauern, bevor die Veranstalter sich zur Nummer 2 aufrafften. Danach wurde es ein jährliches Ereignis.

Die FedCon, wie sie später hieß, wurde veranstaltet vom STFCE, dem „Star Trek Fanclub Central Europe“, bei dem ich in der Zwischenzeit ebenfalls Mitglied geworden war. Der Club brachte eine Zeitschrift heraus, die „Trekworld“. Von Conventions hatte ich bisher nur gelesen, viele fanden in den USA statt. Und die Wenigen, die es in Deutschland gab, waren etwas weit entfernt von meinem Wohnort. Als der STFCE die „Federation Con II“ ankündigte, war ich daher Feuer und Flamme. Die erste Con hatte in Augsburg stattgefunden, was nicht so weit weg war, diese sollte im Arabella-Hotel in München ausgetragen werden. Vor mir aus auch noch gut zu erreichen.

Oh myyy! – George Takei auf der FedCon 2. Bild: Thorsten Reimnitz

Was die Gäste betraf, so wollte man etwas aufstocken: Der Gast von Nummer 1 war Walter Koenig gewesen, für Nummer 2 sollten George Takei, Robin Curtis und der Paramount-Mitarbeiter Richard Arnold kommen.

Robin Curtis (hinten, in der beigen Strickjacke) und Richard Arnold (vorne, gestreiftes Hemd) auf der Federation Con II. Bild: Thorsten Reimnitz

Zum ersten Mal erlebte ich, wie es, wenn eine Meute Star-Trek-Fans aufeinander hocken. Ich lernte ein paar Leute kennen und sah, was Fanclubs so machten. Tatsächlich liefen auch ein paar selbst produzierte Fan-Filme. Vor den Zeiten des Internets war das die einzige Möglichkeit, sowas zu Gesicht zu bekommen. Ich machte auch selbst ein paar Aufnahmen und wollte mein eigenes Projekt voranbringen.

Zu großen neuen Kontakten kam es aber leider nicht. Die Leute, die ich hier kennengelernt hatte, verlor ich recht bald wieder aus den Augen.

Aber eines hatte ich behalten: Am Abend, wenn ich nach einem erlebnisreichen Tag in meinem Hotelzimmer angekommen war, schrieb ich Ideen nieder, teilweise lose Gedanken, teilweise Handlungsstränge und sonstiges. Die Notizen trugen zu dem bei, das später das Projekt werden sollte.

Mitglied der USS EUROPE

Wie ich zur USS EUROPE kam, ist ein großer Zufall. Durch mein wiederentdecktes „Fantum“ für Star Trek war ich auf der Suche nach Merchandise und fand im Katalog des wunderbaren Bücherversandes „Transgalaxis“ ein Kochbuch. Ja, ein Kochbuch, „Recipies through Time and Space“ hieß es. Ich habe es mir bestellt, da ich zu der Zeit gerade dabei war, nach vorne zu blicken und irgendwann mit eigener Wohnung auf eigenen Beinen stehen wollte. Also, wenn ich mich schon ein Kochbuch zulegte, warum dann nicht eins von Star Trek?

In diesem Kochbuch befand sich eine Werbeseite für den Star-Trek-Fanclub „Starfleet“, denn eine Abteilung dieses Clubs hatte das Kochbuch zusammengestellt. Ich fand das aufregend, ein Club, der wie die Sternenflotte organisiert war. Vielleicht bot sich so die Möglichkeit, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Tatsächlich fand ich auch eine Abteilung in meiner Nähe, nämlich die USS EUROPE. Und schließlich war ich im Oktober zum ersten Mal bei einem Treffen dabei, auch wenn Tübingen ein ganzes Stück von mir zu Hause weg war. Aber so war es nun mal, der Süden Deutschlands war ein großer, weißer Fleck auf der Star-Trek-Fankarte.

Der Newsletter der USS EUROPE vom Oktober 1993, zusammen mit anderen Dingen. Bild: Thorsten Reimnitz

Aus dieser Begegnung ist viel hervorgegangen, langjährige Freundschaften und ein neuer Schub für mein Projekt. Einstweilen veröffentlichte ich meine Geschichten im Newsletter der EUROPE, dem „Ambassador“.

EUROPA-PARK – Ein Besuch mit Folgen

Sinnigerweise war es eine Reportage über die Eröffnung des Freizeitparks Euro-Disney bei Paris am 12. April 1992, die bei mir und einigen Kollegen die Idee hervorbrachte, mal wieder einen Besuch im Europa-Park zu machen. Wie das aber so ist in großen Gruppen – und vor allem beim Rettungsdienst -, es dauert alles etwas, bis man es organisiert hat.

Der Eingang vom EUROPA-PARK in den 1990er Jahren. Bild: Thorsten Reimnitz

Wir fragten uns durch den Kollegenkreis, am Ende waren wir drei, die den Weg von Überlingen nach Rust auf sich nehmen würden. Die Euphorie, die die Idee anfangs hervorgerufen hatte, wurde offensichtlich doch nicht so sehr von den Kollegen geteilt.

Keiner konnte ahnen, was dieser Besuch nach sich ziehen würde. Die Eindrücke, die in dem Park auf mich einstürmten, forderten geradezu dazu heraus, irgendwie umgearbeitet zu werden. In den folgenden Jahren ging ich immer häufiger in den Park und ließ mich inspirieren. In einem ruhigen Eck in einer ruhigen Minute ist so manche Geschichte entstanden. Und mehr…

Und das alles begann hier, an diesem Tag…

Gründung des Trekdinners „USS EUROPE“

Auf dem Weg zur Federation Con (später FedCon I) in Augsburg gründen ein paar wackere Trekkies die USS EUROPE, ein Trekdinner, also ein Treffen für Star-Trek-Fans. Das Trekdinner soll als Abteilung des amerikanischen Fanclubs „Starfleet“ (später „Starfleet International“) eingerichtet werden. Die Starfleet bildet dabei eine Art „Dachorganisation“ für die Trekkies, die einzelnen Abteilungen vor Ort werden – ganz im Star-Trek-Stil – wie Raumschiffe geführt.

Die USS EUROPE hat ihren Sitz in Tübingen und füllt damit einen leeren Fleck auf der südlichen deutschen Star-Trek-Karte.

Die allerersten FedCons – die damals noch „Federation Con“ hießen. Bild: Thorsten Reimnitz

Klassenfahrt und ein Projekt

Eine Klassenfahrt in die damalige Bundeshauptstadt Bonn war der Rahmen für große Pläne, die sich letztlich leider aber nur schleppend verwirklichen ließen: Durch einen glücklichen Zufall hatte ich die Super-8-Kamera von meinem Großvater und machte ein paar Aufnahmen von den Reisezielen, die wir besuchten, unter anderem auch das Phantasialand.

Phantasialand 1987: Einer der ersten Drehorte mit Super 8. Bild: Thorsten Reimnitz

Mit ein paar Freunden diskutierte ich darüber, dass man mit etwas Fantasie noch mehr machen könnte, als nur simple Aufnahmen – Geschichten erzählen. Sogar Science Fiction! Warum nicht einen Film drehen, der in einem eigenen Universum spielt? Ein paar Ideen entstehen, dann wird darüber diskutiert, wie unsere „Filmgesellschaft“ denn heißen könnte. Ganz unbescheiden favorisiere ich „Reimnitz Film Company“ oder „RFC“, es wurden aber auch andere Namen vorgeschlagen. Tatsächlich waren da Namen wie „Fantasie-Projekt“ und „Phantastisches Projekt“ dabei. Die Bezeichnung „Projekt“ schlägt ein Kumpel vor, da er fand, dass es nicht gut sei, sich im Namen auf „Film“ zu beschränken. Was wäre denn, wenn es nicht nur Filme, sondern auch Geschichten oder Bücher gäbe?

Eine definitive Entscheidung fällen wir nicht. Nach der Klassenfahrt geht es stramm auf die Prüfung für die Mittlere Reife zu. In den anschließenden Sommerferien, so beschließen wir, soll das „Projekt“ ausgearbeitet werden.