22. Januar 1963: Der als „Élysée-Vertrag“ bezeichnete deutsch-französische Freundschaftsvertrag wird unterschrieben

Der als Élysée-Vertrag bezeichnete deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet. Dieses Abkommen über die deutsch-französische Zusammenarbeit hat die beiden Nachbarn in Europa nach langer „Erbfeindschaft“ und verlustreichen Kriegen seitdem immer mehr zusammengeführt. Der Vertrag verpflichtet beide Regierungen zu Konsultationen in allen wichtigen Fragen der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik. Ebenso wurden Treffen auf Regierungsebene in regelmäßigen Abständen beschlossen. Auf französischer Seite war François Seydoux de Clausonne, auf deutscher Seite Adenauers außenpolitischer Berater Horst Osterheld wesentlich am Zustandekommen des Vertrages beteiligt.

Für zwischenzeitliche Verstimmung sorgte die Präambel, die dem Vertrag von deutscher Seite vor der Ratifizierung hinzugefügt wurde. Darin erklärten die Deutschen ihre enge Bindung an die USA und den Willen zur Aufnahme Großbritanniens in die EWG. De Gaulle hingegen verfolgte das Ziel, mit Hilfe der Bundesrepublik Deutschland die Position Europas gegenüber den USA zu stärken und auszubauen, also die Bedeutung der USA zu schwächen.

Der Vertrag trat nach Unterzeichnung am 2. Juli 1963 in Kraft. Ihm folgte am 5. Juli 1963 das Gründungsabkommen für das Deutsch-Französische Jugendwerk. In der Folgezeit entstanden zahlreiche Städtepartnerschaften sowie Partnerschaften zwischen Schulen und Vereinen.

1988 setzten Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Staatspräsident François Mitterrand in Ergänzung des Vertrages Räte für die Abstimmung von Verteidigungsinteressen (Deutsch-französischer Verteidigungs- und Sicherheitsrat) und der Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik ein. Seit 2001 finden darüber hinaus infolge des „Blaesheim-Abkommens“ die Treffen zwischen beiden Regierungschefs auf 6- bis 8-wöchentlicher Basis statt.

Am 22. Januar 2003, zur 40-Jahr-Feier der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags, fand das erste Treffen des Deutsch-Französischen Ministerrates statt. Es gab eine gemeinsame Sitzung der Assemblée nationale und des Deutschen Bundestags in Versailles und ein Beauftragter für die deutsch-französische Zusammenarbeit in beiden Ländern wurde erstmals ernannt. 2003 wurde von Deutschland und Frankreich auch der gemeinsam finanzierte Deutsch-Französischer Fonds für Kulturprogramme in Drittländern, der so genannte Élysée-Fonds, geschaffen. Dieser Fonds fördert jährlich deutsch-französische Kulturprojekte mit maximal 25.000 Euro. 2011 standen ihm 460.000 Euro zur Verfügung. Im Rahmen der Feierlichkeiten kam es dann zu einer Gemeinsamen Erklärung des Französischen Präsidenten und des Deutschen Bundeskanzlers, die aber nur als Absichtserklärung zu verstehen ist und als Ziel eine doppelte Staatsbürgerschaft für Deutsche und Franzosen anstrebt, sowie Harmonisierung des Familien- und Zivilrechtes.

Um den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags zu feiern, haben Frankreich und Deutschland ein Deutsch-Französisches Jahr ausgerufen. In dessen Rahmen fanden von September 2012 bis Juli 2013 zahlreiche Veranstaltungen auf offizieller und zivilgesellschaftlicher Ebene statt.

Am 50. Jahrestag der Vertragsunterzeichnung, also am 22. Januar 2013, kamen die französische Regierung, der Staatspräsident (François Hollande) und der Senat zu Feierlichkeiten nach Berlin. Auch die Abgeordneten beider Parlamente (Deutscher Bundestag und Nationalversammlung) erinnerten gemeinsam an das historische Ereignis; alle 577 Abgeordneten der Nationalversammlung waren nach Berlin eingeladen. Am 31. Januar 2013 veranstaltete der Stab des Eurokorps in Straßburg einen Festakt aus Anlass des 50. Jahrestages des Élysée-Vertrags und am 14. Juli, dem Nationalfeiertag Frankreichs nahm die Luftwaffe erstmals am „Flypass“ über Paris teil.


Quelle: Wikipedia, Artikel „Élysée-Vertrag„. Autoren siehe hier.

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21. Januar 1976: Das Überschallflugzeug „Concorde“ startet zum ersten kommerziellen Flug

Die Aérospatiale-BAC Concorde 101/102, kurz Concorde (französisch für Eintracht, Einigkeit; englisch concord), ist ein ÜberschallPassagierflugzeug, das von 1976 bis 2003 betrieben wurde. Sie wurde in der Presse vielfach als die „Königin der Lüfte“ bezeichnet. Die Flugzeit auf ihren wichtigsten Strecken über den Atlantik zwischen Paris beziehungsweise London und New York betrug mit etwa 3 bis 3,5 Stunden nur rund die Hälfte im Vergleich zu modernen Unterschallflugzeugen, ihre Flughöhe lag bei bis zu 18.000 m. Die Betreiber waren von Indienststellung bis zuletzt British Airways und Air France.

Die Concorde wurde von der französischen und britischen Luftfahrtindustrie auf Basis eines Regierungsabkommens vom 29. November 1962 gemeinsam entwickelt und erreichte maximal Mach 2,23 (2.405 km/h). Sie war eine Parallelentwicklung zu der sowjetischen Tupolew Tu-144. Die Zelle wurde von Aérospatiale (heute Airbus) und der British Aircraft Corporation (heute BAE Systems) entwickelt und gebaut, die Triebwerke Olympus 593 von Rolls-Royce (Bristol Siddeley) und SNECMA.

Die Concorde wurde von der Inbetriebnahme bis zur Einstellung des Flugbetriebs durch ihre einzigen Abnehmer Air France und British Airways jeweils zweimal täglich von den Flughäfen Paris-Charles-de-Gaulle und London-Heathrow zum John F. Kennedy International Airport in New York eingesetzt. Des Weiteren gab es bis 13. August 2003 wöchentlich samstags einen Flug von London-Heathrow nach Barbados. Nur im Sommer 2000 wurden darüber hinaus auch Flüge zwischen New York und Barbados angeboten, die ebenfalls immer samstags stattfanden. Im Charterbetrieb flog die Concorde gelegentlich und meist aus Prestigegründen nebenbei auch andere Flughäfen an.

Diverse weitere weltweite Ziele wurden mit der Concorde nur in den 1970er- und frühen 1980er-Jahren angeflogen, zu Beginn beispielsweise Rio de Janeiro und Singapur. Ende der 1970er-Jahre flog die Concorde kurzfristig auch auf Routen von Singapore Airlines (in Kooperation mit British Airways) und Braniff International Airways (in Kooperation mit Air France). Eine Maschine der British Airways trug zu diesem Zweck auf ihrer Backbordseite die Lackierung von Singapore Airlines.

Neben der Wirtschaftlichkeit scheiterte der Betrieb zu mehr und anderen Zielen auch an der mit rund 6000 Kilometern für längere Direktflüge zu geringen Reichweite sowie der Tatsache, dass die Concorde aufgrund ihres hohen Geräuschpegels auf vielen Flughäfen keine Landegenehmigung erhielt.

Das Ende der Concorde nahte mit dem Absturz der Maschine F-BTSC am 25. Juli 2000. Beim Start des Air-France-Fluges 4590 auf dem Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle wurde ein Reifen von einem auf der Startbahn liegenden Metallteil zerfetzt, das vom Triebwerk einer kurz vorher gestarteten DC-10 der Continental Airlines abgefallen war. Hochgeschleuderte Gummiteile des platzenden Reifens durchtrennten ein stromführendes Kabel des linken Hauptfahrwerks, bevor sie mit großer Wucht auf die Unterseite der linken Tragfläche aufschlugen. Diese Teile durchschlugen jedoch nicht die Tragfläche, sondern verursachten durch die hohe Aufprallgeschwindigkeit eine Druckwelle im Tank, die zu einem Leck an der Tragfläche führte. Der auslaufende Treibstoff entzündete sich am erwähnten Kabel sowie am direkt daneben laufenden Jet-Triebwerk und setzte den Treibstofftank der linken Tragfläche in Brand.

Ein Startabbruch war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, da die Maschine bereits die Entscheidungsgeschwindigkeit erreicht und bei einer Notbremsung das Ende der Rollbahn überschritten hätte. Den von Tower und Instrumenten alarmierten Piloten blieb als einzige Option der Versuch einer Notlandung auf dem nur acht Kilometer voraus liegenden Flughafen Le Bourget. Aufgrund der Schäden an Tragflächen, Ruderflächen und Triebwerken war die Maschine nicht mehr steuerbar und schlug rund eine Minute nach dem Start in ein Nebengebäude eines Hotels in Gonesse ein. Alle 109 Menschen an Bord und vier Bewohner des Hotels kamen ums Leben.

Die Air France stellte daraufhin den Flugbetrieb der Concorde ein, die britische Flugaufsicht entzog der Concorde die Flugtauglichkeitsbescheinigung, die sie erst nach zahlreichen Konstruktionsänderungen wieder erlangte. Insbesondere entwickelten die Briten eine Verstärkung der Tanks aus eingelegten Matten, bestehend aus Kevlar, während der französische Reifenhersteller Michelin einen stabileren Reifen entwarf, der nun auch beim Airbus A380 zum Einsatz kommt. Durch diese Veränderungen, die rund hundert Millionen Euro gekostet haben sollen, wurde die Concorde kaum schwerer (BA entwickelte neue, leichtere Passagiersitze, zudem wurde die maximale Passagierkapazität geringfügig verringert).

Am 7. November 2001 wurde der Linienbetrieb zwischen Paris bzw. London und New York wieder aufgenommen. Aufgrund ausbleibender Passagiere und neuer Sicherheitsmängel erklärten Air France und British Airways jedoch am 10. April 2003, dass der Linienflugbetrieb mit der Concorde im Laufe des Jahres 2003 eingestellt werde. Als weiterer Grund für diese Entscheidung ist allerdings anzunehmen, dass der Ersatzteilehersteller EADS die Preise für die Ersatzteile den tatsächlichen Kosten anpassen wollte. Der letzte Flug einer Air-France-Concorde fand am 27. Juni 2003 statt. British Airways beendete die Concorde-Flüge am 24. Oktober 2003. Der allerletzte Concorde-Flug fand mit der Maschine mit dem Kennzeichen G-BOAF am 26. November 2003 unter der Leitung von Chefpilot Mike Bannister von London-Heathrow zum Luftfahrtmuseum in Filton statt.

Ermittlungen ergaben, dass auch bei anderen Verkehrsflugzeugen ein Unfall wie der vom 25. Juli 2000 zu einem katastrophalen Ausgang geführt hätte. Die Ermittlungen zur Unfallursache wurden am 16. Januar 2002 abgeschlossen.

Die meisten Maschinen sind durch Demontage von Teilen derzeit nicht mehr flugfähig. Es gibt aber keine Aussagen, ob eine Wiederzulassung für alle Zeit wirklich ausgeschlossen ist. Im Mai 2010 teilte die britische Gruppe „Rettet die Concorde“ (SCG) mit, dass sieben Jahre nach dem Dienstende der Concorde französische Luftfahrtexperten die Triebwerke auf dem Flughafen Paris-Le Bourget testen. Neue Flüge sind laut SCG jedoch nur für kulturelle Zwecke geplant.


Quelle: Wikipedia, Artikel „Concorde„, Autoren siehe hier.
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STAR WARS Comics Nr. 11: Darth Vader – Schatten und Geheimnisse

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Luke Skywalker ist auf der Suche nach Antworten über die Jedi im Allgemeinen und Kenobi im Allgemeinen. Und Darth Vader ist auf der Suche nach Luke Skywalker, nicht nur, weil er den Todesstern zerstört hat. Vader weiß inzwischen, dass Luke sein Sohn ist. Der Sith-Lord ist aber beim Imperator in Ungnade gefallen und muss sich gegen Konkurrenten behaupten, die ihm den Platz an der Seite seines Meisters streitig machen. Noch dazu wird ihm mit Thanoth ein „Aufpasser“ an die Seite gestellt. Trotzdem gelingt es Vader, heimlich eine Armee aufzubauen und einen großen Geldbetrag an sich zu bringen. So ausgestattet hofft er, Skywalker zu finden…

„Die Sache mit Kriegen ist: Wenn der Krieg Dich nicht erwischt, tut es der opportunistische Abschaum, der aus dem ganzen Chaos seinen Gewinn zieht.“
– Dr. Aphra

Darth Vader ist mehr denn je gezwungen, ein doppeltes Spiel zu spielen, da Thanoth wild entschlossen ist, das Geld, das bei ein paar Verbrechern „verschwunden“ ist, aufzuspüren. Tanoth ist raffiniert und intelligent, das muss selbst der Sith-Lord zugeben. Gleichzeitig schickt er Dr. Aphra und die Droiden Tripple-Zero und Bee-Tee los, um den Totengräber zu finden, der vor vielen Jahren auf Naboo für das Begräbnis von Padmé Amidala verantwortlich war. Und der wird ja wohl wissen, ob Padmé vor ihrem Tod noch ein Kind auf die Welt gebracht hat…

Rezension

Das Katz-und-Maus-Spiel kommt so richtig in Fahrt. Thanoth wird als sehr intelligenter Gegenspieler dargestellt, der doch irgendwie auf der gleichen Seite wie Vader steht, ohne dabei diesen „Unfehlbarkeits-Status“ zu haben, der mich manchmal an Admiral Thrawn aus Timothy Zahns „Erben des Imperiums“ so gestört hat. Der Tonfall ist eine Spur düsterer geworden und der schwarze Humor, der bei Triple-Zero und Bee-Tee oft zur Anwendung kommt, mag einen manchmal nicht mehr so richtig zum Lachen bringen. Entweder nutzt sich das ganze langsam ab, oder es liegt daran, dass man für die „neuen“ Opfer der Killerdroiden eher Sympathie hegt als für die bisherigen. Der Spannungsfaden der Geschichte ist jedenfalls noch nicht abgerissen.

YPS Nr. 1268 – 1277 – Eine Zusammenfassung

Ein typisches YPS-Gimmick: Die Brieftasche für Geheimagenten.
Ein typisches YPS-Gimmick: Die Brieftasche für Geheimagenten.

Okay, ich gebe zu, das ist etwas bequem, aber ich fürchte, es geht nicht anders. Die Arbeiten an diesem Projekt nehmen mich so weit in Anspruch, während gleichzeitig letztes Jahr die ganzen YPS-Rezensionen noch mehr liegenbleiben konnten, so dass ich fürchte, dass ich die Reihe anders nicht mehr aufholen kann.  Dadurch, dass YPS mittlerweile zweimonatlich erscheint, hat sich der Nachholbedarf auf 10 Hefte hochgeschraubt.

Diese Lücke soll dieser Artikel überbrücken, damit es nächste Woche mit dem neuesten Heft, der Nr. 1278, weitergehen kann.

Danke für die Aufmerksamkeit, es gibt hier nichts mehr zu sehen!

STAR WARS Comics Nr. 10: Darth Vader – Schatten und Geheimnisse

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Luke Skywalker ist auf der Suche nach den Jedi in große Gefahr geraten, aus der ihn Han Solo und Leia Organa in buchstäblich letzter Sekunde befreien konnten. Gleichzeitig ist Darth Vader auf der Suche nach dem Piloten, der den Todesstern zerstört hat. Mittlerweile hat er erfahren, dass es sich dabei um seinen eigenen Sohn handelt. Der Sith-Lord muss sich allerdings noch dazu gegen Konkurrenten behaupten, die der Imperator dazu auserkoren hat, um seine Gunst zu kämpfen. Und in diesem Wettkampf sind alle Tricks erlaubt. Respektive, es ist nichts verboten…

„Du hattest zwanzig Jahre, Obi-Wan. Den Jungen genau dort zu verstecken, wohin ich nie zurückkehren würde, war schlau. Und doch hast Du versagt.“
– Darth Vader in einer Art Selbstgespräch

Darth Vader ist auf seinen Heimatplaneten Tatooine zurückgekehrt, um weitere Hinweise auf Luke Skyalker zu finden. Im Anschluss vernichtet er das Haus von Beru und Owen Lars und widmet sich anderen Dingen. Er heuert die Kopfgeldjäger Bossk, IG-90, einen Droiden, und Krrsantan, einen Wookiee, an, um Piraten zu überfallen und Credits zu erbeuten. Als positiver Nebeneffekt werden ein paar Gegner des Imperiums ausgeschaltet, was Großadmiral Tagge mit Genugtuung zur Kenntnis nimmt. Vader muss allerdings weiterhin ein doppeltes Spiel spielen, einerseits Tagge zufrieden zu stellen, andererseits seine Suche nach Skywalker fortsetzen, ohne dass das jemand außer seiner Verbündeten Doktor Aphra mitbekommt. Und das ganze wird nochmals schwieriger, als der Imperator einen neuen Adjudanten an Vaders Seite befiehlt…

Rezension

Der Comic lässt einen im Unklaren, wie viel der Imperator, Großadmiral Tagge oder Vaders neuer Adjudant Thanoth wirklich wissen über Vaders Umtriebe, entweder sind alle ziemlich ahnungslos oder sie lassen ihn gewähren. Das Heft bietet die Ausgaben 1 und 2 einer neuen Reihe, das heißt, es wird erst einmal das Terrain vorbereitet für die Geschichte, die in den folgenden Ausgaben erzählt wird. Tatsächlich gelingt es den Autoren, dass man zu Vader hält, anstatt zu seinen Konkurrenten. Gleichzeitig ist man aber froh drum, dass er in der Behausung von Beru und Owen offenbar nichts von Bedetung gefunden hat, was ihm mehr über den Rebellenpiloten Skywalker verrät. Der Auftakt dieser neuen Geschichte ist vielversprechend.

 

YPS mit Gimmick Nr. 1267: Der YPS-Zauberkasten

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Und wieder einmal wurde „zurück zu den Wurzeln“ gegangen, zumindest was das Gimmick dieser YPS-Ausgabe betrifft…

Das Titelbild

Das Titelbild ist wieder so gestaltet, wie viele Titelbilder seit dem Neustart, mit viel Text. Das Känguruh Yps in der Mitte ist im Zeichenstil gehalten, wie er in den Anfängen des klassischen YPS üblich war. Yps schaut aus einem Zylinder, was uns das Thema der Ausgabe verrät: Magie.

Das Gimmick

Viele von uns hatten in Kindheit und Jugend einen so genannten „Zauberkasten“, mit dem kleine magische Kunststücke möglich waren. YPS holt ein bisschen davon zurück, mit diesem Zauberkasten sind „mindestens 7 verblüffende Tricks“ möglich. Nostalgie pur!

Das Heft: Die Artikel

Das Vorwort erwähnt das Jubiläum: 2015 wurde YPS 40 Jahre alt. Und deshalb – und aufgrund des großen Erfolgs der Neuauflage – ändern sich ein paar Dinge, das Heftformat und der Abstand, in dem neue Hefte erscheinen. Ja, ab 2015 wurde von vierteljährlich auf zweimonatlich umgestellt. Das bedeutet: 6 neue YPS-Hefte pro Jahr!

Die ersten Seiten des Heftes sind den Lesern gewidmet: Mit der Arte-Dokumentation „YPS – Eine kommunistische Erfindung?“, den Leserbriefen und dem Extra-Blatt.

Moderne Magie greift noch einmal das Thema des Gimmicks auf: Zauberkunststücke. Dabei geht es auch um sehr moderne Tricks, die unter anderem mit Hilfe von Smartphones durchgeführt werden.

Fakten gibt es in diesem Heft gleich zweimal: Erst mit einer Doppelseite über Dinge, die wir (vielleicht) vorher noch nicht wussten, dann mit einer Doppel-Doppelseite über Dinge, die wir zu wissen glaubten, die aber gar nicht stimmen.

Unter dem Titel Niveau? Weshalb? wird uns die Band „Deichkind“ vorgestellt und ein Interview mit Frontman Porky geführt.

Der Blick in die Zukunft zeigt uns Fortbewegungsmittel der Zukunft, illustriert mit einem Bild aus „Zurück in die Zukunft“.

Eine weitere Doppelseite zeigt uns den Smart als Kleinstwagen, und zwar im Miniaturwunderland.

Natürlich darf die Rubrik Neue Gimmicks nicht fehlen, mit Gimmicks, die zu groß, zu aufwändig oder schlicht zu teuer wären, um sie dem YPS-Heft beizulegen.

Für den Artikel Goldfinger besucht ein Reporter einen Goldsucher, der in Deutschland unterwegs ist.

Auf die Nuss! macht mit einem Bild von Scrat aus „Ice Age“ auf. Eigentlich geht es in dem Artikel um Bäume, aber ich muss bei Scrat immer an einem Notfallsanitäter-Kurs und die Ansage „Halt die Nuss!“ denken*.

Du bist, was Du isst ist ein Artikel, in dem es (Überraschung!) ums Essen geht. Es wird gezeigt, wie man kreativ das Auge mitessen lassen kann.

Gestern & Heute bietet wieder Nostalgie, unter anderem mit „Treets“ – kennt die noch wer?

„Prinzessin!“, oder besser gesagt „Excu-u-use me, Princess!“ ist ein Ausruf von Link aus der „Legend of Zelda“-Spielreihe. Das Heft widmet der Reihe einen Artikel.

Alles auf Grün ist ein Interview mit erwachsenen Bobby-Car-Wettfahrern. Ernsthaft!

Hör mal! ist wieder ein nostalgischer Artikel, es geht um alte Hörspiele, ihren Erfolg und ihre Sprecher.

Das Heft: Die Comics

Auch in diesem Heft gibt es wieder einen Mix aus neu und alt: Martin Tazl schreibt neue Abenteuer für Yps + Co, diesmal mit Gaststar Guido Maria Kretschmer, für das Gimmick gibt es einen Comic aus Heft 638 und einen weiteren aus 759. Yinni + Yan dürfen ein Abenteuer aus Heft 83 („Im Tal der Drachen“) nochmal erleben, und auch Gries, Gram + Grimm zeigen Erlebnisse von früher (Heft 404). Pif & Hercules erleben allerdings ein neues Abenteuer, passend zum Gimmick heißt es „Der magische Pinsel“. Ritter Gerfried präsentiert wiederum eine Wiederholung (aus Heft 135: „Der Schlossgeist“), bevor die Spaßkanonen Michael Holtschulte und Dorthe Landschulz mit ihren Ein-Bild-Witzen das Heft beschließen. Und die letzte Seite hat neben dem ÜPS-Humor auch noch die Ankündigung für das nächste Heft im Mai 2015.

YPS mit Gimmick Nr. 1267: Die Zusammenfassung

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber das Heft ist vom Mix her wieder sehr gelungen. Einziger etwas negativer Punkt: Bei den Comics sind sehr viele Wiederholungen dabei, da hätte vielleicht etwas mehr neues gut getan. Aber ansonsten gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Nachdem also 2015 beschlossen wurde, die Frequenz an neuen Ausgaben zu steigern, war ich gespannt, ob die Redaktion das Niveau würde halten können, wenn sie eine verkürzte Vorbereitungszeit hatte.


*= „Halt die Nuss!“, also „Halt den Kopf des Patienten fest!“ ist eine wichtige Anweisung bei einen Traumapatienten an den Kollegen des Notfallsanitäters. Der Kopf eines Patienten muss stabilisiert werden, bis man weiß, ob die Halswirbelsäule mit betroffen ist oder nicht.

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2017!

2016 – was für ein Jahr… Hier im STAR COMMAND Blog wird für dieses Jahr der Laden geschlossen, nebenan, beim Vlog vom Phantastischen Projekt gibt es noch ein paar Beiträge, zusammen mit einem –  hoffentlich würdigen – Jahresabschluss.

Hier allerdings wünschen wir allen Lesern frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2017!

Wir lesen uns am 1. Januar wieder…

 

Go Home, Great Britain, You’re Drunk! – Die Ausländerfeindlichkeit in England nimmt pythoneske Züge an

Eine Analyse

„Horribile Dictu“ sagt der Lateiner, „furchtbar, dass dies gesagt werden muss“, und genau so ist es. Dank des Nachrichtenaggregationsdienstes Rivva bin ich auf einen Artikel eines persönlichen Blogs aufmerksam gemacht worden, in dem eine Frau darüber schreibt, was ihre Schwester in England erlebt. Besagte Schwester kümmert sich seit 19 Jahren darum, dass Kinder einer Schule in einem so genannten „Problembezirk“ morgens ein Frühstück bekommen. Oder eigentlich sollte ich sagen, „kümmerte“, denn die Schulrektorin hat es ihr ab sofort verboten. Die Begründung?

“Die Eltern wollten nicht, dass ihre Kinder, Gemüse oder Obst bekämen, dass aus der EU komme.” Die Eltern seien überhaupt gegen die EU-Diktatur, die nicht nur Gurken norme und die Bananenkrümmung messe, sondern die grundsätzlich Obst und Gemüse als wertvollen Bestandteil jeder Ernährung propagiere, dabei entspräche dies nicht der Tradition eines englischen Frühstücks.

Musstet Ihr das auch zweimal lesen, um es zu glauben? Ach ja, „gewöhnliche“ Fremdenfeindlichkeit seitens der Eltern kommt übrigens auch noch dazu. Ich empfehle Euch dringend, diesen Artikel, der den Titel „Der vergiftete Apfel“ trägt, ganz durchzulesen. Er ist lang, gut geschrieben und allein schon deswegen lesenswert. Und natürlich wegen des Berichts, welche irren Blüten die Ausländerfeindlichkeit in England so treibt.

Ich persönlich musste dabei an einen Sketch von Monty Python denken. Sicherlich im Sinne der Pythons wäre es gewesen, die Fremdenfeindlichkeit ins Absurde drehen zu lassen, indem „ausländisches Obst“ abgelehnt wird (und man sich lobend über „rein britische Mangos“ auslässt), es gibt aber auch wirklich einen Monty-Python-Sketch, in dem die Gefährlichkeit von frischem Obst im Mittelpunkt steht: „Self Defence Against Fresh Fruit“. In diesem Segment mit ausgewählten Sketchen der Pythons kommt er an erster Stelle. Die Geschichte der Schwester von Read On ist grotesk und leider nicht zum Lachen, lachen wir deswegen über andere Grotesken:

https://youtu.be/JXfosKV7jIo

 

ARD und ZDF starten funk: Das Content-Netzwerk kommt am 1. Oktober 2016 mit über 40 Online-Formaten

Eine AnalyseLange tat sich hier nichts, genauso wie im Videokanal des „Phantastischen Projekts“, was mit Stress und einem gewissen Zeitmangel zu tun hatte. Die Rückkehr zu einigermaßen regelmäßigen Artikeln sollte eigentlich im Oktober geschehen, doch dann bekam ich eine eMail mit einer Pressemitteilung, die ich auch einem merkwürdigen Grund nicht ignorieren konnte. Daher beschloss ich, den Dornröschenschlaf mit sofortiger Wirkung zu beenden. Doch was genau war das für eine eMail?

Die Mitteilung lautete: „funk startet am 1. Oktober 2016“. Sie kam vom Hessischen Rundfunk. Vor ein paar Tagen hatte ich da was gelesen, von dem aber nicht viel hängen geblieben war. Irgendwas mit „junger Zielgruppe“. Und tatsächlich: Heute wurde in Berlin vorgestellt, was seit über einem Jahr unter dem Arbeitstitel „Junges Angebot von ARD und ZDF“ entstanden ist. Das Ergebnis ist ein Content-Netzwerk mit bekannten und neuen Webvideo-Akteuren, die im Auftrag von funk neue Inhalte und Formate entwickeln. funk startet mit über 40 Online-Formaten, die sich nicht nach klassischen Genres sortieren lassen, sondern drei Nutzerbedürfnissen entsprechen: Informieren, Orientieren und Unterhalten.

funk entwickelt und produziert Online-Formate für 14- bis 29-Jährige. Dabei stehen die Protagonisten und deren Inhalte im Vordergrund. NutzerInnen können über den jeweiligen Kanal dem Protagonisten direkt ihr Feedback geben. YouTube, Facebook, Snapchat und Instagram werden dabei formatspezifisch genutzt. Ergänzt wird das Angebot über die funk App (go.funk.net/app) und die funk Webseite (funk.net). In der funk App sind zum Start internationale Lizenzserien wie „The Aliens“, „Banana“ und „Hoff the Record“ verfügbar. Sämtliche Inhalte sind werbefrei. Auf der Website können alle Video-Inhalte zudem in einem unabhängigen Player abgerufen werden.

Im Mittelpunkt des funk Angebots stehen die Protagonisten und deren Formate. Beispielsweise baut Heimwerker-King Fynn Kliemann einen alten Bauernhof in Niedersachsen in sein „Kliemannsland“ (https://goo.gl/SVxQvx) um und hat so einen neuen YouTube-Kanal (https://goo.gl/SPrwO9) geschaffen. Zuschauer können neben diesem Hauptkanal auch auf weiteren Präsenzen wie Facebook (https://goo.gl/8L2vDK), Instagram (https://goo.gl/9lz6wU) und Twitter (https://goo.gl/SVNvTi) die Entwicklung des Formates verfolgen.

Dem gleichen Prinzip folgen andere Formate: Beim „Y-Kollektiv“, einer Gruppe von zehn Reportern, geht es in Facebook-Reportagen um Themen wie Massentierhaltung oder das Leben von illegalen Flüchtlingen in Europa ‒ alles nah, real und persönlich (Facebook-Seite: https://goo.gl/gWnOPL). Für das investigative Format „Jäger & Sammler“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/17ERHo) recherchieren Nemi El-Hassan, Friedemann Karig und Ronja von Rönne Hintergründe zu politischen und gesellschaftlichen Themen, wie der identitären Bewegung oder der Prepper-Szene. Die Macher der funk Webserie „Wishlist“ kennen viele NutzerInnen als „Vivi & Denny“ und „Hello Chrissy“ auf YouTube (YouTube-Kanal: https://goo.gl/RBP3LI). Die YouTuberin Coldmirror parodiert in ihrer neuen, animierten Webserie „STARSTARSPACE“ alles, was mit Star und Space zu tun hat (YouTube-Kanal: https://goo.gl/myqKaN). Aus dem Bereich Comedy sind unter anderem Katjana Gerz und Florentin Will mit „Gute Arbeit Originals“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/gW6dCe) und Schlecky Silberstein mit dem „Bohemian Browser Ballett“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/FmI37e) dabei.

„Es ist schön zu sehen, wie viele unterschiedliche Formate zu funk gehören und wie viele kreative Menschen dabei sind“, so funk Geschäftsführer Florian Hager. Seine Stellvertreterin Sophie Burkhardt ergänzt: „funk wird von guten Ideen leben, von interessanten Protagonistinnen und Protagonisten und dem Mut, Neues auszuprobieren.“

Die Intendanten von ARD und ZDF sehen viele Chancen in dem neuen Projekt. Für die ARD-Vorsitzende Karola Wille ist funk eine Möglichkeit, Talente zu entwickeln: „Wir wollen einen Raum schaffen für junge Kreative, für Innovation, für Experimente.“ ZDF-Intendant Thomas Bellut betont die neuen Möglichkeiten im Netz: „Wir können Formate ins Netz bringen, die junge Menschen interessieren und sie dort zeigen, wo sie medial unterwegs sind.“ Der Intendant der federführenden Landesrundfunkanstalt SWR, Peter Boudgoust erhofft sich auch Effekte für die Öffentlich-Rechtlichen insgesamt: „Es wurde und wird weiterhin viel Grundlagenarbeit geleistet, sowohl technisch als auch rechtlich und produktionell. Von dieser Aufbauarbeit können wir als Öffentlich-Rechtliche schon heute profitieren.“

Persönliche Einschätzung

Bei aller Behäbigkeit, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer vorgeworfen wird, muss ich doch sagen, dass dieses Projekt irgendwie interessant klingt. Da muss ich allerdings gleich ein paar Abstriche machen, was das Wissen um die Materie betrifft: Das PDF der Pressemitteilung ist eine mittlere Katastrophe. Anstatt einfach den Text zu präsentieren, wurde dieser mit allen HTML-Formateinstellungen (also <h1> und dergleichen für Überschriften,  <a href=…> für Links, es ist sogar eine Scripteinbettung dabei) wiedergegeben. Das macht bei einem Format, das für die „Generation Computer“ sein soll nicht unbedingt einen guten Eindruck. Und auch ob ein Format namens „Tatort – Die Show“ das Zielpublikum im entsprechenden Alter erreicht… ich weiß ja nicht so recht. Aber okay, erstmal Respekt für die Entscheidung, sowas zu machen. Wenn funk gestartet ist, muss man sehen, ob sich die Erwartungen der Beteiligten erfüllen.

 

STAR WARS Comics Nr. 9: Showdown auf dem Schmugglermond

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Luke Skywalker ist auf seiner Suche nach den Wegen der Jedi auf dem berüchtigten Schmugglermond Nar Shadda angekommen. Dort macht ihn das Lichtschwert seines Vaters allerdings sofort zum Ziel des Jedi-Artefakt-Sammlers Grakkus der Hutte, der den jungen Rebellen gefangen nimmt. Leia Organa, Han Solo und die mysteriöse Sana, die sich als Solos Ehefrau ausgibt, haben von Lukes Notsituation erfahren und machen sich ebenfalls auf den Weg nach Nar Shadda.
C-3PO und Chewbacca sind ebenfalls auf dem Schmugglermond eingetroffen, um nach Skywalker und R2D2 zu suchen. Ihre Ankunft wird dem Kopfgeldjäger Dengar gemeldet, der hofft, über Chewbacca an Han Solo heranzukommen.
Die Zeit eilt: Grakkus hat in seiner Arena Spiele einberufen, deren Hauptattraktion Luke Skywalker sein soll, der gegen einen riesiges Ungetüm vom Planeten Mustafar kämpft – und stirbt…

„Ich werde Dich an meine Echsen verfüttern, Du mieser kleiner Lump! Und die verfüttere ich dann an eine große Echse! Und diese Echse lasse ich braten!“
– Grakkus der Hutte. Er verträgt Verrat offenbar nicht so gut.

Luke ist ganz und gar der Ungnade von Grakkus dem Hutten und seinem Spielmeister ausgeliefert. Er wird zwar trainiert, aber nur soweit, dass er vor seinem Tod dem Publikum einen einigermaßen ansehnlichen Kampf liefert. Grakkus kassiert zudem Lukes Lichtschwert und gibt ihm stattdessen irgendein anderes aus seiner Sammlung. Dann beginnen die Spiele in der Arena.

Chewbacca und C-3PO haben keinen guten Lauf. Es dauert nicht sehr lang und Dengar hat ihre Spur aufgenommen. Er will Chewbacca aus dem Hinterhalt überrumpeln weil er hofft, mit dem gefangenen Wookiee Han Solo anzulocken, auf den Jabba ein beträchtliches Kopfgeld ausgesetzt hat.

Han, Leia und Sana Solo haben immer noch ihre liebe Not mit der Situation: Sie sind vor dem anrückenden Imperium mit Sanas Schiff geflohen und Han versucht verzweifelt, Leia die Situation zu erklären. Er kommt nicht sehr weit damit und außerdem stehen andere Dinge an: Sie sind ebenfalls unterwegs nach Nar Shadda, um Luke und Chewie zu helfen.

Rezension

Ich gebe mal eine Spoilerwarnung raus, obwohl ich wirklich nicht das Bedürfnis habe, das zu tun, denn es betrifft einen Plot, der mir von Vornherein nicht gefallen hat. Bisher bin ich auch immer ganz gut ohne Spoiler ausgekommen, aber hier muss es jetzt sein. Denn endlich wird die unsägliche Geschichte um Han Solos „Ehefrau“ aufgelöst. Überraschung, Überraschung, natürlich ist Han nicht verheiratet gewesen, das ganze war ein Trick mit gefälschten Papieren für eine Schmuggelaktion. Ich fand die Idee selbst schon schwach und die Auflösung ist genauso schwach, obwohl man meiner Ansicht nach da nicht viel richtig machen konnte. Wäre Solo wirklich verheiratet gewesen, hätte das die Figur in eine falsche Richtung gezogen. Am besten wäre es gewesen, die Geschicht so gar nicht aufkommen zu lassen. Sana hat auch noch eine zweite Motivation, hinter Solo her zu sein, er hat nämlich den Gewinn aus der Schmuggelaktion, für die die „Ehe“ arrangiert war, selbst eingestrichen und sich aus dem Staub gemacht. Die Ansage mit „Ich bin Han Solos Ehefrau.“ verleiht der Geschichte eine aufgezwungene Dramatik, die sie nicht gebraucht hätte.

Kommen wir zu den guten Sachen – nämlich der ganze Rest. Mit Dengar wird ein weiterer Kopfgeldjäger eingeführt, den wir in „Das Imperium schlägt zurück“ wiedersehen werden, und im Gegensatz zu Boba Fett ist er nicht im Auftrag Vaders hier, er will einfach die Belohnung von Jabba für Solo verdienen. Die Befreiungsaktion von Luke steuert ein paar weitere Elemente bei, so zum Beispiel, als R2 dem entwaffneten Luke ein Lichtschwert zuwirft, ein Trick, den Luke in „Rückkehr der Jedi-Ritter“ wieder anwenden wird. Die Geschichte vollführt dabei recht gut einen Drahtseilakt zwischen „den Fans etwas neues bieten“ und „nicht zu viel verraten“, für den Fall, dass jemand tatsächlich die Geschichten in chronologischer Reihenfolge liest, der sie vorher noch nicht kannte (Hallo, Ihr zwei!).

Damit wird der ganze Band zu einer guten Geschichte, nachdem der Sana-Solo-Fehler endlich ausgebügelt wird. Und man ist gespannt, wie es weitergeht, bis die Rebellen endlich auf ihrer Basis auf Hoth landen.