STAR WARS Comics Nr. 10: Darth Vader – Schatten und Geheimnisse

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Luke Skywalker ist auf der Suche nach den Jedi in große Gefahr geraten, aus der ihn Han Solo und Leia Organa in buchstäblich letzter Sekunde befreien konnten. Gleichzeitig ist Darth Vader auf der Suche nach dem Piloten, der den Todesstern zerstört hat. Mittlerweile hat er erfahren, dass es sich dabei um seinen eigenen Sohn handelt. Der Sith-Lord muss sich allerdings noch dazu gegen Konkurrenten behaupten, die der Imperator dazu auserkoren hat, um seine Gunst zu kämpfen. Und in diesem Wettkampf sind alle Tricks erlaubt. Respektive, es ist nichts verboten…

„Du hattest zwanzig Jahre, Obi-Wan. Den Jungen genau dort zu verstecken, wohin ich nie zurückkehren würde, war schlau. Und doch hast Du versagt.“
– Darth Vader in einer Art Selbstgespräch

Darth Vader ist auf seinen Heimatplaneten Tatooine zurückgekehrt, um weitere Hinweise auf Luke Skyalker zu finden. Im Anschluss vernichtet er das Haus von Beru und Owen Lars und widmet sich anderen Dingen. Er heuert die Kopfgeldjäger Bossk, IG-90, einen Droiden, und Krrsantan, einen Wookiee, an, um Piraten zu überfallen und Credits zu erbeuten. Als positiver Nebeneffekt werden ein paar Gegner des Imperiums ausgeschaltet, was Großadmiral Tagge mit Genugtuung zur Kenntnis nimmt. Vader muss allerdings weiterhin ein doppeltes Spiel spielen, einerseits Tagge zufrieden zu stellen, andererseits seine Suche nach Skywalker fortsetzen, ohne dass das jemand außer seiner Verbündeten Doktor Aphra mitbekommt. Und das ganze wird nochmals schwieriger, als der Imperator einen neuen Adjudanten an Vaders Seite befiehlt…

Rezension

Der Comic lässt einen im Unklaren, wie viel der Imperator, Großadmiral Tagge oder Vaders neuer Adjudant Thanoth wirklich wissen über Vaders Umtriebe, entweder sind alle ziemlich ahnungslos oder sie lassen ihn gewähren. Das Heft bietet die Ausgaben 1 und 2 einer neuen Reihe, das heißt, es wird erst einmal das Terrain vorbereitet für die Geschichte, die in den folgenden Ausgaben erzählt wird. Tatsächlich gelingt es den Autoren, dass man zu Vader hält, anstatt zu seinen Konkurrenten. Gleichzeitig ist man aber froh drum, dass er in der Behausung von Beru und Owen offenbar nichts von Bedetung gefunden hat, was ihm mehr über den Rebellenpiloten Skywalker verrät. Der Auftakt dieser neuen Geschichte ist vielversprechend.

 

YPS mit Gimmick Nr. 1267: Der YPS-Zauberkasten

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Und wieder einmal wurde „zurück zu den Wurzeln“ gegangen, zumindest was das Gimmick dieser YPS-Ausgabe betrifft…

Das Titelbild

Das Titelbild ist wieder so gestaltet, wie viele Titelbilder seit dem Neustart, mit viel Text. Das Känguruh Yps in der Mitte ist im Zeichenstil gehalten, wie er in den Anfängen des klassischen YPS üblich war. Yps schaut aus einem Zylinder, was uns das Thema der Ausgabe verrät: Magie.

Das Gimmick

Viele von uns hatten in Kindheit und Jugend einen so genannten „Zauberkasten“, mit dem kleine magische Kunststücke möglich waren. YPS holt ein bisschen davon zurück, mit diesem Zauberkasten sind „mindestens 7 verblüffende Tricks“ möglich. Nostalgie pur!

Das Heft: Die Artikel

Das Vorwort erwähnt das Jubiläum: 2015 wurde YPS 40 Jahre alt. Und deshalb – und aufgrund des großen Erfolgs der Neuauflage – ändern sich ein paar Dinge, das Heftformat und der Abstand, in dem neue Hefte erscheinen. Ja, ab 2015 wurde von vierteljährlich auf zweimonatlich umgestellt. Das bedeutet: 6 neue YPS-Hefte pro Jahr!

Die ersten Seiten des Heftes sind den Lesern gewidmet: Mit der Arte-Dokumentation „YPS – Eine kommunistische Erfindung?“, den Leserbriefen und dem Extra-Blatt.

Moderne Magie greift noch einmal das Thema des Gimmicks auf: Zauberkunststücke. Dabei geht es auch um sehr moderne Tricks, die unter anderem mit Hilfe von Smartphones durchgeführt werden.

Fakten gibt es in diesem Heft gleich zweimal: Erst mit einer Doppelseite über Dinge, die wir (vielleicht) vorher noch nicht wussten, dann mit einer Doppel-Doppelseite über Dinge, die wir zu wissen glaubten, die aber gar nicht stimmen.

Unter dem Titel Niveau? Weshalb? wird uns die Band „Deichkind“ vorgestellt und ein Interview mit Frontman Porky geführt.

Der Blick in die Zukunft zeigt uns Fortbewegungsmittel der Zukunft, illustriert mit einem Bild aus „Zurück in die Zukunft“.

Eine weitere Doppelseite zeigt uns den Smart als Kleinstwagen, und zwar im Miniaturwunderland.

Natürlich darf die Rubrik Neue Gimmicks nicht fehlen, mit Gimmicks, die zu groß, zu aufwändig oder schlicht zu teuer wären, um sie dem YPS-Heft beizulegen.

Für den Artikel Goldfinger besucht ein Reporter einen Goldsucher, der in Deutschland unterwegs ist.

Auf die Nuss! macht mit einem Bild von Scrat aus „Ice Age“ auf. Eigentlich geht es in dem Artikel um Bäume, aber ich muss bei Scrat immer an einem Notfallsanitäter-Kurs und die Ansage „Halt die Nuss!“ denken*.

Du bist, was Du isst ist ein Artikel, in dem es (Überraschung!) ums Essen geht. Es wird gezeigt, wie man kreativ das Auge mitessen lassen kann.

Gestern & Heute bietet wieder Nostalgie, unter anderem mit „Treets“ – kennt die noch wer?

„Prinzessin!“, oder besser gesagt „Excu-u-use me, Princess!“ ist ein Ausruf von Link aus der „Legend of Zelda“-Spielreihe. Das Heft widmet der Reihe einen Artikel.

Alles auf Grün ist ein Interview mit erwachsenen Bobby-Car-Wettfahrern. Ernsthaft!

Hör mal! ist wieder ein nostalgischer Artikel, es geht um alte Hörspiele, ihren Erfolg und ihre Sprecher.

Das Heft: Die Comics

Auch in diesem Heft gibt es wieder einen Mix aus neu und alt: Martin Tazl schreibt neue Abenteuer für Yps + Co, diesmal mit Gaststar Guido Maria Kretschmer, für das Gimmick gibt es einen Comic aus Heft 638 und einen weiteren aus 759. Yinni + Yan dürfen ein Abenteuer aus Heft 83 („Im Tal der Drachen“) nochmal erleben, und auch Gries, Gram + Grimm zeigen Erlebnisse von früher (Heft 404). Pif & Hercules erleben allerdings ein neues Abenteuer, passend zum Gimmick heißt es „Der magische Pinsel“. Ritter Gerfried präsentiert wiederum eine Wiederholung (aus Heft 135: „Der Schlossgeist“), bevor die Spaßkanonen Michael Holtschulte und Dorthe Landschulz mit ihren Ein-Bild-Witzen das Heft beschließen. Und die letzte Seite hat neben dem ÜPS-Humor auch noch die Ankündigung für das nächste Heft im Mai 2015.

YPS mit Gimmick Nr. 1267: Die Zusammenfassung

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber das Heft ist vom Mix her wieder sehr gelungen. Einziger etwas negativer Punkt: Bei den Comics sind sehr viele Wiederholungen dabei, da hätte vielleicht etwas mehr neues gut getan. Aber ansonsten gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Nachdem also 2015 beschlossen wurde, die Frequenz an neuen Ausgaben zu steigern, war ich gespannt, ob die Redaktion das Niveau würde halten können, wenn sie eine verkürzte Vorbereitungszeit hatte.


*= „Halt die Nuss!“, also „Halt den Kopf des Patienten fest!“ ist eine wichtige Anweisung bei einen Traumapatienten an den Kollegen des Notfallsanitäters. Der Kopf eines Patienten muss stabilisiert werden, bis man weiß, ob die Halswirbelsäule mit betroffen ist oder nicht.

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2017!

2016 – was für ein Jahr… Hier im STAR COMMAND Blog wird für dieses Jahr der Laden geschlossen, nebenan, beim Vlog vom Phantastischen Projekt gibt es noch ein paar Beiträge, zusammen mit einem –  hoffentlich würdigen – Jahresabschluss.

Hier allerdings wünschen wir allen Lesern frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2017!

Wir lesen uns am 1. Januar wieder…

 

Go Home, Great Britain, You’re Drunk! – Die Ausländerfeindlichkeit in England nimmt pythoneske Züge an

Eine Analyse

„Horribile Dictu“ sagt der Lateiner, „furchtbar, dass dies gesagt werden muss“, und genau so ist es. Dank des Nachrichtenaggregationsdienstes Rivva bin ich auf einen Artikel eines persönlichen Blogs aufmerksam gemacht worden, in dem eine Frau darüber schreibt, was ihre Schwester in England erlebt. Besagte Schwester kümmert sich seit 19 Jahren darum, dass Kinder einer Schule in einem so genannten „Problembezirk“ morgens ein Frühstück bekommen. Oder eigentlich sollte ich sagen, „kümmerte“, denn die Schulrektorin hat es ihr ab sofort verboten. Die Begründung?

“Die Eltern wollten nicht, dass ihre Kinder, Gemüse oder Obst bekämen, dass aus der EU komme.” Die Eltern seien überhaupt gegen die EU-Diktatur, die nicht nur Gurken norme und die Bananenkrümmung messe, sondern die grundsätzlich Obst und Gemüse als wertvollen Bestandteil jeder Ernährung propagiere, dabei entspräche dies nicht der Tradition eines englischen Frühstücks.

Musstet Ihr das auch zweimal lesen, um es zu glauben? Ach ja, „gewöhnliche“ Fremdenfeindlichkeit seitens der Eltern kommt übrigens auch noch dazu. Ich empfehle Euch dringend, diesen Artikel, der den Titel „Der vergiftete Apfel“ trägt, ganz durchzulesen. Er ist lang, gut geschrieben und allein schon deswegen lesenswert. Und natürlich wegen des Berichts, welche irren Blüten die Ausländerfeindlichkeit in England so treibt.

Ich persönlich musste dabei an einen Sketch von Monty Python denken. Sicherlich im Sinne der Pythons wäre es gewesen, die Fremdenfeindlichkeit ins Absurde drehen zu lassen, indem „ausländisches Obst“ abgelehnt wird (und man sich lobend über „rein britische Mangos“ auslässt), es gibt aber auch wirklich einen Monty-Python-Sketch, in dem die Gefährlichkeit von frischem Obst im Mittelpunkt steht: „Self Defence Against Fresh Fruit“. In diesem Segment mit ausgewählten Sketchen der Pythons kommt er an erster Stelle. Die Geschichte der Schwester von Read On ist grotesk und leider nicht zum Lachen, lachen wir deswegen über andere Grotesken:

https://youtu.be/JXfosKV7jIo

 

ARD und ZDF starten funk: Das Content-Netzwerk kommt am 1. Oktober 2016 mit über 40 Online-Formaten

Eine AnalyseLange tat sich hier nichts, genauso wie im Videokanal des „Phantastischen Projekts“, was mit Stress und einem gewissen Zeitmangel zu tun hatte. Die Rückkehr zu einigermaßen regelmäßigen Artikeln sollte eigentlich im Oktober geschehen, doch dann bekam ich eine eMail mit einer Pressemitteilung, die ich auch einem merkwürdigen Grund nicht ignorieren konnte. Daher beschloss ich, den Dornröschenschlaf mit sofortiger Wirkung zu beenden. Doch was genau war das für eine eMail?

Die Mitteilung lautete: „funk startet am 1. Oktober 2016“. Sie kam vom Hessischen Rundfunk. Vor ein paar Tagen hatte ich da was gelesen, von dem aber nicht viel hängen geblieben war. Irgendwas mit „junger Zielgruppe“. Und tatsächlich: Heute wurde in Berlin vorgestellt, was seit über einem Jahr unter dem Arbeitstitel „Junges Angebot von ARD und ZDF“ entstanden ist. Das Ergebnis ist ein Content-Netzwerk mit bekannten und neuen Webvideo-Akteuren, die im Auftrag von funk neue Inhalte und Formate entwickeln. funk startet mit über 40 Online-Formaten, die sich nicht nach klassischen Genres sortieren lassen, sondern drei Nutzerbedürfnissen entsprechen: Informieren, Orientieren und Unterhalten.

funk entwickelt und produziert Online-Formate für 14- bis 29-Jährige. Dabei stehen die Protagonisten und deren Inhalte im Vordergrund. NutzerInnen können über den jeweiligen Kanal dem Protagonisten direkt ihr Feedback geben. YouTube, Facebook, Snapchat und Instagram werden dabei formatspezifisch genutzt. Ergänzt wird das Angebot über die funk App (go.funk.net/app) und die funk Webseite (funk.net). In der funk App sind zum Start internationale Lizenzserien wie „The Aliens“, „Banana“ und „Hoff the Record“ verfügbar. Sämtliche Inhalte sind werbefrei. Auf der Website können alle Video-Inhalte zudem in einem unabhängigen Player abgerufen werden.

Im Mittelpunkt des funk Angebots stehen die Protagonisten und deren Formate. Beispielsweise baut Heimwerker-King Fynn Kliemann einen alten Bauernhof in Niedersachsen in sein „Kliemannsland“ (https://goo.gl/SVxQvx) um und hat so einen neuen YouTube-Kanal (https://goo.gl/SPrwO9) geschaffen. Zuschauer können neben diesem Hauptkanal auch auf weiteren Präsenzen wie Facebook (https://goo.gl/8L2vDK), Instagram (https://goo.gl/9lz6wU) und Twitter (https://goo.gl/SVNvTi) die Entwicklung des Formates verfolgen.

Dem gleichen Prinzip folgen andere Formate: Beim „Y-Kollektiv“, einer Gruppe von zehn Reportern, geht es in Facebook-Reportagen um Themen wie Massentierhaltung oder das Leben von illegalen Flüchtlingen in Europa ‒ alles nah, real und persönlich (Facebook-Seite: https://goo.gl/gWnOPL). Für das investigative Format „Jäger & Sammler“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/17ERHo) recherchieren Nemi El-Hassan, Friedemann Karig und Ronja von Rönne Hintergründe zu politischen und gesellschaftlichen Themen, wie der identitären Bewegung oder der Prepper-Szene. Die Macher der funk Webserie „Wishlist“ kennen viele NutzerInnen als „Vivi & Denny“ und „Hello Chrissy“ auf YouTube (YouTube-Kanal: https://goo.gl/RBP3LI). Die YouTuberin Coldmirror parodiert in ihrer neuen, animierten Webserie „STARSTARSPACE“ alles, was mit Star und Space zu tun hat (YouTube-Kanal: https://goo.gl/myqKaN). Aus dem Bereich Comedy sind unter anderem Katjana Gerz und Florentin Will mit „Gute Arbeit Originals“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/gW6dCe) und Schlecky Silberstein mit dem „Bohemian Browser Ballett“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/FmI37e) dabei.

„Es ist schön zu sehen, wie viele unterschiedliche Formate zu funk gehören und wie viele kreative Menschen dabei sind“, so funk Geschäftsführer Florian Hager. Seine Stellvertreterin Sophie Burkhardt ergänzt: „funk wird von guten Ideen leben, von interessanten Protagonistinnen und Protagonisten und dem Mut, Neues auszuprobieren.“

Die Intendanten von ARD und ZDF sehen viele Chancen in dem neuen Projekt. Für die ARD-Vorsitzende Karola Wille ist funk eine Möglichkeit, Talente zu entwickeln: „Wir wollen einen Raum schaffen für junge Kreative, für Innovation, für Experimente.“ ZDF-Intendant Thomas Bellut betont die neuen Möglichkeiten im Netz: „Wir können Formate ins Netz bringen, die junge Menschen interessieren und sie dort zeigen, wo sie medial unterwegs sind.“ Der Intendant der federführenden Landesrundfunkanstalt SWR, Peter Boudgoust erhofft sich auch Effekte für die Öffentlich-Rechtlichen insgesamt: „Es wurde und wird weiterhin viel Grundlagenarbeit geleistet, sowohl technisch als auch rechtlich und produktionell. Von dieser Aufbauarbeit können wir als Öffentlich-Rechtliche schon heute profitieren.“

Persönliche Einschätzung

Bei aller Behäbigkeit, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer vorgeworfen wird, muss ich doch sagen, dass dieses Projekt irgendwie interessant klingt. Da muss ich allerdings gleich ein paar Abstriche machen, was das Wissen um die Materie betrifft: Das PDF der Pressemitteilung ist eine mittlere Katastrophe. Anstatt einfach den Text zu präsentieren, wurde dieser mit allen HTML-Formateinstellungen (also <h1> und dergleichen für Überschriften,  <a href=…> für Links, es ist sogar eine Scripteinbettung dabei) wiedergegeben. Das macht bei einem Format, das für die „Generation Computer“ sein soll nicht unbedingt einen guten Eindruck. Und auch ob ein Format namens „Tatort – Die Show“ das Zielpublikum im entsprechenden Alter erreicht… ich weiß ja nicht so recht. Aber okay, erstmal Respekt für die Entscheidung, sowas zu machen. Wenn funk gestartet ist, muss man sehen, ob sich die Erwartungen der Beteiligten erfüllen.

 

STAR WARS Comics Nr. 9: Showdown auf dem Schmugglermond

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Luke Skywalker ist auf seiner Suche nach den Wegen der Jedi auf dem berüchtigten Schmugglermond Nar Shadda angekommen. Dort macht ihn das Lichtschwert seines Vaters allerdings sofort zum Ziel des Jedi-Artefakt-Sammlers Grakkus der Hutte, der den jungen Rebellen gefangen nimmt. Leia Organa, Han Solo und die mysteriöse Sana, die sich als Solos Ehefrau ausgibt, haben von Lukes Notsituation erfahren und machen sich ebenfalls auf den Weg nach Nar Shadda.
C-3PO und Chewbacca sind ebenfalls auf dem Schmugglermond eingetroffen, um nach Skywalker und R2D2 zu suchen. Ihre Ankunft wird dem Kopfgeldjäger Dengar gemeldet, der hofft, über Chewbacca an Han Solo heranzukommen.
Die Zeit eilt: Grakkus hat in seiner Arena Spiele einberufen, deren Hauptattraktion Luke Skywalker sein soll, der gegen einen riesiges Ungetüm vom Planeten Mustafar kämpft – und stirbt…

„Ich werde Dich an meine Echsen verfüttern, Du mieser kleiner Lump! Und die verfüttere ich dann an eine große Echse! Und diese Echse lasse ich braten!“
– Grakkus der Hutte. Er verträgt Verrat offenbar nicht so gut.

Luke ist ganz und gar der Ungnade von Grakkus dem Hutten und seinem Spielmeister ausgeliefert. Er wird zwar trainiert, aber nur soweit, dass er vor seinem Tod dem Publikum einen einigermaßen ansehnlichen Kampf liefert. Grakkus kassiert zudem Lukes Lichtschwert und gibt ihm stattdessen irgendein anderes aus seiner Sammlung. Dann beginnen die Spiele in der Arena.

Chewbacca und C-3PO haben keinen guten Lauf. Es dauert nicht sehr lang und Dengar hat ihre Spur aufgenommen. Er will Chewbacca aus dem Hinterhalt überrumpeln weil er hofft, mit dem gefangenen Wookiee Han Solo anzulocken, auf den Jabba ein beträchtliches Kopfgeld ausgesetzt hat.

Han, Leia und Sana Solo haben immer noch ihre liebe Not mit der Situation: Sie sind vor dem anrückenden Imperium mit Sanas Schiff geflohen und Han versucht verzweifelt, Leia die Situation zu erklären. Er kommt nicht sehr weit damit und außerdem stehen andere Dinge an: Sie sind ebenfalls unterwegs nach Nar Shadda, um Luke und Chewie zu helfen.

Rezension

Ich gebe mal eine Spoilerwarnung raus, obwohl ich wirklich nicht das Bedürfnis habe, das zu tun, denn es betrifft einen Plot, der mir von Vornherein nicht gefallen hat. Bisher bin ich auch immer ganz gut ohne Spoiler ausgekommen, aber hier muss es jetzt sein. Denn endlich wird die unsägliche Geschichte um Han Solos „Ehefrau“ aufgelöst. Überraschung, Überraschung, natürlich ist Han nicht verheiratet gewesen, das ganze war ein Trick mit gefälschten Papieren für eine Schmuggelaktion. Ich fand die Idee selbst schon schwach und die Auflösung ist genauso schwach, obwohl man meiner Ansicht nach da nicht viel richtig machen konnte. Wäre Solo wirklich verheiratet gewesen, hätte das die Figur in eine falsche Richtung gezogen. Am besten wäre es gewesen, die Geschicht so gar nicht aufkommen zu lassen. Sana hat auch noch eine zweite Motivation, hinter Solo her zu sein, er hat nämlich den Gewinn aus der Schmuggelaktion, für die die „Ehe“ arrangiert war, selbst eingestrichen und sich aus dem Staub gemacht. Die Ansage mit „Ich bin Han Solos Ehefrau.“ verleiht der Geschichte eine aufgezwungene Dramatik, die sie nicht gebraucht hätte.

Kommen wir zu den guten Sachen – nämlich der ganze Rest. Mit Dengar wird ein weiterer Kopfgeldjäger eingeführt, den wir in „Das Imperium schlägt zurück“ wiedersehen werden, und im Gegensatz zu Boba Fett ist er nicht im Auftrag Vaders hier, er will einfach die Belohnung von Jabba für Solo verdienen. Die Befreiungsaktion von Luke steuert ein paar weitere Elemente bei, so zum Beispiel, als R2 dem entwaffneten Luke ein Lichtschwert zuwirft, ein Trick, den Luke in „Rückkehr der Jedi-Ritter“ wieder anwenden wird. Die Geschichte vollführt dabei recht gut einen Drahtseilakt zwischen „den Fans etwas neues bieten“ und „nicht zu viel verraten“, für den Fall, dass jemand tatsächlich die Geschichten in chronologischer Reihenfolge liest, der sie vorher noch nicht kannte (Hallo, Ihr zwei!).

Damit wird der ganze Band zu einer guten Geschichte, nachdem der Sana-Solo-Fehler endlich ausgebügelt wird. Und man ist gespannt, wie es weitergeht, bis die Rebellen endlich auf ihrer Basis auf Hoth landen.

STAR WARS Comics: Prinzessin Leia

(c)  Disney  /  Panini  Comics
(c) Disney / Panini Comics

Den Rebellen ist das scheinbar Unmögliche gelungen: Sie haben die bewaffnete Kampfstation des Imperiums, den Todesstern, zerstört. Doch die Position der Rebellenbasis auf dem YAVIN-Mond ist kompromittiert. Noch ist das Imperium in zu großer Aufruhr, aber nicht sehr lange und man wird Jagd auf die Widerständler machen. Admiral Ackbar, General Dodonna und Mon Mothma organisieren den Abzug von der Basis und versuchen, einen neuen Standort zu finden. Leia Organa möchte sich ebenfalls nützlich machen, denn seit der imperiale Senat aufgelöst und ihre Heimatwelt Alderaan zerstört wurde, hat sie weder Aufgabe noch Funktion in der Rebellenallianz. Doch sowohl Ackbar als auch Dodonna wollen sie eher schonen. Andere Rebellen betrachten ihre kühle Distanz mit Misstrauen – warum trauert sie nicht um ihr Volk und ihre Heimatwelt? Dodonna führt noch ein weiteres Argument ins Feld: Das Imperium hat ein großes Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Jede Mission, an der sie teilnehmen würde, könnte eine noch größere Gefahr bergen, wenn sich Kopfgeldjäger einmischen. Da also niemand will, dass sich Leia in irgendetwas einbringt, schmiedet sie eigene Pläne: Mit Hilfe der Pilotin Evaan will sie die letzten Überlebenden von Alderaan zusamenbringen und so ihre Kultur retten. Doch schon auf ihrer ersten Station, dem Planeten Naboo, wird klar, dass das Imperium nicht nur hinter ihr, sondern auch allen überlebenden Alderaanern her ist. Als wäre das noch nicht genug, gibt es auch noch eine undichte Stelle, denn die imperialen Streitkräfte schließen bei ihrer Verfolgung immer wieder auf…

Rezension

Der Comic erzählt eine interessante Geschichte um Heimat und Kultur, allerdings ohne zu sehr in Schwarz-Weiß-Zeichnung zu verfallen. Natürlich sind die Alderaaner in erster Linie Opfer, da das Imperium ihre Heimatwelt zerstört hat, aber es wird deutlich, dass sie keine „homogene Menge“ sind, da es sehr unterschiedliche Ansichten und Meinungen unter den Leuten gibt. So trifft Leia zum Beispiel auf eine Alderaanerin, die sehr starke Vorurteile über Alderaan-Familien hat, deren Mitglieder mit Angehörigen anderer Spezies Kinder gezeugt hat und diese Nachkommen nicht für „wahre Alderaaner“ hält. Dabei ist auch ein Kniff interessant, den der Comic aber nur andeutet und dem Leser das weitere Nachdenken überlässt: Genau genommen ist Leia ja gar keine Alderaanerin (was sie aber noch nicht weiß). Als sie auf Naboo ist, sieht sie ein Bild von Padmé Amidala, sie glaubt, dass die Frau auf dem Bild sie anschaut und wird kurz nachdenklich, weiß aber gar nicht, warum. Viel von dem, was wir als „Kultur“ bezeichnen, kommt eben vom Umfeld und hängt nicht so sehr davon ab, wer die biologischen Eltern waren oder wo man geboren wurde (in Leias Fall ist ihr Vater ein Farmjunge von Tatooine und eine Politikerin von Naboo, sie selbst wurde auf einer Raumstation geboren).

Die andere ebene des Comics ist natürlich die Gefühlswelt von Leia Organa und ihr Pflichtgefühl. Die Generäle der Rebellion wollen Leia schonen, da sie zu trauern habe und die Untergebenen nennen sie hinter ihrem Rücken „Eisprinzessin“, weil sie genau eben das nicht tut. Dabei arbeitet der Comic sehr schön heraus, dass das Pflichtgefühl der Prinzessin von Alderaan hier stärker ist. Ihr Vater hat ihr beigebracht, dass sie dafür verantwortlich ist, dass Alderaan überlebt und natürlich hat sie das Gefühl, versagt zu haben. Letztlich muss sie lernen, dass eine Kulter mehr umfasst als der Boden, auf dem man lebt. Mit der Pilotin Evaan verbindet sie am Anfang nicht viel, Leia braucht Hilfe für ihren Plan und der Plan gefällt Evaan, das ist alles. Evaan hält Leia ebenfalls für eine „Eisprinzessin“. Doch ihr Handeln und die Entwicklung im Lauf der Geschicht überzeugt Evaan von Leias starkem Charakter und ihrer Motivation.

Der Comic war sehr gelobt worden für diese Darstellung von Leia Organa und ich kann dem nur zustimmen. Das neue Expanded Universe soll einen tieferen Einblick in die Charaktere bieten, und das erfüllt diese Geschichte voll und ganz. Der Fokus wird auch ganz auf Leia gelegt, Han kommt nur bei der Ehrenzeremonie vor und Luke spielt am Rande eine Rolle. Sobald Leia mit Evaan unterwegs ist, sind die beiden Frauen der Mittelpunkt der Handlung. Es handelt sich dabei auch um ein perfektes Bindeglied zwischen dem Ende von Episode IV und dem ersten Heft der neuen Comicreihe. Die Geschichte beginnt genau genommen noch am Ende von Episode IV, auf den ersten Bildern des Comics sehen wir, wie Han Solo und Luke Skywalker bei der Ehrung ihre Medaillen umgehängt bekommen. Von hier aus geht die Handlung direkt weiter.

Wer STAR-WARS-Fan ist und ihn noch nicht hat, sollte sich diesen Comic unbedingt noch zu Gemüte führen.

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STAR WARS Comics Nr. 8: Showdown auf dem Schmugglermond

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen. Als Konsequenz muss er sich gegen verschiedenste mit Technoimplantaten versehene Lebewesen durchsetzen, um zu beweisen, dass er weiterhin würdig ist.
Leia Organa und Han Solo sind auf der Suche nach einem neuen Versteck für die Rebellen auf Solos angebliche Ehefrau Sana gestoßen, die eine Belohnung kassieren will und das Imperium auf die Spur von Leia gebracht hat.
Luke Skywalker will den Jeditempel auf Coruscant aufsuchen in der Hoffnung, dort mehr über die Jedi zu erfahren. Er fliegt deswegen zum Schmugglermond Nar Shadda, wo er hofft, einen Piloten zu finden. Doch die Aktion läuft schief: Die Schmuggler wollen ihn ausrauben und töten – und ganz besonders haben sie es auf sein Lichtschwert abgesehen…

„Chewbacca sagt… wir werden sofort aufbrechen. Ich bitte um Verzeihung… ‚WIR‘? Du meine Güte!“
– C3PO

Luke verfolgt auf Nar Shadda einen Dieb, der sein Lichtschwert gestohlen hat. Es gelingt ihm tatsächlich, diesen einzuholen und er bekommt sein Eigentum zurück. Allerdings ist er auf der Verfolgungsjagd im Huttenviertel gelandet und Grakkus der Hutte nimmt ihn gefangen. Grakkus ist fasziniert von der Jedikultur und hat allerhand Artefakte gesammelt. Deswegen ist er auch so erpicht auf Lukes Schwert. Aber noch mehr schätzt er ein großes Spektakel. Deswegen lässt er Luke zu einer Art Gladiator ausbilden, der in der Arena im Kampf mit dem Lichtschwert sterben soll.

Han Solo überzeugt Sana indessen, dass es eine blöde Idee war, das Imperium herzuholen, da auch er auf der Liste der Meistgesuchten steht. Da Sana zuvor das Schiff, mit dem er und Leia hergekommen waren, zerstört hat, bleibt den dreien nur die Flucht in Sanas Schiff. Diese Flucht führt mitten durch eine imperiale Blockade hindurch.

Die Rebellenflotte hat indessen einen Notruf empfangen: R2D2 hat gemeldet, was auf Nar Shadda passiert ist. Die Rebellen können aber niemanden zu Rettung von Luke Skywaker hinschicken. Da meldet sich Chewbacca freiwillig…

Rezension

Nach dem kleinen Tiefpunkt der vorigen Ausgabe wird die Geschichte endlich wieder spannend. Der ständige Schlagabtausch zwischen Han und Sana nervt zwar immer noch (und es wird auch immer noch nicht erklärt, wer Sana wirklich ist), dafür kommt durch die Flucht vor dem Imperium endlich Bewegung in die Geschichte. Lukes Handlungsstrang behandelt eine Lücke, die zwischen Episode IV und V entstanden ist: Obi-Wan konnte ihm in Episode IV nur eine rudimentäre Ausbildung geben, trotzdem ist er in Episode V recht gut in Form. Er bekommt auf Nar Shadda ein Training, um in der Arena zu bestehen. Und diese Handlung ist noch nicht abgeschlossen.

Ein Lächeln konnte ich mir am Ende des Heftes nicht verkneifen, denn da taucht jemand auf, über den nicht alle Leser begeistert sein dürften: Ein Gungan! Nein, es ist nicht Jar Jar Binks, aber es ist ein Gungan. Wer micht kennt, weiß, dass ich die harsche Kritik an den Prequels nicht teile und ich es schade fand, dass man von den Gungans kaum noch was zu sehen bekam. Gerade so, als wären sie „Personae non grata„. Es ist schön zu sehen, dass sie auch im Zeitalter der „klassischen“ Trilogie noch da sind.

Abschließend bleibt mir zu sagen, dass es sich um eine im großen und ganzen gelungene Episode handelt, auch wenn der im Titel angekündigte eigentliche „Showdown“ wohl erst im nächsten Heft stattfindet.

STAR WARS Comics Nr. 7: Showdown auf dem Schmugglermond

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen. Als Konsequenz muss er sich gegen verschiedenste mit Technoimplantaten versehene Lebewesen durchsetzen, um zu beweisen, dass er weiterhin würdig ist.
Luke Skywalker ist auf der Suche nach mehr Wissen über die Jedi und hat auf Tatooine Kenobis Aufzeichnungen über dessen Aufenthalt dort gefunden. Dabei ist er einem Kopfgeldjäger namens Boba Fett über den Weg gelaufen.
Leia Organa und Han Solo sind auf der Suche nach einem neuen Versteck für die Rebellen auf einem abgelegenen Planeten gelandet. Unglücklicherweise wurden sie aufgespürt, und zwar von einer Frau, die behauptet, mit Han Solo verheiratet zu sein…

„Tötet ihn. Raubt ihn aus. Verfüttert ihn an die Kraken“.
– ein nicht gerade herzlicher Empfang für Luke Skywalker auf Nar Shadda

Luke studiert eine Art Tagebuch von Obi-Wan Kenobi über dessen Aufenthalt auf Tatooine und stößt dabei auf eine Geschichte, die auch ihn selbst betrifft. Einem Hinweis folgend will er daraufhin zum Jeditempel auf Coruscant, in der Hoffnung, dort etwas zu finden, was ihn in seinen Studien weiterbringt. Luke folgt dabei einen gelinde gesagt etwas naiven Plan: Er braucht einen unerschrockenen Piloten, um ihn nach Coruscant zu bringen, wo sich nun das Herz des Imperiums befindet. Also steuert er den Schmugglermond Nar Shadda an. Der Plan geht schief, da jeder auf einmal hinter Luke her ist, vor allem, als sie sehen, dass er ein Lichtschwert hat…

Leia und Han bekommen noch mehr Schwierigkeiten. Zunächst gibt es einen unfreundlichen verbalen Schlagabtausch zwischen Han und seiner (angeblichen?) Ehefrau Sana, dann kommt auch noch das Imperium auf ihre Spur…

Rezension

Der Comic lässt etwas nach, was die Geschichte betrifft, aber vielleicht bin das nur ich. Ich finde die Teile mit Han Solos Ehefrau Sana einfach nur in die Länge gezogen. Ein bisschen erinnert es zudem an das sinnlose Gespräch in der „Argument Clinic“ im gleichnamigen Monty-Python-Sketch und geht ungefähr so: „Ich bin seine Frau.“ – „Nein, bist Du nicht!“ – „Du hast mich abgezockt!“ – „Nein, hab ich nicht!“ Und so weiter. Ich fand die Idee schon lahm, jemand auftauchen zu lassen, der behauptet, Solos Frau zu sein. Leider ist das ganze bisher nicht sonderlich gut ausgearbeitet. Die Geschichte um Darth Vader ist da das genaue Gegenteil: Obwohl wir ja wissen, dass Vader in Episode V wieder die Gunst des Imperators haben wird, ist es spannend zu sehen, wie Palpatine Vader manipuliert und was er alles unternimmt. Und man stellt sich die Frage, was genau passieren wird, damit der Ausgangspunkt von Episode V erreicht wird. Bei der Geschichte um Sana Solo habe ich allerdings leider eher dieses „Wann ist es endlich vorbei?“-Gefühl. Denn es wird vorbei sein und mit ein wenig Glück sehen wir Sana nie wieder.

Der Skywalker-Plot ist wiederum recht interessant, auch wenn ich sein Vorgehen ziemlich naiv finde. Aber auf der anderen Seite, Luke ist erst Anfang zwanzig, er stellt sich manche Dinge eben einfacher vor, als sie in Wirklichkeit sind.

Damit ist dieses Heft von der Geschichte her durchmischt. Den Anfang mit einem Obi-Wan-Abenteuer und Lukes Flug nach Nar Shadda ist interessant, die Geschichte um Leia, Han und Sana nervtötend. Bleibt nur zu hoffen, dass der Handlungsstrang möglichst schnell beendet wird.

STAR WARS Comics Nr. 6: Darth Vader

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen, da der Todesstern zerstört wurde und es den Rebellen außerdem noch gelungen ist, einen wichtigen Industriekomplex des Imperiums lahmzulegen. Vader bekommt Großgeneral Tagge als Aufpasser vor die Nase gesetzt und bemerkt, dass der Imperator Geheimnisse vor ihm hat. Er baut heimlich eine Privatarmee aus Droiden auf, die er sich mit Hilfe der Archäologin Aphra von Geonosis besorgt. Unterstützt wird er von den Folterdroiden BT-1 und Triple-Zero. Gleichzeitig schickt er einen Kopfgeldjäger, einen gewissen Boba Fett, los, um etwas mehr über den Piloten in Erfahrung zu bringen, der den Todesstern zerstört hat…

„Ich bin Tripel-Zero und ich diene der… oh, verflixt! So viele Sprachen. Wie heißt das Wort noch gleich? – Ach ja, genau das. Danke BT. Ich diene der Ablenkung!“
– Tripel-Zero

Darth Vader hat seine Privatarmee aufgestellt. Triple-Zero hat einen Vertrauten des Imperators gefoltert und so den Standort einer Raumstation erfahren. Dort soll auf des Imperators Geheiß irgendeine Aktion vorbereitet werden. Vader vermutet, dass es um beziehungsweise gegen ihn geht. Mit seiner Droidenarmee überfällt er die Station, als er unerwartet auf ziemlich heftigen Widerstand stößt. Ihm stellen sich Leute in den Weg, die zwar geschickt im Kampfstil der Jedi sind, aber nicht oder nur schwach in der Macht begabt. Wie sich herausstellt, sucht der Imperator nach mehr als nur einem Ersatz für Vader – er sucht einen Ersatz, der genauso skrupellos und grausam ist wie ein Lord der Sith, ohne allerdings stark in der Macht zu sein. In der Station wurden verschiedene Lebewesen mit Technik und Technoimplantaten darauf trainiert, diese Rolle auszufüllen. Vader ist entsetzt, der Imperator hocherfreut…

Rezension

Diese Folge schlägt ein weiteres dunkles Kapitel auf. Na gut, was will man erwarten, wenn es um die Sith geht? Hier wird die Skrupellosigkeit von Imperator Palpatine nochmal deutlich: Er will zum Ziel kommen. Wenn Vader ihm nicht mehr nützlich sein kann, wird er ersetzt, im Zweifel auch durch eine Kampfmaschine ohne Machtbegabung. Genau genommen ist das sogar ein raffinierter Schachzug. Palapatine hat ja – in Episode III – die Geschichte von Darth Plagues erzählt, der von seinem Schüler ermordet wurde. Sollte der Imperator einen Ersatz für Vader finden, der nicht machtbegabt ist, droht ihm dieses Schicksal zumindest mal nicht, da er in der Hinsicht der Überlegene bleibt. Wenn es aber Vader gelingt, über die anderen Kämpfer zu triumphieren, ist jener nach den Rückschlägen wieder zu alter Form aufgelaufen und wieder nützlich. Palpatine ist immer noch der alte Ränkeschmied aus den Prequels. Ein interessanter Faktor kommt durch Boba Fett hinzu: Nicht nur dass wir durch die Comics jetzt wissen, wie Vader Fett kennengelernt hat – zumindest auf Kopfgeldjägerebene, er ist Boba ja in Episode III auch schon mal kurz auf Geonosis begegnet -, er bringt auch die Kunde, wie der Name des Piloten lautet, der den Todesstern zerstört hat. Und das ist eine Tatsache, die Vader wiederum vor dem Imperator geheim hält. Es bleibt weiterhin spannend, wie das alles auf Episode V zuarbeitet.