G8 in Heiligendamm: Wo ist die Republik?

„Dass es noch Sklaverei gibt… die Anti-Sklaverei-Gesetze der Republik besagen…“
„Die Republik existiert hier draußen nicht!“
(Die Politikerin Padmé Amidala wird von Shmi Skywalker auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt in STAR WARS Episode I: Die dunkle Bedrohung)

Zunächst einmal danke für die freundlichen Kommentare auf den ersten Beitrag über den G8-Gipfel (Beitrag steht hier!). Dabei wurde ein wenig erstaunt festgestellt, wie gut doch die STAR-WARS-Zitate auf manche Situation passen. Ja, das tun sie, denn auch STAR WARS erzählt irgendwie vom Leben. Man darf nur nicht den Fehler machen, nach platten Gleichsetzungen zu suchen, also zum Beispiel „Imperator = Hitler und Imperium = 3. Reich“. Zwar mag vieles von historischen Begebenheiten inspiriert sein, aber letzten Endes ist es doch eine ganz andere Geschichte, in deren Verlauf sehr viele verschiedene Wahrheiten gesagt werden.

Wie zum Beispiel das Zitat oben. Wie ich darauf komme? Nun, Shmi Skywalker lebt auf Tattoine, einem Planeten des so genannten „Outer Rim“, oder Deutsch gesagt, in der „Randzone“. Heiligendamm liegt auch in einer „Randzone“, und als ich heute einen Bericht über die Gefangenensammelstelle Rostock las, kam mir das Zitat in den Sinn: „Die Republik existiert hier draußen nicht.“ Zwar geht es nicht um Sklaverei, sondern um die Behandlung von festgenommenen, trotzdem muss man sich fragen, ob das wirklich unsere Republik ist, wenn Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht werden, in dem 24 Stunden am Tag das Licht an ist (Klimaschutz??) und genauso lange Videoüberwachung herrscht; wenn es Anwälten unmöglich gemacht wird, mit ihren Mandanten zu sprechen und diese nicht einmal nach draußen telefonieren dürfen. Ein ausführlicher Bericht der „Tagesschau“ steht hier. Vielleicht mögen diese Menschen Straftaten begangen haben, aber deswegen haben sie trotzdem noch Rechte.

Und gern weise ich hier nochmal auf das Gipfelblog hin. Während ich über tausend Kilometer von Heiligendamm entfernt die Ereignisse nur aus zweiter Hand kommentieren kann, gibt es hier Infos, Ereignisse und Erlebnisse „frisch vom Tisch“.

Nachtrag: Inzwischen gibt es noch mehr Berichte über die so genannten „Gefangenensammelstellen“, auch mit Foto des „Käfigs“. Beiträge stehen im Gipfelblog, bei netzpolitik.org und indymedia. Wer noch weitere Berichte findet, kann diese per Kommentar an diesen Beitrag anfügen.

G8 in Heiligendamm: Sinn, Wahrheit, Realität und Standpunkte

„Warum hast Du mir das verschwiegen? Du hast mir erzählt, (Darth) Vader hätte meinen Vater verraten und ermordet!“
„Dein Vater wurde von der dunklen Seite der Macht verführt. Er war nun nicht mehr Anakin Skywalker, er wurde Darth Vader. Als das geschah, war der gute Mann, der Dein Vater einst war, vernichtet. Ich habe Dir also die Wahrheit gesagt… von einem gewissen Standpunkt aus.“
„Von einem gewissen Standpunkt aus?“
„Luke, auch Du wirst noch lernen, dass viele Wahrheiten, an die wir uns klammern, von unserem persönlichen Standpunkt abhängig sind.“
(Obi-Wan Kenobi und Luke Skywalker diskutieren über die Wahrheit der Aussage, dass Darth Vader Anakin Skywalker getötet habe, obwohl beide ein- und dieselbe Person sind in STAR WARS Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter.)

Zurzeit treffen sich die so genannten „G8-Staatschefs“ in Heiligendamm an der Ostsee. Das ist soweit jedem bekannt. Wem es nicht bekannt ist, der muss die letzten Tage und Wochen in einer zugenagelten Kiste mitten in der Wüste Gobi zugebracht haben. Der Berichterstattung darüber konnte man nicht entkommen, in keinem Medium. Berichtet wurde über die Sicherheitsmaßnahmen und darüber, wie Leute dagegen demonstrieren wollen. Das wirft die Frage auf: Worum geht es bei G8 eigentlich von der Sache her? Die Tatsache, dass diese Gipfeltreffen die so genannten „Globalisierungsgegner“ auf den Plan ruft, lässt vermuten, dass es damit etwas zu tun hat. Gleichzeitig wird aber immer wieder betont, die G8 wären keine „Weltregierung“.

Das wäre auch etwas zu viel verlangt. Zur G8 gehören die USA, Japan, Russland, Kanada, Frankreich, Italien, Großbritannien und Deutschland. Insgesamt vereinen diese 8 Länder 63 % der weltweiten Wirtschaftskraft, obwohl in ihnen nur 13 % der weltweiten Bevölkerung lebt. Dass diese „Großen 8“ trotzdem Entscheidungen treffen, die Konsequenzen für den ganzen Planeten haben, ist einer der Hauptkritikpunkte der Gegner. Aber wird bei dem Gipfel überhaupt etwas entschieden? Nicht so richtig, denn in vielen Punkten – Umweltschutz, Hedgefonds und einige andere – sind die Differenzen so groß, dass man nicht allzu viel erwarten kann und es Leute gibt, die jetzt schon davon reden, das der Gipfel gescheitert sei.

Entsprechend gibt es politisch interessierte Leute, die sich gegen den G8-Gipfel zur Wehr setzen mit Hilfe ihres verbrieften Rechts auf freie Meinungsäußerung. Sie wollen ihren Standpunkt klarmachen. Leider sind da – wie zum Beispiel auch im Fußball – Menschen dabei, die diese Gelegenheit einfach nutzen wollen, ihren unterdrückten Aggressionen freien Lauf zu lassen. Und schon geraten wir in den Sog von Ereignissen, die erneut die Frage nach Wahrheit stellen. Denn in Rostock kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und der Polizei. Hinterher wurde groß über diese Auseinandersetzung in den Medien berichtet, obwohl einige Leute, die vor Ort waren, diese Demonstration ganz anders erlebt haben (wie zum Beispiel hier beschrieben). Und was die Zahl der Verletzten betrifft, so muss sogar von offizieller Seite zurückgerudert werden (wie der NDR hier berichtet).

Der merkwürdige Nachgeschmack der Sache ist jedoch eine Meldung, und die kam nicht von irgendwem, sondern von „der“ Presseagentur in Deutschland schlechthin, nämlich der „Deutschen Presseagentur“, kurz „dpa“. Ein Globalisierungsgegner mit Namen Walden Bello soll demnach gesagt haben: „Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir gar nichts.“ Das Zitat diente daraufhin verschiedenen anderen Medien (Bild, Spiegel Online, B.Z., weitere Berichte der dpa, Stuttgarter Nachrichten, diverse Schweizer Zeitungen, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Kölnische Rundschau sowie diverse Blogs) als Mittel, um zu widerlegen, den Demonstranten gegen den G8-Gipfel ginge es um friedliche Demonstrationen, sondern dass die Krawalle von den Rednern auch noch angestachelt worden seien.
Dass Walden Bello in Wirklichkeit etwas ganz anderes gesagt hat, nämlich: „Vor zwei Jahren hat es geheißen: Wir sollen den Krieg nicht in die Diskussion mit reinbringen. Wir sollen uns nur auf Armutsbekämpfung konzentrieren. Aber ich sage: Wir müssen den Krieg hier mit reinbringen. Denn ohne Frieden kann es auch keine Armutsbekämpfung geben.“, wird nur in einem kurzen Clip auf myvideo.de dargestellt. Es dauert drei Tage, bevor die dpa sich korrigiert (Stefan Niggemeier dokumentiert die Ereignisse hier sehr schön und deutlich). Eine ehemalige Mitarbeiterin der dpa, Christiane Link, veröffentlich daraufhin ihre Einschätzung und stellt dar, dass den Korrespondenten der dpa keine Alleinschuld trifft. Jeder Journalist hätte die Meldung überprüfen können, vor allem, da sie kurz nach den Ereignissen bereits im Internet in Blogs kursierte und hier auch darauf hingewiesen wurde, was Bello wirklich gesagt hatte (ihr Bericht steht hier). Sie findet nicht so sehr die – trotzdem problematische – Falschmeldung der Agentur bemerkenswert, sondern mehr, mit welcher blinden Gläubigkeit sie übernommen und von niemandem angezweifelt wurde, obwohl doch in Heiligendamm eine ganze Horde von Journalisten sitzt, die sich ihr eigenes Bild hätten machen oder im Zweifelsfall im Internet hätten nachschauen können.
Das ganze treibt noch seltsamere Blüten. Wie „Taxman Tom“ feststellt, geht es inzwischen so weit, dass sich Blogs mit dem „Schwarzen Block“ solidarisieren und ganz unverblümt die Ansicht verkünden, Gewalt gegen den Staat / die G8 / Sachen, die mir nicht gehören / Leute, die nicht ich sind sei nicht nur legitim, sondern notwendig (Taxman bezieht hier seine Position gegen die Gewaltsympathisanten).

Die ganze Sache ist nicht einfach, aber sie wird einfach gemacht, indem sie einfache Dinge reduziert wird. Man redet lieber in Schlagworten, sehr gerne von der „Gesellschaft“, die besser werden soll. In Science-Fiction-Geschichten, die in einer weit entfernten Zukunft spielen, gab es meistens ein traumatisches Ereignis, das die Menschheit schlagartig besser machte (Dritter Weltkrieg, Großdiktatur oder ähnliches). In der Realität ist es sehr viel schwieriger. Viele Standpunkte, viele Wahrheiten und vieles sehr unangenehm. Wie uns zum Beispiel das Gipfelblog an dieser Stelle darauf hinweist, dass wir uns gerne selbst als „Umwelt-Gutmenschen“ sehen, obwohl wir uns in vielen Dingen völlig anders verhalten und es nicht einmal merken. Mit seiner facettenreichen Berichterstattung ist das Gipfelblog daher auch sehr lesenswert. Denn es vermittelt nicht nur eine Sichtweise, sondern viele. Genau das ist das Schwierige, diese vielen Sichtweisen unter einen Hut zu bringen, die vielen verschiedenen Wahrheiten zu berücksichtigen, so dass sich ein großes Ganzes ergibt. Ob dem G8 das gelingt, muss sich zeigen. Nicht nur heute oder in einer Woche, sondern in den kommenden Jahren.

Sehr schön wäre es natürlich, wenn in ungefähr 50 Jahren in einem Geschichtsbuch stehen würde: „Beim G8-Gipfel 2007 im deutschen Heiligendamm wurde ein Durchbruch geschafft, der eine Entwicklung einleitete, die der Menschheit seither Frieden und steigenden Wohlstand bescherte.“ So wird es aber definitiv nicht sein. Denn das klingt sehr nach einer einfachen Lösung, wie man sie in einem Zukunftsroman verwenden könnte. Außerdem geben wir damit zu viel Verantwortung an einige wenige Leute ab. Das darf nicht sein, denn damit würden wir es uns viel zu bequem machen. Wir sind gefragt.

„Ich glaube nicht, dass das System funktioniert.“
„Wie würdest Du es Dir denn vorstellen?“
„Wir brauchen ein System, in dem die Politiker sich zusammensetzen und ein Problem besprechen, sich darauf einigen, was das beste für das gesamte Volk ist und es dann tun.“
„Das ist genau das, was wir machen. Das Problem ist nur, dass oft keine Einigkeit erzielt wird.“
„Nun, dann sollte man es eben erzwingen.“
„Wer denn? Wer sollte sie dazu zwingen?“
„Weiß ich nicht. Irgendjemand.“
„Du?“
„Ich meine nicht mich.“
„Aber irgendjemand.“
„Jemand, der weise ist.“
„Das hört sich sehr nach einer Diktatur für mich an.“
„Na ja. Wenn es funktioniert…“
(Anakin Skywalker und Padmé Amidala diskutieren über Demokratie und eine „alternative Regierungsform“ in STAR WARS Episode II: Der Angriff der Klon-Krieger)

Nachtrag: Das erste Treffen der “Neuzeit”

So, jetzt gibt es noch etwas nachzuholen, und zwar eine kleine Vermeldung zun ersten Treffen der „Neuzeit“, wie es scherzhaft jemand genannt hat. So langsam kommt der SF-Treff Bodensee wieder auf die Beine.

Am 31. Mai / 1. Juni 2007 trafen sich SF-Fans aus der ganzen Bodensee-Region. Da die Fans aus insgesamt 4 Ländern kamen (D, A, CH und F!), war der Ort für dieses Treffen sicherlich richtig gewählt: der EUROPA-PARK in Rust. Wir hatten einen angenehmen Aufenthalt, auch wenn er für manche wegen eines abendlichen „Beinahe-Hotelbrands“ fast zu einem Abenteuer ausgeartet wäre. Darum merke: Wenn Dir drei mit Atemschutz bewaffnete Feuerwehrleute mit laufender Kettensäge in einem Treppenhaus entgegenkommen, solltest Du Dir Gedanken machen.

Davon abgesehen waren die zwei Tage sehr gelungen, wir entdeckten Atlantis und etliches mehr. Zu Mittag wurde am ersten Tag der griechische Imbiss ausprobiert, am zweiten das Schlossrestaurant „Balthasar“.

Nun liegt es an den Teilnehmern, aus dieser Veranstaltung wieder eine regelmäßige zu machen. Der Anfang ist immerhin getan!

ICN Links: dieGesellschafter.de

Vor über einem Jahr, im März 2006, ging das Gesellschafter-Projekt online. Es bietet der Zivilgesellschaft vielfältige Möglichkeiten der Diskussion, der Vernetzung und des Engagements. Fast eine Million Menschen haben das Projekt bereits im Internet besucht, ihre Diskussionsbeiträge würden ausgedruckt mehr als 10 000 Buchseiten füllen. Die Sammlung bietet keine Gebrauchsanweisung für richtige oder falsche Politik, aber sie erlaubt einen tiefen Blick in das Reservoir utopischen Denkens in unserer Gesellschaft – und zeigt die Bereitschaft, sich für eine bessere Welt auch zu engagieren.

Die rund 5.000 positiven Beschreibungen einer idealen, friedlichen Gesellschaft bilden das Herzstück des Gesellschafter-Projektes, das die „Aktion Mensch“ im März 2006 gemeinsam mit über 90 Partnern gestartet hat. Denn sie bringen Haltungen, Wünsche, Ziele, Hoffnungen und Sehnsüchte zum Ausdruck, von denen zwar nicht erwartet wird, dass sie sich in ihrer idealen Form realisieren lassen, die aber dennoch gesellschaftliche Wirkung entfalten. In einer Zeit, in der öffentliche Güter und Räume durch umfassende Privatisierungen verloren gehen, in der Medien zunehmend eher wirtschaftliche als publizistische Absichten verfolgen und in der Politiker lieber über Wege als über Ziele reden, bildet die Spiegelung eines gesellschaftlichen utopischen Bewusstseins einen wichtigen Kontrapunkt: „Das Rechte zu finden, um dessentwillen es sich ziemt zu leben, organisiert zu sein, Zeit zu haben, dazu gehen wir, hauen wir die phantastisch konstitutiven Wege, rufen was nicht ist, bauen ins Blaue hinein, bauen uns ins Blaue hinein und suchen dort das Wahre, Wirkliche, wo das bloß Tatsächliche verschwindet – incipit vita nova [das neue Leben beginnt].“, schrieb Ernst Bloch in seiner Einleitung zu „Geist der Utopie“ (1918).

Zur Arbeitsweise des Projektes gehört es, immer wieder Auszüge der online generierten Texte in Offline-Medien zu transferieren, wo sie ihre Wirksamkeit in der „realen“ Welt entfalten können: beispielsweise in der projekteigenen Gesellschafter-Zeitung, die alle zwei Monate erscheint, oder in Anzeigen und auf Plakaten, die für das Projekt und seine Anliegen werben. Im April wird eine neue Phase der Kampagne zum Gesellschafter-Projekt starten, die mit Texten aus dem Netz arbeitet. Und die Antworten auf die Frage „In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?“ sollen als erster Band einer neuen Buchreihe im Herbst erscheinen.

Die Gesellschafter sind im Internet zu erreichen unter www.dieGesellschafter.de.

Es nimmt langsam Formen an…

In der Tat: So langsam nimmt es Formen an. In einem ersten informativen – oder konspirativen? – Treffen online wurde darüber diskutiert, wie man die Öffentlichkeit des WordWideWeb darüber in Kenntnis setzt, wo sie die Science-Fiction- und Fantasy-Fans rund um den Bodensee finden können. Dabei wurde vorgeschlagen, einen Blog-Eintrag zu machen, in dem hauptsächlich Namen genannt werden, Namen von Städten und Regionen. Denn natürlich kann es sein, dass mancher die Suchmaschinen nach Begriffen wie „Science Fiction Fans Bodensee“ absucht, aber einige werden es möglicherweise auch konkreter machen.

Deswegen heute dieser Beitrag, der zum einen eine kleine Beschreibung liefern soll, zum anderen aber auch die Region abstecken. Also – was ist dieses Projekt? Es war, so schien es, ein „süddeutsches Problem“, nämlich gleichgesinnte Fans der Science Fiction zu finden. Und je weiter man in Richtung Süden kam, desto schlimmer wurde es. Die Bodensee-Region, die den südlichsten Punkt bildet, schien gar völlig verwaist. Doch dem ist nicht so! Einiges Fans von Science Fiction und Fantasy, sei es „Star Trek“, „Star Wars“, „Stargate“, „Firefly“, „Babylon 5“, „Raumpatrouille“ oder „Herr der Ringe“ und so weiter, wollen einen regelmäßigen Treff abhalten. Mancherorts würde man es ein Trekdinner nennen, aber wie gesagt, es ist offen für alle Fans. Wer sich angesprochen fühlt oder diesen Beitrag sogar durch eine Suchmaschine gefunden, weil er nach einem der weiter unten genannten Regions- oder Ortsnamen gesucht hat, kann sich bei uns einfach per Mail melden. Die eMail-Adresse findet sich im Impressum. In diesem Blog informieren wir regelmäßig über weitere Ereignisse, stattgefundene Treffen und eventuell Termine für die Zukunft.
Nun aber die Region: Als Region wollen wir grob den „Großraum Bodensee“ definieren (eben weil die Fan-Dichte nich so hoch ist), aber sollten es mal sehr viel mehr Leute werden, kann man ja immer noch über regionale, kleinere Treffs nachdenken. Erst einmal müssen die Fans gefunden werden. Der „Großraum Bodensee“ ist dabei nicht beschränkt auf Deutschland (auch wenn das hier eine de-Domain ist), sondern Österreich und die Schweiz, die ja auch an den Bodensee angrenzen, sind auch angesprochen.

Damit sind schon mal die Länder erwähnt. Gehen wir nun in die kleineren Regionen, die Bundesländer oder Kantone, wie man in der Schweiz sagt. Diese sind Vorarlberg, Sankt Gallen, Thurgau, Schaffhausen, Konstanz, Tuttlingen, Sigmaringen, Bodenseekreis, Ravensburg und Lindau.

Die flammende Spur

In der Serie „Monty Python’s Flying Circus“ gab es eine Folge mit Sketchen, in denen spezielle Nachrichten gezeigt wurden, Nachrichten für Papageien, Nachrichten für Koalas und so weiter. Die Nachrichten gingen alle ungefähr so:
„Kein Papagei wurde verletzt bei einem Eisenbahnunglück nördlich von London…“

Stefan Niggemeier untersucht in seinem Blog in dem Beitrag „Ein Anschlag auf Diekmanns Kindersitze?“ die merkwürdige Betonung in einigen Agenturmeldungen über den Brandanschlag auf das Auto des Bild-Chefs Kai Diekmann, dass in dem Auto Kindersitze und ein Kinderwagen verbrannt (oder beschädigt worden) seien und stellt die berechtigte Frage, welche Relevanz die Kindersitze in den Meldungen haben. Der Brandanschlag an sich ist schon verurteilenswert genug, wozu also diese besondere Note?
Bekommen wir analog zu den oben zitierten Sketchen von Monty Python vielleicht in Zukunft solche Meldungen zu hören: „Bei den Krawallen gingen fünf Autos in Flammen auf. Zum Glück befanden sich in keinem davon Kindersitze!“?

Das Satire-Magazin „Titanic“ hat übrigens eine ganz eigene Erklärung für den Brand gefunden…