Gerade haben wir mit dem Umzug des STAR COMMAND Blogs begonnen. Früher nannte man das „Flaggday“. Ist das heute immer noch so? Und auch wenn es arg selbstreferenziell ist, werden wir hier über die Fortschritte der Arbeiten berichten!
Jahrestag: Jüdisches Neujahr 5768
Unsere kleine Serie, die im Januar diesen Jahres begann, hat zwangsweise eine kleine Pause machen müssen. Das lag nicht an uns, sondern vielmehr an der Tatsache, dass in der Zwischenzeit keine Neujahrstermine mehr waren. Heute ist wieder einer, und zwar das jüdische Fest „Rosch ha-Schana“, das jüdische Neujahr.
Da der jüdische Kalender lunisolar, also an Sonne und Mond ausgerichtet ist, stimmt das Neujahr nicht mit der christlichen Zeitrechnung überein. Laut der Jahreszählung schreibt man im jüdischen Kalender nun das Jahr 5768. Diese Rechnung basiert auf Angaben aus der Bibel und der Tora, nach denen im Jahr 359 berechnet wurde, wann Gott die Erde erschaffen hat. Das Ergebnis war, dass dies im Jahr 3761 vor Christus gewesen sein musste. Diese Definition setzte sich allerdings endgültig erst im 11. Jahrhundert durch.
Die Wissenschaft sagt natürlich etwas anderes, aber schon beim christlichen Kalender, der das Jahr von Christi Geburt vermutlich 5 bis 7 Jahre falsch datiert, haben wir bemerkt, dass Religion noch nie eine exakte Wissenschaft war. Nun, bevor dieses Jahr vorüber ist, haben wir noch einen Jahreswechsel zu vermerken, der auch stellvertretend für einige andere Zeitrechnungen stehen soll. Wir werden zu diesem Zeitpunkt anmerken.
CSI NY: Start von Staffel 3 im deutschen Fernsehen
Als zweite Serie des „C.S.I.“-Kosmos ist diese Woche „CSI: New York“ in die dritte Staffel im deutschen Fernsehen gestartet. Sinnigerweise, möchte man hinzufügen, denn die ursprüngliche Serie „CSI“ startet als letztes mit neuen Folgen. Während „CSI: Miami“ die Schnitttechnik in Richtung „24“ entwickelt hat (mit Bild im Bild oder geteiltem Bildschirm), hat sich bei „CSI: NY“ auch etwas getan. Die Schnitte sind hektischer und es wird viel mehr mit Stadtpanoramen von New York gearbeitet.
„Feier Fall“ heißt der Auftakt der neuen Staffel und gleich als erstes wird der Zuschauer vor vollendete Tatsachen gestellt, was Mac Taylors Liebesleben betrifft. Er hat eine Freundin, die neue Gerichtsmedizinerin Doktor Peyton Driscoll (dargestellt von Claire Forlani). Die beiden begegnen sich dann auch gleich an einem Tatort, ein Mann wurde mit einem Schlüsselanhänger auf der Brooklyn Bridge erstochen. Dieser Mann wollte offenbar jemand einen Heiratsantrag machen, dummerweise passt der Ring nicht zur Größe des Ringfingers seiner Verlobten. Währenddessen sind Messer und Hawkes in der Wohnung eines reichen Partygirls. Diese wurde zu Tode geprügelt, merkwürdigerweise stecken ihre Hände in Sofakissen…
Bei „CSI: NY“ bleibt man beim Staffelauftakt dem Bewährten treu: dem CSI-Schema von zwei Fällen, die parallel bearbeitet werden, aber sonst nichts miteinander zu tun haben. Und die Autoren haben nichts verlernt. Beide Fälle sind spannend erzählt und haben eine unerwartete Auflösung. Erfrischend ist, dass die Beziehung zwischen Taylor und Driscoll zwar thematisiert wird, es aber nicht darauf hinausläuft, dass die zwei mehrere Folgen lang darüber diskutieren, ob die Beziehung zu einem Arbeitskollegen die Professionalität gefährdet, sondern es – zumindest für den Moment – in dieser Folge abgehandelt wird. Nett ist der Einfall mit Don Flack, der am Tatort Kollegen von seinen in der Folge zuvor erlittenen Verletzungen erzählt und damit aufgezogen wird, er würde das nur machen, um Telefonnummern zu sammeln.
Im Zuge des geänderten Schnitts ist dieser allerdings ein wenig hektisch geworden. Positiv ist mir aufgefallen, dass immer dann, wenn die Ermittler im Gespräch den Namen eines Verdächtigen erwähnen, dieser kurz gezeigt wird, was die Geschichte etwas übersichtlicher macht. Mein persönliches Fazit: die Serie entwickelt sich. Ich bin gespannt, wie es jetzt weitergeht, da wesentliche offene Handlungsstränge (wie der Vergewaltiger aus Staffel 1, der in Staffel 2 Aiden umgebracht hat) ja schon abgeschlossen wurden. Und nachdem er nun mit Driscoll zusammen ist, haben sich frühere Handlungen um Taylors Treffen mit Frauen auch erledigt. Mal sehen, wie es weitergeht…
„Du darfst den Beweisen nicht vorgreifen!“
Mac Taylor
Raumfahrt zum Anfassen: Offene Türen im EAC in Köln
Am Sonntag den 16. September 2007 öffnet das Europäische Astronautenzentrum (ESA/EAC) dem Publikum wieder seine Türen. Im Rahmen des vom DLR veranstalteten „Tags der Luft- und Raumfahrt“ bietet das EAC an diesem Tag von 10 Uhr bis 18 Uhr die Möglichkeit, einen einmaligen Blick hinter die Kulissen des ESA-Astronautentrainings zu werfen.
Vertreter der verschiedenen Abteilungen des EAC präsentieren ihre Arbeit und geben den Besuchern einen exklusiven Einblick ins Astronautentraining dank der Trainingsmodule des Europäischen Raumlabors „Columbus“ und des Automatischen Transferfahrzeugs ATV.
Das Rahmenprogramm enthält viele Attraktionen wie die Besichtigung des 10 Meter tiefen Tauchbeckens, das der Ausbildung der Astronauten für Außenbordaktivitäten dient, exklusive 3D-Shows, ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Expertentalks und Videosequenzen zu Themen wie: Raumfahrtmedizin, Astronautentraining, Essen und Trinken im All, mit der Teilnahme Europäischer Astronauten wie Ulf Merbold, Jean-François Clervoy, Thomas Reiter, Gerhard Thiele, Michel Tognini, Reinhold Ewald, André Kuipers, Roberto Vittori, etc.
Weitere Details zum Event und Bilder unter:
Monty Python’s Spamalot – Das Musical
„Once in every show there comes a song, that goes like this…“
(aus Monty Python’s Spamalot)
Den Film „Monty Python and the Holy Grail“ (deutsch: „Monty Pythons Die Ritter der Kokosnuss“) kennt man ja schon. Die Handlung in Kürze: Arthur, König der Briten, und seine Ritter der Tafelrunde werden von Gott beauftragt, den heiligen Gral zu finden. Und wie es sich für einen Film des Monty-Python-Team gehört, erleben sie dabei recht merkwürdige und für ein Ritterepos unübliche Abenteuer.
Dieser Film wurde von Eric Idle und John DuPrez in ein Musical umgearbeitet. Und ich muss zugeben, dass ich mich von der etwas kontroversen deutschen Kritik habe beeinflussen lassen, deren Tenor war, dass dieses Musical nicht wirklich notwendig gewesen sei. Gut, nach diesem Gesichtspunkt beurteilt: Welches Musical ist dann „notwendig“? Letztlich habe ich mich von der offiziellen Seite (www.montypythonsspamalot.com) überzeugen lassen und das Album gekauft. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Natürlich muss man Englisch können, um dieses Musical richtig genießen zu können, denn die Texte sind teilweise so herrlich absurd, wie es sich für Monty Python gehört. Es ist nicht einfach „nur“ eine Musical-Variante eines bekannten Films, es ist eine völlig neue Version. Eric Idle, der das Buch geschrieben hat, liefert eine Musical-Parodie ab, die Seitenhiebe auf andere Produktionen und die „Musical-Szene“ generell austeilt. Das ganze Musical ist herrlich überzeichnet, etwa wenn die „Lady of the Lake“ ihre Cheerleaderinnen mitbringt oder das Lied „His Name is Lancelot“ im Discostil dargebracht wird.
Monty-Python-Fans werden einige „Klassiker“ wiedererkennen. Natürlich kommt das Lied „Knights of the Round Table“ aus dem Film vor, aber auch der „Finland-Song“ (von „Monty Pythons Sings“) oder „Always look on the Bright Side of Life“ (aus „Das Leben des Brian“). Sogar auf den „Lumberjack-Song“ (aus „Monty Python’s Flying Circus“) wird angespielt. Alle Lieder wurden natürlich neu arrangiert. Die neuen Lieder treffen hervorragend, etwa wenn Galahad und die „Lady of the Lake“ „Once in every Show“ anstimmen, in dem es darum geht, dass es in jedem Musical ein Lied gibt wie dieses, in dem die Stimmung hochgetrieben wird und jeder völlig übertrieben schauspielert. Genauso schön ist „Diva’s Lament (Whatever happened to my Part?)“, in dem sich die Diva darüber beschwert, dass sie im zweiten Akt kaum vorkommt und wohl mal ein Wort mit ihrem Agenten reden müsse. Arthur hat seine große Stunde, als er traurig feststellt „I’m all alone“, während Patsy, sein Diener und Pferdeersatz ihm klarzumachen versucht, dass er eben nicht allein sei. Die definitive Parodie auf die unterschwellige und manchmal mit dem Holzhammer aufgetragene Botschaft einiger Musicals ist aber das Lied „Find your Grail“, in dem es heißt, dass jeder seinen Gral finden müsse. Entsprechend ist die Auflösung des ganzen Plots im großen Finale gestaltet.
Einziges Manko der Show: sie ist in Englisch, wer nicht so fest ist in der Sprache, dem entgeht einiges an den Wortwitzen und von der Handlung sowieso. Man möchte sich fast wünschen, dass „Spamalot“ als nächstes in Stuttgart läuft, allerdings fürchte ich, dass eine deutsche Version kaum machbar ist. Also nehmen wir mit dem Original vorlieb, das ich nicht nur den Monty-Python-Fans, sondern jedem Parodie-Freund nur ans Herz legen kann.
Übrigens: auf der offiziellen Seite gibt es ein paar Videos, mit denen man sich einen Eindruck von der Show verschaffen kann. Die Show läuft zurzeit am Broadway, in Las Vegas und in London. Wer die Gelegenheit hat, sollte sie sich anschauen.
11. September: Journalistische Dramatismen oder: Ist ein Mörder, der am Morden gehindert wurde, ein Mörder?
Heute jährt sich das Attentat vom 11. September 2001 zum sechsten Mal und es gibt inzwischen schon sowas wie eine Redensart, die besagt, dass vermutlich jeder – zumindest in Europa – sich noch genau erinnern kann, wo er an jenem Tag war und was er gemacht hat. Was mich betrifft, so stimmt das. Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass das Attentat zunächst völlig an mir vorbeigegangen ist. Ich saß am Computer und habe geschrieben. Erst ein Anruf meiner Mutter brachte mich darauf, dass da etwas passiert ist. Obwohl sie es mir genau beschrieb, war mir aber die Dimension des Ganzen nicht bewusst, denn ich weiß noch, wie ich im Anschluss an das Telefonat den Fernseher einschaltete mit dem Gedanken, mal zu sehen, ob irgendwo Nachrichten kämen, durch die ich mehr erfahren würde. Dass sämtliche Programme quasi eingestellt worden waren und nur noch über dieses Attentat berichtet wurde, sah ich erst dann.
Medien-Journalist Stefan Niggemeier hat sich bereits gestern schon einen Text vorgenommen, der aber sehr gut zur Thematik rund um „den“ 11. September passt. Er schreibt über eine Kolumne von „WatchBerlin“, die Michel Friedman verfasst hat. Niggemeier stößt sich dabei an den Worten, die Friedman benutzt, wenn er über die verhinderten Attentäter, die die Polizei vor kurzem festgenommen hat, spricht. Friedman bezeichnet sie als „feige, brutale, gemeine Mörder“. Niggemeier fragt (berechtigterweise) nach, ob Friedman nicht bewusst ist, was einen „Mörder“ ausmacht, nämlich dass er einen Mord begangen hat. Die Personen, die von der Kriminalpolizei hochgenommen wurden, sind genaugenommen nicht einmal „Attentäter“, denn zur Ausführung ihres Attentats kam es nicht. Auf „Terroristen“ kann man sich noch einlassen. Aber auch die Adjektive, die Friedman benutzt, geben ein merkwürdiges Bild, denn wenn es „feige, brutale, gemeine Mörder“ gibt, gibt es dann auch „mutige“ oder „sanfte“ Mörder – und wären uns die lieber? Natürlich ist die Frage rhetorisch, denn Niggemeier geht es um einen anderen Zusammenhang. Friedman versucht den Eindruck zu erwecken, als zeichne Besonnenheit seinen Beitrag aus, obwohl die versuchte Steigerung des Begriffes „Mörder“ durch die Adjektive „feige“, „brutal“ und „gemein“ eigentlich sehr hysterisch wirkt und auch ist.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen früheren Beitrag von mir hinweisen, in dem ich mir schon ähnliche Gedanken gemacht habe. Allerdings war es damals in einem anderen Zusammenhang, als ich die Phrase hörte, jemand sei „brutal erschossen“ worden.
Offenbar greift es immer weiter um sich, dass man einen an sich schon brutalen Vorgang durch solche Beifügungen noch dramatischer darstellt. Jemand wurde nicht nur „erschossen“, nein, er wurde auch noch „brutal erschossen“. Aus meiner beruflichen Erfahrung kann ich sagen, sowas wie jemanden „sanft erschießen“ gibt es nicht. „Erschießen“ ist immer brutal. Es soll wohl eine automatische Empörung hergestellt werden. Eine solche Stimmung, wie sie gewisse Leute (zum Beispiel unser Bundesinnenminister) gern ausnutzen, um ihre obskuren Überwachungsgesetze dem Bürger schmackhaft zu machen. Obwohl selbst Friedman in seinem Beitrag den Eindruck zu erwecken versucht, dass er diesen Gesetzen eher skeptisch gegenübersteht, bewirkt seine Wortwahl eher das Gegenteil.
Nachtrag: Der Spiegelfechter hat einen sehr treffenden Kommentar zum 11. September und seinen Konsequenzen geschrieben. Man findet ihn hier. Außerdem hat „Spiegel Online“ den an diesem Tag im ZDF ausgestrahlten Dokumentarfilm „11. September 2001 – Was wirklich geschah“ nicht nur unter die Lupe genommen, sondern virtuell in seine Einzelteile zerlegt. Der Artikel steht hier.
BABYLON 5: Vergessene Legenden – auf DVD
Nun geht es also weiter mit den Geschichten rund um die Raumstation im neutralen Raum. Die „Lost Tales“, die sinnigerweise mit „Vergessene Legenden“ eingedeutscht wurden, sind nun auch in dieser Version auf DVD erhältlich. [Anmerkung: „lost“ ist die Vergangenheitsform von „to loose“ und bedeutet „verloren“ und „tales“ mit „Legenden“ zu übersetzen ist zumindest etwas arg holprig] Nach Auskunft von J. M. Straczynski, dem Schöpfer von BABYLON 5, kam Warner Bros. auf ihn zu, um ein neues Projekt in Angriff zu nehmen. Dabei stand auch ein Kinofilm oder eine neue Serie im Raum. Beides gefiel ihm nicht so sehr; außerdem wollte er volle künstlerische Freiheit und Regie führen. Alles das bekam er. Das Resultat sind nun die „Lost Tales“, ein ganz anderes Konzept.
Die Geschichte: 10 Jahre nach der Gründung der Interstellaren Allianz (in der letzten Staffel von B5) kehrt Sheridan auf die Raumstation zurück, um dort den Jubiläumsfeierlichkeiten als Präsident beizuwohnen. Währenddessen hat Colonel Elizabeth Lochley, die die Station noch immer kommandiert ein besonderes Erlebnis mit einer uralten Macht, die sich auf der Station manifestiert. Und auch Sheridan selbst hat Probleme: der Techno-Magier Galen kommt auf sein Schiff und macht ihm unmissverständlich klar, dass er den Prinzregenten der Centauri töten müsse. Ansonsten würde dieser, wenn er einmal auf dem Thron der Centauri-Republik sitzt, aus Rache für den Tod seines Vaters – Imperator Kathargia – die Erde angreifen und die komplette Bevölkerung töten. Galen arrangiert auch gleich noch eine Möglichkeit für einen tragischen Unfall, denn der Prinzregent begleitet Sheridan nach B5. Sheridan muss eine schwerwiegende Entscheidung treffen…
Man kann mich widerlegen, aber mir kommt das Konzept relativ neu vor. Die beiden Handlungsstränge sind nämlich nicht miteinander verwoben, sondern werden nacheinander erzählt. Deswegen kann man sie auch als zwei Episoden betrachten, und so sind sie auch auf der DVD bezeichnet. Die gesamte Geschichte trägt den Titel „Stimmen aus der Dunkelheit“, die Geschichte um Lochley heißt „Stimmen aus der Vergangenheit“, die um Sheridan „Stimmen aus der Zukunft“. Erstere ist ungefähr 30 Minuten lang, letztere etwas mehr. So gesehen handelt es sich bei beiden Geschichten ungefähr um den Inhalt einer Fernsehepisode ohne B-Story, was das ganze sehr kompakt macht. Die erste Geschichte kommt dann tatsächlich auch mit nur vier Personen aus, die zweite mit fünf (von Komparsen mal abgesehen). Die Geschichten werden sehr geradlinig erzählt und schöpfen ihr Potential aus dem Handeln der Figuren. Spezialeffekte kommen natürlich auch vor, diese haben sich gegenüber den Serien (B5 / CRUSADE) nochmals verbessert, aber diese Effekte bilden nicht die Hauptsache. Die Personen treiben die Handlung voran, und das sehr gut.
Sehr schön eingearbeitet ist auch die Abwesenheit anderer bekannter Charaktere, vor allem von G’Kar und Doktor Stephen Franklin, deren Darsteller Andreas Katsulas und Richard Biggs ja bekanntlich verstorben sind. Nicht eingegangen wird auf die nicht fertig erzählte Geschichte von CRUSADE und LEGENDEN DER RANGER, was aber auch wieder ein Vorteil ist, denn zum einen bleibt dann genügend Material für weitere „Lost Tales“ und zum anderen sind die Auflösungen dieser Geschichten mehr wert als ein Nebensatz in einer anderen Geschichte.
Wenn ich es richtig verstanden habe, soll das ein Versuchsballon sein: Wie wird das Konzept angenommen? Und wenn es angenommen wird, dann folgen weitere Veröffentlichungen. Ich persönlich finde, das Konzept ist innovativ und es passt in das B5-Universum. Ich hoffe sehr, dass mit den „Lost Tales“ weitergemacht wird, damit wir noch mehr Dinge erfahren, die wir bisher nicht erfahren durften.
Die DVD ist neben dem Film auch noch mit Bonus-Material ausgestattet, in dem es natürlich um die Produktion geht, verschiedene Fragen und außerdem wird der Verstorbenen gedacht. Ich kann diese DVD nur empfehlen.
Veröffentlichung der Gründergeschichte hat begonnen
Mit dem heutigen 8. September 2007 hat die Veröffentlichung der ASTROCOHORS-Gründergeschichte begonnen. Diese Geschichte, die davon handelt, wie es zur Gründung der Organisation ASTROCOHORS kam, wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Sie finden sie hier in einem neuen Blog unter http://astrocohors.blogspot.com.
Auf jeweils die neueste Aktualisierung wird hier in diesem Blog hingewiesen. Wenn Sie also keine verpassen wollen, dann abonnieren Sie die neuesten Beiträge doch per eMail. Es werden in Zukunft noch weitere Neuigkeiten hinzu kommen. Bleiben Sie also gespannt…
C.S.I. Miami: Ein Blick auf den Anfang der neuen Staffel
Staffel 5 von „CSI – Miami“ nimmt den Faden genau dort auf, wo Staffel 4 ihn liegenließ: Bei der Handlung um den Mord an Horatios Ehefrau Marisol Delektorsky Caine. Nun, da ich die ersten beiden Folgen dieser Staffel gesehen habe, hier ein paar Anmerkungen dazu.
„Rio„, der Staffelauftakt, schließt die Handlung um Marisol und ihren Mörder Riaz ab. Riaz war am Ende der letzten Folge von Staffel 4 nach Brasilien ausgeliefert worden. Dort wird er prompt freigelassen. Horatio Caine und Eric Delko folgen ihm nach Rio de Janeiro. Sie finden heraus, dass er mit Raymond Caine, Horatios in Brasilien untergetauchten Bruder, Geschäfte macht. Offenbar ist Ray ins Drogengeschäft eingestiegen und Riaz ist gerade dabei, dessen Sohn Ray jr. ebenfalls für seine Geschäfte einzuspannen.
Die zweite Handlung spielt in Miami, ist allerdings sehr kurz gehalten, was die Aufklärungsarbeit betrifft: Natalia Boa Vista, der „Maulwurf“ aus Staffel 4, wurde in den Außendienst versetzt und soll mit Ryan Wolfe zusammenarbeiten. Dem gefällt das nicht, da er sie immer noch als Verräterin ansieht. Der Fall, den sie bearbeiten, geht um eine ermordete Frau. Ihr Sohn hat den Vater in Verdacht, doch das CSI macht den wahren Täter ausfindig. Als der Vater das Polizeirevier verlässt, erschießt ihn der Sohn und beruft sich auf eine unbedachte Äußerung von Natalia: sie hätte gesagt, das CSI würde seinen Vater kriegen…
„Um die Ecke“ handelt vom Mord an einem scheinbaren Mitglied einer Motorradgang. Doch es stellt sich heraus, dass das Opfer ein Undercover-Polizist war und die Motorradgang in kriminelle Geschäfte verwickelt ist. Als Calleigh die Beweise vom Tatort gesichert hat und zum Labor fährt, wird ihr Wagen in einen Kanal abgedrängt und fast alle Spuren sind vernichtet…
Die „CSI“-Serien sind schon manches Mal in die Kritik geraten. Gerade wenn es darum ging, Menschen mit außergewöhnlichen Neigungen, gerade auch sexuell, darzustellen, wurde der Vorwurf laut, man bediene sich Klischees und die Leute würden mehr vorgeführt wie in einer „Freakshow“. Was ich persönlich an „Rio“ hochgradig bedenklich finde, ist die Tatsache, wie dort die Selbstjustiz bejubelt wird, die Caine und Delko begehen. Außerdem wird Rio dargestellt, als gäbe es dort weder Recht noch Gesetz und als wären die brasilianischen Polizeibehörden generell unfähig, Verbrecher zu fangen oder aufzuhalten. Brasilien, so lautet der unterschwellige Ton dieser Episode, ist ein einziger Sumpf aus Verbrechen und Korruption. Außerdem wirkt die Episode, wenn sie in Rio spielt, sehr hektisch. Caine und Delko versuchen, Riaz auf die Spur zu kommen, dabei haben sie diesmal nicht ihr Labor im Hintergrund, in dem sie jede noch so kleine Spur auswerten können. Das scheint den Autor etwas hilflos gemacht zu haben. So rasen die beiden Polizisten von einem Ort zum andern, bevor sie Riaz endlich stellen können. Die Handlung in Miami ist, wie schon gesagt, entsprechend knapp gehalten. Es geht hier weniger darum, die Aufklärung eines Mordes zu verfolgen, sondern Neuling Natalia zuzusehen, wie sie in eine Falle tappt, als der Sohn, der seinen Vater erschießt, eine unbedachte Äußerung von ihr als Anlass nimmt, für sich selbst auf „nicht schuldfähig“ zu plädieren. Ryan gibt ihr ordentlich Zunder, da er sowieso ein Problem mit ihr hat und es liegt an Calleigh, die Fakten zusammenzubringen und auswerten.
Was die stereotype Darstellung von Brasilien betrifft, da werde ich mich mal bei Bekannten in Brasilien erkunden, ob das Land wirklich so schlimm ist, wie in dieser Episode dargestellt. Ich habe den Verdacht, dass hier sehr stark übertrieben wurde, um die Selbstjustiz von Horatio und Eric besser rechtfertigen zu können.
In „Um die Ecke“ wird merkwürdigerweise die Vorlage aus „Rio“ bezüglich Natalia nicht mehr aufgenommen. Ryan geht hier ganz normal mit ihr um, was ein wenig seltsam wirkt, da er sich eine Woche zuvor noch geweigert hat, mit ihr zusammen einen Fall zu bearbeiten. Dafür wird Calleighs Vergangenheit ein wenig beleuchtet, als sie auf einen Ex-Freund von der Akademie trifft. Überhaupt hat Calleigh einiges auszuhalten, sie wird vom Weg abgedrängt und landet mit ihrem „Hummer“ im Wasser, wo sie sich erst einmal befreien muss.
Fazit: Es zieht etwas an in der Serie. Schon wieder muss das FBI ran und der vermeintlich „einfache“ Mordfall an einem Motorradgang-Mitglied entpuppt sich als Fall von internationalen Ausmaßen. Von der Reise nach Rio in der Woche davor mal ganz zu schweigen. Es bleibt jetzt abzuwarten, ob den Autoren gelingt, hier das Gleichgewicht wieder herzustellen zu den alltäglicheren Fällen, oder ob die Gefahr besteht, dass sich das Ganze zu eine Art „CSI Miami Vice“ entwickelt. Positiv finde ich, dass die paranoische Rahmenhandlung aus Staffel 4 mit dem „Maulwurf“ und der „Person im Hintergrund“, die Horatio Caine unbedingt an den Karren fahren wollte, abgeschlossen wurde. Das ist noch so ein Punkt, mit dem ich nicht so sehr viel anfangen kann, denn hier wird ein seltsames Bild von der amerikanischen Justiz gezeichnet. Scheinbar handelt es sich dabei um eine Anhäufung von Behörden, die statt Verbrecher zu jagen, lieber ihren persönlichen Vendettas nachgeht und sich Grabenkämpfe um Kompetenzen mit anderen Behörden liefern. Da war es erfrischend zu sehen, wie in „Um die Ecke“ die Behörden ausnahmsweise mal zusammenarbeiteten.
Es bleibt spannend in Miami…
BILDBlog in der Schusslinie
Es ist schon ein wenig her, da habe ich mit einem Menschen eine Diskussion geführt und mich durch seine aufgeregte und anschuldigende Art nicht aus der Ruhe bringen lassen. Das Resultat war, dass er mir schließlich in einer eMail gekleidet in mehrere andere Beleidigungen an den Kopf warf, wie klein, dämlich und Mitleid erregend ich doch sei. Aber noch niemand hat mir gesagt, dass ich mein Geld mit unmoralischer Arbeit verdiene.
Gehe ich nach der Definition, die ein Mitarbeiter der jetzt.de-Redaktion abgeliefert hat, dann ist das jetzt aber so. Das hängt damit zusammen, dass ich mein Geld mit dem Elend anderer Leute verdiene. Wem es jetzt zu mühsam ist, auf meiner persönlichen Seite nachzuschauen, womit ich mein Geld so verdiene: ich bin im Rettungsdienst tätig. Wenn es anderen Menschen schlecht geht, dann habe ich Arbeit und kriege auch noch Geld dafür. Dass sowas moralisch nicht in Ordnung ist, kritisiert Stefan Winter in einem Beitrag einer Internet-Seite der „Süddeutschen Zeitung“. Er erwähnt dabei den Rettungsdienst nicht explizit, denn eigentlich geht es ihm um etwas völlig anderes: das BILDBlog. Der Stoß geht aber in die gleiche Richtung, BILDBlog, so resümiert er, lebe von den Geschichten der BILD-Zeitung, die es kritisiert. Daraus leitet er sowas wie eine „Verantwortung aus der zweiten Reihe“ ab. Gerade so, als würde die BILD-Zeitung aufhören, solche Geschichten zu schreiben, wenn das BILDBlog eingestellt oder zumindest nicht mehr kommerziell geführt würde.
Der Schreibstil des Artikels gleitet dann auch an ein paar Punkten ins Polemische ab, etwa wenn Winter das T-Shirt mit der „BILDBlog.de“-Werbung, das sie bei einem Auftritt bei Harald Schmidt getragen hat, als „Hemdchen“ bezeichnet, BILDBlog-Gründer Stefan Niggemeier „Internet-Gott“ nennt oder er feststellt, dass die Berichterstattung in anderen Blogs über das BILDBlog sehr wohlwollend sei, obwohl selbiges (Zitat) „nicht ehrenamtlich oder für den guten Zweck, sondern aus einem kommerziellen Interesse“ arbeite. Aus diesem „unreflektierten“ Zuspruch leitet Winter dann auch den Grund ab, das BILDBlog (und Stefan Niggemeier) negativ zu sehen: „Allein schon, weil mir Dinge suspekt sind, die alle unreflektiert gut finden.“
Ein solcher Beitrag konnte natürlich nicht ohne Echo in die Weiten des Internets hinausgeschickt werden. Thilo Baum bezeichnet den Artikel in seinem Blog unverhohlen als „Dumm“ und bringt es schon mit der Überschrift „Tu Gutes und verhungere“ auf die Spitze. Er stellt außerdem fest, dass es paradox sei, wenn das BILDBlog als „kommerzielle Plattform“ angegriffen wird – ausgerechnet von einem Artikel einer anderen kommerziellen Plattform.
Peter Hogenkamp kritisiert in seinem Artikel „Hirnloses Blogbashing…“ die einfache Einteilung „Kommerziell ist Scheiße“, da dort ja nicht einmal unterschieden wird, ob jemand mit seinem Blog gerade genug Geld verdiene, um den Hoster zu finanzieren oder ob jemand sich dadurch den teuren Porsche leisten.
Tinzi, dessen Blog in Stefan Winters Artikel ausdrücklich als das einzige erwähnt wird, das tatsächlich Kritik am BILDBlog übt, wendet sich in einer Antwort an den Autor direkt und erklärt ihm, wie der so gescholtene Stefan Niggemeier seine Arbeit macht: korrekt!
Wo wir schon davon reden, natürlich kommt auch Stefan Niggemeier nicht umhin, ein paar Zeilen loszuwerden. „Nervt’s?„, fragt er in die Runde. Kopfschmerzen bereitet ihm die Bezeichnung „Internet-Gott“, weil er „Blog-Papst“ schon absurd fand.
Das „B-Seite“-Blog nimmt Niggemeiers Faden auf und schreibt ein kurzes Danke zum ewigen Konflikt zwischen „guter Zweck“- und „(auch) für Geld“-Bloggen.
Und ich? Nun, hier findet sich keine Werbespalte am Rand. Und warum? Weil das Skript nicht funktioniert, das ist der einzige Grund. So, jetzt ist es raus, nicht nur, dass ich beruflich Geld dafür kriege, dass es Menschen schlecht geht, ich würde für das Schreiben hier auch noch Geld nehmen! Sowas! Und dennoch kann ich mich morgens noch rasieren, ohne mich im Spiegel selbst anzuspucken. Denn das ist die Krux: ohne Geld geht es nun mal in unserem Leben nicht. Und ganz ehrlich: Die Meisten von uns versuchen doch, sich einen Beruf (oder eine Arbeit) herauszusuchen, der ihnen irgendwie liegt, in dem sie Erfüllung finden. Wenn man davon leben kann, dann umso besser. Aber es wird wohl kaum jemand geben, der ein aufwändiges Medizinstudium über sich ergehen lässt, wenn er hinterher mit seiner Tätigkeit als Arzt „aus moralischen Gründen“ kein Geld verdienen darf.
Und beim BILDBlog liegt die Sache nochmal anders, denn dieses wurde ja ursprünglich nicht mit der Absicht gestartet, daraus „was Kommerzielles“ zu machen. Es war am Anfang „für den guten Zweck“ und hat sich nun eben weiter entwickelt. Und ich möchte wetten, dass es viele gibt, die sich sowas – oder etwas ähnliches – auch wünschen.
Und selbst von denen schimpfen dann ein paar auf das blöde „kommerzielle BILDBlog“. Sogar Journalisten. Vielleicht sollte ich auch schimpfen. Bei denen funktioniert die Werbung am Rand nämlich. Bei mir nicht. Gemein!
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