Rogue One – A Star Wars Story: Erfolgreichster Kinostart des Jahres

Rogue One: A Star Wars Story - Scarif - Photo: Industrial Light & Magic / Lucasfilm..© 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.
Rogue One: A Star Wars Story – Scarif – Photo: Industrial Light & Magic / Lucasfilm..© 2016 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.

Die Macht ist stark in Deutschland: Mit über 1 Million Zuschauern und 11,8 Million Euro Umsatz gelang Rogue One: A Star Wars Story der beste deutsche Kinostart des Jahres. Gestartet in 762 Kinos und auf mehr als 1500 Leinwänden zeigt das neue Science-Fiction-Spektakel von Regisseur Gareth Edwards („Godzilla“) das Star Wars Universum, wie Sie es so noch nie gesehen haben.

In den USA spielte Rogue One: A Star Wars Story am Startwochenende mehr als 155 Millionen US Dollar ein und verzeichnet damit den drittbesten Start des laufenden Kinojahres. Im internationalen Box Office kommt der Film nach dem ersten Wochenende bereits auf beeindruckende 290 Millionen Dollar.

Damit ist der erste Film unter der Rubrik „A Star Wars Story“ in den Kinos gestartet. Während die Filme der Star Wars Saga – darunter auch der bei uns mit über neun Millionen Besuchern phänomenal erfolgreiche Star Wars: Das Erwachen der Macht – eine fortlaufende Geschichte rund um die Familie Skywalker erzählen, werden die „A Star Wars Story“-Filme in sich abgeschlossene Abenteuer sein, die stilistisch neue Wege beschreiten und neue Facetten und Charaktere der Star Wars Galaxis beleuchten.

Für Rogue One: A Star Wars Story konnten die Filmemacher einen beeindruckenden Cast vor der Kamera versammeln, dazu zählen: die Oscar®-Nominierte Felicity Jones, Diego Luna, Ben Mendelsohn, Donnie Yen, Jiang Wen, Mads Mikkelsen, Alan Tudyk, Riz Ahmed und der Oscar®-Gewinner Forest Whitaker. Regie führte Gareth Edwards („Godzilla”), produziert wurde Rogue One: A Star Wars Story von Kathleen Kennedy, Allison Shearmur und Simon Emanuel. Als ausführende Produzenten zeichnen John Knoll und Jason McGatlin verantwortlich. Die Geschichte stammt von John Knoll und Gary Whitta, das Drehbuch aus der Feder von Chris Weitz und Tony Gilroy.

Ein paar Fakten zum Film

  • Bei Rogue One: A Star Wars Story gibt es aber auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten, in Rogue One: A Star Wars Story zum Beispiel mit der Rebellensenatorin Mon Mothma vom Galaktischen Senat, die wieder von Genevieve O’Reilly gespielt wird.
  • Um die gewünschte Stimmung zu kreieren, die ihnen für Rogue One: A Star Wars Story vorschwebte, kombinierten Regisseur Gareth Edwards und sein Kameramann Greig Fraser Kameraobjektive aus den 1970er Jahren mit modernster Digitaltechnik.
  • Der neu designte Droide K-2SO, der von Alan Tudyk gesprochen und im Motion-CaptureVerfahren gespielt wurde, wurde mit dem geballten Fachwissen von Industrial Light & Magic (ILM) und Neal Scanlan und seinem Team aus Kreaturen- und Droiden-Experten zum Leben erweckt. Zuerst baute Scanlans Team ein Modell von K-2SO in Originalgröße, anschließend wurde der Entwurf mit Visual Effects umgesetzt.
  • Für die Kostümdesigner Glyn Dillon und David Crossman war es eine Herausforderung, Darth Vaders Aussehen zu bestimmen, denn die Bekleidung des Bösewichts wurde im Verlauf der Star Wars Saga immer wieder leicht verändert. Beispielsweise glänzt Vaders Helm in Star Wars: Das Imperium schlägt zurück stärker als das Vorgängermodell. Nach vielen Diskussionen entschied sich der Regisseur für die mattere Version aus Star Wars: Eine neue
    Hoffnung. Das Endergebnis ist eine genaue Reproduktion von Darth Vaders Kostüm aus diesem Film, bis hin zu den Boxen an seinem Gürtel mit ihren kleinen Kratzern. Und der Kasten auf seiner Brust besteht ebenfalls wieder aus angemaltem Holz mit aufgeklebten Knöpfen.
  • Zusätzlich zu den ikonografischen Sturmtrupplern wollte Regisseur Gareth Edwards den Fans etwas Neues und Furchteinflößendes bieten: die Todestruppler – eine Elite-Kampfeinheit ganz in schwarz, die extra für Rogue One: A Star Wars Story entworfen wurde. Während die Sturmtruppler-Rüstungen auch Kämpfern unter 1,75m passen, sind die furchterregenden Todestruppler alle weit über 1,80m groß.
  • Der Regisseur wollte, dass die Kreaturen in Rogue One: A Star Wars Story so echt wie möglich aussehen, damit sie in das realistische Umfeld des Films passen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden sie am Set wie alle anderen Darsteller behandelt. Das Hair- und Make-upTeam trug den Kreaturen – wie dem restlichen Cast – zum Beispiel ganz selbstverständlich Staub-, Ruß-, Schweiß- und Öl-Partikel auf.
  • Ein Schauplatz, der den Fans bekannt vorkommen wird, ist der Rebellenstützpunkt auf dem Mond Yavin 4 aus Star Wars: Eine neue Hoffnung. Aber während George Lucas damals aus Kostengründen nur einen Teil des Sets bauen konnte und den Rest mit Matte Paintings (auf Glas gemalte Kulissenteile) ergänzen musste, ließ man für Rogue One: A Star Wars Story die ganze Rebellenbasis nachbauen, und zwar am Originalstandort des damaligen Sets von Yavin 4: In einem riesigen Hangar auf dem Militärflugplatz Cardington Airfield in Großbritannien entstand ein über 100m langes und 60m breites, maßstabsgetreues Set des Rebellenstützpunktes.
  • Die Flugzeughalle war Yavin 4 nachempfunden, selbst die Filmcrew trug Kostüme. Das Set von Jedha wurde auf dieselbe Weise errichtet, denn der Film sollte in so vielen physischen Schauplätzen wie möglich spielen, um den von Gareth Edwards gewünschten realistischen Look zu bekommen. Selbst für Szenen, in denen man nicht auf Blue Screens verzichten konnte, wurden so viele Versatzstücke der Kulisse wie möglich gebaut, damit man für die Visual Effects echte Referenzpunkte hatte.
  • Beim Aussehen der heiligen Stadt Jedha orientierten sich die Produktionsdesigner am alten Jerusalem und der Wüstenfestung Masada in Israel. Eine weitere wichtige Inspirationsquelle für Jedha war außerdem das Paris während des Zweiten Weltkriegs.
  • Mit seinen weiten Horizonten und der guten Erreichbarkeit war Bovingdon Airfield – eine alte, seit fast fünfzig Jahren ungenutzte Militärbasis der Royal Air Force – ideal, um die Malediven als Motiv nachzubauen. Dafür brauchte es lediglich etwas Sand und Palmen. Die Filmemacher ließen 2000 Tonnen Sand anliefern und importierten über 60 Palmen aus Spanien sowie weitere Pflanzen aus Großbritannien. Sie gestalteten ein Strandareal und verwendeten aus Nachhaltigkeitsgründen recyceltes Wasser aus den Pinewood Studios. Das Art Department recycelte fast 800 000 Liter Wasser in einem gigantischen Tank, der 30 x 60 Meter maß.
  • Die fertige Malediven-Kulisse auf dem Militärflugplatz bedeckte eine riesige Fläche von etwa 150 x 210 Metern, also über 3,2 Hektar bzw. 32 000 Quadratmeter. Eine kleinere Film-Unit drehte später noch zusätzliches Material auf den Malediven.

Quelle: Walt Disney Studios

Noch neuere Geschichten von Vater und Sohn!

Autor/Zeichner Ulf K. plaudert über die Kult-Cartoons bei Panini Comics TV

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Erich Ohser alias e.o.plauen (1903 –1944), ist der Schöpfer der beliebten Vater und Sohn-Geschichten. Er erzählte in Bildern, ganz ohne Worte, die Episoden aus dem Leben des gutmütigen, schnauzbärtigen Vaters und seines pfiffigen Filius‘. Der Siegeszug dieser Bildgeschichten begann im Dezember 1934 in der Berliner Illustrirten und bis heute kennen und lieben noch viele die beiden Helden, denn der Charme und der Witz dieser zeitlosen Cartoon-Strips zündet auch noch in unserer heutigen, stark medialisierten Welt. Im letzten Jahr nutzte das Autoren/Zeichner-Duo Ulf K. (im Bild links) und Marc Lizano (im Bild rechts), zusammen mit Panini Comics, diesen Umstand zu einer Wiederbelebung des Klassikers: angemessen modernisiert und dennoch ganz in der Tradition der Vorlage. Und Neue Geschichten von Vater und Sohn knüpfte fast nahtlos an den Erfolg des Originals an. Nun erscheint Band zwei.

Am 13. Dezember 1934 wurde der erste Vater und Sohn-Strip Der schlechte Hausaufsatz in der Berliner Illustrirten Nummer 50 abgedruckt. Von da an wurde wöchentlich eine weitere Folge veröffentlicht. Die Beliebtheit der beiden Figuren und ihrer Abenteuer wuchs ständig, bis Ende 1937 mit Abschied die letzte Vater und Sohn-Geschichte abgedruckt wurde. Erich Ohser war müde geworden und wollte seine Figuren vor dem Zugriff der Nazis schützen. Er selbst geriet leider in die Fänge des Regimes, wurde inhaftiert und beging 1944 in der Haft Selbstmord.

Seine Figuren überdauerten das Dritte Reich und Ulf K. und Marc Lizano nahmen sich des Ohser-Vermächtnisses mit neuen Episoden an. Sie passten die beiden Charaktere optisch leicht an die Neuzeit an und änderten das ursprünglich schwarz-weiße Layout in eine monochrome Farbgebung, bei der im ersten Band Orange, im zweiten Band Blau den Ton bestimmen. Außerdem lassen die beiden Kreativen ihre Protagonisten auch längere Abenteuer erleben, die nicht auf das Maß einer Seite begrenzt sind.

In der fünften Folge von Panini Comics TV erklärt Ulf K. als Gast in der Sendung die Faszination der Bildgeschichten: „Vater und Sohn ist DER Klassiker der deutschen Comic-Geschichte schlechthin. Die Art von Comics, wie sie Erich Ohser gemacht hat, gab es weder davor noch danach.“

Zu seiner Zusammenarbeit mit dem Franzosen Marc Lizano sagt er: „Marc kenne ich seit gut 16 Jahren. Er hatte die Idee, diese Serie neu zu beleben. Er hat das Leben und Werk von Erich Ohser für sich entdeckt und fand es schade, dass die Figuren und ihre Geschichten nie weitergeführt worden sind, und so kam er auf die Idee, neue Geschichten zu erfinden.“

 

NEUE GESCHICHTEN VON VATER UND SOHN, Band 2*
HC l 72 Seiten l € 14,99 l ISBN 978-3-83323-328-9 l Erscheint am 26. November 2016

NEUE GESCHICHTEN VON VATER UND SOHN, Band 1*
HC | 72 Seiten | € 14,99 | ISBN 978-3-8332-3176-6 l Bereits erschienen

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Quelle: Panini Comics


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Die Weltraum-Abenteuer von Mark Brandis als Comic

Der Berliner Michael Vogt gibt dem Roman- und Hörspiel-SciFi-Helden ein Gesicht. (c) Panini Comics
Der Berliner Michael Vogt gibt dem Roman- und Hörspiel-SciFi-Helden ein Gesicht. (c) Panini Comics

Die Weltraum-Abenteuer von Mark Brandis sind längst kein Geheimtipp mehr. An der bis heute ungebrochenen Beliebtheit der 31-teiligen Science-Fiction-Jugendbuchreihe, die der leider verstorbene Nikolai von Michalewsky in den 1970er und 80er Jahren schrieb, sind auch die gleichnamigen Hörspiele zu einem nicht unwesentlichen Teil beteiligt. Die Audio-Produktionen hatten von Beginn an ein extrem hohes Niveau und brachten ein eigenes Fan-Klientel hervor, das sich dann wiederum den Romanen zuwandte. Auf ähnlich hohem Niveau bewegt sich auch die soeben bei Panini erschienene Comic-Album-Adaption des ersten Mark Brandis-Romans mit dem Titel Bordbuch Delta VII.

Die Serie beginnt im Jahr 2119: Die Menschheit hat Raumstationen im Weltall errichtet und erforscht eifrig das Sonnensystem. Auf der Erde selbst herrscht ein fragiler Frieden zwischen den zwei Machtblöcken der Europäisch-Amerikanisch-Afrikanischen Union und den Vereinten Orientalischen Republiken. Auf den bereits kolonisierten Planeten Venus und Mars existieren kleinere Enklaven der Union, der politisch neutrale Mond ist eine Art Zukunfts-Las-Vegas.
Der Berliner Astronaut Mark Brandis ist Testpilot für neue Raumschiffe der neutralen Venus – Erde Gesellschaft für Astronautik (VEGA). Er und seine Crew sind unter dem Kommando von Commander John Harris für einige Wochen mit dem Prototypen Delta VII unterwegs, einem Raumschiff mit revolutionär schnellem Antrieb, als sie von einer alarmierenden Meldung überrascht werden: Die Organisation Reinigende Flamme hat auf der Erde gegen die Union geputscht und versucht binnen kürzester Zeit ein totalitäres Regime zu errichten. Für Mark Brandis heißt dies, dass er sich entscheiden muss, ob er Befehlen gehorchen oder seinem Gewissen folgen will. Eine Entscheidung für sein eigenes Wohl oder für das, woran er glaubt …

Der Berliner Zeichner und Illustrator Michael Vogt erstellte die Comic-Adaption des ersten Mark Brandis-Bandes. Er selbst ist, wie er im Interview mit Panini Comics TV sagt, seit seiner Jugend ein Fan der Weltraumabenteuer von Mark Brandis und war entsprechend begeistert, als er die Genehmigung zur Umsetzung des Plots bekam. Stilistisch wählte der Zeichner für seine Adaption einen Future-Retro-Stil, der sowohl dem SciFi-Aspekt als auch der Entstehungszeit der Romane gerecht wird, was Mode und Designs angeht.

Die Mark Brandis-Romane entstanden zur Zeit des Kalten Krieges, was auch ihren Inhalt prägt, der immanent Kriegstreiberei, Waffen-Lobbyismus, blinden Fortschrittsglauben, Umweltverschmutzung, Fremdenhass und Totalitarismus thematisiert und kritisiert. Themen, die heute leider wieder nahezu so aktuell sind, wie damals. Vogt war es daher wichtig, dass der Mark Brandis-Comic eine so zeitlose Aktualität widerspiegelt, wie es auch die Romane die Hörspiele tun. Außerdem wollte er für die Fans der Audio-Spiele möglichst passende Bilder zum Ton liefern. Das ist ihm nach Ansicht der Mark Brandis-Kenner auch hervorragend gelungen und viele freuen sich bereits auf die geplante Fortsetzung der Alben-Reihe.

Das Mark Brandis-Interview mit Michael Vogt ist Teil der fünften Panini Comics TV-Ausgabe und beginnt ab Time-Code 23:48.

MARK BRANDIS 1: BORDBUCH DELTA VII
Album / HC l 68 Seiten l € 16,99 l ISBN 978-3-95798-809-6 l Bereits erschienen!


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Go Home, Great Britain, You’re Drunk! – Die Ausländerfeindlichkeit in England nimmt pythoneske Züge an

Eine Analyse

„Horribile Dictu“ sagt der Lateiner, „furchtbar, dass dies gesagt werden muss“, und genau so ist es. Dank des Nachrichtenaggregationsdienstes Rivva bin ich auf einen Artikel eines persönlichen Blogs aufmerksam gemacht worden, in dem eine Frau darüber schreibt, was ihre Schwester in England erlebt. Besagte Schwester kümmert sich seit 19 Jahren darum, dass Kinder einer Schule in einem so genannten „Problembezirk“ morgens ein Frühstück bekommen. Oder eigentlich sollte ich sagen, „kümmerte“, denn die Schulrektorin hat es ihr ab sofort verboten. Die Begründung?

“Die Eltern wollten nicht, dass ihre Kinder, Gemüse oder Obst bekämen, dass aus der EU komme.” Die Eltern seien überhaupt gegen die EU-Diktatur, die nicht nur Gurken norme und die Bananenkrümmung messe, sondern die grundsätzlich Obst und Gemüse als wertvollen Bestandteil jeder Ernährung propagiere, dabei entspräche dies nicht der Tradition eines englischen Frühstücks.

Musstet Ihr das auch zweimal lesen, um es zu glauben? Ach ja, „gewöhnliche“ Fremdenfeindlichkeit seitens der Eltern kommt übrigens auch noch dazu. Ich empfehle Euch dringend, diesen Artikel, der den Titel „Der vergiftete Apfel“ trägt, ganz durchzulesen. Er ist lang, gut geschrieben und allein schon deswegen lesenswert. Und natürlich wegen des Berichts, welche irren Blüten die Ausländerfeindlichkeit in England so treibt.

Ich persönlich musste dabei an einen Sketch von Monty Python denken. Sicherlich im Sinne der Pythons wäre es gewesen, die Fremdenfeindlichkeit ins Absurde drehen zu lassen, indem „ausländisches Obst“ abgelehnt wird (und man sich lobend über „rein britische Mangos“ auslässt), es gibt aber auch wirklich einen Monty-Python-Sketch, in dem die Gefährlichkeit von frischem Obst im Mittelpunkt steht: „Self Defence Against Fresh Fruit“. In diesem Segment mit ausgewählten Sketchen der Pythons kommt er an erster Stelle. Die Geschichte der Schwester von Read On ist grotesk und leider nicht zum Lachen, lachen wir deswegen über andere Grotesken:

https://youtu.be/JXfosKV7jIo

 

Gewinner gesucht! Die Jagd nach den 90 Millionen Euro geht weiter

Zusätzlicher Jackpot in der Gewinnklasse 2 von 20 Millionen Euro. Bild: Westdeutsche Lotterie GmbH & Co. OHG
Zusätzlicher Jackpot in der Gewinnklasse 2 von 20 Millionen Euro. Bild: Westdeutsche Lotterie GmbH & Co. OHG

In 17 europäischen Ländern gab es letzte Woche die Jagd nach dem Jackpot: Mit 90 Millionen Euro war der Eurojackpot in der Gewinnklasse 1 bis zum Rand gefüllt. Mehr geht nicht. Zwei Spielteilnehmer aus Bayern und Finnland konnten bei der Ziehung am letzten Freitag in Helsinki die Gewinnklasse 2 treffen. Bei den Gewinnzahlen 1, 10, 20, 43 und 44 sowie den beiden Eurozahlen 6 und 9 fehlte den beiden Tippern jeweils eine weitere richtige Eurozahl zum Knacken des Jackpots. In der Gewinnklasse 2 wurden die beiden Spielteilnehmer jeweils zum 4-fachen Millionär. Die genaue Gewinnsumme lautet:

4.079.856,90 Euro.

Seit nunmehr 10 Ziehungen ist die Gewinnklasse 1 unbesetzt. Die Rekordsumme von 90 Mio. Euro wartet weiterhin auf einen oder mehrere Gewinner!Diese Woche wird es jetzt aber noch spannender!Der Pott läuft über. Auf Grund der Deckelung der Gewinnklasse 1 bei 90 Millionen Euro bildet sich ein zweiter Jackpot in der Gewinnklasse 2. Zusätzliche 20 Millionen Euro stehen hier zur Ausspielung!

Dazu Andreas Kötter, Chairman der Eurojackpot-Kooperation: „Jetzt wird es noch einfacher Millionär zu werden! Mit einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 1 zu rund 6 Millionen bietet sich zur kommenden Ziehung eine so in Deutschland fast einmalige Gewinnkonstellation. Die zweite Gewinnklasse zu treffen ist rund 16-mal einfacher.“

Die europäischen Tipper können auch diese Woche noch den Traum vom Jackpot-Gewinn träumen. Den bisher höchsten deutschen Lotteriegewinn gab es Ende Juli 2016. Ein Hesse räumte – ebenfalls bei Eurojackpot – rund 84,8 Millionen Euro ab. Im Mai 2015 war der Eurojackpot zum ersten Mal auf 90 Millionen Euro angewachsen. Damals wurde der Jackpot auch nicht gleich beim ersten Versuch geknackt. Es kam – wie jetzt auch – zu einem Überlauf des Jackpots in die Gewinnklasse 2. In der zweiten Ziehung mit den 90 Millionen Euro in der obersten Gewinnklasse in Folge ging der Jackpot dann nach Tschechien.

Wer sich diese außergewöhnliche Gewinnkonstellation nicht entgehen lassen will, kann bis kommenden Freitag, den 14. Oktober 2016 seinen Tipp in einer Lotto-Annahmestelle oder unter www.eurojackpot.de abgeben.

Quelle: Westdeutsche Lotterie GmbH & Co. OHG

hr produziert „Tatort – Die Show“ und „StarStarSpace“ für „funk“

Die Serie "StarStarSpace" von "Coldmirror" startet ab dem 30.9. auf YouTube  Foto: hr/Kathrin Fricke
Die Serie „StarStarSpace“ von „Coldmirror“ startet ab dem 30.9. auf YouTube
Foto: hr/Kathrin Fricke

Mit dem Start von „funk“, dem Jungen Angebot von ARD und ZDF, liefert der Hessische Rundfunk (hr) neben weiteren Landesrundfunkanstalten der ARD vom 1. Oktober an eigene Inhalte, die für die Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen auf den unterschiedlichsten Plattformen ausgespielt werden: Ob Facebook, YouTube, Instagram oder Snapchat. Ergänzt wird das Angebot über die „funk“-App (go.funk.net/app) und die „funk“-Webseite (funk.net). Der hr produziert für „funk“ zukünftig die Web-Formate „Tatort – Die Show“ und „StarStarSpace“.

„Tatort – Die Show“
Seit dem 25. September geht „Tatort – Die Show“ sonntags nach jedem „Tatort“ live an den Start. Moderiert wird sie im Wechsel von YOU FM-Moderator Daniel Boschmann und KiKA-Moderatorin Jessica Lange. Das Konzept der Show, die am 12. Oktober 2014 zum hr-„Tatort“ „Im Schmerz geboren“ ihre Premiere feierte, bleibt bestehen: Schräg und chaotisch wird weiter kontrovers über den Krimi diskutiert. Mit dabei sind Schauspieler aus dem „Tatort“, Experten, prominente Fans und die Community, denn „Tatort – Die Show“ lebt von der Meinung der User und läuft live auf Facebook und YouTube. Die erste Showfolge der wöchentliche Serie lief am 25. September nach dem Münsteraner „Tatort“ „Feierstunde“ erfolgreich an: Über 500.000 Personen wurden auf Facebook mit dem Livestream erreicht und auch bei ONE (ehemals Einsfestival), dort wird die Show zeitversetzt um 23.15 Uhr gezeigt, hatte sie 350.000 Zuschauer.

„StarStarSpace“
Zusammen mit der YouTuberin Coldmirror wird der hr die animierte Serie „StarStarSpace“ produzieren. Das Format parodiert Filme und Serien, die die Worte „Star“ oder „Space“ im Titel haben, und viele weitere Science-Fiction-Klassiker. Start der Serie ist am heutigen Donnerstag, 29. September, auf dem YouTube-Kanal von Coldmirror.

„funk“, das Content-Netzwerk von ARD und ZDF
Informieren, Orientieren und Unterhalten das alles will „funk“, das Content Netzwerk von ARD und ZDF. Die Online Inhalte richten sich an 14 bis 29 Jährige. Die Formate finden auf YouTube, Facebook, Snapchat, Instagram und weiteren sozialen Plattformen statt. Die Nutzer können in der „funk“-App (go.funk.net/app) internationale Lizenzserien ansehen. Die Inhalte sind zudem auf funk.net verfügbar und werbefrei. funk startet am 1. Oktober 2016 mit über 40 Online Formaten. Neue kommen kontinuierlich hinzu. Die Inhalte werden in den Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und gemeinsam mit vielen Partnern entwickelt. Die Fäden laufen in der Zentrale von funk in Mainz zusammen. Als Content Netzwerk bietet funk auch Nachwuchstalenten eine Plattform.

ARD und ZDF sind gemeinsam Träger und gleichberechtigte rundfunkrechtliche Veranstalter des Angebots. Die Federführung obliegt dem Südwestrundfunk (SWR).

Quelle: Hessischer Rundfunk

ARD und ZDF starten funk: Das Content-Netzwerk kommt am 1. Oktober 2016 mit über 40 Online-Formaten

Eine AnalyseLange tat sich hier nichts, genauso wie im Videokanal des „Phantastischen Projekts“, was mit Stress und einem gewissen Zeitmangel zu tun hatte. Die Rückkehr zu einigermaßen regelmäßigen Artikeln sollte eigentlich im Oktober geschehen, doch dann bekam ich eine eMail mit einer Pressemitteilung, die ich auch einem merkwürdigen Grund nicht ignorieren konnte. Daher beschloss ich, den Dornröschenschlaf mit sofortiger Wirkung zu beenden. Doch was genau war das für eine eMail?

Die Mitteilung lautete: „funk startet am 1. Oktober 2016“. Sie kam vom Hessischen Rundfunk. Vor ein paar Tagen hatte ich da was gelesen, von dem aber nicht viel hängen geblieben war. Irgendwas mit „junger Zielgruppe“. Und tatsächlich: Heute wurde in Berlin vorgestellt, was seit über einem Jahr unter dem Arbeitstitel „Junges Angebot von ARD und ZDF“ entstanden ist. Das Ergebnis ist ein Content-Netzwerk mit bekannten und neuen Webvideo-Akteuren, die im Auftrag von funk neue Inhalte und Formate entwickeln. funk startet mit über 40 Online-Formaten, die sich nicht nach klassischen Genres sortieren lassen, sondern drei Nutzerbedürfnissen entsprechen: Informieren, Orientieren und Unterhalten.

funk entwickelt und produziert Online-Formate für 14- bis 29-Jährige. Dabei stehen die Protagonisten und deren Inhalte im Vordergrund. NutzerInnen können über den jeweiligen Kanal dem Protagonisten direkt ihr Feedback geben. YouTube, Facebook, Snapchat und Instagram werden dabei formatspezifisch genutzt. Ergänzt wird das Angebot über die funk App (go.funk.net/app) und die funk Webseite (funk.net). In der funk App sind zum Start internationale Lizenzserien wie „The Aliens“, „Banana“ und „Hoff the Record“ verfügbar. Sämtliche Inhalte sind werbefrei. Auf der Website können alle Video-Inhalte zudem in einem unabhängigen Player abgerufen werden.

Im Mittelpunkt des funk Angebots stehen die Protagonisten und deren Formate. Beispielsweise baut Heimwerker-King Fynn Kliemann einen alten Bauernhof in Niedersachsen in sein „Kliemannsland“ (https://goo.gl/SVxQvx) um und hat so einen neuen YouTube-Kanal (https://goo.gl/SPrwO9) geschaffen. Zuschauer können neben diesem Hauptkanal auch auf weiteren Präsenzen wie Facebook (https://goo.gl/8L2vDK), Instagram (https://goo.gl/9lz6wU) und Twitter (https://goo.gl/SVNvTi) die Entwicklung des Formates verfolgen.

Dem gleichen Prinzip folgen andere Formate: Beim „Y-Kollektiv“, einer Gruppe von zehn Reportern, geht es in Facebook-Reportagen um Themen wie Massentierhaltung oder das Leben von illegalen Flüchtlingen in Europa ‒ alles nah, real und persönlich (Facebook-Seite: https://goo.gl/gWnOPL). Für das investigative Format „Jäger & Sammler“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/17ERHo) recherchieren Nemi El-Hassan, Friedemann Karig und Ronja von Rönne Hintergründe zu politischen und gesellschaftlichen Themen, wie der identitären Bewegung oder der Prepper-Szene. Die Macher der funk Webserie „Wishlist“ kennen viele NutzerInnen als „Vivi & Denny“ und „Hello Chrissy“ auf YouTube (YouTube-Kanal: https://goo.gl/RBP3LI). Die YouTuberin Coldmirror parodiert in ihrer neuen, animierten Webserie „STARSTARSPACE“ alles, was mit Star und Space zu tun hat (YouTube-Kanal: https://goo.gl/myqKaN). Aus dem Bereich Comedy sind unter anderem Katjana Gerz und Florentin Will mit „Gute Arbeit Originals“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/gW6dCe) und Schlecky Silberstein mit dem „Bohemian Browser Ballett“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/FmI37e) dabei.

„Es ist schön zu sehen, wie viele unterschiedliche Formate zu funk gehören und wie viele kreative Menschen dabei sind“, so funk Geschäftsführer Florian Hager. Seine Stellvertreterin Sophie Burkhardt ergänzt: „funk wird von guten Ideen leben, von interessanten Protagonistinnen und Protagonisten und dem Mut, Neues auszuprobieren.“

Die Intendanten von ARD und ZDF sehen viele Chancen in dem neuen Projekt. Für die ARD-Vorsitzende Karola Wille ist funk eine Möglichkeit, Talente zu entwickeln: „Wir wollen einen Raum schaffen für junge Kreative, für Innovation, für Experimente.“ ZDF-Intendant Thomas Bellut betont die neuen Möglichkeiten im Netz: „Wir können Formate ins Netz bringen, die junge Menschen interessieren und sie dort zeigen, wo sie medial unterwegs sind.“ Der Intendant der federführenden Landesrundfunkanstalt SWR, Peter Boudgoust erhofft sich auch Effekte für die Öffentlich-Rechtlichen insgesamt: „Es wurde und wird weiterhin viel Grundlagenarbeit geleistet, sowohl technisch als auch rechtlich und produktionell. Von dieser Aufbauarbeit können wir als Öffentlich-Rechtliche schon heute profitieren.“

Persönliche Einschätzung

Bei aller Behäbigkeit, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer vorgeworfen wird, muss ich doch sagen, dass dieses Projekt irgendwie interessant klingt. Da muss ich allerdings gleich ein paar Abstriche machen, was das Wissen um die Materie betrifft: Das PDF der Pressemitteilung ist eine mittlere Katastrophe. Anstatt einfach den Text zu präsentieren, wurde dieser mit allen HTML-Formateinstellungen (also <h1> und dergleichen für Überschriften,  <a href=…> für Links, es ist sogar eine Scripteinbettung dabei) wiedergegeben. Das macht bei einem Format, das für die „Generation Computer“ sein soll nicht unbedingt einen guten Eindruck. Und auch ob ein Format namens „Tatort – Die Show“ das Zielpublikum im entsprechenden Alter erreicht… ich weiß ja nicht so recht. Aber okay, erstmal Respekt für die Entscheidung, sowas zu machen. Wenn funk gestartet ist, muss man sehen, ob sich die Erwartungen der Beteiligten erfüllen.

 

STAR WARS Comics Nr. 9: Showdown auf dem Schmugglermond

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Luke Skywalker ist auf seiner Suche nach den Wegen der Jedi auf dem berüchtigten Schmugglermond Nar Shadda angekommen. Dort macht ihn das Lichtschwert seines Vaters allerdings sofort zum Ziel des Jedi-Artefakt-Sammlers Grakkus der Hutte, der den jungen Rebellen gefangen nimmt. Leia Organa, Han Solo und die mysteriöse Sana, die sich als Solos Ehefrau ausgibt, haben von Lukes Notsituation erfahren und machen sich ebenfalls auf den Weg nach Nar Shadda.
C-3PO und Chewbacca sind ebenfalls auf dem Schmugglermond eingetroffen, um nach Skywalker und R2D2 zu suchen. Ihre Ankunft wird dem Kopfgeldjäger Dengar gemeldet, der hofft, über Chewbacca an Han Solo heranzukommen.
Die Zeit eilt: Grakkus hat in seiner Arena Spiele einberufen, deren Hauptattraktion Luke Skywalker sein soll, der gegen einen riesiges Ungetüm vom Planeten Mustafar kämpft – und stirbt…

„Ich werde Dich an meine Echsen verfüttern, Du mieser kleiner Lump! Und die verfüttere ich dann an eine große Echse! Und diese Echse lasse ich braten!“
– Grakkus der Hutte. Er verträgt Verrat offenbar nicht so gut.

Luke ist ganz und gar der Ungnade von Grakkus dem Hutten und seinem Spielmeister ausgeliefert. Er wird zwar trainiert, aber nur soweit, dass er vor seinem Tod dem Publikum einen einigermaßen ansehnlichen Kampf liefert. Grakkus kassiert zudem Lukes Lichtschwert und gibt ihm stattdessen irgendein anderes aus seiner Sammlung. Dann beginnen die Spiele in der Arena.

Chewbacca und C-3PO haben keinen guten Lauf. Es dauert nicht sehr lang und Dengar hat ihre Spur aufgenommen. Er will Chewbacca aus dem Hinterhalt überrumpeln weil er hofft, mit dem gefangenen Wookiee Han Solo anzulocken, auf den Jabba ein beträchtliches Kopfgeld ausgesetzt hat.

Han, Leia und Sana Solo haben immer noch ihre liebe Not mit der Situation: Sie sind vor dem anrückenden Imperium mit Sanas Schiff geflohen und Han versucht verzweifelt, Leia die Situation zu erklären. Er kommt nicht sehr weit damit und außerdem stehen andere Dinge an: Sie sind ebenfalls unterwegs nach Nar Shadda, um Luke und Chewie zu helfen.

Rezension

Ich gebe mal eine Spoilerwarnung raus, obwohl ich wirklich nicht das Bedürfnis habe, das zu tun, denn es betrifft einen Plot, der mir von Vornherein nicht gefallen hat. Bisher bin ich auch immer ganz gut ohne Spoiler ausgekommen, aber hier muss es jetzt sein. Denn endlich wird die unsägliche Geschichte um Han Solos „Ehefrau“ aufgelöst. Überraschung, Überraschung, natürlich ist Han nicht verheiratet gewesen, das ganze war ein Trick mit gefälschten Papieren für eine Schmuggelaktion. Ich fand die Idee selbst schon schwach und die Auflösung ist genauso schwach, obwohl man meiner Ansicht nach da nicht viel richtig machen konnte. Wäre Solo wirklich verheiratet gewesen, hätte das die Figur in eine falsche Richtung gezogen. Am besten wäre es gewesen, die Geschicht so gar nicht aufkommen zu lassen. Sana hat auch noch eine zweite Motivation, hinter Solo her zu sein, er hat nämlich den Gewinn aus der Schmuggelaktion, für die die „Ehe“ arrangiert war, selbst eingestrichen und sich aus dem Staub gemacht. Die Ansage mit „Ich bin Han Solos Ehefrau.“ verleiht der Geschichte eine aufgezwungene Dramatik, die sie nicht gebraucht hätte.

Kommen wir zu den guten Sachen – nämlich der ganze Rest. Mit Dengar wird ein weiterer Kopfgeldjäger eingeführt, den wir in „Das Imperium schlägt zurück“ wiedersehen werden, und im Gegensatz zu Boba Fett ist er nicht im Auftrag Vaders hier, er will einfach die Belohnung von Jabba für Solo verdienen. Die Befreiungsaktion von Luke steuert ein paar weitere Elemente bei, so zum Beispiel, als R2 dem entwaffneten Luke ein Lichtschwert zuwirft, ein Trick, den Luke in „Rückkehr der Jedi-Ritter“ wieder anwenden wird. Die Geschichte vollführt dabei recht gut einen Drahtseilakt zwischen „den Fans etwas neues bieten“ und „nicht zu viel verraten“, für den Fall, dass jemand tatsächlich die Geschichten in chronologischer Reihenfolge liest, der sie vorher noch nicht kannte (Hallo, Ihr zwei!).

Damit wird der ganze Band zu einer guten Geschichte, nachdem der Sana-Solo-Fehler endlich ausgebügelt wird. Und man ist gespannt, wie es weitergeht, bis die Rebellen endlich auf ihrer Basis auf Hoth landen.

STAR WARS Comics: Prinzessin Leia

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Den Rebellen ist das scheinbar Unmögliche gelungen: Sie haben die bewaffnete Kampfstation des Imperiums, den Todesstern, zerstört. Doch die Position der Rebellenbasis auf dem YAVIN-Mond ist kompromittiert. Noch ist das Imperium in zu großer Aufruhr, aber nicht sehr lange und man wird Jagd auf die Widerständler machen. Admiral Ackbar, General Dodonna und Mon Mothma organisieren den Abzug von der Basis und versuchen, einen neuen Standort zu finden. Leia Organa möchte sich ebenfalls nützlich machen, denn seit der imperiale Senat aufgelöst und ihre Heimatwelt Alderaan zerstört wurde, hat sie weder Aufgabe noch Funktion in der Rebellenallianz. Doch sowohl Ackbar als auch Dodonna wollen sie eher schonen. Andere Rebellen betrachten ihre kühle Distanz mit Misstrauen – warum trauert sie nicht um ihr Volk und ihre Heimatwelt? Dodonna führt noch ein weiteres Argument ins Feld: Das Imperium hat ein großes Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Jede Mission, an der sie teilnehmen würde, könnte eine noch größere Gefahr bergen, wenn sich Kopfgeldjäger einmischen. Da also niemand will, dass sich Leia in irgendetwas einbringt, schmiedet sie eigene Pläne: Mit Hilfe der Pilotin Evaan will sie die letzten Überlebenden von Alderaan zusamenbringen und so ihre Kultur retten. Doch schon auf ihrer ersten Station, dem Planeten Naboo, wird klar, dass das Imperium nicht nur hinter ihr, sondern auch allen überlebenden Alderaanern her ist. Als wäre das noch nicht genug, gibt es auch noch eine undichte Stelle, denn die imperialen Streitkräfte schließen bei ihrer Verfolgung immer wieder auf…

Rezension

Der Comic erzählt eine interessante Geschichte um Heimat und Kultur, allerdings ohne zu sehr in Schwarz-Weiß-Zeichnung zu verfallen. Natürlich sind die Alderaaner in erster Linie Opfer, da das Imperium ihre Heimatwelt zerstört hat, aber es wird deutlich, dass sie keine „homogene Menge“ sind, da es sehr unterschiedliche Ansichten und Meinungen unter den Leuten gibt. So trifft Leia zum Beispiel auf eine Alderaanerin, die sehr starke Vorurteile über Alderaan-Familien hat, deren Mitglieder mit Angehörigen anderer Spezies Kinder gezeugt hat und diese Nachkommen nicht für „wahre Alderaaner“ hält. Dabei ist auch ein Kniff interessant, den der Comic aber nur andeutet und dem Leser das weitere Nachdenken überlässt: Genau genommen ist Leia ja gar keine Alderaanerin (was sie aber noch nicht weiß). Als sie auf Naboo ist, sieht sie ein Bild von Padmé Amidala, sie glaubt, dass die Frau auf dem Bild sie anschaut und wird kurz nachdenklich, weiß aber gar nicht, warum. Viel von dem, was wir als „Kultur“ bezeichnen, kommt eben vom Umfeld und hängt nicht so sehr davon ab, wer die biologischen Eltern waren oder wo man geboren wurde (in Leias Fall ist ihr Vater ein Farmjunge von Tatooine und eine Politikerin von Naboo, sie selbst wurde auf einer Raumstation geboren).

Die andere ebene des Comics ist natürlich die Gefühlswelt von Leia Organa und ihr Pflichtgefühl. Die Generäle der Rebellion wollen Leia schonen, da sie zu trauern habe und die Untergebenen nennen sie hinter ihrem Rücken „Eisprinzessin“, weil sie genau eben das nicht tut. Dabei arbeitet der Comic sehr schön heraus, dass das Pflichtgefühl der Prinzessin von Alderaan hier stärker ist. Ihr Vater hat ihr beigebracht, dass sie dafür verantwortlich ist, dass Alderaan überlebt und natürlich hat sie das Gefühl, versagt zu haben. Letztlich muss sie lernen, dass eine Kulter mehr umfasst als der Boden, auf dem man lebt. Mit der Pilotin Evaan verbindet sie am Anfang nicht viel, Leia braucht Hilfe für ihren Plan und der Plan gefällt Evaan, das ist alles. Evaan hält Leia ebenfalls für eine „Eisprinzessin“. Doch ihr Handeln und die Entwicklung im Lauf der Geschicht überzeugt Evaan von Leias starkem Charakter und ihrer Motivation.

Der Comic war sehr gelobt worden für diese Darstellung von Leia Organa und ich kann dem nur zustimmen. Das neue Expanded Universe soll einen tieferen Einblick in die Charaktere bieten, und das erfüllt diese Geschichte voll und ganz. Der Fokus wird auch ganz auf Leia gelegt, Han kommt nur bei der Ehrenzeremonie vor und Luke spielt am Rande eine Rolle. Sobald Leia mit Evaan unterwegs ist, sind die beiden Frauen der Mittelpunkt der Handlung. Es handelt sich dabei auch um ein perfektes Bindeglied zwischen dem Ende von Episode IV und dem ersten Heft der neuen Comicreihe. Die Geschichte beginnt genau genommen noch am Ende von Episode IV, auf den ersten Bildern des Comics sehen wir, wie Han Solo und Luke Skywalker bei der Ehrung ihre Medaillen umgehängt bekommen. Von hier aus geht die Handlung direkt weiter.

Wer STAR-WARS-Fan ist und ihn noch nicht hat, sollte sich diesen Comic unbedingt noch zu Gemüte führen.

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Die Graphic Novel „Drei Steine“ – ein mahnendes Werk gegen Rechtsradikalismus

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Nils Oskamp erzählt in seiner autobiografischen Graphic Novel Drei Steine die Geschichte seiner Jugend in den 1980er Jahren in Dortmund-Dorstfeld, wo er das Opfer rechter Gewalt wurde. Er dokumentiert, wie die rechtsradikalen Jugendlichen damals so gut wie ungestraft davonkamen und es später sogar bis in die Politik schafften.

Als ein Mitschüler in der Schulklasse den Holocaust leugnet und weitere Nazi-Parolen propagiert, lehnt sich Nils Oskamp dagegen auf und sagt seine Meinung. Dadurch macht er sich zur Zielscheibe der Neonazis. Ab da beginnt ein Kampf, bei dem es für ihn bald um das nackte Überleben geht. Nils Oskamp zeigt in eindringlichen Bildern, wie die Lehrer und die Polizei die Bedrohung nicht ernst nehmen und auch die Familie die Gefahr nicht erkennt. Mehrfach wird er von Neonazis krankenhausreif geschlagen. Die Spirale der Gewalt eskaliert und gipfelt in zwei Mordanschlägen. Die jugendlichen Schläger der Neonazis wurden von „Alten Kameraden“ angeworben und indoktriniert. Diese Seilschaften sind weiterhin aktiv und machen mit dem rechtsextremen Terror, den sie verbreiten, heute noch Schlagzeilen.

Nils Oskamp ist in Dortmund aufgewachsen und studierte im Ruhrgebiet Grafikdesign mit dem Schwerpunkt Illustration. In Hamburg absolvierte er erfolgreich ein Trickfilmstudium und arbeitet dort als Illustrator für Werbung und Zeitschriften. Mit der Arbeit an Drei Steine begann er vor ein paar Jahren als Gastkünstler in der französischen Comic-Hauptstadt Angoulême.

Die Graphic Novel über seine Jugend, sein Leben mit der Angst und die Ohnmacht des Staats und der Bevölkerung gegenüber rechtsradikaler Gewalt, ist eine beeindruckende und beängstigende Mahnung an alle, die den Rechtsradikalismus verharmlosen. Ein Werk, das umso bedrückender ist, da es auch dokumentiert, dass die rechte Bedrohung inmitten unserer Gesellschaft wächst und gedeiht, und die Drahtzieher sich vielerorts an der Spitze von Politik und Wirtschaft positionieren konnten.

Am 28. Juni 2016 erscheint beim Panini Verlag die 160-seitige Graphic Novel Drei Steine als Hardcover-Ausgabe. Bereits jetzt im Mai veröffentlicht die Amadeu Antonio Stiftung eine gekürzte, 96-seitige Softcover-Schulbuchausgabe. Diese kann über die Webseite www.dreisteine.com für Schulen bestellt werden. Dort steht auch ergänzendes pädagogisches Begleitmaterial den Einsatz im Unterricht zur Verfügung.

Die Panini-Ausgabe für den Buch- und Comic-Fachhandel wird auf dem Comic Salon Erlangen (26. bis 29. Mai 2016) offiziell am Stand von Panini präsentiert und durch eine Drei Steine-Ausstellung begleitet. Nils Oskamp wird während des Salons für Signieraktionen am Verlagsstand anwesend sein, außerdem wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema seines Buchs geben.

Weitere Veranstaltungen:

12. Mai 2016
Buchpremiere in der Steinwache in Dortmund
Die Buchpremiere der Drei Steine-Schulbuchausgabe findet am 12. Mai 2016 in der Steinwache in Dortmund (19 Uhr, Steinstraße 50, 44147 Dortmund) statt. Begleitet wird die Präsentation von einer Podiumsrunde mit WAZ-Redakteur David Schraven, der auch Autor der Graphic Novel Weisse Wölfe ist, in der er sich mit den Dortmunder Neonazis der neuen Generation beschäftigt. Mit dabei ist auch Timo Reinfrank, der Programmleiter der Amadeu Antonio Stiftung, die unter anderem auch im Internet die Plattform Netz gegen Nazis betreibt.

20. Mai 2016
Launch der Graphic Novel Drei Steine
Autor Nils Oskamp wird seine von der Amadeu Antonio Stiftung geförderte Graphic Novel Drei Steine vorstellen und die Politikwissenschaftlerin Dr. Britta Schellenberg die dazugehörigen pädagogischen Begleitmaterialien. Die Veranstaltung findet in der Amadeu Antonio Stiftung, Novalisstraße 12, 10115 Berlin statt. Beginn ist um 16.30 Uhr.

26. bis 29. Mai 2016
Präsentation und Ausstellung beim internationalen Comic Salon Erlangen 2016
Auf der Bühne des Kleinen Saals in der Heinrich-Lades-Halle werden Originale, Studien, Dokumentation, Multimedia-Exponate und Leseproben gezeigt. Am Panini-Stand im gleichen Saal kann die Drei Steine-Hardcover-Ausgabe vor dem offiziellen EVT erworben werden und es finden täglich Signierstunden statt.

Links:

Drei Steine-Homepage mit dem pädagogischen Begleitmaterial

Web-Präsenz des Autors

Drei Steine auf Facebook

DREI STEINE
HC | 160 S. | € 19,99 | 978-3-95798-646-7 | Ab 28. Juni 2016 im Handel, vorab exklusiv erhältlich auf dem Comic Salon in Erlangen
>>>„Drei Steine“ von Nils Oskamp zum Vorbestellen bei AMAZON [Sponsored Link].

Quelle: Panini Comics