Auch in diesem Jahr versorgen die deutschen Verlage die Fans wieder mit Lesestoff „für umme“
Noch vor wenigen Jahren war der Free Comic Book Day eine rein amerikanische Einrichtung, ein Tag, an dem die US-Verlage über Comic-Shops Gratis-Comics verteilen, mit dem Ziel neue Themen zu promoten, Leser für die bunten Bilderwelten zu interessieren und die Shops zu unterstützen. Inzwischen ist der Gratis-Comic-Tag – immer Anfang Mai – auch in Deutschland fester Bestandteil der Comic-Szene, mit Lesestoff zum Nulltarif und vielen begleitenden Aktionen, die den GCT zu einem echten Super-Event machen. Diesen Samstag (10. Mai) ist es wieder soweit und natürlich hat auch Panini Gratis-Comics in den Pott geworfen.
30 Gratis-Comics (alle Titel im Überblick) haben die Verlage für den diesjährigen GCT wieder zusammengestellt. Das Lesefutter gibt es bei verschiedenen Händlern (Liste der teilnehmenden Shops), von denen viele das Event noch mit Vor-Ort-Specials, Mitmach-Aktionen und Signierstunden erweitern (GCT-Events)
Panini Comics ist in diesem Jahr mit insgesamt fünf Comics vertreten. Zweimal geht es um Superhelden, mit den aktuellen, beziehungsweise kommenden Großevents bei Marvel: Infinity und DC: Forever-evil, die in den Heften vorgestellt werden.
Außerdem gibt es Leseproben zweier großartiger neuer Graphic Novels, die sich zusammen in dem Flip-Cover-Comic Capote in Kansas / Die Stern-Bande finden.
Mit viel Poké-Power präsentieren sich die Pokémon in ihrem Gratis-Comic Pokemon: schwarz-und-weiss – und eine der beliebtesten und begehrtesten Ausgaben wird, wie schon in den Vorjahren, natürlich wieder das Comics für umme!-Heft der Simpsons sein – diesmal mit Bart, Krusty, Maggie und ganz gelben Superhelden!
Alle Infos zum Gratis-Comic-Tag 2014 finden Sie hier.
Die ersten Muppet Shows waren noch vom Ausprobieren geprägt, man versuchte mal dies und mal das. In dieser Ausgabe merkt man das daran, dass die Titelsequenz sich von den anderen Shows noch unterscheidet. Mitten im Titellied zeigt Kermit einige Ausschnitte dessen, was das Publikum in der heutigen Show zu sehen bekommen wird („…some stuff that looks like this…“). Dieses „das Publikum Neugierig machen“ wurde in keiner anderen Show mehr gemacht, stattdessen hatten spätere Folgen eine kleine Szene (den so genannten „Teaser“) vor dem Titellied, in der meistens dem Gaststar etwas merkwürdiges passierte. Das Titellied der Staffel 1 beinhaltete zudem einen Kurzgag von Fozzie Bär und endete mit Gonzo dem Großen, der den Schlussakkord auf einem Gong spielen möchte (der Gong ist dabei das „O“ des Schriftzugs „Muppet Show“), was ihm aber aus verschiedensten Gründen immer wieder misslingt.
Der „rote Faden“ der heutigen Show ist Fozzie, der seinen Auftritt als Spontankomiker trainieren möchte und die anderen Muppets damit nervt, dass er aus jedem Wort, das man ihm sagt, spontan einen Gag bildet.
Nummern
Titellied (wie bereits erwähnt mit „Vorschau“)
Vor dem Vorhang: Kermit erzählt von Joel Grey
Lied: „Comedy Tonight“ / die Muppet-Monster und Crazy Harry (aus dem Musical „A funny Thing happened on the Way to the Forum“)
Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (1)
Hinter der Bühne: Fozzie übt seine Spontangags (1) / Kermit und Fozzie
Im Ballsaal
Die Muppet-Nachrichten (1)
Vor dem Vorhang: Kermit kündigt eine Nummer mit Joel Grey an
Lied: „Willkommen, Bienvenue, Welcome“ / Joel Grey und die Muppets (aus dem Musical „Cabaret„, Joel Grey hat das Lied in dem gleichnamigen Film ebenfalls gesungen)
Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (2)
Hinter der Bühne: Fozzie übt seine Spontangags (2) / Hilda und Fozzie
Kermit im Gespräch mit Joel Grey
Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (3)
Lied „Pachalafaka“ / zwei Whatnot-Muppets (Lied von Irving Taylor)
Vor dem Vorhang: Sam der Adler kündigt Wayne und Wanda an
Lied: „Stormy Wheather“ / Wayne und Wanda (Lied von Harold Arlen und Ted Koehler)
Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (4)
Hinter der Bühne: Fozzie übt seine Spontangags (3) / Kermit, Hilda, George, Piggy und Fozzie
Joel Grey begegnet Gonzo dem Großen
Vor dem Vorhang: Kermit kündigt Fozzies Nummer an
Fozzies Comedy-Nummer
Vor dem Vorhang: Kermit kündigt ein Muppet-Theaterstück an
Theaterstück: „Sherlock Holmes und der Fall der verschwindenden Beweise“ / Rowlf (als Holmes), Baskerville (als Watson) und Gorgon Heap (als Butler)
Die Muppet-Nachrichten (2)
Vor dem Vorhang: Kermit kündigt Gonzo den Großen an
Nummer von Gonzo dem Großen: er demoliert zu den Klängen des Amboss-Chors (aus Verdis Oper „Il Trovatore“) einen Oldtimer mit einem Vorschlaghammer. Da das Publikum die Vorstellung nicht gefällt, kommt Joel Grey auf die Bühne, um ihn zu retten, und das führt zu:
Lied „Razzle-Dazzle“ / Joel Grey und die Muppets (aus dem Musical „Chicago„) -> „razzle dazzle“ bedeutet so vie wie „Ablenkung“ oder „Täuschungsmanöver“
Auf dem Balkon: Statler und Waldorf (5)
Vor dem Vorhang: Kermit und die Muppets nehmen Abschied von Joel Grey
Abspann
Auf dem Balkon: Statler und Waldorf (6)
Der Gaststar
Joel Grey (* 11. April 1932 in Cleveland, Ohio) ist ein Theater- und Filmschauspieler. Er ist einer der acht Schauspieler, denen es gelang, einen Tony Award wie auch einen Oscar für ein und dieselbe Rolle zu gewinnen. Er erhielt beide Auszeichnungen für die Rolle des Conferenciers im Musical „Cabaret“. Grey spielte diese Rolle zunächst am Broadway unter der Regie von Harold Prince und danach in der Verfilmung von Bob Fosse an der Seite von Liza Minnelli.
Joel Grey wirkte in zahlreichen Fernsehserien und Kinofilmen (u.a. 1976 in „Kein Koks für Sherlock Holmes“ und 1991 in „Kafka“) mit. Nach „Cabaret“ konnte er jedoch keinen vergleichbaren Erfolg mehr vorweisen. Im Jahr 2000 gehörte er neben der isländischen Popsängerin Björk und der Französin Catherine Deneuve zum Schauspielerensemble von Lars von Triers Film „Dancer in the Dark“, der bei den Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme erhielt.
Zuletzt war der Schauspieler 2003 wieder am Broadway zu sehen. Dort verkörperte er den Zauberer von Oz in dem Erfolgsmusical Wicked – Die Hexen von Oz an der Seite von Idina Menzel und Kristin Chenoweth.
Grey ist der Vater der Schauspielerin Jennifer Grey. [1]
Hintergrund
Nach zwei Anläufen hatte die Show nun ihr endgültiges Format und ihre Besetzung gefunden: Die Muppets produzieren Woche für Woche eine Vaudeville-Theater-Show mit einem Gaststar und der Fernsehzuschauer bekommt nicht nur mit, was auf der Bühne passiert, sondern blickt auch hinter die Kulissen. Nachdem in den ersten beiden Pilotfolgen die Präsentatoren noch andere Muppets waren, entschied Jim Henson sich dann doch dafür, Kermit zur Hauptfigur zu machen. Das Muppet-Ensemble bestand damit zu Beginn der Reihe aus folgenden Figuren:
Kermit: Ein Frosch, bekannt aus der „Sesamstraße“. In der „Muppet Show“ ist er mehr als einmal einem Nervenzusammenbruch nahe.
Rowlf: Ein Hund und die zweite Figur, die schon vor der „Muppet Show“ bekannt war. Rowlf trat unter anderem regelmäßig in der „Jimmy Dean Show“ auf.
Fozzie: Ein Bär, einer der Neuzugänge. Er ist der Komiker der Muppets, oder jedenfalls hält er sich dafür.
Gonzo der Große: Was er ist, wird erst in dem Film „Muppets aus dem All“ offenbart, davor wird er von anderen (vor allem Miss Piggy) gern als „Truthahn“ beschimpft. Er ist ein Aktionskünstler, dessen Nummern beim Publikum nicht immer gut ankommen.
Miss Piggy: Ein Schwein und die Diva der Show. Außerdem hat sie eine Schwäche für Kermit. Eine frühe Version von ihr (noch mit typischen „Schweinsäuglein“) ist schon in der Folge „Sex & Gewalt“ zu sehen.
Hilda: Ein Muppet in menschlicher Gestalt. Sie ist die Garderobendame der Show, die aber auch zu allem eine Meinung hat.
George: Ebenfalls ein menschlicher Muppet, der schon in beiden „Vor-Versionen“ der Show zu sehen war. Er ist der Hausmeister und liebt seinen Job.
Der Nachrichtensprecher: Noch ein menschlicher Muppet, in den ersten Folgen noch ohne, später mit Brille. Er hat des öfteren mit den Folgen der Nachrichten, die er verliest, zu kämpfen.
Mildred: Eine Art Mischung aus Mensch und Vogel mit lila Haut. Sie ist häufiger mit George zusammen zu sehen.
Doktor Goldzahn und seine Band: Die Band besteht aus Doktor Goldzahn (Keyboard), Janice (Gitarre), Floyd (Bassgitarre), Zoot (Saxophon) und Tier (Schlagzeug). An den Musikern der Muppet Show sieht man eins sehr schön: die meisten Muppets sind Linkshänder. Warum? Weil die meisten Puppenspieler Rechtshänder sind. Da die bevorzugte Hand (bei Rechtshändern eben rechts) auch die stärkere ist, steckt diese im Kopf eines Muppets. Damit hat der Puppenspieler nur noch die linke Hand frei, um die Hand des Muppets zu bedienen – eben vorzugsweise die Linke.
Sam der amerikanische Adler: …ist ein Adler, wie der Name sagt. Genau genommen ein Weißkopfseeadler, das Wappentier Amerikas. Er ist sehr patriotisch eingestellt, um nicht zu sagen, extrem konservativ.
Wayne und Wanda: Ein Gesangesduo, deren Gesangseinlagen immer wieder in einer Katastrophe enden.
Statler und Waldorf: Zwei ältere Herren, die eine Dauerkarte für die Loge des Theaters haben und Woche für Woche wiederkommen, obwohl sie durch ihre Kommentare deutlich machen, dass ihnen die Show nicht gefällt. Eine besondere Abneigung haben sie dabei gegen Fozzie.
Crazy Harry: …hieß aus Gründen, die heute keiner mehr weiß, in der Pilotfolge „Sex & Gewalt“ noch „Crazy Donald“. Er hat ein charakteristisches irres Lachen und reagiert immer dann, wenn jemand etwas sagt, das auch nur im Entferntesten mit Explosionen zu tun hat: Er drückt einen Auslöser und es kommt zu einer Explosion (typisch ist folgender Dialog: Kermit: „Die heutige Show ist ein echter Knaller!“ – Harry: „Hat hier jemand ‚Knaller‘ gesagt?“ Harry drückt den Auslöser, es gibt eine Explosion und Harry lacht).
Die Monster: Schon in der Sesamstraße brachte Jim Henson verschiedene Monster zum Einsatz (man denke nur an Krümel oder Grobi). Während die Monster in der Sesamstraße allerdings mehr dazu dienten, Kindern zu zeigen, dass nicht das Äußerliche wichtig ist, sind die Monster in der Muppet Show mehr das anarchische Element. Am bekanntesten dürfte Sweetums sein, das Riesenmonster mit dem großen Maul, das gerne alles mögliche auffrisst. Aber auch der in dieser Folge vorkommende Gorgon Heap hat einen ziemlich unstillbaren Appetit. Noch ein bekanntes Gesicht ist „Onkel Tödlich“, der in einer Folge sogar eine Hauptrolle spielen darf.
Whatnots und andere Muppets: „Whatnots“ nennt man die Muppets, die eine generell menschliche Grundform haben und durch Haare, Augen und Nase individualisiert werden. Gern nimmt man solche Figuren für einen Charakter, der nur einmal auftaucht. Allerdings wird der aufmerksame Zuschauer bemerken, dass es auch im Hintergrund Muppets gibt, die man zwar nicht kennenlernt, die aber regelmäßig aufkreuzen.
Das Titellied: Von dem „Muppet Show Theme“ wird behauptet, dass es dem Lied „Ich brauche keine Millionen“ von Peter Kreuder nachempfunden ist und Ähnlichkeiten lassen sich in der Tat nicht verleugnen. Neben der etwas besonderen Ausführung in dieser Episode änderte sich das Lied auch von Staffel zu Staffel. Text und Ausführung von Staffel 1 sahen wie folgt aus:
Kermit befindet sich im „o“ des Schriftzugs „Muppet Show“, der die ganze Bühne des Theaters einnimmt, und verkündet: „Und hier ist wieder die Muppet Show mit unserem heutigen Gaststar…“ und nennt den Namen des Gastes. Die Tafel mit dem Schriftzug wird hochgezogen, die Muppet-Band spielt das Titellied. Muppets kommen von links und rechts auf die Bühne und singen die erste Strophe:
Jetzt tanzen alle Puppen!Macht auf der Bühne Licht. Macht Musik, bis der der Schuppen Wackelt und zusammenbricht!
Schmeißt Euch in Frack und Fummel! Und Vorhang auf – Hallo! Freut Euch auf Spaß und Rummel Der heut’gen Muppet Show!
Der Vorhang geht auf und Fozzie macht einen kurzen Gag. Dann schließt sich der Vorhang und Kermit tritt auf die Bühne. Er singt:
Ich komm gleich nochmal wieder. Dann geh‘ ich, ist das klar? Ich singe keine Lieder, Ich präsentier den Star!
Es wird ein Ausschnitt mit dem jeweiligen Gaststar gezeigt, bevor zu den Muppets geschwenkt wird, die auf einer großen Pyramide sitzen, die im Verlauf der letzten Strophe hochgefahren wird. Das Lied geht weiter:
Kermit:
Aber jetzt geht’s los, jetzt kommt die…
Alle:
…sensationellteste, fabehalftelteste, blödelhaftelteste, muppetionelteste Ja, jetzt kommt die Super Muppet Show!
Ganz oben auf der Pyramide sitzt Gonzo vor einem überdimensonalen „Muppet Show“-Schriftzug. Das „o“ von Show ist ein Gong und Gonzo versucht in jeder Show, den Schlussakkord des Titelliedes zu bringen, indem er den Gong schlägt. Das geht meistens spektakulär schief.
Und noch mehr…: Das Muppet-Universum wurde im Laufe der Zeit immer mehr erweitert. Auch kamen regelmäßige Serien dazu. Diese werde ich allerdings dann behandeln, wenn sie das erste Mal zu sehen sind.
zeichnete für die Übersetzung der Muppet Show verantwortlich und musste sich ein ums andere Mal mit wahren „Übersetzungshammern“ herumschlagen. Teilweise musste er sich Schlusspointen, Gags oder Nummern völlig neu ausdenken, weil sich diese einfach nicht ins Deutsche übertragen ließen. In dieser Folge sind natürlich die ganzen Wortspiele von Fozzie sehr kompliziert, doch der „Haupthammer“ ist die Nummer, in der Joel Grey Gonzo begegnet: Die beiden reden über Greys neues Auto und als Gonzo einen Satz von Grey sehr wörtlich nimmt (er fragt, ob Gonzo eine Runde drehen will, worauf Gonzo sich im Kreis dreht), meint Joel, das habe er nur im übertragenen Sinne und nicht wörtlich gemeint. Er bringt ein paar weitere Redewendungen als Beispiel und endet mit „one doesn’t talk through one’s hat“, worauf hin sich Greys Hut zu Wort meldet und meint, er könne auch sehr gut für sich selbst sprechen. „To talk through one’s hat“ bedeutet so viel wie „Unsinn reden“, Storeck musste das nun im Deutschen irgendwie mit dem sprechenden Hut in Verbindung bringen. Er lässt Grey nach einer Reihe von Redewedungen sagen: „Man spricht ja auch nicht wirklich durch die Blume, wenn man so sagt.“, worauf der Hut erwidert: „Es geht einem ja auch nicht wirklich der Hut hoch, vor allem, wenn man eine Mütze ist!“
Medien
“Die Muppet Show” kann man unter anderem hier bestellen:
SONDERPREIS FÜR EIN HERAUSRAGENDES LEBENSWERK AN RALF KÖNIG
Im Rahmen des Internationalen Comic-Salons 2014 wird in diesem Jahr zum 16. Mal der Max und Moritz-Preis verliehen, die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur und Comic-Kunst im deutschsprachigen Raum. 25 Titel wurden für den Max und Moritz-Preis 2014 nominiert, acht von neun Preisträgern werden am 20. Juni im Rahmen der Max und Moritz-Gala bekannt gegeben. Allein der Preisträger für ein herausragendes Lebenswerk steht bereits fest: Mit Ralf König wird nach 30 Jahren zum ersten Mal ein deutschsprachiger Zeichner und Autor mit dem Max und Moritz-Preis für sein herausragendes Lebenswerk ausgezeichnet. Die Jury würdigt damit den erfolgreichsten und international populärsten deutschen Comic-Künstler, dessen Einfluss nicht nur weit über die Grenzen des deutschsprachigen Raums, sondern auch weit über die Kreise des traditionellen Comic-Publikums hinausreicht.
Neben dem Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk legte die Jury 22 Nominierungen fest, die durch drei weitere Titel, die in Internet-Umfragen durch das Publikum ermittelt wurden, zur 25 Titel umfassenden Nominierten-Liste ergänzt wurden. Ausgehend von dieser Liste werden im Rahmen der Max und Moritz-Gala am Freitag, 20. Juni, 21:00 Uhr im Markgrafentheater Erlangen die Preise in den Kategorien „Bester deutschsprachiger Comic“, „Bester internationaler Comic“, „Bester deutschsprachiger Comic-Strip“ und „Bester Comic für Kinder“ verliehen. In den Kategorien „Bester deutschsprachiger Comic-Künstler“ (Dotierung: 5.000,– Euro), „Beste studentische Comic-Publikation“ (Dotierung: 1.000,– Euro) und „Spezialpreis der Jury“ wurden keine Nominierungen vorgenommen, die Preisträger in diesen drei Kategorien werden ebenfalls im Rahmen der Max und Moritz-Gala bekannt gegeben. Die Preisverleihung, moderiert von Hella von Sinnen und Christian Gasser, gilt als Höhepunkt des Internationalen Comic-Salons Erlangen.
Der Max und Moritz-Preis ist die bedeutendste Auszeichnung für grafische Literatur und Comic-Kunst im deutschen Sprachraum. Er wird durch eine von der Stadt Erlangen berufene unabhängige Fachjury vergeben und trägt seit 30 Jahren wesentlich zur künstlerischen und gesellschaftlichen Anerkennung des Comics bei. Mit dem Max und Moritz-Preis wird die Arbeit herausragender Künstlerinnen und Künstler gewürdigt, verdienstvolle Verlagsarbeit bestärkt, auf Nachwuchstalente aufmerksam gemacht und die qualitative Auseinandersetzung über grafische Literatur gefördert. Der Jury für den Max und Moritz-Preis gehören in diesem Jahr an: Christian Gasser (Autor und Dozent an der Hochschule Luzern – Design & Kunst), Herbert Heinzelmann (Journalist und Medienwissenschaftler, Nürnberg), Brigitte Helbling (Journalistin, Arbeitsstelle für Graphische Literatur, Hamburg), Andreas C. Knigge (Journalist und Publizist, Hamburg), Isabel Kreitz (Comic-Zeichnerin, Hamburg), Lars von Törne (Journalist, Berlin) und Bodo Birk (Internationaler Comic-Salon Erlangen).
MAX UND MORITZ-PREIS 2014
Die 25 für den Max und Moritz-Preis 2014 nominierten Titel in alphabetischer Reihenfolge:
Ardalén von Miguelanxo Prado. Übersetzung: Sybille Schellheimer. Egmont Comic Collection Anyas Geist von Vera Brosgol. Übersetzung: Monja Reichert. Tokyopop Billy Bat von Naoki Urasawa, Ko-Szenarist: Takashi Nagasaki. Übersetzung: Yvonne Gerstheimer. Carlsen Manga Buddha von Osamu Tezuka. Übersetzung: John Schmitt-Weigand. Carlsen Verlag Das Erbe von Rutu Modan. Übersetzung: Gundula Schiffer. Carlsen Verlag Das versteckte Kind von Loïc Dauvillier, Marc Lizano und Greg Salsedo. Übersetzung: Monja Reichert. Panini Comics Der gigantische Bart, der böse war von Stephen Collins. Übersetzung: Tim Jung. Atrium Verlag Didi & Stulle von Fil. zitty Don Quijote von Flix. Carlsen Verlag Earth unplugged von Jennifer Daniel. Jaja Verlag Ein Leben in China von P. Ôtié und Li Kunwu. Übersetzung: Christoph Schuler. Edition Moderne Eva von Claude Jaermann und Felix Schaad. Tages-Anzeiger Zürich / Sewicky Verlag Flughunde von Ulli Lust nach dem Roman von Marcel Beyer. Suhrkamp Verlag Hilda und der Mitternachtsriese von Luke Pearson. Übersetzung: Matthias Wieland. Reprodukt Im Himmel ist Jahrmarkt von Birgit Weyhe. avant-verlag Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt von Chris Ware. Übersetzung: Tina Hohl und Heinrich Anders. Reprodukt Kiesgrubennacht von Volker Reiche. Suhrkamp Verlag Kililana Song von Benjamin Flao. Übersetzung: Resel Rebiersch. Verlag Schreiber & Leser Kinderland von Mawil. Reprodukt Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht von Christophe Blain und Abel Lanzac. Übersetzung: Ulrich Pröfrock. Reprodukt Saga von Brian K. Vaughan und Fiona Staples. Übersetzung: Marc-Oliver Frisch. Cross Cult (nominiert durch das Publikum) Schisslaweng von Marvin Clifford. www.schisslaweng.net (nominiert durch das Publikum) TEN von Martina Peters. Cursed Verlag (nominiert durch das Publikum) Totes Meer von 18 Metzger. Jungle World / Ventil Verlag Unsichtbare Hände von Ville Tietäväinen. Übersetzung: Alexandra Stang. avant-verlag
Bedrückend und doch einfühlsam wird erzählt, wie Dounia als Kind die Schrecken des Zweiten Weltkrieges erlebt
(c) Panini Comics
Alles scheint wie immer, die Veränderungen kommen schleichend, kaum bemerkbar. Doch dann ändert sich der Alltag des Mädchens Dounia abrupt und radikal, als ihre Eltern ihr einen gelben „Sheriffstern“ auf den Mantel nähen. Erst am nächsten Tag in der Schule wird ihr bewusst, dass die scheinbare Auszeichnung sie für alle sichtbar als Jüdin brandmarkt – ihre Mitschüler wenden sich von ihr ab, die Lehrer ignorieren sie. Doch das ist erst der Anfang. Mit Das versteckte Kind von Marc Lizano und Loïc Dauvillier veröffentlicht Panini Comics eine eindringliche und gleichzeitig mit so viel Gefühl erzählte Graphic Novel, dass sich die Geschichte bestens eignet, auch von Kindern gelesen und verstanden zu werden. Mit einem exklusiven Vorwort von Stephan J. Kramer, dem Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland.
„Das versteckte Kind kann eine Brücke zwischen dem Schicksal der Heldin dieser Graphic Novel und der heutigen Jugend schlagen“, schreibt Stephan J. Kramer in seinem Vorwort. Das Ziel ist es, gegen das Vergessen anzugehen. Und gerade in der Umsetzung als Graphic Novel offenbaren sich völlig andere Möglichkeiten, mit den Schrecken des Zweiten Weltkrieges umzugehen und den Stoff auch in der heutigen Gegenwart begreifbar zu machen, speziell für die junge Generation.
Als Dounia die Ereignisse aus ihrer Jugend in einer schlaflosen Nacht ihrer Enkelin Elsa erzählt, ist diese gerade so alt wie sie damals war, als ihre Eltern ihr den gelben Stern anhefteten, den sie ihr zu Beginn noch als Sheriffstern zu verkaufen versuchten. Die Wahrheit zeigt sich schnell, als Dounia auf dem Schulhof, gemeinsam mit den anderen jüdischen Kindern, zunehmend isoliert wird und sich das Verhalten der Lehrer ihnen gegenüber ändert. Beschimpfungen werden zur Normalität und ihr Vater verliert seine Arbeit, aber die Familie hält eng zusammen. Doch eines Abends pocht es an der Wohnungstür und Dounias Eltern können sie gerade noch im Kleiderschrank in einem Koffer verstecken, ehe sie deportiert werden. Stunden später nimmt sich eine Nachbarin des verstörten Mädchens an. Es ist das Ende einer bis dato unbeschwerten Kindheit. Fortan muss sich Dounia an ein neues Leben gewöhnen, ein Leben auf der Flucht, voller Angst und banger Ungewissheit. Das Leben eines versteckten Kindes.
Bereits im Jahr 1940 veranlasste die französische Regierung in Vichy unter der Führung von Philippe Pétain eine Ausgrenzung der Juden und verbot ihnen fast jegliche berufliche Tätigkeit. Jüdische Kinder und ihre Eltern dürften nicht mehr in öffentliche Parks, in Schwimmbäder, ins Kino, nicht einmal das Recht, sich ein Haustier zu halten, hatten sie noch. Im Sommer 1942 kam es schließlich zu einer Massenfestnahme von Juden (bekannt als Rafle du Vel d’Hiv). Nur Dank der Solidarität einiger Mitmenschen mit viel Zivilcourage – Verwandte, Widerstandskämpfer oder Freunde –, die sich um Kinder wie Dounia kümmerten, konnten viele Mädchen und Jungen gerettet werden.
Zeichner Marc Lizano und Autor Loïc Dauvillier haben Das versteckte Kind – exemplarisch für viele Kinderschicksale aus dieser Zeit – aus Elementen verschiedener überlieferter Geschichten zusammengesetzt. Dabei entstand eine Graphic Novel, die durch ihre einfühlsame Erzählweise und die Zeichnungen bestens geeignet ist, auch von Kindern als Lektüre gegen das Vergessen gelesen zu werden.
Der französische Zeichner Marc Lizano ist Gast beim diesjährigen Comic-Salon in Erlangen (19.-22. Juni) und signiert auch am Panini-Stand. Seinem Schaffen wird beim Salon eine eigene Ausstellung gewidmet sein.
Die letzten drei Tage haben wir über den Disney-Film „Maleficent – Die dunkle Fee“ berichtet, der am 29. Mai 2014 Premiere feiert (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Vorschau-Video). Ich möchte mich heute dem Thema des Films etwas nähern, denn es gibt hier einen Trend zu beobachten, den ich persönlich grundsätzlich gut finde. Ob er in „Maleficent“ auch gut umgesetzt ist, wird der Film dann beweisen müssen.
Schweifen wir dazu erstmal etwas ab von diesem Film und nehmen wir ein anderes Disney-Meisterwerk: „Aladdin“. Es ist die Nacherzählung der Geschichte „Aladin und die Wunderlampe“ aus der Sammlung „Geschichten aus 1001 Nacht“. In dem Film gibt es einen großen Widersache für den Helden: Dschafar (im Original „Jafar“ geschrieben), der sich der Wunderlampe bemächtigen will, um den Sultan anstelle des Sultans zu werden. Aber warum? Dschafar ist zu Beginn des Films bereits Großwesir, hat also schon eine gewisse hohe Stellung und – da er Magier ist – auch Macht. Warum will er Sultan werden? Und damals, als der Film erschien – 1992 -, wäre als Erklärung noch ausreichend gewesen: Na ja, er ist halt der Bösewicht, und solche Typen wollen immer mehr Macht haben, als sie derzeit besitzen. Ende der Erklärung.
„Ralph – Du Bösewicht! Aber das doch nicht heißt, Du auch… böser Wicht!“*
Es ist die simple Erklärung: Da gibt es das Böse, und es gibt Menschen, die dem Bösen verfallen. Meistens steckt hinter „dem Bösen“ auch eine Person, bei der christlichen Religion der Teufel, respektive Luzifer. In dieser einfachen Erklärung wird die Komplexizität des Menschen einfach geleugnet und teilweise mit Absicht die Augen vor der Möglichkeit verschlossen, dass in jedem Menschen das Potential zu einem „Bösewicht“ steckt. Es müssen nur die entsprechenden Umstände herrschen, und es kommt heraus. Mit der Psychoanalyse des 20. Jahrhunderts wurde dieser Bereich erstmals ernsthaft erforscht. Die Analytiker erkannten, dass es Zusammenhänge gibt etwa zwischen traumatischen – und auch nicht-traumatischen – Erfahrungen, die eine Person gemacht hat und der Persönlichkeit, die diese dann entwickelt. Kein Mensch ist „einfach böse“, er wird es durch bestimmte Sachen. Wobei das mit dem „böse sein“ an sich schon schwierig ist, denn: Wann genau hat man die Grenze überschritten und ist „böse“? Gerade im alltäglichen Leben ist das schwer zu erkennen, denn ich meine, wer hat schon eine dunkle Fee im Bekanntenkreis, die bei der Taufe des eigenen Nachwuchses erscheint und diesen verflucht?
Gleichzeitig wird dabei den Bösewichtern das „Mensch-sein“ abgesprochen. Okay, eine Fee kann im engeren Sinne sowieso nicht als „menschlich“ betrachtet werden, aber ich denke, es ist klar, worauf ich hinaus möchte. Nehmen wir als besseres Beispiel Scar aus „König der Löwen“, obwohl der per se auch kein Mensch ist. Aber er ist auch kein übernatürliches Wesen, im Gegensatz zu dem Magier Dschafar und der Fee Maleficent. Solchen Bösewichtern wird das „Normal-sein“ abgesprochen, sie sind eben böse, stehen unter dem Bann des Bösen, einer merkwürdigen, nicht greifbaren Macht. Und damit wurde festgelegt, dass man sie auch nicht zu verstehen braucht. Es gibt nichts zu verstehen, so hieß es, denn das ist eben „das Böse“.
Tatsächlich blieb das in den Disney-Filmen auch lange Zeit so, wie man am Beispiel Dschafar oder Scar sieht. Warum will Dschafar den Sultan absägen? Keine Ahnung. Warum trachtet Scar seinem Bruder nach dem Leben? Wird nicht erklärt. Warum ist Ursula, die Meerhexe aus „Arielle“, böse? Erfahren wir nicht. Und so weiter. Aus dieser Zeit fällt mir spontan nur ein Disney-Bösewicht ein, der einen Ansatz von Hintergrund zeigt (aber nicht mehr!): Prinz John Ohneland aus der animierten „Robin-Hood“-Version. Von ihm erfahren wir, dass er neidisch ist auf seinen Bruder Richard Löwenherz und deswegen unbedingt selbst König bleiben will.
In den 1990er Jahren änderte sich das langsam und die Bösewichte bekamen ihre eigene Hintergrundgeschichte. Die neueste Stufe dieser Entwicklung (zumindest was meine Beobachtungen betrifft) war der Roman „Wicked – Die Hexen von Oz„, aus dem 2003 ein Musical wurde. In diesem Buch wird die Geschichte des Films „Der Zauberer von Oz“ genauer beleuchtet, und zwar aus der Perspektive der „bösen“ Hexe des Westens. Hier wurde ein bekannter und in mehreren Werken als „böse“ dargesteller Charakter genommen und erklärt, was sie so hat werden lassen. Das Werk hält einige Überraschungen bereit, so zum Beispiel auch, dass der „Zauberer von Oz“ gar nicht so gut ist, wie man glaubt. Aber genau das ist das Thema: Menschen sind vielschichtig und komplex. Die „bösen“ genauso wie die „guten“.
Und wer sich anschaut, was „Wicked“ zeigt, der wird zweifellos auf die Parallelen zu „Maleficent“ kommen. Das ist auch das Wermutströpfchen, das ich jetzt schon bei der Disney-Produktion sehe: Das Déjà-Vue-Gefühl. Zwar handelt es sich dabei lediglich um das „Konzept“, von dem man sich hat inspirieren lassen, aber wenn man bedenkt, was Disney veranstaltet, was das Urheberrecht und dessen Auslegung betrifft, ist es ein wenig janusköpfig.
Nichtsdestotrotz hoffe ich persönlich, dass sich der Trend fortsetzt, der den Zuschauer auch etwas mehr fordert, nämlich dass Charaktere komplex dargestellt werden. „Maleficent“ ist da ein guter Schritt in die richtige Richtung, es wäre aber großartig, wenn das Konzept auch bei zukünftigen Entwürfen von Schurken und Helden beibehalten würde. Das heißt jetzt nicht, dass die ganzen Disney-Klassiker neu aus der Perspektive des Bösewichts verfilmt werden sollen, sondern dass bei den neuen Filmen da von Anfang an dran gedacht wird und es nicht wieder so sein wird, dass die einzige Motivation, die der Zuschauer erfährt, ein „ist halt so!“ bleibt.
Das ist natürlich auch ein Risiko. George Lucas hat für seine Prequel-Trilogie von STAR WARS viel Prügel einstecken müssen, unter anderem auch dafür, dass viele Dinge „irgendwie total anders“ sein. Nein, eigentlich nicht, sie haben Tiefe bekommen. Denn während bei den Originalfilmen die Fronten klar nach „schwarz“ und „weiß“ getrennt waren, ist das bei den Prequels gar nicht mehr so. Die Jedi machen Dinge, die nicht unbedingt so „gut“ sind und die Sith haben haben auch ein paar Punkte zu sagen, die einen zum Nachdenken bringen können. Aber um dieses Thema kümmere ich mich ein andermal. Und da Disney nun auch STAR WARS gehört, ist es auch in deren Verantwortung, es gutes draus zu machen.
Also hoffe ich auf mehr Schurken, die nicht einfach nur „böse“ sind, sondern hinter denen etwas steckt. Wie war das noch gleich?
„Ich bin böse und das ist gut. Ich werde niemals gut sein und das ist gar nicht schlimm. Es gibt keinen, der ich lieber sein möchte als ich.“*
29. April, Pinewood Studios UK: Drehbuchautor/Regisseur/Produzent J.J. Abrams (oben Mitte) und die Schauspieler bei der Leseprobe zu Star Wars: Episode VII mit Harrison Ford, Daisy Ridley, Carrie Fisher, Peter Mayhew, Produzent Bryan Burk, Lucasfilm Präsidentin und Produzentin Kathleen Kennedy, Domhnall Gleeson, Anthony Daniels, Mark Hamill, Andy Serkis, Oscar Isaac, John Boyega, Adam Driver und Drehbuchautor Lawrence Kasdan (im Uhrzeigersinn von rechts). Copyright und Photo Credit: David James. Lucasfilm Ltd. & TM. All Rights Reserved.
Ganz offiziell wurden heute die Darsteller bekannt gegeben, die in STAR WARS Episode VII mitspielen werden:
Die Schauspieler John Boyega, Daisy Ridley, Adam Driver, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson und Max von Sydow werden den Original Stars der Saga Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill, Anthony Daniels, Peter Mayhew und Kenny Baker im neuen Film zur Seite stehen.
Regisseur J.J. Abrams sagt: “Wir freuen uns sehr, endlich die Schauspieler von Star Wars: Episode VII bekannt geben zu können. Es ist aufregend und surreal zugleich, die beliebten Schauspieler der Original Saga und die großartigen neuen Darsteller dabei zu beobachten, wie sie diese Welt erneut zum Leben erwecken. Wir beginnen in einigen Wochen mit den Dreharbeiten und alle geben ihr Bestes, um die Fans stolz zu machen.“
Star Wars: Episode VII wird unter der Regie von J.J. Abrams, nach einem Drehbuch von Lawrence Kasdan und J.J. Abrams entstehen und wird von Kathleen Kennedy, J.J. Abrams und Bryan Burk produziert. John Williams kehrt als Komponist zurück. Der Film startet in Deutschland am 17. Dezember 2015.
Gestern und vorgestern haben wir in zwei Beiträgen schon ein wenig die Hintergründe von Disneys neuestem Film „Maleficent – Die dunkle Fee“ beleuchtet (Teil 1, Teil 2). Heute werfen wir einen weiteren Blick hinter die Kulissen.
MAGIE HINTER DEN KULISSEN
MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE ging am 11. Juni 2012 in den weltberühmten Pinewood Studios bei London vor die Kameras. Hier entstand der Großteil des Films. Die Dreharbeiten dauerten fünf Monate und fanden in sechs Hallen sowie auf tausenden Quadratmetern Studiogelände und umliegenden Wiesen statt. Die Produktion verfügte über eine Reihe enormer Sets. Die Szenenbildner Gary Freeman und Dylan Cole sowie Bühnenbildner Lee Sandales entwarfen gemeinsam mit Robert Stromberg angemessen fantastische Kulissen für die Innen- und Außenaufnahmen. „Dies ist das vielleicht imposanteste Set, das ich je gesehen habe!“, rief der Oscar®-gekrönte Kameramann Dean Semler in der riesigen Schlosshalle aus, wo Auroras Taufe stattfindet – eine reale Ausführung des Zeichentrick-Schlosses aus DORNRÖSCHEN von 1959, innen wie außen. „Schon die Zeichnung war ein Meisterwerk“, schwärmt Freeman. „Das war damals Avantgarde. Der Künstler hatte ein außergewöhnliches Gespür für Farben und Kontraste. Wenn man die Einzelteile betrachtet, scheint nichts zusammen zu passen. Aber das Gesamtbild stimmt.“ „Abgesehen von dem Maßstab verwendeten wir auch kostbarere Materialien, als man sie sonst in Normannen-Schlössern findet“, erläutert Freeman weiter. „So entschieden wir uns zum Beispiel für Marmorböden und eine üppige Farbpalette. Das Zeichentrick-Vorbild war architektonisch ein wilder Mix aus allen möglichen Epochen. Das konnten wir so nicht übernehmen. Wir können dem Publikum von heute keinen viktorianisch-gotisch-romanischen Bau präsentieren, das würde einfach keinen Sinn ergeben. Wir mussten uns also auf einen Stil einigen. Obwohl auch unser Schloss eine Kreuzung ist: Die Architektur von Prag trifft auf romanische Formen. Dazu hatten wir die Idee der schwebenden Pfeiler, die sich jetzt durch das gesamte Schloss ziehen und die Räume miteinander verbinden.“ Einen Film zu drehen, in dem große Teile der Landschaft und viele Figuren nur in der Fantasie existieren, stellte das Team natürlich vor eine Reihe von Herausforderungen. „Vor einem Blue Screen zu agieren ist nicht einfach. Aber unsere begnadeten Schauspieler ließen uns vergessen, dass sie gar nicht von einer Märchenwelt umgeben sind“, lobt Robert Stromberg. „Alle lieferten großartige Leistungen ab, obwohl sie sich ihre Welt lediglich vorstellen konnten – sogar die Größe ihrer Feenkörper.“
Die Kostüme zu kreieren und dabei die Märchenwelt und das Mittelalter der Menschen aufeinander abzustimmen, fiel der zweifach Oscar®-nominierten Anna Sheppard zu. „Zunächst glaubte ich, ich müsste mich bei den Kostümen an einer bestimmten Ära orientieren“, erklärt die Designerin. „Aber bald wurde mir klar, dass ich meiner Fantasie freien Lauf lassen konnte – anhand von Robs Vorgaben. Er ist unfassbar visuell veranlagt und kann Dinge sehr gut beschreiben. Ich musste also die magische Grenze überschreiten und tief ins Märchenland eintauchen.“ In ihrer langen Karriere stellte dieses Projekt völlig neue Anforderungen an die erfahrene Anna Sheppard. Nicht nur, dass sie ihre Entwürfe auf zwei alternierende Welten abstimmen musste: Innerhalb der Märchen- und der Menschenwelt gibt es noch diverse Unterkategorien, die erst kreiert werden mussten. Insgesamt nähte sie mit ihrem Team über 2000 Kostüme von Hand.
Um einen Schauspieler in einen Raben oder ein Waldwesen zu verwandeln, sind Maske und Prothesen unerlässlich. Das gilt auch für einen König, der um 16 Jahre altert, während er auf die Rückkehr seiner Tochter wartet. Die Abteilung Maske und Requisite – unter Leitung des siebenfachen Oscar®-Preisträgers Rick Baker – beschäftigte eigens einen Experten, der sich ausschließlich um Maleficents Hörner und künstliche Wangen kümmerte. Ein ganzes Team von Spezialisten staffierte jeden Morgen stundenlang die übrigen Darsteller aus.
Wenn Walt Disney Studios Motion Pictures Germany MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE am 29. Mai 2014 in die deutschen Kinos bringt, erlebt das Publikum ein aufregendes Abenteuer in einer fantastischen Welt – Auge in Auge mit Disneys berühmtester Schurkin. Endlich erfahren wir die ganze Wahrheit über Maleficent.
Gestern haben wir in einem Beitrag schon etwas von der Entstehung des neuen Disney-Films „Maleficent – Die dunkle Fee“ erfahren, der am 29. Mai in die Kinos kommt, heute wollen wir einen Blick auf die Geschichte und die Besetzung der Rollen werfen.
DIE GESCHICHTE
„Als Regisseur war es mir wichtig, genug Vertrautes aus DORNRÖSCHEN beizubehalten, damit die Fans des Originals nicht enttäuscht sind, wenn sie MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE sehen“, betont Robert Stromberg. „Das Publikum soll nicht nur diese klassische Figur in einem ganz neuen Licht sehen, sondern auch die Hintergründe der Geschichte erfahren, die sie aus dem Zeichentrickfilm kennen.“ Um Altes und Neues miteinander zu vereinen, engagierten die Walt Disney Studios Drehbuchautorin Linda Woolverton. „Während meiner Zeit bei Disney, sowohl als Geschäftsführer wie auch als Produzent, war und ist Linda Woolverton die wichtigste Autorin“, lobt Produzent Joe Roth. „In den vergangenen 20 Jahren hat sie DIE SCHÖNE UND DAS BIEST (BEAUTY AND THE BEAST, 1991), DER KÖNIG DER LÖWEN (THE LION KING, 1994) und Tim Burtons ALICE IM WUNDERLAND geschrieben. Damit hat sie die allgemeine Auffassung, was einen Disney-Film ausmacht, mehr geprägt als jeder andere Autor.“ Bevor sie in Maleficents geheimes Leben eintauchte, sah sich Woolverton Disneys DORNRÖSCHEN an. „Nach dem Film kamen mir einige Einfälle, die mehr über ihren Charakter aussagen“, erzählt die Autorin. „Ich habe eine Vergangenheit für sie entworfen, die direkt auf den Moment zuläuft, in dem sie das Baby Aurora verflucht. Von da an geht die Geschichte aus der Perspektive von Maleficent weiter – bis zum Ende. MALEFICENT ist eine Neuerfindung, keine Nacherzählung des bekannten Märchens.“ So stand Linda Woolverton nicht nur vor der Aufgabe, ein Märchen neu zu erzählen, das jeder kennt, der in den vergangenen 50 Jahren Kind war. Zugleich musste sie der berühmten Disney-Figur und ihrer ebenso berühmten Darstellerin gerecht werden. „Die Figur ist wirklich fantastisch. Nachdem Angelina Jolie zugesagt hatte, war es mein Job, die beiden nahtlos zu verschmelzen. Das Ziel: einen Klassiker neu zu beleben, mit einer einzigartigen Maleficent.“
DIE BESETZUNG
Die Entscheidung, Angelina Jolie in der Titelrolle zu besetzen, fiel fernab des üblichen Casting- Prozesses. „Schon bevor ich zu dem Projekt stieß, war Angelinas Name im Spiel, und ich dachte noch: Geniales Casting!“, erinnert sich Robert Stromberg. „Man braucht sich nur Angelinas Foto und ein Bild von Maleficent anzusehen – das passt einfach perfekt.“ „Das Skript hat mich schon beim ersten Lesen sofort gepackt“, sagt Angelina Jolie. „Als wäre man einem großen Geheimnis auf der Spur. Wir alle kennen die Geschichte von DORNRÖSCHEN, und wir alle kennen Maleficent und wissen, was bei der Taufe passiert, weil wir damit aufgewachsen sind. Aber was ist vorher geschehen? Das erfahren wir erst jetzt.“ Maleficent ist eine komplizierte Persönlichkeit. Einerseits ist sie von Rache getrieben, andererseits will sie das Land, das sie liebt, und alle seine Bewohner um jeden Preis beschützen. „Ich hoffe, dass vor allem Mädchen verstehen, wie wichtig Gerechtigkeitssinn und Fairness sind – zu wissen, wofür es sich zu kämpfen lohnt“, so Jolie. „Sie werden sehen, dass sie zwar Kämpferinnen sein können, dabei aber weich, feminin und gefühlsbetont – Frauen sind eben komplexe Wesen.“
Während Maleficent die dunkle Seite symbolisiert, steht Aurora seit jeher für das Licht und die Unschuld. Für die Rolle der Prinzessin, die von Maleficent verflucht wird, wählten die Filmemacher eine der talentiertesten Schauspielerinnen ihrer Generation aus: Elle Fanning. „Elle ist Aurora“, meint Angelina Jolie. „Von unserer ersten Begegnung an war sie der reinste Sonnenschein. Eine wunderbare, liebenswerte, intelligente junge Frau.“ „Elle ist fantastisch und ich habe größten Respekt vor ihr“, fügt Regisseur Robert Stromberg hinzu. „Sie ist nicht nur bildhübsch, sondern auch eine sensationelle Schauspielerin. Elle hat eine große Zukunft vor sich, und es ist eine Freude, mit ihr zu arbeiten. Sie zaubert jedem Mitarbeiter am Set ein Lächeln aufs Gesicht.“ Für Fanning wurde mit der Rolle ein Traum wahr: „Ich konnte es kaum fassen“, sagt die junge Schauspielerin. „Die erste Kostümprobe, die Haare – es war von Anfang an etwas ganz Besonderes, in die Rolle einer echten Ikone zu schlüpfen.“
Auroras Vater, König Stefan, hat sich, von blindem Ehrgeiz getrieben, durch nichts und niemanden aufhalten lassen, bis er am Ziel war. Sharlto Copley spielt diese komplexe Rolle. Und Stefans Wandlung vom naiven Jungen zum rachsüchtigen Monarchen wird das Publikum überraschen. „Ich mag Charaktere, die eine echte Entwicklung durchlaufen. Und Stefan macht auf seinem Weg vom Bürger zum mächtigen Herrscher eine gewaltige Entwicklung durch“, sagt Copley. „Stefanhat große Ambitionen und findet, dass er mehr Respekt verdient, als ihm die Welt entgegenbringt.“
Aber sogar der Herrscher über das Reich der Menschen braucht Verbündete aus dem magischen Wald. Drei Feen – Knotgrass (Flora), Flittle (Fauna) und Thistlewit (Sonnenschein), die Maleficent fürchten – werden von Stefan dazu auserkoren, seine Tochter aufzuziehen. Erst nach ihrem 16. Geburtstag, wenn die Frist des Fluches abläuft, darf Aurora zurückkehren. Der König hätte allerdings keine ungeeigneteren Patinnen für sein Kind finden können. „Die Feen sind unser Comic-Relief-Element“, sagt Joe Roth. „Das Trio soll sich um Aurora kümmern, bis sie 16 ist. Aber als Erzieherinnen sind sie in etwa so qualifiziert wie ich als Astronaut. Wir besetzten zwei ältere, erfahrene Schauspielerinnen und eine jüngere. Knotgrass, die Anführerin der drei, wird von Imelda Staunton verkörpert,. Für VERA DRAKE (VERA DRAKE, 2004) erntete sie eine Oscar®-Nominierung, und man kennt sie aus den HARRY-POTTER-Filmen. Lesley Manville spielt Flittle. Da Imelda und Lesley im wahren Leben eng befreundet sind, harmonieren sie perfekt.“ „Als Thistlewit stellten wir uns eine wesentlich jüngere Darstellerin vor“, führt Roth aus. „Unsere Wahl fiel auf Juno Temple aus THE DARK KNIGHT RISES (THE DARK KNIGHT RISES, 2013). Ich kannte Juno bereits, weil sie damals eine der Finalistinnen für die Rolle der Alice in ALICE IM WUNDERLAND war. Ich behielt sie also im Gedächtnis. Und als wir uns auf eine jüngere, sexy Fee mit blonden Locken einigten, hatte ich gleich Juno vor Augen.“ „Knotgrass (Flora) ist die Anführerin der drei Feen – zumindest gefällt sie sich in dieser Rolle“, erläutert Imelda Staunton. „Sie ist sehr herrisch, durchorganisiert und ein Kontrollfreak. Das macht sie zur selbsternannten Erwachsenen des Trios.“ „Flittle (Fauna) liebt die Farbe Blau und färbt per Zauberstab alles um“, erklärt Lesley Manville. „Da das ihre besondere Gabe ist, soll gefälligst auch alles blau sein. In einer Szene verwandelt sie etwa ein gelbes Kleid in ein blaues und ist empört, als die Besitzern es wieder gelb haben möchte.“ „Thistlewit (Sonnenschein) ist die jüngste der drei“, beschreibt Juno Temple ihre Rolle. „Sie ist naiv, unschuldig und ziemlich zerstreut. Sie möchte am liebsten den ganzen Tag an Blumen schnuppern und herumtanzen.“
Maleficent hat einen ständigen Begleiter. Im Zeichentrickfilm DORNRÖSCHEN war es ein schwarzer Rabe, den sie nur „Liebling“ rief. Diese Maleficent kann ihren Gefährten Diaval in einen Mann verwandeln, wenn es ihr gelegen kommt – oder in ein Pferd, einen Drachen oder einen Wolf. In menschlicher Gestalt wird Maleficents treuer Diener Diaval von Sam Riley gespielt. Und während der 16 Jahre, in denen sie Aurora gemeinsam aufwachsen sehen, entwickelt er echte Zuneigung zu seiner Herrin. „Mein Part ist im Grunde ein Rabe – ein stolzer, fast schon eitler Rabe“, erzählt Riley. „Maleficent rettet Diaval vor einem Bauern und dessen Hunden. Er wird ihr loyaler Verbündeter, der überall hin fliegen und für sie spionieren kann. Im Laufe der Zeit entsteht eine echte Beziehung zwischen den beiden, und Maleficent wächst Diaval ans Herz. Er ist der Einzige, der ihr die Meinung sagt, wenn sie etwas überreizt ist. Und nur er weiß, was in ihr vorgeht.“
Kenneth Cranham als Stefans Gönner König Henry und Newcomer Brenton Thwaites als attraktiver Prinz Phillip runden die Besetzung ab.
Walt Disney Pictures präsentiert MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE (MALEFICENT) mit Oscar®-Preisträgerin Angelina Jolie in der Titelrolle. 2014 feiert die böse Fee, die in Disneys Zeichentrick-Klassiker DORNRÖSCHEN (SLEEPING BEAUTY) von 1959 die Prinzessin verfluchte, ihr 55. Jubiläum. Maleficent avancierte zu einer der berühmtesten Disney-Figuren aller Zeiten. Jetzt kehrt sie in der Live-Action-Version des Märchens auf die Leinwand zurück – und enthüllt so manches Geheimnis. „Als kleines Mädchen liebte ich Maleficent“, erzählt Angelina Jolie. „Sie war meine Lieblingsfigur. Ich hatte Angst vor ihr, verehrte sie aber auch.“ Genau diese Dualität reizte auch Produzent Joe Roth: „Dieser Film handelt von einer Figur, die wir nur als hartherzig kennen. Aber unsere Variante stellt die Frage nach dem Warum. Ich wünsche mir, dass die Zuschauer mit MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE in eine Welt eintauchen, die sie noch nie zuvor gesehen haben – und sie mit dem Gefühl verlassen, dass es für jeden Hoffnung und Erlösung gibt.“
MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE erforscht die nie erzählte Geschichte der berühmtesten aller Disney-Schurkinnen aus dem Klassiker DORNRÖSCHEN und zeigt den Verrat, der ihr gutes Herz schließlich zu Stein werden lässt. Getrieben von Rachsucht und dem grimmigen Wunsch, ihr Reich zu verteidigen, belegt Maleficent Aurora, die neugeborene Tochter des Menschenkönigs, mit einem grausamen Fluch, der nicht rückgängig zu machen ist. Als die Prinzessin heranwächst, gerät sie unweigerlich zwischen die Fronten der verfeindeten Mächte: ihrer liebgewonnenen Heimat, dem Reich des Waldes, und dem Königreich der Menschen, das sie eines Tages regieren soll. Maleficent erkennt, dass Aurora der Schlüssel sein könnte, damit endlich wieder Frieden im Land einkehrt, und sieht sich zu drastischen Maßnahmen gezwungen, die beide Welten für immer verändern werden.
Der mit zwei Oscars® ausgezeichnete Produktionsdesigner Robert Stromberg (AVATAR – AUFBRUCH NACH PANDORA, ALICE IM WUNDERLAND) gibt mit MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE sein Regiedebüt. Als Produzent zeichnet Joe Roth (DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ, SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN) verantwortlich. Das Drehbuch verfasste Linda Woolverton (DER KÖNIG DER LÖWEN, DIE SCHÖNE UND DAS BIEST). Als ausführende Produzenten fungieren Angelina Jolie, Michael Vieira, Don Hahn, Palak Patel, Matt Smith und Sarah Bradshaw. Zur hochkarätigen Besetzung zählen Sharlto Copley (DISTRICT 9), Elle Fanning (SUPER 8), Sam Riley (ON THE ROAD), Imelda Staunton (VERA DRAKE), Juno Temple (ABBITTE) und Lesley Manville (LÜGEN UND GEHEIMNISSE).
Zum Kreativteam hinter den Kulissen zählen der Oscar®-gekrönte Kameramann Dean Semler (DER MIT DEM WOLF TANZT, IN THE LAND OF BLOOD AND HONEY), die Produktionsdesigner Gary Freeman (DER SOLDAT JAMES RYAN, DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG) sowie Dylan Cole, die zweifach Oscar®-nominierte Kostümbildnerin Anna B. Sheppard (SCHINDLERS LISTE, DER PIANIST) und der legendäre Maskenbildner und siebenfache Oscar®-Gewinner Rick Baker (PLANET DER AFFEN, MEN IN BLACK). Den Schnitt übernahmen Chris Lebenzon (ALICE IM WUNDERLAND, FRANKENWEENIE) und Rick Pearson (UNITED 83, IRON MAN 2).
DAS MÄRCHEN VON „DORNRÖSCHEN“
Die Disney-Figur Maleficent trat erstmals 1959 in DORNRÖSCHEN („Sleeping Beauty“) auf. Aber das Märchen von der Prinzessin, die durch einen Fluch in ewigen Schlaf versetzt wird, zählt zu den ältesten der Welt. Die Geschichte von Dornröschen entwickelte sich – wenn auch unter verschiedenen Namen – über geschätzte 400 Jahre. Zählt man vereinzelte Elemente aus dem Mittelalter dazu, sind es sogar tausend Jahre. Erste Niederschriften gehen auf die altfranzösische Novelle „Perceforest“ (um 1330) zurück. 1636 dann veröffentlichte der italienische Erzähler Giambattista Basile „Sonne, Mond und Talia“ in seinem Band „Das Märchen der Märchen oder Unterhaltung für Kinder“. Das Werk gilt als das erste gedruckte Märchenbuch. 1697 erschien „Die schlafende Schöne im Wald“ von Charles Perrault in dessen Märchensammlung „Contes de ma mère l’oye“ („Erzählungen von Mutter Gans“). Bei Perraults Version bedienten sich die Brüder Grimm für ihre Variante „Dornröschen“, die 1812 in den „Kinder- und Hausmärchen“ auftauchte.
Die Ursprünge von Maleficent als weibliche Verkörperung des Bösen sind dagegen unklar. In Giambattista Basiles Märchen kommt zwar eine eifersüchtige, rachgierige Königin vor. Als Ehefrau des Regenten ist sie jedoch keine Außenseiterin, die die Königsfamilie mit einem Fluch belegt. Bei Charles Perrault hingegen ist eine finstere Fee der Bösewicht. Seine Version kommt der von Disney also am Nächsten. Perrault führte auch den edlen Prinzen ein, dessen Kuss den Fluch brechen kann.
So fiel im 20. Jahrhundert Autoren, Zeichnern und der Schauspielerin Eleanor Audley die Aufgabe zu, Maleficent für den Disney-Klassiker DORNRÖSCHEN umzusetzen. Die Produktion des Films nahm zehn Jahre und sechs Millionen Dollar in Anspruch. Damit war DORNRÖSCHEN der bis dato teuerste Disney-Film aller Zeiten. Und Maleficent ist noch heute die beliebteste und gefürchtetste Figur unter Disneys Bösewichten.
DER REGISSEUR UND SEINE VISION
Produzent Joe Roth traf eine durchaus gewagte Entscheidung, als er Regie-Neuling Robert Stromberg ein Projekt dieser Größenordnung anvertraute. „Rob Stromberg und ich hatten gerade DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ (OZ THE GREAT AND POWERFUL, 2013) fertiggestellt“, berichtet Roth. „Ich kannte seine Arbeit bereits aus ALICE IM WUNDERLAND (ALICE IN WONDERLAND, 2010) und AVATAR – AUFBRUCH NACH PANDORA (AVATAR, 2009), für die Robert beide Male eine Oscar® gewonnen hat.“
„Als Disney mit MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE an mich herantrat, hatte ich bereits mehrere große, visuell anspruchsvolle Filme gemacht. Und dabei ist mir eines klargeworden: Das Publikum sucht sich einen Film aus, lange bevor es weiß, worum es in diesem Film geht“, fährt Roth fort. „Was den Ausschlag gibt, sind die allerersten Eindrücke und Bilder, die es zu sehen bekommt. Also dachte ich mir: Angelina ist eine erfahrene Schauspielerin, Robert wird einen großartigen Regisseur abgeben. Und wenn es ihm erneut gelingt, einen eigenständigen visuellen Stil wie in AVATAR, ALICE IM WUNDERLAND und DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ zu kreieren, dann wird ein Märchen wahr.“
Stromberg ließ sich von dem großen Namen Angelina Jolie und dem großen Budget seines Regiedebüts nicht einschüchtern. „Ich habe als Künstler angefangen, von ersten Kinderzeichnungen mit Buntstift über Vorsatzmalerei und Ausstattung bis zum Szenenbild“, erklärt der Regisseur. „Als Künstler sucht man immer nach der größtmöglichen Leinwand – und diese war gigantisch. Ein Projekt zu stemmen, das größer war als alles, was ich bislang gemacht hatte – das machte gerade den Reiz aus. MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE kam genau zum richtigen Zeitpunkt, denn ich sah mich ohnehin gerade nach neuen Herausforderungen in meiner Karriere um.“
Und Stromberg brachte klare Vorstellungen zur optischen Gestaltung des Films mit. „Ich wollte nicht nur Fantasy-Elemente und eine surreale Anmutung, Maleficent sollte vor allem realistischer werden“, erläutert der Regisseur. „In einigen meiner früheren Filme standen die surrealen Elemente im Vordergrund und prägten entsprechend den Film. In MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE gehen wir es umgekehrt an: Wir verankern die Geschichte in der Realität und fügen erst dann märchenhafte Elemente hinzu. Daraus ergibt sich ein völlig neuer Look.“
Wie – was? Eine Muppet-Show mit Peter Alexander? Ja, tatsächlich, und damit bringen es die Muppets genau genommen sogar auf vier Pilotepisoden. Diese Folge sollte nämlich die Muppet-Show dem deutschen Fernsehpublikum nahebringen und war ein Segment von Peter Alexanders eigener Abend-Show „Peter Alexander präsentiert Spezialitäten“. Die Sendung wurde am 1. Dezember 1977 ausgestrahlt und die Muppets waren nicht das erste Mal bei ihm zu Gast: 1975 besuchte Peter Alexander die amerikanische Version der Sesamstraße. Das Muppet-Segment in dieser Show war ganze 18 Minuten lang (!!) und hatte alles, was die Show dann selber auch hatte, Titellied, Sketche… Teilweise waren diese aus der Show selbst entommen (wie etwa das Intro oder die Nummer „Mana Mana“), einige Teile wurden aber extra mit Peter Alexander und den Muppets in den Originalkulissen gefilmt. Natürlich steht Peter Alexander in dieser Show etwas mehr im Mittelpunkt als Gaststars das sonst tun, denn immerhin wurde das ganze im Rahmen seiner eigenen Show ausgestrahlt, aber auch dadurch sieht man, was für ein Showman Alexander war.
Werfen wir einen Blick auf diese Spezialfolge:
Nummern
Ankündigung von Kermit und Titellied „Jetzt tanzen alle Puppen…“
Kermit und Peter Alexander vor dem Vorhang / Ankündigung der Muppet Show „ab 3. Dezember [1977] jeden Samstag um 16.30 Uhr“
Hinter der Bühne: Peter Alexander, Kermit und Piggy
Lied „Kleines Comtesschen“ (Peter Alexander / Miss Piggy)
Der dänische Küchenchef: Salzburger Nockerln (mit Peter Alexander)
Lied „Frühling“ (Peter Alexander / Kermit; das Lied ist eine deutsche Fassung von „Feelings“ von Morris Albert)
Abschied / Lied „Dankeschön“ (Peter Alexander und die Muppets)
Übersetzung
Da gibt es hier gar nicht so viel zu sagen, immerhin war die Show in Deutsch produziert. Es wurden auch die gleichen deutschen Stimmen verwendet, wie letztlich in der Serie selbst. Es handelt sich um ein nettes, kleines Promostück für die Muppet Show, das einen guten Eindruck von der Sendung gibt. Wer es selbst einmal ansehen will, leider gibt es diese Spezialshow auf keiner der Muppet-DVDs, aber sie ist in zwei Teilen bei MyVideo hochgeladen:
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