Gestern fand ein Jubiläum statt: Am 25. Dezember vor 60 Jahren startete das deutsche Fernsehen. Michael Reufsteck hat dazu einen Artikel auf dem Blog „Fernsehlexikon“ veröffentlicht, der es in sich hat, der aber ein paar Wahrheiten über das deutsche Fernsehen ausspricht, die manche als unangenehm empfinden würden. Zum Beispiel sagt er:
Serienfans sind am meisten gebeutelt. Serien werden gestartet und abgesetzt, kurzfristig auf abwegigen Sendeplätzen versteckt oder in willkürlicher Reihenfolge gezeigt. Oder einfach gar nicht. Sogar Vox, bisher der verlässlichste Sender, überspringt nun die 2. Hälfte der 12. Staffel der SerieLaw & Order: Special Victims Unitund damit einen relevanten Handlungsstrang, der zur Auswechslung des Hauptdarstellers führt, und macht gleich bei Staffel 13 weiter. Andere Sender handhaben ihre Ausstrahlungspraxis längst ähnlich, einfach weil es offenbar egal ist. Da ist es doch kein Wunder, wenn Zuschauer, die sich wirklich für die Programme interessieren, auf das Internet oder DVDs ausweichen.
Und nicht nur diesen Passus kann ich voll und ganz unterschreiben. Sondern auch den Rest. Das gestrige Jubiläum wäre eine gute Gelegenheit für das deutsche Fernsehen gewesen, sich selbst einmal kritisch zu betrachten und sich zu fragen, wo man hinwill. Ich möchte wetten, die Gelegenheit wurde verpasst.
„Das ist das aufregendste Projekt, das wir in den letzten zwanzig Jahren gesehen haben. Dieses Projekt verbindet neue Technologien und brillante Ideen mit einigen sehr leidenschaftlichen Filmemachern.“ – Elliot Grove, Gründer des Raindance Film Festival
(c) REALM Pictures
Vor Tausenden von Jahren versank die am weitesten fortgeschrittene Zivilisation der Welt unter den Wellen. „The Underwater Realm“ erzählt die Geschichte von fünf Gelegenheiten im Laufe der Geschichte, an denen die Menschheit einen Blick auf diejenigen bekommt, die noch auf dem Meeresboden leben.
Erstellt von einem Team, das komplett aus Freiwilligen besteht, ist „The Underwater Realm“ das wahrscheinlich ehrgeizigste unabhängige Filmprojekt das jemals gewagt wurde. Hergestellt für weniger als die Hälfte des Inhalts der Kaffeekasse von Peter Jacksons „Der Hobbit“, hat das Team fünf verschiedene Epochen wieder auferstehen lassen, entwickelte ihre eigene Unterwasserbeleuchtung und Lautsprechersysteme und baute ein lebensgroßes, bewegliches Kanonendeck einer spanischen Galeone. Das Team trainierte und arbeitete mit einigen der besten Geräte- und Freitauchexperten Großbritanniens, um dieses ehrgeizige Projekt zu verwirklichen.
Die Reihe beginnt im Jahr 2012 mit einem frisch verheirateten Paar, das in Hawaii im Freitauchen übt. Dann springen wir zurück bis 1942, als ein Spitfire-Pilot ins Mittelmeer abstürzt. Im Jahre 1588 kämpft ein Schiffsjunge während des Angriffs der spanischen Armada ums Überleben. 1208 findet ein Mädchen, das Selbstmord begehen möchte, neue Hoffnung unter den Wellen. Schließlich, im Jahre 149 BC sehen wir die Unterwasser-Zivilisation auf ihrem Höhepunkt, als ein junges Atlanter-Mädchen darum kämpft, einen ertrinkenden römischen Soldaten zu retten.
„Wir wollen unser Publikum in eine Welt mitnehmen, die sie nie wirklich erlebt haben“, erklärt Regisseur David M. Reynolds. „Zwei Drittel unseres Planeten und viele unserer schönsten Landschaften und Kreaturen liegen in der verborgenen Unterwasserwelt. Wir verlieren sie zu oft aus dem Blick, und welche Auswirkungen wir und unsere Umweltverschmutzung auf die Ozeane haben.“
Und man kann nicht sagen, dass Dreharbeiten unter den Wellen einfach sind. „Die Dreharbeiten unter Wasser sind überhaupt nicht wie Dreharbeiten an Land“, erklärt DOP Eve Hazelton. „Licht und Ton verhalten sich anderse, die Kommunikation ist schwierig und jede Minute ist entscheidend, da wertvolle Luft verloren geht.“
Jeder Schritt der Produktion wurde über einen wöchentlichen Video-Blog dokumentiert , die Tausende von Unterstützern des Projektes weltweit gesehen haben. Im Laufe des Monats Dezember 2011 startete Realm Pictures eine ehrgeizige Sammelaktion, um innerhalb von vier Wochen bis $ 60.000 zu an Unterstützung zu bekommen. Nicht nur wurde diese Summe erreicht, es wurden sogar $ 101.611 daraus. Zu den Spendern gehören unter anderem Chris Anderson – der Gründer der TED – und Sylvia Earle – die erste vom TIME-Magazin gekürte „Heldin der Erde“.
„The Underwater Realm“ wurde inszeniert von dem bekannten Independent-Filmemacher David M. Reynolds. Zuvor produzierte er den preisgekrönten Film ZOMBLIES. ZOMBLIES wurde bisher von über vier Millionen Zuschauern auf YouTube angesehen und fand viele einflussreiche Fans, darunter Sir Richard Taylor, Leiter der WETA Workshop, der Produktionsfirma von Peter Jackson. Sir Richard beschrieb den Film eindrücklich als „verdammt fantastisch, wunderschön gefilmt, wirklich spannend – tolle Zombies!“
„The Underwater Realm“ kann seit heute von jederman auf YouTube angeschaut werden. Im Anschluss wird eine Welt-Tournee im Januar 2013 folgen, mit Vorführungen in Neuseeland, Los Angeles und New York.
Alle Teile der Reihe können in richtiger Reihenfolge direkt hintereinander mittels dieser Playlist angeschaut werden:
Der dritte Teil von „The Underwater Realm“ – und keine Sorge: ja, man sollte ein bisschen Englisch können, um mitzukrigen, worum es geht, aber im Großen und Ganzen sprechen die Bilder für sich:
Was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsserie? Tatsächlich machen uns ein paar unabhängige Filmemacher aus England da dieses Jahr ein ganz besonderes Geschenk mit der Webserie „The Underwater Realm“. Rechtzeitig zu Weihnachten ist sie bei YouTube erschienen und wir veröffentlichen alle Teile im Verlauf des heutigen Abends. Sind alle bereit? Gleich geht’s los!
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