31. März 2013: Die EXPEDITION R wird etabliert

Wenn wir den Jahreslauf chronologisch folgen, ist die Jahreschronologie vom „Phantastischen Projekt“ etwas durcheinander, aber damit müssen wir leben. Beginnen wir also mit dem quasi jüngsten Eintrag im Projekt, der EXPEDITION R.

2013 war der glorreiche Initiator* dabei, mit Videokanälen zu experimentieren. Einer dieser Kanäle ging um den EUROPA-PARK und entwickelte sich schnell. Dabei entstand die Idee, den Kanal mit einer Webseite und einer ganzen Internet-Umgebung auszustatten. So sollte es geschehen, allerdings nicht so, wie der Initiator das geplant hatte.

Die EXPEDITION R ging aus der ErlebnisPostille hervor und sollte einen griffigen Namen haben. Die Vorliebe des Initiators für Alliterationen (Stabreime) hatte dabei zunächst zu dem Titel „Rund um Rust und Rhein“ geführt. Aus „Rust“, „Rhein“ und „rundum“ entstand „EXPEDITION R“.

Als Startdatum wurde der 13. März 2013 festgelegt. Warum? Weil das Datum sowas wie eine „Zahlen-Alliteration“ darstellt (drei-eins null-drei eins-drei) und außerdem in der Nähe des Datums der offiziellen Eröffnung der Hauptsaison des EUROPA-PARK lag.
Dann jedoch erkrankte der glorreiche Initiator und der Start musste verschoben werden. Das Datum allerdings wurde beibehalten und gilt seither als Jubiläumsdatum für die EXPEDITION R. Von EUROPA-PARK wurde das Themengebiet auf den Schwarzwald erweitert, und dieses Jahr noch ein Stückchen weiter… aber diese Geschichte wird auf der Webseite und im Videokanal der EXPEDITION R weitererzählt…


* = Er grummelt immer so nett, wenn ich ihn so nenne, deswegen behalte ich das einfach bei. Mit „glorreicher Initiator“ ist natürlich der Gründer und Initiator des „Phantastischen Projekts“ , Thorsten Reimnitz, gemeint.

24. Januar 2017: Das „Jahrestage“-Experiment bei STAR COMMAND ist beendet

Aufmerksame und vor allem regelmäßige Leser dieses Blogs werden bemerkt haben, dass hier seit Jahresanfang jeden Tag ein Beitrag erschienen ist, der sich von allen anderen Beiträgen unterschied. Es war ein kleines Experiment, ein Versuch, gegen den „Fakten-interessieren-uns-nicht“-Zeitgeist etwas zu setzen und zu sehen, was die Reaktionen sind. Oder ob es überhaupt welche gibt. Tatsächlich gab es Reaktionen, allerdings nicht so sehr in den Kommentaren, sondern über Mail und in den sozialen Netzwerken. Das beruhigt zumindest ein wenig. Denn mit dem Imperator des Unwissens, der nunmehr den vierten Tag im Amt ist, gehen wir einer ungewissen Zukunft entgegen.

Vielleicht gibt es hier auch noch den einen oder anderen Informationsartikel. Bis dahin möchte ich allerdings zwei berühmte Zitate leicht abwandeln und zusammenfügen und sie so zu einer Parole machen:

Wissen ist Macht. Und die Macht ist mit mir!

 

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2017!

2016 – was für ein Jahr… Hier im STAR COMMAND Blog wird für dieses Jahr der Laden geschlossen, nebenan, beim Vlog vom Phantastischen Projekt gibt es noch ein paar Beiträge, zusammen mit einem –  hoffentlich würdigen – Jahresabschluss.

Hier allerdings wünschen wir allen Lesern frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2017!

Wir lesen uns am 1. Januar wieder…

 

30 Jahre „Das Phantastische Projekt“ – Der phantastische Beitrag

1985

In den Top 10 war gerade Falco mit „Rock Me Amadeus“ ganz oben, Deutschland war zweigeteilt in Ost und West (allerdings nur noch für fünf Jahre, was zum damaligen Zeitpunkt aber noch keiner ahnte), Commodore stellte den Amiga Heimcomputer vor und Daniel Küblböck, der Jahre später durch die erste Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ wuseln sollte, wurde geboren. Und noch etwas anderes entstand in diesem Jahr, genauer gesagt, im August: die Idee, die später „Das Phantastische Projekt“ werden sollte.

Schreiben hatte mich schon immer fasziniert und Geschichten ausdenken auch. Meine Idee war: Wenn ich vielleicht jeden Tag – so wie bei Tagebucheinträgen – ein wenig an einer Geschichte schrieb, könnte daraus Stück für Stück etwas größeres werden.

In diesem Jahr verbrachte ich einen Teil der Sommerferien – wie schon häufiger zuvor – bei Verwandten in der Nähe meiner Geburtsstadt Diez. Am 7. August machten wir eine Tour nach Limburg und in einem Geschäft kaufte ich mir ein Tagebuch in der Art, wie sie damals gerade modern waren: im China-Stil. Beziehungsweise, wenn das stimmt, was in den Büchern eingedruckt ist, dann wurden sie auch tatsächlich in China – in Shanghai – hergestellt.

Am Abend schließlich fing ich an mit meinem „Epos“, und der erste Satz, den ich schrieb, lautete: „Irgendwo im Weltall, fern der Erde, lag ein Planet…“ Und damit fing alles an.

Aus Bucheinträgen wurden mit Schreibmaschine beschriebene Seiten. Als ich eine neue Struktur in die Geschichten brachte, schrieb ich das ganze Konzept erneut ab (ja, liebe Kinder, so war das damals, nix mit „halt mal schnell auf dem Bildschirm ändern“, Manuskripte wurden handkorrigiert und dann nochmal abgetippt). Schließlich „hackte“ ich es in den Computer und schrieb und schrieb…

Parallel begann ich mit dem Filmen. 1987 bekam ich meine erste Filmkamera zum Geburtstag, noch im Format SUPER 8. Aber auch hier gab es noch unüberwindbare Hürden: Wer sollte diese Filme, die ich damals erstellte, jemals zu Gesicht bekommen? Eine Veröffentlichungsplattform gab es noch nicht. Trotzdem filmte ich weiter und weiter, wechselte zu Video und kaufte mir schließlich einen Casablanca Schnittcomputer von MacroSystem (allerdings gebraucht bei eBay). Hier begann ich, erstmals mit digitalem Schnitt zu experimentieren.

Die Bemühungen waren dabei nicht immer von Erfolg gekrönt, bedingt dadurch, dass ich zwischen 1987 und 1994 zwei Schulabschlüsse (Mittlere Reife und Fachhochschulreife) machte, eine Ausbildung anfing, dann in den Zivildienst ging und eine weitere Ausbildung aufnahm, war das Nebenbei nicht immer einfach zu organisieren. Mal ganz davon abgesehen, dass sich mein soziales Umfeld ständig änderte. Eben, auch soziale Netzwerke im Internet gab es damals noch nicht, und viele Kontakte, die ich aufgebaut hatte, gingen im Lauf der Zeit verloren. Auch scheiterten so viele kleine Dinge, zum Beispiel versuchte ich, für die Videoreihe mir T-Shirts im Stil einer Uniform, wie sie Sternflotten-Offiziere tragen würden, bedrucken zu lassen. Es gab damals in der Stadt nur einen Laden, der das machte – und es war eine Katastrophe. Über vier Monate hinweg war ich mindestens einmal die Woche in dem Laden und der Auftrag für das Probe-T-Shirt, der eine Woche hätte dauern sollen, zog sich über 16 Wochen hin. Und das Resultat war eher… na ja.

Aber langsam begann, das Zeitalter des Internets zu dämmern. Manche Dinge wurden einfacher. Zum Beispiel Texte zu publizieren. Ja, selbst gedruckte Bücher herauszubringen. Und letzten Endes auch Videos. So konnte ich einige Ideen, die ich schon lang mit mir herumtrug, endlich realisieren. Zwar lief es auch weiterhin nicht immer glatt, aber parallel durfte ich einige Erfahrungen machen, bei denen ich vieles lernte, was mit später half.

Und nun sitze ich hier und schreibe einen Text für den Tag, an dem sich der Anfang zum 30. Mal jährt.

Heute

Aber genug der Nostalgie – was gibt es für die Zukunft? Zunächst mal bei den beiden Hauptseiten: da bleibt es wie gehabt. Das STAR COMMAND Communiqué hat sich etabliert und wird gelesen, deswegen werden hier weiter die Texte veröffentlicht, auf der Seite vom „Phantastischen Projekt“ direkt die ganzen Videos.

Die Videoreihe vom Phantastischen Projekt wird sich etwas ändern, auf dem Kanal werden in Zukunft mehr „Making of“- und „Hinter den Kulissen“-Videos erscheinen, da ich den fiktiven Handlungsstrang, den ich bisher verfolgt habe – und auch weiter verfolgen werde -, zusammen mit den Rezensionen auf einen eigenen Science-Fiction-Kanal verlegen möchte. Das wird in Zukunft ASTROCOHORS sein.

Die Entwicklungen der anderen Abteilungen, sowohl die ErlebnisPostille, als auch Summertime Parcs, haben schon begonnen und gehen einfach weiter.

Quysthali soll auch weitergehen, aber ich muss hier erst noch die richtige Motivation finden. Mich entsetzt immer mehr, wenn ich mitbekomme, wie erwachsene Menschen solche Fiktionen, wie ich sie in meinen Geschichten verarbeite, für bare Münze nehmen und an unheimliche Mächte oder magische Kräfte glauben, wobei sie jede Rationalität hinter sich lassen. Da weiß ich noch nicht ganz, wie ich weitermache.

In diesem Sinne – weiter geht’s!

Jubel, Trubel, Heiterkeit: BEITRAG NR. 1000!!

Am 30. Mai 2005 nahm dieses Blog offiziell seine Arbeit auf. Und heute, etwas mehr als 9 Jahre später, erscheint Artikel Nr. 1000! Die Schreibmannschaft hat sich seither etwas erweitert und das Erscheinungsbild etwas geändert. Aber immer noch erscheinen mehr oder weniger regelmäßig neue Artikel.

Nachstes Jahr haben wir dann 10jähriges Jubiläum. Und das ist noch ein Grund zum Feiern – wenn es soweit ist. Bis dahin bejubeln wir den Artikel Nr. 1000 und die Artikel, die noch kommen mögen.

DAS PHANTASTISCHE PROJEKT – Die Beiträge der Woche

Nachdem es jetzt so richtig losgeht beim „Projekt“, wollen wir an dieser Stelle ab sofort immer ein wenig „Crossover Promotion“ machen. Jeden Sonntag um 20.15 Uhr – jedenfalls ist das der Plan – kommt ein Artikel wie dieser, in dem die Beiträge der vergangenen Woche, die auf www.dasphantastischeprojekt.de erschienen sind, aufgeführt werden. Wer an dem einen oder anderen Beitrag interessiert ist, braucht nur die entsprechende Überschrift anzuklicken, und schon landet er dort.

Die Beiträge dieser, der Kalenderwoche 14’14, sind:

Wer sich die Webseite ansieht, wird feststellen, dass wesentlich mehr Beiträge diese Woche erschienen sind. Wir haben uns aber erlaubt, diese außen vor zu lassen, da es insgesamt 120 an der Zahl sind, die noch dazu bereits hier im „STAR COMMAND Communiqué“ veröffentlicht wurden. Wir haben uns auf die Beiträge seit dem Start vom 2. April 2014 beschränkt.

Nächste Woche geht es weiter mit dieser neuen Rubrik.

Der Vorabend des Krieges – eine Art „Vorwort mittendrin“

Keiner hätte je daran geglaubt, damals, am Anfang des 21. Jahrhunderts, dass wir aus der unendlichen Weite der Welt beobachtet würden. Niemand konnte sich vorstellen, dass wir sogar genau untersucht wurden, so wie man unter dem Mikroskop wimmelnde Bakterien in einem Wassertropfen beobachtet, wie sie sich vermehren. Nur wenige Menschen dachten überhaupt an die totale Überwachung, und dabei trafen uns schon aus dem unendlichen Raum die neidvollen Blicke von Wesen, die glaubten, uns weit überlegen zu sein.

Erst langsam und dann immer bestimmter wuchs in ihnen der Plan, unsere Freiheit zu zerstören.

Es hat etwas Zeit der Vorbereitung gebraucht, aber heute geht es endlich los. Da wir hier beim STAR COMMAND Communiqué aber einfach weitergemacht haben und die Veränderungen Stück für Stück kamen, kommt dieses Vorwort sozusagen mittendrin. Aber eigentlich war schon das letzte Jahr ein Teil der Entwicklung. Heute beginnt „nur“ die neue Struktur.

Am 8. Juni um Mitternacht explodierte eine riesige Menge an Berichten in Hong Kong und raste auf das Internet zu. Unsichtbar näherte sich uns das erste der Flugobjekte, die die Erde ins Unglück stürzen sollten. Ich blickte nach oben und sah einen neuen Gasstreifen. Schon wieder ein Flugobjekt auf seinem Weg zu den Lesern.

Seepark Pfullendorf

„Das Phantastische Projekt“ hat sich bisher allerhand Themen angenommen, und das wollen wir auch weiterhin tun. Das ganze lief über verschiedene Medien, und auch das soll weiterhin so bleiben. Nur die Aufteilung, die wird etwas anders. Hier, im „Communiqué“, erscheinen weiterhin die geschriebenen Artikel. Die Videos werden in Zukunft auf der Hauptseite unter www.dasphantastischeprojekt.de gebündelt erscheinen. Dazu wurde diese Webseite in den letzten Monaten umgestaltet zu einem Blog, heute… oder genauer gesagt, genau jetzt, da dieser Artikel hier erscheint, erscheint dort der erste Artikel, das Vorwort in der Blog-Abteilung.

Und so blieb es auch in den folgenden zehn Nächten. Ein Leuchtgeschoss kam, strahlend grün und von einem grünen Nebel gefolgt. Ein schönes, aber auch ein beunruhigendes Bild. Pofalla, der Hans-guck-in-die-Luft versicherte mir, dass wir nicht in Gefahr wären. Er war davon überzeugt, dass es keinen Überwachungsskandal  gäbe.

Die Startseite vom „STAR COMMAND Communiqué“ wurde umgestaltet, neben einer Liste von aktuellen Artikeln und dem Hinweis auf den Videokanal enthält sie unter anderem einige Feeds, die wir als lesenswert betrachtet haben – und natürlich die Feeds von den Blogs von unserem Projekt. Wir werden immer wieder mal den einen oder anderen Feed vorstellen, damit unsere Leser auch wissen, mit was sie es zu tun haben.

The chances of anything coming from Mars are a million to one he says.
The chances of anything coming from Mars are a million to one – but still they come!

Beim „Phantastischen-Projekt“-Blog drüben wird gesagt, dass heute ein Vorabend ist. Das stimmt, denn der eigentliche Starttag für die neuen Videos ist morgen. Lasst Euch überraschen.

Heute ist es mir unbegreiflich, dass die Leute damals den Abend wie jeden anderen verbrachten.

– Die Zitate in diesem Beitrag stammen aus der deutschen Version von „Jeff Wayne’s War of the World“, leicht abgewandelt, damit sie der Situation angepasst sind.

Urheberrechtssalat mit YouTube

Was hätte ich mit den vergangenen zwei Stunden alles nützliches anfangen können… stattdessen habe ich sie an YouTube verschwenden müssen. Ja, „verschwenden“ und „müssen“. Was ist passiert?

YouTube hat ein so genanntes „Content ID System“, das der Videoplattform helfen soll, Urheberrechtsverstöße herauszufinden. Die Videos, die auf YouTube hochgeladen werden, werden überprüft, ob sie irgendwas enthalten, auf das irgendjemand Urheberrechtsanspruch hat. Zumindest irgendwie, irgendwann. Wenn das System im Video etwas entdeckt, ganz egal ob im Bild oder im Ton, von dem es denkt, das es urheberrechtlich geschützt sein könnte, bekommt der Benutzer, der das entsprechende Video hochgeladen hat, eine Mitteilung. In der Mitteilung wird er aufgefordert, Stellung zu nehmen. Wenn der Nutzer bestätigt, dass der Anspruch eines Dritten besteht (zum Beispiel, weil man einen Clip hochgeladen hat, der von einem Fernsehsender kommt oder man als Hintergrundmusik das neueste Lied von Lena Meyer-Landrut verwendet hat), kann man das Video nicht mehr monetarisieren, also kein Geld damit verdienen. Im Gegentei: Alles Geld, das über Werbung im Zusammenhang mit dem Video verdient wird, geht an den eigentlichen Urheberrechtsinhaber. Eigentlich eine ganz gute Sache. Eigentlich…

Durch das besonders strenge Urheberrecht in Deutschland sind deutsche Videomacher gezwungen, noch aufmerksamer zu sein. In den USA ist es beispielsweise möglich, Teile aus anderen Videos zu verwenden und ein eigenes, neues zu machen. Man nennt das dort „Fair Use“, was ungefähr analog dem deutschen „Zitatrecht“ funktioniert. Das deutsche Urheberrecht kennt aber kein „Fair Use“ für Videoproduktionen, deswegen muss man sich vergewissern, nur eigene Werke zu verwenden, gemeinfreie Musik oder sich die entsprechende Lizenz kaufen. Doch seit einiger Zeit reicht selbst das nicht mehr aus.

Copyfraud – die neue Masche

Es gibt nämlich immer mehr „Copyright Claims“, die Schüsse ins Blaue zu sein scheinen: Eine Firma behauptet einfach, einen Urheberrechtsanspruch zu haben. Was nun passiert, ist folgendes: Ab dem Zeitpunkt, da die Firma den Anspruch geltend macht, gehen automatisch alle Einnahmen von diesem speziellen Video an diese Firma – und zwar so lange, bis der Videoproduzent erfolgreich Widerspruch eingelegt hat. Und wie schon erwähnt, wenn derjenige, der das Video hochgeladen hat, aus Angst vor dem Urheberrechtsanspruch diesen bestätigt und keinen Widerspruch einlegt, verdient die Firma ab sofort und weiterhin an dem Video, solange es online ist.

Wenn man versucht, diese unschöne Geschichte nachzuvollziehen, kommt man auf viele User, die sich beschweren (man benutze die Suchmaschine der eigenen Wahl einmal, um nach dem Begriff „AdShare MG for a Third Party“ zu suchen, da findet man eine gewisse Auswahl an Fällen), aber keine Lösung für das Problem. Angefangen hat es wohl damit, dass falsche Ansprüche für gemeinfreie Werke gestellt wurden (der Herr hier erzählt etwas darüber: http://youtu.be/RaTvgfo_qBQ). Doch mittlerweile geht es noch weiter.

Und hier komme ich zu der speziellen deutschen Situation: Will man in Deutschland Geld mit Videos auf YouTube verdienen, muss man entweder alles selbst machen oder Lizenzen kaufen. Was die Musik betrifft, so gibt es im Internet sehr schöne Seiten mit lizenzfreier Musik, wo man einen einmaligen Preis zahlt und das Werk dann verwenden darf. Aber mittlerweile schützt das auch nicht mehr, denn die gleichen Leute, die zuvor gemeinfreie Werke für sich beansprucht haben, machen nun „Copyright Claims“ für Musik, die man auf den Seiten kaufen kann. Sie machen sich nicht einmal die Mühe, den Titel oder den Namen vom Komponisten zu ändern. Sie behaupten einfach, dass sie das Urheberrecht hätten.

Und wenn man dann bei YouTube den Widerspruchsweg geht, wird – von YouTube! – eine gewaltige Drohkulisse aufgebaut: Wenn der Widerspruch unrechtmäßig erhoben wird, kann das zu Maßnahmen bis hin zur Löschung des Accounts führen oder noch zu weiteren Maßnahmen! Tatsächlich schreiben aber die meisten User, dass der Anspruch binnen kürzester Zeit nach dem Widerspruch zurückgezogen wurde. Und trotzdem probieren es die Firmen… wieder… und wieder… und wieder… Und wahrscheinlich gibt es genug User, die aus Angst vor irgendwelchen Konsequenzen den Anspruch einfach bestätigen, auch wenn er möglicherweise nicht stimmt. Dann klingelt die Kasse vom Anspruchsnehmer.

YouTube stellt sich tot

Das ganze nimmt mittlerweile unglaubliche Formen an. Einem YouTube-Nutzer wurde beispielsweise mitgeteilt, dass eine Firma die Urheberrechte an den Geräuscheffekten hätte, die er benutzt habe – dabei hat der Nutzer Videoaufnahmen in der Natur gemacht, und die „Geräuscheffekte“ waren Naturgeräusche!

Inzwischen hat es auch mich erwischt, insgesamt fünf Mal wurde behauptet, ich hätte urheberrechtlich geschützte Musik verwendet, für die ich die Rechte nicht habe. Dabei habe ich die Rechte in Lizenz erworben. Beim ersten Mal war es sogar gemeinfreie Musik, wo sich jemand einen besonderen Dreh ausgedacht hatte: Er hatte offenbar die gleiche gemeinfreie Musik vorliegen wie ich und hat sie mit einem anderen Stück zusammemgemischt. Der Mix klang furchtbar, es führte aber dazu, dass das YouTube Copyright ID System „dachte“, die Musik, die ich verwendet habe, sei dieses neue Stück. Ich versuchte, das ganze aufzuklären, doch die lapidare Antwort von YouTube war, sie würden in solchen Konflikten nicht vermitteln. Ich hätte das mit der Person, die den Anspruch gemacht hat, selbst zu klären.

Und obwohl sich schon etliche Nutzer über die Firmen beschwert haben, die den unberechtigten Anspruch stellen, scheint auch hier nichts zu passieren. YouTube schraubt zwar irgendwie an dem Content ID System rum und stellt sich ansonsten tot, besser wird damit aber nichts. Im Gegenteil: Gerade heute habe ich wieder zwei Urheberrechtsmeldungen gekriegt, und zwar für Videos, die schon seit fast zwei Jahren online sind und für Musikstücke, für die ich schon einmal bewiesen habe, dass ich die Lizenz erworben habe. Ich habe natürlich Widerspruch eingelegt, mal sehen, was rauskommt. Deswegen habe ich die letzten Stunden verschwendet, ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, wie ich solche Sachen ein für alle mal klären kann. Die Antwort, die ich fand, ist mehr als entmutigend: Es gibt keine! Das ist ganz besonders ärgerlich, denn als kleiner Videoproduzent habe ich natürlich nicht die Möglichkeit, mich gegen eine solche Firma zur Wehr zu setzen. Noch dazu, da ja unter Umständen die Existenz des eigenen Videokanals auf dem Spiel steht. Der Kanal vom „Phantastischen Projekt“ beinhaltet zum momentanen Zeitpunkt 63 Videos mit einer Gesamtlaufzeit von ungefähr vierzehn Stunden. Man kann sich also vorstellen, wieviel Zeit und Energie ich reingehängt habe, um den Kanal aufzubauen (von den Videos selbst gar nicht zu reden). Alles das wäre einfach weg, und das nur, weil irgendjemand irgendwas behauptet hat und ich trotzdem alles richtig gemacht habe.

Sanktionen gegen falsche Urheberrechtsbehauptungen gibt es nicht

Wie dieser Anwalt hier richtig bemerkt, gibt es nämlich keinerlei Sanktionen gegen diejenigen, die die falschen Behauptungen machen. Dem Nutzer wird angedroht, dass der Kanal gelöscht wird, wenn er gegen das Urheberrecht verstößt oder falsche Angaben macht, aber ein angeblicher „Rechteinhaber“ wird nicht belangt, wenn er dasselbe tut. Und so geht die Geschichte weiter.

Ganz ehrlich, ich suche bereits nach Alternativen für die Videoveröffentlichung.

Denn, YouTube, hey: DAS kann’s nicht sein!

Ein paar Geschichten zu dem Thema gibt es im Blog von Musicloops: „‚Copyfraud‘ and YouTube ContentID Abuse for Profit

Neun-Null-Drei

Kampf

Irgendwo anders in den Weiten des Universums schwebte der Sternzerstörer „Schindmähre“ über einer fast fertig gestellten Raumstation. Der Kommandant der „Schindmähre“ war Captain Pellet, ein Offizier mit einem korrekt gezwirbelten Kaiser-Wilhelm-Schnurrbart. Aber auch er gehorchte nur Befehlen. Sein Befehlsgeber war der Großadmiral Prawn, der letzte Überlebende der internen Befehlsstruktur des Imperiums. Aber, so war er sich sicher, nicht mehr lang. Maximal drei Monate, dann war die bewaffnete Kampfstation fertig gestellt. Dann würden sie das PRISMA DER TAUSEND AUGEN aktivieren und keine Bewegung des Feindes würde mehr verborgen bleiben.

Dann würde das Imperium seinen Klammergriff um die freien Welten erneuern und alles und jeden beherrschen.

NATÜRLICH!