Als ich dieses Video gesehen habe, muss ich zugeben, hab ich den Mund nicht mehr zugekriegt. Die Sesamstraße – ja, „die“ Sesamstraße – behandelt als Thema Familien, bei denen ein Familienmitglied aus irgendeinem Grund im Gefängnis sitzt. Und nicht nur das, sie besuchen die Leute im Gefängnis auch – und deren Familien. Ich finde es höchst beeindruckend, dass die Sesamstraße sich auf diese Weise der Realität stellt und solche Dinge wie Gefängnisse nicht zugunsten einer „heilen Welt“ ausblendet. Genau genommen tut sie das Gegenteil.
Auch interessant: Die Frau eines Insassen verwendet das Wort „correctional facilities“ als Umschreibung für „Gefängnis“, was man ungefähr mit „Besserungsanstalt“ übersetzen kann.
Dürfen wir vorstellen: Nash! Er produziert „Radio Dead Air“ und ist ebenfalls auf „That Guy with the Glasses“ zu sehen. Seine Hauptrubrik präsentiert äußerst merkwürdige Geschichten aus dem Leben, die einen zu dem Ausruf verleiten: „What the F**** is wrong with you?“ (Deutsch ungefähr: „Sch***, was stimmt nicht mit Dir?“). Dies ist und war die Episode 1:
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Ich persönlich finde Benedict Cumberbatch einen tollen Schauspieler. Mit gefällt „Sherlock“ und mir gefällt seine Darstellung von Khan in „STAR TREK Into Darkness“. Doch nun hat er bei mir noch mehr Punkte gesammelt: Als er nach einem Drehtag auf die Straße tritt und auf die wartenden Reporter trifft, hält er Zettel in die Kameras, in denen er seine Ablehnung dessen, was die britische und amerikanische Regierung da treiben, zum Ausdruck bringt. Hier sind Tweets mit Bildern:
F.J. Wagner ist derjenige, welcher bei der „BILD“ diese Kolumne da schreibt. Eine passende Antwort auf die Kolumne, die dieser Wagner an den neuen Trainer von Bayern geschrieben hat, sprach jener Küppersbusch bei „Tagesschaum“:
ZDF neo hat den Start eines Vierteilers bekannt gegeben, der den Titel „Auf der Flucht – Das Experiment“ trägt. Hinter dem Titel, der an eine aus den 1960er Jahren stammende Fernsehserie erinnert, verbirgt sich eine Art Dokutainment-Show, in der sechs Deutsche nachfühlen sollen, wie sich ein Flüchtling fühlt, der versucht, aus Afrika heraus nach Deutschland kommt.
Nochmal zum Mitschreiben: Anstatt, dass man reale Flüchtlinge interviewt und von ihren Erfahrungen berichten lässt, werden Menschen, die sich noch nie mit dem Gedanken tragen mussten, ihr Land fluchtartig zu verlassen, in eine Spielsituation versetzt, in der sie genau das „nachfühlen“ sollen. Und die Zuschauer mit ihnen. Im Gegensatz zu den Flüchtlingen aus Afrika haben die Kandidaten dieser Sendung natürlich die Möglichkeit, jederzeit zu rufen: „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ Ach ne, das war was anderes. Aber das Prinzip ist das gleiche, die Kandidaten können jederzeit aufhören, wenn es ihnen zu hart wird.
Warum man das Prinzip dieser Sendung durchaus kritisch sehen kann, auch ohne eine Folge davon gesehen zu haben, hat das Blog „Afrika Wissen Schaft“ hier zusammengetragen: „‚Sieh’s mal neo’kolonial“
Die erste Sendung der Reihe soll heute Abend um 22.15 Uhr auf ZDF neo laufen.
Jetzt, da es nach 22.00 Uhr ist und die Kinder im Bett sind, können wir es wagen, auf diesem Blog ein Video von Amanda Palmer zu posten, das während eines Konzerts entstand. Die Vorgeschichte zu diesem Mitschnitt ist folgende: Amanda Palmer ist beim „Glastonbury Festival“ aufgetreten. Dabei verrutschte während ihrer Performance für einige wenige Augenblicke ihr BH und gab den Blick auf eine ihrer Brustwarzen frei. Nichts von Belang, sollte man meinen, sie hat den Sitz ihrer Kleidung ja auch zeitnah wieder korrigiert. Aber da hat man die Rechnung ohne die englische Zeitung „Daily Mail“ gemacht, denn der kurze Moment, in dem Amanda Palmers Brustwarze freilag, reichte aus, um ein Bild zu machen und daraus eine blöde Geschichte á la „Nippelgate“ zu bauen (wen’s interessiert: hier ist der Artikel).
Amanda Palmer ärgerte sich über die dämliche Berichterstattung und bei einem Auftritt im Londoner Roundhouse gab sie ein Lied zum Besten, eine Art „offener gesungener Brief“ an die Daily Mail. Der Text des Liedes troff vor Zynismus und wurde mit Applaus bedacht. Doch Amanda Palmer hatte sich einen besonderen Höhepunkt ausgedacht: Um die Prüderie der Zeitung ganz bloßzustellen, überbot sie den flüchtigen Blick auf eine Brustwarze noch und zog blank. Auf offener Bühne und vor Publikum.
Hier ist der Beweis. Bitte, sollten Ihre Kinder noch wach sein, fordern Sie sie nun auf, den Raum zu verlassen. Natürlich können Ihre Kinder auch bleiben, aber nur auf Ihre Verantwortung. Sagen Sie hinterher nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt. Also, hier ist es:
Die letzten Tage gab es eine hitzige Debatte um einen Prozess in Florida. Auf die Fakten reduziert könnte man sagen, ein Amerikaner namens George Zimmerman hat einen Amerikaner namens Trayvon Martin erschossen. Zimmerman stand vor Gericht und wurde freigesprochen. Der Grund liegt an einem recht wirren Gesetz in Florida: Zimmerman war offenbar der Überzeugung, dass Martin etwas illegales getan hat. Nachdem er die Polizei informierte, hat er Martin weiter verfolgt, es kam zu einem Handgemenge, in dessen Folge Zimmerman seine Waffe zog, die er bei sich hatte, weil er ehrenamtliches Mitglied der Nachbarschaftswache ist, und Martin erschoss. Während es in vielen Staaten (auch Bundesstaaten der USA) in den Gesetzen heißt, dass zivile Personen sich Verbrechern fernhalten sollen, nachdem die Staatsgewalt informiert wurde, gibt es in Florida ein Recht, dass sich „stand your ground“ nennt. Es gibt den Bürgern das Recht, selbst aktiv zu werden. Im Rahmen dieses Gesetzes wurde Zimmerman freigesprochen, obwohl der Polizeibeamte am Notruf ihm abgeraten hat, Martin weiter zu verfolgen.
Was dem ganzen eine besondere Note (oder ein „G’schmäckle“, wie man in Süddeutschland sagt) gibt, ist der Umstand, dass Trayvon Martin Afro-Amerikaner war und George Zimmerman weiß. Der Verdacht liegt nahe, dass Zimmerman Martin hauptsächlich wegen seiner Hautfarbe verdächtig fand. Eine rassistische Motivation seiner Tat konnte ihm allerdings nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, daher auch aus diesem Grund keine Verurteilung erfolgen.
Seither sind in den USA mehrere Dinge passiert. Da gibt es die eine Seite, die leugnet, dass es sowas wie massiven Rassismus in den USA überhaupt noch gibt. Doch, den gibt es noch, und zwar nicht nur in den eigenen vier Wänden oder am Stammtisch. Auch auf Twitter entlud sich der Spott des vermeintlich „post-rassistischen Amerikas“: „Trayvon Martin war ein blöder N***** und hat sich verhalten wie ein blöder N*****“, stellt R. T. fest und fordert: „Hört auf, Euch so zu verhalten und seht, was rauskommt.“ Ein anderer schreibt ausgerechnet mit dem Hashtag „#GodForgiveMe“ („Gott vergib mir“): „Niemand interessiert Trayvon Martin, er war nur ein weiterer wertloser N*****.“
Es gibt noch eine dritte Seite, und mit der komme ich zum eigentlichen Punkt dieses Artikels: Sympathiekundgebungen. Nun ist es sicherlich richtig und wichtig, Solidarität zu zeigen, wenn man meint, dass irgendwo irgendwas schiefläuft. Allerdings haben etliche der Sympathisanten, die weiße Hautfarbe haben, ihre Solidarität durch ein T-Shirt bekundet, das die Aufschrift „I AM TRAYVON MARTIN“ („Ich bin Trayvon Martin“) trägt. Das mag in ehrenwerter Absicht geschehen sein, aber eine junge Dame hat auf YouTube ein Video gepostet, in dem sie ein paar kluge Gedanken ausführt, warum sie eben nicht Trayvon Martin ist:
Diese sehr realistische und kluge Sicht auf die Dinge ist die vierte Seite. Und meiner Meinung nach bisher die beste Argumentation, die ich in diesem Fall gehört habe.
Hallo, heute bin ich mal ein Nostalgiker! Erinnert sich noch jemand an den Hype, als das siebte und letzte Buch der Harry-Potter-Reihe rauskam? Der Nostalgia Critic war „vor Ort“:
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„Wir kämpfen für unser Recht zu leben, zu existieren und sollten wir den Tag gewinnen, dann wird der 4. Juli nicht länger mehr ein amerikanischer Feiertag sein, sondern man wird sich an ihn erinnern als den Tag, als die Welt mit einer Stimme erklärte: ‚Wir werden nicht leise in der Nacht untergehen! Wir werden nicht ohne Kampf verschwinden! Wir werden weiterleben, wir werden überleben!‘ Heute feiern wir unseren Unabhängigkeitstag!“ – Präsident Thomas Whitmore in dem Film „Independence Day“
Seltsam, wie sich die Dinge manchmal entwickeln. Denn heute ist wieder der 4. Juli, wieder Unabhängigkeitstag, und auch heute gibt es viele Menschen, die mit einer Stimme sprechen. Und diese Stimme spricht sich gegen die Überwachung durch die NSA aus. Hier das Video dazu:
Und sollte dieses Blog noch nicht unter besonderer Beobachtung gestanden haben, dann wird es das jetzt vermutlich sein.
„Nein, Mister Bond, ich erwarte von Ihnen, dass Sie sterben!“ – Goldfinger
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