COVID-19 / CORONA – Was tun, wenn ich befürchten muss, mich angesteckt zu haben?

Photo by CDC on Unsplash
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Ein Virus – Photo von CDC auf Unsplash

Zwischen all den Schlagzeilen mit den großen Buchstaben von den Brüllaffen des Boulevard gibt es tatsächlich noch sowas wie Journalismus, der sich eine Sache betrachtet, den Ernst der Lage erkennt und informieren will, anstatt effekthascherische Schlagzeilen rauszuhauen. Und das ist in diesen Zeiten tatsächlich wichtig. So wichtig, dass die „Krautreporter„, die eigentlich eine Bezahlschranke für Mitglieder auf ihrer Website haben, einen Artikel über Verhaltensweisen beim Verdacht einer Infektion mit CORVID-19 / Corona online gestellt haben, der ganz kostenlos zu lesen ist.

Außerdem kommt er erfrischend sachlich daher. Es ist wichtig, solche Informationen zu verbreiten, daher hier der Link: „Krautreporter: Was tun bei Corona-Verdacht?

Und gerade jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, kommt in der Tagesschau-App (die ich im Übrigen sehr empfehlen kann) die Meldung rein, dass Trump den nationalen Notstand verkündet hat. Selbst er mit seinem eingeschränkten Horizont hat also langsam durchblickt, dass dicke Bretter gebohrt werden müssen. Oder er hört zur Abwechslung mal auf Leute mit Ahnung. Was auch immer.

Rettungsgasse rettet Leben – Verstöße werden zukünftig härter bestraft

So bildet man die Rettungsgasse richtig. Bild: ADAC
So bildet man die Rettungsgasse richtig. Bild: ADAC
So bildet man die Rettungsgasse richtig. Bild: ADAC

Im Zuge der Reform der Straßenverkehrsordnung werden in Zukunft Verstöße gegen die Rettungsgasse härter bestraft. Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt (wie bisher auch) 200 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte in Flensburg. Dazu kommt jetzt noch ein Monat Fahrverbot. Deutlich härter werden künftig auch Fahrer bestraft, die durch die Rettungsgasse fahren oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängen: mindestens 240 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Damit die Rettungs- und Einsatzkräfte schnell und ohne Behinderung zum Unfallgeschehen kommen, muss die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden. Und so geht`s: Auf Autobahnen und Straßen außerorts mit mehreren Fahrstreifen je Richtung weichen die Fahrzeuge auf der linken Spur nach links aus, alle anderen orientieren sich nach rechts. Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, muss die Rettungsgasse so lange offenbleiben, bis der Stau sich auflöst.

Auch wer jetzt in Richtung Skigebiete unterwegs sind, sollte auf die Regelungen zur Rettungsgasse im Ausland achten. In Österreich besteht die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. Auf zwei- oder mehrspurigen Fahrbahnen müssen sich alle Verkehrsteilnehmer bereits bei stockendem Verkehr auf der linken Spur so weit links wie möglich einordnen. Alle Fahrzeuge auf den anderen Spuren orientieren sich so weit wie möglich nach rechts.

In Frankreich müssen Autofahrern den Einsatzfahrzeugen die Möglichkeit geben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren. Die Schweiz sieht auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen muss für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte der zwei Fahrstreifen frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen ist die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links zu bilden. Und in Italien gibt keine speziellen Vorschriften.

Quelle: ADAC

Schule aus der Sicht eines Vertretungslehrers

Photo by NeONBRAND on Unsplash
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Eine der ersten Dinge, die man uns im Studium der Bildungswissenschaft erklärte, ist der Umstand, dass viele Menschen denken, sie wären Experten zu den Themen „Bildung“ und „Erziehung“ einfach nur, weil sie schon mal Bildung und Erziehung (hauptsächlich in Schulen) erlebt haben. Aber das ist genau so falsch, als würde man denken, man sei ein Meisterkoch, nur weil man schon mehrfach in Fünf-Sterne-Restaurants gegessen hat.

Je mehr ich mich in das Thema einarbeite, umso erschrockener bin ich um die Naivität, mit der dieses Thema begleitet wird. Lösungen für tatsächlich existierende Probleme sind meistens simple Phrasen oder verweise auf irgendwelche „Wunderschulen“, wo es angeblich „gar keine Probleme“ gibt (Spoiler: Doch, tut es! Sie sind nur anders und in manchen Fällen noch schlimmer aus die Probleme der öffentlichen Schulen).

Tatsächlich muss ich allerdings zugeben, dass auch ich zuvor nicht frei war von dieser Naivität. So ähnlich ging es Bent Freiwald von den Krautreportern, dessen Spezialgebiet die Bildung ist. Während seines Studiums hat er in den Semesterferien als Vertretungslehrer gearbeitet und den Beruf aus einer ganz anderen Perspektive kennengelernt. Über seine Erfahrungen schreibt er bei den Krautreportern.

Was ist gute Erziehung? Hier scheiden sich die Geister. Und manche Geister scheiden sich so lange, bis sie die Erziehung ihrer Kinder einfach ganz den Lehrern überlassen.

Bent Freiwald: „Dieser verdammte Lärm!“ – auf Krautreporter

Krautreporter hat den Artikel, der bereits 2018 veröffentlicht wurde, nun freigeschalten, so dass man ihn auch ohne Abonnement lesen und weiterverbreiten kann. Und er hat nichts an Aktualität verloren.

Den Artikel kann man hier nachlesen!

„Sei nicht schüchtern.“ – Was minderjährige Mädchen im Internet erleben

Photo by Luis Villasmil on Unsplash
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Ich habe es geschrieben, hier gibt es keine Links zu „klassischen“ Zeitungsmedien wegen des Leistungsschutzrechts, aber andere Medien, die ich als herausragend empfinde, bekommen sehr wohl einen Link und eine Empfehlung. Heute geht es mal wieder zu den Krautreportern, die ich persönlich auch unterstütze. Auf deren Seite ist ein Artikel erschienen, in dem sich eine 37jährige Mutter als 11jährige auf Instagram ausgibt, um herauszufinden, was passiert, wenn ein Mädchen einfach nur Bilder im Internet postet.

Spoiler: Es ist einfach erschreckend. Innerhalb kürzester Zeit trudeln Kontaktaufnahmemails und Chatanfragen von Männern ein, die auch kein Blatt vor den Mund nehmen, was sie von der vermeintlich 11jährigen wollen.

Nach neun Monaten Arbeit sind wir weiter immer wieder fassungslos über die Bandbreite an Grausamkeit und Perversion, die wir zu sehen bekommen. (…)
Im Laufe einer Woche sprechen über 52 Männer ein elfjähriges Mädchen an. Mit diesen Zahlen im Kopf schalten wir den Fernseher und den Camcorder ernüchtert ab.
Die Arbeit ist – wenn auch nicht unbedingt körperlich – emotional anstrengend. Die meisten von uns im Team haben Kinder, einige sind im selben Alter wie die Personas, die ich spiele. Die Arbeit ist zu nah dran an Zuhause. Aber man muss nicht ein Elternteil sein, um am Boden zerstört darüber zu sein, wie die Schwächsten der Gesellschaft verfolgt werden.

Sloane Ryan: “ Ich bin eine 37 Jahre alte Mutter und habe mich im Internet als elfjähriges Mädchen ausgegeben. Das habe ich dabei erlebt. “ auf Krautreporter

Den ganzen Artikel gibt es bei den Krautreportern genau hier!

Der politische Troll

Photo by Антон Воробьев on Unsplash
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Das dreimal verfluchte Leistungsschutzrecht hält uns hier davon ab, Druckerzeugnisse aus Deutschland zu verlinken, da wir nicht der Ansicht sind, dass man Troll-Verhalten durch die Verleger auch noch honorieren sollte. Das ist schade, denn manchmal gibt es in der deutschen Presselandschaft sehr gute Artikel.

Nun ist aber ein sehr guter Artikel in der Schweizer Presse erschienen, der sich um den politischen Troll kümmert. Da die Schweiz nichts mit den Desaster des Axel Voss und seinem dämlichen Gesetz zu tun hat, wollen wir voller inniger Freude auf dieses lesenswerte Stück hinweisen.

Wie der Titel verrät, geht es um den Troll in der Politik. Constatin Seibt erzählt den Werdegang des Trolls von einem unangenehmen Zeitgenossen in der Gesellschaft zu einem unangenehmen Zeitgenossen in der Politik. Wir empfehlen dringend, den Artikel nicht nur zu lesen, sondern fleißig zu teilen!

Die Folge ist, dass Trollpolitiker nicht nur wie Schurken in Superhelden­comics reden – sondern beinah genauso unzerstörbar sind. Sie können sich fast wöchentlich Dinge leisten, die noch vor wenigen Jahren genügt hätten, eine politische Karriere zu beenden: Steuer­hinterziehung, Lügen, Unwissen, Grausamkeit, Inkompetenz, Seiten­sprünge, Prahlerei, Beleidigungen, Bestechlichkeit, sexuelle Übergriffe – was auch immer.

Republik.ch: „Der politische Troll“

Den ganzen Artikel gibt es auf der Website von Republik.ch genau hier!

Die Welt ist kompliziert – und das ist auch gut so

Bei den Krautreportern gibt es einen sehr guten Text über die Komplexität der Welt und was Journalismus tun kann, um Vereinfachungen entgegen zu wirken. Es handelt sich um die deutsche Übersetzung eines Textes von Amanda Ripley und Texte wie dieser sind der Grund, weswegen ich gerne einen monatlichen Beitrag zahle, um die Krautreporter zu unterstützen. Dieser spezielle Text ist allerdings auch für Nicht-Abonnenten zu lesen:

Die Welt ist kompliziert – und das ist auch gut so“ bei den Krautreportern

Aus der Abteilung „Den Schuss nicht gehört…“

Schwimmerin

Schwimmerin

Neulich war ich mal wieder auf einer Online-Dating-Plattform unterwegs. Unter den weiblichen Profilen, die ich mir ansah, ist mir eines aufgefallen, denn darin stand wie folgt:



Was ich mag:

* Strandspaziergänge
* Sonnenuntergänge
* Mit Freunden unterwegs sein
* Große, gut gebaute Männer

Was ich hasse:

* Unehrlichkeit
* Unpünktlichkeit
* Oberflächlichkeit

Aha…

Disclaimer: Der Autor dieser Zeilen ist 1,72 m groß.

Love is Love – Eine Comic-Anthologie für Respekt, Akzeptanz und Gleichberechtigung

"Love is Love" - Bild: Panini Comics

"Love is Love" - Bild: Panini Comics
„Love is Love“ – Bild: Panini Comics

Am 12. Juni 2016 wurden bei einem Anschlag auf den Nachtclub Pulse in Orlando 49 Menschen brutal ermordet. Ein Gewaltakt gegen Homosexuelle in den USA, wie man ihn sich bis dahin nicht hatte vorstellen können. In der Comic-Anthologie Love is Love reagieren die unterschiedlichsten Comic-Künstler auf diese unfassbare Tat. In ihren Geschichten drücken sie Mitgefühl, Trauer und Sorge angesichts des Angriffs auf die homosexuelle Community aus, machen aber auch Hoffnung und setzen sich für Akzeptanz, Gleichberechtigung und Frieden ein. Wie schon bei dem US-Band geschehen, wird auch Panini einen Teil des Erlöses vom Verkauf der deutschsprachigen Version des Bandes spenden.

Die Anthologie Love is Love ist eine Zusammenstellung kurzer Comic-Episoden, in denen einige der bekanntesten Comic-Schaffenden aus der ganzen Welt ihre Gefühle nach dem Attentat auf den überwiegend von Homosexuellen besuchten Club Pulse in Orlando zum Ausdruck bringen, sich gegen Gewalt und für die Akzeptanz und die Gleichberechtigung von Homosexuellen aussprechen.

Mit dabei sind Autoren wie Paul Dini, Marc Guggenheim, Grant Morrison, Scott Snyder, Brian Bendis; Zeichner-Größen wie Bill Morrison, Phil Noto, Francis Manapul, Jock, Ivan Reis, Tim Seeley, Mirka Andolfo und viele mehr. Auch Texte der Initiatoren Marc Andreyko und Chris Ryall wurden zu Comics verarbeitet – Wonder Woman-Regisseurin Patty Jenkins schrieb das Vorwort.

Die Idee zu Love is Love stammt von Marc Andreyko, der in Chris Ryall und dem Verlag IDW Publishing Mitstreiter fand. Im Gespräch mit Panini Comics TV (Folge 16) zeigt sich Ryall beeindruckt davon, wie viele Künstler spontan ihre Bereitschaft zur Mitarbeit an dem Projekt bekundeten und auch die Unterstützung durch den US-Superheldenverlag DC Comics begeistert ihn: „DC hat es uns sogar gestattet, einige ihrer Charaktere für den Band zu nutzen!“

In der Anthologie sollten die Künstler ihre Gedanken und Gefühle zu dem Geschehenen zum Ausdruck bringen. „Aber“, so Ryall, „Marc wollte ein Statement für die Liebe. Die Geschichten sollten keine Wut beinhalten, sondern Hoffnung vermitteln.“

In den USA wurde Love is Love zu einem großen Erfolg und der Gewinn der Veröffentlichung wurde an die Hinterbliebenen der Opfer gespendet. Vom Erlös des deutschen Bandes werden ebenfalls je drei Euro pro Band gespendet, zugunsten der LGBT-Verbände in den USA und des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD).

Quelle: Panini Comics

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    Pommes für Julius Cäser oder Warum römische Legionäre keine Kartoffeln aßen

    Aufgrund verschiedener eigener schlechter Erfahrungen mit dem deutschen Bildungssystem werde ich immer hellhörig, wenn jemand von ebensolchen schlechten Erfahrungen berichtet. Besonders wenn diese Erlebnisse nicht so lange her sind wie bei mir, was mich zu dem etwas pessimistischen Eindruck verleitet, dass sich in all den Jahren, die ich nun schon aus der Schule draußen bin, entweder nicht viel getan hat im Bildungssytem oder jenes konsequent „verschlimmbesser“ wurde.

    Und wenn die Berichtende dann auch noch eine angehende Lehrerin ist, dann werde ich besonders hellhörig und muss auch schon mal eine Leseempfehlung aussprechen. So wie in diesem Fall: Unter dem Titel „Pommes für Julius Cäsar“ berichtet die Autorin von „Robins Urban Life Stories“ davon, wie das Desinteresse von Lehrern an Fächern, die zu unterrichten sie gezwungen werden, geeignet ist, dem kindlichen Wissensdrang einen Dämpfer zu verpassen. Und das ist nicht gut.