STAR WARS Comics Nr. 3: Skywalker schlägt zu!

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Was bisher geschah:
Der Versuch der Rebellen, die imperialen Anlagen von CYMOON zu sabotieren, gelingt. Doch es ist zu einer Begegnung zwischen Luke Skywalker und dem Sith-Lord Darth Vader gekommen. Lukes Selbstvertrauen ist auf dem Nullpunkt, da er Vader nichts entgegenzusetzen hatte. Vader wiederum ist brennend daran interessiert, den Rebellen, der den Todesstern zerstört hat, in seine Finger zu bekommen. Er heuert Kopfgeldjäger an. Leia macht sich indessen Sorge um die Zukunft der Rebellion. Die Rebellen brauchen dringend eine neue Basis.

„Du hattest Recht. Ich sollte Dich lebendig ausliefern. Aber das heißt nur, Du solltest noch ‚atmen'“.

– Boba Fett

Luke Skywalker ist nach Tatooine zurückgekehrt. Er hofft, in Kenobis Hütte etwas zu finden, das ihn in seinem Streben, ein Jedi zu werden, weiterhelfen wird. Aber nicht nur er sucht in der Hütte nach etwas Brauchbarem, auch die Sandleute  – und ein skrupelloser Kopfgeldjäger…

Gleichzeitig brechen Leia Organa und Han Solo in einem gestohlenen Shuttle des Imperiums auf, um einen Planeten zu finden, auf dem sie eine neue Rebellenbasis errichten können (die alte auf dem Mond von Yavin IV musste geräumt werden, da sie ja dem Imperium bekannt war). Han verhält sich nicht sonderlich geschickt bei einer überraschenden Begegnung mit zwei TIE-Jägern und führt die Prinzessin notgedrungen zu einem alten Schmugglerversteck. Doch dort kommt es zu einer folgenschweren Begegnung…

Rezension

Jetzt erkennt man so langsam ein Muster: Während der Handlungsbogen um Luke und seinen Versuch, mehr Wissen über die Wege der Jedi herauszufinden, in diesem Heft ein vorläufiges Ende findet, beginnt ein anderer Handlungsbogen und Leia und Han Solo. Und der Handlungsbogen um Luke dürfte direkt in den nächsten führen, der in Heft 4 beginnt. Auch diesem Comic gelingt es, den Hintergrund der Filme mit Leben zu füllen. Das Auftreten von Boba Fett ist sehr gut umgesetzt, so dass man mehr über die Verbindung zwischen ihm und Vader erfährt (und das ist mehr als in „Das Imperium schlägt zurück“, wo ja nicht einmal sein Name genannt wird). Es gibt allerdings auch etwas, das mir etwas negativ aufgestoßen ist, da es sich hierbei allerdings um einen wichtigen Plot-Punkt handelt, hier estmal eine…

SPOILERWARNUNG! Ab hier Weiterlesen auf eigene Verantwortung!

Gene Roddenberry hatte für „Star Trek – The Next Generation“ etliche Vorgaben gemacht, was die Geschichten um die ENTERPRISE-D enthalten durften und was nicht. Unter anderem hatte er von vornherein ausgeschlossen, dass es Geschichten um plötzlich auftauchende Familienangehörige der Hauptfiguren, von denen man vorher noch nie gehört hatte, geben sollte. Roddenberry mag ein paar merkwürdige Entscheidungen um TNG getroffen haben, aber mit dieser Vorgabe hatte er absolut Recht. Eine Geschichte zu entwerfen, in der eine der Hauptfiguren plötzlich und überraschend Besuch von einem Verwandten bekommt, von dem noch nie zuvor die Rede war oder dass der Figur noch nicht mal bewusst war, dass es diesen Verwandten gibt, ist einfallslos und platt. Eine solche Geschichte schreibt sich fast von selbst, da das Spannungselement immer das gleiche ist: Die große Frage, wo kommt der / die Fremde her? Warum wusste man bisher nichts von ihm / ihr? Und wie reagiert die Hauptfigur auf die Anwesenheit dieser fremden Person, die gleichzeitig doch zur Familie gehört? Oder falls die Hauptfigur doch von der Existenz des Familienmitglieds wusste, warum hat sie es bisher geheimgehalten? Man sieht, die Möglichkeiten, eine Geschichte draus zu entwickeln, sind begrenzt.
Wenn man schon dergleichen einführen will, ist es wichtig, irgendwann mal vorher einen Fingerzeig zu geben, dass es da jemand geben könnte. Das ist wesentlich raffinierter, aber auch schwieriger, da der Fingerzeig nicht so auffällig sein darf, dass die Leser / Zuschauer schon ahnen, was da kommt.

Warum ich über sowas schreibe? Ganz einfach: Die Person, die Leia und Solo überrascht, als die beiden auf einem fremden Planeten unterwegs sind und eine Unterschlupfmöglichkeit für die Rebellen suchen, stellt sich als Sana Solo vor – Han Solos Frau! Das ist bemerkenswert besonders im Hinblick darauf, dass Han seit dem Abflug von der Rebellenflotte die ganze Zeit versucht, mit Leia zu flirten. Das Auftauchen einer Ehefrau erscheint hier nur als Trickeffekt, denn der Weg ist vorgezeichnet. Es gibt nur drei Möglichkeiten:

  • Sie ist wirklich Han Solos Frau. Das wäre… mäh.
  • Sie ist irgendwie Han Solos Frau, oder aber auch nicht wirklich. Auch… mäh.
  • Sie ist gar nicht Han Solos Frau. Das wäre… mäh.

Ich weiß nicht, was die Autoren geritten hat, schon in dieser frühen Phase des neuen Expanded Universe auf so einen Trick zurückzugreifen. Ich hoffe, dass die Auflösung dieser Geschichte im nächsten Heft doch irgendwie überraschender ist, als es sich im Moment ankündigt.

Bemerkenswert ist übrigens auch, dass die Enthüllung von Solos Frau den Cliffhanger dieses Handlungsstrangs bildet. Das ist ja gleich ein doppeltes Klischee.

Leider ein Minuspunkt in einer ansonsten gut gelungenen Geschichte. Was Luke Skywalker und Darth Vader angeht, so bin ich schon auf den neuen Handlungsbogen „Vader“ gespannt.

 

 

YPS – 40 Jahre und kein bisschen… äh… ja… was eigentlich? Egal: JUBILÄUM!

Am heutigen 13. Oktober gibt es das große Jubiläum zu feiern: YPS wird 40 Jahre alt, am gleichen Tag 1975 – einem Montag – erschien die legendäre Ausgabe Nr. 1, während die Gruppe ABBA mit dem Hit „SOS“ sich an die Spitze der deutschen Charts setzte. Grund genug, dass wir uns hier dem Heft widmen, seiner Geschichte und etwas ausführlicher der Neuauflage, die seit 2012 recht erfolgreich auf dem Markt ist. Den Auftakt bildet diese Episode mit der Geschichte des Heftes bis zu seiner zweiten Einstellung, dann gibt es wöchentlich eine neue Rezension zu den neuen Heften seit 2012, bis wir mit der aktuellen Reihe wieder aufgeschlossen haben. Wem dieser Artikel hier, der zudem zur Hauptsache aus Fakten aus der Wikipedia besteht, zu lang ist, dem gefallen vielleicht die Videos „Die Rückkehr von YPS“ aus der Videoreihe vom „Phantastischen Projekt“, Teil 1 ist hier, Teil 2 hier und Teil 3 hier.

YPS Nr. 1 / (c) Gruner + Jahr
YPS Nr. 1 / (c) Gruner + Jahr

Was ist YPS?

Yps ist ein ComicMagazin, das von 1975 bis 2000 sowie von 2005 (Testausgabe) bis 2006 (3 Testausgaben) als Zeitschrift für Kinder erschien und seit 2012 als Comicheft für Erwachsene herausgegeben wird.[1] Im Oktober 2012 erschien zunächst eine Testausgabe, die sich nun an 30- bis 45-Jährige richtete, die mit der Zeitschrift groß geworden sind. Seit März 2013 erschiendie Zeitschrift vierteljährlich, seit Anfang 2015 im Zwei-Monats-Rhythmus.

Jedem Heft liegt ein Gimmick (oft ein Spielzeug oder ein Scherzartikel) bei; dies hob es in den ersten Jahrzehnten seines Erscheinens von anderen Comic-Magazinen für Jugendliche ab.

Das Konzept von Yps basierte auf dem französischen Heft Pif Gadget, das ursprünglich unter dem Namen Vaillant, le jeune patriote (Vaillant, der junge Patriot) eine Jugendzeitschrift der kommunistischen Partei Frankreichs gewesen war, die zuerst während des Zweiten Weltkriegs im Untergrund erschien. In den 1960er Jahren wurde die Zeitschrift wesentlich weniger politisch, blieb jedoch locker an die kommunistische Partei angebunden; der Name wurde geändert zu Vaillant, le journal le plus captivant (Vaillant, die spannendste Zeitschrift). Die spätere Titelfigur Pif le chien (Pif der Hund), die 1948 für kurze Schwarz-Weiß-Strips in der kommunistischen Tageszeitung L’Humanité erfunden worden war, erschien darin erstmals 1952 und wurde 1965 zur Hauptfigur. Ab 1967 erschien sie unter dem Titel Vaillant, le journal de Pif. Ab 1969 wurde das Gadget (Gimmick) dazugenommen und die Zeitschrift als Pif Gadget neu gestartet. Sie war daraufhin für einige Jahre außerordentlich erfolgreich und stellt bis heute im Comicbereich unübertroffene Rekorde von mehr als einer Million verkaufter Hefte einer einzigen Ausgabe auf, was einige internationale Nachahmer- und Lizenzausgaben hervorbrachte, darunter auch das deutsche Yps. Aus Pif Gadget wurden für Yps zahlreiche Gimmicks (z. B. die Urzeitkrebse) und Comics (z. B. Pif und Herkules) übernommen, jedoch von Anfang an durch eigene Comics deutscher Zeichner ergänzt. Im Gegensatz zu Pif Gadget war Yps stets eine unpolitische Zeitschrift.

Neben den Comics lag ein Schwerpunkt von Yps auf kreativer Beschäftigung, neben den oftmals zusammenzubauenden Gimmicks zum Beispiel mit Bastelbögen, die in manchen Heften das Niveau professioneller Kartonmodelle erreichten (etwa bei den über mehrere Hefte verteilten Modellen von New Scotland Yard oder der Saturn-V-Rakete), und auf Hintergrundinformationen z. B. zu naturwissenschaftlichen Themen, die manchmal an das aktuelle Gimmick angelehnt waren. Das Niveau dieser Beiträge wurde in den ersten Jahren beibehalten, später lag der Schwerpunkt mehr auf Unterhaltung. Yps wurde bereits kurz nach Erscheinen sehr populär und war eines der erfolgreichsten und auflagenstärksten Comicmagazine der 1970er und frühen 1980er Jahre.

YPS Nr. 201: Mein erstes YPS-Heft / (c) Gruner + Jahr
YPS Nr. 201: Mein erstes YPS-Heft / (c) Gruner + Jahr

Die Originalausgabe von YPS: Nr. 1 bis 1253

Vor dem Start der Reihe brachte der Hamburger Verlag Gruner + Jahr im Sommer 1975 nur in Hessen fünf Testausgaben heraus. In diesen Heften kam das namensgebende Känguru Yps noch nicht vor, ebenso fehlte die Reihe Yinni und Yan, die ab der regulären Ausgabe 1 bis kurz vor der Einstellung der Reihe fast immer vertreten war. Stattdessen wurde das Gimmick von der Figur Gulliver vorgestellt, welche offenbar beim Leser nicht ankam. Ein Großteil der Comics wurde in den ersten regulären Ausgaben wiederverwendet. Vom 13. Oktober 1975 an erschien das Magazin regelmäßig wöchentlich. Yps erschien im Phasenvertrieb, d. h. es erschienen nicht alle Ausgaben überall gleichzeitig. In Bayern lag die wöchentliche Ausgabe beispielsweise immer neun Wochen hinter denen im restlichen Bundesgebiet. Auch in Österreich und der Schweiz waren die veröffentlichten Ausgaben nicht synchron mit denen in Deutschland. Daher verwenden die Yps-Hefte auch keine Ausgabedaten, sondern wurden lediglich der Reihenfolge nach durchnummeriert, was eine zeitliche Einordnung der verschiedenen Ausgaben heute schwierig macht.

1999 kaufte der Konkurrenzverlag Egmont Ehapa (Micky Maus) von Gruner + Jahr die Rechte an Yps. Die Erscheinungsweise wurde auf zweiwöchentlich geändert, die Seitenzahl von 48 auf 32 Seiten gesenkt und alle langjährigen Comicserien außer dem Yps-Känguru aus dem Heft entfernt. Aufgrund der schlechten Verkaufszahlen wurde das Heft mit Nr. 1253 vorerst eingestellt. Die letzte reguläre Ausgabe erschien am 10. Oktober 2000 – drei Tage vor dem 25. Jubiläum.

Der zweite Versuch: YPS Nr. 1254 – 1257

Am 18. August 2005 brachte der Egmont Ehapa Verlag nach fünf Jahren Pause die Nummer 1254 mit einer Auflage von 150.000 Heften heraus. Als Zielgruppe gab der Verlag die 23- bis 32-Jährigen an; das Heft enthielt außer Lucky Luke und dem Yps-Känguru keine Comicserien aus der alten Zeit. Vom 13. März bis 8. Mai 2006 erschienen drei weitere Testausgaben. Nach Unternehmensangaben reichten die Verkaufszahlen nicht für ein monatlich erscheinendes Yps-Magazin aus. Der Verlag ließ die Möglichkeit offen, bei veränderten Rahmenbedingungen oder mit einer tragfähigen neuen Idee die Serie fortzusetzen.

  • Nr. 1254 (August 2005): Die Geldmaschine
  • Nr. 1255 (März 2006): Urzeitkrebse
  • Nr. 1256 (April 2006): Alarmanlage
  • Nr. 1257 (Mai 2006): Finger-Fussball
Der Neuanfang: YPS Nr. 1258 / (c) Egmont Ehapa Verlag
Der Neuanfang: YPS Nr. 1258 / (c) Egmont Ehapa Verlag

2012 – Die Auferstehung: YPS Nr. 1258 – …

Am 25. April 2012 kündigte Egmont Ehapa an, Yps neu aufzulegen. Das neue Yps werde sich mit Themen wie Mode, Automobil und Technik befassen. Laut Egmont Ehapa sollen die „Themen von damals inhaltlich und optisch in die jetzige Lebenswelt der Leser“ übersetzt werden. Das Magazin wurde vom Verlag als Erwachsenenmagazin bezeichnet, da es sich an 30- bis 45-Jährige, die mit dem alten Yps aufgewachsen sind, richtet und es Kindheitserinnerungen wecken möchte. Auch die Beigabe von Gimmicks sei geplant. Die redaktionelle Leitung werde Christian Kallenberg, ehemals Chefredakteur des FHM-Magazins, übernehmen. Dieser kündigte an, es werde versucht, „den Geist von Yps, dieses positive Alles-mal-auszuprobieren, in das neue Yps zu übertragen“.

Die erste Ausgabe mit einer Startauflage von 120.000 Exemplaren erschien am 11. Oktober 2012 (dem 37. Jubiläum von Yps) zum Preis von 5,90 Euro. Es handelt sich hierbei um eine Einzelausgabe. Bei Erfolg wäre dann ab 2013 ein regelmäßiger Erscheinungsrhythmus geplant. Am 13. Oktober 2012 war in den meisten Verkaufsstellen das Magazin schon vergriffen, auch der Online-Shop des Verlags Egmont-Ehapa hatte keine Exemplare mehr und die Urzeitkrebse könnten nicht schnell genug für neugedruckte Ausgaben nachgeliefert werden. Am 19. Oktober 2012 ist eine digitale Ausgabe für das iPad erschienen. Durch diesen Erfolg erschien Yps seit März 2013 regelmäßig alle drei Monate und seit März 2015 zweimonatlich.

Ein typisches YPS-Gimmick: Die Brieftasche für Geheimagenten.
Ein typisches YPS-Gimmick: Die Brieftasche für Geheimagenten.

Was sind Gimmicks?

Das Gimmick war eine Beilage zum Heft, z. B. ein Spielzeug, und sollte einen zusätzlichen Kaufanreiz bieten. Gimmicks, wie beispielsweise die Urzeitkrebse, Agenten- und Überlebensausrüstungen, Solarzeppelin, Zaubertricks und U-Boot-Bausätze sind legendär und wurden zu Kultobjekten. Das Gimmick in Heft 1 war ein kleines SchleuderKatapult aus Kunststoff. Mit einem gewissen Abstand vor Heft „Nr.1“ war jedoch zuvor ein Pilotheft erschienen, dessen Gimmick in zwei länglichen Kapseln bestand, die durch eine kleine Stahlkugel im Inneren auf schrägen Flächen hinabpurzelten (das Gimmick erschien später noch einmal in einem anderen Heft). Manche Gimmicks wurden kontrovers diskutiert, z. B. gab es mit Gimmick Nr. 263 (erschienen am 18. Oktober 1980) drei echte tote Tropen-Schmetterlinge in Kästen und bei den „mexikanischen Springbohnen“ waren der Auslöser für das Springen lebende Larven der Motte Laspeyresia saltitans. Es gab auch höherwertige Gimmicks, die allerdings meist in Spezialausgaben (Yps Extra, Yps Spezial und Yps Grün) herausgebracht wurden, wie z. B. ein MWRadio zum Selberbauen oder kleinere technische Modellbausätze wie die Marsraupe (eine Art Mars-Rover).

Das häufigste Gimmick waren die Urzeitkrebse (Artemia nyos), die insgesamt 20 mal als Beilage zum Heft erschienen, gefolgt vom Yps Abenteuerzelt, welches 15 mal Gimmick war. Generell wurden die verschiedenen Serien jährlich in leicht abgewandelter Form wiederholt, so z. B. die Abenteuer-Serie (in der Regel mit dem Abenteuer-Zelt), die Detektiv– und die Agentenreihe. Oft bezogen sich auch die Comics von Yps & Co. oder Yinni und Yan auf das Gimmick. Zu der Detektivreihe gab es auch oft Rätselkrimis, z. B. von Wolfgang Ecke zum Mitdenken und -kombinieren. Populär wurden auch die Mitgliedsausweise für Agenten- oder Detektivclubs oder einfach nur als Yps-Mitglied, wodurch auch ein Augenmerk auf ein Miteinander, bzw. gemeinsames Erleben der Gimmicks durch die gleichaltrigen Leser gelegt wurde.

Auch einige der damals neuartigen Play-BIG– und Playmobil-Figuren wurden als Gimmick verwendet, z. T. zum Selberanmalen (die Stifte gab es dann in der nächsten Ausgabe).

Typischer YPS-Comic: "Yinni + Yan" / (c) Gruner + Jahr
Typischer YPS-Comic: „Yinni + Yan“ / (c) Gruner + Jahr

Comics

Im Laufe der Zeit wurde in YPS eine große Anzahl Comics verwendet, darunter auch bereits bekannte Figuren wie diverse Asterix– oder Lucky-Luke-Serien, die gekürzt auf verschiedene Ausgaben verteilt wurden, oder in den Spätjahren Garfield. In den frühen Ausgaben bis circa 1980 gab es auch noch Fotoserien (Black Beauty nach der gleichnamigen Serie) und eine Vielzahl an realistisch gezeichneten Comics (Davy Crocket, Peter Horn, Hombre, Thomas der Trommler, Wangaroo, Captain York, Gerfried, u. a.), die später kaum noch verwendet wurden.

Die Nummern in der folgenden Auflistung der vertretenen Comics beziehen sich nur auf den Zeitraum, die Reihen waren nicht zwangsläufig in jeder dieser Ausgaben vertreten:

Eigenproduktionen

  • Yps & Co. (ab Ausgabe 1 als einseitiger Comic (Yps, Kaspar, Patsch und Willy) zum Gimmick, ab Ausgabe 88 zusätzlich mit eigenständigen Geschichten)
  • Yinni und Yan (Ausgabe 1–1235, Zeichner: Heinz Körner)
  • Schwyps und Gryps (Ausgabe 41–87, Zeichner: Michael Forster)
  • Wangaroo das Dschungelkind (ab Ausgabe 83 bis ca. 180, Zeichner: Juan Arranz, Texter: Roger Lécureux)
  • Captain York (Ausgabe 95–306, Zeichner: Carlo Raffaele Marcello[14], Texter: Roger Lécureux)
  • Bens Bande (Ausgabe 112–331, Zeichner: Marti (Künstlername von Marti Riera Ferrer), Texter: Peter Wiechmann)
  • Mister Melone (Ausgabe 122–359, Zeichner: Adolfo, (Rojas)/Comicon und Helmut Murek; Texter: Peter Wiechmann, teilweise Rojas/Comicon)
  • Thomas, der Trommler (Ausgabe 132–196, Zeichner: Josep Gual, Texter: Jean Ollivier)
  • Hombre (Ausgabe 145–252, Zeichner: Rafael Mendez, Texter: Peter Wiechmann)
  • Gespenster GmbH (Ausgabe 165–1239), Zeichner: Josip (165-380), Rojas (450-616) (Comicon); Kipkacomics (617-1239); Texter: Peter Wiechmann, Fred Kipka, (Kipkakomiks)
  • Gries, Gram & Grimm (Ausgabe 400–417)
  • Jimmy das Gummipferd (Ausgabe 422–462, basierend auf Geschichten, die 1953 bis 1957 von Roland Kohlsaat für die Beilage Sternchen des Stern gezeichnet worden sind)
  • Punk-Piraten (Ausgabe 864–1233, gezeichnet von Fred Kipkas Unternehmen (Kipkakomiks))
  • Cybertoon (Ausgabe 1248–1253; Texter und Zeichner: Michael H. Musal)

Lizenzcomics – Abgeschlossene Episoden:

Lizenzcomics – Fortsetzungsgeschichten:

Im nächsten YPS

Die letzte Seite eines jeden Heftes war – mit Ausnahme der Zeiten, als nicht sicher war, wie es mit YPS weitergehen sollte -, der Ankündigung des nächsten Heftes vorbehalten, so dass man sich eine Woche lang drauf freuen konnte. An diese Tradition möchte ich anknüpfen: Im nächsten Artikel dieser Reihe geht es um YPS Nr. 1258: Die Urzeitkrebse! Der Artikel erschein in einer Woche an dieser Stelle!

Und ach ja: Alles Gute zum Jubiläum – und auf die nächsten 40 Jahre!

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Grundlage für diesen Artikel ist der Wikipedia-Eintrag „YPS„, Autoren siehe hier. Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zu den Urhebern eingebundener Mediendateien stehen im Text darunter. Die Bilder sind selbst fotografiert.

Die Gallier sind zurück! – Das Cover des 36. Asterix-Albums ist enthüllt: „Der Papyrus des Cäsar“

DER PAPYRUS DES CÄSAR, Band 36 der Abenteuer von Asterix dem Gallier, ist ab dem 22. OKTOBER 2015 im Handel erhältlich. Heute wurde das COVER feierlich im Rahmen einer Pressekonferenz in Paris enthüllt!

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Das Szenario des neuen Albums entstammt der Feder von Jean-Yves FERRI, die Zeichnungen von Didier CONRAD. Beide gehören inzwischen zu den Stars der Comicszene und müssen ihr Talent nicht mehr unter Beweis stellen. Ferri und Conrad haben sich 2013 kennengelernt und zusammen an ASTERIX BEI DEN PIKTEN gearbeitet. Der Druck war groß, die Erwartungen hoch: Es war das erste Asterix-Album, das von neuen Autoren erdacht und verfasst wurde – unter dem wohlwollenden Blick von Albert Uderzo, der drei Jahre zuvor beschlossen hatte, seinen Stift nach über 70 Jahren Karriere als Zeichner niederzulegen. Acht Jahre lang hatten die Fans in aller Welt mit Spannung und Ungeduld auf einen neuen Band gewartet. Das Album wurde weltweit ein Riesenerfolg (über 5,4 Mio. Exemplare in 24 Sprachen und Dialekten wurden verkauft) und das Highlight des Jahres 2013.

Getragen von der Begeisterung der Leser und dem Vertrauen, das Albert Uderzo und Anne Goscinny (Tochter von René Goscinny) ihnen schenkten, stürzten sich die beiden Autoren voller Tatendrang in die Schöpfung eines neuen Abenteuers. Ihr Leitsatz: die Tradition dieser von den beiden genialen Comic-Autoren Goscinny und Uderzo ins Leben gerufenen und weltweit erfolgreichen Serie zu respektieren.

Der Erfolg des vorigen Albums lieferte ihnen die Idee zu dem neuen Werk. Zwei Jahre lang tauschten sich Conrad und Ferri aus, skypten, schickten sich Skizzen, Entwürfe, Korrekturen und Änderungen hin und her, und präsentierten schließlich DER PAPYRUS DES CÄSAR: ein Abenteuer in bester Asterix-Tradition. Der vorige Band führte unsere gallischen Helden zu den schottischen Klans nach Kaledonien, daher spielt der neue Band wieder in Gallien. Cäsar wird also aus Rom anreisen müssen, um sich mit seinen Lieblingsfeinden unterhalten zu können!

Während alle Welt gespannt auf das Erscheinen des neuen Abenteuers wartet, wurden bereits erste Details bekannt gegeben. Uderzo verkündete in heiterem und auch stolzem Ton, er sei schwer beeindruckt von der genialen Intrige, die das Autorenduo mit den Ereignissen des Gallischen Krieges verflochten habe: Geschichte in der Geschichte sozusagen!

Und weil eine gute Geschichte immer auch einen guten Bösewicht braucht, wurde kurz darauf die Figur des Bonus Promoplus, der Berater Cäsars, enthüllt. Er soll eine wohldosierte Mischung aus verschiedenen zeitgenössischen Persönlichkeiten sein. Spannend! Aber worum geht es nun in dem Papyrus? Welche Rolle spielt Cäsar in diesem Abenteuer? Werden die Gallier das Römische Reich wieder zum Erzittern und Julius zur Weißglut bringen?

Am 29. Oktober 2015 feiert Asterix seinen 56. Geburtstag. Es verspricht, ein rauschendes Fest zu werden; die Faszination, die der Gallier auslöst, ist ungebrochen. Das Geheimnis seiner ewigen Jugend ist natürlich im großartigen Talent seiner Schöpfer begründet – und dem Talent derjenigen, die ihr Erbe angetreten haben.

Hinter dem Erscheinen dieses neuen Abenteuers verbirgt sich vor allem eine zutiefst menschliche Geschichte, die Geschichte zweier Jungs, die eine Leidenschaft für Comics im Allgemeinen und für Asterix im Besonderen teilen. Jean-Yves Ferri und Didier Conrad sind beide im selben Jahr wie der schnurrbärtige Gallier geboren. Sie sind mit seinen Reisen und den Nöten der Bewohner im Dorf der Verrückten aufgewachsen. Heute halten sie den Stift in der Hand und erfüllen diese Figuren mit Leben.

Albert Uderzo war immer überzeugt davon, dass Asterix weiterleben und den Millionen von Lesern der Serie noch viel Freude bereiten müsse. Ferri und Conrad liefern dafür einmal mehr den Beweis: Asterix wird noch viele Abenteuer erleben und sie mit der ganzen Welt teilen.

Quelle: Egmont Ehapa

STAR WARS Comics Nr. 2: Skywalker schlägt zu!

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Was bisher geschah:
Ein Stoßtrupp der Rebellen, bestehend aus Prinzessin Leia, Han, Chewbacca, Luke und den Doiden R2D2 und C3PO sind in die Anlangen der imperialen Produktionswelt CYMOON 1 eingedrungen, um deren Hauptreaktor zu sabotieren und die Anlagen so zu zerstören. Die Aktion läuft allerdings nicht so wie geplant: Zuerst stoßen die Rebellen auf gefangene Sklaven, dann wird C3PO, der den Millenium Falcon bewachen soll, von Einheimischen auseinander genommen und verschleppt, und dann taucht auch noch Darth Vader persönlich auf.

„Die dunkle Seite gewinnt immer, Obi-Wan. Das solltest Du inzwischen wissen.“

– Darth Vader

Um zu entkommen, müssen die Rebellen mehrfach ihre Kreativität spielen lassen. Nach der kurzen Begegnung mit Luke Skywalker ist Darth Vader wie besessen, ihn in seine Finger zu bekommen. Er erkennt, dass Luke von Obi-Wan unterwiesen worden sein muss, aber noch kein Jedi ist. Während sich den Rebellen eine ganze Streitmacht entgegenstellt, gelingt es Chewbacca, C3PO zu retten und den Falken startklar zu machen. Luke fliegt mit einem Speederbike zurück in die Fabrik, da es imperialen Offizieren mittlerweile gelungen war, die Kernschmelze des Reaktors aufzuhalten. Vader nimmt ihn ins Visier, im letzten Moment – und vor der Explosion des Reaktors – können sich allerdings alle an Bord des Falken in Sicherheit bringen und flüchten. Aber die Episode hat bei allen bleibenden Eindruck hinterlassen: Vader fliegt nach Tatooine, um mit Jabba the Hutt Kontakt aufzunehmen. Nach dem Verlust von CYMOON braucht das Imperium neue Materialwege. Außerdem rekrutiert Vader ein paar Kopfgeldjäger, um Luke zu finden.
Luke seinerseits ist völlig demotiviert. Die Begegnung mit Vader hat ihm gezeigt, dass er nicht mal in Ansätzen ein Jedi ist. Da er nicht weiß, wer ihn unterweisen soll, beschließt er, Kenobis Haus auf Tatooine aufzusuchen, in der Hoffnung, dort antworten zu finden. Doch dort schwärmen gerade die Kopfgeldjäger aus…

Rezension

Die Geschichte geht rasant weiter wie in Band 1 und wieder gelingt den Autoren diese Balance zwischen dem, was schon bekannt ist und der neuen Geschichte: Obwohl man weiß, wohin die Handlung führen muss, fragt man sich doch, wie es genau weiter geht. Durch das Einführen der Kopfgeldjäger bekommt die entsprechende Szene in „Das Imperium schlägt zurück“ etwas mehr Hintergrund und deren Auftauchen kommt nicht ganz so plötzlich und unerwartet. Einen kleinen Kritikpunkt meinerseits gibt es allerdings: Durch eine geschickte Überleitung drückt sich die Geschichte darum, genau zu erklären, wie die Rebellen auf CYMOON sich zum Falken retten konnten. Da hätte ich mir ein wenig mehr Kreativität erhofft. Aber das ist wie gesagt nur ein kleiner Kritikpunkt. Die Geschichte ist gut geschrieben und die Zeichnungen von der gleichen hohen Qualität. Die Filmfiguren sind sehr gut getroffen und neue Figuren fügen sich nahtlos ein. Der Boden für die Zukunft wird gut vorbereitet: In einer Besprechungsszene an Bord des Rebellenflaggschiffs ist nicht nur General Dodonna zu sehen (aus Episode IV), sondern auch Mon Mothma und Admiral Ackbar.

Es ist zwar erst Heft 2, aber ich muss sagen, bislang bereue ich das Abonnement der Comicreihe nicht. Ich bin gespannt auf das Finale der Geschichte „Skywalker Strikes“, das im Oktober erscheinen wird.

 

STAR WARS Comics Nr. 1: Skywalker schlägt zu!

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Der junge Rebellenpilot Luke Skywalker hat die größte Waffe des GALAKTISCHEN IMPERIUMS, den TODESSTERN, zerstört. Die imperialen Streitkräfte sind in Unruhe und die Rebellen versuchen, ihren Vorteil zu nutzen, indem sie in den fernen Tiefen des Weltraums eine wagemutige Offensive starten – in der Hoffnung, das Imperium ein für alle Mal zu besigen, um der Galaxis endlich wieder die Freiheit zurück zu bringen…

„Ich habe viele Väter getötet. Da musst Du schon konkreter werden.“

– Darth Vader zu Luke Skywalker

Die Offensive als „wagemutig“ zu bezeichnen, ist dabei noch eine Untertreibung: Ein kleines Vorauskommando, bestehend aus Leia Organa, Han Solo, Luke Skywalker, Chewbacca, R2D2 und C3PO dringt auf die corellianische Industriewelt CYMOON 1 vor. Sie wollen den Hauptreaktor der dortigen Fabrik zur Explosion bringen, was die Anlangen, in denen das Imperium einen großen Teil seiner Fahrzeuge fabrizieren lässt, zerstören würde. Zunächst funktioniert alles nach Plan, doch dann laufen die Dinge aus dem Ruder: Luke entdeckt einen Zellentrakt mit Gefangenen, die er befreien will, der Millennium-Falke, der für die Flucht gedacht war, wird von einheimischen Plünderern auseinander genommen und außerdem trifft ein Unterhändler des Imperiums ein, der eigentlich darauf eingestellt ist, ein Geschäft mit Jabba dem Hutten unter Dach und Fach zu bringen: Darth Vader…

2015 – Das STAR-WARS-Jahr

Nun werden die Schatten, die die Episode VII von STAR WARS vorauswirft, immer massiver: Mit „Skywalker schlägt zu!“ beginnt das neue „Expanded Universe“. Nachdem Disney Lucasfilm übernommen hatte, wurde verkündet, dass das bisherige „Expanded Universe“, also alle Fortsetzungen der ursprünglichen Trilogie in Romanen, Comics und Spielen, für obsolet erklärt wird. Gültigkeit haben einzig und allein die Filme und die Serien „Clone Wars“ und „Star Wars Rebels“ – und alles, was neu produziert wird. Dazu wurde bei Lucasfilm ein Kreativteam eingerichtet, dessen Aufgabe es ist, die Kontinuität in diesem neuen Universum zu überwachen. Tatsächlich gab es zuvor ja ein paar Widersprüche, da sich Autoren Dinge einfallen ließen, die nicht zu den Filmen passten oder im Nachhinein durch Ereignisse in den Serien wieder geändert wurden.

Das Kreativteam hat den großen Vorteil, dass es die Entwicklungen bei STAR WARS direkt beeinflusst und man nicht durch Filmhandlungen plötzlich unangenehme Überraschungen erleben kann. Bei der ersten STAR-WARS-Comicreihe, die Ende der 1970er Jahre produziert wurde, kommt es beispielsweise zu einer Begegnung zwischen Luke Skywalker und einem Fremden, der Obi-Wan Kenobi in jungen Jahren gekannt hat. Dieser Fremde berichtet, vor langer Zeit habe Obi-Wan dessen Heimatwelt mit „seinen beiden Schülern“ besucht: Anakin Skywalker und Darth Vader. Der Comic entstand, bevor „Das Imperium schlägt zurück“ in die Kinos kam und der Autor wusste nicht, dass es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt.

Die „Lücken“ zwischen den offiziellen Filmen sollen „Nebenfilme“, Romane und Comics auffüllen. Der erste „Nebenfilm“, der davon handelt, wie die Rebellen am Anfang von Episode IV an die Baupläne des Todessterns gekommen sind, soll nächstes Jahr in die Kinos kommen. Die Roman-Reihe „Aftermath“, die die Ereignisse unmittelbar nach Episode VI behandelt, soll im September – zumindest auf Englisch – in den Buchhandel kommen. Und schon im Frühjahr wurde die neue Comic-Reihe gestartet, die in diesem Monat hochoffiziell bei Panini Comics auf Deutsch erscheint.

Rin in de Kartoffeln, rut ut de Kartoffeln*

Die erste Comic-Reihe in den 1970er und -80er Jahren wurde von Marvel Comics herausgebracht. Die Reihe wurde eingestellt, nachdem nach Episode VI der Hype abzuflachen begann und George Lucas erklärte, er werde die Prequels erstmal nicht in Angriff nehmen. Als STAR WARS wieder populärer wurde, erwarb die Comicschmiede Dark Horse die Rechte. Aber nachdem Lucasfilm und alle STAR-WARS-Rechte an Disney übergegangen waren, wollte der Mutterkonzern auch die Comics zu einer eigenen Firma heimholen: Marvel Comics, das 2009 von dem Konzern erworben worden war. Man kann sagen, die STAR-WARS-Comics sind wieder dort, wo sie mal angefangen haben.

Allerdings hat sich einiges geändert: die „alten“ Marvel-Comics hatten mehr als einmal das Problem, dass die Darstellungen die Filmcharaktere nicht sonderlich gut wiedergaben und oft nur entfernt an das jeweilige Vorbild erinnerten, außerdem war die Handlung häufig ziemlich übertrieben. Sie folgten außerdem keiner Richtung, da die Autoren ja – wie bereits erwähnt – nicht wussten, in welche Richtung der jeweils nächste Film gehen würde, also durfte nichts passieren, was eventuell der Filmreihe hätte widersprechen können. Entsprechend plätscherten die Geschichten so vor sich hin und die Autoren gaben sich redliche Mühe, zum Erscheinen der neuen Filme die Handlung so hinzubiegen, dass sie einigermaßen passte. Am besten gelungen war ihnen das tatsächlich aber in den Bänden, die unmittelbar vor Episode VI spielten und die tatsächlich beleuchteten, wie die Rebellen an die Pläne des zweiten Todessterns gekommen waren.

Nun ist alles anders. Zum einen sind die Filme und ihre überraschenden Wendungen bekannt, zum zweiten wurde mit John Cassaday ein Zeichner verpflichtet, der einen sehr realistischen Zeichenstil pflegt. Nicht nur sind die Filmcharaktere sehr gut zu erkennen, auch die Figuren, die neu dazu kommen, sind individuell und realistisch gestaltet. Aber halt… wir sind schon mitten drin in…

Die Handlung – Rezension

Das vorliegende Heft, das offiziell am 25. August erscheint, trägt die Nummer 1 und es beinhaltet die Hefte 1 und 2 der US-Ausgaben „Skywalker Strikes“. Die Hefte sind im amerikanischen Comicformat gehalten, haben 68 Seiten Umfang und sind durchgehend farbig. Neben den eigentlichen Comics beinhaltet das Heft zudem zehn Seiten mit redaktionellen Beiträgen, also Leserbriefen, Informationen zu Büchern und Spielen, sowie Zusatzinformationen zu Charakteren und Ausrüstungsgegenständen. Die redaktionellen Seiten zeigen, dass sich dieser Comic (auch) an ein jüngeres Publikum, die Geschichte selbst ist allerdings etwas völlig anderes, als die bunten Marvel-Comics von 1977. Im Gegenteil, auch wenn der Humor nicht zu kurz kommt, so ist die Handlung dramatisch gehalten und spannend geschrieben. Außerdem wird auf einen gewissen Realismus geachtet. Darth Vader ist ein skrupelloser Sith-Lord, der auch mal ein paar Sturmtruppler vor sich als lebende Schutzschilde schweben lässt, um Laserbeschuss abzuwehren. Und als es zu einer Begegnung zwischen ihm und Luke Skywalker kommt, ist Luke kein Gegner für ihn – natürlich nicht, Luke ist ja noch kein Jedi. Der dunkle Lord braucht nur zwei Handbewegungen, um Luke zu entwaffnen, und Luke braucht das Eingreifen seiner Freunde, um gut aus der Sache herauszukommen. Sehr gut wird in der Geschichte herausgearbeitet, wie Vaders Neugier an Luke geweckt wird, die ihn schließlich – am Anfang von „Das Imperium schlägt zurück“ – dazu bringen wird, die Galaxis nach dem jungen Rebellen zu durchsuchen, der den Todesstern zerstört hat.

Damit kommen wir zu einer natürlichen Klippe, die der Comic umschiffen muss, und das tut er verdammt gut: Das Interesse des Lesers zu wecken, damit dieser weiterlesen möchte, auch wenn man eigentlich schon weiß, wohin die Geschichte führen wird. „Skywalker Strikes“ beziehungsweise „Skywalker schlägt zu“ umfasst sechs Teile (also drei Hefte der deutschen Ausgabe) und ja, als ich am Ende von Heft 1 angekommen war, war – und bin – ich gespannt darauf, wie es jetzt wohl weitergeht.

zl;hng (zu lang; hab’s nicht gelesen**): Gesamteindruck

Diese Nummer 1 ist ein sehr vielversprechender Auftakt für das neue „Expanded Universe“ von STAR WARS. Panini hat zudem gut daran getan, mit der Zählung der Hefte von vorne zu beginnen, auch wenn zuvor schon 125 Ausgaben erschienen sind, denn es ist wirklich so, wie es die offizielle Mitteilung vom Verlag sagt: Der Beginn einer neuen Ära. Der Comic macht Lust auf mehr und wenn es so weitergeht, ist es eine gute Überbrückung bis zum Dezember, wenn wir dann endlich Episode VII im Kino sehen dürfen.

Der offizielle Erscheinungstermin für Heft 1 ist der 25. August, aber schon am 22. August wird der STAR-WARS-Comic-Tag gefeiert. In vielen Comic-Shops wird an diesem Tag mit einem Gratis-Comic, exklusiven Variant-Cover-Editionen der Nummer eins, natürlich auch der Normalausgabe und weiteren Aktionen rund um den Krieg der Sterne die neue Star-Wars-Comic-Ära eingeläutet.

Hier im COMMUNIQUÉ werde ich auch in Zukunft einen Blick in die Hefte werfen, hoffentlich ohne zu viel zu verraten. Heft 2 ist für den 23. September angekündigt.

—-

* = auf Hochdeutsch: „Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln“, umschreibt ein wörtliches „hin und her“, zuerst macht man das eine und dann doch wieder das andere.

** = Wörtliche Übersetzung von „tl;dr“ = „too long; didn’t read“. Definition laut der Wikipedia: „„[Der Text war] zu lang; [ich habe ihn] nicht gelesen“, wird als Antwort auf einen als überlang empfundenen Beitrag gesetzt. Die Abkürzung wird manchmal auch vom Autor eines längeren Beitrags selbst ergänzt und leitet dann eine kurze Zusammenfassung ein.“ [Eintrag in der Wikipedia siehe hier, Autoren hier, der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar]

 

Der Star Wars-Comic-Tag und die neue Ära der Star Wars-Comics!

Am 25. August starten die Star Wars-Comics bei Panini mit Nummer eins neu – am 22. August wird das gefeiert

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Die Augen der Star Wars-Fangemeinde richten sich bereits gespannt auf den Start des neuen Films Episode VII: Das Erwachen der Macht am 17. Dezember 2015. Doch Großes tut sich auch schon jetzt, bei den Comics des Sternen-Epos: Nach 125 Ausgaben endet bei Panini die bisherige Star Wars-Reihe und startet am 25. August neu, mit frischem Material und einer neuen Nummer eins. Begleitet wird dieser Relaunch von einem Mega-Event: Am Samstag, dem 22. August 2015, findet der Star Wars-Comic-Tag statt! In vielen Comic-Shops wird an diesem Tag mit einem Gratis-Comic, exklusiven Variant-Cover-Editionen der Nummer eins, natürlich auch der Normalausgabe (schon vor dem offiziellen EVT) und weiteren Aktionen rund um den Krieg der Sterne die neue Star Wars-Comic-Ära eingeläutet.

Das Material, mit dem die neue Zeitrechnung der Star Wars-Comics beginnt, sind die ersten Abenteuer der Sternenkrieger, die unter Federführung des US-Verlags Marvel entstanden und sich inhaltlich am Kanon der Filme orientieren. „Wir haben hier wirklich einen klaren Schnitt“, erklärt Panini Comics-Chefredakteur Jo Löffler, „da war es nur logisch, dass wir mit dem Start des neuen Materials auch einen Neustart der Serie machen.“

Die ersten drei Ausgaben der künftig monatlich (mit jeweils zwei Cover-Varianten) erscheinenden Comic-Reihe enthalten die Story Skywalker schlägt zu! und widmen sich brandneuen Abenteuern von Luke, Leia, Han und Co, mit denen sich die Fans auf die kommenden Star Wars-Teile im Kino einstimmen können:
Der erste Todesstern wurde durch den jungen Allianzpiloten Luke Skywalker vernichtet und nun versuchen die Rebellen ihren Vorteil zu nutzen, um das Imperium vollständig zu zerschlagen. Han Solo, Leia Organa, Luke Skywalker und der Wookiee Chewbacca begeben sich dazu auf einen geradezu selbstmörderischen Alleingang! Ab Ausgabe vier (November 2015) wird dann der gefürchtete Sith-Lord Darth Vader höchstpersönlich das Geschehen diktieren, mit der schlicht Vader benannten Stoyline.
Den ersten Sonderband gibt es im Oktober 2015. Im Mittelpunkt steht die charismatische Prinzessin Leia. Ein Vorgeschmack darauf findet sich in dem 15-seitigen Gratis-Comic zum Star Wars-Comic-Tag, in dem außerdem die Story Ring Rennen aus dem Star Wars Rebels-Magazin abgedruckt ist.

Für die künstlerische Umsetzung der neuen Serie hat sich Marvel einige der besten Kreativen ins Boot geholt – den Auftakt machen Autor Jason Aaron (u.a. Thor, Wolverine) und Zeichner John Cassaday (u.a. X-Men, Captain America).

Star Wars Nummer eins wird es mit zwei unterschiedlichen Covern als Kiosk-Ausgabe und als Comic-Shop-Ausgabe geben, jeweils zum Preis von 4,99 Euro. Für Sammler gibt es zudem acht weitere Variant-Cover-Ausgaben in unterschiedlichen Limitierungen.

Die Comic-Shop-Ausgabe, die meisten Variants und das oben im Text erwähnte, eigens dafür produzierte Gratis-Star Wars-Heft finden die Fans (solange der Vorrat reicht) am 22. August beim Star Wars Comic-Tag, in den ausgewählten Comic-Shops (hier eine Übersicht der teilnehmenden Läden). Bei vielen Händlern wird es zudem Aktionen und weitere Star Wars-Goodies wie Darth Vader-Masken geben.

 

STAR WARS 1 (REGULÄRE KIOSK- & COMIC-HANDELS-AUSGABE)
Heft l 68 Seiten l 4,99 Euro l Ab 25. August im Handel (oder am 22. August beim Star Wars-Tag)!
>>>mehr Infos
>>>Mehr Infos zum Star Wars-Comic-Tag

 

Und wer dranbleiben will: Hier im STAR COMMAND Communiqué wird es eine Reihe mit Rezensionen der Comics geben.

 

DIE Sport-Sensation im deutschen Fußball – Der 1. FC Entenhausen als Gastmannschaft in der aktuellen Bundesliga!

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Die Fußball-Bundesliga vermeldet einen spektakulären Neuzugang: Der 1. FC Entenhausen tritt gegen die großen Mannschaften des deutschen Fußballs an! DAS Comic-Event für alle Sport-Fans startet am 31. Juli 2015 in der Micky Maus 32/15 (Egmont Ehapa Media) als dreiteilige Serie: Die Fußball-Bundesliga lädt den 1. FC Entenhausen mit seinem neuen Mäzen und Hauptsponsor Dagobert Duck sowie dessen Erzrivalen SV Gansbach (mit Klaas Klever als Sponsor und Gönner) für eine Saison als Gastmannschaften ein.

Erstmalig spielt der 1.FC Entenhausen unter Trainer Donald Duck in den Stadien der 18 Bundesliga-Vereine, die alle extra für die Micky Maus gezeichnet worden sind! Wie schlägt sich die sympathisch-chaotische Ententruppe gegen die Stars aus der Bundesliga? Und wer versteckt sich hinter dem MEGA-Transfer, der dem 1. FC Entenhausen im entscheidenden Spiel gegen den SV Gansbach vielleicht doch noch die Meisterschaft sichern könnte? Die Auflösung gibt’s in „Das große Finale“ in der Micky Maus 34/15!

Neben der bis zum Schluss spannenden Comicstrecke gibt es viele informative Specials rund um die Sportart Nummer eins in der Welt. Zum Auftakt stellt die Micky Maus die spektakulärsten Spielerwechsel der Sommertransferperiode vor und präsentiert verrückte Fußballrekorde. Die Ausgabe 33/15 (EVT 07.08.2015) widmet sich den größten Pokalsensationen und bietet alle Infos zur ersten Runde im DFB-Pokal sowie ein tolles Fußball-Quiz. Und in der Micky Maus 34/15 (EVT 14.08.2015) finden die Leser alles rund um den ersten Bundesliga-Spieltag und 5 Gründe, warum der FC Bayern wieder Meister wird.

Und pünktlich zum Start der 53. Bundesliga-Saison geht es online auf www.micky-maus.de wieder mit dem Micky Maus-Tippspiel los. Alle fußballbegeisterten Leser können dort ihre Tipps für alle Spiele der kommenden Bundesliga-Saison abgeben und an jedem Spieltag tolle Preise gewinnen. Auf den besten Tipper der Hinrunde und Rückrunde, aber natürlich auch auf die besten Tipper der ganzen Saison warten MEGA-Preise.

Quelle: Egmont Ehapa Verlag

The Strain – die Horror-Serie nach Comic-Vorbild startet auf ProSieben!

Star-Regisseur Guillermo del Toro schuf den Vampir-Horror der anderen Art als Roman-, Comic- und TV-Reihe

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Am kommenden Mittwoch (29. Juli 2015) startet auf dem Sender ProSieben um 22:10 Uhr mit The Strain eine der in den USA derzeit am erfolgreichsten laufenden Horror-TV-Serien. Die düstere Vampir-/Endzeit-Story ist nichts für schwache Nerven und bekommt von Genre-Kennern Bestnoten. Top-Regisseur Guillermo del Toro (u.a. Pans Labyrinth, Hellboy I und II) adaptierte hier seine eigene Roman-Trilogie (US-Titel:The Strain, dt. Titel: Die Saat), die er zusammen mit Bestsellerautor Chuck Hogan schrieb und mit der er in den USA die Hit-Listen stürmte. Schon vor der TV-Serie wurde die literarische Vorlage von Eisner-Award-Gewinner David Lapham und Mike Huddleston in eine Horror-Comic-Reihe umgewandelt, die der TV-Serie an Düsternis in nichts nachsteht. Außerdem diente sie bei der Umsetzung fürs Fernsehen zum Teil als Vorlage und visuelle Inspiration. In Deutschland erscheint die The Strain Comic-Reihe bei Panini Comics, bislang sind zwei Bände erhältlich.

Alles beginnt mit einem geheimnisvollen Flugzeug, das in New York landet und aus dem keinerlei Lebenszeichen dringen. Als eine Spezialeinheit das Flugzeug öffnet, findet sie darin 200 Leichen und vier noch lebende Passagiere. Bald stellt sich heraus, dass mit dem Öffnen der Türe auch die Büchse der Pandora geöffnet wurde. Die Toten verschwinden auf geheimnisvolle Weise, dafür tauchen Wesen auf, die sich von Blut ernähren und eine Seuche verbreiten, die Menschen in dämonisch aussehende Vampir-Wesen verwandelt. Es beginnt ein Kampf ums Überleben der Menschheit, in dem auch die vier Überlebenden aus dem Flugzeug eine Rolle spielen …

Auf der San Diego Comic Con in diesem und im letzten Jahr waren die The Strain-Panels mit Guillermo del Toro, den Machern der Comics und einigen Schauspielern der Serie absolute Fan-Highlights, was zeigt, wie gut die Geschichte in ihren Umsetzungen ankommt. Der Erfolg mag darin begründet sein, dass The Strain keine „typische“ Vampir-Geschichte ist. Der Vampirismus wird in der Story durch einen Parasiten ausgelöst, eine Seuche, die der finstere Obervampir und seinen Handlanger – Thomas Eichhorst, ein ehemaliger Kommandeur des Dritten Reichs (genial dargestellt durch den deutschen Schauspieler Richard Sammel) – zielgerichtet verbreiten.

Auch die Optik der TV-Serie ist, wie auch schon im Comic, einzigartig. Sehr dunkel, blutig und wirklich beängstigend – Vampir-Romantik a la Twilight oder Buffy-Humor sind Fehlanzeige. Da die Menschen durch einen Parasiten zum Blutsauger werden und die Vampire selbst sehr monströs anmuten, schlagen hier eher Elemente der Zombie-Apokalypse durch, wie man sie aus The Walking Dead oder Resident Evil kennt, aber eben auf Vampire getrimmt.

David Lapham und Mike Huddleston haben es in der Comic-Reihe geschafft, genau dieses bedrohliche Gruselgefühl in Bilder zu packen. Kein Wunder also, dass sich die Macher der TV-Serie gerne vom Comic inspirieren ließen, und auch im Storytelling orientieren sich die bewegten Bilder an den Comic-Seiten. Für angehende Fans der The Strain TV-Serie und alle Horror-Freunde lohnt sich also der Blick in die bislang zwei Panini Comic-Bände.


THE STRAIN – DIE SAAT

SC l 148 Seiten l 16,95 Euro l Bereits im Handel!
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THE STRAIN – DIE SAAT 2
SC l 124 Seiten l 16,99 Euro l Bereits im Handel!
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Quelle: Panini Comics

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Von Doggen, Jedis, Nerds und einem Leben ohne Ponyhof!

Vier neue Cartoon-Bände deutscher Künstler im Panini-Programm sorgen für Sommer-Schmökerspaß

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Der Cartoon- und Funny-Bereich aus den Federn deutscher Künstler bei Panini wächst weiter! Vier neue Bände im praktischen Quadrat-Format, vollgestopft mit den witzigsten Cartoons, sind frisch auf den Markt gekommen – beste Unterhaltungslektüre für heiße Sommer- und Urlaubstage! Neu im Panini-Cartoon-Programm ist dabei Olaf Neumann alias Dogtari, der Freud und Leid eines Lebens mit Hund pointiert in Wort und Bild zu Papier bringt. Von Sarah Burrini stammen die herrlich witzigen Popkultur-Comic-Strips Das Leben ist kein Ponyhof. Im zweiten Band gibt es wieder viel Nerdiges, Kulturelles, Kritisches und Witziges zu lesen. Ebenfalls popkulturell, nerdig und ganz neu ist Spass in Serie. Matthias Kringe nimmt darin querbeet Themen aus TV, Kino und Literatur aufs Korn. Bereits bei Band 3 ist die Reihe der Star Wars: Spass Wars. Johanna Baumann hat auch in dem neuesten Band wieder die lustige Seite des Krieg der Sterne-Epos ausgegraben und in ihrem einzigartigen Stil zu Bildstrecken geformt, die man einfach lieben muss.

Der Grafiker, Illustrator und Autor Olaf Neumann gehört zu den Menschen, die in ihrem Leben schon viel gesehen und erlebt haben. Er kann Dinge erzählen, bei denen man nur staunen kann – für ihn sind aber die wichtigsten Episoden in seinem Leben die, die mit seinen Hunden zusammenhängen. Die lustigsten und schrägsten Szenen aus seinem Leben mit Hund(en) packte er in Comic-Strips und teilt diese bereits seit Jahren im Internet unter dem Künstlernamen Dogtari mit einer stets wachsenden Fangemeinde. Momentaufnahmen, die jeder Hundehalter kennt, die aber noch skurriler wirken, da die Dogtari-Vierbeiner Deutsche Doggen sind – und da gilt die Formel: Je größer der Hund, desto krasser dein Alltag! Viel zu sagen hat Herrchen in den Cartoons im Übrigen nicht, das übernehmen die beiden Fellnasen Bruno und Scully für ihn und sind dabei philosophisch, sarkastisch und – typisch Dogge – sehr relaxt. Dogtari, Band 1: Wachhunde ist ein Sammelsurium aus dem Leben eines Hunde-Verrückten, das selbst Katzen-Fans zum Lachen animiert, und an dessen Ende wieder einmal die Erkenntnis steht: Hunde sind die besseren Menschen!

Irgendwie tierisch geht es auch bei Sarah Burrini zu. In Das Leben ist kein Ponyhof 2 kämpft die Kölnerin sich wieder durch die Tücken des ganz alltäglichen Wahnsinns. An ihrer Seite ihre schrägen Mitbewohner: Das passiv (manchmal auch aktiv) aggressive Pony Butterblume, der ultra-nerdige Hausdämon Kevin-Asmodias, der misanthrope Elefant Ngumbe und El Pilzo, der großhutige Revolutionär mit eindeutig erweitertem Bewusstsein. Das Leben mit dieser Wahnsinns-WG – und das Leben an und für sich – ist ganz sicher kein Ponyhof, die Cartoons aber herrlich abgefahren, sehr intelligent und enorm witzig!

Ein Ober-Nerd im positivsten Sinn ist Matthias Kringe. Der Zeichner und Cartoonist, der unter anderem auch für das deutsche MAD Magazin arbeitet, nimmt sich in Band 1 von Spass in Serie alles satirisch zur Brust, was aus TV, Kino und Literatur wert ist, durch den Kakao gezogen zu werden. Dabei kommt es zu immer wieder zu überraschenden Einfällen fiktiver Charaktere bei ihren Kollegen, zum Beispiel, wenn zwei Hobbits das Land der Raketenwürmer durchqueren, die Hexen aus Charmed mit Harry Potter zaubern oder Miss Piggy für die Rolle von Lara Croft vorspricht. Nerd-Spaß eben, aber nicht nur für Nerds.

Monothematisch, aber nicht weniger witzig, nähert sich Johanna Baumann der Weltraum-Saga Star Wars. Es ist bereits der dritte Spass WarsBand mit Cartoons, die weniger die Macht, dafür umso mehr das Zwerchfell erschüttern. Dabei lüftet „Schlogger“, so der Künstlername der in Hamburg lebenden Zeichnerin, unter anderem das Geheimnis, wie man mit einem „Klick“ auf die dunkle Seite kommt, und was es mit Prinzessin Leias Schneckennudel-Frisur wirklich auf sich hat.

DOGTARI: WACHHUNDE
HC l 64 Seiten l 9,99 Euro l ISBN: 978-3-8332-3177-3 l Jetzt im Handel!
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DAS LEBEN IST KEIN PONYHOF 2
HC l 96 Seiten l 12,99 Euro l ISBN: 978-3-8332-2981-7 l Jetzt im Handel!
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MATTHIAS KRINGE: SPASS IN SERIE – CARTOONS FÜR NERDS
HC l 64 Seiten l 9,99 Euro l ISBN: 978-3-8332-3015-8 l Jetzt im Handel!
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STAR WARS: SPASS WARS 3
HC l 64 Seiten l 9,99 Euro l ISBN: 978-3-8332-2982-4 l Jetzt im Handel!
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Quelle: Panini Comics

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Das Panini Comics-Alben-Programm startet!

Ein erotisches Comic-Biopic, eine History-Graphic Novel und eine alternative Geschichtserzählung machen den Auftakt

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Mit Tag X, Operation Overlord und Milo Manaras Caravaggio erscheinen diese Woche die ersten Bände des brandneuen Panini Comics-Alben-Programms. Erstmals wendet sich der Verlag damit im größeren Stil diesem in Deutschland sehr beliebten Format zu und baut sein Portfolio inhaltlich unter anderem in Richtung franko-belgischer und italienischer Comic-Kultur aus. Jeden Monat werden künftig zwei bis drei neue Alben das Programm erweitern, darunter viele neue Serien, aber auch Klassiker wie das Science-Fiction-Epos Trigan von Don Lawrence.

Mit der ersten Ankündigung vor einigen Wochen war das neue Alben-Programm des Panini Verlags Thema Nummer eins in der deutschen Comic-Szene. Viel wurde damals über die möglichen Titel spekuliert und darüber, ob Panini Comics hier wohl überhaupt Fuß fassen könne – anfängliche Skepsis wich mit der Veröffentlichung des Anküdigungs-Katalogs für die ersten Titel jedoch schnell begeisterter Erwartung. „Wir versuchen ständig, unser Angebot für die Leser attraktiv zu erweitern. Die US-Comics haben wir so umfassend abgedeckt, dass es hier immer schwieriger wird, neues Material zu finden – in Italien, Frankreich, Belgien und Spanien finden sich dagegen noch einige Schätze, die es sich zu heben lohnt“, erklärt Rebecca Haar, Produktmanagerin für das neue Segment. Und Vertriebsleiter Alexander Bubenheimer sagt: „Die Erweiterung des Programms in den Alben-Sektor war ein logischer Schritt. Dass wir neue Themen erfolgreich umsetzen und hochwertige Produkte für den Handel produzieren können, haben wir schon mit unseren Graphic Novels und Eigenproduktionen mit deutschen Künstlern bewiesen.“

Das neue Programm wird Hardcover-Alben enthalten, die sich preislich zwischen 13,99 Euro und 29,99 Euro bewegen, je nach Umfang und Titel. Monatlich werden zwei bis drei neue Comics erscheinen, wobei sich der Verlag thematisch keinerlei Grenzen auferlegt: Science-Fiction, Historisches, Western, Abenteuer, Erotik – jeder Leser soll das Richtige für sich finden, auch im Hinblick auf die Künstler, zu denen unter anderem so bekannte Namen wie Milo Manara, Griffo (u.a. Spirou), Guillem March (u.a. Batman), Davide Fabbri (u.a. Star Wars), Stjepan Sejic (u.a. Witchblade), Don Lawrence und Colin Wilson (u.a. Star Wars) gehören.

Den Auftakt machen in dieser Woche drei Veröffentlichungen:
Milo Manaras erotisch angehauchte Betrachtungen zum abenteuerlichen Leben des italienischen Malers Michelangelo Merisi da Caravaggio, der als Archetyp des „verruchten Künstlers“ in die Geschichte einging und Begründer der römischen Barock-Malerei war.
Band 1 der Reihe Tag X. Hier werden, beruhend auf historischen Fakten, Meilensteine der Geschichte in ein mögliches „Was-wäre-wenn?“-Szenario gepackt. Der erste Band Wer erschoss den Präsidenten? stellt zum Beispiel die faszinierende Frage: „Was, wenn es das Kennedy-Attentat nicht gegeben hätte, sondern zehn Jahre später auf Nixon geschossen worden wäre?“
Der Geschichts-Comic Operation Overlord – eine zur Graphic Novel ausgeschmückte, jedoch historisch sehr ausgefeilte Darstellung der Landung der Alliierten in der Normandie, die das Ende des 2. Weltkriegs einläutete.

Ebenfalls Teil der ersten Alben-Welle sollte der erste Band von Don Lawrences Kult-SciFi-Saga Trigan sein, die Panini als vollständige, neu übersetzte Alben-Kollektion veröffentlichen will. Dieser Auftaktband wird sich allerdings leicht verschieben und erst mit dem zweiten Schub im August anrollen, zu dem auch die historisch angehauchte, im London des 19. Jahrhunderts spielende Gangster-Ballade Golden Dogs gehören wird. Genaueres zu den einzelnen Alben und zum Programm bis zum Jahresende erfahren Sie unter Panini Comics-Alben-Programm.


MILO MANARA: CARAVAGGIO (BAND 1 VON 2)

HC l 64 Seiten l 16,99 Euro l ISBN: 978-3-95798-386-2 l Jetzt im Handel!
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DER TAG X – BAND 1: WER ERSCHOSS DEN PRÄSIDENTEN?
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OPERATION OVERLORD BAND 1: KAMPF UM SAINTE-MÈRE-ÉGLISE
HC l 56 Seiten l 13,99 Euro l ISBN: 978-3-95798-452-4 l Jetzt im Handel!
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Quelle: Panini Comics

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