LETZTEN ENDES, SIR TERRY, MÜSSEN WIR DEN WEG ANTRETEN – Terry Pratchett gestorben

Der Autor und Erfinder der so genannten „Scheibenwelt“, Terry Pratchett, ist gestern 66jährig im Kreis seiner Familie verstorben. Über seinen offiziellen Twitter-Account wurde sein Tod angemessen verkündet, in drei Tweets: der erste ist komplett in Großbuchstaben geschrieben, so wie in Pratchetts Romanen DER TOD spricht, der zweite beschreibt, wie Pratchett und DER TOD hinausgehen in die endlose Nacht und der dritte besteht schlicht aus den Worten „The End“ – Ende.

Die „Scheibenwelt„-Romane spielen – wie der Name sagt – in einer Welt, die auf einer Scheibe existiert, die von vier Elefanten getragen wird, die wiederum auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte stehen. Es handelt sich um eine Art mittelalterliche Fantasy-Welt mit der Hauptstadt Ankh-Mopork. Pratchetts Romane sind allerdings Parodien und Satire, die sich nicht auf Fantasy beschränkt, sondern sich auch aktuellen Themen widmet. Durch die Umsetzung als Fantasy-Version (zum Beispiel der Filmwelt von Hollywood in „Voll im Bilde*“) wurde die Absurdität mancher Dinge besonders hervorgehoben. Zudem war Pratchett ein sehr fantasievoller Autor, der unglaublich skurile Gedankengänge vollziehen konnte, so dass man ihn als den „Douglas Adams der Fantasy“ bezeichnete.

Nach einem Schlaganfall im Jahr 2007 wurde bei Pratchett Alzheimer diagnostiziert. Er veröffentlichte daraufhin viele Texte, die Alzheimer als Thema hatten, sowohl allgemein als auch auf seinen eigenen Erfahrungen basierend. Zudem spendete er viel Geld für die Alzheimer-Forschung. Gesundheitlich ging es ihm immer schlechter, letzten Juli musste er aus Rücksicht auf seine Verfassung eine Lesung ausfallen lassen.

Der Autor hinterlässt seine Frau und eine gemeinsame Tochter.

Mehr Informationen in diesem Artikel vom Pastemagazine.

 

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Kingsman – der Agenten-Action-Spaß nach Comic-Vorlage startet im Kino!

Am 12. März startet der Film, der auf dem Secret Service-Comic von Mark Millar und Dave Gibbons basiert! Cover (c) Panini Comics
Am 12. März startet der Film, der auf dem Secret Service-Comic von Mark Millar und Dave Gibbons basiert! Cover (c) Panini Comics

Mit Kingsman: The Secret Service ist Regisseur Matthew Vaughn ein enorm unterhaltsamer Agentenfilm gelungen. Man fühlt sich beim Anschauen an die guten alten Bond-Zeiten erinnert: Unglaublich englische Gentlemen-Agenten (der englischste von allen, Harry Hart, wird von einem grandios spielenden Colin Firth verkörpert), die mit Handkante, Contenance, trockenem Humor und richtig vielen Gadgets für brillante Action und Fun sorgen. Natürlich dürfen auch schräge Schurken nicht fehlen, und Samuel L. Jackson als böses Nerd-Genie mit Sprachfehler ist eine Sensation. Das alles macht den Film zu einem höchst kurzweiligen Kinovergnügen. Die Idee dazu stammt aus dem Comic Secret Service von Mark Millar und Dave Gibbons, der in Deutschland bei Panini erschienen ist.

Der Griff zum Comic lohnt sich nicht nur in Verbindung mit dem Film. Millar und Gibbons haben – inspiriert von den klassischen Bond-Filmen – ein Agenten-Comic-Abenteuer geschaffen, das mit tollen Zeichnungen besticht und eine wirklich abgefahrene Handlung hat. Der Plot des Comics ist auch noch um einiges abgedrehter als der des Films, der sich in einigen Teilen deutlich von der Vorlage unterscheidet, sich in anderen Teilen wiederum sehr nah am Comic bewegt.

Nerds allerorten wird auch freuen, dass Star Wars-Legende Mark Hamill, der im Comic einen wesentlichen Part einnimmt (zumindest, bis er – als er selbst – einen unschönen Tod erleidet), von den Machern auch für den Film engagiert wurde. Dort spielt er zwar eine etwas andere Rolle, die Reminiszenz an den Comic ist aber unverkennbar. Solche „Secret Service-Momente“ finden sich in Kingsman reichlich, weshalb Kenner von Comic und Film hier eindeutig den doppelten Spaß haben.

Die Macher des Comics, Autor Mark Millar und Zeichner Dave Gibbons, heckten den Plot zu Secret Service im Übrigen gemeinsam mit Regisseur Matthew Vaughn lange vor der Kinofassung aus, und waren nun auch direkt an der filmischen Umsetzung beteiligt.

Der Film startet in den deutschen Kinos am 12. März, parallel zur Manga-Comic-Convention/Leipziger Buchmesse (12.-15. März). Natürlich hat Panini den dazugehörigen Band dort auch am Stand (Halle 1/Stand H205).

SECRET SERVICE
SC l 172 Seiten l € 19,95 l ISBN: 978-3-86201-738-6 l Bereits erschienen!
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Quelle: Panini Comics

 

Zombies, Katzen, Nerds und 1000 Lacher – die Cartoon-Bände des José Fonollosa

Zur Leipziger Buchmesse erscheinen gleich zwei neue Cartoon-Bände des Spaniers, und er persönlich!

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Mit seinen beiden Cartoon-Bänden The Walking Depp 1 und 2 – herrlichen Persiflagen auf die Zombie-TV-Erfolgsserie The Walking Dead – wurde der Spanier José Fonollosa zu einem der erfolgreichsten Funny-Autoren/Zeichner im Programm des Panini Verlags. Pünktlich zur Leipziger Buchmesse (12.-15. März), bei der der Künstler als Gast anwesend sein und auch signieren wird, erscheinen nun gleich zwei neue Cartoon-Bände: Outtakes, ein Gag-Fest für Nerds, und Tonin, den vor allem alle Katzen-Fans lieben werden.

In Outtakes steigt José Fonollosa tief in den Nerd-Kosmos von Sci-Fi, Fantasy und Horror ein und findet mit spitzer Feder die Punkte, an denen sich die Genre-Filme bestens persiflieren lassen. Superman, Indiana Jones, Star Wars, King Kong … alle bekommen ihr Fett weg und die Leser einen prallen Spaßband, der garantiert jeden Film-Fan zum Lachen bringt.

Tonin beschreibt dagegen mit autobiografischen Ansätzen das Zusammenleben des Katzenfreunds Fonollosa mit seinen drei Stubentigern – beziehungsweise beschreibt er, wie ein Neuankömmling das bis dahin harmonische Zusammenleben der Familie mit zwei Katzen in ein unerwartetes Chaos stürzt:
Der kleine Kater Tonin ist jung, neugierig und durch eine schwere Verletzung etwas beeinträchtigt. Das hindert ihn aber nicht daran, die Welt und das neue Heim zu untersuchen und komplett auf den Kopf zu stellen … Katzen-Cartoons zum Lachen, und bildgewordener Beweis, dass Katzen das Dasein vielleicht nicht leichter, aber in jedem Fall lebenswerter machen.

Auf der Manga-Comic-Convention/Leipziger Buchmesse (12.-15. März) signiert José Fonollosa täglich seine Cartoon-Bände als Gast von Panini (der Panini-Stand ist in Halle 1 / Stand H205).

TONIN, Band 1: KATERFREUDEN
HC l 64 Seiten l € 9,99 l ISBN: 978-3-8332-3012-7 l Erscheint am 10. März 2015!
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OUTTAKES
HC l 64 Seiten l € 9,99 l ISBN: 978-3-8332-3014-1 l Erscheint am 10. März 2015!
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THE WALKING DEPP, Band 1
HC l 64 Seiten l € 12,99 l ISBN: 978-3-8332-2868-1 l Bereits erschienen!
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THE WALKING DEPP, Band 2
HC l 64 Seiten l € 12,99 l ISBN: 978-3-8332-2900-8 l Bereits erschienen!
Bestellmöglichkeit:

Quelle: Panini Comics

 

Marvin Cliffords „Schisslaweng“ erscheint bei Panini!

(c) Panini Verlag
(c) Panini Verlag

„Schissla… was?“ – diese Frage stellt nicht nur die hübsche Denise auf dem Cover des am 10. März erscheinenden Cartoon-Bandes mit dem Titel Schisslaweng, sondern auch manch anderer, sofern er nicht zur großen und treuen Fangemeinde des Comic-Zeichners Marvin Clifford gehört. Diese Fans verfolgen nämlich schon seit Jahren online die Web-Episoden, in denen der Berliner Comic-Künstler mit viel Witz und Selbstironie seinen ganz und gar nicht normalen Alltag als Zeichner und Nerd zum Besten gibt. Schisslaweng ist dabei so beliebt, dass die Leserschaft Marvin Clifford im letzten Jahr sogar zum Max- und Moritz-Publikumspreis verhalf. Panini freut sich nun den ersten Schisslaweng-Cartoon-Band zu präsentieren und zum Start gibt es auch Signierstunden mit dem Künstler auf der Leipziger Buchmesse (12.-15. März).

Aber was heißt „Schisslaweng“ nun eigentlich? Das Internet kennt das Wort als (sehr passend) berlinerisch für etwas, das man mit mitreißender Begeisterung macht – und das trifft auf Marvin Clifford und sein Comic-Schaffen in vollem Maße zu: Erlebt man den quirligen Zeichner live, ist er DER Nerd in Person, der eine ansteckente Begeisterung für Filme, Games, Comics und alles drumherum verbreitet. Auch in seinen Schisslaweng-Strips dreht sich alles um diese Themen, und darum, dass man es als Voll-Nerd schon schwer hat: Deadline-Stress, Motivationslöcher, Beziehungsfrust (obwohl ihm Denise zumeist unterstützend zur Seite steht, kann sie den Gedankengängen eines Meister-Cartoonisten nicht immer folgen), Klopapiermangel und Bruce Willis sind nur einige der täglichen Problemchen, denen sich der gezeichnete Marvin stellen muss. Dass sich der reale Marvin Clifford dabei vom eigenen Leben inspirieren lässt, ist klar, und so steckt in Schisslaweng viel Autobiografisches, das der Künstler aber satirisch überspitzt, dehnt, ummodelt, aufnerdet und mit wundervoll witzigen und dynamischen Zeichnungen zu einem Lesevergnügen der besonders unterhaltsamen Art macht … Oder, wie es die deutsche Cartoon-Ikone Ralph Ruthe (Shit Happens!) beschreibt: „[…] kleine Alltagsgeschichten mit gut beobachteten und sehr lustig geschriebenen Dialogen. Visuell ist das ganze dagegen so aufwändig und wunderschön überdreht inszeniert, wie bei kaum einen anderen deutschen Web-Comic. Ich bin Fan!“. Eben voll schisslaweng!

Auf der Manga-Comic-Convention/Leipziger Buchmesse (12.-15. März) signiert Marvin Clifford täglich den druckfrischen Schisslaweng-Band als Gast von Panini (der Panini-Stand ist in Halle 1 / Stand H205), zudem wird es am Messe-Samstag ein Bühnengespräch (Schwarzes Sofa) mit ihm geben, zum Thema „Vom Online-Comic zum Cartoon-Buch“ und am Sonntag Live-Zeichnen auf der großen Bühne.
Mehr Infos zu unseren Künstlern, Signierstunden und Bühnen-Events auf der Leipziger Buchmesse gibt es hier: http://www.paninicomics.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=25571
SCHISSLAWENG, Band 1: „SCHISSLA… WAS?“
HC l 64 Seiten l € 9,99 l ISBN: 978-3-8332-3011-0 l Erscheint 10. März 2015!

Bestellmöglichkeiten:

 

Quelle: Panini Comics

Familienzuwachs im Hause Dalton – Der neue Lucky Luke Band 93 ab 5. März im Handel!

In diesem neuen Abenteuer trifft der Lonesome Cowboy Lucky Luke auf eine unerwartete Familiensituation bei seinen ewigen Gegenspielern: die Daltons sind plötzlich Onkel geworden! Lucky Luke kann es kaum fassen… Keine leichte Aufgabe für unseren Helden: er muss sich nicht nur um seine alten Erzfeinde, sondern auch um deren nicht gerade einfach zu handhabenden Neffen kümmern. Und welcher der vier Brüder sorgte hier für diese hochbrisante Situation, die Ihnen den frechen Familienzuwachs beschert hat?
Diese Frage wird natürlich restlos beantwortet in diesem humorsprühenden Abenteuer unseres ruhmreichen Westernhelden Lucky Luke und seiner kuriosen Begegnung mit dem Spross seiner Widersacher.
Ein brandneues Abenteuer (Egmont Ehapa Media – Softcover, 6,50 Euro und Egmont Comic Collection – Hardcover, 12,- Euro) aus der Feder von Morris-Nachfolger Achdé ab dem 5. März im Handel und zum Bestellen hier!

 

 Quelle: Egmont Ehapa Verlag

PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MEN TELL NO TALES – Drehbeginn in Australien

Johnny Depp nimmt seine legendäre Oscar®-nominierte  Paraderolle des Jack Sparrow wieder auf

In Australien haben die Dreharbeiten zu Disney und Jerry Bruckheimer Films epischem Comedy-Abenteuer PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MEN TELL NO TALES (OT) begonnen. Unter der Regie von Espe Sandberg und Joachim Rønning (KON-TIKI, „Marco Polo“) entsteht der fünfte Teil des von der Disneyland-Attraktion inspirierten Blockbuster-Franchises, das bisher weltweit sagenhafte 3,7 Milliarden Dollar eingespielt hat. PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MEN TELL NO TALES wird komplett in den Village Roadshow Studios und an Originalschauplätzen in Queensland, Australien gedreht.

Johnny Depp nimmt seine Oscar®-nominierte Paraderolle des Jack Sparrow wieder auf, eine der beliebtesten Figuren der Filmgeschichte. Ihm zur Seite stehen neue Darsteller wie Oscar®-Gewinner Javier Bardem (NO COUNTRY FOR OLD MEN, SKYFALL), die aufstrebenden Jungdarsteller Kaya Scodelario (MAZE RUNNER), Brenton Thwaites (MALEFICENT, HÜTER DER ERINNERUNG) und Golshifteh Farahani (EXODUS). Als bekannte Gesichter sind wieder dabei: Oscar®-Gewinner Geoffrey Rush als Barbossa, Kevin R. McNally als Joshamee Gibbs und Stephen Graham als Scrum.

Ein vom Pech verfolgter Captain Jack Sparrow findet sich in einem völlig neuen Abenteuer wieder: Tödliche Geister-Piraten, angeführt von seinem alten Erzfeind, dem furchteinflößenden Captain Salazar (Bardem), entkommen aus dem „Teufels-Dreieck“ und sollen jeden Piraten auf See töten – einschließlich Jack Sparrow. Seine einzige Überlebenschance besteht darin den legendären „Dreizack des Poseidon“ zu finden, ein mächtiges Artefakt, das seinem Besitzer völlige Kontrolle über die Meere verleiht.

PIRATES OF THE CARIBBEAN: DEAD MEN TELL NO TALES wird produziert von Erfolgs-Mogul Jerry Bruckheimer nach einem Drehbuch von Jeff Nathanson (CATCH ME IF YOU CAN, INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS). Die Ausführenden Produzenten sind Chad Oman, Joe Caracciolo Jr. und Brigham Taylor.

Hinter der Kamera findet sich die erste Riege preisgekrönter Künstler, viele davon neu in der PIRATES OF THE CARIBBEAN-Familie: Kameramann Paul Cameron (NUR NOCH 60 SEKUNDEN, DEJA VU, COLLATERAL), Szenenbildner Nigel Phelps (PEARL HARBOR, TRANSFORMERS, WORLD WAR Z), Kostümbildnerin Penny Rose (alle PIRATES OF THE CARIBBEAN-Filme), Visual Effects Supervisor Gary Brozenich (LONE RANGER, EDGE OF TOMORROW), der Oscar®-prämierte Special Effects Berater John Frazier (der bereits an neun Jerry-Bruckheimer-Produktionen mitwirkte) und Special Effects Supervisor Dan Oliver (MAD MAX: FURY ROAD, X-MEN ORIGINS: WOLVERINE), der leitende Stunt-Koordinator R.A. Rondell (THE HUNGER GAMES: MOCKINGJAY Teil 1) sowie die Stunt-Koordinatoren Thomas Robinson Harper (GUARDIANS OF THE GALAXY, CAPTAIN AMERICA) und Kyle Gardiner (KINGSMAN), der Oscar®-prämierte Make-up Artist Peter Swords King (DER HERR DER RINGE-Troligie, HOBBIT-Trilogie, INTO THE WOODS) sowie die Cutter Joel Cox (UNFORGIVEN, MILLION DOLLAR BABY, AMERICAN SNIPER) und Gary D. Roach (AMERICAN SNIPER).

Quelle: The Walt Disney Company Germany 

„Ich bin ein Hai, holt mich hier raus!“

Im amerikanischen Sprachgebrauch gibt es die Redewendung „to jump the shark“ oder auch „shark jumping“. Man verwendet sie im engeren Sinne, wenn man aussagen möchte, dass eine schon seit längerem laufende Fernsehserie ihren Höhepunkt längst überschritten hat und eigentlich am Ende ist, nicht unbedingt von den Zuschauerzahlen, sondern mehr, weil den Autoren keine neuen Ideen mehr kommen, langjährige Hauptdarsteller aussteigen oder man durch völlig überdrehte Ideen versucht, wieder Spannung in die Handlung zu bringen. Der Begriff enstand durch eine Episode der fünften Staffel der Serie „Happy Days“. Diese war lange erfolgreich gewesen, krankte aber so langsam an den zuvor beschriebenen Symptomen. Das wurde besonders deutlich, als eine der Hauptfiguren, Fonzie, eine Szene hatte, in der er mit Wasserskiern über einen Hai sprang – „he jumped the shark“. Diese Szene wirkte so lachhaft und überdreht, dass viele Zuschauer und Kritiker das Ende der Serie gekommen sahen.

Obwohl ich – ja, steinigt mich dafür – zugeben muss, „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ (besser bekannt als „Dschungelcamp“) nicht anzuschauen, sehe ich trotzdem Anzeichen, dass diese Serie  möglicherweise auch schon den „Sprung über den Hai“ gemacht hat, zumindest aber schon mal Anlauf dafür nimmt. Grund für meine Annahme sind zwei Artikel von Stefan Niggemeier. Für den einen breche ich hier sogar mit dem Prinzip, wegen des Leistungsschutzrechts nicht mehr auf Presseverlage zu verlinken: In der FAZ schreibt Niggemeier über die Metaebene vom Dschungelcamp. Bisher war das das, was gerade ihn wohl so besonders daran gereizt hat, der Umstand, dass die Sendung alles irgendwie aufs Korn nahm, die Kandidaten, die eigenen Moderatoren, den eigenen Sender (RTL), ja sogar das eigene Konzept. Doch in dieser aktuellen Kritik stellt er fest, dass das mit der Metaebene über Psychospielchen mit den Teilnehmern und Szenenauswahl immer höher geschraubt wird, so dass nach oben nicht mehr viel Luft bleibt (FAZ: „Dschungelcamp-Tagebuch: Nackt auf der Metaebene„). Selbst ihm wird das also scheinbar zu viel.

Ganz aktuell hat Niggemeier dann noch einen Artikel veröffentlicht, wo er selbst die Metaebene betritt, ja, betreten muss: „Dschungelcamp-Journalismus: Wie buchstabiert man ‚Vorab-Meldung‘?“ Er, der sonst eher selbst über das Dschungelcamp berichtet, berichtet über die Berichterstattung zum Dschungelcamp. Das Problem für die meisten Zeitungen ist nämlich, dass die neueste Folge aus dem australischen Busch so spät kommt, dass in Deutschland der Redaktionsschluss schon vorbei ist. Die Sendung selbst anschauen, eine Rezension schreiben und in den Druck geben, dafür reicht die Zeit nicht. Also gibt RTL täglich eine Vorabmeldung heraus, die eine Sperre enthält: Der Inhalt darf nicht publiziert werden, bevor nicht die aktuelle Folge gelaufen ist. Aus dieser Vorabmeldung basteln sich die Zeitungen ihre IBES-Artikel zusammen, die dann am nächsten Morgen erscheinen können, obwohl keiner der Redakteure die Sendung wirklich selbst gesehen haben kann. Das rächte sich nun, denn die Meldung, die RTL herausgab, enthielt ein paar Fehler, beschrieb sie doch die Dschungelprüfung, der sich Maren Gilzer in der Sendung vom 24.01. unterziehen musste (das „Un-Glücksrad“) in gewissen Details falsch. Niggemeier fiel das auf und er stellte fest, dass die „Bild am Sonntag“, die sich auf die „Vorabmeldung“ stützte, die gleichen Fehler drin hat (und übrigens auch die offizielle RTL-Mitteilungsseite zur Sendung, zumindest noch zu dem Zeitpunkt, da dieser Artikel entstand, wohingegen Niggemeier in einem Nachsatz seines Artikels bemerkt, dass die falschen Details im ePaper der „Bild am Sonntag“ korrigiert wurden).

In den Kommentaren des Artikels wird zurecht gerätselt, wie das passieren konnte. Bei den falschen Details handelt es sich keinesfalls um einfache Vertipper. War hier jemand nur extrem unaufmerksam oder wollte man die Journalisten ärgern, die sich ja voll und ganz auf die „Vorabmeldung“ verlassen müssen? Man weiß es nicht, aber es wirkt – nach so vielen Jahren „Dschungelcamp“ – irgendwie aus der Reihe gefallen. Warum jetzt und warum ausgerechnet bei so was auffälligem? Ein Lapsus oder Korrosionserscheinungen?

Zusammengenommen ergeben beide Artikel ein etwas unrundes Bild vom „Dschungelcamp“. Wie ich am Anfang schrieb, vielleicht ist der „Sprung über den Hai“ noch nicht geschehen, aber zumindest wird schon kräftig Anlauf genommen. Das heißt aber erstmal auch noch gar nichts. Erst wenn die Quote nicht mehr stimmt, wird man direkte Konsequenzen ziehen.

Und was lernen wir daraus? Ähm… nichts. Wenn Sie es bis hierhin durchgehalten haben, haben dann Sie einen Artikel gelesen, der über einen Artikel berichtet, der über einen Artikel berichtet, in dem ein Fernsehsender über eine eigene Sendung berichtet. Stellen Sie sich mal vor, das würde ich hier häufiger machen.

Was mache ich hier eigentlich? Äh… ist hier irgendwo ein Hai im Zimmer?

CAPTAIN FUTURE: Der Sternenkaiser – das Hörspiel

(c) Highscore Music
(c) Highscore Music

Ja, ist denn heut‘ scho‘ Weihnachten?

Liegt das an mir oder mehr daran, dass die PR-Arbeit von Highscore Music etwas verbesserungswürdig ist? Das Label hat sich nämlich an etwas gewagt, was unter den herrschenden Umständen etwas gewagt ist: Sie haben sich daran gemacht, Edmond Hamiltons Captain-Future-Roman „Der Sternenkaiser“ als Hörbuch zu vertonen. Aber warum ist das gewagt?

Vor einiger Zeit wurden ja die  Captain-Future-Geschichten in Deutschland veröffentlicht, die man bis dahin noch gar nicht kannte: Die Kurzgeschichten, die gleichzeitig die letzten Abenteuer des verwegenen Weltraumhelden aus der Feder von Hamilton waren. Sie kamen heraus in Form von zwei Romanen und als Hörbuch, wobei Highscore Music den Coup gelandet hatte, die Originalsprecher (soweit möglich) des in Deutschland sehr bekannten Anime zu verpflichten. Gleichzeitig hatte man sich beim Golkonda-Verlag das ehrgeizige Ziel gesetzt, sämtliche klassischen Captain-Future-Romane neu zu veröffentlichen. Das konnte man daran sehen, dass die Bände mit den Kurzgeschichten nummeriert waren, so dass sie in einer irgendwann einmal kompletten Captain-Future-Bibliothek mit hineinpassen würden.

Tatsächlich fing es auch gut an, „Der Sternenkaiser“ kam als Roman heraus, es folgte „Erde in Gefahr“. Dabei wurden die Titel dem Original angepasst, zudem wurde in den Büchern das Material aus dem Captain-Future-Magazin veröffentlicht, das zu der Geschichte gehörte, ein paar andere Artikel und Leserbriefe.

Dann jedoch bekam die Reihe irgendwie Schluckauf. Die neuen Bände „Die Herausforderung“ und „Der Triumph“ waren angekündigt und wurden immer wieder verschoben. Ich persönlich muss auch einem Leserbriefschreiber zustimmen, dessen Zuschrift in einem der Magazine veröffentlicht worden war: Er beklagte sich, dass die Erscheinungsweise des Magazins, nämlich Vierteljährlich, ein zu großer Zeitraum sei. Bei der Neuübersetzung hingegen waren es maximal zwei Romane, die herausgebracht wurden, bis es zu der Lücke kam. „Die Herausforderung“ kam rund ein Jahr nach „Erde in Gefahr“ im Frühjahr 2014 heraus. Im November folgte schließlich „Der Triumph“. Weitere Folgen sind bisher nicht angekündigt.

Und es war der 21. November, als Highscore Music den ersten Teil der Hörspielvertonung des „Sternenkaisers“ herausbrachte. Und damit kommen wir zu dem Wagnis, das ich zuvor ansprach: Als die Hörspiele zu den Kurzgeschichten und die Bücher dazu herauskamen, gab es einen Hype um die „Rückkehr von Captain Future“. Durch die Unterbrechungen in der Romanreihe ist dieser Hype mittlerweile, so habe ich den Eindruck, ziemlich abgeflacht. Hinzu kommt, dass der Roman „Der Sternenkaiser“ bereits 2012 erschienen ist. Insofern ist es – um bei den Titeln von „Captain Future“ zu bleiben – eine Herausforderung, diese neue Hörspielreihe beim Publikum und den Fans von damals zu platzieren. Noch dazu, da der ganze Roman viel zu lang ist, um auf eine CD zu passen. Erschienen ist im November Folge 1, die den Untertitel „Tod auf dem Jupiter“ trägt. Und schon am 5. Dezember kam Folge 2, „Die Macht des Sternenkaisers“. Bei iTunes kann man zudem eine Folge 3 mit dem Titel „Die Spur“ vorbestellen, erscheinen soll sie wohl am 9. Januar. Aber auch damit ist die Reihe noch nicht abgeschlossen, weitere Episoden sind aber noch nicht angekündigt. Ich habe bisher nur die Hörproben gehört und bin sehr angetan, aber das war ich von der anderen Produktion auch schon. Vor allem Hans-Jürgen Dittberner als Captain Future hört man an, dass er den Elan der Anime-Reihe wiederzugeben versucht. Ich werde mich zu gegebener Zeit nochmal mit dem Thema beschäftigen, wenn ich die Hörspiele selbst komplett gehört habe. Ich persönlich empfinde im Moment eine Mischung aus Fassungslosigkeit und Vorfreude. Was ist da los im Captain-Future-Universum?

Wer sich einstweilen zu Weihnachten etwas gönnen möchte, die Hörspiele gibt es unter anderem hier:

Als CD:

  1. Tod auf dem Jupiter
  2. Die Macht des Sternenkaisers

Als MP3-Download:

  1. Tod auf dem Jupiter
  2. Die Macht des Sternenkaisers

 

„STAR WARS – Die Thrawn-Trilogie“ als Komplettbox

(c) IMAGA
(c) IMAGA

Dieses Jahr wurde die Hörspielreihe um Timothy Zahns „Thrawn-Trilogie“ komplettiert. Seither gab es die einzelnen CDs oder die Folgen zusammengefasst in den Boxen „Erben des Imperiums“, „Die dunkle Seite der Macht“ und „Das letzte Kommando“. Rechtzeitig vor Weihnachten wartet IMAGA nun mit einer Sonderedition auf: Die „Thrawn-Trilogie“ als Komplettbox.

Dabei handelt es sich um das ganze Hörspiel auf insgesamt 14 CDs. Wer also einen STAR-WARS-Fan kennt und noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, der könnte hier fündig werden. Aber auch wer sich bisher überlegt hat, ob er anfangen soll, die Serie zu sammeln, kommt auf seine Kosten.

Die Komplettbox kann ab sofort unter anderem hier bestellt werden.

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Dodokay lässt „Die Simpsons“ schwäbisch „schwätze“!

Im dritten Band der Simpsons Comics Mundart-Reihe von Panini Comics geht’s um „Kehrwoch’ ond Schpätzle“

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Mit dem Auf Hessisch-Band startete die Simpsons Comics Mundart-Reihe vor genau einem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse. Im Sommer erschien der zweite Teil, in dem die kultige Chaos-Familie aus Springfield ihr Unwesen im bayrischen Dialekt trieb. Mit dem am 13. Oktober erschienen dritten Teil Simpsons Comics Mundart: Auf Schwäbisch, kommen Homer, Bart, Marge, Lisa, Maggie und Co nun quasi nach Hause, denn der Panini Verlag ist ja ebenfalls im Ländle, in Stuttgart, ansässig. Wie schon bei den beiden Vorgänger-Alben, zeichnet auch beim Schwäbisch-Band wieder ein Könner seines Fachs für die Dialekt-Adaption verantwortlich: der Ober-Schwäbisch-Macher Dominik „Dodokay“ Kuhn, der mit Clips wie Star Wars auf Schwäbisch oder 24 auf Schwäbisch zum Internet-Star wurde und derzeit mit einer Bühnenshow tourt.

Dominik Kuhn ist ein Tausendsassa. Comedian, Musiker, Schauspieler, Autor, Entertainer, Übersetzer … alles. Vor allem ist er aber DER Schwäbisch-Macher. Seine Internet-Clips, in denen er zum Beispiel die schwäbische Seite der Macht aus Star Wars kitzelte oder dem 24-Ermittler Jack Bauer den Spätzle-Dialekt beibrachte, sind Kult. Im Ländle ist er schon ein Superstar, der derzeit Hallen mit seinem Live-Comedy-Programm Die Welt auf Schwäbisch füllt.

Er war erste Wahl der Redakteure bei Panini, um die gelben Chaoten von den Simpsons, in ihrem dritten Mundart-Band über „Kehrwoch’“, „Viertelesschlotzer“ und „Lombeseggl“ palavern zu lassen – und als riesiger Simpsons-Fan, ließ sich Dodokay auch nicht lange bitten und erklärt:
„Jetzt glotz‘ ich seit 15 Jahren Die Simpsons und denke, ich kenne alle und alles aus Springfield in- und auswendig; und auf einmal wird mir klar, dass Homer bei Moe die ganze Zeit koi Bier sondern Moscht g’soffa hodd …  Die Übersetzung hat einen Heidenspaß gemacht!“

Der in Reutlingen lebende Dominik Kuhn folgt damit anderen prominenten Übersetzern, wie Schauspielerin Sabine Bohlmann – Lisas TV-Stimme – die den Simpsons den bayrischen Dialekt nahebrachte, oder Hessen-Barde Bobby von Schwanheim, der den ersten Band Auf Hessisch umsetzte.

Natürlich gibt es auch diesmal wieder jede Menge zu lachen – für Ur-Schwaben, die vieles aus ihrem Ländle wiedererkennen werden (schon das Cover wartet mit einer Kehrwochen-Reminiszenz auf und in der ersten Geschichte geht es um Bier, des Schwaben zweitliebstes Getränk), ebenso wie für „Nei’gschmeckte“ (also Nicht-Schwaben), denen ein kleines Schwäbisch-Lexikon am Ende bei den gröbsten Verständnisproblemen hilft.

Und wie immer empfehlen wir an dieser Stelle allen das gegenseitige Vorlesen aus dem Band – das führt garantiert zu extremen Lachsalven!

SIMPSONS COMICS MUNDART, BAND 3: AUF SCHWÄBISCH
HC l 48 Seiten l € 10,- l ISBN 978-3-86201-843-7
Das Comic-Album kann unter anderem hier bestellt werden!

 
Quelle: Panini Comics