Technische Rezension: „Halloween“ von John Carpenter

(c) Concorde
(c) Concorde

OT:                      HALLOWEEN
Laufzeit:               91 Minuten
FSK-Freigabe:     ab 16 Jahren
Studio                  MGM
Publisher:            Concorde
Herstellungsjahr: USA 1978
Disc:                    1 Blu-Ray
Tonformate:        Deutsch  DTS-HD-MA 5.1 / DTS 2.0,  Englisch DTS-HD-MA 5.1 / DTS 2.0
Bildformat:          2.35:1
Extras:                 Wendecover ohne FSK-Logo
Hauptdarsteller:   Donald Pleasence, Jamie Lee Curtis, Nancy Loomis u.a.
Regie:                   John Carpenter

 

Film:

Nachdem in der Halloween-Nacht von 1963 der damals gerade einmal sechsjährige Michel Myers seine große Schwester mit einem Küchenmesser abgeschlachtet hat und daraufhin in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wurde gelingt, ihm 15 Jahre später die Flucht. Er kehrt an Halloween in seine Heimatstadt Haddonfield in Illinois zurück, um sein mörderisches Treiben fortzuführen. Dr. Sam Loomis, der Psychiater, der ihn in den letzten 15 Jahren betreute und der dessen Wahnsinn am besten kennt, macht sich nach Myers Flucht sofort nach Haddonfield auf, um dessen Bewohner zu warnen, die noch keine Ahnung davon haben welches Grauen in dieser Nacht auf sie zukommt.

 

Info:

Das Drehbuch, das John Carpenter und seine Partnerin Debra Hill für HALLOWEEN schrieben, entstand innerhalb von nur 10 Tagen und wurde bis auf einige wenige  Überarbeitungen und Verbesserungen auch genau so für den Film übernommen. Nur einige Wochen nach der Fertigstellung des Drehbuchs begannen dann auch schon die eigentlichen Dreharbeiten zum Film. HALLOWEEN wurde dabei innerhalb von nur drei Wochen mit einem Budget von gerade einmal, heutzutage lächerlichen, 300.000 Dollar gedreht, was  allerdings im Vergleich mit seinen bisherigen Filmen, dem Erstlingswerk „DARK STAR“ und seinem zweiten Film „ASSAULT ON PRECINCT 13“ eine geradezu gigantische Summe darstellte.

Wie viele Filme dieser Zeit, wurde HALLOWEEN aufgrund seiner Gewaltdarstellungen, die heutzutage wohl niemanden mehr schockieren können und die sich meist sowieso eher im Dunklen abspielen, von der deutschen Justiz argwöhnisch gesehen und auf den Index gesetzt.

In den letzten 12 Jahren erschienen von HALLOWEEN unzählige DVD-Editionen – wohl gemerkt, es geht hier nur um das Original von John Carpenter -, die auf unterschiedlichste Weise zensiert waren und welche auch in den verschiedensten Bildformaten, vom damals typischen 4:3-TV-Format über das 1.85:1 bis hin zum eigentlichen 2.35:1-Format erschienen. Das gleiche galt dabei auch für das Bonusmaterial, einige Releases hatten gar keines, andere wiederum hatten etwas und bei wiederum anderen ging es bis hin zu voll gepackten und luxuriösen 2-Disc-Editionen. Allein von HALLOWEEN gibt oder gab es zwischenzeitlich mindestens 15 verschiedene DVD und mit dem Release von Concorde auch schon die zweite Blu-Ray-Version, diese allerdings mit dem bisher besten Bild überhaupt.

Nach Hitchcocks „PSYCHO“ gilt Carpenters „HALLOWEEN“ als Prototyp für alle bis heute erschienen Horrorfilme des Psycho-Killer-Genres. Auch Horrorikonen wie Freddy Krüger aus der „Nightmare On Elm Street“-, Jason VorHees aus der „Friday, The 13“-, der Ghostface-Killer aus der „Scream“-Filmreihe und nicht zuletzt auch die fast schon kultische  Figur des hochintelligenten kanibalistischen Psychiaters Hannibal Lecter verdanken ihren Erfolg Hitchcocks und Carpenters Werken.

HALLOWEEN wurde im Laufe der Jahre mit vielen weiteren Fortsetzungen weitergeführt, welche in erster Linie auf den Kult des Originals aufsprangen aber nicht wirklich etwas dazu beisteuerten, außer noch mehr Blut und Gewaltszenen, welche sogar das Original häufig in ihrer Darstellung übertrafen, aber nie den eigentlichen Suspense, also das Grauen, das das Original hervorrief, zu erreichen.

Am besten schneidet hier, von den jüngeren Fortsetzungen einmal abgesehen, noch HALLOWEEN II ab, der ebenfalls von John Carpenter, allerdings drei Jahre später, 1981, gedreht wurde. Dieser schließt mit den gleichen (überlebenden) Hauptdarstellern, direkt am Original an, da er mit den letzten Szenen des Erstlings beginnt und die Story im 2.Teil  weiter und auch zu Ende erzählt.

Eine weitere Ausnahme ist auch HALLOWEEN III, da dieser zwar ebenfalls an Halloween spielt, aber mit der Handlung der ersten beiden Filme absolut nichts zu tun hat, da es hier vor allen Dingen um übersinnliche Vorkommnisse dreht, welche die Welt aus ihren Angeln heben würden.

Interessant ist hierbei vielleicht auch noch, dass es für die damals noch junge Jamie Lee Curtis ihr erster Film überhaupt war und sie sich dadurch den recht fragwürdigen Titel einer „Scream-Queen“ einhandelte. Nach HALLOWEEN trat Sie noch in weiteren Horrorfilmen auf, bis sie es in den Achtzigern endlich schaffte, sich von ihrem Horror-Image zu lösen und sich einen guten Ruf als seriöse Schauspielerin aufzubauen, wenngleich Curtis auch immer mal wieder gerne in das Genre zurückkehrt mit dem sie bekannt geworden ist, wie z. B. in „HALLOWEEN H-20“ oder „VIRUS“.

 

Bild:

Das Bild ist für den mittlerweile 36 Jahre alten Film recht ordentlich remastert. Die Kompression funktioniert einwandfrei, die Farben sehen gut aus, wenngleich sie etwas mehr Strahlkraft verdient hätten. Der Schwarzwert ist sehr gut, allerdings könnte der Kontrast doch etwas besser sein, da es immer wieder vorkommt, dass einzelne Szenen in der Dunkelheit etwas versumpfen, zumindest jedoch ist diese HD-Abtastung um ein vielfaches besser als alles, was es bisher von Carpenters HALLOWEEN auf DVD und auch auf BD zu sehen gab.

Zwar kein referenzwürdiges, aber alles in allem ein mehr als ordentliches Bild, wenngleich eine Steigerung noch möglich wäre.

 

Ton:

Der erweiterte deutsche und englische HD-Ton ist recht gelungen und bringt sowohl gute Toneffekte, als auch eine gute musikalische Untermalung in den rückwärtigen Kanälen mit. Einzig und allein die Stimmen wirken zu hoch und hin und wieder auch etwas zu blechern, ansonsten geht der Mix aber vollauf in Ordnung.

Für Nostalgiker gibt es auch noch die alten Stereotonspuren in Deutsch und Englisch, die sich bis auf die zusätzlichen Effekte und die erweitere Musikalische Untermalung jedoch nicht wirklich großartig von den 5.1-Spuren  unterscheiden.

 

Bonusmaterial:

  • Audiokommentar von Redisseur John Carpenter, Jamie Lee Curtis und Debra Hill,
  • Halloween-Interviews (12.23 Min):
  • An den Originalschauplätzen: 25 Jahre später (10.34 Min);
  • Die „Heiligen Stätten“ des Horrorgenres (17.45 Min);
  • Spots & Trailer:
        • Spot 1 (0.31 Min);
        • Spot 2 (0.32 Min);
        • Spot 3 (0.11 Min);
        • Originaltrailer 1 (2.32 Min)
        • Originaltrailer 1 (2.40 Min)
    • Programmtips:
          • John Carpenter’s “The Ward” (1.51 Min);
          • The Double (2.28 Min);
          • Horseman (2.01 Min);
          • Sorority Row – Schön bis in denTod (1.45 Min)
        •  

          Fazit:

          HALLOWEEN ist zweifelsohne einer der Klassiker des modernen Horrorgenres und mit der Concorde-Version besitzt der Film auch sein bisher bestes Bild, wenngleich auch hier noch eine Steigerung möglich wäre. Allerdings wann und ob überhaupt ein verbessertes Release erscheinet, steht in den Sternen, was bedeutet, dass diese Version wohl für die nächsten Jahre das Beste ist, was es zum kaufen gibt. Der Ton geht für einen 36 Jahre alten Film ebenfalls in Ordnung, das Bonusmaterial ist interessant, könnte aber mehr sein.

          Alles in allem aber eine sehr gute HD-Portierung dieses Horrorfilm-Klassikers. Für alle Horrorfilm-Freunde und natürlich für Carpenter-Fans.

           

          „John Carpenter’s Halloween“ kann man sich unter anderem hier bestellen:

          Technische Rezension: „SCANNERS-Trilogie“

          (c) Explosive Media
          (c) Explosive Media

          OT:                      Scanners – …Their Thoughts Can Kill!

          Scanners – The New Order

          Scanners – The Takeover

          Laufzeit:               103 / 104 / 100 Minuten
          FSK-Freigabe:     ab 18 (Teil 1) / 18 (Teil 2) / 16 (Teil 3) Jahren
          Studio:                 Montreal Trust Company (Original)
          Filmtech Productions INC. (Teil 2&3)
          Publisher:             explosiv Media
          Herstellungsjahr: Cannada 1980 / 1990 / 1991
          Disc:                    3 Blu-Rays
          Tonformate:        Teil 1-3 – Deutsch  LPCM 2.0 / 48kHz, Teil 1-3 – Englisch LPCM 2.0 / 48kHz
          Bildformat:          1.78:1 (Teil 1-3)
          Extras:                 Pappschuber ohne FSK-Logo, Wendecover ohne FSK-Logo
          Hauptdarsteller:   Patrick MacGoohan, Michael Ironside, David Hewlett, Colin Fox u.a.
          Regie:                   David Cronenberg (Original), Christian Duguay (Teil 2 & 3)

           

          Film:

          SCANNERS 1-Klappentext: Ein in den Vierzigerjahren angewandtes Medikament, das den Kindern der Benutzerinnen PSI-Fähigkeiten verleiht, sorgt für aufsehen. Als 1980 einer dieser Nachkömmlinge vom einstigen Designer des Mittels angeheuert wird, die anderen ausfindig zu machen, gerät er in einen tödlichen Kampf, in dem er schließlich seinem Bruder gegenübersteht…

           

          SCANNERS 2-Klappentext: Um eine „Neue Ordnung“ herstellen zu können, versucht ein faschistoider Polizeioffizier, den Menschen mit Hilfe eines „Scanners“, der über telepathische Kräfte verfügt, seinen willen aufzuzwingen. Doch das Medium wendet sich gegen jene, die es benutzen wollen.

           

          SCANNERS 3-Klappentext: Eine Frau die mit ihren Gedanken Menschen manipulieren kann, entwickelt unter dem Einfluss einer Droge Weltmachtsfantasien. Dies ruft ihren Bruder auf den Plan, der ebenfalls über übersinnliche Fähigkeiten verfügt. Das ungleiche Geschwisterpaar liefert sich ein Duell.

           

          Info:

          SCANNERS ist ein bizarrer Horrorfilm, wie er typisch für David Cronenberg („Die Fliege“, „eXistence“) ist. Besonders bekannt wurde der Film für die Szene mit dem explodierenden Kopf. Allein schon dafür wurde er, wie viele andere Filme auch, auf den Index gesetzt. Auch Teil 2 widerfuhr anfangs dieses Schicksal, während der dritte Film mit einer „normalen“ FSK-18 Freigabe gerade noch einmal davonkam. Was vor 20 bis 30 Jahren noch ein Fall für die Justiz war, ist heute kaum noch der Beanstandung würdig, vergleicht man Filme der damaligen Zeit mit heutigen Filmen und auch TV-Serien, in denen es deutlich derber und heftiger zur Sache geht.

          Während nunmehr die ersten beiden Filme auf FSK-18 heruntergestuft wurden, erhielt der Dritte sogar eine 16er-Freigabe. Tja, so ändern sich die Zeiten.

          Hinzuzufügen wäre noch, dass es sich nicht wirklich um eine Trilogie handelt, sondern das alle drei Filme für sich selbst stehen. Die Teile 2 und 3 nehmen dabei nur das Grundmotiv des Originals, eben die Scanner-Fähigkeiten, wieder auf und ersinnen daraus komplett neue Geschichten.

          Weiterhin wäre noch zu erwähnen, dass es eine Ablegerfilmreihe mit dem Titel „Scanner Cop“ gibt. In dieser bekämpft ein Detective, dessen Großmutter einst ebenfalls mit dem verheerenden Schwangerschaftsmedikament Ephemerol behandelt wurde, und er dadurch ebenfalls über die Scannerfähigkeiten (Telepathie und Telekinese) verfügt, extrem gefährliche Verbrecher, u. a. auch bösartige Scanner.

           

          Bild:

          Das Bild von Scanners und den beiden Quasi-Fortsetzungen wurde hervorragend bearbeitet. Der Schärfegrad ist wirklich beeindruckend, die Kompression ist einwandfrei, der Kontrast hätte aber etwas höher sein können und auch der Schwarzwert könnte noch im einiges besser sein, besonders in Teil 3. Hier ist das Bild etwas zu Hell und die Farben wirken schon sehr entsättigt und damit das gesamte Bild auch etwas zu flau. Dies ist allerdings kein Abtastfehler sondern ein Stilmittel um eine gewisse Trostlosigkeit darzustellen. Die alte DVD des 3.Teils war hingegen zu farbtechnisch zu übersättigt.

          Heutzutage benutzt man dafür Computerfilter, wie z.B. in den Serien  „CSI: Miami“ oder „CSI: New York“. Bei letzterer wurde zu Beginn der Serie ein Blau-Grau-Filter eingesetzt, um die Metropole noch kälter und auch in einem gewissen Grade ebenfalls trostloser erscheinen zu lassen. Alles in allem aber eine sehr gute HD-Portierung und gegenüber den alten DVDs eine Riesenverbesserung.

           

          Ton:

          Wie heißt es doch so schön: „Wo Licht, da auch Schatten!“ Tja, und der ist in diesem Fall der Ton. Raumklang sucht man hier vergebens, alle drei Filme besitzen sowohl in Deutsch als auch in Englisch nur Stereoton. Dadurch ist der Ton sehr frontlastig, außerdem klingt er zum Teil auch recht blechern und hohl. Zumindest jedoch sind die Dialoge, sowohl in Englisch als auch in Deutsch jederzeit gut zu verstehen.

           

          Bonusmaterial:

          Scanners 1:

          • Kinotrailer (5.11 Min)
          • Bildergalerie

           

          Scanners 2:

          • Kinotrailer (2.20 Min)
          • Bildergalerie

           

          Scanners 3:

          • Kinotrailer (1.45 Min)
          • Bildergalerie

           

          Fazit:

          Das Bild der drei Filme macht einen guten Eindruck, besonders das des Originals von David Cronenberg. Hinzu kommt, dass die Filme wie meistens üblich einen etwas größeren Bildausschnitt zeigen und man sozusagen mehr vom Film hat. Wem es etwas zu hell bzw. nicht farbig genug ist, einfach die Helligkeit etwas nach unter korrigieren und die Farben etwas aufdrehen.

          Der Ton der Filme ist dagegen leider nicht gerade umwerfend, hier wäre, natürlich mit etwas Aufwand, deutlich mehr drin gewesen. Seltsamerweise hatte der 3.Teil in der DVD-Version noch eine deutsche Dolby Digital 5.1-Tonspur, was damit wohl passiert ist?

          Auch das Bonusmaterial ist alles andere als weltbewegend, Trailer sowie Bildergalerien sind nicht gerade Abendfüllend.

          Alles in allem aber bietet die Scanner-Trilogie für ihr Alter in der Blu-Ray-Version eine höchst zufrieden stellende Qualität.

          Für Fans von SF-Horror-Filmen, und für Cronenberg-Fans ist Teil 1 sowieso ein Muss.

           

          Die „SCANNERS-Trilogie“ kann man unter anderem hier bestellen:

          Technische Rezension: „Eraser“ mit Arnold Schwarzenegger

          (c) Warner Bros
          (c) Warner Bros

          OT:                      ERASER
          Laufzeit:               114 Minuten
          FSK-Freigabe:     ab 16 Jahren
          Studio                  Warner Bros.
          Publisher:            Warner Bros. Entertainment Inc.
          Herstellungsjahr: USA 1996
          Disc:                    1 Blu-Ray
          Tonformate:         Deutsch  Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby TrueHD 5.1, sowie weitere Sprachen
          Bildformat:          2.40:1
          Extras:                 Keine
          Hauptdarsteller:   Arnold Schwarzenegger, James Caan, Vanessa Williams, James Coburn, Robert Pastorelli u.a.
          Regie:                   Charles Russel
          Musik:                 Alan Silvestri

           

          Film:

          US-Marschall John Kruger ist der beste Mann, wenn es darum geht, die Identität von Personen, die ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden sollen, auszuradieren. Dieses Mal soll er die Managerin eines wichtigen Rüstungskonzerns, die die illegalen Machenschaften ihrer Firma aufgedeckt hat, schützen. Der Konzern hat eine neue Art von Waffe, eine so genannte „Railgun“ entwickelt und beabsichtigt, diese meistbietend zu verkaufen. Für Kruger wird es der gefährlichste und härteste Auftrag seines Lebens.

           

          Info:

          Es gibt wohl nicht allzu viel zu ERASER zu sagen, ein guter Actionfilm, aber weder wirklich überragend noch einer von Arnies besten Filmen. Leider macht die Bildqualität hier auch nicht gerade viel her, es kommt einen sogar fast so vor als hätte Warner Bros. ERASER eher widerwillig auf Blu-Ray herausgebracht, das gleiche gilt auch für das nicht vorhandene Bonusmaterial.

           

          Bild:

          Das Bild ist zwar recht gut, aber leider auch recht wechselhaft. Die Farben sind natürlich, allerdings versumpft der Schwarzwert manchmal in dunkleren Szenen und auch der Kontrast könnte besser sein. Hinzu kommt ein mittelstarkes Filmkorn das besonders in den dunkleren Szenen störend wirkt. Die Bildqualität ist zwar etwas besser als bei der alten DVD, aber von sehr gut ist man hier noch weit entfernt. Die Detailzeichnung in Nahaufnahmen ist zwar wirklich gut gelungen, dafür sind aber die restlichen Szenen nur geringfügig besser als auf DVD, da diese oft zu weich ist.

          Warner hat schon erheblich bessere Katalogtitel herausgebracht, jedenfalls was die technische Qualität betrifft.

           

          Ton:

          Der deutsche Dolby Digital Ton ist hierbei wohl das Beste da dieser zumindest über ein gutes Sound-Design verfügt. Er hat sehr schöne direktionale Effekte wie auch eine allgemeine gute räumliche Abmischung, wodurch die Actionszenen sehr gut rüberkommen. Zwar ebenfalls kein Highlight, aber doch besser als das etwas inkonsistente Bild. Der englische Originalton gibt sich hier wie immer erheblich kraftvoller und bringt dadurch den Film auf einen höheren Level.

           

          Bonusmaterial:

          • Keines

           

          Fazit:

          Ein typisches Schwarzenegger-Actionvehikel, dessen Story aber mit einigen sehr spannenden und überraschenden Wendungen daherkommt. Arnie kann hier mal wieder alle seine Muskeln spielen lassen. Actionmäßig macht der Film wirklich einiges her, wenngleich die Logik sich hier einmal mehr schamhaft abwendet. Wenn wenigstens die technische Qualität stimmen würde. Aber egal, es sind knapp zwei Stunden spannende und tolle Unterhaltung.

          Für alle Action- und Schwarzenegger-Fans.

           

          „Eraser“ kann man unter anderem hier bestellen:

          Technische Rezension: „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren 3D/2D“ von den Walt Disney Studios

          (c) Walt Disney
          (c) Walt Disney

          OT:                      FROZEN
          Laufzeit:               103 Minuten
          FSK-Freigabe:     ab 0 Jahren
          Studio                  Walt Disney Studios
          Herstellungsjahr: USA 2013
          Discs:                    2 Blu-Rays
          Tonformate:         Deutsch  DTS-HD-HR 7.1, Englisch DTS-HD-MA 7.1 sowie Italienisch und Türkisch in DTS 5.1
          Extras:                 Pappschuber
          Sprecher:             Kristen Bell, Alan Tudyk, Ciaran Hinds, Idina Menzel, Jonathan Groff, Josh Gad, Santino Fontana
          Regie:                   Chris Buck und Jennifer Lee

           

          Handlung:

          Elsa, die ältere der beiden Königskinder des Königreichs Arendelle, besitzt die magische Gabe, Eis zu erschaffen und zu manipulieren. Als die beiden noch Kinder waren, hätte Elsa beim Spielen fast ihre jüngere Schwester Anna getötet. Die Trolle retteten Anna zwar, doch sie manipulierten mit dem Einverständnis ihrer Eltern ihr Gedächtnis und löschten ihr Wissen um die Gabe von Elsa. Ab diesem Zeitpunkt wuchs Elsa in selbst gewählter Isolation auf, um ihre Schwester und alle anderen vor ihrer Magie zu beschützen. Sie hütete ihr Geheimnis ihr halbes Leben vor ihrer jüngerer Schwester Anna sowie vor den Bewohnern des Königreichs.

          Nach dem schrecklichen Tod ihrer Eltern durch ein Schiffsunglück ist Elsa zur neuen Königin bestimmt. Als es drei Jahre später bei ihrer Krönung einen Zwischenfall gibt, an dem Anna nicht ganz unschuldig ist, werden ihre Kräfte allen offenbar. Elsa flüchtet daraufhin in die Berge, doch ihre Gabe übernimmt nach und nach immer mehr die Kontrolle über ihr eigentliches Wesen und so erkaltet langsam ihr Herz. Sie wird zur Eiskönigin, die das Königreich Arendelle unter einer Eisschicht begräbt.

          Anna beschließt, ihre Schwester zu suchen und zurückzubringen. Unterwegs trifft sie den in den Wäldern beheimateten Kristoff und dessen schlaues Rentier Sven. Die beiden helfen Anna dabei, Elsa zu suchen um sie wieder zurückzubringen. Dabei begegnen sie auch dem Schneemann Olaf, der durch die magischen Kräfte der Eiskönigin zum Leben erweckt wurde und sie fortan als treuer Freund auf ihrer gefährlichen Mission begleitet. Als sie Elsa finden wird Anna durch einen Eisblitz ihrer Schwester getroffen und verwandelt sich langsam selbst in Eis.

          In einem Rennen gegen die Zeit müssen sie nicht nur Annas Leben retten, sondern auch den Rest von Elsas Menschlichkeit. Währenddessen geraten durch die Kräfte der Eiskönigin die Naturgewalten immer stärker außer Kontrolle, was die Vernichtung des Königreichs und den drohenden Erfrierungstod allen Lebens bedeuten würde.
          Info:

          Wie schon bei TANGLED wurde hier das Gerüst eines bekannten Märchens, hier von Hans Christian Andersen, benutzt um eine bekannte aber auch gleichzeitig neue Geschichte zu erzählen. Dies ist Disney auch dieses mal wieder hervorragend gelungen.

          FROZEN ist mittlerweile der erfolgreichste Disney-Animationsfilm überhaupt, mit einem Einspielergebnis von mehr als einer Milliarde US-Dollar hat er sogar den bisherigen Spitzenreiter THE LION KING („Der König der Löwen“) verdrängt, und das innerhalb kürzester Zeit. Er ist dabei in die Riege der zehn erfolgreichsten Filme aufgestiegen und ist wohl auch kurz davor „The Dark Knight Rises“ von Platz 9 auf 10 zu verdrängen, es fehlen nur noch knappe 10 Millionen Dollar dazu. Es würde mich wundern, wenn er es nicht schaffen würde, da er noch in einigen Ländern im Kino läuft. Nach TANGLED („Rapunzel – Neu verföhnt“) und WRECK IT RALPH („Ralph reicht‘s“) ist dies nun der dritte, vollständig im Computer entstandene Disney-Kinofilm.

          Bisher waren in dieser Sparte PIXAR und DREAMWOKS ANIMATION STUDIOS die Platzhirsche, doch Disney hat es geschafft, auch in dieser Hinsicht wieder in die Topliga aufzusteigen.

           

          Bild 3D – BD (Disc 1):

          Das Bild von FROZEN ist absolut erstklassig, wie man es von einem Animationsfilm aus dem Hause Disney erwarten kann. Die Tiefenwirkung ist absolut hervorragend und obwohl Disney sich nichts aus vordergründiger Effekthascherei macht, gibt es auch einige, allerdings eher subtilere Pop-Out-Effekte. Die Schärfe ist absolute Referenz, ebenso wie der Kontrast, der Schwarzwert und die Kompression. Hinzu kommen natürliche (soweit man bei einem Animationsfilm überhaupt davon sprechen kann) und kräftige Farben. Hier geht kein noch so kleines Detail des Bildes verloren. Das 3D-Bild hat hier eindeutig Referenz-Niveau!

           

          Bild 2D – BD (Disc 2):

          Obwohl man hier auf den stereoskopischen Effekt verzichten muss, besitzt auch die 2D-Version eine sehr schöne Räumlichkeit. Was die Qualität des Bildes angeht, so steht diese der 3D-Version in nichts nach, nur das es ohne die Brillen etwas heller daherkommt, ansonsten gilt hier das gleiche wie für die 3D-Fassung: Referenz!

           

          Ton:

          Die deutsche Tonspur im leicht komprimierten DTS-HD-HR 5.1-Format ist hier ebenfalls erstklassig gelungen. Die Sprache ist jederzeit gut zu verstehen und auch die Soundeffekte und die Musik, nicht zu vergessen die diversen Lieder, machen einiges her und können sich hören lassen. Der Unterschied zur englischen DTS-HD-MA 5.1-Spur ist absolut minimal, in erster Linie kommen hier die Lieder einfach besser zur Geltung als in ihrer eingedeutschten Fassung, allerdings ist das meine persönliche Meinung. Die Dialoge sind in beiden Fassungen immer sauber und klar verständlich, die Musical-Nummern sind hervorragend abgemischt und die Effekte sind sowohl jederzeit ausgewogen dabei gleichzeitig auch kräftig, und besitzen eine sehr gute Direktionalität und Räumlichkeit.

          Ebenso wie das Bild ist auch der erstklassige Ton, sowohl in englisch als auch in deutsch auf Referenzniveau!

           

          Bonus:

          3D-Disc:

          • Kurzfilm in 3D: „Get A Horse!“ (6.01 Min);

           

          2D-Disc:

          • Kurzfilm in 2D: „Get A Horse!“ (6.00 Min);
          • Hinter den Kulissen: “Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ (3.18 Min);
          • Aufgetaut: Disneys Reise von Hans Christian Andersen zu „FROZEN“ (7.28 Min);
          • Zusätzliche Szenen (6.51 Min):
            • Unterschätze nie die Macht von Elsa,
            • Das Ankleidezimmer,
            • Triff Kristoff #1,
            • Triff Kristoff #2
          • Musikvideos: Let It Go (Abspann Version):
            • Let It Go – in englisch von Demi Lovato (3.51 Min);
            • Let It Go – in spanisch von Martina Stoessel (3.50 Min);
            • Let It Go – in italienisch von Martina Stoessel (3.50 Min)
            • Let It Go – in malaiisch von Marsha Milan (4.11 Min)
          • Trailershow:
            • SLEEPING BEAUTY – Dornröschen (1.08 Min);
            • TinkerBell – Pirate Fairy ( 1.26 Min);
            • Werbeclip: Disney-Channel in Free-TV ( 0.33 Min);
            • Werbeclip: Disney-Paris-Attraction: RATAOUILLE – The Ride ( 0.32);
            • Werbeclip: INFINITY-Game: New: Anna and Elsa (0.35 Min).

          Info:

          Die Trailer starten auch schon nachdem man die 2D-Disc eingelegt hat.

          Achtung!

          Das Special „Hinter den Kulissen: ‚Die Eiskönigin – Völlig unverfroren‘“ auf der 2D-Disc ist eine Mogelpackung. Hierbei handelt es sich nicht um ein Hintergrund-Featurette, sondern um eine witzig gemachte Musicalnummer von den Machern des Films, darunter auch Kirsten Bell („Veronica Mars“, „Heroes“) die im Original Anna spricht.

           

          Fazit:

          Ein wirklich erstklassiger Animationsfilm mit einer gleichzeitig herzzerreißenden, als auch einer durchaus erwachsenen Geschichte, mit tollen Musicalnummern und liebenswerten Charakteren, typisch Disney eben. Auch die die Bösen haben hier durchaus nachvollziehbare Gründe, welche ihr Handeln zwar nicht entschuldigen, aber wenigstens erklärbar machen.

          Wie auch schon in den früheren Disney-Filmen gibt es auch hier die wichtigen und praktisch unverzichtbaren Sidekicks. In TANGLED war es das Chamäleon Pascal, hier ist es der Schneemann Olaf bzw. dort das Pferd Maximus, hier wiederum ist es das Rentier Sven (welches sich eher wie ein Hund, als wie ein Rentier benimmt).

          Weiterhin ist auch der deutsche Titel des Films „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ nach dem vorletzten Disney-Film „Rapunzel – Neu verföhnt“ einmal mehr als gelungen und trifft voll auf den Punkt, da auch hier das ursprüngliche Märchen absolut unverfroren als Basis für eine komplett neue aber auch tolle Geschichte genutzt wurde.

          Das Bild ist sowohl in 2D als auch in 3D reine Referenz, was auch auf den deutschen und den englische Ton zutrifft. Der einzige Schwachpunkt ist das das Bonusmaterial welches eher bescheiden daherkommt. Hinzu kommt das das auf der Rückseite des Schubers stehende „Making Of“ leider nicht vorhanden ist, es wäre aber durchaus möglich, dass eventuell zu Weihnachten 2014 eine Sonder- oder Luxusedition erscheint, schließlich ist FROZEN durch seinen Erfolg für die Disney Company praktisch so etwas wie eine Gelddruckmaschine bzw. eine Melkkuh geworden, die auch gemolken werden will.

          Einmal mehr Demomaterial für das Home-Equipment!

          Ein Film für die ganze Familie und für jeden, der auf gut gemachte Animationsfilme steht. Für Disney-Fans sowieso unverzichtbar!

          Achtung: Nach dem Abspann kommt noch eine witzige Szene!

           

          „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren 3D/2D“ kann man unter anderem hier bestellen:

          Technische Rezension: „Dante‘s Peak“ mit Pierce Brosnan

          (c) Universal Pictures
          (c) Universal Pictures

          OT:                      DANTE’S PEAK
          Laufzeit:               108 Minuten
          FSK-Freigabe:     ab 12 Jahren
          Studio                  Universal Pictures / Pacific Western
          Publisher:            Universal Pictures
          Herstellungsjahr: USA 1997
          Disc:                    1 Blu-Ray
          Tonformate:         Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS-HD-MA 5.1 sowie weitere Sprachen
          Bildformat:          2.35:1
          Extras:                 Wendecover ohne FSK-Logo
          Hauptdarsteller:   Pierce Brosnan, Linda Hamilton, Charles Hallahan
          Regie:                   Roger Donaldson
          Musik:                 John Frizzel & James Newton Howard

           

          Film:

          Der Vulkanologe Harry Dalton reist in die wunderschöne Kleinstadt Dante‘s Peak, die am Fuße eines fälschlicherweise für erloschen gehaltenen Vulkans liegt, um den Berg zu sondieren. Sein Instinkt sagt ihm, dass der Vulkan nicht so harmlos ist wie alle, auch sein Boss und seine Kollegen, glauben. Als er die Verantwortlichen vor einem eventuellen baldigen Ausbruch warnen will, glaubt ihm bis auf die derzeit amtierende Bürgermeisterin niemand. Als er dann endlich die Beweise findet, ist es zu spät. Während der Zusammenkunft mit den Verantwortlichen und den Bürgern der Stadt, um die Evakuierung zu planen, löst der ausbrechende Vulkan ein Inferno aus. Harry versucht zusammen, mit der Bürgermeisterin in all dem Chaos um sie herum, deren Kinder und ihre Großmutter, die weiter oben auf dem Berg lebt, zu evakuieren. Das ist aber nicht so einfach, da die Naturgewalten unberechenbar sind.

           

          Info:

          Fast zeitgleich mit DANTE‘S PEAK entstand auch der Film „VULCANO“ mit Tommy Lee Jones und Anne Heche in den Hauptrollen in dem mitten in Los Angeles ein Vulkan ausbricht. Allein von der Logik her macht DANTE‘S PEAK die weitaus bessere Figur, ebenfalls was die allgemeine Glaubwürdigkeit betrifft.

           

          Bild:

          Die Detailschärfe ist fast immer auf hohem Niveau und bricht nur wirklich sehr selten mal für einen kurzen Moment ein. Der Schwarzwert ebenso wie der Kontrast ist sehr gut, aber es kommt doch manchmal vor, dass das Bild in sehr dunklen Szenen etwas versumpft. Die Farben sind kräftig und der Film bietet im Allgemeinen auch eine recht gute Plastizität, die er  leider nicht ununterbrochen halten kann.

          Die Kompression arbeitet dagegen absolut tadellos, im Großen und Ganzen ist das Bild sehr gut, allerdings mit ein paar Ausrutschern. Verglichen mit der alten DVD ist das Bild der Blu-Ray geradezu ein Quantensprung, wenngleich hier definitiv noch einiges mehr möglich gewesen wäre.

           

          Ton:

          Der deutsche DTS-Ton macht hierbei auch so richtig dampf und bringt einen sehr schönen räumlich und direktionalen Sound rüber, gerade der Vulkanausbruch kommt dabei sehr gut zur Geltung, wenngleich die englische HD-Spur hier noch um einiges mehr Druck macht und den Ausbruch akustisch im Wohnzimmer entstehen lässt. Trotz allem hat der Subwoofer auch in der deutschen Version einiges zu tun.

           

          Bonusmaterial:

          • Keines

           

          Fazit:

          Ein guter und spannender Film mit wunderschönen Naturaufnahmen und sehr guten Tricks. Das Bild ist zwar nicht perfekt, macht aber trotzdem einiges her. Das Gleiche gilt hierbei auch für den deutschen Ton, nur beim Bonussegment ist endgültig Schluss, da es hier leider absolut keines gibt, noch nicht einmal den Kinotrailer, wirklich sehr, sehr Schade, ein kleines „Making Of“ wäre hier wirklich nicht zuviel verlangt gewesen. Wer den Film schon als DVD besitzt, der sollte sich trotzdem überlegen, ob er nicht vielleicht upgraden will, da das Bild hier deutlich besser ist.

          Für Actionfreunde und Fans von Katastrophenfilmen.

           

          „Dante’s Peak“ kann unter anderem hier bestellt werden:

          Technische Rezension: „Con Air – Collector’s Edition“ mit Nicholas Cage

          (c) Touchstone Pictures / Disney
          (c) Toustone Pictures / Disney

          OT:                      CON AIR
          Laufzeit:               115 Minuten
          FSK-Freigabe:     ab 18 Jahren
          Studio                  Touchstone Pictures / Walt Disney Studios
          Publisher:            Touchstone Pictures / Walt Disney Studios
          Herstellungsjahr: USA 1997
          Disc:                    1 Blu-Ray
          Tonformate:        Deutsch DTS 5.1,  Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch LPCM 5.1 / 48kHz, sowie weitere Sprachen
          Bildformat:          2.35:1
          Extras:                 Steelbook mit abziehbarem FSK-Logo
          Hauptdarsteller:   Nicholas Cage, John Cusack, John Malkovich, Steve Buscemi, Ving Rhames, Colm Meany, Rachel Ticotin, Danny Trejo, Nick Chinlund u.a.
          Regie:                   Simon West
          Musik:                 Mark Mancina & Trevor Rabin
          Produzent:           Jerry Bruckheimer

           

          Film:

          Der frisch aus dem (ersten) Irak-Krieg heimgekehrte hochdekorierte Sergeant Cameron Poe möchte mit seiner Frau seinen ersten Abend verbringen, als sie beide in einer Bar von mehreren Typen angepöbelt und nach Verlassen dieser auch angegriffen werden. Im darauf folgenden Kampf tötet Poe einen der Angreifer. Doch obwohl es eindeutig Notwehr war, befindet ihn das Gericht aufgrund seiner Spezialausbildung als Army-Ranger des Totschlags für schuldig. Nach langen sieben Jahren soll er endlich wegen guter Führung frühzeitig entlassen werden. Ein Flugzeug der „Conviction-Airline“, kurz Con-Air, soll ihn und einige andere Gefangenen, die in ein neues Hochsicherheitsgefängnis verlegt werden, nach Hause bringen. Doch die Gefangenen drehen den Spieß um und übernehmen unter Führung des sowohl hochintelligenten als auch soziopathischen Cyrus „The Virus“ Grissom das Kommando über das Flugzeug. Die Besatzung ist jetzt der Willkür einer Horde von Killern ausgeliefert, die keine Skrupel kennen und nichts zu verlieren haben, außer Cameron Poe.

           

          Info:

          CON AIR ist ein typischer Bruckheimer-Film, tolle Sets, optisch ansprechend und jede Menge Action. Für Nicholas Cage, der zuvor hauptsächlich in Komödien mitgespielt hatte, war es nach „THE ROCK“ der zweite Actionfilm überhaupt, und man kann sagen, er hat seine Sache wirklich gut gemacht. John Malkovich spielt hier mal wieder eine völlig durchgeknallte Rolle, die ihm aber sichtlich Freude bereitet. Auch Steve Buscemi, der Star der Serie „Boardwalk Empire“, gibt hier ebenfalls eine grandiose Vorstellung als hochintelligenter kanibalistischer und doch irgendwie liebenswerter Massenmörder Garland Green ab, die in gewisser Weise an Hannibal Lecter erinnert.

           

          Bild:

          Das HD-Bild der CON-AIR-Blu-Ray ist erstklassig geworden, Schärfe, Detailfreudigkeit, Kontrast, Schwarzwert, Farben und Kompression ist absolut hervorragend und einwandfrei, wie man es von Disney-Produktionen – und darum handelt es sich hier – kennt. Das Bild besitzt wirklich eine sehr gute Tiefenschärfe und dementsprechend auch ein äußerst plastisches Bild. So sehr man sich auch bemüht, rein optisch kann man bis auf ein paar kleinere, kaum zu sehende Schmutzpartikel, keine wirklichen Fehler entdecken. Ein Bild das wirklich ganz knapp an der Referenz vorbeischrammt.

           

          Ton:

          Genau wie das Bild macht auch der deutsche DTS-Ton einiges her, hier kracht und scheppert es an allen Ecken und Enden, wie es bei Bruckheimer-Filmen typisch ist. Hier müssen sämtliche Lautsprecher ran und auch der Subwoofer muss wirklich arbeiten. Doch bei aller Action und Getöse bleiben die Dialoge nicht außen vor und sind immer sauber und klar zu verstehen. Auch hier nur ganz kapp die Reverenz verfehlt.

           

          Bonusmaterial:

          • Nach dem einlegen der Disc läuft ein Werbetrailer zu verschiedenen Blu-Ray-Touchstone / Disney-Filmen
          • Blu-Ray Demonstration (2.33 Min);
          • Making Of “Con Air” (4.39 Min);
          • Die Zerstörung von Las Vegas (2.41 Min);
          • Kinotrailer (2.28 Min);

           

          Fazit:

          Das Bild von CON AIR ist absolut erstklassig, ebenso wie der Ton, nur beim Bonusmaterial sieht es doch recht mau aus, eigentlich Schade, hier hätte Disney wirklich noch nachlegen können.

          Ein typischer Jerry Bruckheimer-Film, wie „The Rock“ oder „Pearl Harbor“.

          Für alle Actionfreunde und natürlich für Fans von Nicholas Cage geeignet.

           

          Von „Con Air“ gibt es folgende Versionen zu bestellen:

          Technische Rezension: „Universal Soldier“ von Roland Emmerich

          (c) StudioCanal
          (c) StudioCanal

          OT:                      UNIVERSAL SOLDIER
          Laufzeit:               104 Minuten
          FSK-Freigabe:     ab 16 Jahren
          Studio                  Carolco Pictures Inc. & TriStar Pictures
          Publisher:            StudioCanal
          Herstellungsjahr: USA 1992
          Disc:                    1 Blu-Ray
          Tonformate:         Deutsch  DTS-HD-MA 5.1, Englisch DTS-HD-MA 5.1
          Bildformat:          2.35:1
          Extras:                 Steelbook mit abziehbarem FSK-Logo
          Hauptdarsteller:   Jean-Claude VanDamme, Dolph Lundgren, Ally Walker, Ed O´Ross, Jerry Orbach, Ralph Möller u.a.
          Regie:                   Roland Emmerich
          Musik:                 Christopher Franke
          Produzent:           Roland Emmerich, Dean Devlin und Ute Emmerich

           

          Film:

          Während des Vietnamkrieges 1969 hat der Soldat Luc Deveraux seinen Vorgesetzten, den soziopathischen Sergeanten Andrew Scott, daran hindern wollen, Unschuldige zu töten. Beim darauf folgenden Zweikampf haben sich die beiden gegenseitig umgebracht. 23 Jahre später werden beide durch das geheime Regierungsprojekt „Universal Soldier“ gentechnologisch zu neuem Leben erweckt, um als gehorsame menschliche Roboter und perfekte Kampfmaschinen, die über kein Gewissen oder Gedächtnis verfügen, fortan in tödlichen Missionen gegen Terroristen zu kämpfen. Beim dritten Auftrag, während einer Geiselnahme am Hoover-Staudamm, bei dem auch die Presse vor Ort ist, passiert es, dass beide durch einen Zufall langsam ihre Erinnerung an ihr früheres Leben zurückbekommen. Daraufhin gerät das Experiment außer Kontrolle und Sergeant Scott führt die Auseinandersetzung von damals mit allen erdenklichen Mitteln fort. Eine über Geiselnahmen berichtende Reporterin möchte das  Geheimnis der „Universal Soldier“ lüften und wird dabei in ein Spiel auf Leben und Tod zwischen den beiden bis aufs Blut verfeindeten Kontrahenten verwickelt.

           

          Info:

          UNIVERSAL SOLDIER war Roland Emmerichs erster großer Film, den er drehte und er brachte ihm den Durchbruch in den USA. Auch für die beiden Actionschauspieler Lundgren und VanDamme war dieser Film der Einstieg ins große Filmbusiness, wenngleich beiden, durch schlechte Entscheidungen, der absolute Durchbruch, den zuvor Schwarzenegger und Stallone erreicht hatten, verwehrt blieb und sie praktisch nicht aus der zweiten Reihe herauskamen.

          Für Roland Emmerich lief es in dieser Hinsicht wesentlich besser, mit seiner Schwester Ute, seinem Freund Dean Devlin und ihrer gemeinsamer Produktionsfirma CENTROPOLIS produzierte er nach UNIVERSAL SOLDIER den SF-Film STARGATE und legte mit INDEPENDENCE DAY noch einen drauf. Mittlerweile gehört Emmerich zu den ganz großen im amerikanischen Filmgeschäft. Auch wenn seine Filme nicht wirklich logisch sind und die Kritiker häufig in Rage bringen, so sind sie auf jeden Fall unterhaltsam und zumeist auch ein großer Kassenerfolg.

          Wie viele andere Filme musste auch UNIVERSAL SOLDIER bei uns eine Indizierung hinnehmen, da er sehr gewalttätig ist, zumindest nach der damaligen vorherrschenden Meinung. Dass diese mittlerweile aber völlig veraltet ist, sieht man schon daran, dass der Film von der ursprünglichen Einstufung FSK18-Indiziert auf normale FSK-16, und das ohne irgendwelche Schnitte, herabgestuft wurde.

           

          Eine kleine Anekdote habe ich ebenfalls noch:

          Als der Film 1992 ins Kino kam wurde der Titel UNIVERSAL SOLDIER von einem Magazin fälschlicherweise mit „SOLDAT DES UNIVERSUMS“ übersetzt! Das war wohl ein kleiner linguistischer Fauxpas, welcher heute nicht mehr vorkommen dürfte.

           

          Bild:

          Die HD-Portierung von UNIVERSAL SOLDIER ist wirklich gelungen. Ein hervorragender Kontrast sowie ein ebenfalls hervorragender Schwarzwert bilden zusammen mit einer untadeligen Kompression und einer ebenso untadeligen Schärfe eine wirklich sehr gute Grundlage. Einzig und allein die Farben hätten hier noch etwas mehr Intensität verdient, was allerdings auch schon Kritik auf hohem Niveau darstellt. Alles in allem ein erstklassiges Bild, das den Film so frisch zeigt, wie er seit seiner Kinopremiere wohl nicht mehr ausgesehen hat.

           

          Ton:

          Auch der überarbeitete und aus den Originaltonspuren neu gemasterte HD-Ton ist sowohl in Englisch als auch in Deutsch wirklich hörenswert. Natürlich kann man hier kein riesiges akustisches Actionfeuerwerk erwarten, hierfür ist die Akustik dann doch zu sehr frontlastig, nichtsdestotrotz werden auch die Rear-Lautsprecher schön angesteuert und die immer wieder auftretenden direktionalen Effekte sind auch sehr gut hörbar. Durch die gute Abmischung sind glücklicherweise auch die Dialoge jederzeit gut verständlich.

           

          Bonusmaterial:

          • Nach dem einlegen der Disc laufen zuerst die Trailer zu: „Flight“ und „Cold Blood”
          • Audiokommentare von Roland Emmerich, Jean-Claude VanDamme, Dolph Lundgren und Dean Devlin
          • Making Of: “Guns, Genes and Fighting Machines” (19.20 Min);
          • Making Of: “A Tale of Two Titans” (14.11 Min);
          • Alternatives Ende (13.07 Min);
          • Hinter den Kulissen (15.27 Min);
          • Trailer 1 (2.24 Min);
          • Trailer 2 (0.56 Min)
          • Weitere Highlights:
                • Mann beißt Hund (1.43 Min);
                • Possession – Das Dunkle in Dir (2:27 Min);
                • Tarantino XX (1.17 Min);
                • Total Recall – Die Totale Erinnerung – Original (1.48 Min);
                • Universal Soldier: Regeneration (1.18 Min);
                • Vehicle 19 (2.08 Min)

               

              Fazit:

              Roland Emmerichs (ja man kann durchaus sagen) Klassiker sah wohl seit seiner Premiere niemals besser aus als auf dieser Blu-ray. Auch wenn das Bild keine Referenz darstellt, so ist die Bildqualität für einen 22 Jahre alten Film doch sehr gut geworden. Das gleiche kann man, mit ein paar Abstrichen, auch über den Ton sagen, auch dieser ist äußerst hörenswert. Das Bonusmaterial ist zwar nicht gerade üppig, doch zumindest interessant und bringt gute Einblicke in die damalige Produktion des Filmes.

              Für alle Actionfreunde und natürlich für Fans von Emmerich, Lundgren und VanDamme.

               

              „Universal Soldier“ kann man unter anderem hier bestellen:

              Technische Rezension: „Cliffhanger“ mit Sylvester Stallone

              (c) Studio Canal
              (c) StudioCanal

              OT:                      CLIFFHANGER
              Laufzeit:               113 Minuten
              FSK-Freigabe:     ab 16 Jahren
              Studio                  Carolco Pictures Inc. & TriStar Pictures
              Publisher:            StudioCanal
              Herstellungsjahr: USA 1993
              Disc:                    1 Blu-Ray
              Tonformate:         Deutsch  DTS-HD-MA 5.1, Englisch DTS-HD-MA 5.1
              Bildformat:          2.35:1
              Extras:                 Steelbook mit abziehbarem FSK-Logo
              Hauptdarsteller:   Sylvester Stallone, John Lithgow, Michael Rooker, Janine Turner, Rex Linn, Leon Paul Winfield, Ralph Waite
              Regie:                   Renny Harlin
              Musik:                 Trevor Jones

               

              Film:

              Gabe Walker, der ehemals beste Bergretter in den Rocky Mountains, hat sich nach einem tragischen Unfall, bei dem eine Freundin ums Leben kam, in die Einsamkeit zurückgezogen. Als er ein Jahr später seine alten Freunde besucht, kommt es in den Rockys zu einem Flugzeugabsturz. Er entscheidet sich ebenfalls, Hilfe zu leisten, doch die Absturzopfer sind in Wahrheit skrupellose und brutale Gangster, die einen ihrer beim Absturz verloren gegangenen Geldkoffer wieder finden wollen. Gabe versucht daraufhin alles Menschenmögliche, um seinen ehemaligen Teamgefährten zu helfen und die Verbrecher dingfest zu machen.

               

              Info:

              Auch CLIFFHANGER musste wie viele andere Actionfilme der 80er und 90er Jahre, eine Indizierung wegen einigen, zur damaligen Zeit vermeintlich härteren Filmszenen

              hinnehmen. Genau wie viele andere Filme davor, wurde auch hier die Einstufung neu bewertet und der Film unlängst mit der Einstufung FSK-16 ungeschnitten freigegeben.

              Wichtig hierbei ist allerdings, dass es schon länger eine FSK-16-Version gibt, die allerdings stark geschnitten ist, aber immer noch verkauft wird. Um hier den Überblick zu erhalten gilt:

              NUR DIE NEUE FSK-16 STEELBOOK-EDITION IST UNGESCHNITTEN!

              Erwähnenswert wäre auch noch, dass Regisseur Renny Harlin, der viele große Actionfilme wie z. B. „Die Hard II – Stirb Langsam 2 – Jetzt erst recht“ drehte, in den späten 90ern durch filmische und wie auch finanzielle Flops, wie etwa „Die Piratenbraut“ oder „Tödliche Weihnachten“ Schiffbruch erlitten hat und heute wesentlich kleinere Filme dreht.

               

              Bild:

              Das Bild von CLIFFHANGER ist leider nicht ganz so gut wie von UNIVERSAL SOLDIER, der gleichzeitig mit diesem hier von StudioCanal herausgebracht wurde. Allerdings liegt das nicht am Remastering-Prozess, sondern an den damaligen Gegebenheiten während des Drehs.

              Die Natur macht nun einmal nicht immer das, was man von ihr gerne möchte, zudem war die damalige Technik – immerhin war das mittlerweile auch schon vor 21 Jahren – noch nicht so gut wie heute. Wenn man aber davon absieht, ist das Bild sehr gut geworden. Wenn man von einigen wenigen weicheren Szenen, besonders beim Überflug über die Rockys, absieht, so ist das Bild wirklich gelungen. Der Kontrast ist sehr gut, ebenso wie der Schwarzwert. Auch die Schärfe ist bis auf die erwähnten weicheren Szenen ebenfalls sehr gut geworden, ebenso die untadelige Kompression, die Farben hingegen hätten aber noch mehr Intensität verdient. Alles in allem ein sehr gutes Bild das den Film in seiner wohl besten Qualität zeigt.

               

              Ton:

              Genau wie bei UNIVERSAL SOLDIER wurde auch hier der HD-Ton aus den Originalspuren sowohl in Englisch als auch in Deutsch neu gemastert. Auch hier kann man kein akustisches Actionfeuerwerk erwarten, denn die Akustik ist wie bei vielen Filmen dieser Zeit doch recht frontlastig, trotzdem werden auch die Rear-Lautsprecher immer wieder schön angesteuert und die häufig auftretenden direktionalen Effekte sind auch sehr gut hörbar, wie z. B. beim Absturz des Flugzeugs. Glücklicherweise sind auch die Dialoge durch die gute Abmischung jederzeit gut verständlich.

               

              Bonusmaterial:

              • Nach dem einlegen der Disc laufen zuerst die Trailer zu: „Flight“ und „Cold Blood”
              • Hinter den Kulissen (6.14 Min);
              • Making Of (7.22 Min);
              • Interviews (199):
                    • Sylvester Stallone (2.32 Min);
                    • Michael Rooker (0.32 Min);
                    • Janine Turner (1.15 Min);
                    • Renny Harlin (2.23 Min);
                    • John Lithgow (0.54 Min)
                • Trailer (1.53 Min);
                • Weitere Highlights:
                      • Mann beißt Hund (1.43 Min);
                      • Possession – Das Dunkle in Dir (2:27 Min);
                      • Tarantino XX (1.17 Min);
                      • Total Recall – Die Totale Erinnerung – Original (1.48 Min);
                      • Universal Soldier: Regeneration (1.18 Min);
                      • Vehicle 19 (2.08 Min)
                    •  

                      Fazit:

                      CLIFFHANGER ist ein typischer Sylvester-Stallone-Actionfilm seiner Zeit. Zwar nichts besonderes, aber auch kein schlechter Film. Und für seine 21 Jahre sieht er auch sehr gut aus.

                      Das gleiche kann man auch über den Ton sagen, auch dieser ist durchaus hörenswert. Das Bonusmaterial ist eher rudimentär, bringt aber wenigstens einige Einblicke in die damalige Produktion des Filmes.

                      Für alle Actionfreunde und natürlich für Fans von Sylvester Stallone.

                       

                      „Cliffhanger“ kann man unter anderem hier bestellen:

                      Technische Rezension: „BARAKA – Eine Welt jenseits der Worte“ von Ron Fricke

                      (c) AL!VE
                      (c) AL!VE

                      OT:                      BARAKA
                      Laufzeit:               98 Minuten
                      FSK-Freigabe:     ab 0 Jahren
                      Studio                  AL!VE
                      Herstellungsjahr: 1992
                      Disc:                    2 Blu-Rays
                      Tonformate:        Deutsch  Dolby Digital 5.1, Englisch DTS-HD-MA 5.1
                      Extras:                 Schuber ohne FSK-Logo und Wendecover ohne FSK-Logo
                      Regie:                   Ron Fricke

                       

                       

                      Film:

                      Klappentext: BARAKA ist ein Wort aus der Sufi-Sprache und bedeutet „Atem des Lebens“. Gedreht in 24 Ländern auf allen Kontinenten, zeigt Meisterregisseur Ron Fricke die Schönheit der Natur und das Schicksal der Menschen in einzigartigen Bildern, die ihnen den Atem rauben werden. Diese audiovisuelle Reise führt den Zuschauer zum Geheimnis des Lebens und zum Geist der Natur. Die spektakulären aufnahmen wurden mit einer revolutionären Technik im 70mm Format gedreht.

                       

                      Info:

                      „BARAKA“ ist eine Art Dokumentation, die vollständig ohne Worte auskommt und von einem Land zum anderen, ja von einem Kontinent zum anderen springt. Man sieht z. B. das hektische Leben in New York und Tokio (in Zeitraffer gedreht) und dann von einem Moment zum anderen das ländliche Indien (in normaler Geschwindigkeit), um die Gegensätze darzustellen. Die Natur, die Menschen, das Leben wird hier dargestellt. Es gibt keine wirklich stringente Handlung, es sind eher Momente, Augenblicke des Seins, die hier weltweit eingefangen werden. Man sieht die brennenden kuwaitischen Ölquellen nach dem  Ersten Irak-Krieg, buddhistische Mönche, Indios im Südamerikanischen Dschungel, aktive und brodelnde Vulkane und vieles mehr. Es ist wie eine Reise quer über die Erde.

                      Der Film wurde 1992 auf 65mm Film gedreht und 2008 in 8K eingescannt. Jedes einzelne Bild benötigte dabei ca. 13 Sekunden zum einscannen, alles in allem waren es über drei Wochen. Das eingescannte Material hat dabei eine Größe von über 30 TeraBytes (!!!), was schlichtweg gigantisch ist. Umgerechnet sind das unglaubliche mehr als 600 Blu-Rays, was meiner bisherigen BD-Sammlung entspricht. Danach wurden u. a. noch Kratzer und diverse andere Schäden behoben und der Film, natürlich nur als Kopie, auf normale Full-HD-Qualität herunterreduziert, damit er auf eine normale 50 GB Blu-Ray passt. Da das ursprüngliche 8K-Ausgangsmaterial allerdings erstklassig ist, besitzt auch die „herkömmliche“ BD eine überragende Bildqualität.

                      Damit sich jeder eine Vorstellung darüber machen kann was 8K (über 32 Millionen Pixel) eigentlich zu bedeuten hat,  habe ich es einmal in Relation zu den anderen bisher benutzten Qualitätsstufen gesetzt:

                      8K entspricht der 4-fachen 4K/UHD-Auflösung (über 8 Millionen Pixel, welche die neuen UHD-TVs mitbringen);

                      8K entspricht der 16-fachen Full-HD-Auflösung (über 2 Millionen Pixel, wie sie 2D- und 3D-Blu-Ray´s besitzen);

                      8K entspricht der 32-fachen HD-Auflösung (über 1 Million Pixel, wie es die HD-Programme der TV-Sender ausstrahlen);

                      8K entspricht der 80-fachen (!!!) SD-Auflösung (über 400.000 Pixel, wie DVDs und das seit Jahrzehnten bekannte normale SD-TV-Programm).

                       

                      Obwohl es sich bei dieser Version „nur“ um eine normale Blu-Ray handelt, so ist das…

                      Bild:

                      …nur noch als außergewöhnlich zu bezeichnen. Sowohl Schärfe, Kontrast, Schwarzwert als auch die Farben sind referenzwürdig, und auch die Kompression ist absolut ohne Makel. Hier wurden keinerlei Filter eingesetzt, die das Bild verfremden, das einzige Stilmittel ist das öfters eingesetzte Zeitrafferverfahren. Das Bild ist extrem natürlich, ohne zu überstrahlen, es ist farbig, ohne zu übertreiben, genau so wie in der Realität. Die Bildqualität kann ohne weiteres mit der von AVATAR mithalten, wenn es diese nicht sogar übertrifft. AVATAR wurde ja zu einem Großteil im Computer erzeugt, BARAKA hingegen wurde in der Realität, ohne jegliche Computerunterstützung gedreht, so gesehen ist dessen Qualität noch um einiges besser. Ganz klar absolute Bildreferenz!

                      Mittlerweile wurde eine Fortsetzung von BARAKA gedreht, die den Titel SAMSARA hat.

                      SAMSARA (2011) wurde über einen Zeitraum von 5 Jahren in 25 Ländern auf allen Kontinenten gedreht. Auch dieser Film wurde auf 70mm gedreht und nachträglich in 8K abgetastet. Da mittlerweile die Technik aber vorangeschritten ist, sind sowohl das Filmmaterial selbst wie auch die 8K-Scanner-Technik noch besser geworden, was heißt, dass SAMSARA qualitativ sogar selbst BARAKA in den Schatten stellen soll.

                       

                      Ton:

                      Auch der Ton von BARAKA ist referenzverdächtig. Die normalen Geräusche des täglichen Lebens und der Natur werden hier ungefiltert und originalgetreu wiedergegeben. Auch die Musik wurde optimal dem Film angepasst, sie lenkt nicht ab und stört auch nie, sondern sie verstärkt die Emotionen, die während des Betrachtens entstehen, noch.

                      Der deutsche Ton ist hierbei im verlustbehafteten Dolby Digital, während der englische O-Ton in HD-MA aufgespielt ist. Da der Film allerdings keinerlei erklärende Worte hat und sich voll und ganz auf das Bild, die Geräusche und die Musik verlässt, sollte man gleich der DTS-HD-MA-Version den Vorzug geben!

                      Aber auch beim Ton von SAMSARA wurde noch draufgelegt, DTS-HD-MA 7.1 in Englisch, sowie eine völlig überflüssige deutsche Dolby Digital 5.1 Tonspur, da auch dieser Film völlig ohne Sprache daherkommt.

                       

                      Bonusmaterial:

                      Die Film-BD enthält:

                      • Baraka: A Closer Look (76.23 Min), Making Of in Englisch ohne deutsche Untertitel
                      • Restoration (7.04 Min) in Englisch ohne deutsche Untertitel

                       

                      Die Bonus-BD enthält:

                      • Baraka: A Closer Look (76.31 Min), Making Of in deutscher Sprache
                      • Restoration (7.06 Min) in deutscher Sprache
                      • Trailer:
                        • SAMSARA (1.11 Min)
                        • BARAKA (2.51 Min)

                       

                      Fazit:

                      BARAKA ist eine „Experimental-Dokumentation“, die uns scheinbar willkürlich durch verschiedene Länder und Kontinente führt. Es gibt auch keinerlei erklärende Worte. In gewisser Weise ist BARAKA auch als Experimentalfilm zu verstehen und daher auch nur schwer einzuordnen.

                      BARAKA gibt es sowohl als Single- wie auch als 2-Disc-Edition. Die Bonus-BD der 2-Disc-Edition enthält hierbei die gleichen Dokumentationen (Making Of und Restoration) wie die Film-BD, nur eben in deutscher Sprache. Der Sinn dahinter erschließt sich mir dabei allerdings nicht, schließlich hätte man die beiden auch gleich auf der Film-BD mit alternativer deutscher Sprache versehen können. Ebenso wenig ist die deutsche Dolby Digital-Tonspur schlüssig, gerade bei einem Film der völlig ohne Worte auskommt. Das Ganze hat wohl eher den Sinn eine teurere 2-Disc-Edition zu vermarkten, na ja…

                      Für Fans von Dokumentationen und/oder Experimentalfilmen.

                       

                      Eine Rezension der Fortsetzung SAMSARA wird zu gegebener Zeit folgen.

                       

                      Die verschiedenen Versionen von „BARAKA“ kann man unter anderem hier bestellen:

                       

                      Technische Rezension: „DEUTSCHLAND VON OBEN – DER KINOFILM“ von Petra Höffer und Freddie Röckenhaus

                      bd_dtldvonobenfilm
                      (c) Universum Films

                      OT:                      Deutschland von Oben
                      Laufzeit:               118 Minuten
                      FSK-Freigabe:     ab 0 Jahren
                      Studio                  Universum Films (TERRA X / ZDF und colourFIELD)
                      Herstellungsjahr: DT 2012
                      Disc:                    1 Blu-Ray
                      Tonformate:        Deutsch  DTS-HD-MA 5.1, Englisch DTS-HD-MA 2.0
                      Extras:                 Wendecover ohne FSK-Logo
                      Regie:                   Petra Höffer und Freddie Röckenhaus

                       

                       

                      Film:
                      Klappentext
                      : DEUTSCHLAND VON OBEN – DER KINOFILM entführt Sie auf eine Reise der besonderen Art: Entdecken Sie aus der Vogelperspektive die Schönheit der Bundesrepublik, und lassen sie sich von den beeindruckenden und außergewöhnlichen Bildern verzaubern.

                      Gestochen scharfe, aufwändig produzierte Flugbilder laden den Zuschauer zu einem aufregenden Flugerlebnis ein. Die spektakulären Luftaufnahmen zeigen das eigene Land, wie man es noch nicht gesehen hat: Vom Wattenmeer bis zum Watzmann-Gipfel, vom Kölner Dom bis zur Dresdner Frauenkirche, von der winterlichen Bergwelt der Alpen über das sommerliche München und Berlin, von den letzten Stahlwerken am Rhein bei Duisburg und dem gigantischen Braunkohle-Tagebau in der Lausitz bis zum größten Hafen Deutschlands in Hamburg. Über den Wolken, auf dem gemeinsamen Wanderflug, Schulter an Schulter mit Kranichen, Seeadlern, Schwänen und Störchen:
                      Deutschland von Oben zeigt, was es aus der Luft alles zu entdecken gibt…

                       

                      Info:

                      Der Kinofilm „Deutschland von Oben“ ist größtenteils ein Zusammenschnitt der Staffeln 1 und 2 der gleichnamigen ZDF / TERRA X – Dokumentations-TV-Serie. Für den Film wurde aber auch neues Material gedreht und hinzugefügt. Während die drei Episoden der einzelnen Staffeln jeweils in die Teile „Stadt“, „Land“ und „Fluss“ aufgesplittert wurden, hat man das Konzept beim Kinofilm geändert und in die einzelnen Monate von Januar bis Dezember gesplittert. Dementsprechend sind die 12 Kapitel des Films und auch der BD in die einzelnen Monate unterteilt. Der Film wie auch die gleichnamige Serie zeigt Deutschland aus der Vogelperspektive, was durchaus hochinteressant ist und eine ganz neue Seite der BRD zeigt.

                      Noch etwas interessantes: Der Kommentator des Filmes ist Benjamin Völz, der seine Stimme vor allen Dingen dem Schauspieler David Duchovny leiht und die man aus den Serien „The X-Files“ und „Californication“ sowie u.a. dem Film „Evolution“ kennt.

                       

                      Bild:

                      Das Bild wurde wie schon die Serie von Bord eines Helikopters aus mit einer stabilisierten hochauflösenden Spezialkamera, wie sie auch bei Hollywood-Filmen Verwendung findet, aufgenommen. Die Schärfe ist zumeist hervorragend, ebenso wie der Schwarzwert der Kontrast und die Farbigkeit des Bildes, das gilt auch in gleichem Fall für die Kompression. Da aber das Wetter nicht immer 100% mitmacht gibt es hin und wieder auch einmal etwas weichere oder nicht so ganz perfekte Aufnahmen zu sehen, aber im Großen und Ganzen ist das Bild wirklich erstklassig und natürlich. Im Unterschied zur Serie liegt der Kinofilm hier im Bildformat 2.35:1 vor.

                       

                      Ton:

                      Die deutsche Tonspur liegt in DTS-HD-MA vor und ist ordentlich, die hin und wieder vorkommenden Geräusche kommen zwar sehr gut und kraftvoll rüber, aber die meiste Zeit über dominiert, wie schon in der Serie, die sehr gute Musik die Boxen.

                      Im Gegensatz zur Serie, wo häufig Musikstücke aus Filmen wie z. B. „Transformers“,  „Robin Hood – König der Diebe“ oder auch „Terminator“ Verwendung fanden, wurde die Musik für den Kinofilm komplett neu geschrieben, mit einer Ausnahme:

                      Das Kapitel „August“ wird mit dem Song „Magic Carpet Ride“ der Gruppe Steppenwolf („Born To Be Wild“) eingeläutet.

                      Eine sehr gute und effektive, aber keine überragende Tonspur.

                       

                      Bonusmaterial:

                      • Filmclips (9.39 Min),
                      • Making Of Soundtrack (12.34 Min),
                      • Making Of Kameramann (3.46 Min),
                      • Making Of Regiseur (3.16 Min),
                      • Kinotrailer (2.03 Min),
                      • BD-Live
                      • Trailershow:
                        • Unsere Ozeane – TV-Serie (1.46 Min),
                        • Das Wunder der Natur (1.31 Min),
                        • Unsere Erde (1.17 Min),
                        • Jane’s Journey (2.06 Min),
                        • Der Mann mit dem Fagott (2.13 Min),
                        • Das Ende ist mein Anfang (2.22 Min)

                      Fazit:

                      Der Film zur Serie ist wie schon diese sehr gut gemacht und bringt einem die Heimat aus einer völlig neuen, anderen Perspektive näher. Für Fans von Dokumentationen auf jeden Fall hochinteressant und ein Muss.

                       

                      „DEUTSCHLAND VON OBEN – Der Kinofilm“ kann unter anderem hier bestellt werden: