Die Muppet Show – Gaststar: Jim Nabors

(c) Disney
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Die Muppet Show mit Jim Nabors enthält einen besonderen Moment: Scooter taucht zum ersten Mal auf und stellt sich Kermit vor. Er will der neue Laufbursche der Show werden und Kermit kann nicht ablehnen – Scooters Onkel gehört das Theater, in dem die Muppet Show stattfindet. Allerdings ist dieser „Erstauftritt“ von Scooter etwas verwirrend, da die Shows weder in der „richtigen“ Reihenfolge produziert noch ausgestrahlt wurden. Laut Produktionsnummer ist diese Ausgabe die Nummer 6, aber Scooter ist schon in Shows dabei gewesen, die vor dieser produziert wurden. In meiner kleinen Betrachtung der Muppet Show möchte ich die logische Reihenfolge einhalten, deswegen kommt diese Show heute dran.

Und wo wir gerade von Logik reden: Viele Fans haben sich gewundert über den Umstand, dass Kermit Scooter nicht kennt, obwohl Scooter in der Serie „Muppet Babies“, die – wie der Titel sagt – von den  „Baby-Abenteuern“ der Muppets berichtet, mit dabei ist. Und nicht nur er, sondern sogar seine Zwillingsschwester Sceeter, von der wiederum in der Muppet Show keine Rede mehr ist. Die Produzenten der Muppets meinten dazu, das läge daran, dass – genauso wie die meisten Muppet-Kinofilme – die „Muppet Babies“ eine Geschichte zeige, die im Muppet-Universum eine Fiktion ist (ja, tatsächlich).

Zurück zu Scooter: Sein erstes Erscheinen ist der rote Faden der heutigen Show. Und ein Teil seiner Vorstellung gehört zum Punkt „Übersetzungshammer“

Nummern

  • Titellied
  • Vor dem Vorhang: Kermit begrüßt das Publikum (aus dem „Benny-Vendergast-Gedächtnis-Theater“)
  • Lied: „Mäuse“ / Dr. Goldzahn (Originaltitel: „Money“ von Stan Freberg und Ruby Raskin)
  • Auf dem Balkon: Statler und Waldorf (1)
  • Hinter der Bühne: Scooter stellt sich Kermit vor
  • Sketch „Die sprechenden Häuser“: Meine Frau ist krank
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt Jim Nabors an
  • Lied: „Gone with the Wind“ / Jim Nabors (Lied von Allie Wrubel und Herb Magidson)
  • Auf dem Balkon: Statler und Waldorf (2)
  • Muppet-Blitznachricht
  • Hinter der Bühne: Scooter bringt Kermit Kaffee und überredet ihn, die „Danceros“ ins Programm zu nehmen
  • Musiknummer: Die Danceros
  • Hinter der Bühne: Jim Nabors trifft Tier
  • Hinter der Bühne: Scooter trifft Hausmeister George
  • Im Ballsaal
  • Lied: „Dog Eat Dog“ / Rowlf und Baskerville (das Lied von Steven Fern und Edward Kassner wird in einer deutschen Fassung vorgetragen)
  • Auf der Bühne: Kermit im Gespräch mit Jim Nabors, unterbrochen von Miss Piggy
  • Hinter der Bühne: Fozzie beschwert sich über Scooter, der ihm ständig neue Witze vorschlägt
  • Vor dem Vorhang: Sam kündigt Wayne und Wanda an
  • Nummer: „Indian Love Call“ / Wayne und Wanda (Lied von Oscar Hammerstein und Rudolf Friml)
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt Fozzie an
  • Fozzies Comedy-Nummer
  • Sketch: Jim Nabors als Nachtwächter, der einen einbrechenden Rowlf aufhält
  • Hinter der Bühne: Fozzie versucht, Scooter einen Witz zu erzählen
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt nochmals Jim Nabors an
  • Lied: „Thank God I’m a Country Boy“ / Jim Nabors und die Gogolala Jubilee Jukeband (Lied von John Martin Summers, ursprünglich gesungen von John Denver)
  • Vor dem Vorhang: Abschied
  • Abspann
  • Auf dem Balkon: Statler und Waldorf (3)

Der Gaststar

Jim Nabors (* 12. Juni 1930 in Sylacauga, Alabama) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Sänger und Komiker. Bekannt wurde Nabors vor allem durch seine Darstellung des gutherzigen und naiven Gomer Pyle in der 60er-Sitcom „The Andy Griffith Show“ und durch das Lied Back Home Again in Indiana, das er seit den 70er-Jahren jährlich im Vorprogramm der 500 Meilen von Indianapolis singt.

Im Januar 2013 heiratete er seinen Partner Stan Cadwallader, mit dem er seit Mitte der 1970er Jahre zusammenlebt. [1]

Hintergrund

Die Sketchreihe „Die sprechenden Häuser“ war eine Art „Neuumsetzung“ dessen, was im Pilotfilm „Sex & Gewalt“ „Die Weisheit der Vorväter“ war: Sprechende Häuser, die sich unterhielten und dabei meistens einen ziemlichen Kalauer brachten. Meistens waren das Kalauer, die in der Übersetzung schwierig waren, wie auch der Witz der heutigen Episode: Ein Haus berichtet, seiner Frau ginge es nicht gut. Auf Nachfrage eines anderen Hauses, was sie denn habe, sagt das erste: „She’s got the shingles.“ „Shingles“ bedeutet im Englischen sowohl „(Dach-)Schindeln“ als auch „Gürtelrose“ (Herpes Zoster, „shingles“ als Bezeichnung für die Krankheit leitet sich dabei vom lateinischen „cingulum“ für „Gürtel“ ab). Eberhard Storeck brachte den Witz rüber ins Deutsche, indem er das Haus antworten ließ, seine Frau habe „ein paar Schindeln locker“.

Übersetzungshammer

Neben dem „Shingles“-Witz gibt es da in der Episode noch ein paar mehr. Scooter beispielsweise stellt sich Kermit gegenüber als der neue „Go-For“ vor, was Kermit als „gopher“ („Erdhörnchen“) missversteht und meint, so sähe er gar nicht aus. Scooter meint „go-for“ im Sinne von „Laufbursche“ , auf Deutsch stellt er sich auch als „Läufer“ vor. Kermit benutzt aber schon in dieser Show und in späteren Ausgaben das Wort „Schammes“, wenn er von Scooter redet, von dem ich als Kind nie wusste, was es heißen sollte. Storeck umgeht hier eine Wortklippe: Scooter wird im Original als „go-for“ bezeichnet, das Wort hat zwei Silben (go|for), die deutsche Übertragung aber drei (Lauf|bur|sche). „Scham|mes“ hat ebenfalls nur zwei Silben und bedeutet das gleiche: Das Wort kommt aus dem Jiddischen und bezeichnet eigentlich einen Synagogendiener, wird aber auch Synonym für „Laufbursche“ verwendet.

Der Sketch mit Jim Nabors als Nachtwächter und Rowlf als Einbrecher besteht aus einer ganzen Reihe von Wortwitzen, die auf Nabors‘ Dialekt basieren (er sagt zum Beispiel „hans up“ statt „hands up“, worauf Rowlf zwei Hennen – „hens“ – hochhebt). Durch geschickte kleine Änderungen („Ich will Deine Hänne sehen!“ – „Sie wollen meine Hennen sehen? Hier sind sie!“) werden die Witze dem Deutschen angepasst.

Ganz ändern musste Storeck allerdings den Witz, den Waldorf und Statler nach Nabors Musiknummer „Gone with the Wind“ bringen: Waldorf bemerkt, was für ein guter Sänger Nabor doch sei, worauf Statler erwidert, er habe mal neben ihm gewohnt, er sei auch ein guter „Nabor“ (ausgesprochen wie „neighbour“ = „Nachbar“). Auf Deutsch nimmt Waldorf Bezug auf Nabors Hose, die ihm durch den Wind im Verlauf der Nummer weggeweht wurde, was Statler mit den Worten quittiert: „War wohl ’ne Windhose!“

Und noch ein Hammer, den Storeck entschärft: Kermit kündigt Fozzie an als „the man who thinks Elton John is a singing bathroom“. Auf Deutsch sagt er, Fozzie sei „der Mann, der Liza (gesprochen „leisa“) Minelli für einen Flüsterstaubsauger hält“.

Medien

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[1] Dieser Teil des Artikels stammt aus dem Wikipedia-Eintrag “Jim Nabors“, der unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar ist. Autoren siehe hier.

 

Die Muppet Show – Gaststar: Rita Moreno

(c) Disney
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In dieser Folge der Muppet Show ist eine neue Sketch-Reihe zu sehen, außerdem gibt es einen „running gag“: Das Telefon hinter der Bühne klingelt und jedes Mal, wenn Fozzie dran geht, erlebt er eine Überraschung. Der in den 1970er Jahren in Deutschland unbekannte Begriff „running gag“, der in einer der Sequenzen auftaucht, wurde von Eberhard Storeck mit „ein durchlaufender Witz“ übersetzt.

Nummern

  • Titellied
  • Vor dem Vorhang: Kermit begrüßt das Publikum und kündigt Rita Moreno an
  • Nummer: Lateinamerikanischer Tanz in der Bar zu einer instrumentalen Version von „I get Ideas“ von Julio C. Sanders und Dorcas Cochran / Rita Moreno und Whatnot-Muppet
  • Hinter der Bühne: Das Telefon klingelt (1)
  • In der Tierklinik – Premiere; der Patient ist Fozzie
  • Hinter der Bühne: Das Telefon klingelt (2)
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (1)
  • Der dänische Küchenchef (neu gestaltet); der Koch bereitet heute Røbekøchen (Reibekuchen) zu
  • Hinter der Bühne: Das Telefon klingelt (3)
  • Im Ballsaal
  • Lied: „Nach Morgen“ („To Morrow“) von Bob Gibson / Das „Country-Trio“
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt die nächste Nummer an
  • Nummer: Marvin Suggs und das Muppaphone mit dem Lied „Lady of Spain“
  • Die Diskussionsrunde: „Ist Konversation eine aussterbende Kunst?“
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (2)
  • Hinter der Bühne: Das Telefon klingelt (4)
  • Die Muppet-Nachrichten
  • Kermit im Gespräch mit dem Gaststar / Rita Moreno, Kermit, Sweetums
  • Vor dem Vorhang: Sam der Adler kündigt Wayne und Wanda an
  • Lied: „Goody Goody“ / Wayne und Wanda (Lied von Matty Melneck)
  • Auf der Bühne: Fozzys Comedynummer
  • Lied: „Fever“ / Rita Moreno, Floyd und Tier (Lied von Eddie Cooley und John Davenport)
  • Vor dem Vorhang: Abschied von Rita Moreno
  • Abspann
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (3)

Der Gaststar

Rita Moreno; eigentlich Rosita Dolores Alverio (* 11. Dezember 1931 in Humacao, Puerto Rico), ist eine Schauspielerin, die sowohl am Broadway als auch in Hollywood Erfolge feierte und eine der wenigen, die einen Oscar, Grammy, Emmy sowie Tony-Award gewannen.

Im Alter von fünf Jahren zog Moreno mit ihrer Mutter nach New York City. Mit elf synchronisierte sie amerikanische Filme ins Spanische. Mit 13 hatte sie bereits ihre erste Broadway-Rolle, mit der sie die Aufmerksamkeit von Talentsuchern aus Hollywood auf sich zog. In den nächsten zehn Jahren spielte sie in verschiedenen Filmen.

Eine kleinere Rolle übertrug man ihr 1951 in Singin’ in the Rain, einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. 1961 spielte sie die Anita im Musicalfilm West Side Story. Sie gewann als erste Schauspielerin hispanischer Abstammung einen Oscar für die beste Nebenrolle und wurde auf der ganzen Welt bekannt.

Am 18. Juni 1965 heiratete sie Lenny Gordon, der bis zu seinem Tod 2010 ihr Ehemann und Manager war. Sie haben eine gemeinsame Tochter. [1]

Hintergrund

In der Show erleben wir eine Premiere und eine Neugestaltung. Die Premiere ist das Segment In der Tierklinik. Hier spielt Rolf Doktor Bob, einen „chirurgischen Orthopäden, der vor die Hunde gegangen ist“, Janice und Piggy spielen seine Krankenschwestern. Die Tierklinik-Sketche sind dabei voll mit Wortspielen, die sehr häufig sehr schwierig zu übersetzen waren. Später wurde die Ansage, die jedes Mal zu Beginn des Sketches gemacht wird, in „die Geschichte eines Quacksalbers, der vor die Hunde gegangen ist“ geändert.

Überarbeitet wurde der Sketch vom skandinavischen Küchenchef gegenüber seinem ersten Auftritt in „Sex & Violence„: die merkwürdigen asiatischen Untertitel und der eingeblendete Titel am Anfang wurden weg gelassen. Bei dieser Figur hat Storeck sich am meisten Freiheiten genommen. Im Original ist er Schwede und spricht eine künstliche Sprache namens „Børk“, die stark nach skandinavisiertem Englisch klingt (Donuts heißen dort zum Beispiel „Dønuts“). Außerdem ergibt der Singsang am Anfang jedes Sketches keinen Sinn, er plappert nur fröhlich irgendwelche Silben vor sich hin („du-da-dika-duu… murt murt murt“). In der deutschen Fassung wird aus ihm ein Däne, der Deutsch mit dänischem Akzent spricht, was Eberhard Storeck übrigens höchstselbst getan hat. Er hat sich auch die Phrasen einfallen lassen, die zu Kult wurden: die ständigen Verweise des Küchenchefs, er verwende eine „Ssspezialrezepten von die Tante Olsen“ und das gesungene Intro „Smørrebrød, Smørrebrød, røm pøm pøm pøm“ (Smørrebrød ist eine authentische dänische Spezialität!) statt des sinnlosen Originals „du-da-dika-duu“. Wenn man in manchen Folgen genau hinhört, wird man feststellen, dass man gerade bei den Küchenchef-Sketchen nicht nur das vom Tonband stammende Publikumsgelächter hört, sondern auch Mitarbeiter von Jim Henson, die sich ausschütten vor Lachen.

Eine besondere Stellung nimmt in der Muppet Show das so genannte „Country-Trio“ ein, das in dieser Folge „To Morrow“ singt, denn dabei handelt es sich um Puppen, die Muppet-Versionen ihrer jeweiligen Puppenspieler sind: Jim Henson (Muppet mit Vollbart und Banjo), Frank Oz (rothaariger Muppet mit Schnurrbart und Bass) und Jerry Nelson (Muppet mit Vollbart, Mütze und Gitarre).

Übersetzungshammer

Das Lied „To Morrow“ ist voller Wortspiele über die Verwechslung zwischen „to Morrow“ („nach Morrow“, Morrow ist eine tatsächlich existierende Stadt in Georgia, USA) und „tomorrow“ („morgen“), weil der Mann, der nach Morrow möchte, heute schon fahren will. Storeck überträgt das ganze recht gut, indem er Morrow einfach durch die fiktive Stadt „Morgen“ ersetzt.

Während der Schlussnummer redet Rita Moreno mit Tier, nachdem dieser das Schlagzeug zu heftig spielt. Sie spricht dabei Spanisch, übersetzt sagt sie: „Hör mal, Junge! Alles, was ich sagen will, ist dass Du das nicht tun solltest! Verstehst Du? Schau mich an, wenn ich mit Dir rede! Das ist meine Nummer, und wenn Du mich nochmal störst, werd ich Dir so fest eine reinhauen, dass Du blöd wirst. Komm runter!“ Sehr schön in dem Zusammenhang: Rita benutzt das Wort „bobo“, was „blöd“, aber auch „Idiot“ bedeutet. Der Name des Künstlers „DJ Bobo“ bedeutet auf Spanisch also „DJ Idiot“ (und ja, in einer Talkshow hat er zugegeben, dass ihm das bewusst ist).

Medien

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[1] Dieser Teil des Artikels stammt aus dem Wikipedia-Eintrag “Rita Moreno“, der unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar ist. Autoren siehe hier.

Die Muppet Show – Gaststar: Joel Grey

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Die ersten Muppet Shows waren noch vom Ausprobieren geprägt, man versuchte mal dies und mal das. In dieser Ausgabe merkt man das daran, dass die Titelsequenz sich von den anderen Shows noch unterscheidet. Mitten im Titellied zeigt Kermit einige Ausschnitte dessen, was das Publikum in der heutigen Show zu sehen bekommen wird („…some stuff that looks like this…“). Dieses „das Publikum Neugierig machen“ wurde in keiner anderen Show mehr gemacht, stattdessen hatten spätere Folgen eine kleine Szene (den so genannten „Teaser“) vor dem Titellied, in der meistens dem Gaststar etwas merkwürdiges passierte. Das Titellied der Staffel 1 beinhaltete zudem einen Kurzgag von Fozzie Bär und endete mit Gonzo dem Großen, der den Schlussakkord auf einem Gong spielen möchte (der Gong ist dabei das „O“ des Schriftzugs „Muppet Show“), was ihm aber aus verschiedensten Gründen immer wieder misslingt.

Der „rote Faden“ der heutigen Show ist Fozzie, der seinen Auftritt als Spontankomiker trainieren möchte und die anderen Muppets damit nervt, dass er aus jedem Wort, das man ihm sagt, spontan einen Gag bildet.

Nummern

  • Titellied (wie bereits erwähnt mit „Vorschau“)
  • Vor dem Vorhang: Kermit erzählt von Joel Grey
  • Lied: „Comedy Tonight“ / die Muppet-Monster und Crazy Harry (aus dem Musical „A funny Thing happened on the Way to the Forum“)
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (1)
  • Hinter der Bühne: Fozzie übt seine Spontangags (1) / Kermit und Fozzie
  • Im Ballsaal
  • Die Muppet-Nachrichten (1)
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt eine Nummer mit Joel Grey an
  • Lied: „Willkommen, Bienvenue, Welcome“ / Joel Grey  und die Muppets (aus dem Musical „Cabaret„, Joel Grey hat das Lied in dem gleichnamigen Film ebenfalls gesungen)
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (2)
  • Hinter der Bühne: Fozzie übt seine Spontangags (2) / Hilda und Fozzie
  • Kermit im Gespräch mit Joel Grey
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (3)
  • Lied „Pachalafaka“ / zwei Whatnot-Muppets (Lied von Irving Taylor)
  • Vor dem Vorhang: Sam der Adler kündigt Wayne und Wanda an
  • Lied: „Stormy Wheather“ / Wayne und Wanda (Lied von Harold Arlen und Ted Koehler)
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (4)
  • Hinter der Bühne: Fozzie übt seine Spontangags (3) / Kermit, Hilda, George, Piggy und Fozzie
  • Joel Grey begegnet Gonzo dem Großen
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt Fozzies Nummer an
  • Fozzies Comedy-Nummer
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt ein Muppet-Theaterstück an
  • Theaterstück: „Sherlock Holmes und der Fall der verschwindenden Beweise“ / Rowlf (als Holmes), Baskerville (als Watson) und Gorgon Heap (als Butler)
  • Die Muppet-Nachrichten (2)
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt Gonzo den Großen an
  • Nummer von Gonzo dem Großen: er demoliert zu den Klängen des Amboss-Chors (aus Verdis Oper „Il Trovatore“) einen Oldtimer mit einem Vorschlaghammer. Da das Publikum die Vorstellung nicht gefällt, kommt Joel Grey auf die Bühne, um ihn zu retten, und das führt zu:
  • Lied „Razzle-Dazzle“ / Joel Grey und die Muppets (aus dem Musical „Chicago„) -> „razzle dazzle“ bedeutet so vie wie „Ablenkung“ oder „Täuschungsmanöver“
  • Auf dem Balkon: Statler und Waldorf (5)
  • Vor dem Vorhang: Kermit und die Muppets nehmen Abschied von Joel Grey
  • Abspann
  • Auf dem Balkon: Statler und Waldorf (6)

Der Gaststar

Joel Grey (* 11. April 1932 in Cleveland, Ohio) ist ein Theater- und Filmschauspieler. Er ist einer der acht Schauspieler, denen es gelang, einen Tony Award wie auch einen Oscar für ein und dieselbe Rolle zu gewinnen. Er erhielt beide Auszeichnungen für die Rolle des Conferenciers im Musical „Cabaret“. Grey spielte diese Rolle zunächst am Broadway unter der Regie von Harold Prince und danach in der Verfilmung von Bob Fosse an der Seite von Liza Minnelli.

Joel Grey wirkte in zahlreichen Fernsehserien und Kinofilmen (u.a. 1976 in „Kein Koks für Sherlock Holmes“ und 1991 in „Kafka“) mit. Nach „Cabaret“ konnte er jedoch keinen vergleichbaren Erfolg mehr vorweisen. Im Jahr 2000 gehörte er neben der isländischen Popsängerin Björk und der Französin Catherine Deneuve zum Schauspielerensemble von Lars von Triers Film „Dancer in the Dark“, der bei den Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme erhielt.

Zuletzt war der Schauspieler 2003 wieder am Broadway zu sehen. Dort verkörperte er den Zauberer von Oz in dem Erfolgsmusical Wicked – Die Hexen von Oz an der Seite von Idina Menzel und Kristin Chenoweth.

Grey ist der Vater der Schauspielerin Jennifer Grey. [1]

Hintergrund

Nach zwei Anläufen hatte die Show nun ihr endgültiges Format und ihre Besetzung gefunden: Die Muppets produzieren Woche für Woche eine Vaudeville-Theater-Show mit einem Gaststar und der Fernsehzuschauer bekommt nicht nur mit, was auf der Bühne passiert, sondern blickt auch hinter die Kulissen. Nachdem in den ersten beiden Pilotfolgen die Präsentatoren noch andere Muppets waren, entschied Jim Henson sich dann doch dafür, Kermit zur Hauptfigur zu machen. Das Muppet-Ensemble bestand damit zu Beginn der Reihe aus folgenden Figuren:

Kermit: Ein Frosch, bekannt aus der „Sesamstraße“. In der „Muppet Show“ ist er mehr als einmal einem Nervenzusammenbruch nahe.

Rowlf: Ein Hund und die zweite Figur, die schon vor der „Muppet Show“ bekannt war. Rowlf trat unter anderem regelmäßig in der „Jimmy Dean Show“ auf.

Fozzie: Ein Bär, einer der Neuzugänge. Er ist der Komiker der Muppets, oder jedenfalls hält er sich dafür.

Gonzo der Große: Was er ist, wird erst in dem Film „Muppets aus dem All“ offenbart, davor wird er von anderen (vor allem Miss Piggy) gern als „Truthahn“ beschimpft. Er ist ein Aktionskünstler, dessen Nummern beim Publikum nicht immer gut ankommen.

Miss Piggy: Ein Schwein und die Diva der Show. Außerdem hat sie eine Schwäche für Kermit. Eine frühe Version von ihr (noch mit typischen „Schweinsäuglein“) ist schon in der Folge „Sex & Gewalt“ zu sehen.

Hilda: Ein Muppet in menschlicher Gestalt. Sie ist die Garderobendame der Show, die aber auch zu allem eine Meinung hat.

George: Ebenfalls ein menschlicher Muppet, der schon in beiden „Vor-Versionen“ der Show zu sehen war. Er ist der Hausmeister und liebt seinen Job.

Der Nachrichtensprecher: Noch ein menschlicher Muppet, in den ersten Folgen noch ohne, später mit Brille. Er hat des öfteren mit den Folgen der Nachrichten, die er verliest, zu kämpfen.

Mildred: Eine Art Mischung aus Mensch und Vogel mit lila Haut. Sie ist häufiger mit George zusammen zu sehen.

Doktor Goldzahn und seine Band: Die Band besteht aus Doktor Goldzahn (Keyboard), Janice (Gitarre), Floyd (Bassgitarre), Zoot (Saxophon) und Tier (Schlagzeug). An den Musikern der Muppet Show sieht man eins sehr schön: die meisten Muppets sind Linkshänder. Warum? Weil die meisten Puppenspieler Rechtshänder sind. Da die bevorzugte Hand (bei Rechtshändern eben rechts) auch die stärkere ist, steckt diese im Kopf eines Muppets. Damit hat der Puppenspieler nur noch die linke Hand frei, um die Hand des Muppets zu bedienen – eben vorzugsweise die Linke.

Sam der amerikanische Adler: …ist ein Adler, wie der Name sagt. Genau genommen ein Weißkopfseeadler, das Wappentier Amerikas. Er ist sehr patriotisch eingestellt, um nicht zu sagen, extrem konservativ.

Wayne und Wanda: Ein Gesangesduo, deren Gesangseinlagen immer wieder in einer Katastrophe enden.

Statler und Waldorf: Zwei ältere Herren, die eine Dauerkarte für die Loge des Theaters haben und Woche für Woche wiederkommen, obwohl sie durch ihre Kommentare deutlich machen, dass ihnen die Show nicht gefällt. Eine besondere Abneigung haben sie dabei gegen Fozzie.

Crazy Harry: …hieß aus Gründen, die heute keiner mehr weiß, in der Pilotfolge „Sex & Gewalt“ noch „Crazy Donald“. Er hat ein charakteristisches irres Lachen und reagiert immer dann, wenn jemand etwas sagt, das auch nur im Entferntesten mit Explosionen zu tun hat: Er drückt einen Auslöser und es kommt zu einer Explosion (typisch ist folgender Dialog: Kermit: „Die heutige Show ist ein echter Knaller!“ – Harry: „Hat hier jemand ‚Knaller‘ gesagt?“ Harry drückt den Auslöser, es gibt eine Explosion und Harry lacht).

Die Monster: Schon in der Sesamstraße brachte Jim Henson verschiedene Monster zum Einsatz (man denke nur an Krümel oder Grobi). Während die Monster in der Sesamstraße allerdings mehr dazu dienten, Kindern zu zeigen, dass nicht das Äußerliche wichtig ist, sind die Monster in der Muppet Show mehr das anarchische Element. Am bekanntesten dürfte Sweetums sein, das Riesenmonster mit dem großen Maul, das gerne alles mögliche auffrisst. Aber auch der in dieser Folge vorkommende Gorgon Heap hat einen ziemlich unstillbaren Appetit. Noch ein bekanntes Gesicht ist „Onkel Tödlich“, der in einer Folge sogar eine Hauptrolle spielen darf.

Whatnots und andere Muppets: „Whatnots“ nennt man die Muppets, die eine generell menschliche Grundform haben und durch Haare, Augen und Nase individualisiert werden. Gern nimmt man solche Figuren für einen Charakter, der nur einmal auftaucht. Allerdings wird der aufmerksame Zuschauer bemerken, dass es auch im Hintergrund Muppets gibt, die man zwar nicht kennenlernt, die aber regelmäßig aufkreuzen.

Das Titellied: Von dem „Muppet Show Theme“ wird behauptet, dass es dem Lied „Ich brauche keine Millionen“ von Peter Kreuder nachempfunden ist und Ähnlichkeiten lassen sich in der Tat nicht verleugnen. Neben der etwas besonderen Ausführung in dieser Episode änderte sich das Lied auch von Staffel zu Staffel. Text und Ausführung von Staffel 1 sahen wie folgt aus:

Kermit befindet sich im „o“ des Schriftzugs „Muppet Show“, der die ganze Bühne des Theaters einnimmt, und verkündet: „Und hier ist wieder die Muppet Show mit unserem heutigen Gaststar…“ und nennt den Namen des Gastes. Die Tafel mit dem Schriftzug wird hochgezogen, die Muppet-Band spielt das Titellied. Muppets kommen von links und rechts auf die Bühne und singen die erste Strophe:

Jetzt tanzen alle Puppen!Macht auf der Bühne Licht.
Macht Musik, bis der der Schuppen
Wackelt und zusammenbricht!

Schmeißt Euch in Frack und Fummel!
Und Vorhang auf – Hallo!
Freut Euch auf Spaß und Rummel
Der heut’gen Muppet Show!

Der Vorhang geht auf und Fozzie macht einen kurzen Gag. Dann schließt sich der Vorhang und Kermit tritt auf die Bühne. Er singt:

Ich komm gleich nochmal wieder.
Dann geh‘ ich, ist das klar?
Ich singe keine Lieder,
Ich präsentier den Star!

Es wird ein Ausschnitt mit dem jeweiligen Gaststar gezeigt, bevor zu den Muppets geschwenkt wird, die auf einer großen Pyramide sitzen, die im Verlauf der letzten Strophe hochgefahren wird. Das Lied geht weiter:

Kermit:

Aber jetzt geht’s los, jetzt kommt die…

Alle:

…sensationellteste, fabehalftelteste, blödelhaftelteste, muppetionelteste
Ja, jetzt kommt die Super Muppet Show!

Ganz oben auf der Pyramide sitzt Gonzo vor einem überdimensonalen „Muppet Show“-Schriftzug. Das „o“ von Show ist ein Gong und Gonzo versucht in jeder Show, den Schlussakkord des Titelliedes zu bringen, indem er den Gong schlägt. Das geht meistens spektakulär schief.

Und noch mehr…: Das Muppet-Universum wurde im Laufe der Zeit immer mehr erweitert. Auch kamen regelmäßige Serien dazu. Diese werde ich allerdings dann behandeln, wenn sie das erste Mal zu sehen sind.

Übersetzungshammer

Eberhard Storeck zeichnete für die Übersetzung der Muppet Show verantwortlich und musste sich ein ums andere Mal mit wahren „Übersetzungshammern“ herumschlagen. Teilweise musste er sich Schlusspointen, Gags oder Nummern völlig neu ausdenken, weil sich diese einfach nicht ins Deutsche übertragen ließen. In dieser Folge sind natürlich die ganzen Wortspiele von Fozzie sehr kompliziert, doch der „Haupthammer“ ist die Nummer, in der Joel Grey Gonzo begegnet: Die beiden reden über Greys neues Auto und als Gonzo einen Satz von Grey sehr wörtlich nimmt (er fragt, ob Gonzo eine Runde drehen will, worauf Gonzo sich im Kreis dreht), meint Joel, das habe er nur im übertragenen Sinne und nicht wörtlich gemeint. Er bringt ein paar weitere Redewendungen als Beispiel und endet mit „one doesn’t talk through one’s hat“, worauf hin sich Greys Hut zu Wort meldet und meint, er könne auch sehr gut für sich selbst sprechen. „To talk through one’s hat“ bedeutet so viel wie „Unsinn reden“, Storeck musste das nun im Deutschen irgendwie mit dem sprechenden Hut in Verbindung bringen. Er lässt Grey nach einer Reihe von Redewedungen sagen: „Man spricht ja auch nicht wirklich durch die Blume, wenn man so sagt.“, worauf der Hut erwidert: „Es geht einem ja auch nicht wirklich der Hut hoch, vor allem, wenn man eine Mütze ist!“

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[1] Dieser Teil des Artikels stammt aus dem Wikipedia-Eintrag „Joel Grey„, der unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar ist. Autoren siehe hier.

 

Die Muppet Show – Gaststar: Peter Alexander

(c) Disney
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Wie – was? Eine Muppet-Show mit Peter Alexander? Ja, tatsächlich, und damit bringen es die Muppets genau genommen sogar auf vier Pilotepisoden. Diese Folge sollte nämlich die Muppet-Show dem deutschen Fernsehpublikum nahebringen und war ein Segment von Peter Alexanders eigener Abend-Show „Peter Alexander präsentiert Spezialitäten“. Die Sendung wurde am 1. Dezember 1977 ausgestrahlt und die Muppets waren nicht das erste Mal bei ihm zu Gast: 1975 besuchte Peter Alexander die amerikanische Version der Sesamstraße. Das Muppet-Segment in dieser Show war ganze 18 Minuten lang (!!) und hatte alles, was die Show dann selber auch hatte, Titellied, Sketche… Teilweise waren diese aus der Show selbst entommen (wie etwa das Intro oder die Nummer „Mana Mana“), einige Teile wurden aber extra mit Peter Alexander und den Muppets in den Originalkulissen gefilmt. Natürlich steht Peter Alexander in dieser Show etwas mehr im Mittelpunkt als Gaststars das sonst tun, denn immerhin wurde das ganze im Rahmen seiner eigenen Show ausgestrahlt, aber auch dadurch sieht man, was für ein Showman Alexander war.

Werfen wir einen Blick auf diese Spezialfolge:

Nummern

  • Ankündigung von Kermit und Titellied „Jetzt tanzen alle Puppen…“
  • Kermit und Peter Alexander vor dem Vorhang / Ankündigung der Muppet Show „ab 3. Dezember [1977] jeden Samstag um 16.30 Uhr“
  • Vorstellung Miss Piggy / Fozzie Bär / Statler & Waldorf / dänischer Küchenchef
  • Lied „Mana Mana“
  • Hinter der Bühne: Peter Alexander, Kermit und Piggy
  • Lied „Kleines Comtesschen“ (Peter Alexander / Miss Piggy)
  • Der dänische Küchenchef: Salzburger Nockerln (mit Peter Alexander)
  • Lied „Frühling“ (Peter Alexander / Kermit; das Lied ist eine deutsche Fassung von „Feelings“ von Morris Albert)
  • Abschied / Lied „Dankeschön“ (Peter Alexander und die Muppets)

Übersetzung

Da gibt es hier gar nicht so viel zu sagen, immerhin war die Show in Deutsch produziert. Es wurden auch die gleichen deutschen Stimmen verwendet, wie letztlich in der Serie selbst. Es handelt sich um ein nettes, kleines Promostück für die Muppet Show, das einen guten Eindruck von der Sendung gibt. Wer es selbst einmal ansehen will, leider gibt es diese Spezialshow auf keiner der Muppet-DVDs, aber sie ist in zwei Teilen bei MyVideo hochgeladen:

Teil 1: http://www.myvideo.de/watch/7924248/Peter_Alexander_in_der_Muppets_Show_1

Teil 2: http://www.myvideo.de/watch/7926481/Peter_Alexander_in_der_Muppet_Show_2

 

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Die Muppet Show: Sex & Gewalt

(c) Disney
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Die „Muppet Valentine Show“ war 1974 von ABC als Special ausgestrahlt worden und erfolgreich genug, dass Henson sich an einem zweiten Pilotfilm versuchen durfte. Gegenüber der „Valentine Show“ wurden ein paar Änderungen vorgenommen und neue Figuren eingeführt. „Sex & Violence“ ist dabei näher am endgültigen Konzept, auch wenn es in dieser Folge keinen Gaststar gibt.

The Muppet Show: Sex & Violence

Auch in dieser Folge moderiert nicht Kermit, sondern eine neue Figur mit Namen Nigel (der später in der Serie das Muppet-Orchester leitet). Die ganze Sendung spielt sich hinter der Bühne der eigentlichen Show ab, die darum geht, dass die tödlichste der Sieben Todsünden gewählt werden soll. Die Sketche springen hin und her, wozu Nigel lapidar meint, dass man sich daran schon gewöhnen wird. Mit der Tanzszene im Ballsall und dem skandinavischen Küchenchef (der teilweise asiatische Untertitel hat) sind aber schon Konzepte vorhanden, die später in die Show übernommen wurden. Jim Henson spielt zudem mit der Herkunft der Puppen: In einer Ballsaalszene sagt Kermit zu seiner Tanzpartnerin, er könne sie als Darstellerin in einer Bildungssendung für Kinder (er meint die „Sesamstraße“) unterbringen, in der nächsten ist Bert aus der „Sesamstraße“ zu sehen, der mit einer weiblichen Version von Ernie tanzt und in der dritten Ballsaalszene beklagt sich der Hund Rowlf, dass er früher mit Jimmy Dean gearbeitet habe, sich heute aber niemand mehr an ihn erinnere (Rowlfs erster regelmäßiger Auftritt fand in der „Jimmy Dean Show“ statt). Auch Statler und Waldorf, die ewig nörgelnden Greise, gibt es schon, sie sitzen allerdings nicht in einer Theaterloge, sondern zu Hause auf zwei Lehnsesseln.

Nummern

  • Titel
  • Nigel führt durch die Räume der Muppet-Show und stellt ein paar Charaktere vor
  • Die Weisheit der Vorväter, Teil 1
  • Im Ballsaal, Teil 1
  • Ringersketch, Teil 1
  • Der Küchenchef, Teil 1 (mit Titel als „Järnvägskorsning“ bezeichnet)
  • Nigel und Sam spielen Dame – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 1
  • Doktor Goldzahn und Band: „Love Ya to Death“ (Eigenkomposition von Joe Raposo)
  • Waldorf & Statler
  • Im Ballsaal, Teil 2
  • Ringersketch, Teil 2
  • Der Küchenchef, Teil 2
  • Vogelsketch
  • Nigel und Sam spielen Karten – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 2
  • Die Weisheit der Vorväter, Teil 2
  • Das Theater der Dinge
  • Monster-Sketch
  • Im Ballsaal, Teil 3
  • Waldorf & Statler
  • Ringersketch, Teil 3
  • Floyd und Sam spielen Schach – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 3
  • Filme im Fokus: „Rückkehr unter den Planeten der Schweine“ (Parodie auf „Planet der Affen“)
  • Nigel und Sam spielen Scrabble – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 4
  • Der Küchenchef, Teil 3
  • Die Weisheit der Vorväter, Teil 3
  • Im Ballsaal, Teil 4
  • Ringersketch, Teil 4
  • Waldorf & Statler
  • Wettbewerb der sieben Todsünden – Ende

Übersetzungshammer

Es gab auch von dieser Sendung eine deutsche Version, die ebenfalls außer der Reihe irgendwann im Fernsehen lief, aber daran kann ich mich kaum noch erinnern. Insofern weiß ich nicht, wie die Übersetzung die Klippen der Wortspiele umschifft haben, die in dieser Folge wie ein Trommelfeuer auf den Zuschauer einprasseln und zum Brüllen komisch sind: der Vogelsketch, in dem die Vögel als Laute verschiedene englische Phrasen von sich geben („Whadda ya say?“ – „For cryin‘ out loud!“ – „Oh, really?“ – „You know.“ – „Oh boy!“ – „Right on right on!“); „Die Weisheit der Vorväter“, wo sich die Steinköpfe vom Monument von Mount Rushmore miteinander unterhalten (und George Washington nie den Gag versteht); oder das „Theater der Dinge“, in dem ein Lineal (englisch „ruler“) zum neuen Herrscher (englisch „ruler“) der Bleistifte ausgerufen wird.

„Sex & Violence“ ist als Bonus-Episode dem Box-Set der ersten Staffel der Muppet Show zugegeben. In der deutschen Fassung ist die Folge original mit Untertiteln.

 

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Die Muppets Valentinstag Show

(c) Disney
(c) Disney

Der amerikanische Puppenspieler und Regisseur Jim Henson war in den USA mit seinen Puppen, den „Muppets“, in einigen Formaten recht erfolgreich, als er in den 1970er Jahren eine regelmäßige Puppenshow für Erwachsene produzieren wollte. Allerdings glaubte zunächst kein amerikanischer Sender an den Erfolg einer solchen Show. Puppen, so war man der Meinung, sind für Kinder. Henson gab die Idee kurzzeitig auf, bis er zu einem Kongress für Puppenspieler in Europa reiste und dort sah, dass man mit Puppen sehr wohl Erwachsenenprogramm machen kann. Der englische Sender ITV stand seiner Idee auch sehr viel aufgeschlossener gegenüber. Das Konzept der Sendung wurde über drei Pilotfolgen hinweg entwickelt. Die erste Pilotfolge trug den Titel „Die Muppets Valentinstag Show“, die zweite hieß „Sex & Gewalt“, erst die dritte war eine Show in dem Format, wie sie schließlich produziert wurde.

Die Muppets waren von 1977 bis 1981 erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen und damit ein Begleiter meiner Kindheit. Außerdem wird die Serie gerade im deutschen Disney Channel wiederholt, das sind zwei gute Gründe, die Show einmal Folge für Folge anzuschauen. Die Artikelreihe nimmt dabei den traditionellen deutschen Sendeplatz der Muppet Show ein: Samstag, 16.30 Uhr.

Die Muppets Valentinstag Show

Originaltitel „The Muppets Valentine Show“
Mehr als die Show später, so hatte diese Pilotepisode ein durchgehendes Thema, nämlich den Valentinstag und damit die Liebe. Und einen Gaststar gab es auch: Mia Farrow, die zu dem Zeitpunkt gerade schwanger war. Ansonsten war aber alles anders. Die Show fand nicht im Theater statt, sondern in einem Haus, in dem die Muppets miteinander lebten und von den Figuren, die später zu sehen waren, waren nur ein paar vertreten. Kermit war zwar dabei, aber nicht als Gastgeber, die Sendung wurde präsentiert von Wally, der ein bisschen aussieht wie Ernie mit braunem Haar und Seitenscheitel. Er präsentierte das ganze nicht nur, er schrieb auch das Skript während der Sendung, was teilweise dazu führte, dass das, was er gerade schrieb, augenblicklich passierte. Und die Figur, die später unter dem Namen „Crazy Harry“ bekannt werden sollte, hieß in dieser Folge noch aus Gründen, an sich niemand mehr erinnern will, „Crazy Donald“.

Nummern

  • Einführung
  • Lied „Love is a simple Thing“ (Muppets & Mia Farrow)
  • Zwischenstück / „George kommt rein“
  • Lied „Froggy went a courtin“ (Kermit, Miss Mousey, Big Mouse)
  • Zwischenstück / Mia Farrow im Gespräch
  • Lied „Real Live Girl“ (Mia Farrow & Thug)
  • Zwischenstück / Mia Farrow und Rufus
  • Lied „Believe me if all these endearing young Charms“ (Mia Farrow und Rufus)
  • Reporter Kermit auf dem Planeten Koozbane: Galleo Hoop Hoop
  • Zwischenstück / Mia Farrow und George
  • Finale „I’ve got Love“ (Muppets und Mia Farrow)

Übersetzung

Über die Übersetzung kann ich gar nicht viel sagen außer: Ja, es gab eine deutsche Fassung, die irgendwann außerhalb der Reihe im ZDF lief. Ich kann mich erinnern, diese gesehen zu haben, allerdings habe ich diese Version im Internet bisher nicht gefunden. Ich kann mich noch an einen Trick erinnern, mit dem die Übersetzer sich aushelfen mussten: Wally schreibt während der Show ja das Skript für die Show. Er tippt es in seine Schreibmaschine und was er tippt, erscheint oben im Bild – natürlich auf Englisch. In der deutschen Fassung hat man sich da beholfen, indem man eine Bemerkung von Wally hinzugefügt hat. Am Anfang sagt Mildred zu Wally: „Liebe ist doch eine ganz einfache Sache!“, worauf Wally im Deutschen erwidert: „In einer Show muss alles Englisch sein, also: Love is a simple thing!“ Damit wird erklärt, warum der getippte Text in Englisch erscheint.

Sinnigerweise hat man aber nicht diese, sondern den zweiten Pilotfilm „Sex &  Gewalt“ mit in das DVD-Set der ersten Staffel der Muppet Show gepackt. Die Valentinstagsshow ist in der zweiten Staffel als Bonusmaterial mit dabei. In der deutschen Fassung ist er nicht synchronisiert, sondern mit deutschen Untertiteln versehen.

 

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