Europäische Bürgerinitiative fordert Verhandlungsstopp bei TTIP und CETA

EBI-Registrierung am 15. Juli 2014 – Kritik: mangelnde demokratische Beteiligung und Aushöhlung von Standards

Am 15. Juli 2014 hat die 47. Europäische Bürgerinitiative (EBI) ihren Antrag auf Registrierung bei der Europäischen Kommission gestellt. Die Initiative „Stop TTIP“ fordert die EU-Kommission auf, dem EU-Ministerrat zu empfehlen, das Verhandlungsmandat über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) aufzuheben und auch das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) nicht abzuschließen. Hinter der Initiative stehen knapp 150 Organisationen aus 18 EU-Mitgliedsländern. In Deutschland koordinieren die Organisationen Attac, Campact, BUND, Mehr Demokratie e.V., das Umweltinstitut München und der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) die EBI. Auch Brot für die Welt, der Deutsche Kulturrat und die GEW gehören dem stetig wachsenden Bündnis an.

„Im Zentrum unserer Kritik steht der demokratiepolitische Aspekt der geplanten Abkommen: Es werden hinter verschlossenen Türen Regeln beschlossen, die weitreichende Folgen für über 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den 28 Mitgliedstaaten haben. Dagegen wehren wir uns“, so Michael Efler, Vertreter des Bürgerausschusses der Bürgerinitiative und Vorstandssprecher des Bundesverbands Mehr Demokratie e.V. Besonders kritisch sieht er die geplanten Regelungen zum Investitionsschutz, mit denen ausländischen Investoren weitreichende Schutzrechte eingeräumt werden, die sie gegenüber Staaten in Schiedsverfahren (englisch: Investor-state dispute settlement, ISDS) durchsetzen können. Verabschiede beispielsweise ein nationales Parlament ein Gesetz, das Investitionen und Gewinne eines Konzerns beeinträchtigt, hätte dieser das Recht zu klagen – und zwar nicht vor einem öffentlichen Gericht, sondern vor einem vertraulich tagenden Schiedsgericht. Demokratisch legitimierte Entscheidungen und rechtsstaatliche Verfahren würden damit ausgehebelt. „Gefährlich sind auch die Pläne zur regulatorischen Kooperation, die ebenfalls eine Einschränkung der demokratischen Kontrolle bewirken. Konkret: Es soll eine Art Frühwarnsystem bei geplanten handelsrelevanten Gesetzen oder Regulierungen eingerichtet werden, das es  Vertragspartnern und Lobbyisten ermöglicht, noch vor dem parlamentarischen Prozess ihre Interessen zu platzieren. Unerwünschte Regulierungen, die den Marktzugang erschweren, könnten damit verhindert werden“, erläutert Efler weiter.

John Hilary, Direktor der britischen Organisation War on Want und ebenfalls Mitglied des Bürgerausschusses, führt weiter aus: „Das TTIP-Abkommen darf nicht als Verhandlung zwischen zwei konkurrierenden Handelspartnern EU und USA verstanden werden. Vielmehr handelt es sich um den gemeinsamen Versuch von transnational agierenden Großkonzernen, die Märkte auf beiden Seiten des Atlantiks aufzubrechen. Dies geschieht  auf Kosten des Verbraucherschutzes, der Lebensmittelsicherheit, der Umweltvorschriften, der Sozialstandards, der Verordnungen zum Gebrauch von Giftstoffen oder auch der Regeln zur Bankensicherheit.“ Auch sollten Ausschreibungen für öffentliche Dienstleistungen für Bewerbungen von transnationalen Unternehmen geöffnet werden. „Ein greifbares Beispiel sind die verschiedenen Prinzipien des Verbraucher- und Umweltschutzes, die in den USA und in der EU gelten“, führt Hilary aus. „Das in der EU geltende Vorsorgeprinzip sorgt für strenge Regelungen beispielsweise bei der Chemikalienzulassung. Durch das TTIP könnte ein Konzern das Recht erhalten, sein Produkt in den USA registrieren zu lassen und anschließend auf dem europäischen Markt zu platzieren.“ Auf den US-Märkten gelte das sogenannte Nachsorgeprinzip. Das bedeute, erst wenn die Schädlichkeit eines Produkts explizit nachgewiesen sei, werde es wieder vom Markt genommen. Die Zulassungshürden seien also zu Beginn niedriger, so Hilary abschließend.

Susan George, Präsidentin des Verwaltungsrates des Transnational Institute in Amsterdam (TNI) und Ehrenpräsidentin von Attac ist ebenfalls Mitglied des Bürgerausschusses der EBI. Sie erläutert, dass bereits hunderte von bilateralen und plurilateralen Handels- und Investitionsabkommen unterzeichnet worden seien. TTIP sei jedoch besonders gefährlich weil es seit 20 Jahren von transnationalen Konzernen geplant werde. Diese Großkonzerne hätten den Inhalt mitbestimmt und seien auf Einladung der Regierungen offizieller Bestandteil des TTIP-Prozesses geworden – die Bürgerinnen und Bürger dagegen seien ausgeschlossen. Allerdings könne auch gegen diesen Vertrag etwas unternommen werden, genauso wie bei dem Multilateralen Investitionsabkommen (MAI), das ebenfalls im Geheimen verhandelt wurde, 1998 dann aber von einer starken Bürgerbewegung verhindert wurde. Die Gründe für den Protest waren, dass das MAI teilweise dieselben übermäßig Rechte für Konzerne enthalten habe wie TTIP, unter anderem ISDS. Ziel der Großkonzerne sei es nicht nur, die Justiz zu privatisieren, sondern auch einen wesentlichen Teil der legislativen Funktion von Regierungen, indem sie auf Vorschriften und Normen Einfluss nähmen. George führt weiter aus, dass auch die Exekutive durch eine Flut von Klagen bedroht sein könne, wenn sie versuche, Gesetze zu Banken, Arbeitsrecht, Umwelt, Lebensmittelsicherheit oder auch Gesundheit zu verbessern. „TTIP ist eine große Bedrohung für die Demokratie – die EBI will Demokratie, nicht Konzernherrschaft“, fasst George zusammen.

Mit einer EBI ist es Bürgerinnen und Bürgern der EU-Staaten seit dem 1. April 2012 möglich, die Europäische Kommission aufzufordern, eine Gesetzesinitiative zu ergreifen. Gleichzeitig erzwingt eine erfolgreiche EBI eine Anhörung im EU-Parlament. Notwendig sind mindestens eine Million Unterschriften aus mindestens sieben verschiedenen Mitgliedstaaten.

 

Weitere Fakten zur geplanten Europäischen Bürgerinitiative:

Der Forderungstext der EBI

www.stop-ttip.org/registration

Für jede EBI wird ein Bürgerausschuss aus sieben Mitgliedern gebraucht. Informationen über alle Mitglieder finden Sie hier

www.stop-ttip.org/members

 

Der Start der Unterschriftensammlung der Anti-TTIP-EBI ist für September 2014 geplant. Einen detaillierten Zeitplan finden Sie hier

www.stop-ttip.org/schedule

Mehr Demokratie hat im Vorfeld ein unabhängiges Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das die juristische Rechtmäßigkeit im Vorfeld prüfen soll. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die EBI zulässig ist. Das Gutachten ist hier einzusehen:

www.stop-ttip.org/legal-opinion

Die Bündnispartner finden Sie hier: www.stop-ttip.org/more-about-the-eci

 

Quelle: Campact

STAR WARS: EPISODE VII – Weitere Darsteller bekannt gegeben

OSCAR®-PREISTRÄGERIN LUPITA NYONG‘O UND GAME OF THRONES STAR GWENDOLINE CHRISTIE BEREICHERN DEN KÜRZLICH BEKANNTGEGEBENEN CAST

Ihren großen Durchbruch feierte Lupita Nyong‘o letztes Jahr mit ihrer darstellerischen Leistung in 12 Years a Slave, mit der sie sowohl Kritiker als auch Kinozuschauer begeistern konnte und mit der sie mit dem Oscar® für die beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde. 2015 wird sie in Star Wars: Episode VII wieder auf der großen Leinwand zu bewundern sein.

Gwendoline Christie, weltweit bekannt als Brienne of Tarth in der erfolgreichen Fernsehserie Game of Thrones, stößt ebenfalls zu Episode VII dazu. Demnächst kann man sie außerdem in Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2  im Kino sehen.

„Ich freue mich wirklich sehr, dass Lupita und Gwendoline den Cast von Star Wars: Episode VII ergänzen.“ So Kathleen Kennedy, Präsidentin von Lucasfilm. „Es ist aufregend zu beobachten, wie dieses außergewöhnliche und talentierte Ensemble immer mehr Form annimmt.“

Schauspieler John Boyega, Daisy Ridley, Adam Driver, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson und Max von Sydow  werden den Original Stars der Saga Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill, Anthony Daniels, Peter Mayhew und Kenny Baker im neuen Film zur Seite stehen.

Star Wars: Episode VII wird unter der Regie von J.J. Abrams, nach einem Drehbuch von Lawrence Kasdan und J.J. Abrams entstehen und wird von Kathleen Kennedy, J.J. Abrams und Bryan Burk produziert. John Williams kehrt als Komponist zurück. Der Film startet in Deutschland am 17. Dezember 2015.

 

Quelle: The Walt Disney Company Germany

Erst dachte ich, die Fußball-WM würde mich nicht interessieren. Doch dann sah ich das hier!

Mich machen ja in letzter Zeit mehrere Dinge neugierig. Nummer eins ist, ob man Leute wirklich mit so sensationsheischenden Überschriften herholen kann. Bei Ihnen scheint das ja funktioniert zu haben, in dem Sinne: Herzlich willkommen!

Nummer zwei ist, ob die Fußball-WM in Brasilien wirklich so viele Menschen in Deutschland interessiert. Da Sie hier sind, scheint das auch zu stimmen. In dem Sinne, wie wär’s mit ein paar Fanartikeln?

 

Zu Gast auf der FedCon: Charmed, Guardians of the Galaxy und Spass Trek!

Panini Comics präsentiert von 29. Mai bis 1. Juni ein tolles Programm und Top-Zeichner auf der FedCon

(c) Marvel / Panini Comics
(c) Marvel / Panini Comics

Science Fiction-Anhänger, die auch Freude an Mystery- und Fantasy-Themen haben, reisen vom 29. Mai bis zum 1. Juni nach Düsseldorf, ins Maritim Hotel am Düsseldorfer Flughafen, denn dort findet wieder die FedCon statt. Was einst als die Veranstaltung für Trekkies in Deutschland begann, ist inzwischen die Top-Messe für alles, was sich um ferne und fantastische Welten dreht – mit einem unschlagbaren Aufgebot an Filmstars, das Panini Comics noch um ein paar glänzende Comic-Sterne erweitert!

So signiert und zeichnet am Panini-Stand an allen Tagen die Comic-Künstlerin Sara Pichelli. Die Italienerin hat sich in den letzten Jahren, unter anderem durch ihre Arbeit an Spider-Man, zu einer der gefragtesten Marvel-Zeichnerinnen entwickelt. Derzeit erfährt sie einen besonderen Hype als Hauptzeichnerin der Guardians of the Galaxy-Reihe, die die Vorlage zum gleichnamigen, im Herbst erscheinenden Kino-Blockbuster ist. Der Film wird von der Fangemeinde sehnlichst erwartet und ist natürlich auch auf der FedCon bereits ein großes Thema. Derzeit gibt es zwei Guardians of the Galaxy-Bände von Panini Comics auf dem Markt, die Sara Pichelli beide am Stand signieren wird.

Top-Thema auf der FedCon ist und bleibt aber natürlich Star Trek und dazu präsentiert der deutsche Comic- und Cartoon-Zeichner Matthias Kringe seine brandneuen Spass Trek-Cartoons. Schon mit seinem Spass Wars-Band wurde Matthias Kringe, der auch durch das deutsche MAD-Magazin bekannt ist, von den Star Wars-Fans gefeiert, denn die Macht war ungemein witzig in ihm! In Spass Wars dringt er nun in unendliche Weiten des Humors vor, die noch nie zuvor ein Mensch erkundet hat.
Mehr Infos zu Spass Trek.

Außerdem startet Panini auf der FedCon eine neue Fantasy-Comic-Reihe: Die Kult-TV-Serie Charmed wird im Medium Comic fortgesetzt. Die offizielle 9. Staffel der beliebten Hexen-Saga, exklusiv als Comic, startet bei Panini Comics im Juli. Zur FedCon gibt es Band eins bereits in einer auf nur 111 Exemplare limitierten Variant-Fotocover-Edition, damit die von der Messe eingeladenen Schauspielerinnen Holly Marie Combs (sie spielte Piper) und Shannen Doherty (Prue) noch etwas ganz Besonderes haben, auf dem sie unterschreiben können.
Mehr Infos zur Charmed Comic-Reihe.

Alle Informationen zum Panini-Auftritt auf der FedCon

Die Comics kann man unter anderem hier bestellen:

 

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Quelle: Panini Comics

William Shakespeares Star Wars: Fürwahr, eine neue Hoffnung!

Das galaktische Aufeinandertreffen zweier Klassiker, die verschiedener und gleicher nicht sein könnten.

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Viele Geheimnisse ranken sich um William Shakespeare, den Barden aus Stratford-upon-Avon, bis hin zu der ungeklärten Frage, ob es ihn überhaupt gegeben hat oder ob er nur das Pseudonym einer ganzen Reihe von Dichtern und Dramatikern war. So wird sich auch nie mit letzter Sicherheit klären lassen, ob er wirklich am 23. April 1564 das Licht der Welt erblickte, trotzdem wird in diesem Jahr sein 450. Geburtstag gefeiert. Unbestritten ist dagegen, dass sich Shakespeares Dramen einer unglaublichen Bekanntheit erfreuen und eine ganze Epoche geprägt haben. Zwei Dinge, die seine Werke mit George Lucas’ Star Wars-Filmen verbinden – abgesehen von der archetypischen Anlage der Charaktere und Handlungen. Letzteres wiederum hat den US-Amerikaner Ian Doescher dazu inspiriert, die Story von Star Wars – Episode IV: A New Hope (Eine neue Hoffnung) in eine Blankvers-Version nach Shakespeare’schem Vorbild, mit dem Titel Verily, A New Hope umzuschreiben. Das Ergebnis ist ein in jeder Hinsicht einzigartiges Werk, das Fans der Sternen-Saga, Freunde klassischer Schreibkunst und Literaturwissenschaftler in gleichem Maße beeindruckt und begeistert. Die deutsche Fassung Fürwahr, eine neue Hoffnung ist jetzt bei Panini erschienen und steht dem Original in nichts nach.

Sorgfältig, literatur- und sprachwissenschaftlich fundiert haben die Übersetzer Justin Aardvark und Jürgen Zahn – beide Shakespeare- und Star Wars-Kenner in englischer wie deutscher Sprache – das US-Original ins Deutsche übersetzt. Wobei es „übertragen“ wohl besser trifft, denn sie mussten dabei einige Klippen umschiffen, die jedem Übersetzer elisabethanischer Dramen Probleme bereiten, wie die Tatsache, dass in der englischen Sprache wesentlich mehr einsilbige Wörter existieren als in der deutschen, Sprachspiele, die sich nicht übersetzen lassen und die Frage, ob man dem „weiblichen“ oder dem „männlichen“ Verschluss den Vorrang gibt? (Germanisten und Anglisten wissen, was gemeint ist und sollten sich unbedingt auch das Nachwort von Jürgen Zahn zum Übertragungsprozess durchlesen.)

Das Buch, das im Übrigen von den Star Wars-Lizenzhaltern ganz offiziell abgesegnet wurde, beginnt mit einem Prolog (im Weltall), der den Leser mit Hyperantrieb in eine völlig fremde Welt katapultiert

CHOR
Der Bürgerkrieg ist wild im Gange schon,
Als der Rebellen kleines Schiff erbeutet
Die Pläne einer mächt’gen Kampfstation,
Die für die Freiheit Unheil nur bedeutet.
Im Kampfgetümmel die Rebellen stahlen
Die Pläne dieser Waffe stark und groß.
Erst später wird enthüllt die Kraft der Strahlen,
Wenn ein’n Planet trifft schnell der Todesstoß!
Prinzessin Leia flieht, verfolgt von Scharen,
Ihr kleines Schiff ist jetzt bewegungslos.
Zu überbringen trotz der grausigen Gefahren,
Die Botschaft einer neuen Hoffnung groß.
In lang vergangner Zeit beginnt das Stück,
In unglücksel’ger Sternenwelt weit, weit entrückt.
(Chor geht ab.)

Was so beginnt, kann nur grandios weitergehen – und der Band hält bis zur letzten seiner rund 200 Seiten, was er verspricht: Tollkühne Helden, skrupellose Schurken, edle Ritter und eine Prinzessen – eben alles, was man für ein Drama braucht. Angereichert ist William Shakespears Star Wars: Fürwahr, eine neue Hoffnung zudem mit einer Reihe von Illustrationen aus dem Sternenkrieg, die in ihrer Machart Holzschnitten nachempfunden sind und so die klassische Anmutung perfektionieren.

William Shakespears Star Wars: Fürwahr, eine neue Hoffnung kann man unter anderem hier bestellen!

 

Quelle: Panini Comics

Die Toten, kein Ponyhof und doppelt-intergalaktischer Comic-Spaß!

Panini Comics baut die Zusammenarbeit mit deutschen Comic-Künstlern und -Autoren weiter aus

Mit Johanna Baumanns Danach, Lantern Jack von Martin Frei, Spass Wars von Matthias Kringe und natürlich dem kürzlich erschienen Band Schattenspringer der Berlinerin Daniela Schreiter hat Panini Comics neues Terrain erschlossen. Comics und Graphic Novels deutscher Zeichner waren bis dato Mangelware im Panini Comics-Programm. Doch aufbauend auf den Erfolgen dieser Titel soll die Schiene mit Comics deutscher Künstler nun erweitert werden. Eine Kooperation mit dem Zwerchfell-Verlag bringt die erfolgreichste deutsche Zombie-Produktion Die Toten und die beliebten Web-Comics Das Leben ist kein Ponyhof von Sarah Burrini ins Panini-Portfolio und Johanna Baumann und Matthias Kringe machen weitere Cartoon-Bände mit galaktischem Humor.

(c) Zwerchfell / Panini Comics
(c) Zwerchfell / Panini Comics

Die Idee zur Serie Die Toten entstand 2009 beim Indie-Verlag Zwerchfell unter der Ägide der kreativen Köpfe Christopher Tauber und Stefan Dinter, die damit ihrem Bedürfnis nach originelleren Ideen für das Horror-Genre nachgingen und der Tatsache Abhilfe schaffen wollten, dass es nahezu keine Zombie-Geschichten gab, die in Deutschland spielen aber fast jede/r ZeichnerIn hierzulande ein Faible für das untote Gezücht hat. Der Reiz lag darin, dass sich die Autoren und Zeichner ihre Heimat- und Lebenswelt unter den Aspekten einer Zombie-Pandemie vorstellen durften. 2010 erschien dann der erste Die Toten-Band, weitere folgten. Die Reihe wurde so erfolgreich, dass sich die Macher andere Wege überlegen mussten, um mit dem Projekt Schritt halten zu können. „Also haben wir haben den Schritt gewagt, einen der großen Verlage zu fragen, ob Interesse bestünde …“, erklärt Christopher Tauber und sieht bei Panini eine gute Heimat für die eigene Schöpfung: „Wir haben Die Toten zur Welt gebracht und in die KiTa geschickt … Bei Panini wird das Kind jetzt eingeschult und wir sind immer noch für die Hausaufgaben da. Mal sehen, welche Noten es nach Hause bringt.“

Für Panini Comics ist ein so gut eingeführtes Projekt ideal für den Ausbau des Programms mit Comics „made in Germany“ und öffnet den Zugang zum Kreativ-Pool deutscher Künstler, denn bereits rund 15 Zeichner und fast ebenso viele Autoren haben schon bei Die Toten mitgearbeitet und manches Talent kam erst durch die Hirnfresser zu Beachtung in der Szene. „Da wir alle hier auch Fans der Reihe sind und die Professionalität der Macher schätzen, mussten eigentlich nur noch Details geklärt werden, als die Anfrage kam. Dass wir mitmachen wollen, war sofort klar“, sagt Jo Löffler, Chefredakteur bei Panini Comics. Der erste Die Toten-Band bei Panini erscheint im Juli, zum Comic Salon in Erlangen, wo sich die Kreativen auch in lockerer Reihenfolge am Panini-Stand zum Signieren einfinden werden. Er enthält bekanntes aber so noch nie zusammengestelltes Material (den Inhalt des vergriffenen ersten Bandes und eine Geschichte aus Band zwei), sowie zwei neue Storys, unter anderem gezeichnet von Sarah Burrini.

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Die Kölnerin Sarah Burrini ist auch der zweite Neuzugang bei Panini von Zwerchfell. Dort ist der erste Band ihrer Das Leben ist kein Ponyhof-Comics erscheinen. Eine Reihe, die sich auch im Internet höchster Beliebtheit erfreut. Im September darf sich diese Web-Fangemeinde nun darauf freuen, die Alltagsabenteuer von „La Burrini“ und ihrer skurrilen WG als 96 Seiten starken Cartoon-Band von Panini in den Händen zu halten.

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Vorher kommen aber noch die Werke zweier weiterer deutscher Künstler mit Panini-Signet auf den Markt: Matthias Kringe, vielen Lesern des MAD-Magazins bestens bekannt, hat schon mit seinem Spass Wars-Cartoon-Band – die garantiert witzigsten Seiten der Macht – einen absoluten Bestseller abgeliefert. Nun hat er die „Konkurrenz“ auf die Schippe genommen: Spass Trek heißt das Werk, das am 20. Mai erscheint und in dem die Enterprise-Besatzungen in unendlichen Weiten mit Warp-Geschwindigkeit von Pointe zu Pointe jagen. Seine „Nachfolge“ auf der Brücke bei Spass Wars übernimmt Johanna „Schlogger“ Baumann. „Nach ihrem erfolgreichen Debüt bei Panini mit ihrer Graphic Novel Danach haben wir immer nach einer neuen Möglichkeit für eine Zusammenarbeit mit Johanna gesucht“, erklärt Jo Löffler. „Als echtes Geek-Girl war sie dann unsere erste Wahl für den zweiten Spass Wars-Band. Sie bringt da einen völlig neuen Stil rein und ist wirklich witzig.“ Der Spass Wars-Band der Hamburgerin erscheint im August.

Einige der Comics können bereits vorbestellt werden:

 

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Quelle: Panini Comics

16. INTERNATIONALER COMIC-SALON ERLANGEN – 19. BIS 22. JUNI 2014 und MAX UND MORITZ-PREIS 2014

SONDERPREIS FÜR EIN HERAUSRAGENDES LEBENSWERK AN RALF KÖNIG

Im Rahmen des Internationalen Comic-Salons 2014 wird in diesem Jahr zum 16. Mal der Max und Moritz-Preis verliehen, die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur und Comic-Kunst im deutschsprachigen Raum. 25 Titel wurden für den Max und Moritz-Preis 2014 nominiert, acht von neun Preisträgern werden am 20. Juni im Rahmen der Max und Moritz-Gala bekannt gegeben. Allein der Preisträger für ein herausragendes Lebenswerk steht bereits fest: Mit Ralf König wird nach 30 Jahren zum ersten Mal ein deutschsprachiger Zeichner und Autor mit dem Max und Moritz-Preis für sein herausragendes Lebenswerk ausgezeichnet. Die Jury würdigt damit den erfolgreichsten und international populärsten deutschen Comic-Künstler, dessen Einfluss nicht nur weit über die Grenzen des deutschsprachigen Raums, sondern auch weit über die Kreise des traditionellen Comic-Publikums hinausreicht.

Neben dem Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk legte die Jury 22 Nominierungen fest, die durch drei weitere Titel, die in Internet-Umfragen durch das Publikum ermittelt wurden, zur 25 Titel umfassenden Nominierten-Liste ergänzt wurden. Ausgehend von dieser Liste werden im Rahmen der Max und Moritz-Gala am Freitag, 20. Juni, 21:00 Uhr im Markgrafentheater Erlangen die Preise in den Kategorien „Bester deutschsprachiger Comic“, „Bester internationaler Comic“, „Bester deutschsprachiger Comic-Strip“ und „Bester Comic für Kinder“ verliehen. In den Kategorien „Bester deutschsprachiger Comic-Künstler“ (Dotierung: 5.000,– Euro), „Beste studentische Comic-Publikation“ (Dotierung: 1.000,– Euro) und „Spezialpreis der Jury“ wurden keine Nominierungen vorgenommen, die Preisträger in diesen drei Kategorien werden ebenfalls im Rahmen der Max und Moritz-Gala bekannt gegeben. Die Preisverleihung, moderiert von Hella von Sinnen und Christian Gasser, gilt als Höhepunkt des Internationalen Comic-Salons Erlangen.

Der Max und Moritz-Preis ist die bedeutendste Auszeichnung für grafische Literatur und Comic-Kunst im deutschen Sprachraum. Er wird durch eine von der Stadt Erlangen berufene unabhängige Fachjury vergeben und trägt seit 30 Jahren wesentlich zur künstlerischen und gesellschaftlichen Anerkennung des Comics bei. Mit dem Max und Moritz-Preis wird die Arbeit herausragender Künstlerinnen und Künstler gewürdigt, verdienstvolle Verlagsarbeit bestärkt, auf Nachwuchstalente aufmerksam gemacht und die qualitative Auseinandersetzung über grafische Literatur gefördert. Der Jury für den Max und Moritz-Preis gehören in diesem Jahr an: Christian Gasser (Autor und Dozent an der Hochschule Luzern – Design & Kunst), Herbert Heinzelmann (Journalist und Medienwissenschaftler, Nürnberg), Brigitte Helbling (Journalistin, Arbeitsstelle für Graphische Literatur, Hamburg), Andreas C. Knigge (Journalist und Publizist, Hamburg), Isabel Kreitz (Comic-Zeichnerin, Hamburg), Lars von Törne (Journalist, Berlin) und Bodo Birk (Internationaler Comic-Salon Erlangen).

MAX UND MORITZ-PREIS 2014

Die 25 für den Max und Moritz-Preis 2014 nominierten Titel in alphabetischer Reihenfolge:

Ardalén von Miguelanxo Prado. Übersetzung: Sybille Schellheimer. Egmont Comic Collection
Anyas Geist von Vera Brosgol. Übersetzung: Monja Reichert. Tokyopop
Billy Bat von Naoki Urasawa, Ko-Szenarist: Takashi Nagasaki. Übersetzung: Yvonne Gerstheimer. Carlsen Manga
Buddha von Osamu Tezuka. Übersetzung: John Schmitt-Weigand. Carlsen Verlag
Das Erbe von Rutu Modan. Übersetzung: Gundula Schiffer. Carlsen Verlag
Das versteckte Kind von Loïc Dauvillier, Marc Lizano und Greg Salsedo. Übersetzung: Monja Reichert. Panini Comics
Der gigantische Bart, der böse war von Stephen Collins. Übersetzung: Tim Jung. Atrium Verlag
Didi & Stulle von Fil. zitty
Don Quijote von Flix. Carlsen Verlag
Earth unplugged von Jennifer Daniel. Jaja Verlag
Ein Leben in China von P. Ôtié und Li Kunwu. Übersetzung: Christoph Schuler. Edition Moderne
Eva von Claude Jaermann und Felix Schaad. Tages-Anzeiger Zürich / Sewicky Verlag
Flughunde von Ulli Lust nach dem Roman von Marcel Beyer. Suhrkamp Verlag
Hilda und der Mitternachtsriese von Luke Pearson. Übersetzung: Matthias Wieland. Reprodukt
Im Himmel ist Jahrmarkt von Birgit Weyhe. avant-verlag
Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt von Chris Ware. Übersetzung: Tina Hohl und Heinrich Anders. Reprodukt
Kiesgrubennacht von Volker Reiche. Suhrkamp Verlag
Kililana Song von Benjamin Flao. Übersetzung: Resel Rebiersch. Verlag Schreiber & Leser
Kinderland von Mawil. Reprodukt
Quai d’Orsay – Hinter den Kulissen der Macht von Christophe Blain und Abel Lanzac. Übersetzung: Ulrich Pröfrock. Reprodukt
Saga von Brian K. Vaughan und Fiona Staples. Übersetzung: Marc-Oliver Frisch. Cross Cult (nominiert durch das Publikum)
Schisslaweng von Marvin Clifford. www.schisslaweng.net (nominiert durch das Publikum)
TEN von Martina Peters. Cursed Verlag (nominiert durch das Publikum)
Totes Meer von 18 Metzger. Jungle World / Ventil Verlag
Unsichtbare Hände von Ville Tietäväinen. Übersetzung: Alexandra Stang. avant-verlag

 

Quelle: Stadt Erlangen

Das versteckte Kind – eine Graphic Novel über eine geraubte Kindheit

Bedrückend und doch einfühlsam wird erzählt, wie Dounia als Kind die Schrecken des Zweiten Weltkrieges erlebt

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Alles scheint wie immer, die Veränderungen kommen schleichend, kaum bemerkbar. Doch dann ändert sich der Alltag des Mädchens Dounia abrupt und radikal, als ihre Eltern ihr einen gelben „Sheriffstern“ auf den Mantel nähen. Erst am nächsten Tag in der Schule wird ihr bewusst, dass die scheinbare Auszeichnung sie für alle sichtbar als Jüdin brandmarkt – ihre Mitschüler wenden sich von ihr ab, die Lehrer ignorieren sie. Doch das ist erst der Anfang. Mit Das versteckte Kind von Marc Lizano und Loïc Dauvillier veröffentlicht Panini Comics eine eindringliche und gleichzeitig mit so viel Gefühl erzählte Graphic Novel, dass sich die Geschichte bestens eignet, auch von Kindern gelesen und verstanden zu werden. Mit einem exklusiven Vorwort von Stephan J. Kramer, dem Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland.

„Das versteckte Kind kann eine Brücke zwischen dem Schicksal der Heldin dieser Graphic Novel und der heutigen Jugend schlagen“, schreibt Stephan J. Kramer in seinem Vorwort. Das Ziel ist es, gegen das Vergessen anzugehen. Und gerade in der Umsetzung als Graphic Novel offenbaren sich völlig andere Möglichkeiten, mit den Schrecken des Zweiten Weltkrieges umzugehen und den Stoff auch in der heutigen Gegenwart begreifbar zu machen, speziell für die junge Generation.

Als Dounia die Ereignisse aus ihrer Jugend in einer schlaflosen Nacht ihrer Enkelin Elsa erzählt, ist diese gerade so alt wie sie damals war, als ihre Eltern ihr den gelben Stern anhefteten, den sie ihr zu Beginn noch als Sheriffstern zu verkaufen versuchten. Die Wahrheit zeigt sich schnell, als Dounia auf dem Schulhof, gemeinsam mit den anderen jüdischen Kindern, zunehmend isoliert wird und sich das Verhalten der Lehrer ihnen gegenüber ändert. Beschimpfungen werden zur Normalität und ihr Vater verliert seine Arbeit, aber die Familie hält eng zusammen. Doch eines Abends pocht es an der Wohnungstür und Dounias Eltern können sie gerade noch im Kleiderschrank in einem Koffer verstecken, ehe sie deportiert werden. Stunden später nimmt sich eine Nachbarin des verstörten Mädchens an. Es ist das Ende einer bis dato unbeschwerten Kindheit. Fortan muss sich Dounia an ein neues Leben gewöhnen, ein Leben auf der Flucht, voller Angst und banger Ungewissheit. Das Leben eines versteckten Kindes.

Bereits im Jahr 1940 veranlasste die französische Regierung in Vichy unter der Führung von Philippe Pétain eine Ausgrenzung der Juden und verbot ihnen fast jegliche berufliche Tätigkeit. Jüdische Kinder und ihre Eltern dürften nicht mehr in öffentliche Parks, in Schwimmbäder, ins Kino, nicht einmal das Recht, sich ein Haustier zu halten, hatten sie noch. Im Sommer 1942 kam es schließlich zu einer Massenfestnahme von Juden (bekannt als Rafle du Vel d’Hiv). Nur Dank der Solidarität einiger Mitmenschen mit viel Zivilcourage – Verwandte, Widerstandskämpfer oder Freunde –, die sich um Kinder wie Dounia kümmerten, konnten viele Mädchen und Jungen gerettet werden.

Zeichner Marc Lizano und Autor Loïc Dauvillier haben Das versteckte Kind – exemplarisch für viele Kinderschicksale aus dieser Zeit – aus Elementen verschiedener überlieferter Geschichten zusammengesetzt. Dabei entstand eine Graphic Novel, die durch ihre einfühlsame Erzählweise und die Zeichnungen bestens geeignet ist, auch von Kindern als Lektüre gegen das Vergessen gelesen zu werden.

Der französische Zeichner Marc Lizano ist Gast beim diesjährigen Comic-Salon in Erlangen (19.-22. Juni) und signiert auch am Panini-Stand. Seinem Schaffen wird beim Salon eine eigene Ausstellung gewidmet sein.

„Das versteckte Kind“ kann man unter anderem hier bestellen.

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Quelle: Panini Comics

„Maleficent – Die dunkle Fee“: Hinter den Kulissen

(c) Walt Disney Pictures
(c) Walt Disney Pictures

Gestern und vorgestern haben wir in zwei Beiträgen schon ein wenig die Hintergründe von Disneys neuestem Film „Maleficent – Die dunkle Fee“ beleuchtet (Teil 1, Teil 2). Heute werfen wir einen weiteren Blick hinter die Kulissen.

MAGIE HINTER DEN KULISSEN

MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE ging am 11. Juni 2012 in den weltberühmten Pinewood Studios bei London vor die Kameras. Hier entstand der Großteil des Films. Die Dreharbeiten dauerten fünf Monate und fanden in sechs Hallen sowie auf tausenden Quadratmetern Studiogelände und umliegenden Wiesen statt.
Die Produktion verfügte über eine Reihe enormer Sets. Die Szenenbildner Gary Freeman und Dylan Cole sowie Bühnenbildner Lee Sandales entwarfen gemeinsam mit Robert Stromberg angemessen fantastische Kulissen für die Innen- und Außenaufnahmen. „Dies ist das vielleicht imposanteste Set, das ich je gesehen habe!“, rief der Oscar®-gekrönte Kameramann Dean Semler in der riesigen Schlosshalle aus, wo Auroras Taufe stattfindet – eine reale Ausführung des Zeichentrick-Schlosses aus DORNRÖSCHEN von 1959, innen wie außen.
„Schon die Zeichnung war ein Meisterwerk“, schwärmt Freeman. „Das war damals Avantgarde. Der Künstler hatte ein außergewöhnliches Gespür für Farben und Kontraste. Wenn man die Einzelteile betrachtet, scheint nichts zusammen zu passen. Aber das Gesamtbild stimmt.“
„Abgesehen von dem Maßstab verwendeten wir auch kostbarere Materialien, als man sie sonst in Normannen-Schlössern findet“, erläutert Freeman weiter. „So entschieden wir uns zum Beispiel für Marmorböden und eine üppige Farbpalette. Das Zeichentrick-Vorbild war architektonisch ein wilder Mix aus allen möglichen Epochen. Das konnten wir so nicht übernehmen. Wir können dem Publikum von heute keinen viktorianisch-gotisch-romanischen Bau präsentieren, das würde einfach keinen Sinn ergeben. Wir mussten uns also auf einen Stil einigen. Obwohl auch unser Schloss eine Kreuzung ist: Die Architektur von Prag trifft auf romanische Formen. Dazu hatten wir die Idee der schwebenden Pfeiler, die sich jetzt durch das gesamte Schloss ziehen und die Räume miteinander verbinden.“
Einen Film zu drehen, in dem große Teile der Landschaft und viele Figuren nur in der Fantasie existieren, stellte das Team natürlich vor eine Reihe von Herausforderungen. „Vor einem Blue Screen zu agieren ist nicht einfach. Aber unsere begnadeten Schauspieler ließen uns vergessen, dass sie gar nicht von einer Märchenwelt umgeben sind“, lobt Robert Stromberg. „Alle lieferten großartige Leistungen ab, obwohl sie sich ihre Welt lediglich vorstellen konnten – sogar die Größe ihrer Feenkörper.“

Die Kostüme zu kreieren und dabei die Märchenwelt und das Mittelalter der Menschen aufeinander abzustimmen, fiel der zweifach Oscar®-nominierten Anna Sheppard zu. „Zunächst glaubte ich, ich müsste mich bei den Kostümen an einer bestimmten Ära orientieren“, erklärt die Designerin. „Aber bald wurde mir klar, dass ich meiner Fantasie freien Lauf lassen konnte – anhand von Robs Vorgaben. Er ist unfassbar visuell veranlagt und kann Dinge sehr gut beschreiben. Ich musste also die magische Grenze überschreiten und tief ins Märchenland eintauchen.“
In ihrer langen Karriere stellte dieses Projekt völlig neue Anforderungen an die erfahrene Anna Sheppard. Nicht nur, dass sie ihre Entwürfe auf zwei alternierende Welten abstimmen musste: Innerhalb der Märchen- und der Menschenwelt gibt es noch diverse Unterkategorien, die erst kreiert werden mussten. Insgesamt nähte sie mit ihrem Team über 2000 Kostüme von Hand.

Um einen Schauspieler in einen Raben oder ein Waldwesen zu verwandeln, sind Maske und Prothesen unerlässlich. Das gilt auch für einen König, der um 16 Jahre altert, während er auf die Rückkehr seiner Tochter wartet. Die Abteilung Maske und Requisite – unter Leitung des siebenfachen Oscar®-Preisträgers Rick Baker – beschäftigte eigens einen Experten, der sich ausschließlich um Maleficents Hörner und künstliche Wangen kümmerte. Ein ganzes Team von Spezialisten staffierte jeden Morgen stundenlang die übrigen Darsteller aus.

Wenn Walt Disney Studios Motion Pictures Germany MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE am 29. Mai 2014 in die deutschen Kinos bringt, erlebt das Publikum ein aufregendes Abenteuer in einer fantastischen Welt – Auge in Auge mit Disneys berühmtester Schurkin. Endlich erfahren wir die ganze Wahrheit über Maleficent.

Der Trailer zum Film findet sich hier!

Quelle: Walt Disney Pictures

„Maleficent – Die dunkle Fee“: Die Geschichte und die Besetzung

(c) Walt Disney Pictures
(c) Walt Disney Pictures

Gestern haben wir in einem Beitrag schon etwas von der Entstehung des neuen Disney-Films „Maleficent – Die dunkle Fee“ erfahren, der am 29. Mai in die Kinos kommt, heute wollen wir einen Blick auf die Geschichte und die Besetzung der Rollen werfen.

DIE GESCHICHTE

„Als Regisseur war es mir wichtig, genug Vertrautes aus DORNRÖSCHEN beizubehalten, damit die Fans des Originals nicht enttäuscht sind, wenn sie MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE sehen“, betont Robert Stromberg. „Das Publikum soll nicht nur diese klassische Figur in einem ganz neuen Licht sehen, sondern auch die Hintergründe der Geschichte erfahren, die sie aus dem Zeichentrickfilm kennen.“
Um Altes und Neues miteinander zu vereinen, engagierten die Walt Disney Studios Drehbuchautorin Linda Woolverton. „Während meiner Zeit bei Disney, sowohl als Geschäftsführer wie auch als Produzent, war und ist Linda Woolverton die wichtigste Autorin“, lobt Produzent Joe Roth. „In den vergangenen 20 Jahren hat sie DIE SCHÖNE UND DAS BIEST (BEAUTY AND THE BEAST, 1991), DER KÖNIG DER LÖWEN (THE LION KING, 1994) und Tim Burtons ALICE IM WUNDERLAND geschrieben. Damit hat sie die allgemeine Auffassung, was einen Disney-Film ausmacht, mehr geprägt als jeder andere Autor.“ Bevor sie in Maleficents geheimes Leben eintauchte, sah sich Woolverton Disneys DORNRÖSCHEN an. „Nach dem Film kamen mir einige Einfälle, die mehr über ihren Charakter aussagen“, erzählt die Autorin. „Ich habe eine Vergangenheit für sie entworfen, die direkt auf den Moment zuläuft, in dem sie das Baby Aurora verflucht. Von da an geht die Geschichte aus der Perspektive von Maleficent weiter – bis zum Ende. MALEFICENT ist eine Neuerfindung, keine Nacherzählung des bekannten Märchens.“
So stand Linda Woolverton nicht nur vor der Aufgabe, ein Märchen neu zu erzählen, das jeder kennt, der in den vergangenen 50 Jahren Kind war. Zugleich musste sie der berühmten Disney-Figur und ihrer ebenso berühmten Darstellerin gerecht werden. „Die Figur ist wirklich fantastisch. Nachdem Angelina Jolie zugesagt hatte, war es mein Job, die beiden nahtlos zu verschmelzen. Das Ziel: einen Klassiker neu zu beleben, mit einer einzigartigen Maleficent.“

DIE BESETZUNG

Die Entscheidung, Angelina Jolie in der Titelrolle zu besetzen, fiel fernab des üblichen Casting- Prozesses. „Schon bevor ich zu dem Projekt stieß, war Angelinas Name im Spiel, und ich dachte noch: Geniales Casting!“, erinnert sich Robert Stromberg. „Man braucht sich nur Angelinas Foto und ein Bild von Maleficent anzusehen – das passt einfach perfekt.“
„Das Skript hat mich schon beim ersten Lesen sofort gepackt“, sagt Angelina Jolie. „Als wäre man einem großen Geheimnis auf der Spur. Wir alle kennen die Geschichte von DORNRÖSCHEN, und wir alle kennen Maleficent und wissen, was bei der Taufe passiert, weil wir damit aufgewachsen sind. Aber was ist vorher geschehen? Das erfahren wir erst jetzt.“ Maleficent ist eine komplizierte Persönlichkeit. Einerseits ist sie von Rache getrieben, andererseits will sie das Land, das sie liebt, und alle seine Bewohner um jeden Preis beschützen. „Ich hoffe, dass vor allem Mädchen verstehen, wie wichtig Gerechtigkeitssinn und Fairness sind – zu wissen, wofür es sich zu kämpfen lohnt“, so Jolie. „Sie werden sehen, dass sie zwar Kämpferinnen sein können, dabei aber weich, feminin und gefühlsbetont – Frauen sind eben komplexe Wesen.“

Während Maleficent die dunkle Seite symbolisiert, steht Aurora seit jeher für das Licht und die Unschuld. Für die Rolle der Prinzessin, die von Maleficent verflucht wird, wählten die Filmemacher eine der talentiertesten Schauspielerinnen ihrer Generation aus: Elle Fanning. „Elle ist Aurora“, meint Angelina Jolie. „Von unserer ersten Begegnung an war sie der reinste Sonnenschein. Eine wunderbare, liebenswerte, intelligente junge Frau.“
„Elle ist fantastisch und ich habe größten Respekt vor ihr“, fügt Regisseur Robert Stromberg hinzu. „Sie ist nicht nur bildhübsch, sondern auch eine sensationelle Schauspielerin. Elle hat eine große Zukunft vor sich, und es ist eine Freude, mit ihr zu arbeiten. Sie zaubert jedem Mitarbeiter am Set ein Lächeln aufs Gesicht.“
Für Fanning wurde mit der Rolle ein Traum wahr: „Ich konnte es kaum fassen“, sagt die junge Schauspielerin. „Die erste Kostümprobe, die Haare – es war von Anfang an etwas ganz Besonderes, in die Rolle einer echten Ikone zu schlüpfen.“

Auroras Vater, König Stefan, hat sich, von blindem Ehrgeiz getrieben, durch nichts und niemanden aufhalten lassen, bis er am Ziel war. Sharlto Copley spielt diese komplexe Rolle. Und Stefans Wandlung vom naiven Jungen zum rachsüchtigen Monarchen wird das Publikum überraschen.
„Ich mag Charaktere, die eine echte Entwicklung durchlaufen. Und Stefan macht auf seinem Weg vom Bürger zum mächtigen Herrscher eine gewaltige Entwicklung durch“, sagt Copley.  „Stefanhat große Ambitionen und findet, dass er mehr Respekt verdient, als ihm die Welt
entgegenbringt.“

Aber sogar der Herrscher über das Reich der Menschen braucht Verbündete aus dem magischen Wald. Drei Feen – Knotgrass (Flora), Flittle (Fauna) und Thistlewit (Sonnenschein), die Maleficent fürchten – werden von Stefan dazu auserkoren, seine Tochter aufzuziehen. Erst nach ihrem 16. Geburtstag, wenn die Frist des Fluches abläuft, darf Aurora zurückkehren. Der König hätte allerdings keine ungeeigneteren Patinnen für sein Kind finden können.
„Die Feen sind unser Comic-Relief-Element“, sagt Joe Roth. „Das Trio soll sich um Aurora kümmern, bis sie 16 ist. Aber als Erzieherinnen sind sie in etwa so qualifiziert wie ich als Astronaut. Wir besetzten zwei ältere, erfahrene Schauspielerinnen und eine jüngere. Knotgrass, die Anführerin der drei, wird von Imelda Staunton verkörpert,. Für VERA DRAKE (VERA DRAKE, 2004) erntete sie eine Oscar®-Nominierung, und man kennt sie aus den HARRY-POTTER-Filmen. Lesley Manville spielt Flittle. Da Imelda und Lesley im wahren Leben eng befreundet sind, harmonieren sie perfekt.“
„Als Thistlewit stellten wir uns eine wesentlich jüngere Darstellerin vor“, führt Roth aus. „Unsere Wahl fiel auf Juno Temple aus THE DARK KNIGHT RISES (THE DARK KNIGHT RISES, 2013). Ich kannte Juno bereits, weil sie damals eine der Finalistinnen für die Rolle der Alice in ALICE IM WUNDERLAND war. Ich behielt sie also im Gedächtnis. Und als wir uns auf eine jüngere, sexy Fee mit blonden Locken einigten, hatte ich gleich Juno vor Augen.“
„Knotgrass (Flora) ist die Anführerin der drei Feen – zumindest gefällt sie sich in dieser Rolle“, erläutert Imelda Staunton. „Sie ist sehr herrisch, durchorganisiert und ein Kontrollfreak. Das macht sie zur selbsternannten Erwachsenen des Trios.“
„Flittle (Fauna) liebt die Farbe Blau und färbt per Zauberstab alles um“, erklärt Lesley Manville. „Da das ihre besondere Gabe ist, soll gefälligst auch alles blau sein. In einer Szene verwandelt sie etwa ein gelbes Kleid in ein blaues und ist empört, als die Besitzern es wieder gelb haben möchte.“
„Thistlewit (Sonnenschein) ist die jüngste der drei“, beschreibt Juno Temple ihre Rolle. „Sie ist naiv, unschuldig und ziemlich zerstreut. Sie möchte am liebsten den ganzen Tag an Blumen schnuppern und herumtanzen.“

Maleficent hat einen ständigen Begleiter. Im Zeichentrickfilm DORNRÖSCHEN war es ein schwarzer Rabe, den sie nur „Liebling“ rief. Diese Maleficent kann ihren Gefährten Diaval in einen Mann verwandeln, wenn es ihr gelegen kommt – oder in ein Pferd, einen Drachen oder einen Wolf. In menschlicher Gestalt wird Maleficents treuer Diener Diaval von Sam Riley gespielt. Und während der 16 Jahre, in denen sie Aurora gemeinsam aufwachsen sehen, entwickelt er echte Zuneigung zu seiner Herrin.
„Mein Part ist im Grunde ein Rabe – ein stolzer, fast schon eitler Rabe“, erzählt Riley. „Maleficent rettet Diaval vor einem Bauern und dessen Hunden. Er wird ihr loyaler Verbündeter, der überall hin fliegen und für sie spionieren kann. Im Laufe der Zeit entsteht eine echte Beziehung zwischen den beiden, und Maleficent wächst Diaval ans Herz. Er ist der Einzige, der ihr die Meinung sagt, wenn sie etwas überreizt ist. Und nur er weiß, was in ihr vorgeht.“

Kenneth Cranham als Stefans Gönner König Henry und Newcomer Brenton Thwaites als attraktiver Prinz Phillip runden die Besetzung ab.

Hier geht’s zum Trailer von „Maleficent – Die dunkle Fee“.

 

Quelle: Walt Disney Pictures