Phantastische Seiten: Flat Flute Divers – das etwas andere Taucherblog

Das „FlatFluteDivers“-Blog ist eigentlich das jüngste „Mitglied“ vom Phantastischen Projekt und es entstand aus einer spontanen Idee heraus. Der ursprüngliche Gedanke war, in den Reiseberichten für das EP-Blog (über das im Communiqué auch noch berichtet wird) auch solche aufzuführen, die Hinweise für Taucher enthalten sollten. In einigen Gesprächen zwischen meiner Tauchpartnerin und mir kamen wir jedoch immer wieder auf die Einzigartigkeit unserer “Karriere” zu sprechen und dass es schade wäre, diese Erfahrungen nicht mit anderen zu teilen. Wir hatten viele Bedenken, als wir diesen Sport anfingen, die sich so nach und nach immer mehr selbst erledigten. Viele Menschen würden unsere Geschichten sicher lustig finden, aber wer weiß, vielleicht würde es auch dazu führen, dass jemand, der selbst Zweifel hat, sich dazu durchringen kann, das Tauchen vielleicht doch einmal zu versuchen. Es ist immer schwierig, sich das vorzustellen, wenn man die ganzen erfahrenen Taucher sieht, die mit der Routine der Gewohnheit ihre Ausrüstung richten und sich in irgendein Gewässer stürzen. Es fällt einem schwer, sich vorzustellen, dass diese ganzen Menschen auch mal klein angefangen haben. Manche werden überkritisch sich selbst gegenüber und lassen es einfach.

Deswegen fingen wir an, unsere Geschichte aufzuschreiben, wobei wir es vermieden, uns selbst allzu Ernst zu nehmen. Denn die Meister, die sprichwörtlich vom Himmel fallen, das waren wir selbst nie und sind wir auch nicht. Im Gegenteil. Und genauso entstand die neue Webseite und ihr Titel: “Flat Flute Divers”. Der Name ist ein typisches Beispiel dafür, wie Annette und ich uns gegenseitig inspirieren. In einer eMail an mich schrieb sie etwas über unsere Bedenken und meinte dazu scherzhaft, wir wären schon “zwei Flachflöten”. Meine Antwort darauf war, ob wir uns vielleicht T-Shirts drucken lassen sollen mit der Aufschrift “Flat Flute Divers”. So entstand der Name. Und so heißt auch die neue Webseite: www.flatflutedivers.de.

Dort finden Sie unsere Geschichte in aller Ausführlichkeit und ungeschminkt. Am besten ist es, mit dem Lesen beim Vorwort anzufangen, so ähnlich wie man ein Buch liest (klicken Sie hier, um zum Vorwort zu kommen), und sich dann chronologisch von Artikel zu Artikel durcharbeiten. Einen Link zum nächsten Artikel gibt es ganz unten auf jeder Seite. Oder auch zum vorigen, wenn Sie das wünschen. Ich hoffe, Sie haben Spaß an der Geschichte und können das eine oder andere mitnehmen. Aber die Einrichtung lassen Sie bitte stehen!

Im Communiqué wird in Zukunft in regelmäßigen Abständen auf die Artikel der „FlatFluteDivers“ hingewiesen!

Wählen gehen!

Obwohl die Musik sonst nicht so die meine ist, gefällt mir diese Aufforderung, zur Bundestagswahl im September zu gehen, ganz besonders:

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Ein Zitat aus STAR WARS zur aktuellen Zensur-Debatte

Das so genannte „Internetsperren-Gesetz“, bei dem der Kampf gegen die Kinderpornographie vorgeschoben wurde, um eine Zensurstruktur für auch ganz andere Inhalte zu schaffen, stieß auf heftigen Widerstand. Die Petition gegen das Gesetz erreichte eine Rekordbeteiligung. In der SPD regte sich Widerstand, der abgewiegelt wurden, und dann wurde schnell hinter den Kulissen eine angebliche Verbesserung ausgehandelt: Löschen soll vor Sperren kommen. Doch die Formulierung im Gesetzesentwurf ist so schwammig, dass sie letztlich ins Leere laufen wird. Tatsächlich ließen die Politiker sämtliche Einwände von Experten links liegen und der Entwurf, der heute herausgegeben wurde, ist tatsächlich noch schwammiger als befürchtet. Manche sehen darin einen Dammbruch, und das Bild ist durchaus gerechtfertigt.

Und auf der anderen Seite wird sich gegenseitig auf die Schultern geklopft. Ein „großer Erfolg“ sei das, Ursula von der Leyen wird in der Presse zur „Gewinnerin“ gekürt und Kritiker übel abgestraft.

Da drängt sich ein Zitat auf:

„So geht die Freiheit zugrunde. Mit donnerndem Applaus!“
Padmé Amidala in STAR WARS Episode III: Die Rache der Sith

„Tim und Struppi“-Film: „Das Geheimnis der Einhorn“ 2011

Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn (Comic-Cover)
Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn (Comic-Cover)

Fast genau ein Jahr ist es her, als ich in diesem Blog eine Artikel-Reihe über die Abenteuer von „Tim und Struppi“ veröffentlichte (eine Übersicht über die Artikel gibt es hier).  In dem Artikel habe ich kurz die geplante „Tim und Struppi“-Kinofilm-Trilogie angesprochen, von der damals noch nicht sehr viel bekannt war. Seit Anfang des Jahres kamen einige Meldungen, dass das Projekt weiter fortschreitet und zurzeit gedreht wird – und zwar im „Motion Capture“-Verfahren, da der Film kein Real-, sondern ein Computerwerk werden soll.

Mittlerweile ist sogar ein Datum für den Start bekannt gegeben worden. Laut „The Hollywood Reporter“ soll der Film, der den Titel „Tintin – The Secret of the Unicorn“ („Das Geheimnis der Einhorn“) trägt, am 23. Dezember 2011 in die Kinos kommen. Allein der Titel legt es schon nahe, aber auch die Besetzung, dass das gleichnamige Album von Hergé die Grundlage für die Geschichte des Films  hergeben soll. Die Darsteller für die verschiedenen Rollen sind unter anderem Jamie Bell als Tim, Andy Serkis („Gollum“ aus „Herr der Ringe“) als Kapitän Haddock und Daniel Craig („James Bond“) als Rackham der Rote. Soweit die Fakten. Was jetzt folgt, sind ein paar Spekulationen von mir. Dabei werde ich auf die vermutlich Handlung des Films eingehen. Wenn Sie sich das nicht verderben lassen wollen, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, das lesen an diesem Artikel zu beenden.

ACHTUNG! AB HIER SPEKULATION UND SPOILER!

Ich lese da noch ein paar interessante Rollen in dem Film, nämlich Allan (dargestellt von Daniel Mays), Ben Salaad, Bianca Castafiore und ein namenloser „Afgar Outpost Soldier“. Allan ist Haddocks verbrecherischer erster Offizier an Bord der Karaboudjan in „Die Krabbe mit den goldenen Scheren„. Aus dem gleichen Album stammt auch (Omar) Ben Salaad, der Kopf einer Opiumschmuggler-Bande. Und in dieser Geschichte findet die „historische“ Begegnung von Tim und Kapitän Haddock statt. Es sieht also so aus, als seien für diese Kinoversion von „Das Geheimnis der Einhorn“ einige Elemente aus „Die Krabbe mit den goldenen Scheren“ mit eingeflossen. Sehr viele offenbar, denn auf der Liste fehlen andererseits wichtige Figuren, wie etwa die Brüder Vogel-Faull (wobei es natürlich sein kann, dass diese einfach nicht gelistet wurden – oder erst in der Fortsetzung wirklich auftauchen). Müsste ich spekulieren, könnte ich mir vorstellen, dass Haddock versucht, den Schatz seines Ahnen Franz von Hadoque zu finden, während Allan ihn mit Alkohol ruhig stellt und seinen Opiumschmuggel durchzieht. Wie die Castafiore da reinpasst, ist mir selbst noch nicht ganz klar.

Ich werde das jetzt nicht werten. Ich kenne die Handlung nicht. Außerdem ist mir bewusst, dass Kino einer anderen Dynamik folgen muss als ein Comic. Und es kommt dazu, dass die Comics von Tim und Struppi weltweilt bekannt sind. Wenn man sich sklavisch an die Vorlage hält, erzählt man nichts Neues. Vielleicht gelingt es den Autoren (Joe Cornish, Steven Moffat und Edgar Wright), die bekannten Geschichten zu etwas zu verbinden, das auch den langjährigen Fans, die das Vorbild in- und auswendig kennen, Überraschungen zu bieten vermag. Obwohl, eine Überraschung darf eigentlich keine sein: der große Bösewicht im Hintergrund – wenn er denn in der Handlung vorgesehen ist. Denn wenn es ihn gibt, dann kann es sich nur um einen handeln: Roberto Rastapopoulos. Jede andere Lösung läuft Gefahr, die Fans zu enttäuschen.

Ich persönlich bin schon sehr gespannt.

STAR TREK – Der neue Film 2009

STAR TREKIn einer fernen Zukunft: Ein Raumschiff der Sternenflotte trifft auf eine Anomalie im Weltraum, wird beschossen und schwer beschädigt. Der Kommandant des feindlichen Schiffes, ein Romulaner,  will mit dem Captain des Sternflottenschiffes verhandeln, wozu er selbigen zu sich an Bord kommen lässt. Doch der Captain wird getötet und der Feind eröffnet erneut das Feuer. Der momentane kommandierende Offizier, ein gewisser Kirk, lässt das Schiff evakuieren und schützt die davonfliegenden Notshuttles dadurch, dass er den Feind mit dem eigenen Schiff rammt. Kirk kommt dabei ums Leben, doch seine Frau entkommt, die während der Flucht einen Sohn auf die Welt bringt: James Tiberius.

Selbiger James Tiberius Kirk wächst zu einem rebellischen jungen Mann heran, der nicht so recht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Dann jedoch begegnet er nach einer für ihn nicht unbedingt positiv verlaufenden Schlägerei dem Sternflottenkapitän Christopher Pike, der ihn auffordert, der Sternenflotte beizutreten. Kirk nimmt die Herausforderung an und durchläuft die Akademie in drei statt vier Jahren. Gerade zu diesem Zeitpunkt taucht das Schiff wieder auf, das 25 Jahre zuvor das Raumschiff von Kirks Vater zerstört hat. Es greift einen verbündeten Planeten an. Die Sternenflotte schickt mehrere Raumschiffe zur Unterstützung, unter anderem die nagelneue USS ENTERPRISE. Mit an Bord: James T. Kirk…

Natürlich passiert noch sehr viel mehr in dem Film, aber wenn man die Beschreibung zu ausführlich macht, läuft man Gefahr, zu viel zu verraten. Deswegen habe ich diese Rezension in zwei Bereiche aufgeteilt. Ich werde in dem ersten Abschnitt hier nicht zu sehr auf Einzelheiten eingehen, um denjenigen, die den Film noch nicht gesehen haben, keine Überraschungen zu verraten. Ich werde rechtzeitig davor warnen, wenn der zweite Abschnitt beginnt, in dem ich dann ins Detail gehe.

Der neue Film aus der „Star Trek“-Reihe trägt den überraschenden Titel „Star Trek“, und er soll im wahrsten Sinne des Wortes das Franchise neu beleben. „Star Trek“ dümpelte seit einiger Zeit so vor sich hin, der letzte Kinofilm („Star Trek – Nemesis“) war nicht zu berauschend vom Ergebnis her und die letzte Fernsehserie („Enterprise“) wurde nach vier Staffeln eingestellt. Nun wollte man zu den Wurzeln der ursprünglichen Fernsehserie (hierzulande auch als „Raumschiff Enterprise“ bekannt) zurückkehren und zeigen, wie sich die Legenden Kirk, Spock, McCoy und all die anderen kennengelernt haben und zu den Helden, wurden die man kennt. Deswegen erhielt der Film im Vorfeld gerade von Fans einige Schelte. Natürlich würde das Design des Films modern sein, wie würde man das mit dem Canon der Serie in Einklang bringen? Überhaupt der Canon, würde sich die Handlung nicht in zu viele Widersprüche zur bekannten Serie verwickeln?

Die Antwort lautet: Nein. „Star Trek“ ist ein Film, der Spaß macht, weil man alle diese Probleme auf eine „Trek-Weise“ gelöst hat (mehr dazu im zweiten Abschnitt). Die Handlung geht sehr auf die Charaktere (allen voran Kirk und Spock) ein und man erfährt sehr viel über denen Motivation. Ehrlich gesagt, in diesem Film habe ich zum ersten Mal Spocks innere Zerrissenheit nachvollziehen können, ein Kind zu sein, das halber Mensch und halber Vulkanier ist. Fans werden die bekannten Figuren und ihre Marotten wiedererkennen, was auch den hervorragenden Schauspielern geschuldet ist. Und wer mit „Star Trek“ nicht so vertraut ist, braucht keine Angst zu haben, sich hier nicht zurecht zu finden. Die Handlung enthält viel Humor und eine ordentliche Portion Action. Die Spezialeffekte – von denen es nicht wenige gibt – stammen aus der Effektschmiede von George Lucas, ILM.

Natürlich ist auch das Design dem Zeitgeist angepasst. Man sieht und hört zwar den Geist des Originals, aber alles ist sehr modern, vom Design der Hülle der ENTERPRISE über die Ausstattung der Brücke bis zu den Uniformen. Der Film ist für Fans und Nicht-Fans gleichermaßen geeignet, natürlich vorausgesetzt man mag Science Fiction. In der Tat glaube ich, dass er geeignet ist, neue Fans für das Franchise zu finden. Ich bin begeistert und kann es nur empfehlen, sich „Star Trek“ anzusehen.

Soweit der allgemeine Teil. Nun kommt eine Werbeunterbrechung, danach geht es mit dem zweiten Abschnitt weiter. ACHTUNG! Im zweiten Abschnitt wird auf die Handlung eingegangen, wenn Sie sich also die Überraschung nicht verderben wollen, dann lesen Sie nicht weiter!

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Die „Trek-Weise“, die ich oben beschrieb, ist so einfach wie überzeugend: Die ganze Geschichte ist eine Zeitreise mit einer alternativen Zeitlinie. Zeitreisen gab es in „Star Trek“ immer schon („Star Trek IV“, TNG: „Yesterday’s Enterprise“, DS9: „Trials and Tribble-ations“ und viele mehr) und meistens war die Handlung eine Verletzung der Zeitlinie, die „repariert“ werden musste. Aus der „Classic“ Serie sticht hier „City on the Edge of Forever“ hervor, als McCoy versehentlich durch ein Zeitportal geht und einen schweren Eingriff in die Geschichte vornimmt, so dass die Föderation nie gegründet wird. Kirk und Spock folgen ihm, um das zu korrigieren.

In dem neuen Film erleben wir das ganze nun aus der Sichtweise der geänderten Zeitlinie selbst – und nichts wird repariert. Als erste Details der Handlung bekannt wurden, gab es einen Aufschrei unter manchen Fans. Kirk hat seinen Vater nie kennengelernt, weil er gestorben ist? Hat Kirk nicht mehrfach seinen Vater erwähnt bei „Classic“? Und einiges mehr. Doch durch die geänderte Zeitlinie wird das alles erklärt.

„Star Trek“ hatte bei der Themenwahl in den letzten Jahren eher nicht so das glückliche Händchen. Das Problem war, dass man Konzepte übernahm, die schon andere gemacht hatten. Das ist durchaus legitim, denn auch „Star Trek“ kann das Rad nicht neu erfinden. Allerdings hatte man bei vergangenen Konzepten vergessen, ein „Trek-Element“ mit reinzubringen. Bei „Voyager“ traute man sich an das Konzept einer Science-Fiction-Serie mit einem über mehrere Episoden reichenden Handlungsbogen heran – aber das hatte „Babylon 5“ zuvor schon mit Erfolg getan. Dann wollte man mit „Enterprise“ ein Prequel produzieren – nachdem die Prequel-Episoden von „Star Wars“ erfolgreich waren. Doch es fehlte etwas, das „Star Trek“ ausmacht. Bei „Star Wars“ beispielsweise warteten die Fans schon seit Jahren auf die Vorgeschichte, wie Anakin Skywalker zu Darth Vader wurde. „Enterprise“ hingegen war einfach „noch ’ne Serie“.

Die Idee, ein Franchise „neu zu starten“, hatten schon die Macher von „James Bond“ und „Battlestar Galactica“. Und sie hatten es mit Erfolg durchgezogen. Nun tut es also auch „Star Trek“ – und die Idee mit dem Romulaner, der aus der Zukunft kommt und die Zeitlinie verändert, bringt genau das für die Reihe typische Element mit hinein. Denn dadurch wird ein direkter Bezug zu den bisherigen Serien hergestellt. Bei Bond und Galactica wurde einfach nochmal von vorne angefangen. In welcher Relation die neuen Geschichten zu den alten stehen (ob es also zwei parallele Universen gibt, bei dem in einem James Bond wie Roger Moore aussieht und im anderen wie Daniel Craig), wird nicht erwähnt. Gut, bei Bond würde es nicht ganz passen, bei Galactica möglicherweise, aber auf jeden Fall passt es zu „Star Trek“. Der Bezug zur Originalreihe wird auch durch das Auftauchen von Leonard Nimoy als „alter Spock“ deutlich hergestellt. Genauso deutlich wird durch ihn auch auf die Geschichte hingewiesen, die nun anders verläuft, mit allen Widersprüchen, die entstanden sind. Da waren die Autoren sogar recht mutig, gerade mit den Ereignissen um Vulkan und Spocks Eltern, die einen starken Eingriff in das Universum von „Star Trek“ bedeuten. Dabei hilft die alternative Zeitlinie – von hier an ist alles erlaubt und möglich. Allerdings, und das ist auch gut so, haben es die Autoren nicht übertrieben und die bekannten Charaktere gut gezeichnet. Und die Schauspieler setzen das wunderbar um.

Stellt sich die Frage: Wird die Zeitlinie wieder repariert? Meiner Meinung nach muss sie das nicht. Und eigentlich kann sie das auch nicht. Das Problem ist: Der Auslöser für die Racheaktion der Romulaner ist ein Ereignis in einer Zukunft, die nun nicht mehr in dieser Weise existiert. Und ich habe von einer Theorie gelesen, dass man eine Zeitlinie sowieso nicht direkt manipulieren kann. Doctor Who, die Hauptfigur aus der gleichnamigen SF-Serie, würde nun sagen, das liegt daran, dass Zeit nicht linear ist, sondern mehr so „wibbly-wobbly timey-wimey“. Die Theorie, die ich meine, besagt, dass eine Manipulation an der Zeitlinie dazu führt, dass ein Paralleluniversum entsteht, während die ursprünglich Zeitlinie in einem anderen Universum erhalten bleibt. Das heißt, auch die „Star Trek“-Fans können beruhigt sein: In einem Paralleluniversum existiert die Zeitlinie, wie wir sie aus „Classic“ kennen, weiter. Wir sehen hier eben nun eine andere Variante. Und die kann man sowieso nicht ändern.

Außerdem: Was würden Sie sagen, wenn man Ihnen sagen würde, dass das Leben, wie Sie es kennen, leider nur aufgrund einer Zeitlinienmanipulation zustande gekommen ist? Würden Sie es riskieren, diese Manipulation rückgängig zu machen, ohne zu wissen, ob die Alternative wirklich besser ist?

Angeblich soll ein weiterer Film bereits beschlossene Sache sein.  Ich persönlich freue mich darauf, noch mehr Abenteuer aus dieser Zeitlinie zu sehen. Und ich kann es nur nochmal wiederholen: Der Film ist empfehlenswert.

Das Volk gegen Internetsperren – hat die Zukunft begonnen?

„Die Zukunft hat begonnen“ ist einer der Sätze, mit der der diese Woch gestartete Film „Star Trek“ beworben wird (über den ich noch berichten werde). Doch gerade in Deutschland ist etwas in den letzten Tagen und Wochen passiert, das mich die Frage stellen lässt, ob dieser Satz sich tatsächlich schon bewahrheitet hat.

Gegen alle Kritik haben führende Politiker unter der Federführung von Ursula von der Leyen einen Gesetzvorschlag initiiert, der angeblich gegen Kinderpornographie helfen soll. Seiten, die Kinderpornographie enthalten, sollen hinter einer Sperrseite versteckt werden. Welche Seiten das sind, das soll das Bundeskriminalamt (BKA) auf einer geheimen Liste festhalten. Die Liste ist so geheim, dass niemand sie einsehen oder überprüfen darf, kein parlamentarischer Kontrollausschuss, nichts. Mit anderen Worten: Ob eine Seite Kinderpornographie enthält oder nicht, das entscheidet ein Gremium, das demokratisch nicht legitimiert wurde. Da niemand diese Entscheidungen nachprüfen kann oder darf, sind dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Mal ganz davon abgesehen, dass sich sofort noch andere Leute gemeldet haben und Vorschläge machten, das ganze doch einfach zu erweitern, auf Seiten mit Urheberrechtsverstößen beispielsweise.

Die Argumente für die so genannten „Sperrseiten“ laufen dabei eigentlich ins Leere. Man solle nicht „zufällig“ im Internet über Kinderporno-Seiten stolpern können. Viele Kommentatoren halten dagegen, man könne nicht „zufällig“ über solche Seiten stolpern, wenn man nicht gezielt danach sucht. Die Stoppseite ist auch für technisch nicht so versierte innerhalb von ein paar Sekunden zu umgehen und erfüllt damit ihren Zweck nicht. Und dann wurde noch behauptet, man wolle verhindern, dass Menschen beim zufälligen Surfen auf eine Kinderporno-Seiten „auf den Geschmack“ kämen, also quasi durch den Besuch dieser Webseite zum Pädophilen werden. Das ist völliger Unsinn, bei Pädophilie kommt man nicht einfach so „auf den Geschmack“, das ist eine patho-psychologische Neigung, die zumeist durch ein tiefsitzendes Trauma ausgelöst wird. Die meisten Menschen, die daran leiden, bemerken ihre Neigung nicht, wenn sie „zufällig“ auf einer Kinderporno-Seite landen, sondern wenn sie an einem Spielplatz vorbeigehen und die Kinder dort sehen. Sollen Spielplätze in Zukunft von hohen Mauern umgeben werden?

Da die Politiker sich unbelehrbar zeigten und nur ihre Meinung gelten ließen, hat nun Volkes Stimme gesprochen. Franziska Heine, die sich selbst als „normale Durchschnittsbürgerin“ bezeichnet, brachte auf der Webseite des Deutschen Bundestages eine Online-Petition ein: „Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten„. Bei solchen Petitionen gilt wohl, dass alles, was weniger als 50.000 Unterzeichner findet, angehört werden kann, ab 50.000 Unterzeichnern muss die Angelegenheit im Petitionsausschuss besprochen und der Initiator muss sogar angehört werden. Heute, da die Zeichnungsfrist noch lange nicht vorbei ist, gerade jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, sind 61.477 elektronische „Unterschriften“ unter der Petition. Zu verdanken ist das dem Medium, das Politiker so gern für die Wurzel allen Übels halten, dem Internet, denn in den letzten Tagen gab es viele gute Gedanken zu dem Thema. Ich möchte hier mal alle diese Gedanken auflisten, die wirklich lesenswert sind:

Eine Polemik als Antwort auf eine Äußerung von Ursula von der Leyen. Die Minister hat sich hier eindeutig im Ton vergriffen, indem sie alle Menschen, die in der Lage sind, die Internetsperre zu umgehen, einfach mal als „schwer pädokriminell“ abtut. Es ist eine Varation des alten Spruchs „wer nicht für uns ist, ist gegen uns und gegen das Gute“. Lesenswerte Antwort!

Rechtsanwalt Udo Vetter schreibt aus der Praxis und warum die immer wieder als Argument herangezogene „Kinderpornoindustrie“, die es zu bekämpfen gelte, eigentlich nur ein Mythos ist.

Auch hier geht es um die „Kinderpornoindustrie“. In dem Artikel wird auseinander genommen, wie Ministerin von der Leyen vermutlich an völlig übertriebene Zahlen gekommen ist.

Nachdem die Online-Petition größere Bekanntheit erlangte, müßigten sich ein paar Politiker ein paar Äußerungen ab, die nicht dafür sprachen, dass sie verstanden hatten, um was es bei der Petition geht. In diesem Artikel werden die Gegenargumente nochmal zusammengefasst. Leicht verständlich, also auch für Politiker geeignet.

Hier geht es mir nicht um einen einzelnen Artikel, sondern um die Seite an sich. Eine Initiative von Missbrauchsopfern wendet sich gegen die Internetsperre, man möchte sagen: Aus den bekannten Gründen. Da Politiker gern die Unterstützung von irgendwelchen Hilfsorganisationen suchen, wenn sie ihre sozialen Beweggründe belegen wollen, sollte das die Gegenseite auch tun. Betroffene sagen auf dieser Seite, warum sie nichts von Internetsperren halten.

Das Handelsblatt hat ein Interview in der Initiatorin der Petition, Franziska Heine, geführt, in dem diese nochmal ihren Standpunkt klarmacht.

Aber was meinte ich damit, als ich am Anfang dieses Artikels den Satz „Die Zukunft hat begonnen“ zitierte? Nun, durch das Internet wandelt sich die Gesellschaft. Und die Geschichte der Internetsperre und der Widerstand dagegen ist eigentlich eine Darstellung dessen, was in und um die Politik schon seit längerem passiert. Politiker entscheiden etwas aus Gründen der Parteiräson (oder was auch immer), die Stimme des Volkes wird nicht gehört. Die Politikverdrossenheit nimmt zu, weil „die da oben ja doch machen, was sie wollen“. Doch jetzt, durch das Internet, erhält das Volk wieder eine Stimme. Nehmen wir einen Moment lang mal an, es gäbe das Internet nicht – wie hätte dann eine Petition innerhalb kürzester Zeit über 60.000 Unterzeichner finden können? Gar nicht – der Aufwand wäre ungleich größer gewesen. Man hätte bundesweit die Zeitungen dazu bringen müssen, über die Petition zu berichten, damit die Leute überhaupt erfahren, dass es sie gibt. Man hätte in unzähligen deutschen Städten Infostände aufbauen müssen und mühselig jedem einzelnen Menschen erklären müssen, warum er die Petition unterzeichnen soll. Bis das gelaufen wäre, wäre das Kind schon in den Brunnen gefallen, bzw. ein Gesetz schon verabschiedet.

Möglicherweise ist das der Grund, warum Politiker das Internet fürchten – es nimmt ihnen einen Teil ihrer Macht, denn nun kann man sich ohne Weiteres aus verschiedenen Quellen infomieren und seine Meinung kundtun. „Das Internet“ ist keine Presselandschaft, in der es reicht, ein paar einflussreiche Zeitungen auf die eigene Seite zu ziehen und schon kann man das Volk irreführen. Und dank der Online-Petitionen ist es möglich, der eigenen Stimme ohne großen Aufwand das Gewicht zu verleihen, das sie verdient. Es ist noch nicht der Idealzustand, den ich mir vorstelle, aber doch… möglicherweise hat die Zukunft begonnen. Und das ist auch nötig, denn schon steht weiterer blinder Aktionismus unserer politischen Elite am Horizont.

„Wir leben nicht mehr in der Vergangenheit! Auch nicht in der Gegenwart! Das, das ist die Zukunft!“
(Ted Striker in „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff“)

PS: Jetzt, da ich diesen Artikel beende, sind es schon 61.828 Unterzeichner der Petition. 351 mehr als oben. Ein gutes Zeichen.

Der offene Brief von Winnenden – Ein paar Anmerkungen

Nach dem Amoklauf von Winnenden am 11. März haben sich nun die Familien der Opfer in einem offenen Brief zu Wort gemeldet, den sie ausdrücklich an Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Günther Öttinger, richten. Den vollen Wortlaut dieses Briefs findet man in der „Winnender Zeitung“, im Intertnet unter anderem hier. Ich komme nicht umhin, mir meine Gedanken zu diesem Brief zu machen, denn schon als ich im Radio davon hörte und welchen Inhalt dieser Brief haben soll, bekam ich etwas Bauchschmerzen. Nachdem ich den Brief nun im vollen Wortlaut gelesen habe, haben sich diese bestätigt.

Was ich hier schreibe, ist meine ganz persönliche Meinung. Ich kann sehr viel nachvollziehen von dem, was die Angehörigen gerade durchmachen, bedingt durch meinen Beruf, in dem ich immer wieder mit Leid konfrontiert werde, bedingt aber auch durch ganz persönliche Erfahrungen. Aber einiges kann ich nicht nachvollziehen, deswegen hier zu einzelnen Passagen mein ganz persönlicher Eindruck.

In dem offenen Brief heißt es beispielsweise:

Wir wollen, dass sich etwas ändert in dieser Gesellschaft, und wir wollen mithelfen, damit es kein zweites Winnenden mehr geben kann.

Das ist ein frommer Wunsch, aber ich wage die Prognose, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bevor es wieder einen Amoklauf gibt. Die Ursachen für diesen Amoklauf – und die meisten anderen – ist so tief in der Gesellschaft verwurzelt und hängt an so vielen Faktoren, da braucht es leider etwas mehr als guten Willen von einer Seite. Es müssen so viele verschiedene Seiten zusammenarbeiten – und zwar völlig unaufgeregt und sachlich -, dass man diese Ursachen nicht von heute auf morgen „abstellen“ kann. Das ist ein langsamer, teilweise sogar schmerzhafter Lernprozess, der hier beginnen muss. Und es tut mir leid, in der teils sehr hysterisch geführten Debatte, die zurzeit stattfindet, sehe ich nicht, dass dieser Lernprozess schon begonnen hat. Es wird also noch sehr lange dauern, bis überhaupt irgendwas erreicht sein wird.

Wir wollen, dass der Zugang junger Menschen zu Waffen eingeschränkt wird.

Ob das eine Lösung sein kann, weiß ich nicht. Fakt ist auf jeden Fall, dass die bisherigen Gesetze gerade beim Amoklauf vom Winnenden ausgereicht hätten. Das Problem war ja, dass der Vater des Täters seine Waffen Pressebereichten zufolge nicht ordnungsgemäß unter Verschluss hatte. In einigen Berichten, die ich mittlerweile gelesen habe, wird auch bemängelt, dass eine Verschärfung des Waffenrechts überhaupt nicht kontrolliert werden könnte, weil das Personal für solche Kontrollen fehlt.

Wir wollen weniger Gewalt im Fernsehen. Das Fernsehen, als noch wichtigste Informations- und Unterhaltungsplattform, hat einen sehr großen Einfluss auf die Denk- und Gefühlswelt unserer Mitbürger. Das Fernsehen setzt heute die ethischen und moralischen Standards.

Der letzte Satz in diesem Absatz zeigt einen der Denkfehler in der Debatte. Denn nicht „das Fernsehen“ sollte die ethischen und moralischen Standards setzen, sondern Familie und soziales Umfeld. Dazu gehört meiner Meinung nach auch eine Erziehung zur so genannten „Medienkompetenz“, das man nicht nur „einfach konsumiert“, sondern sich auch Gedanken macht um das, was man da konsumiert. Leider habe ich keinen Link mehr, aber ich habe von einer Studie gelesen, dass viele Menschen zwar behaupten, sehr wohl „das echte Leben“ und „die Welt im Fernsehen“ unterscheiden zu können, aber tatsächlich Verhaltensweisen aus dem Fernsehen, etwa aus Serien, übernehmen. Das Problem ist nicht „das Fernsehen“ (wobei sich sowie die Frage stellt, was „das Fernsehen“ überhaupt ist), sondern die Gesellschaft und das Umfeld, die „das Fernsehen“ nicht mehr reflektiert, respektive nicht mehr zur Reflexion erzieht.

Wir wollen, dass Killerspiele verboten werden.

Dieser Satz hat mich schwer enttäuscht. Wie gesagt, ich verstehe jeden der Angehörigen in seinem Schmerz und fühle mit ihnen, aber sich auf diese Weise freiwillig vor den Karren der „Killerspiel-Debatte“ zu spannen, ist enttäuschend. Denn auch hier muss sehr differenziert werden. Zunächst einmal, was ist ein „Killerspiel“ überhaupt? In einem Spiel – Computerspieler werden wissen, welches – wird mit Pümpeln auf Hasen geschossen. Ist das schon „gewaltverherrlichend“ oder ein „Killerspiel“? Was ist mit „The Force Unleashed“, einem Spiel aus dem „STAR-WARS-Franchise“, in dem man am Anfang in die Rolle von Darth Vader schlüpft und bewusst die „dunkle Seite“ auslebt? Der Begriff „Killerspiel“ ist schwammig, kann alles und gar nichts bedeuten. Wiederum wäre es viel wichtiger, sich mit diesen Dingen auseinander zu setzen. Denn mal ganz provokant gefragt: Wenn Kinder früher draußen „Räuber und Gendarm“ gespielt haben, und jemand rief: „Peng! Du bist tot!“, war das dann auch schon ein Killerspiel? Und ganz davon abgesehen – unzählige Leute spielen diese Spiele, ohne Amok zu laufen. Dazu gibt es hier einen netten Beitrag, ebenfalls einen offenen Brief, und zwar von Videospielfans an Medien, Politik und Eltern. Ich finde ihn lesenswert und auch wert, dass man sich darüber Gedanken macht. Und zwar bevor man nach einem Verbot ruft.

Wir wollen mehr Jugendschutz im Internet.

Wieder ein frommer Wunsch. Auch hier hilft nur Erziehung zur Medienkompetenz. Denn wer soll denn diesen Jugendschutz überwachen? Am Ende haben wir ein von vorn bis hinten zensiertes Internet, wie wir es bei anderen Gelegenheiten Staaten wie China gerne zum Vorwurf machen. Dabei wollen auch die „nur“ das Volk schützen.

Wie diese Aktivitäten eingedämmt werden können, wissen wir nicht. Es darf aber nicht sein, dass sich junge Menschen anonym gegenseitig aufhetzen und zu Gewalteskalationen auffordern.

Das ist die Crux: Diese Aktivitäten kann man nicht eindämmen, indem man irgendwelche Gesetze aufstellt oder Zensur betreibt. Jeder von uns, der Einfluss auf Kinder und Jugendliche hat, Eltern, Familie, Freunde, Lehrer, ist gefragt, an der Bildung der Medienkompetenz des Einzelnen mitzuwirken. Das ist nicht einfach – und leider lässt es sich nicht so schön in einem einfachen Satz unterbringen wie ein Verbot. Da Politiker leider gern Freunde von einfachen Sätzen sind, wird das völlig unter den Tisch fallen gelassen. Lieber fordert man mal schnell irgendwas, was gut klingt.

Bei Gewaltexzessen wie in Winnenden müssen die Medien dazu verpflichtet werden, den Täter zu anonymisieren. Dies ist eine zentrale Komponente zur Verhinderung von Nachahmungstaten.

An dieser Stelle bin ich voll und ganz mit den Verfassern des Briefs. Ich habe auch den Eindruck, dass gerade die Berichterstattung über Winnenden in manchen Teilen der Medien einen neuen Tiefpunkt erreicht hat. Der Amokläufer hat es sogar auf das Titelblatt des „Spiegel“ „geschafft“. Da eine Komponente bei solchen Taten die Aufmerksamkeit ist, die man damit erreicht, wird dergleichen Nachahmungstäter umso mehr anspornen.  Stefan Niggemeier, Medienjournalist, hat da ein paar Dinge, die sich seine Kollegen geleistet haben, aufgegriffen, hier den „Überfall“ der Medien auf Winnenden, hier die nicht vorhandene Selbstreflexion mancher Medien und hier, wie selbst ein „seriöses“ Medium vom Weg abkommt.

Wir wollen wissen, an welchen Stellen unsere ethisch- moralischen und gesetzlichen Sicherungen versagt haben. Dazu gehören auch das Aufzeigen der persönlichen Verantwortung und die daraus folgenden – auch juristischen – Konsequenzen.

Die Fragen halte ich für die wichtigsten in dem Brief, allerdings muss man auch bereit sein, sich die Antworten anzuhören, wenn sie einem vielleicht nicht so ganz passen. Der persönlichen Verantwortung kann sich der Täter nicht mehr stellen, sein Vater wird es n0ch tun müssen, da ja momentan die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt, weil sein Sohn an die Waffen rangekommen ist. Wie ich oben geschrieben habe, das Problem der „ethisch-moralischen Sicherungen“, die versagt haben, liegt tief in unserer Gesellschaft verwurzelt. Regeln und Grenzen sollen für alle gelten, doch viel zu häufig hat man das Gefühl, dass es Menschen gibt, für die diese Regeln und Grenzen gar nicht gelten. Die sich alles rausnehmen können, solange sie nur die Ellenbogen ausfahren. Und wenn man das kritisiert, heißt es höchstens müde, das „sei heute halt so“, und man müsse „gefälligst“ damit klarkommen. Menschen werden allein gelassen, weil es offenbar so gewollt ist. Desinteressiert an der Umwelt und am Nächsten und emotional abgestumpft heißt es nur: Setzt ihn in den Sattel, reiten wird er schon können. Ja, wir wissen, wer die Reiter sind. Und wer sind wir? Wir sind das Pferd.

Abschließend muss ich sagen, dass dieser offene Brief in der Form und zu diesem Zeitpunkt keine gute Idee war. Selbst wenn er mit den besten Absichten – was ich einfach mal unterstelle – verfasst wurde, fordert er doch die falschen Leute dazu heraus, sich laut für bestimmte Maßnahmen stark zu machen, die entweder nicht durchführbar sind oder gar eine starke Einschränkung im Leben bedeuten. Wahlkampf und Parteienprofilierung auf Kosten von Opfern. Ein weiteres gesellschaftliches Problem, man wünscht sich gern einfache Lösungen. Und die Politik ist gern bereit, diese zu liefern. Und wenn man etwas nicht durchführen kann, kann man immer noch behaupten, „ich wäre ja dafür gewesen, aber die anderen…!“

Wie der offene Brief der Videospielfans fordert, muss die Debatte endlich wieder sachlich werden. Vor allem muss man aber offen nach allen Richtungen sein und sich darauf einlassen, dass einfache Lösungen in so komplizierten Fällen einfach nur falsch sind. Zur gleichen Thematik hat sich an dieser Stelle eine Freundin von mir Gedanken gemacht, auch ein Beitrag, den man lesen sollte. Denn um die ganze Bandbreite dessen, um das es hier geht, zu erfassen, muss man sich beide Seiten der Geschichte anhören.

Und nicht nur „anhören“, auch „zuhören“!

Die Macht der Dreizehn

Heute ist Freitag, der 13. Entgegen sämtlichen Panikberichten, die auch heute vermutlich wieder in dem einen oder anderen Medium auftauchen werden (obwohl der letzte Freitag, der 13. gerade mal einen Monat her ist), werden wir uns dem hier nicht anschließen, sondern im Gegenteil diesen Tag als besonderen Glückstag begehen. Nur gegen den Strom kommt man zur Quelle.

Und wir wollen die Gelegenheit nutzen, einen Statusbericht über unsere Projekte abzugeben. Was Projekt X-1 betrifft, das hängt leider momentan in der Nachbearbeitung fest.  Wie und wann es weitergeht, können wir noch nicht absehen, hoffen aber, dass das bald der Fall sein wird.

Projekt X-3 hingegen schwenkt gerade auf die Zielgerade ein. Zu dem Zeitpunkt, da dieser Blogbeitrag veröffentlicht wird, sind es exakt 21 Tage, 19 Stunden und 47 Minuten, bis es vorgestellt wird. Bis dahin ist noch etwas Arbeit zu tun.

Bis dahin!

Photoshop Katastrophen oder „Dancing Towards Disaster“

Jeder, der sich schon mal an einem Bildbearbeitungsprogramm wie etwa Photoshop versucht hat, ohne wirklich davon Ahnung zu haben, weiß, dass es nicht eben einfach ist, damit gute Resultate zu erzielen. Man braucht das richtige Auge, das richtige Vorstellungsvermögen und auch Talent. Deswegen gibt es die Berufssparte der Mediengestalter. Wenn ich sage, ich möchte ein Bild so haben, dann machen die das, weil sie es können.

Nun sollte man meinen, dass gerade große Firmen genügend Budget haben sollten, sich anständige und talentierte Mediengestalter zu leisten. Menschen, deren Arbeiten nicht so aussehen, als hätte man mit einer Bastelschere jemanden aus dem einen Foto ausgeschnitten und in ein anderes mit zu viel Klebstoff reingeklebt. Denen keine Allerweltsfehler passieren, wie mir zum Beispiel. Aber ich bin, was das betrifft, ja nur ein Laie.

Jedenfalls hat mich eine gute Freundin auf ein Blog aufmerksam gemacht, bei dem ich gestaunt habe: PhotoshopDisasters zeigt Bildbearbeitungskatastrophen, die so sogar in der Öffentlichkeit, nicht selten in Werbeanzeigen oder auf dem Titelblatt eines Magazins gelandet sind, garniert mit netten Kommentaren. Und wer selbst ein solches „Disaster“ findet, kann es an den Macher des Blogs schicken, damit es veröffentlicht wird. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall, es sind schon mehrere Seiten „Machwerke“ zusammgekommen. Meine persönlichen Favoriten sind die hier:

  • Präsident Sarkozy meets…
    Hierbei war es für mich die nette Bildunterschrift, wen genau Präsident Sarkozy auf dem Bild angeblich trifft, die mich sehr erheitert hat.
  • Albatross!
    Wieder die Bildunterschrift. Als Monty-Python-Fan muss ich sagen, dass der „Albatross“-Sketch aus dem „Flying Circus“ hier passt, wie die Faust aufs Auge.
  • Der Bus-Führer
    Manchmal wird ein Bild auch nicht durch seine Bearbeitung, sondern durch seine Präsentation entstellt. So wie hier. Was kann man dazu noch sagen? „Seit 5.45 Uhr wird zurückgefahren!“
  • „Ich hatte keine spanische Inquisition erwartet!“
    Ja, niemand erwartet die spanische Inquisition… wieder ein Monty-Python-Sketch, der wunderbar passt, auch wenn es auf dem Bild eigentlich um Fussball geht.