07.07.07

„Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen.“
(Xavier Naidoo)

Die letzte Zeit, besonders das letzte Jahr war geprägt von vielerlei auf und ab und hin und her. Pläne wurden gemacht, wieder verworfen, neues angedacht… doch wenn man auf zu viele kleine Dinge verteilt ist, zerteilt das auch die Energie. Am heutigen Tag wollen wir die Gemeinschaft und die Beständigkeit feiern und vereinen, was zusammengehört. Das ist das Ergebnis des intensiven Prozesses der letzten Wochen. „Das Phantastische Projekt“ als Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit. Hier, an dieser Stelle, ist der Punkt, den Blick über den Tellerrand zu wagen, zu beobachten und zu sehen, Gedanken auszutauschen, Parabeln, Geschichten, Mythen und vieles mehr. Auch Neuigkeiten werden hier verbreitet.

Die Abteilung „ASTROCOHORS“ bildet den Rahmen für Science Fiction, Utopien, Visionen der Zukunft. Denn jeder von uns trägt seinen Teil dazu bei.

In den nächsten Tagen werden wir über den Fortschritt der Arbeiten am Projekt berichten, so wie sie erledigt sind.

„Auf das unentdeckte Land… die Zukunft!“
(Kanzler Gorkon in STAR TREK VI: Das unentdeckte Land)

“2057 – Unser Leben in der Zukunft”: Wollen wir das wirklich?

„Und danach? Was passiert danach? Nun, die Geschichte von morgen ist noch nicht geschrieben. Aber jeder von uns trägt seinen Teil dazu bei.“
(Professor Zweistein, Leiter des Instituts für Zeitreisen im Programm Die Zeitreise des Drehtheaters im Europa-Park Rust)

An anderer Stelle des „Phantastischen Projekts“ wurde schon darüber gesprochen, doch wir wollen das Thema hier nochmal aufgreifen. Der Anlass ist die Serie „2057 – Unser Leben in der Zukunft“, die das ZDF vor einiger Zeit ausgestrahlt hat. Die Werbung, die für diese Serie geschaltet wurde, umschrieb eine Wissenschaftsserie, die uns die Zukunft zeigen will. Und, so hieß es explizit in einem Radio-Werbespot, man bräuchte sich keine Sorgen um die Zukunft zu machen. Was uns dann aber präsentiert wurde, verdient eigentlich den Namen „Schreckensszenario“. Geht es nach „2057“, so gibt es in 50 Jahren nur noch Amerika und China, der Rest (also auch wir Europäer) spielt offenbar keine Rolle mehr oder ist in die Rolle von „Vasallenstaaten“ gedrückt worden. Überwachung findet überall statt, die persönlichen Rechte sind stark eingeschränkt. Das medizinische System ist zwar fortgeschritten, diesen Fortschritt können aber nur die wirklich gut Verdienenden genießen, wenn sie es sich leisten können, die Hälfte ihres Gehalts für die Krankenkasse aufzuwenden. Wer das nicht kann – und das wird vermutlich auch in der Zukunft der überwiegende Teil der Bevölkerung sein -, der kommt im Krankheitsfall in eine „Verwahranstalt“, wo man zu zehnt oder zwölft in einem großen Raum liegt und mit dem Mindestmaß an Versorgung abgespeist wird.

„Die goldene Regel lautet doch: Handle in der Art und Weise, in der Du erwartest, dass andere Dir gegenüber handeln.“
(James Hurdel in ASTROCOHORS)

Frank Schätzing, der bekannte Autor, moderierte die erste Folge von insgesamt drei, sagte aber in einem Interview zu der Produktion, es gehe hier nicht darum, eine unabänderliche Zukunft zu zeigen. Es gehe vielmehr darum, aufzuzeigen, was möglich wäre. Die Menschen heute müssen sich entscheiden, ob sie das so wollen oder nicht und die Entwicklung entsprechend beeinflussen. Immerhin sind es noch 50 Jahre bis 2057. Die Frage lautet dann aber, wie sind die Autoren der Reihe auf die Idee gekommen, die Zukunft derart pessimistisch auszumalen? Dass China die neue aufstrebende Weltmacht ist, erkennen wir schon heute. Aber dass die anderen Nationen nur dasitzen und den Streithähnen Amerika und China beim Kampf um die Energiegewinnung der Zukunft zusehen? Doch wenden wir unseren Blick etwas anderem zu. Kant sagt, die Moral einer Gesellschaft könne man daran erkennen, wie sie mit ihren Alten und Kranken umgeht. Wie sieht es da heute aus?

„Mann nennt es das ‚utilitaristische Prinzip‘. Es besagt, in einer Weise zu handeln, dass der grösstmögliche Nutzen für die grösste Anzahl Menschen entsteht.“
(Admiral McCloud in ASTROCOHORS)

  • In einem Krankenhaus mittlerer Größe wird die Verwaltung bei der Stationsleitung der Intensivstation vorstellig. Die Intensivstation hätte schon wieder das Budget überschritten. Die Ursache hat die Verwaltung auch schon ausfindig gemacht: Es wird einfach zu viel Sauerstoff für die Patienten verbraucht…
  • In einem größeren Krankenhaus sucht die Verwaltung nach Einsparpotential und wird fündig: Es gibt einen Arzt, der für die Intensivstation verantwortlich ist und einen Arzt für die Notaufnahme. Man könne eine der beiden Stellen einsparen und einen Arzt als Verantwortlichen für Intensivstation und Notaufnahme vorhalten. Auf den Einwand des Ärztekollegiums, was denn sei, wenn der Arzt auf der Intensivstation gebunden sei (was häufiger vorkommt, denn die Patienten auf der Intensivstation benötigen nun mal mehr ärztliche Betreuung, sonst wären sie nicht auf der Intensivstation) und gleichzeitig ein Notfallpatient in die Notaufnahme gebracht werde, meint die Verwaltung, dann könne man ja den diensthabenden Gynäkologen (!) in die Notaufnahme schicken, der hätte ja schließlich (Zitat!) „auch mal ‚Erste Hilfe‘ gelernt“…
  • Seit 1989 gibt es das so genannte „Rettungsassistentengesetz“, das eigentlich eine geregelte Ausbildung für Rettungsdienstpersonal ermöglichen soll. In dem Gesetz gibt es die Vollzeitausbildung, bei der ein Azubi eine Vergütung erhält und – wie jeder andere Azubi auch – vom Ausbildungsbetrieb eingestellt ist. Es gibt aber auch noch eine Sonderregelung, die eigentlich für Ausnahmen gedacht war. Da der Azubi hier aber die Schule selbst zahlen muss und keinen geregelten Anspruch auf Bezahlung für das Praktikum hat, ist – aus blanken Kostengründen – diese Ausnahme zur Regel geworden, und die Regel zur Ausnahme…
  • In einer Fernsehdiskussion zwischen Experten und Politikern, bei der es um Pflege und wegen der Novellisierung der Pflegeversicherung speziell um Altenpflege ging, wurde mehrfach Kant und seine Ansichten angeführt. Einer der Politiker forderte darauf vehement, Kant einfach mal außer Acht zu lassen und dachte – um die Kosten für den Pflegesektor zu senken – laut darüber nach, in diesem Bereich einen „Billiglohnsektor“ einzuführen…
  • Ein anderer Politiker fordert, um Kosten zu senken, sollten Menschen ab einem gewissen Alter teure medizinische Maßnahmen entweder selbst zahlen oder diese dann nicht mehr erhalten. Zu diesen Maßnahmen zählt er zum Beispiel die Dialyse (ohne die ein entsprechender Patient zum Tode verurteilt ist) oder die Implantation von künstlichen Hüftgelenken (ohne die ein entsprechender Patient nie wieder laufen kann und zum Pflegefall wird)…
  • Immer mehr Arbeitskräfte im sozialen Bereich, denen das möglich ist, wandern in die Schweiz ab. Der Grund: Für die gleiche Tätigkeit wie in Deutschland erhalten sie dort das doppelte, in einigen Fällen auch das drei- bis fünffache Gehalt. Mit den höheren Lebenskosten in der Schweiz kann das nicht begründet werden. Die Lebenskosten sind definitiv höher als in Deutschland, aber nicht um das Doppelte oder gar Drei- bis Fünffache…
  • Auch „sekundäre Arbeitskräfte“ des sozialen Bereichs bekommen den starken Wind zu spüren. Als in einem kleineren Krankenhaus durch die Verwaltung Einsparmaßnahmen beschlossen werden, wird das Küchen- und Putzpersonal vor die Wahl gestellt: Entweder, es gibt Entlassungen oder das Personal muss Kürzungen hinnehmen. Diese sind: Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird komplett gestrichen und das monatliche Gehalt um 10 % gekürzt. Diese Wahl zwischen Arbeitslosigkeit und radikalen Kürzungen erscheint den Arbeitnehmern wie die Wahl zwischen Pest und Cholera…

Kants kategorischer Imperativ: Handle in der Weise, dass Deine Handlung in einer spezifischen Situation ein allgemeines Verhaltensgesetz sein könnte.
(Immanuel Kant, Philosoph, 1724 – 1804)

Scott Adams, Autor von Werken wie „Das Dilbert-Prinzip“ oder „Dilbert Future“ bezeichnete Verwaltungsmenschen wie die in den Beispielen angeführten als „Individuos“, Menschen, die eigentlich keine große Ahnung von dem haben, was sie tun, aber trotzdem – oder gerade deswegen? – an Stellen sitzen, wo sie wichtige Entscheidungen zu treffen haben. Adams erzählt zwar von Firmen, aber wir sehen, solche Leute gibt es nicht nur in der Privatwirtschaft. Allein der Kommentar, ein Gynäkologe habe ja „auch mal“ „Erste Hilfe“ gelernt zeugt von einem großen Verständnisdefizit. Natürlich hat ein Gynäkologie im Verlauf seines Studiums das auch gelernt, aber wenn ein Schwerverletzter in die Notaufnahme eingeliefert wird, braucht es mehr als „Erste Hilfe“-Kenntnisse.
Sie sind auch besonders kreativ, wenn es darum geht, mit Begriffen ihre wahre Absicht zu verschleiern. So nennen sie es beispielsweise nicht „Entlassungswelle“, sondern „Downsizing“ oder „Outsourcing“. Wegen solcher Menschen wurde die Aktion „Unwort des Jahres“ ins Leben gerufen. Und tatsächlich, wenn wir so weitermachen, landen wir dort, wo es „2057“ prophezeit hat. Der Pöbel mit der Krankenversicherung der untersten Klasse hat nur Anspruch auf Minimalmedizin, einen Verwahrraum, den er sich mit neun oder elf anderen teilt – ein hervorragender Ort, um sich neben den bestehenden Krankheiten noch ganz neue dazu zu holen. Die Pflegekraft, die hier arbeitet – natürlich nur eine für zwei solche Räume -, stammt vermutlich aus dem „Billiglohnsektor“. Der hat man einen kurzen Einführungskurs gegeben, sie ermahnt, die Patienten nicht zu grob anzufassen – und los geht’s. Und ach ja, sollte es einen Notfall geben, kann die Pflegekraft ausgebildete Pflegekräfte hinzu rufen. Das kommt allerdings selten vor, denn bei der Menge von Patienten, die eine Kraft zu versorgen hat, werden die meinsten Notfälle erst dann bemerkt, wenn es längst zu spät ist. Aber na ja, macht nix, so’n Aufenthalt auf der Intensivstation ist ja auch sooo teuer. „Präventive Kosteneinsparung“ nennt man das.

„Handlungen bewerten? Mein junger Freund, versuchen Sie sich vorzustellen, Sie müssten Ihre Handlung vor einem unabhängigen Team von Experten vortragen, das nicht von den Konsequenzen Ihrer Handlung betroffen ist. Unternehmen Sie dann nur Handlungen, die dieses Team als korrekt bezeichnen würde.“
(General McLane in ASTROCOHORS)

Aber es muss doch auch anders möglich sein. Vermutlich aber nicht innerhalb von 4 Jahren. Und da haben wir die Crux: für Politiker müssen sich Handlungen innerhalb einer Legislaturperiode auszahlen. Bei den Maßnahmen, die nötig wären, müsste man aber eine längere Frist ins Auge fassen. Wenn sich allerdings innerhalb einer Legislaturperiode kein merklicher Erfolg einer Maßnahme einstellt, könnte es passieren, dass sich das eine Oppositionspartei zunutze macht und die derzeit Regierenden ablöst, indem sie massiv Stimmung gegen diese macht. Wenn dann innerhalb deren Regierungszeit die Maßnahmen greifen und sich die positiven Erfolge zeigen, kann sich das die neue Regierung auf die Fahnen schreiben, ohne wirklich etwas dafür getan zu haben. Und die ehemalige Regierung kann sich als Opposition den Wolf schimpfen und beteuern, dass das alles Auswirkungen der eigenen, vor sechs Jahren getroffenen Maßnahmen sind. Ob man sie hört, ist die zweite Frage.

Ja, wie es im Zitat zu Beginn dieses Beitrags heißt: Die Geschichte von morgen ist noch nicht geschrieben, aber jeder von uns trägt seinen Teil dazu bei. Gerade das Zeitalter, das mit dem 21. Jahrhundert begonnen hat, gibt uns, dem Volk, dazu immer mehr Möglichkeiten. Denn „die da oben“ sind nicht „die da oben“ – sie wurden gewählt, um unseren Willen durchzusetzen. Wir müssen ihnen den nur nachhaltig genug nahebringen. Da bietet das Internet einige Hilfe (Abgeordnetenwatch hier, Politblog dort).

Damit die Zukunft – zumindest was das Zwischenmenschliche betrifft – nicht so aussieht wie in „2057“.

C.S.I., CSI: Miami und CSI: NY – zwei zum Preis von einem

„Konzentriere Dich auf das, was nicht lügen kann – der Beweis.“
(Gill Grissom in „C.S.I.“)

Im Jahr 2000 wurde das Genre des „Whodunit-Krimis“ um eine Komponente erweitert, die eine ganz neue Betrachtungsweise der Arbeit der Ermittler an einem Tatort ermöglichte: „C.S.I. – Crime Scene Investigation“ wurde zum ersten Mal ausgestrahlt. Die Serie legte Wert aufgrößtmöglichen Realismus und gab dem Zuschauer Einblick in wissenschaftliche Methoden, Biologie und Forensik. Eine weitere Neuerung war, dass nicht nur bei den Rekonstruktionen eines Tathergangs die Tat in Rückblenden gezeigt wurde, sondern wann immer etwas wissenschaftliches erklärt wurde, dies ebenso visualisiert wurde. So sah man Kugeln, die in Körper eindringen und dabei lebenswichtige Organe verletzen, Knochen, die aufgrund von Gewalteinwirkung brachen oder chemisches Prozesse in Großaufnahme und Zeitraffer. Diese Mischung brachte der Serie den Erfolg und dem Ermittler-Team des Kriminallabors von Las Vegas, Gil Grissom, Warrick Brown, Sarah Sidle, Catherine Willows, Nick Stokes, Dr. Al Robbins und Jim Brass einen großen Bekanntheitsgrad.

Der Erfolg bedingte es, dass nach einer so genannten „Backdoor-Episode“ in der laufenden Serie ein Ableger produziert wurde: „CSI: Miami“. Horatio Caine, Calleigh Duquesne, Eric „Delko“ Delektorsky, Dr. Alexx Woods, Tim Speedle, Ryan Wolfe, Frank Tripp und am Anfang Megan Donner arbeiten gemeinsam in der Tagschicht des Kriminallabors Miami (im Gegensatz zur Originalserie, die während der Nachtschicht spielt). In der „Backdoor-Episode“ wurde das Team bereits vorgestellt, als Gil Grissom wegen eines Falls nach Miami reist, deswegen stieg man hier ab 2002 mit Episode 1 in die laufende Handlung ein. Trotz der vielen Gemeinsamkeiten auf wissenschaftlichen Sektor wurden doch einige Unterschiede eingearbeitet, die allein schon im Ort der Handlung, Miami, das im Gegensatz zu Las Vegas am Meer liegt und an der Stelle, an der viele Flüchtlinge aus Kuba ankommen, begründet lag.

Die zwei parallel laufenden Serien taten sich gegenseitig keinen Abbruch, im Gegenteil. So wurde in „CSI: Miami“ wiederum eine „Backdoor-Episode“ produziert, in der Horation Caine auf der Spur eines Mordfalls nach New York fährt und mit den dortigen Kollegen zusammenarbeitet. Ab 2004 ermitteln Mac Taylor, Stella Bonasera, Danny Messer, Dr. Sheldon Hawks, Don Flack, Lindsay Monroe und am Anfang Aiden Burn in „CSI: NY“, auch „CSI: New York“ genannt. Wieder ist es eine Mischung der typischen „CSI“-Elemente mit Eigenarten, wie man sie nur in New York findet, die auch hier den Erfolg macht.

Mit den drei Serien wurden drei Hits der Gruppe „The Who“ wieder ins Gedächtnis gerufen, nämlich „Who are you?“ als Titelmusik für „C.S.I.“, „Won’t get fooled again“ für „CSI: Miami“ und „Baba O’Riley“ für „CSI: NY“. Letzteres bricht allerdings etwas aus, denn es war nicht die erste Wahl. In den ersten zwei Serien wurden Lieder genommen, die so gekürzt werden konnten, dass sie außer einem Solo eigentlich nur eine gesungene Zeile hatten. Für „CSI: NY“ war ursprünglich das Lied „Behind blue Eyes“ angedacht, mit dem das auch möglich gewesen wäre. Doch die Studiobosse wollten „Baba O’Riley“. Daher wird bei dieser Serie fast eine ganze Strophe des Liedes gesungen.

Die „CSI“-Serien sind nach der FSK ab 16 Jahren freigegeben, was mit ihrer teilweise schonungslosen Darstellung zusammenhängt. Da sie jedoch im deutschen Fernsehen schon um 20.15 Uhr laufen sollten, wurden sie gekürzt. Eine Episode mit Überlänge wurde sogar um einen ganzen Handlungsstrang erleichtert, um sie in das „42-Minuten-ohne-Werbung“-Format zu pressen. Was bleibt also dem Fan der Serie? Richtig – sie auf DVD zu erstehen.

Leider wurde bei dieser Serie wie bei vielen anderen das System „2 Boxen pro Staffel“ verfolgt. Jede Staffel wird also aufgeteilt in zwei Teile, die man separat kaufen muss. Der Preis von um die 30 Euro pro Box katapultiert den Preis pro Staffel auf um die 60 Euro. Das ist es wert, zweimal darüber nachzudenken, ob man sich die drei Serien anschaffen will oder nicht und vielen Fans ist das einfach zu viel. Ob man dies bei den Vermarktern erkannt hat oder ob einfach nur Gewinnstreben dahinter steckt – oder beides -, weiß ich nicht. Jedenfalls wurden nun von allen drei Serien die ersten Staffeln in jeweils eine „Season-Box“ gepackt. Diese Boxen, die jeweils 23 Folgen und Extras beinhalten, werden zu dem Preis angeboten, den vorher eine Box mit der halben Staffel hatte, also ca. 30 Euro.
Ein Grund für mich, sie mir anzuschaffen. Und man bekommt etwas ordentliches für sein Geld. Es sind nicht einfach nur zwei Halb-Staffel-Boxen, die nicht verkauft wurden und die man dann zusammen in eine Pappschachtel gepackt hat, es ist eine neu gestaltete Box mit zusammengefaßtem Booklet und neu gestalteten DVDs (zum Beispiel waren bei „CSI: Miami“ auch die Discs der 2. Box einer Staffel mit Disc 1 bis Disc 3 bezeichnet, nun sind diese durchgehend von 1 bis 6 nummeriert).
Ich hoffe, dass diese Staffel-Boxen erfolgreich genug sind, dass sich das fortsetzt, auch wenn sie hinter der aktuellen Entwicklung der Serie herhinken. Die akutell auf DVD (natürlich in „Halbstaffel-Boxen“) erhältliche Season der Originalserie trägt die Nummer 6, Nummer 7 steht in Deutschland und Nummer 8 in Amerika am Ende der Sommerpause an, bei „CSI: Miami“ ist es 4 und 5 bzw. 6 und bei „CSI: NY“ 2 und 3 bzw. 4. Eine Verlängerung ist für alle Serien angedacht, hängt jedoch natürlich von den Quoten der aktuellen Staffel ab.

Fazit: Wer sich schon immer mit dem Gedanken getragen hat, sich C.S.I. auf DVD zuzulegen, es ihm aber bisher zu teuer war, kann das jetzt relativ günstig realisieren – mit einem Preis von ca. 1,30 Euro pro Episode.

"Entern oder kentern" – "Takeshi’s Castle" meets "Pirates of the Caribbean"

Zum dritten Mal macht uns Captain Jack Sparrow dieses Jahr seine Aufwartung in „Pirates of the Caribbean“, eingedeutscht „Fluch der Karibik“. Und schon kommt RTL auf den Trichter, eine Show ins Leben zu rufen, die sich des Piraten-Themas annimmt: „Entern oder kentern“.

Shows wie diese hat es immer mal wieder gegeben. Sei es „Spiel ohne Grenzen“ in den 1970er Jahren oder spätere Formate, „Fort Boyard“ aus Frankreich, „Desert Forges“ oder der Exportschlager aus Japan, „Takeshi’s Castle“. Letzteres musste auch eindeutig als Vorbild herhalten für „Entern oder kentern“, das gestern Abend Premiere hatte. Während es bei „Takeshi’s Castle“ der japanische Herrscher Takeshi war, dessen Schloss eine Horde Spieler unter der Führung eines namenlosen „Generals“ erobern musste, ist es hier der Piratenkapitän Raff (dargestellt von „James-Bond“-Bösewicht Götz Otto), der der Gouverneurstochter Comtessa Sonja (Sonja Zietlow) die Aussteuerkiste, in der sich haufenweise Gold befindet, gestohlen hat. Drei Teams, angeführt von (mehr oder minder) Prominenten treten für die Comtessa an, den Schatz zurück zu erobern. Dabei müssen verschiedene Hindernisbahnen überwunden werden.

Die Hindernisbahnen werden entweder von allen oder von ausgewählten Spielern betreten. Jedes Team fängt mit einer Stärke von 30 Leuten an; jene, die eine Bahn nicht schaffen, scheiden erst einmal aus, können aber später von den Teamführeren befreit werden. So werden die Spieler über Steine gejagt, die aus einem Teich ragen, wobei manche lose sind und versinken, wenn man auf sie tritt; sie müssen als Fässer verkleidet einen Abhang hinauf, während die Piraten Kunststofffelsen nach ihnen werfen oder als Kokosnuss verkleidet fliegende Fische mit einem Käscher fangen. Im Finale müssen die Spieler ihren jeweiligen Teamführer zum Piratenschiff rudern und über eine Leiter an Deck kommen. Der Teamführer, dem es als ersten gelingt, eine auf dem Deck befindliche Kanone zu zünden, dessen Team hat gewonnen.

Aufgelockert wird das Format durch Einspieler, in denen Captain Raff mit einen Piraten namens „Schmier“ spricht, der sowas wie ein persönlicher Assistent zu sein scheint. Die Show wird dann auch getragen von den beiden Hauptfiguren, von Sonja Zietlow, die ja bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ Erfahrung damit sammeln konnte, andere Leute in schwierige Aufgaben zu schicken, und Götz Otto, der den Bösewicht spielt. Doch seine Rolle ist nicht Ernst gemeint, er ist mehr die Parodie auf das Piratenklischee. Ja, man muss sagen, ein wenig fühlt man sich an die Tage von „The Secret of Monkey Island“ erinnert, jenem Lucasarts-Adventure, in dem der Spieler versuchen muss, ein Pirat zu werden und gegen den bösen untoten Piraten LeChuck antreten. Auch hier gab es neben der Hauptfigur, die der Spieler steuerte, eine Protagonistin, die Gouverneurin Elaine Marley.
In der ersten Sendung traten Andrea Göpel („Pannenshow“, RTL), Axel Schulz (ehemaliger Boxer und langjähriger „Fackelmann“-Käppi-Träger) und Miriam Pilhau (Moderatorin, ProSieben) als Anführer der Teams auf und mussten sich teilweise auch selbst einigen Aufgaben stellen.

Und der Eindruck? Nun, bei dem Spielkonzept ist es schwierig, das Rad neu zu erfinden. Alles war schon mal da und gerade die Verwandtschaft zu „Takeshi’s Castle“ ist unübersehbar. Allerdings ist die Schadenfreude nicht ganz so in den Vordergrund gerückt wie beim japanischen Original. Da weht doch mehr der Geist von „Spiel ohne Grenzen“, Teams, die gegneinander antreten und am Ende etwas gewinnen können. Allerdings waren in Pressetexten von RTL noch von anderen Spielen die Rede, so dass sich das in kommenden Sendungen noch ändern, respektive verschärfen könnte.
Die Sendung ist eine nette kleine Abwechslung auf dem Bildschirm. Mehr nicht. Man kann zusehen, Spaß dabei haben – und sich dann wieder ernsthafteren Dingen zuwenden. Aber mehr ist auch nicht das Ziel der Macher. Es gilt, einfach nur zu unterhalten. Für mich persönlich ist es keine Show, die ich „unbedingt“ anschauen möchte. Ich weiß auch nicht, ob ich weitere Folgen sehen werde. Ja, es ist nett umgesetzt, aber ja, es war halt alles schon mal da. Außerdem habe ich mich den ganzen Abend gefragt, warum Sonja Zietlow sich in der Rolle der Gouverneurstochter mit dem Titel „Comtessa“ schmückt, was ja eigentlich „Gräfin“ bedeutet. Ich dachte immer, ein Gouverneur ist ein lokaler Regierungsbeamter und kein Adliger?

Die Zuschauer haben die Sendung und die relativ teure Umsetzung des Konzepts auf Platz zwei der Quoten für gestern Abend gelegt, mit 21,6 % Quote. Sinnigerweise hat aber eine Wiederholung der 70er-Show, die gleich im Anschluss an „Entern oder kentern“ kam, noch mehr Zuschauer angelockt – sie kam auf Platz 1 mit 22,0 %.
Wenn das kein Grund für die Piraten ist, mit Rum anzustoßen…

Nachtrag: Etliche Leute suchen diesen Blogbeitrag offenbar auf in der Hoffnung, einen Hinweis auf die Titelmusik bzw. den Soundtrack von „Entern oder kentern“ zu erhalten. Nun, diese Lösung ist ziemlich naheliegend – was da ständig gespielt wurde, ist die Filmmusik von „Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik“, in der Version von Teil 1.

Politiker – sind sie nicht niedlich? – Teil 2

Dass Politiker in bestimmten Situationen niedlich sind, habe ich in diesem Beitrag hier schon einmal festgestellt. Und ich stelle es wieder fest. Denn diesmal sind Politiker gefragt worden, was sie über das Internet wissen. Internet..? Und was ist ein Browser…? Ist das nicht das Teil, das in der Dusche hängt und wo Wasser herauskommt? Im Blog vom Handelsblatt steht hier das ganze Debakel niedergeschrieben, mit Filmbeitrag!

Bin ich ein Experte?

Wie wird man eigentlich „Experte“?

Gute Frage. Es fällt auf, dass Medien – Fernsehen, Print oder auch Internet – bei bestimmten Fällen immer wieder gern „Experten“ zitieren, befragen oder wiedergeben. Aber was macht diese Experten zu Experten? Ein kleines Beispiel, das ich mir selbst ausgedacht habe – jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen wäre zufällig, lässt sich aber eventuell nicht vermeiden: In einem Haus in einem kleinen Dorf irgendwo in Deutschland werden die gemordeten Mitglieder einer Familie aufgefunden. Einzig der erwachsene Sohne ist nicht darunter, aber seine Eltern, Großeltern und Geschwister. Da der Sohn verschwunden ist, fällt der Verdacht natürlich auf ihn und die Polizei schreibt eine Fahndung aus. Das Fernsehen berichtet über den Fall und… befragt einen Experten. Wie konnte es zu dieser Tat kommen? Bei der Antwort auf diese Frage kann der Experte doch nur orakeln. Denn was sind die Fakten? Alle Familienmitglieder sind tot, bis auf einen Sohn, und der ist verschwunden. Punkt. Ob der Sohn die Morde begangen hat, oder ein Fremder, der den Sohn entführt hat, oder… oder… oder…, weiß man noch gar nicht.

Trotzdem werden in solchen und ähnlichen Fällen immer ganz schnell Experten zu Rate gezogen, die auch bereitwillig Auskunft geben. Und da frage ich mich natürlich – bin auch ich ein Experte? Ein Experte für Notfallrettung? Immerhin arbeite ich in diesem Berufsfeld und das schon seit 16 Jahren. Oder vielleicht ein Experte für Science Fiction? Hmmm… probieren wir’s doch mal aus:

Reporter: „Herr Reimnitz, über den neuen Film STAR TREK XI sind bisher nur ein paar Fakten bekannt. Es heißt, es soll an den Anfang gegangen werden, als Kirk und Spock sich zum ersten Mal trafen. Als Experte für Science Fiction, was sagen Sie dazu?“

Ich: „Nun, [Vorname des Reporters, um meine Weltmännigkeit zu unterstreichen], bei STAR TREK ist in den letzten Jahren eine unheilvolle Tendenz zu sehen. Früher setzte die Serie selbst Trends, heutzutage ist sie dazu verurteilt, hinter den Trends herzulaufen. Als man durch die Serie BABYLON 5 sah, dass ein Serienkonzept mit einer über mehrere Folgen laufenden Handlung funktioniert, hat man DEEP SPACE NINE und VOYAGER entsprechend angepasst. Als STAR WARS einigermaßen erfolgreich seine Prequels herausbrachte, wurde auch ein STAR-TREK-Prequel, nämlich ENTERPRISE, produziert. Nun hat man zweifellos den Erfolg des so genannten ‚Relaunch‘ von KAMPFSTERN GALACTICA gesehen und versucht, mit dem Film STAR TREK XI ein ‚Relaunch‘ zu machen. Deswegen schätze ich, im neuen Film werden – wie bei GALACTICA – einige Rollen geschlechtsvertauscht sein. Wir werden statt James T. Kirk Jane T. Kirk und statt Mr. Spock Ms. T’Spock zu sehen bekommen.“

Hey, das ist ja einfach. Das ist so kontrovers, dass es jetzt, solange keine weiteren Fakten über den Film bekannt sind, für Diskussionsstoff sorgt – und bis der Film dann in den Kinos ist, hat man es sowieso vergessen. Sollte ich falsch liegen, brauche ich einfach nur niemanden mehr daran erinnern – und sollte ich richtig liegen, bräuchte ich nur laut genug „Ich hab’s ja gleich gesagt!“ rufen. So schnell ist man Experte.

Tja, und dann gibt es noch die anderen Experten, die einen Kriminalfall schneller bewerten können, als die Ermittler vor Ort selbst. Alexander Svensson schreibt hier in seinem Weblog „Wortfeld“ über so einen. Lesenswert und zum Nachdenken anregend!

Politiker – sind sie nicht niedlich?

Ach, Politiker – sind sie nicht niedlich, wenn sie beleidigt sind? So zeigt sich Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. Er erblödet sich, öffentlich zu fordern, Herbert Grönemeyer – ja, „der“ Grönemeyer! Der Sänger! – solle als Mandatsträger für die CDU in den Bundestag einziehen. Der Grund? Wulff ist beleidigt, weil Grönemeyer am Rande des G8-Gipfels in Heiligendamm in einem Interview (siehe hier) die Glaubwürdigkeit der Politik in Frage gestellt hat.

Ja, und jetzt ist Wulff beleidigt und sagt, wer demokratisch gewählte Politiker pauschal beschimpfe, der spiele Diktatoren in die Hände. Und dann fordert er, Grönemeyer solle doch selbst Politiker werden (die ganze Geschichte hier). Was hat Wulff an Grönemeyers Satz, den er in dem Interview gesagt hat, er (Grönemeyer) sehe keinen Sinn darin, sich mit Politikern gemein zu machen, nicht verstanden? Mal ganz davon abgesehen, dass diese Forderung sowieso völlig daneben ist, Grönemeyer hat ihr bereits eine Absage erteilt.

Politikverachtung sei eine Gefahr für Deutschland, sagt Wulff. Aha. Glaubt er allen Ernstes, dass man Politiker weniger verachtet, wenn er einen beleidigten Vorschlag macht (das kindische „Mach Du’s doch besser!“-Muster) und sich gegenüber der Kritik, die Grönemeyer angebracht hat und die durchaus berechtigt war, taub stellt? Ja, in Deutschland gehen immer weniger Leute zur Wahl. Da sollte man sich Gedanken darüber machen und möglicherweise auch mal selbstkritisch sein.

Und außerdem: Glaubt Wulff allen Ernstes, dass Grönemeyer ernsthaft in Erwägung zieht, in die Politik zu gehen? Für die CDU? Was sollte die ganze Aktion? Vermutlich eines: heiße Luft produzieren. Hauptsache, es wurde etwas gesagt. Und ironischerweise ist es genau das, was Grönemeyer an den Politikern eigentlich kritisiert. Gegen Politikverachtung hilft es wenig.

Strandtreffen findet nicht statt

Zur Kenntnisnahme: In Ermangelung des passenden Wetters fällt der für morgen (Freitag, 22. Juni) angedachte „Strandtreff“ nicht statt. Wir wollten das Wasser eigentlich im See haben, und nicht von oben.

Einen neuen Termin werden wir noch ausmachen.

21. Juni 2007: Sommeranfang, Sonnenwende – Teil 2


So, da bin ich wieder – ungefähr 45 Minuten ging der Gewittersturm, jetzt lösen sich die Wolken langsam auf und es wird wieder heller. Wie man an dem ersten Bild sieht, hat es 10 mm geregnet in der Zeit, auf dem zweiten Bild sieht man, wie meine Blumentöpfe abgesoffen sind.

Auch wenn heute Sommeranfang ist, auch das gehört zum Sommer mit dazu. Die Araber sagen: „Immer nur Sonne macht eine Wüste.“ Und ein Gewitter kann wohltuend sein. Denn hier entlädt sich die Spannung, die sich zuvor aufgebaut hat. Der Regen reinigt die Luft und Spannung wird abgebaut. Und danach scheint wieder die Sonne.

Manche Menschen mögen Gewitter nicht. Nun gut, diese haben vielleicht auch etwas unheimliches an sich, der Himmel wird schwarz, es blitzt und donnert und der Regen spült vieles hinweg. Aber es ist nötig. Auch wenn es um den Umgang mit anderen Menschen geht. Da kann sich auch eine Gewitterfront aufbauen, die danach drängt, sich zu entladen. Da es Menschen gibt, die diese Art von Gewitter auch nicht mögen, verhindern sie das Gewitter, wenn sie es können. Blitze zerstören Bäume, Häuser und andere Dinge, sagen sie. Der Regen spült die Erde weg, sagen sie. Und dann befehlen sie den Wolken, einfach wieder zu verschwinden. Es findet keine Entladung, keine Reinigung statt. Das Risiko eines Gewittersturms wollen sie nicht eingehen. Doch das nächste Mal baut sich noch etwas schwereres auf… und so weiter und so weiter… bis es wirklich zur Katastrophe kommt.
Besser wäre es, hin und wieder ein Gewitter zu riskieren. Nicht es verscheuchen, sondern Vorsorge treffen, dass es keine zu großen Schäden anrichten kann. Und wenn dann die Entladung stattgefunden hat und die Luft wieder gereinigt ist, dann wird auch wieder die Sonne scheinen. Natürlich birgt das ein gewisses Risiko, denn es könnte tatsächlich zur Katastrophe kommen. Aber so sind Menschen. Wenn man es nicht riskiert, wird die Wahrscheinlichkeit einer Katastrophe von Mal zu Mal größer. Und irgendwann lassen sich die Wolken nicht mehr verscheuchen. Dann kommt das große Gewitter, ob man will oder nicht, mit Sturm, Blitz, Donner, Hagelschlag und einer Sintflut, die viel mehr wegreißt, als die kleinen Gewitter es je hätten können. Oft ist das Gejammer dann groß und die Schuld wird dem Gewitter gegeben – oder jenen, die es vermeintlich verursacht haben. Dabei liegt die Ursache ganz woanders, in der Unfähigkeit, die kleinen Gewitter zuzulassen.

Der Sommer hat gerade erst begonnen. Wir werden noch einige Sonnentage erleben, das ist sicher. Auch wenn von heute an die Tage wieder kürzer werden. Und die Ernte dessen, das wir gesät haben, steht uns noch bevor.

21. Juni 2007: Sommeranfang und Sonnenwende

Heute ist Sonnenwende, auch Midsommar genannt, und sollte eigentlich der längste Tag und die kürzeste Nacht sein. Aber wenn ich so hinaus schaue, habe ich eher den Eindruck, es ist der kürzeste Tag und die längste Nacht, denn hier ist es jetzt (10.30 Uhr morgens) so dunkel geworden, dass ich mein Schreibtischlicht einschalten musste. Und bei den schwarzen Wolken, die vorbeiziehen, hatte ich schon die Befürchtung, mein Blogeintrag für den heutigen Tag würde ungefähr folgendermaßen gehen: „Und siehe! Aus den Wolken ritt einer auf einem bleichen Pferde und rief: ‚Wehe, Menschheit! Wehe!‘ Und der Himmel öffnete seine Schleusen…“ Verdammt, das tut er wirklich! Alles jenseits meines Balkons verschwindet hinter eine weißen Wand. Und es blitzt. Ich werde diesen Eintrag hier mal abbrechen und meinen Computer herunterfahren. Ich mache nachher weiter.