JURASSIC PARK III

Ich schrieb in meiner letzten Rezension schon davon, dass erfolgreiche Filme es so mit sich bringen, dass es eine Fortsetzung gibt. Manchmal gibt es aber auch eine Fortsetzung der Fortsetzung…

Die Handlung

Die Isla Sorna (aus „Jurassic Park 2“) ist zum Sperrgebiet erklärt worden, was aber manche Veranstalter nicht davon abhält, Kurzbesuche auf der Insel anzubieten. Wie zum Beispiel „Dino-Soar“, wo man am Gleitschirm hängend die Dinowelt von oben betrachten kann. Bei einem Gleitschirmflug kommt es allerdings zu einem Zwischenfall.

Allan Grant, der noch immer als Paläontologe arbeitet, während seine Ex-Freundin Ellie Sattler einen anderen geheiratet und ein Kind gekriegt hat, wird von dem Ehepaar Kirby angesprochen. Sie wollen, dass Grant sie auf einem Überflug über die Isla Sorna begleitet, sozusagen als „Reiseführer vom Fach“. Als Gegenleistung werden sie genug Geld spenden, um damit seine Forschungsarbeiten die nächsten Jahre zu unterstützen. Auf dem Flug nach Costa Rica stellt sich allerdings heraus, dass an der Geschichte einiges nicht stimmt. Grant wird bewusstlos geschlagen und als er wieder aufwacht, ist der Flieger auf der Insel gelandet. Die Kirbys suchen nach ihrem Sohn Eric, er ist seit dem Zwischenfall mit dem Gleitschirmflieger auf der Insel verschollen. Grant soll sie auf der Insel führen, damit sie Eric wiederfinden können. Doch da muss Grant die beiden enttäuschen: Er war nie auf der Isla Sorna, er kennt nur die Isla Nublar. Und er rät, möglichst schnell wieder abzufliegen, doch das wird verhindert von einem Spinosaurus, der das Flugzeug zerstört. Die Kirbys, Allan und dessen Assistent Billy müssen sich nun zur Küste durchschlagen und mit einem Satelittentelefon um Hilfe rufen. Dabei treffen sie auf Eric, aber auch hauf jede Menge Dinosaurier…

Der Roman

Ja, es gibt / gab tatsächlich einen Roman zu diesem Film. Dieser ist allerdings nicht von Michael Crichton, sondern von Scott Ciencin und erschien nicht vor, sondern anlässlich des Films. Er schrieb es nach dem Drehbuch von Peter Buchman, Alexander Payne und Jim Taylor.

Und damit erschöpft sich mein Wissen darüber. Ich habe das Buch nie gelesen, obwohl das vermutlich ganz interessant gewesen wäre wegen einzelner Passagen. Zu diesen Passagen komme ich aber noch explizit bei der Filmrezension.

Also, offen und ehrlich: Ich weiß nicht, ob der Roman gut oder schlecht ist.

Der Film

„Jurassic Park“ trifft „Rudis Resterampe“ – so könnte man diese Kritik überschreiben. Tatsächlich wurden für den Film einzelene Szenen verwendet, die aus dem ursprünglichen „Jurassic Park“-Roman stammen, aber aus Zeitgründen nicht in den Film aufgenommen wurden. Ich habe die Flußfahrt und den Kuppelkäfig mit den Flugsauriern ja in der Rezension zu „Jurassic Park“ schon erwähnt. Und diese Passagen würden mich auch im Buch zu „Jurassic Park III“ interessieren, einfach nur, um sie mit Crichtons Orignalbeschreibung zu vergleichen.

Was kann man vom Rest des Films sagen? Na ja, er ist ein Mordspektakel, mehr aber auch nicht. Sicher, die Kehrtwende, als sich herausstellt, dass die Kirbys gar nicht so reich sind, wie sie behaupten, ist originell, aber ab dem Punkt schleift die Handlung arg. Auch wenn wir endlich die „verlorenen Szenen“ aus Crichtons erstem Buch zu sehen bekommen, das macht es einfach nicht wett. Eben ein Spektakel, man muss es nicht unbedingt gesehen haben. Noch dazu, da der Film einen der schlimmsten Beiträge zum Jurassic-Park-Universum macht: Offenbar haben sich Grand und Sattler nach dem ersten Film irgendwann getrennt und Ellie hat jemand anderen geheiratet. Es ist zwar schön (und für Filme ein bisschen ungewöhnlich) zu sehen, dass Allan und Ellie sich weiterhin gut verstehen, aber damit wird der Handlungsbogen aus „Jurassic Park“, dass Allan „kinderfreundlicher“ wird, im Nachhinein überflüssig gemacht.

Bleibt noch zu erwähnen: Nicht nur basiert dieser Film nicht auf einem Konzept von Michael Crichton und nicht auf einem Drehbuch von David Koepp, Regie wurde auch nicht von Steven Spielberg geführt, sondern von Joe Johnston und die Musik stammt nicht von John Williams, sondern von Don Davis.

Fazit: Muss man nicht gesehen haben.

Aber die Geschicht vom Jurassic Park ist noch nicht beendet…

VERGESSENE WELT: JURASSIC PARK 2 – Roman und Film

Große Filmerfolge haben es so an sich, dass eine Fortsetzung folgt. So war es auch bei „Jurassic Park“. Innerhalb relativ kurzer Zeit gab es einen zweiten Roman und schließlich auch einen zweiten Film.

Die Handlung

Kann ich hier nicht einfach so abhandeln, denn tatsächlich unterscheiden sich Film und Buch sehr stark. Deswegen gleich weiter zu:

Der Roman: Vergessene Welt – Jurassic Park II von Michael Crichton

Zuerst einmal möchte ich meine Empörung darüber ausdrücken, dass es von „Vergessene Welt“ aktuell keine neue Auflage gibt. Das hat der Roman nicht verdient.

Dem aufmerksamen Leser wird auffallen, dass auf dem Cover von „Dino Park“ noch stand „Verfilmt von Steven Spielberg“, während es bei „Vergessene Welt“ heißt: „Die Vorlage zum Film von Steven Spielberg“. Der Drehbuchautor David Koepp hat das Drehbuch zum Film ohne Michael Crichton verfasst und sich nur sehr grob an der Handlung orientiert.

Ian Malcolm ist wieder da und hält Vorträge auf einer Konferenz in Santa Fé. Dort trifft er auf einen reichen Paläontologen namens Richard Levine. Dieser ist besessen von der Idee einer „vergessenen Welt“, wie sie Sir Arthur Conan Doyle in seinem gleichnamigen Roman beschrieben hat: Eine Gegend, in der Dinosaurier bis heute überlebt haben sollen. Tatsächlich stößt er auf Spuren von noch lebenden Dinos und folgt ihnen. Allerdings hat er nicht überlebende Dinos aus der Urzeit gefunden, sondern „Anlage B“ von InGen: die Isla Sorna, auf der ebenfalls Dinosaurier für den Jurassic Park geklont wurden. Nachdem die Pläne vom Jurassic Park fehlgeschlagen sind und das Militär von Puerto Rico die Isla Nublar in Grund und Boden bombardiert hat, ist InGen Pleite gegangen und hat Anlage B sich selbst überlassen. Doch die Dinosaurier dort haben überlebt. Levine macht sich auf den Weg dorthin und verschwindet. Schüler von ihm nehmen Kontakt mit Malcolm auf und er, die Schüler und die Zoologin Sarah Harding begeben sich ebenfalls zur Isla Sorna, um ihn zu retten. Das stellt sich – natürlich – als nicht besonders einfach heraus, insbesondere als plötzlich Jäger auf Sorna auftauchen: Mitarbeiter von InGens Konkurrenzfirma Biosyn, die ein paar Dinos einfangen wollen – für ihren eigenen „Jurassic Park“…

Für diesen Roman musste Crichton eine – wie ich es in der letzten Rezension genannt habe – kleine „Schwammigkeit“ überwinden: den Tod von Ian Malcolm in „Jurassic Park“. Doch da hatte er Glück: Während er den Tod von John Hammond noch sehr bildlich beschrieben hatte und diesen daher im neuen Roman auf gar keinen Fall mehr auftauchen lassen konnte, war das bei Malcolm nicht der Fall. Der Leser erlebt Malcolm zuletzt in einer Szene, als er noch lebt. Seinen Tod bekommt der Leser nicht direkt mit, es berichten nur andere Figuren davon.

[Muldoon:] „… Hammond hatte einen Unfall. Haben ihn an dem Hügel in der Nähe seines Bungalows gefunden. Ist wahrscheinlich hingefallen.“
„Ist er in Ordnung?“, fragte Grant.
„Nein. Die Compys haben ihn sich geschnappt.“
„Was ist mit Malcolm?“
Muldoon schüttelte den Kopf.

Michael Crichton: „Jurassic Park“ – aus dem Kapitel „Vor Anbruch der Nacht“

Am Schluss wird noch davon berichtet, dass die Regierung von Costa Rica weder für Hammond noch für Malcolm eine Beerdigung abhalten will, sondern die Leichen beschlagnahmt hat. In „Vergessene Welt“ taucht Malcolm wieder auf und meint sarkastisch, die Nachrichten zu seinem Tod seien verfrüht gewesen, er sei lediglich „ein bisschen tot gewesen“.

Die Idee, dass jemand die Anlage B auf Isla Sorna entdeckt, weil er nach überlebenden Dinosauriern sucht und dabei Exemplare findet, die von der Isla Nublar entkommen sind, gibt der Geschichte einen neuen, erfrischenden Ansatz. Auf der anderen Seite ist es etwas schwierig, sich vorzustellen, dass Malcolm ausgerechnet Levine, mit dem er sich meistens streitet, auf die Isla Sorna folgt, vor allem, da er ja weiß, wie gefährlich das sein wird. Dennoch hat Crichton eine sehr gute Fortsetzung seines eigenen Werks geschaffen, die es wert wäre, auch heute noch gelesen zu werden. Wenn es sie denn noch regulär zu kaufen gäbe.

Der Film: The Lost World – Jurassic Park II

Ein reiches Ehepaar und deren Tochter landen mit ihrer Jacht an einem Strand einer Insel irgendwo vor der Küste von Costa Rica. Das Mädchen wird dabei von kleinen Dinosauriern („Compys“) angegriffen. Der Zwischenfall ruft zwei sich entgegen stehende Kräfte in der Firma InGen auf den Plan: John Hammond, der sich nach den Erlebnissen im „Jurassic Park“ ganz dem Naturschutz verschrieben hat, und ein Bündnis von Investoren, die InGen vor der Pleite retten wollen, indem sie das Projekt „Jurassic Park“ doch noch durchziehen.

Hammond nimmt Kontakt zu Ian Malcolm auf und erzählt ihm von Anlage B. Auf der Isla Sorna wurden Dinosaurier geklont, um sie später zur Isla Nublar zu bringen. Doch seitdem beide Inseln zu Sperrgebiet erklärt wurden, sind die Dinosaurier sich selbst überlassen und haben sich in ihrem neuen Habität eingerichtet. Hammond will das unbedingt so lassen. Deswegen soll ein Team auf die Isla Sorna fahren und von den dort lebenden Dinos berichten, damit sich die öffentliche Meinung gegen die Pläne von InGen stellt. Malcolm ist zunächst nicht davon begeistert, doch als er erfährt, dass seine Freundin Sarah Harding bereits nach Sorna gereist ist, will er sie unbedingt zurückholen. Seine Tochter Kelly versteckt sich als blinde Passagierin in dem Wohnwagen, den Hammond mitschickt und landet so ebenfalls auf der Insel.

Dort angekommen kommt es natürlich zu einer Reihe von Zwischenfällen, die darin gipfeln, dass das Jagdteam von InGen, angeführt von dem Jäger Roland Tembo, auf der Isla Sorna landet und damit beginnt, Dinosaurier zu fangen. Sie sind bestimmt für einen Dino-Zoo in San Diego…

Der Film lässt gegenüber seinem Vorgänger etwas nach, was vor allem dem Handlungsbruch gegen Ende geschuldet ist: Das Jagdteam und Malcolm, seine Tochter und Harding werden abgeholt, man erwartet schon, dass der Abspann beginnt, doch dann geht die Handlung plötzlich weiter: die InGen-Jäger haben einen T-Rex und sein Junges gefangen und bringen die beiden mit dem Schiff nach San Diego, wo sich die nächste Katastrophe abspielt. Hier steckt auch einer der dicksten Fehler in der Handlung, der dadurch zustande kam, dass das Drehbuch geändert wurde: das Schiff, das den T-Rex nach San Diego bringt, rast steuerlos auf die Küste zu, weil die Besatzung tot ist. Doch wer hat sie getötet? Der T-Rex ist immer noch im Frachtraum eingesperrt (er entkommt erst, als ein unvorsichtiger Wachmann die Ladeluke öffnet, weil er nachsehen will, ob alles in Ordnung ist). Mal ganz davon abgesehen hängt die abgetrennte Hand des Steuermanns noch am Steuer des Schiffes. Wie soll ein T-Rex in so eine enge Kabine kommen, um jemand so exakt zu fressen, dass seine Hand am Steuer zurückbleibt? Die Antwort: Ursprünglich sollten auch ein paar Velociraptoren mit an Bord des Schiffes sein. Die wurden jedoch gestrichen, und so blieb die Logiklücke.

Trotzdem ist der Film ein nettes Spektakel, er enthält ein paar spannende Momente und die Momente, in denen man sich an den Kopf greifen muss, sind zum Glück nicht zu häufig. Der Film ist zwar nicht so gut wie sein Vorgänger, stürzt aber auch nicht total ab. Dennoch ist der Roman besser.

Aber die Geschichte vom Jurassic Park geht noch weiter…

 

Goodbye, CSI – Alles hat ein Ende

So finge es an - und nun endet es... (c) CBS
So fing es an – und nun endet es… (c) CBS

CBS hat endgültig den Sendetermin für die letzte Episode der Erfolgsserie „CSI“ (deutsch „CSI – Den Tätern auf der Spur“, mittlerweile „CSI: Vegas“) bestätigt. Dass die Serie abgesetzt wird, wurde bereits Anfang Mai verkündet. Im Gegensatz zu den Ablegern „CSI: Miami“ und „CSI: NY“ ist es dem Original vergönnt, ein richtiges Finale zu bekommen. Die Episode soll zwei Stunden lang werden, außerdem sollen William Petersen als Gil Grissom und Marge Helgenberger als Catherine Willows zurückkehren. Beide hatten die Serie in ihrem Verlauf verlassen. Ausstrahlungstermin für das Finale in den USA ist der 27. September 2015. Diese, die 15. Staffel, kommt damit auf 18 Episoden plus den Film. Die Serie besteht im Ganzen aus 335 Folgen.

Ted Danson, der bei „CSI“ mittlerweile die Hauptrolle spielt, wird zum neuen Serienableger „CSI Cyber“ wechseln. Die Ableger „CSI: Miami“ und „CSI: NY“ hatten keine wirkliche Schlussepisode, sondern wurden einfach nach der zehnten bzw. neunten Staffel eingestellt.

JURASSIC PARK – Roman und Film

In dieser Woche kommt der neue Film um das „Jurassic-Park-Franchise“ in die Kinos: „Jurassic World“. Eine gute Gelegenheit, nochmal zurück zu blicken auf die Bücher und Filme, die das alles begründet haben. Den Anfang bildet natürlich das erste Werk: „Jurassic Park“ von Michael Crichton und der Film von Steven Spielberg. J-P hat sich der technischen Aspekte des Films bereits zweimal angenommen (JURASSIC PARK 3D und Jurassic Park 3D/2D), deswegen möchte ich hier auf die neu bearbeitete 3D-Fassung nicht so sehr eingehen.

Die Handlung

Der Millionär John Hammond hat für die Firma InGen einen Durchbruch in der Dinosaurierforschung geschafft: Er hat prähistorische Moskitos, die in Bernstein eingeschlossen waren, untersuchen lassen. Einige dieser Moskitos enthielten Dinosaurierblut, das sehr gut konserviert war. Aus der DNS dieses Blutes ist es seinen Forschern schließlich gelungen, lebende Dinosaurier zu klonen. Diese Dinos sollen der Öffentlichkeit in einer Art Zoo präsentiert werden. Dieser Zoo liegt auf der Isla Nublar, einer Insel, die dem Festland von Puerto Rico vorgelagert ist. Dummerweise kommt es beim Transport eines Dinosauriers zu einer Panne, ein Mitarbeiter wird schwer verletzt und stirbt. Das bringt die Geldgeber des Projekts in Aufruhr und sie verlangen, dass unabhängige Experten den Park für „sicher“ erklären sollen, ansonsten ziehen sie ihr Geld raus aus der Unternehmung. Hammond sucht sich als Experten die Wissenschaftler Alan Grant, einen Paläontologen, und seine Kollegin Ellie Sattler, eine Paläobiologin, aus und lässt sie auf die Insel bringen. Sein Anwalt Donald Gennaro hingegen engangiert den Chaostheoretiker Ian Malcolm. Zudem kommen auch noch Hammonds Enkelkinder Tim und Lex mit auf die Reise, sie sollen die „Kindertauglichkeit“ des Parks testen. Die Ankömmlinge sind zunächst begeistert, doch sie beschleichen immer mehr Zweifel. Immerhin hat die Welt seit 65 Millionen Jahren keine Dinosaurier mehr gesehen. Hammond wischt jedoch alle Zweifel weg, obwohl sicher gerade Malcolm von dieser Arroganz entsetzt zeigt. Schließlich gehen Grand, Sattler, Malcom, Tim und Lex auf eine „Probetour“ mit automatischen Jeeps, während sich ein Sturm der Insel nähert. Doch niemand ahnt, dass der Computerspezialist Dennis Nedry ob seiner geringen Bezahlung eine Abmachung mit der Konkurrenz getroffen hat: Er stiehlt Dinosaurier-Embryonen und erspart denen damit Jahre der Forschung. Um das zu bewerkstelligen und hinterher durch den Park flüchten zu können, muss er allerdings das Sicherheitssytem der elektrischen Zäune deaktivieren, die eigentlich dazu gedacht sind, die Dinos in ihren Gehegen zu halten. Und gerade als die Tour-Fahrzeuge vor dem Gehege des Tyrannosaurus Rex angekommen sind, bricht dieser aus. Aus der Tour wird ein Wettlauf um Leben und Tod…

Der Roman: Jurassic Park [vormals „Dino Park“] von Michael Crichton

Das Buch hieß im Deutschen ursprünglich „Dino Park“, was an dem Problem lag, den Begriff „Jurassic Park“ griffig und korrekt zu übersetzen. Wörtlich bedeutet es „Jura-Park“ nach dem Zeitalter „Jura“, dem die Kreidezeit folgte. Allerdings wäre dieser Buchtitel ziemlich missverständlich gewesen. Also einigte man sich im Deutschen auf „Dino Park“. Nach der Verfilmung wurde zunächst auf dem Cover der Hinweis angebracht: „Verfilmt von Steven Spielberg als ‚Jurassic Park'“, in den neueren Auflagen änderte man den Titel ganz.

Auch wenn es nicht das erste Mal ist, dass Michael Crichton etwas in einem Freizeitpark schiefgehen lässt (zuvor tat er das schon in „Westworld“), hat er für diesen Roman doch ganz neue Ansätze gefunden. Vor allen Dingen die Methode, wie man Dinosaurier klonen kann, war extrem innovativ. Natürlich muss Crichton sich selbst bei dieser relativ realistischen Methode einige Freiheiten nehmen, da natürlich erst einmal ein Moskito gefunden werden müsste, der wirklich Dinosaurierblut enthält, dem Konzept tut das aber keinen Abbruch.

Die Botschaft ist auch ziemlich klar: Der Mensch muss vorsichtig sein, wenn er mit der Natur herumspielt und vor allen Dingen denkt, alle Vorgänge jederzeit kontrollieren zu können. Beide Sicherungsmethoden, die die Forscher einsetzen – es sind nur weibliche Dinosaurier, damit sie sich nicht fortpflanzen können, und außerdem brauchen sie eine Zufütterung des Enzyms Lysin, da sie sonst sterben -, werden durch natürlich Vorgänge ausgehebelt. Und als Nedry das Sicherheitssystem des Parks deaktiviert, ist das Chaos perfekt.

Crichton hat einen sehr spannenden Roman geschrieben, bei dem sich die nachdenklichen Teile (vor allem geliefert durch Ian Malcolm) mit den Spannungselementen gut die Waage halten. Das Ende des Romans ist etwas düster gehalten, aber dafür sehr realistisch.

Der Film: Jurassic Park

Die Handlung ist – natürlich – die gleiche wie im Roman, allerdings mit ein paar Abweichungen und Streichungen. So fallen zum Beispiel Grants Flußfahrt auf der Flucht mit den Kindern und die Begegnung mit ein paar fliegenden Dinos in einem riesigen, kuppelartigen Käfig der Schere zum Opfer, da der Film sonst zu lang geworden wäre.

Tim und Lex wurden altersmäßig getauscht. Im Buch ist Lex die Jüngere und Tim der Ältere. Dadurch, dass aus Lex ein Teenager wird, kommt es zu ein paar lustigen Szenen mit Allan Grant, in den sie sich „verschossen“ zu haben scheint. Außerdem ist sie es, die in einer Schlüsselszene im Computersystem des Parks nach den Sicherheitssystemen sucht.

Ab hier: ACHTUNG! SPOILER! Außerdem sterben ein paar andere Leute, als im Buch. John Hammond überlebt den Film, obwohl er im Buch seiner eigenen Schöpfung zum Opfer fällt. Was Ian Malcolm betrifft, da gibt es ein paar schwammige Dinge (mehr dazu in der Rezension zur Fortsetzung „Vergessene Welt – Jurassic Park 2“). Und der Anwalt Donald Gennaro, der im Film vom T-Rex von der Toilette geholt wird, überlebt im Buch. Spielberg kann offenbar Anwälte nicht leiden (respektive Drehbuch-Co-Autor David Koepp). SPOILER ENDE!

Spielbergs Film ist technisch gesehen eine gelungene Mischung aus (damals relativ neuen) Computereffekten und Animatronic bzw. Kostümen. Beispielsweise wurden sämtliche Nahaufnahmen mit dem T-Rex mit einem mechanischen Dinosaurier gemacht (hier sticht vor allem die Szene heraus, als Lex mit einem Handscheinwerfer nach draußen leuchtet und das Auge des T-Rex mit einer Verengung der Pupille reagiert), alle Aufnahmen aus der Ferne entstanden am Computer.

Fazit

Der Roman entstand 1990, der Film 1993, doch beide haben dem Lauf der Zeit standgehalten. Das Buch ist immer noch spannend und der Film kann sich, auch was die Effekte betrifft, immer noch mit modernen Filmen messen. Und auch die Konvertierung in 3D ist sehenswert, wie J-P in seinen Rezensionen bemerkt – und ich auch nur bestätigen kann. Die 3D-Fassung sieht tatsächlich so aus, als sei der Film schon immer in 3D gewesen.

Doch die Geschichte vom Jurassic Park ist damit noch nicht beendet…

 

Passend zum G7-Gipfel in Elmau: Fünf Methoden, mit denen die Mächtigen Dich dazu bringen, Demonstranten zu hassen

G7 in Elmau ist vorbei, rausgekommen ist irgendwas. Poltiker bebauchpinseln sich nun darüber, dass „gewalttätige Proteste“ ausgeblieben sind. Komischerweise hat ist dem Ausbleiben von Gewalttaten auch das Interesse der Presse an den Protesten ausgeblieben. Alles eitel Sonnenschein. Wirklich?

Auf Cracked.com ist gestern ein Beitrag von David Wong erschienen, der zwar ursprünglich auf die Situation in den USA abzielt (gerade was die Zusammenhänge mit verschiedenen Bevölkerungsgruppen betrifft), der aber auch auf den G7 und die Proteste dagegen (oder gegen TiSA, TTIP oder wasauchimmer) angewendet werden könnte: Fünf Methoden, mit denen die Mächtigen Dich dazu bringen, Demonstranten zu hassen. Diese fünf Methoden sind in einer Art Hitparade aufgeführt, von Platz fünf zu Platz eins, und sie treffen die Situation ganz genau:

5. Warte, bis ein Demonstrant das Gesetz übertritt und rede dann nur noch davon.
4. Überzeuge die machthabende Mehrheit davon, dass sie eigentlich die Unterdrückten sind.
3. Setze den Fokus auf die frivolsten Forderungen und auf herausstechende Einzelpersonen.*
2. Spiele zwei benachteiligte Gruppen gegeneinander aus und behaupte, dass nur eine von beiden „gewinnen“ kann.
1. Behaupte, dass Veränderung die Welt zerstören wird.

Die genauen Ausführungen zu den einzelnen Punkten finden sich (auf Englisch) hier. Interessant ist dabei auch, dass in der Überschrift des Artikels von „protesters“ (Demonstranten) die Rede ist, die URL zeigt aber an, dass da wohl ursprünglich „underdogs“ (Benachteiligte) stand. Egal wie, der Artikel selbst passt auf beides und ist sehr lesenswert.

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* Hier hatte ich etwas Schwierigkeit, den Satz so zu übersetzen, dass er im Deutschen eindeutig und verständlich ist. Ein Beispiel: Wenn eine Gruppe von 1.000 Demonstranten „soziale Gerechtigkeit“ fordert und es stehen zwei dabei, die ein Schild mit „Freibier für alle!“ hochhalten, dann konzentriert man sich auf diese zwei, um darzulegen, wie verrückt und unrealistisch die Forderungen aller Demonstranten sind. Das ist eine Variante des so genannten „Strohmann-Arguments„. Tatsächlich erwachsen alle fünf Methoden aus dem Sophismus, hauptsächlich aus Angst-, Hass-, und Neidargumenten.

STAR WARS: Uprising – Neues aus dem STAR-WARS-Universum

In den Tagen nach der Schlacht von Endor und dem Fall des Imperators wurde der Anoat-Sektor vom Imperium abgeriegelt. Die Rebellenallianz befindet sich auf der anderen Seite der Eisernen Blockade, somit bleiben nur noch die Schmuggler, Freiheitskämpfer, Kopfgeldjäger und Gangster des Sektors, um sich zusammenzuschließen und einen Widerstand zu organisieren.

STAR WARS scheint sich tatsächlich weiterzuentwickeln. Während es am ursprünglichen Ende von „Rückkehr der Jedi-Ritter“ noch so aussah, als sei damit alles erledigt, der Imperator tot, der Todesstern zerstört und das Imperium am Ende, wird nun unter der Disney-Ägide ein realistischerer Handlungsverlauf fortgeschrieben. In einem Trailer zum neuen Spiel „STAR WARS: Uprising“ erleben wir einen – bislang namentlich nicht bekannten – hohen imperialen Offizier, der verkündet, die Zerstörung des zweiten Todessterns und der Tod des Imperators sei nichts weiter als eine Lüge der Rebellen. Und er ergreift Maßnahmen, um zu verhindern, dass die Galaxis die Wahrheit erfährt, durch die „Eiserne Blockade“ und dadurch, dass die imperialen Soldaten noch härter durchgreifen als bisher. Auf der imperialen Seite der Blockade muss sich nun eine neue Rebellenallianz formieren. Wie das geschieht, das darf man dann wohl hautnah in dem neuen Spiel erfahren.

„STAR WARS: Uprising“ soll im Herbst erscheinen. Mehr Infos gibt es hier.

Ra-Ru-Rick, Barbatrick – 45 Jahre Barbapapa

Ach Du meine Güte, die sind auch schon 45 Jahre alt… die Familie Barbapapa wurde im Jahr 1970 von Annette Tison und Talus Taylor erfunden. Nach Deutschland kamen sie 1974 in Form einer Zeichentrickserie. Und wer – wie ich – damals aufgewachsen ist, dem wird beim Namen „Barbapapa“ sofort Peter Kirchbergers Stimme im Hinterkopf ertönen, der die Zeichentrick-Episoden damals erzählerisch begleitete.

45 Jahre ist die ungewöhnliche Familie nun schon alt. Grund genug für ein Google Doodle: https://g.co/doodle/6pyddc

Da auch für die Barbapapas die Zeit voranschreitet, haben sie natürlich eine eigene, offizielle Webseite: klick!

Joss Whedons Buffy-Epos geht in die 10. Staffel!!

Neue Regeln bei der Vampirjagd und ein neues Kreativ-Team sorgen für viel Spannung im Buffyversum

(c) Panini Verlag
(c) Panini Verlag


Joss Whedons Kult-Vampir-Epos Buffy – The Vampire Slayer startet in die 10. Staffel. Seit Staffel 8 wird die Geschichte der Jägerin exklusiv als fortlaufende Comic-Reihe erzählt und ist so beliebt wie eh und je. Die Fans fiebern jeder neuen Ausgabe entgegen, wie zu TV-Zeiten neuen Episoden. Ein Garant des Erfolges ist, dass Joss Whedon selbst beim Fortgang der Storyline die Fäden in der Hand hält und es mit seinem kongenialen Team schafft, auch im Medium Comic dieses einzigartige Buffy-Feeling zu erschaffen, das die TV-Serie zum Kult erhob, und die Handlung mit immer neuen Ideen und Wendungen stetig voranzutreiben. Auch mit dem Start in die 10. Staffel ändert sich in der Welt von Buffy wieder einiges und so heißt der Band nicht umsonst Neue Regeln!.

Nachdem Buffy und die Gang in Staffel 9 (bei Panini in fünf Comic-Bänden, plus einem Willow-Sonderband erschienen) die Welt vor dem Ur-Schöpfer der Vampire und der kompletten Zerstörung durch einen drohenden Riss im Zeitkontinuum gerettet haben, und es Willow sogar gelungen ist, die Saat der Magie wieder auf der Erde zu pflanzen (wir erinnern uns: In Staffel 8 zerstörte Buffy die Magie auf der Welt und hatte die gesamte Staffel 9 mit den negativen Auswirkungen dieser Aktion zu kämpfen), scheint alles wieder beim Alten … ja, es scheint! Doch die neue Magie ist jung, kraftvoll und roh, und das bringt einige überraschende Neuerungen mit sich. Speziell so manche „Regeln“, die bisher für Vampire galten, sind plötzlich außer Kraft gesetzt. Zum Beispiel können sich neu „geborene“ Blutsauger jetzt problemlos in der Sonne aufhalten und sich in diverse Tiere verwandeln – ein Privileg, das bislang Dracula vorbehalten war. Selbst mächtige Hexen und Dämonen müssen das Zaubern mit dieser neuen Macht erst wieder lernen. Um das zu begreifen, suchen die Jägerin und ihre Freunde einen alten Bekannten auf – ob Dracula aber der richtige Verbündete ist, daran hat nicht nur Xander begründete Zweifel!

Joss Whedon findet trotz seiner Avengers-Regie-Aktivitäten immer noch Zeit, ein Auge auf sein Lieblingsprojekt Buffy zu haben. Für Staffel 10 hat der Meister seiner Gang wieder einmal ein komplett neues Setting verschafft und mit Top-Autoren, zu denen neben dem brillanten Christos Gage (der im Übrigen auch an der enorm gelungenen Netflix-Daredevil-Serie mitschrieb) auch Buffy-Star Nicholas Brendon (Xander) gehört, in einen großartigen Comic-Plot umgewandelt, der allen Ansprüchen der Fans an die Buffy-Reihe gerecht wird. Als Zeichnerin hat Rebekah Isaacs die Serie übernommen, deren Stil bereits bei der Spin-Off-Reihe Angel & Faith die Fans begeisterte!

Quelle: Panini Verlag

BUFFY – STAFFEL 10, BAND 1: NEUE REGELN!
SC l 140 Seiten l € 16,99 l ISBN: 978-3-95798-211-7 l Erscheint am 18. Mai!
>>>(Vor)Bestellmöglichkeit

 

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Panini und Schlogger auf der FedCon!

Vom 21. bis 24. Mai findet die Kult-Messe für SciFi-Begeisterte im Maritim Hotel am Flughafen Düsseldorf statt

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter der FedCon es wieder geschafft, ein grandioses Line-up mit Top-Schauspielern und Prominenz der internationalen SciFi-Szene an den Start zu bringen: Eva Habermann, bekannt als Zev Bellringer aus der TV-Serie „Lexx – The Dark Zone“ und aktuell als Göttin Sigyn in „Mara und der Feuerbringer“ im Kino zu sehen, Tricia Helfer, die in „Battlestar Galactica“ die Six spielte, Julie Benz, die als Darla in „Buffy“ und nun als Hauptdarstellerin in „Defiance“ gleich zweifache Nerd-Träume verkörpert, sowie Paul McGann (Doctor Who, 8. Inkarnation) und Colin Baker (Doctor Who, 6. Inkarnation) sind nur einige der Stars, die auf der FedCon anzutreffen sein werden.

Wie in den vergangenen Jahren ist Panini auch diesmal wieder mit einem eigenen Stand vor Ort, um sein Fantasy- und Science-Fiction-Verlagsprogramm zu präsentieren. Quasi noch druckfrisch, bevor es im Handel zu bekommen ist, präsentieren wir dort neben anderen Highlights und Novitäten den Start der 10. Staffel Buffy – die Vampirjägerin. Eine Künstlerin signiert und zeichnet ebenfalls bei uns am Stand: Johanna „Schlogger“ Baumann, mit ihrem grandiosen Spass Wars Cartoon-Band, der die heitere Seite der Macht zeigt!

Mehr Infos über die FedCon gibt es hier!

 Schloggers „Spass Wars 2“ kann man unter anderem hier bestellen!
Und „Spass Wars 3“ kann unter anderem hier vorbestellt werden.

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Quelle: Panini Comics

Yps auf Sylt: Mit Heino, Dieter und Wirbelsäulen-Walter!

Neuer Yps-Comic: Auf der Insel der Schönen und Reichen beschützen Yps & Co. die Bewohner vor unheimlichen Kobolden und vermeintlich Prominenten. Bild: © Martin Tazl / Yps 1268
Neuer Yps-Comic: Auf der Insel der Schönen und Reichen beschützen Yps & Co. die Bewohner vor unheimlichen Kobolden und vermeintlich Prominenten. Bild: © Martin Tazl / Yps 1268

Im neuen Yps 1268, das am 13. Mai erscheint (Egmont Ehapa Media), helfen Känguru Yps und seine Freunde Kaspar, Willy und Patsch den Bewohnern von Sylt, sich gegen schreiende Kobolde und andere Nerv tötende Zeitgenossen zu wehren.

Mit dabei sind Heino und Dieter, die gerade nach einer neuen Location für ihre nächste Casting-Show suchen, sowie Wirbelsäulen-Walter, dem der Aufenthalt im Dschungel scheinbar nicht gut getan hat. Kreiert wurde das Comic-Abenteuer „Kobolde auf Sylt“ von Martin Tazl, der regelmäßig prominente Gesichter in die Yps-Comics einbaut.

Weiteres Highlight der Ausgabe Yps 1268 ist der 13-teilige Bausatz für das Gimmick „Die elektrische Windmaschine“. „Yps“ erscheint sechsmal im Jahr und richtet sich an Erwachsene ab 25 Jahren, die mit dem damaligen Kinderheft „Yps“ groß geworden sind und ihre Freude an Abenteuer, Spaß und Wissen bis heute nicht verloren haben.

Ein ausführlicher Artikel zu diesem Heft und zur letzten Ausgabe, die hier leider ein wenig untergegangen ist, erscheint (hoffentlich) in den nächsten Tagen an dieser Stelle auf unserer Webseite.

Quelle: Egmont Ehapa Verlag