Endlich haben Han, Luke, Lando, Mara und Chewbacca den Mount Tantiss erreicht. Nun stehen sie vor der gewaltigen Aufgabe, die Kloning-Fabrik zu zerstören. Doch darauf hat der dunkle Jedi C‘baoth nur gewartet. Und so müssen die Freunde um das nackte Überleben kämpfen, während bei Tangrene die Falle zuschnappt, die Thrawn der Rebellen-Flotte gestellt hat. Es entbrennt eine gigantische Schlacht zwischen Gut und Böse – eine Schlacht, die über das Schicksal der Neuen Republik entscheiden wird…
Mit „Das letzte Kommando“ kommt nun das actiongeladene Finale Kapitel der berühmten „Thrawn-Trilogie“ als atemberaubende Hörspiel-Adaption von Oliver Döring. Mit den Synchronstimmen der originalen Trilogie, den Original-Sounds und der Musik von John Williams lässt diese exklusive, 5-teilige Produktion das Star Wars-Feeling für alte und junge Fans so intensiv erleben wie im Kino. Nach dem Bestseller von Timothy Zahn.
Die Teile der Thrawn-Trilogie kann man unter anderem hier bestellen / vorbestellen:
Über die Unruhen in der amerikanischen Stadt Ferguson (Missouri) wurde in den letzten Tagen viel berichtet. Der Auslöser war der Tod eines afroamerikanischen Jugendlichen, der von einem weißen Polizisten erschossen wurde. So wie es im Moment aussieht, hatte der Jugendliche keine Waffe und der Polizist schoss insgesamt sechs Mal auf ihn (beziehungsweise sechs Schüsse haben den Jugendlichen getroffen). An diesem Fall zeigt sich mal wieder das grundsätzliche Problem des – nicht nur in den USA verbreiteten – „racial profiling“. Dabei werden Menschen mit dunkler Hautfarbe grundsätzlich häufiger von der Polizei kontrolliert, als andere.
In den letzten Tagen kamen allerdings auch ein paar geradezu hämische Kommentare auf, meistens unter Artikeln oder Videobeiträgen, wo der Bürgermeister und der Polizeichef von Ferguson zu sehen waren, diese sind nämlich weiß („caucasian“, wie es in der US-amerikanischen Amtssprache heißt). Die Kommentare gehen in die Richtung, dass „die“ Schwarzen von Ferguson, die 67 % der Bevölkerung der Stadt ausmachen, doch selbst schuld sind, wenn sie solche Leute wählen, und keine ihrer eigenen Ethnie.
Ja, es geht sogar noch weiter: Nicht nur der Bürgermeister und der Polizeichef sind weiß, auch 87% des Stadtrats und 87% der Schulaufsicht. Also doch selbst Schuld? Nein, so einfach ist das nicht. Die amerikanische Webseite „Vox“ hat das Problem aufgedröselt und zeigt das Bild einer Gesellschaft, die in starren Machtstrukturen gefangen ist.
Zuallerert einmal wählt man in den USA nicht nur den Stadtrat und den Bürgermeister, bei einer Kommunalwahl werden folgende Ämter vergeben:
school board (Schulaufsicht)
district attorney (Staatsanwalt)
county executive
county council (Kreisrat)
2 state legislators
governor
lieutenant governor
attorney general
secretary of state
state auditor
state treasurer
2 US Senators
1 member of the US House of Representatives
a bunch of judges (ein Haufen Richter)
Die schiere Menge an Abstimmungen hält schon mal einen Gutteil der Bevölkerung davon ab, zur Wahl zu gehen. Denn irgendwie sollte man sich ja eine Meinung zu jedem Kandidaten für jedes Amt machen. Die städtischen Wahlen fallen zum zweiten nie zusammen mit Wahlen auf Staatsebene, zum Beispiel zum Präsidenten. Die Wahlen zusammen abzuhalten, würde einen gewissen „Sogeffekt“ durch die populärere Präsidentenwahl mit sich bringen.
Wie es im Moment ist, liegt die Wahlbeteiligung der Kommunalwahlen regelmäßig bei unter 14 %. Nun gibt es in der Stadt mehrere Interessengruppen, die mit dem örtlichen Gewerbe verbandelt sind. Hier haben sich Seilschaften mit den Politikern gebildet, verschiedene Firmen sorgen dafür, dass viele Leute für Kandidat X stimmen und bekommen nach der Wahl öffentliche Aufträge zugeschustert. In manchen Fällen ist für einen besonders aktiven „Wahlhelfer“ auch mal ein Pöstchen im öffentlichen Dienst drin. Und da die Gewerbe in Ferguson fest in der Hand weißer Geschäftsleute sind, weiß man auch, wo es hingeht.
Durch die niedrige Wahlbeteiligung brauchen diese Seilschaften gar nicht so viele Wähler zu mobilisieren, es reicht, wenn sie die Mehrheit der 12,9% ausmachen, die beispielsweise bei der letzten Wahl ihre Stimme abgegeben haben. Ein übriges dazu tut, dass es die nicht von den Seilschaften unterstützten Kandiaten schwer haben, bekannt genug zu werden, um ihre Wähler zu finden.
Die Situation erzeugt zudem einen Teufelskreis: Da die Afroamerikaner sehen, dass die Situation immer die gleiche bleibt, sind sie noch weniger motiviert, zur Wahl zu gehen. Es ändert sich ja nichts durch die Wahlen, im Gegenteil, es kommt zu Vorfällen, die den Unmut der afroamerikanischen Bevölkerung hervorrufen. So wurde zum Beispiel der einzige farbige Schulleiter im Bezirk, Art McCoy, gefeuert – auf Veranlassung eines nur aus Weißen bestehenden „school board“. Noch mehr Menschen sind frustiert, noch weniger gehen zur Wahl.
Es ist ein unglaubliches Beispiel an Ränkespielen, auf die der Vorfall von Ferguson hinweist. Ob sich etwas ändert, bleibt abzuwarten. Der Gouverneur hat gerade die Nationalgarde eingesetzt. Nach Deeskalation sieht das nicht aus.
Die momentanen Machthaber haben natürlich auch kein Interesse daran, dass sich irgendwas ändert. Im Gegenteil, sie haben nur eins: Angst, dass sie ihre Macht wieder verlieren.
Und das ist der eigentliche Kern des Problems. John Oliver hat in seiner „Last Week Tonight“-Show noch ein paar andere Facetten der ganzen Sache beleuchtet und zeigt auf, dass sie sich nicht auf Ferguson beschränkt, sondern ein amerikaweites gesellschaftliches Problem ist. Das Video der Sendung ist hier.
Deutsche Schriftsteller sind sich sicher: AMAZON manipuliert die Ranglisten. Und woher wissen die das? Ein Beweis dafür wurde, soweit ich das mitgekriegt habe, nicht vorgelegt, stattdessen wird nun eine Aktion gestartet, ein offener Brief, den einige bekannte deutsche Autoren (als Kopie einer Aktion, die ursprünglich von amerikanischen Autoren gestartet wurde) mit unterzeichnet haben, darunter Günther Wallraff. Tenor: AMAZON ist das BÖSE! Mir ist diese Schwarz-Weiß-Malerei zu einfach, deswegen hier ein paar Links zu Gegengedanken:
„Den Kritikern geht es nicht wirklich um das Produkt „Buch“, sondern um ein elitäres Vorrecht, dass sie seit der Erfindung des Buchdrucks immer wieder vehement verteidigen: zur einflussreichen Bildungs- und Kulturelite zu gehören.“ – Brasch & Buch: „Na, heute schon Amazon gebasht?“
„Verlagsgruppen wie Bonnier sind in erster Linie Wirtschaftsunternehmen. Sie haben sich nicht der Förderung der Kultur verschrieben, sondern der Produktion gewinnversprechender Texte. Sie stellen Konsumgüter mit Aussicht auf ein wirtschaftliches Plus her. Zufällig (!) handelt es sich dabei um Bücher, und Bücher haben einen hohen emotionalen Wert.“ – Erase and Rewind: „Moral und Gewinne: Amazon mal wieder“
Bei dem letzten Text möchte ich auch noch auf einen Kommentar in der Spalte darunter verweisen, in dem ein Kommentator, der offenbar mal in der Verlagsbranche gearbeitet hat, darauf hinweist, dass die Verlage um keinen deut anders handeln als Amazon selbst:
„Das sind mindestens so knallharte Herren, wie die von Amazon, wenn es um ihre Konditionen und – um die jährliche Rendite – geht. (…) Das sollte also bitte berücksichtigt werden, wenn sich ausgerechnet die Bonnier Gruppe als Lämmchen darzustellen versucht, das auf dem unmenschlichen Altar von Amazon geschlachtet werden soll.“ – Kommentator Vilber (den ganzen Kommentar siehe hier)
Der offene Brief soll kommende Woche veröffentlicht werden. Mal sehen, was dann noch folgt…
Die Underdogs des Marvel-Universums erobern die Herzen der Comic- und Kino-Fans
(c) Panini
In den USA begeistern die Guardians of the Galaxy bereits die Fans im Kino. Und wenn man den Berichten Glauben schenken darf, könnte der Film sogar zum bislang besten Leinwandspektakel im Reigen der sowieso großartigen Marvel-Movie-Reihe avancieren. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die 2008 in ihrer heutigen Form (ein anderes GOTG-Team existierte schon einmal 1969) von Dan Abnett und Andy Lanning erdachten Guardians bis dato im Helden-Universum eher ein Nischendasein fristeten. In Deutschland müssen sich die Fans noch bis zum 28. August in Geduld üben, bis sie Star-Lord, Rocket Raccoon und Co. im Kino in Action sehen können. Die Comics dagegen gibt es schon: Seit Anfang des Jahres bringt Panini die Guardians of the Galaxy-Reihe heraus (derzeit bei Nummer 3 angekommen) und zum Film wurde nun auch die offizielle Vorgeschichte des Kino-Abenteuers auf den Markt gebracht.
„Wer sind die Guardians of the Galaxy?“, wird sich manch einer gewundert haben, als erstmals angekündigt wurde, dass im Rahmen des Avengers 2-Zyklus ein Film mit den bis dato eher unbekannten Helden in die Kinos kommen sollte. Tatsächlich wurde der Film noch zu Beginn des Jahres von Entertainment-Experten als eines der großen Box-Office-Risiken des Jahres 2014 bewertet. Eine Einschätzung, die spätestens seit dem sensationellen Start des Films in den USA am vergangenen Wochenende vom Tisch sein dürfte.
Die Fans waren sich dagegen schon sehr viel früher einig, dass die Crew intergalaktischer Antihelden ein sensationelles Action- und CGI-Abenteuer auf der Leinwand abliefern würde, und so avancierte der Film zum am heißest erwarteten Kino-Event des Jahres. Und die ersten Reaktionen nach Filmstart lassen keinen Zweifel aufkommen, dass die Guardians alle in sie gesetzten Erwartungen voll erfüllen. Einige Stimmen sprechen sogar offen vom bislang besten Marvel-Film, was mit Blick auf die enorm gut gelungenen Avengers, Iron Man und Captain America schon einiges heißen will.
Dass außerdem die Comics denselben Hype erfahren würden wie der Film, war auch nicht sicher. Schließlich gehörten Star-Lord, Rocket Raccoon, Groot, Gamora und Drax bislang wirklich nicht zu den Helden der ersten Reihe im Marvel-Universum. Aber im Zuge des Films wurden die Comics zum Hit – in den USA wie hier. Der erste Band der neuen Guardians of the Galaxy-Reihe, die seit Anfang des Jahres bei Panini erscheint, musste sogar nach kürzester Zeit nachgedruckt werden.
Pünktlich zum Filmstart liegt nun auch GOTG Band 3 vor, sowie eine Collection, in der die ersten beiden Ausgaben, die eine abgeschlossene Story enthalten, in einem Band zusammengefasst und mit Bonusmaterial angereichert wurden – ein idealer Schmöker, um die schräge Truppe kennenzulernen. Zudem ist die Vorgeschichte zum Film als Comic erschienen und es kommen zwei Cross-Over-Hefte, die die Guardians und die X-Men ab 26. August in ein gemeinsames Abenteuer führen.
Und für Fans des coolsten Waschbären aller Zeiten sei noch angemerkt: In den USA hat Rocket Raccoon, der unbestrittene Star der Comics und des Films, bereits eine eigene Reihe bekommen. Diese wird es Anfang 2015 auch in Deutschland geben … natürlich bei Panini Comics.
Der Elekrtonikversand MEDION verlängert seine Sonderverkaufsaktion: Noch bis zum 13. August 2014 können versandkostenfrei Einzelstücke und Restposten aus der Angebotspalette bestellt werden. Hier geht es zur Aktionsseite:
He-Man und die Masters of the Universe kehren in die Comic-Welt zurück
(c) Panini Comics
Seit über 30 Jahren schon kämpft He-Man mit zahlreichen Gefährten gegen das Böse. Jetzt kehrt der Held von Eternia bei Panini Comics mit einer neuen Comic-Reihe zurück, um seine fantastische Welt vor dem diabolischen Skeletor und dessen dämonischen Schergen zu beschützen. Mit James Robinson, Keith Giffen und Geoff Johns versammelt DC drei seiner Top-Leute, um alten wie neuen Fans die besten Masters-Abenteuer aller Zeiten zu bescheren.
Adam den Holzfäller plagen schreckliche Träume von bösen Mächten und heroischen Schlachten. Eines Tages fliegt ihm in den Wäldern ein überraschend zutraulicher Greifvogel zu, und Adam beschließt aus einem Impuls heraus, dem Vogel zu folgen. Der führt ihn aus den entlegenen Wäldern, hinein ins Herz von Eternia. Doch jemand scheint nicht zu wollen, dass der junge Holzfäller sein Zuhause verlässt, denn die „menschliche“ Bestie Beast Man attackiert ihn. Doch zu seiner Überraschung weiß sich Adam zu verteidigen, obwohl er – zumindest in seiner Erinnerung – noch nie etwas anderes getan hat, als Bäume zu fällen. Auf der Suche nach der Antwort auf die Frage, woher seine Fähigkeiten stammen, dämmert Adam langsam, dass seine Erinnerungen nicht real sind, und er ist fest entschlossen, die Wahrheit über sein Leben zu ergründen …
Der Leser folgt dem Helden dabei, wie er Stück für Stück seine und die Geschichte Eternias offenlegt und dabei auch auf die anderen Masters und ihre dämonischen Gegner stößt. Für Neueinsteiger in das fantastische Universum ist dieses Comic-Abenteuer ideal, denn es bedarf keines Vorwissens. Jeder Fantasy-Fan wird bestens bedient und auch Masters-Anhänger der ersten Stunde kommen auf ihre Kosten.
Die Autoren, allen voran Geoff Johns und Keith Giffen, interpretieren die Helden zeitgemäß neu, deutlich erwachsener, dunkler und mit viel Action, aber auch mit viel Selbstironie. Die Zeichner, wie Philip S. Tan (unter anderem zeichnete er schon Batman und Green Lantern), schaffen es, den bekannten He-Man-Look in eine moderne Version zu bringen, ohne den Charme des Originals zu zerstören.
He-Man und die Masters of the Universe haben ihren Ursprung in der Action-Figuren-Reihe von Mattel aus den 80er Jahren, die so erfolgreich war, dass sie ab 1982 eine Zeichentrickserie erhielt. 130 Folgen lang erlebte eine riesige Fangemeinde damals die animierten Abenteuer der Masters. Anfang der 90er Jahre und dann nochmals 2002 wurden weitere Folgen der Serie produziert, nebst einer neuen Figuren-Range. Comic-Abenteuer begleiteten die Masters stets und es gab auch immer wieder Cross-Over mit den Helden anderer Welten. So traf der Champion Eternias zum Beispiel gleich mehrfach auf den größten Helden der Erde: Superman. Ein solches Aufeinandertreffen der Giganten zweier Welten wird es schon im Dezember wieder geben, wenn im DC Premium Sonderband 89: DC Universe vs. Masters of the Universe die Helden Eternias und die Justice League gegen und miteinander kämpfen.
Aktuell im Handel ist der erste Band der neuen MOTU-Comic-Reihe, der das neue Zeitalter Eternias einläutet und mit einer abgeschlossenen Story die Türe für den Neu- oder Wiedereinstieg in die fantastischen Abenteuer öffnet. Band zwei folgt dann im Oktober.
EBI-Registrierung am 15. Juli 2014 – Kritik: mangelnde demokratische Beteiligung und Aushöhlung von Standards
Am 15. Juli 2014 hat die 47. Europäische Bürgerinitiative (EBI) ihren Antrag auf Registrierung bei der Europäischen Kommission gestellt. Die Initiative „Stop TTIP“ fordert die EU-Kommission auf, dem EU-Ministerrat zu empfehlen, das Verhandlungsmandat über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) aufzuheben und auch das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) nicht abzuschließen. Hinter der Initiative stehen knapp 150 Organisationen aus 18 EU-Mitgliedsländern. In Deutschland koordinieren die Organisationen Attac, Campact, BUND, Mehr Demokratie e.V., das Umweltinstitut München und der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) die EBI. Auch Brot für die Welt, der Deutsche Kulturrat und die GEW gehören dem stetig wachsenden Bündnis an.
„Im Zentrum unserer Kritik steht der demokratiepolitische Aspekt der geplanten Abkommen: Es werden hinter verschlossenen Türen Regeln beschlossen, die weitreichende Folgen für über 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den 28 Mitgliedstaaten haben. Dagegen wehren wir uns“, so Michael Efler, Vertreter des Bürgerausschusses der Bürgerinitiative und Vorstandssprecher des Bundesverbands Mehr Demokratie e.V. Besonders kritisch sieht er die geplanten Regelungen zum Investitionsschutz, mit denen ausländischen Investoren weitreichende Schutzrechte eingeräumt werden, die sie gegenüber Staaten in Schiedsverfahren (englisch: Investor-state dispute settlement, ISDS) durchsetzen können. Verabschiede beispielsweise ein nationales Parlament ein Gesetz, das Investitionen und Gewinne eines Konzerns beeinträchtigt, hätte dieser das Recht zu klagen – und zwar nicht vor einem öffentlichen Gericht, sondern vor einem vertraulich tagenden Schiedsgericht. Demokratisch legitimierte Entscheidungen und rechtsstaatliche Verfahren würden damit ausgehebelt. „Gefährlich sind auch die Pläne zur regulatorischen Kooperation, die ebenfalls eine Einschränkung der demokratischen Kontrolle bewirken. Konkret: Es soll eine Art Frühwarnsystem bei geplanten handelsrelevanten Gesetzen oder Regulierungen eingerichtet werden, das es Vertragspartnern und Lobbyisten ermöglicht, noch vor dem parlamentarischen Prozess ihre Interessen zu platzieren. Unerwünschte Regulierungen, die den Marktzugang erschweren, könnten damit verhindert werden“, erläutert Efler weiter.
John Hilary, Direktor der britischen Organisation War on Want und ebenfalls Mitglied des Bürgerausschusses, führt weiter aus: „Das TTIP-Abkommen darf nicht als Verhandlung zwischen zwei konkurrierenden Handelspartnern EU und USA verstanden werden. Vielmehr handelt es sich um den gemeinsamen Versuch von transnational agierenden Großkonzernen, die Märkte auf beiden Seiten des Atlantiks aufzubrechen. Dies geschieht auf Kosten des Verbraucherschutzes, der Lebensmittelsicherheit, der Umweltvorschriften, der Sozialstandards, der Verordnungen zum Gebrauch von Giftstoffen oder auch der Regeln zur Bankensicherheit.“ Auch sollten Ausschreibungen für öffentliche Dienstleistungen für Bewerbungen von transnationalen Unternehmen geöffnet werden. „Ein greifbares Beispiel sind die verschiedenen Prinzipien des Verbraucher- und Umweltschutzes, die in den USA und in der EU gelten“, führt Hilary aus. „Das in der EU geltende Vorsorgeprinzip sorgt für strenge Regelungen beispielsweise bei der Chemikalienzulassung. Durch das TTIP könnte ein Konzern das Recht erhalten, sein Produkt in den USA registrieren zu lassen und anschließend auf dem europäischen Markt zu platzieren.“ Auf den US-Märkten gelte das sogenannte Nachsorgeprinzip. Das bedeute, erst wenn die Schädlichkeit eines Produkts explizit nachgewiesen sei, werde es wieder vom Markt genommen. Die Zulassungshürden seien also zu Beginn niedriger, so Hilary abschließend.
Susan George, Präsidentin des Verwaltungsrates des Transnational Institute in Amsterdam (TNI) und Ehrenpräsidentin von Attac ist ebenfalls Mitglied des Bürgerausschusses der EBI. Sie erläutert, dass bereits hunderte von bilateralen und plurilateralen Handels- und Investitionsabkommen unterzeichnet worden seien. TTIP sei jedoch besonders gefährlich weil es seit 20 Jahren von transnationalen Konzernen geplant werde. Diese Großkonzerne hätten den Inhalt mitbestimmt und seien auf Einladung der Regierungen offizieller Bestandteil des TTIP-Prozesses geworden – die Bürgerinnen und Bürger dagegen seien ausgeschlossen. Allerdings könne auch gegen diesen Vertrag etwas unternommen werden, genauso wie bei dem Multilateralen Investitionsabkommen (MAI), das ebenfalls im Geheimen verhandelt wurde, 1998 dann aber von einer starken Bürgerbewegung verhindert wurde. Die Gründe für den Protest waren, dass das MAI teilweise dieselben übermäßig Rechte für Konzerne enthalten habe wie TTIP, unter anderem ISDS. Ziel der Großkonzerne sei es nicht nur, die Justiz zu privatisieren, sondern auch einen wesentlichen Teil der legislativen Funktion von Regierungen, indem sie auf Vorschriften und Normen Einfluss nähmen. George führt weiter aus, dass auch die Exekutive durch eine Flut von Klagen bedroht sein könne, wenn sie versuche, Gesetze zu Banken, Arbeitsrecht, Umwelt, Lebensmittelsicherheit oder auch Gesundheit zu verbessern. „TTIP ist eine große Bedrohung für die Demokratie – die EBI will Demokratie, nicht Konzernherrschaft“, fasst George zusammen.
Mit einer EBI ist es Bürgerinnen und Bürgern der EU-Staaten seit dem 1. April 2012 möglich, die Europäische Kommission aufzufordern, eine Gesetzesinitiative zu ergreifen. Gleichzeitig erzwingt eine erfolgreiche EBI eine Anhörung im EU-Parlament. Notwendig sind mindestens eine Million Unterschriften aus mindestens sieben verschiedenen Mitgliedstaaten.
Weitere Fakten zur geplanten Europäischen Bürgerinitiative:
Mehr Demokratie hat im Vorfeld ein unabhängiges Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das die juristische Rechtmäßigkeit im Vorfeld prüfen soll. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die EBI zulässig ist. Das Gutachten ist hier einzusehen:
Das Schimpfwort „Assi“ leitet sich von dem Wort „asozial“ ab, es kann als Adjektiv („Du bist aber assi!“) und als Nomen („Der ist doch ein Assi!“) verwendet werden. Das Adjektiv „sozial“ ist ein Synonym zu „gesellschaftlich“ und im erweiterten Sinn zu „gemeinnützig, hilfsbereit, barmherzig“. Das vorangestellte „a-“ negiert die Bedeutung des Wortes, so dass jemand, der „asozial“ ist, die genannten Eigenschaften eben gerade nicht hat. Man könnte auch „unsozial“ sagen.
Und bei manchen Menschen, die das Wort „Assi“ verwenden, stellt sich mir die Frage, WER hier eigentlich „asozial“ ist, der mit diesem Wort bedachte – oder der, der das Wort verwendet?
In den „Tagesthemen“ gab es nämlich einen Beitrag, der eigentlich die Mietpreiserhöhungen in Leipzig zum Thema haben sollte. Doch der Beitrag mutierte unversehens zum Klassenkampf, als die dort vorgestellte Akademikerfamilie sich dagegen verwahrte, den Sohn auf ein Gymnasium im „Arbeiterviertel“ zu schicken. Neben der Unterstellung, dass die Kinder dort keine so gute Ausbildung wie im „Akademikerviertel“ bekommen würden, fiel das Wort „Assi-Viertel“ als Umschreibung für den Stadtteil, in dem das andere Gymnasium liegt. Das erzeugte Kritik und einen offenen Brief. Auf die Kritik reagierte man bei den „Tagesthemen“ extrem unsouverän: Das entsprechende Video wurde kommentarlos gelöscht, eine Stellungnahme zum Inhalt an sich gibt es bisher nicht.
Was ich mich frage: Welche Denke herrscht da bei manchen? Es geht bei der Sache um staatliche Schulen. Punktum. Und nur weil eine Schule im „Arbeiterviertel“ liegt, soll die Ausbildung dort anders oder schlechter sein als bei der selben Schule, die im „Akademikerviertel“ liegt? Da liegt der Verdacht nahe, dass es weniger die Schule an sich, sondern mehr die potentiellen Klassenkameraden sind, diese ominösen „Arbeiterkinder“, die sich auf keinen Fall mit den „Akademikerkindern“ mischen sollen.
Es war eine Sensation, als entgegen aller Erwartung die Truppe, die in den 1960er, 70er und 80er Jahren als „Monty Python“ bekannt war, öffentlich ankündigte, dass es noch einmal nach all den Jahren eine Bühnenshow geben würde.
Von dieser Show gab es mehrere Vorstellungen in der O2-Arena in London. Die letzte Vorstellung wurde weltweit übertragen, in Kinos, im Fernsehen und im Internet. arte hat nun den 178 Minuten langen Livestream online gestellt, damit man sich die Show nochmal anschauen kann.
OT: TOTAL RECALL (Kinoversion und Extended Directors Cut) Laufzeit: 118 / 130 Minuten FSK-Freigabe: ab 16 Jahren Studio Columbia Pictures / Originals Film Publisher: Sony Pictures Home Entertainment Herstellungsjahr: USA 2012 Disc: 2 Blu-Rays Tonformate: Deutsch Dolby TrueHD 5.1, Englisch Dolby TrueHD 5.1 sowie Japanisch in Dolby TrueHD 5.1, Türkisch in Dolby Digital 5.1 Bildformat: 2.40:1 Extras: Steelbook ohne FSK-Logo oder Wendecover ohne FSK-Logo Hauptdarsteller: Colin Farell, Kate Beckinsale, Jessica Biel, Bryan Cranston, Bill Nighy, John Cho, Will Yun Lee, Bokeem Woodbine Regie: Len Wiseman Musik: Harry Gregson-Williams
Film:
Gegen Ende des 21 Jahrhunderts, nach dem Dritten Weltkrieg, ist der größte Teil der Erde biologisch und chemisch verseucht. Nur die „Vereinte Föderation Britanniens“, entstanden aus der britannischen und der irischen Insel, und dem ehemaligen Europa, sowie „Die Kolonie“ (ehemals Australien) bieten noch lebensfähige Zustände. Verbunden durch einen gigantischen Lift, genannt „Der Sturz“ (The Fall), welcher sich geradewegs quer durch den Erdkern zieht sind diese beiden Orte miteinander verbunden.
Douglas Quaid, ein einfacher Fabrikarbeiter, wird ständig von dem gleichen Alptraum geplagt, er sieht sich zusammen mit einer Frau von Regierungstruppen gejagt, in die Enge getrieben und festgenommen. Als er trotz aller Warnungen sich dazu entschließt, bei der Firma Rekal Inc. einen Traum implantieren zu lassen, um ebenfalls einmal einen Urlaub von der Realität zu nehmen, geschieht das Unfassbare: Sein Traum gerät zum Alptraum, als er in der Implantierugsmaschine sitzt. Plötzlich sind überall Killer hinter ihm her, und selbst seine Frau will ihn töten. Was ist los und warum passiert das alles mit ihm? Er beschließt daraufhin, nach den Antworten auf seine Fragen zu suchen. Die größte Frage ist aber: Ist es die Realität oder ein furchtbarer Alptraum…
Info:
TOTAL RECALL (Original wie auch Remake) beruht auf der Kurzgeschichte „Erinnerungen en Groß“ des SF-Autors Phillip K. Dick, dessen Geschichten auch die Vorlagen zu „Blade Runner“, „Minority Report“, „Paycheck – Die Abrechnung“, Impostor – Der Replikant“, „The Mirror Darkly – Im dunklen Spiegel“ und viele weitere Filme boten.
Der Film hält sich dabei einerseits an die Erstverfilmung variiert das Thema aber möglichst weitestgehendst, während die Grundidee der Geschichte identisch ist. Er bietet aber auch viele Querverweise an den Schwarzenegger-Film (die dreibrüstige Prostituierte und anderes).
Tricktechnisch gesehen ist das Remake natürlich auf den neusten Stand, das gilt natürlich ebenfalls für das Bild und den Ton und doch ist er einfach nicht so überzeugend wie Arnies Version. Das liegt vor allen Dingen an der Präsenz, die Arnie hat und die Collin Farell doch irgendwie schmerzlich vermissen lässt. Das soll jetzt nicht heißen, dass Schwarzenegger der besserer Schauspieler ist, ganz und gar nicht, sondern dass Farell einfach nicht Arnies Statur hat. Farell ist zwar wesentlich agiler als Arnie macht aber leider nicht soviel her. Dafür ist seine Darstellung von Quaid wiederum erheblich glaubwürdiger.
Was man besonders von zwei anderen Dingen nicht behaupten kann. Das wäre zum einen das biologische und chemische Giftgas, welche die Grenze zu Europa scheinbar nicht überschreiten kann oder will und wie stillstehende Wolken aussieht. Wieso in aller Welt bleiben diese Wolken stehen? Das zweite das mir persönlich noch erheblich saurer aufstößt ist „Der Sturz“! Also einmal ehrlich, eine Liftkabine in der Größe eines Wolkenkratzers, okay von mir aus, aber ein Liftschacht der sich quer durch den Erdball inklusive des flüssigen und wirklich sehr heißen Kerns zieht und dessen Kabine für die Strecke gerade einmal eine Viertelstunde benötigt, sorry bei allem Elan der in diesen Film gesteckt wurde, das ist einfach völlig absurd und nicht mehr glaubhaft. Da war der Flug zum Mars aus dem Original-Film doch wesentlich realistischer.
Jetzt könnte man natürlich behaupten dass sich bis zum Ende des Jahrhunderts die Technik soweit entwickelt hat das so ein Lift möglich wäre oder das Giftgas am vordringen zu stoppen ist, allerdings würde es dann doch erheblich mehr Sinn machen eine Technik zu entwickeln welche die Gifte neutralisiert und die verseuchten Gebiete landwirtschaftlich wieder bebaubar und für Mensch und Tier bewohnbar macht.
Genauso wie in Scharzeneggers TOTAL RECALL stellt sich auch hier die gleiche Frage: Bin Ich Ich, ist das alles nur ein Traum oder ist es doch die schreckliche Realität? Der Film bietet auf diese Frage im Gegensatz zur Story und dem Original dieses Mal eine Antwort. Wer diese Antwort nicht wissen möchte und sich seine Ungewissheit darüber ob es denn nun die Realität oder doch ein Traum ist bewahren möchte, der sollte bei „109.50 Minuten/Sekunden“ der Kinoversion bzw. bei „121.30 Minuten/Sekunden“ des Extended Cut abbrechen.
Bild:
Die Bildqualität ist, wie man es von einer relativ neuen Produktion erwarten kann natürlich erstklassig und im Referenzbereich angesiedelt. Der Schwarzwert ist hervorragend, ebenso wie der Kontrast. Die Farbpalette ist größtenteils natürlich gehalten, manchmal sind die Farben aber auch ein wenig zu satt. Die Fein- und Detailzeichnung sind ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau und kritikunwürdig und die Schärfe ist erstklassig. Kompressionsartefakte sind nicht zu entdecken, ebenso wie Filmkorn.
Ton:
Die Tonspur der Erstauflage (2012) von TOTAL RECALL hatte einen Fehler, wodurch es immer wieder zu Aussetzern kam. Besonders betroffen waren damals ausgerechnet Geräte von Sony, was schon etwas bizarr ist wenn man bedenkt dass der Hersteller dieser Blu-Ray ausgerechnet Sony ist! Mittlerweile ist dieser Fehler ausgeräumt und die BD einwandfrei abspielbar.
Ebenso wie das Bild spielt auch die Tonqualität im Referenzbereich. Die hervorragende Räumlichkeit und Direktionalität gehen hier Hand in Hand. Der Subwoofer hat ebenfalls häufig sehr viel zu tun, manchmal auch zu lasten der Direktionalität und der Räumlichkeit, was allerdings nur ein wirklich winziger Kritikpunkt ist. Die Dialoge werden nicht übertönt und sind ebenfalls die meiste Zeit über gut zu verstehen, können aber hin und wieder etwas zu leise sein. Hier hilft eine leichte Erhöhung der Dialogwiedergabe am AV-Receiver. Von diesen paar Kleinigkeiten abgesehen spielt der deutsche wie auch der englische Ton in der Referenzliga mit.
Bonusmaterial:
Film-BD:
Audiokommentar zum erweiterten Directors Cut mit Regisseur Wiseman
TOTAL RECALL – Hintergrund (Hintergrundinfos während der Film läuft)
Science Fiction vs. Science Fact mit Professor Michio Kaku (9.28 Min)
The Fall – Der Sturz (2.55 Min)
Total Action (20.00 Min):
Colin Farell (3.33 Min)
Kampf im Rekall (3.18 Min)
Die Zerstörung von Rekall (2.24 Min)
Kate Beckinsale (3.15 Min)
Flucht aus der Lobby (1.22 Min)
Jessica Biel (3.38 Min)
Quaid contra Cohagen (3.05 Min)
Eintritt in „Recall“- Previsualisierungs-Sequenzen (25.30 Min):
Flucht aus dem Appatment (1.57 Min)
Der Kampf im „Sturz“ (11.13 Min)
Die letzte Flucht (4.46 Min)
Jagd im Lift (4.34 Min)
Autojagd (3.27 Min)
Fazit:
Das Remake von TOTAL RECALL ist ein moderner SF-Action-Film mit einer tollen Optik, einer Bild- und Tonqualität im Referenzbereich der trotz allem nicht wirklich mit dem Original von 1990 mithalten kann, dafür fehlt, wie schon gesagt, Arnies Präsenz.
Alles in allem aber ein sehr gut gemachte Remake welches sich man unbedingt im Extended Directors Cut ansehen sollte.
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