Was bisher geschah: Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen, da der Todesstern zerstört wurde und es den Rebellen außerdem noch gelungen ist, einen wichtigen Industriekomplex des Imperiums lahmzulegen. Vader bekommt Großgeneral Tagge als Aufpasser vor die Nase gesetzt und bemerkt, dass der Imperator Geheimnisse vor ihm hat. Er baut heimlich eine Privatarmee aus Droiden auf, die er sich mit Hilfe der Archäologin Aphra von Geonosis besorgt. Unterstützt wird er von den Folterdroiden BT-1 und Triple-Zero. Gleichzeitig schickt er einen Kopfgeldjäger, einen gewissen Boba Fett, los, um etwas mehr über den Piloten in Erfahrung zu bringen, der den Todesstern zerstört hat…
„Ich bin Tripel-Zero und ich diene der… oh, verflixt! So viele Sprachen. Wie heißt das Wort noch gleich? – Ach ja, genau das. Danke BT. Ich diene der Ablenkung!“ – Tripel-Zero
Darth Vader hat seine Privatarmee aufgestellt. Triple-Zero hat einen Vertrauten des Imperators gefoltert und so den Standort einer Raumstation erfahren. Dort soll auf des Imperators Geheiß irgendeine Aktion vorbereitet werden. Vader vermutet, dass es um beziehungsweise gegen ihn geht. Mit seiner Droidenarmee überfällt er die Station, als er unerwartet auf ziemlich heftigen Widerstand stößt. Ihm stellen sich Leute in den Weg, die zwar geschickt im Kampfstil der Jedi sind, aber nicht oder nur schwach in der Macht begabt. Wie sich herausstellt, sucht der Imperator nach mehr als nur einem Ersatz für Vader – er sucht einen Ersatz, der genauso skrupellos und grausam ist wie ein Lord der Sith, ohne allerdings stark in der Macht zu sein. In der Station wurden verschiedene Lebewesen mit Technik und Technoimplantaten darauf trainiert, diese Rolle auszufüllen. Vader ist entsetzt, der Imperator hocherfreut…
Rezension
Diese Folge schlägt ein weiteres dunkles Kapitel auf. Na gut, was will man erwarten, wenn es um die Sith geht? Hier wird die Skrupellosigkeit von Imperator Palpatine nochmal deutlich: Er will zum Ziel kommen. Wenn Vader ihm nicht mehr nützlich sein kann, wird er ersetzt, im Zweifel auch durch eine Kampfmaschine ohne Machtbegabung. Genau genommen ist das sogar ein raffinierter Schachzug. Palapatine hat ja – in Episode III – die Geschichte von Darth Plagues erzählt, der von seinem Schüler ermordet wurde. Sollte der Imperator einen Ersatz für Vader finden, der nicht machtbegabt ist, droht ihm dieses Schicksal zumindest mal nicht, da er in der Hinsicht der Überlegene bleibt. Wenn es aber Vader gelingt, über die anderen Kämpfer zu triumphieren, ist jener nach den Rückschlägen wieder zu alter Form aufgelaufen und wieder nützlich. Palpatine ist immer noch der alte Ränkeschmied aus den Prequels. Ein interessanter Faktor kommt durch Boba Fett hinzu: Nicht nur dass wir durch die Comics jetzt wissen, wie Vader Fett kennengelernt hat – zumindest auf Kopfgeldjägerebene, er ist Boba ja in Episode III auch schon mal kurz auf Geonosis begegnet -, er bringt auch die Kunde, wie der Name des Piloten lautet, der den Todesstern zerstört hat. Und das ist eine Tatsache, die Vader wiederum vor dem Imperator geheim hält. Es bleibt weiterhin spannend, wie das alles auf Episode V zuarbeitet.
„Fühlen Sie dieses prickelnde Stechen? Das ist Radioaktivität!“ – Doktor Alexis Zarkov
Neu und doch alt: Die Schwarz-Weiß-Fassung von „Flash Gordon“ kehrt zurück auf DVD – diesmal in der nicht verstümmelten Fassung.
Im Zuge des Trubels um den Kinofilm „Flash Gordon“ von Dino di Laurentiis präsentierte die ARD Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre unter dem seltsamen Spartentitel „Opas Weltraumkino“ eine deutsche Fassung von alten Schwarz-Weiß-Serials, die in den USA in den 1930ern entstanden waren: Zwei Serials mit dem Titelheld Flash Gordon und eines mit Buck Rogers. Es war meine erste Begegnung mit diesen Serien und ihren kleinen Eigenheiten, dem übertriebenen Pathos der Entstehungszeit und dem merkwürdigen Ende einer jeden Episode mit dem, was man heute „Cliffhanger“ nennt. Aber trotzdem nahmen mich die Abenteuer von Flash Gordon auf fremden Papmachéwelten gefangen und ich wollte Woche um Woche wissen, wie es weitergeht.
Flash Gordon war ursprünglich eine Comicfigur, erfunden von dem Zeicher Alex Raymond und veröffentlicht als Fortsetzungsgeschichte für den Verlag King Features, der verschiedene Zeitungen mit gezeichneten Bildgeschichten versorgte. Der Titelgebende Flash Gordon ist ein Polospieler, der im Flugzeug unterwegs ist, als sich eine Katastrophe abspielt: Ein Komet rast auf die Erde zu und droht, diese zu zerstören. Die atmosphärischen Störungen, die dadurch verursacht werden, bringen das Flugzeug zum Absturz. Flash Gordon und Dale Arden, die sich ebenfalls an Bord der Maschine befindet, landen mit dem Fallschirm auf dem Grundstück des genialen Wissenschaftlers Doktor Zarkov, der fieberhaft an einer Möglichkeit arbeitet, die Erde zu retten. Er will eine Rakete in den Kometen lenken und so dessen Bahn ändern. Das Problem ist allerdings, dass diese Rakete bemannt sein muss, damit sie ihr Ziel erreicht und Zarkovs Assistent ist geflohen. Als nun Flash und Dale bei ihm notlanden, sieht er seine Chance gekommen. Er zwingt sie mit vorgehaltener Pistole, in seine Rakete zu steigen und startet. Doch als er auf den Kometen zusteuert, will Zarkov sich nicht mehr zur Rettung der Erde selbst opfern und zurückfliegen. Gordon will das verhindern, die beiden Männer kämpfen und die Rakete wird vom Kurs abgelenkt und landet auf einem fremden Planeten mit Namen Mongo. Dort herrscht Ming der Gnadenlose und die drei Besucher von der Erde müssen sich allerlei Gefahren auf dieser fremden Welt stellen.
Der Comic wurde schnell sehr erfolgreich, so dass schon 1936 ein Kinoserial produziert wurde. Bei der Umsetzung des Comics wurden ein paar Dinge geändert, die der Geschichte nur gut taten. Alex Raymond ist ein fantasievoller Geschichtenerzähler, aber gerade bei Flash Gordon fällt auf, dass die Handlung keiner Struktur folgt. Handlungsfäden werden begonnen und plötzlich zugunsten von anderen Handlungsfäden fallengelassen und entweder gar nicht mehr oder erst sehr viel später wieder aufgenommen. Bestes Beispiel ist der Komet, der die Erde bedroht: Nachdem Gordon, Zarkov und Dale Arden auf Mongo gelandet sind, ist davon keine Rede mehr. Die drei müssen sich der Bedrohung durch Ming stellen, was aus der Erde wird, erfährt der Leser nicht. Erst sehr sehr viele Folgen später, als Ming endlich besiegt ist, wird gezeigt, dass die Erde nicht zerstört wurde. Was aus dem Kometen wurde, wird allerdings auch nicht gesagt.
Das Serial war auf 13 Folgen angelegt und damit war ein Rahmen und ein Ziel vorgegeben. Die Handlung wurde geändert und erweitert: Die Erde wird nicht durch einen Kometen bedroht, sondern durch den Planeten Mongo selbst, der auf diese zurast. Zarkov will entsprechend auch nicht den Planeten durch einen Zusammenstoß mit seiner Rakete aus der Bahn werfen, sondern dort landen, weil er sich sicher ist, dass der Planet bewohnt ist. Auf dem Planeten gibt es Energie, diese will Zarkov nutzen, um die Bahn des Planeten zu ändern. Und er zwingt Gordon und Dale Arden auch nicht, mitzufliegen, Gordon bietet sich selbst an, als er hört, dass Zarkovs Assistent abgehauen ist. Der Kampf gegen Ming bekommt eine andere Motivation: Als die Raumfahrer auf Mongo landen, erfahren sie, dass Ming den Planeten absichtlich auf die Erde lenkt, um diese zu zerstören. Ming zu stürzen rettet also auch die Erde. Dazu verbünden sich die drei mit verschiedenen Bewohnern von Mongo und erleben phantastische Abenteuer.
Jede Folge ist ungefähr 15 bis 20 Minuten lang und endet immer mit einer gefährlichen Situation für einen der Haupthelden – meistens Gordon selbst. Und häufig sehen wir auch das besondere Stilmittel der Serials, die so genannte „falsche Fährte“. Das bedeutet, das eine Situation am Ende einer Folge stark dramatisiert wurde, am Anfang der nächsten Folge wurde das dann entschärft. Beispielsweise konnte es sein, dass man sieht, wie der Held von einem Schuss durch einen Bösewicht getroffen zu Boden sinkt, die Folge ist zuende, die Fortsetzung setzt dann ein paar Momente vor dem gewissen Schuss ein und wir sehen, wie der Held nicht getroffen wird, sondern gerade noch auf die Seite springen kann.
Die Handlung ist spannend geschrieben, wenn auch viele der Ideen bei genauerer Betrachtung den neuen Erkenntnissen der Wissenschaft widersprechen. Das Zitat oben stammt beispielsweise aus dem zweiten Serial und mit diesen Worten drückt Zarkov Gordon ein Reagenzglas mit einer radioaktiven Flüssigkeit in die Hand. Wäre die Radioaktivität wirklich so stark, dass Gordon diese als „prickelndes Stechen“ wahrnehmen könnte, wäre seine Hand verbrannt und er und Zarkov innerhalb kürzester Zeit tot. Überhaupt, Doktor Zarkov: Der Mann kann alles und zaubert ständig irgendeine neue Entdeckung oder Erfindung aus dem Hut, die den Helden in der momentanen Situation nützlich sein kann. Besonders haben es ihm Strahlen angetan, Strahlen, die unsichtbar machen, Strahlen, die sofortige Lähmung bewirken, Strahlen, die eine ganze Stadt schweben lassen… der Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Wenn man sich von sowas nicht den Spaß verderben lässt, ist man gut unterhalten.
Was die Ausstattung betrifft, mussten sich die Studios einiges einfallen lassen. Spezialeffekte, etwa von fliegenden Raumschiffen, mussten produziert werden. In einigen Szenen wurden echte Echsen gefilmt und per Trick auf die Größe eines Dinosauriers gebracht. Und es wurde wiederverwendet: Viele Hintergrundbilder stammten aus anderen Filmproduktionen, Teile von Zarkovs Labor aus einer Frankenstein-Verfilmung und sogar ganze Ausschnitte wurden von anderen Filmen verwendet (die Lawine auf der Eiswelt Frigia beispielsweise stammt aus dem Film „Die weiße Hölle von Piz Palü„).
„Flash Gordon“ wurde ein Erfolg und schon damals galt: Wenn es erfolgreich ist, wird eine Fortsetzung produziert. In diesem Fall war das ein zweites Serial mit 15 Folgen und dem Titel „Flash Gordon’s Trip to Mars“. Die Handlung, die auch um Azura, die Königin der Magie geht, stammt zwar aus den Comics, wurde aber stark verändert. Ming, der seinen Tod im ersten Serial doch überlebt hat, ist von Mongo zum Mars geflohen, wo Azura herrscht. Vom Mars aus richten sie eine gewaltige Strahlenkanone, die „Nitron-Lampe“, auf die Erde. Als Folge davon kommt es auf der Erde zu Umweltkatastrophen. Irgendwann wird die Erde in eine Wüste verwandelt werden. Also brechen Gordon, Zarkov und Dale Arden, diesmal begleitet von dem neugierigen Reporter Happy Hapgood, zum Mars auf, um ihm das Handwerk zu legen. Dieses zweite Serial kam 1938 in die Kinos und war genauso erfolgreich wie das erste.
Da zu dem Zeitpunkt in Deutschland gerade das Tausendjährige Reich herrschte, kam Gordon mit einer Verzögerung von fast 50 Jahren nach Deutschland. Für die dritten Programme der ARD wurden die Serials „Flash Gordon“ und „Flash Gordon’s Trip to Mars“ synchronisiert. Reinhard Glemnitz sprach Flash Gordon, Niels Clausnitzer Doktor Zarkov und Ming wurde von Fred Maire synchronisiert. Außerdem wirkten noch Hartmut Neugebauer (Prinz Barin) und Christina Hoeltel (Prinzessin Aura) mit. Für die besondere Dramatik sorgte Klaus Kindler: Er war der Sprecher, der den Episodentitel vorlas, die Einführung sprach (in der erzählt wurde, was bisher geschah) und außerdem stellte er am Schluss jeder Folge die bedeutungsschwangere Frage, ob der Held denn der Gefahr, in der wir ihn soeben gesehen haben, entkommen wird, gefolgt von einem dramatischen „Fortsetzung folgt!“.
Und so lernte ich die Serials kennen. Was ich nicht wusste: Es war noch ein drittes produziert worden mit dem Titel „Flash Gordon conquers the Universe“. Es war 1940 in die Kinos gekommen, doch bei der ARD sah man von einer Synchronisation ab. Ich vermute mal, das lag an den ziemlich eindeutigen Anspielungen, denn 1940 stimmte man die Amerikaner auf den Krieg gegen Deutschland ein und das Serial ist ein Abbild davon. Während Ming etwa in den bisherigen Serien sehr asiatisch aussah (was allein schon der Name „Ming“ sagt), so trugen er und seine Vasallen dieses Mal Paradeuniformen, die stark an preußische Uniformen erinnerten. Außerdem unterhielt Ming Konzentrationslager (sic!), machte Menschenversuche und tötete Menschen in so genannten „dust chambers“ (wörtlich „Staubkammern“, Ming hat einen tödlichen Staub entwickelt, der zu einem Menschen in eine geschlossene Kammer eingelassen wird). Und auch bei der Ausstattung konnte man eine gewisse Symbolik erkennen: Prinz Barin und seine Leute erinnerten sehr stark an Robin Hood und seine Gesellen, sie symbolisieren England, die Bewohner der Eisregion Frigia sahen mit ihren Pelzmützen sehr russisch aus. Wenn man dann noch Flash Gordon als Amerikaner dazunimmt, hat man die Aliierten zusammen, die gegen einen bösen Diktator kämpften. Das alles war der ARD wohl zu heiß und so blieb es erstmal.
Doch ein paar Jahre später nahm sich RTL der Sache an, und damit wurde es leider hässlich. Die beiden bestehenden Serials wurden so geschnitten, dass jede Folge etwa 25 Minuten lang war. Damit wurden die markanten Cliffhanger entfernt. Da damit aber die Einführung der Episode mit „Was bisher geschah…“ nicht mehr stimmte, musste der Text ergänzt werden. Dazu nahm man einen anderen Sprecher. Und dadurch, dass die Handlung sich verschob, stimmten die Episodentitel nicht mehr. Die Krönung kam im zweiten Serial, als gegen Ende offenbar aus Zeitgründen einfach eine halbe Folge gekürzt wurde und der zweite Sprecher erzählte, was der Zuschauer nicht zu sehen bekam. Außerdem wurde so getan, als gäbe es nicht drei Serials, sondern nur eine lange Serie: Die Titelmusik von Serial 1 wurde bis zur letzten Folge durchgezogen. Das führte sogar zu Fehlern, denn sowohl bei Dale Arden als auch bei Prinzessin Aura wechselte die Darstellerin in Serial 3, der Vorspann war aber immer noch der gleiche. Selbiges gilt auch für Prinz Barin.
Dafür wurde aber diesmal auch das dritte Serial synchronisiert, doch auch hier leistete man sich grobe Schitzer. Von der Originalsynchro war nur Reinhard Glemnitz noch dabei, alle anderen Figuren bekamen neue Sprecher. Und mit dem Wegschneiden des „Was bisher geschah…“ wurde das Serial um ein Charaktermerkmal beraubt, das jeder Science-Fiction-Fan heutzutage kennen sollte: Das Vorwort als nach hinten wegfliegende Schrift. George Lucas hat sich nämlich für „Star Wars“ von dem Vorwort von „Flash Gordon “ inspirieren lassen.
Leider war die RTL-Version diejenige, die seither im Fernsehen gezeigt wurde und die vor ein paar Jahren auch auf DVD herausgekommen ist. Wer „Flash Gordon“ in seiner richtigen Fassung sehen wollte, musste sich ein englisches DVD-Set besorgen.
Ich hatte eigentlich wenig Hoffnung, dass sich daran etwas ändern würde. Ich hätte nicht gedacht, dass es genug Interessenten geben könnte, um den Aufwand zu betreiben, den Originalzustand wieder herzustellen. Doch StudioCanal hat es tatsächlich gemacht und ein Flash-Gordon-Komplettset herausgebracht. Endlich kann man die Serien wieder auf Deutsch in ihrer ganzen Pracht anschauen. Es gibt ein paar kleine Wermutstropfen, die man aber hinnehmen muss und die das Gesamtbild nicht allzu sehr trüben. So mussten zum Beispiel für die Episodentitel der ersten Serie teilweise selbst erzeugte Standbilder her, was man sehr deutlich sieht. Außerdem wurden in der RTL-Synchro von Serie 3 auch Kürzungen vorgenommen, beziehungsweise es wurden Szenen weg gelassen, die nicht synchronisiert wurden. Diese Szenen wurden wieder eingefügt, sind allerdings nur im Orignalton mit Untertiteln vorhanden.
Und a propros „Originalton“: Wegen der seltsamen Schnittfassung konnte beim vorherigen DVD-Set der englische Originalton nicht mitgeliefert werden. In diesem Set ist er dabei. Da die Filme aber schon über 70 Jahre alt sind, ist der Ton natürlich nur Mono. Bei der Bildqualität muss man auch entsprechend ein paar Abstriche machen, aber das ist einfach der Zeit geschuldet. Das DVD-Set ist ein schönes Stück Kinogeschichte und für mich pure Nostalgie.
Das Set besteht aus vier DVDs in einer Hülle, die in einem Pappschuber steht. Das Design ist, wie man am Bild oben sehen kann, der alten Serie angepasst. Und der Preis ist für 722 Minuten Film angemessen.
„Opas Weltraumkino“, so hat man das damals genannt. Und wem da genauso wie mir ganz nostalgisch wird, der wird an dem Set seine Freude haben. Jetzt warte ich eigentlich nur noch auf ein Komplettset der „Buck Rogers“-Serie von 1939.
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„Ihr habt den Erdenmann gehört, jetzt habe ich das Wort!“ – Imperator Ming
Vom ersten Tag an brach STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT alle Rekorde an den Kinokassen und wurde mit über zwei Milliarden Dollar Einnahmen weltweit zum Kino-Event einer ganzen Generation. Und endlich kann man sich den aktuellsten Teil der Saga aus einer weit, weit entfernten Galaxis nach Hause holen: am 28. April 2016 hält der epische Film voller atemberaubender Momente auf Blu-ray und DVD Einzug in die heimischen Wohnzimmer, bereits ab 15. April ist der Film im digitalen Verkauf verfügbar.
Entdecken Sie die Geschichte hinter der Entstehung von STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT und begeben Sie sich mit ausführlichen Dokumentationen und noch nie gesehenem Bonusmaterial auf eine faszinierende Reise hinter die Kulissen. Umfassendes Filmmaterial, bisher unveröffentlichte Szenen und exklusive Interviews mit den Schauspielern und Filmemachern lüften die spannendsten Geheimnisse. Das Bonusmaterial der Blu-ray und Digital beinhaltet folgendes*:
Die Geheimnisse hinter DAS ERWACHEN DER MACHT – Der Dokumentarfilm zeigt zum ersten Mal die gesamte Geschichte hinter der Entstehung von DAS ERWACHEN DER MACHT. Umfangreiches Filmmaterial und exklusive Interviews mit den Schauspielern und Filmemachern enthüllen verblüffende Fakten.
Drehbuchlesung der Schauspieler– Bereits vertraute und neue Mitglieder des Schauspieler-Ensembles berichten über den unvergesslichen Tag, an dem sie zum ersten Mal zusammen kamen, um das Drehbuch zu lesen.
Die Entwicklung von BB-8 – Sehen Sie, wie die Filmemacher den neuesten Droiden zum Leben erweckten und mit ihm auf Anhieb einen echten Fan-Liebling im STAR WARS Universum schufen.
Kreaturen erschaffen – Erleben Sie echte Filmmagie, wenn die Filmemacher neue Kreaturen zum Leben erwecken.
Der Lichtschwert-Kampf im Schnee – Tauchen Sie tiefer ein in den epischen, sich zuspitzenden Lichtschwert-Kampf zwischen Rey und Kylo Ren.
John Williams: Die siebte Sinfonie – Der legendäre Komponist gibt einen persönlichen Einblick in seine Arbeit am Soundtrack zu STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT.
ILM: Die visuelle Magie der Macht – Ein Insider-Blick auf die bemerkenswerte, digitale Kunstfertigkeit der visuellen Effekte im Film.
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Quelle: Walt Disney Studios
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Also, was einfallen lassen tun sie ja schon, die Macher vom neuen YPS. Auch wenn die Jahreszeit… hm, na ja, vielleicht nicht so ganz danach ist, das im November erschienene YPS Nr. 1266 hat für das Gimmick das Thema „Abenteuer“ gewählt, was ja eigentlich mehr ins Frühjahr, respektive den Sommer passt. Zumindest ich assoziiere das so, denn die Abenteuerserien von YPS beinhalteten grundsätzlich Gimmicks, die für die Anwendung draußen gedacht waren, wie zum Beispiel das Abenteuerzelt. Aber dafür ist in diesem Heft nicht ein, sondern gleich zwei Gimmicks: das bekannte Abenteuerhandbuch – inhaltlich auf den neuesten Stand gebracht – und ein Multifunktionswerkzeug, allerdings diesmal in der Erwachsenen-Ausführung. Falls Ihr also YPS bei dem einen oder anderen Zeitschriftenhändler immer noch bei den Kinderzeitschriften einsortiert findet, macht ihn darauf aufmerksam, dass das dort nicht hingehört. Speziell dieses Gimmick birgt bei unsachgemäßer Handhabung Verletzungsgefahr, aber dazu komme ich noch. Schauen wir uns das Heft an.
Das Titelbild
Das Titelbild von Nr. 1266 ist diesmal von Comiczeichner Martin Tazl gestaltet und im Stil eines Abenteuerfilm-Kinoplakat gehalten. Und der Schriftzug „Der Tempel des Karos“ verrät auch schon, welche Filmreihe da konkret Pate gestanden hat: „Indiana Jones“. Und um noch konkreter zu werden: Yps trägt nicht nur Indys Lederjacke, den Hut und die Peitsche, die Art, wie er zwischen den zwei Säulen steht, ist einem Kinoplakat von „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ nachempfunden.
Das Gimmick
Abenteuer-Gimmicks bildeten in YPS eigentlich immer eine Reihe, was bei einer wöchentlichen Publikation auch einfach möglich ist. Bei der vierteljährlichen Erscheinungsweise muss man sich was einfallen lassen – also, warum nicht zwei Gimmicks auf einmal? Das Abenteuerhandbuch ist seit Juli 1979 immer wieder mal erschienen. Nicht jede Abenteuerreihe hatte das Handbuch dabei, da die Reihen teilweise unterschiedliche Gimmicks beinhalteten, aber mindestens 3 Versionen davon gibt es. Mit jedem Erscheinen wurde das Buch aktualisiert, das gilt natürlich auch für die vorliegende Ausgabe. Als zweites Gimmick wurde ein Multifunktions-Werkzeug beigelegt. Etwas ähnliches gab es in der alten Serie auch schon, aber das neue Gimmick ist aus Metall – und daher unbedingt nur für Erwachsene, zumindest aber ältere Jugendliche gedacht. In mehreren Rezensionen zum Heft wurden die scharfen Kanten erwähnt – aber das ist klar: die scharfe Kante des Werkzeugs dient als Taschenmesser. Außerdem gibt es Funktionen wie eine Säge, Flaschenöffner, Schraubendreher oder ein Dosenöffner.
Standen bei anderen Gimmicks hauptsächlich der Spaß im Vordergrund, handelt es sich bei dem „Survial-Tool“ genannten Werkzeug tatsächlich um etwas, das auch einen praktischen Nutzen hat. Es hat ungefähr die Größe einer Kreditkarte, kann also leicht verstaut und mitgeführt werden. Aber Achtung! Aufgrund der „Taschenmesser-Kante“ dürfte das Werkzeug zu den Sachen gehören, die man nicht in die Kabine eines Flugzeugs mitnehmen darf. Also unbedingt dran denken, bevor man an der Sicherheitskontrolle am Flughafen das Werkzeug entsorgen muss.
Das Heft: Die Artikel
Im Vorwort des Hefts wird gleich eine Aktion verkündet: Ein YPS-Leser wird von Martin Tazl auf das Cover des Heftes gezeichnet werden. Welcher, das wird über einen Wettbewerb bestimmt, man muss ein Porträtfoto von sich selbst an YPS senden und dazu schreiben, warum man unbedingt auf den Titel muss. Der Sieger bekommt das umgestaltete Cover dieser Ausgabe – wenn ich die Zeichnung auf der Seite richtig deute, wird Kaspar rausretuschiert und der Leser reingesetzt – als Poster-Unikat.
Die Leserbriefe handeln unter anderem von den Erfolgen vergangener Gimmicks, es gibt wie immer Leserzeichnungen und im YPS Extra-Blatt fällt eine Kleinanzeige auf, die mit „Fred Kipka“ unterzeichnet ist und auf einen Sammelband von Geschichten der „Gespenster GmbH“ aufmerksam macht. Der Gag: Fred Kipka ist der Zeichner dieser Geschichten und auf diese etwas subtile Weise wird auf den Sammelband aufmerksam gemacht, der übrigens in Kipkas eigenem Verlag erschienen ist.
Neben der obligaten Seite zum Gimmick gibt es nochmal ein paar Tipps zum „Überleben in der Wildnis“ von Oilver Burghart, der eine Einzelkämpferausbildung bei der Bundeswehr genossen hat. Doch damit nicht genug: Ein großer Artikel widmet sich der Zubereitung von Insekten. Falls man unterwegs mal Hunger bekommt…
Nicht fehlen darf natürlich auch in dieser Ausgabe eine doppelseitige Vorstellung von Gimmicks, die leider zu groß oder zu teuer sind, um sie dem YPS-Heft beizulegen. Zu groß und zu teuer wäre auch ein echter Tischfußball-Tisch (was für ein redundantes Wort!), aber dafür erteilt ein Tischfußball-Profi Tipps, wie man das eigene Spiel mit dem runden Plastik (aus Leder ist der Ball ja nicht) verbessern kann.
Unter der Rubrik Fahrzeuge wird diesmal ein Blick auf die Automobile der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland geworfen, und zwar seit Adenauer 1949. Man stellt fest, dass lange Zeit Mercedes die Nase vorn hatte, aber dann mit VW, Audi und BMW auch andere deutsche Marken zum Zug kamen.
Die Rubrik YPS Trivia kümmert sich in diesem Heft um das Allerweltswissen zum Thema „Reisen“. Die „RiskMap“, also eine Karte, die das Reiserisiko in jedem Land in Bezug auf Sicherheit und Politik anzeigt, ist leider etwas klein geraten. Vor allen Dingen bei kleinen Ländern, wie etwa in Mittelamerika oder Afrika, hat man Probleme, die Symbole genau zu erkennen.
Auf den Vorschlag eines Lesers geht der Artikel „Animationsprogramm“ zurück: Ein Rückblick auf die Zeichentrickserien der 1980er Jahre. Man erfährt zum Beispiel – was ich auch nicht wusste -, dass einer der fleißigsten Schreiber für „The Real Ghostbusters“ J. Michael Straczynski war, der später das Weltraum-Epos „Babylon 5“ zum Fernsehen brachte.
Ach ja, hatten wir eigentlich schon genug Abenteuer in diesem Heft? Nein? Na dann, noch ein Artikel über das „Überleben in der Wildnis“, diesmal aber ganz speziell und zur Jahreszeit passend zum Überleben im Freien bei Eis und Schnee.
Und wo wir es gerade von der Jahreszeit hatten: „Life Hacks“ werden ja immer beliebter. Für die zwei Leute, die nicht wissen, was das ist: Bei einem „Hack“ wird ein Gegenstand zu einem anderen Zweck verwendet wie der, für den er eigentlich gedacht war. „Life Hacks“ sind nun solche Zweckentfremdungen, die im alltäglichen Leben mit alltäglichen Gegenständen nützlich sind. Mit anderen Worten: Improvisieren an Weihnachten, schön erklärt.
Gestern & Heute darf natürlich auch nicht fehlen. Wieder geht es um Dinge, die auf eine Lange Geschichte zurückblicken können und sich natürlich weiterentwickelt haben. Und ja, um die Fantastischen Vier (die Musikgruppe) geht es auch.
Bleiben wir bei Dingen, die sich weiter entwickelt haben: Computerspiele! Dazu gab es schon einen Artikel im vorigen Heft, die Reihe wird in diesem fortgesetzt. Und es sind ein paar Sachen dabei, die ich selbst schon fast vergessen hatte.
Flipper-Automaten entstanden in einer Zeit, als die Computerspiele noch nicht so vielseitig waren wie heute. Die Flipper waren es dafür umso mehr. In Schwerin gibt es ein Museum, dass sich den immer seltener werdenden Spielmaschinen widmet.
Die Stimme aus der Vergangenheit ist in diesem Heft Hubert Kah, im bürgerlichen Leben Hubert Kemmler. Die Lieder „Sternenhimmel“ und „Einmal nur mit Erika“ dürften eine gewisse Bekanntheit haben, aber habt Ihr gewusst, dass Kemmler auch an „Blue Night Shadow“ von Two of Us beteiligt war, sowie „Around my Heart“ von Sandra mitgeschrieben hat? Im Interview redet er über die Neue Deutsche Welle und die schwierige Zeit danach.
Das Heft: Die Comics
Die zweite Hälfte des Heftes beinhaltet die Comics. Martin Tazl steuert ein neues YPS & Co-Abenteuer bei, als Neudruck alter Comics gibt es den Gimmick-Comic (allerdings nur zum Abenteuerhandbuch), den Krimi-Comic die Gespenster GmbH und Isegrims Abenteuer. Weitere neue Geschichten gibt es von Der Rote Korsar, Pif & Hercules und die Weihnachtscartoons von Michael Holtschulte. Die Geschichte vom „Roten Korsar“ ist ein Auszug aus der Gesamtausgabe des Comics, die – natürlich – bei Egmont Ehapa erscheint. Aber es ist neben den Cartoons von Holtschulte ein weiterer Versuch, im Heft „erwachsenere“ Geschichten unterzubringen. Kritisiert wurde wiederholt von YPS-Fans, dass in den „Pif“-Geschichten die Figur, die früher jahrelang als „Professor Belpomme“ bekannt war, nun unter dem Namen „Reagenz“ auftritt. Ich musste meine ganzen, nur noch fragmentär vorhandenen Französischkenntnisse zusammennehmen, damit ich den Eintrag über Pif in der französischen Wikipedia nachlesen konnte, weil ich den Verdacht hatte, dass „Belpomme“ ein französischer Begriff ist, der irgendwas bedeutet und „Reagenz“ der Versuch ist, diesen ins Deutsche zu übertragen. Aber siehe da: Nein, ist er nicht, „Belpomme“ ist ein Eigenname (es gibt auch tatsächlich einen echten Professor Dominique Belpomme) und die Figur heißt auch im Original so (Krapulax übrigens auch). Warum die Namensänderung in der neuen deutschen Version erfolgte – keine Ahnung.
YPS mit Gimmick Nr. 1266: Die Zusammenfassung
Das Heft steht seinen Vorgängern in nichts nach, es hat eine gute Mischung von Artikelthemen und Comics. Schwerlich vermisst werden allerdings – nicht nur von mir – Yinni und Yan. Mit dem Artikel über die Zeichentrickserien der 1980er Jahre hat die Redaktion gezeigt, dass sie auch auf Leservorschläge eingeht. Und das werden sie müssen, denn YPS wird sich weiterentwickeln müssen, wenn es Bestand haben soll. Leserbefragungen wurden ja schon durchgeführt und wir dürfen gespannt sein, was daraus neues hervorgeht und in welche Richtung die Entwicklung geht.
Das nächste Heft war angekündigt für den 12. März 2015. Und meine Abo-Verlängerung war schon gezahlt…
Rechtzeitig zum Ende eines Monats, der zwar mit „A“ anfängt, aber besser „April“ hieße als „August“, kam 2014 das neue YPS mit Gimmick des Wegs. Die Redaktion hat sich diesmal wieder ein neues Gimmick einfallen lassen. Oder auch nicht. Man kann vielleicht sagen, dass ein bekanntes Gimmick etwas aufgemotzt wurde: die Urzeitkrebse, in dieser Ausgabe als „XXL-Urzeitkrebse“. Die Ausgabe ist 100 Seiten stark und wie seit dem Neustart üblich wartet sie mit einem Mix aus Artikeln, Interviews und Comics auf. Die Begeisterung für das neue YPS scheint ungebrochen zu sein, denn wieder einmal wieder eine Sonderpublikation angekündigt: das „YPS-Witzebuch“ mit den besten Witzen aus mehr als 1.000 Heften.
Das Heft
Dem aufmerksamen Betrachter fällt auf, dass es nochmal eine Änderung an der Verpackung des Hefts gegeben hat: War die Folie beim vorigen Heft noch durch einen Klebestreifen am oberen Rand verschlossen, ist sie hier komplett zugeschweißt. Wir sind also fast wieder dort angekommen, wo YPS schon einmal war. „Fast“ deswegen, weil die Folie stabiler ist als bei den alten YPS-Heften. Ich spekuliere mal, dass das einen Vorteil beim Postversand der Hefte hat. Das Cover des Hefts bildet ein Kreuzworträtsel. Was es damit auf sich hat, steht im Vorwort.
Das Gimmick
„Die XXL-Urzeitkrebse“ sind eine echte Überraschung. Zum einen hat niemand so schnell wieder mit den Krebsen gerechnet (immerhin war es das Gimmick der ersten Neu-Ausgabe, also noch nicht so lange her), zum anderen wurde eine kleine Änderung vorgenommen. Bei den bisherigen Urzeitkrebsen handelte es sich um Salinenkrebse. Die in diesem Gimmick gehören der Gattung Triops longicaudatus* an und können bis zu 8 cm lang werden. Mit den Krebseiern kommen verschiedene Packungen mit Nährstoffen sowie eine Anleitung zu Aufzucht und Pflege der XXL-Urzeitkrebse. Die Packung des Gimmicks ist wiederum mit Spezialklebstoff auf das Heftcover geklebt und lässt sich rückstandslos entfernen.
Die Artikel
(c) Egmont Ehapa
Eingeleitet wird das Heft wie immer mit den Redundanz-Seiten, also Sachen, die sich um YPS allgemein und das aktuelle Heft speziell drehen, das Vorwort, die Leserbriefe, Bilder von Fans und Freunden, dem Extrablatt und der Gimmick-Seite.
Direkt mit dem Gimmick hängt auch der Artikel Deutsche Urzeitkrebse zusammen. Denn eine Gattung der Triops kann man in Deutschland sozusagen in „freier Wildbahn“ beobachten. Und im nächsten Artikel geht es um Evolutionsbremsen generell, also um Tiere, die sich, ganz wieder der Triops, seit Urzeiten nicht weiterentwickelt haben. Wobei der Begriff „Evolutionsbremsen“ etwas hart gewählt ist, sie haben sich einfach nicht weiterentwickelt, weil es keinen Anlass gab. Und wie wir alle wissen: „Never change a running system!“
Unter dem Thema Kurioses Wissen geht es in YPS-Manier um merkwürdige Tatsachen aus dem Tierreich, zusammengesammelt auf einer Doppelseite.
Der Dino-Schöpfer Thomas Stern ist die Hauptperson des Artikels zum Thema „Nostalgie-Bewahrer“. Und das Wort „Schöpfer“ ist wörtlich zu nehmen: Er baut Dinos aus Beton und Stahl.
„Klingan dJoy ra ata ha?** Das spielt keine Rolle!“ Ja, daran kann ich mich noch erinnern, mit diesen Worten wurde man von einem feindlich gesonnenen Klingonen bei dem Video-Brettspiel zu „STAR TREK – The Next Generation“ auf der ENTERPRISE begrüßt. Der Klingone benutzte noch ein paar andere Wort in seiner Sprache, einen Spieler nannte er „puJ“ (Klingonisch „schwach“) und er forderte mehrmals, dass einzelne Spieler „biJ“ erfahren (Klingonisch „Bestrafung“). Wer sich für sowas interessiert, im Heft gibt es einen kurzen Klingonisch-Kurs.
Bei den Fahrzeugen blickt man in dieser Ausgabe ausnahmsweise mal nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft. Vorgestellt werden Elektroautos.
Natürlich werden auch diesmal wieder verschiedene Dinge von Gestern & Heute miteinander verglichen, Schreibgeräte, Kaugummis und mehr.
Für die YPS-Leser, die etwas weitergehen wollen mit ihrem Forscherdrang bietet sich eine Möglichkeit in dem Artikel Biohacking, wo es um hausgemachte Genmanipulation geht.
In einer der vergangenen Ausgaben wurde ein Freiwilliger gesucht, der zum Römer auf Probe wird und das Leben um die Zeitenwende mal ausprobiert. Im aktuellen Heft wird über seine Erlebnisse berichtet.
Bei den Konsolen-Videospielen wird diesmal geschaut, wie sich einzelne Spiele von damals bis heute weiterentwickelt haben, beziehungsweise welche Spiele Inspiration für welche Nachfolger waren.
Rüdiger Nehberg berichtet davon, wie man ein improvisiertes Floss zusammenbauen kann.
In McGyvers Spuren tritt der Artikel Life Hacks, der aus Alltagsgegenständen nützliche Problemlöser baut.
Unter der Überschrift Legende wird diesmal Francois Corteggiani interviewt, einer der Zeichner von Pif bei „Pif Gadget“, dem französischen Vorbild von YPS.
Die Comics
In diesem Heft finden sich folgende Comics:
Mister Melone (aus YPS 176)
YPS & CO [neuer Comic]
Pif & Hercules [neuer Comic]
Gespenster GmbH (aus YPS 1113)
Isegrims Abenteuer: Die Schatzsuche Teil 3 und 4 (aus YPS 600 und 601)
„Yinni & Yan“ sind nicht dabei und auch kein Ein-Seiten-Comic zum Gimmick, dafür haben die XXL-Urzeitkrebse einen kurzen Gastauftritt im ersten Bild der YPS&CO-Geschichte. Mit dem mittlerweile schon obligaten ÜPS-Humor (und dem Hinweis auf das YPS-Witzebuch) schließt das Heft und kündigt YPS Nr. 1266 für den 20. November 2014 an.
Das Fazit
Ja, ich weiß, es ist langweilig, wenn ich immer nur Lobeshymnen anstimme, aber mir hat auch dieses Heft wieder gefallen. Und ich kann ja nicht nach Haaren in der Suppe suchen, nur damit irgendwas Negatives gesagt wurde. Bei dem YPS&CO-Comic fällt wieder einmal auf, wie geschickt es Martin Tazl versteht mit dem Comicfiguren von damals Geschichten zu erzählen, die auf die erwachsene Leserschaft zugeschnitten sind. Unsere Helden von damals sind also quasi mit uns älter geworden. Das beruhigt irgendwie.
Übrigens gibt es nicht nur das Yps-Witzebuch zu kaufen, sondern auch gleich zwei DVDs mit dem besten aus „YPS – Die Sendung“:
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* = für Monty-Python-Fans: „longicaudatus“ bedeutet wörtlich übersetzt „langer Schwanz“ und wäre in dem Film „Das Leben des Brian“ die korrekte Übertragung des Namens des römischen Zenturios „Schwanzus Longus“ gewesen. Ist etwas arg um die Ecke gedacht? Ja, ich weiß, aber das kam mir spontan in den Sinn, als ich den Namen las.
** = Klingonisch (Lautmalerisch): „Sprecht Ihr Klingonisch?“
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Mit dem Gimmick von YPS Nr. 1264 hat die Redaktion wieder einmal einen Klassiker aufgelegt, den Solarofen. Allerdings kommt er in einer neuen Form daher: In den beiden bisherigen YPS-Ausgaben (Nummer 192 und 712) war der Hauptbestandteil ein Parabolspiegel. Dieser wurde zwar sehr warm, aber nur warm genug, um Flüssigkeiten zu erhitzen. Von dem neuen, quadratischen Trichter sagt die Redaktion, dass dieser mehr Hitze erzeugt. Außerdem liegen dem Heft zwei Packungen eines Knusperkaubobons bei, was man ebenfalls als „Klassiker“ bezeichnen kann. Ähnliches gab es beim alten YPS auch schon, vorzugsweise mit Kaugummi. Und wenn man so will, gibt es sogar eine dritte Beilage: Das Titelblatt lässt sich in ein Sonnenkäppi umbauen. Wenn man das Titelblatt dafür zerschneiden will. Wenn nicht, kann man sich das Titelblatt auf yps.de herunterladen und das dann zerschneiden.
Folgende Artikel und Reportagen finden sich im Heft:
Vorwort
Leserbriefe
Fans und Freunde
Extrablatt
Gimmick
Schatzfinder
Joachim Witt
Kernforschung
Das Ypsilon
Gestern und heute
Fußballer-Autos
YPS im Fernsehen
Nostalgie-Bewahrer
Weltraumlift
Private Raumfahrt
Rüdiger Nehberg
Der Todesstern
YPS Trivia
Boulder Dash
Neue Gimmicks
Legende: Hannes Gerber
Und diese Comics:
YPS & Co (neu)
Cartoons (neu)
Noah (neu)
Pif & Herkules (neu)
Isegrims Abenteuer (Wiederveröffentlichung)
Peter Horn (Wiederveröffentlichung)
Gimmick-Comic (Wiederveröffentlichung)
Der in der Überschrift erwähnte Schatzfinder heißt Hartmut Hartmann und ist Hobby-Schatzsucher, der in seiner Freizeit mit einem Metalldetektor unterwegs ist, um historische Gegenstände zu finden. Wir erfahren etwas über ihn und seine Leidenschaft und über das Schatzsuchen in Deutschland im Allgemeinen.
Joachim Witt dürfte vor allen Dingen als der „goldene Reiter“ bekannt sein. Mit diesem Hit wurde er in den 1980er Jahren zu den Hochzeiten der „Neuen Deutschen Welle“ bekannt. Er ist dieses Jahr 65 geworden und steht Stéfan P. Dressel Rede und Antwort.
Der Titel Kernforschung klingt ja sehr allgemein, allerdings widmet sich der dazugehörige Artikel sehr konkret dem CERN in der Schweiz und dessen Teilchenbeschleuniger, der von bestimmten Leuten verdächtigt wurde, ein künstliches schwarzes Loch zu erzeugen, das dann die Erde in sich aufsaugt (kein Scherz – leider kein Scherz! Solche Leute gibt’s).
Um das Mysterium des Buchstabens Ypsilon, wo es herkommt, was es so beruflich macht und welche Hobbies und Freunde es hat, kümmert sich eine ganze Doppelseite.
Bei Gestern und heute wird wie immer auf verschiedene Dinge geschaut, wie sie sich gegenüber früher verändert haben. In dieser Ausgabe geht es unter anderem um Textilien, Geschmack und um Albino-Großwüchsige.
Wer 2014 nicht in einer zugenagelten Kiste verbracht hat, die drei Meter unter dem Boden vergraben war, der wird mitbekommen haben, dass in diesem Jahr die Fußball-WM in Brasilien stattgefunden hatte. Das nahm die Redaktion zum Anlass, sich die Fußballer-Autos von früher mal anzusehen – und die stolzen Besitzer dazu. Mit historischem Bildmaterial von Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Sepp Maier und anderen.
Mit YPS im Fernsehen ist natürlich „YPS – Die Sendung“ gemeint, deren erste Staffel heute Abend um 22.05 Uhr auf RTL Nitro ihren Abschluss findet. Aus diesem Anlass blickt das Magazin zurück auf die bisherigen Folgen.
Der Nostalgie-Bewahrer in dieser Ausgabe ist Heiko Schütz. Er kümmert sich um Kaugummiautomaten, und zwar jene, die seit Jahren und Jahrzehnten in den Städten hängen und ihr Erscheinungsbild eigentlich kaum verändert haben: Roter Korpus mit aufgesetztem Glasbehälter, so dass der Käufer immer sehen kann, wie viel noch drin ist.
Um den Weltraumlift gab es kurz vor der Europawahl bei der Piraten-Partei noch Knatsch, da der Bau eines solchen recht prominent gefordert wurde und andere Mitglieder der Meinung waren, dass es wichtigere Probleme gäbe. In YPS erfahren wir, was hinter dieser Idee steckt (also, dem Weltraumlift, nicht der Piraten-Partei) und wie Wissenschaftler sich vorstellen, diese zu verwirklichen.
Und dann bleibt das Heft auch gleich beim Thema „Weltraum“ und wirft einen Blick auf die Private Raumfahrt. Wer mal eben zwischen 70.000 und 200.000 Euro übrig hat, der kann schon mal sein Ticket buchen.
Der Survival-Experte Rüdiger Nehberg macht dieses Mal seinem Namen alle Ehre, denn er erklärt dem angehenden Abenteurer, wie man kleine Wunden, die man sich in der Wildnis zugezogen hat, selbst nähen kann (Entschuldigung, aber bei der Vorlage… der Kalauer musste einfach sein!).
„Das ist kein Mond! Das ist eine Raumstation!“ Ja, Obi, wissen wir – das ist Der Todesstern. Ein weiteres Konstruktionsbild aus der Reihe „Star Wars“.
In der YPS Trivia dreht sich diesmal alles um das stille Örtchen.
Oh man, das Computerspiel Boulder Dash wird auch schon 30. Irgendwie komme ich mir immer älter vor. Aber egal, das Jubiläum ist Grund genug, sich einmal die Geschichte dieses Spieleklassikers anzusehen.
Neue Gimmicks zeigt wieder einmal Gimmicks, die leider zu groß oder zu teuer sind, um sie dem Heft beizulegen. Aber man kann sie sich so besorgen.
Die Legende Hannes Gerber ist der Mann, der das Känguru YPS erfunden hat. Und endlich erfahren wir, warum YPS ein Känguru ist.
Die Comics sind in diesem Heft ziemlich halbe-halbe aufgeteilt, eine Hälfte Neuveröffentlichung, eine Hälfte Wiederveröffentlichung. Yinni und Yan fehlen allerdings. Dafür fällt einem Isegrims Abenteuer ins Auge: Nicht nur dass zwei Episoden der Geschichte „Die Schatzsuche“ veröffentlicht werden, die zweite Episode endet sogar mit den Worten „Fortsetzung folgt“, das heißt, offenbar will man zum ersten Mal seit dem Neustart es wieder mit einer über mehrere Hefte gehenden Reihe versuchen. Prinzipiell keine schlechte Idee, nur hätte ich etwas Aktuelleres, zum Beispiel eins von den neuen Lucky-Luke-Heften, besser gefunden. Oder wenn schon von früher, dann eventuell Nicky der Trucker, dessen Abenteuer in Deutschland nach ihrer Veröffentlichung in YPS ja nie wieder neu aufgelegt wurden. Aber das ist meine ganze persönliche Meinung.
An der Verpackung fällt auf, dass die Folie wieder durchsichtig gehalten ist und nicht bedruckt wurde. Bei einzelnen früheren Ausgaben war die Folie vollständig bedruckt, so dass Kunden am Kiosk das eigentliche Heft nicht sehen konnten. Einige Leser haben das kritisiert, so dass man zunächst vom Volldruck abwich und nur noch den Rand bedruckte. Diesmal ist gar nichts mehr auf der Folie (der Aufkleber, der zu sehen ist, ist für den Versand an Abonnenten und am Kiosk natürlich nicht vorhanden). Umso besser, so kann das Heft für sich selbst sprechen.
Die Folie ist nicht zugeschweißt, sondern geklebt, so dass man sie leicht öffnen kann. Die Verpackung des Gimmicks ist mit Spezialklebstoff auf das Coverbild geklebt. Dieser Spezialklebstoff lässt sich sowohl von der Verpackung als auch von dem Cover ganz einfach und ohne Rückstände entfernen.
Das Gimmick selbst befindet sich in Einzelteilen in einem Pappkarton, auf dem die Aufbauanleitung abgedruckt ist. Damit muss man, wenn man den Solarofen mit in die Wildnis nimmt, nicht unbedingt das ganze Heft dabei haben.
Abgesehen von der Kleinigkeit mit Isegrims Abenteuer, die ich weiter oben erwähnte (die wirklich nur eine Kleinigkeit ist!), finde ich auch diese Ausgabe wieder einmal gelungen, von der Mischung, der Nostalgie und den Themen her. YPS ist weiterhin auf einem guten Kurs.
Die letzte Seite des Heftes bringt uns nicht nur den altbekannten ÜPS-Humor, sondern sie kündigte uns auch noch an, dass YPS Nummer 1265 am Donnerstag, den 28. August 2014 am Kiosk erschien. Genau rechtzeitig zur Sommersaison 2014. Zumindest auf der Nordhalbkugel der Erde.
2014 – Jahr 2 der neuen Auflage von YPS! Die Erscheinungsfrequenz von vier Heften pro Jahr wurde vorläufig beibehalten und das Frühjahrsheft wartete mit einem weiteren Gimmick-Klassiker auf:
(c) Egmont Ehapa Verlag
Nr. 1263 Erscheinungsdatum 12. März 2014 Gimmick: Ostereierbaum „to go“ Sonderbeilage: Mini-LTB
Artikel: Leserbriefe Fans und Freunde Extrablatt Gimmick Gartenbau mit YPS Der Herr der Maden (Mark Benecke) Werde zum Römer! Die Druck-Revolution Zweirad-Träume Nostalgie-Bewahrer
(c) Egmont Ehapa Verlag
Basteltipp: Tauch-Teufel Pierre Litbarski YPS-Sendung Gestern und heute Rüdiger Nehberg Der Millenium-Falke YPS Trivia Videospiele Legende (Otto Huber) ÜPS-Humor
Comics: YPS & Co Lucky Luke Pif & Hercules Yinni + Yan Der Killer Wangaroo Gimmick-Comic
Das Gimmick
Ein Klassiker: der Ostereierbaum, der so genannt wird, weil die Früchte wie Eier aussehen (gelbe Eier, um genau zu sein, denn weiße Früchte sind noch nicht reif). Passt auch in die Zeit. Das wird die Fans versöhnen, die das Jahr zuvor etwas Kritik angebracht haben, als YPS nicht nur Gimmick-Klassiker wiederholte, sondern sich zweimal traute, etwas Neues auszuprobieren.
Die Sonderbeilage
Der gesamten Auflage liegt ein Sonderdruck bei: Ein „Mini-LTB“, ein „Lustiges Taschenbuch“ im Kleinformat. Es enthält eine Disney-Geschichte um Phantomias.
Die Artikel
Die Artikel sind wie schon in den bisherigen Ausgaben gut durchmischt zu den Themenbereichen „Wissen & Information“ und „Nostalgie“. Dabei werden Reihen wie etwa über die „Vergangenheitsbewahrer“, die Fahrzeuge von damals oder das Interview mit einem Mitglied der ursprünglichen YPS-Redaktion fortgesetzt und neue Info-Artikel abgedruckt. Daneben gibt es diverse Wettbewerbe, wo verschiedene Sachen verlost werden, zum Beispiel die Teilnahme an einem historischen Römercamp oder YPS-Merchandise.
Die Comics
In diesem Heft überwiegen zum ersten Mal die neuen Comics. Was Fans freuen dürfte: Nicht nur „Pif & Hercules“, sondern auch „Yinni + Yan“ und „Yps & Co“ dürfen endlich neue Abenteuer erleben, nachdem in den bisherigen Heften ausschließlich Nachdrucke klassischer Geschichten erschienen waren. Letztes Jahr hatte YPS ja einen Wettbewerb für Nachwuchs-Comiczeichnern veranstaltet. Der Sieger des Wettbewerbs, Martin Tazl, gestaltete die neuen Comics dieser Ausgabe.
Der Gesamteindruck
Um eine Metapher zu verwenden: YPS ist in gutem Fahrwasser angekommen. Die Mischung aus neuen Info-Artikeln und Nostalgie ist gut getroffen. Natürlich mag es Artikel geben, die… nennen wir sie mal „individuelle Ausreißer“ sind, was daran liegt, dass Menschen nun mal unterschiedliche Interessen haben. Und wer sich nicht für Fußball interessiert, der wird sich auch nicht dafür interessieren, was Pierre Litbarski in seinem Interview zu sagen hat. Aber das hängt wie gesagt von jedem einzelnen ab, die Qualität der Artikel und Interviews ist durchweg sehr gut. Genauso gut ist es, dass YPS jetzt überwiegend neue Comics mit den „alten Helden“ produziert, das bringt frischen Wind in das Magazin. Von mir gibt es auf jeden Fall ein „Weiter so!“. Und das ist es doch, was ein Magazin beim Leser auch erreichen will: Hunger auf mehr.
Noch eine interessante Feststellung am Rand: Da YPS nun von Egmont Ehapa produziert wird, gibt es im Heft auch Werbung für deren Produkte, unter anderem für das „Lustige Taschenbuch“ (es gibt ja sogar das Mini-LTB als Gratisbeilage). Die Anzeige für das LTB wendet sich konkret an erwachsene Leser, offenbar möchte man auch hier das „Nur für Kinder“-Image so ein wenig ablegen. Möglicherweise ist das gar nichts so neues, ich kann da nicht mitreden, die Fantasy-LTBs, die letztes Jahr herauskamen, waren die ersten „Lustigen Taschenbücher“, die ich nach langer Zeit mal wieder gelesen habe.
Das nächste YPS wurde angekündigt für den 5. Juni 2014 und wieder fällt auf: Außer dem Datum keine Information darüber, was den Leser dann erwartet. Also wurde auch im zweiten Jahr die Ankündigungsseite ausgespart. Stattdessen gibt es ÜPS-Humor.
Originaltitel: Marvel’s ANT-MAN Deutscher Titel: Marvel’s ANT-MAN Laufzeit: ca. 117 Minuten FSK-Freigabe: ab 12 Jahren Studio: Walt Disney Studios Home Entertainment / Marvel Entertainment Herstellungsjahr: USA 2015 Discs: 2 Blu-Rays Tonformate: Deutsch DTS-HD-HR 5.1, Englisch DTS-HD-MA 7.1, Französisch DTS-HD-HR 5.1, Türkisch DD 5.1
Extras: Steelbook im SSD-Card-Design ohne FSK-Logo und Aufschrift (in der Pappschuber 3D-Edition) Regie: Peyton Reed
Besetzung: Dr. Hank Pym / Original – ANT-MAN: Michael Douglas Scott Lang / New – ANT-MAN: Paul Rudd Hope Van Dyne: Evangeline Lilly Darren Cross / YELLOWJACKET: Corey Stoll Luis: Michael Pena Sam Wilson / FALCON: Anthony Mackie S.H.I.E.L.D.- Director Peggy Carter: Hayley Atwell S.H.I.E.L.D.- Director Howard Stark: John Slattery Bartender: Stan Lee
Handlung:
Einst war Dr. Hank Pym DER Wissenschaftler bei S.H.I.E.L.D. und als Ant-Man auch noch deren bester Agent, bis er eines Tages hintergangen wurde und kündigte. Danach gründete er seine eigene Firma bis ihn sein späteres Protege, Darren Cross, aus eben dieser Firma drängte. Cross hat mittlerweile einen Kampfanzug, den Yellowjacket, entwickelt der die Welt ins Chaos stürzen könnte, wenn er in Massen produziert werden würde doch das will Dr. Pym verhindern.
Scott Lang, gerade aus dem Gefängnis entlassen, versucht sich ein neues Leben aufzubauen, doch mangels entsprechender Perspektiven wird er wieder zum Einbrecher. Er nimmt einen Auftrag an, doch das war nur ein Test, der Auftraggeber stellt sich als Dr. Hank Pym, heraus. Scott soll für Dr. Pym in dessen ehemalige Firma, Pym-Tech, einbrechen und Darren Cross Entwicklung, und alle Unterlagen dazu stehlen bzw. vernichten.
Aber um die High-Tech-Sicherheitssysteme der Firma zu überwinden und dort einzudringen muss Scott erst einmal zum neuen Ant-Man werden, leichter gesagt als getan, und er hat nur wenig Zeit dafür, mal davon abgesehen das er sich selbst nicht für einen Helden hält.
Infos:
Paul Rudd, der genau wie Guardians-Hauptdarsteller Chris Pratt, eigentlich aus der Comedy- bzw. Romantic-Comedy-Ecke kommt ist genau wie jener wieder einmal die perfekte Wahl für diesen Film, da er viel Witz hineinbringt ohne das der Film dadurch klamaukig wird. Auch Michael Douglas als, zu Beginn des Films um fünfundzwanzig Jahre verjüngter Hank Pym, ist eine hervorragende Wahl. Er spielt den ehemaligen Superagenten und enttäuschten Mentor von Cross und jetzigen von Scott sehr gut und glaubhaft. Man kann der Besetzungsabteilung von Marvel/Disney ein wirklich sehr gutes Händchen für die richtigen Schauspieler bescheinigen, egal ob Iron-Man, Captain America, Nick Fury usw. die Darsteller passen immer perfekt in ihre Rollen.
Wie mittlerweile üblich hat die Comic-Legende Stan Lee auch hier den obligatorischen Gastauftritt, zu sehen bei 106.36 Min.
Und auch wie ebenfalls üblich gibt es auch hier die zusätzlichen Szenen die weitere Filme des MCU vorbereiten: Bei 109.46 Min eine zu „ANT-MAN AND THE WASP“ (06.07.2018) und nach dem Abspann bei 116.18 Min. eine zu „CAPTAIN AMERICA – CIVIL WAR“ (06.05.2016).
Mit „ANT-MAN“ schließt Marvel im übrigen die Phase 2 des MCU ab. Die Phase 3 startet dann im Frühjahr 2016 mit „CAPTAIN AMERICA – CIVIL WAR“ (deutscher Titel: The First Avenger – Cvil War).
NEWS:
Nach den neusten Informationen werden wohl Chris Evans alias Captain America und Robert Downey Jr. alias Iron-Man in „SPIDER-MAN – The Next Avenger“ mitspielen und wer weiß, vielleicht auch Paul Rudd als Ant-Man.
Bild 3D – BD (Disc 1):
„ANT-MAN“ besitzt eine hervorragende Tiefenwirkung, einen sehr guten Schwarzwert und ebensolch hervorragenden Farb- und Kontrastwerte. Die Schärfe ist einfach atemberaubend genauso wie die Feindetailwiedergabe. Die teils extremen Perspektiven durch die vielen Schrumpfeffekte sind wirklich atemberaubend.
Das stereoskopische Bild ist einfach nur großartig, hier wird wieder einmal gezeigt was mit 3D alles möglich ist. In einem extrem winzigen Maße können unter Umständen Ghosting-Effekte auftreten, die aber bestenfalls bei sehr großen Diagonalen (ab 65“ aufwärts) etwas mehr ins Gewicht fallen.
Auf „Negative Parallaxeneffekte“ (Pop-Outs) wurde wie üblich bei Disney verzichtet, dafür ist die Tiefenwirkung umso erstaunlicher, und auch die Charaktere kommen immer sehr schön körperlich rüber, ein sehr glaubwürdiger 3D-Transfer.
Und obwohl „ANT-MAN“ nur konvertiert wurde, allerdings von der renommierten Firma Stereo D (Titanic, Jurassik Park, Star Trek – Into Darkness, The Avengers1+2 usw.), besitzt er ein absolut herausragendes und definitiv referenzwürdiges 3D-Bild das eindeutig in der obersten Liga mitspielt, 3D-Demomaterial vom allerfeinsten!
Bild 2D – BD (Disc 2):
Die 2D-Version steht der 3D-Version in absolut nichts nach und besitzt auch hier eine hervorragende Räumlichkeit, die allerdings aus nachvollziehbaren Gründen nicht so stark ausgeprägt ist wie bei der 3D-Fassung.
Was die Bildqualität an sich angeht, so steht diese der 3D-Version in fast nichts nach, nur das das Bild in ein paar wenigen Szenen ein winziges mehr an Schwarz haben könnte.
Die Kompression des Filmkornfreien Bildes ist genauso wie die stereoskopische Variante ebenfalls absolut tadellos.
Auch hier gilt: Referenzmaterial!
Ton:
Obwohl der deutsche Ton nur in DTS-HD HIGH RESOLUTION 5.1 vorliegt kann er sehr gut mit der englischen DTS-HD MASTER AUDIO 7.1-Spur mithalten.
Feindetailwiedergabe, Direktionalität, Bass, eine ausgewogene Balance, ebenso wie sehr gut verständliche Dialoge, das alles ist in der deutschen Tonspur vom feinsten.
Der einzige richtige Unterschied zwischen der deutschen und der originalen Tonspur sind bei der englischen die beiden zusätzlichen Kanäle wodurch das Klangfeld noch etwas breiter ausfällt, aber ansonsten… Top!
Genauso wie das Bild ist auch der Ton, sowohl in englisch als auch in deutsch Referenz!
Bonus:
Auf der 3D-Disc befindet sich keinerlei Bonusmaterial.
2D-Disc: Ein Held in Ameisengrösse (HD: 14.34 Min.) Makro-Dreharbeiten (HD: 8.06 Min.) WHIH Nachrichten (HD: 9.12 Min.) WHIH Promo (1.21 Min.) Einbruch bei VistaCorp (1.49 Min.) Interview mit Darren Cross (2.36 Min.) Live Interview mit Scott Lang (3.25 Min.) Zusätzliche und erweiterte Szenen (HD: 8.39 Min.) Gestörter Kabelempfang (3.11 Min) Hank schließt den Anzug im Tresor ein (0.31 Min.) Paxton und Gale (0.22 Min.) Qubit-Abschirm-Matrix (0.31 Min.) Scott und Cassie (0.40 Min.) Wunscherfüllung (0.24 Min.) Die Zukunft der Pym-Partikel (1.38 Min.) Die Geschichte von Ant-Man (1.19 Min.) Gags vom Dreh (HD: 3.25 Min.) Audiokommentar mit Peyton Reed und Paul Rudd mit deutschen Untertiteln (optional) Trailer: The Avengers – Age of Ultron (HD: 1.31 Min) Der Avengers-Trailer startet auch nach dem einlegen der Disc.
Obwohl sich die Featurettes recht ausführlich zum Film äußern, so ist die Laufzeit von etwa 45 Minuten wirklich wenig für solch einen tollen Film, sehr sehr schade.
Fazit:
„ANT-MAN“ ist nach dem recht düsteren „THE AVENGER – AGE OF ULTRON“ wieder ein leichterer Film mit viel Witz und Situationskomik, durchaus vergleichbar mit „GUARDIANS OF THE GALAXY“.
Eine witzige Story, tolle Darsteller und erstklassigen Tricks (u.a. von ILM), die besonders in der stereoskopischen Variante einem so richtig zeigt was mit 3D noch immer so alles möglich ist.
Ein spitzen Bild in 2D und besonders in 3D und ein ebenso hervorragender deutscher und englischer Ton, sehr interessantes Bonusmaterial, das allerdings , wie schon bei „THE AVENGER – AGE OF ULTRON“, leider etwas zu kurz geraten ist.
Ein klasse Film, für alle Comic-Fans, der im Gegensatz zum neuen „FANTASTIC FOUR“ wirklich zeigt wie man einen entsprechenden Superheldenfilm kreiert. Tricks und Action sind nun mal nicht alles!
Ein muss für alle Fans der Marvel-Filme, Serien und natürlich Comics!
Es ist nicht leicht ein Held zu sein, einer zu werden ist noch viel schwerer, kleiner Mann ganz groß (bzw. klein)!
Bisherige Filmvorschau des MARVEL CINEMATIC UNIVERSE:
CAPTAIN AMERICA – Civil War (Erscheinungsdatum: 06. Mai 2016) DOCTOR STRANGE (Erscheinungsdatum: 04. November 2016) GUARDIANS OF THE GALAXY 2 (Erscheinungsdatum: 05. Mai 2017) SPIDER-MAN – The Next Avenger (Erscheinungsdatum: 28. Juli 2017) THOR – Ragnarök (Erscheinungsdatum: 03. November 2017) BLACK PANTHER (Erscheinungsdatum: 16. Februar 2018) THE AVENGERS – Infiniti War, Part 1 (Erscheinungsdatum: 04. Mai 2018) ANT-MAN AND THE WASP (Erscheinungsdatum: 06. Juli 2018) CAPTAIN MARVEL (Erscheinungsdatum: 08. März 2019) THE AVENGERS – Infiniti War, Part 2 (Erscheinungsdatum: 03. Mai 2019) INHUMANS (Erscheinungsdatum: 12. Juli 2019)
Was bisher geschah: Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen. Nicht nur hat er es zugelassen, dass die Rebellen den Todesstern vernichten, er hat auch die Zerstörung der imperialen Anlagen auf CYMOON nicht verhindern können. Da der Todesstern als „Furchtinstrument“ gedacht war, das als Druckmittel gegenüber den Sternsystemen den Senat ersetzen sollte, gerät das Imperium in unruhiges Fahrwasser. Der Imperator entzieht Vader das Vertrauen und setzt ihm Großgeneral Tagge vor die Nase, der ihn überwachen soll. Vader findet jedoch heraus, dass Tagges Adjudant mit Schmugglern in Verbidung stand, die imperiale Transporte überfallen haben. Er entscheidet, eigene Intrigen zu schmieden, um hinter den Plan des Imperators zu kommen…
„Da gerade niemand hier ist, den es zu töten gilt – wie kann ich behilflich sein?“
-Tripel-Zero
Vader möchte mehr über die neuen Kontakte des Imperators erfahren und eine eigene Armee aufstellen, damit er schlagkräftiger agieren kann. Dazu bedient er sich der Archäologin Doktor Aphra, die Spezialistin für alte Waffensysteme ist. Sie aktiviert den Folterdroiden Tripel-Zero und den Blastomech-Prototyp BT-1. Dann führt sie den dunklen Lord der Sith nach Geonosis, wo er seine gewünschte Armee erhalten soll…
Rezension
Oh wow! Der Comic schafft den Spagat zwischen „sehr dunkel“ und „amüsant“. Und er ist voller raffinierter Einfälle. Doktor Aphra kommt am Anfang wie ein weiblicher Indiana Jones rüber (was durchaus beabsichtigt ist, beispielsweise beklagt sie sich, dass das Stück, das sie aus einem Museum stehlen will, in ein Waffenarsel gehört – was ein Spiegelbild der Szene aus „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ ist, wo Indy lauthals betont, das „Kreuz von Coronado“ gehört in ein Museum und nicht in Privatbesitz), aber es wird sehr schnell klar, dass sie alles andere als idealistisch ist. Sie ist eine Söldnerin, skrupellos und zudem eine glühende Verehrerin von Darth Vader. Als dieser sie anheuert, ihm eine Armee zu beschaffen, hat sie keine Probleme damit, die zwei Droiden, die sie eigentlich für einen anderen Auftrag beschaffen sollte, ihm zu überlassen. Und da sind wir beim tief-dunklen Teil: diese Droiden sind – auch wiederum beabsichtigt – wie dunkle Spiegelbilder von C3PO und R2-D2. 0-0-0 oder „Triple-Zero“ sieht aus wie C3PO, nur ist seine Außenhülle dunkelgrau. Er stellt sich genau so über-höflich vor wie sein goldenes Ebenbild, aber Tripel-Zero ist ein eiskalter Folter-Droide. Seine Fähigkeiten darf er dann im Verlauf der Geschichte auch noch unter Beweis stellen. BT-1 ist von der Grundform her ein Astromech-Droide, allerdings ist sein Kopfteil zylindrisch (wie der Droide, den Owen Lars auf Tattoine eigentlich ursprünglich statt R2 kaufen wollte), seine Außenhülle ist ebenfalls dunkelgrau und statt nützlicher Instrumente hat er unter seiner Blechhülle verschiedenste Arten von (unter anderem auch Flammenwerfer). Die ganze Atmosphäre der Geschichte passt verdammt gut zu einer Handlung, in der es um den dunklen Lord der Sith geht. Sehr gut gelungen finde ich auch die Einbindung von Schauplätzen aus der Prequel-Trilogie, in dem Fall von Geonosis.
Die Comics sind dazu gedacht, gewisse Lücken zu schließen, die die STAR-WARS-Filme hinterlassen haben. Was Darth Vader betrifft, schaffen sie das sehr gut und man kann gespannt sein, wie sein persönlicher Feldzug weitergeht (auch wenn man weiß, dass alles letztlich in DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK mündet). Die Geschichte von Luke Skywalker hatte einige sehr gute Anklänge, nun bleibt abzuwarten, wie es bei ihm weitergeht. Allerdings: Das war der letzte Comic dieser Heftreihe, der dieses Jahr und vor der Premiere von DAS ERWACHEN DER MACHT erscheint. In einem anderen Artikel werde ich noch einen Blick auf die Sonderpublikation „Prinzessin Leia“ werfen, aber ansonsten wird der nächste Artikel zum Thema „STAR WARS“ eine Rezension über den Film sein.
Zwischen YPS Nr. 1262 und 1263 erschien am 5. Dezember 2013 der zweite Band „YPS-Spezial“ mit Originalcomics aus der „klassischen Ära“ des YPS-Hefts, wiederum ausgewählt mit Hilfe von Dominik Scherer von der YPS-Fanpage. Folgende Comics gibt es in dieser Ausgabe:
Davy Crocket
Niky – der Trucker
Yps & Co
Captain York
Yinni + Yan
Bens Bande
Pif & Hercules
Gespenster GmbH
Punk-Piraten
Robin Ausdemwald
Krimi-Comic
Wieder wurde ein Mehrteiler komplett abgedruckt, nämlich die Geschichte „Die Melonen-Fahrt“ aus der Reihe „Niky – der Trucker“. Im Vorwort wird drauf hingewiesen, dass Nikys Abenteuer auf Deutsch nur in YPS erschienen sind, sonst nirgends. Eine Besonderheit hat auch die Geschichte „Zu Besuch bei den Galliern“ von „Pif & Hercules“: Pif und Hercules gehen auf eine Fantasiereise zu Asterix und Obelix. Damit die Gallier ganz offiziell in diesem Abenteuer erscheinen durften, musste Asterix-Schöpfer Albert Uderzo persönlich sein Okay geben, was er auch tat, einmal für die Erstveröffentlichung, und für die Neuveröffentlichung – die ja passend zum neuen Album „Asterix bei den Pikten“ herauskam – ebenfalls.
Wie schon bei der ersten Ausgabe, so gibt es auch hier einen Rätsel-Comic um Dick Willingby, dem allerdings wiederum die Auflösung fehlt. Auch diesmal gibt es die Auflösung am Ende des Textes („unsichtbaren“ Text mit der Maus markieren, dann kann man ihn lesen).
Leider war diese Ausgabe die vorerst letzte der Reihe. Woran es lag, dass es bislang keine Fortsetzung gab, wurde nicht bekannt gemacht. Aber immerhin gibt es die Comic-Klassiker ja auch noch in jeder neuen, regulären YPS-Ausgabe.
Die Auflösung des Krimi-Rätsel lautet: Willingby hat im Spiegel gesehen, dass der Angreifer den Knüppel in der linken Hand hielt. Und in der Werkstatt arbeitet nur ein Mann, der Linkshänder ist. Es handelt sich um denjenigen, der gerade dabei ist, ein Brett durchzusägen.
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