YPS mit Gimmick Nr. 1265: Die XXL-Urzeitkrebse

(c) Egmont Ehapa
(c) Egmont Ehapa

Rechtzeitig zum Ende eines Monats, der zwar mit „A“ anfängt, aber besser „April“ hieße als „August“, kam 2014 das neue YPS mit Gimmick des Wegs. Die Redaktion hat sich diesmal wieder ein neues Gimmick einfallen lassen. Oder auch nicht. Man kann vielleicht sagen, dass ein bekanntes Gimmick etwas aufgemotzt wurde: die Urzeitkrebse, in dieser Ausgabe als „XXL-Urzeitkrebse“. Die Ausgabe ist 100 Seiten stark und wie seit dem Neustart üblich wartet sie mit einem Mix aus Artikeln, Interviews und Comics auf. Die Begeisterung für das neue YPS scheint ungebrochen zu sein, denn wieder einmal wieder eine Sonderpublikation angekündigt: das „YPS-Witzebuch“ mit den besten Witzen aus mehr als 1.000 Heften.

 

Das Heft

Dem aufmerksamen Betrachter fällt auf, dass es nochmal eine Änderung an der Verpackung des Hefts gegeben hat: War die Folie beim vorigen Heft noch durch einen Klebestreifen am oberen Rand verschlossen, ist sie hier komplett zugeschweißt. Wir sind also fast wieder dort angekommen, wo YPS schon einmal war. „Fast“ deswegen, weil die Folie stabiler ist als bei den alten YPS-Heften. Ich spekuliere mal, dass das einen Vorteil beim Postversand der Hefte hat. Das Cover des Hefts bildet ein Kreuzworträtsel. Was es damit auf sich hat, steht im Vorwort.

Das Gimmick

„Die XXL-Urzeitkrebse“ sind eine echte Überraschung. Zum einen hat niemand so schnell wieder mit den Krebsen gerechnet (immerhin war es das Gimmick der ersten Neu-Ausgabe, also noch nicht so lange her), zum anderen wurde eine kleine Änderung vorgenommen. Bei den bisherigen Urzeitkrebsen handelte es sich um Salinenkrebse. Die in diesem Gimmick gehören der Gattung Triops longicaudatus* an und können bis zu 8 cm lang werden. Mit den Krebseiern kommen verschiedene Packungen mit Nährstoffen sowie eine Anleitung zu Aufzucht und Pflege der XXL-Urzeitkrebse. Die Packung des Gimmicks ist wiederum mit Spezialklebstoff auf das Heftcover geklebt und lässt sich rückstandslos entfernen.

Die Artikel

(c) Egmont Ehapa
(c) Egmont Ehapa

Eingeleitet wird das Heft wie immer mit den Redundanz-Seiten, also Sachen, die sich um YPS allgemein und das aktuelle Heft speziell drehen, das Vorwort, die Leserbriefe, Bilder von Fans und Freunden, dem Extrablatt und der Gimmick-Seite.

Direkt mit dem Gimmick hängt auch der Artikel Deutsche Urzeitkrebse zusammen. Denn eine Gattung der Triops kann man in Deutschland sozusagen in „freier Wildbahn“ beobachten. Und im nächsten Artikel geht es um Evolutionsbremsen generell, also um Tiere, die sich, ganz wieder der Triops, seit Urzeiten nicht weiterentwickelt haben. Wobei der Begriff „Evolutionsbremsen“ etwas hart gewählt ist, sie haben sich einfach nicht weiterentwickelt, weil es keinen Anlass gab. Und wie wir alle wissen: „Never change a running system!“

Unter dem Thema Kurioses Wissen geht es in YPS-Manier um merkwürdige Tatsachen aus dem Tierreich, zusammengesammelt auf einer Doppelseite.

Der Dino-Schöpfer Thomas Stern ist die Hauptperson des Artikels zum Thema „Nostalgie-Bewahrer“. Und das Wort „Schöpfer“ ist wörtlich zu nehmen: Er baut Dinos aus Beton und Stahl.

„Klingan dJoy ra ata ha?** Das spielt keine Rolle!“ Ja, daran kann ich mich noch erinnern, mit diesen Worten wurde man von einem feindlich gesonnenen Klingonen bei dem Video-Brettspiel zu „STAR TREK – The Next Generation“ auf der ENTERPRISE begrüßt. Der Klingone benutzte noch ein paar andere Wort in seiner Sprache, einen Spieler nannte er „puJ“ (Klingonisch „schwach“) und er forderte mehrmals, dass einzelne Spieler „biJ“ erfahren (Klingonisch „Bestrafung“). Wer sich für sowas interessiert, im Heft gibt es einen kurzen Klingonisch-Kurs.

Bei den Fahrzeugen blickt man in dieser Ausgabe ausnahmsweise mal nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft. Vorgestellt werden Elektroautos.

Natürlich werden auch diesmal wieder verschiedene Dinge von Gestern & Heute miteinander verglichen, Schreibgeräte, Kaugummis und mehr.

Für die YPS-Leser, die etwas weitergehen wollen mit ihrem Forscherdrang bietet sich eine Möglichkeit in dem Artikel Biohacking, wo es um hausgemachte Genmanipulation geht.

In einer der vergangenen Ausgaben wurde ein Freiwilliger gesucht, der zum Römer auf Probe wird und das Leben um die Zeitenwende mal ausprobiert. Im aktuellen Heft wird über seine Erlebnisse berichtet.

Bei den Konsolen-Videospielen wird diesmal geschaut, wie sich einzelne Spiele von damals bis heute weiterentwickelt haben, beziehungsweise welche Spiele Inspiration für welche Nachfolger waren.

Rüdiger Nehberg berichtet davon, wie man ein improvisiertes Floss zusammenbauen kann.

In McGyvers Spuren tritt der Artikel Life Hacks, der aus Alltagsgegenständen nützliche Problemlöser baut.

Unter der Überschrift Legende wird diesmal Francois Corteggiani interviewt, einer der Zeichner von Pif bei „Pif Gadget“, dem französischen Vorbild von YPS.

Die Comics

In diesem Heft finden sich folgende Comics:

  • Mister Melone (aus YPS 176)
  • YPS & CO [neuer Comic]
  • Pif & Hercules [neuer Comic]
  • Gespenster GmbH (aus YPS 1113)
  • Isegrims Abenteuer: Die Schatzsuche Teil 3 und 4 (aus YPS 600 und 601)

„Yinni & Yan“ sind nicht dabei und auch kein Ein-Seiten-Comic zum Gimmick, dafür haben die XXL-Urzeitkrebse einen kurzen Gastauftritt im ersten Bild der YPS&CO-Geschichte. Mit dem mittlerweile schon obligaten ÜPS-Humor (und dem Hinweis auf das YPS-Witzebuch) schließt das Heft und kündigt YPS Nr. 1266 für den 20. November 2014 an.

Das Fazit

Ja, ich weiß, es ist langweilig, wenn ich immer nur Lobeshymnen anstimme, aber mir hat auch dieses Heft wieder gefallen. Und ich kann ja nicht nach Haaren in der Suppe suchen, nur damit irgendwas Negatives gesagt wurde. Bei dem YPS&CO-Comic fällt wieder einmal auf, wie geschickt es Martin Tazl versteht mit dem Comicfiguren von damals Geschichten zu erzählen, die auf die erwachsene Leserschaft zugeschnitten sind. Unsere Helden von damals sind also quasi mit uns älter geworden. Das beruhigt irgendwie.

Übrigens gibt es nicht nur das Yps-Witzebuch zu kaufen, sondern auch gleich zwei DVDs mit dem besten aus „YPS – Die Sendung“:

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* = für Monty-Python-Fans: „longicaudatus“ bedeutet wörtlich übersetzt „langer Schwanz“ und wäre in dem Film „Das Leben des Brian“ die korrekte Übertragung des Namens des römischen Zenturios „Schwanzus Longus“ gewesen. Ist etwas arg um die Ecke gedacht? Ja, ich weiß, aber das kam mir spontan in den Sinn, als ich den Namen las.

** = Klingonisch (Lautmalerisch): „Sprecht Ihr Klingonisch?“

YPS mit Gimmick Nr. 1264: Der Solarofen

(c) Egmont Ehapa
(c) Egmont Ehapa

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Mit dem Gimmick von YPS Nr. 1264 hat die Redaktion wieder einmal einen Klassiker aufgelegt, den Solarofen. Allerdings kommt er in einer neuen Form daher: In den beiden bisherigen YPS-Ausgaben (Nummer 192 und 712) war der Hauptbestandteil ein Parabolspiegel. Dieser wurde zwar sehr warm, aber nur warm genug, um Flüssigkeiten zu erhitzen. Von dem neuen, quadratischen Trichter sagt die Redaktion, dass dieser mehr Hitze erzeugt. Außerdem liegen dem Heft zwei Packungen eines Knusperkaubobons bei, was man ebenfalls als „Klassiker“ bezeichnen kann. Ähnliches gab es beim alten YPS auch schon, vorzugsweise mit Kaugummi. Und wenn man so will, gibt es sogar eine dritte Beilage: Das Titelblatt lässt sich in ein Sonnenkäppi umbauen. Wenn man das Titelblatt dafür zerschneiden will. Wenn nicht, kann man sich das Titelblatt auf yps.de herunterladen und das dann zerschneiden.

Folgende Artikel und Reportagen finden sich im Heft:

  • Vorwort
  • Leserbriefe
  • Fans und Freunde
  • Extrablatt
  • Gimmick
  • Schatzfinder
  • Joachim Witt
  • Kernforschung
  • Das Ypsilon
  • Gestern und heute
  • Fußballer-Autos
  • YPS im Fernsehen
  • Nostalgie-Bewahrer
  • Weltraumlift
  • Private Raumfahrt
  • Rüdiger Nehberg
  • Der Todesstern
  • YPS Trivia
  • Boulder Dash
  • Neue Gimmicks
  • Legende: Hannes Gerber

Und diese Comics:

  • YPS & Co (neu)
  • Cartoons (neu)
  • Noah (neu)
  • Pif & Herkules (neu)
  • Isegrims Abenteuer (Wiederveröffentlichung)
  • Peter Horn (Wiederveröffentlichung)
  • Gimmick-Comic (Wiederveröffentlichung)

Der in der Überschrift erwähnte Schatzfinder heißt Hartmut Hartmann und ist Hobby-Schatzsucher, der in seiner Freizeit mit einem Metalldetektor unterwegs ist, um historische Gegenstände zu finden. Wir erfahren etwas über ihn und seine Leidenschaft und über das Schatzsuchen in Deutschland im Allgemeinen.

Joachim Witt dürfte vor allen Dingen als der „goldene Reiter“ bekannt sein. Mit diesem Hit wurde er in den 1980er Jahren zu den Hochzeiten der „Neuen Deutschen Welle“ bekannt. Er ist dieses Jahr 65 geworden und steht Stéfan P. Dressel Rede und Antwort.

Der Titel Kernforschung klingt ja sehr allgemein, allerdings widmet sich der dazugehörige Artikel sehr konkret dem CERN in der Schweiz und dessen Teilchenbeschleuniger, der von bestimmten Leuten verdächtigt wurde, ein künstliches schwarzes Loch zu erzeugen, das dann die Erde in sich aufsaugt (kein Scherz – leider kein Scherz! Solche Leute gibt’s).

Um das Mysterium des Buchstabens Ypsilon, wo es herkommt, was es so beruflich macht und welche Hobbies und Freunde es hat, kümmert sich eine ganze Doppelseite.

Bei Gestern und heute wird wie immer auf verschiedene Dinge geschaut, wie sie sich gegenüber früher verändert haben. In dieser Ausgabe geht es unter anderem um Textilien, Geschmack und um Albino-Großwüchsige.

Wer 2014 nicht in einer zugenagelten Kiste verbracht hat, die drei Meter unter dem Boden vergraben war, der wird mitbekommen haben, dass in diesem Jahr die Fußball-WM in Brasilien stattgefunden hatte. Das nahm die Redaktion zum Anlass, sich die Fußballer-Autos von früher mal anzusehen – und die stolzen Besitzer dazu. Mit historischem Bildmaterial von Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Sepp Maier und anderen.

Mit YPS im Fernsehen ist natürlich „YPS – Die Sendung“ gemeint, deren erste Staffel heute Abend um 22.05 Uhr auf RTL Nitro ihren Abschluss findet. Aus diesem Anlass blickt das Magazin zurück auf die bisherigen Folgen.

Der Nostalgie-Bewahrer in dieser Ausgabe ist Heiko Schütz. Er kümmert sich um Kaugummiautomaten, und zwar jene, die seit Jahren und Jahrzehnten in den Städten hängen und ihr Erscheinungsbild eigentlich kaum verändert haben: Roter Korpus mit aufgesetztem Glasbehälter, so dass der Käufer immer sehen kann, wie viel noch drin ist.

Um den Weltraumlift gab es kurz vor der Europawahl bei der Piraten-Partei noch Knatsch, da der Bau eines solchen recht prominent gefordert wurde und andere Mitglieder der Meinung waren, dass es wichtigere Probleme gäbe. In YPS erfahren wir, was hinter dieser Idee steckt (also, dem Weltraumlift, nicht der Piraten-Partei) und wie Wissenschaftler sich vorstellen, diese zu verwirklichen.

Und dann bleibt das Heft auch gleich beim Thema „Weltraum“ und wirft einen Blick auf die Private Raumfahrt. Wer mal eben zwischen 70.000 und 200.000 Euro übrig hat, der kann schon mal sein Ticket buchen.

Der Survival-Experte Rüdiger Nehberg macht dieses Mal seinem Namen alle Ehre, denn er erklärt dem angehenden Abenteurer, wie man kleine Wunden, die man sich in der Wildnis zugezogen hat, selbst nähen kann (Entschuldigung, aber bei der Vorlage… der Kalauer musste einfach sein!).

„Das ist kein Mond! Das ist eine Raumstation!“ Ja, Obi, wissen wir – das ist Der Todesstern. Ein weiteres Konstruktionsbild aus der Reihe „Star Wars“.

In der YPS Trivia dreht sich diesmal alles um das stille Örtchen.

Oh man, das Computerspiel Boulder Dash wird auch schon 30. Irgendwie komme ich mir immer älter vor. Aber egal, das Jubiläum ist Grund genug, sich einmal die Geschichte dieses Spieleklassikers anzusehen.

Neue Gimmicks zeigt wieder einmal Gimmicks, die leider zu groß oder zu teuer sind, um sie dem Heft beizulegen. Aber man kann sie sich so besorgen.

Die Legende Hannes Gerber ist der Mann, der das Känguru YPS erfunden hat.  Und endlich erfahren wir, warum YPS ein Känguru ist.

Die Comics sind in diesem Heft ziemlich halbe-halbe aufgeteilt, eine Hälfte Neuveröffentlichung, eine Hälfte Wiederveröffentlichung. Yinni und Yan fehlen allerdings. Dafür fällt einem Isegrims Abenteuer ins Auge: Nicht nur dass zwei Episoden der Geschichte „Die Schatzsuche“ veröffentlicht werden, die zweite Episode endet sogar mit den Worten „Fortsetzung folgt“, das heißt, offenbar will man zum ersten Mal seit dem Neustart es wieder mit einer über mehrere Hefte gehenden Reihe versuchen. Prinzipiell keine schlechte Idee, nur hätte ich etwas Aktuelleres, zum Beispiel eins von den neuen Lucky-Luke-Heften, besser gefunden. Oder wenn schon von früher, dann eventuell Nicky der Trucker, dessen Abenteuer in Deutschland nach ihrer Veröffentlichung in YPS ja nie wieder neu aufgelegt wurden. Aber das ist meine ganze persönliche Meinung.

An der Verpackung fällt auf, dass die Folie wieder durchsichtig gehalten ist und nicht bedruckt wurde. Bei einzelnen früheren Ausgaben war die Folie vollständig bedruckt, so dass Kunden am Kiosk das eigentliche Heft nicht sehen konnten. Einige Leser haben das kritisiert, so dass man zunächst vom Volldruck abwich und nur noch den Rand bedruckte. Diesmal ist gar nichts mehr auf der Folie (der Aufkleber, der zu sehen ist, ist für den Versand an Abonnenten und am Kiosk natürlich nicht vorhanden). Umso besser, so kann das Heft für sich selbst sprechen.

Die Folie ist nicht zugeschweißt, sondern geklebt, so dass man sie leicht öffnen kann. Die Verpackung des Gimmicks ist mit Spezialklebstoff auf das Coverbild geklebt. Dieser Spezialklebstoff lässt sich sowohl von der Verpackung als auch von dem Cover ganz einfach und ohne Rückstände entfernen.

Das Gimmick selbst befindet sich in Einzelteilen in einem Pappkarton, auf dem die Aufbauanleitung abgedruckt ist. Damit muss man, wenn man den Solarofen mit in die Wildnis nimmt, nicht unbedingt das ganze Heft dabei haben.

Abgesehen von der Kleinigkeit mit Isegrims Abenteuer, die ich weiter oben erwähnte (die wirklich nur eine Kleinigkeit ist!), finde ich auch diese Ausgabe wieder einmal gelungen, von der Mischung, der Nostalgie und den Themen her. YPS ist weiterhin auf einem guten Kurs.

Die letzte Seite des Heftes bringt uns nicht nur den altbekannten ÜPS-Humor, sondern sie kündigte uns auch noch an, dass YPS Nummer 1265 am Donnerstag, den 28. August 2014 am Kiosk erschien. Genau rechtzeitig zur Sommersaison 2014. Zumindest auf der Nordhalbkugel der Erde.

YPS mit Gimmick Nr. 1263: Der Ostereierbaum

2014 – Jahr 2 der neuen Auflage von YPS! Die Erscheinungsfrequenz von vier Heften pro Jahr wurde vorläufig beibehalten und das Frühjahrsheft wartete mit einem weiteren Gimmick-Klassiker auf:

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Nr. 1263
Erscheinungsdatum 12. März 2014
Gimmick: Ostereierbaum „to go“
Sonderbeilage: Mini-LTB

Artikel:
Leserbriefe
Fans und Freunde
Extrablatt
Gimmick
Gartenbau mit YPS
Der Herr der Maden (Mark Benecke)
Werde zum Römer!
Die Druck-Revolution
Zweirad-Träume
Nostalgie-Bewahrer

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Basteltipp: Tauch-Teufel
Pierre Litbarski
YPS-Sendung
Gestern und heute
Rüdiger Nehberg
Der Millenium-Falke
YPS Trivia
Videospiele
Legende (Otto Huber)
ÜPS-Humor

Comics:
YPS & Co
Lucky Luke
Pif & Hercules
Yinni + Yan
Der Killer
Wangaroo
Gimmick-Comic

 

Das Gimmick

Ein Klassiker: der Ostereierbaum, der so genannt wird, weil die Früchte wie Eier aussehen (gelbe Eier, um genau zu sein, denn weiße Früchte sind noch nicht reif). Passt auch in die Zeit. Das wird die Fans versöhnen, die das Jahr zuvor etwas Kritik angebracht haben, als YPS nicht nur Gimmick-Klassiker wiederholte, sondern sich zweimal traute, etwas Neues auszuprobieren.

 

Die Sonderbeilage

Der gesamten Auflage liegt ein Sonderdruck bei: Ein „Mini-LTB“, ein „Lustiges Taschenbuch“ im Kleinformat. Es enthält eine Disney-Geschichte um Phantomias.

 

Die Artikel

Die Artikel sind wie schon in den bisherigen Ausgaben gut durchmischt zu den Themenbereichen „Wissen & Information“ und „Nostalgie“. Dabei werden Reihen wie etwa über die „Vergangenheitsbewahrer“, die Fahrzeuge von damals oder das Interview mit einem Mitglied der ursprünglichen YPS-Redaktion fortgesetzt und neue Info-Artikel abgedruckt. Daneben gibt es diverse Wettbewerbe, wo verschiedene Sachen verlost werden, zum Beispiel die Teilnahme an einem historischen Römercamp oder YPS-Merchandise.

 

Die Comics

In diesem Heft überwiegen zum ersten Mal die neuen Comics. Was Fans freuen dürfte: Nicht nur „Pif & Hercules“, sondern auch „Yinni + Yan“ und „Yps & Co“ dürfen endlich neue Abenteuer erleben, nachdem in den bisherigen Heften ausschließlich Nachdrucke klassischer Geschichten erschienen waren. Letztes Jahr hatte YPS ja einen Wettbewerb für Nachwuchs-Comiczeichnern veranstaltet. Der Sieger des Wettbewerbs, Martin Tazl, gestaltete die neuen Comics dieser Ausgabe.

 

Der Gesamteindruck

Um eine Metapher zu verwenden: YPS ist in gutem Fahrwasser angekommen. Die Mischung aus neuen Info-Artikeln und Nostalgie ist gut getroffen. Natürlich mag es Artikel geben, die… nennen wir sie mal „individuelle Ausreißer“ sind, was daran liegt, dass Menschen nun mal unterschiedliche Interessen haben. Und wer sich nicht für Fußball interessiert, der wird sich auch nicht dafür interessieren, was Pierre Litbarski in seinem Interview zu sagen hat. Aber das hängt wie gesagt von jedem einzelnen ab, die Qualität der Artikel und Interviews ist durchweg sehr gut. Genauso gut ist es, dass YPS jetzt überwiegend neue Comics mit den „alten Helden“ produziert, das bringt frischen Wind in das Magazin. Von mir gibt es auf jeden Fall ein „Weiter so!“. Und das ist es doch, was ein Magazin beim Leser auch erreichen will: Hunger auf mehr.

Noch eine interessante Feststellung am Rand: Da YPS nun von Egmont Ehapa produziert wird, gibt es im Heft auch Werbung für deren Produkte, unter anderem für das „Lustige Taschenbuch“ (es gibt ja sogar das Mini-LTB als Gratisbeilage). Die Anzeige für das LTB wendet sich konkret an erwachsene Leser, offenbar möchte man auch hier das „Nur für Kinder“-Image so ein wenig ablegen. Möglicherweise ist das gar nichts so neues, ich kann da nicht mitreden, die Fantasy-LTBs, die letztes Jahr herauskamen, waren die ersten „Lustigen Taschenbücher“, die ich nach langer Zeit mal wieder gelesen habe.

Das nächste YPS wurde angekündigt für den 5. Juni 2014 und wieder fällt auf: Außer dem Datum keine Information darüber, was den Leser dann erwartet. Also wurde auch im zweiten Jahr die Ankündigungsseite ausgespart. Stattdessen gibt es ÜPS-Humor.

 

STAR WARS Comics Nr. 5: Darth Vader

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Was bisher geschah:
Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen. Nicht nur hat er es zugelassen, dass die Rebellen den Todesstern vernichten, er hat auch die Zerstörung der imperialen Anlagen auf CYMOON nicht verhindern können. Da der Todesstern als „Furchtinstrument“ gedacht war, das als Druckmittel gegenüber den Sternsystemen den Senat ersetzen sollte, gerät das Imperium in unruhiges Fahrwasser. Der Imperator entzieht Vader das Vertrauen und setzt ihm Großgeneral Tagge vor die Nase, der ihn überwachen soll. Vader findet jedoch heraus, dass Tagges Adjudant mit Schmugglern in Verbidung stand, die imperiale Transporte überfallen haben. Er entscheidet, eigene Intrigen zu schmieden, um hinter den Plan des Imperators zu kommen…

„Da gerade niemand hier ist, den es zu töten gilt – wie kann ich behilflich sein?“

-Tripel-Zero

Vader möchte mehr über die neuen Kontakte des Imperators erfahren und eine eigene Armee aufstellen, damit er schlagkräftiger agieren kann. Dazu bedient er sich der Archäologin Doktor Aphra, die Spezialistin für alte Waffensysteme ist. Sie aktiviert den Folterdroiden Tripel-Zero und den Blastomech-Prototyp BT-1. Dann führt sie den dunklen Lord der Sith nach Geonosis, wo er seine gewünschte Armee erhalten soll…

Rezension

Oh wow! Der Comic schafft den Spagat zwischen „sehr dunkel“ und „amüsant“. Und er ist voller raffinierter Einfälle. Doktor Aphra kommt am Anfang wie ein weiblicher Indiana Jones rüber (was durchaus beabsichtigt ist, beispielsweise beklagt sie sich, dass das Stück, das sie aus einem Museum stehlen will, in ein Waffenarsel gehört – was ein Spiegelbild der Szene aus „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ ist, wo Indy lauthals betont, das „Kreuz von Coronado“ gehört in ein Museum und nicht in Privatbesitz), aber es wird sehr schnell klar, dass sie alles andere als idealistisch ist. Sie ist eine Söldnerin, skrupellos und zudem eine glühende Verehrerin von Darth Vader. Als dieser sie anheuert, ihm eine Armee zu beschaffen, hat sie keine Probleme damit, die zwei Droiden, die sie eigentlich für einen anderen Auftrag beschaffen sollte, ihm zu überlassen. Und da sind wir beim tief-dunklen Teil: diese Droiden sind – auch wiederum beabsichtigt – wie dunkle Spiegelbilder von C3PO und R2-D2. 0-0-0 oder „Triple-Zero“ sieht aus wie C3PO, nur ist seine Außenhülle dunkelgrau. Er stellt sich genau so über-höflich vor wie sein goldenes Ebenbild, aber Tripel-Zero ist ein eiskalter Folter-Droide. Seine Fähigkeiten darf er dann im Verlauf der Geschichte auch noch unter Beweis stellen. BT-1 ist von der Grundform her ein Astromech-Droide, allerdings ist sein Kopfteil zylindrisch (wie der Droide, den Owen Lars auf Tattoine eigentlich ursprünglich statt R2 kaufen wollte), seine Außenhülle ist ebenfalls dunkelgrau und statt nützlicher Instrumente hat er unter seiner Blechhülle verschiedenste Arten von (unter anderem auch Flammenwerfer). Die ganze Atmosphäre der Geschichte passt verdammt gut zu einer Handlung, in der es um den dunklen Lord der Sith geht. Sehr gut gelungen finde ich auch die Einbindung von Schauplätzen aus der Prequel-Trilogie, in dem Fall von Geonosis.

Die Comics sind dazu gedacht, gewisse Lücken zu schließen, die die STAR-WARS-Filme hinterlassen haben. Was Darth Vader betrifft, schaffen sie das sehr gut und man kann gespannt sein, wie sein persönlicher Feldzug weitergeht (auch wenn man weiß, dass alles letztlich in DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK mündet). Die Geschichte von Luke Skywalker hatte einige sehr gute Anklänge, nun bleibt abzuwarten, wie es bei ihm weitergeht. Allerdings: Das war der letzte Comic dieser Heftreihe, der dieses Jahr und vor der Premiere von DAS ERWACHEN DER MACHT erscheint. In einem anderen Artikel werde ich noch einen Blick auf die Sonderpublikation „Prinzessin Leia“ werfen, aber ansonsten wird der nächste Artikel zum Thema „STAR WARS“ eine Rezension über den Film sein.

Noch 13 Tage…

 

YPS-Spezial Nr. 2: YPS-Originalcomics

(c) Egmont Ehapa
(c) Egmont Ehapa

Zwischen YPS Nr. 1262 und 1263 erschien am 5. Dezember 2013 der zweite Band „YPS-Spezial“ mit Originalcomics aus der „klassischen Ära“ des YPS-Hefts, wiederum ausgewählt mit Hilfe von Dominik Scherer von der YPS-Fanpage. Folgende Comics gibt es in dieser Ausgabe:

  • Davy Crocket
  • Niky – der Trucker
  • Yps & Co
  • Captain York
  • Yinni + Yan
  • Bens Bande
  • Pif & Hercules
  • Gespenster GmbH
  • Punk-Piraten
  • Robin Ausdemwald
  • Krimi-Comic

Wieder wurde ein Mehrteiler komplett abgedruckt, nämlich die Geschichte „Die Melonen-Fahrt“ aus der Reihe „Niky – der Trucker“. Im Vorwort wird drauf hingewiesen, dass Nikys Abenteuer auf Deutsch nur in YPS erschienen sind, sonst nirgends. Eine Besonderheit hat auch die Geschichte „Zu Besuch bei den Galliern“ von „Pif & Hercules“: Pif und Hercules gehen auf eine Fantasiereise zu Asterix und Obelix. Damit die Gallier ganz offiziell in diesem Abenteuer erscheinen durften, musste Asterix-Schöpfer Albert Uderzo persönlich sein Okay geben, was er auch tat, einmal für die Erstveröffentlichung, und für die Neuveröffentlichung – die ja passend zum neuen Album „Asterix bei den Pikten“ herauskam – ebenfalls.

Wie schon bei der ersten Ausgabe, so gibt es auch hier einen Rätsel-Comic um Dick Willingby, dem allerdings wiederum die Auflösung fehlt. Auch diesmal gibt es die Auflösung am Ende des Textes („unsichtbaren“ Text mit der Maus markieren, dann kann man ihn lesen).

Leider war diese Ausgabe die vorerst letzte der Reihe. Woran es lag, dass es bislang keine Fortsetzung gab, wurde nicht bekannt gemacht. Aber immerhin gibt es die Comic-Klassiker ja auch noch in jeder neuen, regulären YPS-Ausgabe.

Die Auflösung des Krimi-Rätsel lautet: Willingby hat im Spiegel gesehen, dass der Angreifer den Knüppel in der linken Hand hielt. Und in der Werkstatt arbeitet nur ein Mann, der Linkshänder ist. Es handelt sich um denjenigen, der gerade dabei ist, ein Brett durchzusägen.

YPS mit Gimmick Nr. 1262: Die Zensurbrille

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

YPS Nr. 1262 erschien am 21. November 2013 als letztes Heft des ersten vollständigen Jahres seit der Neu-Einführung der Reihe. Ein Heft war für das gleiche Jahr allerdings noch angekündigt, eine zweite Sonderausgabe mit ausgewählten Comics der klassischen Heftreihe, angekündigt für den 5. Dezember 2013.

Das neue YPS hatte seine Linie gefunden, gleichzeitig probierte man immer mal wieder etwas neues aus. Als Beleg dafür kann man sowohl das Gimmick dieses Heftes sehen, als auch den Comic-Zeichner-Wettbewerb, den YPS ausgerufen hatte. In dieser Ausgabe sollte nun der Sieger vorgestellt werden, zusammen mit einem brandneuen Comic mit Abenteuern von YPS & Co. Passend übrigens zur Jahreszeit gab es in dem Heft auch noch einen Bastelbogen für eine YPS-Weihnachtskugel und den Ausweis für den YPS-Club.

Die Artikel in diesem Heft

  • Fans und Fragen
  • Extrablatt
  • Feuerkugeln
  • Gestern und Heute
  • Volle Kontrolle
  • Promi-Bekenntnisse
  • Fahrzeuge
  • Nostalgie-Bewahrer
  • Ghostbusters!
  • Wigald Boning
  • Verkappte Gimmicks
  • Illusionen
  • Rüdiger Nehberg
  • Neue Gimmicks
  • Voodoo!
  • Legende (Fred Kipka)
  • ÜPS-Humor

Die Comics

  • Comic-Wettbewerb
  • Gimmick-Comic
  • Asterix bei den Pikten
  • Captain York
  • Yinni + Yan

Das Gimmick

Nach dem „Ei-Brett“ der letzten Ausgabe probierte die Redaktion wieder etwas Neues aus: Die Zensurbrille, die aussieht wie der berühmte „Zensurbalken“, der auf Fotos gerne verwendet wird, um die Identität einer Person zu verschleiern. In Zeiten, in denen ständig und pausenlos irgendwo fotografiert wird, sicherlich keine schlechte Idee.

Die Artikel

Hierzu muss ich gar nicht mehr so viel sagen, denn die Redaktion hat nicht nur eine passende Linie gefunden, sondern hält auch das Niveau der letzten Ausgaben. In der Reihe „Legenden“ wird in dieser Ausgabe Fred Kipka interviewt, der unter anderem die Comic-Reihen „Gespenster GmbH“ und „Punk Piraten“ erfunden hat.

Die Comics

Ein Großteil der Comic-Abteilung wird in diesem Heft von der Top 10 der neuen Zeichner eingenommen, die Beiträge für den Comicwettbewerb eingereicht hatten. Gewonnen hat den Wettbewerb Martin Tazl, der auch in den folgenden Aufgaben neue Abenteuer von YPS + Co gezeichnet hat. Außerdem wurden in dem Heft die ersten Seiten des damals neu erschienenen Asterix-Abenteuers „Asterix bei den Pikten“ veröffentlicht, sowie der erste Comic der Reihe „Captain York“, der in YPS Nr. 95 sein Debut feierte.

Der Gesamteindruck

Mein Gesamteindruck dieser Ausgabe ist wieder einmal gut. Einen Kritikpunkt gab es allerdings, denn offenbar nicht nur ich hatte: vier Ausgaben pro Jahr waren ein bisschen wenig. Doch die YPS-Redaktion sollte sich das zu Herzen nehmen, wie wir noch erfahren werden.

STAR WARS Comics Nr. 4: Darth Vader

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Was bisher geschah:
Die Rebellen haben die Fertigungsanlagen des Imperiums auf Cymoon sabotiert, dabei hatte Luke Skywalker eine verheerende Begegnung mit Darth Vader. Nicht nur ist Vader nun endgültig auf den machtbegabten Jungen aufmerksam geworden, Luke ist völlig am Boden zerstört, da er im Vergleich zu Vader ein wahrhaft blutiger Anfänger ist. Er kehrt nach Tattooine zurück, um in den Hinterlassenschaften von Obi-Wan Kenobi einen Hinweis auf die Wege der Jedi zu finden. Gleichzeitig suchen Prinzessin Leia und Han Solo nach einem neuen Versteck für die Rebellion, werden allerdings von einer merkwürdigen Erscheinung aufgespürt: Sana Solo – Han Solos Ehefrau…

„Ein Lord der Sith, der Fragen stellt und erwartet, dass ihm widerstandslos geantwortet wird? Ihr seid ein armseliger Schüler, wenn Ihr das glaubt.“

-Imperator Palpatine

Darth Vader tritt vor Imperator Palpatine, um die Verantwortung für die Vernichtung des Todessterns und des Angriffs der Rebellen auf Cymoon zu übernehmen. Und der Imperator ist mehr als Willens, ihn zu bestrafen. Mit der Vernichtung des Todessterns ist das Imperium instabil geworden, der Senat wurde abgeschafft und die Kampfstation, die den System Furcht vor dem Imperium einflößen sollte, ist vernichtet. Palpatine erkennt an, dass sowohl Tarkin als auch andere Führungsoffiziere die Verwundbarkeit des Todessterns falsch eingeschätzt hatten. Der einzige, der widersprach, war General Tagge (das war der General, der in der Konferenz der Führungsoffiziere auf dem Todesstern anmahnte, dass es möglich wäre, dass die Rebellen eine Schwäche in den Plänen entdecken und sie ausnutzen). Er konnte dem Desaster entkommen, bevor der Todesstern explodiert ist und der Imperator will kein Risiko eingehen: So lange der zweite Todesstern gebaut wird, hat Tagge das Kommando – auch über Vader. Außerdem trifft sich der Imperator mit einer zwielichtigen Person, über die er Vader jede Auskunft verweigert. Im Gegenzug verschweigt Vader, dass er Luke Skywalker entdeckt und Obi-Wan Kenobi im Duell gegenüber getreten ist. Er beginnt seine eigene Konspiration, allerdings bekommt er von Tagge – jetzt Großgeneral – einen Adjudanten zugeteilt, der ihn genau überwachen soll…

Rezension

„Jetzt aber kommen wir zu etwas völlig anderem“, so hieß es bei Monty Python immer. Und Monty Python hat wohl auch Einzug ins Star-Wars-Universum gefunden, denn zu keinem Zeitpunkt der Geschichte in diesem Heft kehren wir zu Luke oder Leia und Han zurück. Wir erfahren nicht, welche Entdeckung Luke in Obi-Wans Aufzeichnungen gemacht hat oder was es mit der geheimnisvollen „Ehefrau“ auf sich hat, die plötzlich aufgetaucht ist. Das ist ein kleines Manko.

Die Geschichte um Darth Vader hat es dafür in sich. In der „Thrawn-Trilogie“ wurde damals gesagt, Vader habe seinen Arm durch den Imperator verloren, weil er für die Zerstörung des Todessterns verantwortlich gewesen sei (was nicht stimmte, aber der Autor Timothy Zahn kannte die Prequels natürlich noch nicht). Das zeichnete ein ziemlich brutales Bild vom Imperator. Der Imperator des neuen „Expanded Universe“ ist nicht minder grausam, aber nicht auf die direkte Weise. Er entzieht Vader das Vertrauen, macht ihn zum Handlanger von Großgeneral Tagge und weiht ihn nicht in alle Pläne ein. Vader lässt das aber nicht auf sich sitzen und arbeitet an eigenen Plänen: Nicht nur will er genau wissen, wer dieser X-Wing-Pilot ist, der den Todesstern zerstört hat und Anakin Skywalkers Lichtschwert trägt, er will auch die Pläne des Imperators aufdecken und sich der Kontrolle von Tagge entziehen.

Die Erzählweise selbst ist für STAR WARS ein wenig ungewohnt: Zuerst wird ein Handlungsstrang erzählt, der sich mit den Rebellen beschäftigt („Skywalker schlägt zu!“), jetzt erfahren wir eine Geschichte rein aus der Perspektive von Darth Vader. Das erinnert stark an die Romane vom „Herrn der Ringe“, wo die Handlungsfäden von Frodo, Sam und Gollum auf der einen, und Gandalf, Aragorn, Legolas und Gimli auf der anderen Seite auch strikt getrennt erzählt wurden. Für den Film wurde das geändert, da die Erzählweise nicht so gut in ein visuelles Medium passt – und genau so ist es bei STAR WARS. Hier wird also ein anderer Stil verwendet, als in den Filmen, wobei ich selbst noch nicht genau weiß, was ich davon halten soll. Ja, die Geschichte ist geradliniger, wenn sie nicht ständig unterbrochen wird, auf der anderen Seite würde ich aber auch gerne wissen, wie es bei den Rebellen weitergeht. Aber vorerst bleibt der Fokus auf Darth Vader. Mal sehen, was der Lord der Sith noch ausheckt.

Das nächste Heft ist für den 16. Dezember angekündigt, genau einen Tag vor der Premiere von EPISODE VII.

YPS mit Gimmick Nr. 1261: Das Ei-Brett zum Selbstwischen

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Interessiert es jemanden, wie mein Schreibtisch aussieht? Katastrophal! Ich bin das, was Psychologen als „Volltischler“ bezeichnen. Das heißt nicht, dass ich berufsmäßig Holzbearbeitung betreibe, sondern es bezieht sich ganz pragmatisch auf den vollen Schreibtisch. Der Tisch eines Volltischlers sieht typischerweise aus wie meiner, voll mit lauter Zeugs. In meinem Fall ist das das neueste Asterix-Heft, verschiedene Star-Wars-Hefte und natürlich YPS. Dazwischen Notizbücher und Kalender sowie Blätter mit Plänen für neue Projekte. Außerdem noch Notizzettel, die mich daran erinnern sollen, wichtige Sachen nicht zu vergessen. Warum ich das erzähle? Na, um Zeilen zu schinden, so wie in den letzten Artikeln auch. Einfach, damit ich einen Text habe, der neben das Cover des YPS-Heftes passt, das ich gerade bespreche. Also, es geht um YPS Nr. 1261, es erschien am 29. August 2013 und das Gimmick war… das Ei-Brett zum Selbstwischen.

Die Artikel in diesem Heft

  • Leserbriefe
  • Fans und Fakten
  • Extrablatt
  • Das Gimmick
  • Kellergeister
  • Gestern und Heute
  • Taschenspieler
  • Promi-Bekenntnisse
  • Fahrzeuge
  • Neue Gimmicks
  • Geocaching
  • Helden: „Die drei ???“
  • Seltene Gimmicks
  • Rüdiger Nehberg
  • Zauberwürfel
  • Nostalgie-Bewahrer
  • Fussballer-Fotos
  • Interview: Norbert Hinze
  • ÜPS-Humor

Die Comics

  • Mister Melone
  • Yps + Co.
  • Gerfried
  • Pondus
  • Pif & Herkules
  • Kleiner Nerd & Giana Sisters
  • Sphenisci
  • Asterix (Kurzcomic)

Das Gimmick

In dieser Ausgabe probierte die Redaktion etwas Neues aus: Ein Gimmick, dass es im klassischen YPS nicht gab. Das „Ei-Brett zum Selbstwischen“ war in seiner Bezeichnung dann auch eine kleine Parodie auf viele Gimmicks, die damals als „der / die / das [Objekt] zum [Tätigkeit]“ beworben wurden. Beim Ei-Brett handelte es sich um ein Frühstücksbrett im iPad-Stil mit YPS-Charakteren. Allerdings nicht Spülmaschinengeeignet.

Es gab außerdem noch einen Bastelbogen als Beilage: Die Uhr von Steve McQueen, wie er sie in dem Film „The Hunter“ getragen hat.

Die Artikel

Also, eins muss man der Redaktion lassen, sie kommt immer wieder mit neuen Themen auf, die zum Gesamtbild passen. Daneben werden natürlich die verschiedenen Reihen fortgesetzt. Das Interview des Heftes wurde diesmal mit Norbert Hinze geführt, der in der Überschrift als „Mr. Y“ bezeichnet wurde, was er wirklich war – er hat YPS erfunden und blieb Chefredakteur bis 1999, als das Heft von Gruner + Jahr an den Ehapa Verlag verkauft wurde.

Die Comics

Ebenfalls wieder eine gute Mischung aus neu und alt. Zwei Dinge fallen besonders auf: Zum einen der Asterix-Comic. Hierbei handelt es sich um einen „One-Pager“, der noch zu Lebzeiten von Rene Goscinny entstand. Uderzo parodiert dabei die Art und Weise, wie er und Goscinny auf die Ideen zu den Asterix-Comics kamen. Bemerkenswert ist das deswegen, weil damit der damals neue Asterix-Band „Asterix bei den Pikten“ beworben wurde, der ja von einem komplett anderen Team geschrieben wurde.
Zum zweiten ruft YPS – zusammen mit Alfonz und Comic Report – in dieser Ausgabe einen Wettbewerb aus. Es geht darum, Zeichnernachwuchs zu finden. Dieser Zeichner bekommt nicht nur ein Preisgeld, sondern auch eine Veröffentlichung in YPS mit der Aussicht auf weitere Aufträge.

Der Gesamteindruck

Mein Eindruck ist auch bei diesem Heft wieder einmal gut. Die Redaktion traut sich auch, wieder neue Dinge auszuprobieren, wie man am Gimmick sieht. Das Gimmick selbst ist ein netter Gag, sozusagen der Merchandise zum Heft. Aber auch das ist ja ganz in der Tradition des klassischen YPS.

 

YPS-Spezial Nr. 1: YPS-Originalcomics

(c) Egmont Ehapa
(c) Egmont Ehapa

Zwischen YPS 1260 und 1261 erschien das erste „YPS-Spezial“ der neuen Ära am 13.  Juni 2013: Ein ganzer Band angefüllt mit Originalcomics aus dem klassischen YPS. Noch im selben Jahr folgte Band 2, auch hier waren die Leser also begeistert.

Folgende Comics waren in diesem Heft vertreten:

  • YPS & Co – Vom Blitz getroffen
  • Captain York – Die Höllen-Armada
  • Pif & Herkules – Der Tag der Musik
  • Yps & Co – und der Eierbaum
  • Ben’s Bande – Freistaat Brandenfels
  • Robin Ausdemwald
  • Yinni + Yan – Die Nebelbande
  • Yps & Co – Ampel-Ärger
  • Percy Pickwick – Die Stimme aus dem Nichts
  • Piffi
  • Gespenster GmbH – Das Gruselfest
  • Isegrims Abenteuer – Ausflug bei Nacht
  • Rätselcomic – Welches Alibi ist falsch?

Ausgewählt wurden die Comics von Dominik Scherer von der YPS-Fanpage. Die Mischung ist gut getroffen, interessant ist, dass mit „Die Stimme aus dem Nichts“ ein Percy-Pickwick-Mehrteiler abgedruckt wurde. Ein kleines Manko gibt es zudem noch: die Auflösung des Dick-Willingby-Rätselcomics wurde nicht abgedruckt. Aber da möchte ich gern den rätselnden Lesern helfen, ich habe die Antwort unten aufgeschrieben, allerdings in weiß. Wer sie lesen will, muss den Text mit Hilfe des Mauszeigers markieren.

Dieses YPS-Spezial hat einen Nostalgie-Faktor von 100%, auch wenn ich die meisten der Comics aus meiner Zeit als YPS-Leser bereits kannte.

Die Auflösung des Rätselcomics lautet: Der Verdächtige hat sich verraten, da er behauptet hat, er habe die Kinokarte, die sein Alibi gewesen wäre, in die Mülltonne geworfen, die am folgenden Tag von der Müllabfuhr geleert wurde. Das Problem dabei ist, dass das Verbrechen an einem Samstag begangen wurde. Und Sonntags leert die Müllabfuhr keine Tonnnen.

YPS mit Gimmick Nr. 1260: Der Solar-Zeppelin

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Tja, und jetzt sitze ich hier und schreibe einen Text, der neben das Cover des YPS-Heftes passen soll und davon handelt, wie erfolgreich und auf was für einem guten Weg das Heft war, obwohl ich das eigentlich ja schon einmal geschrieben hatte. Aber was soll’s, es ist wie es ist, so ist nun mal das Layout dieses Artikels, also kann ich mich ruhig einmal wiederholen. Das ist ein bisschen wie in der Schule, wenn es hieß, ein Aufsatz soll „mindestens soundsoviele Seiten“ umfassen, und man glaubte, schon alles gesagt zu haben, obwohl zur Mindestzahl noch eine Seite fehlte. Da hab ich dann auch immer angefangen, so Blabla-Texte zu schreiben, meistens als einen gigantischen Schlussabsatz, in dem ich nochmal alles durchgekaut habe, das ich sowieso schon geschrieben hatte. Das brachte mir nicht unbedingt Lehrersympathien, aber was sollte ich denn machen? Vorgabe ist Vorgabe! Oder ich sollte mir mal überlegen, ob ich die Vorgabe ändere. Wie auch immer, der Erfolg von YPS blieb. Mit der neuen Ausgabe wurde ein weiterer Klassiker neu aufgelegt: Der Solar-Zeppelin!

Die Artikel in diesem Heft

  • Leserbriefe
  • Fans und Fakten
  • Extrablatt
  • Agenten-Berg
  • Gestern und Heute
  • Konsolenkrieg 2
  • Prominente
  • Wohnen im Wagen
  • Neue Gimmicks
  • Gimmick-Experimente
  • Nostalgie-Bewahrer
  • Klonen
  • Rüdiger Nehberg
  • Der Traum von Fliegen
  • Ivia Litric

Die Comics

  • Ben’s Bande
  • YPS + Co
  • Wangaroo
  • Pif & Herkules
  • Zauber
  • Carl Benz

Das Gimmick

Der Solar-Zeppelin ist das Gimmick, das am meisten Presserummel verursacht haben dürfte. Wenn man einer Zeitung mit großen Buchstaben, die leider keine verlässliche Quelle für wahre Informationen ist, glauben darf, wurden Solar-Zeppeline, die sich von ihren Schnüren losgerissen hatten, mehrfach für UFOs gehalten.

Die Artikel

Die Artikel bieten die gewohnt gute Mischung. Interviewpartner in Sachen „YPS-Vergangenheit“ ist diesmal der Zeichner Ivica Litric, der über 1.000 Titelbilder des „klassischen“ YPS-Heftes gestaltet hat. Außerdem gibt es erstmals einen Artikel, den der Survivalkünstler Rüdiger Nehberg selbst geschrieben hat. Das Thema: Natürlich „Überleben in der Wildnis“, in bester YPS-Tradition.

Die Comics

Das Verhältnis neu zu alt ist ausgewogen in diesen Heft: Drei neue und drei alte Comics, wobei man „Pif & Herkules“ hier als „hybrid“ bezeichnen kann, denn die Serie selbst ist alt, der abgedruckte Comic aber noch nie auf Deutsch erschienen. Weiters fällt auf, dass der „Comic zum Gimmick“ dieses Mal nicht aus einem der regulären Hefte stammt, sondern aus YPS Extra Nr. 3.  Der Comic ist damit nicht nur eine, sondern vier Seiten lang. „Yinni + Yan“ fehlen leider.
Gleich auf den ersten Seiten des Magazins gibt es aber eine besondere Ankündigung: Ein Spezielheft, gefüllt mit lauter YPS-Originalcomics. Damit wurde dem Ruf nach noch mehr Klassikern Rechnung getragen.

Der Gesamteindruck

Ich kann nicht viel anderes schreiben, als ich schon geschrieben habe: Das neue YPS hatte seinen Weg gefunden und behielt seine Qualität bei. Es gibt keinen Artikel, der wie ein „Auffüller“ wirkt, und der Erfolg gab der Redaktion recht. Die Geschichte ging ungebrochen weiter.