Die Graphic Novel „Drei Steine“ – ein mahnendes Werk gegen Rechtsradikalismus

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Nils Oskamp erzählt in seiner autobiografischen Graphic Novel Drei Steine die Geschichte seiner Jugend in den 1980er Jahren in Dortmund-Dorstfeld, wo er das Opfer rechter Gewalt wurde. Er dokumentiert, wie die rechtsradikalen Jugendlichen damals so gut wie ungestraft davonkamen und es später sogar bis in die Politik schafften.

Als ein Mitschüler in der Schulklasse den Holocaust leugnet und weitere Nazi-Parolen propagiert, lehnt sich Nils Oskamp dagegen auf und sagt seine Meinung. Dadurch macht er sich zur Zielscheibe der Neonazis. Ab da beginnt ein Kampf, bei dem es für ihn bald um das nackte Überleben geht. Nils Oskamp zeigt in eindringlichen Bildern, wie die Lehrer und die Polizei die Bedrohung nicht ernst nehmen und auch die Familie die Gefahr nicht erkennt. Mehrfach wird er von Neonazis krankenhausreif geschlagen. Die Spirale der Gewalt eskaliert und gipfelt in zwei Mordanschlägen. Die jugendlichen Schläger der Neonazis wurden von „Alten Kameraden“ angeworben und indoktriniert. Diese Seilschaften sind weiterhin aktiv und machen mit dem rechtsextremen Terror, den sie verbreiten, heute noch Schlagzeilen.

Nils Oskamp ist in Dortmund aufgewachsen und studierte im Ruhrgebiet Grafikdesign mit dem Schwerpunkt Illustration. In Hamburg absolvierte er erfolgreich ein Trickfilmstudium und arbeitet dort als Illustrator für Werbung und Zeitschriften. Mit der Arbeit an Drei Steine begann er vor ein paar Jahren als Gastkünstler in der französischen Comic-Hauptstadt Angoulême.

Die Graphic Novel über seine Jugend, sein Leben mit der Angst und die Ohnmacht des Staats und der Bevölkerung gegenüber rechtsradikaler Gewalt, ist eine beeindruckende und beängstigende Mahnung an alle, die den Rechtsradikalismus verharmlosen. Ein Werk, das umso bedrückender ist, da es auch dokumentiert, dass die rechte Bedrohung inmitten unserer Gesellschaft wächst und gedeiht, und die Drahtzieher sich vielerorts an der Spitze von Politik und Wirtschaft positionieren konnten.

Am 28. Juni 2016 erscheint beim Panini Verlag die 160-seitige Graphic Novel Drei Steine als Hardcover-Ausgabe. Bereits jetzt im Mai veröffentlicht die Amadeu Antonio Stiftung eine gekürzte, 96-seitige Softcover-Schulbuchausgabe. Diese kann über die Webseite www.dreisteine.com für Schulen bestellt werden. Dort steht auch ergänzendes pädagogisches Begleitmaterial den Einsatz im Unterricht zur Verfügung.

Die Panini-Ausgabe für den Buch- und Comic-Fachhandel wird auf dem Comic Salon Erlangen (26. bis 29. Mai 2016) offiziell am Stand von Panini präsentiert und durch eine Drei Steine-Ausstellung begleitet. Nils Oskamp wird während des Salons für Signieraktionen am Verlagsstand anwesend sein, außerdem wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema seines Buchs geben.

Weitere Veranstaltungen:

12. Mai 2016
Buchpremiere in der Steinwache in Dortmund
Die Buchpremiere der Drei Steine-Schulbuchausgabe findet am 12. Mai 2016 in der Steinwache in Dortmund (19 Uhr, Steinstraße 50, 44147 Dortmund) statt. Begleitet wird die Präsentation von einer Podiumsrunde mit WAZ-Redakteur David Schraven, der auch Autor der Graphic Novel Weisse Wölfe ist, in der er sich mit den Dortmunder Neonazis der neuen Generation beschäftigt. Mit dabei ist auch Timo Reinfrank, der Programmleiter der Amadeu Antonio Stiftung, die unter anderem auch im Internet die Plattform Netz gegen Nazis betreibt.

20. Mai 2016
Launch der Graphic Novel Drei Steine
Autor Nils Oskamp wird seine von der Amadeu Antonio Stiftung geförderte Graphic Novel Drei Steine vorstellen und die Politikwissenschaftlerin Dr. Britta Schellenberg die dazugehörigen pädagogischen Begleitmaterialien. Die Veranstaltung findet in der Amadeu Antonio Stiftung, Novalisstraße 12, 10115 Berlin statt. Beginn ist um 16.30 Uhr.

26. bis 29. Mai 2016
Präsentation und Ausstellung beim internationalen Comic Salon Erlangen 2016
Auf der Bühne des Kleinen Saals in der Heinrich-Lades-Halle werden Originale, Studien, Dokumentation, Multimedia-Exponate und Leseproben gezeigt. Am Panini-Stand im gleichen Saal kann die Drei Steine-Hardcover-Ausgabe vor dem offiziellen EVT erworben werden und es finden täglich Signierstunden statt.

Links:

Drei Steine-Homepage mit dem pädagogischen Begleitmaterial

Web-Präsenz des Autors

Drei Steine auf Facebook

DREI STEINE
HC | 160 S. | € 19,99 | 978-3-95798-646-7 | Ab 28. Juni 2016 im Handel, vorab exklusiv erhältlich auf dem Comic Salon in Erlangen
>>>„Drei Steine“ von Nils Oskamp zum Vorbestellen bei AMAZON [Sponsored Link].

Quelle: Panini Comics

Batman in Berlin!

Der Dunkle Ritter jagt den irren Joker durch die Hauptstadt und andere europäische Metropolen

(c) Panini Comics / DC
(c) Panini Comics / DC

Mit Batman Europa hat ein Projekt endlich das Licht der Welt erblickt, dessen Wurzeln einige Jahre in die Vergangenheit reichen, und es darf als ein wirklich ganz besonderes Stück DC-Comic-Kult angesehen werden. Die Story des Zweiteilers allein ist schon ein riesiger Lesespaß, gewinnt aber noch mehr durch die vielen bildgewordenen Wegmarken, an denen man die wilde Jagd von Batman und dem Joker durch die Metropolen Europas verfolgen kann. Natürlich profitiert das Werk auch vom Können der federführenden Zeichner: Jim Lee und Giuseppe Camuncoli.

DC-Kopf Jim Lee verbrachte einige Jahre in Italien und Deutschland, bevor er in den USA zum Comic-Superstar aufstieg. Schon damals erzählte er Eingeweihten von seiner Idee, Batman einmal ein Abenteuer in Europa erleben zu lassen. Welche Gründe dafür gesorgt haben mögen, dass es nun einige Jahre gedauert hat, bis das Projekt zu Druckreife gelangte, ist irrelevant – wichtig ist nur, dass Batman erstmals auch mit den Schatten unter anderem der Berliner Nacht verschmilzt.

Als der Dunkle Ritter mit einem tödlichen Virus infiziert wird, muss er sich mit seinem Erzfeind Joker verbünden, um ein Heilmittel zu finden. Die Suche nach dem Serum wird eine gefährliche Schnitzeljagd durch Europa, gegen die Zeit und letztlich auch gegen einander! Zwar reisen Batman und der irre Clown zunächst gemeinsam nach Berlin, um in der deutschen Hauptstadt mehr über den Ursprung der Infektion herauszufinden, aber Batman weiß, dass er dem Joker nicht trauen kann.

Brian Azzarello und Matteo Casali haben die Story für diesen rasanten Batman-Thriller geschrieben und kein Geringerer als DC-Ikone Jim Lee, zusammen mit dem kongenialen italienischen Zeichner-Star Giuseppe Camuncoli, sorgte für die bildhafte Umsetzung.

Teil eins des Zweiteilers kommt am heutigen 3. Mai 2016 offiziell auf den Markt, und für den Comic-Salon in Erlangen (26. bis 29. Mai 2016) hält Panini Comics ein limitiertes Variant-Cover der Nummer eins bereit. Teil zwei erscheint dann im Juni 2016. Auch für diese Ausgabe wird es ein Variant-Cover geben, das die Fans bei der Comic Con Germany in Stuttgart (25. bis 26. Juni 2016) erwerben und dort zudem von Gaststar Giuseppe Camuncoli signieren lassen können.

BATMAN: EUROPA, 1 VON 2
SC | 64 S. | € 5,99 | Ab 3. Mai 2016 im Handel
>>>Zum Bestellen über AMAZON.de [Sponsored Link]

Quelle: Panini Comics

Drei Panini-Titel sind für den Max- und Moritz-Preis 2016 nominiert!

Das Leben ist kein Ponyhof, Die Toten und Ms. Marvel können beim Comic Salon in Erlangen auf den Preis hoffen

Bild: Panini Comics
Bild: Panini Comics

Im Rahmen des Internationalen Comic-Salons Erlangen 2016 (26. – 29. Mai) wird zum 17. Mal der Max und Moritz-Preis verliehen, die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur und Comic-Kunst im deutschsprachigen Raum. 25 Titel sind nominiert, sieben von zehn Preisträgern werden erst am 27. Mai 2016 im Rahmen der Max und Moritz-Gala bekannt gegeben. Nach Marvin Cilfford, der für Schisslaweng im Jahr 2014 mit dem Preis ausgezeichnet wurde, ist Panini in diesem Jahr gleich mit drei Titeln in der Nominierungsliste vertreten: Das Leben ist kein Ponyhof, Sarah Burrinis Cartoons aus der Nerd-WG, Die Toten, die Zombie-Apokalypse auf deutschen Boden, gezeichnet von deutschen Comic-Künstlern, und die Marvel-Superhelden-Serie Ms. Marvel, mit den Abenteuern der ersten muslimische Superheldin.

Der Max und Moritz-Preis wird als die bedeutendste Auszeichnung für grafische Literatur und Comic-Kunst im deutschen Sprachraum angesehen. Er wird durch eine von der Stadt Erlangen berufene unabhängige Fachjury vergeben und trägt seit über 30 Jahren wesentlich zur künstlerischen und gesellschaftlichen Anerkennung des Comics bei. Mit dem Preis wird die Arbeit herausragender Künstlerinnen und Künstler gewürdigt, verdienstvolle Verlagsarbeit bestärkt, auf Nachwuchstalente aufmerksam gemacht und die qualitative Auseinandersetzung über grafische Literatur gefördert. Die komplette Nominierungsliste findet sich hier – dies sind Auszüge daraus, zur Nominierung der Panini-Titel:

Der Web-Comic Das Leben ist kein Ponyhof geht inzwischen ins siebte Jahr und ist nichts weniger als die großartige Kunst- und Charakterperformance einer Comic-Schaffenden, die an Jahren noch jung, an Ehrungen schon reich ist. Die Printausgabe von Panini gibt Einblick in Burrinis klassischen Vierbild-Strip, doch erst die digitale Präsenz im Netz (jede Woche neu) zeigt das volle Ausmaß ihrer zeichnerischen Kompetenz und Experimentierlust, ihrer Freude an Vernetzung mit Gleichgesinnten und ihrer sonnigen Art, im Blog zum Strip Leser anzusprechen, die die gute Laune in der Kommentarspalte erwidern. Ausgangspunkt der Strips ist der Alltag einer Zeichnerin (Sarah), die mit einem Pony, einem Pilz und einem Elefanten in einer WG lebt. Es versteht sich von selbst, dass sich damit alle Themen der Welt, der Weltgeschichte, und des gleichgültigen Universums abdecken lassen.

Einer der innovativsten deutschen Comics der letzten Jahre ist die von den beiden Zwerchfell-Herausgebern Stefan Dinter und Christopher Tauber erschaffene Zombie-Reihe Die Toten, die inzwischen bei Panini auch ein breiteres Publikum erreicht. Und das völlig zu Recht, präsentiert die Anthologie-Reihe doch in jeder Ausgabe mehrere Kurzgeschichten verschiedener Zeichner und Szenaristen, die zu den interessantesten zeitgenössischen Comic-Künstlern der deutschsprachigen Szene gehören – darunter Ingo Römling, Boris Kiselicki, Christina Reigber, Andreas Völlinger oder Boris Koch. Das wirklich Besondere an der Reihe ist, dass wir hier live dabei sind, wie direkt vor Ort in Deutschland eine Zombie-Epidemie ausbricht. Jetzt werden also nicht mehr nur amerikanische Großstädte von Untoten bevölkert – nein, jetzt sind endlich auch mal Bochum, Potsdam oder Bad Homburg dran!

Ms. Marvel von G. Willow Wilson und Adrian Alphona, Übersetzung: Carolin Hidalgo: Strenge Eltern, die den abendlichen Party-Besuch untersagen, nervige Mitschülerinnen, die sich über Muslime lustig machen und Stress mit Jungs – Kamala Khan, Tochter pakistanischer Einwanderer, schlägt sich in New Jersey mit den üblichen Teenager-Problemen herum. Wie es sich für einen echten Nerd gehört, flüchtet sie sich in das Zeichnen von Avengers-Fan-Fiction und träumt davon, selbst eine intergalaktische Superheldin zu werden – bis genau dies eines Abends geschieht. Ein kosmischer Zufall macht sie zu Ms. Marvel – inklusive klassischem Outfit mit hohen Stiefeln, kurzem Rock und blonden Haaren. Doch während sie langsam aber sicher lernt, mit ihren neuen gestaltwandlerischen Superkräften umzugehen, wird Kamala klar, dass sie diese Art Verkleidung gar nicht nötig hat, um für das Gute einzutreten, und dass das selbstgeschneiderte Kostüm aus einem alten Burkini im Grunde viel besser zu ihr passt. Erstaunlich, wie gut sich das Superheldengenre eignet, kluge und einfühlsame Geschichten über den Alltag zwischen verschiedenen Kulturen zu erzählen!

MS. MARVEL
SC | 124 S. | € 16,99 | Bereits erhältlich Band 1 & 2, Band 3 ab 10. Mai 2016
>>>„Ms. Marvel: Bd. 1: Meta-Morphose“ bei AMAZON.de.
>>>„Ms. Marvel: Bd. 2: Generation Fragezeichen“ bei AMAZON.de.
>>>„Ms. Marvel: Bd. 3: Der Ernst des Lebens“ bei AMAZON.de.

DAS LEBEN IST KEIN PONYHOF
SC | 96 S. | € 12,99 | Bereits erhältlich Band 1 & 2
>>>„Das Leben ist kein Ponyhof: Bd. 1“ bei AMZON.de.
>>>„Das Leben ist kein Ponyhof: Bd. 2: Willkommen in der Realität“ bei AMAZON.de.

DIE TOTEN
SC | 124 S. | € 16,99 | Bereits erhältlich Band 1 & 2
>>>„Die Toten: Bd. 1“ bei AMAZON.de.
>>>„Die Toten: Bd. 2“ bei AMAZON.de.

Quelle: Panini Comics

STAR WARS Comics Nr. 8: Showdown auf dem Schmugglermond

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen. Als Konsequenz muss er sich gegen verschiedenste mit Technoimplantaten versehene Lebewesen durchsetzen, um zu beweisen, dass er weiterhin würdig ist.
Leia Organa und Han Solo sind auf der Suche nach einem neuen Versteck für die Rebellen auf Solos angebliche Ehefrau Sana gestoßen, die eine Belohnung kassieren will und das Imperium auf die Spur von Leia gebracht hat.
Luke Skywalker will den Jeditempel auf Coruscant aufsuchen in der Hoffnung, dort mehr über die Jedi zu erfahren. Er fliegt deswegen zum Schmugglermond Nar Shadda, wo er hofft, einen Piloten zu finden. Doch die Aktion läuft schief: Die Schmuggler wollen ihn ausrauben und töten – und ganz besonders haben sie es auf sein Lichtschwert abgesehen…

„Chewbacca sagt… wir werden sofort aufbrechen. Ich bitte um Verzeihung… ‚WIR‘? Du meine Güte!“
– C3PO

Luke verfolgt auf Nar Shadda einen Dieb, der sein Lichtschwert gestohlen hat. Es gelingt ihm tatsächlich, diesen einzuholen und er bekommt sein Eigentum zurück. Allerdings ist er auf der Verfolgungsjagd im Huttenviertel gelandet und Grakkus der Hutte nimmt ihn gefangen. Grakkus ist fasziniert von der Jedikultur und hat allerhand Artefakte gesammelt. Deswegen ist er auch so erpicht auf Lukes Schwert. Aber noch mehr schätzt er ein großes Spektakel. Deswegen lässt er Luke zu einer Art Gladiator ausbilden, der in der Arena im Kampf mit dem Lichtschwert sterben soll.

Han Solo überzeugt Sana indessen, dass es eine blöde Idee war, das Imperium herzuholen, da auch er auf der Liste der Meistgesuchten steht. Da Sana zuvor das Schiff, mit dem er und Leia hergekommen waren, zerstört hat, bleibt den dreien nur die Flucht in Sanas Schiff. Diese Flucht führt mitten durch eine imperiale Blockade hindurch.

Die Rebellenflotte hat indessen einen Notruf empfangen: R2D2 hat gemeldet, was auf Nar Shadda passiert ist. Die Rebellen können aber niemanden zu Rettung von Luke Skywaker hinschicken. Da meldet sich Chewbacca freiwillig…

Rezension

Nach dem kleinen Tiefpunkt der vorigen Ausgabe wird die Geschichte endlich wieder spannend. Der ständige Schlagabtausch zwischen Han und Sana nervt zwar immer noch (und es wird auch immer noch nicht erklärt, wer Sana wirklich ist), dafür kommt durch die Flucht vor dem Imperium endlich Bewegung in die Geschichte. Lukes Handlungsstrang behandelt eine Lücke, die zwischen Episode IV und V entstanden ist: Obi-Wan konnte ihm in Episode IV nur eine rudimentäre Ausbildung geben, trotzdem ist er in Episode V recht gut in Form. Er bekommt auf Nar Shadda ein Training, um in der Arena zu bestehen. Und diese Handlung ist noch nicht abgeschlossen.

Ein Lächeln konnte ich mir am Ende des Heftes nicht verkneifen, denn da taucht jemand auf, über den nicht alle Leser begeistert sein dürften: Ein Gungan! Nein, es ist nicht Jar Jar Binks, aber es ist ein Gungan. Wer micht kennt, weiß, dass ich die harsche Kritik an den Prequels nicht teile und ich es schade fand, dass man von den Gungans kaum noch was zu sehen bekam. Gerade so, als wären sie „Personae non grata„. Es ist schön zu sehen, dass sie auch im Zeitalter der „klassischen“ Trilogie noch da sind.

Abschließend bleibt mir zu sagen, dass es sich um eine im großen und ganzen gelungene Episode handelt, auch wenn der im Titel angekündigte eigentliche „Showdown“ wohl erst im nächsten Heft stattfindet.

STAR WARS Comics Nr. 7: Showdown auf dem Schmugglermond

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen. Als Konsequenz muss er sich gegen verschiedenste mit Technoimplantaten versehene Lebewesen durchsetzen, um zu beweisen, dass er weiterhin würdig ist.
Luke Skywalker ist auf der Suche nach mehr Wissen über die Jedi und hat auf Tatooine Kenobis Aufzeichnungen über dessen Aufenthalt dort gefunden. Dabei ist er einem Kopfgeldjäger namens Boba Fett über den Weg gelaufen.
Leia Organa und Han Solo sind auf der Suche nach einem neuen Versteck für die Rebellen auf einem abgelegenen Planeten gelandet. Unglücklicherweise wurden sie aufgespürt, und zwar von einer Frau, die behauptet, mit Han Solo verheiratet zu sein…

„Tötet ihn. Raubt ihn aus. Verfüttert ihn an die Kraken“.
– ein nicht gerade herzlicher Empfang für Luke Skywalker auf Nar Shadda

Luke studiert eine Art Tagebuch von Obi-Wan Kenobi über dessen Aufenthalt auf Tatooine und stößt dabei auf eine Geschichte, die auch ihn selbst betrifft. Einem Hinweis folgend will er daraufhin zum Jeditempel auf Coruscant, in der Hoffnung, dort etwas zu finden, was ihn in seinen Studien weiterbringt. Luke folgt dabei einen gelinde gesagt etwas naiven Plan: Er braucht einen unerschrockenen Piloten, um ihn nach Coruscant zu bringen, wo sich nun das Herz des Imperiums befindet. Also steuert er den Schmugglermond Nar Shadda an. Der Plan geht schief, da jeder auf einmal hinter Luke her ist, vor allem, als sie sehen, dass er ein Lichtschwert hat…

Leia und Han bekommen noch mehr Schwierigkeiten. Zunächst gibt es einen unfreundlichen verbalen Schlagabtausch zwischen Han und seiner (angeblichen?) Ehefrau Sana, dann kommt auch noch das Imperium auf ihre Spur…

Rezension

Der Comic lässt etwas nach, was die Geschichte betrifft, aber vielleicht bin das nur ich. Ich finde die Teile mit Han Solos Ehefrau Sana einfach nur in die Länge gezogen. Ein bisschen erinnert es zudem an das sinnlose Gespräch in der „Argument Clinic“ im gleichnamigen Monty-Python-Sketch und geht ungefähr so: „Ich bin seine Frau.“ – „Nein, bist Du nicht!“ – „Du hast mich abgezockt!“ – „Nein, hab ich nicht!“ Und so weiter. Ich fand die Idee schon lahm, jemand auftauchen zu lassen, der behauptet, Solos Frau zu sein. Leider ist das ganze bisher nicht sonderlich gut ausgearbeitet. Die Geschichte um Darth Vader ist da das genaue Gegenteil: Obwohl wir ja wissen, dass Vader in Episode V wieder die Gunst des Imperators haben wird, ist es spannend zu sehen, wie Palpatine Vader manipuliert und was er alles unternimmt. Und man stellt sich die Frage, was genau passieren wird, damit der Ausgangspunkt von Episode V erreicht wird. Bei der Geschichte um Sana Solo habe ich allerdings leider eher dieses „Wann ist es endlich vorbei?“-Gefühl. Denn es wird vorbei sein und mit ein wenig Glück sehen wir Sana nie wieder.

Der Skywalker-Plot ist wiederum recht interessant, auch wenn ich sein Vorgehen ziemlich naiv finde. Aber auf der anderen Seite, Luke ist erst Anfang zwanzig, er stellt sich manche Dinge eben einfacher vor, als sie in Wirklichkeit sind.

Damit ist dieses Heft von der Geschichte her durchmischt. Den Anfang mit einem Obi-Wan-Abenteuer und Lukes Flug nach Nar Shadda ist interessant, die Geschichte um Leia, Han und Sana nervtötend. Bleibt nur zu hoffen, dass der Handlungsstrang möglichst schnell beendet wird.

STAR WARS Comics Nr. 6: Darth Vader

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen, da der Todesstern zerstört wurde und es den Rebellen außerdem noch gelungen ist, einen wichtigen Industriekomplex des Imperiums lahmzulegen. Vader bekommt Großgeneral Tagge als Aufpasser vor die Nase gesetzt und bemerkt, dass der Imperator Geheimnisse vor ihm hat. Er baut heimlich eine Privatarmee aus Droiden auf, die er sich mit Hilfe der Archäologin Aphra von Geonosis besorgt. Unterstützt wird er von den Folterdroiden BT-1 und Triple-Zero. Gleichzeitig schickt er einen Kopfgeldjäger, einen gewissen Boba Fett, los, um etwas mehr über den Piloten in Erfahrung zu bringen, der den Todesstern zerstört hat…

„Ich bin Tripel-Zero und ich diene der… oh, verflixt! So viele Sprachen. Wie heißt das Wort noch gleich? – Ach ja, genau das. Danke BT. Ich diene der Ablenkung!“
– Tripel-Zero

Darth Vader hat seine Privatarmee aufgestellt. Triple-Zero hat einen Vertrauten des Imperators gefoltert und so den Standort einer Raumstation erfahren. Dort soll auf des Imperators Geheiß irgendeine Aktion vorbereitet werden. Vader vermutet, dass es um beziehungsweise gegen ihn geht. Mit seiner Droidenarmee überfällt er die Station, als er unerwartet auf ziemlich heftigen Widerstand stößt. Ihm stellen sich Leute in den Weg, die zwar geschickt im Kampfstil der Jedi sind, aber nicht oder nur schwach in der Macht begabt. Wie sich herausstellt, sucht der Imperator nach mehr als nur einem Ersatz für Vader – er sucht einen Ersatz, der genauso skrupellos und grausam ist wie ein Lord der Sith, ohne allerdings stark in der Macht zu sein. In der Station wurden verschiedene Lebewesen mit Technik und Technoimplantaten darauf trainiert, diese Rolle auszufüllen. Vader ist entsetzt, der Imperator hocherfreut…

Rezension

Diese Folge schlägt ein weiteres dunkles Kapitel auf. Na gut, was will man erwarten, wenn es um die Sith geht? Hier wird die Skrupellosigkeit von Imperator Palpatine nochmal deutlich: Er will zum Ziel kommen. Wenn Vader ihm nicht mehr nützlich sein kann, wird er ersetzt, im Zweifel auch durch eine Kampfmaschine ohne Machtbegabung. Genau genommen ist das sogar ein raffinierter Schachzug. Palapatine hat ja – in Episode III – die Geschichte von Darth Plagues erzählt, der von seinem Schüler ermordet wurde. Sollte der Imperator einen Ersatz für Vader finden, der nicht machtbegabt ist, droht ihm dieses Schicksal zumindest mal nicht, da er in der Hinsicht der Überlegene bleibt. Wenn es aber Vader gelingt, über die anderen Kämpfer zu triumphieren, ist jener nach den Rückschlägen wieder zu alter Form aufgelaufen und wieder nützlich. Palpatine ist immer noch der alte Ränkeschmied aus den Prequels. Ein interessanter Faktor kommt durch Boba Fett hinzu: Nicht nur dass wir durch die Comics jetzt wissen, wie Vader Fett kennengelernt hat – zumindest auf Kopfgeldjägerebene, er ist Boba ja in Episode III auch schon mal kurz auf Geonosis begegnet -, er bringt auch die Kunde, wie der Name des Piloten lautet, der den Todesstern zerstört hat. Und das ist eine Tatsache, die Vader wiederum vor dem Imperator geheim hält. Es bleibt weiterhin spannend, wie das alles auf Episode V zuarbeitet.

YPS mit Gimmick Nr. 1266: Das Abenteuerhandbuch und das Survival-Werkzeug

(c) Egmont Ehapa
(c) Egmont Ehapa

Also, was einfallen lassen tun sie ja schon, die Macher vom neuen YPS. Auch wenn die Jahreszeit… hm, na ja, vielleicht nicht so ganz danach ist, das im November erschienene YPS Nr. 1266 hat für das Gimmick das Thema „Abenteuer“ gewählt, was ja eigentlich mehr ins Frühjahr, respektive den Sommer passt. Zumindest ich assoziiere das so, denn die Abenteuerserien von YPS beinhalteten grundsätzlich Gimmicks, die für die Anwendung draußen gedacht waren, wie zum Beispiel das Abenteuerzelt. Aber dafür ist in diesem Heft nicht ein, sondern gleich zwei Gimmicks: das bekannte Abenteuerhandbuch – inhaltlich auf den neuesten Stand gebracht – und ein Multifunktionswerkzeug, allerdings diesmal in der Erwachsenen-Ausführung. Falls Ihr also YPS bei dem einen oder anderen Zeitschriftenhändler immer noch bei den Kinderzeitschriften einsortiert findet, macht ihn darauf aufmerksam, dass das dort nicht hingehört. Speziell dieses Gimmick birgt bei unsachgemäßer Handhabung Verletzungsgefahr, aber dazu komme ich noch. Schauen wir uns das Heft an.

Das Titelbild

Das Titelbild von Nr. 1266 ist diesmal von Comiczeichner Martin Tazl gestaltet und im Stil eines Abenteuerfilm-Kinoplakat gehalten. Und der Schriftzug „Der Tempel des Karos“ verrät auch schon, welche Filmreihe da konkret Pate gestanden hat: „Indiana Jones“. Und um noch konkreter zu werden: Yps trägt nicht nur Indys Lederjacke, den Hut und die Peitsche, die Art, wie er zwischen den zwei Säulen steht, ist einem Kinoplakat von „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ nachempfunden.

Das Gimmick

Abenteuer-Gimmicks bildeten in YPS eigentlich immer eine Reihe, was bei einer wöchentlichen Publikation auch einfach möglich ist. Bei der vierteljährlichen Erscheinungsweise muss man sich was einfallen lassen – also, warum nicht zwei Gimmicks auf einmal? Das Abenteuerhandbuch ist seit Juli 1979 immer wieder mal erschienen. Nicht jede Abenteuerreihe hatte das Handbuch dabei, da die Reihen teilweise unterschiedliche Gimmicks beinhalteten, aber mindestens 3 Versionen davon gibt es. Mit jedem Erscheinen wurde das Buch aktualisiert, das gilt natürlich auch für die vorliegende Ausgabe. Als zweites Gimmick wurde ein Multifunktions-Werkzeug beigelegt. Etwas ähnliches gab es in der alten Serie auch schon, aber das neue Gimmick ist aus Metall – und daher unbedingt nur für Erwachsene, zumindest aber ältere Jugendliche gedacht. In mehreren Rezensionen zum Heft wurden die scharfen Kanten erwähnt – aber das ist klar: die scharfe Kante des Werkzeugs dient als Taschenmesser. Außerdem gibt es Funktionen wie eine Säge, Flaschenöffner, Schraubendreher oder ein Dosenöffner.

Standen bei anderen Gimmicks hauptsächlich der Spaß im Vordergrund, handelt es sich bei dem „Survial-Tool“ genannten Werkzeug tatsächlich um etwas, das auch einen praktischen Nutzen hat. Es hat ungefähr die Größe einer Kreditkarte, kann also leicht verstaut und mitgeführt werden. Aber Achtung! Aufgrund der „Taschenmesser-Kante“ dürfte das Werkzeug zu den Sachen gehören, die man nicht in die Kabine eines Flugzeugs mitnehmen darf. Also unbedingt dran denken, bevor man an der Sicherheitskontrolle am Flughafen das Werkzeug entsorgen muss.

Das Heft: Die Artikel

Im Vorwort des Hefts wird gleich eine Aktion verkündet: Ein YPS-Leser wird von Martin Tazl auf das Cover des Heftes gezeichnet werden. Welcher, das wird über einen Wettbewerb bestimmt, man muss ein Porträtfoto von sich selbst an YPS senden und dazu schreiben, warum man unbedingt auf den Titel muss. Der Sieger bekommt das umgestaltete Cover dieser Ausgabe – wenn ich die Zeichnung auf der Seite richtig deute, wird Kaspar rausretuschiert und der Leser reingesetzt – als Poster-Unikat.

Die Leserbriefe handeln unter anderem von den Erfolgen vergangener Gimmicks, es gibt wie immer Leserzeichnungen und im YPS Extra-Blatt fällt eine Kleinanzeige auf, die mit „Fred Kipka“ unterzeichnet ist und auf einen Sammelband von Geschichten der „Gespenster GmbH“ aufmerksam macht. Der Gag: Fred Kipka ist der Zeichner dieser Geschichten und auf diese etwas subtile Weise wird auf den Sammelband aufmerksam gemacht, der übrigens in Kipkas eigenem Verlag erschienen ist.

Neben der obligaten Seite zum Gimmick gibt es nochmal ein paar Tipps zum „Überleben in der Wildnis“ von Oilver Burghart, der eine Einzelkämpferausbildung bei der Bundeswehr genossen hat. Doch damit nicht genug: Ein großer Artikel widmet sich der Zubereitung von Insekten. Falls man unterwegs mal Hunger bekommt…

Nicht fehlen darf natürlich auch in dieser Ausgabe eine doppelseitige Vorstellung von Gimmicks, die leider zu groß oder zu teuer sind, um sie dem YPS-Heft beizulegen. Zu groß und zu teuer wäre auch ein echter Tischfußball-Tisch (was für ein redundantes Wort!), aber dafür erteilt ein Tischfußball-Profi Tipps, wie man das eigene Spiel mit dem runden Plastik (aus Leder ist der Ball ja nicht) verbessern kann.

Unter der Rubrik Fahrzeuge wird diesmal ein Blick auf die Automobile der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland geworfen, und zwar seit Adenauer 1949. Man stellt fest, dass lange Zeit Mercedes die Nase vorn hatte, aber dann mit VW, Audi und BMW auch andere deutsche Marken zum Zug kamen.

Die Rubrik YPS Trivia kümmert sich in diesem Heft um das Allerweltswissen zum Thema „Reisen“. Die „RiskMap“, also eine Karte, die das Reiserisiko in jedem Land in Bezug auf Sicherheit und Politik anzeigt, ist leider etwas klein geraten. Vor allen Dingen bei kleinen Ländern, wie etwa in Mittelamerika oder Afrika, hat man Probleme, die Symbole genau zu erkennen.

Auf den Vorschlag eines Lesers geht der Artikel „Animationsprogramm“ zurück: Ein Rückblick auf die Zeichentrickserien der 1980er Jahre. Man erfährt zum Beispiel – was ich auch nicht wusste -, dass einer der fleißigsten Schreiber für „The Real Ghostbusters“ J. Michael Straczynski war, der später das Weltraum-Epos „Babylon 5“ zum Fernsehen brachte.

Ach ja, hatten wir eigentlich schon genug Abenteuer in diesem Heft? Nein? Na dann, noch ein Artikel über das „Überleben in der Wildnis“, diesmal aber ganz speziell und zur Jahreszeit passend zum Überleben im Freien bei Eis und Schnee.

Und wo wir es gerade von der Jahreszeit hatten: „Life Hacks“ werden ja immer beliebter. Für die zwei Leute, die nicht wissen, was das ist: Bei einem „Hack“ wird ein Gegenstand zu einem anderen Zweck verwendet wie der, für den er eigentlich gedacht war. „Life Hacks“ sind nun solche Zweckentfremdungen, die im alltäglichen Leben mit alltäglichen Gegenständen nützlich sind. Mit anderen Worten: Improvisieren an Weihnachten, schön erklärt.

Gestern & Heute darf natürlich auch nicht fehlen. Wieder geht es um Dinge, die auf eine Lange Geschichte zurückblicken können und sich natürlich weiterentwickelt haben. Und ja, um die Fantastischen Vier (die Musikgruppe) geht es auch.

Bleiben wir bei Dingen, die sich weiter entwickelt haben: Computerspiele! Dazu gab es schon einen Artikel im vorigen Heft, die Reihe wird in diesem fortgesetzt. Und es sind ein paar Sachen dabei, die ich selbst schon fast vergessen hatte.

Flipper-Automaten entstanden in einer Zeit, als die Computerspiele noch nicht so vielseitig waren wie heute. Die Flipper waren es dafür umso mehr. In Schwerin gibt es ein Museum, dass sich den immer seltener werdenden Spielmaschinen widmet.

Die Stimme aus der Vergangenheit ist in diesem Heft Hubert Kah, im bürgerlichen Leben Hubert Kemmler. Die Lieder „Sternenhimmel“ und „Einmal nur mit Erika“ dürften eine gewisse Bekanntheit haben, aber habt Ihr gewusst, dass Kemmler auch an „Blue Night Shadow“ von Two of Us beteiligt war, sowie „Around my Heart“ von Sandra mitgeschrieben hat? Im Interview redet er über die Neue Deutsche Welle und die schwierige Zeit danach.

Das Heft: Die Comics

Die zweite Hälfte des Heftes beinhaltet die Comics. Martin Tazl steuert ein neues YPS & Co-Abenteuer bei, als Neudruck alter Comics gibt es den Gimmick-Comic (allerdings nur zum Abenteuerhandbuch), den Krimi-Comic die Gespenster GmbH und Isegrims Abenteuer. Weitere neue Geschichten gibt es von Der Rote Korsar, Pif & Hercules und die Weihnachtscartoons von Michael Holtschulte. Die Geschichte vom „Roten Korsar“ ist ein Auszug aus der Gesamtausgabe des Comics, die – natürlich – bei Egmont Ehapa erscheint. Aber es ist neben den Cartoons von Holtschulte ein weiterer Versuch, im Heft „erwachsenere“ Geschichten unterzubringen. Kritisiert wurde wiederholt von YPS-Fans, dass in den „Pif“-Geschichten die Figur, die früher jahrelang als „Professor Belpomme“ bekannt war, nun unter dem Namen „Reagenz“ auftritt. Ich musste meine ganzen, nur noch fragmentär vorhandenen Französischkenntnisse zusammennehmen, damit ich den Eintrag über Pif in der französischen Wikipedia nachlesen konnte, weil ich den Verdacht hatte, dass „Belpomme“ ein französischer Begriff ist, der irgendwas bedeutet und „Reagenz“ der Versuch ist, diesen ins Deutsche zu übertragen. Aber siehe da: Nein, ist er nicht, „Belpomme“ ist ein Eigenname (es gibt auch tatsächlich einen echten Professor Dominique Belpomme) und die Figur heißt auch im Original so (Krapulax übrigens auch). Warum die Namensänderung in der neuen deutschen Version erfolgte – keine Ahnung.

YPS mit Gimmick Nr. 1266: Die Zusammenfassung

Das Heft steht seinen Vorgängern in nichts nach, es hat eine gute Mischung von Artikelthemen und Comics. Schwerlich vermisst werden allerdings – nicht nur von mir – Yinni und Yan. Mit dem Artikel über die Zeichentrickserien der 1980er Jahre hat die Redaktion gezeigt, dass sie auch auf Leservorschläge eingeht. Und das werden sie müssen, denn YPS wird sich weiterentwickeln müssen, wenn es Bestand haben soll. Leserbefragungen wurden ja schon durchgeführt und wir dürfen gespannt sein, was daraus neues hervorgeht und in welche Richtung die Entwicklung geht.

Das nächste Heft war angekündigt für den 12. März 2015. Und meine Abo-Verlängerung war schon gezahlt…

 

YPS mit Gimmick Nr. 1265: Die XXL-Urzeitkrebse

(c) Egmont Ehapa
(c) Egmont Ehapa

Rechtzeitig zum Ende eines Monats, der zwar mit „A“ anfängt, aber besser „April“ hieße als „August“, kam 2014 das neue YPS mit Gimmick des Wegs. Die Redaktion hat sich diesmal wieder ein neues Gimmick einfallen lassen. Oder auch nicht. Man kann vielleicht sagen, dass ein bekanntes Gimmick etwas aufgemotzt wurde: die Urzeitkrebse, in dieser Ausgabe als „XXL-Urzeitkrebse“. Die Ausgabe ist 100 Seiten stark und wie seit dem Neustart üblich wartet sie mit einem Mix aus Artikeln, Interviews und Comics auf. Die Begeisterung für das neue YPS scheint ungebrochen zu sein, denn wieder einmal wieder eine Sonderpublikation angekündigt: das „YPS-Witzebuch“ mit den besten Witzen aus mehr als 1.000 Heften.

 

Das Heft

Dem aufmerksamen Betrachter fällt auf, dass es nochmal eine Änderung an der Verpackung des Hefts gegeben hat: War die Folie beim vorigen Heft noch durch einen Klebestreifen am oberen Rand verschlossen, ist sie hier komplett zugeschweißt. Wir sind also fast wieder dort angekommen, wo YPS schon einmal war. „Fast“ deswegen, weil die Folie stabiler ist als bei den alten YPS-Heften. Ich spekuliere mal, dass das einen Vorteil beim Postversand der Hefte hat. Das Cover des Hefts bildet ein Kreuzworträtsel. Was es damit auf sich hat, steht im Vorwort.

Das Gimmick

„Die XXL-Urzeitkrebse“ sind eine echte Überraschung. Zum einen hat niemand so schnell wieder mit den Krebsen gerechnet (immerhin war es das Gimmick der ersten Neu-Ausgabe, also noch nicht so lange her), zum anderen wurde eine kleine Änderung vorgenommen. Bei den bisherigen Urzeitkrebsen handelte es sich um Salinenkrebse. Die in diesem Gimmick gehören der Gattung Triops longicaudatus* an und können bis zu 8 cm lang werden. Mit den Krebseiern kommen verschiedene Packungen mit Nährstoffen sowie eine Anleitung zu Aufzucht und Pflege der XXL-Urzeitkrebse. Die Packung des Gimmicks ist wiederum mit Spezialklebstoff auf das Heftcover geklebt und lässt sich rückstandslos entfernen.

Die Artikel

(c) Egmont Ehapa
(c) Egmont Ehapa

Eingeleitet wird das Heft wie immer mit den Redundanz-Seiten, also Sachen, die sich um YPS allgemein und das aktuelle Heft speziell drehen, das Vorwort, die Leserbriefe, Bilder von Fans und Freunden, dem Extrablatt und der Gimmick-Seite.

Direkt mit dem Gimmick hängt auch der Artikel Deutsche Urzeitkrebse zusammen. Denn eine Gattung der Triops kann man in Deutschland sozusagen in „freier Wildbahn“ beobachten. Und im nächsten Artikel geht es um Evolutionsbremsen generell, also um Tiere, die sich, ganz wieder der Triops, seit Urzeiten nicht weiterentwickelt haben. Wobei der Begriff „Evolutionsbremsen“ etwas hart gewählt ist, sie haben sich einfach nicht weiterentwickelt, weil es keinen Anlass gab. Und wie wir alle wissen: „Never change a running system!“

Unter dem Thema Kurioses Wissen geht es in YPS-Manier um merkwürdige Tatsachen aus dem Tierreich, zusammengesammelt auf einer Doppelseite.

Der Dino-Schöpfer Thomas Stern ist die Hauptperson des Artikels zum Thema „Nostalgie-Bewahrer“. Und das Wort „Schöpfer“ ist wörtlich zu nehmen: Er baut Dinos aus Beton und Stahl.

„Klingan dJoy ra ata ha?** Das spielt keine Rolle!“ Ja, daran kann ich mich noch erinnern, mit diesen Worten wurde man von einem feindlich gesonnenen Klingonen bei dem Video-Brettspiel zu „STAR TREK – The Next Generation“ auf der ENTERPRISE begrüßt. Der Klingone benutzte noch ein paar andere Wort in seiner Sprache, einen Spieler nannte er „puJ“ (Klingonisch „schwach“) und er forderte mehrmals, dass einzelne Spieler „biJ“ erfahren (Klingonisch „Bestrafung“). Wer sich für sowas interessiert, im Heft gibt es einen kurzen Klingonisch-Kurs.

Bei den Fahrzeugen blickt man in dieser Ausgabe ausnahmsweise mal nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft. Vorgestellt werden Elektroautos.

Natürlich werden auch diesmal wieder verschiedene Dinge von Gestern & Heute miteinander verglichen, Schreibgeräte, Kaugummis und mehr.

Für die YPS-Leser, die etwas weitergehen wollen mit ihrem Forscherdrang bietet sich eine Möglichkeit in dem Artikel Biohacking, wo es um hausgemachte Genmanipulation geht.

In einer der vergangenen Ausgaben wurde ein Freiwilliger gesucht, der zum Römer auf Probe wird und das Leben um die Zeitenwende mal ausprobiert. Im aktuellen Heft wird über seine Erlebnisse berichtet.

Bei den Konsolen-Videospielen wird diesmal geschaut, wie sich einzelne Spiele von damals bis heute weiterentwickelt haben, beziehungsweise welche Spiele Inspiration für welche Nachfolger waren.

Rüdiger Nehberg berichtet davon, wie man ein improvisiertes Floss zusammenbauen kann.

In McGyvers Spuren tritt der Artikel Life Hacks, der aus Alltagsgegenständen nützliche Problemlöser baut.

Unter der Überschrift Legende wird diesmal Francois Corteggiani interviewt, einer der Zeichner von Pif bei „Pif Gadget“, dem französischen Vorbild von YPS.

Die Comics

In diesem Heft finden sich folgende Comics:

  • Mister Melone (aus YPS 176)
  • YPS & CO [neuer Comic]
  • Pif & Hercules [neuer Comic]
  • Gespenster GmbH (aus YPS 1113)
  • Isegrims Abenteuer: Die Schatzsuche Teil 3 und 4 (aus YPS 600 und 601)

„Yinni & Yan“ sind nicht dabei und auch kein Ein-Seiten-Comic zum Gimmick, dafür haben die XXL-Urzeitkrebse einen kurzen Gastauftritt im ersten Bild der YPS&CO-Geschichte. Mit dem mittlerweile schon obligaten ÜPS-Humor (und dem Hinweis auf das YPS-Witzebuch) schließt das Heft und kündigt YPS Nr. 1266 für den 20. November 2014 an.

Das Fazit

Ja, ich weiß, es ist langweilig, wenn ich immer nur Lobeshymnen anstimme, aber mir hat auch dieses Heft wieder gefallen. Und ich kann ja nicht nach Haaren in der Suppe suchen, nur damit irgendwas Negatives gesagt wurde. Bei dem YPS&CO-Comic fällt wieder einmal auf, wie geschickt es Martin Tazl versteht mit dem Comicfiguren von damals Geschichten zu erzählen, die auf die erwachsene Leserschaft zugeschnitten sind. Unsere Helden von damals sind also quasi mit uns älter geworden. Das beruhigt irgendwie.

Übrigens gibt es nicht nur das Yps-Witzebuch zu kaufen, sondern auch gleich zwei DVDs mit dem besten aus „YPS – Die Sendung“:

Hier klicken, um den Inhalt von ws-eu.amazon-adsystem.com anzuzeigen.

Hier klicken, um den Inhalt von ws-eu.amazon-adsystem.com anzuzeigen.

* = für Monty-Python-Fans: „longicaudatus“ bedeutet wörtlich übersetzt „langer Schwanz“ und wäre in dem Film „Das Leben des Brian“ die korrekte Übertragung des Namens des römischen Zenturios „Schwanzus Longus“ gewesen. Ist etwas arg um die Ecke gedacht? Ja, ich weiß, aber das kam mir spontan in den Sinn, als ich den Namen las.

** = Klingonisch (Lautmalerisch): „Sprecht Ihr Klingonisch?“

YPS mit Gimmick Nr. 1264: Der Solarofen

(c) Egmont Ehapa
(c) Egmont Ehapa

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Mit dem Gimmick von YPS Nr. 1264 hat die Redaktion wieder einmal einen Klassiker aufgelegt, den Solarofen. Allerdings kommt er in einer neuen Form daher: In den beiden bisherigen YPS-Ausgaben (Nummer 192 und 712) war der Hauptbestandteil ein Parabolspiegel. Dieser wurde zwar sehr warm, aber nur warm genug, um Flüssigkeiten zu erhitzen. Von dem neuen, quadratischen Trichter sagt die Redaktion, dass dieser mehr Hitze erzeugt. Außerdem liegen dem Heft zwei Packungen eines Knusperkaubobons bei, was man ebenfalls als „Klassiker“ bezeichnen kann. Ähnliches gab es beim alten YPS auch schon, vorzugsweise mit Kaugummi. Und wenn man so will, gibt es sogar eine dritte Beilage: Das Titelblatt lässt sich in ein Sonnenkäppi umbauen. Wenn man das Titelblatt dafür zerschneiden will. Wenn nicht, kann man sich das Titelblatt auf yps.de herunterladen und das dann zerschneiden.

Folgende Artikel und Reportagen finden sich im Heft:

  • Vorwort
  • Leserbriefe
  • Fans und Freunde
  • Extrablatt
  • Gimmick
  • Schatzfinder
  • Joachim Witt
  • Kernforschung
  • Das Ypsilon
  • Gestern und heute
  • Fußballer-Autos
  • YPS im Fernsehen
  • Nostalgie-Bewahrer
  • Weltraumlift
  • Private Raumfahrt
  • Rüdiger Nehberg
  • Der Todesstern
  • YPS Trivia
  • Boulder Dash
  • Neue Gimmicks
  • Legende: Hannes Gerber

Und diese Comics:

  • YPS & Co (neu)
  • Cartoons (neu)
  • Noah (neu)
  • Pif & Herkules (neu)
  • Isegrims Abenteuer (Wiederveröffentlichung)
  • Peter Horn (Wiederveröffentlichung)
  • Gimmick-Comic (Wiederveröffentlichung)

Der in der Überschrift erwähnte Schatzfinder heißt Hartmut Hartmann und ist Hobby-Schatzsucher, der in seiner Freizeit mit einem Metalldetektor unterwegs ist, um historische Gegenstände zu finden. Wir erfahren etwas über ihn und seine Leidenschaft und über das Schatzsuchen in Deutschland im Allgemeinen.

Joachim Witt dürfte vor allen Dingen als der „goldene Reiter“ bekannt sein. Mit diesem Hit wurde er in den 1980er Jahren zu den Hochzeiten der „Neuen Deutschen Welle“ bekannt. Er ist dieses Jahr 65 geworden und steht Stéfan P. Dressel Rede und Antwort.

Der Titel Kernforschung klingt ja sehr allgemein, allerdings widmet sich der dazugehörige Artikel sehr konkret dem CERN in der Schweiz und dessen Teilchenbeschleuniger, der von bestimmten Leuten verdächtigt wurde, ein künstliches schwarzes Loch zu erzeugen, das dann die Erde in sich aufsaugt (kein Scherz – leider kein Scherz! Solche Leute gibt’s).

Um das Mysterium des Buchstabens Ypsilon, wo es herkommt, was es so beruflich macht und welche Hobbies und Freunde es hat, kümmert sich eine ganze Doppelseite.

Bei Gestern und heute wird wie immer auf verschiedene Dinge geschaut, wie sie sich gegenüber früher verändert haben. In dieser Ausgabe geht es unter anderem um Textilien, Geschmack und um Albino-Großwüchsige.

Wer 2014 nicht in einer zugenagelten Kiste verbracht hat, die drei Meter unter dem Boden vergraben war, der wird mitbekommen haben, dass in diesem Jahr die Fußball-WM in Brasilien stattgefunden hatte. Das nahm die Redaktion zum Anlass, sich die Fußballer-Autos von früher mal anzusehen – und die stolzen Besitzer dazu. Mit historischem Bildmaterial von Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus, Sepp Maier und anderen.

Mit YPS im Fernsehen ist natürlich „YPS – Die Sendung“ gemeint, deren erste Staffel heute Abend um 22.05 Uhr auf RTL Nitro ihren Abschluss findet. Aus diesem Anlass blickt das Magazin zurück auf die bisherigen Folgen.

Der Nostalgie-Bewahrer in dieser Ausgabe ist Heiko Schütz. Er kümmert sich um Kaugummiautomaten, und zwar jene, die seit Jahren und Jahrzehnten in den Städten hängen und ihr Erscheinungsbild eigentlich kaum verändert haben: Roter Korpus mit aufgesetztem Glasbehälter, so dass der Käufer immer sehen kann, wie viel noch drin ist.

Um den Weltraumlift gab es kurz vor der Europawahl bei der Piraten-Partei noch Knatsch, da der Bau eines solchen recht prominent gefordert wurde und andere Mitglieder der Meinung waren, dass es wichtigere Probleme gäbe. In YPS erfahren wir, was hinter dieser Idee steckt (also, dem Weltraumlift, nicht der Piraten-Partei) und wie Wissenschaftler sich vorstellen, diese zu verwirklichen.

Und dann bleibt das Heft auch gleich beim Thema „Weltraum“ und wirft einen Blick auf die Private Raumfahrt. Wer mal eben zwischen 70.000 und 200.000 Euro übrig hat, der kann schon mal sein Ticket buchen.

Der Survival-Experte Rüdiger Nehberg macht dieses Mal seinem Namen alle Ehre, denn er erklärt dem angehenden Abenteurer, wie man kleine Wunden, die man sich in der Wildnis zugezogen hat, selbst nähen kann (Entschuldigung, aber bei der Vorlage… der Kalauer musste einfach sein!).

„Das ist kein Mond! Das ist eine Raumstation!“ Ja, Obi, wissen wir – das ist Der Todesstern. Ein weiteres Konstruktionsbild aus der Reihe „Star Wars“.

In der YPS Trivia dreht sich diesmal alles um das stille Örtchen.

Oh man, das Computerspiel Boulder Dash wird auch schon 30. Irgendwie komme ich mir immer älter vor. Aber egal, das Jubiläum ist Grund genug, sich einmal die Geschichte dieses Spieleklassikers anzusehen.

Neue Gimmicks zeigt wieder einmal Gimmicks, die leider zu groß oder zu teuer sind, um sie dem Heft beizulegen. Aber man kann sie sich so besorgen.

Die Legende Hannes Gerber ist der Mann, der das Känguru YPS erfunden hat.  Und endlich erfahren wir, warum YPS ein Känguru ist.

Die Comics sind in diesem Heft ziemlich halbe-halbe aufgeteilt, eine Hälfte Neuveröffentlichung, eine Hälfte Wiederveröffentlichung. Yinni und Yan fehlen allerdings. Dafür fällt einem Isegrims Abenteuer ins Auge: Nicht nur dass zwei Episoden der Geschichte „Die Schatzsuche“ veröffentlicht werden, die zweite Episode endet sogar mit den Worten „Fortsetzung folgt“, das heißt, offenbar will man zum ersten Mal seit dem Neustart es wieder mit einer über mehrere Hefte gehenden Reihe versuchen. Prinzipiell keine schlechte Idee, nur hätte ich etwas Aktuelleres, zum Beispiel eins von den neuen Lucky-Luke-Heften, besser gefunden. Oder wenn schon von früher, dann eventuell Nicky der Trucker, dessen Abenteuer in Deutschland nach ihrer Veröffentlichung in YPS ja nie wieder neu aufgelegt wurden. Aber das ist meine ganze persönliche Meinung.

An der Verpackung fällt auf, dass die Folie wieder durchsichtig gehalten ist und nicht bedruckt wurde. Bei einzelnen früheren Ausgaben war die Folie vollständig bedruckt, so dass Kunden am Kiosk das eigentliche Heft nicht sehen konnten. Einige Leser haben das kritisiert, so dass man zunächst vom Volldruck abwich und nur noch den Rand bedruckte. Diesmal ist gar nichts mehr auf der Folie (der Aufkleber, der zu sehen ist, ist für den Versand an Abonnenten und am Kiosk natürlich nicht vorhanden). Umso besser, so kann das Heft für sich selbst sprechen.

Die Folie ist nicht zugeschweißt, sondern geklebt, so dass man sie leicht öffnen kann. Die Verpackung des Gimmicks ist mit Spezialklebstoff auf das Coverbild geklebt. Dieser Spezialklebstoff lässt sich sowohl von der Verpackung als auch von dem Cover ganz einfach und ohne Rückstände entfernen.

Das Gimmick selbst befindet sich in Einzelteilen in einem Pappkarton, auf dem die Aufbauanleitung abgedruckt ist. Damit muss man, wenn man den Solarofen mit in die Wildnis nimmt, nicht unbedingt das ganze Heft dabei haben.

Abgesehen von der Kleinigkeit mit Isegrims Abenteuer, die ich weiter oben erwähnte (die wirklich nur eine Kleinigkeit ist!), finde ich auch diese Ausgabe wieder einmal gelungen, von der Mischung, der Nostalgie und den Themen her. YPS ist weiterhin auf einem guten Kurs.

Die letzte Seite des Heftes bringt uns nicht nur den altbekannten ÜPS-Humor, sondern sie kündigte uns auch noch an, dass YPS Nummer 1265 am Donnerstag, den 28. August 2014 am Kiosk erschien. Genau rechtzeitig zur Sommersaison 2014. Zumindest auf der Nordhalbkugel der Erde.

YPS mit Gimmick Nr. 1263: Der Ostereierbaum

2014 – Jahr 2 der neuen Auflage von YPS! Die Erscheinungsfrequenz von vier Heften pro Jahr wurde vorläufig beibehalten und das Frühjahrsheft wartete mit einem weiteren Gimmick-Klassiker auf:

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Nr. 1263
Erscheinungsdatum 12. März 2014
Gimmick: Ostereierbaum „to go“
Sonderbeilage: Mini-LTB

Artikel:
Leserbriefe
Fans und Freunde
Extrablatt
Gimmick
Gartenbau mit YPS
Der Herr der Maden (Mark Benecke)
Werde zum Römer!
Die Druck-Revolution
Zweirad-Träume
Nostalgie-Bewahrer

(c) Egmont Ehapa Verlag
(c) Egmont Ehapa Verlag

Basteltipp: Tauch-Teufel
Pierre Litbarski
YPS-Sendung
Gestern und heute
Rüdiger Nehberg
Der Millenium-Falke
YPS Trivia
Videospiele
Legende (Otto Huber)
ÜPS-Humor

Comics:
YPS & Co
Lucky Luke
Pif & Hercules
Yinni + Yan
Der Killer
Wangaroo
Gimmick-Comic

 

Das Gimmick

Ein Klassiker: der Ostereierbaum, der so genannt wird, weil die Früchte wie Eier aussehen (gelbe Eier, um genau zu sein, denn weiße Früchte sind noch nicht reif). Passt auch in die Zeit. Das wird die Fans versöhnen, die das Jahr zuvor etwas Kritik angebracht haben, als YPS nicht nur Gimmick-Klassiker wiederholte, sondern sich zweimal traute, etwas Neues auszuprobieren.

 

Die Sonderbeilage

Der gesamten Auflage liegt ein Sonderdruck bei: Ein „Mini-LTB“, ein „Lustiges Taschenbuch“ im Kleinformat. Es enthält eine Disney-Geschichte um Phantomias.

 

Die Artikel

Die Artikel sind wie schon in den bisherigen Ausgaben gut durchmischt zu den Themenbereichen „Wissen & Information“ und „Nostalgie“. Dabei werden Reihen wie etwa über die „Vergangenheitsbewahrer“, die Fahrzeuge von damals oder das Interview mit einem Mitglied der ursprünglichen YPS-Redaktion fortgesetzt und neue Info-Artikel abgedruckt. Daneben gibt es diverse Wettbewerbe, wo verschiedene Sachen verlost werden, zum Beispiel die Teilnahme an einem historischen Römercamp oder YPS-Merchandise.

 

Die Comics

In diesem Heft überwiegen zum ersten Mal die neuen Comics. Was Fans freuen dürfte: Nicht nur „Pif & Hercules“, sondern auch „Yinni + Yan“ und „Yps & Co“ dürfen endlich neue Abenteuer erleben, nachdem in den bisherigen Heften ausschließlich Nachdrucke klassischer Geschichten erschienen waren. Letztes Jahr hatte YPS ja einen Wettbewerb für Nachwuchs-Comiczeichnern veranstaltet. Der Sieger des Wettbewerbs, Martin Tazl, gestaltete die neuen Comics dieser Ausgabe.

 

Der Gesamteindruck

Um eine Metapher zu verwenden: YPS ist in gutem Fahrwasser angekommen. Die Mischung aus neuen Info-Artikeln und Nostalgie ist gut getroffen. Natürlich mag es Artikel geben, die… nennen wir sie mal „individuelle Ausreißer“ sind, was daran liegt, dass Menschen nun mal unterschiedliche Interessen haben. Und wer sich nicht für Fußball interessiert, der wird sich auch nicht dafür interessieren, was Pierre Litbarski in seinem Interview zu sagen hat. Aber das hängt wie gesagt von jedem einzelnen ab, die Qualität der Artikel und Interviews ist durchweg sehr gut. Genauso gut ist es, dass YPS jetzt überwiegend neue Comics mit den „alten Helden“ produziert, das bringt frischen Wind in das Magazin. Von mir gibt es auf jeden Fall ein „Weiter so!“. Und das ist es doch, was ein Magazin beim Leser auch erreichen will: Hunger auf mehr.

Noch eine interessante Feststellung am Rand: Da YPS nun von Egmont Ehapa produziert wird, gibt es im Heft auch Werbung für deren Produkte, unter anderem für das „Lustige Taschenbuch“ (es gibt ja sogar das Mini-LTB als Gratisbeilage). Die Anzeige für das LTB wendet sich konkret an erwachsene Leser, offenbar möchte man auch hier das „Nur für Kinder“-Image so ein wenig ablegen. Möglicherweise ist das gar nichts so neues, ich kann da nicht mitreden, die Fantasy-LTBs, die letztes Jahr herauskamen, waren die ersten „Lustigen Taschenbücher“, die ich nach langer Zeit mal wieder gelesen habe.

Das nächste YPS wurde angekündigt für den 5. Juni 2014 und wieder fällt auf: Außer dem Datum keine Information darüber, was den Leser dann erwartet. Also wurde auch im zweiten Jahr die Ankündigungsseite ausgespart. Stattdessen gibt es ÜPS-Humor.