hr produziert „Tatort – Die Show“ und „StarStarSpace“ für „funk“

Die Serie "StarStarSpace" von "Coldmirror" startet ab dem 30.9. auf YouTube  Foto: hr/Kathrin Fricke
Die Serie „StarStarSpace“ von „Coldmirror“ startet ab dem 30.9. auf YouTube
Foto: hr/Kathrin Fricke

Mit dem Start von „funk“, dem Jungen Angebot von ARD und ZDF, liefert der Hessische Rundfunk (hr) neben weiteren Landesrundfunkanstalten der ARD vom 1. Oktober an eigene Inhalte, die für die Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen auf den unterschiedlichsten Plattformen ausgespielt werden: Ob Facebook, YouTube, Instagram oder Snapchat. Ergänzt wird das Angebot über die „funk“-App (go.funk.net/app) und die „funk“-Webseite (funk.net). Der hr produziert für „funk“ zukünftig die Web-Formate „Tatort – Die Show“ und „StarStarSpace“.

„Tatort – Die Show“
Seit dem 25. September geht „Tatort – Die Show“ sonntags nach jedem „Tatort“ live an den Start. Moderiert wird sie im Wechsel von YOU FM-Moderator Daniel Boschmann und KiKA-Moderatorin Jessica Lange. Das Konzept der Show, die am 12. Oktober 2014 zum hr-„Tatort“ „Im Schmerz geboren“ ihre Premiere feierte, bleibt bestehen: Schräg und chaotisch wird weiter kontrovers über den Krimi diskutiert. Mit dabei sind Schauspieler aus dem „Tatort“, Experten, prominente Fans und die Community, denn „Tatort – Die Show“ lebt von der Meinung der User und läuft live auf Facebook und YouTube. Die erste Showfolge der wöchentliche Serie lief am 25. September nach dem Münsteraner „Tatort“ „Feierstunde“ erfolgreich an: Über 500.000 Personen wurden auf Facebook mit dem Livestream erreicht und auch bei ONE (ehemals Einsfestival), dort wird die Show zeitversetzt um 23.15 Uhr gezeigt, hatte sie 350.000 Zuschauer.

„StarStarSpace“
Zusammen mit der YouTuberin Coldmirror wird der hr die animierte Serie „StarStarSpace“ produzieren. Das Format parodiert Filme und Serien, die die Worte „Star“ oder „Space“ im Titel haben, und viele weitere Science-Fiction-Klassiker. Start der Serie ist am heutigen Donnerstag, 29. September, auf dem YouTube-Kanal von Coldmirror.

„funk“, das Content-Netzwerk von ARD und ZDF
Informieren, Orientieren und Unterhalten das alles will „funk“, das Content Netzwerk von ARD und ZDF. Die Online Inhalte richten sich an 14 bis 29 Jährige. Die Formate finden auf YouTube, Facebook, Snapchat, Instagram und weiteren sozialen Plattformen statt. Die Nutzer können in der „funk“-App (go.funk.net/app) internationale Lizenzserien ansehen. Die Inhalte sind zudem auf funk.net verfügbar und werbefrei. funk startet am 1. Oktober 2016 mit über 40 Online Formaten. Neue kommen kontinuierlich hinzu. Die Inhalte werden in den Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und gemeinsam mit vielen Partnern entwickelt. Die Fäden laufen in der Zentrale von funk in Mainz zusammen. Als Content Netzwerk bietet funk auch Nachwuchstalenten eine Plattform.

ARD und ZDF sind gemeinsam Träger und gleichberechtigte rundfunkrechtliche Veranstalter des Angebots. Die Federführung obliegt dem Südwestrundfunk (SWR).

Quelle: Hessischer Rundfunk

ARD und ZDF starten funk: Das Content-Netzwerk kommt am 1. Oktober 2016 mit über 40 Online-Formaten

Eine AnalyseLange tat sich hier nichts, genauso wie im Videokanal des „Phantastischen Projekts“, was mit Stress und einem gewissen Zeitmangel zu tun hatte. Die Rückkehr zu einigermaßen regelmäßigen Artikeln sollte eigentlich im Oktober geschehen, doch dann bekam ich eine eMail mit einer Pressemitteilung, die ich auch einem merkwürdigen Grund nicht ignorieren konnte. Daher beschloss ich, den Dornröschenschlaf mit sofortiger Wirkung zu beenden. Doch was genau war das für eine eMail?

Die Mitteilung lautete: „funk startet am 1. Oktober 2016“. Sie kam vom Hessischen Rundfunk. Vor ein paar Tagen hatte ich da was gelesen, von dem aber nicht viel hängen geblieben war. Irgendwas mit „junger Zielgruppe“. Und tatsächlich: Heute wurde in Berlin vorgestellt, was seit über einem Jahr unter dem Arbeitstitel „Junges Angebot von ARD und ZDF“ entstanden ist. Das Ergebnis ist ein Content-Netzwerk mit bekannten und neuen Webvideo-Akteuren, die im Auftrag von funk neue Inhalte und Formate entwickeln. funk startet mit über 40 Online-Formaten, die sich nicht nach klassischen Genres sortieren lassen, sondern drei Nutzerbedürfnissen entsprechen: Informieren, Orientieren und Unterhalten.

funk entwickelt und produziert Online-Formate für 14- bis 29-Jährige. Dabei stehen die Protagonisten und deren Inhalte im Vordergrund. NutzerInnen können über den jeweiligen Kanal dem Protagonisten direkt ihr Feedback geben. YouTube, Facebook, Snapchat und Instagram werden dabei formatspezifisch genutzt. Ergänzt wird das Angebot über die funk App (go.funk.net/app) und die funk Webseite (funk.net). In der funk App sind zum Start internationale Lizenzserien wie „The Aliens“, „Banana“ und „Hoff the Record“ verfügbar. Sämtliche Inhalte sind werbefrei. Auf der Website können alle Video-Inhalte zudem in einem unabhängigen Player abgerufen werden.

Im Mittelpunkt des funk Angebots stehen die Protagonisten und deren Formate. Beispielsweise baut Heimwerker-King Fynn Kliemann einen alten Bauernhof in Niedersachsen in sein „Kliemannsland“ (https://goo.gl/SVxQvx) um und hat so einen neuen YouTube-Kanal (https://goo.gl/SPrwO9) geschaffen. Zuschauer können neben diesem Hauptkanal auch auf weiteren Präsenzen wie Facebook (https://goo.gl/8L2vDK), Instagram (https://goo.gl/9lz6wU) und Twitter (https://goo.gl/SVNvTi) die Entwicklung des Formates verfolgen.

Dem gleichen Prinzip folgen andere Formate: Beim „Y-Kollektiv“, einer Gruppe von zehn Reportern, geht es in Facebook-Reportagen um Themen wie Massentierhaltung oder das Leben von illegalen Flüchtlingen in Europa ‒ alles nah, real und persönlich (Facebook-Seite: https://goo.gl/gWnOPL). Für das investigative Format „Jäger & Sammler“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/17ERHo) recherchieren Nemi El-Hassan, Friedemann Karig und Ronja von Rönne Hintergründe zu politischen und gesellschaftlichen Themen, wie der identitären Bewegung oder der Prepper-Szene. Die Macher der funk Webserie „Wishlist“ kennen viele NutzerInnen als „Vivi & Denny“ und „Hello Chrissy“ auf YouTube (YouTube-Kanal: https://goo.gl/RBP3LI). Die YouTuberin Coldmirror parodiert in ihrer neuen, animierten Webserie „STARSTARSPACE“ alles, was mit Star und Space zu tun hat (YouTube-Kanal: https://goo.gl/myqKaN). Aus dem Bereich Comedy sind unter anderem Katjana Gerz und Florentin Will mit „Gute Arbeit Originals“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/gW6dCe) und Schlecky Silberstein mit dem „Bohemian Browser Ballett“ (Facebook-Seite: https://goo.gl/FmI37e) dabei.

„Es ist schön zu sehen, wie viele unterschiedliche Formate zu funk gehören und wie viele kreative Menschen dabei sind“, so funk Geschäftsführer Florian Hager. Seine Stellvertreterin Sophie Burkhardt ergänzt: „funk wird von guten Ideen leben, von interessanten Protagonistinnen und Protagonisten und dem Mut, Neues auszuprobieren.“

Die Intendanten von ARD und ZDF sehen viele Chancen in dem neuen Projekt. Für die ARD-Vorsitzende Karola Wille ist funk eine Möglichkeit, Talente zu entwickeln: „Wir wollen einen Raum schaffen für junge Kreative, für Innovation, für Experimente.“ ZDF-Intendant Thomas Bellut betont die neuen Möglichkeiten im Netz: „Wir können Formate ins Netz bringen, die junge Menschen interessieren und sie dort zeigen, wo sie medial unterwegs sind.“ Der Intendant der federführenden Landesrundfunkanstalt SWR, Peter Boudgoust erhofft sich auch Effekte für die Öffentlich-Rechtlichen insgesamt: „Es wurde und wird weiterhin viel Grundlagenarbeit geleistet, sowohl technisch als auch rechtlich und produktionell. Von dieser Aufbauarbeit können wir als Öffentlich-Rechtliche schon heute profitieren.“

Persönliche Einschätzung

Bei aller Behäbigkeit, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer vorgeworfen wird, muss ich doch sagen, dass dieses Projekt irgendwie interessant klingt. Da muss ich allerdings gleich ein paar Abstriche machen, was das Wissen um die Materie betrifft: Das PDF der Pressemitteilung ist eine mittlere Katastrophe. Anstatt einfach den Text zu präsentieren, wurde dieser mit allen HTML-Formateinstellungen (also <h1> und dergleichen für Überschriften,  <a href=…> für Links, es ist sogar eine Scripteinbettung dabei) wiedergegeben. Das macht bei einem Format, das für die „Generation Computer“ sein soll nicht unbedingt einen guten Eindruck. Und auch ob ein Format namens „Tatort – Die Show“ das Zielpublikum im entsprechenden Alter erreicht… ich weiß ja nicht so recht. Aber okay, erstmal Respekt für die Entscheidung, sowas zu machen. Wenn funk gestartet ist, muss man sehen, ob sich die Erwartungen der Beteiligten erfüllen.

 

STAR WARS Comics Nr. 9: Showdown auf dem Schmugglermond

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Luke Skywalker ist auf seiner Suche nach den Wegen der Jedi auf dem berüchtigten Schmugglermond Nar Shadda angekommen. Dort macht ihn das Lichtschwert seines Vaters allerdings sofort zum Ziel des Jedi-Artefakt-Sammlers Grakkus der Hutte, der den jungen Rebellen gefangen nimmt. Leia Organa, Han Solo und die mysteriöse Sana, die sich als Solos Ehefrau ausgibt, haben von Lukes Notsituation erfahren und machen sich ebenfalls auf den Weg nach Nar Shadda.
C-3PO und Chewbacca sind ebenfalls auf dem Schmugglermond eingetroffen, um nach Skywalker und R2D2 zu suchen. Ihre Ankunft wird dem Kopfgeldjäger Dengar gemeldet, der hofft, über Chewbacca an Han Solo heranzukommen.
Die Zeit eilt: Grakkus hat in seiner Arena Spiele einberufen, deren Hauptattraktion Luke Skywalker sein soll, der gegen einen riesiges Ungetüm vom Planeten Mustafar kämpft – und stirbt…

„Ich werde Dich an meine Echsen verfüttern, Du mieser kleiner Lump! Und die verfüttere ich dann an eine große Echse! Und diese Echse lasse ich braten!“
– Grakkus der Hutte. Er verträgt Verrat offenbar nicht so gut.

Luke ist ganz und gar der Ungnade von Grakkus dem Hutten und seinem Spielmeister ausgeliefert. Er wird zwar trainiert, aber nur soweit, dass er vor seinem Tod dem Publikum einen einigermaßen ansehnlichen Kampf liefert. Grakkus kassiert zudem Lukes Lichtschwert und gibt ihm stattdessen irgendein anderes aus seiner Sammlung. Dann beginnen die Spiele in der Arena.

Chewbacca und C-3PO haben keinen guten Lauf. Es dauert nicht sehr lang und Dengar hat ihre Spur aufgenommen. Er will Chewbacca aus dem Hinterhalt überrumpeln weil er hofft, mit dem gefangenen Wookiee Han Solo anzulocken, auf den Jabba ein beträchtliches Kopfgeld ausgesetzt hat.

Han, Leia und Sana Solo haben immer noch ihre liebe Not mit der Situation: Sie sind vor dem anrückenden Imperium mit Sanas Schiff geflohen und Han versucht verzweifelt, Leia die Situation zu erklären. Er kommt nicht sehr weit damit und außerdem stehen andere Dinge an: Sie sind ebenfalls unterwegs nach Nar Shadda, um Luke und Chewie zu helfen.

Rezension

Ich gebe mal eine Spoilerwarnung raus, obwohl ich wirklich nicht das Bedürfnis habe, das zu tun, denn es betrifft einen Plot, der mir von Vornherein nicht gefallen hat. Bisher bin ich auch immer ganz gut ohne Spoiler ausgekommen, aber hier muss es jetzt sein. Denn endlich wird die unsägliche Geschichte um Han Solos „Ehefrau“ aufgelöst. Überraschung, Überraschung, natürlich ist Han nicht verheiratet gewesen, das ganze war ein Trick mit gefälschten Papieren für eine Schmuggelaktion. Ich fand die Idee selbst schon schwach und die Auflösung ist genauso schwach, obwohl man meiner Ansicht nach da nicht viel richtig machen konnte. Wäre Solo wirklich verheiratet gewesen, hätte das die Figur in eine falsche Richtung gezogen. Am besten wäre es gewesen, die Geschicht so gar nicht aufkommen zu lassen. Sana hat auch noch eine zweite Motivation, hinter Solo her zu sein, er hat nämlich den Gewinn aus der Schmuggelaktion, für die die „Ehe“ arrangiert war, selbst eingestrichen und sich aus dem Staub gemacht. Die Ansage mit „Ich bin Han Solos Ehefrau.“ verleiht der Geschichte eine aufgezwungene Dramatik, die sie nicht gebraucht hätte.

Kommen wir zu den guten Sachen – nämlich der ganze Rest. Mit Dengar wird ein weiterer Kopfgeldjäger eingeführt, den wir in „Das Imperium schlägt zurück“ wiedersehen werden, und im Gegensatz zu Boba Fett ist er nicht im Auftrag Vaders hier, er will einfach die Belohnung von Jabba für Solo verdienen. Die Befreiungsaktion von Luke steuert ein paar weitere Elemente bei, so zum Beispiel, als R2 dem entwaffneten Luke ein Lichtschwert zuwirft, ein Trick, den Luke in „Rückkehr der Jedi-Ritter“ wieder anwenden wird. Die Geschichte vollführt dabei recht gut einen Drahtseilakt zwischen „den Fans etwas neues bieten“ und „nicht zu viel verraten“, für den Fall, dass jemand tatsächlich die Geschichten in chronologischer Reihenfolge liest, der sie vorher noch nicht kannte (Hallo, Ihr zwei!).

Damit wird der ganze Band zu einer guten Geschichte, nachdem der Sana-Solo-Fehler endlich ausgebügelt wird. Und man ist gespannt, wie es weitergeht, bis die Rebellen endlich auf ihrer Basis auf Hoth landen.

STAR WARS Comics: Prinzessin Leia

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Den Rebellen ist das scheinbar Unmögliche gelungen: Sie haben die bewaffnete Kampfstation des Imperiums, den Todesstern, zerstört. Doch die Position der Rebellenbasis auf dem YAVIN-Mond ist kompromittiert. Noch ist das Imperium in zu großer Aufruhr, aber nicht sehr lange und man wird Jagd auf die Widerständler machen. Admiral Ackbar, General Dodonna und Mon Mothma organisieren den Abzug von der Basis und versuchen, einen neuen Standort zu finden. Leia Organa möchte sich ebenfalls nützlich machen, denn seit der imperiale Senat aufgelöst und ihre Heimatwelt Alderaan zerstört wurde, hat sie weder Aufgabe noch Funktion in der Rebellenallianz. Doch sowohl Ackbar als auch Dodonna wollen sie eher schonen. Andere Rebellen betrachten ihre kühle Distanz mit Misstrauen – warum trauert sie nicht um ihr Volk und ihre Heimatwelt? Dodonna führt noch ein weiteres Argument ins Feld: Das Imperium hat ein großes Kopfgeld auf sie ausgesetzt. Jede Mission, an der sie teilnehmen würde, könnte eine noch größere Gefahr bergen, wenn sich Kopfgeldjäger einmischen. Da also niemand will, dass sich Leia in irgendetwas einbringt, schmiedet sie eigene Pläne: Mit Hilfe der Pilotin Evaan will sie die letzten Überlebenden von Alderaan zusamenbringen und so ihre Kultur retten. Doch schon auf ihrer ersten Station, dem Planeten Naboo, wird klar, dass das Imperium nicht nur hinter ihr, sondern auch allen überlebenden Alderaanern her ist. Als wäre das noch nicht genug, gibt es auch noch eine undichte Stelle, denn die imperialen Streitkräfte schließen bei ihrer Verfolgung immer wieder auf…

Rezension

Der Comic erzählt eine interessante Geschichte um Heimat und Kultur, allerdings ohne zu sehr in Schwarz-Weiß-Zeichnung zu verfallen. Natürlich sind die Alderaaner in erster Linie Opfer, da das Imperium ihre Heimatwelt zerstört hat, aber es wird deutlich, dass sie keine „homogene Menge“ sind, da es sehr unterschiedliche Ansichten und Meinungen unter den Leuten gibt. So trifft Leia zum Beispiel auf eine Alderaanerin, die sehr starke Vorurteile über Alderaan-Familien hat, deren Mitglieder mit Angehörigen anderer Spezies Kinder gezeugt hat und diese Nachkommen nicht für „wahre Alderaaner“ hält. Dabei ist auch ein Kniff interessant, den der Comic aber nur andeutet und dem Leser das weitere Nachdenken überlässt: Genau genommen ist Leia ja gar keine Alderaanerin (was sie aber noch nicht weiß). Als sie auf Naboo ist, sieht sie ein Bild von Padmé Amidala, sie glaubt, dass die Frau auf dem Bild sie anschaut und wird kurz nachdenklich, weiß aber gar nicht, warum. Viel von dem, was wir als „Kultur“ bezeichnen, kommt eben vom Umfeld und hängt nicht so sehr davon ab, wer die biologischen Eltern waren oder wo man geboren wurde (in Leias Fall ist ihr Vater ein Farmjunge von Tatooine und eine Politikerin von Naboo, sie selbst wurde auf einer Raumstation geboren).

Die andere ebene des Comics ist natürlich die Gefühlswelt von Leia Organa und ihr Pflichtgefühl. Die Generäle der Rebellion wollen Leia schonen, da sie zu trauern habe und die Untergebenen nennen sie hinter ihrem Rücken „Eisprinzessin“, weil sie genau eben das nicht tut. Dabei arbeitet der Comic sehr schön heraus, dass das Pflichtgefühl der Prinzessin von Alderaan hier stärker ist. Ihr Vater hat ihr beigebracht, dass sie dafür verantwortlich ist, dass Alderaan überlebt und natürlich hat sie das Gefühl, versagt zu haben. Letztlich muss sie lernen, dass eine Kulter mehr umfasst als der Boden, auf dem man lebt. Mit der Pilotin Evaan verbindet sie am Anfang nicht viel, Leia braucht Hilfe für ihren Plan und der Plan gefällt Evaan, das ist alles. Evaan hält Leia ebenfalls für eine „Eisprinzessin“. Doch ihr Handeln und die Entwicklung im Lauf der Geschicht überzeugt Evaan von Leias starkem Charakter und ihrer Motivation.

Der Comic war sehr gelobt worden für diese Darstellung von Leia Organa und ich kann dem nur zustimmen. Das neue Expanded Universe soll einen tieferen Einblick in die Charaktere bieten, und das erfüllt diese Geschichte voll und ganz. Der Fokus wird auch ganz auf Leia gelegt, Han kommt nur bei der Ehrenzeremonie vor und Luke spielt am Rande eine Rolle. Sobald Leia mit Evaan unterwegs ist, sind die beiden Frauen der Mittelpunkt der Handlung. Es handelt sich dabei auch um ein perfektes Bindeglied zwischen dem Ende von Episode IV und dem ersten Heft der neuen Comicreihe. Die Geschichte beginnt genau genommen noch am Ende von Episode IV, auf den ersten Bildern des Comics sehen wir, wie Han Solo und Luke Skywalker bei der Ehrung ihre Medaillen umgehängt bekommen. Von hier aus geht die Handlung direkt weiter.

Wer STAR-WARS-Fan ist und ihn noch nicht hat, sollte sich diesen Comic unbedingt noch zu Gemüte führen.

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Die Graphic Novel „Drei Steine“ – ein mahnendes Werk gegen Rechtsradikalismus

(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Nils Oskamp erzählt in seiner autobiografischen Graphic Novel Drei Steine die Geschichte seiner Jugend in den 1980er Jahren in Dortmund-Dorstfeld, wo er das Opfer rechter Gewalt wurde. Er dokumentiert, wie die rechtsradikalen Jugendlichen damals so gut wie ungestraft davonkamen und es später sogar bis in die Politik schafften.

Als ein Mitschüler in der Schulklasse den Holocaust leugnet und weitere Nazi-Parolen propagiert, lehnt sich Nils Oskamp dagegen auf und sagt seine Meinung. Dadurch macht er sich zur Zielscheibe der Neonazis. Ab da beginnt ein Kampf, bei dem es für ihn bald um das nackte Überleben geht. Nils Oskamp zeigt in eindringlichen Bildern, wie die Lehrer und die Polizei die Bedrohung nicht ernst nehmen und auch die Familie die Gefahr nicht erkennt. Mehrfach wird er von Neonazis krankenhausreif geschlagen. Die Spirale der Gewalt eskaliert und gipfelt in zwei Mordanschlägen. Die jugendlichen Schläger der Neonazis wurden von „Alten Kameraden“ angeworben und indoktriniert. Diese Seilschaften sind weiterhin aktiv und machen mit dem rechtsextremen Terror, den sie verbreiten, heute noch Schlagzeilen.

Nils Oskamp ist in Dortmund aufgewachsen und studierte im Ruhrgebiet Grafikdesign mit dem Schwerpunkt Illustration. In Hamburg absolvierte er erfolgreich ein Trickfilmstudium und arbeitet dort als Illustrator für Werbung und Zeitschriften. Mit der Arbeit an Drei Steine begann er vor ein paar Jahren als Gastkünstler in der französischen Comic-Hauptstadt Angoulême.

Die Graphic Novel über seine Jugend, sein Leben mit der Angst und die Ohnmacht des Staats und der Bevölkerung gegenüber rechtsradikaler Gewalt, ist eine beeindruckende und beängstigende Mahnung an alle, die den Rechtsradikalismus verharmlosen. Ein Werk, das umso bedrückender ist, da es auch dokumentiert, dass die rechte Bedrohung inmitten unserer Gesellschaft wächst und gedeiht, und die Drahtzieher sich vielerorts an der Spitze von Politik und Wirtschaft positionieren konnten.

Am 28. Juni 2016 erscheint beim Panini Verlag die 160-seitige Graphic Novel Drei Steine als Hardcover-Ausgabe. Bereits jetzt im Mai veröffentlicht die Amadeu Antonio Stiftung eine gekürzte, 96-seitige Softcover-Schulbuchausgabe. Diese kann über die Webseite www.dreisteine.com für Schulen bestellt werden. Dort steht auch ergänzendes pädagogisches Begleitmaterial den Einsatz im Unterricht zur Verfügung.

Die Panini-Ausgabe für den Buch- und Comic-Fachhandel wird auf dem Comic Salon Erlangen (26. bis 29. Mai 2016) offiziell am Stand von Panini präsentiert und durch eine Drei Steine-Ausstellung begleitet. Nils Oskamp wird während des Salons für Signieraktionen am Verlagsstand anwesend sein, außerdem wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema seines Buchs geben.

Weitere Veranstaltungen:

12. Mai 2016
Buchpremiere in der Steinwache in Dortmund
Die Buchpremiere der Drei Steine-Schulbuchausgabe findet am 12. Mai 2016 in der Steinwache in Dortmund (19 Uhr, Steinstraße 50, 44147 Dortmund) statt. Begleitet wird die Präsentation von einer Podiumsrunde mit WAZ-Redakteur David Schraven, der auch Autor der Graphic Novel Weisse Wölfe ist, in der er sich mit den Dortmunder Neonazis der neuen Generation beschäftigt. Mit dabei ist auch Timo Reinfrank, der Programmleiter der Amadeu Antonio Stiftung, die unter anderem auch im Internet die Plattform Netz gegen Nazis betreibt.

20. Mai 2016
Launch der Graphic Novel Drei Steine
Autor Nils Oskamp wird seine von der Amadeu Antonio Stiftung geförderte Graphic Novel Drei Steine vorstellen und die Politikwissenschaftlerin Dr. Britta Schellenberg die dazugehörigen pädagogischen Begleitmaterialien. Die Veranstaltung findet in der Amadeu Antonio Stiftung, Novalisstraße 12, 10115 Berlin statt. Beginn ist um 16.30 Uhr.

26. bis 29. Mai 2016
Präsentation und Ausstellung beim internationalen Comic Salon Erlangen 2016
Auf der Bühne des Kleinen Saals in der Heinrich-Lades-Halle werden Originale, Studien, Dokumentation, Multimedia-Exponate und Leseproben gezeigt. Am Panini-Stand im gleichen Saal kann die Drei Steine-Hardcover-Ausgabe vor dem offiziellen EVT erworben werden und es finden täglich Signierstunden statt.

Links:

Drei Steine-Homepage mit dem pädagogischen Begleitmaterial

Web-Präsenz des Autors

Drei Steine auf Facebook

DREI STEINE
HC | 160 S. | € 19,99 | 978-3-95798-646-7 | Ab 28. Juni 2016 im Handel, vorab exklusiv erhältlich auf dem Comic Salon in Erlangen
>>>„Drei Steine“ von Nils Oskamp zum Vorbestellen bei AMAZON [Sponsored Link].

Quelle: Panini Comics

Batman in Berlin!

Der Dunkle Ritter jagt den irren Joker durch die Hauptstadt und andere europäische Metropolen

(c) Panini Comics / DC
(c) Panini Comics / DC

Mit Batman Europa hat ein Projekt endlich das Licht der Welt erblickt, dessen Wurzeln einige Jahre in die Vergangenheit reichen, und es darf als ein wirklich ganz besonderes Stück DC-Comic-Kult angesehen werden. Die Story des Zweiteilers allein ist schon ein riesiger Lesespaß, gewinnt aber noch mehr durch die vielen bildgewordenen Wegmarken, an denen man die wilde Jagd von Batman und dem Joker durch die Metropolen Europas verfolgen kann. Natürlich profitiert das Werk auch vom Können der federführenden Zeichner: Jim Lee und Giuseppe Camuncoli.

DC-Kopf Jim Lee verbrachte einige Jahre in Italien und Deutschland, bevor er in den USA zum Comic-Superstar aufstieg. Schon damals erzählte er Eingeweihten von seiner Idee, Batman einmal ein Abenteuer in Europa erleben zu lassen. Welche Gründe dafür gesorgt haben mögen, dass es nun einige Jahre gedauert hat, bis das Projekt zu Druckreife gelangte, ist irrelevant – wichtig ist nur, dass Batman erstmals auch mit den Schatten unter anderem der Berliner Nacht verschmilzt.

Als der Dunkle Ritter mit einem tödlichen Virus infiziert wird, muss er sich mit seinem Erzfeind Joker verbünden, um ein Heilmittel zu finden. Die Suche nach dem Serum wird eine gefährliche Schnitzeljagd durch Europa, gegen die Zeit und letztlich auch gegen einander! Zwar reisen Batman und der irre Clown zunächst gemeinsam nach Berlin, um in der deutschen Hauptstadt mehr über den Ursprung der Infektion herauszufinden, aber Batman weiß, dass er dem Joker nicht trauen kann.

Brian Azzarello und Matteo Casali haben die Story für diesen rasanten Batman-Thriller geschrieben und kein Geringerer als DC-Ikone Jim Lee, zusammen mit dem kongenialen italienischen Zeichner-Star Giuseppe Camuncoli, sorgte für die bildhafte Umsetzung.

Teil eins des Zweiteilers kommt am heutigen 3. Mai 2016 offiziell auf den Markt, und für den Comic-Salon in Erlangen (26. bis 29. Mai 2016) hält Panini Comics ein limitiertes Variant-Cover der Nummer eins bereit. Teil zwei erscheint dann im Juni 2016. Auch für diese Ausgabe wird es ein Variant-Cover geben, das die Fans bei der Comic Con Germany in Stuttgart (25. bis 26. Juni 2016) erwerben und dort zudem von Gaststar Giuseppe Camuncoli signieren lassen können.

BATMAN: EUROPA, 1 VON 2
SC | 64 S. | € 5,99 | Ab 3. Mai 2016 im Handel
>>>Zum Bestellen über AMAZON.de [Sponsored Link]

Quelle: Panini Comics

Drei Panini-Titel sind für den Max- und Moritz-Preis 2016 nominiert!

Das Leben ist kein Ponyhof, Die Toten und Ms. Marvel können beim Comic Salon in Erlangen auf den Preis hoffen

Bild: Panini Comics
Bild: Panini Comics

Im Rahmen des Internationalen Comic-Salons Erlangen 2016 (26. – 29. Mai) wird zum 17. Mal der Max und Moritz-Preis verliehen, die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur und Comic-Kunst im deutschsprachigen Raum. 25 Titel sind nominiert, sieben von zehn Preisträgern werden erst am 27. Mai 2016 im Rahmen der Max und Moritz-Gala bekannt gegeben. Nach Marvin Cilfford, der für Schisslaweng im Jahr 2014 mit dem Preis ausgezeichnet wurde, ist Panini in diesem Jahr gleich mit drei Titeln in der Nominierungsliste vertreten: Das Leben ist kein Ponyhof, Sarah Burrinis Cartoons aus der Nerd-WG, Die Toten, die Zombie-Apokalypse auf deutschen Boden, gezeichnet von deutschen Comic-Künstlern, und die Marvel-Superhelden-Serie Ms. Marvel, mit den Abenteuern der ersten muslimische Superheldin.

Der Max und Moritz-Preis wird als die bedeutendste Auszeichnung für grafische Literatur und Comic-Kunst im deutschen Sprachraum angesehen. Er wird durch eine von der Stadt Erlangen berufene unabhängige Fachjury vergeben und trägt seit über 30 Jahren wesentlich zur künstlerischen und gesellschaftlichen Anerkennung des Comics bei. Mit dem Preis wird die Arbeit herausragender Künstlerinnen und Künstler gewürdigt, verdienstvolle Verlagsarbeit bestärkt, auf Nachwuchstalente aufmerksam gemacht und die qualitative Auseinandersetzung über grafische Literatur gefördert. Die komplette Nominierungsliste findet sich hier – dies sind Auszüge daraus, zur Nominierung der Panini-Titel:

Der Web-Comic Das Leben ist kein Ponyhof geht inzwischen ins siebte Jahr und ist nichts weniger als die großartige Kunst- und Charakterperformance einer Comic-Schaffenden, die an Jahren noch jung, an Ehrungen schon reich ist. Die Printausgabe von Panini gibt Einblick in Burrinis klassischen Vierbild-Strip, doch erst die digitale Präsenz im Netz (jede Woche neu) zeigt das volle Ausmaß ihrer zeichnerischen Kompetenz und Experimentierlust, ihrer Freude an Vernetzung mit Gleichgesinnten und ihrer sonnigen Art, im Blog zum Strip Leser anzusprechen, die die gute Laune in der Kommentarspalte erwidern. Ausgangspunkt der Strips ist der Alltag einer Zeichnerin (Sarah), die mit einem Pony, einem Pilz und einem Elefanten in einer WG lebt. Es versteht sich von selbst, dass sich damit alle Themen der Welt, der Weltgeschichte, und des gleichgültigen Universums abdecken lassen.

Einer der innovativsten deutschen Comics der letzten Jahre ist die von den beiden Zwerchfell-Herausgebern Stefan Dinter und Christopher Tauber erschaffene Zombie-Reihe Die Toten, die inzwischen bei Panini auch ein breiteres Publikum erreicht. Und das völlig zu Recht, präsentiert die Anthologie-Reihe doch in jeder Ausgabe mehrere Kurzgeschichten verschiedener Zeichner und Szenaristen, die zu den interessantesten zeitgenössischen Comic-Künstlern der deutschsprachigen Szene gehören – darunter Ingo Römling, Boris Kiselicki, Christina Reigber, Andreas Völlinger oder Boris Koch. Das wirklich Besondere an der Reihe ist, dass wir hier live dabei sind, wie direkt vor Ort in Deutschland eine Zombie-Epidemie ausbricht. Jetzt werden also nicht mehr nur amerikanische Großstädte von Untoten bevölkert – nein, jetzt sind endlich auch mal Bochum, Potsdam oder Bad Homburg dran!

Ms. Marvel von G. Willow Wilson und Adrian Alphona, Übersetzung: Carolin Hidalgo: Strenge Eltern, die den abendlichen Party-Besuch untersagen, nervige Mitschülerinnen, die sich über Muslime lustig machen und Stress mit Jungs – Kamala Khan, Tochter pakistanischer Einwanderer, schlägt sich in New Jersey mit den üblichen Teenager-Problemen herum. Wie es sich für einen echten Nerd gehört, flüchtet sie sich in das Zeichnen von Avengers-Fan-Fiction und träumt davon, selbst eine intergalaktische Superheldin zu werden – bis genau dies eines Abends geschieht. Ein kosmischer Zufall macht sie zu Ms. Marvel – inklusive klassischem Outfit mit hohen Stiefeln, kurzem Rock und blonden Haaren. Doch während sie langsam aber sicher lernt, mit ihren neuen gestaltwandlerischen Superkräften umzugehen, wird Kamala klar, dass sie diese Art Verkleidung gar nicht nötig hat, um für das Gute einzutreten, und dass das selbstgeschneiderte Kostüm aus einem alten Burkini im Grunde viel besser zu ihr passt. Erstaunlich, wie gut sich das Superheldengenre eignet, kluge und einfühlsame Geschichten über den Alltag zwischen verschiedenen Kulturen zu erzählen!

MS. MARVEL
SC | 124 S. | € 16,99 | Bereits erhältlich Band 1 & 2, Band 3 ab 10. Mai 2016
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>>>„Ms. Marvel: Bd. 3: Der Ernst des Lebens“ bei AMAZON.de.

DAS LEBEN IST KEIN PONYHOF
SC | 96 S. | € 12,99 | Bereits erhältlich Band 1 & 2
>>>„Das Leben ist kein Ponyhof: Bd. 1“ bei AMZON.de.
>>>„Das Leben ist kein Ponyhof: Bd. 2: Willkommen in der Realität“ bei AMAZON.de.

DIE TOTEN
SC | 124 S. | € 16,99 | Bereits erhältlich Band 1 & 2
>>>„Die Toten: Bd. 1“ bei AMAZON.de.
>>>„Die Toten: Bd. 2“ bei AMAZON.de.

Quelle: Panini Comics

STAR WARS Comics Nr. 8: Showdown auf dem Schmugglermond

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen. Als Konsequenz muss er sich gegen verschiedenste mit Technoimplantaten versehene Lebewesen durchsetzen, um zu beweisen, dass er weiterhin würdig ist.
Leia Organa und Han Solo sind auf der Suche nach einem neuen Versteck für die Rebellen auf Solos angebliche Ehefrau Sana gestoßen, die eine Belohnung kassieren will und das Imperium auf die Spur von Leia gebracht hat.
Luke Skywalker will den Jeditempel auf Coruscant aufsuchen in der Hoffnung, dort mehr über die Jedi zu erfahren. Er fliegt deswegen zum Schmugglermond Nar Shadda, wo er hofft, einen Piloten zu finden. Doch die Aktion läuft schief: Die Schmuggler wollen ihn ausrauben und töten – und ganz besonders haben sie es auf sein Lichtschwert abgesehen…

„Chewbacca sagt… wir werden sofort aufbrechen. Ich bitte um Verzeihung… ‚WIR‘? Du meine Güte!“
– C3PO

Luke verfolgt auf Nar Shadda einen Dieb, der sein Lichtschwert gestohlen hat. Es gelingt ihm tatsächlich, diesen einzuholen und er bekommt sein Eigentum zurück. Allerdings ist er auf der Verfolgungsjagd im Huttenviertel gelandet und Grakkus der Hutte nimmt ihn gefangen. Grakkus ist fasziniert von der Jedikultur und hat allerhand Artefakte gesammelt. Deswegen ist er auch so erpicht auf Lukes Schwert. Aber noch mehr schätzt er ein großes Spektakel. Deswegen lässt er Luke zu einer Art Gladiator ausbilden, der in der Arena im Kampf mit dem Lichtschwert sterben soll.

Han Solo überzeugt Sana indessen, dass es eine blöde Idee war, das Imperium herzuholen, da auch er auf der Liste der Meistgesuchten steht. Da Sana zuvor das Schiff, mit dem er und Leia hergekommen waren, zerstört hat, bleibt den dreien nur die Flucht in Sanas Schiff. Diese Flucht führt mitten durch eine imperiale Blockade hindurch.

Die Rebellenflotte hat indessen einen Notruf empfangen: R2D2 hat gemeldet, was auf Nar Shadda passiert ist. Die Rebellen können aber niemanden zu Rettung von Luke Skywaker hinschicken. Da meldet sich Chewbacca freiwillig…

Rezension

Nach dem kleinen Tiefpunkt der vorigen Ausgabe wird die Geschichte endlich wieder spannend. Der ständige Schlagabtausch zwischen Han und Sana nervt zwar immer noch (und es wird auch immer noch nicht erklärt, wer Sana wirklich ist), dafür kommt durch die Flucht vor dem Imperium endlich Bewegung in die Geschichte. Lukes Handlungsstrang behandelt eine Lücke, die zwischen Episode IV und V entstanden ist: Obi-Wan konnte ihm in Episode IV nur eine rudimentäre Ausbildung geben, trotzdem ist er in Episode V recht gut in Form. Er bekommt auf Nar Shadda ein Training, um in der Arena zu bestehen. Und diese Handlung ist noch nicht abgeschlossen.

Ein Lächeln konnte ich mir am Ende des Heftes nicht verkneifen, denn da taucht jemand auf, über den nicht alle Leser begeistert sein dürften: Ein Gungan! Nein, es ist nicht Jar Jar Binks, aber es ist ein Gungan. Wer micht kennt, weiß, dass ich die harsche Kritik an den Prequels nicht teile und ich es schade fand, dass man von den Gungans kaum noch was zu sehen bekam. Gerade so, als wären sie „Personae non grata„. Es ist schön zu sehen, dass sie auch im Zeitalter der „klassischen“ Trilogie noch da sind.

Abschließend bleibt mir zu sagen, dass es sich um eine im großen und ganzen gelungene Episode handelt, auch wenn der im Titel angekündigte eigentliche „Showdown“ wohl erst im nächsten Heft stattfindet.

STAR WARS Comics Nr. 7: Showdown auf dem Schmugglermond

(c) Disney / Panini Comics
(c) Disney / Panini Comics

Was bisher geschah:
Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen. Als Konsequenz muss er sich gegen verschiedenste mit Technoimplantaten versehene Lebewesen durchsetzen, um zu beweisen, dass er weiterhin würdig ist.
Luke Skywalker ist auf der Suche nach mehr Wissen über die Jedi und hat auf Tatooine Kenobis Aufzeichnungen über dessen Aufenthalt dort gefunden. Dabei ist er einem Kopfgeldjäger namens Boba Fett über den Weg gelaufen.
Leia Organa und Han Solo sind auf der Suche nach einem neuen Versteck für die Rebellen auf einem abgelegenen Planeten gelandet. Unglücklicherweise wurden sie aufgespürt, und zwar von einer Frau, die behauptet, mit Han Solo verheiratet zu sein…

„Tötet ihn. Raubt ihn aus. Verfüttert ihn an die Kraken“.
– ein nicht gerade herzlicher Empfang für Luke Skywalker auf Nar Shadda

Luke studiert eine Art Tagebuch von Obi-Wan Kenobi über dessen Aufenthalt auf Tatooine und stößt dabei auf eine Geschichte, die auch ihn selbst betrifft. Einem Hinweis folgend will er daraufhin zum Jeditempel auf Coruscant, in der Hoffnung, dort etwas zu finden, was ihn in seinen Studien weiterbringt. Luke folgt dabei einen gelinde gesagt etwas naiven Plan: Er braucht einen unerschrockenen Piloten, um ihn nach Coruscant zu bringen, wo sich nun das Herz des Imperiums befindet. Also steuert er den Schmugglermond Nar Shadda an. Der Plan geht schief, da jeder auf einmal hinter Luke her ist, vor allem, als sie sehen, dass er ein Lichtschwert hat…

Leia und Han bekommen noch mehr Schwierigkeiten. Zunächst gibt es einen unfreundlichen verbalen Schlagabtausch zwischen Han und seiner (angeblichen?) Ehefrau Sana, dann kommt auch noch das Imperium auf ihre Spur…

Rezension

Der Comic lässt etwas nach, was die Geschichte betrifft, aber vielleicht bin das nur ich. Ich finde die Teile mit Han Solos Ehefrau Sana einfach nur in die Länge gezogen. Ein bisschen erinnert es zudem an das sinnlose Gespräch in der „Argument Clinic“ im gleichnamigen Monty-Python-Sketch und geht ungefähr so: „Ich bin seine Frau.“ – „Nein, bist Du nicht!“ – „Du hast mich abgezockt!“ – „Nein, hab ich nicht!“ Und so weiter. Ich fand die Idee schon lahm, jemand auftauchen zu lassen, der behauptet, Solos Frau zu sein. Leider ist das ganze bisher nicht sonderlich gut ausgearbeitet. Die Geschichte um Darth Vader ist da das genaue Gegenteil: Obwohl wir ja wissen, dass Vader in Episode V wieder die Gunst des Imperators haben wird, ist es spannend zu sehen, wie Palpatine Vader manipuliert und was er alles unternimmt. Und man stellt sich die Frage, was genau passieren wird, damit der Ausgangspunkt von Episode V erreicht wird. Bei der Geschichte um Sana Solo habe ich allerdings leider eher dieses „Wann ist es endlich vorbei?“-Gefühl. Denn es wird vorbei sein und mit ein wenig Glück sehen wir Sana nie wieder.

Der Skywalker-Plot ist wiederum recht interessant, auch wenn ich sein Vorgehen ziemlich naiv finde. Aber auf der anderen Seite, Luke ist erst Anfang zwanzig, er stellt sich manche Dinge eben einfacher vor, als sie in Wirklichkeit sind.

Damit ist dieses Heft von der Geschichte her durchmischt. Den Anfang mit einem Obi-Wan-Abenteuer und Lukes Flug nach Nar Shadda ist interessant, die Geschichte um Leia, Han und Sana nervtötend. Bleibt nur zu hoffen, dass der Handlungsstrang möglichst schnell beendet wird.

Neuerscheinung bei Imaga: Oliver Döring: Foster 02 – Das Erlöschen des Lichts

(c) IMAGA
(c) IMAGA

Das Ding klingt und knallt, wie man es von einer Döring-Produktion gewohnt ist. WAM, BAM, THANK YOU, MAN!
– Hennes Bender über Foster 01, Deadline #56

Oliver Döring gilt als DAS Mastermind des modernen kommerziellen Hörspiels. Unter seiner Regie entstanden bereits Bestseller wie „John Sinclair“ und „Star Wars“ sowie die sogar vom Feuilleton viel beachteten Serien „The Border“ und „End Of Time“. Auch im 2. Teil seiner neuen Horror-Serie „Foster“ versammelt er wieder die Crème de la Crème der Synchrongrößen: Liane Rudolph (Nana Visitor), Luisa Wietzorek (Chloё Grace Mortez), Thomas Nero Wolff (Hugh Jackman), Torsten Michaelis (Wesley Snipes), Lutz Riedel (Timothy Dalton) und vielen anderen.

Die Entführung der jungen Emily Blake wirft viele Fragen auf. Foster nimmt sich des Falls an und folgt ohne Rücksicht auf Verluste jeder Spur. Doch er ahnt nicht, was wirklich hinter der Entführung steckt – bis er in eine tödliche Falle tappt.

Fosters Kampf gegen die Mächte des Bösen beginnt mit dieser Folge. Machen Sie sich gefasst auf den Beginn einer Achterbahnfahrt mitten durch die Hölle – mit dieser atemberaubenden neuen Horrorserie von Oliver Döring. Ein nervenzerreißender Blockbuster für die Ohren!

Das Hörspiel erscheint am 15. April 2016.

Quelle: IMAGA

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