„Maleficent – Die dunkle Fee“: Hinter den Kulissen

(c) Walt Disney Pictures
(c) Walt Disney Pictures

Gestern und vorgestern haben wir in zwei Beiträgen schon ein wenig die Hintergründe von Disneys neuestem Film „Maleficent – Die dunkle Fee“ beleuchtet (Teil 1, Teil 2). Heute werfen wir einen weiteren Blick hinter die Kulissen.

MAGIE HINTER DEN KULISSEN

MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE ging am 11. Juni 2012 in den weltberühmten Pinewood Studios bei London vor die Kameras. Hier entstand der Großteil des Films. Die Dreharbeiten dauerten fünf Monate und fanden in sechs Hallen sowie auf tausenden Quadratmetern Studiogelände und umliegenden Wiesen statt.
Die Produktion verfügte über eine Reihe enormer Sets. Die Szenenbildner Gary Freeman und Dylan Cole sowie Bühnenbildner Lee Sandales entwarfen gemeinsam mit Robert Stromberg angemessen fantastische Kulissen für die Innen- und Außenaufnahmen. „Dies ist das vielleicht imposanteste Set, das ich je gesehen habe!“, rief der Oscar®-gekrönte Kameramann Dean Semler in der riesigen Schlosshalle aus, wo Auroras Taufe stattfindet – eine reale Ausführung des Zeichentrick-Schlosses aus DORNRÖSCHEN von 1959, innen wie außen.
„Schon die Zeichnung war ein Meisterwerk“, schwärmt Freeman. „Das war damals Avantgarde. Der Künstler hatte ein außergewöhnliches Gespür für Farben und Kontraste. Wenn man die Einzelteile betrachtet, scheint nichts zusammen zu passen. Aber das Gesamtbild stimmt.“
„Abgesehen von dem Maßstab verwendeten wir auch kostbarere Materialien, als man sie sonst in Normannen-Schlössern findet“, erläutert Freeman weiter. „So entschieden wir uns zum Beispiel für Marmorböden und eine üppige Farbpalette. Das Zeichentrick-Vorbild war architektonisch ein wilder Mix aus allen möglichen Epochen. Das konnten wir so nicht übernehmen. Wir können dem Publikum von heute keinen viktorianisch-gotisch-romanischen Bau präsentieren, das würde einfach keinen Sinn ergeben. Wir mussten uns also auf einen Stil einigen. Obwohl auch unser Schloss eine Kreuzung ist: Die Architektur von Prag trifft auf romanische Formen. Dazu hatten wir die Idee der schwebenden Pfeiler, die sich jetzt durch das gesamte Schloss ziehen und die Räume miteinander verbinden.“
Einen Film zu drehen, in dem große Teile der Landschaft und viele Figuren nur in der Fantasie existieren, stellte das Team natürlich vor eine Reihe von Herausforderungen. „Vor einem Blue Screen zu agieren ist nicht einfach. Aber unsere begnadeten Schauspieler ließen uns vergessen, dass sie gar nicht von einer Märchenwelt umgeben sind“, lobt Robert Stromberg. „Alle lieferten großartige Leistungen ab, obwohl sie sich ihre Welt lediglich vorstellen konnten – sogar die Größe ihrer Feenkörper.“

Die Kostüme zu kreieren und dabei die Märchenwelt und das Mittelalter der Menschen aufeinander abzustimmen, fiel der zweifach Oscar®-nominierten Anna Sheppard zu. „Zunächst glaubte ich, ich müsste mich bei den Kostümen an einer bestimmten Ära orientieren“, erklärt die Designerin. „Aber bald wurde mir klar, dass ich meiner Fantasie freien Lauf lassen konnte – anhand von Robs Vorgaben. Er ist unfassbar visuell veranlagt und kann Dinge sehr gut beschreiben. Ich musste also die magische Grenze überschreiten und tief ins Märchenland eintauchen.“
In ihrer langen Karriere stellte dieses Projekt völlig neue Anforderungen an die erfahrene Anna Sheppard. Nicht nur, dass sie ihre Entwürfe auf zwei alternierende Welten abstimmen musste: Innerhalb der Märchen- und der Menschenwelt gibt es noch diverse Unterkategorien, die erst kreiert werden mussten. Insgesamt nähte sie mit ihrem Team über 2000 Kostüme von Hand.

Um einen Schauspieler in einen Raben oder ein Waldwesen zu verwandeln, sind Maske und Prothesen unerlässlich. Das gilt auch für einen König, der um 16 Jahre altert, während er auf die Rückkehr seiner Tochter wartet. Die Abteilung Maske und Requisite – unter Leitung des siebenfachen Oscar®-Preisträgers Rick Baker – beschäftigte eigens einen Experten, der sich ausschließlich um Maleficents Hörner und künstliche Wangen kümmerte. Ein ganzes Team von Spezialisten staffierte jeden Morgen stundenlang die übrigen Darsteller aus.

Wenn Walt Disney Studios Motion Pictures Germany MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE am 29. Mai 2014 in die deutschen Kinos bringt, erlebt das Publikum ein aufregendes Abenteuer in einer fantastischen Welt – Auge in Auge mit Disneys berühmtester Schurkin. Endlich erfahren wir die ganze Wahrheit über Maleficent.

Der Trailer zum Film findet sich hier!

Quelle: Walt Disney Pictures

„Maleficent – Die dunkle Fee“: Die Geschichte und die Besetzung

(c) Walt Disney Pictures
(c) Walt Disney Pictures

Gestern haben wir in einem Beitrag schon etwas von der Entstehung des neuen Disney-Films „Maleficent – Die dunkle Fee“ erfahren, der am 29. Mai in die Kinos kommt, heute wollen wir einen Blick auf die Geschichte und die Besetzung der Rollen werfen.

DIE GESCHICHTE

„Als Regisseur war es mir wichtig, genug Vertrautes aus DORNRÖSCHEN beizubehalten, damit die Fans des Originals nicht enttäuscht sind, wenn sie MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE sehen“, betont Robert Stromberg. „Das Publikum soll nicht nur diese klassische Figur in einem ganz neuen Licht sehen, sondern auch die Hintergründe der Geschichte erfahren, die sie aus dem Zeichentrickfilm kennen.“
Um Altes und Neues miteinander zu vereinen, engagierten die Walt Disney Studios Drehbuchautorin Linda Woolverton. „Während meiner Zeit bei Disney, sowohl als Geschäftsführer wie auch als Produzent, war und ist Linda Woolverton die wichtigste Autorin“, lobt Produzent Joe Roth. „In den vergangenen 20 Jahren hat sie DIE SCHÖNE UND DAS BIEST (BEAUTY AND THE BEAST, 1991), DER KÖNIG DER LÖWEN (THE LION KING, 1994) und Tim Burtons ALICE IM WUNDERLAND geschrieben. Damit hat sie die allgemeine Auffassung, was einen Disney-Film ausmacht, mehr geprägt als jeder andere Autor.“ Bevor sie in Maleficents geheimes Leben eintauchte, sah sich Woolverton Disneys DORNRÖSCHEN an. „Nach dem Film kamen mir einige Einfälle, die mehr über ihren Charakter aussagen“, erzählt die Autorin. „Ich habe eine Vergangenheit für sie entworfen, die direkt auf den Moment zuläuft, in dem sie das Baby Aurora verflucht. Von da an geht die Geschichte aus der Perspektive von Maleficent weiter – bis zum Ende. MALEFICENT ist eine Neuerfindung, keine Nacherzählung des bekannten Märchens.“
So stand Linda Woolverton nicht nur vor der Aufgabe, ein Märchen neu zu erzählen, das jeder kennt, der in den vergangenen 50 Jahren Kind war. Zugleich musste sie der berühmten Disney-Figur und ihrer ebenso berühmten Darstellerin gerecht werden. „Die Figur ist wirklich fantastisch. Nachdem Angelina Jolie zugesagt hatte, war es mein Job, die beiden nahtlos zu verschmelzen. Das Ziel: einen Klassiker neu zu beleben, mit einer einzigartigen Maleficent.“

DIE BESETZUNG

Die Entscheidung, Angelina Jolie in der Titelrolle zu besetzen, fiel fernab des üblichen Casting- Prozesses. „Schon bevor ich zu dem Projekt stieß, war Angelinas Name im Spiel, und ich dachte noch: Geniales Casting!“, erinnert sich Robert Stromberg. „Man braucht sich nur Angelinas Foto und ein Bild von Maleficent anzusehen – das passt einfach perfekt.“
„Das Skript hat mich schon beim ersten Lesen sofort gepackt“, sagt Angelina Jolie. „Als wäre man einem großen Geheimnis auf der Spur. Wir alle kennen die Geschichte von DORNRÖSCHEN, und wir alle kennen Maleficent und wissen, was bei der Taufe passiert, weil wir damit aufgewachsen sind. Aber was ist vorher geschehen? Das erfahren wir erst jetzt.“ Maleficent ist eine komplizierte Persönlichkeit. Einerseits ist sie von Rache getrieben, andererseits will sie das Land, das sie liebt, und alle seine Bewohner um jeden Preis beschützen. „Ich hoffe, dass vor allem Mädchen verstehen, wie wichtig Gerechtigkeitssinn und Fairness sind – zu wissen, wofür es sich zu kämpfen lohnt“, so Jolie. „Sie werden sehen, dass sie zwar Kämpferinnen sein können, dabei aber weich, feminin und gefühlsbetont – Frauen sind eben komplexe Wesen.“

Während Maleficent die dunkle Seite symbolisiert, steht Aurora seit jeher für das Licht und die Unschuld. Für die Rolle der Prinzessin, die von Maleficent verflucht wird, wählten die Filmemacher eine der talentiertesten Schauspielerinnen ihrer Generation aus: Elle Fanning. „Elle ist Aurora“, meint Angelina Jolie. „Von unserer ersten Begegnung an war sie der reinste Sonnenschein. Eine wunderbare, liebenswerte, intelligente junge Frau.“
„Elle ist fantastisch und ich habe größten Respekt vor ihr“, fügt Regisseur Robert Stromberg hinzu. „Sie ist nicht nur bildhübsch, sondern auch eine sensationelle Schauspielerin. Elle hat eine große Zukunft vor sich, und es ist eine Freude, mit ihr zu arbeiten. Sie zaubert jedem Mitarbeiter am Set ein Lächeln aufs Gesicht.“
Für Fanning wurde mit der Rolle ein Traum wahr: „Ich konnte es kaum fassen“, sagt die junge Schauspielerin. „Die erste Kostümprobe, die Haare – es war von Anfang an etwas ganz Besonderes, in die Rolle einer echten Ikone zu schlüpfen.“

Auroras Vater, König Stefan, hat sich, von blindem Ehrgeiz getrieben, durch nichts und niemanden aufhalten lassen, bis er am Ziel war. Sharlto Copley spielt diese komplexe Rolle. Und Stefans Wandlung vom naiven Jungen zum rachsüchtigen Monarchen wird das Publikum überraschen.
„Ich mag Charaktere, die eine echte Entwicklung durchlaufen. Und Stefan macht auf seinem Weg vom Bürger zum mächtigen Herrscher eine gewaltige Entwicklung durch“, sagt Copley.  „Stefanhat große Ambitionen und findet, dass er mehr Respekt verdient, als ihm die Welt
entgegenbringt.“

Aber sogar der Herrscher über das Reich der Menschen braucht Verbündete aus dem magischen Wald. Drei Feen – Knotgrass (Flora), Flittle (Fauna) und Thistlewit (Sonnenschein), die Maleficent fürchten – werden von Stefan dazu auserkoren, seine Tochter aufzuziehen. Erst nach ihrem 16. Geburtstag, wenn die Frist des Fluches abläuft, darf Aurora zurückkehren. Der König hätte allerdings keine ungeeigneteren Patinnen für sein Kind finden können.
„Die Feen sind unser Comic-Relief-Element“, sagt Joe Roth. „Das Trio soll sich um Aurora kümmern, bis sie 16 ist. Aber als Erzieherinnen sind sie in etwa so qualifiziert wie ich als Astronaut. Wir besetzten zwei ältere, erfahrene Schauspielerinnen und eine jüngere. Knotgrass, die Anführerin der drei, wird von Imelda Staunton verkörpert,. Für VERA DRAKE (VERA DRAKE, 2004) erntete sie eine Oscar®-Nominierung, und man kennt sie aus den HARRY-POTTER-Filmen. Lesley Manville spielt Flittle. Da Imelda und Lesley im wahren Leben eng befreundet sind, harmonieren sie perfekt.“
„Als Thistlewit stellten wir uns eine wesentlich jüngere Darstellerin vor“, führt Roth aus. „Unsere Wahl fiel auf Juno Temple aus THE DARK KNIGHT RISES (THE DARK KNIGHT RISES, 2013). Ich kannte Juno bereits, weil sie damals eine der Finalistinnen für die Rolle der Alice in ALICE IM WUNDERLAND war. Ich behielt sie also im Gedächtnis. Und als wir uns auf eine jüngere, sexy Fee mit blonden Locken einigten, hatte ich gleich Juno vor Augen.“
„Knotgrass (Flora) ist die Anführerin der drei Feen – zumindest gefällt sie sich in dieser Rolle“, erläutert Imelda Staunton. „Sie ist sehr herrisch, durchorganisiert und ein Kontrollfreak. Das macht sie zur selbsternannten Erwachsenen des Trios.“
„Flittle (Fauna) liebt die Farbe Blau und färbt per Zauberstab alles um“, erklärt Lesley Manville. „Da das ihre besondere Gabe ist, soll gefälligst auch alles blau sein. In einer Szene verwandelt sie etwa ein gelbes Kleid in ein blaues und ist empört, als die Besitzern es wieder gelb haben möchte.“
„Thistlewit (Sonnenschein) ist die jüngste der drei“, beschreibt Juno Temple ihre Rolle. „Sie ist naiv, unschuldig und ziemlich zerstreut. Sie möchte am liebsten den ganzen Tag an Blumen schnuppern und herumtanzen.“

Maleficent hat einen ständigen Begleiter. Im Zeichentrickfilm DORNRÖSCHEN war es ein schwarzer Rabe, den sie nur „Liebling“ rief. Diese Maleficent kann ihren Gefährten Diaval in einen Mann verwandeln, wenn es ihr gelegen kommt – oder in ein Pferd, einen Drachen oder einen Wolf. In menschlicher Gestalt wird Maleficents treuer Diener Diaval von Sam Riley gespielt. Und während der 16 Jahre, in denen sie Aurora gemeinsam aufwachsen sehen, entwickelt er echte Zuneigung zu seiner Herrin.
„Mein Part ist im Grunde ein Rabe – ein stolzer, fast schon eitler Rabe“, erzählt Riley. „Maleficent rettet Diaval vor einem Bauern und dessen Hunden. Er wird ihr loyaler Verbündeter, der überall hin fliegen und für sie spionieren kann. Im Laufe der Zeit entsteht eine echte Beziehung zwischen den beiden, und Maleficent wächst Diaval ans Herz. Er ist der Einzige, der ihr die Meinung sagt, wenn sie etwas überreizt ist. Und nur er weiß, was in ihr vorgeht.“

Kenneth Cranham als Stefans Gönner König Henry und Newcomer Brenton Thwaites als attraktiver Prinz Phillip runden die Besetzung ab.

Hier geht’s zum Trailer von „Maleficent – Die dunkle Fee“.

 

Quelle: Walt Disney Pictures

„Maleficent – Die dunkle Fee“ – ab Mai im Kino

(c) Walt Disney Pictures
(c) Walt Disney Pictures

Walt Disney Pictures präsentiert MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE (MALEFICENT) mit Oscar®-Preisträgerin Angelina Jolie in der Titelrolle. 2014 feiert die böse Fee, die in Disneys Zeichentrick-Klassiker DORNRÖSCHEN (SLEEPING BEAUTY) von 1959 die Prinzessin verfluchte, ihr 55. Jubiläum. Maleficent avancierte zu einer der berühmtesten Disney-Figuren aller Zeiten. Jetzt kehrt sie in der Live-Action-Version des Märchens auf die Leinwand zurück – und enthüllt so manches Geheimnis.
„Als kleines Mädchen liebte ich Maleficent“, erzählt Angelina Jolie. „Sie war meine Lieblingsfigur. Ich hatte Angst vor ihr, verehrte sie aber auch.“ Genau diese Dualität reizte auch Produzent Joe Roth: „Dieser Film handelt von einer Figur, die wir nur als hartherzig kennen. Aber unsere Variante stellt die Frage nach dem Warum. Ich wünsche mir, dass die Zuschauer mit MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE in eine Welt eintauchen, die sie noch nie zuvor gesehen haben – und sie mit dem Gefühl verlassen, dass es für jeden Hoffnung und Erlösung gibt.“

MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE erforscht die nie erzählte Geschichte der berühmtesten aller Disney-Schurkinnen aus dem Klassiker DORNRÖSCHEN und zeigt den Verrat, der ihr gutes Herz schließlich zu Stein werden lässt. Getrieben von Rachsucht und dem grimmigen Wunsch, ihr Reich zu verteidigen, belegt Maleficent Aurora, die neugeborene Tochter des Menschenkönigs, mit einem grausamen Fluch, der nicht rückgängig zu machen ist. Als die Prinzessin heranwächst, gerät sie unweigerlich zwischen die Fronten der verfeindeten Mächte: ihrer liebgewonnenen Heimat, dem Reich des Waldes, und dem Königreich der Menschen, das sie eines Tages regieren soll. Maleficent erkennt, dass Aurora der Schlüssel sein könnte, damit endlich wieder Frieden im Land einkehrt, und sieht sich zu drastischen Maßnahmen gezwungen, die beide Welten für immer verändern werden.

Der mit zwei Oscars® ausgezeichnete Produktionsdesigner Robert Stromberg (AVATAR – AUFBRUCH NACH PANDORA, ALICE IM WUNDERLAND) gibt mit MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE sein Regiedebüt. Als Produzent zeichnet Joe Roth (DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ, SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN) verantwortlich. Das Drehbuch verfasste Linda Woolverton (DER KÖNIG DER LÖWEN, DIE SCHÖNE UND DAS BIEST). Als ausführende Produzenten fungieren Angelina Jolie, Michael Vieira, Don Hahn, Palak Patel, Matt Smith und Sarah Bradshaw.
Zur hochkarätigen Besetzung zählen Sharlto Copley (DISTRICT 9), Elle Fanning (SUPER 8), Sam Riley (ON THE ROAD), Imelda Staunton (VERA DRAKE), Juno Temple (ABBITTE) und Lesley Manville (LÜGEN UND GEHEIMNISSE).

Zum Kreativteam hinter den Kulissen zählen der Oscar®-gekrönte Kameramann Dean Semler (DER MIT DEM WOLF TANZT, IN THE LAND OF BLOOD AND HONEY), die Produktionsdesigner Gary Freeman (DER SOLDAT JAMES RYAN, DIE BOURNE VERSCHWÖRUNG) sowie Dylan Cole, die zweifach Oscar®-nominierte Kostümbildnerin Anna B. Sheppard (SCHINDLERS LISTE, DER PIANIST) und der legendäre Maskenbildner und siebenfache Oscar®-Gewinner Rick Baker (PLANET DER AFFEN, MEN IN BLACK). Den Schnitt übernahmen Chris Lebenzon (ALICE IM WUNDERLAND, FRANKENWEENIE) und Rick Pearson (UNITED 83, IRON MAN 2).

DAS MÄRCHEN VON „DORNRÖSCHEN“

Die Disney-Figur Maleficent trat erstmals 1959 in DORNRÖSCHEN („Sleeping Beauty“) auf. Aber das Märchen von der Prinzessin, die durch einen Fluch in ewigen Schlaf versetzt wird, zählt zu den ältesten der Welt. Die Geschichte von Dornröschen entwickelte sich – wenn auch unter verschiedenen Namen – über geschätzte 400 Jahre. Zählt man vereinzelte Elemente aus dem Mittelalter dazu, sind es sogar tausend Jahre. Erste Niederschriften gehen auf die altfranzösische Novelle „Perceforest“ (um 1330) zurück. 1636 dann veröffentlichte der italienische Erzähler Giambattista Basile „Sonne, Mond und Talia“ in seinem Band „Das Märchen der Märchen oder Unterhaltung für Kinder“. Das Werk gilt als das erste gedruckte Märchenbuch. 1697 erschien „Die schlafende Schöne im Wald“ von Charles Perrault in dessen Märchensammlung „Contes de ma mère l’oye“ („Erzählungen von Mutter Gans“). Bei Perraults Version bedienten sich die Brüder Grimm für ihre Variante „Dornröschen“, die 1812 in den „Kinder- und Hausmärchen“ auftauchte.

Die Ursprünge von Maleficent als weibliche Verkörperung des Bösen sind dagegen unklar. In Giambattista Basiles Märchen kommt zwar eine eifersüchtige, rachgierige Königin vor. Als Ehefrau des Regenten ist sie jedoch keine Außenseiterin, die die Königsfamilie mit einem Fluch belegt. Bei Charles Perrault hingegen ist eine finstere Fee der Bösewicht. Seine Version kommt der von Disney also am Nächsten. Perrault führte auch den edlen Prinzen ein, dessen Kuss den Fluch brechen kann.

So fiel im 20. Jahrhundert Autoren, Zeichnern und der Schauspielerin Eleanor Audley die Aufgabe zu, Maleficent für den Disney-Klassiker DORNRÖSCHEN umzusetzen. Die Produktion des Films nahm zehn Jahre und sechs Millionen Dollar in Anspruch. Damit war DORNRÖSCHEN der bis dato teuerste Disney-Film aller Zeiten. Und Maleficent ist noch heute die beliebteste und gefürchtetste Figur unter Disneys Bösewichten.

DER REGISSEUR UND SEINE VISION

Produzent Joe Roth traf eine durchaus gewagte Entscheidung, als er Regie-Neuling Robert Stromberg ein Projekt dieser Größenordnung anvertraute. „Rob Stromberg und ich hatten gerade DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ (OZ THE GREAT AND POWERFUL, 2013) fertiggestellt“, berichtet Roth. „Ich kannte seine Arbeit bereits aus ALICE IM WUNDERLAND (ALICE IN WONDERLAND, 2010) und AVATAR – AUFBRUCH NACH PANDORA (AVATAR, 2009), für die Robert beide Male eine Oscar® gewonnen hat.“

„Als Disney mit MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE an mich herantrat, hatte ich bereits mehrere große, visuell anspruchsvolle Filme gemacht. Und dabei ist mir eines klargeworden: Das Publikum sucht sich einen Film aus, lange bevor es weiß, worum es in diesem Film geht“, fährt Roth fort. „Was den Ausschlag gibt, sind die allerersten Eindrücke und Bilder, die es zu sehen bekommt. Also dachte ich mir: Angelina ist eine erfahrene Schauspielerin, Robert wird einen großartigen Regisseur abgeben. Und wenn es ihm erneut gelingt, einen eigenständigen visuellen Stil wie in AVATAR, ALICE IM WUNDERLAND und DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ zu kreieren, dann wird ein Märchen wahr.“

Stromberg ließ sich von dem großen Namen Angelina Jolie und dem großen Budget seines Regiedebüts nicht einschüchtern. „Ich habe als Künstler angefangen, von ersten Kinderzeichnungen mit Buntstift über Vorsatzmalerei und Ausstattung bis zum Szenenbild“, erklärt der Regisseur. „Als Künstler sucht man immer nach der größtmöglichen Leinwand – und diese war gigantisch. Ein Projekt zu stemmen, das größer war als alles, was ich bislang gemacht hatte – das machte gerade den Reiz aus. MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE kam genau zum richtigen Zeitpunkt, denn ich sah mich ohnehin gerade nach neuen Herausforderungen in meiner Karriere um.“

Und Stromberg brachte klare Vorstellungen zur optischen Gestaltung des Films mit. „Ich wollte nicht nur Fantasy-Elemente und eine surreale Anmutung, Maleficent sollte vor allem realistischer werden“, erläutert der Regisseur. „In einigen meiner früheren Filme standen die surrealen Elemente im Vordergrund und prägten entsprechend den Film. In MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE gehen wir es umgekehrt an: Wir verankern die Geschichte in der Realität und fügen erst dann märchenhafte Elemente hinzu. Daraus ergibt sich ein völlig neuer Look.“

Einen Trailer des Films mit Lana del Reys Version des Liedes „Once upon a Time“ kann man sich hier anschauen!

Text-Quelle: Walt Disney Pictures

Die Muppet Show – Gaststar: Peter Alexander

(c) Disney
(c) Disney

Wie – was? Eine Muppet-Show mit Peter Alexander? Ja, tatsächlich, und damit bringen es die Muppets genau genommen sogar auf vier Pilotepisoden. Diese Folge sollte nämlich die Muppet-Show dem deutschen Fernsehpublikum nahebringen und war ein Segment von Peter Alexanders eigener Abend-Show „Peter Alexander präsentiert Spezialitäten“. Die Sendung wurde am 1. Dezember 1977 ausgestrahlt und die Muppets waren nicht das erste Mal bei ihm zu Gast: 1975 besuchte Peter Alexander die amerikanische Version der Sesamstraße. Das Muppet-Segment in dieser Show war ganze 18 Minuten lang (!!) und hatte alles, was die Show dann selber auch hatte, Titellied, Sketche… Teilweise waren diese aus der Show selbst entommen (wie etwa das Intro oder die Nummer „Mana Mana“), einige Teile wurden aber extra mit Peter Alexander und den Muppets in den Originalkulissen gefilmt. Natürlich steht Peter Alexander in dieser Show etwas mehr im Mittelpunkt als Gaststars das sonst tun, denn immerhin wurde das ganze im Rahmen seiner eigenen Show ausgestrahlt, aber auch dadurch sieht man, was für ein Showman Alexander war.

Werfen wir einen Blick auf diese Spezialfolge:

Nummern

  • Ankündigung von Kermit und Titellied „Jetzt tanzen alle Puppen…“
  • Kermit und Peter Alexander vor dem Vorhang / Ankündigung der Muppet Show „ab 3. Dezember [1977] jeden Samstag um 16.30 Uhr“
  • Vorstellung Miss Piggy / Fozzie Bär / Statler & Waldorf / dänischer Küchenchef
  • Lied „Mana Mana“
  • Hinter der Bühne: Peter Alexander, Kermit und Piggy
  • Lied „Kleines Comtesschen“ (Peter Alexander / Miss Piggy)
  • Der dänische Küchenchef: Salzburger Nockerln (mit Peter Alexander)
  • Lied „Frühling“ (Peter Alexander / Kermit; das Lied ist eine deutsche Fassung von „Feelings“ von Morris Albert)
  • Abschied / Lied „Dankeschön“ (Peter Alexander und die Muppets)

Übersetzung

Da gibt es hier gar nicht so viel zu sagen, immerhin war die Show in Deutsch produziert. Es wurden auch die gleichen deutschen Stimmen verwendet, wie letztlich in der Serie selbst. Es handelt sich um ein nettes, kleines Promostück für die Muppet Show, das einen guten Eindruck von der Sendung gibt. Wer es selbst einmal ansehen will, leider gibt es diese Spezialshow auf keiner der Muppet-DVDs, aber sie ist in zwei Teilen bei MyVideo hochgeladen:

Teil 1: http://www.myvideo.de/watch/7924248/Peter_Alexander_in_der_Muppets_Show_1

Teil 2: http://www.myvideo.de/watch/7926481/Peter_Alexander_in_der_Muppet_Show_2

 

„Die Muppet Show“ kann man unter anderem hier bestellen:

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Technische Rezension: „Ghostbusters“ von Ivan Reitman – Vergleich DVD / Standard-Blu-Ray / Mastered in 4K-Blu-Ray

(c) Sony Pictures
(c) Sony Pictures

OT:                      GHOSTBUSTERS
Laufzeit                101 Min (DVD) / 105 Min (BD) / 105 Min (M-4K-BD)
FSK-Freigabe:      ab 12 Jahren
Studio                  Sony Pictures Home Entertainment
Herstellungsjahr: USA 1984
Tonformate:          Deutsch Dolby Surround 3.0 (DVD)
Englisch Dolby Digital 5.1     (DVD)
Deutsch Dolby TrueHD 5.1   (BD)
Englisch Dolby TrueHD 5.1   (BD)
Deutsch Dolby TrueHD 5.1   (M-4K-BD)
Englisch Dolby TrueHD 5.1   (M-4K-BD)
Sowie auf den Discs weitere Sprachen in verschiedenen Formaten
Extras:                   Pappschuber (nur Mastered in 4K-Blu-Ray)
Hauptdarsteller:   Bill Murray, Dan Aykroyd, Harold Ramis, Ernie Hudson, Sigourney Weaver, Rick Moranis, Annie Potts, William Atherton, David Margulies
Regie:                   Ivan Reitman

 

Handlung:

Als die drei Parapsychologen, die Doktoren Venkman, Stenz und Spengler wegen den  unlauteren Experimenten von Dr. Venkman von der Universität verbannt werden, gründen sie zusammen die Firma „Ghostbusters“, um von da an gegen Bezahlung Geister zu jagen und zu fangen. Das zunehmende Auftreten von Geistererscheinungen in New York ist für die drei zuerst ein großes Glück, zumindest in finanzieller Hinsicht, doch schon bald offenbart sich das ganze Ausmaß dieser Erscheinungen. Eine äonenalte sumerische Gottheit schickt sich an, in unsere Welt zurückzukehren. Ihr Auftauchen wäre eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes, welche die Welt, wie wir sie kennen, vernichten würde. Ab diesem Zeitpunkt müssen unsere Helden nicht nur um ihr eigenes, sondern um das Überleben der gesamten Menschheit kämpfen…

 

Info:

Diesesmal gibt es nicht nur eine Rezension der Blu-Ray, sondern gleichzeitig auch einen Vergleich zwischen der alten DVD-Erstauflage von 1999, der 2009 erschienenen Blu-Ray und der 2013er Mastered in 4K Blu-Ray.

Bei der „Mastered in 4K Blu-Ray“ (M-4K-BD) ist zu beachten, dass es sich hierbei um eine ganz gewöhnliche 50 GB Disc handelt und NICHT um das Nachfolgeformat, an dem schon seit einigen Jahren gearbeitet wird. Es wird auch kein UHD/4K-Player benötigt (welche es ebenfalls noch gar nicht gibt), ebenso wenig wie ein entsprechender UHD/4K-Flatscreen, ein ganz gewöhnlicher BD-Player und HD-Fernseher genügen.

Dieser Film, wie auch alle anderen Filme auf M-4K-BDs, wurde hier nochmals komplett neu in 4K eingescannt, restauriert, bearbeitet, als Kopie auf 1080p herunterreduziert und wieder auf Blu-Ray gepresst.

Wobei nicht alle diese M-4K-BDs wirklich über eine stark verbesserte Bildqualität verfügen, da z.B. „The Amazing Spiderman“ ebenso wie das Remake von „Total Recall“ schon in 4K produziert wurden und die Standart-Blu-Rays auf diesem Master basieren.

 

Die Fortsetzung „Ghostbusters II“ ist leider bis heute nur auf DVD verfügbar, aber vielleicht erscheint sie ja, wenn endlich der schon seit langem angekündigte dritte Teil ins Kino kommt. Leider wird hier einer der Original-Ghostbusters nicht mehr dabei sein können, Harold Ramis starb vor wenigen Wochen. Er verkörperte in den beiden Filmen den Wissenschaftler Egon Spengler, außerdem schrieb er auch am Drehbuch zu den „Ghostbusters“-Filmen mit. Aber auch Bill Murray, der Dr. Peter Venkman spielte, ziert sich noch, in dem neuen Film mitzuspielen. Es bleibt also abzuwarten wer von der alten Garde außer Dan Aykroyd in „Ghostbusters III“ mitspielen wird. Zumindest soll er jetzt auf jeden Fall gedreht werden.

 

Bild:

DVD:

  • starker Rotstich, dadurch wirken zwar die Farben kräftiger, was aber vor allen Dingen die Schwächen des Bildes übertüncht;
  • typisches leicht matschiges SD-Bild, Details sind nicht wirklich gut, ebenso wenig die Feinzeichnung;
  • der Schwarzwert ist ebenfalls nicht der beste, da zu dunkel, sehr häufig geht vieles in entsprechenden Szenen unter;
  • der Kontrast ist, nicht gerade überraschend, ebenfalls eher schlecht;
  • die Kompression geht, ist aber auch nicht berauschend;
  • kein Filmkorn sichtbar, da das Bild sowieso viel zu weich ist und es daher nicht sichtbar ist

 

Standard-BD:

  • Ein farbneutrales Bild, allerdings mit zu flauen Farben;
  • gute Feinzeichnung und Detailfreudigkeit;
  • ebenfalls eine gute Schärfe;
  • der Schwarzwert ist auch nicht der beste, da das Bild hier eindeutig zu hell ist;
  • der Kontrast geht zwar, könnte aber ebenfalls noch besser sein;
  • keine Kompressionsspuren zu sehen;
  • zum Teil doch recht starkes und unangenehm auffallendes Filmkorn, teilweise mit Flächen- bzw. Filmrauschen;
  • hin und wieder leicht unruhiger Bildstand

 

M-4K-BD:

  • ein farbneutrales Bild mit wesentlich kräftigeren Farben (Höhere Farbtemperatur);
  • sehr gute Feinzeichnung und Detailfreudigkeit;
  • sehr gute Schärfe;
  • sehr guter Schwarzwert;
  • sehr guter Kontrast
  • keinerlei Kompressionsspuren;
  • das Filmkorn ist weitestgehend auf ein Minimum reduziert worden
  • ruhiger Bildstand

 

Ton:

DVD:

Der deutsche Dolby Surround Ton ist akzeptabel, aber nicht unbedingt das Wahre, da sehr frontlastig. Die Surround-Effekte kommen nur minimal rüber, die Dialoge sind einigermaßen gut verständlich.

Der englische Dolby Digital 5.1-Ton ist hier zwar erheblich besser als der deutsche, allerdings auch weit von Perfektion entfernt.

 

Standard-BD:

Der neu abgemischte Dolby TrueHD 5.1-Ton in Deutsch und Englisch ist hier zwar ebenfalls recht frontlastig, aber wesentlich besser als der Ton der alten DVD. Es gibt immer wieder, vor allen in den diversen Actionszenen, sehr schöne direktionale Surround-Effekte. Auch der Subwoofer kommt hin und wieder gut zum Einsatz, besonders bei den nuklearen und nicht lizenzierten Protonenbeschleunigern. Die Dialoge sind klar und gut verständlich und auch die Musik und die Lieder kommen durchaus gut zur Geltung. Wenngleich sich das Alter des Films hier natürlich nicht verleugnen lässt, ist die HD-Abmischung in beiden Sprachen doch sehr ordentlich geworden.

 

M-4K-BD:

Der Ton gleicht größtenteils dem der Standard-Blu-Ray, scheint mir aber ebenfalls etwas verbessert zu sein, da hier manche Stellen noch etwas kräftiger rüberkommen.

 

Bonus:

DVD:

  • Audiokommentar der Filmemacher
  • Kinotrailer, englisch mit deutschen Untertiteln (2.14 Min);
  • Szenenfriedhof, englisch mit deutschen Untertiteln:
    • Rausschmiss (0.58 Min);
    • Dana (0.42 Min);
    • Flitterwöchner (1.13 Min);
    • Winston (0.50 Min);
    • Penner (0.44 Min);
    • Werbung (0.37 Min);
    • Der Hut (0.28 Min);
    • „Nein Louis!“ (0.36 Min);
    • Rathaus (1.25 Min);
    • „Festnahme“ (0.18 Min);
  • Filmdokumentation, englisch mit deutschen Untertiteln (9.29 Min);
  • Ghostbusters 2 – Trailer, englisch mit deutschen Untertiteln (2.25 Min);
  • Special Effects:
    • Das Spezial Effects Team (15.24 Min);
    • Special Effects – vorher und nachher:
          • Die Spukzentrale (2.31 Min);
          • Sie ist ein Hund (1.41 Min);
          • Kreuzt die Ströme (1.04 Min)
    • Konzeptzeichnungen
    • Vergleich Storyboards;
    • Geisterhafte Gallerie;
    •  

      Standard-BD:

      • BD-Live

       

      • Cinechat;
      • Audiokommentar mit Ivan Reitman, Harold Ramis und Joe Medjuck
      • Blu-Wizard
      • Schleimer Modus (Picture In Picture) – Interaktiver Modus während des gesamten Films;
      • ECTO-Mobil (15.37 Min);
      • Making Of Ghostbusters – Video Game (11.18 Min);
      • Ghostbusters Garage­: ECTO-1 (5.27 Min);
      • Ghostbusters – Video Game Preview (1.43 Min);
      • Szenenfriedhof, englisch mit deutschen Untertiteln:
        • Rausschmiss (0.58 Min);
        • Dana (0.42 Min);
        • Flitterwöchner (1.13 Min);
        • Winston (0.50 Min);
        • Penner (0.44 Min);
        • Werbung (0.37 Min);
        • Der Hut (0.28 Min);
        • „Nein Louis!“ (0.36 Min);
        • Rathaus (1.25 Min);
        • „Festnahme“ (0.18 Min);
      • 1984 – Originaldokumentation (9.45 Min);
      • Team und Besetzung (1999) (10.53 Min);
      • Das Spezial Effects Team (15.22 Min);
      • Special Effects – vorher und nachher:
        • Die Spukzentrale (2.49 Min);
        • Sie ist ein Hund (2.00 Min);
        • Kreuzt die Ströme (1.23 Min);
      • Vergleich Storyboards;
      • Trailer:
        • Demnächst auf Blu-Ray (2.28 Min);

       

       

      M-4K-BD:

      • Keinerlei Bonusmaterial, dafür lädt die M-4K-BD recht flott.

       

      Fazit:

      Im Vergleich schneidet die DVD, wer hätte es gedacht, zwangsläufig am schlechtesten ab. Die Blu-Ray hingegen kann mit wesentlich besseren Bildparametern und dem besseren Ton punkten, ist aber auch nicht perfekt. Die 4K-Mastered-Blu-Ray hat von allen drei Versionen eindeutig das beste Bild, und wie ich persönlich finde, auch den besten Sound, allerdings keinerlei Bonusmaterial an Bord.

      Das Bonusmaterial der alten DVD und der Blu-Ray ist hierbei zum größten Teil identisch, nur die Galerie und die Trailer für Ghostbusters 1 und 2 fehlen auf der Blu-Ray.

      Wer sich nur für den Film interessiert und auf Bonusmaterial verzichten kann, ist mit der Mastered in 4K-Version definitiv an besten bedient. Wer allerdings zusätzlich auch noch Bonusmaterial möchte, dem bleiben nur zwei Möglichkeiten: entweder nur die normale Standard-BD oder aber beide BD-Versionen kaufen.

       

      Den Film „Ghostbusters“ kann man in seinen Unterschiedlichen Versionen unter anderem hier bestellen:

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      Technische Rezension: „Daylight“ mit Sylvester Stallone

      (c) Universal Pictures
      (c) Universal Pictures

      OT:                      DAYLIGHT
      Laufzeit:               114 Minuten
      FSK-Freigabe:     ab 12 Jahren
      Studio                  Universal Pictures
      Publisher:            Universal Pictures
      Herstellungsjahr: USA 1996
      Disc:                    1 Blu-Ray
      Tonformate:         Deutsch  DTS 5.1, Englisch DTS-HD-MA 5.1 sowie weitere Sprachen
      Bildformat:          1.85:1
      Extras:                 Wendecover ohne FSK-Logo
      Hauptdarsteller:   Sylvester Stallone, Viggo Mortensen, Dan Hedaya, u.a.
      Regie:                   Rob Cohen
      Musik:                 Randy Edelman

       

      Film:

      Bei einer Flucht von Verbrechern durch den Holland-Tunnel, der die Insel Manhattan mit New Jersey verbindet, verunglücken diese und lösen dabei eine Katastrophe aus. Ihr Wagen rast in einen von mehreren illegalen Giftmülltransportern, die daraufhin explodieren und ein gewaltiges Inferno auslösen, das nur wenige Menschen überleben. Den Eingeschlossenen sitzt hierbei die Zeit im Nacken, da ihnen sowohl langsam die Luft ausgeht und gleichzeitig auch die Tunnelwände beginnen, dem Wasserdruck nachgeben. Kit Latura, der einstige Chef des New Yorker Katastrophenschutz, macht sich daraufhin alleine auf, die Eingeschlossenen zu retten, in dem Wissen das weder er selbst, noch die Überlebenden eine wirklich reelle Chance haben.

       

      Info:

      Genau wie DEMOLITION MAN, CLIFFHANGER, ASSASINS und viele andere ist auch DAYLIGHT einmal mehr ein typischer Stallone-Film. Hier gibt er einmal mehr den Helden, der sein Leben riskiert, um anderen zu helfen, obwohl es keine wirkliche Chance auf Rettung gibt. Das ist allerdings sehr gut und spannend umgesetzt, vor allen Dingen auch da Stallone  dieses Mal die Natur und die Zeit zum Gegner hat und keine Menschen.

       

      Bild:

      Das Bild von DAYLIGHT besitzt eine wirklich sehr gute Schärfe und einen ebensolchen Kontrast. Der Schwarzwert ist ebenso wenig zu bemängeln wie die Kompression oder die Farbintensität. Alles in allem ein wirklich sehr gutes Bild für einen Katalogtitel, welches das der alten DVD praktisch links liegen lässt. Und auch wenn es keine Referenz darstellt, so kann man sich doch daran erfreuen.

       

      Ton:

      Der deutsche DTS-Ton macht seine Sache wirklich mehr als nur sehr gut, bei der gewaltigen Explosion kurz nach Begin des Filmes legen sich die Boxen und auch der Subwoofer so richtig ins Zeug. Aber auch der restliche Film hat akustisch durchgehend viel zu bieten. Selbst die ruhigeren Szenen machen hier durch sehr schöne direktionale Effekte einiges her. Ein wirklich sehr gutes räumliches Sound Design, wie es in den 90er Jahren noch lange nicht selbstverständlich war, wobei es natürlich nicht an das von modernen Filmen heranreicht.

      Selbstredend ist der unkomprimierte englische HD-Ton natürlich noch um einiges kraftvoller, und bringt dadurch die Actionsequenzen noch ein ganzes Stück besser rüber, aber wie schon gesagt ist der deutsche Ton ebenfalls top.

       

      Bonusmaterial:

      • Keines

       

      Fazit:

      Auch DAYLIGHT ist mal wieder ein typischer Sylvester Stallone-Actionfilm der 90er Jahre. Auch hier gilt, zwar nichts besonderes, aber auch kein schlechter Film. Und für die 18 Jahre, die der Film alt ist, macht er sowohl optisch als auch akustisch wirklich eine ganze Menge her. Nur das Bonusmaterial ist wieder einmal enttäuschend, da es auch bei diesem Katalogtitel absolut keines gibt, schade eigentlich, ein „Making Of“ wäre hier durchaus interessant gewesen.

      Für alle Actionfreunde und natürlich für Fans von Sylvester Stallone.

       

      „Daylight“ kann man unter anderem hier bestellen:

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      Die Muppet Show: Sex & Gewalt

      (c) Disney
      (c) Disney

      Die „Muppet Valentine Show“ war 1974 von ABC als Special ausgestrahlt worden und erfolgreich genug, dass Henson sich an einem zweiten Pilotfilm versuchen durfte. Gegenüber der „Valentine Show“ wurden ein paar Änderungen vorgenommen und neue Figuren eingeführt. „Sex & Violence“ ist dabei näher am endgültigen Konzept, auch wenn es in dieser Folge keinen Gaststar gibt.

      The Muppet Show: Sex & Violence

      Auch in dieser Folge moderiert nicht Kermit, sondern eine neue Figur mit Namen Nigel (der später in der Serie das Muppet-Orchester leitet). Die ganze Sendung spielt sich hinter der Bühne der eigentlichen Show ab, die darum geht, dass die tödlichste der Sieben Todsünden gewählt werden soll. Die Sketche springen hin und her, wozu Nigel lapidar meint, dass man sich daran schon gewöhnen wird. Mit der Tanzszene im Ballsall und dem skandinavischen Küchenchef (der teilweise asiatische Untertitel hat) sind aber schon Konzepte vorhanden, die später in die Show übernommen wurden. Jim Henson spielt zudem mit der Herkunft der Puppen: In einer Ballsaalszene sagt Kermit zu seiner Tanzpartnerin, er könne sie als Darstellerin in einer Bildungssendung für Kinder (er meint die „Sesamstraße“) unterbringen, in der nächsten ist Bert aus der „Sesamstraße“ zu sehen, der mit einer weiblichen Version von Ernie tanzt und in der dritten Ballsaalszene beklagt sich der Hund Rowlf, dass er früher mit Jimmy Dean gearbeitet habe, sich heute aber niemand mehr an ihn erinnere (Rowlfs erster regelmäßiger Auftritt fand in der „Jimmy Dean Show“ statt). Auch Statler und Waldorf, die ewig nörgelnden Greise, gibt es schon, sie sitzen allerdings nicht in einer Theaterloge, sondern zu Hause auf zwei Lehnsesseln.

      Nummern

      • Titel
      • Nigel führt durch die Räume der Muppet-Show und stellt ein paar Charaktere vor
      • Die Weisheit der Vorväter, Teil 1
      • Im Ballsaal, Teil 1
      • Ringersketch, Teil 1
      • Der Küchenchef, Teil 1 (mit Titel als „Järnvägskorsning“ bezeichnet)
      • Nigel und Sam spielen Dame – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 1
      • Doktor Goldzahn und Band: „Love Ya to Death“ (Eigenkomposition von Joe Raposo)
      • Waldorf & Statler
      • Im Ballsaal, Teil 2
      • Ringersketch, Teil 2
      • Der Küchenchef, Teil 2
      • Vogelsketch
      • Nigel und Sam spielen Karten – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 2
      • Die Weisheit der Vorväter, Teil 2
      • Das Theater der Dinge
      • Monster-Sketch
      • Im Ballsaal, Teil 3
      • Waldorf & Statler
      • Ringersketch, Teil 3
      • Floyd und Sam spielen Schach – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 3
      • Filme im Fokus: „Rückkehr unter den Planeten der Schweine“ (Parodie auf „Planet der Affen“)
      • Nigel und Sam spielen Scrabble – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 4
      • Der Küchenchef, Teil 3
      • Die Weisheit der Vorväter, Teil 3
      • Im Ballsaal, Teil 4
      • Ringersketch, Teil 4
      • Waldorf & Statler
      • Wettbewerb der sieben Todsünden – Ende

      Übersetzungshammer

      Es gab auch von dieser Sendung eine deutsche Version, die ebenfalls außer der Reihe irgendwann im Fernsehen lief, aber daran kann ich mich kaum noch erinnern. Insofern weiß ich nicht, wie die Übersetzung die Klippen der Wortspiele umschifft haben, die in dieser Folge wie ein Trommelfeuer auf den Zuschauer einprasseln und zum Brüllen komisch sind: der Vogelsketch, in dem die Vögel als Laute verschiedene englische Phrasen von sich geben („Whadda ya say?“ – „For cryin‘ out loud!“ – „Oh, really?“ – „You know.“ – „Oh boy!“ – „Right on right on!“); „Die Weisheit der Vorväter“, wo sich die Steinköpfe vom Monument von Mount Rushmore miteinander unterhalten (und George Washington nie den Gag versteht); oder das „Theater der Dinge“, in dem ein Lineal (englisch „ruler“) zum neuen Herrscher (englisch „ruler“) der Bleistifte ausgerufen wird.

      „Sex & Violence“ ist als Bonus-Episode dem Box-Set der ersten Staffel der Muppet Show zugegeben. In der deutschen Fassung ist die Folge original mit Untertiteln.

       

      „Die Muppet Show“ kann man unter anderem hier bestellen:

       

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      „STAR WARS – Das letzte Kommando, Teil 2: Allianz der Schmuggler“ erscheint am 25. April

      (c) IMAGA
      (c) IMAGA

      IMAGA hat offiziell den Erscheinungstermin des zweiten Teils der Hörspielreihe „STAR WARS – Das letzte Kommando“ bestätigt, es ist der 25. April 2014.  Der Titel dieses Teils ist „Allianz der Schmuggler“.  Um Leia und ihre Zwillinge in seine Gewalt zu bringen, schlägt Großadmiral Thrawn dort zu, wo es niemand erwartet – auf Coruscant. Er betraut ein imperiales Geheimkommando mit der Entführung. Thrawn weiß, dass er nicht verlieren kann, denn selbst wenn seine Männer scheitern, wird eine andere teuflische Falle zuschnappen. Eine Falle, aus der sich Mara Jade nicht wird befreien können.

      Das Hörspiel ist in gewohnter Art mit den Original-Synchronsprechern der ursprünglichen Trilogie, den Soundeffekten von LucasArts und der Musik von John Williams produziert. Verantwortlich zeichnet wiederum Oliver Döring.

      „STAR WARS – Das Letzte Kommando, Teil 2“ kann man unter anderem hier bestellen!
       

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      The LEGO Movie – Rezension

      Originaltitel:     The LEGO Movie
      Studio:              Warner Bros. / Warner Animation
      Altersfreigabe: Ab 0 Jahren
      Sprecher:         Patrick Schröder, David Nathan, Maren Rainer, Uwe Büschken, Bernd Rumpf und andere
      Eine Vorschau zum Film gibt’s hier.

      Inhalt

      Eine Welt, die komplett aus LEGO besteht: Hier stiehlt der finstere Lord Business den „Kragle“, die ultimative Waffe, die der Magier Vitruvius beschützt hat. Doch Vitruvius warnt Business, es gibt eine Prophezeiung von „dem Besonderen“, der kommen wird und mit dem „Stück des Widerstands“ den Kragle außer Gefecht setzt. Lord Business gibt nichts auf die Prophezeiung und achteinhalb Jahre später arbeitet er als „Präsident“ Business an der Verwirklichung seines Plans: Alles in der LEGO-Stadt Steinstadt soll genau so sein und bleiben, wie es die Bauanleitung vorschreibt. Nichts soll sich ändern. Dazu hat Business einige Maßnahmen ergriffen und die Bevölkerung einer wahren Gehirnwäsche unterzogen: Es gibt für alles und jeden eine Anleitung, im Fernsehen ist die Comedy „Wo ist meine Hose?“ der große Hit und das Radio spielt den ganzen Tag nur ein und dasselbe Lied mit dem Titel „Hier ist alles super!“ Ein typisch angepasster Bürger von Steinstadt ist Emmett, der sich immer ganz korrekt an die zahlreichen Anleitungen hält und auf eine der zahlreichen Baustellen arbeitet. Lord Business lässt alles abreißen, was ihm zu chaotisch erscheint und ganz korrekt nach den Bauanleitungen wieder aufbauen. Als Emmett eines Abends seiner Anleitung nachläuft, die ihm ein Windstoss aus der Hand gerissen hat, trifft er auf der Baustelle eine Gestalt, die sich als die weibliche LEGO-Figur Wyldstyle entpuppt. Wyldstyle ist auf der Suche nach dem „Stück des Widerstands“, das sie mittels eines Geräts auf der Baustelle geortet hat. Emmet läuft ihr nach und stürzt in ein Loch. Dort findet er das „Stück des Widerstands“. Als er es berührt, hat er merkwürdige Visionen und wird bewusstlos. Er wacht in Polizeigewahrsam auf und wird von dem leicht schizophrenen „Good Cop / Bad Cop“ verhört. Das „Stück des Widerstands“ klebt auf Emmetts Rücken und damit ist klar: er muss „der Besondere“ sein, von dem die Prophezeiung spricht. Lord Business möchte ihn hinrichten lassen, doch Wyldstyle kann ihn retten. Emmett und Wyldstyle müssen nun den Magier Vitruvius und die Meisterbauer finden, um Lord Business aufzuhalten. Auf der wilden Jagd stehen ihnen solche Figuren wie Batman, Green Lantern, Superman, das Einhorn-Kitty und der Pirat Eisenbart zur Seite. Die Zeit drängt, denn am Taco-Dienstag will Lord Business den Kragle zum Einsatz bringen…

      Rezension

      Hollywood, SO macht man Filme! „The LEGO Movie“ ist ein Film, der visuelles Spektakel und eine gute Geschichte miteinander verbindet. Denn das, was ich oben als Inhaltsbeschreibung geschrieben habe, deckt nur einen Teil der Handlung ab, aber wenn ich mehr ins Detail gehe, laufe ich Gefahr, zu viel zu verraten. Die Geschichte ist auf mehreren Ebenen clever geschrieben, denn die Handlung um „den Besonderen“ und das „Stück des Widerstands“ ist nur ein Aspekt des Films. Er schafft es unter anderem auch Gesellschaftskritik unterzubringen, etwa wenn alle die – reichlich unterbelichtet wirkende – Comedy-Serie „Wo ist meine Hose?“ so toll finden oder das Unterhaltungsradio nicht einfach nur immer dieselbe Musik spielt, sondern den ganzen Tag lang nur EIN Lied. Und das Lied natürlich – „Hier ist alles super!“ mit einer eingängigen Pop-Melodie. Aber auch vermeintliche Revoluzzer bekommen den Spiegel vorgehalten, etwa wenn das „Gegenlied“ (Wyldstyle nennt es „echte Musik“) eigentlich nur aus harten Gitarrenriffs besteht, über die Batman einzelne Phrasen aus seinem Leben brüllt („Dunkelheit!“ – „Schwarz!“ – „Keine Eltern!“ – „Stinkereich!“).

      Während des Films baut sich noch ein weiterer Plot im Hintergrund auf, den man aus bestimmten Anzeichen erahnen kann, der beim Höhepunkt der Handlung zum Tragen kommt, über den ich gar nicht so viel verraten möchte. Dieser Plot spiegelt quasi die Handlung in einem größeren Zusammenhang wieder und zielt auf die Hauptkonfrontation „starre Regeln“ versus „ungebremste Kreativität“ ab. Die Handlung passt von daher perfekt zu den LEGO-Steinen, denn mit denen kann man ja die ungebremste Kreativität voll ausleben.

      Oh ja, und beim Thema „Batman“ muss man natürlich über die vielen Anspielungen reden und die Figuren, die alle auftreten und dabei sich selbst parodieren. Batman ist nur einer davon, dazu kommen Superman, Green Lantern, Wonder Woman, Dumbledore, Gandalf und noch einige mehr. Hier hat der deutsche Kinozuschauer sogar noch einen Vorteil: Während im englischen Original nicht alle Originaldarsteller verwendet werden konnten (etwa weil wie im Fall Batman Christian Bale als Sprecher vermutlich zu teuer gewesen wäre), war das in der deutschen Fassung etwas unkomplizierter. Batman wird von David Nathan gesprochen (der diese Rolle auch in der „Dark Knight“-Trilogie synchronisierte), Gandalf von Eckart Dux (der Gandalf in den „Hobbit“-Filmen spricht) und es sind noch ein paar andere Bekannte dabei. Und natürlich wird „Bad Cop“, der im Original die Stimme von Liam Neeson hat, von dessen deutscher Synchronstimme Bernd Rumpf gesprochen. Wer wissen will, wer noch dabei ist, der markiere den Text nach der Spoilerwarnung, um ihn zu lesen:

      ACHTUNG, SPOILER! Es wird eine Szene verraten, die eine Überraschung enthält
      In einer Szene taucht der „Rasende Falke“ aus STAR WARS plötzlich auf. Als Besatzung sind an Bord Han Solo, C3PO und Lando Calrissian. Im Original werden nur Lando und C3PO von ihren Schauspielern (Anthony Daniels und Billy Dee Williams) gesprochen, Harrison Ford als Han wird durch Keith Ferguson ersetzt. Auf Deutsch sind allerdings alle drei Original-Synchronsprecher zu hören: Wolfgang Pampel (Solo), Frank Glaubrecht (Calrissian) und Joachim Tennstedt (C3PO). In dieser Szene ist übrigens auch Originalmusik aus STAR WARS von John Williams zu hören.

      Hat der Film denn auch etwas Negatives? Ja, leider ist die deutsche Fassung etwas uneinheitlich. Zwar hat man mit den Sprechern sehr aufgepasst, aber mit den visuellen Sachen wusste man nicht so recht, was man tun sollte. Die Zwischentitel sind alle übersetzt und manche von den Computerbildschirmen, aber andere Beschriftungen nicht. Dadurch funktioniert beispielsweise der Witz mit dem „Kragle“ im Deutschen leider nicht. Oder sagen wir, er funktioniert nur auf einer „Meta-Ebene“, dass man sich denkt, auf Englisch wäre das sicher ein netter Gag gewesen. Visuell hätte man mehr tun können. Vor allen Dingen am Ende, als die Handlung sehr schnell wird, lenken die englischen Beschriftungen der Bauanleitungen sehr ab, zumindest ist es mir so gegangen. Ich habe versucht, mich auf die Beschriftungen zu konzentrieren, ob da vielleicht noch ein Gag drin ist, und dabei nicht so sehr auf das geschaut, was sonst gerade passiert. Offenbar funktioniert das bei mir nicht so schnell, weil der Rest eben alles auf Deutsch ist und ich plötzlich auf Englisch umschalten sollte, und das bei einem Schriftzug, der gerade mal (gefühlt) eine Sekunde im Bild blieb. Dass man Beschriftungen ändert, gab es schon in anderen Animationsfilmen (zum Beispiel „Der Polar-Express“), es ist also nicht unmöglich. Gerade beim „Kragle“ – zumindest in den Szenen, in der dieser Gegenstand deutlich im Bild ist – hätte das den Film nochmal aufgewertet. Und vielleicht hätte man dann gleich auch den Titel übersetzen können.

      Aber dieser negative Punkt ist eigentlich eine Kleinigkeit und dass der Film in den USA mit Erfolg und Rekordbesucherzahl gestartet ist, ist wohlverdient. Es ist eine clever gemachte Handlung, die allerdings im Hinblick auf gerade jüngere Zuschauer nicht zu komplex ist. Im Gegenteil, die „Handlung hinter der Handlung“ zielt auf etwas ab, das gerade Kinder (und deren Eltern) sehr gut kennen dürften.

      Noch etwas zum 3D-Effekt: Der Film verzichtet freundlicherweise auf die klischeemäßigen Schreckeffekte, bei den wilden Verfolgungsjagden passt das 3D sehr gut dazu, ohne von der Handlung abzulenken. Aber auch in 2D dürfte „The LEGO Movie“ ein visuelles Fest sein (ich habe ihn in 3D gesehen).

      Der Film ist ab „0 Jahren“ und ist auch so zu empfehlen: Für die ganze Familie, für Jung und Alt. Oben bei den Filmdaten ist ein Link zu einem Vorschauvideo. Interessant ist dabei, dass Dialoge für dieses Video komplett umbearbeitet wurden. Als Emmett und Wyldstyle von Batman gerettet werden, fragt Emmett, ob es den „Batwing“ auch in Orange gäbe, worauf Batman erwidert, er arbeite „nur in Schwarz! Und manchmal in ganz, ganz dunklem Grau!“ Zwar sagt Batman den Satz mit dem „ganz, ganz dunklem Grau“ im Film tatsächlich, aber in einem anderen Zusammenhang und die Frage, ob es den „Batwing“ auch in Orange gäbe, kommt gar nicht vor.

      Eine kleine unnette Begegnung hatte ich dann aber doch noch, als ich aus dem Kino kam. Da prangte mir von einem Kinoplakat entgegen: „Für immer Single? Zu blöd für die Liebe„. Vielen Dank, liebes Kino! Das hätte an dem Abend nicht sein müssen.

      Technische Rezension: „Halloween“ von John Carpenter

      (c) Concorde
      (c) Concorde

      OT:                      HALLOWEEN
      Laufzeit:               91 Minuten
      FSK-Freigabe:     ab 16 Jahren
      Studio                  MGM
      Publisher:            Concorde
      Herstellungsjahr: USA 1978
      Disc:                    1 Blu-Ray
      Tonformate:        Deutsch  DTS-HD-MA 5.1 / DTS 2.0,  Englisch DTS-HD-MA 5.1 / DTS 2.0
      Bildformat:          2.35:1
      Extras:                 Wendecover ohne FSK-Logo
      Hauptdarsteller:   Donald Pleasence, Jamie Lee Curtis, Nancy Loomis u.a.
      Regie:                   John Carpenter

       

      Film:

      Nachdem in der Halloween-Nacht von 1963 der damals gerade einmal sechsjährige Michel Myers seine große Schwester mit einem Küchenmesser abgeschlachtet hat und daraufhin in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wurde gelingt, ihm 15 Jahre später die Flucht. Er kehrt an Halloween in seine Heimatstadt Haddonfield in Illinois zurück, um sein mörderisches Treiben fortzuführen. Dr. Sam Loomis, der Psychiater, der ihn in den letzten 15 Jahren betreute und der dessen Wahnsinn am besten kennt, macht sich nach Myers Flucht sofort nach Haddonfield auf, um dessen Bewohner zu warnen, die noch keine Ahnung davon haben welches Grauen in dieser Nacht auf sie zukommt.

       

      Info:

      Das Drehbuch, das John Carpenter und seine Partnerin Debra Hill für HALLOWEEN schrieben, entstand innerhalb von nur 10 Tagen und wurde bis auf einige wenige  Überarbeitungen und Verbesserungen auch genau so für den Film übernommen. Nur einige Wochen nach der Fertigstellung des Drehbuchs begannen dann auch schon die eigentlichen Dreharbeiten zum Film. HALLOWEEN wurde dabei innerhalb von nur drei Wochen mit einem Budget von gerade einmal, heutzutage lächerlichen, 300.000 Dollar gedreht, was  allerdings im Vergleich mit seinen bisherigen Filmen, dem Erstlingswerk „DARK STAR“ und seinem zweiten Film „ASSAULT ON PRECINCT 13“ eine geradezu gigantische Summe darstellte.

      Wie viele Filme dieser Zeit, wurde HALLOWEEN aufgrund seiner Gewaltdarstellungen, die heutzutage wohl niemanden mehr schockieren können und die sich meist sowieso eher im Dunklen abspielen, von der deutschen Justiz argwöhnisch gesehen und auf den Index gesetzt.

      In den letzten 12 Jahren erschienen von HALLOWEEN unzählige DVD-Editionen – wohl gemerkt, es geht hier nur um das Original von John Carpenter -, die auf unterschiedlichste Weise zensiert waren und welche auch in den verschiedensten Bildformaten, vom damals typischen 4:3-TV-Format über das 1.85:1 bis hin zum eigentlichen 2.35:1-Format erschienen. Das gleiche galt dabei auch für das Bonusmaterial, einige Releases hatten gar keines, andere wiederum hatten etwas und bei wiederum anderen ging es bis hin zu voll gepackten und luxuriösen 2-Disc-Editionen. Allein von HALLOWEEN gibt oder gab es zwischenzeitlich mindestens 15 verschiedene DVD und mit dem Release von Concorde auch schon die zweite Blu-Ray-Version, diese allerdings mit dem bisher besten Bild überhaupt.

      Nach Hitchcocks „PSYCHO“ gilt Carpenters „HALLOWEEN“ als Prototyp für alle bis heute erschienen Horrorfilme des Psycho-Killer-Genres. Auch Horrorikonen wie Freddy Krüger aus der „Nightmare On Elm Street“-, Jason VorHees aus der „Friday, The 13“-, der Ghostface-Killer aus der „Scream“-Filmreihe und nicht zuletzt auch die fast schon kultische  Figur des hochintelligenten kanibalistischen Psychiaters Hannibal Lecter verdanken ihren Erfolg Hitchcocks und Carpenters Werken.

      HALLOWEEN wurde im Laufe der Jahre mit vielen weiteren Fortsetzungen weitergeführt, welche in erster Linie auf den Kult des Originals aufsprangen aber nicht wirklich etwas dazu beisteuerten, außer noch mehr Blut und Gewaltszenen, welche sogar das Original häufig in ihrer Darstellung übertrafen, aber nie den eigentlichen Suspense, also das Grauen, das das Original hervorrief, zu erreichen.

      Am besten schneidet hier, von den jüngeren Fortsetzungen einmal abgesehen, noch HALLOWEEN II ab, der ebenfalls von John Carpenter, allerdings drei Jahre später, 1981, gedreht wurde. Dieser schließt mit den gleichen (überlebenden) Hauptdarstellern, direkt am Original an, da er mit den letzten Szenen des Erstlings beginnt und die Story im 2.Teil  weiter und auch zu Ende erzählt.

      Eine weitere Ausnahme ist auch HALLOWEEN III, da dieser zwar ebenfalls an Halloween spielt, aber mit der Handlung der ersten beiden Filme absolut nichts zu tun hat, da es hier vor allen Dingen um übersinnliche Vorkommnisse dreht, welche die Welt aus ihren Angeln heben würden.

      Interessant ist hierbei vielleicht auch noch, dass es für die damals noch junge Jamie Lee Curtis ihr erster Film überhaupt war und sie sich dadurch den recht fragwürdigen Titel einer „Scream-Queen“ einhandelte. Nach HALLOWEEN trat Sie noch in weiteren Horrorfilmen auf, bis sie es in den Achtzigern endlich schaffte, sich von ihrem Horror-Image zu lösen und sich einen guten Ruf als seriöse Schauspielerin aufzubauen, wenngleich Curtis auch immer mal wieder gerne in das Genre zurückkehrt mit dem sie bekannt geworden ist, wie z. B. in „HALLOWEEN H-20“ oder „VIRUS“.

       

      Bild:

      Das Bild ist für den mittlerweile 36 Jahre alten Film recht ordentlich remastert. Die Kompression funktioniert einwandfrei, die Farben sehen gut aus, wenngleich sie etwas mehr Strahlkraft verdient hätten. Der Schwarzwert ist sehr gut, allerdings könnte der Kontrast doch etwas besser sein, da es immer wieder vorkommt, dass einzelne Szenen in der Dunkelheit etwas versumpfen, zumindest jedoch ist diese HD-Abtastung um ein vielfaches besser als alles, was es bisher von Carpenters HALLOWEEN auf DVD und auch auf BD zu sehen gab.

      Zwar kein referenzwürdiges, aber alles in allem ein mehr als ordentliches Bild, wenngleich eine Steigerung noch möglich wäre.

       

      Ton:

      Der erweiterte deutsche und englische HD-Ton ist recht gelungen und bringt sowohl gute Toneffekte, als auch eine gute musikalische Untermalung in den rückwärtigen Kanälen mit. Einzig und allein die Stimmen wirken zu hoch und hin und wieder auch etwas zu blechern, ansonsten geht der Mix aber vollauf in Ordnung.

      Für Nostalgiker gibt es auch noch die alten Stereotonspuren in Deutsch und Englisch, die sich bis auf die zusätzlichen Effekte und die erweitere Musikalische Untermalung jedoch nicht wirklich großartig von den 5.1-Spuren  unterscheiden.

       

      Bonusmaterial:

      • Audiokommentar von Redisseur John Carpenter, Jamie Lee Curtis und Debra Hill,
      • Halloween-Interviews (12.23 Min):
      • An den Originalschauplätzen: 25 Jahre später (10.34 Min);
      • Die „Heiligen Stätten“ des Horrorgenres (17.45 Min);
      • Spots & Trailer:
            • Spot 1 (0.31 Min);
            • Spot 2 (0.32 Min);
            • Spot 3 (0.11 Min);
            • Originaltrailer 1 (2.32 Min)
            • Originaltrailer 1 (2.40 Min)
        • Programmtips:
              • John Carpenter’s “The Ward” (1.51 Min);
              • The Double (2.28 Min);
              • Horseman (2.01 Min);
              • Sorority Row – Schön bis in denTod (1.45 Min)
            •  

              Fazit:

              HALLOWEEN ist zweifelsohne einer der Klassiker des modernen Horrorgenres und mit der Concorde-Version besitzt der Film auch sein bisher bestes Bild, wenngleich auch hier noch eine Steigerung möglich wäre. Allerdings wann und ob überhaupt ein verbessertes Release erscheinet, steht in den Sternen, was bedeutet, dass diese Version wohl für die nächsten Jahre das Beste ist, was es zum kaufen gibt. Der Ton geht für einen 36 Jahre alten Film ebenfalls in Ordnung, das Bonusmaterial ist interessant, könnte aber mehr sein.

              Alles in allem aber eine sehr gute HD-Portierung dieses Horrorfilm-Klassikers. Für alle Horrorfilm-Freunde und natürlich für Carpenter-Fans.

               

              „John Carpenter’s Halloween“ kann man sich unter anderem hier bestellen:

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