Krautreporter – Okay, Ihr habt mich

Ich gebe ja zu, dass es Dinge gibt, über die ich so manches Mal schon nachgedacht habe im Hinblick auf den Journalismus. Ich habe zum Beispiel das elektronische Abonnement einer lokalen Tageszeitung, aber eigentlich nur, weil es einen Tabletcomputer zu dem Abonnement dazu gab. Die Zeitung habe ich die ersten Tage  online gelesen, mittlerweile aber nicht mehr. Irgendwas passt mir da nicht so.

Seit ich diesen Flop mit dem Dudelfunk erlebt habe, höre ich eigentlich nur noch Deutschlandradio. Okay, auch da gibt es zuweilen peinliche Ausrutscher, aber es werden sehr viel gut gemachte Reportagen und Formate ausgestrahlt. Viele Sachen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Und dann wünsche ich mir mehr davon. Ja! Jemand sollte mal was tun! Jawohl!

Dann auf einmal sehe ich mich in der Pflicht: Die Gründung der Journalismus-Plattform „Krautreporter“ wurde bekannt gegeben und um Unterstützung per Crowdfunding gebeten. Ja, dann macht mal… oh, ach ne, da bin ja auch ich gemeint. „Krautreporter“ möchte nach dem eigenen Selbstverständnis eine Plattform von Journalisten sein, die Reportagen, Recherchen, Porträts und Erklärstücke liefert, allerdings im Gegensatz zum „klassischen Journalismus“ unabhängig von Werbekunden (Stefan Niggemeier erklärt das in seinem Blog hier nochmal ausführlicher und poetischer). Das hat allerdings einen Preis, und zwar für denjenigen, der diese Reportagen, Recherchen, Porträts und Erklärstücke lesen bzw. sehen möchte: Man muss ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Dafür kommt „Krautreporter“ aber ohne Werbung aus.

Tja, und da stehe ich nun. Komisch, wenn sich manchmal Wünsche erfüllen. Mein Wunsch nach einer Fortsetzung (kein Reboot!!!) von „Raumpatrouille Orion“ hat sich in mehreren Jahrzehnten nicht erfüllt.  Dafür gibt es jetzt dieses Journalismusprojekt. Sicher, man weiß nicht, wie es werden wird. Wie denn auch, es soll ja erst entstehen. Aber es klingt gut und die Redaktion, wie sie auf der Webseite präsentiert wird, macht einen guten Eindruck.

Okay, Ihr habt mich! Ich wollte sowas haben, jetzt muss ich Farbe bekennen. Ich habe mich als Unterstützer eingetragen. Das bedeutet, dass ich im Erfolgsfall (also wenn das Projekt die angepeilte Anzahl von 15.000 Unterstützern erreicht) für das Jahresabonnement zahlen muss. Aber ich bin bereit, mir das mal anzusehen. Und vielleicht kann ich dann in ein paar Jahren mal sagen: „Ja, ich war dabei, bei den ersten fünfzehntausend!“

Wenn die geneigte Leserin oder der geneigte Leser sich ebenfalls für werbekundenunabhängigen Journalismus interessiert, dann gibt es hier mehr in Erfahrung zu bringen!

Europa ist nicht tolerant, Europa ist janusköpfig – ein Nachtrag zum ESC

Publikum: Buuuh! Buuuh!
Monty Burns: Rufen die „Buh“?
Mr Smithers: Aber nein, die rufen „Buörns!“
Monty Burns: (zum Publikum) Ruft Ihr „Buh!“ oder „Buörns!“?
Publikum: Buuuuh!
Hans Maulwurf: Ich hab aber „Buörns“ gerufen.

– „Die Simpsons“

Der römische Gott Janus wird mit zwei Gesichtern dargestellt, die in entgegen gesetzte Richtungen blicken. Wohlgemerkt, es ist nicht so, dass er zwei Köpfe hat. Er hat einen Kopf mit zwei Gesichtern. Es heißt, er kann damit sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft blicken. Deswegen ist der Monat „Januar“ nach ihm benannt, da man ja zum Jahreswechsel sowohl auf das vergangene Jahr zurückblickt, als auch gespannt darauf schaut, was das neue Jahr bringen wird. Allerdings hat sich von diesem Gott auch die nicht ganz so schmeichelhafte Vokabel „janusköpfig“ abgeleitet, mit der man Menschen umschreibt, die zwei Dinge tun oder zwei Meinungen vertreten, die sich komplett widersprechen. Oft geht es dabei um Unehrlichkeit, nämlich dass der entsprechenden Person dieser Widerspruch bewusst ist und sie es mit Absicht macht (zum Beispiel, um sich zwei Optionen offen zu halten). Aber es gibt auch die, denen der Widerspruch nicht auffällt, dem sie sich da hingeben. Und damit sind wir beim „Eurovision Song Contest“ angekommen.

Die eine Seite hat Stefan Niggemeier schon sehr schön aufgearbeitet: „Conchita Wurst punktete bei den Zuschauern in ganz Europa„. Für diejenigen, die die letzten 30 Stunden in einer zugenagelten Kiste ohne Kontakt zur Außenwelt verbracht haben: Österreich hat den ESC gewonnen und zwar mit dem Beitrag „Rise like a Phoenix“ von Conchita Wurst, eigentlich Tom Neuwirth, einem homosexuellen Travestiekünstler, der mit der Kunstfigur Conchita zum Nachdenken über das Anderssein anregen wollte. Und ganz offenbar ist ihm das gelungen. Stefan Niggemeier arbeitet in dem verlinkten Artikel sehr schön heraus, dass das Publikum relativ einhellig – manchmal im Gegensatz zu den jeweiligen Jurys – für diesen Beitrag stimmte. Möglicherweise hat Europa damit ein Zeichen für Toleranz gesetzt und möglicherweise (aber ich fürchte, das ist schon zu weit gedacht) haben es diejenigen, die bei den Homosexuellen-Rechten immer die Bremse reinhauen wollen, ein klein wenig schwerer, ihre Legitimation zu erklären.

Leider haben die Zuschauer gestern auch das hässliche Gesicht Europas gezeigt: Das der Intoleranz und Spaltung. Beim Voting von Russland wurde kräftig gebuht und auch so manche 12 Punkte für den russischen Beitrag wurde mit kräftigen Buh-Rufen begleitet. Gestern machte auf Twitter dann noch ein Witz die Runde, der sich von der Szene aus den „Simpsons“ ableitet, die ich an den Anfang dieses Beitrags gestellt habe. Kurz zur Erklärung: In dieser speziellen „Simpsons“-Episode finde in Springfield ein Filmfestival statt. Natürlich lässt auch Kernkraftwerksbesitzer und Multimilliardär Monty Burns einen Film produzieren, in dem er sich als Retter und Menschenfreund darstellen lässt, der am Ende sogar als Messias in den Himmel aufsteigt. Als der Film vorbei ist, kommt es zu der oben beschriebenen Szene, das Publikum buht, Smithers versucht, Burns zu überzeugen, dass sie ihm in Wahrheit mit „Buörns“-Rufen zujubeln (zur Erklärung, falls das nicht klar sein sollte: der Name „Burns“ wird auf Englisch natürlich „börns“ ausgesprochen). Aber der einzige, der wirklich „Buörns“ gerufen hat, ist Hans Maulwurf.

Angesichtes des ESC wurde diese Szene nun so abgewandelt[1]:

Publikum: Buuuuh! Buuuuh!
Vladimir Putin: Rufen die „Buh“?
Dmitri Medwedew: Aber nein! Die Rufen „Buhtin! Buhtin!“.
Vladimir Putin: (zum Publikum) Ruft Ihr „Buh!“ oder „Buhtin!“?
Publikum: Buuuuh!
Weißrussland: Ich hab aber „Buhtin“ gerufen.

Ja. Schade, Europa, aber irgendwas ist ja immer. Nicht nur dass die anti-russischen Ressentiments, mit denen unsere so genannten „Leitmedien“ uns seit Wochen bombardieren, sich offenbar gut verfangen haben, nein, man buht, weil eine Moderatorin aus Russland ein paar Zahlen verkündet, als sei sie Putin persönlich; und man buht Punktevergaben an eine russische Sängerin aus, als sie sie Putin persönlich. Und das ganze wird auch noch witzig gefunden. Individuen scheint es in Russland keine mehr zu geben, es gibt nur noch „Putin“. Zu Zeiten des kalten Krieges wurde immer vor „dem Iwan“ gewarnt, wenn man die UdSSR irgendwie personifizieren wollte und „der Russe“ einem zu unpersönlich schien. Heute ist es „der Putin“ – Gottseidank muss man nicht mehr auf fiktive Figuren wie den „Iwan“ zurückgreifen – und der Konflikt wird selbst in den ESC hinein getragen.

Mit anderen Worten: Die Stimmung ist so aufgeheizt, dass allein schon deswegen eine Lösung des Ukraine-Konflikts auf Gesprächsbasis vom Volk nicht mehr positiv aufgenommen werden wird. Man sieht es ja schon an den permanenten Kehrtwendungen, die die „Leitmedien“ vollziehen: Erst heißt es, Putin soll endlich mit der OSZE verhandeln, und wenn er Verhandlungsbereitschaft signalisiert, heißt es wieder, Putin würde nur taktieren. Ich sehe es schon kommen, dass jede friedliche Lösung dieses Konflikts, sollte sie überhaupt noch kommen, als „Kniefall vor Putin“ bewertet werden wird.

Und das ist die Quintessenz dessen, was man als „janusköpfig“ bezeichnet: Die Zuschauer des ESC mögen mit ihrem Entschluss, Conchita Wurst gewinnen zu lassen, wirklich ein Zeichen für Toleranz in der Gesellschaft gesetzt haben. Mit ihren Buh-Rufen für eine russische Sängerin und eine russische Moderatorin haben sie aber auch ein Zeichen der Engstirnigkeit gesetzt. Die Vielfalt, die auf der einen Seite in Form von Conchita Wurst bejubelt wird, wird auf der anderen Seite völlig negiert nach dem Motto: „Ihr Russen seid doch alle gleich!“

Mit beiden Seiten werden wir jetzt umgehen müssen. Denn ich sehe noch etwas anderes kommen: Die Stimmen jener, die die gesellschaftliche Vielfalt, wie sie auch durch Conchita Wurst dargestellt wird, ablehnen, werden lauter und schriller werden. Spätestens am Montag wird die konservative Medienlandschaft das Jagdhorn blasen. Natürlich auch – so wie in den vergangenen Wochen – gegen Putin, aber vermutlich wird das ESC-Ergebnis mit dazu kommen.

Und wetten: Irgendjemand holt wieder die alte Geschichte mit den osteuropäischen Ländern, die sich gegenseitig die Punkte zuschieben, aus dem Keller!

 

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[1] Wegen der Quelle: Ich habe diesen Witz gestern bzw. heute früh in meiner Twitter-Timeline gehabt, ihn dann aber nicht mehr wiedergefunden. Es war ein Re-Tweet, der Witz war ursprünglich auf Englisch. Falls jemand die Quelle kennt, bitte in die Kommentare eintragen.

Die Muppet Show – Gaststar: Rita Moreno

(c) Disney
(c) Disney

In dieser Folge der Muppet Show ist eine neue Sketch-Reihe zu sehen, außerdem gibt es einen „running gag“: Das Telefon hinter der Bühne klingelt und jedes Mal, wenn Fozzie dran geht, erlebt er eine Überraschung. Der in den 1970er Jahren in Deutschland unbekannte Begriff „running gag“, der in einer der Sequenzen auftaucht, wurde von Eberhard Storeck mit „ein durchlaufender Witz“ übersetzt.

Nummern

  • Titellied
  • Vor dem Vorhang: Kermit begrüßt das Publikum und kündigt Rita Moreno an
  • Nummer: Lateinamerikanischer Tanz in der Bar zu einer instrumentalen Version von „I get Ideas“ von Julio C. Sanders und Dorcas Cochran / Rita Moreno und Whatnot-Muppet
  • Hinter der Bühne: Das Telefon klingelt (1)
  • In der Tierklinik – Premiere; der Patient ist Fozzie
  • Hinter der Bühne: Das Telefon klingelt (2)
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (1)
  • Der dänische Küchenchef (neu gestaltet); der Koch bereitet heute Røbekøchen (Reibekuchen) zu
  • Hinter der Bühne: Das Telefon klingelt (3)
  • Im Ballsaal
  • Lied: „Nach Morgen“ („To Morrow“) von Bob Gibson / Das „Country-Trio“
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt die nächste Nummer an
  • Nummer: Marvin Suggs und das Muppaphone mit dem Lied „Lady of Spain“
  • Die Diskussionsrunde: „Ist Konversation eine aussterbende Kunst?“
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (2)
  • Hinter der Bühne: Das Telefon klingelt (4)
  • Die Muppet-Nachrichten
  • Kermit im Gespräch mit dem Gaststar / Rita Moreno, Kermit, Sweetums
  • Vor dem Vorhang: Sam der Adler kündigt Wayne und Wanda an
  • Lied: „Goody Goody“ / Wayne und Wanda (Lied von Matty Melneck)
  • Auf der Bühne: Fozzys Comedynummer
  • Lied: „Fever“ / Rita Moreno, Floyd und Tier (Lied von Eddie Cooley und John Davenport)
  • Vor dem Vorhang: Abschied von Rita Moreno
  • Abspann
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (3)

Der Gaststar

Rita Moreno; eigentlich Rosita Dolores Alverio (* 11. Dezember 1931 in Humacao, Puerto Rico), ist eine Schauspielerin, die sowohl am Broadway als auch in Hollywood Erfolge feierte und eine der wenigen, die einen Oscar, Grammy, Emmy sowie Tony-Award gewannen.

Im Alter von fünf Jahren zog Moreno mit ihrer Mutter nach New York City. Mit elf synchronisierte sie amerikanische Filme ins Spanische. Mit 13 hatte sie bereits ihre erste Broadway-Rolle, mit der sie die Aufmerksamkeit von Talentsuchern aus Hollywood auf sich zog. In den nächsten zehn Jahren spielte sie in verschiedenen Filmen.

Eine kleinere Rolle übertrug man ihr 1951 in Singin’ in the Rain, einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. 1961 spielte sie die Anita im Musicalfilm West Side Story. Sie gewann als erste Schauspielerin hispanischer Abstammung einen Oscar für die beste Nebenrolle und wurde auf der ganzen Welt bekannt.

Am 18. Juni 1965 heiratete sie Lenny Gordon, der bis zu seinem Tod 2010 ihr Ehemann und Manager war. Sie haben eine gemeinsame Tochter. [1]

Hintergrund

In der Show erleben wir eine Premiere und eine Neugestaltung. Die Premiere ist das Segment In der Tierklinik. Hier spielt Rolf Doktor Bob, einen „chirurgischen Orthopäden, der vor die Hunde gegangen ist“, Janice und Piggy spielen seine Krankenschwestern. Die Tierklinik-Sketche sind dabei voll mit Wortspielen, die sehr häufig sehr schwierig zu übersetzen waren. Später wurde die Ansage, die jedes Mal zu Beginn des Sketches gemacht wird, in „die Geschichte eines Quacksalbers, der vor die Hunde gegangen ist“ geändert.

Überarbeitet wurde der Sketch vom skandinavischen Küchenchef gegenüber seinem ersten Auftritt in „Sex & Violence„: die merkwürdigen asiatischen Untertitel und der eingeblendete Titel am Anfang wurden weg gelassen. Bei dieser Figur hat Storeck sich am meisten Freiheiten genommen. Im Original ist er Schwede und spricht eine künstliche Sprache namens „Børk“, die stark nach skandinavisiertem Englisch klingt (Donuts heißen dort zum Beispiel „Dønuts“). Außerdem ergibt der Singsang am Anfang jedes Sketches keinen Sinn, er plappert nur fröhlich irgendwelche Silben vor sich hin („du-da-dika-duu… murt murt murt“). In der deutschen Fassung wird aus ihm ein Däne, der Deutsch mit dänischem Akzent spricht, was Eberhard Storeck übrigens höchstselbst getan hat. Er hat sich auch die Phrasen einfallen lassen, die zu Kult wurden: die ständigen Verweise des Küchenchefs, er verwende eine „Ssspezialrezepten von die Tante Olsen“ und das gesungene Intro „Smørrebrød, Smørrebrød, røm pøm pøm pøm“ (Smørrebrød ist eine authentische dänische Spezialität!) statt des sinnlosen Originals „du-da-dika-duu“. Wenn man in manchen Folgen genau hinhört, wird man feststellen, dass man gerade bei den Küchenchef-Sketchen nicht nur das vom Tonband stammende Publikumsgelächter hört, sondern auch Mitarbeiter von Jim Henson, die sich ausschütten vor Lachen.

Eine besondere Stellung nimmt in der Muppet Show das so genannte „Country-Trio“ ein, das in dieser Folge „To Morrow“ singt, denn dabei handelt es sich um Puppen, die Muppet-Versionen ihrer jeweiligen Puppenspieler sind: Jim Henson (Muppet mit Vollbart und Banjo), Frank Oz (rothaariger Muppet mit Schnurrbart und Bass) und Jerry Nelson (Muppet mit Vollbart, Mütze und Gitarre).

Übersetzungshammer

Das Lied „To Morrow“ ist voller Wortspiele über die Verwechslung zwischen „to Morrow“ („nach Morrow“, Morrow ist eine tatsächlich existierende Stadt in Georgia, USA) und „tomorrow“ („morgen“), weil der Mann, der nach Morrow möchte, heute schon fahren will. Storeck überträgt das ganze recht gut, indem er Morrow einfach durch die fiktive Stadt „Morgen“ ersetzt.

Während der Schlussnummer redet Rita Moreno mit Tier, nachdem dieser das Schlagzeug zu heftig spielt. Sie spricht dabei Spanisch, übersetzt sagt sie: „Hör mal, Junge! Alles, was ich sagen will, ist dass Du das nicht tun solltest! Verstehst Du? Schau mich an, wenn ich mit Dir rede! Das ist meine Nummer, und wenn Du mich nochmal störst, werd ich Dir so fest eine reinhauen, dass Du blöd wirst. Komm runter!“ Sehr schön in dem Zusammenhang: Rita benutzt das Wort „bobo“, was „blöd“, aber auch „Idiot“ bedeutet. Der Name des Künstlers „DJ Bobo“ bedeutet auf Spanisch also „DJ Idiot“ (und ja, in einer Talkshow hat er zugegeben, dass ihm das bewusst ist).

Medien

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[1] Dieser Teil des Artikels stammt aus dem Wikipedia-Eintrag “Rita Moreno“, der unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar ist. Autoren siehe hier.

Die Muppet Show – Gaststar: Joel Grey

(c) Disney
(c) Disney

Die ersten Muppet Shows waren noch vom Ausprobieren geprägt, man versuchte mal dies und mal das. In dieser Ausgabe merkt man das daran, dass die Titelsequenz sich von den anderen Shows noch unterscheidet. Mitten im Titellied zeigt Kermit einige Ausschnitte dessen, was das Publikum in der heutigen Show zu sehen bekommen wird („…some stuff that looks like this…“). Dieses „das Publikum Neugierig machen“ wurde in keiner anderen Show mehr gemacht, stattdessen hatten spätere Folgen eine kleine Szene (den so genannten „Teaser“) vor dem Titellied, in der meistens dem Gaststar etwas merkwürdiges passierte. Das Titellied der Staffel 1 beinhaltete zudem einen Kurzgag von Fozzie Bär und endete mit Gonzo dem Großen, der den Schlussakkord auf einem Gong spielen möchte (der Gong ist dabei das „O“ des Schriftzugs „Muppet Show“), was ihm aber aus verschiedensten Gründen immer wieder misslingt.

Der „rote Faden“ der heutigen Show ist Fozzie, der seinen Auftritt als Spontankomiker trainieren möchte und die anderen Muppets damit nervt, dass er aus jedem Wort, das man ihm sagt, spontan einen Gag bildet.

Nummern

  • Titellied (wie bereits erwähnt mit „Vorschau“)
  • Vor dem Vorhang: Kermit erzählt von Joel Grey
  • Lied: „Comedy Tonight“ / die Muppet-Monster und Crazy Harry (aus dem Musical „A funny Thing happened on the Way to the Forum“)
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (1)
  • Hinter der Bühne: Fozzie übt seine Spontangags (1) / Kermit und Fozzie
  • Im Ballsaal
  • Die Muppet-Nachrichten (1)
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt eine Nummer mit Joel Grey an
  • Lied: „Willkommen, Bienvenue, Welcome“ / Joel Grey  und die Muppets (aus dem Musical „Cabaret„, Joel Grey hat das Lied in dem gleichnamigen Film ebenfalls gesungen)
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (2)
  • Hinter der Bühne: Fozzie übt seine Spontangags (2) / Hilda und Fozzie
  • Kermit im Gespräch mit Joel Grey
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (3)
  • Lied „Pachalafaka“ / zwei Whatnot-Muppets (Lied von Irving Taylor)
  • Vor dem Vorhang: Sam der Adler kündigt Wayne und Wanda an
  • Lied: „Stormy Wheather“ / Wayne und Wanda (Lied von Harold Arlen und Ted Koehler)
  • Auf dem Balkon: Waldorf und Statler (4)
  • Hinter der Bühne: Fozzie übt seine Spontangags (3) / Kermit, Hilda, George, Piggy und Fozzie
  • Joel Grey begegnet Gonzo dem Großen
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt Fozzies Nummer an
  • Fozzies Comedy-Nummer
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt ein Muppet-Theaterstück an
  • Theaterstück: „Sherlock Holmes und der Fall der verschwindenden Beweise“ / Rowlf (als Holmes), Baskerville (als Watson) und Gorgon Heap (als Butler)
  • Die Muppet-Nachrichten (2)
  • Vor dem Vorhang: Kermit kündigt Gonzo den Großen an
  • Nummer von Gonzo dem Großen: er demoliert zu den Klängen des Amboss-Chors (aus Verdis Oper „Il Trovatore“) einen Oldtimer mit einem Vorschlaghammer. Da das Publikum die Vorstellung nicht gefällt, kommt Joel Grey auf die Bühne, um ihn zu retten, und das führt zu:
  • Lied „Razzle-Dazzle“ / Joel Grey und die Muppets (aus dem Musical „Chicago„) -> „razzle dazzle“ bedeutet so vie wie „Ablenkung“ oder „Täuschungsmanöver“
  • Auf dem Balkon: Statler und Waldorf (5)
  • Vor dem Vorhang: Kermit und die Muppets nehmen Abschied von Joel Grey
  • Abspann
  • Auf dem Balkon: Statler und Waldorf (6)

Der Gaststar

Joel Grey (* 11. April 1932 in Cleveland, Ohio) ist ein Theater- und Filmschauspieler. Er ist einer der acht Schauspieler, denen es gelang, einen Tony Award wie auch einen Oscar für ein und dieselbe Rolle zu gewinnen. Er erhielt beide Auszeichnungen für die Rolle des Conferenciers im Musical „Cabaret“. Grey spielte diese Rolle zunächst am Broadway unter der Regie von Harold Prince und danach in der Verfilmung von Bob Fosse an der Seite von Liza Minnelli.

Joel Grey wirkte in zahlreichen Fernsehserien und Kinofilmen (u.a. 1976 in „Kein Koks für Sherlock Holmes“ und 1991 in „Kafka“) mit. Nach „Cabaret“ konnte er jedoch keinen vergleichbaren Erfolg mehr vorweisen. Im Jahr 2000 gehörte er neben der isländischen Popsängerin Björk und der Französin Catherine Deneuve zum Schauspielerensemble von Lars von Triers Film „Dancer in the Dark“, der bei den Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme erhielt.

Zuletzt war der Schauspieler 2003 wieder am Broadway zu sehen. Dort verkörperte er den Zauberer von Oz in dem Erfolgsmusical Wicked – Die Hexen von Oz an der Seite von Idina Menzel und Kristin Chenoweth.

Grey ist der Vater der Schauspielerin Jennifer Grey. [1]

Hintergrund

Nach zwei Anläufen hatte die Show nun ihr endgültiges Format und ihre Besetzung gefunden: Die Muppets produzieren Woche für Woche eine Vaudeville-Theater-Show mit einem Gaststar und der Fernsehzuschauer bekommt nicht nur mit, was auf der Bühne passiert, sondern blickt auch hinter die Kulissen. Nachdem in den ersten beiden Pilotfolgen die Präsentatoren noch andere Muppets waren, entschied Jim Henson sich dann doch dafür, Kermit zur Hauptfigur zu machen. Das Muppet-Ensemble bestand damit zu Beginn der Reihe aus folgenden Figuren:

Kermit: Ein Frosch, bekannt aus der „Sesamstraße“. In der „Muppet Show“ ist er mehr als einmal einem Nervenzusammenbruch nahe.

Rowlf: Ein Hund und die zweite Figur, die schon vor der „Muppet Show“ bekannt war. Rowlf trat unter anderem regelmäßig in der „Jimmy Dean Show“ auf.

Fozzie: Ein Bär, einer der Neuzugänge. Er ist der Komiker der Muppets, oder jedenfalls hält er sich dafür.

Gonzo der Große: Was er ist, wird erst in dem Film „Muppets aus dem All“ offenbart, davor wird er von anderen (vor allem Miss Piggy) gern als „Truthahn“ beschimpft. Er ist ein Aktionskünstler, dessen Nummern beim Publikum nicht immer gut ankommen.

Miss Piggy: Ein Schwein und die Diva der Show. Außerdem hat sie eine Schwäche für Kermit. Eine frühe Version von ihr (noch mit typischen „Schweinsäuglein“) ist schon in der Folge „Sex & Gewalt“ zu sehen.

Hilda: Ein Muppet in menschlicher Gestalt. Sie ist die Garderobendame der Show, die aber auch zu allem eine Meinung hat.

George: Ebenfalls ein menschlicher Muppet, der schon in beiden „Vor-Versionen“ der Show zu sehen war. Er ist der Hausmeister und liebt seinen Job.

Der Nachrichtensprecher: Noch ein menschlicher Muppet, in den ersten Folgen noch ohne, später mit Brille. Er hat des öfteren mit den Folgen der Nachrichten, die er verliest, zu kämpfen.

Mildred: Eine Art Mischung aus Mensch und Vogel mit lila Haut. Sie ist häufiger mit George zusammen zu sehen.

Doktor Goldzahn und seine Band: Die Band besteht aus Doktor Goldzahn (Keyboard), Janice (Gitarre), Floyd (Bassgitarre), Zoot (Saxophon) und Tier (Schlagzeug). An den Musikern der Muppet Show sieht man eins sehr schön: die meisten Muppets sind Linkshänder. Warum? Weil die meisten Puppenspieler Rechtshänder sind. Da die bevorzugte Hand (bei Rechtshändern eben rechts) auch die stärkere ist, steckt diese im Kopf eines Muppets. Damit hat der Puppenspieler nur noch die linke Hand frei, um die Hand des Muppets zu bedienen – eben vorzugsweise die Linke.

Sam der amerikanische Adler: …ist ein Adler, wie der Name sagt. Genau genommen ein Weißkopfseeadler, das Wappentier Amerikas. Er ist sehr patriotisch eingestellt, um nicht zu sagen, extrem konservativ.

Wayne und Wanda: Ein Gesangesduo, deren Gesangseinlagen immer wieder in einer Katastrophe enden.

Statler und Waldorf: Zwei ältere Herren, die eine Dauerkarte für die Loge des Theaters haben und Woche für Woche wiederkommen, obwohl sie durch ihre Kommentare deutlich machen, dass ihnen die Show nicht gefällt. Eine besondere Abneigung haben sie dabei gegen Fozzie.

Crazy Harry: …hieß aus Gründen, die heute keiner mehr weiß, in der Pilotfolge „Sex & Gewalt“ noch „Crazy Donald“. Er hat ein charakteristisches irres Lachen und reagiert immer dann, wenn jemand etwas sagt, das auch nur im Entferntesten mit Explosionen zu tun hat: Er drückt einen Auslöser und es kommt zu einer Explosion (typisch ist folgender Dialog: Kermit: „Die heutige Show ist ein echter Knaller!“ – Harry: „Hat hier jemand ‚Knaller‘ gesagt?“ Harry drückt den Auslöser, es gibt eine Explosion und Harry lacht).

Die Monster: Schon in der Sesamstraße brachte Jim Henson verschiedene Monster zum Einsatz (man denke nur an Krümel oder Grobi). Während die Monster in der Sesamstraße allerdings mehr dazu dienten, Kindern zu zeigen, dass nicht das Äußerliche wichtig ist, sind die Monster in der Muppet Show mehr das anarchische Element. Am bekanntesten dürfte Sweetums sein, das Riesenmonster mit dem großen Maul, das gerne alles mögliche auffrisst. Aber auch der in dieser Folge vorkommende Gorgon Heap hat einen ziemlich unstillbaren Appetit. Noch ein bekanntes Gesicht ist „Onkel Tödlich“, der in einer Folge sogar eine Hauptrolle spielen darf.

Whatnots und andere Muppets: „Whatnots“ nennt man die Muppets, die eine generell menschliche Grundform haben und durch Haare, Augen und Nase individualisiert werden. Gern nimmt man solche Figuren für einen Charakter, der nur einmal auftaucht. Allerdings wird der aufmerksame Zuschauer bemerken, dass es auch im Hintergrund Muppets gibt, die man zwar nicht kennenlernt, die aber regelmäßig aufkreuzen.

Das Titellied: Von dem „Muppet Show Theme“ wird behauptet, dass es dem Lied „Ich brauche keine Millionen“ von Peter Kreuder nachempfunden ist und Ähnlichkeiten lassen sich in der Tat nicht verleugnen. Neben der etwas besonderen Ausführung in dieser Episode änderte sich das Lied auch von Staffel zu Staffel. Text und Ausführung von Staffel 1 sahen wie folgt aus:

Kermit befindet sich im „o“ des Schriftzugs „Muppet Show“, der die ganze Bühne des Theaters einnimmt, und verkündet: „Und hier ist wieder die Muppet Show mit unserem heutigen Gaststar…“ und nennt den Namen des Gastes. Die Tafel mit dem Schriftzug wird hochgezogen, die Muppet-Band spielt das Titellied. Muppets kommen von links und rechts auf die Bühne und singen die erste Strophe:

Jetzt tanzen alle Puppen!Macht auf der Bühne Licht.
Macht Musik, bis der der Schuppen
Wackelt und zusammenbricht!

Schmeißt Euch in Frack und Fummel!
Und Vorhang auf – Hallo!
Freut Euch auf Spaß und Rummel
Der heut’gen Muppet Show!

Der Vorhang geht auf und Fozzie macht einen kurzen Gag. Dann schließt sich der Vorhang und Kermit tritt auf die Bühne. Er singt:

Ich komm gleich nochmal wieder.
Dann geh‘ ich, ist das klar?
Ich singe keine Lieder,
Ich präsentier den Star!

Es wird ein Ausschnitt mit dem jeweiligen Gaststar gezeigt, bevor zu den Muppets geschwenkt wird, die auf einer großen Pyramide sitzen, die im Verlauf der letzten Strophe hochgefahren wird. Das Lied geht weiter:

Kermit:

Aber jetzt geht’s los, jetzt kommt die…

Alle:

…sensationellteste, fabehalftelteste, blödelhaftelteste, muppetionelteste
Ja, jetzt kommt die Super Muppet Show!

Ganz oben auf der Pyramide sitzt Gonzo vor einem überdimensonalen „Muppet Show“-Schriftzug. Das „o“ von Show ist ein Gong und Gonzo versucht in jeder Show, den Schlussakkord des Titelliedes zu bringen, indem er den Gong schlägt. Das geht meistens spektakulär schief.

Und noch mehr…: Das Muppet-Universum wurde im Laufe der Zeit immer mehr erweitert. Auch kamen regelmäßige Serien dazu. Diese werde ich allerdings dann behandeln, wenn sie das erste Mal zu sehen sind.

Übersetzungshammer

Eberhard Storeck

zeichnete für die Übersetzung der Muppet Show verantwortlich und musste sich ein ums andere Mal mit wahren „Übersetzungshammern“ herumschlagen. Teilweise musste er sich Schlusspointen, Gags oder Nummern völlig neu ausdenken, weil sich diese einfach nicht ins Deutsche übertragen ließen. In dieser Folge sind natürlich die ganzen Wortspiele von Fozzie sehr kompliziert, doch der „Haupthammer“ ist die Nummer, in der Joel Grey Gonzo begegnet: Die beiden reden über Greys neues Auto und als Gonzo einen Satz von Grey sehr wörtlich nimmt (er fragt, ob Gonzo eine Runde drehen will, worauf Gonzo sich im Kreis dreht), meint Joel, das habe er nur im übertragenen Sinne und nicht wörtlich gemeint. Er bringt ein paar weitere Redewendungen als Beispiel und endet mit „one doesn’t talk through one’s hat“, worauf hin sich Greys Hut zu Wort meldet und meint, er könne auch sehr gut für sich selbst sprechen. „To talk through one’s hat“ bedeutet so viel wie „Unsinn reden“, Storeck musste das nun im Deutschen irgendwie mit dem sprechenden Hut in Verbindung bringen. Er lässt Grey nach einer Reihe von Redewedungen sagen: „Man spricht ja auch nicht wirklich durch die Blume, wenn man so sagt.“, worauf der Hut erwidert: „Es geht einem ja auch nicht wirklich der Hut hoch, vor allem, wenn man eine Mütze ist!“

 Medien

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[1] Dieser Teil des Artikels stammt aus dem Wikipedia-Eintrag „Joel Grey„, der unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar ist. Autoren siehe hier.

 

„Maleficent – Die dunkle Fee“: Ein paar Gedanken über Gut und Böse

(c) Walt Disney Pictures
(c) Walt Disney Pictures

Die letzten drei Tage haben wir über den Disney-Film „Maleficent – Die dunkle Fee“ berichtet, der am 29. Mai 2014 Premiere feiert (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Vorschau-Video). Ich möchte mich heute dem Thema des Films etwas nähern, denn es gibt hier einen Trend zu beobachten, den ich persönlich grundsätzlich gut finde. Ob er in „Maleficent“ auch gut umgesetzt ist, wird der Film dann beweisen müssen.

Schweifen wir dazu erstmal etwas ab von diesem Film und nehmen wir ein anderes Disney-Meisterwerk: „Aladdin“. Es ist die Nacherzählung der Geschichte „Aladin und die Wunderlampe“ aus der Sammlung „Geschichten aus 1001 Nacht“. In dem Film gibt es einen großen Widersache für den Helden: Dschafar (im Original „Jafar“ geschrieben), der sich der Wunderlampe bemächtigen will, um den Sultan anstelle des Sultans zu werden. Aber warum? Dschafar ist zu Beginn des Films bereits Großwesir, hat also schon eine gewisse hohe Stellung und – da er Magier ist – auch Macht. Warum will er Sultan werden? Und damals, als der Film erschien – 1992 -, wäre als Erklärung noch ausreichend gewesen: Na ja, er ist halt der Bösewicht, und solche Typen wollen immer mehr Macht haben, als sie derzeit besitzen. Ende der Erklärung.

„Ralph – Du Bösewicht! Aber das doch nicht heißt, Du auch… böser Wicht!“*

Es ist die simple Erklärung: Da gibt es das Böse, und es gibt Menschen, die dem Bösen verfallen. Meistens steckt hinter „dem Bösen“ auch eine Person, bei der christlichen Religion der Teufel, respektive Luzifer. In dieser einfachen Erklärung wird die Komplexizität des Menschen einfach geleugnet und teilweise mit Absicht die Augen vor der Möglichkeit verschlossen, dass in jedem Menschen das Potential zu einem „Bösewicht“ steckt. Es müssen nur die entsprechenden Umstände herrschen, und es kommt heraus. Mit der Psychoanalyse des 20. Jahrhunderts wurde dieser Bereich erstmals ernsthaft erforscht. Die Analytiker erkannten, dass es Zusammenhänge gibt etwa zwischen traumatischen – und auch nicht-traumatischen – Erfahrungen, die eine Person gemacht hat und der Persönlichkeit, die diese dann entwickelt. Kein Mensch ist „einfach böse“, er wird es durch bestimmte Sachen. Wobei das mit dem „böse sein“ an sich schon schwierig ist, denn: Wann genau hat man die Grenze überschritten und ist „böse“? Gerade im alltäglichen Leben ist das schwer zu erkennen, denn ich meine, wer hat schon eine dunkle Fee im Bekanntenkreis, die bei der Taufe des eigenen Nachwuchses erscheint und diesen verflucht?

Gleichzeitig wird dabei den Bösewichtern das „Mensch-sein“ abgesprochen. Okay, eine Fee kann im engeren Sinne sowieso nicht als „menschlich“ betrachtet werden, aber ich denke, es ist klar, worauf ich hinaus möchte. Nehmen wir als besseres Beispiel Scar aus „König der Löwen“, obwohl der per se auch kein Mensch ist. Aber er ist auch kein übernatürliches Wesen, im Gegensatz zu dem Magier Dschafar und der Fee Maleficent. Solchen Bösewichtern wird das „Normal-sein“ abgesprochen, sie sind eben böse, stehen unter dem Bann des Bösen, einer merkwürdigen, nicht greifbaren Macht. Und damit wurde festgelegt, dass man sie auch nicht zu verstehen braucht. Es gibt nichts zu verstehen, so hieß es, denn das ist eben „das Böse“.

Tatsächlich blieb das in den Disney-Filmen auch lange Zeit so, wie man am Beispiel Dschafar oder Scar sieht. Warum will Dschafar den Sultan absägen? Keine Ahnung. Warum trachtet Scar seinem Bruder nach dem Leben? Wird nicht erklärt. Warum ist Ursula, die Meerhexe aus „Arielle“, böse? Erfahren wir nicht. Und so weiter. Aus dieser Zeit fällt mir spontan nur ein Disney-Bösewicht ein, der einen Ansatz von Hintergrund zeigt (aber nicht mehr!): Prinz John Ohneland aus der animierten „Robin-Hood“-Version. Von ihm erfahren wir, dass er neidisch ist auf seinen Bruder Richard Löwenherz und deswegen unbedingt selbst König bleiben will.

In den 1990er Jahren änderte sich das langsam und die Bösewichte bekamen ihre eigene Hintergrundgeschichte. Die neueste Stufe dieser Entwicklung (zumindest was meine Beobachtungen betrifft) war der Roman „Wicked – Die Hexen von Oz„, aus dem 2003 ein Musical wurde. In diesem Buch wird die Geschichte des Films „Der Zauberer von Oz“ genauer beleuchtet, und zwar aus der Perspektive der „bösen“ Hexe des Westens. Hier wurde ein bekannter und in mehreren Werken als „böse“ dargesteller Charakter genommen und erklärt, was sie so hat werden lassen. Das Werk hält einige Überraschungen bereit, so zum Beispiel auch, dass der „Zauberer von Oz“ gar nicht so gut ist, wie man glaubt. Aber genau das ist das Thema: Menschen sind vielschichtig und komplex. Die „bösen“ genauso wie die „guten“.

Und wer sich anschaut, was „Wicked“ zeigt, der wird zweifellos auf die Parallelen zu „Maleficent“ kommen. Das ist auch das Wermutströpfchen, das ich jetzt schon bei der Disney-Produktion sehe: Das Déjà-Vue-Gefühl. Zwar handelt es sich dabei lediglich um das „Konzept“, von dem man sich hat inspirieren lassen, aber wenn man bedenkt, was Disney veranstaltet, was das Urheberrecht und dessen Auslegung betrifft, ist es ein wenig janusköpfig.

Nichtsdestotrotz hoffe ich persönlich, dass sich der Trend fortsetzt, der den Zuschauer auch etwas mehr fordert, nämlich dass Charaktere komplex dargestellt werden. „Maleficent“ ist da ein guter Schritt in die richtige Richtung, es wäre aber großartig, wenn das Konzept auch bei zukünftigen Entwürfen von Schurken und Helden beibehalten würde. Das heißt jetzt nicht, dass die ganzen Disney-Klassiker neu aus der Perspektive des Bösewichts verfilmt werden sollen, sondern dass bei den neuen Filmen da von Anfang an dran gedacht wird und es nicht wieder so sein wird, dass die einzige Motivation, die der Zuschauer erfährt, ein „ist halt so!“ bleibt.

Das ist natürlich auch ein Risiko. George Lucas hat für seine Prequel-Trilogie von STAR WARS viel Prügel einstecken müssen, unter anderem auch dafür, dass viele Dinge „irgendwie total anders“ sein. Nein, eigentlich nicht, sie haben Tiefe bekommen. Denn während bei den Originalfilmen die Fronten klar nach „schwarz“ und „weiß“ getrennt waren, ist das bei den Prequels gar nicht mehr so. Die Jedi machen Dinge, die nicht unbedingt so „gut“ sind und die Sith haben haben auch ein paar Punkte zu sagen, die einen zum Nachdenken bringen können. Aber um dieses Thema kümmere ich mich ein andermal. Und da Disney nun auch STAR WARS gehört, ist es auch in deren Verantwortung, es gutes draus zu machen.

Also hoffe ich auf mehr Schurken, die nicht einfach nur „böse“ sind, sondern hinter denen etwas steckt. Wie war das noch gleich?

„Ich bin böse und das ist gut. Ich werde niemals gut sein und das ist gar nicht schlimm. Es gibt keinen, der ich lieber sein möchte als ich.“*

 

* aus „Ralph reicht’s“

STAR WARS Episode VII: Darsteller bekannt gegeben

29. April, Pinewood Studios UK: Drehbuchautor/Regisseur/Produzent J.J. Abrams (oben Mitte) und die Schauspieler bei der Leseprobe zu Star Wars: Episode VII mit Harrison Ford, Daisy Ridley, Carrie Fisher, Peter Mayhew, Produzent Bryan Burk, Lucasfilm Präsidentin und Produzentin Kathleen Kennedy, Domhnall Gleeson, Anthony Daniels, Mark Hamill, Andy Serkis, Oscar Isaac, John Boyega, Adam Driver und Drehbuchautor Lawrence Kasdan (im Uhrzeigersinn von rechts). Copyright und Photo Credit: David James. Lucasfilm Ltd. & TM. All Rights Reserved.
29. April, Pinewood Studios UK: Drehbuchautor/Regisseur/Produzent J.J. Abrams (oben Mitte) und die Schauspieler bei der Leseprobe zu Star Wars: Episode VII mit Harrison Ford, Daisy Ridley, Carrie Fisher, Peter Mayhew, Produzent Bryan Burk, Lucasfilm Präsidentin und Produzentin Kathleen Kennedy, Domhnall Gleeson, Anthony Daniels, Mark Hamill, Andy Serkis, Oscar Isaac, John Boyega, Adam Driver und Drehbuchautor Lawrence Kasdan (im Uhrzeigersinn von rechts). Copyright und Photo Credit: David James. Lucasfilm Ltd. & TM. All Rights Reserved.

Ganz offiziell wurden heute die Darsteller bekannt gegeben, die in STAR WARS Episode VII mitspielen werden:

Die Schauspieler John Boyega, Daisy Ridley, Adam Driver, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson und Max von Sydow werden den Original Stars der Saga Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill, Anthony Daniels, Peter Mayhew und Kenny Baker im neuen Film zur Seite stehen.

Regisseur J.J. Abrams sagt: “Wir freuen uns sehr, endlich die Schauspieler von Star Wars: Episode VII bekannt geben zu können. Es ist aufregend und surreal zugleich, die beliebten Schauspieler der Original Saga und die großartigen neuen Darsteller dabei zu beobachten, wie sie diese Welt erneut zum Leben erwecken. Wir beginnen in einigen Wochen mit den Dreharbeiten und alle geben ihr Bestes, um die Fans stolz zu machen.“

Star Wars: Episode VII wird unter der Regie von J.J. Abrams, nach einem Drehbuch von Lawrence Kasdan und J.J. Abrams entstehen und wird von Kathleen Kennedy, J.J. Abrams und Bryan Burk produziert. John Williams kehrt als Komponist zurück. Der Film startet in Deutschland am 17. Dezember 2015.

Quelle: Lucasfilm Ltd. / Walt Disney Pictures

Die Muppet Show – Gaststar: Peter Alexander

(c) Disney
(c) Disney

Wie – was? Eine Muppet-Show mit Peter Alexander? Ja, tatsächlich, und damit bringen es die Muppets genau genommen sogar auf vier Pilotepisoden. Diese Folge sollte nämlich die Muppet-Show dem deutschen Fernsehpublikum nahebringen und war ein Segment von Peter Alexanders eigener Abend-Show „Peter Alexander präsentiert Spezialitäten“. Die Sendung wurde am 1. Dezember 1977 ausgestrahlt und die Muppets waren nicht das erste Mal bei ihm zu Gast: 1975 besuchte Peter Alexander die amerikanische Version der Sesamstraße. Das Muppet-Segment in dieser Show war ganze 18 Minuten lang (!!) und hatte alles, was die Show dann selber auch hatte, Titellied, Sketche… Teilweise waren diese aus der Show selbst entommen (wie etwa das Intro oder die Nummer „Mana Mana“), einige Teile wurden aber extra mit Peter Alexander und den Muppets in den Originalkulissen gefilmt. Natürlich steht Peter Alexander in dieser Show etwas mehr im Mittelpunkt als Gaststars das sonst tun, denn immerhin wurde das ganze im Rahmen seiner eigenen Show ausgestrahlt, aber auch dadurch sieht man, was für ein Showman Alexander war.

Werfen wir einen Blick auf diese Spezialfolge:

Nummern

  • Ankündigung von Kermit und Titellied „Jetzt tanzen alle Puppen…“
  • Kermit und Peter Alexander vor dem Vorhang / Ankündigung der Muppet Show „ab 3. Dezember [1977] jeden Samstag um 16.30 Uhr“
  • Vorstellung Miss Piggy / Fozzie Bär / Statler & Waldorf / dänischer Küchenchef
  • Lied „Mana Mana“
  • Hinter der Bühne: Peter Alexander, Kermit und Piggy
  • Lied „Kleines Comtesschen“ (Peter Alexander / Miss Piggy)
  • Der dänische Küchenchef: Salzburger Nockerln (mit Peter Alexander)
  • Lied „Frühling“ (Peter Alexander / Kermit; das Lied ist eine deutsche Fassung von „Feelings“ von Morris Albert)
  • Abschied / Lied „Dankeschön“ (Peter Alexander und die Muppets)

Übersetzung

Da gibt es hier gar nicht so viel zu sagen, immerhin war die Show in Deutsch produziert. Es wurden auch die gleichen deutschen Stimmen verwendet, wie letztlich in der Serie selbst. Es handelt sich um ein nettes, kleines Promostück für die Muppet Show, das einen guten Eindruck von der Sendung gibt. Wer es selbst einmal ansehen will, leider gibt es diese Spezialshow auf keiner der Muppet-DVDs, aber sie ist in zwei Teilen bei MyVideo hochgeladen:

Teil 1: http://www.myvideo.de/watch/7924248/Peter_Alexander_in_der_Muppets_Show_1

Teil 2: http://www.myvideo.de/watch/7926481/Peter_Alexander_in_der_Muppet_Show_2

 

„Die Muppet Show“ kann man unter anderem hier bestellen:

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Bei Dir stimmt’s doch daheim nicht! (3) – Jacqueline Sparrow

Das entwickelt sich jetzt wirklich zu einer kleinen Serie hier. Und wieder ein Fall, bei dem man sagen muss: „Bei Dir stimmt’s doch daheim nicht!“

Vielleicht hat die Dame, um die es hier geht, aber auch nur den Werbeslogan der Firma Lambrini zu wörtlich genommen, der lautet nämlich: „Lambrini girls just want to have fun.“ Lambrini ist eine englische Birnenmost-Marke. Besagte Dame hat nicht nur dem Birnenmost sehr zugesprochen, sondern auch noch Tollkirschen zu sich genommen, die – neben verschiedenen anderen Wirkungen – auch Halluzinationen verursachen. An diesem Abend – nach einer Zwei-Tages-Birnenmost-und-Tollkirschen-Tour – rief sie einen Rettungswagen, weil sie angeblich einen Anfall gehabt hatte. Als die Rettungsdienstler eintrafen, waren die Dame als auch ihr Begleiter renitent ihnen gegenüber. Da das Paar aber offensichtlich angetrunken war, wollten die Rettungsdienstler die Situation klären, nahmen Abstand und riefen aus Gründen des Eigenschutzes die Polizei dazu. Hinter dem Rücken der Paramedics kletterten die beiden auf eine kleine Flußfähre und lösten deren Haltetaue. Das Boot trieb – unter den verdutzten Augen der Paramedics und der mittlerweile eingetroffenen Polizei – daraufhin mit der Strömung des Flusses mit. Während die Fähre in verschiedene andere Boote krachte, rief die Dame laut:

„Ich bin Jack Sparrow! Ich bin ein Pirat!“

In dem Fall kann ich nur sagen: „Ihr seid der schlechteste Pirat, von dem ich je gehört habe!“ Ein Aufgebot von Polizei, Wasserschutzpolizei und Küstenwache stoppte die Kaperfahrt und verhaftete die Dame. Sie wurde zu 122 Tagen Gefängnis verurteilt. Jack Sparrow hätte an der Stelle wahrscheinlich gesagt: „Aaaaaber Ihr habt von mir gehört!“ Ihr Begleiter bekam eine Strafe in Höhe von 100 Pfund aufgebrummt, weil er einen Paramedic angegriffen hat. Ob er ebenfalls wegen des Schiffsdiebstahls verurteil wurde, geht aus dem Bericht leider nicht hervor.

Also, jetzt wissen wir, warum die „Tollkirsche“ so heißt, sie macht „toll“. Dabei handelt es sich um die ursprüngliche Verwendung dieses Wortes, wie es auch noch in „Tollwut“ vorkommt und bezieht sich auf die „Wildheit“, die Menschen an den Tag legen, wenn die Halluzinogene der Tollkirsche wirken. Da klaut man dann schon mal eine Fähre, weil man sich für Jack Sparrow hält.

Die ganze Geschichte steht hier: —-> DailyRecord.co.uk

Die Muppet Show: Sex & Gewalt

(c) Disney
(c) Disney

Die „Muppet Valentine Show“ war 1974 von ABC als Special ausgestrahlt worden und erfolgreich genug, dass Henson sich an einem zweiten Pilotfilm versuchen durfte. Gegenüber der „Valentine Show“ wurden ein paar Änderungen vorgenommen und neue Figuren eingeführt. „Sex & Violence“ ist dabei näher am endgültigen Konzept, auch wenn es in dieser Folge keinen Gaststar gibt.

The Muppet Show: Sex & Violence

Auch in dieser Folge moderiert nicht Kermit, sondern eine neue Figur mit Namen Nigel (der später in der Serie das Muppet-Orchester leitet). Die ganze Sendung spielt sich hinter der Bühne der eigentlichen Show ab, die darum geht, dass die tödlichste der Sieben Todsünden gewählt werden soll. Die Sketche springen hin und her, wozu Nigel lapidar meint, dass man sich daran schon gewöhnen wird. Mit der Tanzszene im Ballsall und dem skandinavischen Küchenchef (der teilweise asiatische Untertitel hat) sind aber schon Konzepte vorhanden, die später in die Show übernommen wurden. Jim Henson spielt zudem mit der Herkunft der Puppen: In einer Ballsaalszene sagt Kermit zu seiner Tanzpartnerin, er könne sie als Darstellerin in einer Bildungssendung für Kinder (er meint die „Sesamstraße“) unterbringen, in der nächsten ist Bert aus der „Sesamstraße“ zu sehen, der mit einer weiblichen Version von Ernie tanzt und in der dritten Ballsaalszene beklagt sich der Hund Rowlf, dass er früher mit Jimmy Dean gearbeitet habe, sich heute aber niemand mehr an ihn erinnere (Rowlfs erster regelmäßiger Auftritt fand in der „Jimmy Dean Show“ statt). Auch Statler und Waldorf, die ewig nörgelnden Greise, gibt es schon, sie sitzen allerdings nicht in einer Theaterloge, sondern zu Hause auf zwei Lehnsesseln.

Nummern

  • Titel
  • Nigel führt durch die Räume der Muppet-Show und stellt ein paar Charaktere vor
  • Die Weisheit der Vorväter, Teil 1
  • Im Ballsaal, Teil 1
  • Ringersketch, Teil 1
  • Der Küchenchef, Teil 1 (mit Titel als „Järnvägskorsning“ bezeichnet)
  • Nigel und Sam spielen Dame – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 1
  • Doktor Goldzahn und Band: „Love Ya to Death“ (Eigenkomposition von Joe Raposo)
  • Waldorf & Statler
  • Im Ballsaal, Teil 2
  • Ringersketch, Teil 2
  • Der Küchenchef, Teil 2
  • Vogelsketch
  • Nigel und Sam spielen Karten – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 2
  • Die Weisheit der Vorväter, Teil 2
  • Das Theater der Dinge
  • Monster-Sketch
  • Im Ballsaal, Teil 3
  • Waldorf & Statler
  • Ringersketch, Teil 3
  • Floyd und Sam spielen Schach – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 3
  • Filme im Fokus: „Rückkehr unter den Planeten der Schweine“ (Parodie auf „Planet der Affen“)
  • Nigel und Sam spielen Scrabble – Wettbewerb der sieben Todsünden, Teil 4
  • Der Küchenchef, Teil 3
  • Die Weisheit der Vorväter, Teil 3
  • Im Ballsaal, Teil 4
  • Ringersketch, Teil 4
  • Waldorf & Statler
  • Wettbewerb der sieben Todsünden – Ende

Übersetzungshammer

Es gab auch von dieser Sendung eine deutsche Version, die ebenfalls außer der Reihe irgendwann im Fernsehen lief, aber daran kann ich mich kaum noch erinnern. Insofern weiß ich nicht, wie die Übersetzung die Klippen der Wortspiele umschifft haben, die in dieser Folge wie ein Trommelfeuer auf den Zuschauer einprasseln und zum Brüllen komisch sind: der Vogelsketch, in dem die Vögel als Laute verschiedene englische Phrasen von sich geben („Whadda ya say?“ – „For cryin‘ out loud!“ – „Oh, really?“ – „You know.“ – „Oh boy!“ – „Right on right on!“); „Die Weisheit der Vorväter“, wo sich die Steinköpfe vom Monument von Mount Rushmore miteinander unterhalten (und George Washington nie den Gag versteht); oder das „Theater der Dinge“, in dem ein Lineal (englisch „ruler“) zum neuen Herrscher (englisch „ruler“) der Bleistifte ausgerufen wird.

„Sex & Violence“ ist als Bonus-Episode dem Box-Set der ersten Staffel der Muppet Show zugegeben. In der deutschen Fassung ist die Folge original mit Untertiteln.

 

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