Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.
IMAGA hat offiziell den Erscheinungstermin des zweiten Teils der Hörspielreihe „STAR WARS – Das letzte Kommando“ bestätigt, es ist der 25. April 2014. Der Titel dieses Teils ist „Allianz der Schmuggler“. Um Leia und ihre Zwillinge in seine Gewalt zu bringen, schlägt Großadmiral Thrawn dort zu, wo es niemand erwartet – auf Coruscant. Er betraut ein imperiales Geheimkommando mit der Entführung. Thrawn weiß, dass er nicht verlieren kann, denn selbst wenn seine Männer scheitern, wird eine andere teuflische Falle zuschnappen. Eine Falle, aus der sich Mara Jade nicht wird befreien können.
Das Hörspiel ist in gewohnter Art mit den Original-Synchronsprechern der ursprünglichen Trilogie, den Soundeffekten von LucasArts und der Musik von John Williams produziert. Verantwortlich zeichnet wiederum Oliver Döring.
Originaltitel: The LEGO Movie Studio: Warner Bros. / Warner Animation Altersfreigabe: Ab 0 Jahren Sprecher: Patrick Schröder, David Nathan, Maren Rainer, Uwe Büschken, Bernd Rumpf und andere Eine Vorschau zum Film gibt’s hier.
Inhalt
Eine Welt, die komplett aus LEGO besteht: Hier stiehlt der finstere Lord Business den „Kragle“, die ultimative Waffe, die der Magier Vitruvius beschützt hat. Doch Vitruvius warnt Business, es gibt eine Prophezeiung von „dem Besonderen“, der kommen wird und mit dem „Stück des Widerstands“ den Kragle außer Gefecht setzt. Lord Business gibt nichts auf die Prophezeiung und achteinhalb Jahre später arbeitet er als „Präsident“ Business an der Verwirklichung seines Plans: Alles in der LEGO-Stadt Steinstadt soll genau so sein und bleiben, wie es die Bauanleitung vorschreibt. Nichts soll sich ändern. Dazu hat Business einige Maßnahmen ergriffen und die Bevölkerung einer wahren Gehirnwäsche unterzogen: Es gibt für alles und jeden eine Anleitung, im Fernsehen ist die Comedy „Wo ist meine Hose?“ der große Hit und das Radio spielt den ganzen Tag nur ein und dasselbe Lied mit dem Titel „Hier ist alles super!“ Ein typisch angepasster Bürger von Steinstadt ist Emmett, der sich immer ganz korrekt an die zahlreichen Anleitungen hält und auf eine der zahlreichen Baustellen arbeitet. Lord Business lässt alles abreißen, was ihm zu chaotisch erscheint und ganz korrekt nach den Bauanleitungen wieder aufbauen. Als Emmett eines Abends seiner Anleitung nachläuft, die ihm ein Windstoss aus der Hand gerissen hat, trifft er auf der Baustelle eine Gestalt, die sich als die weibliche LEGO-Figur Wyldstyle entpuppt. Wyldstyle ist auf der Suche nach dem „Stück des Widerstands“, das sie mittels eines Geräts auf der Baustelle geortet hat. Emmet läuft ihr nach und stürzt in ein Loch. Dort findet er das „Stück des Widerstands“. Als er es berührt, hat er merkwürdige Visionen und wird bewusstlos. Er wacht in Polizeigewahrsam auf und wird von dem leicht schizophrenen „Good Cop / Bad Cop“ verhört. Das „Stück des Widerstands“ klebt auf Emmetts Rücken und damit ist klar: er muss „der Besondere“ sein, von dem die Prophezeiung spricht. Lord Business möchte ihn hinrichten lassen, doch Wyldstyle kann ihn retten. Emmett und Wyldstyle müssen nun den Magier Vitruvius und die Meisterbauer finden, um Lord Business aufzuhalten. Auf der wilden Jagd stehen ihnen solche Figuren wie Batman, Green Lantern, Superman, das Einhorn-Kitty und der Pirat Eisenbart zur Seite. Die Zeit drängt, denn am Taco-Dienstag will Lord Business den Kragle zum Einsatz bringen…
Rezension
Hollywood, SO macht man Filme! „The LEGO Movie“ ist ein Film, der visuelles Spektakel und eine gute Geschichte miteinander verbindet. Denn das, was ich oben als Inhaltsbeschreibung geschrieben habe, deckt nur einen Teil der Handlung ab, aber wenn ich mehr ins Detail gehe, laufe ich Gefahr, zu viel zu verraten. Die Geschichte ist auf mehreren Ebenen clever geschrieben, denn die Handlung um „den Besonderen“ und das „Stück des Widerstands“ ist nur ein Aspekt des Films. Er schafft es unter anderem auch Gesellschaftskritik unterzubringen, etwa wenn alle die – reichlich unterbelichtet wirkende – Comedy-Serie „Wo ist meine Hose?“ so toll finden oder das Unterhaltungsradio nicht einfach nur immer dieselbe Musik spielt, sondern den ganzen Tag lang nur EIN Lied. Und das Lied natürlich – „Hier ist alles super!“ mit einer eingängigen Pop-Melodie. Aber auch vermeintliche Revoluzzer bekommen den Spiegel vorgehalten, etwa wenn das „Gegenlied“ (Wyldstyle nennt es „echte Musik“) eigentlich nur aus harten Gitarrenriffs besteht, über die Batman einzelne Phrasen aus seinem Leben brüllt („Dunkelheit!“ – „Schwarz!“ – „Keine Eltern!“ – „Stinkereich!“).
Während des Films baut sich noch ein weiterer Plot im Hintergrund auf, den man aus bestimmten Anzeichen erahnen kann, der beim Höhepunkt der Handlung zum Tragen kommt, über den ich gar nicht so viel verraten möchte. Dieser Plot spiegelt quasi die Handlung in einem größeren Zusammenhang wieder und zielt auf die Hauptkonfrontation „starre Regeln“ versus „ungebremste Kreativität“ ab. Die Handlung passt von daher perfekt zu den LEGO-Steinen, denn mit denen kann man ja die ungebremste Kreativität voll ausleben.
Oh ja, und beim Thema „Batman“ muss man natürlich über die vielen Anspielungen reden und die Figuren, die alle auftreten und dabei sich selbst parodieren. Batman ist nur einer davon, dazu kommen Superman, Green Lantern, Wonder Woman, Dumbledore, Gandalf und noch einige mehr. Hier hat der deutsche Kinozuschauer sogar noch einen Vorteil: Während im englischen Original nicht alle Originaldarsteller verwendet werden konnten (etwa weil wie im Fall Batman Christian Bale als Sprecher vermutlich zu teuer gewesen wäre), war das in der deutschen Fassung etwas unkomplizierter. Batman wird von David Nathan gesprochen (der diese Rolle auch in der „Dark Knight“-Trilogie synchronisierte), Gandalf von Eckart Dux (der Gandalf in den „Hobbit“-Filmen spricht) und es sind noch ein paar andere Bekannte dabei. Und natürlich wird „Bad Cop“, der im Original die Stimme von Liam Neeson hat, von dessen deutscher Synchronstimme Bernd Rumpf gesprochen. Wer wissen will, wer noch dabei ist, der markiere den Text nach der Spoilerwarnung, um ihn zu lesen:
ACHTUNG, SPOILER! Es wird eine Szene verraten, die eine Überraschung enthält In einer Szene taucht der „Rasende Falke“ aus STAR WARS plötzlich auf. Als Besatzung sind an Bord Han Solo, C3PO und Lando Calrissian. Im Original werden nur Lando und C3PO von ihren Schauspielern (Anthony Daniels und Billy Dee Williams) gesprochen, Harrison Ford als Han wird durch Keith Ferguson ersetzt. Auf Deutsch sind allerdings alle drei Original-Synchronsprecher zu hören: Wolfgang Pampel (Solo), Frank Glaubrecht (Calrissian) und Joachim Tennstedt (C3PO). In dieser Szene ist übrigens auch Originalmusik aus STAR WARS von John Williams zu hören.
Hat der Film denn auch etwas Negatives? Ja, leider ist die deutsche Fassung etwas uneinheitlich. Zwar hat man mit den Sprechern sehr aufgepasst, aber mit den visuellen Sachen wusste man nicht so recht, was man tun sollte. Die Zwischentitel sind alle übersetzt und manche von den Computerbildschirmen, aber andere Beschriftungen nicht. Dadurch funktioniert beispielsweise der Witz mit dem „Kragle“ im Deutschen leider nicht. Oder sagen wir, er funktioniert nur auf einer „Meta-Ebene“, dass man sich denkt, auf Englisch wäre das sicher ein netter Gag gewesen. Visuell hätte man mehr tun können. Vor allen Dingen am Ende, als die Handlung sehr schnell wird, lenken die englischen Beschriftungen der Bauanleitungen sehr ab, zumindest ist es mir so gegangen. Ich habe versucht, mich auf die Beschriftungen zu konzentrieren, ob da vielleicht noch ein Gag drin ist, und dabei nicht so sehr auf das geschaut, was sonst gerade passiert. Offenbar funktioniert das bei mir nicht so schnell, weil der Rest eben alles auf Deutsch ist und ich plötzlich auf Englisch umschalten sollte, und das bei einem Schriftzug, der gerade mal (gefühlt) eine Sekunde im Bild blieb. Dass man Beschriftungen ändert, gab es schon in anderen Animationsfilmen (zum Beispiel „Der Polar-Express“), es ist also nicht unmöglich. Gerade beim „Kragle“ – zumindest in den Szenen, in der dieser Gegenstand deutlich im Bild ist – hätte das den Film nochmal aufgewertet. Und vielleicht hätte man dann gleich auch den Titel übersetzen können.
Aber dieser negative Punkt ist eigentlich eine Kleinigkeit und dass der Film in den USA mit Erfolg und Rekordbesucherzahl gestartet ist, ist wohlverdient. Es ist eine clever gemachte Handlung, die allerdings im Hinblick auf gerade jüngere Zuschauer nicht zu komplex ist. Im Gegenteil, die „Handlung hinter der Handlung“ zielt auf etwas ab, das gerade Kinder (und deren Eltern) sehr gut kennen dürften.
Noch etwas zum 3D-Effekt: Der Film verzichtet freundlicherweise auf die klischeemäßigen Schreckeffekte, bei den wilden Verfolgungsjagden passt das 3D sehr gut dazu, ohne von der Handlung abzulenken. Aber auch in 2D dürfte „The LEGO Movie“ ein visuelles Fest sein (ich habe ihn in 3D gesehen).
Der Film ist ab „0 Jahren“ und ist auch so zu empfehlen: Für die ganze Familie, für Jung und Alt. Oben bei den Filmdaten ist ein Link zu einem Vorschauvideo. Interessant ist dabei, dass Dialoge für dieses Video komplett umbearbeitet wurden. Als Emmett und Wyldstyle von Batman gerettet werden, fragt Emmett, ob es den „Batwing“ auch in Orange gäbe, worauf Batman erwidert, er arbeite „nur in Schwarz! Und manchmal in ganz, ganz dunklem Grau!“ Zwar sagt Batman den Satz mit dem „ganz, ganz dunklem Grau“ im Film tatsächlich, aber in einem anderen Zusammenhang und die Frage, ob es den „Batwing“ auch in Orange gäbe, kommt gar nicht vor.
Eine kleine unnette Begegnung hatte ich dann aber doch noch, als ich aus dem Kino kam. Da prangte mir von einem Kinoplakat entgegen: „Für immer Single? Zu blöd für die Liebe„. Vielen Dank, liebes Kino! Das hätte an dem Abend nicht sein müssen.
„Ein Mann wollte seine Schuhe anzünden, seither dürfen wir alle Barfuß über den Flughafen laufen!“ Das sagt Mac Taylor in „CSI: NY“ über die Paranoia um terroristische Anschläge, die seit dem 11. September 2001 immer wieder neue Blüten treibt. Allenthalben wurde auch kritisiert, dass die Geheimdienste und die Einwanderungsbehörden immer neue Befugnisse bekommen, die niemand so richtig überwachen kann.
Wie richtig diese Kritik ist, zeigt ein Fall aus England, der einen mal wieder den Satz „Bei Dir stimmt’s doch daheim nicht!“ ausrufen lässt: Ein Mitarbeiter der dortigen Einwanderungsbehörde hatte eine Idee, wie er es seiner aus Pakistan stammenden Frau mal so richtig heimzahlen und sie gleichzeitig loswerden konnte. Als diese ihre Familie in Pakistan besuchte, setzte er sie nämlich einfach auf eine Beobachtungsliste für Terrorverdächtige. Das führte dazu, dass sie drei Jahre lang (!!) Pakistan nicht in Richtung England verlassen durfte. Die Sache flog erst auf, als der Mitarbeiter zur Beförderung vorgeschlagen wurde. Mit dieser Beförderung wäre er in eine höhere Sicherheitsstufe gekommen und wurde überprüft. Dabei stellten seine Vorgesetzten fest, dass seine Frau auf der Beobachtungsliste steht. Damit konfrontiert gab der Mitarbeiter die Manipulation zu. Statt eine Beförderung zu bekommen, wurde er entlassen.
Und mal wieder kann man diesen alten lateinischen Spruch bringen: „Quis custodiet ipsos custodes?“ (Juvenal: „Satiren“) – „Wer überwacht die Überwacher?“ Offenbar niemand.
Über Londons Straßen senkt sich dichter Nebel Und schlägt Big Ben zur Mitternacht Setzen Gangster in Bewegung alle Hebel Bald ist die böse Tat vollbracht.
Wenn die Gangster sind auf Draht Gerät in Aufruhr Scotland Yard Gerät in Aufruhr Scotland Yard.
Edgar Wallace, bekannt durch seine gruseligen Krimiromane und – zumindest in Deutschland – durch die daraus entstandenen Filme, soll was für Kinder sein? Das war in den 1980er Jahren eine der ersten Reaktionen, als die Eltern am Hörspielstand die Folgen einer neuen Reihe des Labels „Maritim“ (die unter anderem auch „Tim und Struppi“ vertonten) sahen. Diese Eltern kannten die Wallace-Filme nur zu gut und wussten, wie unheimlich sie waren. Aber nein, es war kein Irrtum: Die Hörspielbearbeitung von Maritim wandte sich gezielt an Kinder und Jugendliche.
Und dann kommt Scotland Yard auch schon auf Touren Ist an des Verbrechens Stelle Sichert Fingerabdruck und die Reifenspuren Will den Täter auf die Schnelle.
Kommt man nicht so recht in Fahrt Gerät in Aufruhr Scotland Yard Gerät in Aufruhr Scotland Yard.
Nicht weniger als 123 Kriminalromane hat Wallace geschrieben, 38 davon wurden in Deutschland aufwändig verfilmt und formten einen eigenen Stil. Außerdem schien es eine Gesetzmäßigkeit zu sein, dass entweder Klaus Kinski, Joachim Fuchsberger, Eddi Arent oder Heinz Drache mitspielten. Oder auch mehrere dieser Schauspieler zusammen.
Hier klicken, um den Inhalt von banners.itunes.apple.com anzuzeigen.
Für die Bearbeitung als Jugendhörspiel mussten die Wallace-Krimis etwas „entschärft“ werden, denn immerhin hatten die Originalfilme damals im Kino wegen ihrer Brutalität eine Altersfreigabe ab 16 Jahren. Man fügte etwas mehr Leichtigkeit und Humor dazu, ohne allerdings eine für die Filme typische Eddi-Arent-Figur einzuführen. Und im Gegensatz zu den Vorlagen, wo in fast jeder Geschichte andere Ermittler am Werk waren, arbeiteten in den Hörspielen die selben Detektive mehrmals.
Aus den Filmen wurde der Anfang des Titellieds übernommen. Eine dunkle Stimme sagt: „Hier spricht Edgar Wallace!“, dann fallen Schüsse. Im Gegensatz zu Peter Thomas‘ dramatischer bis drastischer Filmmusik dient das – gesungene – Titellied der Hörspielreihe mehr zur Einstimmung und Einführung, denn in der dritten Strophe wurde verraten, welche Ermittler in dieser Folge an der Arbeit sind.
Weiß man nicht weiter, muss Inspektor Jenkins her Und mit ihm kommen Nick und Nicky. Kein Kriminalfall war den dreien je zu schwer Sie lösen alle Fälle quicky.
Sind die Gangster wohl verwahrt Freut man sich bei Scotland Yard Dann freut man sich bei Scotland Yard.
Hier klicken, um den Inhalt von banners.itunes.apple.com anzuzeigen.
Das Team, das in den ersten Folgen ermitteln darf, besteht aus Chefinspektor Joe Jenkins, seinem Assistenten Inspektor Elford und Jenkins‘ Neffen und Nichte Nick und Nicky. Jenkins wurde von Manfred Krug gesprochen (der später einen Tatortkommissar spielte), Elford von Günter Lüdke. Elford ist auch der einzige des Teams, der tatsächlich einem Wallace-Roman entstammt („Der Zinker“, dort ist er sogar der Hauptermittler), Jenkins, Nick und Nicky wurden für das Hörspiel erfunden. Nick hatte eine recht bekannte Stimme, nämlich die von Sascha Draeger (damals bekannt als Tarzan / Tim von „TKKG“, heute unter anderem auch als Synchronsprecher für Dean Cain – „Lois & Clark“). Die Kinder wurden offenbar mit dazuerfunden, damit das Publikum, das angesprochen werden sollte, zwei Identifikationsfiguren haben würde.
Vier Folgen lang durfte das Dreierteam – unterstützt von dem Reporter Joshua – Fälle lösen, nämlich „Der Zinker“, „Der Frosch mit der Maske“, „Der Hexer“ und „Die toten Augen von London“. In „Der Frosch mit der Maske“ sind die Ermittler in der Vorlage Richard Gordon und Inspektor Elk, bei „Der Hexer“ Inspektor Higgins und bei „Die toten Augen von London“ Inspektor Larry Holt und Sunny Harvey. Interessant ist dabei, dass die Folge mit dem „Hexer“ ja eigentlich kein Ende hat, da dem Verbrecher am Schluss die Flucht gelingt, die Folge „Neues vom Hexer“ kam jedoch nicht im Anschluss und es ist auch ein anderes Team am Werk. Auf Joe Jenkins und Inspektor Elford folgen…
Doch kommt der Chefinspektor Bliss vom Yard dann her Dann haben die Gangster nichts zu lachen. Kein Kriminalfall war dem Detektiv zu schwer Inspektor Bliss, er wird’s schon machen.
Sind die Gangter wohl verwahrt…
Hier klicken, um den Inhalt von banners.itunes.apple.com anzuzeigen.
Chefinspektor Bliss und sein Assistent Mander durften ebenfalls vier Fälle lang ermitteln. Sie lösten die Fälle „Die Bande des Schreckens“, „Neues vom Hexer“, „Das Gasthaus an der Themse“ und die Doppelfolge „Der Club der Vier“ / „Der unheimliche Mönch“. Bliss und Mander stammen ursprünglich aus dem Roman „Neues vom Hexer“, den Fall „Die Bande des Schreckens“ löste eigentlich Inspektor Long, „Das Gasthaus an der Themse“ Inspektor Wade, „Der unheimliche Mönch“ Inspektor Bratt und „Der Club der Vier“ der Versicherungsdetektiv Robert Brewer. Inspektor Bliss wird in den Hörspielen von Henry Kielman gesprochen, Mander von Manuel Ponto. Bei den Geschichten fällt auf, dass die jugendlichen Ermittler fehlen. Offenbar dachten die Produzenten, dass nach vier Folgen solche Figuren für das Publikum nicht mehr nötig seien. Bliss und Mander wurden wiederum abgelöst von…
Doch kommt Captain Stone vom Yard dann her Dann haben die Gangster nichts zu lachen. Kein Kriminalfall war dem Captain je zu schwer Captain Stone, der wird’s schon machen.
Sind die Gangster wohl verwahrt…
Hier klicken, um den Inhalt von banners.itunes.apple.com anzuzeigen.
Captain Stone entstammt ebenfalls nicht direkt einer Edgar-Wallace-Geschichte. Zwar taucht in „Der grüne Bogenschütze“ ein Inspektor Featherstone auf, aber mit diesem hat Stone nicht viel gemein. Es fällt auch auf, dass Stone keinen Assistenten hat, sondern meist allein ermittelt. Der von Rolf Jülich gesprochene Captain durfte die Fälle „Das Geheimnis der gelben Narzissen“ (Ermittler im Buch: Inspektor Whiteside), „Die Tür mit den sieben Schlössern“ (Buch: Inspektor Martin), „Der grüne Bogenschütze“ (Inspektor Featherstone) und „Das indische Tuch“ (Anwalt Frank Tanner) bearbeiten. Und dann gab es da noch eine Folge…
—- —-
Nein, das ist kein Fehler. Beim Hörspiel Nr. 13, „Bei den drei Eichen“, gibt es in der Titelmusik keine dritte Strophe. Hier ermitteln – wie im Buch – Socrates Smith und sein Bruder. Und das war die letzte Folge der Reihe. Doch diese Reihe war für viele derjenigen, die in den 1908er Jahren im Teenager-Alter waren, der Einstieg in die Welt von Edgar Wallace. Und nur weil die Geschichten für Kinder und Jugendliche aufbereitet wurden, heißt dass noch lange nicht, dass sie deswegen ganz harmlos waren. Immer noch starben in den Episoden Menschen und es war immer noch sehr gruselig. Dabei stimmte alles, das Skript, die Darsteller, die Effekte und die Musik. Die Geschichten sind so geschrieben, dass sie ohne Erzähler auskommen, das heißt, die Figuren binden den Hörer unmittelbar ins Geschehen ein. Auch das trägt zum Gesamteffekt bei.
Gerüchteweise habe ich gehört, dass die Masterbänder der Hörspielreihe durch einen Wasserschaden verloren gegangen seien. Das kann ich leider nicht überprüfen, aber sei es wie es sei und wie auch immer sie es gemacht haben: Maritim hat nun alle Folgen der Edgar-Wallace-Reihe (ausgenommen „Bei den drei Eichen“) als Download im iTunes-Shop herausgebracht. Das heißt, die Fans von damals – und vielleicht auch neue Fans von heute – können sich auf die Reise begeben, wenn sich der Nebel über Londons Straßen senkt und Big Ben Mitternacht schlägt. Denn noch immer gilt der Satz, mit dem jedes Hörspiel endete:
Es ist unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein.
Der amerikanische Puppenspieler und Regisseur Jim Henson war in den USA mit seinen Puppen, den „Muppets“, in einigen Formaten recht erfolgreich, als er in den 1970er Jahren eine regelmäßige Puppenshow für Erwachsene produzieren wollte. Allerdings glaubte zunächst kein amerikanischer Sender an den Erfolg einer solchen Show. Puppen, so war man der Meinung, sind für Kinder. Henson gab die Idee kurzzeitig auf, bis er zu einem Kongress für Puppenspieler in Europa reiste und dort sah, dass man mit Puppen sehr wohl Erwachsenenprogramm machen kann. Der englische Sender ITV stand seiner Idee auch sehr viel aufgeschlossener gegenüber. Das Konzept der Sendung wurde über drei Pilotfolgen hinweg entwickelt. Die erste Pilotfolge trug den Titel „Die Muppets Valentinstag Show“, die zweite hieß „Sex & Gewalt“, erst die dritte war eine Show in dem Format, wie sie schließlich produziert wurde.
Die Muppets waren von 1977 bis 1981 erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen und damit ein Begleiter meiner Kindheit. Außerdem wird die Serie gerade im deutschen Disney Channel wiederholt, das sind zwei gute Gründe, die Show einmal Folge für Folge anzuschauen. Die Artikelreihe nimmt dabei den traditionellen deutschen Sendeplatz der Muppet Show ein: Samstag, 16.30 Uhr.
Die Muppets Valentinstag Show
Originaltitel „The Muppets Valentine Show“
Mehr als die Show später, so hatte diese Pilotepisode ein durchgehendes Thema, nämlich den Valentinstag und damit die Liebe. Und einen Gaststar gab es auch: Mia Farrow, die zu dem Zeitpunkt gerade schwanger war. Ansonsten war aber alles anders. Die Show fand nicht im Theater statt, sondern in einem Haus, in dem die Muppets miteinander lebten und von den Figuren, die später zu sehen waren, waren nur ein paar vertreten. Kermit war zwar dabei, aber nicht als Gastgeber, die Sendung wurde präsentiert von Wally, der ein bisschen aussieht wie Ernie mit braunem Haar und Seitenscheitel. Er präsentierte das ganze nicht nur, er schrieb auch das Skript während der Sendung, was teilweise dazu führte, dass das, was er gerade schrieb, augenblicklich passierte. Und die Figur, die später unter dem Namen „Crazy Harry“ bekannt werden sollte, hieß in dieser Folge noch aus Gründen, an sich niemand mehr erinnern will, „Crazy Donald“.
Nummern
Einführung
Lied „Love is a simple Thing“ (Muppets & Mia Farrow)
Zwischenstück / „George kommt rein“
Lied „Froggy went a courtin“ (Kermit, Miss Mousey, Big Mouse)
Zwischenstück / Mia Farrow im Gespräch
Lied „Real Live Girl“ (Mia Farrow & Thug)
Zwischenstück / Mia Farrow und Rufus
Lied „Believe me if all these endearing young Charms“ (Mia Farrow und Rufus)
Reporter Kermit auf dem Planeten Koozbane: Galleo Hoop Hoop
Zwischenstück / Mia Farrow und George
Finale „I’ve got Love“ (Muppets und Mia Farrow)
Übersetzung
Über die Übersetzung kann ich gar nicht viel sagen außer: Ja, es gab eine deutsche Fassung, die irgendwann außerhalb der Reihe im ZDF lief. Ich kann mich erinnern, diese gesehen zu haben, allerdings habe ich diese Version im Internet bisher nicht gefunden. Ich kann mich noch an einen Trick erinnern, mit dem die Übersetzer sich aushelfen mussten: Wally schreibt während der Show ja das Skript für die Show. Er tippt es in seine Schreibmaschine und was er tippt, erscheint oben im Bild – natürlich auf Englisch. In der deutschen Fassung hat man sich da beholfen, indem man eine Bemerkung von Wally hinzugefügt hat. Am Anfang sagt Mildred zu Wally: „Liebe ist doch eine ganz einfache Sache!“, worauf Wally im Deutschen erwidert: „In einer Show muss alles Englisch sein, also: Love is a simple thing!“ Damit wird erklärt, warum der getippte Text in Englisch erscheint.
Sinnigerweise hat man aber nicht diese, sondern den zweiten Pilotfilm „Sex & Gewalt“ mit in das DVD-Set der ersten Staffel der Muppet Show gepackt. Die Valentinstagsshow ist in der zweiten Staffel als Bonusmaterial mit dabei. In der deutschen Fassung ist er nicht synchronisiert, sondern mit deutschen Untertiteln versehen.
„Die Muppet Show“ kann man unter anderem hier bestellen:
Vor langer Zeit, als ich gerade meine Laufbahn im Rettungsdienst angefangen hatte, da gab es da noch Zivildienstleistende. Das war nicht schlecht, denn so wurde auf der Rettungswache immer für „frisches Blut“ (Pointe nicht beabsichtigt) gesorgt und es gab Abwechslung und Weiterentwicklung. Eine Generation dieser Zivis bei uns prägte den Satz „Bei Dir stimmt’s doch daheim nicht!“. An diesen Satz musste ich spontan denken, als ich folgende Geschichte las, die ich den Leserinnen und Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten möchte:
Ein Arzt aus Oklahoma, dem wegen Steuerhinterziehung und Abrechnungsbetrug in Ohio zeitweise die Aprobation entzogen war, durfte, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen worden war, unter Aufsicht wieder Patienten behandeln. Ein Nachrichtensender bekam allerdings Zweifel, ob diese Aufsicht sonderlich effektiv ist, nachdem ihm zugetragen worden war, der Arzt, der als „Doctor Mike“ bekannt war, würde „Jesus-Impfungen“ verabreichen, für die er 300 Dollar verlangt. Die „Jesus-Impfung“ soll den Patienten ein Leben lang vor Schmerzen bewahren.
Diese Wirkung wäre – wenn es sie gäbe – extrem kontraproduktiv. Es ist ja nicht so, dass Menschen Schmerzen „halt so“ haben, Schmerzen sind dazu da, damit der Mensch merkt, dass an seinem Körper etwas nicht in Ordnung ist. Mal angenommen, die „Jesus-Impfung“ würde wirken und ein Mensch, der diese bekommen hat, lehnt sich mit der Hand aus Versehen auf eine heiße Herdplatte: Sollte er das nicht besser gleich merken – nämlich durch den Schmerz -, anstatt erst dann, wenn es verbrannt riecht? Achso, es geht ja gar nicht um diesen Schmerz, sondern um den Schmerz von Krankheiten? Tja, dummerweise geht das so selektiv nicht, wie will diese „Jesus-Impfung“ denn unterscheiden zwischen „gutem“ Schmerz und „schlechtem“ Schmerz? Deswegen haben manche Patienten, die aus Krankheitsgründen hochdosierte Schmerzmittel bekommen, auch Probleme mit dem normalen Schmerzempfinden.
Hier spielt ein Arzt mit der (Leicht-)Gläubigkeit seiner Patienten, um einen schnellen Reibach zu machen. Die ganze Geschichte (mit Video) steht hier —> News9.com.
„No one knows what it’s like to be the sad man… to be the bad man… behind blue eyes.“
(c) CBS
Der Erfolg von „CSI: CRIME SCENE INVESTIGATION“ war ungebrochen und auch die zweite Serie „CSI: MIAMI“ lief mit Erfolg, als man beschloss, einen zweiten Ableger zu produzieren. Doch diesmal sollte die Serie in einer Stadt spielen, die im Gegensatz zu den relativ warmen Orten Las Vegas und Miami ganz andere Bedingungen bot: New York City. „CSI: NY“ war geboren. Als Titelmusik der neuen Reihe wurde wieder ein Stück von „The Who“ genommen: „Baba O’Riley“. Es war das erste Mal, dass die Titelmusik mehr als einen Satz enthält, was an der Struktur des Liedes liegt. Die Produzenten selbst wollten ursprünglich eigentlich auch „Behind Blue Eyes“ als Titelmusik, wurden aber von einem Studioboss überstimmt. Doch ab der Staffel 4 wurde das Titellied überarbeitet, so dass es mehr zu den anderen passte. Auch das Team von New York wurde erstmal in einer Einzelepisode der bestehenden Serien vorgestellt, diesmal bei „CSI: MIAMI“. In dieser Folge ist es Horatio Caine, der einem Verbrechen nach New York folgt. Die Premiere von „CSI: NY“ kam ein Jahr später. In Frankreich nennt man die Serie aus irgendwelchen Gründen „Les Experts: Manhattan“. Gut, dass der Haupttitel in „Les Experts“ geändert wurde, liegt daran, dass solche Serien-, Kinofilm- oder Buchtitel in Frankreich komplett in die Landessprache übersetzt werden müssen. Aber warum „Manhattan“ statt „New York“?
(c) CBS
Wie dem auch sei, die Produzenten wollten es diesmal wirklich ganz anders machen als zuvor: New York City liegt nördlich und ist damit keine Stadt, die das Jahr über hauptsächlich Sonne hat. Im Gegensatz zu Miami und Las Vegas gibt es hier einen richtigen Winter mit Schnee, was die Ermittler vor neue Herausforderungen stellt. Und das CSI war nicht in einem modernen Gebäude untergebracht, sondern in einem älteren, mit dicken Mauern und Gewölbedecken. Da man aber fand, dass das doch zu dunkel wirkte, durfte das Labor in der zweiten Staffel umziehen. Die Stilmittel sind ebenfalls grundsätzlich die gleichen wie bei den beiden anderen Serien, doch auch bei „CSI: NY“ kam etwas neues dazu: die kleinen Rückblenden. Immer wenn eine Figur einen Bericht abliefert über eine Spur oder einen Gegenstand vom Tatort, wird eine – oft nur Sekunden kurze – Szene gezeigt, wie zuvor diese Spur oder der Gegenstand gefunden wurde.
(c) CBS
Übrigens gibt es im realen New York kein CSI, die Tatortermittler heißen dort „Crime Scene Unit“, abgekürzt „CSU“ [sprich: si ess ju, nicht tse ess uh, das ist die Partei]. Tatsächlich sieht man in einigen frühen Folgen der Serie auf manchen Unterlagen den Aufdruck „CSU“, das verschwand jedoch im Lauf der Zeit.
Das Team von „CSI: NY“ ist dasjenige unter den „CSI“-Serien, das am wenigsten Wechsel hatte, in der Laufzeit verließen nur zwei Hauptdarsteller die Reihe: Stella Bonasera, die nach New Orleans wechselte und Aiden Burn, die Beweise manipulieren wollte und entlassen wurde. Geleitet wurde das Team von Mac Taylor, dessen Frau im World Trade Center am 11. September 2001 starb, zum Team gehören Danny Messer, der Polizist Don Flack und Lindsay Monroe. Lindsay war der Ersatz für Aiden Burn. Ab der zweiten Staffel wechselte der Gerichtsmediziner Sheldon Hawkes zu den Ermittlern und der Laborant Adam Ross kam zur fünften Staffel mit ins Team. Nachdem Stella Bonasera gegangen war, wurde sie durch die ehemalige FBI-Agentin Josephine „Jo“ Danville ersetzt. Und nach Sheldons Wechsel wurde Doktor Sid Hammerback der neue Gerichtsmediziner, der auch eine Besonderheit hat: Eine Brille, die er am Bügel zwischen den Gläsern auseinander nehmen kann, dort befindet sich ein Magnetverschluss. Wer – so wie ich – eine Sehhilfe benötigt und Hammerbacks Brille kultig findet, möge Google oder eine andere Suchmaschine seiner Wahl bemühen: Man nennt sie CliC-Brillen.
(c) CBS
Die Drehbücher der Serie waren experimentierfreudiger als bei den anderen Reihen. Man dachte gern etwas größer und die Autoren liebten es, das Team Rätsel knacken zu lassen, wie etwa die Handlung um den Serientäter beim Fall „Zimmer 333“. Gern wurde auch mal ins Übernatürliche gewechselt und der „Hä?“-Effekt bis zum Äußersten ausgereizt. Folgenübergreifende Handlungsbögen gab es bei „CSI: NY“ ebenfalls von Anfang an, aber irgendwann fing es an, unübersichtlich zu werden, beziehungsweise, man bekam den Eindruck, dass Handlungsstränge einfach fallen gelassen wurden, während man andere irgendwie neu auflegte. So gibt es zum Beispiel in einer Folge einen Hinweis auf irische Terroristen, die wir nie wieder zu sehen bekommen. Mac Taylor beginnt eine Beziehung mit der Gerichtsmedizinerin Peyton Driscoll, die von einer Folge auf die andere (beziehungsweise zwischen zwei Staffeln) beendet wird. Und der T-Shirt-Mörder Shane Casey, der eigentlich im Gefängnis saß, kam plötzlich aus dem Nichts wieder zurück.
Noch mehr als bei den anderen Serien spielte die Politik stark in die Handlung rein, Vorgesetzte der New Yorker Polizei wurden fast ausnahmslos als machtbesessene Karrieristen dargestellt, die gern auch mal Verbrechen einem anderen Bezirk zuordneten, nur damit ihre Statistik schön aussieht. Richter stellten Durchsuchungsbeschlüsse auch mal nach eigenem Gutdünken aus, nur weil Mac Taylor ihnen in der Vergangenheit mal auf die Füße getreten war. Im ganzen wirkte das System sehr korrupt und verdorben und war keine sonderlich nette Darstellung der New Yorker Behörden.
Auch „CSI: NY“ ereilte das frühe Schicksal der Einstellung: Zwar war das mit Februar 2013 später als bei „CSI: Miami“, aber da die Serie auch später angefangen hatte, brachte sie es auf insgesamt nur 9 Staffeln. Die Zuschauerzahlen waren nie so hoch wie bei der Originalserie, sie pendelten am Anfang zwischen 12 und 14 Millionen im Durchschnitt einer Staffel herum. Die letzten drei Staffeln blieben bei rund 10 Millionen Zuschauern, was dem Studio offenbar nicht genug war.
Drüben im Blog „Erlebnis Nordamerika“ wird die Serie genauer behandelt, mit einer Episode pro Woche. Folgende Staffeln wurden dort bisher besprochen:
Nach dem großen Erfolg von „CSI: CRIME SCENE INVESTIGATION“ war sehr bald klar, dass das Studio versuchen würde, einen Ableger zu produzieren. Dieser Ableger sollte in einer anderen Stadt spielen und auch sonst noch ein paar Neuerungen haben. Als Ort der Handlung wurde Miami ausgewählt, weil es durch dessen spezielle Lage am Südzipfel von Florida in der Stadt viele kubanische Einwanderer gab und man so ganz andere Geschichten erzählen konnte, als etwa in Las Vegas. Noch dazu liegt Vegas in der Wüste, Miami aber am Meer. Und noch ein Stückchen Realität kam dazu: In Miami heißen die Tatortermittlungseinheiten nämlich tatsächlich „CSI“. Das neue Team wurde erstmals in einer Folge der regulären „CSI“-Serie vorgestellt, als Grissom eine Spur nach Miami verfolgt und mit den Ermittlern vor Ort zusammenarbeitet. Ein Jahr später war es dann soweit, die neue Serie startete unter dem Titel „CSI: MIAMI“, in Frankreich bekannt als „Les Experts: Miami“.
(c) CBS
Allerdings muss hier gleich noch gesagt werden, was für alle „CSI“-Serien gilt: der Großteil der Aufnahmen entsteht nicht vor Ort, sondern in Los Angeles. Innenaufnahmen entstehen meist im Studio, Außenaufnahmen an Orten, die sich optisch kaum von denen in der entsprechenden Stadt unterscheiden. Allerdings verbringen die Filmcrews tatsächlich auch einige Tage pro Staffel wirklich vor Ort und filmen einzelne Einstellung. Meistens ist dann zusammen mit den Ermittlern etwas im Bild, das der Zuschauer mit der Stadt verbindet (wie die Strandanlagen von Miami Beach, die Everglades oder die Wahrzeichen von New York). Alle anderen Aufnahmen, die man in den CSI-Serien sieht – vor allem die Helikopterflüge über die jeweilige Stadt – sind Archivaufnahmen. Wer aufmerksam zusieht, wird feststellen, dass sich manche Einstellungen auch mal genau wiederholen. So gibt es bei „CSI: Miami“ zum Beispiel eine Einstellung, die aus einem Hubschrauber gefilmt ist, der über die Everglades fliegt und dabei einen Alligator aufscheucht, der blitzschnell im Wasser verschwindet. Diese Szene wird in verschiedenen Folgen verwendet.
(c) CBS
Für die Titelmusik der Reihe wurde, wie auch beim Original, ein Ausschnitt aus einem Lied von „The Who“ verwendet: „Won’t get fooled again“. Auffällig ist hier der charakteristische Schrei, mit dem das Titellied eingeleitet wird.
Während man bei „CSI“ noch etwas zaghaft war mit den großen Handlungsbögen, schöpft „CSI: Miami“ von Anfang an aus den Vollen: der Leiter des Teams, Horatio Caine, hat vor einiger Zeit seinen Bruder verloren, der Undercover gearbeitet hat. Im Lauf der Serie stellt sich heraus, dass das nur ein Trick war, wodurch weitere Ereignisse in Gang gesetzt werden, die die Ermittler in einer besonderen Episode schließlich bis nach Rio de Janeiro in Brasilien bringen (die Folge wurde dort wirklich gedreht). Caine ist sowieso der herausstechendste Charakter dieser Serie und seine Eigenheiten mittlerweile Kult: Seine Angewohnheit, einen Satz zu unterbrechen, um sich die Sonnenbrille aufzusetzen, sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, seine Art, ständig ruhig zu agieren und nicht zuletzt die Anrede „Gentlemen…“, wenn er mit seinem Team spricht.
(c) CBS
Genauso eine Marke ist die Gerichtsmedizinerin Alexx Woods, die mit den Toten redet, wenn sie sie untersucht, ihr Mitgefühl ausdrückt oder sogar Fragen stellt. Zum Team gehören noch Calleigh Duquesne, die Waffenspezialistin, Eric „Delko“ Delektorsky, der Polizist Francis „Frank“ Tripp und am Anfang der Serie der mürrische Tim Speedle, genannt „Speed“. Dieser wurde allerdings zum Auftakt der dritten Staffel im Dienst erschossen. Für ihn rückte der junge Ryan Wolfe nach.
Die Stilmittel von „CSI: Miami“ waren grundsätzlich wie bei „CSI“, doch wurde noch etwas eigenes hinzugefügt: Caine verfügt über ein hervorragendes Auffassungsvermögen, und oft entdeckt die Kamera für den Zuschauer das, was Caine gerade sieht. Außerdem spielt die Serie – im Gegensatz zum Original – am Tag. Die Aufnahmen wurden zudem mit verschiedenen Filtern nachbearbeitet, so dass sich eine recht hohe Farbsättigung ergibt.
Wie schon erwähnt, gab es von Anfang an große Handlungsbögen, wobei sich „CSI: Miami“ eher auf die persönlichen Dramen konzentrierte: Caines Bruder, Ryan Wolfe, der spielsüchtig wird, Eric Delko, der angeschossen wird oder der gewalttätige Ex-Mann von Natalia Boa Vista, die seit der vierten Staffel zum Team gehört. Allerdings wurde in diesen Handlungsbögen sehr auf Dramatik gesetzt, was hin und wieder auch zu viel des Guten war oder auch mal durch einen Deus-ex-Machina aufgelöst wurde. Eric Delko findet beispielsweise im Verlauf der Serie heraus, dass er nicht in Miami geboren wurde, wie seine Mutter immer behauptet hat, sondern in Kuba. Damit wird er zum illegalen Einwanderer. Gelöst wird die Situation dadurch, dass das CSI-Team herausfindent, dass Erics leiblicher Vater selbst kein Kubaner ist, sondern in den USA geboren wurde. Er kam als Untergrundkämpfer im Auftrag der CIA nach Kuba und nahm dort eine falsche Identität an. Ohne diese Auflösung hätte Eric die Abschiebung nach Kuba gedroht. Sowohl die Abschiebung als auch ihre Verhinderung wirken dabei recht überdramatisch und aus der Luft gegriffen.
Von der Serie wurden insgesamt zehn Staffeln produziert, bevor CBS im Mai 2012 das Ende verkündete. Im Verlauf der höheren Staffeln ist zu sehen, dass die Autoren so ein bisschen dem Zwang verfallen waren, immer noch einen Grad an Dramatik auf die Geschichte draufzusetzen. Selbst die letzten Episoden einer Staffel kamen nicht mehr ohne obligatorischen Cliffhanger aus, und immer häufiger sahen diese Cliffhanger so aus, dass einer vom Team in Lebensgefahr schwebte. Alles das konnte die Quote aber nicht retten. Zwar hatte „CSI: MIAMI“ mit durchschnittlich rund 17 Millionen Zuschauern in der Staffel 1 einen guten Start und konnte sich bis auf 19 Millionen in Staffel 3 steigern, doch ab Staffel 5 war ein kontinuierlicher Rückgang bei den Zuschauern zu bemerken. Die letzten beiden Staffeln brachten es nur noch auf rund 11 Millionen.
Die einzelnen Folgen der Serie werden drüben bei „Erlebnis Nordamerika“ besprochen. Diese Staffeln sind dort bisher bearbeitet worden:
Eigentlich hat die Serie in den USA ja einen sehr eindeutigen Titel, aber im Lauf der Zeit wurde daraus im deutschsprachigen Raum eine ziemliche Verwirrung: „CSI – Crime Scene Investigation“. Der Titel bedeutet übersetzt schlicht „Tatortermittler“, im Deutschen wollte man aber die coole englische Abkürzung stehen lassen. Also wurde die Serie für Deutschland mit einem Untertitel versehen: „Den Tätern auf der Spur“. Im Schweizer Fernsehen versah man den Titel mit einer Ortsangabe: „CSI – Las Vegas“. Und seit der 12. Staffel nennt man sie nun in Deutschland „CSI: Vegas“. In Frankreich, wo es ja eine Verpflichtung gibt, die Titel ausländischer Serien, Kinofilme und Bücher in die Landessprache zu übertragen, heißt die Serie übrigens „Les Experts“.
„CSI“ ist vom Grundprinzip her eine recht typische Krimiserie: Ein Verbrechen geschieht und die Zuschauer sehen den Ermittlern dabei zu, wie sie den Täter finden. In den meisten Folgen sieht man dabei den Täter beim Ausführen der Tat nicht, man sieht nicht einmal die Tat selbst. Es war eines der neuen Stilmittel von „CSI“, jede Folge mit etwas völlig unverfänglichem zu beginnen, ein Pärchen, das spazieren geht oder ein Paketbote, der Post ausliefert… oder… oder… oder…
…und dann Wumm! Trifft man auf das Opfer eines Verbrechens und die eigentliche Handlung nimmt ihren Lauf. „CSI“ kann man daher dem klassischen Genre des „Whodunnit?“, zu Deutsch „Wer war der Täter?“, zurechnen. Die zweite Neuerung, die die Serie einführte, war der Umstand, dass in jeder Episode mehrere Verbrechen parallel bearbeitet wurden. Das gab den Episoden eine besondere Dynamik und den Autoren die Gelegenheit, unterschiedliche Teammitglieder miteinander agieren zu lassen. In späteren Folgen änderte sich das schließlich und man konzentrierte sich auf einen Fall pro Episode.
(c) CBS
Und schließlich die dritte Neuerung, die quasi das Genre revolutionierte: Die Tatortermittlung wurde mit neuesten wissenschaftlichen Methoden durchgeführt. Das Hauptaugenmerk lag also nicht so sehr wie bei klassischen Krimis darauf, dass der Ermittler einen Täter durch ein Gespräch bei einer offensichtlichen Lüge überführte, sondern dass die Beweise das taten. Bei „CSI“ wurde dabei die Arbeit der Wissenschaftler ein großer Teil der Spielzeit gewidmet und mit besonderen Stilmitteln dargestellt. Details der Spurensicherung vor Ort wurden teilweise mit mikroskopischen Ansichten von gefundenen Spuren visualisiert. Das gleiche galt für die Arbeit im Labor, die nicht nur gezeigt, sondern auch durch die Bilder erklärt wurde. Dadurch erhielt der Zuschauer einen besonderen, wenn auch nicht immer ganz der Realität entsprechenden Einblick in die Arbeit moderner Tatortermittler. Zwar wurden die Vorgänge im Labor selbst sehr realistisch dargestellt, sie wurden aber auch zeitlich stark abgekürzt, so dass etwa ein Abgleich einer gefundenen DNS-Spur mit der DNS-Datenbank CODIS nicht ein paar Stunden geht, sondern nur ein paar Minuten. Das gleiche gilt für diverse Untersuchungen im Labor, die in der Realität Stunden bis Tage dauern können, in der Serie aber in Minuten erledigt werden.
(c) CBS
Nachdem die ersten Untersuchungen am Tatort abgeschlossen sind und eventuell auch schon die ersten Verdächtigen oder Zeugen befragt wurden, kommt in der Regel der Auftritt des Gerichtsmediziners. Und auch hier setzte „CSI“ seine neuen Stilmittel ein. Wenn der Gerichtsmediziner seinen Vortrag über gefundene Spuren und die Todesart hält, wird auch diese bis ins mikroskopische Detail dargestellt. So sieht man Gefäße, die durch eine Klinge aufgeschnitten werden oder Kugeln, die sich ihren Weg durch menschliches Gewebe bahnen und dort Schaden anrichten. Selbst die Wirkweise verschiedener Gifte wird auf diese Weise visualisiert.
Und wenn die Ermittler Spuren analysieren und sich zusammenreimen, wie ein Verbrechen begangen wurde, sehen wir eine Art Rückblick, in dem das Verbrechen auf genau diese Weise geschieht. Dabei kann es allerdings auch sein, dass der erste Schein trügt und sich am Ende etwas ganz anderes als Wahrheit herausstellt.
Die Atmosphäre im Team wird von den Autoren recht realistisch beschrieben, was wir sehen, wird mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor begleitet, allerdings auch mit leisen Tönen, wo das nötig ist. Angehörige von Berufen, die psychisch stark belasten – wie das eben der Fall ist, wenn man hauptsächlich mit Leichen zu tun hat -, kompensieren das Erlebte häufig mit Humor, der Unbeteiligten merkwürdig, ja, unangemessen erscheinen kann.
(c) CBS
Allerdings musste CSI natürlich auch den Pfad der Realität verlassen, um eine Geschichte erzählen zu können, die die Zuschauer fesselt. Beispielsweise ist es auch in den USA unüblich, dass die wissenschaftlichen Tatortermittler bei den Befragungen von Zeugen und Verdächtigen mit anwesend sind. Auch haben die Figuren bei CSI jeweils ein sehr breites Fachgebiet, es kann sein, dass ein- und derselbe Ermittler sowohl Fingerabdrücke als auch sichergestellte Computer bearbeitet. Im wahren Leben sind die Fachgebiete sehr eng gefasst, da jedes einzelne sehr umfangreich ist. Oder nehmen wir die Fingerabdruckdatenbank AFIS: Die gibt es wirklich, der Begriff steht für „Automatisiertes Fingerabdruckidentifizierungssytem“. Aber es ist nicht so, dass man einen Abdruck einscannt und einem der Computer die Person zeigt, zu der er gehört. So exakt arbeiten Computer noch nicht. AFIS vergleicht den Abdruck mit den gespeicherten und wirft dann alle Personen aus, deren Abdrücke ähnlich sind. Diese Abdrücke müssen dann von einem Fingerabdruckspezialisten in Augenschein genommen und mit der Vorlage verglichen werden. Erst dieser Spezialist entscheidet, ob es tatsächlich eine Übereinstimmung gibt und mit welcher Person.
Und ja, reden wir von den Figuren der Serie: Auch hier haben die Autoren ganze Arbeit geleistet und wirkliche Individuen geschaffen, angefangen beim Entymologen Gil Grissom, der das Team während der ersten neun Staffeln leitet, zu der ehemaligen Showtänzerin Catherine Willows, Sarah Sidle, Warrick Brown, Nick Stokes, Greg Sanderson, dem Polizist Jim Brass und nicht zuletzt der „Laborratte“ Hodges. Nicht zu vergessen die beiden Pathologen Doktor Robbins und David „Superdave“ Philips. In der Pilotfolge sah alles noch etwas anders aus, Brass war Leiter vom „CSI“ und Sarah Sidle noch nicht dabei. Doch schon in Folge 2 änderte sich das und es sollte nicht die letzte Änderung bleiben. In den bislang erschienenen vierzehn Staffeln gab es manche Neuerung. So nimmt sich Gil Grissom beispielsweise in Staffel 7 eine Auszeit und wurde während dieser durch Michael Keppler von der Tagschicht ersetzt. In Staffel 10 stieg Grissom, beziehungsweise sein Darsteller William Petersen, ganz aus der Serie aus. Sein Nachfolger wurde zuerst Doktor Raymond Langston, dargestellt von Laurence Fishburn, und dann Diebenkorn „D.B.“ Russel, dargestellt von Ted Danson. Zum Zeitpunkt dieses Beitrags ist die Erstausstrahlung der Staffel 14 in den USA gerade beendet.
Ein Markenzeichen, das alle „CSI“-Serien verbindet, ist die Titelmusik, die bei allen dreien von der Rockgruppe „The Who“ stammt. Beim Original-„CSI“ ist es ein Ausschnitt aus dem Stück „Who are you?“ Die Frage „Wer bist Du?“ und die Dynamik des Lieds passten nach Meinung der Produzenten sehr gut zu ihrem Serienkonzept.
Als Ort für ihre Serie haben sich die Macher Las Vegas ausgewählt, was hauptsächlich daran lag, dass der Erfinder Anthony Zuiker dort studiert hat. Man fand, die Spielermetropole in Nevada würde genug Stoff für spannende Episoden bieten, was sich letztlich ja auch bewahrheitete. Allerdings musste dafür die Realität noch um ein weiteres Stück weichen, denn in Las Vegas heißen die Tatortermittler nicht „CSI“, sondern „CST“ für „Crime Scene Technicians“. Gedreht wird die Serie allerdings zur Hauptsache in Los Angeles, das Team reist nur für ein paar ausgewählte Tage nach Vegas, um einige Szenen zu drehen, meistens solche, in denen ein Wahrzeichen vom so genannten „Strip“ zu sehen sein soll. Die meisten Außenaufnahmen von Las Vegas, die wir in der Serie sehen – wie zum Beispiel die berühmten Hotels am „Strip“ aus der Vogelperspektive -, sind Archivaufnahmen.
Am Anfang der Serie gab es eigentlich nur die aus vielen Serien bekannten „Einzelepisoden“, das heißt, jede Folge bot eine abgeschlossene Geschichte. Doch es gab auch schon Versuche mit Handlungsbögen, die sich über mehrere Folgen hinziehen, wenn auch nur zaghaft. In Staffel 1 kommt das Team beispielsweise dem Serienmörder Paul Millander auf die Spur, es braucht aber mehrere Folgen, bis er endlich geschnappt werden kann. Die Folgen waren dabei lose in die Serie eingestreut. Mit dem Fortschreiten der Serie wurde aber weiter experimentiert, es gab beispielsweise die Reihe mit dem „Modellmörder“, der von den Tatorten, an denen er Leute umbrachte, maßstabsgetreue Modelle herstellte. Ebenso traute man sich bei den Figuren immer mehr Handlungsbögen zu schreiben, die über mehrere Folgen gingen. Auch hier gab es in Staffel 1 einen leichten Ansatz mit der Spielsucht von Warrick Brown, der deswegen von einem Richter erpresst wurde. Waren aber auch diese Episoden eher lose in die Reihe eingestreut und endeten ziemlich bald, wurde mit Gil Grissoms zeitweisen Ersatz Michael Keppler dann ein kompletter abgeschlossener Handlungsbogen während einer Staffel in die Serie integriert. Weitere Handlungsbögen wurden durch äußere Umstände vorgegeben, etwas das Ausscheiden von Gil Grissom, da William Petersen sich wieder vermehrt dem Theater zuwenden wollte.
„CSI“ hatte seit seiner Ausstrahlung sowohl positive als auch negative Effekte. Die positiven waren, dass den Zusehern Wissenschaft, vor allem die Forensik, nahegebracht wurde. Doch das wiederum wirkte sich negativ aus, da manche Menschen nun glaubten, die Wissenschaft sei unfehlbar und ein gefundener Beweis könne nur auf eine Weise gedeutet werden. Das führte dazu, dass in Gerichtsverhandlungen Geschworene, die Fans von „CSI“ waren, den forensischen Beweisen mehr Gewicht gaben als beispielsweise Zeugenaussagen, obwohl auch forensische Beweise nicht immer eindeutig sind. Für das Ausland negativ wirkten sich Sachen aus, die in der Serie zu sehen und im Zuge einer Tatortermittlung in den USA vielleicht erlaubt sind, aber nicht unbedingt anderswo auf dem Globus. In Deutschland etwa machte ein Fall Aufsehen, als Kriminalbeamte beim Verhör eines Verdächtigen eine Masche durchzogen, die sie bei „CSI“ gesehen hatten: Der Verdächtige weigerte sich, freiwillig eine DNS-Probe abzugeben. Da er während des Verhörs etwas zu trinken bekommen hatte, fischten die Beamten seinen Becher aus dem Abfalleimer und bestimmten dort die DNS. In „CSI“ wurde das damit begründet, dass alles, was im Müll landet, kein Eigentum der entsprechenden Person mehr ist. Wer etwas in den Müll wirft, gibt das Eigentum an dieser Sache also auf, und jeder darf es nehmen. Zum Beispiel auch Ermittler in einem Kriminalfall. Das mag in den USA so vielleicht auch stimmen, der Anwalt des Verhörten plädierte in Deutschland aber darauf, dass jener deutlich die Abgabe einer DNS-Probe verweigert habe und man sich nicht einfach auf diesem Weg quasi „durch die kalte Küche“ holt, was man nicht freiwillig kriegt.
Das zeigt uns wieder einmal: Eine Fernsehserie kann noch so gut und realistisch sein, man darf trotzdem nicht einfach gedankenlos alles für bare Münze nehmen, was man dort sieht. Trotz alledem ist „CSI“ eine anspruchsvolle Krimiserie und ein Meilenstein in der Fernsehgeschichte und wir dürfen gespannt sein, ob und wie es für die Tatortermittler aus Las Vegas weitergeht. Die letzte Staffel haben in den USA im Schnitt rund zehn Millionen Menschen verfolgt (zumindest laut den Nielsen Ratings), das ist ein großer Rückgang gegenüber der sehr starken Staffel 3, die von rund 26 Millionen Zuschauern gesehen wurde. Die letzten Jahre zeigen eine Abnahme der Zuschauerzahlen generell, der erste größte Absturz war die Staffel 8, bei der die Zuschauermarke erstmals wieder unter 20 Millionen fiel. Staffel 10 kam dann auf weniger als 15 Millionen, und die letzte, die Staffel 14 unterbot 10 Millionen knapp. Am 13. März 2014 wurde trotzdem von Seiten des Senders bekannt gegeben, dass eine Staffel 15 produziert wird.
Eine umfassende Auflistung der Episoden von „CSI“ im Wochenrhythmus findet sich drüben im Blog „Erlebnis Nordamerika„. Bisher sind von der Serie folgende Staffeln bearbeitet:
Keiner hätte je daran geglaubt, damals, am Anfang des 21. Jahrhunderts, dass wir aus der unendlichen Weite der Welt beobachtet würden. Niemand konnte sich vorstellen, dass wir sogar genau untersucht wurden, so wie man unter dem Mikroskop wimmelnde Bakterien in einem Wassertropfen beobachtet, wie sie sich vermehren. Nur wenige Menschen dachten überhaupt an die totale Überwachung, und dabei trafen uns schon aus dem unendlichen Raum die neidvollen Blicke von Wesen, die glaubten, uns weit überlegen zu sein.
Erst langsam und dann immer bestimmter wuchs in ihnen der Plan, unsere Freiheit zu zerstören.
Es hat etwas Zeit der Vorbereitung gebraucht, aber heute geht es endlich los. Da wir hier beim STAR COMMAND Communiqué aber einfach weitergemacht haben und die Veränderungen Stück für Stück kamen, kommt dieses Vorwort sozusagen mittendrin. Aber eigentlich war schon das letzte Jahr ein Teil der Entwicklung. Heute beginnt „nur“ die neue Struktur.
Am 8. Juni um Mitternacht explodierte eine riesige Menge an Berichten in Hong Kong und raste auf das Internet zu. Unsichtbar näherte sich uns das erste der Flugobjekte, die die Erde ins Unglück stürzen sollten. Ich blickte nach oben und sah einen neuen Gasstreifen. Schon wieder ein Flugobjekt auf seinem Weg zu den Lesern.
„Das Phantastische Projekt“ hat sich bisher allerhand Themen angenommen, und das wollen wir auch weiterhin tun. Das ganze lief über verschiedene Medien, und auch das soll weiterhin so bleiben. Nur die Aufteilung, die wird etwas anders. Hier, im „Communiqué“, erscheinen weiterhin die geschriebenen Artikel. Die Videos werden in Zukunft auf der Hauptseite unter www.dasphantastischeprojekt.de gebündelt erscheinen. Dazu wurde diese Webseite in den letzten Monaten umgestaltet zu einem Blog, heute… oder genauer gesagt, genau jetzt, da dieser Artikel hier erscheint, erscheint dort der erste Artikel, das Vorwort in der Blog-Abteilung.
Und so blieb es auch in den folgenden zehn Nächten. Ein Leuchtgeschoss kam, strahlend grün und von einem grünen Nebel gefolgt. Ein schönes, aber auch ein beunruhigendes Bild. Pofalla, der Hans-guck-in-die-Luft versicherte mir, dass wir nicht in Gefahr wären. Er war davon überzeugt, dass es keinen Überwachungsskandal gäbe.
Die Startseite vom „STAR COMMAND Communiqué“ wurde umgestaltet, neben einer Liste von aktuellen Artikeln und dem Hinweis auf den Videokanal enthält sie unter anderem einige Feeds, die wir als lesenswert betrachtet haben – und natürlich die Feeds von den Blogs von unserem Projekt. Wir werden immer wieder mal den einen oder anderen Feed vorstellen, damit unsere Leser auch wissen, mit was sie es zu tun haben.
The chances of anything coming from Mars are a million to one he says. The chances of anything coming from Mars are a million to one – but still they come!
Beim „Phantastischen-Projekt“-Blog drüben wird gesagt, dass heute ein Vorabend ist. Das stimmt, denn der eigentliche Starttag für die neuen Videos ist morgen. Lasst Euch überraschen.
Heute ist es mir unbegreiflich, dass die Leute damals den Abend wie jeden anderen verbrachten.
– Die Zitate in diesem Beitrag stammen aus der deutschen Version von „Jeff Wayne’s War of the World“, leicht abgewandelt, damit sie der Situation angepasst sind.
Diese Webseite nutzt Cookies.
Auf unserer Webseite werden Cookies verwendet, um Ihnen die Nutzung so komfortabel wie möglich zu machen. Diese so genannten essentiellen Cookies werden in Ihrem Browser gespeichert, da sie für die Grundfunktionen der Website unerlässlich sind. Wir verwenden auch Cookies von Drittanbietern für Online-Werbung auf unseren Seiten. Diese Cookies werden nur mit Ihrer Zustimmung in Ihrem Browser gespeichert. Mit einem Klick hier stimmen Sie der Nutzung dieser zusätzlichen Cookies zu oder können sie ablehnen:
This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may affect your browsing experience.
Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.