Empfehlung zum Schauen: #FERNGESPRÄCH: Genfrei – Bio & Co | Mit Hoaxilla, M. Moder, H. G. Hümmler, J. Blohm, S. Schmalz & T. Krappweis

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Ich muss heute hier im Blog eine „Anschau-Empfehlung“ loswerden. Eigentlich würden solche Videos ja auf der projekteigenen Videoseite erscheinen, aber die Einbettungen von Twitch funktionieren nicht so ganz, wie ich mir das vorstelle. Deswegen halt eben ein Link, der zum Kanal von WildMics auf Twitch führt. Tommy Krappweis („RTL Samstag Nacht“, „Bernd das Brot“, „Ghostsitter – Geister geerbt“, „Die Phantastischen Fälle des Rufus T. Feuerflieg“) hat hier eine Gesprächsreihe gestartet, soweit ich mich richtig erinnere ursprünglich während des so genannten „Lockdowns“ durch Corona. In dieser Reihe, die sich „Ferngespräch“ nennt, bespricht er – in aller Ruhe! – mit Experten verschiedene Dinge des Lebens, über die häufig Gerüchte kursieren. Thema waren schon Prophezeiungen, Impfungen, Homöopathie und vieles mehr. Die neueste Folge von heute Abend handelt von Gentechnik in der Landwirtschaft, Bio-Landbau und auch vom verteufelten Glyphosat.

Ich finde, sehr viel mehr Leute sollten diese Reihe schauen, es ist jede Woche wieder ein Fest der Wissenschaft. Aber wie gesagt, mit dem Einbetten ist das nicht so ideal, deswegen schaut es Euch auf Twitch an. Wenn Ihr live dabei seid, könnt Ihr Euch außerdem auch am Chat beteiligen.

Momentan gibt es jeden Dienstag um 20.00 Uhr eine neue Folge, und zwar genau hier:

WildMics auf Twitch!

„ACELS – Die Reihe“ hat gleich Premiere

Auf in neue Welten!
Auf in neue Welten!
Photo by Kai Dahms on Unsplash

Wenn dieser Artikel erscheint, hat die geneigte Leserin, der geneigte Leser noch ziemlich genau 15 Minuten Zeit, dann beginnt die Premiere der neuen Sektion innerhalb des Phantastischen Projekts: ACELS. In diesem Artikel möchte ich das wichtigste beleuchten, was es darüber zu sagen gibt. Und es würde mich freuen, wenn das neue Projekt ein paar Abonnenten finden würde.

In einem anderen Artikel habe ich es schon erwähnt, ich habe zwei oder drei Mails erhalten, in denen eine Frage gestellt wurde, die ich interessant fand. Und zwar ging es darum, dass in den ganzen Kanälen der unterschiedlichen Abteilungen des Phantastischen Projekts ja auch Geschichten erzählt werden. Teilweise überschneiden sich diese Geschichten in den unterschiedlichen Kanälen und am Schluss gehören sie alle in die gleiche Geschichtenwelt (ich schrecke etwas zurück vor dem Gebrauch des Wortes „cinematic universe“, weil der ist in letzter Zeit etwas überstrapaziert worden). Die Frage lautete nun konkret: Wenn man sich die ganze Geschichte erschließen will, die sich auf den Videokanälen entfaltet, in welcher Reihenfolge muss man dann die einzelnen Episoden anschauen?

Das war eine interessante Frage, denn in der Tat gibt es da eine Reihenfolge, aber die hatte ich mehr oder minder lose in meinem Kopf. Auf YouTube verteilt sich das ganze auf mehrere Kanäle, beziehungsweise außerhalb von YouTube auf mehrere Webseiten. Und so entstand die Idee zu „ACELS“. ACELS ist der Name der Welt der Ersten, der ältesten Wesen der Galaxis, die in den Science-Fiction-Teilen der Geschichten irgendwie im Hintergrund umherspringen und ein bisher nicht näher definiertes Interesse an der Erde und der primitiven Menschheit haben. ACELS ist auch der Name der Wesen selbst, zumindest nennen sie sich so. Da alle die Geschichten in ihrer Welt spielen, erschien es mir nur logisch, die Zusammenfassung so zu nennen.

Und was passiert bei ACELS genau? Auf der Webseite (https://acels.phan.pro) werden ab heute die Videoepisoden in der richtigen Reihenfolge veröffentlicht, und zwar – wie es sich für eine ordentliche Serie gehört – eine Folge pro Woche. Dabei beginnt die Geschichte heute mit einer speziell produzierten Pilotepisode, die in die Geschichte einführen und so ein bisschen als Werbung dienen soll. Mit dieser Pilotepisode geht es auch zurück an den Anfang des Phantastischen Projekts, denn vorausgesetzt bei YouTube klappt alles mit den Rechten, wird diese Folge mit dem Soundtrack von John Barry aus „The Black Hole“ untermalt, der mir vor vielen Jahren als Inspiration für eigene Science-Fiction-Geschichten diente. Falls es mit den Rechten nicht klappt, wird der Sountrack einfach ersetzt durch die Overtüre aus „Wilhelm Tell“… oder so.

Wichtig ist: Es handelt sich dabei nicht um einen eigenen Videokanal. Die ACELS-Pilotepisode erscheint im Kanal vom Phantastischen Projekt, die Episoden in der richtigen Reihenfolge werden auf der ACELS-Webseite einfach wiedergegeben. Daher kann man die ACELS-Serie auch nicht bei YouTube abonnieren, und das ist auch nicht Sinn der Sache. Man kann ein Abonnement auf der Webseite selbst abschließen, was auch den Vorteil hat, dass man auf jeden Fall über die neuen Folgen Woche für Woche informiert wird (im Gegensatz zu YouTube, wo eben nicht jeder Abonnent zuverlässig über Neuerscheinungen unterrichtet wird).

Zur gleichen Zeit, wo dieser Artikel freigeschalten wird, wird auch die erste Folge auf ACELS freigeschalten, sie trägt den passenden Titel „Ouvertüre„. Die Premiere der Episode selbst wird auf YouTube um 20.15 Uhr sein. Also, es wird Zeit…

Ein Hinweis noch: Auf der Webseite von ACELS ist Steady installiert. Das heißt nicht, dass die Beiträge dort hinter einer Paywall stecken, den Hinweis kann man einfach wegklicken. Aber vielleicht findet sich ja der eine oder andere, der das Projekt unterstützen möchte. Mit Werbeeinnahmen ist jedenfalls kein Staat mehr zu machen…

Star Trek: Picard – Folge 1: Gedenken

Star Trek
Star Trek
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Seien Sie der Captain, an den sich die Leute erinnern.

Zhaban in „Star Trek: Picard“

Die Galaxis ist nicht mehr die selbe. Vieles hat sich geändert, seit Admiral Jean-Luc Picard, ehemaliger Captain der USS ENTERPRISE, die Sternenflotte verlassen hat. Doch nun kehren Schatten der Vergangenheit mit Macht zurück und der Admiral muss entscheiden, was er tut. So könnte man die Prämisse der neuesten Serie des STAR-TREK-Universums umschreiben. Und ich muss zugeben, nachdem ich nun die erste Folge gesehen habe, bin ich begeistert, da hier eine Serie produziert wird, wie ich sie seit langem vermisst habe. Zumindest was STAR TREK betrifft. Aber der Reihe nach.

Ich war seit meiner Kindheit ein langjähriger Fan von STAR TREK. Meine Probleme mit dem Franchise begannen dann mit STAR TREK: ENTERPRISE*. Diese Serie wurde als der neueste große Wurf im STAR-TREK-Universum angekündigt, doch ich war von vornherein etwas reserviert, sollte es sich dabei doch um ein Prequel handeln, also eine Serie, die noch vor der Klassischen spielt. Das war eigentlich nicht das, was ich sehen wollte. Ich wollte sehen, wie es weitergeht. Die Produzenten wollten damit in die „wilden Forschertage“ der Sternenflotte zurückkehren. Meine Befürchtung war, dass damit eine Reihe von Anachronismen erzeugt würden, zum einen, was die Handlung betraf und zum anderen wegen des Designs. Man würde eine Reihe von Dingen, die mittlerweile in STAR TREK bekannt waren, nicht anbringen können, weil sie in der klassischen Serie oder noch später erst etabliert würden. Und man würde in diesen Tagen keine Serie produzieren können, die aussieht, als sei sie der Vorläufer einer Fernsehserie aus den 1960er Jahren, sprich: Das Design war sprichwörtlich schon dazu verurteilt, anachronistisch-unpassend zu sein**. Tatsächlich bestätigte der Pilotfilm schon meine Befürchtungen, als die Klingonen im Kinofilm-Design auftauchten und eine komplexe Handlung mit einem „temporären kalten Krieg“ aufgebaut wurde. Spätere Episoden widersprachen dann auch dem, was in bisherigen Serien festgelegt wurde und ich wurde mit ENTERPRISE nicht wirklich warm. Es dürfte sich um die STAR-TREK-Serie handeln, von der ich bislang die wenigsten Folgen gesehen habe.

Dann kamen die neuen Kinofilme und die erste Ankündigung führte bei mir erneut zur Ernüchterung: Ein Reboot also. Classic-Filme mit neuen Schauspielern, die Kirk, Spock, McCoy und all die anderen verkörpern sollen. Dann aber habe ich STAR TREK (nicht zu verwechseln mit STAR TREK: Der Film oder STAR TREK (Die Serie)) gesehen und entgegen meinen Befürchtungen hat mir der Film sehr gefallen. Denn der Neustart wurde in eine STAR-TREK-mäßige Handlung um Zeitreisen und veränderte Zeitlinien eingebaut. Damit konnte ich auch Abweichungen von der klassischen Serie eher akzeptieren. Leider war JJ Abrams‘ Aufguss von „Der Zorn des Khan“ mit Namen STAR TREK INTO DARKNESS da schon wieder eine Enttäuschung (etwas ähnliches sollte ich dann später mit STAR WARS Episode VII und IX erleben, aber das ist eine gute Geschichte für eine andere Zeit). Andererseits hat mir STAR TREK BEYOND wieder ganz gut gefallen und es ist schade, dass die Reihe nun offenbar so sang- und klanglos beendet wurde. Man hätte ihr zumindest ein Finale gönnen können.

Von der Leinwand sollte STAR TREK dann auf den Bildschirm zurückkehren: STAR TREK DISCOVERY wurde angekündigt, und siehe da, wieder ein Prequel. Der Unterschied zu ENTERPRISE sollte sein, dass die neue Serie nicht 70 Jahre vor Classic, sondern rund 10 Jahre davor spielt. Meine alten Befürchtungen meldeten sich. 10 Jahre vor Classic war die Zeit zwischen dem ersten Pilotfilm „The Cage“ und der klassischen Serie selbst (in der Serie wird gesagt, „The Cage“ spiele 13 Jahre zuvor). Mir war klar, dass die neue Serie vom Design her natürlich wieder einen Anachronismus bilden würde. Ich selbst hatte in der Zwischenzeit versucht, mit ENTERPRISE warm zu werden, indem ich mir einen eigenen Head Canon*** zusammenbaute, in dem ENTERPRISE bereits eine geänderte Zeitlinie darstellte, die nun zu den neuen Kinofilmen führen würde, anstatt zu Classic. Aber sehr weit war ich nicht gekommen. Nun also eine weitere Prequel-Serie. Tatsächlich habe ich die auch gesehen, und zwar alle Folgen, die bis jetzt herausgekommen sind. Sie sind auch gar nicht so schlecht (ja, ich weiß, das ist ein blödes Lob), aber der Anachronismus springt einen förmlich an. Nicht nur werden bekannte Charaktere völlig umgekrempelt (Harry Mudd), sondern auch munter anachronistische Logikfehler produziert, über die man um der Handlung willen einfach hinweg sieht (zum Beispiel wird etabliert, dass eine der Brückenoffizierinnen der DISCOVERY einen schweren Unfall hatte und mit Roboterteilen quasi als Cyborg wieder rekonstruiert wird – aber als später Pike seinen Strahlenunfall hat, ist alles, was die Techniker der Sternenflotte hinkriegen, ihn in einen Stuhl mit einem blinkenden Lichtchen zu setzen?).

Doch plötzlich wurde noch eine Serie angekündigt. Vielen Dank an dieser Stelle für die Geduld, ja, wir kommen jetzt zu STAR TREK: Picard. Diese neue Serie sollte nun also (endlich) eine Fortsetzung sein und Patrick Stewart selbst sollte in seiner Rolle als Picard zurückkehren. Nicht nur das: Erste Details, die bekannt wurden, ließen durchscheinen, dass die Zerstörung der romulanischen Heimatwelt durch eine Supernova, die den Auslöser für die alternative Zeitlinie in STAR TREK (nicht zu verwechseln mit STAR TREK: Der Film und STAR TREK (die Serie)) bildete, nicht nur als Ereignis in der neuen Serie festgeschrieben wurde, sondern sogar der Auslöser für die Handlung sein würde. Durch erste Trailer erfuhren wir schließlich, dass auch Brent Spiner als Data, Jonathan Frakes als William T. Riker und Marina Sirtis als Deanna Troi zu sehen sein würden. Und endlich hatte ich das Gefühl: Ja, das könnte tatsächlich eine Serie sein, wie ich sie sehen wollte. Und die große Besonderheit war noch, dass die Serie zeitgleich in der Original- und der synchronisierten Fassung starten würde, was sie schließlich vergangenen Freitag tat.

AB HIER: ACHTUNG SPOILER!

Die Handlung: Jean-Luc Picard, Admiral a. D., lebt inzwischen auf seinem Weingut in Frankreich, dem Chateau Picard. Mit der Sternenflotte hat er vor langer Zeit gebrochen, da diese nicht mehr für die Ideale einstand, die er so lange Zeit hochgehalten hat. Anlässlich eines Interviews zum Jahrestag der Supernova, die die romulanische Heimatwelt und viele Kolonien vernichtet hat, kommt auch zutage, was genau passiert ist: Nachdem klar war, dass die Supernova nicht aufzuhalten war, baten die Romulaner die Föderation um Hilfe. Unter der Federführung von Admiral Picard sollten in den Schiffswerften von Utopia Planitia auf dem Mars unzählige Rettungsfähren hergestellt werden, die die romulanische Bevölkerung in Sicherheit bringen sollten. Doch ein Trupp von Androiden griff die Anlagen der Werften an. In Folge der Attacke wurde eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die zur einer völligen Verwüstung des roten Planeten und zum Tod aller sich dort befindlichen Lebewesen führte. Die Politik der Sternenflotte zog sowohl die falschen Schlüsse als auch den Schwanz ein, man machte nämlich die Romulaner indirekt für die Vernichtung des Mars verantwortlich und blies die ganze Rettungsaktion ab (mit anderen Worten: klassisches Victim Blaming), in einem zweiten Schritt wurde die Entwicklung von künstlichen Lebensformen im Bereich der Föderation vollständig untersagt. Der erste Schritt führte dazu, dass die Romulaner ganz auf sich gestellt waren und die meisten bei der Explosion von Romulus‘ Sonne starben, der zweite Schritt führte zur Einstellung sämtlicher praktischer Forschung auf dem Gebiet künstlicher Lebensformen.

Doch da meldet sich eine junge Frau mit Namen Dahj bei Picard. Sie beschreibt, dass sie von Männern in Kampfanzügen angegriffen worden sei und plötzlich „wie ein Blitz“ gewusst habe, wie sie sich gegen diese verteidigt. Und sie habe in ihrem Kopf das Bild von Picard gesehen. Der stellt mit Erstaunen fest, dass die junge Frau einem Bild sehr ähnlich sieht, das Data 30 Jahre zuvor gemalt hat. Der Titel des Bildes ist „Tochter“. Das würde einiges erklären, wirft aber auch neue Rätsel auf. Selbst Doktor Agnes Jurati, die für das Daystom-Institut im Bereich „Künstliche Lebensformen****“ arbeitet, kann da nur Vermutungen anstellen. Sie berichtet, dass Bruce Maddox sehr weit fortgeschritten war, was die Androiden-Forschung betrifft und es ihn sehr traf, als die Forschungsabteilung geschlossen wurde.

Und Dahj ist in ständiger Gefahr, denn die Gruppe, die die Angriffe auf sie koordiniert, gibt nicht auf…

Mein persönlicher Eindruck: Eine unglaubliche Episode, die mir sehr gut gefallen hat. Die Geschichte wird langsam entwickelt, auch wenn die Action-Sequenzen mit den Angriffen auf Dahj natürlich sehr schnell choreografiert sind. Patrick Stewart hat es immer noch drauf und man nimmt ihm seinen „Admiral a. D.“ absolut ab. Die Handlung nimmt geschickt ein paar Fäden auf, die bei STAR TREK -The Next Generation so ein bisschen liegengelassen wurden. Bruce Maddox beispielsweise, der in der Folge „Wem gehört Data?“ (engl. „Measure of a Man“) Data auseinander nehmen will, weil er in ihm nur eine Maschine sieht und er nach dessen Vorbild viele Datas konstruieren will. Maddox wird in „Datas Tag“ nochmal erwähnt, aber wir erfahren nie, ob er mit seiner Forschung Erfolg gehabt hat. Zumindest bist jetzt. Auch Datas Wunsch nach einem Nachkommen stammt aus der Serie, wo er ja tatsächlich kurzzeitig eine Tochter hatte („Datas Nachkomme“).

Was die Thematik betrifft, ist STAR TREK: Picard im wahrsten Sinne des Wortes auf der Höhe der Zeit. Während des Interviews wird zum Beispiel klar, dass die Vorbehalte gegen Romulaner so weit gehen, dass diese selbst in einer Notsituation nicht als Lebewesen angesehen werden und dass man sich um ihr Schicksal einen Dreck schert, auch wenn diese für die Notsituation, in der sie sich befinden, nichts können. Die letzten Andeutungen der Episode scheinen die Folgen dieser Arroganz noch mehr zu beleuchten, nämlich dass diese zu einer Radikalisierung der Romulaner führen.

Ich bin echt gespannt, wie die Reihe weitergeht. Zusammenfassend kann ich meine Gedanken und Gefühle um STAR TREK: Picard eigentlich nur in diesem Satz:

Ja, das ist STAR TREK! STAR TREK lebt!


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STAR TREK: Picard kann bei AMAZON Prime angesehen werden (Klick auf diesen Text führt zur Website von AMAZON.de).


*= Okay, wenn man es ganz genau nimmt, schon bei VOYAGER, da die Serie bei mir sehr gemischte Gefühle hinterließ, aber ich dann doch gespannt war, was danach kommen sollte.

**= Auf der anderen Seite: Wenn die Produzenten den Mut gehabt hätten, STAR TREK: ENTERPRISE – oder später auch STAR TREK: DISCOVERY – mit Absicht im Stil der Serials der 1930er (wie „Flash Gordon“ oder „Buck Rogers“) oder der SciFi-Filme der 1950er (wie „Alarm im Weltall“ oder „Kampf der Welten“) zu produzieren, wäre ich mit Begeisterung dabei gewesen.

***= Für diejenigen, die das nicht wissen: Ein „Head Canon“ ist die persönliche Vorstellung, die jemand von einem bestimmten Universum von Geschichten hat und das jeder selbst gestalten kann. Wenn einem zum Beispiel eine Serie, die im gleichen Universum wie eine andere spielt, nicht gefällt, kann man für den eigenen „Canon“ beschließen, dass diese Serie nie passiert ist und sie ignorieren. Das Wort „canon“ kommt eigentlich aus dem Lateinischen und bedeutet „Maßstab“.

****= Natürlich nur theoretisch, einen Androiden konstruieren darf das Institut ja nicht mehr.

Der Dudelfunk – eine unendliche Geschichte

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Volksempfänger VE301W
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Die Vorstellung von echten Hörern aus menschlichem Fleisch und Blut scheint längst überwunden. Es regiert die abstrakte Idee eines ausdefinierten, imaginären Durchschnittshörers mit Durchschnittsmusikgeschmack und Durchschnittsinteressen und Durchschnittsleben.
– Zebrabutter

Als ich vor längerer Zeit die verkürzende und falsch verzerrende Berichterstattung beim „SWR3 Topthema“ in meinem Privatblog kritisierte, meldete sich tatsächlich jemand vom „Dudelfunk“ in den Kommentaren zu Wort (Disclaimer: Zumindest behauptete diese Person, beim Rundfunk zu arbeiten, aber im Internet kann man ja alles behaupten. Die Argumentation gegen meinen Beitrag passte jedoch zum „Dudelfunk“). Da ich meinen Artikel selbst wie einen Beitrag zum „Topthema“ aufgemacht hatte, um deutlich zu machen, wie ich mir so eine Berichtserstattung vorstelle, wurde angemerkt, dass mein Beitrag von vornherein viel zu lang sei für diese Rubrik. Sie dürfe maximal drei Minuten lang sein. Als ich erwiderte, dass man den Hörer ruhig mehr „zumuten“ kann als drei Minuten lange Beiträge, meinte mein Gesprächspartner lakonisch, dass Leute wie ich, die sich über zu kurze Beiträge beschweren, sich auch darüber beschweren, dass bei RTL keine Opern laufen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich von RTL nun wahrlich keine Opernsendung erwarte, kam hier ein merkwürdiges Bild vom Hörer zutage, als sei dieser per se intelektualismusfeindlich eingestellt. Gipfel der Ironie: Ausgerechnet auf SWR3 gibt es eine Comedy-Rubrik mit den „Ballermann-Nachrichten„, in der echte aktuelle Nachrichten für die vermeintliche „Generation PISA“ aufbereitet werden in Form eines Liedes, wie man es wohl tatsächlich in den Sauf-und-Gröhl-Bezirken der ohnehin schon arg geschundenen Balneareninsel Mallorca zu hören bekommen könnte. Offenbar scheint das Bild, das man beim „Dudelfunk“ vom Hörer hat, dem Bild der „Generation PISA“ in diesem Comedy-Format angeglichen zu sein.

Nun stellt sich aber natürlich die Frage: Was tun? Zebrabutter widmet sich dieser Frage in einem neuen Beitrag und sagt „Dudelfunk nicht bekämpfen, sondern anpassen„. Der Artikel enthält sehr gute Vorschläge und mein Lieblingssatz ist natürlich folgender:

Hörer müssten auszuhalten lernen, dass ein Wortbeitrag auch drei Minuten überschreiten darf.

Genau, denn die meisten Themen sind einfach zu komplex, um sie in eine begrenzte Anzahl von Minuten zu quetschen. Da wird dann gekürzt und gekürzt – so lange, bis es falsch ist. Zebrabutter schreibt aber nicht nur darüber, s0ndern über die Problematik generell, den nichtssagenden Werbephrasen („Die besten Hits“) und den Versuchen, einen Durchschnittshörer zu analysieren, den es so einfach nicht gibt.

Ich wurde übrigens bis vor kurzem auch noch von der Marktforschung zum „Hörerlebnis“ auf einem bestimmten Radiosender befragt. Mittlerweile nicht mehr. Vielleicht bin ich zu alt für die Referenzgruppe. Der „Durchschnittshörer“ dieses Senders ist „bis 49 Jahre alt“, da passe ich eigentlich noch rein. Aber man weiß ja nicht…

Ich kann den Artikel bei Zebrabutter nur empfehlen. Und bis der Dudelfunk angepasst wurde, hören wir kurz mal zur „Welle Wahnsinn“ rein…

 

„Netter Planet, den nehmen wir!“ – Erde macht mobil…

Das privat finanzierte Raumfahrtprojekt „Mars One“ scheint sich zwar auf den ersten Blick nicht als Thema für einen Artikel in einem Blog über Esoterik und Pseudowissenschaft zu eignen. Aber bei genauer Betrachtung ist „Mars One“ genau so ein „Schmarrn“ wie Astrologie, Homöopathie und all der andere Unsinn, den ich bisher hier beschrieben habe.

– Florian Freistetter äußert sich kritisch über das geplante private Marsbesiedlungsprojekt „Mars One“ in „Der Mars ist unser!

Europäische Bürgerinitiative fordert Verhandlungsstopp bei TTIP und CETA

EBI-Registrierung am 15. Juli 2014 – Kritik: mangelnde demokratische Beteiligung und Aushöhlung von Standards

Am 15. Juli 2014 hat die 47. Europäische Bürgerinitiative (EBI) ihren Antrag auf Registrierung bei der Europäischen Kommission gestellt. Die Initiative „Stop TTIP“ fordert die EU-Kommission auf, dem EU-Ministerrat zu empfehlen, das Verhandlungsmandat über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) aufzuheben und auch das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) nicht abzuschließen. Hinter der Initiative stehen knapp 150 Organisationen aus 18 EU-Mitgliedsländern. In Deutschland koordinieren die Organisationen Attac, Campact, BUND, Mehr Demokratie e.V., das Umweltinstitut München und der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) die EBI. Auch Brot für die Welt, der Deutsche Kulturrat und die GEW gehören dem stetig wachsenden Bündnis an.

„Im Zentrum unserer Kritik steht der demokratiepolitische Aspekt der geplanten Abkommen: Es werden hinter verschlossenen Türen Regeln beschlossen, die weitreichende Folgen für über 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den 28 Mitgliedstaaten haben. Dagegen wehren wir uns“, so Michael Efler, Vertreter des Bürgerausschusses der Bürgerinitiative und Vorstandssprecher des Bundesverbands Mehr Demokratie e.V. Besonders kritisch sieht er die geplanten Regelungen zum Investitionsschutz, mit denen ausländischen Investoren weitreichende Schutzrechte eingeräumt werden, die sie gegenüber Staaten in Schiedsverfahren (englisch: Investor-state dispute settlement, ISDS) durchsetzen können. Verabschiede beispielsweise ein nationales Parlament ein Gesetz, das Investitionen und Gewinne eines Konzerns beeinträchtigt, hätte dieser das Recht zu klagen – und zwar nicht vor einem öffentlichen Gericht, sondern vor einem vertraulich tagenden Schiedsgericht. Demokratisch legitimierte Entscheidungen und rechtsstaatliche Verfahren würden damit ausgehebelt. „Gefährlich sind auch die Pläne zur regulatorischen Kooperation, die ebenfalls eine Einschränkung der demokratischen Kontrolle bewirken. Konkret: Es soll eine Art Frühwarnsystem bei geplanten handelsrelevanten Gesetzen oder Regulierungen eingerichtet werden, das es  Vertragspartnern und Lobbyisten ermöglicht, noch vor dem parlamentarischen Prozess ihre Interessen zu platzieren. Unerwünschte Regulierungen, die den Marktzugang erschweren, könnten damit verhindert werden“, erläutert Efler weiter.

John Hilary, Direktor der britischen Organisation War on Want und ebenfalls Mitglied des Bürgerausschusses, führt weiter aus: „Das TTIP-Abkommen darf nicht als Verhandlung zwischen zwei konkurrierenden Handelspartnern EU und USA verstanden werden. Vielmehr handelt es sich um den gemeinsamen Versuch von transnational agierenden Großkonzernen, die Märkte auf beiden Seiten des Atlantiks aufzubrechen. Dies geschieht  auf Kosten des Verbraucherschutzes, der Lebensmittelsicherheit, der Umweltvorschriften, der Sozialstandards, der Verordnungen zum Gebrauch von Giftstoffen oder auch der Regeln zur Bankensicherheit.“ Auch sollten Ausschreibungen für öffentliche Dienstleistungen für Bewerbungen von transnationalen Unternehmen geöffnet werden. „Ein greifbares Beispiel sind die verschiedenen Prinzipien des Verbraucher- und Umweltschutzes, die in den USA und in der EU gelten“, führt Hilary aus. „Das in der EU geltende Vorsorgeprinzip sorgt für strenge Regelungen beispielsweise bei der Chemikalienzulassung. Durch das TTIP könnte ein Konzern das Recht erhalten, sein Produkt in den USA registrieren zu lassen und anschließend auf dem europäischen Markt zu platzieren.“ Auf den US-Märkten gelte das sogenannte Nachsorgeprinzip. Das bedeute, erst wenn die Schädlichkeit eines Produkts explizit nachgewiesen sei, werde es wieder vom Markt genommen. Die Zulassungshürden seien also zu Beginn niedriger, so Hilary abschließend.

Susan George, Präsidentin des Verwaltungsrates des Transnational Institute in Amsterdam (TNI) und Ehrenpräsidentin von Attac ist ebenfalls Mitglied des Bürgerausschusses der EBI. Sie erläutert, dass bereits hunderte von bilateralen und plurilateralen Handels- und Investitionsabkommen unterzeichnet worden seien. TTIP sei jedoch besonders gefährlich weil es seit 20 Jahren von transnationalen Konzernen geplant werde. Diese Großkonzerne hätten den Inhalt mitbestimmt und seien auf Einladung der Regierungen offizieller Bestandteil des TTIP-Prozesses geworden – die Bürgerinnen und Bürger dagegen seien ausgeschlossen. Allerdings könne auch gegen diesen Vertrag etwas unternommen werden, genauso wie bei dem Multilateralen Investitionsabkommen (MAI), das ebenfalls im Geheimen verhandelt wurde, 1998 dann aber von einer starken Bürgerbewegung verhindert wurde. Die Gründe für den Protest waren, dass das MAI teilweise dieselben übermäßig Rechte für Konzerne enthalten habe wie TTIP, unter anderem ISDS. Ziel der Großkonzerne sei es nicht nur, die Justiz zu privatisieren, sondern auch einen wesentlichen Teil der legislativen Funktion von Regierungen, indem sie auf Vorschriften und Normen Einfluss nähmen. George führt weiter aus, dass auch die Exekutive durch eine Flut von Klagen bedroht sein könne, wenn sie versuche, Gesetze zu Banken, Arbeitsrecht, Umwelt, Lebensmittelsicherheit oder auch Gesundheit zu verbessern. „TTIP ist eine große Bedrohung für die Demokratie – die EBI will Demokratie, nicht Konzernherrschaft“, fasst George zusammen.

Mit einer EBI ist es Bürgerinnen und Bürgern der EU-Staaten seit dem 1. April 2012 möglich, die Europäische Kommission aufzufordern, eine Gesetzesinitiative zu ergreifen. Gleichzeitig erzwingt eine erfolgreiche EBI eine Anhörung im EU-Parlament. Notwendig sind mindestens eine Million Unterschriften aus mindestens sieben verschiedenen Mitgliedstaaten.

 

Weitere Fakten zur geplanten Europäischen Bürgerinitiative:

Der Forderungstext der EBI

www.stop-ttip.org/registration

Für jede EBI wird ein Bürgerausschuss aus sieben Mitgliedern gebraucht. Informationen über alle Mitglieder finden Sie hier

www.stop-ttip.org/members

 

Der Start der Unterschriftensammlung der Anti-TTIP-EBI ist für September 2014 geplant. Einen detaillierten Zeitplan finden Sie hier

www.stop-ttip.org/schedule

Mehr Demokratie hat im Vorfeld ein unabhängiges Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das die juristische Rechtmäßigkeit im Vorfeld prüfen soll. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die EBI zulässig ist. Das Gutachten ist hier einzusehen:

www.stop-ttip.org/legal-opinion

Die Bündnispartner finden Sie hier: www.stop-ttip.org/more-about-the-eci

 

Quelle: Campact

Zukunftsvision: Künstliche Körperteile mit ästhetischem Design [Video]

Heute gibt es mal ein Video mit einer Zukunftsvision: Künstliche Körperteile für Menschen, die eine schwere Krankheit oder einen Unfall hatten, sahen am Anfang immer so aus, als seien sie von Ingenieuren entworfen worden, funktional, aber sehr klobig. Ein Designer hat sich mit einem Chirurgen zusammengetan und etwas entworfen, das einen positiven Ausblick auf die Zukunft gibt: Künstliche Körperteile mit ästhetischem Design:

Direkter Link zum Video: http://youtu.be/6wnnNk91EMs

STAR TREK: Of Gods and Men [Film]

So, heute gibt es mal einen ganzen Film. Produziert von und mit einigen der Originalschauspielern der STAR-TREK-Serien kommt das Projekt „STAR TREK: Of Gods and Men“ mit einer Geschichte aus einer alternativen Realität daher. Der Film dauert knapp 90 Minuten und wurde unabhängig von einem großen Filmstudio produziert. Der Upload auf YouTube erfolgte von den Produzenten selbst, die den Film damit der breiten Öffentlichkeit präsentieren:

Direkter Link zum Video: http://youtu.be/kFqAME7dx58

Und, wie gefällt Euch der Film?